Bücher mit dem Tag "verbrecher"
152 Bücher
- Leigh Bardugo
Das Lied der Krähen
(1.694)Aktuelle Rezension von: 369Cover: Zwischen mehreren Fantasy Büchern fällt das Cover leider kaum auf. Die Farben rot und schwarz sieht man ja oft im Fantasy Bereich, deshalb hat mich das Cover leider nicht wirklich überzeugen können.
Inhalt: Ich fand den Inhalt sehr überzeugend. Die Geschichte wirke sorgfältig geplant und hat mich trotzdem immer wieder überrascht. Sehr positiv fand ich, dass das Buch etwas neues erzählt hat. Sonst stört es mich oft, dass Geschichten nachgemacht wirken, das war hier nicht der Fall.
Schreibstil: Normalerweise bin ich kein Fan von Perspektivwechseln, warum dies bei das Lied der Krähen änderst war, weiß ich tatsächlich nicht. Der Schreibstil war flüssig und gut verständlich.
Figuren: Die Figuren waren gut und realistisch geschrieben. Jeder Charakter erzählte seine eigene Geschichte und hatte se. ine eigene Stärken. Das hat mir sehr gut gefallen.
Während dem Lesen kam ich den Figuren durch die Rückblenden immer näher.
Fazit: Ich muss zugeben, anfangs hatte ich wirklich Respekt vor diesem Buch und es hat etwas gedauert, bis ich in die Geschichte kam. Trotzdem konnte mich das Buch durch eine spannende Geschichte und gut ausgearbeitete Charaktere überzeugen und ich freue mich sehr auf Band 2.
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und der Gefangene von Askaban (Harry Potter 3)
(11.032)Aktuelle Rezension von: Kathrin_HermannWer Harry Potter kennt, wird dieses Buch lieben. Preislich ist das Ganze sicher diskutabel, daher ein Punkt Abzug für den doch recht stolzen Preis (zwölf Euro). Für ein Buch, dessen Autoren mit Sicherheit schon genug monetären Ausgleich für ihre Arbeit erhalten hat. Genug geschimpft, es ist ein Klassiker der Kinderliteratur und für die meisten in meinem Alter auch ein Muss dieses zu lesen. Ich schenke meiner Frau jedes Jahr einen weiteren Teil, obwohl wir auch schon alle Filme gekuckt haben. Es ist aber doch auf jeden Fall noch einmal etwas anderes, das Buch zu lesen und vielleicht doch noch etwas mehr Einblicke in die Welt von Harry Potter zu erhalten. Ich kanns nur empfehlen, gibt schlechtere Bücher für mehr Geld.
- Leigh Bardugo
Das Gold der Krähen
(987)Aktuelle Rezension von: Linahsa„Wie haben sie das bloß wieder geschafft?“, war ein Gedanke, der mir immer wieder in den Kopf gekommen ist, während ich dieses Buch gelesen habe. Wenn man ein Abenteuer mit komplexen Charakteren sucht, ist dieses Buch sicher das richtige!
Fangen wir mit dem Schreibstil an. Er war sehr ansprechend, durchgehend stimmig und hat eine passende Atmosphäre geschaffen, die perfekt zur düsteren, spannungsgeladenen Welt des Buches passt.
Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, die Autorin – oder vielmehr die Charaktere – seien einem immer einen Schritt voraus. Die Handlung war nie vorhersehbar, und man wurde immer wieder aufs Neue überrascht. Ich liebe einfach das Gefühl zu haben, auf jeder Seite wartet eine Überraschung - ein echtes Abenteuer also!
Dabei war die Geschichte in jedem Moment glaubhaft, die Handlungen der Figuren stets nachvollziehbar, und der gesamte Plot wirkte hervorragend durchdacht.
Die Figuren in dem Buch haben mich vor allem begeistert. Sie wirkten authentisch und auf ihre eigene Weise sympathisch. Jeder hatte seine individuellen Stärken und Schwächen, eine Geschichte, eine Vergangenheit, die ihn oder sie geprägt, geformt oder sogar gequält hat.
Man hat das Gefühl bekommen, dass die Figuren nicht nur eine gemeinsame schwer zu meisternde Mission hatten, die sie alle vereinte - sie hatten auch eine persönliche, teils geheime Herausforderung, die sie meistern mussten. Dementsprechend waren viele tolle Charakterentwicklungen dabei!Das Einzige, was mir ein wenig gefehlt hat, war ein wenig Romantik - aber auch nur ein kleines bisschen. Ich fand es zwar sehr angenehm, dass es weder explizite Szenen noch übertrieben, wenig glaubhafte Liebesbekundungen gab. Die romantischen Momente blieben dezent und zwischen den Zeilen, was gut zur Geschichte gepasst hat. Ein Hauch mehr hätte mich trotzdem gefreut.
Letztendlich ändert es aber nichts daran, dass mir dieses Buch sehr gefallen hat und der Plot und der Schreibstil wirklich grandios waren.Insgesamt also eine eindeutige Empfehlung.
