Bücher mit dem Tag "venezuela"
23 Bücher
- Isabel Beto
Die Bucht des grünen Mondes
(123)Aktuelle Rezension von: Melanie_LudwigInhalt
Berlin, 1896: Für die junge Fabrikantentochter Amely bricht eine Welt zusammen, als sie erfährt, dass ihr Vater sie mit einem deutlich älteren Verwandten verheiraten will. Kilian Wittstock ist märchenhaft reich – und er lebt am anderen Ende der Welt. Als einer der mächtigsten Kautschukbarone beherrscht er das Amazonasgebiet. Schweren Herzens macht sich Amely auf die Reise über den Ozean. In Manaus erwartet sie ein fremdes, exotisches Leben voller Luxus und ein ebenso exzentrischer wie brutaler Ehemann. Erst als ein dramatisches Ereignis sie mit dem Indianer Aymáho zusammenführt, erfährt Amely, was Liebe bedeutet. Aymáho weckt in ihr tiefe Gefühle und nie geahnte Leidenschaft. Doch ihr gemeinsames Glück ist bedroht durch ein Geheimnis, das Aymáho in sich trägt.
Das Buch ist gut geschrieben. Doch leider auch sehr brutal vor allem für amely. Es wird gut beschrieben wie damals die reichen andere ausbeuteten. Stellenweise war es etwas langatmig.
- Nina Sedano
Fernweh im Herzen
(18)Aktuelle Rezension von: ckfreeDas Cover ist altbacken und passt nicht zu einer modernen Weltenbummlerin, die mit dem Rucksack unterwegs ist. Zudem ist der Titelzusatz irreführend, denn es handelt sich nicht nur um neue Abenteuer. Das Buch umfasst vielmehr Reiseerlebnisse aus 40 Jahren (1978-2018), in denen teilweise Rückblicke zu anderen früheren Reisen gemacht werden.
Die Anekdoten sind mal mehr, mal weniger lang und beschäftigen sich mehr mit den Reisebekanntschaften der Autorin als mit den Ländern.
Oft wirkt es wie ein Tagebuch oder eine Dokumentation runtergeschrieben. Zwischendurch gibt es Passagen, die sich wie ein Sachbuch über Tiere oder Belehrungen über Natur, Umweltschutz etc. lesen.
Äußerst wenig verspürt man die Freude und Euphorie der Reisenden.
So ist das selbst auferlegte Vorhaben "Dieses Buch möchte zum Reisen animieren" in meinen Augen klar gescheitert. So schwappt keine Begeisterung oder springt der Funke für einzelne Länder auf mich nicht über, sodass ich nach dem Lesen ohne neues Fernweh zurückbleibe. - Formánek Josef
Die Wahrheit sagen
(22)Aktuelle Rezension von: Frau_M_aus_MAls ich die letzte Seite dieses Romans gelesen hatte, dachte ich: Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Aber mit diesem einen Satz werde ich wohl dem Anspruch an eine Rezension nicht gerecht.
Also gut. Die Geschichte ist nichts für zarte Gemüter. Der Titel „Die Wahrheit sagen“ ist nicht zu viel versprochen. Es wird eine Menge Wahrheit gesagt. Und weil die Wahrheit etwas ist, was einen ziemlich wegreißen kann, worin man leicht umkommen kann, wird gleich unten auf dem Buchtitel ein Strohhalm zum Festhalten angeboten: die Liebe zum Leben.
Die Story: Der sehr alte Bernhard Mares erzählt einem Journalisten, dem Ich-Erzähler, sein Leben. Darin ging es von Anfang an unstrukturiert und rücksichtslos zu. Bernhard bleibt nichts erspart. Er muss viel einstecken, teilt auch viel aus. Er macht viele Fehler, hat aber auch unerwartetes Glück.
Geboren als unerwünschtes Kind, wird er ausgesetzt vor einer Kirche, zunächst aufgenommen bei einer alleinstehenden kinderlosen Frau, dann aber doch in ein Waisenhaus abgeschoben. Als Erwachsener gerät er „auf den Weg durch die Niederungen des 20. Jahrhunderts“ wie es so richtig auf der Buchrückseite heißt. So wird er erst SS-Mann, dann Übersetzer bei den Russen, schließlich Funktionär bei den Kommunisten und landet dann für viele Jahre immer wieder in Gefangenschaft, wird gedemütigt, misshandelt, gefoltert. Mehrmals steht er dem Tod Auge in Auge gegenüber. Ihm begegnet eine ungewöhnliche, lang andauernde und dennoch nicht erfüllende Liebe. Mit 45 Jahren kommt er schließlich frei und steht quasi am Anfang, sein Leben zu gestalten.
