Bücher mit dem Tag "vergewaltigung"
962 Bücher
- Jojo Moyes
Ein ganzes halbes Jahr
(11.881)Aktuelle Rezension von: Tamara-UsenbenzDieses Buch hat so einiges mit mir angestellt. Beim Lesen habe ich geschmunzelt, dann habe ich sehr intensiv gefühlt. Die Protagonisten wachsen einem mit der Zeit unglaublich schnell ans Herz.
Und obwohl ich Happy Ends liebe, war dies eines der schönsten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich weiß noch ganz genau, wann und wo ich das Buch beendet habe: nachts um 1:00 Uhr in unserem Campervan in Griechenland. Während alle anderen schon schliefen, schluchzte ich leise in mein Kissen und trotzdem war es so schöööööön.
Denn Liebe heißt manchmal eben auch: loslassen.
- Hanya Yanagihara
Ein wenig Leben
(635)Aktuelle Rezension von: EllekensWie ist es möglich, so einen Roman zu schreiben? Auch gut eine Woche nach Beendigung des Buches frage ich mich, wie es möglich ist, eine Geschichte zu schreiben, die hauptsächlich aus Emotionen besteht? Nun gut, auf 960 Seiten ist viel Platz, aber was dieser Roman im Leser bewirkt, ist nicht von dieser Welt.
In der Geschichte geht es um vier Männer, die seit dem College eng befreundet sind. Alle vier sind so unterschiedlich und doch halten sie zusammen.
Da ist JB. Er ist Künstler, schwierig, exzentrisch (und mir zunächst am unsympathischsten). Dann ist da Malcom: Architekt, strebsam, will ohne den Namen seines reichen Vaters Erfolg haben. Der dritte ist Willem. Schauspieler, lebenswürdig, sehr verlässlich; ein Freund den man sich wünscht.
Und dann ist da Jude. Jude ist ein erfolgreicher Anwalt, hilfsbereit, gut aussehender Mann. Dieser hat jedoch eine so traumatisierende Kindheit erlebt, die für uns Leser unvorstellbar ist und ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist: Ein gebrochener Mensch, der sich selbst als Monster sieht und nicht glauben und gar nicht annehmen kann, wenn Menschen ihm gut wollen. Er ist der Meinung, es nicht verdient zu haben.
Jude zieht, ohne dass es das möchte, alle mit in sein tiefes Loch; auch den Leser. Ein Loch aus Traumata, Verlust, Selbsthass und Selbstverletzung.
Die einzelnen Personen sind sehr fein herausgearbeitet, so dass man jedem sehr nahe kommt. Besonders Jude möchte man die Hand reichen, ihm helfen, ihn schütteln und ihm eine Schulte geben. Es zerreißt einem das Herz, dass er sein Leben, welches er sich aus eigenen Kräften erarbeitet hat, nicht annehmen und nicht lieben kann. Stattdessen ist es seine Burg mit dicken Mauern, die ihm nach außen „normal“ erscheinen lassen. Das ist sein Ziel.Ich weiß nicht, wie ich meine Emotionen beim Lesen in Worte fassen kann. Es ist das außergewöhnlichste Buch, dass ich je gelesen habe. Es ist toll, aber kann oder darf man das toll nennen? Ich habe eine Überschrift einer Rezension gesehen, die ich recht passend fand: „Ergreifend, fesselnd, aufwühlend und doch so „schön“
- Mona Kasten
Begin Again
(3.465)Aktuelle Rezension von: Schmoekertante303Endlich frei sein. Das wünscht sich Allie als sie zum Studium nach Woodshill zieht, weit weg von ihrer Heimatstadt Denver. Hier will sie neu anfangen, ihre Vergangenheit vergessen und endlich glücklich werden. Daran kann sie auch ihr grummeliger Mitbewohner Kaden nicht hindern, der sie mit seiner herrischen Art und seinen blödsinnigen Regeln auf die Palme aber auch ihre Gefühle ganz schön durcheinander bringt.
Begin Again ist der erste Band der Again-Reihe von Mona Kasten. Sie schreibt fesselnd, gefühlvoll und sehr romantisch über Charaktere die nicht perfekt sind, aber eine glaubwürdige Entwicklung durchmachen. Sehr gut gefallen hat mir die langsame Entwicklung zwischen Allie und Kaden. Es gab ein paar spicy Szenen, die aber sehr gefühl- und geschmackvoll geschrieben sind und die Geschichte wunderbar abgerundet haben.
Allie ist eine beeindruckende junge Frau. Sie ist mutig und lässt sich von Kadens Sprüchen und seiner ruppigen Art nicht unterkriegen. Trotzdem ist sie voller Zweifel, ob sie das richtige tut und ihre Träume vor die Wünsche anderer stellen darf.
Kaden hingegen ist lange Zeit undurchschaubar. Er war mir stellenweise auch zu dominant und übergriffig. Aber seinen Freunden gegenüber ist er äußerst loyal und würde alles für sie tun. Je besser ich ihn und seine Dämonen kennenlernte, desto besser konnte ich seine Handlungen auch verstehen, wenn auch nicht immer gutheißen.
Auch wenn sich der Roman hauptsächlich um die Geschichte von Allie und Kaden dreht, tauchen auch einige liebenswerte Nebencharaktere auf, von denen man in den Folgebänden hoffentlich noch mehr lesen wird.
Fazit: Begin Again ist eine tolle, romantische Liebesgeschichte, die auch ernste Themen anpackt und ihrer Charaktere daran wachsen lässt. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände der Reihe.
