Bücher mit dem Tag "utah"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "utah" gekennzeichnet haben.

37 Bücher

  1. Cover des Buches Die tausend Teile meines Herzens (ISBN: 9783423740418)
    Colleen Hoover

    Die tausend Teile meines Herzens

     (414)
    Aktuelle Rezension von: Freedom4me

    Ich habe von vielen gehört, dass dies das schlechteste Buch von Colleen Hoover sei und generell viele negative Kritiken dazu gelesen. Von daher waren meine Erwartungen nicht allzu hoch und das Buch hat mich dann positiv überrascht.

    "Das wahre Problem sind nicht die Konflikte, sondern dass keiner den Mut hat, den ersten Schritt zu tun und offen darüber zu sprechen." - Merit,

    Der Schreibstil von Colleen Hoover ist wie immer sehr schön und leicht und flüssig zu lesen. Das ganze Buch wird aus der Sicht der Protagonistin geschildert.
    Nach dem Klappentext hatte ich Angst, dass es ein Teenie-Drama ist und sich nur um Liebeskummer dreht. Tatsächlich gibt es da noch einiges mehr, was Merit belastet. Auch wenn sie oftmals wie ein Teenager gehandelt hat und sich auch zickig und unsympathisch verhalten hat, mochte ich sie dennoch. Ihre Gefühlswelt wird sehr authentisch und nachvollziehbar geschildert und ich konnte mich gut in ihre Perspektive hineinversetzen. Sie macht in dem Buch eine enorme Charakterentwicklung durch und es findet viel Selbstreflexion statt, was ich sehr stark fand.
    Allerdings verlief mir der Wandel zum Guten am Schluss zu schnell und unproblematisch. Alle Probleme lösen sich nahezu in Luft auf und es kommt zur Happy-End-Stimmung. Das war mir zu unkompliziert und hat sich nicht mehr ganz so realistisch angefühlt.

    Die Familiensituation von Merit ist sehr kompliziert und...speziell. Alles in allem war es mir etwas too much. Dieses krasse Familiengefüge, die zahlreichen Probleme und Geheimnisse. Dadurch passiert immer viel, es gibt Spannung und immer neue Enthüllungen, aber es war mir etwas zu viel. Ein Charakter wird beispielsweise anfangs als absolut unspontan und fast schon zwangsneurotisch beschrieben. Das findet sich dann aber nicht mehr im Buch wieder und wird nicht weiter aufgegriffen. Man hätte es also problemlos weglassen können, da auch so schon genug los ist.
    Außerdem weiß ich nicht wie realistisch das Szenario zum Teil war und besonders die erwachsenen Charaktere haben absolut nicht so gehandelt.

    Was ich absolut unpassend finde ist der deutsche Titel. Im Englischen heißt es "Without Merit", was viel besser zur Geschichte passt.


    Fazit: Das Buch war deutlich besser als ich bei den negativen Kritiken erwartet hätte. Die Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Sie hat deutlich erkennbare Fehler, wird aber sehr nachvollziehbar geschildert und macht einen starken Wandel mit. Dafür wirkte der Rest manchmal etwas übertreiben, da es einfach sehr viele Geheimnisse & co gibt. Andererseits bleibt es dadurch spannend und man wird immer wieder überrascht.

    Die tausend Teile meines Herzens bekommt von mir 4,4 (also gerundet 5) /5 Sterne.



    Triggerwarnung: Einerseits würde ich gerne eine Triggerwarnung abgeben, andererseits kann ich die möglichen Trigger nicht aufführen, ohne enorm zu spoilern. Das Buch hat verschiedene Themen, die Trigger sein könnten. Wer also vorbelastet ist, sollte am besten vorher mal googeln, was für Themen genau verhandelt werden, damit man beim Lesen dann nicht davon überrascht wird.

  2. Cover des Buches Amy on the Summer Road (ISBN: 9783570401323)
    Morgan Matson

    Amy on the Summer Road

     (585)
    Aktuelle Rezension von: Schokoladenteddy

    Dieses Buch habe ich vor einigen Jahren gelesen, damals hat es mir gut gefallen. Deshalb habe ich es diesen Sommer nochmals gelesen – und war auch beim zweiten Mal nicht enttäuscht. Bei diesem Roman handelt es sich um eine sommerlich leichte Lektüre für junge und ältere Leser*innen, die Lust auf einen aussergewöhnlichen Roadtrip quer durch die USA haben.


    Darum geht's in »Amy on the Summer Road«:

    »Seit dem Tod ihres Vaters hat sich Amy völlig zurückgezogen. Als ob nicht schon alles schlimm genug wäre, beschliesst ihre Mutter von Kalifornien an die Ostküste zu ziehen, und Amy soll nachkommen… im Auto mit einem wildfremden Jungen! Amy ist verzweifelt. Doch dann steht Roger vor ihr – total süss und irgendwie sympathisch. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und sind sich einig: Amys Mom hat sich für den Trip die langweiligste aller Strecken ausgesucht! Kurzerhand begeben sie sich auf eine eigene, wilde Reise kreuz und quer durch Amerika…»

    Original-Klappentext


    Meine Meinung:

    Morgan Matson schreibt tolle Jugendromane, aber »Amy on the Summer Road« war vermutlich das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe. Ihr Schreibstil ist flüssig und gut verständlich und enthält praktisch keine Wörter im Jugendslang, was mich aber nicht gestört hat. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und werden durch Abbildungen von Postkarten, Playlists, Quittungen und Fotos aufgelockert. So erhält man als Leser*in einen lebendigen Eindruck von den Stationen, die Roger und Amy auf ihrem Roadtrip begegnen.

    Die Geschichte ist aus Amys Sicht geschrieben. Sie ist eine sympathische, offene und humorvolle junge Frau. Nach dem Tod ihres Vaters macht die Familie eine schlimme Zeit durch, in der die Familienmitglieder sich voneinander entfernen. Deswegen fühlt sich Amy ziemlich alleine, was auch auf ihre Stimmung zu Beginn des Romans schlägt. Im Verlaufe der Geschichte taut sie jedoch zunehmend auf, setzt sich mit dem Verlust auseinander und macht dadurch eine bewundernswerte Entwicklung durch.

