Bücher mit dem Tag "venezuela"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "venezuela" gekennzeichnet haben.

56 Bücher

  1. Cover des Buches Phantom (ISBN: 9783492304702)
    Jenk Saborowski

    Phantom

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Katl93
    In diesem Buch wird ein krasses Thema behandelt, das uns alle angeht. Der Terror. Sei es in Barcelona oder Deutschland überall kann es einen treffen & das sagt uns auch das Buch von Jenk Saborwoski. Solveigh Lang hat nun einen neuen Feind, der nicht mit der heutigen Technik aufzuspüren ist. Wer oder was es ist könnt ihr auf meinem Blog lesen oder euch einfach das Buch kaufen :)

    https://bluubsbuecherwelt.blogspot.de/2017/10/phantom-jenk-saborowksi.html
  2. Cover des Buches Du und ich bis ans Ende der Welt (ISBN: 9783734102585)
    Jessica Redmerski

    Du und ich bis ans Ende der Welt

     (41)
    Aktuelle Rezension von: bine174
    Das Buch ist die Fortsetzung von "Wenn du mich küsst, dreht die Welt sich langsamer". Das Buch war zwar in sich abgeschlossen, deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, dass es eine Fortsetzung davon gibt. Dieses Buch hier könnte man wiederum zwar lesen, auch ohne den Vorgänger zu kennen, aber ich würde empfehlen, es trotzdem zu tun.


    meine Meinung: die Geschichte startet ein paar Monate nach dem Ende vom letzten Buch. Camryn und Andrew erzählen abwechselnd kapitelweise aus ihrer Sicht. Die beiden müssen einen schlimmen Schicksalsschlag mitmachen, und um Camryn und auch sich selbst auf andere Gedanken zu bringen, starten sie nochmals mit dem Auto auf eine Reise ins Ungewisse - einziger Fixpunkt: weg vom Winter und in die Sonne. 

    Diese Reise schweißt die beiden noch enger zusammen, sie lernen sich noch besser kennen und aufeinander zu vertrauen und hören, und sie lernen jedenfalls auch, über alles miteinander zu reden. Man erlebt mit, wie die beiden erwachsen werden und sich klar darüber werden, was sie von ihrem zukünftigen Leben erwarten. Von daher hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen.

    Trotzdem konnte es mich nicht ganz so fesseln wie sein Vorgänger, weil manche Situationen ein wenig zu intensiv beschrieben wurden, und damit meine ich, was beiden in der gegenständlichen Situation gerade durch den Kopf ging. Da haben sich manchmal ihre Gedankengänge wiederholt, und gegen Ende des Buches habe ich zum Teil die Absätze eher überflogen.

    Was mir wiederum sehr gut gefallen hat, war der sehr lange Epilog. 

    Der Schreibstil war flüssig, auch die Handlung setzte sich konsequent fort und es gab keine unklaren Momente.

    Alles in allem also ein Buch, das mir trotz einiger kleiner Längen gut gefallen hat.
  3. Cover des Buches Nacht in Caracas (ISBN: 9783103974614)
    Karina Sainz Borgo

    Nacht in Caracas

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Igelchen

    Caracas. Knappe Lebensmittel, fehlende Medikamente und Korruption stehen an der Tagesordnung. Das Geld verliert jeden Tag mehr an Wert. Unter all diesen Widrigkeiten verliert Adelaida Falcón ihre Mutter. Sie blickt zurück auf ihr früheres Leben. Ein Leben, in dem sie von ihren Tanten mit Mangos und Maisfladen versorgt wurde. Doch die Gegenwart sieht anders aus. Nach der gewaltsamen Vertreibung aus ihrer Wohnung, gibt es nur noch eine Möglichkeit sich zu retten. Flucht.

    Meine Meinung zum Buch
    Dieses Buch geht unter die Haut. Es zeigt mit Schrecken auf, wie die Lage in Caracas ist. Unter welchen Umständen die Menschen ihr tägliches Leben führen. Viel zu wenig wird darüber in den europäischen Medien berichtet. Dieses Buch hat mich nachhaltig beeindruckt. Unter anderem der inflationäre Wertverlust des Geldes, die leeren Supermarktregale und ein politisches System, das diesem Zustand nichts entgegenzusetzen vermag.

    Wer mehr über das gegenwärtige Leben in Venezuela erfahren möchte, sollte dieses Buch lesen. Es zeigt schonungslos die Zustände eines lateinamerikanischen Landes, welches sich ohne Unterstützung womöglich nicht mehr selbst zu retten kann.

  4. Cover des Buches Die Bucht des grünen Mondes (ISBN: 9783499257018)
    Isabel Beto

    Die Bucht des grünen Mondes

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Ludwig

    Inhalt


    Berlin, 1896: Für die junge Fabrikantentochter Amely bricht eine Welt zusammen, als sie erfährt, dass ihr Vater sie mit einem deutlich älteren Verwandten verheiraten will. Kilian Wittstock ist märchenhaft reich – und er lebt am anderen Ende der Welt. Als einer der mächtigsten Kautschukbarone beherrscht er das Amazonasgebiet. Schweren Herzens macht sich Amely auf die Reise über den Ozean. In Manaus erwartet sie ein fremdes, exotisches Leben voller Luxus und ein ebenso exzentrischer wie brutaler Ehemann. Erst als ein dramatisches Ereignis sie mit dem Indianer Aymáho zusammenführt, erfährt Amely, was Liebe bedeutet. Aymáho weckt in ihr tiefe Gefühle und nie geahnte Leidenschaft. Doch ihr gemeinsames Glück ist bedroht durch ein Geheimnis, das Aymáho in sich trägt.


    Das Buch ist gut geschrieben. Doch leider auch sehr brutal vor allem für amely. Es wird gut beschrieben wie damals die reichen andere ausbeuteten. Stellenweise war es etwas langatmig. 

  5. Cover des Buches Jet (ISBN: 9783943408379)
    Russell Blake

    Jet

     (35)
    Aktuelle Rezension von: mistellor
    Manchmal braucht man ein Buch, dass intelligenzmäßig nicht alzu viel fordert, dass man einfach runterlesen möchte.
    So hatte ich mir dieses Buch vorgestellt, und wurde sehr gut überrascht. Man kann es tatsächlich gut und schnell lesen, aber es hat auch Tiefe und man muss ja tatsächlich auch seinen Grips benutzen.


