Bücher mit dem Tag "vaterschaft"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "vaterschaft" gekennzeichnet haben.

81 Bücher

  1. Cover des Buches Das Rosie Projekt (ISBN: 9783944668604)
    Graeme Simsion

    Das Rosie Projekt

    (1.474)
    Aktuelle Rezension von: Brina_10

    Don Tillmann weiß, das soziale Interaktion nicht sein Fachgebiet ist. Als Professor und Forscher, der Umgang mit Analysen und rationalen Gedanken hingegen schon. Was liegt also näher als einen Fragebogen zu erstellen? Einen Fragebogen, um die perfekte Ehefrau zu finden? Don ist begeistert von seiner Idee und weiß, das sie erfolgreich sein kann. Doch dann trifft er Rosie. Rosie, die alle Fragen sprengt und sich einfach nicht um den Fragebogen schert, weil sie ein ganz anderes Ziel hat: Ihren leiblichen Vater zu finden.

    Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Es war erfrischend und einfach mal etwas total anderes. Und auch, wenn Don stellenweise echt anstrengend war, war es genau diese überzogene Darstellung, die das Buch für mich so einzigartig gemacht hat.

    Don und Rosie verfolgen ein gemeinsames geheimes Projekt. Und auch hier ist die Darstellung total überzogen und wahrscheinlich wenig realistisch. Aber genau das, macht es so einfach, sich auf das Buch einzulassen. Es besticht durch seinen trockenen Humor und einzigartige Charaktere.

    Das Buch vereint sämtliche Klischees und regt genau deshalb dazu an, nachzudenken. Seine eigene Einstellung zu hinterfragen, andere Perspektiven einzunehmen und die Geschichte einfach auf sich wirken zu lassen. Irgendwie kann sich sicher jeder in diesem Buch ein stückweit wiederfinden und das macht es so einfach, das Buch zu mögen.

    Ich habe den Schreibstil, den Humor, die Protagonisten und alles andere an dem Buch einfach sehr gemocht und freue mich schon total auf die anderen Bände.

  2. Cover des Buches Be with Me (ISBN: 9783492305730)
    J. Lynn

    Be with Me

    (876)
    Aktuelle Rezension von: mxchellex678

    Be with Me hat für mich etwas gebraucht, bis es mich komplett gepackt hat. Am Anfang war ich noch unsicher, da mich die Story nicht sofort in den Bann gezogen hat. Doch je weiter ich gelesen habe, desto spannender und emotionaler wurde es.


    Die Beziehung zwischen Teresa und Jase entwickelt sich auf eine Weise, die realistisch wirkt, und es gibt viele Momente, die mich berührt haben. Besonders stark fand ich, wie die Autorin ernste Themen in die Handlung einwebt, ohne dass es überladen wirkt. Gleichzeitig gibt es aber auch diese süßen und leichten Szenen, die den perfekten Ausgleich schaffen.


    Im Verlauf passieren einige Dinge, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe – das hat die Geschichte für mich noch intensiver und überraschender gemacht. Jennifer L. Armentrout schafft es einmal mehr, eine Balance zwischen Romantik, Drama und Humor zu halten, die einfach Spaß macht zu lesen.


  3. Cover des Buches Cassardim 2: Jenseits der Schwarzen Treppe (ISBN: 9783522506984)
    Julia Dippel

    Cassardim 2: Jenseits der Schwarzen Treppe

    (532)
    Aktuelle Rezension von: insanebookperson

    Heute habe ich euch den zweiten Teil der Cassardim Reihe mitgebracht, den ich wieder sehr schnell inhaliert habe! Langsam aber sicher beginnt Amaia die Welt Cassardim zu und ihre Eigenheiten zu verstehen und auch keinen Moment zu spät, denn sie ist, ob sie will oder nicht, dazu bestimmt eines Tages die Kaiserin zu werden. Doch wird Amaia dem Druck und den Intrigen am Kaiserhof trotzen können? Gemeinsam mit Noár, seinen Freunden und ihrer Geisterfreundin versucht sie nicht nur ihre Geschwister und Noár und seine Freunde, sondern auch ihr Herz zu schützen. Kann sie überhaupt jemandem trauen?

    Ich habe wieder alles an diesem Buch geliebt, ich habe ja bereits von den Charakteren geschwärmt und stehe immer noch zu allem, was ich in der vorherigen Rezi auch gesagt habe! Die Twists und der Herzschmerz haben das Buch zu einer Sucht von mir werden lassen und ich weiß, dass ich mich wiederhole, aber ich habe Angst den letzten Band der Reihe zu Lesen hahaha.

  4. Cover des Buches Die Straße (ISBN: 9783644050518)
    Cormac McCarthy

    Die Straße

    (710)
    Aktuelle Rezension von: gosureviews

    Cormac McCarthys Die Straße ist ein Roman, der nicht gelesen, sondern erlitten wird. Eine Welt nach dem Untergang, ein Vater, ein Sohn, ein Weg. Mehr braucht McCarthy nicht, um eine Geschichte zu erzählen, die wie ein Prüfstein für unsere Vorstellung von Menschlichkeit wirkt. Was bleibt vom Menschen, wenn die Welt verschwunden ist, die ihn hervorgebracht hat? Vielleicht nichts als die Fähigkeit, weiterzugehen.

    Man begleitet diese beiden Gestalten auf ihrer Wanderung durch eine Landschaft aus Asche, in der es keine Vögel, keine Farben und keine Zukunft gibt. Die Ursache des Untergangs bleibt ungesagt, und gerade darin liegt die Kraft des Romans. Denn es geht nicht um das Wie, sondern um das Danach, nicht um Apokalypse als Spektakel, sondern um das stille, zähe Überleben im Schweigen. McCarthy schreibt nicht, um zu erklären, sondern um zu zeigen, was geschieht, wenn Sprache und Sinn sich auflösen.

    Sein Stil ist karg, fast asketisch. Kurze Sätze, die wirken, als hätten sie selbst den Atem verloren. Dialoge, die aus dem Nichts kommen und wieder ins Nichts fallen. Diese Sprache verweigert alles Überflüssige, jede Rhetorik, jede Auflösung. Sie ist ein kaltes Feuer, das sich an seiner eigenen Sparsamkeit wärmt. In ihrer Reduktion erreicht sie eine poetische Klarheit, die man kaum aushält. McCarthy schreibt, als wäre jedes Wort eine letzte Münze im zerfallenden Haushalt der Sprache.

    Im Zentrum steht jedoch nicht das Elend, sondern die Liebe. Der Vater, der den Sohn beschützt, der Sohn, der mit seiner reinen Güte die moralische Balance des Buches trägt. In dieser Beziehung steckt die ganze Widersprüchlichkeit des Menschen. Die Liebe gebiert Gewalt, der Schutz führt zur Zerstörung, die Fürsorge ist zugleich Fluch und Segen. Und doch ist sie das Einzige, was bleibt. „Das Feuer bewahren“ – dieser Satz wird zum Mantra, zum Sinnbild eines Restfunkens, der noch nicht erloschen ist.

    Es wäre leicht, McCarthys Roman als deprimierend abzutun. Tatsächlich ist er das Gegenteil: ein stilles Glaubensbekenntnis ohne Religion. Denn ausgerechnet in der Asche, im völligen Verlust von Hoffnung, bleibt ein Moment des Lichts. Der Junge ist kein Kind aus Fleisch und Blut, sondern eine Idee. Eine Erinnerung daran, dass Güte möglich ist, auch wenn Gott längst verstummt ist.

