Bücher mit dem Tag "veganismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "veganismus" gekennzeichnet haben.

183 Bücher

  1. Cover des Buches Alles Tofu, oder was? (ISBN: 9783746631288)
    Ellen Berg

    Alles Tofu, oder was?

     (155)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista

    Dana ist so eine richtige Veganerin. Da geht sonst gar nichts. Ihr Freund mag aber dann doch lieber ein Schnitzel, als Rofu-Alten-Ragout. 

     

    Es kommt, wie es kommen muss, Paul verlässt sie. Doch nicht nur der Schlag trifft Dana, nein, sie ist auch noch dabei, ihre Wohnung und ihr Bistro zu verlieren. Sie soll gekündigt werden, damit das Gebäude renoviert und neu vermietet werden kann. 

     

    Und dann schlägt auch noch Danas Vater bei ihr auf und richtet sich in ihrer Wohnung heimisch ein. 

     

    „Alles Tofu oder was?“ ist ein Roman aus der Feder der Autorin Ellen Berg. 

     

    Das Cover und den Inhalt fand ich humorvoll. Deswegen griff ich zu dem Buch. 

     

    Ich muss sagen, richtig gelesen habe ich das Werk nicht. Ich habe es dann mehr überflogen. Witzig fand ich die Reaktionen anderer Personen Dana gegenüber. Auch Paul fand ich gut und sympathisch. 

     

    Dana und ihre ganze Bagage gingen mir allerdings gehörig auf den Senkel. Es kann ja jeder gerne leben, wie er mag. Kein Problem. Aber wenn derjenige dann jeden ständig mit seiner Lebensweise auf den Zeiger geht, geht es einfach zu weit. Wenn nur seine Lebensweise die ultimative Lebensweise ist und jeder genauso leben muss wie diese Person, finde ich das grauenhaft. Vor allen Dingen, wenn die Person das ständig erwähnt und jedem aufdrücken will. 

     

    Dazu finde ich, sollte man Kinder nicht seine vegane, zuckerfreie Öko-Lebensweise aufdrücken, wenn das Kind mal nach einem Stückchen Wurst verlangt. Bei allem soll man auf das Wohl des Kindes achten, nur bei solch einer Einstellung nicht. Genau mein Humor, oder eben nicht. 

     

    Ganz hört es bei mir auf, wenn solche Leute ihre Tiere vegan ernähren wollen. Dann sollen sie bitte schön ihren Hund, Katze etc. abgeben und andere Menschen nach ihnen sehen lassen. Das geht bei mir schon dreimal nicht. 

     

    Und was sich Dana so leistet, geht auch nicht. Mag ja sein, dass sie ihre Wohnung und das Bistro retten will, aber bitte nicht mit solchen Mitteln. Soll das wirklich lustig sein?

     

    Dazu hat mich auch nicht interessiert, wie der Koch ständig Essen zubereitet, was er da rein macht und und und … 

     

    Und nein, ich empfand das Buch nicht als „ironischen Spaß“. Ich hab sehr schrägen und schwarzen Humor, hier fand ich wirklich nur lustig, wie Paul reagiert hat. 

     

    Fertig geblättert und schnell gelesen habe ich nur, weil ich wissen wollte, wie Paul und diverse andere Personen auf Dana und ihr Tun reagieren. 

     

    Schade, ich hatte mir von dem Buch echt mehr versprochen. Null Sterne geht leider nicht, also gibt es noch einen Stern für Paul halt. Schade finde ich auch, wie hier Veganer vorgeführt werden. Das Klischee ist echt absolut übertrieben und geht bei vielen an der Realität vorbei. Wobei manche halt auch echt so sind, aber das ist eine andere Sache. 

     

  2. Cover des Buches Tiere essen (ISBN: 9783596512850)
    Jonathan Safran Foer

    Tiere essen

     (515)
    Aktuelle Rezension von: Natascha_W

    Warum essen wir Tiere? Und wie kommt das Fleisch eigentlich in die Geschäfte? Welche Wege geht es, bis es im Laden zum Verkauf steht?
    Im Buch wird alles rund um das Thema Tiere mästen und schlachten besprochen.

    Viele Informationen waren mir vor dem Buch schon bewusst, all zu gerne verdrängt man diese aber. Einige Situationen hatte ich mir nie so schlimm ausgemalt, wie sie im Buch geschildert werden. Vor allem war ich schockiert darüber, dass auch auf die Sicht der Angestellten im Schlachtbetrieb eingegangen wird und ich teilweise nachvollziehen konnte, wieso man da drin gaga wird und die Tiere noch schlechter behandelt, als es eh schon Standard ist. 

    Das Thema wird rundum beleuchtet und sachlich wiedergegeben, was gesehen und gehört wurde. Wem schnell schlecht wird, der sollte sich viel Zeit beim Lesen nehmen - einige Stellen im Buch sind wirklich grenzwertig! Aber es ist nunmal die Realität und ich wünsche mir, dass öfter hin- anstatt weggeschaut wird! Ein veganer Lebensstil ist die einzige Möglichkeit das Leid der Tiere in den Griff zu bekommen.

  3. Cover des Buches Die Vegetarierin (ISBN: 9783746637600)
    Han Kang

    Die Vegetarierin

     (383)
    Aktuelle Rezension von: Scarbooks


    Es gibt Bücher, die man so schnell nicht wieder vergisst, aus ganz verschiedenen Gründen. Mal sind sie besonders grausam, mal sehr traurig oder aber auch lustig, wieder andere brennen sich aufgrund extremer Fiktion oder Realität ins Hirn (mal mehr, mal weniger lange) oder oder oder ... und dann gibt es auch noch jene, die so außergewöhnlich sind, dass man sie ganz fest im Herzen einschließen und am liebsten gar nicht mehr heraus lassen möchte. 



    “Die Vegetarierin” gehört für mich absolut und unbedingt zu den Außergewöhnlichen und Besonderen! Ein kleiner Schatz, der es trotz der nicht mal vielen Seiten geschafft hat, mich aus den Socken zu hauen und ganz tief zu beeindrucken! Ja, ich bin verliebt. Verliebt In diese “andere”, überraschende, ungewöhnliche und ergreifende, tiefe Geschichte. 
    Das Kuriose daran: Ich kann nicht mal genau sagen, wieso! Sie hat mich einfach gepackt und vollkommen unerwartet den richtigen Nerv getroffen. 



    Eine Geschichte voller Kunst, Emotionen, Verwirrtheit, Wahrheit, Geheimnisse, Wünsche & Träume, die durch einen ziemlich nüchternen und klaren Schreibstil, der aber dennoch oder gerade deswegen so gut passt, dafür sorgte, dass ich nach Beenden dieses Werks ganz tief und ... ja, ich würde fast sagen schwermütig geseufzt und durchgeatmet habe. 



    Erzählt wird aus drei Perspektiven, beginnend mit dem Ehemann Yong-Hyes, der erzählt wie sich seine Frau plötzlich verändert, nachdem sie beschließt, kein Fleisch mehr zu essen. Während sie sich immer mehr zurück zieht und seltsam scheinende Eigenarten entwickelt, die niemand – erst recht nicht ihre eigene Familie – nachvollziehen und verstehen kann, zweifelt er einfach immer mehr an ihrem gesunden Menschenverstand. Aber das ist noch nicht alles ... 



    Dann bekommt der Leser Einblicke in die Sicht des Schwagers, der sich auf eine schräge Art auf die immer distanziertere und abbauende Vegetarierin zu fixieren scheint und bald nur noch eines im Kopf hat ... seine Kunst. 



    Und zuletzt begleiten wir Yong-Hyes Schwester, In-Hye, die die einzige aus der Familie ist, die noch Kontakt zu der “Kranken” hat und sie regelmäßig an dem Ort besucht, an den es Yong-Hye nach all den Ereignissen und Geschehnissen verschlagen hat ... 



    Dieses Buch ist eine solche Bereicherung und so schön. Es fällt mir schwer, die richtigen und passenden Worte zu finden. Ich liebe es. 
    Und auch wenn ich weiß, dass es sicherlich nicht jedermanns Sache ist, möchte ich dieses kleine Kunstwerk jedem ans Herz legen, der sich auf das von mir Erwähnte & Beschriebene einlassen möchte und kann. 



    Eine ganz klare Leseempfehlung und ein dazu.


  4. Cover des Buches Wieso? Weshalb? Vegan! (ISBN: 9783733502287)
    Hilal Sezgin

    Wieso? Weshalb? Vegan!