Sternebewertung:
Plot: 5/5
Originalität der Geschichte: 5/5
Charaktere und ihre Entwicklung: 10/5
Schreibstil: 4/5
Gesamtwertung: 5/5 - Gillian Flynn
Gone Girl - Das perfekte Opfer
(1.729)Aktuelle Rezension von: Neytiri888Der Start ins Buch hätte spannender sein können, ca die ersten 100 Seiten hat mir die Sogwirkung etwas gefehlt. Es war aber auch nicht langweilig, sondern immer gut lesbar, wenn man mit dem Lesen angefangen hatte.
Der Mittelteil und das Finale waren grandios, da konnte ich dann nicht mehr mit dem Lesen aufhören.
Das Ende fand ich wiederum ernüchternd. Einer von beiden hätte zum Schluss sterben oder ins Gefängnis wandern müssen. Dass Amy mit ihren Intrigen einfach so davon kommt, nur weil sie am Ende schwanger ist und Nick unbedingt ein Baby wollte, genügt mir nicht und lässt mich als Leser etwas unbefriedigt zurück.
Trotzdem im Großen und Ganzen ein solider, spannender Psychothriller, mit gut ausgearbeiteten Charaktern und einem flüssigen, angenehm zu lesenden, Schreibstil.
- Marie Lu
Legend (Band 1) - Fallender Himmel
(2.292)Aktuelle Rezension von: PearlDiverofBooks"Legend" konnte mich als Dystopie-Fan absolut abholen. Zwei Perspektiven, vielschichtige Charaktere, so viele Plottwists und jede Menge Verrat und Intrigen - genau das habe ich erwartet und Marie Lu hat auch genau das geliefert. Anfangs braucht die Geschichte ein bisschen, um an Geschwindigkeit aufzunehmen, dann geht es aber Schlag auf Schlag und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Hin und wieder waren einige Elemente des Worldbuildungs für mich nicht genug ausgearbeitet. Die Idee des Buches und die allgemeine Umsetzung sind allerdings chef's kiss (ich meine, wir bekommen wieder ein Agentensetting und das kann ich nur lieben!) und ich bin sehr gespannt, wie es mit June und Day weitergeht!
- Karsten Dusse
Achtsam morden
(867)Aktuelle Rezension von: Burkhard_HankeCarsten Dusse gelingt mit Achtsam morden ein schwarzhumoriger Balanceakt zwischen Selbsthilfe-Ratgeber und Krimikomödie. Sein Protagonist stolpert auf herrlich absurde Weise durch Gewalt, Gelassenheit und Gewissensfragen. Sprachlich pointiert und mit liebevollem Seitenhieb auf Achtsamkeits-Trends geschrieben, bietet der Roman intelligentes Vergnügen, das zugleich zum Schmunzeln wie zum Nachdenken einlädt.
- Kerstin Gier
Wolkenschloss
(1.577)Aktuelle Rezension von: Anna_Lea_ThielWolkenschloss von Kerstin Gier ist für mich eine richtig cozy Romance, perfekt für kalte Wintertage unter der Decke. Die verschneite Hotelkulisse fühlt sich total gemütlich an und man ist sofort mitten in der Geschichte drin. Der Schreibstil ist leicht, humorvoll und angenehm zu lesen, sodass man schnell vorankommt. Die Protagonistin ist sympathisch und man kann ihre Gedanken gut nachvollziehen. Besonders mochte ich die Stimmung und die kleinen zwischenmenschlichen Momente. Einziger Minuspunkt: Sie entscheidet sich meiner Meinung nach leider für den falschen Typen. Trotzdem ein schönes Buch zum Abschalten und Wohlfühlen.
- Ethan Cross
Ich bin die Nacht
(1.236)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueWer gerne Thriller liest, kommt gefühlt nicht an die Bücher von Ethan Cross vorbei. "Ich bin die Nacht " war das erste Buch das ich jetzt gelesen habe und ist auch der Einstieg in die Reihe.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt sehr schnell durch. Wirklich gut geschriebener Pageturner. Jedoch waren mir die Charaktere irgendwie nicht greifbar und insgesamt gab es Stellen, die ich nicht abgekaufen konnte, weil es mir zuuu konstruiert war.
Dennoch interessiert es mich wie es weitergeht und vielleicht wird es in Band zwei besser.
- L. H. Cosway
Hearts of Blue - Gefangen von dir
(77)Aktuelle Rezension von: Books-like-Soulmate„Hearts of Blue - Gefangen von dir (Hearts 4)“ von L.H. Cosway
Verfasser der Rezension: Silvana
Preis TB: nicht verfügbar
Preis eBook: € 6,99 (Stand 10.07.2020)
Seitenanzahl: 434 Seiten lt. Verlagsangabe
ISBN: 978-3-7363-0748-3
Erscheint am: 04.01.2018 im LYX digital by Bastei Lübbe
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Klappentext:
Er nimmt sich alles, was er haben will - doch sie hat sein Herz gestohlen
Lee Cross ist ein Dieb. Seitdem er denken kann, bewegt er sich auf der dunklen Seite des Gesetzes, und mit 25 Jahren steckt er inzwischen viel zu tief drin, als dass er noch damit aufhören könnte. Doch dann begegnet er Karla Sheehan. Er und die junge Polizistin könnten unterschiedlicher nicht sein. Während sie auf der Karriereleiter ganz nach oben kommen will und Verbrecher jagt, verkörpert Lee alles, wovon sie sich fernhalten sollte. Doch je mehr er versucht, der schönen Gesetzeshüterin aus dem Weg zu gehen, desto deutlicher spürt er, dass sie längst sein Herz gestohlen hat ...