Es ist erstaunlich, was ein Mensch alles überstehen kann. Immer wieder zwischendurch findet sich der Versuch, die Katastrophen zu fassen, einen Sinn zu finden, das Ganze irgendwie einzuordnen. Die Wahrheit allerdings ist einfach zu hart. Der Erzähler streut also immer wieder philosophische Sinnsprüche ein. „Wahrheit erzeugt Hass. (Ausonius)“, „Der folgende Tag ist der Schüler des vorherigen. (Publilius Syrus), „Das günstige Schicksal prüft den glücklichen Menschen, das ungünstige die großen. (Plinius)“. Auch gibt es immer wieder Passagen, in denen sich der Journalist mit dem auseinandersetzt, was Mares ihm erzählt hat. Er versucht, es ins Verhältnis zu setzen, den Zusammenhang zu erweitern, die Sache von einer anderen Seite aus zu betrachten. „Die Wahrheit ist eine Hure …“ Obwohl diese literarischen Nothaltegriffe ziemlich dicht gesät sind, gibt davon keinesfalls zu viele. Sie sind wie ein Sicherheitsgeländer, das dem Leser Halt gibt, über die Abgründe der Wahrheit gehen zu können. Ich habe Lust, noch ein paar Zitate hier einzufügen.
Im Grunde wird alles enttarnt, den Dingen wird der Heiligenschein genommen. Der Mensch hält sich am Guten fest, aber Mares sagt: auch das Böse muss getan werden, damit die Welt im Gleichgewicht bleibt. Man überlebt. Solange die Kraft dafür reicht. Das Leben passiert einfach. Vielleicht können wir manchmal etwas beeinflussen, aber im Grunde sind wir viel zu klein. Weil wir es können, suchen und finden wir Erklärungen dafür, warum wir überleben. Der Selbsterhaltungstrieb hat beim Menschen tolle Möglichkeiten entwickelt. Wenn es außen nichts mehr gibt, woran man sich festhalten kann, dann haben wir immer noch Phantasien, Erinnerungen, Hoffnungen und andere Projektionen, die neue Energie freisetzen.
„Die Wahrheit sagen“ ist ein sehr starkes Buch. Es zeigt, dass es möglich, auch mit dem heftigsten Schicksal am Ende Frieden zu schließen. „Dieses Buch war für mich wie ein Gebet. Oft war ich erfüllt von schaudernder Angst und Hoffnungslosigkeit…“ - Claudia Zentgraf
Die Entdeckung der Neuen Welt
(10)Aktuelle Rezension von: Reebock82
Mich hat vor allem das Thema des Buches gereizt. Ich hatte zwar schon von Humboldt gehört, aber wusste nicht wirklich etwas über seine Arbeit. Umso mehr hatte ich gehofft, in diesem Buch einen spannenden und unterhaltsamen Einblick in sein Leben zu bekommen.
Man steigt schon auf der ersten Seite in die Geschichte ein. Es wird nicht viel und lange eingeführt, was ich an einem Buch besonders mag. Auch wird die Handlung ziemlich schnell spannend. Da jedoch liegt auch schon ein Problem dieses Buches: die Spannung wird viel zu schnell wieder aufgelöst. Ein schwerer Sturm auf See? Nach einer Seite, ist der schon wieder vergessen. Eine aussichtslose Lage? Die Lösung folgt zwei Zeilen später. Mir ging das zu schnell. Man hätte die Spannung ruhig etwas aufrecht erhalten, die Momente richtig auskosten können. So aber fühlte es sich eher wie eine Aneinanderreihung von spannenden Stellen an, als wäre eher auf die Quantität, als auf die Qualität geachtet worden. Ich mag zwar Bücher, die durchgehend spannend bleiben, oder einfach viele aufregende Stellen haben, aber diese will ich als Leser auch auf eine Art genießen können. Ich will nicht sofort eine Lösung haben. Leider zieht sich dieser Aufbau durch das ganze Buch. Das ist wirklich schade, denn mit diesen tollen Ideen hätte die Geschichte sehr viel Potential gehabt.