    Roger ist ein liebenswerter Kerl, der es schnell schafft, Amys Sympathie für sich zu gewinnen. Anfangs zögern die beiden noch ein wenig, Persönliches auszutauschen, weshalb Roger über eine längere Zeit etwas geheimnisvoll auf mich wirkte. Schliesslich erfahren wir mehr über seine eigenen Beweggründe für diesen Roadtrip, über die ich nicht zu viel verraten möchte. Ich fand es jedoch toll, dass auch Roger sich weiterentwickelt, wenn auch nicht im selben Mass wie Amy. Die anderen Figuren bleiben eher am Rand der Geschichte. Weil einige von ihnen sehr sympathisch waren, hätte ich mir noch längere oder mehrere Auftritte gewünscht. Da Amy und Roger jedoch weiterfahren müssen, ist auch klar, weshalb die Figuren jeweils wieder abtauchen.

    Themen der Geschichte sind natürlich das Reisen, aber auch Freundschaft, Familie, Erwachsenwerden, Trauerverarbeitung, Loslassen, Humor, Liebe und das Entdecken der eigenen Persönlichkeit. Diese Vielfalt fand ich sehr beeindruckend für einen Jugendroman, da sich viele Bücher aus diesem Genre leider auf weniger Themen beschränken.

    Mein persönliches Highlight in diesem Buch war der Roadtrip selbst. Auf ihrer Reise von Westen nach Osten durchqueren Amy und Roger zahlreiche Bundesstaaten der USA, von denen wir einige besser kennenlernen. Die Beschreibungen der Landschaften, aber auch der Aktivitäten oder Restaurant- und Hotelbesuche fand ich unglaublich spannend und weckten den Wunsch in mir, selbst einen Roadtrip zu planen. Der Roman wirkt so, als ob die Autorin selbst die gleiche Reise absolviert und teilweise eigene Fotos eingeflochten hat – das finde ich richtig toll!


    Fazit:

    »Amy on the Summer Road« ist ein leichter Sommerroman über einen abenteuerlichen Roadtrip durch die USA. Dank vielfältigen Themen, sympathischen Protagonisten und der lebhaft beschriebenen Landschaftsbeschreibungen ist das Buch bestens geeignet für heisse (und auch kalte) Tage sowie für jüngere und ältere Leser*innen. Deshalb bekommt dieser Roman vier von fünf Sternen von mir.

  3. Cover des Buches Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot (ISBN: 9783596035632)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot

     (407)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Nach einem Kriegseinsatz sucht Dr. Watson eine Wohnung in London. Durch einen Bekannten lernt er Sherlock Holmes kennen, der einen Mitbewohner sucht. Und Watson bekommt nicht nur einen Mitbewohner, sondern auch einen Detektiv, der der Polizei bei ihren Ermittlungen hilft. So wird die Legende geboren.

    Ich wollte wieder mehr Klassiker lesen – da ich in letzter Zeit alle Filme und Serien bezüglich Sherlock Holmes gesehen habe, fand ich es an der Zeit, endlich mal mit Sir Arthur Conan Doyles Sherlock zu beginnen. Und ich kann sagen, dass es mir gut gefallen hat.

    Normalerweise sind Klassiker immer etwas schwierig zu lesen, weil Sprache sich verändert. Hier fand ich es allerdings nicht schwierig. Der Roman erscheint seltsam modern und ließ sich sehr gut lesen. Meine Ausgabe ist illustriert. Die schwarz-weißen Zeichnungen von Richard Gutschmidt begleiten die Geschichte und sind sehr anschaulich.

    Mit Sherlock Holmes hat Sir Arthur Conan Doyle einen unsterblichen Charakter geschaffen – und darüber bin ich sehr froh. Ich werde die restlichen Bücher über das kriminalistische Genie auch noch lesen!

  4. Cover des Buches Shining (ISBN: 9783404130894)
    Stephen King

    Shining

     (1.592)
    Aktuelle Rezension von: Krauti1998

    Die Verfilmung von Kubrick kommt nicht mal im Entferntesten an dieses Buch

  5. Cover des Buches Die Seele des Bösen - Erbarmungslose Jagd (ISBN: B0181CFJP4)
    Dania Dicken

    Die Seele des Bösen - Erbarmungslose Jagd

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Dekanda

    Im zweiten Teil der Reihe um Sadie Scott begleiten wir die junge Frau bei ihrem ersten Fall beim FBI. Ein Serientäter treibt sein Unwesen in der faszinierend anschaulich beschriebenen Wüste Uthas. Sadie und ihr neues Team nehmen die Verfolgung auf.
    Auch das Privatleben der Protagonistin wird wieder thematisiert. Ihre Beziehung zu Matt entwickelt sich und ihre persönlichen Verstrickungen zu einem Serienmörder werden sehr präsent.

    Das Konzept der Reihe hat mich auch beim 2. Teil überzeugt. Begeistern konnte mich auch die Beschreibung des Settings. Ich freue mich schon auf den 3. Teil, der sehr spannend zu werden verspricht.

    Der Schreibstil bleibt sich insgesamt treu, nur das die persönliche Erzählperspektiven hier vergleichsweise öfter von omnipräsenten Einschüben unterbrochen wird. Ein zusammenfassender Satz am Ende eines Abschnitts tritt immer noch auf, aber nicht mehr ganz so häufig, so das sich das Buch sehr flüssig lesen lässt.   

    Beim zweiten Teil habe ich manchmal das Gefühl, das die Geschichte von zwei Personen geschrieben wurde ;-) Auf der einen Seite haben wir Sadie, deren Tagesablauf mit zum Teil erschöpfender Detailliebe wiedergegeben wird - selbst belanglose Details werden thematisiert, einige Beschreibungen der Gefühle wirken schon fast naiv.
    Im Gegensatz dazu stehen szenische Darstellungen der Serienmörder und Opfer. Diese sind rasant, voller Brutalität, Tiefe und auf eine Aktion bezogen. Die Darstellung der Emotionen wirkt dort vollkommen anders als bei Sadie. Der Kontrast zwischen diesen Erzählarten fasziniert mich und fesselt mich an die Reihe - er zeigt den entrückenden Horror, der von diesen Taten ausgeht.
    Er gibt mir auch das Gefühl eine fundierte und akribische Ermittlung zu verfolgen - und sie in Bezug zu gehetzten und kranken Individuen zu setzen.
    Nur das eine wäre zu viel, nur das andere wäre mir zu langweilig. Die Kombination hat einfach was.