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Mein Fazit:
Vorweg sei gesagt, dass es sich bei jeder Rezension um meine persönliche Meinung handelt. Ich habe die vorherigen Bücher dieser Reihe gelesen und die haben mir alle ganz gut gefallen. Diesmal geht es um die Polizistin Karla und Lee. Beide Charaktere haben wir ja bereits in den vorherigen Büchern kurz kennengelernt. Ich hatte mich eigentlich auf die Geschichte der beiden gefreut. Leider konnte sie nicht ganz meine Erwartungen erfüllen. Lee und Karla waren mir sympathisch. Vor allem Lee, der alles für seine Familie tun würde. Ich persönlich habe an Lee mehr Gefallen gefunden als an Karla, obwohl auch sie mir sympathisch war. Reya mochte ich auch ganz gern. Karla liebt ihren Job als Polizistin und würde gern in ihrer Karriere als Polizistin voranschreiten. Wäre da nicht ihre Vorgesetzte Jennings und Karlas herzloser Vater, der seine Tochter nie ernst nimmt. Das fand ich sehr schade. Doch als sie Lee begegnet muss sie einsehen dass es noch mehr im Leben gibt. Plötzlich steht sie vor einigen Entscheidungen die ihr alles andere als leicht fallen sollen. Auch Stu lernt der Leser hier noch von einer ganz unerwarteten Seite kennen. Zum Ende kam noch einmal etwas Spannung auf. Irgendwie konnte mich das Buch dennoch nicht wirklich fesseln um volle Punktzahl geben zu können. Dennoch bin ich schon sehr gespannt auf die beiden Geschichten über Reya und Stu.
4 von 5 🍀 🍀 🍀 🍀
- Kass Morgan
Die 100
(658)Aktuelle Rezension von: BuchlandhuhnWer mal eine etwas andere Story sucht ist hier bestens beraten. Die Geschichte ist kurzweilig, es gibt keine Längen und man findet sich recht schnell in die Hauptcharaktere ein. Band 1 ist etwas kurz, bin schon gespannt auf den zweiten Band.
Man muss sich allerdings dran gewöhnen, dass Rückblenden der Figuren einfach ohne Info mitten in den Kapiteln vorkommen. Nach wenigen kapitalen ist es aber kein Problen mehr.
- Max Rhode
Die Blutschule
(1.032)Aktuelle Rezension von: Kathrin_HermannIn zwei Tagen ausgelesen und was soll ich sagen... ich bin wie immer begeistert. Ich mag einfach den Schreibstil - der hier stark an die ersten Werke erinnert - und die Art wie sich die Spannung immer mehr und mehr steigert, sodass man die letzten Seiten eigentlich nur noch überfliegen möchte und endlich zu erfahren wie es ausgeht. Und immer ist das gewisse Augenzwinkern mit dabei (und sei es nur bei den Danksagungen oder wie in diesem Fall, ohne zu viel verraten zu wollen, bei den Beschwerden).
Die Aufregung über den Preis kann ich mal nun gar nicht nachvollziehen. Ich schließe mich da völlig der Bewertung des Sebastian F. an (und ich traue Herrn Fitzek durchaus zu, dass er diese Bewertung tatsächlich selber geschrieben hat). Ein Buch ist doch etwas das sich optisch etwas her machen sollte, das ich mir danach ins Bücherregal stelle und gerne nochmal in die Hand nehme. Der Verlag oder Herr Fitzek oder wer auch immer es endgültig entschiedet, gibt sich immer sehr viel Mühe, dass die Bücher hochwertig aussehen und auch in diesem Fall macht es etwas her. Es ist ja kein einfaches Taschenbuch und ich halte den Preis für völlig angebracht.
Für mich ist es ein gelungenes Erstlingswerk im Bereich Horror/Fantasy und ich würde mich über weitere Werke von Herrn Rhode alias Fitzek sehr freuen. Ob das Buch nun in Zusammenhang mit dem Joshua-Profil steht, wird sich dann ja nächste Woche raus stellen.