Auch sonst war mir die Handlung auf eine Art zu oberflächlich. Keine Situation wird einmal etwas detaillierter Beschrieben. Fünf Jahre einer aufregenden Reise auf ungefähr 200 Seiten zu packen, wird dem Ganzen einfach nicht gerecht.
Leider wurde beim Inhalt sehr viel Potential durch eine schnelle, oberflächliche Erzählweise verloren. Dazu trägt auch der Erzählstil bei. Der personaler Erzähler wechselt sehr häufig die Perspektiven, manchmal so unmerklich, dass man nicht so genau weiß, wer denn jetzt eigentlich was denkt. Das hat auch zu einer gewissen Distanz zu den Protagonisten geführt.
In der Geschichte begleitet man den 12-jährigen Toni, der auf einem Schiff Alexander von Humboldt und seinen Freund und Kollegen Aimé trifft und kurzerhand zu ihnen stößt. Was mich gleich zu Beginn gestört hat ist, dass der erwachsene Aimé auf den jugendlichen Toni eifersüchtig ist, weil er... ja was eigentlich? Aimé ist studierter Arzt und Biologe und Alexanders Kollege. Toni wird von Alexander mehr oder weniger aufgesammelt und arbeitet als Gehilfe mit. Somit gibt es eigentlich keinen nachvollziehbaren Grund für Aimé eifersüchtig zu sein. Überhaupt sind die Charaktere (wie auch die Handlung) ziemlich oberflächlich, oft konnte man als Leser Handlungen und Verhaltensweisen nicht wirklich nachvollziehen.
Man begleitet die Figuren 5 Jahre lang und stellt jedoch überhaupt keine Entwicklung fest. Der 17-jährige Toni verhält sich genauso wie der 12-jährige, sodass man sich als Leser immer wieder vergegenwärtigen muss, dass Toni erwachsen ist.
Leider ist in dem Buch auch wenig Platz für Zwischenmenschliches eingebaut worden, sodass es für die Charaktere keinen Raum gibt sich miteinander zu entwickeln. Das Verhältnis der drei Protagonisten ist (bis auf kleine Ausnahmen) von Anfang bis Ende gleich. Gerade bei so einer rasanten und aufregenden Reise ist das unrealistisch und lässt einen auch keine Bindung zu den Figuren aufbauen. Wo man am Anfang vor allem mit Humboldt und seiner Naivität sympathisiert hat, ist man gegen Ende eigentlich nur noch irritiert, dass der Mann immer noch nichts dazugelernt hat.
Insgesamt wurde bei diesem Buch sehr viel gutes Potential und tolle Ideen verschenkt. Die Geschichte fühlt sich an wie ein Schnelldurchlauf, um eine Übersicht zu bekommen. Es hätte durchaus etwas detaillierter sein können.
Nun ist das natürlich ein Buch für junge Leser, die bestimmt nicht so kritisch sind, wie ich. Für diese ist es bestimmt toll, so viele spannende Abenteuer miterleben zu dürfen. Trotzdem hat mir auch für ein Kinder-/Jugendbuch einfach die Tiefe gefehlt.
Vielen Dank an den Digital-Publishers Verlag für das Rezensionsexemplar. - Bonnie Sharp
Heart of War
(45)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaBis zu diesem Buch hier habe ich noch keine Military Romance gelesen und war dementsprechend echt gespannt, wie die beiden Themen wohl miteinander harmonieren würden. Ich muss zugeben, Bonnie Sharp hat das echt gut hinbekommen und damit einen Roman geschaffen, der vielleicht nichts für jeden ist, aber mich persönlich gut unterhalten hat.
Dabei ist die Geschichte zwar nicht wahnsinnig tiefgründig, es gibt relativ viele, explizite Sexszenen und dafür nicht wirklich viele romantische Szenen im eigentlichen Sinne. Dafür sind die Kampfszenen und die Begegnungen zwischen Maddy und Chaz, die meist zwischen Krieg und Gefahr stattfinden, umso intensiver. Hier trifft der Sonnenschein auf einen recht mürrischen Soldaten, wobei es zu echt witzigen Dialogen kommt, denn Maddy lässt sich einfach nicht die Butter vom Brot nehmen, hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, während Chaz sie einfach nur loswerden will, um ja keine Gefühle zeigen zu müssen. Außerdem mochte ich die Chemie zwischen Chaz und seinem Team. Hier herrscht sehr viel gegenseitiges Vertrauen und eine treue Freundschaft. Dazu kommt, dass die Geschichte oftmals echt spannend war und sich, dank des tollen, flüssigen Schreibstils der Autorin, richtig gut weglesen, beziehungsweise hören ließ. Und auch die Sprecherin des Hörbuchs fand ich einfach nur perfekt.