    Jet ist eine Mossad-Agentin, die ausgestiegen ist und nun versucht ein normales Leben zu leben.
    Aber die Vrgangenheit holt sie wieder ein und sie muss hart kämpfen um herauszubekommen, wer ein Interesse hat sie zu töten. Dabei erfährt der Leser viel über ihre Vergangenheit. Die ist hochinteressant, geht manchmal ans Herz, die vielen Toten und wie sie sterben, die natürlich in jedem Spionage-Action-Thriller vorkommen, zeigen echten Thriller-Charakter.


    Ich habe das Buch genossen und freue mich auf Teil 2. Dann gehe ich recherchieren, denn in Amerika sind 5 oder 6 Teile erschienen. Mal sehen, ob hier im good old Germany die Bücher herausgebracht hat 


    Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen, weil es ein Lesevergnügen mit einer tollen und starken Frauengestalt war.
  6. Cover des Buches Paula (ISBN: 9783518393406)
    Isabel Allende

    Paula

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Waschbaerin

    "Paula" von Isabel Allende hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Trotzdem, für mich ist dies das schönste und mitreißendste Buch Isabelle Allendes, das ich je gelesen habe. "Paula" zeugt von der bedingungslosen Liebe einer Mutter zu ihrer erwachsenen Tochter.


    Isabelle Allendes Tochter Paula, schon lange erwachsen und von zu Hause ausgezogen, kommt 1991 als todkranke Frau nach Hause zurück. Isabelle Allende sitzt abwechselnd mit ihrer eigenen Mutter am Krankenbett ihrer Tochter und bangt und wacht über die im Koma liegende junge Frau. Im Grunde weiß Isabelle, dass Paula nie wieder aufwachen sondern an dieser unheilbaren Stoffwechselerkrankung sterben wird.


    Um das Unerträgliche aushalten zu können, fängt Isabelle an und schreibt während dieser quälenden Zeit am Krankenbett von Paula ihre Familiengeschichte nieder. "Hör mir zu Paula, ich erzähle dir eine Geschichte, damit du nicht so verloren bist, wenn du aufwachst".


    Hier wird nicht nur ein Roman erzählt, sondern die Entwicklung der Familie Allende vor dem geschichtlichen Hintergrund von Chile ausgebreitet. S. Allende, Präsident von Chile will das Land in eine moderne Zukunft führen, wird aber 1973 gestürzt und Chile versinkt im Chaos, von dem es sich sehr lange nicht erholt.


    Isabelle Allende fasst die Angst in Worte, so dass dem Leser das Schicksal der Menschen unter die Haut  geht und weh tut. Sie schreibt über die Flucht um überleben zu können und auch den Tod der Menschen ihres Heimatlandes. Die Umwälzungen dieser Revolution bekommt der Leser aus erster Hand. Die Angst, die Gefahr. Und später das friedliche Leben Isabell Allendes in Kalifornien, wie sie an der Seite eines Mannes das neue Glück findet und zu Schreiben beginn, dass ihre Seele frei wird.


    Das Buch lässt sich nicht lesen wie ein Schmöker. Es hat einen sehr ernsten Hintergrund und zeigt das endlose Leid der chilen. Bevölkerung.


    Für mich ist es das schönsten und faszinierendste Buchern von Isabelle Allende - ein biographischer Roman. Eins weiß ich: In meinen Regalen liegen sehr viele Bücher die ich irgendwann verschenke und von noch mehr Büchern habe ich mich in der Vergangeheit bereits getrennt und weiter gegeben, da ich der Meinung bin, Bücher sollen gelesen werden und nicht in irgendwelchen Regalen einstauben. Doch dies wird eines der Bücher sein, die bei mir bleiben.

    Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung. 

  7. Cover des Buches Die Tsantsa-Memoiren (ISBN: 9783869711775)
    Jan Koneffke

    Die Tsantsa-Memoiren

     (9)
    Aktuelle Rezension von: renee

    Die Serie reißt nicht ab, denn auch dieses Buch gefällt mir nicht vollkommen. "Die Tsantsa-Memoiren" ist ein etwas langatmiger, aber auch interessanter Trip durch die Geschichte mit einer außergewöhnlichen Hauptfigur.

    Dennoch wirkt diese Hauptfigur, trotz ihrer Exklusivität und Monströsität, recht langweilig. Eigentlich ist diese Geschichte eine gute Idee, deren Außergewöhnlichkeit aber in meinen Augen verspielt wurde. Denn irgendwie frage ich mich: Warum wird mir diese Geschichte erzählt? Ein sprechender und denkender Tsantsa, ja, und ...??? Wenn dies ein Locken sein soll, so hat das ja bei mir funktioniert, aber mit welchem Versprechen? Ein Versprechen einer packenden Handlung? Nicht wirklich. Der Tsantsa ermöglicht eine weitreichende Darstellung geschichtlicher Fakten, ja, aber das hätte anders auch geschafft werden können und dann vielleicht auch stimmiger. Dann, wenn ein Tsantsa schon zu Worte kommt, sollte auch seine Herkunft stimmig und richtig erläutert werden. Venezuela und Ekuador liegen doch recht weit auseinander, denn der Begriff Tsantsa verortet die Herkunft dieses Kopfes ja. Das ist etwas, was mich sehr gestört hat. Vielleicht, weil ich mir hier gerade mehr Inhalt zu dieser Thematik gewünscht habe. Stoff für einen weiteren Teil? Bitte nicht!

    Einen Fokus zu setzen auf ein etwas enger gewähltes Areal hätte diesem Buch sicher besser getan, es etwas zentriert. Dennoch sind die geschichtlichen Fakten interessant und ein buntes Kaleidoskop und auch gut zu lesen. Aber für 4 Punkte reicht die Gesamtgestaltung in meinen Augen hier leider nicht. Was wirklich schade ist, denn die Idee finde ich wirklich grandios!