    Natürlich verlangt dieses Buch dem Leser einiges ab. Es ist monoton, in seiner Wiederholung fast quälend, und doch genau dadurch wahrhaftig. Wer durchhält, wird belohnt – nicht mit Trost, sondern mit Erkenntnis. McCarthy gelingt das seltene Kunststück, das Grauen so zu zeigen, dass daraus Würde entsteht.

    Die Straße ist kein Roman für die Nachtlektüre, kein Trostspender für zwischendurch. Es ist ein moralisches Experiment, eine literarische Grenzerfahrung. Man legt es aus der Hand und hat das Gefühl, etwas gesehen zu haben, das man nicht hätte sehen dürfen. Und vielleicht ist genau das die Aufgabe der großen Literatur: uns zu erinnern, dass selbst in der Verlorenheit noch ein Rest Menschlichkeit brennt.

    Wer sich dieser Erfahrung akustisch hingeben möchte, sollte unbedingt zur Hörbuchfassung greifen, gelesen von Christian Brückner. Seine Stimme verleiht dem Text eine fast biblische Gravität, eine Ruhe, die nicht tröstet, sondern durchdringt. Brückner liest nicht, er trägt – so wie Vater und Sohn das Feuer tragen. Es ist eine kongeniale Interpretation, die den Roman nicht nur begleitet, sondern vervollständigt.

  5. Cover des Buches Acht Berge (ISBN: 9783328602026)
    Paolo Cognetti

    Acht Berge

    (210)
    Aktuelle Rezension von: Da_Maris

    In diesem Buch taucht man ein in eine ganz andere Welt: In die Abgeschiedenheit und Einfachheit der italienischen Berge. Diese so ganz andere Szenerie hat mir gut gefallen. Cognetti gelingt es wunderbar, die Charaktere seiner Figuren herauszuarbeiten, v.a. ihre sozialen (In)Kompetenzen. Als Leser begleitet man Pietro über die Jahre und man kann erkennen, wie er und die anderen Figuren sich mit der Zeit entwickeln und dabei doch immer sie selbst bleiben. Dazwischen gibt es viele Landschaftsbeschreibungen, die man am liebsten mit eigenen Augen sehen würde - die meisten zumindest.

  6. Cover des Buches Mein Leben nebenan (ISBN: 9783570312032)
    Huntley Fitzpatrick

    Mein Leben nebenan

    (145)
    Aktuelle Rezension von: Phija

    "Mein Leben nebenan" ist die Fortsetzung von "Mein Sommer nebenan". Diesmal geht es jedoch nicht um Sam und Jase oder um Alice und Tim. Das Buch lag jetzt mittlerweile echt ewig auf meinem SUB. Diesen Sommer habe ich es endlich aber geschafft, es von dort zu erlösen! Wie auch schon der erste Teil war das auch einfach eine total süße Sommer-Romance. Dabei reicht es völlig aus, den ersten Teil grob im Kopf zu haben. Details brauch man da wirklich keine.

    Alice und Tim waren super sympathische Charaktere. Ihre Probleme waren sehr nachvollziehbar und ließen einen richtig mitfühlen. Gerne hätte ich jedoch noch etwas mehr von Jase und Sam aus dem ersten Teil mitbekommen, das war aber leider nicht der Fall. Die beiden verblieben wirklich das ganze Buch hindurch sehr blass.

    Der Schreibstil an sich war auch sehr leicht zu lesen, genau das, was ich mir bei einem Sommerbuch auch wünsche. Jedoch kam es manchmal vor, dass sich die ein oder andere Szene einfach etwas unnötig angefühlt hatte. Da hätte ich mir gewünscht, dass das Buch dann doch etwas kompakter gewesen wäre. Aber alles in allem konnte man sich dort gut treiben lassen.

    Wer ein Sommerbuch ohne spice sucht, das einfach entspannt zu lesen ist, kann mit der Reihe absolut nichts falsch machen. Die Bücher sind mittlerweile auch echt alt, also kann man sie auch wirklich schon für wenig Geld gebraucht kaufen! Wer also seinen Mindestbestellwert auffüllen muss, sollte definitiv zu diesen Büchern greifen!

  7. Cover des Buches Der Rosie-Effekt (ISBN: 9783596521180)
    Graeme Simsion

    Der Rosie-Effekt

    (462)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Ich verbrachte fast zwei Wochen mit der Lektüre von „Dewhursts Lehrbuch zu Geburtshilfe und Gynäkologie (Achte Ausgabe)“ sowie dem Studium von Internet-Videos und entschied, dass alle Theorie durch praktische Erfahrungen ergänzt werden müsse. Es war, wie ein Buch über Karate zu lesen – hilfreich bis zu einem bestimmten Punkt, aber unzureichend als Vorbereitung auf einen Kampf.«

     

    Don Tillman, Professor für Genetik und allgemein ein wissenschaftliches Genie, hat es im Vorgänger-Band zu seiner eigenen Überraschung geschafft, eine Frau fürs Leben zu finden. Das Rosie-Projekt hatte den Asperger-Autisten vor enorme Herausforderungen gestellt, die in diesem Band allerdings noch gesteigert werden, denn Rosie ist schwanger.

    Don will wie immer alles richtig machen und geht die Sache höchst engagiert und wissenschaftlich an. Was bei Rosie, die sich viele Sorgen macht, gar nicht immer gut ankommt. Kann Don überhaupt ein guter Vater sein? Nicht nur Sozialarbeiterin Lydia hat daran gewaltige Zweifel und Don, der neben dem Baby-Projekt noch versucht, die Ehen seiner besten Freunde zu retten, kommt an seine Grenzen…

     

    Nachdem ich das Rosie-Projekt gelesen hatte, war mir klar, dass ich das Leben dieser wunderbaren Menschen weiterverfolgen wollte. Don hat mit seiner ganzen Art sofort mein Herz erobert und ich bewunderte den Mut und die Aufrichtigkeit, mit der er sich seinen Schwierigkeiten stellt. Beim Lesen konnte ich einige Male herzhaft lachen, an anderen Stellen litt ich richtig mit. Gegen Ende wurde es so spannend, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen mochte. Es gibt zum Glück noch einen dritten Band und der wird bald bei mir einziehen.

     

    Fazit: Ein wundervolles Buch, so berührend und lustig zugleich. Ich bin jetzt großer Don Tillman Fan!

  8. Cover des Buches Was ich nie gesagt habe (ISBN: 9783423218924)
    Susanne Abel

    Was ich nie gesagt habe

    (270)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Nachdem der Nachrichtenmoderator Tom Monderath im ersten Teil mit der Vergangenheit seiner Mutter Greta konfrontiert wurde, konzentriert sich der zweite Teil auf Toms Vater Konrad. Das ist nicht minder spannend und interessant erzählt, denn ebenso wie Greta hat der verstorbene Konrad eine dramatische Lebensgeschichte. Aufgerollt wird dies durch Henk, der sich dem verblüfften Tom als holländischer Halbbruder wortwörtlich an den Hals wirft.

