Bücher mit dem Tag "vater-sohn-geschichte"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "vater-sohn-geschichte" gekennzeichnet haben.

30 Bücher

  1. Cover des Buches Extrem laut und unglaublich nah (ISBN: 9783596169221)
    Jonathan Safran Foer

    Extrem laut und unglaublich nah

     (1.231)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Die Geschichte des kleinen Oskars auf der Suche nach Antworten hat mich sehr mitgenommen. Ich musste immer wieder innehalten und nachdenken. Nichts zum eben mal durchlesen. Sehr bewegend und emotional.

  2. Cover des Buches Am Ende bleiben die Zedern (ISBN: 9783827013026)
    Pierre Jarawan

    Am Ende bleiben die Zedern

     (126)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    „Du kannst nach weiteren Straßen suchen, und ich bin sicher, du wirst sie finden. Du kannst diese Straßen sogar entlanggehen. Aber immer, wenn du an ihr Ende kommst, wirst du merken: Du stehst wieder an derselben Kreuzung, von der aus du gestartet bist.“

    Inhalt

    Als Samir gerade einmal 8 Jahre alt ist, verschwindet sein Vater spurlos. Aber was treibt ihn von seiner Frau und den beiden gemeinsamen Kindern fort, wo ihm doch erfolgreich die Flucht aus dem Bürgerkrieg im Libanon gelungen ist? Samir ist der festen Überzeugung, dass sein Vater wiederkommt, auch wenn er aus freien Stücken gegangen ist und seither keinerlei Kontakt pflegt. Die Spurensuche nach seinem geliebten Geschichtenerzähler, mit dem ihm so viel verbunden hat, wird für Samir zur Passion, er kann einfach nicht loslassen und verpasst derweil sein Leben in der Gegenwart, wenn es ihm nicht endlich gelingt mit seiner Vergangenheit Frieden zu schließen. Mit fast 30 Jahren begibt er sich erstmals in den Libanon, mit der Hoffnung dort endlich Antworten auf seine drängendsten Fragen zu finden und vielleicht gelingt es ihm ja doch, jenen Entschwundenen aufzuspüren, den er schon so lange und intensiv sucht.

    Meinung

    Dieser Roman hat tatsächlich schon 6 lange Jahre in meinem Regal geschlummert, bevor ich es nun geschafft habe, ihn zu lesen. Damals habe ich ihn mir auf Grund zahlreicher positiver Leserstimmen zugelegt und ihn dann doch immer mehr aus den Augen verloren. Die Kombination aus einer berührenden Familiengeschichte und dem dramatischen Schicksal des Nahen Ostens, wie es der Klappentext verspricht, klangen sehr vielversprechend, weil ich es mag, literarisch den Spuren einer Geschichte zu folgen und mich mit Menschen zu identifizieren oder ihre Hintergründe kennenzulernen. Nur leider, war meine Erwartungshaltung an diese Story eindeutig zu hoch. 

    Sprachlich liest sich der Text angenehm, hegt aber keine besonderen Ansprüche, was auch daran liegen mag, dass im ersten Drittel des Buches ein Achtjähriger der Erzähler ist. Doch auch auf den folgenden Seiten bleibt der Anspruch, welchen ich hatte, auf der Strecke. Generell zwar eine interessante Geschichte, die hier aber mehr und mehr ihren Reiz verliert. 

    Meine Kritikpunkte beziehen sich im Wesentlichen auf den gewählten Fokus, der ganz tief in die Seele eines Betroffenen eindringt, um seine Handlungen deutlich zu machen und alle Beweggründe offenzulegen. Zunächst sind es nur grobe Pinselstriche, die geführt werden, doch dann bekommt der Leser die Scheuklappen aufgesetzt und muss sich fast zwanghaft in die Suche nach dem Vater ergeben, denn mehr Handlungsspielraum bleibt ihm nicht. 

    Ich habe eindeutig eine zweite Perspektive vermisst, gerade weil sich der Erzähler so zum Träumer mausert und fanatisch seinen verpassten Chancen nachtrauert – so wenig Entwicklungspotential für einen jungen Menschen, dass erscheint mir etwas weltfremd, zumal ich selbst in diesem Alter meinen Vater verloren habe, doch da war meine Gedankenwelt mit 30 Jahren eine ganz andere.

     Der Text wird immer pathetischer und hat mich irgendwann verloren, da hilft es dann leider auch nicht, wenn man sehr gute Einblicke in die politische Situation der damaligen Zeit bekommt und gut nachvollziehen kann, welche Alternativen den betroffenen Familien eigentlich blieben.

    Fazit

    Leider werden es hier nur 3 Lesesterne für eine durchaus lesenswerte Geschichte, die aber um die Hälfte des Textes hätte gekürzt werden können, weil sich die Gedanken immer nur um ein und dieselbe Sache drehen.

     Menschlich betrachtet konnte mich die dominante Erzählfigur nicht überzeugen und sie nimmt der Hintergrundgeschichte ihren Reiz, weil die Gegenwart in Anbetracht der traurigen Vergangenheit nur wenig Augenmerk erhält. Samir trauert seinem Vater hinterher, dessen einfühlsamen Geschichten, die wie er später herausfindet, nicht nur der Phantasie des Erzählers entspringen.

     Er setzt sich intensiv mit den Begriffen Heimat und Identität auseinander und verfehlt doch eine konkrete Aussage. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, der Protagonist möchte Mitleid beim Leser erwecken, doch damit kann dieser Roman nicht wirklich bei mir punkten.

  3. Cover des Buches Letzte Nacht in Twisted River (ISBN: 9783257240993)
    John Irving

    Letzte Nacht in Twisted River

     (196)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 736 Seiten

    Verlag: Diogenes (20. Mai 2010)

    ISBN-13: 978-3257067477

    Originaltitel: Last Night in Twisted River

    Übersetzung: Hans M. Herzog

    Preis: 26,90 €

    auch als E-Book und als Taschenbuch erhältlich


    Ein etwas anderer Irving, und trotzdem typisch


    Inhalt:

    Daniel lebt mit seinem Vater Dominic in einem Holzfällerlager in New Hampshire. Dominic ist Koch und versorgt die Arbeiter mit Mahlzeiten. Sein zwölfjähriger Sohn Daniel, dessen Mutter früh gestorben ist, bedeutet ihm alles. So zögert er nicht lange, als Daniel in der Klemme steckt, und flüchtet mit ihm kreuz und quer durch die USA und Kanada. 


    Meine Meinung:

    Ich habe etwas Zeit gebraucht, um mich in diese Geschichte hineinzufühlen. Sie strotzt vor Zeitsprüngen hin und her, rauf und runter. Wenn man nicht auf die Überschriften achtet, kann man sich dabei ganz schön verirren, immerhin deckt die Handlung einen Zeitraum von ca. 50 Jahren ab, in denen neben etlichen durchgängig teilnehmenden Figuren auch ständig wechselnde mit von der Partie sind. Die muss man im Kopf erst mal richtig sortieren. 