  8. Cover des Buches An den Ufern des goldenen Flusses (ISBN: 9783499259777)
    Isabel Beto

    An den Ufern des goldenen Flusses

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Faidit
    Verwoben mit der interessanten Historie um den Freiheitskämpfer Bolivar und der Geschichte Venezuelas, in der auch Humboldt als Held dieser Zeit und Region der Erde dann und wann erwähnt wird, hat dieser Roman einen netten und nicht oft gelesenen Hintergrund, vor dem sich die fiktive Handlung um Janna Sievers, die Tochter eines hanseatischen Kaufmannes, und ihrem Verlobten Reinmar, einem Dandy und Glücksritter, wie er im Buche steht, abspielt. Auch ein Halbindio, der ein sehr wildes und eigenwilliges Leben führt und die Anstandsdame der noch unverheirateten und behütet aufgewachsenen Protagonistin spielen eine Rolle, die sich auf das Handeln der jungen Hamburgerin immer wieder auswirken. 
    Anfangs war alles sehr vorhersehbar. Der Verlobte liebenswert und der Wunschschwiegersohn aller Mütter mit Töchtern. Die umworbene junge Frau naiv, puppenhaft, für einen Mann leicht zu händeln, gesellschaftsfähig und vorzeigbar. Doch das ändert sich mit ihren Erfahrungen nach dem Schiffsbruch, die sie schnell erwachsen und reif werden lassen. Die Landschaftsbeschreibungen und Beschreibungen von den sonstigen sehr realistisch dargestellten Eindrücken, die auf Janna einstürmen, sind bildhaft und nehmen den Leser mit auf die Reise auf dem Orinoco. Die Sprache mit den eingeflochtenen historischen wie dialektischen Ausdrücken hat mir ebenfalls sehr gefallen. Die Protagonisten handeln logisch und lebensecht und wirken nicht der Fantasie entsprungen. Nach vier Fünfteln des Buches dachte ich, dass die Handlung jetzt wirklich interessant wird und auch sehr dem wahren Leben abgekupfert ist und keineswegs in Richtung der üblichen Liebesgeschichten geht. Aber leider hat die Autorin dann doch irgendwann anders entschieden – möglicherweise auf Druck des Verlages anders entscheiden müssen, um die Geschichte weniger dramatisch und doch recht romantisch, dem Anspruch des Großteils der Leserschaft, weitergehen zu lassen. Dann war doch allzu deutlich klar, wer der erstrebenswerte Ehemann wird, mit dem die Protagonisten sich wohl verbandelt. Es wäre spannender gewesen, wenn die Vorteile des einen und die Nachteile des anderen Kandidaten nicht so klar zu Tage getreten wären, bzw. sich verändert hätten. Aber Romane sollen eben doch nicht allzu viel mit dem wahren Leben zu tun haben.. Einzig das glücklicherweise offene Ende lassen das Buch schließlich nicht ganz im Schmalz versinken.
    Netter Roman mit Spannung, der mich gut unterhalten hat.  
  9. Cover des Buches Göttertrank (ISBN: 9783442372188)
    Andrea Schacht

    Göttertrank

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen

                


     Amara wächst als uneheliches Kind der Zuckerbäckerin Birte auf. Der exotische Kakao wird ihre Leidenschaft und auch wenn sie einige Schicksalsschläge hinnehmen muss, bleibt sie dem Kakao doch treu.

    Das Buch konnte mich fesseln, auch wenn hier immer wieder verschiedene Erzählstränge geschickt zusammengeführt wurden. Amara ist die Hauptprotagonistin, doch ihre Geschichte ist fest verwoben mit anderen Menschen, die immer wieder ihren Weg kreuzen. Die Autorin hat es geschafft, die Zeit der Industrialisierung wieder aufleben zu lassen und somit auch Standesdünkel und unmenschliche Arbeitsbedingungen. Die Geschichte rankt sich um Kakao und man erfährt ganz nebenbei einiges über die süße Köstlichkeit. Die Geschichte ist spannend erzählt, es gibt Intrigen, Gift und Eifersucht, aber auch schöne Momente. Ich habe mich in der Geschichte sehr wohl gefühlt und es wird sicher nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein.
  10. Cover des Buches Unentschlossen (ISBN: 9783833304941)
    Benjamin Kunkel

    Unentschlossen

     (66)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    "Ich schätze, sein oder nicht sein ist die Frage. Damit hatte keiner gerechnet. Aber offenbar ist für manche Leute die Entscheidung, alles zu beenden, die erste wichtige Entscheidung ihres Lebens. Natürlich auch die letzte."

    Dwight ist Ende 20 und furchtbar unentschlössen. Als Student der Philosophie hat er sicher eine Erklärung. "Unentschlossen zu sein, ist der Ersatz für die eigene Unsterblichkeit.", So ein bekannter Philosoph.Dwight ist beliebt und organisiert die nächste Abschluß-Collgeparty. Nachdem die Collegeschönheit und Exfreundin Natasha ihm antwortet, dass sie kommt - oder nicht, erkennt er darin eine Geistesgemeinschaft und möchte sofort zu ihr nach Ecuador reisen.
    Dort angekommen trifft er Natasha und Brigid, verliert Natasha sofort wieder und macht sich mit Brigid durch den Dschungel um mit ihr über die Konsumgesellschaft und die allgemeine Unentschlossenheit der Menschheit zu diskutieren.

    "Überleg dir wie du dich in einer Konsumgesellschaft fühlst, in der man dich ständig um kleine Mengen von Wünschen bittet und sie vergeudet, so dass du nie genug Leidenschaft für eine einzige Sache aufsparen kannst."

    Dwight hat vor der Reise eine Medizin gegen seine Unentschlossenheit bekommen. Abulinix soll ihn heilen. Im Dschungel spürt er schon die ersten Resultate!

    "Als wir in der Abenddämmerung in Banos ankamen, stürmte ich in die Hombres Toilette an der Bushaltestelle und pinkelte mit mächtigem Strahl in das stinkende Pissoir. Es tat unheimlich gut, den leidenden Inhalt meiner Blase freizulassen. Dann wich meine Qual einem halben Glücksgefühl, und ich überlegte, wie gern ich doch pinkelte, und eigentlich auch nieste, schiss, Ohrenschmalz aus den Ohren oder Rotz aus der Nase popelte, ejakulierte oder spuckte, und wie gern ich mich sogar übergab, wenn mir schlecht war - all diese Dinge. Vielleicht wurde ich nie ein kluger und entschiedener Mensch, aber wenigstens lag ein ganzes Leben des Ausscheidens und anderweitigen Entsorgens vor mir, und wie konnte ich mit der Aussicht auf diesen kostenlosen , moralisch wertfreien und im Übermaß vorhandenen Genuss mein widerliches Leben auf Erden jemals bedauern? Ich bin das Gift in mir, dachte ich, und es ist herrlich, es loszuwerden."