     (23)
    Aktuelle Rezension von: BookfantasyXY

    Dieses Sachbuch, das speziell für Jugendliche geschrieben wurde, behandelt das Thema Veganismus. Es werden Themen behandelt wie Tierrechte, Massentierhaltung, vegane Lebensweise und Tipps, wie man sich der veganen Lebensweise annähern kann, wenn man sich entscheiden sollte, weniger oder gar nicht mehr  Fleisch zu essen. Man kann entweder direkt zur VeganerIn werden, oder erst einmal seine Lebensgewohnheiten auf eine vegetarische umstellen, um dann später (vielleicht) Schritt für Schritt sich der veganen Lebensweise annähern. Lebensweise bezieht sich hier zunächst einmal auf die Ernährung zunächst. Später kann man sich den Bereichen Kosmetik, Hygiene und Kleidung widmen. Denn vegane Kleidung und Cremes, Duschgele und andere Produkte kann man mittlerweile in Drogerien und Supermärkten kaufen. Und es muss nicht immer teuer sein. Wichtig während des Umstellungsprozesses ist natürlich auch der Umgang mit seinem eigenen Umfeld, das sich von der veganen Lebensweise eher distanziert, es sei denn man hat Freunde und Freundinnen, die sich bereits vegan ernähren.

    Hilal Sezgin schrieb dieses  Sachbuch mit vielen Hintergrundinformationen und recherchierte einige Themen nach, die ihr selbst noch unbekannt waren. Sie sprach zum Beispiel mit einem australischen Tierrechtler, der sich intensiv mit Fischen, Fischzucht (z.B. Aquakulturen) und deren Entwicklung auseinandersetzt. Denn häufig wird unter Tierschützern über Tiere in Zoos, Zirkusse, in der Landwirtschaft und in den industriellen Laboren geredet. Den TierrechtlerInnen geht es um den Tierschutz und Tierrechte. Am Beispiel Fische erläutert Hilal Sezgin, dass diese in der Regel mehr im Hintergrund der Diskussionen stehen. Der Autorin geht es einerseits um die Aufklärung, warum es wichtig ist, dass zu viel Fleischkonsum für die Tiere, für die Menschen und für das Klima schädlich ist. Und andererseits gibt sie Diskussionshilfen für junge Menschen, die erst am Anfang ihres Prozesses stehen, wenn sie sich mit der veganen Lebensweise auseinander setzen (wollen). Im Anhang des Buches kann man anhand von Links, Videos und Fachtexten sich über das Buch hinaus informieren. Der Leserschaft wird somit viel Material gereicht, mit dem man sich auseinandersetzen kann, um auch den Recherchen der Autorin folgen zu können. Denn die Autorin war nicht von Geburt an Veganerin.

    Mir persönlich hat das Buch als ebenso geholfen, sich mit der veganen Lebensweise auseinander zu setzen, weil mir alle Aspekte noch nicht bewusst waren. Vor gut zwei Jahren habe ich für mich entschlossen, vegan zu leben, allerdings kann ich es noch nicht hundertprozentig umsetzen. Denn manches Mal muss man sich Kompromissen anschließen – für sich oder für die Tiere. Es ist ein langer Weg, aber man sollte nichts über das Knie brechen.
  5. Cover des Buches Skinny Bitch (ISBN: 9783442170395)
    Rory Freedman

    Skinny Bitch

     (94)
    Aktuelle Rezension von: bibifashionable

    Der Titels des Buches lässt vermuten, dass es sich hierbei um eine Lektüre geht die einem dazu bewegt seinen inneren Schweinehund zu bekämpfen und sich mehr um seinen Körper "sorgt". Wobei im Verlauf des Lesens herauskommt, dass es sich eher auf zweiteres beläuft.

    In den ersten Kapiteln werden einem sämtliche Fakten zu den verschiedensten Lebensmittelgruppen und auch zu den verschiedensten Nährstoffen unterbreitet, das finde ich grundsätzlich auch nicht schlecht, auch wenn diese Punkte vermutlich jeder bereits 10mal in irgendwelchen Ratgebern oder ähnlichem nachgelesen hat. Immer wieder schwingt in diesen Kapiteln schon das Thema Veganismus mit.

    Ab zirka der Hälfte des Buches erfährt man eine Wendung die nichts mehr mit den Themen Schlanksein, Abnahmen oder ähnliches zu tun hat. Die Autorinnen richtigen sich klar und deutlich gegen den Verzehr von tierischen Produkten und auch die damit verbundene Massentierhaltung ausgesprochen. Diese Punkte werden mit sehr bildlich vermittelt, was für viele bestimmt sehr abschreckend wirkt.

    Da sich im ersten Teil also deutlich gegen verschiedene Nährstoffe und im zweiten Teil gegen tierische Produkte ausgesprochen wir bleibt nur mehr eines übrigen: Veganismus! Genau diese Art der Ernährung möchte durch die Lektüre verbreitet und dem Leser eingebläut werden.


    Ich weiß, dass dieses Buch bereits vor Jahren erschienen ist und einen wahren Hype erlebt hat. Damals hat mich der Hype kalt gelassen, denn lesen war zu der Zeit für mich absolut uninteressant und auch mit dem Thema Ernährung habe ich mich nicht befasst. Nun aber befasse ich mich wohl mit mit meinem eigenen Wohlbefinden und auch damit wie ich mich ernähre und genau deshalb bin ich auf diese Lektüre gestoßen.

    Erwartet habe ich mir eine Art Denkanstoß um mich noch bewusster auf meine Ernährung zu konzentrieren und auch endlich einen Anstoß zu haben meinen faulen Hintern in die Höhe zu bekommen um endlich fitter werden. Habe ich diesen bekommen? Die Antwort ist ein klares NEIN!

    Kurz gefasst handelt es sich hier um ein Buch, dass einem den Veganismus aufdrängt. Man soll Veganer, der im besten Fall all sein Obst, Gemüse und Co. selbst anpflanzt, werden, denn nur das ist die einzig wahre und richtige Möglichkeit um schlank zu bleiben.

    Ich bin zum Glück kein Mensch der auf diese Art Manipulation, anders kann ich es leider nicht beschreiben, anspringt, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es viele gibt die sehr empfänglich für so etwas sind und sich leiten lassen.

    Ich muss zwar zugeben, dass ich die Art wie das Buch geschrieben ist, die Deutlichkeit in der etwas vermittelt wird, nicht schlecht finde, im Gegenteil es hat mir sehr gut gefallen. Was mir aber nicht gefallen hat, dass es für die Autorinnen nur diesen einen Weg gibt um eine Skinny Bitch zu sein und einem diesem aufdrängen. Ebenso wird immer wieder Soja als Alternative zu Fleisch und anderen Lebensmitteln beworben obwohl man mittlerweile weiß, dass Soja absolut keine Alternative sein kann, da es mit unzähligen Hormonen und ähnlichem versetzt ist. Es gibt noch ein paar weitere Punkte beidenen sich die Meinungen der Autorinnen und mir scheiden und ich bin zu einem Entschluss gekommen - ich bin und bleibe Omnivore, mache daraus auch kein Geheimnis, denn ganz ehrlich? - Ich verspeise lieber genüsslich ein leckeres Schnitzel, vom Bauern meines Vertrauens, mit Kartoffeln und Salat, aus dem eigenen Garten, als mir den Veganismus, wie in diesem Buch beschrieben, aufschwatzen zu lassen. Da verzichte ich gut und gerne darauf eine Skinny Bitch zu sein.

  6. Cover des Buches Wir sind das Klima! (ISBN: 9783462053210)
    Jonathan Safran Foer

    Wir sind das Klima!

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Azalee

    Dass es den Klimawandel gibt, sollte mittlerweile allen klar sein. Doch was kann der Einzelne dagegen unternehmen? Welche Folgen hat der Klimawandel für uns? Wie stark beeinflussen wir durch unsere Handlugen das Klima?
    All diesen Fragen geht Jonathan Safran Foer in seinem Buch "Wir sind das Klima" nach.
    Unterteilt ist das Buch in vier große Kapitel, die wiederum in kurze kleinere Kapitel geteilt sind. Dadurch ist man nicht gezwungen, das ganze Buch am Stück zu lesen, sondern kann es immer wieder kurz zur Seite legen. Das war eigentlich auch mein Plan, weil ich bei Sachbüchern die Erfahrung gemacht habe, dass ich dafür einfach Zeit brauche. Dieses Buch dagegen hatte ich innerhalb kürzester Zeit durchgelesen und konnte es kaum mehr aus der Hand legen.
    Zum einen haben dazu die erschreckenden Fakten beigetragen, die er schildert. Es war wie ein Sog, der mich immer weiter gepackt hat, und dem ich mich nicht entziehen konnte. Eine Art apokalyptische Faszination, die auch der Autor beschreibt.
    Zum anderen lag es an dem Schreibstil des Buches. Obwohl es ein Sachbuch ist, wählt Safran Foer deutliche Worte. Er flüchtet sich nicht in Schachtelsätze und Fremdwörter, sondern bringt Fakten und seine eigene Meinung präzise auf den Punkt. Immer wieder bringt er auch seine persönliche Erfahrung mit ein, sodass das Buch trotz der vielen Informationen biographische Züge hat. Ein ganzes Kapitel schließlich widmet er seinem moralischen Zwiespalt.
    Im Buch zeigt er in erster Linie auf, welche Auswirkungen der Konsum von tierischen Produkten auf das Klima hat und warum es daher besser ist, darauf zu verzichten. Immer wieder macht er aber deutlich, dass auch ihm das nicht leicht fällt. Dieser innere moralische Konflikt, den er beschreibt, bringt ihn sicher dem ein oder anderen Leser näher. Er will niemanden unbedingt bekehren, sondern zeigt auf, warum es uns so schwer fällt, für den Planeten zu handeln.
    Außerdem bringt er in dem Buch seine persönliche Familiengeschichte mit ein und zieht immer wieder Parallelen zum Holocaust. Im ersten Moment hat der Vergleich auf mich abstrus gewirkt, viel zu hoch gegriffen. Aber gleichzeitig hat der Vergleich geholfen, einiges besser zu verstehen, sodass ich ihn im Nachhinein durchaus gut gewählt finde. Dazu beigetragen hat sicher auch, dass Safran Foer seine eigene Familiengeschichte in diesem Zusammenhang eingebracht hat. Die persönliche Ebene des Buches hat sich dadurch verstärkt. Gerade seine persönlichen Berichte haben das Lesen der bedrückenden Fakten erträglicher gemacht.
    Lobend möchte ich in dem Zusammenhang außerdem den Anhang erwähnen. In einem Teil des Anhangs erläutert er, welche Probleme es dabei gibt, den Anteil tierischer Produkte am Klimawandel festzustellen. Der zweite Teil des Anhangs besteht aus Quellenangaben, chronologisch geordnet nach der Seite, in der sie im Buch vorkommen. Da lasse ich mich sicher noch zu weiterer Lektüre inspirieren. "Wir sind das Klima" ist eher ein Buch für einen Überblick über das Thema und dadurch ideal für Einsteiger.