Die Charaktere haben mir ebenso gut gefallen. Maddy wirkt sehr selbstbewusst und mutig, ist aber dennoch keine Überfrau. Auch sie hat hier und da Selbstzweifel, weiß aber dennoch, was sie will. Chaz war mir, trotz seiner mürrischen Art, irgendwie ganz sympathisch, ist aber manchmal, mit seinen eingefahrenen Prinzipien, auch echt anstrengend. Ansonsten gibt es ein paar Nebencharaktere, die ich so, wie sie geschrieben wurden, absolut in Ordnung fand.
Alles in allem mochte ich dieses Buch echt gern. Für mich ist es ein solches, welches sich zwischendurch mal schnell verschlingen lässt, egal ob als Buch oder Hörbuch. Es ist spannend, sexy und gut geschrieben, ohne, dass man zu viel dabei nachdenken muss. Deshalb würde ich es an Leute weiterempfehlen, die erotische Liebesgeschichten mit ein bisschen Action mögen und sich einfach nur mal unterhalten lassen wollen.
- Jan Koneffke
Die Tsantsa-Memoiren
(11)Aktuelle Rezension von: mabo63Nach der letzen Lektüre, der Dystopie von Huxley brauchte ich eine witzige Lektüre. Da kam mir Kaneffkas Roman in den Sinn, die Geschichte um einen Schrumpfkopf welche schon ein ganzes Jahr auf meinem SuB schlummert.
Tsantsa so nennen Eingeborene Schrumpfköpfe, aus der Kopfhaut gefertigte Präparate von getöteten Kriegern. Sie glaubten dass die Macht der getöteten auf den Besitzer des Tsantsas übergehe. Klingt jetzt wahrlich nicht so witzig aber der daraus gestaltete Roman ist es.
Die Geschichte startet in Venezuela um 1780 und man erfährt bald: der Tsantsa um den es geht kann sprechen und nicht nur das: er fühlt und entwickelt zunehmends menschliche Bedürfnisse und es wird herrlich bunt aus der Ich-Perspektive des Tsantsas erzählt.
Erst ohne Namen, später als Pewee gerät er in die Hände von verschiedenen Besitzern nach Italien, Deutschland England, Österreich. Zwischendurch findet er sich auch wieder in einem Antiquitätenladen verstaubend oder irgendwo in einer Museums-Vitrine schmollend und stetig sich fragend: wann soll ich mich wieder bemerkbar machen? Denn öfters sind die Besitzer nicht gerade das gelbe vom Ei, sprich übelgelaunt oder gar bösartig im Benehmen.
Der Plot geht via ersten und zweiten Weltkrieg bis ins Heute und ist ein herrliches Lesevergnügen mit viel Humor und köstlichen Dialogen.
- Greig Beck
PRIMORDIA - Auf der Suche nach der vergessenen Welt
(16)Aktuelle Rezension von: RuquasDa ich "Die vergessene Welt" die gelesen habe, konnte ich eher wenig mit dem Hintergrund anfangen. Und hätte mir das Buch vermutlich auch nicht geholt, wären keine Dinosaurier drauf gewesen 😅
Der Schreibstil ist sehr locker, teils sehr kumpelhaft. Das ganze liest sich gut, wenn es teils auch etwas holprig rüberkommt. Was mich extrem gestört hat war die Tatsache das jeder immer kichert. Der Kerl, Mitte 50, der kaum atmen kann? Kichert. Der Söldner der alles und jeden kalt machen könnte? Kichert. Die Frau die gerade eine Felswand hochklettert? Kichert. Ich habe die deutsche Version gelesen und gehe dementsprechend davon aus, das dies ein Problem der deutschen Version ist.
Die Handlung war recht vorhersehbar, wenn man das Genre kennt und dementsprechend sehr gut für zwischendurch. Das war aber definitiv kein Problem, es war super spannend geschrieben. Ich hab das Buch in zwei Tagen gelesen.
Ein weiterer Minuspunkt, der aber erst gegen Mitte bis Ende auftrat war die Liebesgeschichte die einfach nicht gepasst hat. Mitten im größten Überlebenskampf schmachten sich da plötzlich zwei an. Bewundern athletische Figuren. Und überleben weiter. Die Liebesgeschichte hätte um einiges mehr gewirkt, wenn sie nicht so furchtbar aufgesetzt und gezwungen gewirkt hätte.