- Sebastian Fitzek
Passagier 23
(3.124)Aktuelle Rezension von: JosseleDer Roman, für mich der erste von Sebastian Fitzek, erschien 2014. Der verdeckte Ermittler Martin Schwartz hat vor fünf Jahren Frau und Sohn bei einer Kreuzfahrt verloren. Angeblich hat seine Frau erst den Sohn über Bord geworfen und ist dann in Suizidabsicht hinterhergesprungen. Einige seltsamen, gegen Suizid, sprechende Indizien wurden nicht beachtet und der Fall ad acta gelegt. Nach fünf Jahren erhält Schwartz einen Anruf, der ihn veranlasst, das Schiff, auf dem das passiert ist, zu buchen, denn jemand hat den Teddybären seines Sohnes gefunden, und zwar in den Händen eines Mädchens, das zusammen mit ihrer Mutter vor acht Wochen verschwunden und dann ohne die Mutter wieder aufgetaucht ist. Schwartz erhält vom sich an Bord befindenden Reeder persönlich den Auftrag, zu ermitteln, was dem Mädchen widerfahren ist und wo es acht Wochen lang war.
Der Roman ist leider voller Klischees, die Figuren sind sehr oberflächlich gezeichnet, die Handlung stürmt voran, praktisch jedes einzelne der sehr kurzen Kapitel (78 Kapitel inkl. Pro- und Epilog auf 420 Seiten = ca. 5 Seiten/Kapitel) endet mit einem Cliffhanger, der billigsten und anspruchslosesten Art, künstlich Spannung zu erzeugen.
Manches Detail ist sehr plump und unglaubwürdig gestaltet, z.B. wie der Kriminelle Tiago Álvarez sich ständig und wiederholt einen Zugang zu allen Kabinen besorgt. In der Realität haben nicht alle Frauen an einer Rezeption einen IQ unter 20 und merken nicht, wenn die Zugangskarten ausgetauscht werden, sondern glauben an einen Fehler auf dem Magnetstreifen. (Knaur Tb, 1. Aufl. Oktober 2015, S.114)
Manche Szene ist so lächerlich beschrieben, dass ich nicht wusste, ob ich loslachen oder vor Ärger schreien sollte, wie z.B. die Szene mit dem geknebelten Zimmermädchen Shahla, dem zwei Männer eine Glasscherbe in den Mund steckten und sie anschließend knebelten, das die Glasscheibe dann verschluckt, bevor ein Einbrecher diese wieder aus dem Innenleben des Mädchens hervorzaubert, und zwar so, dass die Scherbe einen halben Meter durch die Luft fliegt. (ebd., S. 134ff)
Der Autor hat keine Hemmungen, ausgesprochene Schwurbeltheorien zu verwenden, wenn er behauptet, eine Professorin habe ein Computerprogramm entwickelt, das mit der Beobachtung von Fischschwärmen Börsenkurse vorhersagen könnte. (ebd., S. 142)
Fast peinlich dummdreist und daneben ist die Story mit dem Revolver, der so gebaut ist, dass er nach hinten losgeht, so dass der Schütze, der aus 20 cm Abstand auf den Einbrecher Tiago schießt, womit der Autor den Eindruck erweckt, dass Tiago stirbt (ebd., S. 246), in Wahrheit sich selbst erschießt, wie der Leser etwas mehr als 30 Seiten später erfährt (ebd., S. 278)
Dieser Roman war so richtig überhaupt nicht nach meinem Geschmack und ich wundere mich sehr über die vielen guten Bewertungen. Ich kann wirklich nicht mehr als einen Stern spendieren. Einen zweiten Fitzek werde ich aber noch testen.
- Sebastian Fitzek
Der Insasse
(1.716)Aktuelle Rezension von: Lesefieber22Ein Jahr nachdem Tills Sohn Max verschwunden ist, ist noch immer unklar was mit dem Jungen passiert ist. Als einzige Möglichkeit sieht Till nur noch den Weg, sich als Insasse in die psychiatrische Abteilung der Haftanstalt einweisen zu lassen, um dem mutmasslichen Mörder seines Sohnes nahezukommen und so die Wahrheit zu erfahren...
Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Trotz Schlafmangel nach Silvester habe ich es fast in einem Rutsch durchgelesen, weil es einfach so spannend war. Stellenweise war es zwar wirklich verstörend und brutal, gleichzeitig aber auch faszinierend, wozu Menschen fähig sind. Durch unerwartete Wendungen hatte ich immer wieder neue Theorien, was nun wirklich passiert ist und wer der Schuldige ist. Bis zuletzt blieb so die Spannung hoch. Für mich war es das erste Buch von Sebastian Fitzek, aber bestimmt nicht das letzte.
Spannend, verstörend und dramatisch - die perfekte Lektüre für ein langes Wochenende.
- Jay Asher
Tote Mädchen lügen nicht
(5.007)Aktuelle Rezension von: Julia92Inhalt: Als Clay aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. 13 Gründe haben zu ihrem Selbstmord geführt. 13 Personen hatten ihren Anteil daran. Clay ist einer davon …
Meinung: Es fällt mir nicht leicht, eine Bewertung zu diesem Buch abzugeben, da es sich um ein hochsensibles Thema handelt und Suizid nie die Lösung sein sollte. Hannah Baker ist eine Jugendliche, die sehr mit sich selbst zu kämpfen hat und am Ende nur noch diese Option sieht. Mit der gesamten Story hatte ich so meine Probleme.
Der Schreibstil ist weder anspruchsvoll noch besitzt er Wiedererkennungswert. Vermutlich ist das gewollt, um die Jugendlichen möglichst wahrheitsgetreu darzustellen. Erzählt wird das Buch aus zwei Perspektiven – Hannah und Clay – in der ersten Person.
