Bücher mit dem Tag "verbrechen"
860 Bücher
- Oscar Wilde
Biblioteca Obscura: Das Bildnis des Dorian Gray
(2.021)Aktuelle Rezension von: FriekeOscar Wildes Roman ist ein glänzendes Spiel mit Schönheit, Moral und Verführung. Die Geschichte des jungen Dorian, dessen Portrait an seiner Stelle altert und seine Sünden sichtbar trägt, entfaltet eine düstere Faszination.
Wilde verbindet elegante Sprache mit scharfem Witz und zeichnet eine Gesellschaft, die äußere Perfektion über innere Schönheit stellt. Besonders eindrucksvoll ist die Dynamik zwischen Dorian, dem zynischen Lord Henry und dem idealistischen Künstler Basil.
Der Roman wirkt wie ein ästhetisches Märchen, das langsam in eine moralische Tragödie kippt. Er bleibt zeitlos, weil er die Frage stellt, was passiert, wenn Genuss, Narzissmus und Verantwortungslosigkeit die Oberhand gewinnen.
Ein kurzer, aber intensiver Klassiker, der sowohl sprachlich als auch thematisch nachhallt.
- Patrick Süskind
Das Parfum
(10.268)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Zentrum der Geschichte steht der Franzose Jean‑Baptiste Grenouille, ein Mann ohne eigenen Körpergeruch aber mit einem hochsensiblen Geruchssinn. Getrieben von seiner Obsession das perfekte Parfum zu erschaffen, beginnt er die Düfte junger Frauen zu extrahieren und schreckt dafür sogar vor Mord nicht zurück. Die Handlung mit dem originellen Thema beschreibt seine verschiedenen Lehrstationen von Paris bis nach Grasse und besticht durch seine dichte Atmosphäre.
Bei den Protagonisten steht Jean-Baptiste klar im Mittelpunkt der Handlung, der als genial und zugleich emotional leer, skrupellos und unheimlich dargestellt wird. Relevante Nebenprotagonisten wie Baldini oder Madame Gaillard sorgen für Abwechslung in der Handlung und wirken in Teilen ein wenig überzeichnet.
Wer atmosphärisch dichte Geschichten mit einem originellen Thema mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist sehr bildhaft und präzise, was den Haupttreiber für die Atmosphäre des Buches darstellt.
Einziger Minuspunkt: Manche Abschnitte des Buches wirken durch die bildhafte Sprache überzeichnet, was ein wenig den Lesespaß mindert. - Sebastian Fitzek
Der Insasse
(1.726)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrEin typischer Fitzek. Ein gut gelungener Plot (wenn auch etwas vorhersehbar). Das Buch war von Anfang bis Ende einfach spannend und fesselnd. Kaum aus der Hand zu legen. Es gibt viele gewalttätige, grausame Szenen die vielleicht nicht jedermanns Geschmack sind. Das hatte mich persönlich nicht gestört, da sie super ins Buch und ins Setting gepasst hatten. Von meiner Seite aus eine klare Leseempfehlung.
- Sebastian Fitzek
Das Paket
(2.824)Aktuelle Rezension von: EgataEine Frau wird von einem Psychopathen vergewaltigt. Ihre Haare werden abgeschoren. Während alle anderen Frauen umgebracht wurden, lebt sie noch und hat seither Angst, das Haus zu verlassen.
Lange weiß man nicht, ob die Protagonistin verrückt ist oder vielleicht doch ein Opfer. Ohne medizinischen Hintergrund ist schwer einschätzbar, ob ihre Gedanken – oder sind es Wahnvorstellungen? – nicht doch etwas übertrieben sind. Trotzdem, die Geschichte ist unglaublich fesselnd, irrsinnig bis irre und immer wieder überraschend.
- H. D. Carlton
Haunting Adeline
(392)Aktuelle Rezension von: JanexzMit Haunting Adeline hatte ich am Anfang etwas Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte reinzukommen. Erst gegen Ende hat mich das Buch wirklich gepackt und wurde für mich spannend. Teilweise waren mir persönlich etwas zu viele Spice-Szenen vorhanden, aber bei einem Dark-Romance-Buch gehört das natürlich irgendwie dazu. Außerdem fand ich die Schrift im gedruckten Buch ziemlich klein, weshalb ich es wahrscheinlich eher als E-Book empfehlen würde. Trotz des etwas schwierigen Einstiegs hat mir das Ende sehr gut gefallen und ich bin jetzt definitiv gespannt auf Teil zwei.