Was hingegen wirklich gut gemacht war, waren die verschiedenen Sichten. Größtenteils spielt das Buch in 2018. Aber zwischendurch auch in 1908, manchmal aus der Sicht einer Schlange, manchmal aus der Sicht von was anderem.
Trotz der kleinen Macken also ein solider Lesespaß.
- Alberto Barrera Tyszka
Die letzten Tage des Comandante
(5)Aktuelle Rezension von: LesebiberAuch wenn dieses Buch mit Sicherheit nicht an die großen Diktatorenromane von Roa Bastos, Garcia Marquez oder Asturias heranreicht, ist es eine ernst zu nehmende Lektüre, die den Zeitgeist Venezuelas gelungen einfängt... - Christoph Kessel
Zu Gast
(6)Aktuelle Rezension von: SunshineBaby5Der Autor Christoph Kessel nimmt den Leser mit auf seine Weltreise. In elf Kapiteln beschreibt er ausführlich von seinen Reisewegen, die durch sechs Kontinente reichen. Mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln und immer wieder spannenden Routen erzählt er von den Abenteuern die er erlebt. Dem Leser bietet sich so die Möglichkeit alles hautnah mitzuerleben und sich bildlich vorzustellen. Sofort möchte man auch aufbrechen und eine Reise unternehmen. Am Anfang jedes Kapitels sind auf anschaulichen Karten die genauen Routen abgetragen, so dass man noch genauer recherchieren kann um z.B. Fotos anzusehen. Wirklich gut gemacht! Das Buch kann ich sehr weiterempfehlen! - André Marx
Die drei ??? - Das leere Grab
(18)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Ich finde dieses Abenteuer ganz in Ordnung. Wobei ich sagen muss, dass ich die Reaktionen von Bob, Peter und den Jonas' auf Justus' überstürzten Aufbruch durchaus nachvollziehen kann. Schule schwänzen und einfach abhauen nur für eine vage Vermutung passt sonst eigentlich so gar nicht zu ihm. Hier wäre es sinnvoller gewesen, egal wie spannend und interessant die Situation für ihn ist, wenn er mehr überlegt und logischer gehandelt hätte, wie sonst. Auch wenn es um seine Eltern geht, fand ich diesen Fall doch eher ein bisschen fragwürdig und Justus' Verhalten ziemlich befremdlich. Zumal die Lösung ja eigentlich auf der Hand lag, denn Tote können nicht wieder auferstehen, wie er immer so schön schlussfolgert.
- Edgar Belser
SOS Belser
(1)Aktuelle Rezension von: peedeeEdgar Belser, geb. 1931 in Aarau (Schweiz), zog als Kleinkind mit seiner Mutter ins Tessin. Als er erwachsen ist, macht er sich auf, um die Welt zu erkunden. In Holland heuert er auf einem Schiff an und landet schlussendlich in Venezuela, wo er zwei Jahre bleiben wollte – es wurden daraus fünfzig. Edgar Belser erzählt von seinen unterschiedlichsten beruflichen Stationen, seiner Liebe zum Fliegen und zu den Frauen. Zum Zeitpunkt der Bucherscheinung lebte er wieder im Tessin.
Die Geschichte wurde mit Unterstützung von Franziska Schläpfer festgehalten.
Erster Eindruck: Ein interessantes Cover mit einem Ausschnitt aus einem venezolanischen Ausweis, auf den Innenklappen zwei Weltkarten mit Stationen seines Lebens – gefällt mir gut.
Das Buch ist eine Fülle von beruflichen Abenteuern, denn er arbeitete unter anderem als Matrose, Hochseekapitän, Maschineningenieur, Pilot, Buchhalter, Hoteldirektor, Risikoinspektor, Wasserbüffelzüchter, Betreiber eines Touristencamps. Einige Dinge gelangen ihm gut, andere nicht. Da passt aber das spanische Lebensmotto, das zu seinem persönlichen Motto wurde, sehr gut:
„Man muss immer vorwärts gehen, nie zurück, nicht einmal, um Anlauf zu nehmen.“
Das Leben in Venezuela ist so ganz anders als das, was ich kenne. Einerseits herrscht dort eine ganz andere Mentalität als in der Schweiz und andererseits sind es natürlich auch ganz andere Zeiten, denn Edgar Belser war ab den 1950er Jahren dort.