    Dominic, Daniel und ihr Freund Ketchum waren mir sehr sympathisch, obwohl sie manchmal für mich nicht nachvollziehbar handelten. Doch das konnte ich akzeptieren, weil es einfach trotzdem passte. Mir haben die Protagonisten und auch die anderen Charaktere auf ihre Weise alle sehr gut gefallen. Viele von ihnen sind Menschen, wie ich in meinem Leben keine kenne und die deshalb meine Neugier wecken.


    John Irving erzählt von verschiedenen Leben und von verschiedenen Todesfällen, von Liebe und Hass, von skurrilen Beziehungen und echter Freundschaft. Dabei ist die Handlung interessant und fesselnd, wenn auch manchmal etwas zu detailliert und ausschweifend für meinen Geschmack. Auch manche Wiederholung, wohl als Stilmittel eingesetzt, hätte ich nicht gebraucht.


    Trotzdem habe ich dieses Buch von Seite zu Seite mehr genossen und war mit meinem Herzen und meinen Gedanken ganz darin versunken. Vielleicht muss man diesem Roman einfach etwas Zeit geben, damit er von sich überzeugen kann. Ich habe die Lektüre auf jeden Fall nicht bereut.


    ★★★★☆


  4. Cover des Buches Die Straße (ISBN: 9783499246005)
    Cormac McCarthy

    Die Straße

     (664)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Warum tut man sich das an, solch ein Buch zu lesen? Natürlich zum einen, weil es mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet und in unterschiedlichen Medien positiv rezensiert wurde und zum anderen, wenn man ein Liebhaber dystopischer Literatur ist.

    Mr. McCarthy mutet seinen Lesern nicht nur ein postapokalyptisches Szenario zu, er zeichnet eine Welt, die dem Ende bereits so nahe ist, dass selbst die Hoffnung gestorben zu sein scheint. In dieser düster, düsteren Welt aus Asche und Müll hausen Kannibalen, die sogar ihr eigenes Neugeborenes fressen. Kann noch Schrecklicheres dargestellt werden? Nein!

    Aber aus den Dialogen von Vater und Sohn, die sich in dieser bitterkalten bleigrauen Welt gen Süden schleppen, erfährt der Leser, dass es neben den Bösen auch die Guten geben muss.

    In karger Sprache schildert der Autor den leidvollen Weg. Der Vater ist in seiner Aufgabe verhaftet, das Leben seines Sohnes unter allen Umständen zu schützen und dabei doch noch zu den Guten zu gehören. Denn dieser Wunsch, der vom Jungen ausgeht, ein wenig Menschlichkeit zu bewahren und anderen gegenüber zu zeigen, das ist das einzige flackernde Licht in dieser untergegangenen Welt. Die Hoffnung ist doch noch nicht tot!

    Die bleigraue Trostlosigkeit wird in sparsamer Handlung beschrieben. Wenige dann aber wirklich schockierende Ereignissen sind eingeschaltet.

    Es ist ein Buch, welches die Post-Postapokalypse so konsequent darstellt, wie keines vor ihm. Es schildert eine Welt, in der niemand sein möchte und aus der niemand abtreten will.

    Not for the faint-hearted!  

    Eine vollständige Inhaltsangabe findet sich in Wikipedia.

  5. Cover des Buches Das Kartengeheimnis (ISBN: 9783446177109)
    Jostein Gaarder

    Das Kartengeheimnis

     (578)
    Aktuelle Rezension von: Wasp
    WOW!
  6. Cover des Buches Der alte König in seinem Exil (ISBN: 9783423253505)
    Arno Geiger

    Der alte König in seinem Exil

     (344)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Arno Geiger beschreibt eindringlich und nah das Verhältnis zu seinem dementen Vater. Voller Würde und Nachsicht entdeckt er auch den Gewinn, den die Erkrankung ihm und seiner Vater-Sohn Beziehung zuspielt. Mutig und ehrlich, voller wunderbarer Erzählkraft. Lesenswert.

  7. Cover des Buches Tage mit Sam (ISBN: 9783442547807)
    Keith Stuart

    Tage mit Sam

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Buecherseele79

    „Sicherheit ist eine Illusion. Man kann alles haarklein durchplanen, aber letztendlich ist das Leben unberechenbar. Und dann muss man das Beste draus machen. Man muss herausfinden, was wirklich wichtig ist, um sich dann darauf konzentrieren“. (Seite 400)

    Alex wurde vor die Türe gesetzt – seine Frau Jody kann einfach nicht mehr und die Aufmerksamkeit liegt die meiste Zeit bei dem gemeinsamen Sohn Sam der Autist ist.
    Doch Alex kann sich einfach nicht fallen lassen, er hat Mühe sich auf seinen Sohn einzulassen, einen Zugang zu ihm zu finden, gemeinsam die Zeit auch genießen zu können.
    Alex zieht bei seinem Freund Dan ein und merkt sehr schnell wie sehr er Sam und seine Frau Jody vermisst und hat vor sich nun endlich zu ändern....

    Der Autor schreibt in seinem Nachwort dass dies die Geschichte von seinem Sohn Zac und ihm ist.
    Und wenn man diese paar Zeilen liest dann gibt es sehr viele Gemeinsamkeiten zwischen den Protagonisten im Buch und zu ihm und seinem Sohn.
    Das macht dieses Buch, in meinen Augen, noch gefühlsvoller aber vor allem authentischer und regt selbst zum nachdenken an.

    Als Leser wird man gleich vor vollendete Tatsachen gestellt als Alex von Zuhause auszieht weil Jody eine Auszeit benötigt und so nicht mehr weitermachen kann und möchte.
    Alex hingegen ist zwar traurig und möchte nicht ohne seine Frau sein, aber auf der anderen Seite setzt ihm die Situation daheim mit Sam und seinen autistischen Zügen zu sehr zu, ihm fehlt der Zugang zu seinem Sohn.

    Jody und Alex sind so unterschiedlich, beide kämpfen mit sich, gegen sich, wollen einen gemeinsamen Weg finden und doch stehen ihnen die Vergangenheit, die Unzufriedenheit und ja, natürlich die Belastung durch Sam sein Autismus im Weg.
    Das hat der Autor sehr belastend auch für den Leser gemacht, man merkt diese Müdigkeit, diesen Kampf für Sam, dass man einen Zugang zu ihm findet, dass es leichter für alle wird und doch weiß dass die Zukunft gerade für Sam ungewiss bleiben wird.

    Alex selbst hat mit Dingen aus seiner Vergangenheit zu kämpfen und nun, wo er bei seinem besten Freund Dan unterkommt merkt er erstmals, was in seinem Leben so schief läuft, wie sehr er sich verändert hat und komplett mit allem unzufrieden ist.
    Dass Änderungen und sich aufraffen für einen selbst schon schwer genug ist und viel Überwindung, Zuversicht und Unterstützung durch andere Menschen benötigt.