  7. Cover des Buches Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen (ISBN: 9783981462173)
    Melanie Joy

    Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Natascha_W

    Karnismus beschreibt eine Ideologie, wieso der Verzehr bestimmter Tierarten als ethisch vertretbar und angemessen angesehen wird. Dieser Begriff kommt im Buch des Öfteren vor und wird sehr gut erklärt und beschrieben.

    Die Lektüre lässt das Essverhalten überdenken. Hunde und Katzen sind Haustiere - Schweine, Kühe, Hühner hingegen darf man essen. Wieso ist das so? Woher kommt so eine Denkweise? Das alles wird im Buch erklärt. Ein Beispiel ist mir dabei sehr im Kopf hängen geblieben (ich erzähle den Sinn der Geschichte nach, der genaue Wortlaut war anders). 

    "Du wirst zum Essen eingeladen und freust dich total, als die lecker duftende Bolognese aus der Küche geholt wird. Du haust richtig rein, machst dem Kochenden Komplimente für die Kochkünste und bist am Ende total zufrieden und satt. Du brauchst unbedingt das Rezept, also beginnt der Bekochende zu erzählen, was alles drin ist: Zwiebeln, Knoblauch, Hundefleisch,... und du kannst gar nicht mehr folgen, was noch alles drin ist. All die guten Gedanken sind hinüber und du kannst nur noch an den armen Hund denken und wie eklig der Gastgebende ist. Sowas muss man doch vor dem Essen ansprechen. Und wie überhaupt kann man denn Hunde zum essen servieren?!?!" Mit dieser Geschichte beginnt das Buch und es geht weiter mit vielen guten Beispielen, die zum Denken anregen.

  8. Cover des Buches China Study (ISBN: 9783864010019)
    T Colin Campbell

    China Study

     (26)
    Aktuelle Rezension von: skommi
    Ernährungswissen für ein neues Leben.
  9. Cover des Buches Artgerecht ist nur die Freiheit (ISBN: 9783492308441)
    Hilal Sezgin

    Artgerecht ist nur die Freiheit

     (23)
    Aktuelle Rezension von: was_mit_buechern

    Über dieses Buch bin ich durch Zufall gestolpert, weil ich mich zurzeit mit dem Thema Tierhaltung beschäftige. Daher musste ich es natürlich sofort lesen.

    Cover: Ich finde das Cover sehr gelungen, da ein (scheinbar) glückliches Schwein mit Strohresten im Fell in die Kamera „lächelt“ und dabei (zumindest bei mir) schon Mitgefühl, Liebe und das Gefühl es einfach lieb haben zu müssen im Betrachter aufsteigt.

    Schreibstil: Hilal Sezgin schreibt in einem sehr überzeugenden sachlichen Stil, der dennoch flüssig zu lesen ist. Einzelne persönliche Eindrücke – die jedoch nie rein subjektiv sind – unterstreichen ihre überzeugenden Argumente. Pro und Contra und sogar mögliche Kompromisslösungen werden angesprochen und diskutiert. So kann sich der Leser stets selbst eine Meinung überlegen und die bisherigen Ansichten überdenken.

    Meinung: Ich finde das Buch sehr gelungen, da Hilal Sezgin eine sehr klare Struktur verfolgt. Bei dem Thema werden ja viele Menschen (ob pro oder contra Tiernutzung) schnell sehr persönlich und argumentieren völlig planlos. Sie hingegen gliedert das Buch in deutliche Kapitel: die Definition von Tierethik und schließlich die drei Fragen, ob wir Tiere quälen, töten oder überhaupt nutzen dürfen und sie schließt mit dem Kapitel, wie wir mit Tieren leben können. Es werden überzeugende Argumente geliefert und sachlich erklärt, ohne jemanden anzugreifen oder überzeugen zu wollen. Dennoch ruft sie zum Umdenken auf – liefert aber überzeugende Argumente dafür. Es werden viele Themen aufgegriffen, die man vielleicht beim ersten Gedanken (es geht nicht nur ums Fleischessen) gar nicht berücksichtigt. So erhält der Leser einen umfassenden und sachlichen Einblick in die Tierethik unsrer heutigen Welt.

    Fazit: Das Buch ist leicht zu lesen, ob wohl es viele ethische und komplexe Themen behandelt. Hilal Sezgin holt den Leser dort ab, wo er ist – und das können durchaus verschiedene Standpunkte sein. Das Buch ist geeignet für alle Menschen, die sich mit Tierethik beschäftigen wollen, die die Nutzung von Tieren in unserem Alltag hinterfragen wollen und sinnvolle Argumente lesen möchten. Lesenswert und bereichernd – ohne belehrend und beschuldigend wirken zu müssen.

  10. Cover des Buches Und Gott sprach: Du musst mir helfen! (ISBN: 9783499271427)
    Hans Rath

    Und Gott sprach: Du musst mir helfen!

     (89)
    Aktuelle Rezension von: Christinagirl

    Wie immer wird Jakob Jakobi entweder von Gott (Abel) besucht oder vom Teufel (Toni) höchstpersönlich. Auch dieses mal besucht ihn Gott. Abel möchte das Jakob den Mesias spielt und die Welt vom dem Bösen rettet. Jakob möchte es nicht, er will viel lieber in den wohlverdienten Urlaub fliegen. Da Jakob sich wehrt, versucht Abel mit allen möglichen Mitteln ihn zu überreden. Er schickt ihm sogar Aposteln, die ihm helfen sollen. Sie retten gemeinsam ein paar Hühner und einen Affen...

    Den Anfang find ich sehr witzig, das Jakob vom Nikolaus und vom Knecht Ruprecht bestohlen wird... Die anderen Stellen ihm Buch fand ich jetzt nicht so witzig. Ich finde man hätte mehr von seiner Ex- Frau schreiben solllen, da die Textstellen mit den Beiden oft sehr amüsiant sind.

    Ich finde der Erzählstill hat sich irgendwie in diesem Buch verändert. Die anderen beiden Bücher habe ich sehr gerne gelesen und habe viel geschmunzelt. Bei diesem Buch musste ich mich richtig anstrengen um es fertig zu lesen. Schade

    Es ist ein sehr interessantes Thema, mit dem sich der Autor beschäftigt hat. Gibt es Gott und den Teufel und den Himmel? Schade das es keine weiteren Fortsetzungen zu den Büchern mehr gibt.





  11. Cover des Buches Macht (ISBN: 9783869710082)
    Karen Duve

    Macht

     (71)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Ausnahmsweise werde ich, bevor ich diesen dystopischen Roman von Karen Duve aus meiner eigenen Sicht beurteile, eine Analyse der sehr polarisierenden Meinungen zu Macht vornehmen. Normalerweise kenne ich schon den Geschmack meiner besser bekannten Buchfreund*innen, der nicht immer, eher sogar selten, mein eigener ist, weil ich mich sehr gerne mit klugen Leuten umgebe, die einen völlig andere Meinung zu vielen Büchern als ich haben, die ich aber sehr oft vorhersehen und fast immer nachvollziehen kann. Dieses Mal gab es aber einige wirkliche Überraschungen, die mich eben auch über die Beurteilung des Buches und die Gründe dazu nachdenklich werden ließen. Zumal ja Duves Werk auch vom Feuilleton, ganz arg zerzaust wurde.