    Unentschlossen war im Jahre 2007 DER Debütroman aus Amerika. Unentschlossen ist sicher witzig, in manchen Situationen auf den Punkt gebracht und sprachlich rasant. Was der Roman nicht ist, ist eine Gesellschaftskritik. Zu unscharf sind die Kritiken und zu sehr ironisiert in die Witzwatte verpackt, als dass man sie greifen oder ernst nehmen kann.

    Wenn man sich davon befreit mehr in diesem Buch zu sehen, erlebt man ein herrliches Leseerlebnis, mit sehr schönen pointierten Seitenhieben auf die amerikanische Gesellschaft. Einfach ein Buch was durch seine Sprache Lust aufs Lesen macht.
  11. Cover des Buches Gnadenlos - Auf der Flucht (ISBN: 9783802588488)
    Cherry Adair

    Gnadenlos - Auf der Flucht

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Rosenmaedchen

    Schon der erste Satz von diesem gnadenlos guten Buch haut mich total um, ich zitiere: „Drei Dinge geschahen in diesem Moment gleichzeitig: Die sanfte, warme Wölbung eines nackten Frauenpos schmiegte sich verlockend an Zakary Starks Morgenerektion, ihm kam die übliche qualvolle Erkenntnis, das es die falsche Frau war, und gegen seine Schläfe presste sich das kalte, harte Metall eines Pistolenlaufs.“ Dieser Satz beschreibt ausgezeichnet die aktuelle Situation, in der das Buch beginnt. Man befindet sich mitten in einer Entführung und das Adrenalin pumpt sofort hoch.

    Die Charaktere des Buches sind einfach sehr vielschichtig und ausgesprochen sympathisch, auch wenn man mit Zakary erst ein wenig warm werden muss. Er ist ein Millionär, ein Draufgänger und wirkt wie ein A....loch. Gerade bei ihm dachte ich anfangs an viele Klischees, welche sich aber im Laufe der Geschichte verlierten – zum Glück! Acadia ist eine Power-Frau, sehr strukturiert und mutig, auch wenn sie sich nicht so sieht. Mit viel Fantasy bringt sie Zak und sich selbst oftmals aus brenzligen Situationen. Beide zusammen sind einfach explosiv, gefährlich und amüsant! Es war klug von Cherry Adair, einen One-Night-Stand vorweg anzuwenden, um die sofortige sexuelle Energie zwischen den beiden zu beschreiben. Diese haben einen Grund und stören mich deswegen kaum. Die beiden beeinflussen sich gegenseitig und Acadia kann Zak ändern – und das sogar sehr nachvollziehbar. Top!

    Der Schreibstil ist spritzig, die Wörter gehen total locker weg und trotzdem ist die Wortwahl gut ausgeschmückt; einfach unglaublich! Dieser beschreibt ein fulminantes Abenteuer, welches Leben und Tod ständig thematisiert. Es kommt Survival-Feeling auf. Es ist mega spannend, actionreich. Aber: Zaks Nahtod-Erfahrung und die daraus resultierende „Gabe“ war für mich einfach Unsinn. Ein i-Tüpfelchen zu viel.

    Ich wurde schwer in die Irre geführt, denn ich dachte schon längst, dass ich raus habe, wer Zak und Acadia nach dem Leben trachtet. Doch ich lag total falsch und war positiv überrascht von der Lösung der Autorin und dem Drahtzieher. Es wird dramatisch, mein Herz zerreißt regelrecht und doch gibt es ein zufriedenstellendes Happy-End, so mehr oder weniger. Einfach gnadenlos gutes Buch!

  12. Cover des Buches Auf der Suche nach dem verlorenen Glück (ISBN: 9783406708657)
    Jean Liedloff

    Auf der Suche nach dem verlorenen Glück

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Janine2610
    Buchrückseite:

    Im Dschungel Venezuelas trifft Jean Liedloff, eine junge Amerikanerin, auf die Yequana-Indianer. Fasziniert vom offenkundigen Glück dieser "Wilden", bleibt sie insgesamt zweieinhalb Jahre bei dem Stamm und versucht, die Ursachen dieses glücklichen und harmonischen Zusammenlebens herauszufinden. Sie entdeckt dessen Wurzeln im Umgang dieser Menschen mit ihren Kindern und zeigt, wie dort noch ein bei uns längst verschüttetes Wissen um die ursprünglichen Bedürfnisse von Kleinkindern existiert, das wir erst neu zu entdecken haben.

    Meine Meinung:

    Empfohlen wurde das Buch von einer YouTuberin und ich bin sehr froh, dass ich es mir gekauft habe, denn schon während des Lesens habe ich das starke Gefühl bekommen, dass es das wichtigste Buch meines Lebens ist. Dieses Gefühl hat sich bis zum letzten Satz nicht verändert. Ich bedauere sogar, es nicht schon viel früher gelesen zu haben.

    Jean Liedloff hat auf einer Expeditionsreise in den venezolanischen Urwald den Yequana-Stamm kennengelernt und war sofort enorm fasziniert davon, wie glücklich diese Menschen sind und welche Zufriedenheit sie ausstrahlen. Weil sie herausfinden wollte, warum es bei den Yequana kein Wort für Unglück oder Unzufriedenheit gibt, ist sie geblieben. Insgesamt 2,5 Jahre lebt und beobachtet sie den venezolanischen Stamm und zieht logische Schlüsse. In dieser Zeit erkennt sie, dass es der Umgang mit den Babys und Kindern ist (der sich zu dem unsrigen größtenteils stark unterscheidet), der sie zu glücklichen, zufriedenen und selbstbewussten Erwachsenen werden lässt.