Mit Hannah hatte ich so meine Probleme. Sie kam mir sehr unnahbar vor, ich fand keinen Draht, konnte nicht mal Mitgefühl entwickeln. Ihre Persönlichkeit war einfach nicht tiefgründig genug. Relativ kühl und beinahe herablassend zählt sie die Dinge auf, die andere Schüler ihr angetan haben und stellt Leute an den Pranger, die teilweise nicht mal vorsätzlich gehandelt haben. Das machte sie für mich sehr unsympathisch.
Jeder Mensch reagiert anders auf sein Umfeld und es gibt leider zu viele Opfer von Mobbingattacken und Schlimmerem. In Hannahs Fall einen Klaps auf den Po zu bekommen oder als „Mitfahrgelegenheit“ betitelt zu werden, spiegelt nicht mal ansatzweise die wahren Probleme der Gesellschaft wider. Das Buch sollte vermutlich Augen öffnen. Doch ich bin hier zwiegespalten. Die Message sollte doch sein, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und darüber nachzudenken, wozu Mobbing führen kann. Doch Hannah macht es ihren Mitmenschen nicht leicht. Sie stößt sie von sich weg, wird Zeugin einer Vergewaltigung und sieht dennoch sich selbst als Opfer. Sie verlangt permanent von allen anderen, sich in sie hineinzuversetzen, ist aber nicht eine Sekunde bereit, dasselbe zu tun.
Als sie am Ende auch noch den Vertrauenslehrer die Mitschuld an ihrem Selbstmord gibt, konnte ich beim Lesen nur noch den Kopf schütteln. Sie ist verzweifelt. Sie will Hilfe. Das behauptet sie zumindest. Doch sie lässt sich nicht helfen und läuft stattdessen davon. Ihr Lehrer bittet sie mehrere Male, zu bleiben, doch sie ignoriert dies. Ihm dann noch vorzuwerfen, nicht hartnäckig genug gewesen zu sein, ist nicht fair von ihr.
Hier war mir einfach die komplette Handlung zu gestellt. Der Autor reihte ein Ereignis um das andere und zeichnete Hannahs Persönlichkeit sehr übertrieben – meiner Meinung nach.
Das Buch war flüssig zu lesen. Immer wieder hoffte ich auf den Punkt, der das Fass zum Überlaufen brachte. Doch er kam nicht. Psychologische Hilfe wäre hier für die Protagonistin wertvoll gewesen. Stattdessen anderen die Schuld an allem zu geben, ist keine gute Message. Schade fand ich auch, dass nicht auf die Gefühlswelt der Mitschüler und der Lehrer eingegangen worden ist. Mich hätte sehr interessiert, wie sie mit dem Verlust umgehen. Auch Hannahs Eltern kommen nicht zu Wort. Die gesamte Story bezieht sich rein auf Hannahs Erlebnisse in ihrer Bubble. Das war mir etwas zu einseitig. Es fehlte an Abwechslung, an „Leben“. Clay war mir leider auch nicht sonderlich sympathisch.
Ich vergebe 2 von 5 Sternen, da das Buch ein wichtiges Thema anspricht, jedoch in der Umsetzung meiner Meinung nach nicht gelungen ist.
- Sebastian Fitzek
Das Paket
(2.806)Aktuelle Rezension von: Sophia-liestDr. Emma Stein ist Psychiaterin und zu Beginn der Geschichte auf einer Tagung in einem Hotel, wo sie selbst einen Vortrag hält. In ihrem Hotelzimmer wird sie vergewaltigt, sie sieht den Täter nicht, lediglich ihre Haare rasiert er vom Kopf. Seitdem verlässt sie ihr Haus im Grunewald nicht mehr, wo sie mit ihrem Mann lebt. Der Täter ist als "Friseur" bekannt, denn er rasiert seinen Opfern den Kopf und tötet sie danach. Emma blieb als Einzige am Leben. Eines Tages bittet sie der Postbote, ein Paket für einen ihr unbekannten Nachbarn anzunehmen. Sie ahnt nicht, dass das eine Reihe von Ereignissen in Gang setzt, die sie in große Gefahr bringen werden.
"Das Paket" ist mein zweiter Thriller des Autors. Das Cover ist natürlich ein Hingucker und vor allem die Thematik der Psychiatrie und Psychologie und ihre Kehrseiten hat mich interessiert. Die Geschichte wird in mehreren Zeitebenen erzählt, was dem Aufbau auch zugute kommt. Die Kapitel sind recht kurz und enden oft mit einem Cliffhanger und als Leser liest man so natürlich gespannt weiter. Der Schreibstil ist erneut einlänglich und einfach, aber er lässt einen ebenso durch die Seiten fliegen.
Emma als Protagonistin ist eine vielschichtige Figur: man lernt sie als erfolgreiche Psychiaterin kennen, erlebt ihren Bruch, aber auch ihren Kämpfergeist, sie meistert den Alltag zu Hause irgendwie und auf ihre Weise - wie es mit Angststörungen, Depressionen und Medikamenten eben möglich ist. Zu Beginn der Geschichte wird klar, dass sie keine einfache Kindheit hatte, was sich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht. Etwas blass blieben für mich die Nebencharaktere, ich hätte mir da tiefere Einblicke gewünscht.
Die erste Hälfte war unglaublich spannend und fesselnd geschrieben, in der zweiten Hälfte wurden jedoch einige Details vorweg genommen. Ich habe an jeder Stelle mitgefiebert, aber die große Enthüllung am Schluss war nicht so erschreckend und überrumpelnd, wie ich es erwartet hätte. Es hätte noch spannender sein dürfen.