    Was Autismus bedeutet, auch wenn man in seinem direkten Umfeld mit diesen Menschen zu tun hat, das beschreibt der Autor durch die Protagonisten Alex und Jody in seinem Buch „Tage mit Sam“.
    Gefühl – und hoffnungsvoll, aber auch mit Ängsten, Rückschlägen und sehr kleinen Schritten nach vorne, vielen Schritten zurück und wieder auf Anfang.
    Ich persönlich fand es im Allgemeinen sehr gut umgesetzt und der Autor hat hier seine Realität einfliessen lassen denn immer wenn ich dachte – jetzt hat Alex den Bogen raus und findet Zugang zu Sam, dann wurde eine neue Türe geschlossen, regelrecht zugehauen, Sam verkroch sich wieder in seine Welt und alles hieß wieder auf Anfang zurück.

    Autismus hat viele Formen und Gesichter und man kann die Menschen, vor allem, man sollte sie nicht in eine Schublade stopfen.
    Genau dies passiert aber in der Gesellschaft und auch vom Gesundheitssystem her.
    Wenn man schon bei „normalen“ Kindern ständig Ratschläge erhält und was denn das Beste sei, was man alles probieren sollte, denn bei dem eigenen Kind hat es ja auch super geklappt – dann ist bei Kindern mit Autismus noch nerviger, noch nervenaufreibender, noch belastender.
    Die Eltern, hier durch Jody und Alex dargestellt, versuchen das Bestmögliche für ihren Sohn Sam und stoßen nicht nur an die eigenen Grenzen sondern eben auch an Vorurteile und Mauern in der Gesellschaft, der Schule, dem ganzen System.

    Ich war oft schockiert wie sich Einrichtungen, die für Kinder angeblich das Beste wollen, verhalten, gegenüber Kindern wie Sam, in ihnen das schwarze Schaf gefunden haben und froh sind hier keine große Aufklärung betreiben zu müssen.
    Wie dadurch Kinder wie Sam sich noch mehr in ihre eigene Welt zurückziehen und gar nicht mehr aus sich herauskommen wollen.

    Zugang findet Alex zu Sam durch das Spiel „Minecraft“ und das fand ich einfach nur zauberhaft in seiner ganzen Geschichte und Umsetzung, auch weil es die Wahrheit ist.
    Denn mein Sohn spielt dieses Spiel ebenso gerne, ich habe davon kaum Ahnung, aber ich sitze immer gerne dabei und sehe zu weil es nicht nur so ruhig ist im Aufbau und der Musik sondern eben weil Kinder hier keine Grenzen an Fantasie und Regeln haben, sie können bauen und sich austoben wie und wo sie möchten und einfach sie selbst sein.
    Man sollte also in diesem Punkt nicht alle PC oder Konsolenspiele automatisch verurteilen und verteufeln sondern mal dieses Buch dazu lesen!

    Für mich selbst spielten hier noch eigene Gefühle eine große Rolle, auch ein Grund warum ich dieses Buch lesen wollte und in vielen Dingen habe ich mit mit gewissen Situationen wiedergefunden und wiedererkannt, einfach weil mein Mann und ich auch schon einiges im nahen Umfeld miterlebt haben.

    Für ein besseres Verständnis und vor allem für mehr Toleranz und Miteinander möchte ich dieses Buch sehr gerne jedem ans Herz legen.
    Klare Leseempfehlung!


  8. Cover des Buches Unser allerbestes Jahr (ISBN: 9783596511747)
    David Gilmour

    Unser allerbestes Jahr

     (288)
    Aktuelle Rezension von: Eva_G
    Jesse, Davids Sohn, möchte nicht mehr zur Schule gehen. Doch das ist für David eigentlich nicht in Ordnung, denn mit 16 Jahren gibt es noch so viel zu lernen. Deshalb beschließt er, seinem Sohn einen Deal vorzuschlagen. Jesse darf die Schule für ein Jahr pausieren, wenn er wöchentlich drei Filme ansieht, die sein Vater für ihn auswählt. Dafür bekommt er allerdings freie Kost und Logis. Ab jetzt haben beide sehr viel Zeit für Gespräche und sich näher mit wichtigen Themen auseinander zu setzen.

    David Gilmour erzählt hier eine wahre Geschichte, denn ihm erging es mit seinem Sohn so. Der Autor hat einen sehr guten Schreibstil und mich hat sein Handeln beeindruckt, denn nicht jeder besitzt die Stärke, sich auf so intesive Art und Weise mit seinem pubertierenden Kind zu befassen.
  9. Cover des Buches Das Orangenmädchen (ISBN: 9783423086271)
    Jostein Gaarder

    Das Orangenmädchen

     (553)
    Aktuelle Rezension von: Petra54

    Ich kaufte das Buch, weil ich Geschichten aus Skandinavien mag und bereits „Die Frau mit dem roten Tuch“ vom gleichen Autor besitze. Außerdem gefiel mir das Titelbild (andere Ausgabe), das zum Titel passt. Allerdings passt der Titel auch zur Geschichte, die wohl für 13-jährige Mädchen besser geeignet ist als für gestandene Erwachsene.


    Klappentext-Auszug: Georgs Vater starb, als Georg vier war. Elf Jahre später ist da ein Brief, den der Vater an den „großen Sohn“ geschrieben hat.

     

    Mir war der Text mit seinen unzähligen Wiederholungen und Zweifel am Sinn des Lebens schnell langweilig. Trotzdem las ich bis zum Schluss und werde das Buch in mein Bücherregal stellen, obwohl es nur knapp drei Sterne verdient.

  10. Cover des Buches Das Fell des Bären (ISBN: 9783453422872)
    Matteo Righetto

    Das Fell des Bären

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Maseli

    Domenico und sein Vater Pietro leben in einem Bergdorf in den Dolomiten. Seit die Mutter vor ein paar Jahren gestorben ist, hat sich das Leben beider Männer sehr geändert. Pietro ist unzugänglich, jähzornig und manchmal auch gewalttätig und Domenico versucht, seinem Vater alles Recht zu machen und ihn ja nicht zu reizen. Als ein Bär die Bergregion in Angst und Schrecken versetzt, erkennt Pietro seine Chance. Er will ihn erlegen. Zuerst wird er ungläubig von den Männern des Dorfes betrachtet, dann ausgelacht aber schlussendlich wird eine enorme Geldsummer vereinbart, sollte Pietro es tatsächlich schaffen, den Bären zu töten.

    Am Tag danach, an einem Herbstmorgen im Jahr 1963, brechen Pietro und Domenico auf. Dabei haben sie Proviant für mehrere Tage und zwei alte Gewehre. Das Abenteuer wird Domenico an seine Grenzen aber gleichzeitig auch um Herzen seines Vaters führen.

    Meine Leseeindrücke

    Mein erster Eindruck: das ist ein toller Jugendroman. Er hat alles, was junge Leser brauchen: eine spannende, mitreißende und altersgerechte Geschichte und eine Hauptfigur, mit der man sich identifizieren kann und die am Ende eine große Veränderung erfahren wird. Auf 152 Seiten gibt es eine Vater-Sohn-Geschichte, eindringlich und aufrichtig geschrieben, wie die Berge, in denen die Handlung spielt.