Das Buch ist - wie ich finde - nicht viel blutiger oder rauer als gewohnt. Es wird - wie man es kennt - an den Stellen aufgehört zu beschreiben die man auch einfach nicht genauer ausgeführt haben möchte. So war es schon immer und so wird es vermutlich bleiben. Den Bücher sind - im Gegensatz zum TV nun mal reines Kopfkino. - Joss Stirling
Finding Sky Die Macht der Seelen
(1.131)Aktuelle Rezension von: VikiheartsjayIch wollte das Buch schon seit Jahren lesen und da jetzt endlich die Sonne langsam wiederkommt, hab ich meine Chance gesehen. Die Idee ist gut umgesetzt und die Charakter sind so unglaublich liebenswert. Ich liebe die Benedikt Familie und man bekommt beim lesen direkt ein heimeliges Gefühl. Ich hab mich in der Geschichte unglaublich wohlgefühlt und ich kann es nur jedem empfehlen. Ich liebe es. ❤️
- E. L. James
The Mister
(265)Aktuelle Rezension von: Karina_Sofia_RodriguesLeider konnte mich The Mister von E. L. James nicht überzeugen. Die Handlung wirkte auf mich sehr vorhersehbar: Ein wohlhabender junger Mann verliebt sich in eine Frau mit schwieriger Vergangenheit und bescheidenen Verhältnissen – ein Plot, der in ähnlicher Form schon häufig erzählt wurde.
Was mir besonders gefehlt hat, war der Tiefgang der Charaktere. Maxim, der Protagonist, erscheint zu Beginn als typischer Macho, der sich regelmäßig mit wechselnden Frauen trifft. Als plötzlich Alessia in sein Leben tritt, ändert er sein Verhalten von einem Moment auf den anderen – für mich nicht nachvollziehbar und wenig glaubwürdig.
Auch Alessia konnte mich als Figur nicht überzeugen. Ihre schüchterne, unterwürfige Art machte es mir schwer, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Dass ausgerechnet Maxim von ihr fasziniert sein soll, wirkte auf mich eher konstruiert als authentisch. Die Entwicklung ihrer Beziehung blieb für mich flach, die angedeutete Spannung und Erotik zwischen den beiden kam bei mir kaum an – vieles wirkte eher langatmig und wenig fesselnd.
Hinzu kommt, dass sich die eigentliche Handlung erst sehr spät entfaltet – erst zur Hälfte des Buchs kommt überhaupt Bewegung in die Story. Das war mir persönlich deutlich zu spät, um mich noch mitreißen zu können.
Insgesamt hat mich The Mister leider nicht abgeholt. Es fehlte an emotionaler Tiefe, glaubwürdiger Entwicklung und echter Spannung.
- Chevy Stevens
Endlose Angst - Never Knowing
(450)Aktuelle Rezension von: sleepwalker1303„Never Knowing - Endlose Angst“ war mein erstes Buch der kanadischen Autorin Chevy Stevens. Das Buch und ich hatten einen holprigen Start miteinander, deshalb lag es auch fast zwei Jahre auf meiner „Noch zu Lesen“-Liste. Als ich dann aber in die Geschichte hineingefunden hatte, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Die psychologische Spannung in dem Buch hat mich vollkommen gebannt.
Aber von vorn.
Sara wusste schon immer, dass ihre Eltern sie adoptiert haben, als sie noch ein Baby war. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist sehr eng, das zu ihrem Vater etwas angespannt. Nun steht Sara, die selbst eine sechsjährige Tochter hat, kurz vor ihrer Hochzeit. Daher macht sie sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Sie findet sie, ihre Mutter möchte aber nichts mit ihr zu tun haben. Aber Sara lässt nicht locker, denn sie möchte auch wissen, wer ihr leiblicher Vater ist. Die Antwort, die sie bekommt, verändert allerdings ihr ganzes Leben: ihr Vater ist ein Serienkiller, ihre Mutter war eines seiner Opfer, das überlebt hat. Sie selbst entstand vor über 35 Jahren bei einer Gewalttat. Und plötzlich meldet sich ihr Vater bei ihr. Er fängt an, ihr Geschenke zu schicken, ruft sie immer wieder an und fordert ihre Aufmerksamkeit. Sara muss sich und ihr Umfeld vor ihm schützen, gleichzeitig treibt sie die Frage um, wie viel von den schlechten Eigenschaften ihres Erzeugers in ihr schlummern und wozu sie dadurch selbst fähig ist. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt.
Die Idee hinter dem Buch fand ich ganz hervorragend. Auch der Aufbau, die Erzählung in Form von Therapiegesprächen zu gestalten, lag mir sehr gut, wobei man das meistens sowieso nur am Anfang der Kapitel bemerkt, wenn Sara ihre Therapeutin direkt anspricht. Obwohl ich anfangs etwas schwierig in die Geschichte fand, entwickelte sie dann einen Sog, dem ich nicht entkommen konnte. Auch sprachlich fand ich das Buch ansprechend, der Spannungsbogen entwickelt sich exponentiell von anfangs sehr flach bis enorm hoch in Richtung Schluss. Allerdings fand ich das Buch alles in allem ein wenig lang und einige Passagen hätte man getrost kürzerfassen können. Der psychologische Aspekt der Problematik wurde von der Autorin sehr gut herausgearbeitet und trieb unterschwellig (zumindest bei mir) die Spannung noch voran.