    Die diametral entgegengesetzte Kritik – es ist fast wie bei Koriander entweder man mag ihn, oder man kann ihn gar nicht leiden – ist auf mehreren Ebenen zu finden. Manche fanden den die Handlung zu heftig, was ich durchaus verstehen kann und manche fanden die dystopische Gesellschaftskritik zu schablonenartig, sensationsheischend und überzeichnet. Habe da mal zwei Originalkommentare sowohl aus dem Feuilleton als auch aus Buchnetzwerken gebracht, die ich durchaus nachvollziehen kann, aber die ich nicht ganz teile.



    „Natascha Kampusch mit ein bisschen „Fifty Shades of Grey“ – und zwar aus Psychopathen- und Männersicht.“
    oder auch
    „Wahnsinnig krude, flach und - Satire hin oder her - in seiner Holzhammermäßigkeit schon fast lächerlich. Es ist das Gone Girl-Problem: Unterkomplexe Allerwelts-Thesen verkauft als mega-pfiffige Gesellschaftskritik.“

    Erstaunlich ist auch, dass es ausgerechnet einige Frauen gab, die mit dem Roman Probleme hatten und natürlich alte weiße Männer, fühlten sich von der Geschichte angepisst, was ja durchaus beabsichtigt war. Erstaunlich war aber unter meinen Buchfreunden, dass vor allem die sensibleren Männer, die für Frauenanliegen sehr aufgeschlossen sind und die wirklich völlig außer Streit stehen, dass sie sich an der Gewalttätigkeit des Buches aufgeilen, sehr nachdenklich wurden bis total begeistert von dem Roman waren. Und das hat mich eigentlich dazu veranlasst, diesmal ausnahmsweise zusätzlich zu meiner Meinung auch noch über die Standpunkte von anderen zu spekulieren. Man möge mir verzeihen, wenn ich total falsch liege, dann gilt natürlich nur meine Meinung und nicht meine Mutmaßungen.

    Der letzte Anlass war eine durchaus berechtigte Frage von zwei Goodreads Freundinnen, ob sie sich das Buch wirklich antun sollen, und das ist nicht einfach zu beantworten. Zuerst es ist eine richtig heftige Geschichte, voll von Gewalt, sowohl körperlich als auch psychisch, und sie ist sehr realistisch geschildert. Wer mit so etwas nicht zurechtkommt, sollte die Finger davon lassen. Ich bin in dieser Thematik ja recht versiert, habe von Emma Donnoghue Raum und Claustria von Regis Chauffret gelesen, auch aus persönlichem Interesse, denn Herr Fritzl (heute Meyrhoff) lebt ja in meiner Stadt in der Justizanstalt und auch Jack Unterweger saß hier ein. Ich habe auch 2019 einmal Natascha Kampusch auf der BuchWien getroffen, ihre Biografie gelesen und war von der Stärke dieser Frau begeistert. Ich bin ja der Typ, der, wenn er mit so einem Grauen konfrontiert wird, was ich durch die Justizanstalt und meinem Arbeitsplatz auf der Donau- Universität mit direktem Blick in den Gefängnishof jahrelang erlebte, nicht den Kopf in den Sand steckt, sondern noch mehr darüber wissen muss. Wissen, Analysen und Daten schaffen bei mir Vertrauen, die Situation besser im Griff zu haben, als sie zu verdrängen, egal wie grausam die Geschichte ist.

    Nun zur dystopischen Zukunft im Jahr 2031. Die Frauen sind übrigens in der Geschichte in Deutschland nur deshalb an der Regierung, weil die Männer den Planeten Erde definitiv an die Wand gefahren haben und er verloren ist. Wirbelstürme mitten in Stadtzentren, komplett zerstörte deutsche Großstädte, Algenteppiche, die jedes Leben im Meer töten, KillerRaps, der jede andere Pflanze vernichtet, Klimaflüchtlinge en Masse, Islamisches Kalifat in Asien… dies ist nur eine reale und sehr kurzfristige Fortschreibung unserer Probleme in der Gegenwart. Die Frauen in der Regierung versuchen, zusammen mit den Wissenschaftlern, in den verbleibenden fünf Jahren noch ein Wunder herbeizuführen. Eigentlich ist diese Macht und die eingeführten gesellschaftlichen Konventionen und Beschränkungen eine sinnvolle, mit Verzicht auf Fleisch und Verbrennungsmotoren und anderen klimafreundlichen Geboten mit vielen Freiheiten für die Männer, die durchaus auch mittlere Managementpositionen ausfüllen können, aber eben nicht mehr das Sagen haben. Schon so ein bisschen Beschränkung von asozialem Verhalten zu Gunsten der Gesellschaft und der Natur, um vielleicht doch noch die verbleibende Zeit der Menschheit hinauszuschieben und durch Wissenschaft eine Lösung für die Probleme zu finden. Diese kleine Kalamität verursacht haufenweise narzisstisch gekränkte Männerseelen, die lautstark fordern und dafür demonstrieren, Tiere zu schlachten, Autos zu fahren, den Kindern keine Helme mehr aufzusetzen und alte patriarchalische Muster aus dem 1950er Jahren wieder auszupacken.

    Die grassierende Männerstörung befällt auch (Sebastian den Namen hasst er) Bassi, der ursprünglich Umweltschützer, Vegetarier, Feminist und Demokrat war, aber als der Planet nicht mehr zu retten war, schlägt er sich auf die Seite der Geschlechtsgenossen, will auch Fleisch fressen, die Umwelt zerstören und Frauen dominieren. Der absolute Wahnsinn ist auch, dass er sich mit den Männern solidarisiert, den Frauen und nicht den alten weißen Männern die Schuld am Weltuntergang gibt, vom Intellekt her aber wohlwissend, dass die Situation umgekehrt ist und obwohl er die Belege für die eigentlichen Schuldigen auch immer aufzählt.


    „Als Aktivist musst du Optimist sein“, sage ich, „professioneller Optimist. Auch wenn nicht mehr zu übersehen ist, dass die Zustände immer schlimmer und schlimmer werden, muss man daran glauben, dass man die Sache doch noch zum Guten wenden kann. Ich konnte das irgendwann einfach nicht mehr. Eine Zeit lang habe ich noch so getan, als würde ich daran glauben. Aber das hat mich auf die Dauer kaputtgemacht. Und dann bin ich irgendwann ganz ausgestiegen."



    Der total desillusionierte und frustrierte Bassi hat zudem ein böses, abartiges Geheimnis. Seine angeblich entführte Frau wird wie bei Fritzl in seinem Prepper-Raum im Keller gefangen gehalten, systematisch von ihm psychisch gebrochen und permanent vergewaltigt. Das ist sehr heavy, denn Bassi hat sich von einem gewöhnlichen Mann, der mit einer Trennung schwer zu Recht kam, durch die absolute Macht über seine Frau im Verließ zu einem veritablen Psychopathen entwickelt. Er rechtfertigt auch noch alle seine Aktionen und Duve bleibt in der ganzen Geschichte konsistent bei Bassis Täter-und Männersicht.

    Eigentlich verschiebt Duve nur um eine kleine Nuance die Regler des männlichen Macht- und Gewaltanspruches und der Rechtfertigungsgründe bis zu dem Punkt, an dem dann auch der Mann sagt, OK das ist jetzt nicht mehr normal, da muss ich ein bisschen auch reflektieren, was so in der Welt passiert und was eigentlich viele meiner Geschlechtsgenossen so anstellen – davor kann ich die Augen nicht verschließen.

    Viele Frauen aber, die in einigermaßen normalen Beziehungen leben, wollen nicht wahrhaben, dass ein Großteil ihrer Geschlechtsgenossinnen genau diese Realität von Gewalt, Machtmissbrauch und Rechtfertigungen tagtäglich erlebt und dass die Anzahl dieser sehr hoch ist, wie viele Gewaltstatistiken zeigen (hab grad wieder aktuelle für Deutschland von Alice Schwarzer gesehen) und will die Augen davor verschließen. Da braucht man nicht nach Saudi-Arabien zu schauen, sondern muss sich nur die Femizide an deutschen Frauen deutschstämmiger Herkunft anschauen, die immer so nonchalant als Beziehungsdrama bagatellisiert werden. Weniger als jeden zweiten Tag gelingt es in jedem Jahr einem Mann in Deutschland, seine Frau umzubringen. Die Versuche und die jahrelangen Gewaltorgien, die solchen Taten vorausgehen, sind dabei gar nicht mitgezählt. Viele Frauen wollen kein Opfer sein und auch nicht auf das Opfer sein hinsehen, weil es ihnen entweder zu weh tut, oder weil sie wirklich viel Glück hatten und diese Realität nicht kennen. Dieser Roman von Karen Duve tut weh, vor allem den Opfern.