    Das Thema ist hochaktuell! Der Bär ist in unser Leben zurückgekehrt und gesellschaftliche Spannungen zeigen ein schwieriges Zusammenleben zwischen Mensch, Nutztier, Bär und Wolf. 

    Fazit

    „Das Fell des Bären“ von Matteo Righetto ist eine tolle Lektüre für abenteuerbegeisterte junge Leser. Gerne zitiere ich Marc Reichwein - Welt am Sonntag vom 11.11.2017: »In einfacher, fast märchenhafter Kinderbuchsprache entwickelt Righetto seine Erzählung, mit dem Sog aller zeitlosen Geschichten.« 

  11. Cover des Buches We all fall down (ISBN: 9783407742490)
    Eric Walters

    We all fall down

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87
    Will soll seinen Vater einen Tag zur Arbeit begleiten, darauf hat der Jugendliche keine Lust, da er sich nicht besonders gut mit ihm versteht. Kaum bei der Arbeit angekommen geschieht das Unglaubliche, ein Flugzeug rast in den Nordturm des World Trade Centers. Für Will und seinen Vater beginnt nun ein Kampf ums Überleben, denn sie sind im Südturm in der 85. Etage.
    Jeder kennt die Geschichte des 11. September und des World Trade Centers und ich muss sagen, das es dem Autor gut gelungen ist dies in die Geschichte um Vater und Sohn mit einfließen zu lassen.
    An einigen Stellen war mir die Geschichte etwas zu patriotisch, aber trotz allem war es spannend zu lesen, da man mit Will und seinem Vater mitgefiebert hat, ob sie es noch rechtzeitig aus dem Gebäude schaffen.
  12. Cover des Buches Jacob beschließt zu lieben (ISBN: 9783406612671)
    Catalin Dorian Florescu

    Jacob beschließt zu lieben

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Huebner
    Catalin Dorian Florescu erzählt in "Jacob beschließt zu lieben" die Geschichte eines leidgeprüften, vergessen geglaubten Landstrichs dem Banat, eingeklemmt und gesplittert zwischen Serbien, Ungarn, Rumänien, hin- und hergestoßen und unterschätzt.

    Mithilfe des pers. Ich-Erzählers berichtet Florescu von einer 300jährigen Familiengeschichte auf ganz verblüffende Art und Weise. Dabei verquicken sich die Handlungsstränge des um 1920 einem Zeitungsartikel folgenden, ins schwäbische Dorf Triebswetter (im rumänischen Banat) stolpernden Jacob (senior , den im 30jährigen Krieg - "Lothringer, auf dem Weg nach Hause" (73) - umherirrenden Caspar, Urgroßvater des um 1769 aus Dieuse aufbrechenden über Wien ins Banat kommenden Frédéric Aubertin (während seiner Heimatsuche umbenannt in Frederick Obertin), mit der des Ich-Erzählers Jacob (junior).
    Und das alles, ohne, dass man den Überblick verliert.

    Jener zuletzt genannte Ich-Erzähler Jacob Obertin wird von seinem Vater im ausgehenden 2.WK an die Russen verraten, nach Sibirien verschickt, weil er dem Alten nicht tauglich erscheint, den Hof weiter zu führen. Jacub kann vom Viehwaggon abspringen und wird unweit seiner Heimat aufgepeppelt. Einige Jahre bleibt er im sog. Exil, bis er sich getraut, nach Hause zurückzukehren, wo sein Halbbruder (Halbzigeuner und Bastard seines Vaters) den Hof längst einverleibt hat. Jacob beschließt, auszuwandern, sich eine neue Existenz jenseits der Rumänischen Grenzen zurück in Lothringen, wo alles begann, aufzubauen. Sein Vater vereitelt den Plan. 

    Jacob hätte alle Berechtigung seinen Vater zu hassen. Zeitlebens hatte der seinen Sohn, kränklich, weil zu früh geboren, verachtet, bloß gestellt, ihm Hof und Erbe versagt, obwohl Jacob senior sich den Hof (als sich den Rumänen überlegen fühlender Schwabe) erschlichen hatte. Man erwartet, dass der Sohn seinen Vater für alles, was der ihm angetan hatte, erschlägt.
    Die Schwabenstämmigen werden vertrieben - nicht aber nach Lothringen, sondern in einen unbenannten, unwirtlichen Landstrich.

    Und am Ende beschließt Jacob zu lieben. Und sich und seinem Vater ein Haus am Ende der Welt zu bauen.

    Die Kunst des Erzählens des 1967 in Rumänien geborenen Florescu ist syntaktisch wie semantisch erstaunlich. Immer wieder schweifen die Handlungsstränge in die Vergangenheit, wodurch ein Netz von Erzählzeiten gespannt wird.
    Wir erfahren erstaunliches über die politischen Umwälzungen eines Landstriches zwischen Serbien, Rumänien und Ungarn, hin- und her gepeitscht zwischen Diktatur und Deportation, wo die Zeit stehen geblieben zu sein schien, aber eigentlich mit den Umwälzungen besonders nach dem 2. Weltkrieg im Eilschritt davon flog.

    Ivonne Hübner, Aug.2017
  13. Cover des Buches Mein Vater ist Putzfrau (ISBN: 9783803127617)
    Saphia Azzeddine

    Mein Vater ist Putzfrau

     (23)
    Aktuelle Rezension von: DasTigerExperiment
    Dieses Buch wird auf jeden Fall die Gemüter spaltet. Einige werden es für die schonungslose und ungeschönte Realität eines vierzehnjährigen Jungen, der in einem Pariser Vorort aufwächst, lieben. Andere werden die unstrukturierte Erzählweise, die teilweise extrem derbe Sprache und einigen sehr plumpen Szenen, hassen.

    Mich persönlich hat es nicht wirklich begeistert. Zu oft hab ich einfach den Faden verloren zwischen den extrem poetischen Formulierungen und der ungeschönten Jugendsprache von Paul. Mir war nicht ganz klar, welche Geschichte Saphia Azzedine mit diesem Buch eigentlich erzählen wollte. Daher leider nur 2 Sterne von mir.

    Es ist also definitiv kein Buch für jeden und in sich sehr speziell. A m besten einfach ausprobieren, es sind ja nur ein bisschen mehr als 100 Seiten :)
  14. Cover des Buches Pinocchio (ISBN: 9783314104527)
    Carlo Collodi

    Pinocchio

     (73)
    Aktuelle Rezension von: neenchen

    Der Roman „Abenteuer des Pinocchio: Geschichte eines Hampelmanns“ (OT: „Le Avventure Di Pinocchio: Storia Di Un Burattino“) von Carlo Collodi wurde nicht allein durch das Buch selbst, sondern vor allem durch viele Serien- und FIlmadaptionen wie den Disney-Film „Pinocchio“ (1940) und die neueste Verfilmung „Pinocchio“ (2021) von Guillermo del Toro bekannt und sicherte sich so eine Position unter den Kinderbuchklassikern.