    Noch ein wenig Kritik: Den Mittelteil des Buches empfand ich als sehr gelungen und sehr spannend. Der Anfang und die letzten 40 Seiten des Buches (bis zum fiesen Cliffhanger) zogen sich leider zäh. Wieder und wieder wurden Sorgen und Ängste der Protagonisten wiedergegeben - und am Ende alles nochmal mit der Freundin, der Familie und Kollegin erneut durchgekaut. Gedankengänge und Informationen wiederholen sich für mein Empfinden zu oft. Ein anderer Szeneneinstieg, der erst bei neuen charaktergebenden Inhalten einsteigt, wäre mir deutlich lieber.


    … und ich hoffe, dass sich die Darstellung von Sadies Sexualität mit zunehmender Erfahrung ein wenig ändert und sie irgendwann mehr tut als sich nur passiv hinzugeben und Matt voller Selbstverständlichkeit mal machen lässt. Immerhin ist sie eine starke und selbstbewusste Frau ... aber das ist keine Kritik, nur ein Wunsch ;-)


    Fazit:

    Ein insgesamt sehr spannendes Buch, welches Ermittlungen und Profiling für mein Empfinden sehr authentisch darstellt. 4 von 5 Sternchen.



  6. Cover des Buches Brave Mädchen schweigen still (ISBN: B07XPW9W91)
    Dania Dicken

    Brave Mädchen schweigen still

     (24)
    Aktuelle Rezension von: SaintGermain

    Libby ist endlich in der FBI-Akademie - und das noch zusammen mit ihrer besten Julie aus England. Als auch noch Owen in ihrer Nähe ist, scheint alles super. Aber dann soll sie für das FBI ermitteln und dazu die Akademie kurzfristig verlassen. Sie soll nach Utah reisen, um dort gegen eine polygame Mormonensekte zu ermitteln. Libby wehrt sich zuerst dagegen, denn vor 10 Jahren flüchtete sie aus dieser Sekte. Aber das FBI lässt ihr keine Wahl.

    Das Cover ist ein echter Hingucker und passt hervorragend zum Buch.

    Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sowieso schon bei allen ihren Thriller-Reihen. Die meisten Charaktere kennt man ja noch aus der Sadie-Scott-Reihe. Allerdings muss man diese Reihe nicht kennen, um hier einzusteigen. Die "alten" Charaktere entwickeln sich weiter, bleiben sich aber selbst doch treu. Sie werden aber (für alle Neueinsteiger) genauso wie neue Charaktere bzw. Orte hervorragend beschreiben.

    Dazu gibt es natürlich während des Buches mehrmals auch Rückblicke auf Libbys Vergangenheit, die der Stammleser von Sadie kennt. Genauso kommen eben auch Sadie, Matt und Haley in diesem Buch vor, und auch Libbys Freundin Julie, der Tochter der Profilerin Andrea Thornton aus einer anderen Reihe der Autorin.

    Das Buch beginnt (nach dem spannenden Prolog), da man Libby und Julie hier ganz privat in der FBI-Akademie erlebt, aber sobald das FBI sich bei Libby meldet, steigt die Spannung und lässt bis zum Ende nicht mehr nach.

    Sehr gefreut hat mich das Wiederlesen von Julie, da ich schon die "Profilerin-Reihe" um Andrea Thornton sehr liebte, und so zum Fan der Autorin wurde.

    Owen selbst gefällt mir immer besser, obwohl er fast schon zu sehr Matt ähnelt. Aber eine Frau wie Libby braucht sicher auch so einen Rückhalt, wie ihn auch Sadie brauchte.

    Fazit: Wie alle bisherigen Thriller der Autorin nur zu empfehlen. 5 von 5 Sternen

  7. Cover des Buches Asche (ISBN: 9783802584909)
    Lori Handeland

    Asche

     (187)
    Aktuelle Rezension von: Nora4

    Es war ganz okay. Ich muss ehrlich sagen, dass es wohl keine allzu gute Idee war das Buch vor dem Fernseher während der Werbepause zu starten, denn ich bin nie richtig reingekommen und habe mich danach auch nicht mehr bemüht in die Geschichte zu tauchen, dazu kommt die lange Pause zwischen dem Lesen und der Rezension (sie wurde auf Wunsch eines Mitglieds des Aminos noch später geschrieben). Vieles weiss ich dadurch auch gar nicht mehr, denn ich habe die Seiten wirklich nur durchgescannt.

    Das Buch wäre wohl sicher nicht allzu schlecht, wenn ich nur konzentrierter gewesen wäre, aber bildet euch bitte eine eigene Meinung dazu!

    Ich selbst bin nicht ganz so begeistert von der Sache. Wie gesagt, ich bin von Anfang an nicht gerade gut mitgekommen und so ist mir auch nicht viel Positives aufgefallen. Die Geschichte entspricht eigentlich einem Bereich den ich mag: Fantasy mit einigen erotischen Seiten, aber in diesem Genre habe ich definitiv schon besseres gesehen. Wenn es mich trotz schlechtem Start nicht packen kann, ist es einfach nicht so gut.

    Auch Negatives gibt es durch dieses „nicht-viel-Mitbekommen“ nicht viel zu bemerken. Ich bin mir nur ziemlich sicher, dass der Titel nicht viel aussagt. Es gibt Gestaltwandler in dem Buch, die sich in Tiere verwandeln, aber keinen der sich in einen Phönix verwandelt. Dieser ganze Phönix und Ascheaspekt wird allgemein viel zu wenig aufgegriffen. Sogar in den „GrimmChroniken“ wird der Phönix besser beschrieben und dort ist sie nur eine von vielen Charakteren. Ich hatte wirklich etwas mehr darauf gehofft.

    Wie bereis gesagt, ich habe das Buch zu einem blöden Zeitpunkt gestartet und war so nicht richtig reingekommen und hatte danach auch keine Lust mehr und so ging die Geschichte einfach an mir vorbei. Bildet euch bitte eine eigene Meinung dazu. Ich werde noch Bücher von der Autorin lesen und wenn mir diese gefallen, werde ich dem Ganzen sicher noch eine Chance geben. Von mir reicht es in diesem Falle aber nur für drei Sterne.

    (Die Rezension ist schon um einiges älter (2019), wurde nun aber von meinem Amino Leserunde für diese Seite noch übernommen (und dafür noch leicht angepasst), damit ich sie mit mehr Leuten teilen kann. Weitere ältere Rezensionen werde ich ebenfalls noch teilen). :)

  8. Cover des Buches Vertraute Gefahr (ISBN: 9783802583711)
    Michelle Raven

    Vertraute Gefahr

     (201)
    Aktuelle Rezension von: Lilly_S__Corwin

    Autumn will endlich ihre Vergangenheit hinter sich lassen. Dafür zieht sie in einen anderen Bundesstaat und nimmt einen Job in einem Nationalpark an. Tatsächlich scheint ihr Plan zu funktionieren. Die Arbeit macht ihr Spaß und sie wird von (fast) allen freundlich aufgenommen. An ihrem ersten Tag lernt sie Shane Hunter kennen. Aber kann sie ihm trauen?