    Gekonnt erzählt  Susanne Abel wieder auf zwei Zeitebenen, läßt Kriegs- und Nachkriegszeit sowie die Jahre des deutschen Wirtschaftswunders lebendig werden und zeichnet das schwierige Verhältnis zwischen Tom und Konrad nach. Überzeugend fügen sich die bekannten und die neuen Lebensläufe zusammen und beleuchten ein neues spannendes, unglaubliches Kapitel Realität.

    Es gibt ein Wiedersehen mit Jenny, der patenten Helga Schmitz und Aufnahmeleiter Lars "Jens" Heuser. Ob er das rote BMW Cabrio endlich bezahlt hat?

    Ein extrem kurzweiliger, bewegender und lesenswerter Roman.


  9. Cover des Buches Am Ende aller Zeiten (ISBN: 9783596037056)
    Adrian J Walker

    Am Ende aller Zeiten

    (188)
    Aktuelle Rezension von: Punika-1

    Dystopien/Postapokalypse und ich wir sind dicke miteinander. Deswegen musste ich dieses Buch unbedingt haben. Es klang nach "the walking dead" nur ohne Zombies. In der Grundstory stimmte das auch. Allerdings fand ich es schade, dass es hier nur um England ging. Das hat es ein wenig unrealistisch für mich gemacht. Vom erzählen her, gibt es nur eine Hoffnung - ein Schiff. Wenn die ganze Welt untergegangen wäre, würde das ein Ziel sein, welches ich verstehe. Aber so denke ich mir, warum keine Hilfe von auswärts gekommen ist. Aber gut - vielleicht denke ich zu viel.


    Dennoch hatte das Buch durch das viele Rum laufen, bei dem Nichts passiert ist und durch regelmäßiges vergangenheits reflektieren seine Längen. Dennoch ein gutes Buch, bei dem man eine Entwicklung des Protas erleben kann, unterschiedliche Menschengruppen, die sich neue Systeme aufbauen (nicht unbedingt zum guten). Allerdings ist das Ende etwas offen geblieben, was ich sehr schade fand.

  10. Cover des Buches Schweig wie ein Grab (ISBN: 9783442715954)
    Tessa Korber

    Schweig wie ein Grab

    (9)
    Aktuelle Rezension von: heinoko

    Geschmackloses Detail verleidet das Lesen

     

    Da ich die zwei Vorgänger-Bände in der Reihe der Bestatter-Krimis der Autorin nicht kenne, kann ich nicht klar sagen, welche Ursachen meine streckenweise beim Lesen entstandene Verwirrung hatte. Unkenntnis der früheren Geschichten? Vielleicht. Das sollte jedoch ein Schriftsteller bei Folgebänden berücksichtigen und notwendige Informationen einstreuen. Oder lag es an der Fülle von Namen, dem Auftreten von Personen, die letztlich keine wirkliche Relevanz für das Geschehen hatten? Auf jeden Fall ist angebracht, das Buch zügig durchzulesen, um nichts durcheinander zu bringen.

     

    Die Handlung klingt schauriger als sie tatsächlich ist: Die Bestatter Anders & Anders, Onkel und Neffe, haben eine Vereinbarung mit dem örtlichen Kloster. Eine gestorbene Nonne muss allein vom Bestatter auf dem klostereigenen Friedhof begraben werden ohne Beisein anderer. Aber beim Ausheben des Grabes findet der Bestatter Viktor darin eine „frische“ Leiche…

     

    Das Buch hat sich leicht und schnell lesen lassen, bis auf meine gelegentlich oben erwähnten Verwirrungen. Eigentlich habe ich die ganze Geschichte viel eher als eine Persiflage auf das Krimi-Genre empfunden denn als ernst zu nehmenden Spannungsroman. Dazu wird einfach alles, egal ob Personen oder Geschehnisse, viel zu sehr übertrieben, vom Extrem- Autisten bis zur Kommissarin mit Lust auf Marihuana. Hervorstechend ist für mich eine gute Mischung zwischen humoresken Situationen, schlagfertig-fränkischen Dialogen und spannend bis merkwürdigen Ereignissen. Die einzelnen Charaktere haben mich allerdings psychologisch nicht wirklich überzeugt und waren mir allesamt nicht sympathisch, trotz des permanent durchscheinenden makabren Humors. Was ich jedoch gänzlich ablehne bzw. was mich empört, ist die absolute Geschmacklosigkeit der Autorin, wenn sie Protagonisten Katzen aus dem Fenster werfen lässt, und das mehrfach. Das ist für mich Grund genug, kein weiteres Buch der Autorin zu lesen!




  11. Cover des Buches Neujahr (ISBN: 9783442770540)
    Juli Zeh

    Neujahr

    (392)
    Aktuelle Rezension von: Lesens_werte_

    ES ist immer anwesend. Manchmal nur im Hintergrund, aber bereit jederzeit auszubrechen. Und dann hat er ES nicht im Griff und ES beherrscht ihn. Eigentlich hätte es für Henning ein entspannter Neujahrsurlaub mit Theresa und den Kinder auf Lanzarote werden sollen. Aber unerwartet begegnet Henning dabei seinem Trauma.

    Was wie eine gewöhnliche Beziehungskrise beginnt, entwickelt sich langsam zu mehr. Schon zu Beginn offenbart sich, dass Protagonist Henning psychische Probleme hat, ein unbewältigtes Trauma, aber er kennt den Ursprung nicht. Zielsicher erhöht Autorin Juli Zeh in ihrem, mit unter 200 Seiten eher kürzeren, Buch die Spannung. Was zunächst wie zwei unabhängige Geschichten erscheint, bietet am Ende den Schlüssel zu Hennings Problemen. Ohne große Dramatik und trotzdem tief emotional erfährt der Leser zu was Kindheitserinnerungen im Erwachsenenleben fähig sind. Einmal ein tolles Buch dieser großartigen Autorin.

  12. Cover des Buches Kühn hat zu tun (ISBN: 9783453428898)
    Jan Weiler

    Kühn hat zu tun

    (104)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 320 Seiten

    Verlag: Rowohlt Taschenbuch (21. Mai 2016)

    ISBN-13: 978-3499266829

    Preis: 11,00 €


    Spannender Krimi und mehr


    Inhalt:

    Kriminalhauptkommissar Martin Kühn, verheiratet mit Susanne, zwei Kinder, stolzer Besitzer eines Eigenheims, schwirrt der Kopf. In seiner Wohnsiedlung geht es drunter und drüber. Irgendwas stimmt mit dem Baugrund nicht, Neonazis bilden eine Bürgerwehr, ein kleines Mädchen ist verschwunden und hinter Kühns Garten liegt eine Leiche, aufs Übelste zugerichtet. 


    Meine Meinung:

    Dies ist der Auftaktband der Reihe um den Münchner Polizisten Martin Kühn. Er hat mir in seiner Vielseitigkeit ausgesprochen gut gefallen. Dicht an der Seite des sympathischen, aber auch ein bisschen verschrobenen Protagonisten erleben wir einige turbulente Tage mit polizeilichen Ermittlungen, aber auch einigen privaten Problemen, wobei sich alles irgendwie vermischt. 


    Besonders Kühns innere Monologe vermögen zu fesseln und bringen auch die Ermittlungen voran.  Was den Täter angeht, hatte ich zwar schon früh den richtigen Riecher, doch was genau dahintersteckt, hat mich letztendlich doch sehr überrascht und fasziniert.


    Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung für diesen tollen Kriminalroman.