    Babys sind Traglinge

    Der Zeitraum in der gesamten Menschheitsgeschichte, in dem wir unsere Babys nicht mehr tragen, ist so unbedeutend kurz. Jedes Baby, das heute zur Welt kommt, erwartet getragen zu werden. In seinem inneren Bauplan ist es quasi vorgesehen, so behandelt zu werden wie die Babys vor tausenden von Jahren. Das Gitterbett (alleine in einem anderen Zimmer zu schlafen), Laufställe, Wippen, Autoschalen und nicht zuletzt Kinderwägen, sind höchst unnatürliche, irritierende Dinge für ein Baby. Es sind Erfindungen der Neuzeit/Gegenstände, die einem den Alltag erleichtern sollen. In Wahrheit schaffen sie vor allem eines: Distanz zu deinem Kind. Das schöne, beruhigende Gefühl des Getragenwerdens, das Nähe, Selbstvertrauen, Urvertrauen, Wärme, Liebe, Sicherheit, das Gefühl von Richtigkeit und viele weitere Kompetenzen entstehen lässt, erfahren Babys durch diese Erfindungen nicht. Es gibt genug Babys, die es lautstark einfordern, getragen zu werden. Es gibt leider aber auch viele, die mucksmäuschenstill sind und es nicht einfordern. Letztere erwarten und brauchen das Getragenwerden aber ganz genauso.

    Bis etwa zur Mitte des Buches beschreibt Liedloff das Leben eines Babys bei den Yequana und das Leben eines Babys in der Zivilisation. Die Beschreibungen über das Yequana-Baby fand ich hochinteressant. Ich war erstaunt darüber, dass die Yequana-Babys, bis sie anfangen zu kriechen, in ständigem Körperkontakt mit einem anderen Menschen sind. Wie dieser Stamm mit ihren Babys umgeht, ist faszinierend und hat in mir eine große Motivation und Zustimmung hervorgerufen. Zutiefst anregend ist es, wie das Yequana-Baby seinen Tag verbringt.
    Das Baby hingegen in der Zivilisation ... fürchterlich! (Hinzu kommt hier, dass das Buch in den 1970er-Jahren geschrieben wurde und es da bei uns ja noch gang und gäbe war, seine Babys weinend in andere Zimmer zu schieben, um sie auf keinen Fall zu "verwöhnen"!) Die Autorin schildert das triste, wenig bis gar nicht anregende, Dasein eines Säuglings, der seine ersten Lebensmonate hauptsächlich liegend verbringt. Und das macht sie auf so eindringliche Art und Weise, dass es mich tief berührt und sehr traurig gemacht hat. Wenn man sich in so ein Baby hineinversetzt, was ich getan habe, dann bleibt einem eigentlich auch nichts anderes übrig als zu weinen. Dieser Abschnitt hat mich sehr mitgenommen und mich noch einmal zusätzlich bestätigt, dass ich es ab nun bei meiner Tochter anders machen werde und sie nur mehr getragen wird.

    Das Gefühl, dass etwas fehlt

    Im zweiten Teil des Buches widmet sich Liedloff sehr viel und ausgiebig den verschiedensten Auswirkungen vom Nichtgetragenwerden/einer nicht artgerechten Erziehung. Und auch das fand ich sehr spannend, denn viele der Gefühle, die beschrieben werden, konnte und kann ich nach wie vor fühlen und das war für mich wie eine Offenbarung. Zu wissen und zu verstehen, warum man sich ab und zu so fühlt, wie sich bestimmt der Großteil der Menschen in unseren Breitengraden fühlt, ist zum Teil tröstlich, zum Teil befreiend.

    Jeder, der ein Baby bzw. Kinder hat oder vorhat, Kinder zu bekommen, sollte dieses Buch lesen! Der Inhalt ist SEHR wichtig und enorm bereichernd und ich würde mir wirklich wünschen, dass er mehr Beachtung erfährt. Am liebsten würde ich ja hergehen und jedem, den ich kenne, dieses Buch schenken.
  13. Cover des Buches Papillon (ISBN: 9783596212453)
    Henri Charrière

    Papillon

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Lynn11

    Auch wenn diese Geschichte im autobiographischen Schreibstil verfasst wurde, so mag ich doch sehr daran zweifeln, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt. Die Story ähnelt einem Abenteuerroman, in welchem sich die Szenerie einige male wiederholt. Für mein Empfinden etwas zu platt, zu künstlich und zu oberflächlich. Ja, als Klassiker sollte man das Buch einmal in seinem Leben gelesen haben. Gehört zu den Abenteuerromanen: Tarzan, Mobby Dick, Robinson Crusoe u.a.

  14. Cover des Buches PRIMORDIA - Auf der Suche nach der vergessenen Welt (ISBN: 9783958353602)
    Greig Beck

    PRIMORDIA - Auf der Suche nach der vergessenen Welt

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Kirsten_Ateeq

    Wenn aus Neugierde und dem Versuch der Langeweile des Lebens reicher Leute, tödlicher Ernst wird. Ich war von der ersten Seite an fasziniert und gefesselt, vielleicht weil die Geschichte so fantastisch ist und doch gleichzeitig, vielleicht möglich ist. Ein Buch für Leute mit Träumen, die in diesem Fall eher Alpträume sind, auf jeden Fall: tolle Unterhaltung!

  15. Cover des Buches Fernweh im Herzen (ISBN: 9783959102049)
    Nina Sedano

    Fernweh im Herzen

     (18)
    Aktuelle Rezension von: ckfree

    Das Cover ist altbacken und passt nicht zu einer modernen Weltenbummlerin, die mit dem Rucksack unterwegs ist. Zudem ist der Titelzusatz irreführend, denn es handelt sich nicht nur um neue Abenteuer. Das Buch umfasst vielmehr Reiseerlebnisse aus 40 Jahren (1978-2018), in denen teilweise Rückblicke zu anderen früheren Reisen gemacht werden.

    Die Anekdoten sind mal mehr, mal weniger lang und beschäftigen sich mehr mit den Reisebekanntschaften der Autorin als mit den Ländern.
    Oft wirkt es wie ein Tagebuch oder eine Dokumentation runtergeschrieben. Zwischendurch gibt es Passagen, die sich wie ein Sachbuch über Tiere oder Belehrungen über Natur, Umweltschutz etc. lesen.