    Aber der Roman behandelt weitaus mehr als nur das Thema Gewalt an Frauen. Beim Umwelt- und Klimaschutz in der Geschichte wendet Duve wieder dasselbe Muster an. Obwohl der Planet schon total an die Wand gefahren ist und CO2-Verbrauch nur in homöopathischen Dosen erlaubt ist, gerieren sich die Männer bei Bassis Klassentreffen und haben eine ganze Sau organisiert. Die einen leugnen die Klimakatastrophe, die ihnen wahrscheinlich nur noch fünf Jahre auf dem Planeten beschert und die anderen, die vorher vegetarisch gelebt haben, um den Planeten zu retten, wollen jetzt auch noch genießen. Egoismus und asoziales Verhalten feiern fröhliche Urstände, aber schon so abgeschmackt, dass es peinlich ist.

    Genau dasselbe Muster ist nur einen Wimpernschlag von dem entfernt, was wir derzeit bei Corona und mit den Corona Leugnern erleben und gerade so viel mehr überzeichnet als in der Realität, dass sich auch der vernünftigste Mensch nicht mehr von der Verantwortung und von der Reflexion des eigenen Verhaltens verabschieden kann. Bei den heutigen Klimaleugnern ist die Situation ja noch um eine Nuance eine andere, denn wir haben ja noch ca. 50 Jahre oder auch nur noch 11 Jahre wie in diesem Buch, bevor wir mit Vollgas in den Abgrund rasen und das werden manche von unseren Leugnern möglicherweise nicht mehr erleben.

    Also ich persönlich finde diese Überzeichnung mit Paukenschlag für mich und für die Gesellschaft genau in der richtigen Dosis, dass man sich ob des Verhaltens an den Kopf greifen mag und gar nicht schablonenhaft. Sensationslüstern ist die Dystopie, und es wird endlich Zeit, dass Menschen wie Greta Thunberg mit Pauken und Trompeten auf sich aufmerksam machen, denn das Thema wird von den Wissenschaftlern seit den 80er Jahren immer sachlich aufs Tapet gebracht und immer wieder unter den Teppich gekehrt, weil alle so sachlich, so lieb und so leise waren. Selbst Al Gores Film hat 2001 nicht die nötige Aufmerksamkeit erhalten.

    Ein Umstand wird auch noch so sensationell von der Autorin überspitzt, dass es eine Freude ist. Die vom Mindset her alten weißen Männer die diese Geschichte bestimmen, sind jetzt uralte weiße Männer (mehr als 70 Jahre), die durch eine Verjüngungspille namens Ephebo wieder jung knackig und dynamisch aussehen. Nicht nur dass sie den eigentlichen jungen Leuten die Jobs wegnehmen, sie rauben ihnen auch noch egoistisch die Zukunft.

    Bassi nimmt an seinem Klassentreffen teil und verliebt sich dort erneut in seinen Jugendschwarm Elli, die natürlich auch durch Ephebo zu einer fünfundzwanzigjährigen mutiert ist. Er beginnt mit ihr eine ernsthafte Beziehung und nun ist die total gebrochene, im Keller hausende, devote, sexuell ständig verfügbare Ehefrau ein Problem in Bassis Leben.

    Jetzt komme ich auch noch zur herausragendsten Eigenschaft dieses Romans. Die Handlung ist so sensationell rasant und atemberaubend, dass man das Buch fast nicht mehr weglegen kann. Bei dreiviertel der Geschichte hat sich Duve einen grandiosen Plot Twist im kleinen Kerker ausgedacht, der Bassi plötzlich vor neue Herausforderungen stellt und eine dramatische Erschütterung in seinem bisherigen Machtgefüge darstellt. Das ist aber noch nicht das Sahnehäubchen in der Handlung. Das Finale ist so gut geplant, wundervoll und abgedreht, denn das angeblich größte Arschloch der Figuren bricht eine Lanze für die Frauen.

    Fazit: ich fand den Roman grandios, furchtbar grandios, bitterböse und so beißend, dass er einem ins Gesicht beißt. Viele aktuelle Probleme werden großartig in einer rasanten Geschichte verpackt, die mich sehr nachdenklich macht, noch lange nachwirkt und Diskussionen aufwirft, wenn man die Dystopie durchstehen kann. Alles, was ein guter Roman eigentlich machen soll. Den Holzhammer, der in der Kritik vorkommt, kann ich vollständig unterschreiben, bin aber der Meinung dass Themen wie Gewalt gegen Frauen oder Klimaschutz, die wir schon seit dem letzten Jahrhundert immer wieder ernsthaft angehen, durchaus einmal den Holzhammer brauchen, damit sie nicht wieder unter den Teppich gekehrt werden.

  12. Cover des Buches Yoga und Vegetarismus (ISBN: 9783899017069)
    Sharon Gannon

    Yoga und Vegetarismus

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Kein Fleisch macht glücklich (ISBN: 9783442173167)
    Andreas Grabolle

    Kein Fleisch macht glücklich

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Blacksally
    Ich bin allgemein Ernährungstechnisch an allem interessiert was man so finden kann. Dieses Buch ist bisher eines der Besten, die ich zum Thema Fleischlos Essen gelesen habe.Man merkt dem Autor an das er einen überzeugen will ohne Fleisch gesund zu Leben, aber man wird nicht reingedrängt in ein Schema, indem man als böser Fleischfresser da steht. Das hat mir gut gefallen.Der Autor ist selbst Pescearier, das heißt er isst kein Fleisch, aber Fisch. Das ganze macht das Buch meiner Meinung nach etwas authentischer und realer. Würde mir jemand der ganz normal Fleisch isst sagen das es schlecht ist, würde ich mir schon veräppelt vorkommen.
    Man wird eingeführt in die Materie der schockierenden Tierhaltung und bekommt interessante Tabellen und Berichte zur Veranschaulichung. Doch in dem Buch gibt es noch viele Themen, die meist im Hintergrund bleiben. Zum Beispiel wie die Umwelt belastet wird, durch die Herstellung von Tierfutter oder Seuchen die durch inkorrekte Tierhaltung hervorgerufen werden ect.
    Mir hat das Buch schon so ein bisschen die Augen geöffnet, und auch wenn ich nicht auf Fleisch verzichten möchte, werde ich es jedoch weitestgehend reduzieren.
    noch etwas zum Autor:
    ndreas Grabolle ist Biologe, Klimaexperte, Wissenschaftsjournalist und – inzwischen – Veganer. Der Verfasser des Buches »Pendos CO2-Zähler« lebt mit Frau und Tochter in Berlin. Sein zweites Buch »Kein Fleisch macht glücklich« wurde vom Vegetarierbund als Sachbuch des Jahres 2013 ausgezeichnet.



    Mein Fazit:Ein sehr informatives Buch, das man gelesen haben sollte.
  14. Cover des Buches Schiff oder Schornstein (ISBN: 9783218011549)
    Andrea Stift-Laube

    Schiff oder Schornstein

     (19)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna
    Das Cover eines Buches ist sicher eines der Kriterien, nach denen man ein Buch - auch - aussucht. Ist es nichtssagend, übersieht man es gerne; ist es aber ein Blickfang, wie das Buch, um das es hier geht, verleitet es zum Geöffnetwerden, zum Hineinlesen, am Ende vielleicht auch dazu, es zu kaufen.
    Ja, das Cover mit der schwarzen Katze, die einen da direkt anschaut, spricht an - und es gibt auch einen Hinweis auf die Geschichte, wenn man sich dann den Klappentext durchliest.
    Um ein Kunstprojekt soll es da gehen, um "ein Statement gegen die Massentierhaltung und Fleischkonsum", das da zwei junge Leute machen, die scheinbar einen Online-Versand für Katzenfleisch gründen.
    Ja, das kann man wohl lesen in diesem Roman - Hauptthema jedoch ist es nicht! Hauptsächlich geht es hier um die Umweltaktivistin Franziska, die verschwunden ist und deren Verbleib unbekannt bleibt. Zurück bleiben ihre Schwester Ila und ein gewisser Konstantin, Franziskas Mitstreiter oder treffender Mitläufer und heimlicher Verehrer.
    Durch beider Sichtweisen wird zum einen die Geschichte der beiden Schwestern aufgerollt, zum anderen das Verschwinden Franziskas verarbeitet in einem Wust von Informationen, mit denen der recht unbedarft wirkende Konstantin über sie, ihre Aktivitäten und seine eigene Rolle dabei in naiv-blauäugigen Sätzen den Leser speist.
    Die Handlung spielt sich ab vor der weiten Kulisse von Klimawandel, Umweltzerstörung, gnaden- und rücksichtsloser Verschwendung der Ressourcen, ungebremst weiter wachsender Bevölkerung, krassester Tierquälerei, von Massentierhaltung bis hin zum Töten und Verspeisen von nahezu allem, was da kreucht und fleucht, und einer scheinbar unsensiblen Menschheit, die all dem tatenlos zusieht oder gar ihr Übriges dazu beiträgt, um dem blauen Planeten endgültig den Garaus zu machen.
    Ila und Franziska haben sich rückhaltlos der Rettung und Bewahrung der Umwelt und ihrer Geschöpfe verschrieben, wobei vor allem Franziska mit äußerster Konsequenz und völlig kompromisslos handelt - was letztlich auch zu ihrem Verschwinden führen wird...
    Man muss sie bewundern, diese Unerschrockene, die zu dem kleinen Häuflein der Aufrechten gehört, die ihre Überzeugungen tatsächlich leben, anstatt sie wie ein Banner vor sich herzutragen und bei passender Gelegenheit sinken zu lassen.
    Mögen sie auch gegen Windmühlenflügel kämpfen, mögen sie schier verzweifeln an der Ignoranz der Gesellschaft - sie verzagen dennoch nicht und kämpfen weiter!
    Auf der anderen Seite stehen diejenigen, die sich passiv verhalten oder die gar ihre hehren Ideale verraten, wenn jener Faktor ins Spiel kommt, von dem man sagt, dass er die Welt regiert: Geld nämlich!
    Einen Vertreter letzterer Gruppe finden wir auch wieder in diesem Buch! Um Konstantin handelt es sich, wie man vielleicht schon ahnen konnte; er konnte letztendlich den Verlockungen des Geldes nicht widerstehen und - sehr realistisch, denn Typen wie ihn gibt es zuhauf - und zieht das "gute Leben", das also, das seine Gier befriedigt, dem anständigen und aufrichtigen vor...