Die Charaktere sind teilweise sehr gut und detailreich ausgearbeitet, andere hingegen bleiben blass und eindimensional. Da ist auf der einen Seite das Adoptivkind, dass seine Wurzeln kennenlernen möchte. Sara steht mit ihrem Wunsch ziemlich allein da. Ihr Verlobter Evan unterstützt sie anfangs, ihm und allen anderen um sie herum wird das alles aber nach und nach zu viel. Die Adoptiveltern sind zwiegespalten, vor allem die Mutter fühlt sich brüskiert. Die leibliche Mutter mauert, wie man schnell erfährt, aus gutem Grund. Und dann ist da natürlich der leibliche Vater, genannt John, der wie ein stetiger Schatten über allem hängt. Bei allem, was er sagt und tut, muss man nämlich immer im Hinterkopf behalten, dass er ein gesuchter Mörder ist. Psychologisch ist das alles sehr spannend, aber sehr oft auch mehr psycho als Thriller. Auch die Frage, wie viel des eigenen Charakters durch Genetik bestimmt ist, und was durch Erziehung entsteht, ist interessant und wird durch Saras immer stärker werdende Selbstzweifel gut beleuchtet. Allerdings fallen andere Charaktere (beispielsweise Saras Adoptivvater) eher durchs Raster und auch die ermittelnden Polizeibeamten, die auf der Suche nach „John“ sind, fand ich sehr blass.
Insgesamt fand ich das Buch aber spannend und unterhaltsam, wenn auch ein bisschen lang. Zudem fand ich das Ende zwar schlüssig und okay, aber auch sehr vorhersehbar. Als Extra ist im Anhang des Buchs eine Kurzgeschichte mit dem Titel „Die andere Seite – Sandys Geschichte“, wo einiges aus der Sicht der ermittelnden Polizistin erzählt wird. Nett, erklärt noch ein paar Hintergründe, aber wirklich gebraucht hätte ich es nicht wirklich. Von mir gibt es vier Sterne.
- Roxanne St. Claire
Barfuß am Meer
(14)Aktuelle Rezension von: j125Meine Meinung:
Tessa war mir in den vorherigen Bänden immer sympathisch, weshalb ich mich sehr auf ihre Geschichte gefreut habe. Sie wünscht sich nichts mehr als ein Baby, was zu allerlei Konflikten führt, schließlich sind all ihre Freundin schwanger, frisch verheiratet oder kürzlich Mutter geworden. Nur Tessa ist alleinstehend, nachdem sie jahrelang vergeblich mit ihrem Ex-Mann versuchte ein Kind zu bekommen. Tessas Kinderwunsch ist ihr zentrales Thema, daher wird natürlich immer wieder über Kinder, Schwangerschaften etc. gesprochen. Für mich hat die Autorin ein gutes Maß getroffen. Es wurde so häufig erwähnt, dass man versteht, wie wichtig es für Tessa ist Mutter zu sein, aber es wurde nicht zu sehr besprochen, sodass ich genervt davon war.
John mochte ich total gern. Vor allem seine Geschichte hat mich überzeugt, weil sein Geheimnis mal etwas anderes ist. Es ist sicher keine völlig neue Idee, aber wenn man mal darüber nachdenkt, welche Geheimnisse Menschen in Liebesromanen so haben, dann ist Johns Geheimnis eines, das ich noch nicht so häufig gelesen habe.
An einigen Stellen war die Geschichte leider recht konstruiert und vorhersehbar, weil ich aber Tessa und John so mochte, hat es mich nicht allzu sehr gestört. Auch das Ende ist definitiv nicht die realistischste Variante, sondern die, die meisten Leser/innen zufrieden stimmt, aber auch das war für mich nicht störend. Ich habe nach einer leichten Liebesgeschichte gesucht, die mir ein wohlig warmes Gefühl beschert und die habe ich bekommen.
Fazit:
Nicht die realistischste Liebesgeschichte, aber durch die Protagonisten und Ians Geheimnis neben dem zweiten Band mein Lieblingsteil. - Eoin Colfer
Artemis Fowl
(830)Aktuelle Rezension von: Maza_e_KeqeArtemis Fowl (junior) ist 12 Jahre jung und über-überdurchschnittlich intelligent. Sein Vater hat mit reichlich illegalen Methoden einen beachtlichen Reichtum angehäuft, ist jedoch seit einem Jahr verschwunden. Um den finanziellen Status zu erhalten, hat sich Artemis einen besonderen Plan ausgedacht: Er will die Wesen der Unterwelt erpressen: Feen, Elfen, Zwerge, Trolle, Kobolde, Zentauren… es gibt sie nämlich wirklich; fernab der menschlichen Zivilisation unter der Erde lebend.
Die Idee der Geschichte ist hervorragend: ein jugendliches Verbrechergenie gegen Fabelwesen. Auch wie die verschiedenen Welten miteinander verknüpft werden, hat mir sehr gut gefallen. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird die Handlung aufgebaut, bis sie schließlich zusammengeführt werden.
Obwohl das Buch inhaltlich sehr abwechslungsreich, die Figuren toll dargestellt und die Spannung gut aufgebaut ist, kann es mich nicht voll überzeugen. Irgendetwas fehlt, aber ich kann nicht benennen, was es ist.
Fazit: kurzweilig und spannend mit skurrilen Figuren.
