Bücher mit dem Tag "vater und sohn"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "vater und sohn" gekennzeichnet haben.

79 Bücher

  1. Cover des Buches Die Geschichte der Bienen (ISBN: 9783442756841)
    Maja Lunde

    Die Geschichte der Bienen

     (851)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Das Buch befasst sich, so wie der Titel es schon sagt, mit dem Thema Bienen, speziell mit ihrem (Über-)Leben  in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Zukunft ist natürlich fiktiv. Die Autorin stellt hier ihre eigne Version dafür dar.

    Die 3 Geschichten sind für mich sehr gefühlvoll geschrieben Vieles wirkt auf mich erst im Nachhinein oder  beim Lesen hintergründig und unbewusst. 

    Man bekommt keine Richtlinien aufgetischt, wie man sich gegenüber der ,,Bienenwelt,, verhalten soll. Dennoch spürt man, wie wichtig es ist sein Handeln, allgemein der Umwelt gegenüber, stets zu überdenken.

  2. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.733)
    Aktuelle Rezension von: wortverzaubert

    „Der Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafón ist ein absolutes Herzensbuch von mir. 🥰

    Ich konnte gar nicht mehr genug von Daniel und dem geheimnisvollen Friedhof der vergessenen Bücher bekommen. 📚

    Die Handlung ist spannend und der Schreibstil sehr mitreißend und anschaulich.
    Außerdem mag ich das Setting in Barcelona. 🇪🇸

    Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung und volle Punktzahl 5/5

  3. Cover des Buches Extrem laut und unglaublich nah (ISBN: 9783596169221)
    Jonathan Safran Foer

    Extrem laut und unglaublich nah

     (1.226)
    Aktuelle Rezension von: culejule

    Ein Buch mit einer Thematik, welches mittlerweile viele Menschen betrifft.

    Der Vater von Oskar Schell fiel den Anschlägen vom 11. September 2001 zum Opfer. Schon beim ersten Durchblättern fiel mir das Daumenkino auf den letzten Seiten auf, welches mich berührte.

    Wie geht man als Angehöriger um, wenn ein geliebter Mensch bei einem Terroranschlag ums Leben kommt? - Diese Frage ist Kernpunkt der Geschichte. 

    Es geht um Oskar und seine Familie. Eine Familie, wo jeder auf seine Weise trauert. Und diese Trauer bezieht sich nicht nur vom besagten Terroranschlag, sondern über Generationen.

    Oskar will herausfinden, warum sein Vater sich genau zu der Zeit im World Trade Center aufhielt, obwohl dieser eigentlich ein Juweliergeschäft betreibt. Somit begibt sich Oskar auf die Suche nach den letzten Stunden seines Vater und diese Suche ist nicht nur ein Abenteuer für ihn und den Leser, sondern auch ein Abenteuer für die Gefühle.

    Mich hat die Geschichte ab der ersten Seite abgeholt. Auch in Hinblick, dass ich wütend wurde in Bezug auf die Reaktionen von Oskar's Mutter (vlt. weil ich anders reagieren würde?!).

    Aber das ist ja das Schöne daran, dass es mehrere Perspektiven gibt.

    Von mir eine klare Leseempfehlung, denn leider gibt es viele Hinterbliebene, die man nie vergessen darf. 


  4. Cover des Buches Das Leuchten der Stille (ISBN: 9783453503823)
    Nicholas Sparks

    Das Leuchten der Stille

     (998)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Inhaltsangabe:
    Gibt es die ewige Liebe, die allen Widrigkeiten trotzt? John ist davon überzeugt. Nichts kann seine Beziehung zu Savannah gefährden, auch nicht der Umstand, dass er mehrere Jahre lang ins Ausland muss. Umso erschütterter ist er, als er ihren Abschiedsbrief empfängt – der ihn vor die schwerste Entscheidung seines Lebens stellt.

    Meine Meinung:
    Für mich eines der besten Bücher des Autors! :) Nicholas Sparks kann mich jedes Mal packen und mit auf die Reise mitnehmen.
    Auch mit dieser Liebesgeschichte konnte er mich wieder voll begeistern. ♡

    Cover: Das Cover des Buches gefällt mir sehr Gut. :) Es passt einfach perfekt zum Inhalt des Buches.
    Zu sehen ist eine sehr idyllische Düne.
    Durch den Sonnenuntergang, sind die Pflanzen ringsherum dunkel von dem Licht eingetaucht. Man erkennt einen kleinen Pfad aus Sand der sich nach oben schlängelt und die Pflanzenansammlung durchbricht.
    Hinter der Düne und dem Weg sieht man deutlich das Meer. ♡ Einfach wunderschön!
    Der Himmel färbt sich von lila, zu gelb und endet schließlich von orange zu rot. :) Die Farben sind sehr sanft und nicht stechend gehalten. Ein wirklich tolles Gesamtbild.

    Schreibstil: Der Schreibstil des Autors hat mir wieder sehr Gut gefallen. ♡
    Seine Bücher sind einfach locker, leichte Lektüre für Zwischendurch und sind einfach immer unterhaltsam. :)
    Die Leseatmosphäre war typisch romantisch, manchmal jedoch auch ziemlich ernst und bedrückend.
    Denn nicht nur die Liebesgeschichte steht hier im Mittelpunkt, sondern auch ernsthafte Thematiken wie z.B. Das Militär oder auch die Krankheit Asperger Syndrom.
    Eine abwechslungsreiche Geschichte mit unheimlich spannenden Wendungen gerade zum Ende hin- ich freue mich auf weitere Werke des Autoren. :)

    Idee: Die Idee des Buches hat mir sehr Gut gefallen. :)
    Ich habe das Buch geliebt, weil es einfach so authentisch ist- bis in die letzte Seite. ♡
    Wir lernen zwei absolut unterschiedliche junge Menschen kennen.
    John, der ein wenig in sich gekehrt ist, ein wahnsinnig kompliziertes zu seinem Vater hat und beim Militär dient.. und Savannah die offenherzig und leidenschaftlich ist und ehrenamtlich tätig ist.
    Diese beiden Gegensätze lernen sich in dem zweiwöchigen Sommerurlaub von John kennen.. und verlieben sich unsterblich ineinander.
    Doch reicht ihre Liebe aus um die große Distanz zwischen den Beiden zu überwinden?
    Beide finden schnell heraus, dass manchmal das Leben dazwischenfunkt.. Menschen ändern sich, Prioritäten werden anders gesetzt und manchmal lebt man sich auch auseinander.
    In diesem Buch geht es hauptsächlich um die Liebe der Beiden- um Höhen und auch Tiefen in einer Beziehung, aber auch um viele andere Themen.
    Das Militär nimmt eine bedeutende Rolle in diesem Buch ein und auch das Asperger- Syndrom, eine Form von Autismus wird in diesem Buch aufgegriffen..
    Eine wahnsinnig emotionale Mischung, die definitiv nicht kalt lässt. 


    Kapitel: Von Kapitel zu Kapitel lernen wir nicht nur die Charaktere näher kennen, sondern auch deren unterschiedliche Leben. Mir gefiel der Aufbau des Buches wirklich sehr gut. :)
    Das Ende des Buches war ein Happy End- gleichzeitig jedoch wirklich traurig und irgendwie nicht so ein Ende wie man sich das vielleicht wünscht.
    Aber: es war komplett authentisch, darum mochte ich das Buch auch wirklich sehr gerne!

    Charaktere: Die Charakter in diesem Buch gefallen mir besonders Gut. :)
    Viele sagen zwar, dass die Charaktere zu perfekt waren, zu moralisch und einfach die klassischen Gutmenschen, wodurch das Ganze total unglaubwürdig erscheint, ich sah das jedoch ganz anders.
    Für mich waren John und Savannah genauso wie sie sein mussten und absolut authentisch.
    John hat eine sehr schwere Jugend hinter sich, war gefangen zwischen Selbstfindung und Selbsthass.. bis er zum Militär gegangen ist- er hat seine Ecken und Kanten, wie jeder. Die meiste Zeit ist er jedoch der Gentleman schlechthin.. er denkt nach bevor er antwortet, ist sehr moralisch bedacht und ein liebevoller Mensch. Er verändert sich absolut positiv- auch seinem kranken Vater gegenüber.. dank Savannah. Jedoch bringt Savannah auch seine schlechten Seiten zum Vorschein.
    Savannah ist sehr leidenschaftlich und wirklich ein herzensguter Mensch.. sie engagiert sich ehrenamtlich bei sehr vielen Organisationen und geht regelmäßig zur Kirche.. sie ist klug, manchmal naiv und verliebt sich Hals über Kopf in John.
    Aber auch Savannah ist absolut nicht perfekt.
    Sie kann temperamentvoll sein, durch ihren Job alles analysieren was sie auch manchmal nichts angeht..
    Und dennoch muss man beide einfach mögen!

    Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 5 Sternchen. :) Ich mag die Bücher des Autors einfach sehr gerne- sie sind locker leicht zu lesen und einfach perfekt für Zwischendurch.
    Für mich ist "Das Leuchten der Stille" bis jetzt das beste Buch von ihm. Ich freue mich schon darauf weitere Werke von ihm zu verschlingen. ♡

  5. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499332708)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (3.379)
    Aktuelle Rezension von: Klausviedenz

    Deutschsprachiger Weltbestseller. Von Kritikern hochgelobt, als "geniale Sensation" verschrien...aber für mich eine ziemliche Enttäuschung. Kehlmanns "Tyll" habe ich geliebt, aber mit diesem hier wurde ich nie warm.

    "Die Vermessung der Welt" ist eine Doppelbiografie zu zwei Titanen der Wissenschaft: Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humbold, die in diesem Machwerk allerdings alles andere als titanisch herüberkommen. Zwar stellt Kehlmann ihr Genie angemessen dar, allerdings haben sie abgesehen von ihrer Intelligenz und ihrer Neugier keine positiven Eigenschaften - stattdessen kommen sie als überzeichnete Soziopathen, Egomanen und Choleriker daher. Gauß macht seiner Familie das Leben zur Hölle, verpasst sogar die Geburt seines ersten Kindes, ohne davon überhaupt zu wissen, und reagiert mit Gleichmut auf das Unglück, das seinen Sohn trifft. Alexander von Humbold, der große Kämpfer gegen Sklaverei und Unterdrückung, der mit seinen Vorträgen und Anekdoten das pochende Herz jeder Abendgesellschaft gewesen sein soll, wird von Kehlmann zu einem homosexuellen Pädophilen degradiert, der völlig außerstande ist, Empathie für seine Mitmenschen zu empfinden. Wenn man schon über historische Persönlichkeiten schreibt, sollte man sich wenigstens an die bekannten Fakten halten - und das hat Kehlmann hier meiner Meinung nach ziemlich oft nicht getan. Unter anderem beschäftigt sich Humbold hier auch mit der Daguerreotypie, was zu seinen Lebzeiten soweit ich weiß noch absolute Zukunftsmusik war.

    Ein anderer Störfaktor in diesem Roman waren die Dialoge, denn diese sind fast durchgehend in indirekter Rede verfasst. Warum zum Teufel schreibt man Dialoge in indirekter Rede? In "Tyll" hat Kehlmann großartige Dialoge geschrieben, hier ziehen sie sich teilweise wie Kaugummi.

    Davon abgesehen ist der Autor auch hier immer noch ein großartiger Erzähler. All die peinlichen Momente sozialen Versagens der beiden Protagonisten sind mit feiner, subtiler Ironie unterlegt, und zum Ende seines Romans hin führt Kehlmann beide Erzählstränge elegant zusammen um zu verdeutlichen, dass die beiden Genies trotz ihrer weltverändernden Erkenntnisse im Alter doch nur überholte Greise sind: die Wissenschaft ist gnadenlos, sie entwickelt sich immer weiter. Sensationelle Entdeckungen von heute sind die alten Geschichten von gestern, für die sich niemand mehr interessiert.

    Alles in allem ist das hier immer noch ein lesenswerter Roman, wenn man die Schwierigkeit mit den Dialogen überwunden hat und damit klarkommt, dass alles Zwischenmenschliche in ihm keine Rolle spielt. Kehlmann geht es hier offenbar nicht um das Leben seiner Charaktere, sondern um das, was sie hinterlassen: die Vermessung der Welt, die Weiterentwicklung von Wissenschaft und Wissen, das Erweitern des menschlichen Horizonts. Drei Sterne.

  6. Cover des Buches Letzte Nacht in Twisted River (ISBN: 9783257240993)
    John Irving

    Letzte Nacht in Twisted River

     (192)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 736 Seiten

    Verlag: Diogenes (20. Mai 2010)

    ISBN-13: 978-3257067477

    Originaltitel: Last Night in Twisted River

    Übersetzung: Hans M. Herzog

    Preis: 26,90 €

    auch als E-Book und als Taschenbuch erhältlich


    Ein etwas anderer Irving, und trotzdem typisch


    Inhalt:

    Daniel lebt mit seinem Vater Dominic in einem Holzfällerlager in New Hampshire. Dominic ist Koch und versorgt die Arbeiter mit Mahlzeiten. Sein zwölfjähriger Sohn Daniel, dessen Mutter früh gestorben ist, bedeutet ihm alles. So zögert er nicht lange, als Daniel in der Klemme steckt, und flüchtet mit ihm kreuz und quer durch die USA und Kanada. 


    Meine Meinung:

    Ich habe etwas Zeit gebraucht, um mich in diese Geschichte hineinzufühlen. Sie strotzt vor Zeitsprüngen hin und her, rauf und runter. Wenn man nicht auf die Überschriften achtet, kann man sich dabei ganz schön verirren, immerhin deckt die Handlung einen Zeitraum von ca. 50 Jahren ab, in denen neben etlichen durchgängig teilnehmenden Figuren auch ständig wechselnde mit von der Partie sind. Die muss man im Kopf erst mal richtig sortieren. 


    Dominic, Daniel und ihr Freund Ketchum waren mir sehr sympathisch, obwohl sie manchmal für mich nicht nachvollziehbar handelten. Doch das konnte ich akzeptieren, weil es einfach trotzdem passte. Mir haben die Protagonisten und auch die anderen Charaktere auf ihre Weise alle sehr gut gefallen. Viele von ihnen sind Menschen, wie ich in meinem Leben keine kenne und die deshalb meine Neugier wecken.


    John Irving erzählt von verschiedenen Leben und von verschiedenen Todesfällen, von Liebe und Hass, von skurrilen Beziehungen und echter Freundschaft. Dabei ist die Handlung interessant und fesselnd, wenn auch manchmal etwas zu detailliert und ausschweifend für meinen Geschmack. Auch manche Wiederholung, wohl als Stilmittel eingesetzt, hätte ich nicht gebraucht.


    Trotzdem habe ich dieses Buch von Seite zu Seite mehr genossen und war mit meinem Herzen und meinen Gedanken ganz darin versunken. Vielleicht muss man diesem Roman einfach etwas Zeit geben, damit er von sich überzeugen kann. Ich habe die Lektüre auf jeden Fall nicht bereut.


    ★★★★☆


  7. Cover des Buches Pandatage (ISBN: 9783462053647)
    James Gould-Bourn

    Pandatage

     (205)
    Aktuelle Rezension von: Felicitas_Brandt

    Danny Malooley war vier Jahre alt, als er die bittere Erfahrung machte, dass Seide mit Zitronenduft kein bisschen nach Zitrinen, aber dafür umso mehr nach Seife schmeckt.

    Seite 7

     

    Inhalt:

     

    Danny Malooley war nie ein Glückspilz, aber er war glücklich. Doch dann starb seine Frau bei einem Autounfall und seitdem läuft nichts mehr glatt. Sein Sohn Will hat aufgehört zu sprechen, Danny verliert den Job und findet trotz aller Mühen keinen neuen, und als ihm auch noch sein Vermieter mit Rausschmiss droht muss dringend ein Plan her. Verzweifelt kauf Danny sich ein Pandakostüm, um damit im Park als Straßenkünstler Geld zu verdienen. Doch seine Dancemoves sind alles anderes als professionell und Danny muss auch hier mit Schwierigkeiten rechnen. Als Pandabär verkleidet beobachtet Danny eines Tages, wie sein kleiner Sohn Will von anderen Jungen schikaniert wird, und schreitet ein. Will fasst Vertrauen in den vermeintlich fremden Panda – und er spricht.

     

    Meinung:

     

     „Pandatage“ ist der Debütroman von James Gould-Bourne mit einem irgendwie schlichten, aber auch besonderen Cover und einem Titel, der mich sofort angesprochen hat. Der Schreibstill ist flüssig und hat dafür gesorgt, dass ich gut in die Geschichte eintauchen konnte.

     

    Ich habe eine ruhige Geschichte mit Tiefe erwartet und die besonders auf das Schicksal der Familie eingeht. Und das habe ich bekommen ♥ Das Schicksal von Will und Danny ist hart, doch sie kämpfen weiter, auch wenn es gerade bei Will nicht so wirkt. Die Geschichte wird aus Sicht von Will und von Danny erzählt, was ich sehr gut fand, weil so beide Seiten beleuchtet wurden und es mir sehr geholfen hat die Figuren zu verstehen.

     

    „Ich mag keine Pandas.“

    „Kannst du Kung-Fu?“

    „Pandas können kein Kung-Fu.“

    „Kung-Fu Panda schon.“

    „Kung-Fu Panda ist kein echter Panda.“

    „Du auch nicht.“

    Seite 77

     

    Will wird in der Schule heftig gemobbt, nur ein Junge steht zu ihm, Mo, der nur mit Hilfe von Hörgeräten hören kann und der Will seine Stimme leiht und mit ihm die Stille teilt. Die zwei waren richtig süß. Auch Danny hat einen Freund, Ivan ein Russe mit fragwürdigem Hintergrund und super cooler Sprache. Jeder der Charaktere verleiht der Geschichte etwas ganz eigenes und macht sie bunter. Der wohl ungewöhnlichste Charakter ist Krystal, sie tanzt in einem Club an der Stange und rasselt einige Male mit Danny zusammen. Doch am Ende kann er sie überzeugen ihm Tanzen beizubringen und im Panda-Team einzusteigen.

     

    „Das ist also was Engländer nennen ´Nervenzusammenbruch´.“

    Seite 89

     

    Als Danny sieht, wie Will im Park von einer Horde Jungs verfolgt wird, kommt er seinem Sohn zu Hilfe. Doch als der sich bei ihm bedankt ist Danny so schockiert, dass er sich nicht outet, sondern der Panda bleibt. Und zwischen den Beiden entsteht eine seltsame kleine Freundschaft in der sie Rollen tauchen – Will spricht und Danny, als Panda, antwortet ihm auf kleinen Zetteln.

     

    „Hey tut mir leid wegen deinem Vater.“

    „Was ist mit ihm?“

    „Hat er euch denn nicht verlassen?“

    „Wenn ja, dann habe ich keine Ahnung, in wessen Haus ich wohne.“

    Seite 275

     

    Das Buch ist sehr viel rauer und lebensnaher, als ich gedacht hätte. Es ist bedrückend, aber nicht so sehr, dass es mich beim Lesen negativ beeinflusst hätte. Es ist einfach realistisch und ich habe es wirklich gerne gelesen. Es gibt super schräge Freundschaften, Szenen in denen ich laut lachen musste und Szenen in denen es mich traurig gemacht hat. Ich mochte das Buch sehr!

     

    „Das ist das Lustigste, was ich den ganzen Tag gesehen habe.“

    „Dann hast du heute Morgen wohl nicht in den Spiegel geschaut.“

    Seite 113

  8. Cover des Buches Die Straße (ISBN: 9783499246005)
    Cormac McCarthy

    Die Straße

     (657)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Warum tut man sich das an, solch ein Buch zu lesen? Natürlich zum einen, weil es mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet und in unterschiedlichen Medien positiv rezensiert wurde und zum anderen, wenn man ein Liebhaber dystopischer Literatur ist.

    Mr. McCarthy mutet seinen Lesern nicht nur ein postapokalyptisches Szenario zu, er zeichnet eine Welt, die dem Ende bereits so nahe ist, dass selbst die Hoffnung gestorben zu sein scheint. In dieser düster, düsteren Welt aus Asche und Müll hausen Kannibalen, die sogar ihr eigenes Neugeborenes fressen. Kann noch Schrecklicheres dargestellt werden? Nein!

    Aber aus den Dialogen von Vater und Sohn, die sich in dieser bitterkalten bleigrauen Welt gen Süden schleppen, erfährt der Leser, dass es neben den Bösen auch die Guten geben muss.

    In karger Sprache schildert der Autor den leidvollen Weg. Der Vater ist in seiner Aufgabe verhaftet, das Leben seines Sohnes unter allen Umständen zu schützen und dabei doch noch zu den Guten zu gehören. Denn dieser Wunsch, der vom Jungen ausgeht, ein wenig Menschlichkeit zu bewahren und anderen gegenüber zu zeigen, das ist das einzige flackernde Licht in dieser untergegangenen Welt. Die Hoffnung ist doch noch nicht tot!

    Die bleigraue Trostlosigkeit wird in sparsamer Handlung beschrieben. Wenige dann aber wirklich schockierende Ereignissen sind eingeschaltet.

    Es ist ein Buch, welches die Post-Postapokalypse so konsequent darstellt, wie keines vor ihm. Es schildert eine Welt, in der niemand sein möchte und aus der niemand abtreten will.

    Not for the faint-hearted!  

    Eine vollständige Inhaltsangabe findet sich in Wikipedia.

  9. Cover des Buches Rotblaue Nelken (ISBN: 9783845923345)
    Wolfgang A. Gogolin

    Rotblaue Nelken

     (6)
    Aktuelle Rezension von: attika
    Ich gebe zu, dass ich Beziehungen zwischen Vater und Sohn nicht so wirklich auf dem Radar hatte, Stichwörter soziale Väter oder Patchwork.
    Das Buch spielt ein paar Jahre nach dem Krieg, also lange vor meiner Geburt. Ich habe mich aber trotz des speziellen Themas sofort hineingefunden und wollte immer wissen, wie es nun weitergeht, aber nicht nur wegen der Liebesgeschichte.
    Obwohl die Lektüre jetzt zwei Wochen zurückliegt, finde ich Vincent und seinen Vater immer noch spannend. Beide sind vom Charakter her sehr verwinkelt und maximalst verschlossen. Sie machen aber alles sichtbar durch das, was sie letzten Endes tun und auch durch das, was sie nicht machen. Und sie erinnern mich daran, was man vom Denken oder schrägem Verhalten her manchmal bei den eigenen Großeltern erlebt hat. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
  10. Cover des Buches Die Entdeckung des Himmels (ISBN: 9783499247521)
    Harry Mulisch

    Die Entdeckung des Himmels

     (270)
    Aktuelle Rezension von: Ferrum
    Was macht der Himmel, wenn er mit den Menschen unzufrieden ist? Richtig, er will seine 10 Gebote zurückholen und somit die Verbindung zur Erde auflösen. Und darum gehts, beginnend vor der Zeugung der Akteure bis hin zum großen FInale in Jerusalem. 

    Kaum eines der großen gesellschaftspolitischen Themen wird dabei ausgelassen, und dennoch hat man nie das Gefühl, dem hocherhobenen, moralinsaurem Zeigefinger ausgesetzt zu sein. Hat einen ewigen Ehrenplatz in meiner Bibliothek.
  11. Cover des Buches Pferde stehlen (ISBN: 9783596510733)
    Per Petterson

    Pferde stehlen

     (117)
    Aktuelle Rezension von: judipudi
    Bevor ich mehr sage nur schonmal vorab: ich glaube ich bin noch 2, 3 Jahre zu jung für das Buch (20) und zudem lese ich oft lieber Bücher mit weiblicher Hauptrolle (ich kann mich dann besser reinlesen). Dementsprechend hat das Buch mich nicht mega umgehauen, schlecht war es jedoch auch nicht. 
  12. Cover des Buches Sweet Sorrow (ISBN: 9783550200571)
    David Nicholls

    Sweet Sorrow

     (173)
    Aktuelle Rezension von: Mandy_Kalous

    Sehr einfühlsame, prägende Geschichte über die Liebe. Und doch ist sie so viel mehr als eine einfache Liebesgeschichte. Denn der Autor beleuchtet nicht nur die erste große Liebe, die der Protagonist Charlie erleben durfte, nein, er beleuchtet in seiner Geschichte die Liebe zu den Eltern. Aber auch die Entwicklung eines jungen Mannes, der selber erst noch mit sich und seinen Hormonen ins Reine kommen muss und dann doch vor vollendete Tatsachen gestellt wird und sich erwachsen verhalten soll.

    Mit Shakespears Romeo und Julia rezitiert der Autor die Vergangenheit, die für Charlie einschneidend war. Der ersten Liebe geschuldet, findet er nicht nur eine Beschäftigung während der Sommerferien, sondern auch Anschluss an der lokalen Theatergruppe. Vorurteile werden abgebaut und Charlie kann sich von einer anderen Seite zeigen, Stück für Stück. Zeile um Zeile. Das Theaterspielen entwickelt sich zu einer Leidenschaft, derer er am Anfang eher negativ gegenüber stand.
    Auf sehr eindruckende und auch tiefgreifende Weise gelingt es dem Autor über den Sommer zu erzählen, der alles änderte. Nicht nur die Trennung seiner Eltern, die Charlie miterleben musste, sondern auch die Entwurzelung zu seiner Schwester, berührten mich beim Lesen, wie auch die Liebe zu seinem Vater, die in Rückblendungen aus der jetzigen Zeit in die Vergangenheit erzählt wurde. Ängste, denen der 16-jährige tgl. ausgesetzt war. Die negativen Gedanken, die wie ein immerwährendes Gedankenkarussell den jungen Charlie belasteten. Nicht nur die privaten Probleme, sondern auch erste große Gefühle, die er für Fran Fisher hegte. Es war eine Entwicklung, ein Miterleben, auf einer ganz anderen Art und Weise, was es das Buch für mich auch so besonders im Vergleich zu vielen anderen Liebesromanen macht. Es war nicht immer leicht zu lesen und sich gerade am Anfang mit den Protagonisten zu identifizieren. Und doch hatte die Hauptfigur und die Geschichte einen Lesesog, dem ich mich nicht entziehen konnte.

    Gerne 5 Sterne für diese wunderbare Liebesgeschichte.

  13. Cover des Buches Die Chroniken der Windträume (ISBN: 9783945908075)
    Jando

    Die Chroniken der Windträume

     (70)
    Aktuelle Rezension von: lovelines
    „Die Chroniken der Windträume“ von  Jando  ist ein modernes Märchen, das mich wie schon zuvor „Sternenreiter“ & „Traumflieger“ total in seinen Bann gezogen, verzaubert und sehr berührt hat. In „Die Chroniken der Windträume“ haben sowohl Tom, als auch sein Sohn Jan eine Begegnung mit dem Herrn der Winde, beide jeweils zu einer Zeit der Trauer und des Verlustes. Beide stehen an einem Punkt in ihrem Leben, den es zu bewältigen gilt und diese Zeit und die damit verbundenen Gefühle und Brücken, die es zu überwinden gilt, erlebt man hier mit. Da ich mittlerweile schon das aktuelle Buch von Jando zuliegen habe ("Im Himmel gibt es einen Bahnhof") und mich schon sehr aufs lesen freue, dachte ich nutze ich die Chance und schreibe vorher noch ein bisschen was zum vorheriegn Werk aus Jandos Feder. Jando erschafft hier nämlich wieder einmal ein Märchen für Erwachsene, das ganz offen und ehrlich mit dem Schmerz und der Thematik eines Verlustes umgeht und dennoch so viel Hoffnung schenkt, dass ich gar nicht weiß, ob mein Tränchen, das ich am Ende geweint habe aus Mitgefühl oder purer Hoffnung war. Wahrscheinlich war es eine Mischung aus beidem und wieder einmal ist es so, dass dieses Buch mir etwas ganz besonderes mitgegeben hat. Neben der Hoffnung, ist es nämlich der Glaube an die Träume, der in meinem Herzen ein ganzes Stückchen gewachsen ist und das fühlt sich bei jedem lesen des Buches immer wieder unwahrscheinlich schön an!
  14. Cover des Buches Unter dem Tagmond (ISBN: 9783596101733)
    Keri Hulme

    Unter dem Tagmond

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Bellami

     

  15. Cover des Buches Jacob beschließt zu lieben (ISBN: 9783406612671)
    Catalin Dorian Florescu

    Jacob beschließt zu lieben

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Huebner
    Catalin Dorian Florescu erzählt in "Jacob beschließt zu lieben" die Geschichte eines leidgeprüften, vergessen geglaubten Landstrichs dem Banat, eingeklemmt und gesplittert zwischen Serbien, Ungarn, Rumänien, hin- und hergestoßen und unterschätzt.

    Mithilfe des pers. Ich-Erzählers berichtet Florescu von einer 300jährigen Familiengeschichte auf ganz verblüffende Art und Weise. Dabei verquicken sich die Handlungsstränge des um 1920 einem Zeitungsartikel folgenden, ins schwäbische Dorf Triebswetter (im rumänischen Banat) stolpernden Jacob (senior , den im 30jährigen Krieg - "Lothringer, auf dem Weg nach Hause" (73) - umherirrenden Caspar, Urgroßvater des um 1769 aus Dieuse aufbrechenden über Wien ins Banat kommenden Frédéric Aubertin (während seiner Heimatsuche umbenannt in Frederick Obertin), mit der des Ich-Erzählers Jacob (junior).
    Und das alles, ohne, dass man den Überblick verliert.

    Jener zuletzt genannte Ich-Erzähler Jacob Obertin wird von seinem Vater im ausgehenden 2.WK an die Russen verraten, nach Sibirien verschickt, weil er dem Alten nicht tauglich erscheint, den Hof weiter zu führen. Jacub kann vom Viehwaggon abspringen und wird unweit seiner Heimat aufgepeppelt. Einige Jahre bleibt er im sog. Exil, bis er sich getraut, nach Hause zurückzukehren, wo sein Halbbruder (Halbzigeuner und Bastard seines Vaters) den Hof längst einverleibt hat. Jacob beschließt, auszuwandern, sich eine neue Existenz jenseits der Rumänischen Grenzen zurück in Lothringen, wo alles begann, aufzubauen. Sein Vater vereitelt den Plan. 

    Jacob hätte alle Berechtigung seinen Vater zu hassen. Zeitlebens hatte der seinen Sohn, kränklich, weil zu früh geboren, verachtet, bloß gestellt, ihm Hof und Erbe versagt, obwohl Jacob senior sich den Hof (als sich den Rumänen überlegen fühlender Schwabe) erschlichen hatte. Man erwartet, dass der Sohn seinen Vater für alles, was der ihm angetan hatte, erschlägt.
    Die Schwabenstämmigen werden vertrieben - nicht aber nach Lothringen, sondern in einen unbenannten, unwirtlichen Landstrich.

    Und am Ende beschließt Jacob zu lieben. Und sich und seinem Vater ein Haus am Ende der Welt zu bauen.

    Die Kunst des Erzählens des 1967 in Rumänien geborenen Florescu ist syntaktisch wie semantisch erstaunlich. Immer wieder schweifen die Handlungsstränge in die Vergangenheit, wodurch ein Netz von Erzählzeiten gespannt wird.
    Wir erfahren erstaunliches über die politischen Umwälzungen eines Landstriches zwischen Serbien, Rumänien und Ungarn, hin- und her gepeitscht zwischen Diktatur und Deportation, wo die Zeit stehen geblieben zu sein schien, aber eigentlich mit den Umwälzungen besonders nach dem 2. Weltkrieg im Eilschritt davon flog.

    Ivonne Hübner, Aug.2017
  16. Cover des Buches Das stille Leben des Karl Rosenbaum (ISBN: 9783752833966)
    Frank Domnick

    Das stille Leben des Karl Rosenbaum

     (13)
    Aktuelle Rezension von: HelgasBücherparadies

    Meine Rezension zu 

    Frank Domnick DAS STILLE LEBEN DES KARL ROSENBAUM Nachdem Karl Rosenbaum mit 74 Jahren sein Juwelier- und Uhrengeschäft an seinen Nachfolger übergeben hat, lebt er noch zurückgezogener als vorher. Durch die Arbeit konnte er seinen Erinnerungen, Alpträumen und Ängsten entkommen, denen er sich jetzt täglich stellten muss. 10 Jahre lebt er einsam ohne jeglichen Kontakt. Nur die Musik und seine Opernbesuche lenken ihn ab. Bei einem der Besuche spricht ihn der junge Stefan Kosczinski an und seitdem hat er das Gefühl, dass ihn dieser überall hin folgt. Was möchte Stefan von ihm? Welches Geheimnis birgt Karl? 

    Frank Domnick beschreibt hier sehr einfühlsam Karl Rosenbaum. Er ist menschenscheu, lässt keine Nähe zu, ist reserviert und möchte aber wissen, was Stefan von ihm will. Es wird aus Sicht von Karl erzählt. Der Schreibstil ist auf sehr hohem Niveau, aber genau deshalb lesenswert. Erst zum Schluss erfährt man auf wenigen Seiten, welches Geheimnis beide bergen. Mir persönlich hat es zu lange gedauert, bis es gelüftet wurde und der Enthüllung des Geheimnisses wurden zu wenig Seiten gewidmet. Man fragt sich, was wäre anders verlaufen, wenn es keine Geheimnisse gegeben hätte. Fazit: es ist ein sehr einfühlsamer Roman auf hohem Niveau und gefühlsbestimmt. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter. Von mir gibt es 💥💥💥💥 Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter www.helgasbuecherparadies.com

  17. Cover des Buches Die Tochter des Fotografen (ISBN: 9783746624440)
    Kim Edwards

    Die Tochter des Fotografen

     (204)
    Aktuelle Rezension von: Mariel
    Habe ich sehr gerne gelesen, Spannend und sehr gefühlvoll. Schönes Buch.
  18. Cover des Buches Hier bin ich (ISBN: 9783596701209)
    Jonathan Safran Foer

    Hier bin ich

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Babscha

    Jacob und Julia Bloch leben in Washington, D. C. mit ihren drei Söhnen, altersmäßig zwischen Kindheit und Jugend. Sie ist Architektin, er Autor fürs Fernsehen. Dann sind da noch Jacobs Vater, ein radikaler Jude, nebst seiner Ehefrau, und Isaac, der Großvater, ein Relikt aus den Zeiten des Holocaust, von allen gemieden und ins Pflegeheim gewünscht. Sam, Jacobs ältester Sohn, droht kurz vor seiner Bar Mizwa der Schulverweis wegen ungehörigen Verhaltens und Julia entdeckt im Haus der Blochs ein Handy, auf dem ihr Ehemann mit einer Kollegin Sexnachrichten austauscht.

    Soweit die Ausgangslage eines Buches, das man, unbedarft wie man ist, erstmal als typisch amerikanischen Familienroman erwartet. Aber weit gefehlt. Der Autor versucht sich hier am ganz großen Drama, welches er vor dem Hintergrund der Fiktion einer akut drohenden Zerstörung Israels durch seine arabischen Nachbarstaaten bei gleichzeitiger weltweiter Mobilmachung aller Juden inszeniert und zusätzlich in das historische Spannungsfeld zwischen dem Selbstverständnis amerikanischer und israelischer Juden einbettet. Dies macht er gar nicht mal schlecht, die Rasanz der plötzlichen unguten politischen Entwicklungen im Nahen Osten und die Gewalt und Dramatik des dort los brechenden Sturms zwischen Juden und Muslimen ist gut eingefangen.

    Darüber hinaus jedoch hat mich der Roman leider in weiten Teilen nicht erreicht, ungeachtet dessen, dass Foer ein zugegebenermaßen begnadeter Schreiber ist, der sich auskennt und auch bereit ist, den Finger in viele unverheilte Wunden zu legen. Ich bin mit der ganzen Familie Bloch zu keiner Zeit warm geworden, alle Figuren blieben mit ihren massiv überzeichneten jüdischen Eigenarten und ihrem hochkomplizierten, endlos ausgewalzten Selbstverständnis zu Religion, Weltgeschehen und Familienriten außerhalb meines Begreifens und Nachempfindens. Aufgepumpte Worthülsen und bedeutungsschwangere Weisheiten (selbst seitens der minderjährigen Söhne, deren Verhalten, Ansichten und geschliffene Redeweise völlig abstrus rüberkommen) reihen sich endlos aneinander und führen zu einer maßlos überfrachteten und irrsinnig verschachtelten Familiengeschichte, die zumindest bei mir irgendwann nur noch Ermüdung und den Wunsch nach der letzten Seite hervorgerufen hat. Klar ist Leben, familiäres und normalmenschliches Miteinander extrem kompliziert und führt immer zu mehr oder minder großen Verwicklungen und Ausfallerscheinungen, aber so wie das hier in dieser durch und durch von ihrer Religion bestimmten und vereinnahmten Familie (inclusive der Trennung der Eltern) gelebt und praktiziert wird, hat es sich meinem (Empathie)Verständnis als Leser weitgehend entzogen.

  19. Cover des Buches Myst - Das Buch Atrus (ISBN: 9783404204960)
    Rand Miller

    Myst - Das Buch Atrus

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Ava_lon

    Inhalt

    Erzählt wird Euch die Geschichte von Atrus, dem Sohne Gehns und letzter des Volkes der D’ni. Einsam wächst er bei seiner Großmutter auf, bis eines Tages sein Vater kommt und ihn in das versunkene Reich der D’ni entführt. Dort erlebt Atrus wie sein Vater ganze Welten entstehen lässt, allein mit Hilfe des geschriebenen Wortes. Welten in denen er als Gott verehrt wird – und gefürchtet, denn eine Welt die er schuf, kann er ebenso leicht wieder zerstören. Und kann man sich gegen einen selbstherrlichen Gott auflehnen, ohne vernichtet zu werden?

    Atrus wagt das Unmögliche und wird von Abenteuer zu Abenteuer getrieben, von Welt zu Welt.

    Cover

    Bei mir zu Hause im Bücherregal steht die Schmuckausgabe von 1998, deren Cover mich damals magisch angezogen hat. Schlicht, fast schon puristisch in der Aufmachung und trotzdem ein Buch welches sofort auffällt.

    Mein Eindruck

    Es ist für mich ein Re-Read und ich fühlte mich sofort wieder zurück versetzt in die Welt von Myst. Myst ist ursprünglich ein Computer-Adventure-Spiel gewesen und wie in Adventure-Spielen üblich, musste der Spieler neue Gegenden erforschen, die Funktionsweisen von Maschinen erkennen und so allmählich ein logisches Puzzle zusammensetzen, um an das Ziel des Spiels zu gelangen. 

    Die Romanreihe dokumentiert nun den Hintergrund der Geschichte rund um Myst und wurde 2 Jahre nach dem Erscheinen des Computerspiels veröffentlicht. In diesen Büchern geht es um die Geschichte der D'ni, von der Entdeckung und des Untergangs der Zivilisation von D'ni, der Kindheit von Atrus und seine Bemühungen, das alte D'ni wieder zum Leben zu erwecken.

    Obwohl ich das Spiel nicht kannte, habe ich mich damals gleich in diese Fantasy Geschichte verliebt. Der Schreibstil ist fließend und die Worte haben mich auf die Reise ins Land der D’ni mitgenommen. Ich konnte mir vieles sehr gut vorstellen, die Beschreibungen der Wüste ist ebenso gelungen wie die Höhlen tief unter der Erde. Das einfache Leben von Atrus und seiner Großmutter hat mich fasziniert, ebenso wie die Experimente von Atrus. Der Versuch eine Batterie zu entwickeln und zu bauen hat mich begeistert. 

    Gefallen haben mir auch die Schwarz – Weiß Zeichnungen, die das geschriebene Wort unterstützten und die Bilder im Kopf nochmal präzisierten. 

    Atrus ist ein wunderbarer Junge, der von seiner Großmutter liebevoll, wenn auch streng, in die Natur und deren Gesetzmäßigkeiten eingewiesen wird. Allein schon diese ersten Kapitel zeigen die eine Welt auf, die ich bis dahin nur selten in Fantasy Büchern erlebt habe.

    Auch im späteren Verlauf ist es spannend zu lesen, wie Atrus ein neugieriger Junge immer mehr erkennt wie verblendet sein Vater ist, der ihn ohne zu fragen einfach von der Großmutter weggeholt hat. Atrus lernt nun die Welten seines Vaters kennen und dessen Größenwahn. Das geschriebene Wort und die Gedankenwelt stehen im Vordergrund und es verdeutlicht die Macht der Gedanken und der gesprochenen Worte. Atrus ein aufgeweckter, neugieriger und intelligenter Junge lernt dazu. Er lernt die Spielregeln und auch welche Züge er tätigen muss, um sich von seinem Vater zu lösen und einen eigenen Weg zu beschreiten.

    Es ist spannend.

    Fazit

    Unabhängig von dem Spiel ist Myst ein sehr guter Auftakt der Trilogie und ein Buch welches Fantasy Liebhaber sehr gut gefallen kann. Ich habe es gerne wieder aus dem Bücherregal hervorgeholt und gelesen.

  20. Cover des Buches Kramer gegen Kramer (ISBN: 9783498008499)
    Avery Corman

    Kramer gegen Kramer

     (17)
    Aktuelle Rezension von: neenchen
    Vor über 40 Jahren kam der kluge Roman „Kramer gegen Kramer“ des Schriftstellers Avery Corman auf den Markt. In den Jahren des gesellschaftlichen Aufbruchs gab er Männern und Frauen eine Stimme, die in alten Beziehungsmuster gefangen waren und darin nicht ihr Glück finden konnten.

    Als Ted und Johanna ihren Erstgeborenen Billy bekamen, war die Rollenverteilung klar. Ted arbeitete weiter und sorgte dafür, dass genug Essen auf dem Tisch stand und Johanna blieb natürlich bei Billy zu Hause. Mit den Jahren möchte Johanna wieder anfangen zu arbeiten, doch Ted verbietet es ihr. Eines Tages kommt er nach Hause und Johanna ist gegangen und hat Billy dagelassen. Freunde und Familie wissen ebenfalls nichts. Doch statt sich weiter um den Verbleib von Johanna zu sorgen, muss Ted jetzt einen Weg finden als alleinerziehender Vater in New York seinen Sohn versorgen. 

    Der 1935 in New York geborene Schriftsteller Avery Corman verfasste nicht nur fleissig Theaterstücke, Drehbücher und Zeitungsartikel, sondern 1977 auch seinen Debütroman „Kramer gegen Kramer“. Dieser mauserte sich schnell zum Bestseller und wurde deshalb zwei Jahre später mit Dustin Hoffman und Meryl Streep in den Hauptrollen unter der Regie von Robert Benton verfilmt. Warum dieses Buch damals und auch noch heute so gut funktioniert, ist der messerscharfe Blick auf etablierte Familienstrukturen. Auf den ersten Blick wirken Ted und Johanna wie ein modernes Paar, aber sobald sie ein Kind erwarten, fallen sie in die klassische Rollenverteilung zurück. Doch Johanna ist keine Frau, die nur Mutter sein will. Aus ihrer Perspektive erfährt man die Sicht einer unglücklichen Frau, die gefangen zu sein scheint. Das müsste zum Zeitpunkt des Erscheinens des Buches ein Novum gewesen sein. Der Autor schafft es, dass man sich schnell auf Johannas Seite schlägt und die Ungerechtigkeit spürt, die sie empfindet, so dass jeder Leser den radikalen Schritt ihrerseits unterstützt. Danach gelingt ihm ein Kniff, der mit dem Verschwinden der Mutter einsetzt, womit sich Ted als Alleinerziehender behaupten muss. Nach wenigen Kapiteln ist der Leser überzeugt, dass alles so seine Richtigkeit hat und Johannas erneutes Auftauchen wie ein Eindringen wahrgenommen wird. Hier findet ein starker Sympathieübergang statt. Neben den beiden Perspektiven, die hier dargelegt werden, spricht der Roman noch andere wichtige, gesellschaftliche Themen an, wie Arbeitslosigkeit, ein fehlendes soziales Auffangsystem und die Wahrnehmung von alleinerziehenden Personen in der Gesellschaft. All das schreibt Avery Corman in seinem schmalen Büchlein mit klarer, äußerst sachlicher Sprache und kommt ohne Umschweife zum Punkt. In diesen Schreibstil, der abgeklärter als seine Geschichte wirkt, muss sich der Leser zwar erst hineinversetzen, aber das funktioniert nach kurzer Zeit recht gut. Doch nicht die sprachliche Ausgestaltung macht dieses Buch so eindringlich, sondern, dass es sich traut Themen anzusprechen, die ansonsten im Privaten verborgen bleiben. 