    "Schiff oder Schornstein" ist, obwohl der Klappentext anderer Meinung ist, ein ernster Roman, in dem das Lachen nicht einmal bis zur Kehle vordringt, um darin stecken zu bleiben. Er macht traurig und wütend und verzagt zugleich. Man fühlt sich ohnmächtig angesichts des Zugrunderichtens der Erde und seiner unschuldigen Kreaturen, wofür immer wieder erschreckende Beispiele herhalten müssen.
    Gleichzeitig erkennt man, dass man allein mit dem - wenn auch unbändigen - Willen, die Welt zu retten, nicht weiterkommt.
    Angesichts des Scheiterns oder des Umkippens und Aufgebens so vieler mutigen Kämpfer wird langsam klar, dass der sinnvollste Weg, den Wahnwitz, dem sich die Gesellschaft hingegeben hat, zu stoppen der der kleinen Schritte ist, nämlich das Realistische, das Machbare zu tun anstatt das Unrealistische, das von Beginn an zum Scheitern verurteilt ist, zu versuchen.
    Doch frage ich mich am Ende des Romans etwas unsicher, ob es das ist, was die Autorin dem Leser mitteilen wollte, oder ob es ihr nicht vielmehr um Aufklärung, um die Bloßlegung himmelschreiender Missstände geht. Oder vielleicht um etwas ganz anderes?
    So bleibe ich in der Tat einigermaßen ratlos und auch ein wenig unbefriedigt zurück...
  15. Cover des Buches Vegan! (ISBN: 9783000284045)
    Marc Pierschel

    Vegan!

     (18)
    Aktuelle Rezension von: progue
    Entgegen all den Medienberichten ist die Entscheidung für ein veganes Leben in der Regel kein Trend, nicht das Bedürfnis, in sein zu wollen oder gar irgendwo dazuzugehören. Es ist normalerweise eine Entscheidung, die man bewusst und durch langwierige Überlegungen trifft, und dabei spielt es eigentlich keine Rolle, ob man es macht, weil man sich für den Tierschutz einsetzen möchte, wegen gesundheitlicher Bedenken, weil man gegen den Hunger der Welt ist oder aus allen drei Gründen. Wer sich dafür entscheidet, beschäftigt sich also in den meisten Fällen auch stark damit, denn vegan zu leben bedeutet nicht nur eine Umstellung in der Küche, auch wenn es sich dort am stärksten auswirkt.

    Marc Pierschel hat hier also eine Lektüre erschaffen, die tatsächlich so etwas wie ein Handbuch ist. Zu Beginn mag es ein bisschen trocken und theoretisch sein, denn er geht auf die Anfänge nicht nur des Veganismus zurück, sondern auch zu den frühen Überlegungen von Philosophen und Denkern, denn damit ist der Einstieg geschaffen. Ist der Mensch die Krone der Schöpfung und damit berechtigt, andere Lebewesen nicht nur zu unterdrücken, sondern auch zu töten? Rechtfertig ein kurzzeitiger lukullischer Genuss das endlose Tiersterben und -leid? Doch keine Panik, Pierschel hält sich nicht lange mit solchen Überlegungen auf - es ist schließlich Sache der Leser, selbst über sein Leben nachzudenken. Vielmehr gibt er einen praktischen Ratgeber an die Hand für diejenigen, die sich entschlossen haben, auf Tierprodukte zu verzichten. Und obwohl es nie einfacher war als jetzt, gibt es dabei noch immer so einige Fallen.

    Äußerst praktisch dabei fand ich gerade zum Schluss die Nährstofftabelle und eine E-Nummernliste sowie Links zu Tierschutz- und veganen Seiten. Tatsächlich ist in einer Menge dieser E-Nummern noch jede Menge Tierliches enthalten - und da die meisten wohl kaum alle chemischen Zusätze auswendig lernen, ist es von Vorteil, dass das Buch so handlich ist, dass man es problemlos in der Jackeninnentasche mit sich herumtragen kann.

    Fazit: Ein nützlicher Ratgeber mit Hintergrundinformationen, nützlichen Tipps, ein bisschen Philosophie und sehr viel Menschlichkeit.
  16. Cover des Buches Zoopolis (ISBN: 9783518586006)
    Sue Donaldson

    Zoopolis

     (3)
    Aktuelle Rezension von: WildRose
    "Zoopolis" von Kymlicka und Donaldson ist eines jener Sachbücher, die es wirklich geschafft haben, mich zum Nachdenken anzuregen. Für mich als an der Tierethik sehr interessierte Veganerin war dieses Buch eine ebenso anregende und nachdenklich stimmende Lektüre wie Singers Klassiker "Animal Liberation." Worum geht es nu in dem gemeinschaftlichen Werk der beiden Autoren, die es sich zum Ziel gemacht haben, die Schwächen der klassischen Tierrechtstheorie aufzuzeigen und eine Theorie zu entwerfen, die sorgfältiger und weniger widersprüchlich ist? Donaldson und Kymlicka fordern, dass Tiere mehr Rechte bekommen und wählen dazu dieselben Bezeichnungen, wie sie auch für Menschen verwendet werden: Domestizierte Tiere sollen als Staatsbürger anerkannt werden, Schwellenbereichstiere als "Einwohner" und außerdem sollen die Menschen die Souveränität wildlebender Tiere anerkennen. Anhand zahlreicher anschaulicher Beispiele zeigen Kymlicka und Donaldson, warum es so wichtig ist, den Tieren in unserer Mitte Staatsbürgerrechte zu gewähren und was dies in Hinblick auf unser Zusammenleben mit Hunden und Katzen, aber auch "Nutztieren" bedeuten würde. Zudem gehen sie auf viele Fragen ein, die ihre Ideen aufwerfen: Ist es dann noch erlaubt, dass der Mensch in die Natur eingreift? Können Tiere, wenn man ihnen Rechte gewährt, auch ihrerseits Pflichten nachkommen? Sie schaffen es, fast alle dieser Fragen sehr zufriedenstellend zu beantworten und die Vielseitigkeit der Mensch-Tier-Beziehung aufzuzeigen, ohne dogmatisch zu werden, wie es z.B. manche Abolitionisten tun, die der Meinung sind, der Mensch solle "die Tiere einfach in Ruhe lassen". In einer Welt, die Mensch und Tier sich teilen, wird es nie mögllich sein, die Tiere immer einfach in Ruhe zu lassen, doch wie die Autoren feststellen, muss der Mensch nicht entweder "Tyrann" oder "Big Brother" gegenüber den Tieren sein - er kann sie auch als Teil der Gesellschaft akzeptieren, ihre Rechte achten und sie mit Respekt behandeln, ohne ihnen Leid und Schmerz zuzufügen.
    Ein bisschen schade finde ich, dass Themen wie Tierversuche und Nutztierhaltung zwar angesprochen werden, aber doch nur recht kurz. Natürlich steht es außerfrage, dass die Autoren die Ausbeutung von Tieren ablehnen, aber jemand, der mit der Thematik noch nicht vertraut wird, braucht hier vielleicht noch ein wenig mehr "Input".
    Das Buch stimmte mich aber auch ein wenig traurig - es liest sich wie ein Buch für die Zukunft, wie ein Buch, für dessen so wichtige Botschaft die meisten Menschen heutzutage leider noch nicht bereit sind.
    Kymlickas und Donaldsons Vorschläge sind meiner Meinung nach insgesamt wirklich gut gelungen, ihr Modell der Staatsbürgerschaft, Einwohnerschaft und Souveränitätsanerkennung sorgfältig ausgearbeitet und beschrieben. Wer sich schon ein wenig mit Fragen der Tierethik befasst hat, sollte unbedingt zu "Zoopolis" greifen, auch wenn es sich als Einstiegslektüre in die Thematik vielleicht nicht unbedingt eignet.
  17. Cover des Buches Leichenschmaus (ISBN: 9783844872644)
    Helmut F. Kaplan