    Die Reihe:

    1. Kühn hat zu tun

    2. Kühn hat Ärger

    3. Kühn hat Hunger


    ★★★★★

  13. Cover des Buches Verbotene Küsse in der Halbzeit (ISBN: 9781492845621)
    Poppy J. Anderson

    Verbotene Küsse in der Halbzeit

    (174)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Poppy ist eine meiner Lieblingsautorinnen, ich mag ihren Schreibstil und ihre Geschichten einfach. Deswegen habe ich auch diese Reihe verschlungen.


    verbotene Küsse in der Halbzeit ist ein spannendes aber auch lustiges Buch. Erin ist Wortgewand so wie schlagfertig. Was einfach herrlich ist als sie den arroganten Tom begegnet und er sie als Kindermädchen einstellt. Ich würde sagen, sie macht aus Tom einen besseren Menschen der sich nach und nach nicht immer nur um seine Arbeit, feiern und Frauen schert sondern bald auch in seiner Vaterrolle aufgeht. Viel versprechend.

  14. Cover des Buches Die kleine Villa in Italien (ISBN: 9783499014581)
    Julie Caplin

    Die kleine Villa in Italien

    (71)
    Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignified

    Auch dieses Buch lag schon eine ganze Weile auf meinem SUB. Eigentlich bin ich nicht so ein Fan von  Liebesgeschichten und doch hat mich „Die kleine Villa in Italien“ irgendwie berührt. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und war regelrecht traurig, als ich zum Ende kam.

    Nun aber der Reihe nach. In „Die kleine Villa in Italien“ geht es um Lia, die erst vor kurzem erfahren hat, dass ihr Erzeuger nicht ihr Vater ist, sondern der berühmte Schauspieler Ernesto Salvatore. Kurzentschlossen möchte sie ihren leiblichen Vater kennenlernen, doch scheitert bereits an dessen Agenten Raphael Knight. Dieser wittert nämlich eine weitere Erbschleicherin, die sich aus dem berühmten Namen einen Profit erhoffen möchte. Doch Lia lässt sich nicht so leicht abschütteln. Da sie keine andere Lösung findet und noch dazu Inspirationen für ihr neuestes Kunstprojekt finden muss, beschließt sie kurzerhand an die Amalfiküste zu reisen, wo Ernesto mit seiner Familie die Sommermonate verbringt. Doch wie soll sie an Raphael Knight vorbeikommen?

    Eigentlich kann ich es nicht wirklich leiden, das in solchen Liebesromanen immer millionenschwere Männer im Vordergrund stehen müssen. Mir wäre ein bisschen mehr Realität lieber, daher ist diese Lesesparte meist nicht wirklich meins – und doch muss ich dieses Mal gestehen, dass mich die Geschichte gefesselt hat. Der Schreibstil von Julie Caplin hat mich zurück in den Sommer katapultiert. Ich habe unmittelbar die Wärme gespürt, das Flair in Italien, ich konnte die vielen Gerichte förmlich schmecken und ich konnte mir vor allem Raphael Knight unfassbar gut vorstellen. Wahrscheinlich hat mich diese Geschichte einfach wegen diesen Umständen so unfassbar gut angesprochen. Die Liebesgeschichte war süß, die Theatralik manchmal groß und doch hat mich in den meisten Momenten diese einzigartige Idylle mitgerissen. Das Spice-Level hätte für meinen Geschmack etwas höher ausfallen können. Ich würde hier 1,5 von 5 Chilischoten vergeben. Wer also mit diesem Aspekt gar nicht anfangen kann, ist bei diesem Buch nicht verkehrt. Das Ende war für mich etwas zu schnell erledigt, wahrscheinlich weil ich mir zum Ende hin dann doch etwas mehr Dramatik gewünscht habe. Ich war aber bestens unterhalten und habe diese Geschichte regelrecht in mich reingezogen. Das war ein wunderbares Lesevergnügen und ist wahrscheinlich nicht einmal mein letzter Liebesroman gewesen. Es hat mich gepackt.

  15. Cover des Buches Pandatage (ISBN: 9783462001815)
    James Gould-Bourn

    Pandatage

    (269)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Seine Frau ist gestorben, sein Sohn redet kein Wort mehr, der Vermieter droht mit Knochenbrüchen und Danny verliert auch noch seinen Job auf der Baustelle. Das Buch beginnt wie die ultimative Katastrophe, in der Danny nur verlieren kann und das macht ihn gleich am Anfang so sympathisch.

    Als ich dachte, Danny könnte ich nicht noch mehr lieben, entfaltet sich die Beziehung zwischen ihm und seinen Sohn und plötzlich wird er zu dem Vater, den ich immer haben wollte: Aufopfernd, selbstlos und so traurig, wie ein Mann voller Probleme sein kann. Und doch gibt er nicht einfach auf, sondern kämpft verbissen weiter, damit das Leben seines Sohnes doch in einem Happyend endet!

    Auch wenn all das so schrecklich ist, schreibt der Autor in einem humoristischen Stil, als wollte er sagen, dass das Leben kein Platz für Traurigkeit ist. So habe ich es empfunden.

    Es ist ein schönes Buch, das dafür sorgt, dass jede Figur eine Seele bekommt und sie auf ihre eigene Art sympathisch werden. Sogar der Vermieter, der so ein gemeines A*loch ist, der in ein brennendes Kinderheim laufen würde, um die Möbel zu retten, wird auf seine Art irgendwie sympathisch. Nicht gleich supersympathisch, aber er bekommt trotz allem ein Gesicht und ich schwöre, ich würde echt ungern ihm Geld schulden. Irgendwie hänge ich an meinen Knochen.

    Der Stil ist fantastisch, lockerflockig und leicht zu lesen, und der Spannungsbogen ist so doll gespannt, dass ich das Buch nur schwer zur Seite legen konnte. Außerdem hat mir nach so langer Zeit das Lesen wieder richtig Spaß gemacht. Fast hätte ich vergessen, wie schön es sein kann, ein gutes Buch zu lesen.

    Von Anfang an habe ich mir gewünscht, dass das Buch in einem riesigen Happyend endet und auch in einer Liebesgeschichte, die Danny noch glücklicher macht. Und das heißt was. Wenn ein Autor dafür sorgt, dass ich seinen Figuren das Beste wünsche und nicht, dass ein Klavier auf seinen Kopf landet, dann macht der Autor eindeutig etwas richtig!

    Das Ende ist dann etwas zu gut ausgefallen. Da passieren so viele Happyends, dass die Glaubwürdigkeit schließlich darunter leidet und irgendwie fühlt es sich doch wie ein Tritt an, den der Autor dem Leser verpasst. Das hätte ich mir nicht so reibungslos gewünscht.

    Dennoch bleibe ich begeistert vom Buch und das liegt an meinem Vaterkomplex, der dafür sorgt, dass ich jedes Buch liebe, in der ein Vater liebevoll ist.

  16. Cover des Buches Wenn die Wellen leuchten (ISBN: 9783596297610)
    Patricia Koelle

    Wenn die Wellen leuchten

    (44)
    Aktuelle Rezension von: MamaSandra

    Inhalt:

    Rhea ist auf der Suche nach so einigem: ihrem Vater, dem Glück, einem Haus, einer Liebe und eine Fischschuppe… Rhea ist Anfang 20 und betreibt auf Amrum eine liebevoll selbstgestaltete Minigolfanlage. Mit den Eintrittskarten verteilt sie einen Satz aus einem Brief ihres Vaters in die Welt, in der Hoffnung, dass dieser sich irgendwann einmal meldet. Ihre Mutter Filine weiß nämlich selbst nicht einmal den Namen, denn er war ein Schiffbrüchiger, der nur kurz auf Amrum blieb, Filine aber eine wunderbare Zeit und ein Kind schenkte.