    Shane spürt sofort, dass seiner neuen Kollegin Autumn etwas schreckliches passiert sein muss. Sie ist misstrauisch und ständig auf der Hut. Dennoch ist er fasziniert von der jungen Frau, die niemandem zu trauen scheint. Niemandem bis auf den jungen Detective aus der Stadt. Zu spät bemerken sie, das Autumn in größter Gefahr schwebt.

    Hier lernen wir den ersten Sohn der Hunter-Familie kennen und auch der Rest gibt sich hier schon mal ein Stelldichein. Shane ist unglaublich sensibel und so gelingt es ihm schließlich, Autumns Vertrauen zu gewinnen. Ihr Schicksal hat mich sehr bewegt aber auch wie verständnisvoll und vorsichtig Shane sie beahndelt. Unglaublich berührend und spannend. Ich freue mich auf den Rest der Familie.

  9. Cover des Buches A Different Blue (ISBN: 9783736314924)
    Amy Harmon

    A Different Blue

     (204)
    Aktuelle Rezension von: Buchgefluestere

    Blue ist auf der Suche nach so vielen, vor allem unbewusst. Doch kann man etwas finden von dem man nicht weiß, dass man es sucht?

    Dieses Buch ist wie auch die vorherigen Bände einfach wunderschön und herzzerreißend. Ich liebe die Lyrik und die Bedeutung hinter jedem Wort, jeder Überschrift und dem Titel. 

    Amy Harmon ist eine wahre Künstlerin unserer Zeit.

  10. Cover des Buches Mond über Manhattan (ISBN: 9783499257933)
    Paul Auster

    Mond über Manhattan

     (186)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Marco Stanley Fogg lebt in einem im Grunde leeren Apartment in Manhattan mit dem ernüchternden Blick auf die flackernde Neonreklame des China-Restaurants „Moon Palace“. Wären da nicht die Bücherkisten seines geliebten Onkels Victor, aus denen Marco sich Tisch, Bett und Stuhl konstruierte, hätte die Armseligkeit Marco bereits erdrückt. So jedoch fühlt er sich pragmatisch und beinahe erhaben.  Victor hatte ihm seine Bücherschätze überlassen, als er sich mit seiner Jazz-Combo auf Tour begab, doch nun ist der Klarinettist in seiner Bleibe tot aufgefunden worden und Marco fühlt sich endgültig von allen verlassen.

    Ohne Vater wächst Marco bei seiner Mutter Emily auf, die jedoch bei einem Autounfall ums Leben kommt, als Marco gerade einmal elf Jahre alt ist. Von nun an lebt Marco bei seinem Onkel, der sich auf seine bescheidene Art liebevoll um seinen Neffen und dessen Bildung kümmert. Als Victor jedoch stirbt, scheint mit dem Verlust dieser letzten sozialen Bindung in Marcos Leben aller Halt durchtrennt. Um die Bemühungen seines Onkels nicht zu zerstören, setzt Marco alles daran, sein Studium abschließen zu können, doch der finanzielle Aufwand treibt ihn in den Ruin. Nach und nach versetzt er sogar die Bücher, die er allerdings zuvor liest und endet am Ende seines Studiums in einem leeren, heruntergekommenen Apartment. Geblieben ist ihn nur noch die Klarinette seines Onkels und ein letzter Blick auf die Neonreklame des Moon Palace. Ohne Wohnung und Einkommen driftet Marco durch die Stadt und findet mit seinen wenigen Habseligkeiten Zuflucht im Central Park, der ihm wie eine Oase im anonymen Treiben der Stadt erscheint. Mit jedem Kilo Körpergewicht, das Marco verliert, entfremdet er sich mehr und mehr der Realität.

    Dank Kitty Wu, die Marco seinen besten Kuss bislang bescherte und seinem Freund Zimmer kann er aus dem Stadtstreicher-Dasein in letzter Minute gerettet werden.

    Paul Auster erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der mangels sozialer Bindungen und finanziellen Mitteln zum Minimalisten wird und mehr als nur Wohlstand und Nahrung entbehren muss. Als er endlich einen Platz im Leben an Kitty Wu’s Seite gefunden zu haben scheint, löst eine harmlose Entscheidung eine Kettenreaktion aus, die ihn zu seinen eigenen Wurzeln führt. „Mond über Manhattan“ ist eine raffiniert ausgeklügelte Geschichte in der Marco ganz seltsamen und doch einzigartigen Menschen begegnet und sie wieder verliert, um sich selbst zu finden. Wer selbst Menschen entbehren muss, der liest das Buch aus einem anderen Blickwinkel und wird es auch noch nach der letzten umgeschlagenne Seite eine Weile mit sich tragen. Vier Sterne sprechen für sich und die Fortsetzung der Lektüre Austers' Werke.

  11. Cover des Buches Der Weihnachtswunsch (ISBN: 9783404165865)
    Richard Paul Evans

    Der Weihnachtswunsch

     (42)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Dann werde ich immer den Mann lieben, der er gewesen ist. Ich wünschte nur, ich hätte ihn retten können. Ich hätte alles dafür gegeben. Ich würde alles dafür geben, wenn ich den Mann zurückhaben könnte, den ich geheiratet habe...“


    Es ist ein Freitag drei Wochen vor Weihnachten, als der Immobilienentwickler James Kier in der Zeitung seine Todesnachricht liest. Angeblich ist er bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Er befindet sich gerade in der Pension Snowed Inn und wartet dort auf eine Freundin. Sein Handy funktioniert wegen eines Wasserschadens nicht. Außerdem ist ein Schneesturm angekündigt. Als ihn die Unterkunft Internet zur Verfügung stellt, liest er die Kommentare zu seinem Tod. Nur einer ist es, der ein gutes Haar an ihm lässt. Die Diskussion entwickelt sich so, dass er erkennt, dass dies seine Frau Sara ist. Er hat sie in ihrer schwersten Stunde allein gelassen und betreibt die Scheidung. Sara ist krebskrank und hat nicht mehr lange zu leben. Sein Sohn will von ihm nichts wissen. Er weigert sich sogar, ihn zu seiner Hochzeit einzuladen.