- Jonas Jonasson
Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind
(206)Aktuelle Rezension von: Astrid_MiglarOriginelle Geschichte, lustige Dialoge, angefüllt mit schwarzem Humor. Absolut lesenswert. Die Figuren sind gut ausgearbeitet. Liebenswerte und Ekelpakete. Einziges kleines Manko: die letzten 20 Seiten hätte es nicht gebraucht. Die wirken, als hätte es mit aller Gewalt eine Zukunftsperspektive gebraucht.
- Truman Capote
Kaltblütig
(348)Aktuelle Rezension von: mattderEin Mordfall lässt Truman Capote ein Bericht schreiben. Herausgekommen ist ein Buch das sehr gut zu lesen ist. Die Studie über den Mensch und zu was er fähig ist. Der Mord der Familie ist so einfach. Aber auch brutal und sinnlos, er reget zu nachdenken an. Macht einen sprachlos. Weg ein paar Dollar Leute umzubringen.
- Friedrich Dürrenmatt
Der Richter und sein Henker / Der Verdacht
(1.284)Aktuelle Rezension von: Lassmallesen_chrisEin Krimi, der eigentlich alles mitbringt. Eine interessante Handlung um einen ermordeten Polizisten, ein eigenwilliger Ermittler und in der zweiten Hälfte einige Plot-Twists sowie ein großer Knall am Ende, auf den es im Verlauf der Handlung aber schon den einen oder anderen Hinweis gibt. Sprachlich ist das Buch natürlich nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, ließ sich aber trotzdem gut lesen. Mich persönlich regte Kommissar Bärlach im Handlungsverlauf auf, weil er sich mehrmals selbst verschuldet in Todesnähe begab und er mehr durch Glück als durch Geschick am Leben blieb. Wer lässt bitteschön freiwillig seine Haustür offen stehen??? Dazu geriet mir Bärlach teilweise zu sehr ins Philosophieren. Das schmälerte ein wenig meinen Lesespaß. Außerdem blieb auf nur 117 Seiten natürlich auch das eine oder andere an der Oberfläche, wo ich mir mehr Tiefgang gewünscht hätte. Dennoch zurecht ein Klassiker.
- Moa Graven
KALT
(9)Aktuelle Rezension von: jutschaJoachim „Adler“ Stein fühlt sich am wohlsten, wenn er allein in seiner alten Mühle sitzt und lange Spaziergänge im Wald unternehmen kann. Lediglich zu seiner Kollegin Mona Lu und dem Journalisten Hauke pflegt er einen freundschaftlichen Umgang. Alle anderen halten ihn eher für schrullig und einsiedlerisch.
Auf einem der Spaziergänge sieht er ein altes Fahrrad ordentlich verschlossen an einem alten Baum lehnen, vom Besitzer keine Spur. Als es nach drei Tagen noch immer dort steht, wird er misstrauisch und findet den Fahrer tot unter dem Schnee. Es ist der Erbe eines Bauernhofes, auf dessen Grundstück ein Hotel gebaut werden soll, was er verhindern wollte.
Ist das der Grund für seinen Tod? Wer hat ihn umbringen lassen? Seine Geschwister, die für den Verkauf waren? Oder vielleicht die Investoren, die das Hotel bauen möchten? Oder steckt doch etwas ganz anderes dahinter?
Der Schreibstil ist, wenn man zum ersten Mal ein Buch der Autorin liest, etwas eigensinnig und gewöhnungsbedürftig. Doch dies war mein 3. Buch der Autorin und ich fand daher gut in ihre Art des Schreibens hinein. Auch Protagonist Adler fand ich sehr gut beschrieben. Moa Graven lässt in ihren Krimis gerne schrullige und außergewöhnliche Charaktere entstehen, die alle ihre eigene unverkennbare und ungewöhnliche Art haben. Ich finde das gut. Auch der aktuelle Fall hat mir gefallen. Es war durchdacht und logisch, auch wenn mir die Auflösung am Ende wie auch bei den anderen Krimis der Autorin, die ich gelesen habe, mal wieder zu schnell kam. Allerdings ahnte ich bis fast zum Schluss nicht, wer der Mörder ist, und das finde ich klasse. Die Autorin hat mich lange Zeit verwirrt und im Dunkeln tappen lassen. Das erwarte ich von einem guten Krimi.
Die Geschichte hat mich wirklich gefesselt Ich hatte ein paar wunderbare Lesestunden und bewerte diesen Krimi mit guten 4 von 5 Sternen und einer Leseempfehlung an alle Krimifreunde. - James Patterson
Die 4. Frau - Women's Murder Club -
(202)Aktuelle Rezension von: Azyria_SunWorum geht’s?
Lindsay Boxer erschießt bei einem Einsatz in Notwehr zwei Kinder und muss sich vor Gericht verantworten. Um eine Auszeit zu nehmen und der Presse zu entfliehen, zieht sie vorübergehend nach Half Moon Bay in das Haus ihrer Schwester und wird dort hineingezogen in Ermittlungen, die sie zu John Doe Nr. 24 und 10 Jahre zurück in ihre berufliche Vergangenheit führen.