    Ein österreichischer Hotelier ist von der Minigolfanlage so begeistert, dass er Rhea einen Sommerjob in seinem Hotel anbietet. Es wäre das erste Mal, dass Rhea ihre geliebte Insel und das Meer herum verlässt.


    Schreibstil:

    Die Kapitel sind unterteilt in bestimmte Jahre und auf die Geschichten von Filine und Rhea. Stück für Stück erfährt man aus beider Leben den Verlauf mithilfe bestimmte Ereignisse. Filine wird als Kind beschrieben und zu der Zeit, in der sie plötzlich allein auf der Insel war bis hin zum Treffen mit dem geheimnisvollen Schiffbrüchigen. Rhea wird in verschiedenen Kindheitsetappen beschrieben und letztlich in der Gegenwart und man begleitet sie bis ins Alter von knapp 40-45 Jahren.


    Meine Einschätzung:

    Ich bin wieder sehr schnell im Schreibstil von Patricia Koelle versunken. Anfangs wieder irritierend waren die chaotischen Zeitsprünge, die mich schon in der Ostsee-Reihe etwas störten. Rhea ist mal 10, dann 8, dann wieder 12  usw. Die Rückblicke in die Kindheit sind sowohl bei Rhea als auch bei Filine zeitweise sehr durcheinander, aber es passt eben genau zur Geschichte. Ebenso war das Einschätzen vom Alter bestimmter Personen schwierig. So zum Beispiel bei Elvar, Skem, Drees und Lentje.

    Faszinierend war das fast schon philosophische Gerede über die Zeit. Die stille Geheime Zeit, die sich Rhea nimmt, hat etwas sehr Positives von dem sich heutzutage jeder etwas abgucken könnte. Ebenso schön eingebaut auch hier Seemannsgarn: die Geschichte vom Töveree Fisk. Einfach schön und fesselnd und stets zwischen Wirklichkeit und Realität. Ich glaube, das wird sich wieder durch die gesamte Reihe ziehen, wie die Bernsteinschiffe der Ostsee-Trilogie.

    Die Autorin war auch wieder sehr kreativ bei ihren Protagonisten. Wann kommt man schon auf die Idee einer solchen Gestaltung von Minigolfanlagen? Oder das Haus von Lentje und Drees. Ebenso war mir auch als Leser das Haus „Alrik Kwaas“ nicht geheuer. Man wird ganz neugierig, was es damit auf sich hat.

    Man trifft auch bekannte Gesichter wie Henny Badonin vom Darß und Kalle aus dem Buch „Die eine große Geschichte“.  Sehr gut fand ich auch die Rolle von Julian. Er spielt einen wichtigen Teil im Leben von Rhea, aber nicht wichtig genug, dass man die Jahre im Detail beschreiben muss. Das was die Autorin hier an Ausschnitten beschrieb, war völlig ausreichend.

    Kurzum habe ich schon nach den ersten Seiten Lust gehabt nach Amrum zu fahren. Ich bin froh die nächsten beiden Teile schon auf Vorrat zu haben, damit ich gleich weiterlesen kann.

  17. Cover des Buches Der weite Raum der Zeit (ISBN: 9783813506730)
    Jeanette Winterson

    Der weite Raum der Zeit

    (35)
    Aktuelle Rezension von: Giselle74

    "Der weite Raum der Zeit" ist ein weiterer Band der Hogarth Shakespeare-Reihe, in der bekannte Autoren Werke von Shakespeare auf ihre ganz besondere Art nacherzählen. In diesem Falle hat sich Jeanette Winterson dem "Wintermärchen" gewidmet.
    Die 1959 in Manchester geborene Winterson bekam schon für ihr Erstlingswerk "Orangen sind nicht die einzige Frucht" den angesehenen Whitbread-Prize. Inwischen ist sie eine weithin bekannte Feministin und Autorin, die diverse Bestseller veröffentlicht hat.

    Leo, MiMi und Xeno sind bereits sehr lange befreundet. Doch urplötzlich vermutet Leo, seine hochschwangere Frau MiMi habe eine Affaire mit seinem Jugendfreund Xeno. In rasender Eifersucht versucht er Xeno zu ermorden, lässt das neugeborene Mädchen Perdita wegschaffen und verliert bei dem Versuch, das Land zu verlassen, seinen älteren Sohn Milo am Flughafen. Nachdem auch MiMi gegangen ist, bleibt Leo allein zurück.
    Jahre später. Aus der kleinen Perdita ist eine junge Frau geworden, die sich durch Zufall in den Sohn Xenos verliebt. Und nach und nach lösen sie gemeinsam die Rätsel ihrer Vergangenheit.

    Wintersons Interpretation bewegt sich sehr nah am Original. Im Grunde ist der Roman eine Übertragung der Geschehnisse in die heutige Zeit. Erstaunlich ist, welche Wucht diese uralte Erzählung entwickelt, wenn man das Märchenhafte vorsichtig abstreift und Sprache und Setting dabei anpasst und wie glaubhaft diese doch eigentlich völlig unglaubhafte Geschichte dadurch wird. Winterson gibt ihren Charakteren einen Unterbau, eine Herkunft, die ihre Handlungsweise erklärt und sie nutzt die Gegebenheiten, die unsere Welt heute bietet. Es ist einfach, in einer Großstadt wie Paris spurlos zu verschwinden, ein Mädchen kann im ländlichen Amerika unbemerkt vom in London weilenden Vater aufwachsen und trotzdem ist alles nur wenige Flugstunden voneinander entfernt.
    Einzig der Strang um das Computerspiel mit den verlorenen Engeln ist für mich zu übertrieben, will sagen esoterisch dargestellt. Und eigentlich hätte das Buch ihn gar nicht gebraucht, denke ich, denn die Wirkung ist auch ohne herumflatternde Federn enorm.

    Das Schöne an den Büchern der Hogarth-Reihe ist, dass jeder Autor einen anderen Weg wählt, Zugang zu den Werken Shakespeares zu finden. Dass jedes Buch völlig anders ist in Stil, Umsetzung und Herangehensweise. Das zeigt, wie vielseitig dieses Werk ist, aber auch, wie viele Interpretationsmöglichkeiten es gibt. "Der weite Raum der Zeit" ist für mich eine sehr gelungene Mischung aus einem Teil Shakespeare und einem Teil Winterson. Jeanette Winterson verschwindet nicht hinter dem Meister, sie bringt ihren eigenen Stil und ihre eigenen Schwerpunkte in die Geschichte und schafft damit, nicht ganz mühelos, aber trotzdem sehr wirkungsvoll, den Spagat zwischen Alt und Neu, zwischen Gestern und Heute.

    Ich danke dem Knaus Verlag sehr herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.

  18. Cover des Buches Rockstars küsst man nicht (ISBN: 9783736319752)
    Kylie Scott

    Rockstars küsst man nicht

    (318)
    Aktuelle Rezension von: Elenas_bunte_buecherwelt

    Worum geht es?