    Äußerst wenig verspürt man die Freude und Euphorie der Reisenden.
    So ist das selbst auferlegte Vorhaben "Dieses Buch möchte zum Reisen animieren" in meinen Augen klar gescheitert. So schwappt keine Begeisterung oder springt der Funke für einzelne Länder auf mich nicht über, sodass ich nach dem Lesen ohne neues Fernweh zurückbleibe.

  16. Cover des Buches Homo faber (ISBN: 9783518471845)
    Max Frisch

    Homo faber

     (3.254)
    Aktuelle Rezension von: nicekingandqueen

    Ekelhaft. Mehr fällt mir kaum zu den Erinnerungen aus meiner Schulzeit ein. Warum ist solch ein groteskes Werk zum Standardprogramm jedes Schülers geworden?! Was stimmt mit dem Schulministerium nur alles nicht?!

  17. Cover des Buches Bekenntnisse eines Economic Hit Man (ISBN: 9783442154241)
    John Perkins

    Bekenntnisse eines Economic Hit Man

     (11)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Heart of War (ISBN: B07WS2C2FH)
    Bonnie Sharp

    Heart of War

     (40)
    Aktuelle Rezension von: labelloprincess

    Das Cover finde ich sehr ansehnlich gestaltet. Die goldenen Blätter sind ein super Highlight vor dem dunklen, geheimnisvollen Hintergrund. Die geschwungene, goldene Schriftart macht das Bild perfekt.

    Der Schreibstil ist für mich sehr angenehm und Großteiles flüssig zu lesen. Die Autorin erzeugt eine hohe Spannung und kann mich damit ans Buch fesseln. Der Perspektivenwechsel zwischen Maddy und Chaz hat mir sehr zugesagt, so konnte ich beide Charaktere besser kennen lernen und ihre Gedanken, Handlungen und Ängste besser nachvollziehen.

    Der Start ins Buch gelang mir nicht so gut, ich fand die Szenen mit Maddys Freudinnen langweilig und jene mit Pete eher abtörnen. Maddy selbst war mir da auch eher unsympathisch. Zum Glück änderte sich das bald und ich bin gut in der Geschichte angekommen. Mit Maddy konnte ich wieder besser mitfühlen und auch Chaz wurde mir immer sympathischer. 

    Das Buch bietet neben großen Gefühlen und Emotionen auch eine enorme Menge an Spannung und Action, nicht nur einmal entkommen sie knapp dem Tod. Den Zusammenhalt unter Chaz‘ Freunden finde ich großartig und auch das Ende hat mir super gefallen.

    Bis auf den Anfang und ein paar einzelne Szenen konnte mich das Buch umfassend überzeugen. Ich vergebe für das facettenreiche Buch 4,5 von 5 Sterne.

  19. Cover des Buches Dieser weite Weg (ISBN: 9783844536669)
    Isabel Allende

    Dieser weite Weg

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    In den Wirren des Spanischen Bürgerkrieges verlässt der junge Medizinstudent Víctor Dalmau seine Heimat auf der Flucht vor Francos Truppen. Mit Roser, der schwangeren Verlobten seines gefallenen Bruders, wandert er nach Chile aus. Der engagierte Mediziner und die begabte Pianistin gehen eine Vernunftehe ein und bauen sich im fremden Land eine gemeinsame Existenz auf.
    Jahrzehnte später zwingt die politische Situation die Dalmaus abermals, sich für eine neue Wahlheimat zu entscheiden.


    Mit ihrem neuesten Buch hat Isabel Allende einen großartigen Roman vorgelegt, der mich von der ersten bis zur letzten Minute zu begeistern vermochte.
    Die Protagonisten hat die Autorin äußerst vielfältig und vielschichtig angelegt, und auch jenen Figuren, die keine Hauptrolle spielen, viel Aufmerksamkeit gewidmet. Weit entfernt von den üblichen Klischees stellt sie deren Stärken und Schwächen sehr authentisch dar. Aber auch die Beziehung zwischen Roser und Víctor ist keine alltägliche. Aus der Not geboren und doch von großem Respekt getragen, ist es ein weiter Weg, den die beiden nicht nur räumlich, sondern auch emotional zurücklegen müssen. Unterschiedliche Affären und der Glaube an die große Liebe bis zur Erkenntnis der reifen Jahre bestimmen Leben und Schicksal dieses ungewöhnlichen Paares.
    Am besten hat mir jedoch gefallen, mit welch erzählerischer Leichtigkeit Isabel Allende die persönliche Geschichte ihrer Protagonisten mit den großen weltpolitischen Ereignissen verbindet. Sehr gut fügen sich auch die historischen Figuren wie Pablo Neruda, Salvador Allende oder die Schweizerin Elisabeth Eidenbenz ins Geschehen. Nichts wirkt konstruiert oder unglaubwürdig, da es die Autorin hervorragend verstanden hat, ihre Fantasie mit der Realität in bewundernswerten Einklang zu bringen.
    Die Sprecherin Wiebke Puls hat den Figuren mit ihrer angenehmen Stimme zusätzlich Leben eingehaucht. Ihrem gefühlvollen und doch völlig unaufgeregtem Vortrag habe ich sehr gerne zugehört. Ein gewisses Maß an Konzentration ist aufgrund des zahlreichen Romanpersonals und der komplexen Handlung allerdings erforderlich, um den roten Faden nicht zu verlieren.

    Isabel Allende hat in ihrem Roman nicht nur eine fesselnde Familiengeschichte erzählt, sondern auch den vielen Bürgerkriegsopfern und weltweit politisch Verfolgten mit ihren detaillierten Schilderungen von erlittener Grausamkeit und Unterdrückung ein beeindruckendes Denkmal gesetzt. Darüber hinaus versteht sie es hervorragend, über historische Tatsachen so spannend zu berichten, dass sie damit sicher nicht nur mein Interesse geweckt hat.
    Nach einigen mittelmäßigen Büchern ist der Autorin mit diesem Roman wieder ein ganz großer Wurf gelungen, der mich sowohl inhaltlich als auch stilistisch vollkommen überzeugt hat

  20. Cover des Buches Die Entdeckung der Neuen Welt (ISBN: 9783945298435)
    Claudia Zentgraf

    Die Entdeckung der Neuen Welt

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Reebock82

    Mich hat vor allem das Thema des Buches gereizt. Ich hatte zwar schon von Humboldt gehört, aber wusste nicht wirklich etwas über seine Arbeit. Umso mehr hatte ich gehofft, in diesem Buch einen spannenden und unterhaltsamen Einblick in sein Leben zu bekommen. 