Die Thematik von Psychiatrie und Psychologie hat mir gut gefallen, es ist spannend zu lesen, wie schnell ein traumatisches Erlebnis das Leben von einer Sekunde auf die andere verändern - und was für Konsequenzen hat, egal wie erfolgreich und gestärkt man zuvor war. Emmas Alltag, ihre Angststörungen und Depressionen werden toll geschildert. "Das Paket" ist ein spannender und fesselnder Thriller mit ein paar Abzügen.
- Colleen Hoover
Nur noch ein einziges Mal
(2.002)Aktuelle Rezension von: Ellaa_Meine Meinung: Ein wirklich wunderschönes Buch welches mitten ins Herz geht- Lillys Geschichte ist so chaotisch wie im wahren Leben. Und ist leider in vielen Haushalten Alltag. Eine Geschichte die nicht nur schwarz und weiß aufzeigt, sondern gerade die verzwickten grauen, die uns das Leben schwer machen. *Achtung! Die Rezension enthält Spoiler. Triggerwarnung: In diesem Buch werden schwierige Thematiken wie häusliche Gewalt angesprochen. Wenn ihr damit Probleme habt, solltet ihr das Buch nicht lesen. *
Cover: Das Cover ist wirklich wunderschön und hat mir auf Anhieb gefallen. ♡ Der Hintergrund ist in einem zarten hellblau gehalten worden. Für mich die perfekte Farbe- das Buch hatte viele schöne Facetten und war so klar und feinfühlig. Eyecatcher des Buches ist eine wunderschöne rosa Orchidee die rechts aus der Ecke ragt- jedoch sind die Blüten dort, wo sie am schönsten erblühen sollten, gesplittert. Die Orchidee steht für Liebe und Stärke- keine Blume hätte den Inhalt des Buches so perfekt zusammenfassen können. Und auch die Schattenseiten so wunderschön visuell zeigen.
Schreibstil: Der Schreibstil von Colleen Hoover hat mir auch dieses Mal wieder sehr gut gefallen. :) Schon bei "Weil ich Layken Liebe" war ich von ihrer Feinfühligkeit begeistert. Und auch bei diesem Werk hat sie mich nicht enttäuscht. Gerade das Nachwort der Autorin hat mich unendlich doll und mitten ins Herz getroffen- denn die Autorin verarbeitet damit einen sehr persönlichen Teil ihres Lebens und lässt uns daran teilhaben! Ihren Schreibstil würde ich tatsächlich als sehr leicht zu lesen, unglaublich feinfühlig und authentisch beschreiben wollen. Ich habe das Buch wirklich genossen und freue mich darauf, weitere Werke aus ihrer Feder zu lesen! ♡
Idee: Die Idee hat mir wirklich außerordentlich gut gefallen- gerade die Zeitsprünge in die Vergangenheit von Atlas und Lilly, aber auch ihrer Mutter und ihrem Vater, anhand von Tagebucheinträgen war wirklich toll. Von den wunderschönen Jugenderinnerungen mit Atlas, bis zu den schlimmen mit ihrem Vater und ihrer Mutter. Häusliche Gewalt ist hier definitiv ein zentrales Thema. Wenn auch wahrlich kein Leichtes. Denn alles, hat auch seine guten Seiten.. Ich finde es überaus wichtig, dass diese tabu Themen offen angesprochen werden und sage "chapeau an Colleen Hoover für diesen Mut!". Hauptgeschichte stellt aber das Chaotische Leben von Lilly und ihre absolut bezaubernde Liebesgeschichte zu Ryle dar. Ich habe diese Story wirklich genossen und habe ihre "nackten Wahrheiten" geliebt. Wie gerne hätte ich ihnen aus tiefstem Herzen ein happy End gewünscht, aber: Ihre Enscheidung war für alle das Richtige. Besonders schön fande ich die letzten Kapitel des Buches. Das Leben ist manchmal unerwartet schwer, aber gleichzeitig schön zugleich. Lilly konnte den Kreislauf aus Gewalt für sich und ihre Tochter durchbrechen. Auch wenn es ihr ein kleines bisschen das Herz gebrochen hat..Währenddessen lässt sie das Ungewisse in ihr Leben: Atlas. Ein für mich sehr akzeptables Ende mit ein bisschen Schmalz als Topping. :) Man merkt schon, dass ich ein bisschen im Team Ryle war. (entschuldigt Mädels!)
Charaktere: Die Charaktere sind wirklich unheimlich gut ausgearbeitet worden und ich müsste lügen, wenn ich sage, dass ich nicht mit jeden einzelnen von ihnen mitgefiebert hätte. ♡ Zu allererst: Wer wünscht sich nicht eine Freundin wie Alyssa? Ich habe selten so einen herzensguten Charakter genießen dürfen. Ihre Wärme und Herzlichkeit war einfach Balsam. :) Ganz große Alyssa Liebe. Wenn man sich ihr Gegenstück Marshall anschaut, erkennt man, dass auch er das Herz am rechten Fleck hat. Zwei sehr sympathische Menschen, die ich unbedingt erwähnen möchte! Das klassische Bonbon ist der Hauptcharakter: Lilly! Lilly ist alles andere als perfekt, ist manchmal ein wenig chaotisch, doch absolut authentisch mit ihren kleinen Macken und Fehlern. Dennoch habe ich sie wirklich und wahrhaftig gerade zum Ende hin wirklich bewundert. Und sollten wahre Superhelden nicht genau das verkörpern? Wer den klassischen Graucharakter darstellt ist für mich, ganz klar Ryle. Obwohl er immer unheimlich verliebt wirkt und so sanft zu Lilly ist, hat er doch seine düsteten Seiten.. und die haben es wirklich in sich.. Atlas, Lillys erste große Liebe hingegen, war immer gut zu ihr. Und ist selbst in ihren düsteren Zeiten für sie da, wie sie für ihn früher..
Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 4,5 Sterne. Bei diesem Buch habe ich tatsächlich zuerst den Film gesehen, finde im Fazit aber tatsächlich beides gut. :) Natürlich werden die Emotionen im Buch sehr viel besser wiedergespiegelt. ♡ Ich habe Lilly als Charakter wirklich lieben gelernt und bin schon etwas wehmütig, jetzt wo ich das Buch zugeschlagen habe. Colleen Hoover hat hier eine wundervolle Geschichte gezaubert! Eine ganz klare Leseempfehlung von mir.
- Stieg Larsson
Verblendung
(6.236)Aktuelle Rezension von: MarleneVDer Fall ist in aller Munde, Mikael Blomkvist, bekannter Journalist, steht plötzlich vor dem Aus. Wegen Verleumdung verurteilt, sieht es finster aus für ihn und sein Magazin. Genau in dieser Phase erreicht ihn ein ungewöhnliches Angebot: Henrik Vanger, ein früherer Großindustrieller, bittet ihn, ein jahrzehntealtes Familienrätsel zu lösen: das Verschwinden seiner Nichte Harriet. Die Polizei ging damals von einem Weglaufen aus, doch Henrik glaubt an Mord.
Blomkvist beginnt zu ermitteln, stößt aber auf eine Mauer des Schweigens. Erst als Lisbeth Salander, eine eigenwillige und brillante Ermittlerin, hinzukommt, beginnt sich etwas zu bewegen. Gemeinsam decken sie Dinge auf, die tief in die Vergangenheit der Familie reichen – und die einige am liebsten für immer vergraben hätten.
Meine Erwartungen an das Buch waren hoch, vielleicht zu hoch. Die ersten 200 Seiten ziehen sich spürbar. Nicht langweilig, aber eben auch nicht das, was man sich bei all dem Hype erhofft. Viel Vorbereitung, viele Figuren, wenig Dynamik. Aber: Wer dranbleibt, wird belohnt. Nach der Hälfte nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf und entfaltet dann auch die Spannung, die man sich von Beginn an gewünscht hätte.
Ich werde den zweiten Teil auf jeden Fall in der Hoffnung lesen, dass der Einstieg dort flüssiger gelingt als bei Verblendung. Für den ersten Teil gibt’s von mir solide 3½ Sterne. Kein perfekter Auftakt, aber ein Buch, das am Ende überzeugt.
- Margaret Atwood
Der Report der Magd
(864)Aktuelle Rezension von: TabgObwohl dieses Buch bereits in den 80ern geschrieben wurde, fühlt es sich erschreckend real an. Es ist kaum zu ertragen, wie ein Staat Frauen nach und nach ihre Würde, ihre Rechte und ihre Freiheit nimmt. Frauen werden nicht mehr als Menschen gesehen, sondern nur noch als Mittel zum Zweck – als Gebärmaschinen.
Die Mägde leben in ständiger Angst, ohne Stimme, ohne Selbstbestimmung. Doch auch die Ehefrauen sind Gefangene dieses grausamen Systems. Niemand ist wirklich frei. Jeder wird kontrolliert, überwacht und benutzt.
Diese Geschichte ist zutiefst traurig, wütend machend und bewegend zugleich. Sie lässt einen nicht los und zwingt zum Nachdenken über unsere Welt – heute mehr denn je.
- Sebastian Fitzek
Abgeschnitten
(2.111)Aktuelle Rezension von: xeni_590Sie ist eine 5 von 5
Wieder mal ein echter Burner!
Also, was dieses Duo auf die Beine gestellt hat, ist echt krass. Habe das Buch förmlich inhaliert, weglegen sehr schwierig! XD
Die Handlung ist mega spannend und auch die perspektivenwechsel in den ungünstigsten Situationen sorgen dafür, dass es nur noch spannender wird. An sich muss man auch sagen, dass wenn man das Buch gelesen hat. Man irgendwie. Also zumindest ich das Bedürfnis hat zu weinen, weil es halt echt so ungerecht ist. Also verbessert mich gerne, aber das letzte fallbeispiel auf der allerletzten Seite. Sowas ist doch nicht fair!
Die Charaktere sind auch echt cool. Der Plot mit Linda gegen Ende hin fand ich echt crazy, aber noch verrückter und überraschend fand ich den von Paul! Damit hatte ich so Null gerechnet xD
Insgesamt auf jeden Fall ein top Thriller, hatte aber auch nichts anderes erwartet <3
- Ken Follett
Die Tore der Welt
(1.345)Aktuelle Rezension von: koechlFesselnd - das Leben von vier Menschen (zwei Männern und zwei Frauen) im England des 14. Jahrhunderts wird beschrieben, von der Kindheit über gut drei Jahrzehnte. Die Zeiten sind turbulent, der Krieg mit Frankreich und die Pest hinterlassen ihre Spuren. Jeder der vier geht einen eigenen Weg - teils gewählt, teils aufgezwungen. Aber ihre Schicksale bleiben miteinander verwoben. Man kann sich denken, daß das so einiges an Stoff ergibt, und Ken Follett hat es denn auch auf gut 1200 Seiten gebracht. Eine Fülle von Details sowie ein häufiges Auf und Ab in den Schicksalen der vier machen das Buch interessant, und es fällt schwer, es zwischendurch aus der Hand zu legen. Mir wurde es nicht langweilig, und es ist ein würdiger Nachfolger zu den "Säulen der Erde", dem Epos über den Kathedralenbau in Kingsbridge. Übrigens: auch dieses Buch spielt weitgehend in Kingsbridge, und einige der "Hauptdarsteller" sind Nachkommen von Tom Builder - Sebastian Fitzek
Der Heimweg
(1.286)Aktuelle Rezension von: marie_d„Der Heimweg“ gehört für mich zu den spannendsten Büchern von Sebastian Fitzek. Ich habe es kaum aus der Hand legen können, weil die Geschichte von der ersten Seite an eine enorme Sogwirkung entfaltet. Das zentrale Thema ging mir sehr nah – gerade weil es erschreckend realistisch ist und lange nach dem Lesen im Kopf bleibt.