- Gillian Flynn
Gone Girl - Das perfekte Opfer
(1.737)Aktuelle Rezension von: Hari_T_
Ich gebe es offen zu: Als ich zu Gone Girl von Gillian Flynn griff, erwartete ich zunächst einen eher klischeehaften „Frauenroman“ – viel Beziehung, viel Drama, aber wenig Tiefe. Doch was ich bekam, war das genaue Gegenteil.
Schon nach den ersten Kapiteln wird klar, dass dieser Roman ein raffiniert konstruierter Psychothriller ist, der mit Erwartungen spielt und sie gezielt zerstört. Die Geschichte um das Verschwinden von Amy Dunne und die zunehmende Verdächtigung ihres Ehemanns Nick entwickelt sich zu einem intensiven Katz-und-Maus-Spiel, bei dem nichts so ist, wie es scheint.
Besonders beeindruckend ist die Erzählstruktur: Perspektivwechsel, Tagebucheinträge und gezielte Wendepunkte sorgen dafür, dass man als Leser ständig hinterfragt, wem man eigentlich glauben kann. Flynn versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen und gleichzeitig tief in die Abgründe einer Beziehung einzutauchen.
Was als vermeintlich „toxischer Beziehungsroman“ beginnt, entpuppt sich als kluge Analyse von Manipulation, Medienwirkung und Identität. Die Figuren sind alles andere als sympathisch – und genau das macht sie so faszinierend. Man liest nicht, weil man sie mag, sondern weil man wissen muss, wie weit sie noch gehen werden.
Fazit: Gone Girl ist kein seichter Liebesroman, sondern ein düsteres, intelligentes und packendes Werk, das lange nachwirkt. Wer sich darauf einlässt, wird überrascht – und vielleicht auch ein wenig verstört.
- Sebastian Fitzek
AchtNacht
(1.603)Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregalDer Schreibstil ist toll. Ich mag die Art und Weise wie der Autor Geschichten erzählt. Ich muss dazu gestehen, dass ich die Inspirationsquelle (Film - „the Purge“) nie gesehen habe. Die Grundidee fand ich sehr faszinierend, vor allem die ethische Sichtweise.
Der Handlungsfaden war an manchen Stellen etwas verwirrend für mich. Ich habe tatsächlich bis zum Ende mit gerätselt und versucht mir die ein oder andere Frage zu beantworten. Am Ende habe ich tatsächlich auf alle Fragen eine Antwort bekommen und wurde sogar überrascht.
Ben war ein fesselnder Charakter. Die zwischenmenschlichen Beziehungen und vor allem die zu seiner Tochter waren interessant zu verfolgen. Rückblickend fand ich die ethische und soziale Perspektive sehr interessant in dem Buch.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne. - Simon Beckett
Kalte Asche
(3.520)Aktuelle Rezension von: Ela0806Ich liebe es!!
Bis zum Ende fiebert man und hat keinen Plan was passiert. Ich war so drin in der Story, habe so mitgefühlt und hatte nur einen ooooohhhh hhhäääää bitte was.... Effekt.
Bin so begeistert von der Reihe mit David Hunter. Einfach nur klasse.Das Ende allerdings, hat mich fertig gemacht. Hab bis nachts um 2 gelesen und musste direkt mit dem 3ten Band weiter machen.
- Sebastian Fitzek
Das Joshua-Profil
(1.437)Aktuelle Rezension von: Alina35Das Joshua‑Profil ist ein rasanter Thriller, der von der ersten Seite an fesselt. Die Idee eines Systems, das zukünftige Straftaten vorhersagt, ist packend umgesetzt, und die Handlung bleibt durchweg spannend. Einige Wendungen wirken etwas konstruiert, insgesamt ist die Geschichte aber klug aufgebaut und hält die Spannung bis zum Schluss.
- Karen M. McManus
ONE OF US IS LYING
(1.233)Aktuelle Rezension von: JBreathEin spannendes Grundkonzept mit wechselnden Perspektiven, das vor allem im ersten Teil gut funktioniert. Die verschiedenen Blickwinkel der vier Verdächtigen machen das Rätseln interessant und halten die Spannung über weite Strecken aufrecht.
Die Figuren sind zwar teilweise etwas klischeehaft angelegt (Streberin, Sportler, Problemkind etc.), aber insgesamt solide umgesetzt. Gegen Ende lässt das Buch jedoch nach: Der Fokus verschiebt sich stärker auf eine Figur und ihr Liebesleben, was die eigentliche Spannung etwas abschwächt. Auch das Ende wirkt stellenweise unnötig konstruiert, besonders im Hinblick auf die Auflösung und den Epilog.