    Es sind Saras Worte, die James zum Nachdenken bringen. Wieder zurück in der Firma bittet er seine Sekretärin, ihn eine Liste der Leute zusammenzustellen, denen er am meisten geschadet hat. Sechs Namen stehen auf der Liste. 

    Mittlerweile weiß er, dass es bei der Todesnachricht eine Verwechslung gab. Er geht zur Beerdigung seines Namensvetters und spricht dessen Sohn an. Die Antwort erschüttert ihn.


    „...Er war mein bester Freund. Ich hatte Glück, dass er mein Vater war...“


    Der Autor hat eine Weihnachtsgeschichte geschrieben, die in die Tiefe geht. Die Handlung hat mich schnell in ihren Bann gezogen.

    Der Schriftstil passt zum Geschehen. Kurze Kapitel und schnell wechselnde Handlungsorte sorgen für eine permanente innere Spannung. Zum einen erfahre ich die Schicksale der Personen, die auf James` Liste stehen. James` Besuche bei den Betroffenen bringen ihn eine Reihe an Überraschungen. Er trifft auf Wut und Vergebung, muss erkennen, wo er zu spät kommt oder dass seine Wiedergutmachung nicht gewünscht ist. 

    Einen gekonnten Vergleich für James` Geschäftspraktiken findet seine Anwalt: 


    „...Hören sie, Kier, wenn sie Omelettes machen wollen, müssen Sie ein paar Eier zerschlagen. Und Sie, mein Freund, sind ein Meisterkoch...“


    Sehr gut wird gezeigt, wie sich James ändert. Er hört seinen Mitarbeitern zu, gibt ihnen nach Fehlern eine neue Chance und zeigt Gefühle. Gleichzeitig erfahre ich, wie James zu dem Mann wurde, der er ist. Jetzt beginnt er auch, um seine Frau und seinen Sohn zu kämpfen.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es hat mich tief berührt.


  12. Cover des Buches Furcht (ISBN: 9783404157983)
    Bentley Little

    Furcht

     (85)
    Aktuelle Rezension von: xotil


  13. Cover des Buches Mord im Auftrag Gottes (ISBN: 9783492045711)
    Jon Krakauer

    Mord im Auftrag Gottes

     (25)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    Inhalt:

    Im Juli 1984 findet Allen Lafferty seine Frau Brenda und seine 15 Monate alte Tochter Erica ermordet in der gemeinsamen Wohnung. Der Verdacht fällt sehr schnell auf Allens Brüder Ron und Dan, mormonische Fundamentalisten.


    Anhand der Morde entwirft Jon Krakauer ein komplexes Bild der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und bietet Einblicke in Überzeugungen, die Geschichte usw. der Mormonen bzw. der mormonischen Fundamentalisten.


    Mein Eindruck:

    Ich hatte mich bislang nur wenig mit den Mormonen beschäftigt und war beim Lesen ernsthaft erschrocken und entsetzt ob der bizarren Gedankenwelt und der obskuren Einstellungen der Mitglieder.

    Alles in allem ist Jon Krakauer ein sehr spannendes Buch gelungen, das fesselt, sich flüssig liest und sehr lehrreich ist. Ich habe durch 'Mord im Auftrag Gottes' sehr viel gelernt, fand den Detailreichtum von Krakauers Schilderungen jedoch bisweilen zu ausufernd und unnötig. Auch hat mir zuweilen der rote Faden gefehlt, und ich empfand das Buch als etwas unstrukturiert.


    Mein Resümee:

    Sehr empfehlenswert!

  14. Cover des Buches EarthCore (ISBN: 9783902607041)
    Scott Sigler

    EarthCore

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Tobias_Damaschke
    Bei diesem Buch kann ich schwerlich objektiv bleiben, denn es ist in meiner ganzen Familie so etwas wie ein Kultroman. Einmal in einem Urlaub in Spanien zum Zeitvertreib gekauft, machte es schnell unter uns die Runde. Nicht ohne Grund natürlich.
    EarthCore hat nicht die intelligenteste Prämisse und ist gewiss kein Anwärter auf den Literatur-Nobelpreis. Aber das ist ja auch gar nicht nötig. Dafür gibts unterhaltsame Schablonen-Charaktere, ein teilweise herrlich fieses Setting und besonders ab dem Mittelteil sehr viel Spannung. Leichte Spoiler folgen:
    Die Idee mit den Aliens, die alles kleinhacken und dann ordentlich vergraben ist zum Schreien. Zum einen weils rein aus einer makabren Sicht heraus urkomisch ist (jaja, sehr schwarzer Humor, ich weiß), zum anderen, weil es natürlich vollkommen grotesk ist. Der Atmosphäre tut es aber keinen Abbruch, sobald unsere Protagonisten im Höhlensystem gefangen sind, ist EarthCore ein echter Page-Turner. Alles ernstnehmen konnte ich nicht, aber auch aus einer schwarzhumorigen Sicht heraus funktioniert dieses Buch sehr gut.
  15. Cover des Buches Die Nacht des Jägers (ISBN: 9783442455768)
    John Gilstrap

    Die Nacht des Jägers

     (7)
    Aktuelle Rezension von: NataschaWahl81
    Ein Roman der von seiner Atmosphäre lebt und bei dem man bis zum Schluss mitfiebert, bangt und hofft. 
    Eine Geschichte, bei der man förmlich die Angst, Kälte und Verzweiflung am eigenen Leibe spüren kann.  
    Positiv fand ich, dass die verschiedenen Blickwinkel der einzelnen Personen dargestellt wurden. Dies und die gedankliche Rückblenden aus der Vergangenheit verleihen dem Roman Tiefe. 
    Interessant fand ich auch das psychologische Profil des Täters. 
    Kurzum: Ein Buch das Action, Drama und Spannung verspricht. 
  16. Cover des Buches And Good Is (ISBN: 9783404600090)
    John Madison

    And Good Is

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Speckelfe
    Habde das Buch vor, wähend und nach unserem USA-Urlaub gelesen und fand es besonders nach dem Urlaub sehr interessant und spannend. Da erklären sich doch ein paar Absonderheiten und dazu noch auf echt witzige Art. Das Vorgängerbuch muß ich nu auch bald mal lesen.
  17. Cover des Buches Die Offensive (ISBN: 9783548268439)
    Matthew Reilly