Witzige Anekdote, als er mal mit einem Freund eine Woche Urlaub machte: Er hatte kurz vorher seinen Lohn erhalten, und zwar eine 500-Bolívar-Note. Dazu hatte er noch ein bisschen Kleingeld dabei. Die beiden logierten und assen in den besten Pensionen, kauften Proviant und Benzin, ohne einen einzigen Bolívar ausgegeben zu haben. Warum? Niemand hatte Wechselgeld für diesen grossen Schein und meinten dann zu ihm, er könne das nächste Mal bezahlen…
Edgar Belser heiratet drei Mal und lässt sich auch drei Mal scheiden. Er hat mehrere Kinder, aber das Verhältnis zu den Ex-Frauen und Kindern scheint nicht das beste zu sein.
Ein grosses Thema ist seine Liebe zum Fliegen. Dies wird sehr detailreich festgehalten.
Fazit: Der Untertitel des Buches fasst die ganze Geschichte eigentlich schon sehr gut zusammen. Herr Belser hat – aus meiner Sicht – ein sehr abenteuerliches Leben geführt. - André Marx
Die drei ???, Das leere Grab (drei Fragezeichen)
(32)Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee4,5 Sterne
Für mich bisher einer der besten Bände dieser Reihe. Ich kann gar nicht genau sagen, warum er mir so gut gefallen hat, aber vermutlich wohl, weil dieser Fall für Justus sehr persönlich ist und ich seine Verzweiflung gut nachfühlen konnte.
Als Justus noch ein Kind war, sind seine Eltern bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Nun erfährt er plötzlich, dass seine Eltern noch leben könnten. Jemand hat sie in Venezuela gesehen.
Justus macht sich direkt auf den Weg dorthin - sogar ohne Bob und Peter.
Ich fand diesen Fall sehr emotional und spannend.
25.12.2025
- Karina Sainz Borgo
Nacht in Caracas
(50)Aktuelle Rezension von: buchstaeblichverliebt📌 "Wir ertappten uns dabei, dem Unschuldigen wie dem Henker Böses zu wünschen. Wir waren nicht imstande, sie zu unterscheiden." - S. 61
Vom erschütternden Leben in Venezuela, in dem es Tag für Tag gilt zu überleben.
Nachdem Adelaida ihre Mutter beerdigt hat versucht sie sich alleine durchzuschlagen.
Gewalt ist in den Straßen von Caracas an der Tagesordnung, das Leben geprägt von Verlusten, Leid und Kummer.
Hoffnung gibt es kaum, diesem Elend zu entfliehen, doch Adelaida gibt nicht auf.
Als sich ihr die Gelegenheit zur Flucht bietet, nutzt sie ihre Chance.
...
Ich bin ehrlich, ich hatte wenig bis keine Vorstellung vom Leben in Venezuela und fand die dortigen im Buch beschriebenen Verhältnisse erschütternd.
Trotzdem hat mir dieser Roman leider nur mäßig gefallen, da mir die Protagonistin fremd geblieben ist, was vielleicht am teilweise sehr sachlichen Erzählstil lag.
Wäre das Buch nicht so dünn gewesen, hätte ich es wohl nicht beendet.
- Dana Marton
Erzwungenes Verschwinden
(5)Aktuelle Rezension von: MrsFoxxIhr erster Fall im neuen Job bei der Einheit für die Rückführung von Zivilpersonen ist auch gleich noch ein persönlicher für Miranda Soto: Ihr Exfreund aus Studientagen Glenn Danning verschwindet in Venezuela spurlos. Miranda flieg nach Südamerika um den erfolgreichen Geschäftsmann vor Ort aufzuspüren und erhält sogar unerwartete Hilfe von der venezolanischen Regierung. Doch allein das schon macht sie stutzig, während Glenn sich als vermeintlicher Spion in den Fängen eines sadistischen Kommandanten des Militärs befindet...
Dana Marton hat diesen Thriller in schön flüssiger und direkter Weise geschrieben, ihre Protagonisten sind sympathisch (die auf der guten Seite jedenfalls) und agieren größtenteils auch authentisch. Manch Wiederholung hätte sich die Autorin aber auch gerne sparen können. Und die dunkle Vergangenheit Mirandas, um die so lange herumgetänzelt wird, fand ich persönlich gar nicht so schlimm.