    Man steigt schon auf der ersten Seite in die Geschichte ein. Es wird nicht viel und lange eingeführt, was ich an einem Buch besonders mag. Auch wird die Handlung ziemlich schnell spannend. Da jedoch liegt auch schon ein Problem dieses Buches: die Spannung wird viel zu schnell wieder aufgelöst. Ein schwerer Sturm auf See? Nach einer Seite, ist der schon wieder vergessen. Eine aussichtslose Lage? Die Lösung folgt zwei Zeilen später. Mir ging das zu schnell. Man hätte die Spannung ruhig etwas aufrecht erhalten, die Momente richtig auskosten können. So aber fühlte es sich eher wie eine Aneinanderreihung von spannenden Stellen an, als wäre eher auf die Quantität, als auf die Qualität geachtet worden. Ich mag zwar Bücher, die durchgehend spannend bleiben, oder einfach viele aufregende Stellen haben, aber diese will ich als Leser auch auf eine Art genießen können. Ich will nicht sofort eine Lösung haben. Leider zieht sich dieser Aufbau durch das ganze Buch. Das ist wirklich schade, denn mit diesen tollen Ideen hätte die Geschichte sehr viel Potential gehabt. 
    Auch sonst war mir die Handlung auf eine Art zu oberflächlich. Keine Situation wird einmal etwas detaillierter Beschrieben. Fünf Jahre einer aufregenden Reise auf ungefähr 200 Seiten zu packen, wird dem Ganzen einfach nicht gerecht.
    Leider wurde beim Inhalt sehr viel Potential durch eine schnelle, oberflächliche Erzählweise verloren. Dazu trägt auch der Erzählstil bei. Der personaler Erzähler wechselt sehr häufig die Perspektiven, manchmal so unmerklich, dass man nicht so genau weiß, wer denn jetzt eigentlich was denkt. Das hat auch zu einer gewissen Distanz zu den Protagonisten geführt.  


    In der Geschichte begleitet man den 12-jährigen Toni, der auf einem Schiff Alexander von Humboldt und seinen Freund und Kollegen Aimé trifft und kurzerhand zu ihnen stößt. Was mich gleich zu Beginn gestört hat ist, dass der erwachsene Aimé auf den jugendlichen Toni eifersüchtig ist, weil er... ja was eigentlich? Aimé ist studierter Arzt und Biologe und Alexanders Kollege. Toni wird von Alexander mehr oder weniger aufgesammelt und arbeitet als Gehilfe mit. Somit gibt es eigentlich keinen nachvollziehbaren Grund für Aimé eifersüchtig zu sein. Überhaupt sind die Charaktere (wie auch die Handlung) ziemlich oberflächlich, oft konnte man als Leser Handlungen und Verhaltensweisen nicht wirklich nachvollziehen.
    Man begleitet die Figuren 5 Jahre lang und stellt jedoch überhaupt keine Entwicklung fest. Der 17-jährige Toni verhält sich genauso wie der 12-jährige, sodass man sich als Leser immer wieder vergegenwärtigen muss, dass Toni erwachsen ist. 
    Leider ist in dem Buch auch wenig Platz für Zwischenmenschliches eingebaut worden, sodass es für die Charaktere keinen Raum gibt sich miteinander zu entwickeln. Das Verhältnis der drei Protagonisten ist (bis auf kleine Ausnahmen) von Anfang bis Ende gleich. Gerade bei so einer rasanten und aufregenden Reise ist das unrealistisch und lässt einen auch keine Bindung zu den Figuren aufbauen. Wo man am Anfang vor allem mit Humboldt und seiner Naivität sympathisiert hat, ist man gegen Ende eigentlich nur noch irritiert, dass der Mann immer noch nichts dazugelernt hat. 


    Insgesamt wurde bei diesem Buch sehr viel gutes Potential und tolle Ideen verschenkt. Die Geschichte fühlt sich an wie ein Schnelldurchlauf, um eine Übersicht zu bekommen. Es hätte durchaus etwas detaillierter sein können. 
    Nun ist das natürlich ein Buch für junge Leser, die bestimmt nicht so kritisch sind, wie ich. Für diese ist es bestimmt toll, so viele spannende Abenteuer miterleben zu dürfen. Trotzdem hat mir auch für ein Kinder-/Jugendbuch einfach die Tiefe gefehlt.


    Vielen Dank an den Digital-Publishers Verlag für das Rezensionsexemplar.
  21. Cover des Buches Die drei ??? - Das leere Grab (ISBN: 9783440074770)
    André Marx

    Die drei ??? - Das leere Grab

     (25)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Die Wahrheit sagen (ISBN: 9788090635401)
    Formánek Josef

    Die Wahrheit sagen

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Buechersissi
    Dieser Roman hat es wirklich in sich - die Geschichte an sich eben so wie die Art und Weise, wie sie erzählt wird, sind sicher nichts für ganz sensible Häute. Dabei ist das Buch aufgrund seiner Spannung und seiner tiefgründigen Reflexion über das Leben und alle großen Themen im Leben - wie Herkunft und Wurzeln, Treue und Wahrheit, Liebe und Tod - absolut lesenswert.

    Knapp zum Inhalt: Der Protagonist, Bernhard Mares, hat ein langes und besonders hartes Leben hinter sich, das im Zeichen des Zweiten Weltkrieges steht, als er auf den alkoholkranken Schriftsteller Josef trifft. Mit diesem schließt er einen Pakt und infolgedessen führt er ihn an alle jene Orte, an welchen sich in seinem Leben schicksalhafte Ereignisse zugetragen haben. So durchlebt er seine heftige Vergangenheit ein weiteres Mal: sein Leben begann mit der Geburt in einer Straßenbahn in Wien, setzte sich als Kind im Waisenhaus fort, ab dem Alter von 16 Jahren diente er in der SS, später als Dolmetscher in der Roten Armee und schließlich als Parteisekretär in der Tschechoslowakischen Armee, woraufhin lange Jahre in Haft und Sorge ums Leben folgten. Wesentlich innerhalb all dieser Wirren ist die Liebe zu Sophie, eine Jüdin, welche er im KZ kennenlernte. Sie wiederzufinden, ist sein wichtigstes Ziel.