Besonders beeindruckt haben mich die vielen Wendungen. Immer wieder dachte ich, ich hätte den Überblick, nur um kurz darauf sprachlos zurückgelassen zu werden. Fitzek spielt hier meisterhaft mit Erwartungen, Ängsten und falschen Fährten. Die Spannung reißt kaum ab und steigert sich bis zum Schluss immer weiter.
Was mir besonders gefallen hat: Trotz aller Brutalität verliert das Buch nie den menschlichen Kern. Es geht um Angst, um Vertrauen und um das Gefühl, schutzlos zu sein – Emotionen, die sehr greifbar erzählt werden. Für mich ist Der Heimwegein Thriller, der nicht nur schockiert, sondern auch berührt, und damit eines der stärksten Werke Fitzeks.
- Harper Lee
Wer die Nachtigall stört ...
(1.042)Aktuelle Rezension von: Christian_FisIch habe den Roman in der von Niklaus Stingl überarbeiteten Übersetzung von Claire Malignon gelesen.
Harper Lees Roman "Wer die Nachtigall stört" erzählt von Scout und Jem Finch, die in den 1930er-Jahren in Maycomb, Alabama, aufwachsen.
Die Geschichte wird aus Scouts Perspektive geschildert, einem achtjährigen Mädchen aus einer angesehenen, alteingesessenen weissen Familie. Scout beobachtet die Welt mit wacher Neugier, direkter Art und vorlauter Altersklugheit, erfasst aber vieles noch nicht vollständig. Alles, was ausserhalb ihres Blickfelds liegt – das Leben armer weisser Familien, gesellschaftlich abgewerteter „White-Trash“-Figuren oder Schwarzer Menschen – bleibt im Hintergrund, was die Perspektive konsequent und glaubwürdig macht.
Thematisch verbindet der Roman Fragen von Gerechtigkeit, Erwachsenwerden und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Atticus Finch steht für Integrität und den Mut, für Recht und Moral einzutreten. Scout und Jem erkennen Ungerechtigkeit, entwickeln Empathie und lernen, die Komplexität menschlicher Beziehungen zu verstehen. Vorurteile, soziale Unterschiede und die Ausgrenzung von Aussenseitern werden sichtbar, ohne dass die kindliche Perspektive sie explizit kommentiert.
Die Stärke des Romans liegt in der Mischung aus Wärme, Humor und Ernsthaftigkeit sowie in der konsequent kindlichen Perspektive. Ein ausgesprochen lesenswertes Werk. Die Debatte in den USA betrifft weniger den Roman als vielmehr seinen Einsatz im Schulunterricht.
- Cody McFadyen
Die Blutlinie
(4.584)Aktuelle Rezension von: buecherrausch_blog📚Buchrezension📚
Titel: Die Blutlienie
Autor: Cody McFadyen
Bewertung: ⭐️10/10
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✨Meine Meinung:
WOW - schon ab der ersten Seite war ich komplett gefesselt!!
Dieser Thriller ist brutal, intensiv und absolut nichts für schwache Nerven. McFadyen schreibt so eindringlich - Herzklopfen garantiert! 😱🤩
Spannend: Er greift sogar auf echte Jack the Ripper Elemente zurück! 😳
Ohne zu spoilern - WAS FÜR EIN ENDE😨
⚖️Kritik:
Für alle, die es nicht so blutig wollen - Finger weg! 😉
📖Fazit:
Ein Thriller, der unter die Haut geht! Ich kann euch das Buch nur wärmstens Empfehlen!
👉Wie findet ihr den Auftakt der Smoky Barrett Reihe? 🫣
- Cody McFadyen
Der Todeskünstler
(2.129)Aktuelle Rezension von: Svenja_KotzabIch liebe es wenn ein Thriller mich so richtig mitreist, mich in seinen Sog zieht und nicht mehr los lässt. Dann gibt es aber auch Thriller die schocken, mich grausen und im negativen Sinne beschäftigen!
Smoky Barrett ist gerade noch damit beschäftigt ihre eigene persönlichen Traumata zu überwinden als sie zu einem nächsten grausamen Fall gerufen wird. Ein junges Mädchen hält sich eine Waffe an den Kopf und möchte nur mit der Ermittlerin sprechen. Im Haus werden die ermordeten Familienmitglieder auf grausame Art hingerichtet aufgefunden.
Ich bin gerade dabei mein Kindle von hinten auf zu räumen und lese meine alten Bücher noch einmal bevor ich sie dann endgültig lösche. Eines habe ich auf alle Fälle schon gelernt. Ich bin nicht mehr so hart im nehme wie früher. Der Thriller hat super spannend gestartet und ich hab mich sehr gefreut mal wieder einen mitreisenden Thriller zu lesen, aber dann ist mir die Geschichte über den Kopf gewachsen. Keine Ahnung warum, ich bin sicher nicht zart beseidet, und hab so einiges gelesen. Aber die Geschichte hat mich zu sehr mitgenommen. Unglaublich brutal, unglaublich detailliert beschriebene Grausamkeit und zu wenig Spannung den Täter zu finden. Für mich einfach so viel Grausamkeit das schon die Spannung auf der Strecke geblieben ist. Ich habe teilweise Seiten von Sarahs Geschichte übersprungen weil ich’s nicht ertragen konnte. Leider war der Start in das Buch alles was mich so richtig begeistern konnte und ich bin froh das ich mich jetzt zum Ende durch gearbeitet habe!