    Leichenschmaus

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Helmut F. Kaplan gilt im deutschsprachigen Raum als der Hauptvertreter der philosophischen Tierrechtsbewegung. Sein Buch "Leichenschmaus" wird deshalb nicht ohne Grund als die Bibel der Vegetarier gehandelt. - Zum Aufbau des Buches muss angemerkt werden, dass es aus einer Zusammenstellung einzelner Aufsätze und Artikel des Autors besteht. Beim Lesen des ersten Artikels war mir dies noch nicht so genau aufgefallen, doch alsbald musste ich merken, dass sich seine Grundthesen sowie Hauptforderungen immer wieder wiederholten und spätestens bei der Mitte des Buches nichts Neues mehr enthielten. Es war damit eigentlich ausreichend, den ersten, alle Grundpositionen des Autors enthaltenden Text des Autors, gelesen zu haben. Inhaltlich argumentiert Kaplan stringend, überzeugend, nachvollziehbar.
  18. Cover des Buches Vegan leben für Dummies (ISBN: 9783527710478)
    Alexandra Jamieson

    Vegan leben für Dummies

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Vegane Lebensmittel (ISBN: 9783833835735)
    Sonja Reifenhäuser

    Vegane Lebensmittel

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Simi159

    Vegan zu leben kommt immer mehr in Mode, doch wenn man anfängt damit, steht man oft etwas ratlos im Supermarkt. Denn klar kein Fleisch, kein Fisch, keine Eier…das ist ja noch einfach. Doch dann kauft man etwas, von dem man glaubt, es sei vegan, und erst beim studieren des Kleingedruckten auf der Packung wird klar, die Industrie macht aus Dingen die eigentlich rein pflanzlich sein sollten, doch wieder etw, das mit Tier in Berührung gekommen ist. 

    Sei es entfärbter Zucker mit Tierkohle, geklärte Obstsäfte mit Fischblasen oder Obst was zum strahlen mit Schellack gebracht wird.

    Da ist es nützlich einen kleinen Einkaufshelfer, im Taschenformat, zu haben, in dem 700 vegane Lebensmittel samt ihres Nährwertes drin stehen und den man bei Fragen schnell im Supermarkt zücken kann.

    Neben den 700 Lebensmittel, die alphabetisch sortiert in Tabellen stehen und mit Fett, Kalorien sowie den wichtigsten Vitaminen versehen sind. Da bekommt man schnell einen Überblick und  ein Gefühl, was einem Gut und vielleicht weniger gut tut.

    Zudem gibt es noch ein paar Rezepte und ganz wichtig Hinweise auf Stolperfallen. Denn zum Beispiel auch simple Dinge wie  Kartoffelchips können nicht vegan sein, da sei oft in Schweineschmalz ausgebacken werden.

    Ebenso gibt es ein Verzeichnis mit Fertiggerichten und Superfoods. Auch Tipps für das Essen außer Haus gibt es.Sprich alles was der Veganer und vor allem der neu werdende Veganer so braucht. 


    Für mich ein sehr nützliches kleines buch, dass man schnell mal zücken kann, und dem für den Anfang als Veganer sehr viele Informationen zu finden sind, ohne dass die Autorin einen belehren oder bekehren möchte.


    Von mir gibt es 4 STERNE.



  20. Cover des Buches Vegan im Job (ISBN: 9783517093741)
    Patrick Bolk

    Vegan im Job

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Titel: Vegan im Job | Autor:Patrick Bolk | Verlag: Südwest | Ausgabe: Fester Einband | ISBN: 9783517093741 |  Erscheinungsdatum: 27.04.2015| 

    —————————————————————————————————————————

    Meine Meinung zum Buch

    Ich möchte mich in erster Linie beim Bloggerportal für das zur Verfügung stellen dieses Rezensionsexemplares bedanken. Ich lebe seit über zwei Monaten vegan und stecke daher noch in der Selbstfindung. Jedes Buch über Veganismus ist mir eine große Hilfe. Ich kann vorweg sagen, dass das Buch auch für nicht Veganer geeignet ist und viel Freude bringt. Mit seiner farbenfrohen Gestaltung ist es schön anzusehen und man zieht es öfter zu Rat. Nach einer kleinen aber leicht zu verstehenden Einführung, kommt man zum schmackhaften Teil des Buches und man darf sich an großartigen Rezepten ausprobieren. Ich habe mich schon an einigen versucht, jedoch war nicht jedes von ihnen vorzeigbar, weshalb ich mich für ein Bild entschieden habe. Jedoch werde ich euch auf Instagram (Thriller Lady) auf den laufenden halten und mehr Selbstversuche posten.

  21. Cover des Buches Lecker-Land ist abgebrannt (ISBN: 9783777628158)
    Manfred Kriener

    Lecker-Land ist abgebrannt

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar

    «Mexikanisch, peruanisch oder japanisch … Dagegen verzeichnet eine Ackerfrucht, die wie keine andere mit der heimischen Küche identifiziert wird, einen steilen Absturz: die brave Kartoffel.»


    Mit den ersten Seiten dieses Sachbuchs hatte ich arge Probleme. Doch später wird es wirklich gut! Von vorn. Diese «früher war alles besser» Geschichten bringen bei mir eher ein bemitleidendes Grinsen zum Vorschein. Manfred Kriener regt sich auf, dass unsere Restaurants heute eine kulinarische Vielfalt besitzen und die Kartoffel kaum noch auf den Tisch kommt. Was er dabei aber nicht erwähnt, dass er hier von Großstädten redet, denn in Kleinstädten findet man den Japaner, Mexikaner, Vietnamesen recht selten an, auf dem Land schon gar nicht. Und dann redet er von der heimischen Kartoffel. An der Stelle bin ich in brüllendes Lachen übergegangen. Erst im 17. Jahrhundert kam die Kartoffel nach Deutschland. Doch um ihre Verbreitung hat sich erst Preußenkönig Friedrich der Große im 18. Jahrhundert verdient gemacht. Denn die Bauern lehnten anfänglich die Ackerfrucht ab, erst unter Zwang wurde die Pflanze angebaut und die Menschen wurden angeleitet, sie zu verarbeiten – nicht die giftigen Blätter zu essen! Mit Vegetariern und Veganern hat der Autor nichts am Hut. Er berichtet von guten alten Zeiten, wo der Schweinekopf im Wurstkessel schwamm, Opa dann die Fleischstücke verteilte, zum Stippen Salz auf die Tischplatte streute, für den Autor bis heute das köstlichste Mal der Welt. Er erwähnt aber leider nicht, dass der heutige Mensch weniger körperliche Arbeit verrichtet und den hohen Energiebedarf des letzten Jahrhunderts nicht mehr benötigt.


    «Schwer zu sagen, wann genau das Essbesteck um ein entscheidendes Instrument erweitert wurde. … Die Facebook-Welt, die für Kommunikation und Narzissmus ein neues Universum erschuf, wurde 2004 gegründet. Heute versammeln Facebook, Instagram und Co. fast die halbe Weltbevölkerung in ihren Netzwerken. Die Zahl der dort veröffentlichten Fotos von hübsch dekorierten Tellern geht ebenfalls in die Milliarden.»


    Auch für die Fotografie von Essen kann er sich nicht erwärmen. TV- Kochsendungen sind ihm zuwider. 

    «Die Epidemie der Kochsendungen, die Rezeptlawinen, der Kochbuchboom und die vielen Blogs im Netz kommen ja nicht zufällig zustande.» Es gehe hier um Produktvermarktung, bin hin zum Hometrainer und Fitnesscenter, weil der Mensch sich nicht bewege, nur noch vor dem TV verharre. Er bemängelt, dass den Menschen heute ein Leberwurstbrot mehr reicht, «Garnelenburger mit Nektarinensalat» muss es mindestens sein. Ab Seite 49 wird dann endlich interessant, das bis zum Ende, und hat mich letztendlich mit dem Buch versöhnt.


    Es gibt gute Infos zu In-vitro-Fleisch, mageres Muskelfleisch, das in Laboren gezüchtet wird. Das Marketing läuft: Dafür braucht es keine Tiertötung, keine Futterpflanzen, keine Abholzung des Regenwalds. Das mit fetalem Kälberserum angesetzte Fleisch soll die Zukunft sein. Man muss lediglich den lebenden Kalbsföten dicke Nadeln ins schlagende Herz stoßen und das gesamte Blut absaugen, so sieht die Realität aus. Noch wird in Massentierhaltung produziert, mit hohem Antibiotikaeinsatz, Gefahren für das Trinkwasser und Boden durch Überdüngung; Putenbrust von überzüchteten Tieren der Rasse «B.U.T. Big 6», den Hühnern geht es nicht besser. Massentierschlachtung, und dann werden Kohlendioxid und Sauerstoff in die Schutzverpackungen gepumpt, damit das Fleisch zwei Wochen lang frisch bleibt. Im Nebeneffekt wird es leider trocken, zäh und geschmacklos. Dann eben Biofleisch – aber da ist auch nicht alles gesund und mit Vorsicht zu genießen. Weg vom Fleisch. Probieren wir es mit Insektennahrung – die stammen fast ausnahmslos von Farmen in Südostasien, gefüttert mit Soja und Fischmehl, was die Futtermittelproblematik ausweitet. Dann bleibt uns der Fisch.