    Meinung: Wie bereits erwähnt, hat dieses Buch es in sich. Es ist nicht die richtige Lektüre, wenn man nach oberflächlicher Ablenkung sucht. Denn es geht tief unter die Haut, und die eigene Auseinandersetzung mit den Schilderungen erfordert Zeit und Aufmerksamkeit. Aber die Lektüre lohnt sich, denn man gewinnt in vielerlei Hinsicht etwas für sich selbst daraus.
    Ich habe angefangen, mich im Rahmen des Leseprozesses aktiv mit großen Fragen auseinanderzusetzen, die meine Persönlichkeit, aber auch die Menschheit allgemein betreffen: Würde ich dies oder jenes tun? Ist die Handlung nachvollziehbar? Wie können Menschen zu all dem fähig sein?
    Die Reflexionen des Autors haben mir persönlich sehr geholfen, sie bringen ein wenig Abkühlung und Ruhe in die erhitzte Geschichte, und sie ermöglichen es, Worte und Beschreibungen für die Emotionen zu finden, die sich bei der Lektüre einfinden.
    Ich denke, dass gerade dieses Buch eines ist, bei welchem sich jeder Leser selbst seinen ganz persönlichen Zugang schafft - aber auf welche Weise dies auch geschieht und welche Gedanken einem dabei auch durch den Kopf gehen - es ist meiner Ansicht nach auf alle Fälle lohnenswert und eindeutig als persönlicher Gewinn zu sehen, das Buch bis zum Ende zu lesen.

    Es gibt sogar einen Trailer zu diesem Buch, er findet sich auf der Facebook-Seite zu "Die Wahrheit sagen": https://www.facebook.com/diewahrheitsagen/videos/vb.1092740980778497/1115038931882035/?type=2&theater&notif_t=like&notif_id=1466978186553985
  23. Cover des Buches Erzwungenes Verschwinden (ISBN: 9781503944176)
    Dana Marton

    Erzwungenes Verschwinden

     (4)
    Aktuelle Rezension von: MrsFoxx

    Ihr erster Fall im neuen Job bei der Einheit für die Rückführung von Zivilpersonen ist auch gleich noch ein persönlicher für Miranda Soto: Ihr Exfreund aus Studientagen Glenn Danning verschwindet in Venezuela spurlos. Miranda flieg nach Südamerika um den erfolgreichen Geschäftsmann vor Ort aufzuspüren und erhält sogar unerwartete Hilfe von der venezolanischen Regierung. Doch allein das schon macht sie stutzig, während Glenn sich als vermeintlicher Spion in den Fängen eines sadistischen Kommandanten des Militärs befindet...


    Dana Marton hat diesen Thriller in schön flüssiger und direkter Weise geschrieben, ihre Protagonisten sind sympathisch (die auf der guten Seite jedenfalls) und agieren größtenteils auch authentisch. Manch Wiederholung hätte sich die Autorin aber auch gerne sparen können. Und die dunkle Vergangenheit Mirandas, um die so lange herumgetänzelt wird, fand ich persönlich gar nicht so schlimm.

    Spannend ist dieser auf hohem Tempo erzählte Thriller aber definitiv! Der Leser kann sehr schön mit Glenn, Miranda und ihrer manchmal schier aussichtslosen Flucht durch den südamerikanischen Dschungel mitfiebern.

    Mit knapp 300 Seiten ist das Buch auch schnell gelesen. Ein weiterer Pluspunkt ist die schlüssige Aufklärung des "Falls", hier bleiben wirklich keine Fragen offen.


    Fazit: Schön spannend, aber in ein paar Punkten nicht ganz überzeugend. Wer sich daran nicht stört, findet in "Erzwungenes Verschwinden" aber dennoch ein lesenswertes Buch für zwischendurch.

  24. Cover des Buches Traumziel: Weit weg (ISBN: 9783898417532)
    Beatrice Sonntag

    Traumziel: Weit weg

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Starbucks

    In "Traumziel: Weit weg" hat Beatrice Sonntag Geschichten aus aller Welt in einem Buch zusammengefasst. Das Schöne an dem Buch ist, dass der Leser die immer Reisende in einige bekannte und auch ungewöhnliche Reiseziele begleiten kann.

    Zum Inhalt: Beatrice Sonntag hat in einzelnen, nach Ländern geordneten Kapiteln ihre Reisen beschrieben. Dabei ist sie unterwegs in den Ländern Island, Mongolei, Oman, Georgien, Botswana, Jamaica, Israel und Venezuela. Die Auswahl der Länder ist also sehr vielseitig und reicht von sehr normal (Island) bis sehr exotisch (Mongolei).

    Damit ist auch schon klar: Verschiedene Länder werden den Leser auch unterschiedlich ansprechen. In Island und der Mongolei war ich selbst schon. Dabei hat mich Island gelangweilt und die Mongolei mit offenem Mund zurück gelassen. Und die Autorin beschreibt auch genau die Mongolei, die jeder Mongoleireisende zwangsläufig wohl ähnlich erlebt, denn die Reisen gleichen sich fast alle.

    Es gibt Länder, die für mich definitiv keine Reiseziele wären (momentan Botswana und Israel), andere, die mich auch reizen würden (Venezuela, Georgien). Da ist es schön, schonmal zu lesen, was einen dort erwarten könnte.

    Das Buch selbst muss nicht vorne begonnen werden. Ich liebe es, wenn ich mir selbst mein Kapitel aussuchen kann. Kleine Anekdoten aus den Ländern machen Lust auf mehr. Gern würde ich noch weitere Bücher der Autorin lesen, wenn es wieder so eine spannende Länderauswahl gibt. Ich selbst reise am liebsten in die USA oder nach Kanada, aber immer, wenn ich mich auf Neues einlasse (z.B. Mongolei), lerne ich so viel.

    Weiter so, Beatrice Sonntag, dieses Buch hat seine 4 Sterne verdient.

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