- Sebastian Fitzek
Der Augenjäger
(2.234)Aktuelle Rezension von: LidenLeseempfehlung/ Band 2
Datum : 23.11.2025
✨Handlung✨
Dr. Suker, bekannter Augenchirurg, vermuteter Psychopath und Vergewaltiger, wird von der Polizei vernommen. Alina, ein Medium ihresgleichen, soll Suker berühren und herausfinden, wer sein nächstes Opfer sein wird. Dabei gerät sie selbst ins Visier.
✨Protagonisten✨
Wir starten die Reise mit Alina, eine blinde Physiotherapeutin, bekannt aus dem ersten Band. Eine sehr starke Persönlichkeit, mit der man gerne durch das Buch geht.
✨Setting✨
Der Augenjäger ist die Fortsetzung von „der Augensammler“ - es sind 2 abgeschlossene Storys, doch enthält der Augenjäger einige Spoiler, daher würde ich empfehlen, zuerst den Augensammler zu lesen.
Es gibt viele unvorhersehbare Wendungen und das Buch ist intensiv und düster.
✨Schreibstil✨
Fitzek mäßig ist das Buch so geschrieben, das man schnell vorankommt und man nach vielen Kapitel ? Im Kopf hatte. Fitzek schreibt klar sowie vereinzelt vulgär. Wer damit Probleme hat, dem würde ich generell keinen Fitzek empfehlen.
✨Fazit✨
Ein gelungene Fortsetzung des Augensammlers. Aufgrund des düsteren Endes bin ich gespannt, was Playlist zu bieten hat.
- Colleen Hoover
Hope Forever
(2.331)Aktuelle Rezension von: Its_angieIch habe leider den zweiten Teil als erstes gelesen, aber auch den sehr gemocht. Dieses Buch ist aus der Sicht der 17 Jähriger Sky und ich fand es spannend die Geschichte aus ihrer Sicht mitzuerleben. Es war spannend von der ersten bis zur letzten Seiten, deswegen habe ich es auch direkt am Stück durchgelesen. Ich habe auch bei diesem Buch so mitgefiebert und mag beide Charaktere, Sky und Dean.
Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen, einfach perfekt. Es ist außerdem romantisch, tiefgründig, gefühlvoll und schlüssig.
- Khaled Hosseini
Drachenläufer
(2.050)Aktuelle Rezension von: Sanne54Ich habe das Buch vor vielen Jahren schon mal gelesen, so etwa vor 20 Jahren, und es wieder zur Hand genommen, weil ich es hier bei LB auf der Liste der 100 Bücher gesehen habe, die man lt. NY-Times gelesen haben muss. Und im Fall dieses Buches würde ich das auf jeden Fall unterschreiben. Der Roman entfaltet einen starken Sog, der einen zu Beginn in das Kabul vor dem Einmarsch der Sowjetunion Mitte der 1970er hineinzieht. Amir und Hassan gehören unterschiedlichen Ethnien an und sind trotzdem beste Freunde. Sie bereiten sich auf den Wettkampf der "Drachenläufer" vor, einem traditionellen Wettbewerb im Drachensteigen. Hassan, dem es am Ende gelingen soll, den letzten Drachen zu fangen und somit zu siegen, wird gewaltsam um seinen Sieg gebracht. Amir beobachtet das, schweigt aber. Dieser Verrat treibt einen Keil zwischen die Freunde. Nach dem Einmarsch der Sowjets flieht 1981 Amir in die USA, während Hassan bleibt und als Amir, den die Schuld niemals loslässt, viele Jahre später nach Afghanistan zurückkehrt, findet er ein anderes, gefährliches Land wieder. Amir muss sich seinen eigenen Dämonen stellen, wenn er die Fehler seiner Vergangenheit wieder gutmachen will.
Der Autor begeistert mich im ersten Teil des Buches durch die Lebendigkeit und Leichtigkeit der Ereignisse des "Drachenläufer"-Wettbewerbs, dessen Begeisterung und leuchtende Farben ein großartiges Bild Afghanistans zeigen. Doch am Ende ist es die Vielschichtigkeit und aber auch Zwiespältigkeit seiner Figuren, die durch das brutale Ende des emotional aufgeladenen Wettkampfs deutlich zum Vorschein kommt, die mich auch beim zweiten Lesen gefesselt haben. So werden die Konfliktlinien deutlich, die das Land bis heute noch prägen und beherrschen. Aber auch in den Figuren selbst, hier v.a. auch Amir, zeigt sich eine emotionale Zerrissenheit zwischen seiner unschuldigen, kindlichen Freundschaft zu Hassan, (also dem, was es vermag die unterschiedlichen Menschen eines Landes zu verbinden) und dem Einfluss der gesellschaftlichen, kulturellen, religiösen usw. Umstände auf die Menschen. Die Schuld, die Amir bis ans andere Ende der Welt begleitet und über viele Jahre nicht loslässt, die zu seiner Rückkehr führt und der krasse Gegensatz, der ihn und mich als Leserin dort erwartet, hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
Ich kann das Buch nur empfehlen, auch wenn es wahrlich nichts für schwache Nerven ist, Amirs Rückkehr ins Afghanistan der Taliban.