Spannend ist dieser auf hohem Tempo erzählte Thriller aber definitiv! Der Leser kann sehr schön mit Glenn, Miranda und ihrer manchmal schier aussichtslosen Flucht durch den südamerikanischen Dschungel mitfiebern.
Mit knapp 300 Seiten ist das Buch auch schnell gelesen. Ein weiterer Pluspunkt ist die schlüssige Aufklärung des "Falls", hier bleiben wirklich keine Fragen offen.
Fazit: Schön spannend, aber in ein paar Punkten nicht ganz überzeugend. Wer sich daran nicht stört, findet in "Erzwungenes Verschwinden" aber dennoch ein lesenswertes Buch für zwischendurch.
- Isabel Beto
An den Ufern des goldenen Flusses
(54)Aktuelle Rezension von: FaiditVerwoben mit der interessanten Historie um den Freiheitskämpfer Bolivar und der Geschichte Venezuelas, in der auch Humboldt als Held dieser Zeit und Region der Erde dann und wann erwähnt wird, hat dieser Roman einen netten und nicht oft gelesenen Hintergrund, vor dem sich die fiktive Handlung um Janna Sievers, die Tochter eines hanseatischen Kaufmannes, und ihrem Verlobten Reinmar, einem Dandy und Glücksritter, wie er im Buche steht, abspielt. Auch ein Halbindio, der ein sehr wildes und eigenwilliges Leben führt und die Anstandsdame der noch unverheirateten und behütet aufgewachsenen Protagonistin spielen eine Rolle, die sich auf das Handeln der jungen Hamburgerin immer wieder auswirken.Anfangs war alles sehr vorhersehbar. Der Verlobte liebenswert und der Wunschschwiegersohn aller Mütter mit Töchtern. Die umworbene junge Frau naiv, puppenhaft, für einen Mann leicht zu händeln, gesellschaftsfähig und vorzeigbar. Doch das ändert sich mit ihren Erfahrungen nach dem Schiffsbruch, die sie schnell erwachsen und reif werden lassen. Die Landschaftsbeschreibungen und Beschreibungen von den sonstigen sehr realistisch dargestellten Eindrücken, die auf Janna einstürmen, sind bildhaft und nehmen den Leser mit auf die Reise auf dem Orinoco. Die Sprache mit den eingeflochtenen historischen wie dialektischen Ausdrücken hat mir ebenfalls sehr gefallen. Die Protagonisten handeln logisch und lebensecht und wirken nicht der Fantasie entsprungen. Nach vier Fünfteln des Buches dachte ich, dass die Handlung jetzt wirklich interessant wird und auch sehr dem wahren Leben abgekupfert ist und keineswegs in Richtung der üblichen Liebesgeschichten geht. Aber leider hat die Autorin dann doch irgendwann anders entschieden – möglicherweise auf Druck des Verlages anders entscheiden müssen, um die Geschichte weniger dramatisch und doch recht romantisch, dem Anspruch des Großteils der Leserschaft, weitergehen zu lassen. Dann war doch allzu deutlich klar, wer der erstrebenswerte Ehemann wird, mit dem die Protagonisten sich wohl verbandelt. Es wäre spannender gewesen, wenn die Vorteile des einen und die Nachteile des anderen Kandidaten nicht so klar zu Tage getreten wären, bzw. sich verändert hätten. Aber Romane sollen eben doch nicht allzu viel mit dem wahren Leben zu tun haben.. Einzig das glücklicherweise offene Ende lassen das Buch schließlich nicht ganz im Schmalz versinken.
Netter Roman mit Spannung, der mich gut unterhalten hat.
- Jessica Redmerski
Du und ich bis ans Ende der Welt
(40)Aktuelle Rezension von: bine174Das Buch ist die Fortsetzung von "Wenn du mich küsst, dreht die Welt sich langsamer". Das Buch war zwar in sich abgeschlossen, deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, dass es eine Fortsetzung davon gibt. Dieses Buch hier könnte man wiederum zwar lesen, auch ohne den Vorgänger zu kennen, aber ich würde empfehlen, es trotzdem zu tun.
meine Meinung: die Geschichte startet ein paar Monate nach dem Ende vom letzten Buch. Camryn und Andrew erzählen abwechselnd kapitelweise aus ihrer Sicht. Die beiden müssen einen schlimmen Schicksalsschlag mitmachen, und um Camryn und auch sich selbst auf andere Gedanken zu bringen, starten sie nochmals mit dem Auto auf eine Reise ins Ungewisse - einziger Fixpunkt: weg vom Winter und in die Sonne.