    Der alte, arme Gepetto ist einsam und schnitzt sich aus einem sprechenden Stück Holz einen Sohn. Doch der Hampelmann Pinocchio hat nur Flausen im Kopf. Statt zu lernen und brav zur Schule zu gehen, büchst er immer wieder aus, geht in den Zirkus oder folgt falschen Gefährten. Auch als er dadurch immer wieder in Schwierigkeiten oder gar Lebensgefahr gerät, wird er kaum vernünftiger. Erst als ihm die Fee mit den blauen Haaren begegnet, versucht er sich noch einmal ernsthaft zu ändern.

    Auch wenn es u.a. von Umberto Eco moderne Interpretationen gibt, welche sagen, dass das Buch „Abenteuer des Pinocchio: Geschichte eines Hampelmanns“ von Carlo Collodi (1826-1890), welches ursprünglich 1883 erschienen ist, sich vor allem an Erwachsene richtet und nicht als pädagogischer Roman zu lesen ist, wirkt das 288-seitige Buch aber genauso. Es ist eine große Belehrung, was passieren kann, wenn Kinder unartig sind und nicht auf ihre Eltern hören. Als Synonym wird hier ein Hampelmann genommen, der erst zum richtigen Jungen werden kann, wenn er schlussendlich brav ist, Mutter und Vater ehrt und seine Interesse und Neigungen unterordnet. Jede Episode, die der freche Hampelmann erlebt, dreht sich um eine verwerfliche Eigenschaft und für jede LeserIn lässt sich schnell ausmachen, was er falsch macht und was ihm dafür schon an teilweise vorhersehbaren Konsequenzen blühen werden. Das ist zuweilen etwas anstrengend, da es für vor allem erwachsene Augen zu bekannt und zu moralisierend ist. Doch was es wieder rausreißt sind die fantastischen Elemente und Figuren, welche sich Collodi dafür erdachte. Hier kommen fiese Tiere, ein Puppenspieler, ein Mann, der alle Kinder in Esel verwandelt, eine Schnecke und eine gute Fee in unterschiedlichen Gestalten vor. All das trägt zur guten Unterhaltung bei. Auch wenn gerade in der Ausgabe von 1905, mit der Übersetzung von Paul Artur Eugen Andrae, die Sprache etwas stockend wirkt (in einer neueren Übersetzung sollte dort besser funktionieren). Das Buch ist in 36 kurze Kapitel (mit unnötigen Ereignis-Zusammenfassungen) unterteilt und eignet sich so wunderbar für Vorleseabende. Das Buch hat trotz der einen oder anderen düsteren Episode einen positiven Ausgang und ist damit auch schon für junge Kinder ab zehn Jahren geeignet. So bietet der Roman im Gesamten solide Unterhaltung mit einem starken moralischen Zeigefinger, der aber durch zahlreiche fantastische Elemente und damit einhergehende Wendungen abgemildert wird und dafür sorgt, dass der Stoff auch heute noch bekannt ist und immer wieder adaptiert wird.

    Fazit: „Abenteuer des Pinocchio: Geschichte eines Hampelmanns“ ist ein Roman von Carlo Collodi, der sich vor allem an junge LeserInnen richtet und seine moralischen, pädagogischen Botschaften nicht versteckt, sondern mit fantastischen Elementen den Kindern schmackhaft machen will. Genau diese Ausschmückungen machen auch noch 138 Jahre nach der Ersterscheinung die Wirkung des Buches aus, so dass man es auch heutzutage noch gut lesen oder sich eine der unzählige Verfilmungen anschauen kann.

    Doreen Matthei - https://testkammer.com/2021/11/10/abenteuer-des-pinocchio-geschichte-eines-hampelmanns-von-carlo-collodi-1883/ 

  15. Cover des Buches Der Tod des Bunny Munro (ISBN: 9783462000351)
    Nick Cave

    Der Tod des Bunny Munro

     (109)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Der Tod des Bunny Munro…ein sehr eindeutiger Titel, der darauf hinzuweisen scheint, dass ein gewisser Bunny Munro im Verlauf der Geschichte stirbt. Nun, bis es soweit sein wird, begleitet der Leser den Kosmetikvertreter, Bunny Munro durch seinen Alltag. Hier beginnt der stellenweise nicht ganz jugendfreie Teil der Rezension, auch wenn ich versuchen werde Geschehnisse zu umschreiben. ---- Bunny ist ein sexbesessener, mösenverliebter, ejakulationssüchtiger Typ, der nicht schnell und oft genug bei Frauen landen will. Im Grunde findet er an beinahe jeder Frau, an jedem jungen Mädchen etwas Animierendes und wenn sich so gar nichts finden lassen will, dann phantasiert er sich Kylie, Avril oder eine vergangene erfolgreiche „Aktion“ vor Augen und schon kann es losgehen. Zur Not legt er Hand an sich selbt, masturbiert mal schnell, wie andere Leute zum Händewaschen gehen oder im Auto noch schnell eine neue CD einlegen. Bunny ist also ein Hypersexueller, was vermutlich nicht weiter dramatisch wäre, hätte er nicht Frau und Kind. Libby leidet qualvoll unter Bunnys Leiden, dem es selbst nicht als Leid erscheint. Denn er lügt, er leugnet und drängt Libby tiefer und tiefer in die Depression. Bunny genießt es weiterhin jeden Hintern zu taxieren, sich in seiner Phantasie über das weibliche Geschlechtsorgan zu verlieren, Augenkontakt aufzunehmen oder im Rahmen seiner Verkaufstätigkeit den Damen beim Vorführen der Handcreme lustvolle Gefühle zu stimulieren.

    Als Bunny jedoch eines Tages nach Hause kommt und seine Wohnung in einem heillosen Chaos aus umgeworfenen Möbeln und zerschnittenen Hemden vorfindet, ahnt er das Unheil bereits. Libby hat sich am Sicherheitsgitter des Schlafzimmerfensters erhängt.

    Was ändert sich nun? Seltsam wenig für Bunny Munro, außer, dass er nun Bunny Junior am Hals hat und sich von Libbys Geist verfolgt fühlt.
    Und doch spitzt sich die Atmosphäre ins schier Unerträgliche zu, denn Bunny wird immer besessener, manisch gaukelt er sich und Bunny Junior etwas vor. Bunny Junior hingegen beobachtet seinen Vater sehr objektiv, dazu muss ihm nicht immer klar sein, was tatsächlich vor sich geht, trotzdem erfährt der Leser durch seine kindlichen Augen, wie es wirklich um Bunny senior bestellt ist. Den Neunjährigen schützen kindliche Naivität, intelligente Phantasie und die Liebe zu seinem Vater, sie schützen aber nicht den großen, übermächtigen Sexgott Bunny Munro. Seine Agonie hat längst begonnen.