    Lizzy steht unter Schock, als sie erfährt, dass sie schwanger ist. Und niemand anderer als Ben Nicholson, der Bassist der erfolgreichsten Rockband der Welt, ist der Vater. Eigentlich hatten die beiden nur einen One-Night-Stand, weil Ben keine Beziehung möchte. Lizzy dagegen schwärmt schon lange für den großen Kerl mit den vielen Tattoos. Während sie sich sicher ist, das Baby behalten und für es sorgen zu wollen, steht Bens Entscheidung noch aus. Wie soll er die Anforderungen, die ein Kind stellt mit seiner Freiheit als Rockstar vereinbaren? Ist das überhaupt möglich?


    Meine Meinung:

    Ich habe bisher jedes Buch von Kylie Scott sehr geliebt. Sie schafft es immer, mich sofort abzuholen und ich lese die Bücher meist in einem Rutsch durch. Es ist jedes Mal wieder überraschend, wie schnell sie enden, weil ich derart gefesselt bin.
    Es gibt oft Leser*innen, die ungewollte/plötzliche Schwangerschaften in Büchern nicht so gerne lesen. Ich habe kein Problem mit diesem Trope und fand die Schwangerschaft auch hier gut eingebaut.
    Obwohl Lizzy ihr Studium wegen des Babys nicht fortführen kann und sich auch ansonsten sehr umstellen muss, hat sie wirklich toll reagiert. Natürlich war sie perplex und überfordert, aber sie ist nie komplett durchgedreht. Das hat mir sehr gefallen.
    Dafür hat es Ben umso mehr den Boden unter den Füßen weggezogen. Einige Verhaltensweisen von ihm fand ich nicht so toll, aber dennoch verständlich. Außerdem hat er im Laufe der Handlung eine tolle Entwicklung hingelegt.
    Die Sache mit seiner Schwester jedoch wurde mir persönlich zu wenig thematisiert. Die Schwester wurde erst recht spät wieder erwähnt und der Konflikt nicht so wirklich behandelt. Hier hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Der Epilog war dann aber amüsant und hat mir gefallen.

    Fazit: Ein schöner Abschluss der Reihe.

  19. Cover des Buches Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran (ISBN: 9783104013633)
    Eric-Emmanuel Schmitt

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

    (773)
    Aktuelle Rezension von: FalkenFeder

    Was mir am meisten im Gedächtnis geblieben ist ist das Monsieur Ibrahim immer sagt "Der Koran ist das wichtigste für mich" und er sagt "Ich brauche den Koran nicht, das Leben lehrt einen" er rettet damit den jungen vor geistiger Verwirrung durch Missverständnis.

    Mir geht es eben so: in der Bibel steht "Jesus ist das Wort" also nicht die Bibel. Und da steht "ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben" da dachte ich "dann brauche ich ja die Bibel nicht! in der Bibel kann so vieles falsch verstanden werden, für viele gehört das Buch in den Giftschrank! Aus eigener Erfahrung und um Menschen zu schützen sage ich es auch"Jesus ist das Leben die Wahrheit und der Weg, lerne lieber davon, hör auf dein Herz!"

    Das andere in dem Buch das mir sehr im Gedächtnis geblieben ist ist das der junge mit einer Prostituierten schläft und ihr dann sein Kuscheltier schenkt weil ihm damit seine Kindheit genommen wurde.

    Ein Freund hat mir erzählt das er nach extremen Herzbruch mit einer Frau geschlafen hat ohne liebe und angefangen hat herum zu vögeln. Er sagt da ist in ihm etwas gestorben.

    Wobei ich anmerken muss das ich selbst wärend einem Brocken Heart Syndrom viel mit Prostituierten zutun hatte und sagen muss das es da viele Herzchen gibt und das es im Bordell oft eher so aussieht das dort oft wochenlang kein Sex stattfindet sondern dort traurig Männer sitzen die getröstet werden wollen, reden möchten und gestreichelt werden möchten. Mir hat eine Prostituierten das Leben gerettet. Ohne Bezahlung einfach weil sie ein gutes Herz hat. Wir haben geschrieben und sie hat mich aufgebaut. Ich wollte eigentlich noch einmal fühlen wie es berührt zu werden und mich dann umbringen. Wir haben aber nur sehr viel gechattet und sie gab mir neuen Mut und empfahl auf die richtige zu warten mit Liebe!


  20. Cover des Buches Daringham Hall - Das Erbe (ISBN: 9783404171378)
    Kathryn Taylor

    Daringham Hall - Das Erbe

    (303)
    Aktuelle Rezension von: Kristina_Ritter

    Das Cover in den Pastellfarben und mit den Rosen verziert finde ich sehr liebevoll gestaltet.
    Ich habe das Buch bereits vor Jahren schonmal gelesen. Es ist eins meiner Lieblingsbücher.
    Der Schreibstil ist wunderbar, man hat das Gefühl man ist mitten im Geschehen.
    Es geht um Ben, der nach East Anglia reist, um sein Erbe anzutreten und Rache an der Familie auszuleben, die seine Mutter schlecht behandelt hat. Durch einen unglücklichen Umstand verliert er allerdings zeitweise das Gedächtnis und kommt bei einer ansässigen Tierärztin Kate unter. Kate geht ihm mehr unter die Haut als sie sollte. Er lernt die Bewohner und Daringham Hall ganz unvoreingenommen kennen. Daringham Hall bedeutet Kate viel. Was wird Ben tun, sobald er sich erinnert? Ist Kate involviert oder weiß sie von gar nichts?
    Der Handlungsort ist sehr gut gewählt, ich fand es sehr passend und schön beschrieben. Kate ist eine liebevolle und aufmerksame Person. Sie nimmt aufgrund von Schuldgefühlen, einen fremden Mann bei sich auf. Ich finde Ben´s Rachewunsch verständlich und wenn er der Erbe ist, steht ihm das auch zu. Die Entwicklung der Beziehung der beiden fand ich so schön. Die sinnlichen Szenen waren schön und vernünftig beschrieben. Auch die beiden Freunde Tilly und Peter und deren Rangeleien mochte ich sehr gerne. Beide sind gute Freunde von Kate und Ben und stehen den beiden immer bei.
    Absolute Leseempfehlung für jeden der eine Liebesgeschichte an einem idyllischen Ort mit ein wenig Spannung, Geheimnissen und Emotionen lesen möchte.

    Habe jetzt auch nochmal das Hörbuch gehört und fand dies auch sehr gut. 

  21. Cover des Buches Orangenmond (ISBN: 9783453358416)
    Stefanie Gerstenberger

    Orangenmond

    (44)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Georg lebt mit seinem 10 jährigen Sohn Emil alleine. Er ist Witwer. Emils Mutter und seine verstorbene Frau Milena ist gestorben als Emil 5 Jahre alt war. Eines Tages findet Georg heraus, dass Emil nicht sein Sohn sein kann. Die Blutgruppen stimmen nicht überein. Georg wendet sich an Eva, Milena’s Schwester. Beide versuchen herauszufinden wer der Erzeuger von Emil sein kann. Da Milena eine berühmte und sehr attraktive Schauspielerin war, die überall sehr angesehen und  beliebt war, ist diese Aktion nicht so einfach. Doch dann ist klar, Eva, Georg, Emil und Georg’s Mutter Helga machen sich auf nach Italien um die Wahrheit herauszufinden.