Meine Meinung:
Mit „Die 4. Frau“ übertrifft James Patterson sich selbst! Er erzählt teilweise in Ich-Form aus Sicht von Lindsay Boxer, sodass man bei den Ermittlungen hautnah dabei ist. Teils aus der Sicht des Täters, was das Ganze noch spannender macht. Und wir erleben mit Lindsay gemeinsam ein Gerichtsverfahren, das sie ihre Karriere kosten könnte.
Lindsay, Claire und Cindy vom sog. „Women’s Murder Club“ ermitteln wieder. Wobei diesmal eher Lindsay ermittelt und wir von Claire und Cindy eher am Rande hören. Lindsay wird mir immer sympathischer! Sie ist einfach eine geniale Powerfrau, ein echtes Idol. Und ihre Beziehung zu Joe Molinari, den wir im letzten Teil kennenlernen durften, verfestigt sich und wird ernster. Und auch ihr Hund, der Border Collie Martha, spielt in diesem Teil eine wichtige Rolle. Und wir lernen Yuki kennen, die Lindsay als Anwältin vor Gericht zur Seite steht und am Ende den leeren Platz von Jill in der Runde des Women’s Murder Club einnimmt. Sie ist kein Ersatz für die einmalige Jill, aber sicher eine würdige Nachfolgerin!
Das Buch hat mich besonders mitgerissen. Sehr interessant fand ich die Szenen vor Gericht. Das Verfahren an sich, das Auftreten der Anwälte. Dieser Teil war anders, aber dennoch spannend und mitreißend – vielleicht, weil ich Lindsay inzwischen ins Herz geschlossen habe und von diesem Gerichtsfall alles für sie abhing. Mehr will ich dazu nicht sagen, um nicht zu spoilern. Und auch der Fall, der sie diesmal beschäftigt. Angefangen mit dem Schusswechsel mit den zwei Kids, bis hin zu den Taten in Half Moon Bay. Ich hatte am Anfang schon den Mörder in Verdacht, der Autor hat es jedoch geschafft, mich zu verunsichern und auf ganz andere Spuren zu lenken. Die Tatorte, das Vorgehen des/der Täter/s – einmalig dargestellt von Thriller-Legende Patterson. Von den spannenden Szenen zu Beginn des Buches bis zum fulminanten Showdown am Ende wieder ein durch und durch gelungenes Buch – und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil der Thriller-Serie!
Fazit:
James Patterson übertrifft sich mit „Die 4. Frau“ nochmals selbst. Besonders der Teil mit dem Gerichtsprozess hat mich gefesselt – aber auch die Taten und Morde, mit denen Lindsay Boxer diesmal in Berührung kam. Das Urteil im Gerichtsprozess empfand ich als besonders emotional. Aber auch die Taten danach – noch nie waren die Verbrechen, mit denen Lindsay zu tun hatte, so persönlich. Das Buch ist einfach einmalig, rasant, spannend, von der ersten Seite bis zum grandiosen Showdown am Ende!
5 Punkte für diesen sehr persönlichen Fall und den unglaublich emotionalen Gerichtsprozess!
- Jennifer Donnelly
Die Wildrose
(335)Aktuelle Rezension von: annilittleIch muss schon sagen, dass ich ein wenig traurig darüber bin, dass ich meine geliebten Finnegans / Bristows und Baxters gehen lassen muss, aber ich kann ja immer wieder zu ihnen zurückkehren, das beruhigt mich dann doch ein bisschen. Für mich war der Abschluss der Trilogie definitiv der beste Teil der Trilogie und es ärgert mich immer noch, dass am Ende diese eine Sache passiert ist bzw. nicht passiert ist, die mich dann so gestört hat, dass ich am Ende einfach keine 5 Sterne vergeben konnte.
In diesem Band geht es um Seamie, den jüngsten der Finnegans, und Willa , die man bereits im Vorgänger kennengelernt hat und ich muss sagen, dass ich nicht erwartet hätte, dass sie mir so sehr ans Herz wachsen würden.
Zum Schreibstil brauche ich nach drei dicken Büchern, glaube ich, nicht mehr allzu viel sagen. Die Frau hat’s drauf und man kann trotz der Seitenzahl einfach nur so durch die Kapitel fliegen. Ich mag die Kombination aus Spannung, Emotionen (positiven wie negativen) und Herzklopfen.
Nachdem ich den zweiten Band so geliebt habe, konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich Seamie oder Willa so gern haben könnte wie Sid und India, weil ich mich mit Letzterer auch so gut identifizieren konnte. Willa und ich könnten unterschiedlicher nicht sein, aber dennoch habe ich so sehr mit ihr mitgefiebert und vor allem mit ihr mitgelitten. Auch Seamie mochte ich gern, ich hatte nur manchmal etwas Probleme, ihn mit dem kleinen Jungen aus »Die Teerose« zusammenzubringen.
Das ganze Buch war einfach spannend, wir befinden uns auf drei unterschiedlichen Kontinenten und das vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs, wodurch man ganz viele Perspektiven eröffnet bekommt und auch viele Dinge erfährt, die man mit dieser Zeit nicht unbedingt in erster Linie erfährt, die aber trotzdem enorm wichtig waren.