    Nick Cave erzählt in seinem Roman „Der Tod des Bunny Munro“ schonungslos die Geschichte eines von Besessenheit und Verdammnis getriebenen Mannes. Ich schreibe bewusst nicht „eines Helden“, denn Bunny Munro ist kein heldhafter Charakter. Bunny Junior hingegen schon. Jedoch ist es gerade dieses tragische Schicksalsspiel der beiden Charaktere, welches die Geschichte so abgründig erscheinen lässt. Einerseits angewidert liest man des Protagonisten Bunnys testosterongesteuerte Phantasmen, verfolgt seine zweifelhaften Eroberungen und Höhepunkte und andererseits will man wissen, wann es ihn denn nun erwischt und was von Minute zu Minute mit Bunny Junior geschieht.

    Ein sehr irritierendes, verstörendes Buch und doch eine Geschichte, die bindet und eine gewisse Ergriffenheit erzeugt. Ein immer düsterer, versiffter werdendes Szenario und Protagonisten, denen beinahe zuviel Leben eingehaucht wurde, trugen dazu bei, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Du willst es wissen, du musst es lesen und damit abschließen. Leider prägen sich die Bilder doch sehr ein und es bedarf viel, um diesen Schorf wieder abfallen zu lassen. Unter anderem auch dieser Rezension, bei der ich zumindest versuche verschiedene Impressionen abzustreifen.

    Bitte nicht aus reiner Neugierde und "Sexsationslust" lesen, in diesem Fall Finger weg. Bitte bleiben sie nicht stehen, hier gibt es nichts zu sehen!
    Lesenswert für die, die sich an vulgärer Sprache nicht stören und die durchaus abgründig tragische Geschichte, die erzählt werden soll erkennen wollen.

  16. Cover des Buches Atticus (ISBN: 9783203780030)
    Ron Hansen

    Atticus

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Just Like You! (ISBN: 9781848699335)
    Jane Chapman

    Just Like You!

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Eine wunderschöne, spannende, gefühlvolle  Papa Geschichte
     für Kinder ab 2,5 Jahren


    Papa -Abenteuer sind für die meisten Kinder etwas sehr besonders, auch in der heutigen Zeit noch. In Jane Chapman's Bilderbuch "Mein Abenteuer mit Papa" erzählt sie die Geschichte der kleinen Tindra. Tindra ist ein kleines, weißes, wuscheliges und sehr weiches Mammutmädchen. Wohlbehütet von Mama und Papa wächst sie in der Mammutherde, mitten in Eis und Schnee, auf.

    Es ist bestimmt kein leichtes Leben, besonders dann wenn der Sturm tobt und alles sehr bedrohlich wirkt. Im Schutze der Eltern jedoch weiß Tindra, dass sie keine Angst haben muss.

    Ihr Vater ist ihr ganz persönliche Held mit dem sie allerhand erlebt und genau davon handelt dieses wundervolle Bilderbuch, das nicht nur fantastisch erzählt sondern in dem die Bilder, die Stimmungen grandios widerspiegeln.

    Wir fühlen förmlich den Wind und Schnee im Sturm beim Betrachten des Bildes und können uns gut vorstellen wie sich die kleine Tindra jetzt fühlt, weil wir vielleicht auch schon einmal durch einem Schneesturm gelaufen sind. Sicherlich war es nicht so stürmisch wie bei den Mammuts aber es reicht um sich in die Kleine hinein zu versetzten. Und auch wer so etwas noch nicht erlebt hat kann es dank der ausdrucksstarken Illustration nach empfinden.

    Es sind für Mammuts alltägliches Dinge, die Tindra mit ihrem Vater erlebt aber für Tindra ist alles neu und besonders. So bringt er kurzerhand einen Baum zu fall, damit die Kleine an den ganz oben sitzenden Blättern knabbern kann, er macht für seine Tochter funkelnden Flockenregen und vieles andere. Doch wenn Tindra das alles selbst versucht dann scheitert sie weil sie einfach noch zu klein und schwach dafür ist. Wenn sie dann traurig ist , ist ihr Papa da um sie zu trösten und aufzumuntern. Eines Tages machen sich die beiden auf eine ganz besondere Reise. Nur Vater und Tochter. Wohin sie sie Reise wohl führt?

    Wir dürfen gespannt sein.

    Es ist eine wunderschöne, sehr gefühlvolle Geschichte, die zeigt wie schön und sicher es sich im Schutze der Familie lebt. Auch wenn Tindra noch nicht alles kann was die großen Mammuts können wird sie von ihrem Vater immer wieder aufgebaut, ermutigt etwas auszuprobieren, es ihm gleich zu tun. Am Ende  erkennt sie, das auch ihre Eltern einmal klein waren, sogar noch kleiner wie sie jetzt und aus ihnen ist auch ein riesiges Mammut geworden. Für sie ist es ein gutes Gefühl zu wissen dass sie eines Tages auch all das können wird, was die Eltern jetzt können. Und solange sie klein ist kann sie sich der Liebe und dem Schutz ihrer Familie gewiss sein. Vor allem weil sie einen Papa hat, der sie über alles liebt und immer auf sie aufpasst.

    Man braucht das Buch nicht aufschlagen und zu lesen um später zu sagen, dass wird ein Lieblingsbuch. Das Cover spricht Bände und so stimmungsvoll und ausdrucksstark wie die Coverillustration sind alle Bilder und auch die Geschichte.

    Ein absolutes Lieblingsbuch!


    Unsere kleinen Lesekinder konnten es kaum erwarten die Geschichte vorgelesen zu bekommen.

    Sie lag schon ein paar Tage auf meinem Tisch. Immer wieder sah ich wie die Kleinen ganz leuchtende Augen bekamen wenn sie das Buch erblickten. Manchmal zog das ein oder andere kleine Kind seine Mutter oder den Vater zum Tisch weil es sich nicht traute zu fragen ob es sich das Buch anschauen darf aber die Neugier war so präsent und spürbar, dass ich immer wieder schmunzeln musste. Wenn ich dann sagte, dass es am nächsten oder übernächsten tag vorgelesen wird leuchteten die Augen. Klar, dass sie dann kommen wollten.


    Ich habe mir lange überlegt was man mit den Kindern nach der Vorlesestunde noch machen könnte. Irgendwie war mir sofort klar es muss etwas zum basteln sein, das weich ist. Aber weich reichte mir nicht. Ein Bild auf das man ein Mammut zeichnet, vielleicht auch Vater und Tochter und dann die Kinder weichen Flauschstoff oder Fellimitat aufkleben lässt wäre sicher das Einfachste gewesen doch irgendwie schwebte mir etwas anders vor. Etwas greifbares, kuscheliges. Nun kann man mit kleinen Kindern keine Plüschtiere nähen aber man kann vorarbeiten. Und so fand ich auf Youtube ein Video um aus Waschlappen nur mit Bindetechnik und etwas Füllwatte / Schafswolle einen kleinen Elefanten zu basteln. Das können Kinder ab 4 Jahren schon gut fast ganz allein. Da bei uns immer Elternteile dabei sind die mit zuhören und basteln ist dies überhaupt kein Problem gewesen und so ging jeder mit seinem kleinen Mammut ( gut es war ehr ein Elefant) nach hause. Damit der Elefant nach Mammut aussah bekam er noch aus Wollfäden eine kleine Kopfbehaarung. Übrigens statt Waschlappen kann man auch ein Frotteehandtuch zerschneiden oder Frottee Stoff nehmen.