    Die Offensive

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Wurmli
    M. Reilly legt nicht viel Wert auf die Entwicklung seiner Charaktere, und das sollte der Leser auch nicht. Der Fokus liegt ausschließlich auf Action und Spannung, und das gelingt dem Autor ganz vorzüglich. Atemlos wird der Leser von einer spannenden Szene in die nächste gehetzt. Wenn auch insgesamt etwas unglaubwürdig, bietet dieser Thriller für Actionfans pures Lesevergnügen.
  18. Cover des Buches Im Canyon (ISBN: 9783548376073)
    Aron Ralston

    Im Canyon

     (25)
    Aktuelle Rezension von: -BuchLiebe-
    Wirklich gut und sehr spannend. Was dieser Mann geleistet hat ist wirklich unfassbar. Zwischendurch gibt es Passagen wo der Autor von anderen Erlebnissen erzählt. Das zieht sich ein bisschen und bläht das Buch etwas auf. Ich muss zugeben, dass ich ein paar Seiten überblättert habe ohne sie zu lesen. Das passiert mir wirklich sehr selten. Aber generell auf jeden Fall eine Leseempfehlung!
  19. Cover des Buches Der längste Tag. Normandie: 6. Juni 1944. (ISBN: 9783453155770)
    Cornelius Ryan

    Der längste Tag. Normandie: 6. Juni 1944.

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Sollte man an den Kriegsereignissen des 2. Weltkrieges, insbesondere an der Einleitung des Endes dieses Krieges interessiert sein, darf man sich dieses Buch einfach nicht vorenthalten. Die genauen Beschreibungen des Autors der verschiedenen Schauplaetze, die beiliegenden Karten und Einsatzschlachtplaene und die Originalaufnahmen sind fuer jeden geschichtlich Interessierten eine Bereicherung seine Sammlung.
  20. Cover des Buches Das Herz des Urpferds (ISBN: 9783312004140)
    Peter Adolphsen

    Das Herz des Urpferds

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Die Buchprüferin
    Oh, was für ein kleines und dünnes Buch. Ein Büchlein, keine 110 Seiten lang. Vor ein paar Monaten, als ich noch eine ausschließliche Langbuchleserin war, hätte ich so ein Buch gar nicht angeschaut, aber inzwischen hat sich alles geändert. Glücklicherweise. Denn sonst hätte ich diese kleine Kuriosität nie gelesen. Lesen kann man sie aber, diese Langerzählung des Dänen Peter Adolphsen, der einen von der rückwärtigen Klappe her mit einem bohrendem Blick bedenkt. Auch wenn die Auslassungen über den Mutterkornpilz Claviceps purpurea oder Utah und seine Mormonen manchmal etwas trocken ausfallen, hat die Geschichte vom gewundenen Weg des kleinen Urpferd-Herzens in verschiedenen Aggregatszuständen ihren Reiz. Mir gefallen solche Gedanken über die Verkettungen in unserer Welt, die milliardenfach überall um uns her stattfinden und sich in Zukunft und Vergangenheit erstrecken, während wir in unserem kleinen Boot aus Gegenwart nichtsahnend über sie hinweg- und durch sie hindurchsegeln. Wie es dieses kleine Herz des Urpferds schafft, aus dem Eozän in den Kopf des Erzählers zu gelangen, den man erst am Schluss des Buches trifft, und was es bis dahin alles auslöst oder in zufälligem Vorbeiflug streift, solltet Ihr selber nachlesen. Es dauert ja nicht lang.
  21. Cover des Buches Gnadenlos (ISBN: 9783811868298)
    Norman Mailer

    Gnadenlos

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Robert Redford (ISBN: 9783426301364)
    Michael Feeney Callan

    Robert Redford

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Bri
    Vorab eine Warnung – meine Mitverdächtige Thursdaynext hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich bei diesem Post sehr fanlastig bin. Ja, das ist wahr, aber leider auch nicht zu ändern. Ich kann nur sagen: Hier stehe ich und kann nicht anders. Wer also in diesem Fall Objektivität erwartet sei gewarnt, er wird sie hier nicht finden.

    Seit seinem Erscheinen 2011 – also fünf Jahre nun – liegt eine Biographie immer griffbereit, damit ich mich weiter in ihr vertiefen, sie neu lesen, wieder lesen und einfach darin schwelgen kann. Alleine das Cover lässt mich einen guten Start in den Tag haben. Jahrelang habe ich mich davor gedrückt, sie Ende zu lesen und euch hier vorzustellen. Aber nun, einen Tag vor dem 80. (!) Geburtstag des für mich so einzigartigen Schauspielers, Regisseurs, Produzenten und vor allem vielschichtigen, spannenden Menschen, ist es soweit.

    Michael Feeney Callan hat 2009 diese Biographie vorgelegt, für die er seit 1995 recherchiert hatte. Sein großes Glück war die Offenheit des Mannes, den er porträtieren wollte: Robert Redford stand ihm in vielen offiziellen und inoffiziellen Interviews Rede und Antwort. Doch die nach Callans eigener Aussage wichtigste Quelle waren Redfords Notizbücher, in die er volle Einsicht bekam. Ein Glücksfall für den Biographen und Redford Afficionados wie mich.

    Äußerst detailliert muss man sie nennen, die Biographie. Nicht nur was das Leben Redfords angeht, sondern auch die Kenntnis und Darstellung seiner Kunst, seines Schaffens und Wirkens in vielen Bereichen. Ich schreibe ganz bewußt Kunst, denn eigentlich wollte der am 18. August 1936 in Los Angeles geborene Redford mit aller Macht Maler werden, nicht Schauspieler. Seinen Weg über die Malerei, die ihn auch nach Europa führte, zeichnet Callan spannend nach. Hier wird der sonst so perfekt wirkende Schauspieler, der mich mit seiner wunderbar komödiantischen Darstellung, der etwas steif und zugeknöpft wirkenden jungen Anwalts Paul Bratter, für sich eingenommen hatte, zur Person, zum Menschen mit Werten, Einstellungen und Höhen und Tiefen.