    Ein recht netter Roman, man kommt gut in die Geschichte hinein. Mir persönlich war sie stellenweise etwas zu langatmig, ich hätte mir gewüscht, dass sie evtl. etwas kurzweiliger ist.

    Daher nur 3 Punkte.

    Das Buchcover finde ich sehr ansprechend. Gefällt mir sehr gut und macht viel Lust auf Urlaub.

  22. Cover des Buches Kaltherz (ISBN: 9783423220125)
    Henri Faber

    Kaltherz

    (238)
    Aktuelle Rezension von: Eyva_liest

    Das Schlimmste, was einer Mutter passieren kann: Sie verlässt für acht Minuten das Auto – und ihr Kind verschwindet spurlos. Für Kommissarin Kim Lansky ist dieser Fall die letzte Chance, sich zu beweisen. Sie setzt alles daran, das Kind zu finden, und gerät dabei in einen Strudel aus Lügen und der erschütternden Frage: Warum verschwinden in München so viele Kinder?


    Nachdem ich Locked In von Henri Faber verschlungen hatte, wollte ich unbedingt auch seine früheren Werke lesen. Und eines steht für mich jetzt schon fest: Faber gehört zu meinen neuen Lieblingsautoren.


    Er versteht es meisterhaft, hochspannende und emotional aufgeladene Thriller zu schreiben. Obwohl ich krank im Bett lag, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Es gab kaum einen Moment zum Durchatmen oder Nachdenken. Ständig taten sich neue Wendungen auf, und ich habe bis fast zum Schluss gerätselt, worum es hier eigentlich geht. Ganz überraschen konnte mich die Auflösung zwar nicht, doch das hat meiner Begeisterung keinen Abbruch getan.


    Besonders beeindruckt hat mich Fabers Talent, komplexe und authentische Figuren zu zeichnen. Seine Protagonisten haben Ecken und Kanten, sie wachsen einem nicht sofort ans Herz – und genau das macht sie so glaubwürdig. Ich mochte vor allem Kim Lansky mit ihrer rauen, starken Art und ihrem inneren Kampf. Eine Ermittlerin, die nicht nur mit dem Fall, sondern auch mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert wird.


    Zum Glück wartet hier noch ein weiterer Faber auf mich – und ich freue mich jetzt schon riesig auf das nächste Leseerlebnis.

  23. Cover des Buches Love & Gelato (ISBN: 9783959670913)
    Jenna Evans Welch

    Love & Gelato

    (124)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Das Motto für die Lesechallenge im August lautete: „Lies ein Buch mit einem englischsprachigen Titel“. Dies konnte ich ganz wunderbar mit meinem Wunsch verknüpfen, dieses Jahr noch eine typische Sommerlektüre zu lesen. Und so griff ich zu Love & Gelato von Jenna Evans Welch. Zugegeben, „Gelato“ ist eigentlich kein englisches Wort, aber die deutsche Ausgabe, die 2017 veröffentlicht wurde, trägt immerhin den englischen Originaltitel. 2022 folgte dann die Netflix-Adaption des Jugendbuches von den Machern von The Kissing Booth und To all the Boys I’ve loved before. Das Buch verspricht eine sommerliche Reise in die Toskana voller Sonnenschein, Liebe und Eiscreme, auf die ich mich sehr gefreut habe. 

    Die 16-jährige Carolina Emerson, kurz Lina, geht noch zur High School in Seattle, als ihre Mutter an Bauchspeicheldrüsenkrebs stirbt. Auf dem Totenbett verspricht sie ihrer Mutter, für einen Sommer zu ihrer Jugendliebe Howard in die Toskana zu ziehen. Kurz vor ihrem Abflug erfährt Lina von ihrer Großmutter, dass Howard nicht nur ein enger Freund ihrer Mutter, sondern auch ihr leiblicher Vater ist. Den Schock kann sie jedoch kaum verdauen, denn bei ihrer Ankunft erfährt sie, dass Howard Verwalter des Florence American Cemetery and Memorial ist, eine Gedenkstätte für über 4000 US-Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg in der Toskana gefallen sind. Jedes Mal, wenn sie aus ihrem Fenster schaut, erblickt sie die Reihen zahlloser weißer Kreuze, die an die Toten erinnern sollen. Kein Wunder also, dass sie sich am anderen Ende der Welt nicht zuhause fühlt. Doch dann trifft sie beim Joggen auf Lorenzo Ferrara, einen Jungen aus der Nachbarschaft, der sie mir der örtlichen Jugendclique bekannt macht. Und so beginnt für Lina der Sommer ihres Lebens voller Lasagne, Pizza, Pasta, Gelato und Schmetterlingen im Bauch. 

    „Ihr hattet doch auch schon mal schlechte Tage, oder?“, ist der erste Satz des Prologs. Die Ich-Erzählerin bricht zu Beginn die vierte Wand und spricht den Leser direkt an. Sie erzählt also zuerst im Präsens, bevor sie auf eine Retrospektive umschwenkt und dadurch ins Präteritum wechselt. Wenn Lina von schlechten Tagen spricht, meint sie nicht, dass man verschlafen oder den Bus verpasst hat, sondern die Tage, an denen ihre Mutter ihre Krebsdiagnose erhält und wenige Monate später im Krankenhaus stirbt. In gewisser Weise ist Lina also am Anfang der Geschichte am Tiefpunkt ihres Lebens, als sie nach Italien aufbricht. Love & Gelato ist mit annähernd 400 Seiten und 28 Kapiteln plus Prolog eine leichte Lektüre für den Sommer.

    Protagonistin ist die 16-jährige Lina Emerson, die als kleines und schlankes Mädchen beschrieben wird. Sie hat braune Augen und dunkles, lockiges Haar, das sie als störrisch bezeichnet. Laut eigener Aussage trägt sie Kleidergröße XS und ist sehr sportlich. Sie ist eine ausgezeichnete Langstreckenläuferin und schafft pro Woche mehr als 40 Kilometer. Lina ist neugierig, abenteuerlustig, mutig und manchmal ein wenig sarkastisch, weshalb ich sie schnell mochte. Zwar ist sie anfangs unnötig kalt und abweisend zu Howard, was ihm gegenüber nicht fair ist, aber man kann es ihr in ihrer Situation wohl kaum verdenken. Sie trauert noch um ihre verstorbene Mutter, soll plötzlich bei einem ihr fremden Mann in einem fremden Land auf einem gigantischen Friedhof leben, der ihr immer wieder den Tod ihrer Mutter vor Augen führt. Da kann man ihr ihre Gefühlsausbrüche und impulsiven Einfälle wohl kaum übel nehmen. Im Großen und Ganzen ist Lina also wirklich schwer in Ordnung.