Fazit: Ein würdiger Abschluss für eine super Trilogie mit wundervollen Charakteren, die mir viele tolle Lesestunden bereitet hat.
Bewertung Band 3: 4,5/5
Bewertung gesamte Trilogie: 4,5/5 - Joss Stirling
Die Macht der Seelen - Saving Phoenix
(552)Aktuelle Rezension von: Elljen_jmMIr hat es gefallen, dass die Seelenspiegel von außen betrachtet nicht unterschiedlicher sein könnten(Held und Genie VS Diebing und ohne Ausbildung) jedoch sehr gut zusammenpassen und sich ähneln. Zudem hat es mir sehr zugesagt, zu sehen, wie Sky und Zed aufeinander abgefärbt haben. Der restliche Benedict Clan war wieder so herrlich wie eh und je.
- Anthony Ryan
Das Heer des Weißen Drachen
(95)Aktuelle Rezension von: Bookreader34Das Heer des weißen Drachen ist der zweite Band der Draconis-Memoria-Trilogie von Anthony Ryan und eine Mischung aus Steampunk und Fantasy.
Nach den Ereignissen im ersten Band wollen die Langgewehre und die Besatzung der Gute Gelegenheit unter dem Kommando von Hilemore ins Südpolargebiet zu dem Ort reisen, den Clay in seiner Vision gesehen hat. Sie hoffen, dort etwas zu finden, das gegen den weißen Drachen und sein Heer von anderen Drachen und Verderbten hilfreich ist.
Lizanne wird in der Zwischenzeit als Mitglied einer diplomatischen Delegation zum corvantinischen Kaiserreich geschickt. Diese soll eine Allianz vereinbaren, um sich der Bedrohung durch den weißen Drachen gemeinsam zu stellen. Doch sie selbst soll währenddessen als Häftling getarnt in die gefährliche Gefängnisstadt Scorazin eingeschleust werden. Denn es gibt einen Hinweis, dass der Verrückte Tüftler, der mehr über den weißen Drachen zu wissen schien, dort lebt, obwohl er schon vor langer Zeit gestorben sein soll.
Diesmal gibt es noch einen vierten Hauptcharakter und zwar einen überlebenden Morstaler, der durch den weißen Drachen in einen Verderbten umgewandelt wird. Dieser zwingt ihn, an den Vorbereitungen und dem Beginn seines Eroberungszugs teilzunehmen. Doch er behält anders als viele andere seine Persönlichkeit und versucht das zu verheimlichen.
Das Heer des weißen Drachen ist wieder sehr spannend und es gibt wieder eine gute Portion Action und ein paar überraschende Wendungen und Enthüllungen. Zu letzteren gehört auch der Ursprung der Drachen und Blutgesegneten. Im Lauf der Handlung gibt es natürlich wieder einige Kämpfe und manche der Gewaltschilderungen sind auch wieder recht brutal.
Die Welt wird wie im Vorgänger ziemlich detailreich beschrieben und die Handlung wird wieder abwechselnd aus der Sicht der Hauptcharaktere erzählt. Ihre Gefühle und Gedanken werden ebenfalls wieder gut geschildert, so dass ich ihre Handlungen meistens gut nachvollziehen konnte. Der Schreibstil ist wie im Vorgänger flüssig und gut zu lesen.
Der Hauptteil ist erneut in drei große Abschnitte mit jeweils einem eigenen Titel geteilt, die wiederum jeweils aus diversen nur durchnummerierten Kapiteln bestehen. Jeder der drei Abschnitte beginnt diesmal mit einem mehrseitigen Zeitungsartikel einer mandinorianischen Zeitung über Fälle von Brandstiftung, die natürlich mit der Handlung zusammenhängen.
Noch vor der Handlung befinden sich wieder die gleichen Karten wie in Das Ewachen des Feuers. Zusätzlich gibt es diesmal aber eine Karte, die den Teil des Kaiserreichs zeigt, in dem Lizannes Handlungsstrang stattfindet, und eine Karte des Gebiets, zu dem die Langgewehre und die Crew der Gute Gelegenheit wollen. Beide Karten sind wieder hilfreich zur Orientierung.
Nach der Handlung gibt es diesmal auch wieder ein Personenregister mit so ziemlich allen vorkommenden Charakteren. Außerdem gibt es einen Anhang mit den Regeln von Pastasch, einem corvantinischen Kartenspiel, das wohl ein bisschen Poker ähnelt, aber zusätzlich mit Würfeln gespielt wird.
Das detailreiche Titelbild finde ich zwar hübsch. Nicht gut finde ich aber, dass neben dem weißen Drachen darauf Ritter mit Speeren zu sehen sind. Das erweckt den falschen Eindruck, dass Das Heer des weißen Drachen in einer mittelalterähnlichen Welt spielt, was eben nicht stimmt.
Insgesamt hat mir auch Das Heer des weißen Drachen gut gefallen.