    Redford war bis zu den Filmen, die ihm in den 70er Jahren Anerkennung und Geld brachten, nie wirklich vermögend. 1955 stirbt seine Mutter – alles ändert sich, nicht nur für ihn, auch für seinen Vater:

    „Ich werde nie vergessen, in welcher Verfassung er mich am Flughafen abgeholt hat,“ sagt Redford. “ Ich hatte ihn nie als verletzlich erlebt, und die Machtverhältnisse zu Hause waren immer klar gewesen. Ich hatte ihm die Hölle heißgemacht,, aber er war immer der Boss geblieben. Am Flughafen war es plötzlich umgekehrt. Er war am Boden zerstört. Ich hab ihm gesagt, er soll auf den Beifahrersitz rutschen, und habe mich ans Steuer gesetzt. Alles änderte sich nach dem Tod meiner Mutter. Charlies Welt brach zusammen und meine ebenfalls, wie es schien.“

    1956 begibt sich Redford – auch wegen der für ihn nicht mehr ertragbaren Verhältnisse zuhause – spontan auf eine längere Europareise. In Paris studiert er Malerei, wechselt gar bereits nach kurzer Zeit an ein die erst kürzlich eröffnete Académie Charpentier, die ihm außerordentlich gut tut.

    “ … Zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich frei und unbefangen arbeiten, Dinge ausprobieren, sehen, ob etwas funktionierte oder nicht, und mir eine Mappe zusammenstellen. Ich veränderte mich von Grund auf. Als ich in Paris ankam, trug ich ein T-Shirt mit U-Boot-Ausschnitt und eine Baskenmütze, die ich in einem Laden in Beverly Hills geklaut hatte. Ich spielte Gene Kelly in Paris. Als ich im Atelier im dritten Stock der Académie arbeitete, war es vorbei mit dem Gehabe. Ich malte mit Öl, jeden Tag.“

    Schon hier deutet sich an, welche Qualitäten er besitzt und was er braucht, um (mit sich) zufrieden zu sein. Doch Europa ist nicht nur Frankreich. Gemeinsam mit seinem Freund Jack Brendlinger macht er sich im November ’56 auf nach Italien, wo sie wegen überfüllter Jugendherbergen häufig im Dreck schlafen mussten. Es war ein extrem kalter Winter und als sie Florenz erreichten, war für Redford klar, dass er alleine weiterreisen musste, mit und wegen und für seine Kunst. Allgegenwärtig: die Angst zu versagen, das alte Leben fortführen zu müssen, zurückzukehren nach Los Angeles ohne etwas Vorzeigbares. Er mietet sich bei einer italienischen Familie ein, die kein englisch spricht, er spricht kein italienisch, die Lebensrhythmen sind grundverschieden und es ist kalt, richtig kalt.

    „ … Die meiste Zeit war ich damit beschäftigt, mich irgendwie zu wärmen. Und nicht den Verstand zu verlieren. Und zu arbeiten. Nur diese drei Dinge spielten noch eine Rolle: Wärme, Zurechnungsfähigkeit, Arbeit Und ich rauchte einen Verschnitt aus Kath und Alfa-Zigaretten, um mich warm zu halten.“

    Er versucht hinter den Spiegel zu sehen und sich selbst zu finden, herauszufinden, wer er ist. Dabei entwickelt er so etwas wie eine Zwangsneurose und ist überzeugt, dass das Zimmer wärmer würde, je mehr er rauchte. Da aber kein Geld da war, halbierte er seine Zigaretten und raucht zwanzig Stunden am Tag, die Luft wurde immer verbrauchter, er nahm immer mehr ab und starrte unentwegt auf Gesicht im Spiegel. Eines Nachts im Februar halluzinierte er und sah im Spiegel jemanden, den er nicht mehr erkannte, weder >Haut noch Knochen. Er brach zusammen, und erkannte, dass er in Florenz nichts erreichen würde können. Für Redford ein wichtiger Wendepunkt. Die Nacht in Florenz machte ihn zu einem anderen Menschen.

    Ein Mensch, der weiterhin das, was er tut, richtig tun will. Mehr oder weniger durch Zufall gerät er auf die Schauspiel-Schiene. Auch hier fühlt er sich häufig nicht verstanden. Rollen, die er unbedingt spielen möchte, weil sie psychologisch angelegt und dadurch interessant sind, muss er sich erkämpfen. Sein blendendes Aussehen ist es, das ihm hier häufig im Weg steht. Doch glücklicherweise ist sein Talent genauso stark, wie sein Durchhaltevermögen und so erkämpft er sich ein ums andere Mal die Rollen, die ihm angeblich niemand abnehmen würde, weil er doch nach außen hin einfach ein Glückskind ist. Wie sehr sich Realität und äußere Wahrnehmung manchmal unterscheiden wird hier absolut deutlich. Auch deshalb, weil Callan Redford häufig selbst zu Wort kommen lässt. Die vielen Interviews, die er mit ihm und anderen Personen, die ihn gut kennen, geführt hat, schlagen sich detailreich und authentisch in der Biographie nieder. Hintergrundinformationen über die Filme bis 2007, die er drehte, produzierte oder bei denen er Regie führte, machen das Buch für manche Leser etwas zu ausdifferenziert – ich aber habe es genossen. Erfuhr ich doch so viel mehr über die Filme, die ich schon so häufig gesehen habe und verstand und sah dadurch viel mehr, als vorher.

    Aber auch sein Privatleben, seine unglaubliche Arbeit als Umweltschützer – er kaufte einen ganzen Canyon, um ihn als Naturgut zu erhalten und eine Straße zu verhindern, die dort gebaut werden sollte, ließ dort Hotels nach seinen Entwürfen bauen, die perfekt in die Landschaft eingepasst sind – und seine große Unterstützung einer unabhängigen Filmszene durch das Sundance-Festival kommen nicht zu kurz. Wunderbare Einblicke bieten auch die von Redford zum großen Teil privat zu Verfügung gestellten Photos. Keine schnelle Lektüre, aber für mich eine mich immer weiter begleitende und inspirierende.