Diese Reise schweißt die beiden noch enger zusammen, sie lernen sich noch besser kennen und aufeinander zu vertrauen und hören, und sie lernen jedenfalls auch, über alles miteinander zu reden. Man erlebt mit, wie die beiden erwachsen werden und sich klar darüber werden, was sie von ihrem zukünftigen Leben erwarten. Von daher hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen.
Trotzdem konnte es mich nicht ganz so fesseln wie sein Vorgänger, weil manche Situationen ein wenig zu intensiv beschrieben wurden, und damit meine ich, was beiden in der gegenständlichen Situation gerade durch den Kopf ging. Da haben sich manchmal ihre Gedankengänge wiederholt, und gegen Ende des Buches habe ich zum Teil die Absätze eher überflogen.
Was mir wiederum sehr gut gefallen hat, war der sehr lange Epilog.
Der Schreibstil war flüssig, auch die Handlung setzte sich konsequent fort und es gab keine unklaren Momente.
Alles in allem also ein Buch, das mir trotz einiger kleiner Längen gut gefallen hat. - Isabel Allende
Dieser weite Weg
(13)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderVictor Dalmau ist Katalane und will Arzt werden und seine Chance stehen gut. Er kämpft im spanischen Bürgerkrieg und begreift hier zum ersten mal, dass sich das Leben von jetzt auf gleich für immer verändern kann. Der Weg der Familie Dalmau begleiten wir dann bis ins Chile der 1990er Jahre. Es gibt viele Veränderungen und Kämpfe und nicht immer, kann man es mit einem Sieg davon tragen. Isabel Allende hat wieder einen großen Roman geschrieben und spannt ihren Erzählbogen über viele Jahrzehnte und es gibt natürlich auch eine großartige Liebesgeschichte und so viel Wunderbares.
- Morten Hübbe
Per Anhalter durch Südamerika
(14)Aktuelle Rezension von: Jan-SpelunkaDas junge Autorenduo M. Hübbe/R. Neromand-Soma nimmt den Leser mit auf ihre rund zweijährige Tour durch Südamerika, zeigt ihm Teile Argentiniens, Uruguays, Boliviens und rund zehn weiteren Ländern des Kontinents. Eine solche Mammut-Tour, 56.000 Kilometer wurden per Anhalter bewältigt, verdient ohne Frage Bewunderung, großen Respekt und von meiner Seite auch eine Menge Sympathie. Wer ist schon bereit, aus purer Neugier und Abenteuerlust derart gewaltige Strapazen und unvorhersehbare Risiken auf sich zu nehmen?
Von daher hatte ich ein interessantes, spannendes Buch über Südamerika erwartet und es weitestgehend auch bekommen! Das über 420 Seiten dicke Buch bietet eine enorme Fülle an Berichten, Erfahrungen und Eindrücken. Im Mittelteil befinden sich etwa 50 farbige Bilder, die uns das Gelesene noch näher bringen.
Auch bekommen die Autoren im Fototeil endlich Gesichter, während die beiden im Text eine, hoffentlich unbeabsichtigte Distanz zum Leser aufbauen, die den Lesegenuss leider schmälert. Das anonyme „wir/ich“ (ohne auch nur einmal zu erklären, wer gerade hinter dem Ich steckt) lässt einen mit der Zeit gleichgültig werden. Man könnte an vielen Stellen mitfiebern oder sich freuen. Oder sich für ohnehin kaum erwähnte private Schwierigkeiten (Konflikte, Krankheiten, Stimmungen, Sehnsüchten) interessieren, aber die errichtete Mauer ist zu dick. Die Autoren haben sich nicht in den Leser hineinversetzen können oder sich nicht die Mühe machen wollen. Schade für die beiden, denn sie haben hier die große Chance vertan, aus ihren vielfältigen, wahrscheinlich einmaligen Erfahrungen ein ganz besonderes Buch zu machen, vielleicht sogar in der liebenswerten Art von „Ich bin dann mal weg“.
Dennoch habe ich die Reiseberichte sehr gern gelesen – die enthaltenen Schilderungen und Informationen sind ihr Geld allemal wert! Erwähnenswert sind die teilweise sehr originellen, bzw. gelungenen Formulierungen.
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