- Bonnie Garmus
Eine Frage der Chemie (Schmuckausgabe)
(744)Aktuelle Rezension von: auszeit_lesenWorum geht’s?
1960er Jahre: Elizabeth Zott ist Chemikerin und verdammt gut auf ihrem Gebiet. Anerkennung für ihre Arbeit muss sie sich jedoch in dieser Männerwelt hart erkämpfen. So springt ihr Leben zwischen Laborexperimenten, Sexismus und unerwartetem Ruhm durch eine Kochshow hin und her.
Wie war’s?
Dieses Buch lag viel zu lange auf meinem Sub. Völlig ungerechtfertigt, denn es ist wirklich, wirklich gut! Bonnie Garmus greift viele (leider nach wie vor aktuelle) gesellschaftsrelevante Themen auf. Es geht um Feminismus, Sexismus, Rollenbilder und auch Female Rage. Denn Elizabeth ist keine typische Heldin. Sie weiß, was sie will und hat klare Vorstellungen von ihrer Zukunft. Sie ist stur, sozial etwas unbeholfen, aber verfügt über einen brillanten Verstand und nimmt kein Blatt vor dem Mund. Auch die Nebencharaktere werden ebenso vielschichtig dargestellt.
Garmus schreibt auf den Punkt und mit trockenem Humor. Das hat mir immer wieder gefallen. Na klar, wer benennt sein Haustier nicht nach der Uhrzeit, zu der es einem zugelaufen ist? Ich mochte auch sehr die Kapitel aus Sicht des Hundes. Und nein, das passt und ist kein bisschen lächerlich! :) Besonders bemerkenswert finde ich allerdings das Wissen zum Thema Chemie, das die Autorin sich angeeignet hat und authentisch auf unterschiedlichste Weise einbindet.
Es ist für mich ein Buch mit Tiefgang, aber dennoch unterhaltsam verpackt. Wenn es noch auf deinem Sub liegt, ist dies dein Zeichen, das Buch endlich zu lesen!
- Jilliane Hoffman
Cupido
(2.841)Aktuelle Rezension von: Lisi_WirthStaatsanwältin C.J. Townsend ermittelt in einer brutalen Mordserie. Es werden junge, gut aussehende Frauen misshandelt ermordet und an einem bestimmten Platz dekorativ "abgelegt". Die Ermittler tappen im Dunkel, da nie eine Spur auf den Täter am Tatort hinterlassen wird. Können die Morde aufgeklärt werden?
- Stieg Larsson
Verdammnis
(2.584)Aktuelle Rezension von: WelpemaxDas Buch "Verdammnis" ist für mich wesentlich besser als der erste Teil "Verblendung". Die Fehler, die im ersten Teil auftauchten, hat Stieg Larsson im zweiten Teil einfach nicht mehr gemacht. Der Erzählstil ändert sich nicht, was auch gut ist, denn Stieg Larsson steht für erzählerische Dichte, Detailgenauigkeit und für Charaktere die Profil haben. Das Buch ist sehr spannend geschrieben, was nicht zuletzt daran liegt das ein Dreifachmord vorliegt und die Polizei einfach irgendwie immer mehr Details bekommt aber nicht wirklich in der beweisführenden Ermittlung weiterkommt. Vielmehr geht es darum, was man selbst vermutet, auch wenn es teilweise sehr schwer vorstellbar ist. Das ist es auch, was mich wirklich fasziniert hat und was der Autor auch gut dargestellt hat, daß es bei einer scheinbar aussichtslosen Konstellation es doch noch eine Hintertür gibt, die man nicht für möglich hält. Ich muss dennoch betonen, dass mir das Buch sehr viel mehr Spaß bereitet hat als der erste Teil und es war auch diesesmal kein Kampf es bis zum Ende zu lesen. Aber ganz lassen konnte es der Autor auch dieses Mal nicht, man muss erwähnen das Stieg Larsson sehr gern vom Thema abschweift und er allzugern noch unwichtige Dinge in seine Geschichte mit einfügt, wie in diesem Buch das Intermezzo mit dem Fuchs, im Prinzip total unnötig. Und auch negativ anzumerken ist für mich, dass ein Cliffhanger vorliegt, dass hätte man mit 3 oder 4 Seiten länger noch zu einem normalen Abschluss bringen können.
- Sebastian Fitzek
Das Geschenk
(970)Aktuelle Rezension von: Alfeme1989Ich habe das Geschenk von Sebastian fitzek als Hörbuch gehört. Ich mochte den Sprecher sehr und die Geschichte ist spannend, etwas verwirrend, und die vielen Wendungen machen es richtig interessant und das bis zum Ende. In welchem Zusammenhang die einzelnen Protagonisten stehen kommt immer nach und nach ans Licht.
- Iny Lorentz
Die Wanderhure
(3.756)Aktuelle Rezension von: liselotte20Die Wanderhure von Iny Lorenz entführt uns ins frühe Mittelalter.
Die junge Adlige Marie gerät durch einen bösen Komplott in die Gefangenschaft und wird danach schwer misshandelt und aus der Stadt geworfen. Nicht einmal ihr Jugendfreund Michel kann ihr nun helfen. Nur durch Hilfe der Wanderhure Hilde überlebt Marie und muss es nun der anderen Frau gleichtun und ihren Körper verkaufen.
Mir gefällt die Reihe, sehr leicht zu lesen und man kann prima abschalten. Natürlich ist dies kein Historikroman der einem Wissen vermittelt, wer das möchte liest eben andere Romane.