    Mit einer anderen Gruppe nähten wir aus Stoff Elefanten / Mammut Kissen aus Teddystoff und Lammfellresten und mit der dritten Gruppe Mammut Laternen, die konnte man dann zwar nicht kuscheln waren aber auch sehr schön. Das Internet hat hier jede Menge Anregungen parat.

  18. Cover des Buches Paul & Papa (ISBN: 9783958540279)
    Susanne Weber

    Paul & Papa

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    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Mein Papa ist ein Ork (ISBN: 9783981727234)
    Rudolf Eizenhöfer

    Mein Papa ist ein Ork

     (6)
    Aktuelle Rezension von: EmmyL

    Ein Ork ist in J.R.R. Tolkins Fantasiewelt von Mittelerde eine gruselige, bösartige, kriegerische Kreatur. Er dient dem Bösen und ist nicht besonders intelligent. In dieser Geschichte sucht ein alleinstehender Ork-Papa mit seinem Sohn nach einem neuen Zuhause. Ihre Ansprüche sind gar nicht so hoch. Es muss dunkel, groß und mit einer hübschen Aussicht sein. Nach längerem Suchen werden sie fündig. Auch eine Ork-Höhle muss gesäubert und möbliert sein. Doch kaum ist die Höhle sauber und die beiden Orks im Wald unterwegs, um Holz für die Möbel zu holen, bevölkern Zwerge ihr neues zu Hause. Zum Glück ist ein Ork-Papa so richtig stark und kann sich in allen Situationen behaupten.

    Dieses Buch nimmt jungen Lesern auf sehr humorvolle Art die Angst vor den gruseligen Orks und führt unvoreingenommen an diese Fantasyfiguren heran. Hier sind sie gar nicht so grausam, wie es in den Filmen immer dargestellt wird. Orks erledigen ganz offensichtlich genau die gleichen Dinge, wie normale Familien: Wohnung einrichten, Wände streichen, Suppe kochen. Natürlich kommt die Wandfarbe nicht aus dem Baumarkt und die Beschaffung ist etwas schwieriger. Auch an der Suppe ist nichts gewöhnlich, da es sich um traditionelle „Sumpf-Knochen-Suppe“ handelt. Aber dafür sind es ja auch Orks.

    Mit diesem Kinderbuch-Debüt ist dem Zeichner und Autor Rudof Eizenhöfer ein wundervolles Werk gelungen, welches die Herzen kleiner Jungen im Sturm erobert. Ich habe im Kindergarten eine Gruppe wilder Jungen, die sich nur selten beim Vorlesen konzentrieren können. Diese Geschichte ist eine der wenigen Ausnahmen. Sobald ich das schmale Büchlein in der Hand halte kehrt Ruhe ein. Wir haben die Geschichte so oft gelesen, dass sie von einigen mittlerweile sogar mitgesprochen werden kann. Besonders interessant sind die relativ dunklen Illustrationen. Obwohl Farben wie grün, braun, rot und gelb verwendet wurden, dominiert schwarz fast jedes Bildgeschehen. Die Dunkelheit im Bild wirkt aber keinesfalls bedrohlich, sondern vielmehr geheimnisvoll. Sie versteckt viele kleine Details im Schatten, die sich dem Betrachter erst beim zweiten oder dritten Lesen offenbaren. Nach der Lektüre werden im Gruppenzimmer natürlich überall dunkle Ork-Höhlen gebaut. Leider mussten die Mädchen bisher immer als Zwerge herhalten und wurden vertrieben. Wir arbeiten noch an einer weniger geschlechtsspezifischen Rollenverteilung.

    Zeilenabstand, Buchstabengröße und Textumfang eignen sich sehr gut für Erstleser. Obwohl es sich bei der Schriftart nicht um eine Leseausgangsschrift handelt, konnte sie von Schülern der zweiten Klasse sehr gut vorgelesen werden. Wir haben das Buch in der Schule für ein Kunst- und Theaterprojekt verwendet, welches zum Elterntag vorgeführt wurde.

    Auf den letzten Buchseiten finden sich kleine Bilder zum Ausmalen.

    Geschichte und Illustrationen ergeben ein harmonisches Ganzes. Als Geschenk für kleine Jungs und Fantasyfans oder für die Heim- bzw. Arbeitsbibliothek sehr empfehlenswert.

  20. Cover des Buches Batman I. Der Joker dreht durch (ISBN: 9783442082285)
    Craig Shaw Gardner

    Batman I. Der Joker dreht durch

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ein Batmanroman: Batman trauert immer noch um den zweiten Robin, Jason Todd, der bei einem Anschlag des Jokers ums Leben kam, während in Gotham City zusätzliche Batmen auftauchen, bestehend aus angesehenen Bürgern der Stadt, die sich für den echten Batman halten und an Einbruchstatorten in Gotham sterben. Gleichzeitig versucht Mr. Winter, Mayoral assistant, Commissioner Gordons Büro auszuspionieren und dabei Batman auf alle mögliche Weise zu behindern. Batman wird als zweifelnder, tragischer Held gezeigt, was ihn menschlich macht und die Spannung steigert. Und es dauert für den Leser auch recht lange, bis er hinter des Jokers Plan steigt. Ein flott erzählter Krimi, bitte gern mehr davon!
  21. Cover des Buches Papa und Konrad allein zu Haus (ISBN: 9783649619550)
    Sophie Schmid