    Fazit: Der mittlerweile über 40 Jahre alte Roman „Kramer gegen Kramer“ erzählt nicht nur von einem vergangenen New York und wirft wichtige Fragen auf, um zum Umdenken zu animieren. Sondern er funktioniert auch in heutiger Zeit noch, vor allem als kluge Familienstudie. Der Autor Avery Corman erzählt hier in seinem Debütroman von den Schwierigkeiten einer Familie und schaut hinter die Fassade der klassischen Rollenverteilung. Er schafft es, die Sympathien richtig zu verteilen, so dass der Leser selbst zwischen den Stühlen steht. Das macht Cormans „Kramer gegen Kramer“ auch heute noch zu einem wertvollen Roman, der auch leicht lesbar ist.   

    Doreen Matthei - testkammer.com

  21. Cover des Buches Jenseits von Eden : Roman. John Steinbeck. Aus d. Amerikan. von Harry Kahn (ISBN: B00EH0XOMK)
  22. Cover des Buches Meinen Hass bekommt ihr nicht (ISBN: 9783764506025)
    Antoine Leiris

    Meinen Hass bekommt ihr nicht

     (83)
    Aktuelle Rezension von: la_chienne

    "Meinen Hass bekommt ihr nicht" von Antoine Leiris ist ein Buch, das, trotz nur knapp 150 Seiten Umfang, so intensiv und eindringlich ist, wie kaum etwas, das ich bisher gelesen habe.

    Antoine Leiris verlor am 13. November 2015 seine Frau Hélène, die an diesem Tag zusammen mit 89 weiteren Menschen im Konzertsaal Bataclan Opfer der Terroranschläge in Paris wurde.
    Sein Brief an die Attentäter, in Form eines Facebook-Posts, ging um die Welt.
    In seinem Buch erzählt Leiris, wie er die Tage nach dem Anschlag erlebte, wie er vom Tod seiner Frau erfahren hat, wie er versucht, das ihrem gerade 17 Monate alten Sohn zu erklären und wie er mit seiner Trauer umgeht.
    "Der Hass ist ein Instinkt. Ich weiß immer, dass er da ist, aber ich halte ihn an der kurzen Leine, um zu verhindern, dass er die Herrschaft über mein Leben übernimmt."
    Er lässt sich nicht vom Hass der Terroristen anstecken, da Hass nichts lösen kann, sondern stemmt sich diesem mit seinen Worten entgegen.
    Leiris Trauer und Leid, wie er sein Gefühl des Verlusts, die Allgegenwart der Abwesenheit von Hélène, das Alleinsein mit der Verantwortung für ihren Sohn beschreibt, ist auf jeder Seite schmerzlich spürbar und hat mich tief berührt. Doch verbreitet er mit seiner Geschichte dennoch auch Hoffnung. Die Hoffnung, trotz allem ein Mensch zu bleiben und die Gewissheit, dass es auch nach solch unfassbaren Ereignissen im und mit dem Leben weitergeht.

  23. Cover des Buches Der Jünger des Teufels (ISBN: 9783404270361)
    Glenn Meade

    Der Jünger des Teufels

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Disturbia
    Der Thriller beginnt mit der Hinrichtung eines Serienmörders, der die FBI-Agentin, die ihn "geschnappt" hat, beiwohnt. Kurz vor seinem Tod schwört der Bösling Rache. Und kurz nach seinem Tod geschehen weitere Morde, die zweifelsohne die Handschrift des Toten tragen. Wie das? Ist er tatsächlich aus der Hölle zurück? Ist er vielleicht gar nicht gestorben, gar nicht tot also? Oder ahmt ihn nur jemand nach? Verzwickt, fast schon spannend. Dazu gibt es - mal wieder - eine sich anbahnende Lovestory in den Reihen der Ermittler, die zärtlich die Hand auflegt, erwartungsvoll schaut und hin und her gerissen ist. Gähn, muss ich im Thriller nicht haben. Erstaunlich, dass selbst ein Mann sich nicht verkneifen kann, solch Unsinn in die Story einzuflechten. Ach ja: Einen bösen, fiesen Polizisten haben wir auch noch, "blind vor Hass"... Alles in allem ganz nett, wäre der Schmusekram nicht gewesen, hätte es für drei Sterne gereicht.
  24. Cover des Buches Danny oder die Fasanenjagd (ISBN: 9783866158139)
    Roald Dahl

    Danny oder die Fasanenjagd

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Jagusch

    Es ist geschafft, das war das letzte Roald Dahl Buch, das ich zu Hause liegen hatte und noch nicht gelesen habe. Ich muss mir aber noch zwei oder drei kaufen.

    Eigentlich wollte ich das Buch schon im Januar fertig lesen, doch das Leben kam dazwischen und einige gesundheitliche Probleme, alles was absolut nichts mit dem Buch zu tun hat. Deswegen hat es allerdings etwas gedauert bis ich das Buch fertig gelesen habe.

     

    Das Buch selbst gehört nicht zu meinen absoluten Favoriten von ihm aber es war dennoch unheimlich schön und richtig unterhaltsam. Ich liebe Bücher deren Fokus auf Kind-Eltern Beziehungen liegen. Besonders hier die enge Verbindung zwischen Danny und seinem alleinerziehendem Papa. Die Geschichte an sich war einfach richtig lustig und hat mir total gefallen.

     

    Ein Highlight war für mich die Gute Nacht Geschichte mit dem BFG.

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