    «Die moderne Technik mit Tiefsee-Messgeräten, 3D-Karten vom Meeresboden und intelligenten Netzen macht es möglich, dass die Schiffe vom Netz aus gesteuert werden. Sie können sich in Regionen vorwagen, die früher tabu waren, weil Seeberge und Riffe die Netze beschädigten. Die größten haben eine Öffnung von bis zu 35.000  Quadratmetern.»


    Die Welternährungsorganisation gibt an, ein Drittel aller Bestände weltweit sind überfischt und 59,9 Prozent bis zum Limit ausgebeutet. Der sogenannte Beifang, wie Haie, Delfine, zu kleine Fische, unerwünschte Sorten, müssen zurück ins Meer. Die meisten Tiere überleben aber nicht. Beim Garnelenfang kann der Beifang schon mal bis zu 60 Prozent ausmachen. Interessant auch dazu die EU-Gesetze zu Fangquoten. Man empfiehlt uns heute, nachhaltigen Fisch aus der Zucht zu essen. Leider werden in den Basins viel zu viele Fische gehalten, und sie erkranken, werden von Parasiten befallen, was dazu führt, dass massenhaft Medikamente und Antibiotika eingesetzt werden, Insektizide, um die Läuse zu reduzieren. In Norwegen werden die Lachse mit gentechnisch modifizierter Soja aus Südamerika gefüttert. Dem Fisch fehlen die Omega-3-Fettsäuren, drum setzt man dem Futter Pigmente zu, um die rote Farbe zu behalten. Extrem besorgniserregend sind diese Bassins in offener See für den Wildlachs, der sich beim Vorbeischwimmen mit Krankheiten infiziert. Viele der Zuchtlachse schaffen es, in die Freiheit auszubüchsen. Sie paaren sich mit dem Wildlachs, der sich so genetisch verändert, nicht mehr stark genug ist, um seine Laichgebiete zu erreichen.


    «Dann liefert Raether die harten Fakten, notiert auf seiner Farm in Limpopo in Südafrika. Für ein Kilogamm Tomaten werde im Schnitt eine Wassermenge von 180 Litern benötigt, ein Kliogramm Avocados verbrauche 1000 Liter. 1000 Liter in einer Region, wo die Rinder verdursten und Wassser äußerst knapp ist.»


    Es folgt ein gutes Kapitel über das altbekannte Zuckerproblem und eine Aufklärung über das sogenannte «böse» Fett. Was hat es auf sich, mit der angeblich Superfood? Was ist dran an diesen Produkten? Die aus China importierten Gojibeeren verlieren durch die Trocknung ihre Vitamine, doch die Pestizidbelastung bleibt natürlich erhalten. Die gesunde Avocado birgt bekanntlich ein Wasserproblem, auch in Spanien. Was hat es mit Quinoa auf sich? Und so viel Chiasamen, wie gekauft werden, kann es gar nicht geben – oft sind Fälschungen im Regal zu finden: Basilikumsamen. Gerstengraspulver – eine gute Marketingmasche für nichts. Und wie sieht es mit Pestiziden bei Superfood aus? Müssen wir so viele Exoten verspeisen? Die Klimabilanz für den Transport ist hundsmiserabel. Und viele Lobpreisungen entpuppen sich schlicht als gutes Marketing. Auch zum Wein gibt es ein paar gruselige Tatsachen. Der Autor hat fein recherchiert und zieht diverse Studien heran.

    Manfried Kriener hat einiges über unsere Lebensmittel auf den Tisch gepackt. Und nach anfänglichem Kopfschütteln hat sich das Buch als gute Fundgrube an Informationen entpuppt. Eine Gruppe von Lebensmitteln hat mir gefehlt: Vegane Lebensmittel: übersüßte Ersatzmilch, vegane Wurstsorten, Frikadellen, Schnitzel, Fertigprodukte. Was mag hier alles chemisch vermengt sein? Vielleicht eine Anregung für ein neues Buch. Doch bitte nicht wieder mit dem Schweinekopf das Buch beginnen! Was gibt uns der Autor mit auf den Weg? Hinschauen, was man sich auf den Tisch holt. Selbst kochen! Direkt beim Bauern kaufen, Produkte aus der Region wählen. Einen Metzger finden, der selbst seine Wurst herstellt … da wird bei mir die Ökobilanz schlecht ausfallen – überhaupt mal einen Metzger finden oder einen richtigen Bäcker. Immerhin kann man sein Brot selbst backen. Nachdenken, bevor man sich von Marketingstrategien über das Ohr hauen lässt! Und: 


    «Kochen Sie selbst so oft wie möglich, meiden Sie jeden Industriefraß, misstrauen Sie den Fertiggerichten der Ernährungskonzerne.»

    https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/lecker-land-ist-abgebrannt-von-manfred.html

  22. Cover des Buches Peety (ISBN: 9783959102551)
    Eric O'Grey

    Peety

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Aprikosa

    Peety - Ein Hund auf Rezept ist ein wunderbares Buch über einen Mann, der durch seinen Hund zu sich selbst findet und auch zu einer besseren Version von sich selbst.

    Eric ist an dem Tiefpunkt seines Lebens angekommen als seine neue Ärztin in sozusagen einen Hund verschreibt. Er ist übergewichtig und hat Diabetes. Sie empfiehlt ihm einen Hund aus dem Tierheim sowie eine pflanzliche Ernährung. Beides ist für ihn eine starke Umstellung. Mit Hunden hat er bisher keine Erfahrung möchte es aber wagen. 


    Und es ist so schön zu lesen wie Eric sich in seinen neuen Begleiter Peety verliebt. Er spornt ihn an seine Veränderung durchzuziehen und sich mehr zu bewegen. Und für Peety möchte er sich verändern und ein besserer Mensch sein.

    Aus Eric's Perspektive lesen wir wie alles mit Peety beginnt und er nach und nach seine Gewohnheiten ändert. Es gibt auch nützliche Tipps zur Ernährung, ganz unbeabsichtigt. Die Ratschläge von Eric's Ärztin sind etwas Besonderes. Denn viele Ärte verschreiben einen Medikamente damit die Symptome gelindert werden. Aber sich bemühen die Ursache mit den Patienten anzugehen wagen wenige. Dabei fehlt eventuell auch das Wissen dazu. Aber durch Eric sieht man wie man sich ändern kann und seine Ziele erreichen kann, wenn man den Willen dazu hat. Eric hat mich dazu ermutigt mehr über Ernährung und Kochen in Erfahrung zu bringen. Denn aus Eric konnte anfangs nicht einmal Reis kochen und hat es geschafft ein richtig guter Koch zu werden. Er hat dafür viel getan und sich intensiv mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt, das wird auf jeden Fall deutlich. Das Buch inspiriert einen wirklich sehr.


    Peety ist ein treuer Begleiter und es ist rührend wie Eric sich mehr und mehr in ihn verliebt und nach und nach auch immer mehr mit ihm gemeinsam erlebt. Peety ermöglicht ihm den Kontakt zu vielen Menschen und es wird klar, dass Peety eine große Rolle in Eric's Veränderung spielt. Dieses Buch ist einfach toll. Es ist flüssig zu lesen und vor allem liest es sich angenehm. Peety ist ein toller Hund und jedem Hund sollte man so viel Liebe entgegen bringen wie Eric es tut. Das Buch hat mich emotional berührt und dafür gesorgt, dass ich ein paar Tränen vergossen habe. Es ist einfach unglaublich. Eric's und Peety's Geschichte haben mich nicht nur gut unterhalten, sie hat mich inspiriert und mir eine Menge gegeben.

  23. Cover des Buches Macht (ISBN: 9783864843334)
    Karen Duve

    Macht

     (8)
    Aktuelle Rezension von: andre-neumann
    Dieses Buch ist außergewöhnlich. Und ich behaupte: Wenn es ein Mann geschrieben hätte, wäre es nie geschrieben worden! Es geht um einen eskalierten Feminismus, gegen den sich ein männlicher Psychopath meint aufzulehnen. Das Ganze ist angesiedelt in einer Welt, die durch Klimawandel und Umweltkatastrophen kurz vorm Untergang steht, in der sich die Menschen aber mit Pillen beliebig jung halten können (zumindest bis die Zellmutationen früher oder später zu ihrem Krebstod führen).
    Coole, spannende Geschichte - dazu noch grandios gelesen. Wer's abgefahren mag, sollte zugreifen!
  24. Cover des Buches Vegane Ernährung (ISBN: 9783926914330)
    Gill Langley

    Vegane Ernährung

     (11)
    Noch keine Rezension vorhanden

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