    Papa und Konrad allein zu Haus

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Was so alles passiert wenn Papa und Sohn alleine zuhause sind ist immer mal wieder Thema eines Bilderbuches.
    In "Papa und Konrad allein zu Haus" ist dies in Bild und Text sehr originell dargestellt.  Ein wenig irritierend und verwirrend mag der Einstieg  in die Geschichte für einige sehr sensibel Kinder sein aber man sollte sich hier als Erwachsener nicht zu viel Gedanken machen.
    Wieso ich dies so vorne anstelle? Wir hatten gestern diese Situation beim Vorlesen.
    Aber nun mal von Anfang an.
    (Die Stelle die ich meine werde ich rot kennzeichnen um die Darstellung nicht  zu unterbrechen)
    Papa und Konrad spielen Indianer. Konrad ist der Häuptling, Papa das Pferd. Konrad ist überglücklich und möchte der Mama alles erzählen. Doch wo ist Mama? In der Küche ist sie nicht. Dafür liegt ein Zettel auf dem Tisch.
    "Ihr Lieben ich muss abschalten und gehe auf Löwenjagd......"
    Was nun? Die hungrigen Indianer gucken in den Kühlschrank, doch der ist leer, also muss erst einmal eingekauft werden doch Papa hat den Einkaufszettel vergessen. Während er noch überlegt packt Konrad alle seine Lieblingssachen ein. Einmal nur dass zu essen was man am liebsten mag ist für Konrad ein richtiges Abenteuer. Am Abend soll Papa dann eine Gute Nacht Geschichte erzählen, so wie es Mama auch immer machte doch wer schläft dabei ein? Natürlich Papa!
    Und wie sollte es anders sein, auch der Morgen gestaltet sich ganz anders wie mit Mama. Die anderen Mütter im Kindergarten und beim Schwimmen freuen sich über einen Mann in ihrer Runde. Konrad und seine Freunden ist das nur recht. Endlich sind die Mütter einmal mit etwas anderem beschäftigt als die Kinder zu beaufsichtigen, so können sie machen was sie wollen. Am Abend liegt zuhause Post von Mama, die von ihrer "Safari" berichtet . Die kommenden Tage werden richtig lustig. Mal basteln Papa und Konrad dann wieder gehen sie in den Zoo, gehen auf ihre eigene Weise auf Safari und erleben dabei fast genauso viel wie Mama, die sich immer wieder mit kleinen Nachrichten auf Postkarten meldet. Einen Tag bevor Mama zurück erwartet wird backen sie noch einen großen Kuchen und am Abend überstehen sie noch die Begegnung mit einem "furchtbaren" Seeungeheuer.
    Dann ist Mama wieder da.
    Es war eine schöne Zeit mit Papa allein aber mit Mama zusammen ist es doch am aller schönsten.


    Wieviel Spaß Papa und Konrad haben spiegelt sich auch in den wunderbaren Illustrationen wieder. Sie lassen die Geschichte erst richtig lebendig werden, denn hier werden auch  Situationen gezeigt, die im Text gar nicht vorkommen.
    Sophie Schmid zeichnet in ihrem ganz eigenen Stil. Hier fällt gleich das ungewöhnliche Kopf-Bauch -Körperverhältnis auf. Sehr detailreich und dynamisch werden hier Alltäglichkeiten zu einem Abenteuer. Der Spaß den die beiden haben kommt sehr deutlich heraus aber auch das gewisse Augenzwinkern. Die Postkarten die Mama schreibt zeigen dies deutlich. Da berichtet sie, sie hätte eine Elefantenherde gesehen auf dem Bild dazu sieht man übergewichtige Personen bei der Gymnastik. Sie erzählt sie sei einer Gazelle hinterher gelaufen  und auf dem Bild sieht man joggende Frauen. Einmal berichtet sie davon im Schlamm festgesteckt zu haben und wir sehen sie in einer Moorbadewanne.


    Eine herrliche Darstellung über die Auszeit einer stress geplagten Mutter. Ob die Kinder diesen Humor verstehen werden bleibt dahingestellt, wenn aber dann werden sie bestimmt ihre höchst eigenen Kommentare dazu abgeben.
    Ich werde berichten wie unsere Kinder reagieren.


    Das ist bestimmt kein Buch von dem man vorhersagen kann wie es bei den Kindern ankommt.


    Bei uns Erwachsenen ist es gut angekommen weil wir uns ein Stück weit darin wiederfinden, es als Satire unseres Erwachsenenseins erleben.


    Bei Kindern wird es ankommen weil die Vater Sohn Geschichte das widerspiegelt was Kinder gern erleben möchten. Einen Elternteil ganz  für sich allein.


    Der Verlag schreibt:" Eine amüsante Geschichte für Väter, Mütter und Kinder........".


    (Man beachte die Reihenfolge!)
  22. Cover des Buches Unterwegs mit Paul & Papa (ISBN: 9783958540729)
    Susanne Weber

    Unterwegs mit Paul & Papa

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Träum weiter! (ISBN: 9783499246876)
    Stefan Rehberger

    Träum weiter!

     (15)
    Aktuelle Rezension von: VioSch
    Ein Mann ist dann ein Mann wenn... Ja, wann ist man eigentlich ein Mann? Roman, 36 und lebt in Berlin, von Beruf ein freier Autor und kennt das Verantwortung übernehmen nur von den üblichen alltäglichen Dingen. Doch nun das, während er ein Tag mit seinen Freunden am See verbringen möchte, ruft seine ältere Freundin an. Sie ist Schwanger. Damit beginnt eine Zeit, eine Zeit voller Schwierigkeiten und dem ernsthaften "endlich mal erwachsen werden". Für Roman steht fest, er muss sich selber überzeugen und beweisen dass auch ein Mann seinen Sohn erziehen kann, den Haushalt schmeißen und sich nebenbei um den kranken Vater kümmern, der ungern im Altenheim ist. Seine Lebensgefährtin steht in hoher Postion und ist demnach oft auf Geschäftsreisen, obwohl sie Mutter ist. Roman stellt dann zum entsetzen fest, seine Freundin geht ihm wohl oder übel fremd, oder nicht? Das Buch ist in der Sicht von Roman, also eines Mannes geschrieben. Stört mich nicht, dachte ich und griff trotzdem zu dem Buch, es scheint einem auf dem ersten Blick etwas witzig zu sein und mit Humor gespickt. Aber so wie man es erwartet war es dann doch nicht, eine kleine Portion ist drin, alltagshumor, denke ich. Es zeigt halt die Entwicklung des Mannes, eines Mannes der jung sein und bleiben möchte und nie mit dem Ernst der Verantwortung in Kontakt kam. Freundinnen hin und her, doch wenn die eine plötzlich älter ist... ist es anders. Ich musste das Buch bestimmt vier mal neubeginnen, weil dieses Buch einen längeren Anlauf braucht um in die Geschichte hineinzukommen und aus Zeitgründen, der Anfang war bei mir nämlich immer wieder schnell vergessen. Und trotzdem, als ich das Buch endlich mal fertig las, mochte ich es. Es zeigt liebe voll und realistisch den modernen Alltag junger Familien.
  24. Cover des Buches Nagashino – Durch den Nebel der Zeiten (ISBN: 9783736866102)
    Christiane Kromp

    Nagashino – Durch den Nebel der Zeiten

     (2)
    Aktuelle Rezension von: DaniellePatr
    Bereits von der ersten Zeile an hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und bis zum letzten Wort gefesselt. Ich war mitten drin im Geschehen, habe mitgefiebert und unbändige Angst gespürt. Der 15 jährige Kenshin wird genau so beschrieben, wie man sich einen pubertierenden Jungen vorstellt. Herrlich. Der Übergang von der Jetztzeit in die Zeit zurück ist der Autorin fließend und glaubwürdig gelungen. Ihre Sprache ist klar, facettenreich und flüssig zu lesen. Ich freue mich bereits auf Teil 2 der Geschichte ... - Ein pures Lesevergnügen und wirklich weiter zu empfehlen.

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