Der Twist ist grundsätzlich interessant, passt aber nicht ganz zum Titel, der dadurch etwas irreführend wirkt. Insgesamt ein gutes, unterhaltsames Buch, das aber sein starkes Niveau nicht ganz bis zum Schluss halten kann.
- Donna Tartt
Der Distelfink
(532)Aktuelle Rezension von: MEvaEine interessante Geschichte über jahrelange Konsequenzen einer einzigen Handlung, die leider etwas unnachvollziehbar in die Substanzen-Ecke taumelt.
Theo Decker ist unter einem schlechten Stern geboren - vermutlich würde sein alkohol- und Glücksspielkranker Vater mir hier zustimmen. Im Alter von 13 Jahren verliert er seine alleinerziehende Mutter bei einem terroristischen Anschlag im Museum. Zeitgleich stellt das Schicksal die Weichen für lebenslange Bindungen: An ein Antiquariat und den "Distelfink" - das Gemälde, was er im Affekt stiehlt. Die Jahre gehen ins Land, er verliert Angehörige und seine Tat verfolgt ihn - bis ein Freund aus der Vergangenheit auftaucht.
Spoilerwarnung:
Meiner Meinung nach hätten 200 Seiten weniger das Thema auch rübergebracht. Theo leidet an PTSD und wurde mehrfach entwurzelt, was eine mögliche Erklärung für seinen heftigen Drogenkonsum ist den ich schon als recht unrealistisch für seinen komplexen Lifestyle als betrügerischer Antiquitätenhändler halte. Das Thema des Kunstraubs und seiner Konsequenzen - auch auf philosophischer Ebene - finde ich interessant. Theo selbst bleibt etwas blass denn seine eigenen Moralvorstellungen werden vom Gutmensch Hobie und dem selbstgerechten Boris überschattet. Am Ende wird der Leser genauso hin- und hergerissen. Was würden wir tun? - Joël Dicker
Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
(974)Aktuelle Rezension von: DankeAnke🌟🌟🌟🌟🌟
Dieses Buch ist ein echtes Leseerlebnis – ein „dicker Schinken“, der aber jede einzelne Seite wert ist. Joël Dicker gelingt es meisterhaft, eine Geschichte zu erzählen, die einen von Anfang an in ihren Bann zieht und bis zum Schluss nicht mehr loslässt.
Im Zentrum steht das Ungewisse: Als Leser tappt man lange im Dunkeln, stellt Vermutungen an, verwirft sie wieder und wird immer wieder überrascht. Genau dieses ständige Rätseln macht den Reiz des Romans aus. Die Handlung ist raffiniert konstruiert, mit Wendungen, die nie erzwungen wirken, sondern sich organisch entwickeln.
Besonders beeindruckend ist, wie sehr man die Figuren ins Herz schließt. Sie sind vielschichtig, lebendig und voller Ecken und Kanten. Während man versucht, die Wahrheit hinter dem Fall zu ergründen, wächst gleichzeitig eine emotionale Bindung zu den Charakteren – was die Geschichte noch intensiver macht.
Trotz seines Umfangs liest sich der Roman erstaunlich flüssig. Die Mischung aus Spannung, Emotion und literarischem Feingefühl sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Fazit:
Ein fesselnder, klug konstruierter Roman voller Geheimnisse, der nicht nur durch seine Spannung, sondern auch durch seine Figuren überzeugt. Absolut empfehlenswert für alle, die gern tief in eine Geschichte eintauchen und sich gerne überraschen lassen
- Karsten Dusse
Achtsam morden
(893)Aktuelle Rezension von: Paddy1896Ein sehr unterhaltsamer Krimi im irgendwie ganz eigenen Achtsamkeits-Genre. Kein Blut, auch keine große Spannung, dafür aber viel Humor und Lebensweisheiten.
Ein Buch, dass ich so in seiner Art noch nicht gelesen habe und auf jeden Fall eine Empfehlung wert ist.
Ich bin gespannt, ob die Fortsetzungen mithalten können. - Sarah J. Maas
Throne of Glass – Celaenas Geschichte
(499)Aktuelle Rezension von: Bookish_DreamerIch fand das Buch wirklich richtig gut! 💫 Durch die einzelnen Novellen konnte man Stück für Stück besser verstehen, warum Celaena heute so ist, wie sie ist. Jede Geschichte hat nochmal eine neue Seite von ihr gezeigt – und das hat das Ganze für mich super spannend gemacht.
Besonders erfrischend fand ich, dass die Kapitel bzw. Geschichten eher kurz waren. Man konnte alles gut nachvollziehen und ist total schnell in die Handlung reingekommen. Ich konnte Celaenas Entscheidungen oft richtig gut verstehen – sie wollte im Grunde einfach nur helfen, ist dabei aber leider an die falschen Leute geraten… das tat mir echt leid. 💔
Und dann Sam… 🥺 das war einfach nur grausam. Diese Geschichte hat mich echt mitgenommen. Aber genau solche Momente machen auch deutlich, warum Celaena sich so entwickelt hat.
Insgesamt eine richtig starke Vorgeschichte, die einem die Hauptreihe nochmal ganz anders erleben lässt! 🔥
- Kai Meyer
Arkadien erwacht
(2.028)Aktuelle Rezension von: LeseEule28Auch wenn ich mich für Mafiathemen nicht so begeistern kann und man hier oft beide Augen zudrücken muss, habe ich mich mit dem Buch sehr gut unterhalten gefühlt. Anfangs tat ich mich ein wenig schwer mit Rosa, aber im Laufe der Geschichte erfährt man, was sie durchgemacht hat und man versteht sie besser. Wenn man davon absieht, dass insbesondere der Mafiateil sehr unrealistisch ist, ist es eine spannende Fantasygeschichte. Kai Meyer weiß, wie man eine Geschichte aufbaut und spannend erzählt. Ich habe mit den Protagonisten mitgelitten.
- Ethan Cross
Ich bin die Nacht
(1.239)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueWer gerne Thriller liest, kommt gefühlt nicht an die Bücher von Ethan Cross vorbei. "Ich bin die Nacht " war das erste Buch das ich jetzt gelesen habe und ist auch der Einstieg in die Reihe.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt sehr schnell durch. Wirklich gut geschriebener Pageturner. Jedoch waren mir die Charaktere irgendwie nicht greifbar und insgesamt gab es Stellen, die ich nicht abgekaufen konnte, weil es mir zuuu konstruiert war.
Dennoch interessiert es mich wie es weitergeht und vielleicht wird es in Band zwei besser.
- Holly Jackson
A Good Girl’s Guide to Murder
(769)Aktuelle Rezension von: Jessica_ApitzEin gutes Buch mit viel Spannung. Aber Spoileralarm: für Hundefreunde eine Warnung! Es wird ein Hund sterben und das war echt hart! Wir hatten kurz zuvor unseren Liebling verloren und die Geschehnisse im Buch haben mich sehr mitgenommen. Wer darauf empfindlich reagiert sei vorgewarnt. Trotzdem ein wunderbares Buch mit viel Spannung, das man gerne verschlingen will. Die unterschiedlichen Darstellungen des Textes auf den Seiten war sehr abwechslungsreich und erfrischend.
- Sebastian Fitzek
Der Nachtwandler
(2.365)Aktuelle Rezension von: SophieRunnerIch habe bisher nur positives über die Bücher von Sebastian Fitzek gehört und wollte schon immer mal eins lesen. Als ich dieses dann in einem Bücherkasten gesehen habe, musste es natürlich mit. Die Story war von Anfang an mega fesselnd. Zwischendurch dachte ich mir nur so: Was geht da denn wieder ab???
Die Story war echt mega verwirrend, aber gut verwirrend.
Ausserdem gab es so viele krasses Plottwists, ich bin begeistert.
Das Ende war auch mega und es gefiel mir richtig gut.
Ich wurde definitiv nicht enttäuscht und freue mich auf weitere Bücher von Sebastian Fitzek.
- Fjodor Michailowitsch Dostojewski
Schuld und Sühne
(495)Aktuelle Rezension von: Das_LesedingSchreibstil:
Der Schreibstil sowie die Übersetzung sind gelungen. So lässt sich dieses doch recht umfangreiche Werk schnell und flüssig lesen. Der Bildhafte Stil lässt den Leser in das St. Petersburg des 19. Jahrhunderts eintauchen und die düstere Stadt erfahren.Charaktere:
Rodion ist ein sehr düsterer und teilweise verwirrter Charakter. So schmeißt er, als hochbegabter, sein Studium und versucht sich so durchzubringen. Auch den Mord scheint er, eine sehr lange Zeit, nicht zu bereuen. Er empfindet sich als Übermensch und rechtfertigt seinen Mord mit, wie er findet, guten Gründen.Die anderen Charaktere sind alle auf ihre Art einzigartig und doch gleich. Jeder ist auf seinen Vorteil bedacht und es herrscht wenig Mitgefühl.
Das ganze Buch über musste ich mich fast auf jeder Seite fragen, wie ich die Charaktere einordnen kann. Sie sind liebenswürdig und doch teilweise sehr egoistisch.Kurz: Dostojewski schafft es einen sehr tiefen Einblick in die menschliche Psyche und die Gedanken zu zeichnen und die Charaktere interessant aufleben zu lassen.
Fazit:
Schuld und Sühne ist ein sehr lesenswerter Klassiker der tief in die menschlichen Abgründe blicken lässt. Ich gebe 4 Sterne für ein sehr interessantes Werk, welches teilweise durch lange Monologe einschläfernd wirkte. Trotzdem waren diese nötig um die Hintergründe und Personen verstehen zu können.Im Nachwort wird noch einiges zu Dostojewski selbst erwähnt. Diesen Teil fand ich besonders interessant, da hier auch ein kleiner Zusammenhang zwischen ihm und der Geschichte „Schuld und Sühne“ hergestellt werden kann.
- Simon Beckett
Totenfang
(779)Aktuelle Rezension von: Lottes_KreativwerkstattIm fünften Band der Hunter-Reihe schickt Simon Beckett seinen forensischen Anthropologen erneut in einen komplexen Fall, der persönliche und berufliche Ebenen miteinander verknüpft. David Hunter gerät in ein Umfeld, das nicht nur fachlich herausfordernd ist, sondern auch emotional Druck aufbaut. Gerade diese Mischung aus kriminalistischer Präzision und persönlicher Betroffenheit macht den Reiz der Figur aus: Hunter bleibt der analytische Wissenschaftler, wirkt aber zugleich verletzlicher und nahbarer.
Der Plot ist sorgfältig konstruiert und entfaltet sich schrittweise. Beckett setzt weniger auf schnelle Schockmomente, sondern auf eine allmählich dichter werdende Atmosphäre. Im ersten Drittel fühlte sich das für mich allerdings etwas wie ein längeres Vorgeplänkel an – viele Fäden werden ausgelegt, Figuren eingeführt, Hintergründe aufgebaut. Erst später greifen die Zahnräder richtig ineinander und die Spannung zieht spürbar an. Ab diesem Punkt entwickelt das Buch den typischen Beckett-Sog, der schließlich in einem starken und intensiven Finale mündet.
Trotzdem blieb für mich der Eindruck, dass dieser Band nicht ganz an die Wucht anderer Teile heranreicht. Vielleicht lag das auch daran, dass ich zuvor Die ewigen Toten gelesen habe – im direkten Vergleich wirkte Totenfang etwas ruhiger und weniger zwingend.
Fazit: Ein gut durchdachter, atmosphärisch dichter Hunter-Thriller mit starkem Ende und interessanter Figurenentwicklung, der sich jedoch etwas Zeit lässt, bis er sein volles Spannungspotenzial entfaltet.
- Romy Hausmann
Liebes Kind
(1.129)Aktuelle Rezension von: Coco_EberhardtThematisiert wird der Vermisstenfall um Lena, die als junge Studentin vermisst gemeldet wurde und nie mehr aufgetaucht ist. Dann wird Jahre später eine Frau in ein Krankenhaus eingeliefert, die Lena sein könnte. Damit beginnt dieser spannende Thriller. Man Blick emotional in die verschiedenen Personen, die an der Sache beteiligt sind. Das Switchen zwischen den Charakteren fand ich sehr gut umgesetzt. Dabei tun sich menschliche Abgründe auf. Man fühlt richtig mit.
Ich fand den Thriller sehr spannend. Es gab manchmal ein paar kleine nicht nachvollziehbare Sequenzen, die die Story aber nicht negativ belasten. Als nächstes werde ich erstmal wieder einen Wohlfühlroman lesen, um die düsteren Energie loszuwerden... ;-)
- Simon Beckett
Die ewigen Toten
(544)Aktuelle Rezension von: IsoWeberDr. David Hunter gehört für mich ohnehin zu den spannendsten Figuren im Thriller-Bereich, aber in diesem Band hat mich besonders die Atmosphäre gepackt. Diese abgelegene, raue Insel, das Gefühl von Isolation und die unterschwellige Bedrohung ziehen sich durch die gesamte Geschichte und lassen einen kaum los. Was ich besonders stark finde: Es geht nicht nur um den Fall selbst, sondern auch um die psychologische Spannung. Ich bin am Mitdenken, Zweifeln, Theorien aufstellen – und werde trotzdem immer wieder überrascht. Auch beim zweiten Lesen hat das Buch nichts von seiner Wirkung verloren. Im Gegenteil, man entdeckt noch mehr Details und spürt die Spannung sogar noch intensiver. Für mich einer der besten Teile der Reihe – düster, intelligent und unglaublich fesselnd.
- Ethan Cross
Ich bin die Angst
(599)Aktuelle Rezension von: JuliaspathwayEin «Anarchist», Ein «Prophet» & der berüchtigtste Serienkiller der Gegenwart. Eine Geschichte voller Grössenwahnsinn, psychischen Abgründen und Kindheitstraumata. Auch in diesem Fall wird von Marcus Williams und seinem Team der Shepherd Organization alles abverlangt.
🔸️🔸️🔸️
Ehrlicherweise weiss ich höchstwahrscheinlich nur noch etwa 5% vom Band 1 und vielleicht hatte ich deshalb meine liebe Mühe, in die Geschichte zu finden. Obwohl viel erklärt, beschrieben und ausgeführt wird – über Städte, die ich so oder so nicht kenne, über technische Gegebenheiten, die ich auch nach der Erklärung nicht verstehen werde – zieht die Story im letzten Drittel an, die Schwere verfliegt & wird durch Spannung ersetzt. Die Entwicklung der Geschichte und der Protagonisten fesselten mich dann doch so sehr, dass ich das Buch nur schwer aus den Händen legen konnte.
Der Protagonist Marcus Williams ist eine gebrochene Seele mit einem ausgeprägten Messias-Komplex. Eine Tatsache, die mich dann doch zwischendurch geärgert hat. 😬
In der gesamten Geschichte nimmt Francis nur eine Nebenrolle ein, nur um zum Schluss einen bombastischen Auftritt hinzulegen, welcher seinesgleichen sucht. Die Vorfreude auf den Band 3 «Ich bin der Schmerz» ist danach auf jedenfall gross. 😎
- Kristin Hannah
Die Nachtigall
(654)Aktuelle Rezension von: Sophie0406𝗥𝗲𝘇𝗲𝗻𝘀𝗶𝗼𝗻:
⭐️⭐️⭐️⭐️
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»Männer erzählen Geschichten. Frauen machen mit dem Leben weiter. Für uns war es ein Schattenkrieg. Und nachdem er vorbei war, gab es keine Paraden für uns, keine Orden und keinen Platz in den Geschichtsbüchern. Im Krieg taten wir, was wir tun mussten, und nachdem er vorbei war, sammelten wir die Scherben ein und fingen noch einmal von vorn an."
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Bei diesem Zitat aus dem Buch bekomme ich immer noch Gänsehaut. Es ist eine Hommage an jede einzelne Frau. Und es sagt so viel über uns aus. Über unsere weibliche Stärke, über unseren Mut, über unseren Überlebenswillen und über das, was tief in uns drin schlummert. Dieses Zitat beschreibt so gut die Handlungen im Buch, dass es schon fast weh tut. Ich habe zwei sehr starke Protagonistinnen kennenlernen dürfen, die nicht ungleicher hätte sein können. Sie sind zwei Teile eines Ganzen, jede für sich eine Kostbarkeit. Isabelle, die Rebellin - die Mutige, die Realistische, die Kämpferin. Und Vianne, die Löwenmama - die Beschützerin, die Aufopferungsvolle, die Sanfte. Beide Frauen haben so viel Schreckliches erlebt, so viel Traumatisches und trotzdem waren sie für ihre Mitmenschen der Fels in der Brandung. Ich kann gar nicht sagen, wer von den beiden Frauen mir mehr gefallen hat. Sie waren beide etwas Besonderes. Das Buch zeigt die realistische und erschreckende Wahrheit des Zweiten Weltkrieges ohne irgendwas zu beschönigen. Und die letzten 100 Seiten habe ich öfters vollkommen hilflos und verzweifelt gefühlt. Die Tränen kamen und gingen.
Der Schreibstil an sich war zwischendurch sehr anspruchsvoll. Da ich noch nie in Frankreich war und auch kein Französisch sprechen kann, war mir der eine oder andere Ort, sowie die eine oder andere Aussprache etwas fremd, was den Lesefluss etwas eingedämmt hat. Der Inhalt des Buches war jedoch eine 10/10 und höchst emotional. Eine klare Leseempfehlung von mir.