    Man könnte noch ganz viel über diese außerordentlich fundierte Biographie sagen – doch am besten ist es, man liest sie selbst, wenn man möchte. Ich packe das Buch erst mal wieder an seinen Stammplatz, griffbereit neben dem Sofa, in die Ecke mit dem Bild, das mich seit Jahrzehnten von Wohnung zu Wohnung begleitet und sehe mir heute Abend, in Vorbereitung auf den 18. August, mindestens einen Redford Film an. Wahrscheinlich was Spannendes oder mein Allheilmittel für Tage, an denen ich einen Energieschub brauche. Was das ist? Ich verrate es euch: Barfuß im Park – mit der bezaubernden Jane Fonda. Vielleicht habt auch ihr eine Schwäche für Redford? Oder zumindest einen Film, der euch ganz besonders gut gefällt? Dann würde ich mich freuen, wenn ihr ihn mir verratet … alle habe ich tatsächlich noch nicht gesehen.
  23. Cover des Buches The 19th Wife (ISBN: 9780552779883)
    David Ebershoff

    The 19th Wife

     (5)
    Aktuelle Rezension von: esmerabelle

    2006. Fünf Jahre ist es her, dass Jordan zu einem Lost Boy wurde. Das bedeutet theoretisch, dass er aus der Gemeinschaft der First Latter-Day Saints, einer strengeren Abspaltung der Mormonen und radikale Vertreter der Polygamie als Wille Gottes, ausgeschlossen wurde. Praktisch bedeutet es, dass seine Mutter den damals 14jährigen nachts auf einem Highway wortwörtlich ausgesetzt hat. Seitdem schlägt sich Jordan mit Gelegenheitsjobs durch und lebt in einem Van, als er eines Tages im Internet liest, dass seine Mutter, Ehefrau Nummer 19, seinen Vater ermordet haben soll, und vermutlich einer Todesstrafe entgegen sieht. Jordan kehrt in die alte Heimat zurück, ist nach einem Besuch bei seiner Mutter überzeugt, dass diese unschuldig ist, und beschließt, den wahren Täter/die wahre Täterin zu finden.

    1875. Es ist eine Erpressung, die Ann Eliza dazu zwingen, die 19. Frau des Propheten Brigham Young zu werden. Ann Eliza ist in der Gemeinschaft und mit dem Glauben der Latter-Day Saints aufgewachsen, aber die Erlebnisse ihrer Kindheit, der Kummer der Mutter über die weiteren Frauen ihres Mannes, der Mangel an Liebe des Vaters, der seine Zuneigung zwischen vielen Ehefrauen und Kindern aufteilen musste, haben sie eher skeptisch gegenüber der Institution der Vielehe werden lassen. Nach fünf Jahren Ehe erträgt sie es nicht mehr, flieht mit ihrem jüngeren Sohn und begibt sich mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit. Sie schreibt ein Buch und reist durch die Staaten, um Vorträge zu halten, damit die Praxis der Polygamie endgültig beendet wird.

    Ann Eliza Young ist eine historische Persönlichkeit, ebenso wie viele andere Charaktere, die uns in den Rückblenden, die fast bis zum Beginn der Geschichte der Mormonen reichen, begegnen. Ihr Teil der Geschichte wird in Form von Ausschnitten aus ihrem Buch, Berichten und Briefen von Verwandten, Zeitungsartikeln, Annoncen und ähnlichen Quellen präsentiert, und wie immer in solchen Fällen stellt sich einem die Frage, wie viel davon wahr und wie viel Fiktion ist. David Ebershoff gibt darauf eine klare Antwort: alles, was man in seinem Roman „The 19th Wife“ liest, ist von ihm geschrieben worden, auch wenn es in vielen Fällen eine Originalversion gibt. Es ist deutlich, dass er sehr viel recherchiert hat, aber der Roman ist und bleibt eben genau das, ein Roman und somit ein Werk der Fiktion.
    Das gilt natürlich erst recht für die Geschichte um Jordan und seine Mutter, für die es keine historischen Vorbilder gibt. Diese Teile des Buches werden komplett aus der Sicht Jordans erzählt, und zeigen, dass die Frage der Polygamie bis heute nicht geklärt ist, auch wenn die Mormonen sie bereits 1890 verboten haben.

    Ich habe das Buch sehr gerne und mit Spannung gelesen. Die Dokumente der Geschichte um Ann Eliza, in der unter anderem auch ihre Eltern, ihr Ehemann, ihr Bruder und ihr Sohn zu Wort kommen, ist eine gelungene Mischung verschiedener Blickwinkel, womit für mich das Thema Polygamie viel Komplexer, aber auch einfacher nachvollziehbar wurde. Sicher kann man darüber diskutieren, ob der Roman Stellung bezieht, oder sogar den Glauben der betroffenen Gruppen diffamiert. Ich persönlich habe es nicht so empfunden. Zugegeben, es werden vor allem Extremfälle geschildert, in der die Männer 50 oder mehr Frauen in ihre Häuser holen, und sie handeln auch nicht gerade nach unseren moralischen Vorstellungen, was die Auswahl der nächsten Braut betrifft, aber trotzdem fand ich, dass der Roman genug Raum für differenzierende Überlegungen gelassen hat.  


    Zur Diskussion bleiben die Fragen, ob und wie Vielehen funktionieren können, und in wie fern man den Glauben des Einzelnen gesetzlich einschränken darf oder muss. „The 19th Wife“ ist eine gute und nachdenklich machende Lektüre, besonders für jene, die sich für die Geschichte der Mormonen interessieren. 

  24. Cover des Buches Under the Banner of Heaven (ISBN: 9780330419123)
    Jon Krakauer

    Under the Banner of Heaven

     (5)
    Aktuelle Rezension von: ichundelaine
    Dear Mr. Krakauer, as much as I enjoyed Into the Wild and I nto thin Air, Under the Banner of Heaven didn't hold up to my expectations! I have come to know you as a most talented non-fiction writer who could take a topic I was not really interested in (living alone in the wild) and turn it into a gripping read. This time, I was actually interested in the topic (fundamental Chritianism/Mormonism) and you turned it into the most boring and tedious read!

    The issue of fundamental Christians/ Mormons is clearly under-estimated since we and especially the media are now primarily dealing with fundamentalist from other religions. However, fundamentalism is desastorous, no matter if the people believe in God, Buddha or the Holy Spaghetti Monster. Fundamentalist believe that their religion and set of values is the best and also don't shy from breaking basic laws such as "Thou shall not kill" or take an underaged girl as your wife against her will. Especially the latter as well as the issue of polygamy are a much discussed and frowned upon practice done by (fundamental) Mormons. I cannot say that this book told me anything new and the really tedious rendition of family trees were someone married his sisters daughter's stepsisters mother didn't tickle my fancy. I furthermore don't get how people could honestly believe in this entire golden book BS and being ok with being controlled by disgusting, paedophiliac, righteous old farts (We kinda already had that so why not learn from history???). 

    The topic of this book made me angry and usually I want to know more about things like that, however the entire structure and all those names and sick family trees bored the living daylight out of me. 

    Under the banner of heaven was especially disappointing to me, since I really really really admire Krakauer as a writer and I really hope that Missoula can make it up again!

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