    Typisch für ein Jugendbuch ist Evans Welchs Schreibstil leicht, flüssig und dialogorientiert. Die Sprache ist locker, alltagsnah und hat oft einen humorvollen Unterton, der mich immer wieder schmunzeln ließ. Die Seiten schmelzen dadurch unter den Fingern weg wie Eis in der Sommerhitze. Das Tempo bleibt meist zügig, obwohl sich die erzählte Zeit gerade mal auf etwas mehr als eine Woche beläuft. Immer wieder werden auch italienische Phrasen eingebettet, die teilweise nicht übersetzt werden. Sollte man wie Lina also kein Italienisch sprechen, wird man genau wie sie, manches nicht verstehen. Dadurch soll sich der Leser wahrscheinlich noch mehr mit ihr identifizieren können. Ich kann zumindest Französisch, was wie Italienisch eine romanische Sprache ist, weshalb ich mir immerhin ein paar Worte ableiten konnte. Die Atmosphäre ist einerseits romantisch und idyllisch, andererseits auch nachdenklich. Insgesamt gibt es am Stil nicht viel zu kritisieren, über eine Sache bin ich dann aber doch gestolpert: Als Lina an die Zukunft denkt, sagt sie: „Der Tag schien zwar noch Lichtjahre entfernt zu sein, aber…“ (S. 327). Dieser Fehler ist mir schon in mehreren Büchern aufgefallen und Evans Welch reiht sich damit bei anderen Jugendbuchautoren wie Elizabeth Miles oder Ransom Riggs ein. Also hier noch mal für alle zum Mitschreiben: Ein Lichtjahr ist die Strecke, die eine elektromagnetische Welle in einem Jahr im Vakuum zurücklegt (9,461 Billionen Kilometer). Wenn Lina hingegen meint, ein Tag läge noch sehr weit in der Zukunft, ist dies eine zeitliche Distanz und keine räumliche. Ich denke, dadurch wird deutlich, dass Love & Gelato sprachlich gut, aber nicht perfekt ist.

    Meine Erwartungshaltung an dieses Buch war eine süße, leichte Sommerromanze in Italien. Tatsächlich wurde ich aber positiv überrascht, denn es ging hier nicht nur um eine Lovestory zwischen zwei Teenagern, sondern um viel mehr. Die Geschichte handelt von Themen wie Verlust, Familie und Identität. Lina gelangt an das Tagebuch ihrer Mutter, das diese während ihrer Zeit in Italien geschrieben hatte. Dieses Tagebuch hilft Lina nicht nur, die Trauer zu bewältigen, sondern zeigt ihr auch ein Bild ihrer Mutter, das sie so noch nicht kannte. Lina kommen erste Zweifel, ob Howard wirklich ihr leiblicher Vater ist. Das Tagebuch birgt ein Geheimnis und so geht es plötzlich nicht nur um Linas Liebesgeschichte, sondern auch um die ihrer Mutter, dessen Ausgang ihr lange unbekannt ist. Linas erste große Liebe, ihre Beziehung zu Howard und das Tagebuch ihrer Mutter verflechten sich zu einer Coming of Age-Story, die den Spannungsbogen ganz natürlich aufrecht erhält, wodurch Love & Gelato nie langweilig wird.

    2022 erschien dann die Netflix-Verfilmung von Love & Gelato mit Susanna Skaggs und Tobia de Angelis in den Hauptrollen. Der Film kam extrem schlecht beim Publikum an und ist bei Rotten Tomatoes mit vernichtenden 20% bewertet. Einer der Gründe für die schlechten Kritiken ist das massive Abweichen von der Buchvorlage. Hier ein paar Beispiele: Im Buch hat Lina die High School noch nicht beendet und überlegt, nach dem Sommer ihren Abschluss an der American International School in Florenz zu machen. Im Film ist sie dagegen Medizinstudentin im ersten Jahr, wodurch Film-Lina manchmal unreif wirke, eben weil ihre Vorlage noch jünger ist. Außerdem reist Lina im Film nicht nach Florenz, sondern nach Rom, während sie im Buch nur einen Tagestrip dorthin macht. Es wurde also nicht nur der Grund für ihre Reise, sondern auch das Setting verändert. In Italien lernt Film-Lina dann auch einen jungen Mann namens Alessandro Albani kennen, mit dem sie eine Romanze beginnt. Im Buch gibt es niemanden mit diesem Namen, während Thomas Heath, der gutaussehende Junge aus Lorenzos Clique, auf den Lina steht, im Film gar nicht vorkommt. Auch Francesca Bernardo, eine Studienfreundin von Linas Mutter, nimmt im Film eine deutlich größere Rolle ein, indem sie die Film-Lina einkleidet, während Buch-Lina von ihr im Tagebuch erfährt und nur ein einziges Mal mit ihr telefoniert, sie aber nie persönlich trifft. Generell sind viele Nebenfiguren im Film völlig andere als im Buch. Lorenzo ist beispielsweise kein Schüler, sondern macht eine Ausbildung zum Koch. Zudem wurde oft kritisiert, dass die Vergangenheit von Linas Mutter im Film weitestgehend untergeht, weshalb es ihm an Tiefgang fehle. Ich habe mich dazu entschieden, den Film nicht zu schauen, vor allem, weil er keine gute Buchverfilmung sei.

    Das Ende ist recht plötzlich und der Ausgang der Geschichte sehr vorhersehbar, was sowohl das Geheimnis aus Hadleys Tagebuch betrifft als auch Linas Liebesgeschichte oder die Frage, ob Lina nach dem Sommer in die USA zurückkehrt oder in Italien bleibt. Natürlich hätte Lina das Tagebuch ihrer Mutter auch in wenigen Stunden lesen können, um sich schlaflose Nächte mit Grübeleien zu ersparen, aber die Begründungen, Lina sei nach einigen Seiten emotional so aufgewühlt, dass sie es weglegen muss oder sie hat Angst, es durchzulesen, weil die Geschichte ihrer Mutter dann schneller vorbei ist, sind oberflächlich nachvollziehbar. Auch wenn Love & Gelato also vielleicht nicht perfekt ist, ist es trotzdem eine zuckersüße Lektüre, die man wunderbar in den Sommerurlaub mitnehmen kann.

    Love & Gelato von Jenna Evans Welch ist ein zugängliches Jugendbuch, das eine sommerliche Atmosphäre, italienischen Charme und eine Mischung aus Romance, Familiengeheimnis und Coming of Age-Themen miteinander verbindet. Die Geschichte überzeugt vor allem durch den lockeren, humorvollen Schreibstil und einem überraschenden Tiefgang. Besonders Howard Mercer ist mir ans Herz gewachsen. Zwar wirken einige Wendungen vorhersehbar und sprachlich gibt es gelegentlich Ungenauigkeiten, insgesamt kann ich den unterhaltsamen Roman aus dem Jahr 2017 allerdings wärmstens als Sommerlektüre empfehlen. Deshalb erhält er von mir vier von fünf Federn. Leider wird dieses Buch nicht mehr auf Deutsch verlegt. Deswegen müsst ihr es entweder gebraucht oder auf Englisch kaufen, aber lasst euch davon bitte nicht abschrecken.

  24. Cover des Buches Barfuß im Sonnenschein (ISBN: 9783802597558)
    Roxanne St. Claire

    Barfuß im Sonnenschein

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds
    Dass Zoe hinter ihrer aufgekratzten Fassade etwas verbirgt, schimmerte schon in den früheren Bänden durch. In ihrem eigenen Roman kommt ihr Geheimnis nun zum Vorschein und damit auch ihre tiefe Verletzlichkeit. Oliver macht sie es ganz schön schwer, ihr seine nie erloschene Liebe zu beweisen. Die Gefühle – und die Tatsache, dass Oliver innerlich wie äußerlich ein Traummann ist –, sorgen für wohlige Schauer und vollenden eine berührende Liebesgeschichte.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks