Bücher mit dem Tag "vergleich"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "vergleich" gekennzeichnet haben.

49 Bücher

  1. Cover des Buches Royal 1: Ein Leben aus Glas (ISBN: 9783646601602)
    Valentina Fast

    Royal 1: Ein Leben aus Glas

     (671)
    Aktuelle Rezension von: BuecherDiebin

    Die Welt wurde durch einen Atomkrieg völlig unbewohnbar gemacht, nur die Leute unter der Kuppel Viterra blieben davon verschont. Hier lebt man in Frieden, alle paar Jahrzehnte gibt es eine prunkvolle Fernsehshow, in welcher junge Frauen um die Gunst des Prinzen werben.  Sie müssen verschiedene Aufgaben bewältigen und zeigen, dass sie nicht nur gut aussehen können. Dieses Jahr wirbt Tatya mit den anderen Kandidaten um vier junge Männer, wo von einer der Prinz ist. Jeder dieser Männer hat eine geheimnisvolle Vergangenheit und einen sehr interessanten Charakter.

    Tatyana ist eine der Hauptprotagonisten, sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, sehr einfühlsam und immer für Freunde und Familie da. Sie macht während der Geschichte sehr viel durch und kommt an Punkte, in welchen Sie fast aufgegeben hätte, doch sie hat sich immer wieder zurück gekämpft und ist stärker zurückgekommen.  Das bewundere ich sehr an Ihr.

    Phillip ist einer der vier Männer, sehr zurückhalten und impulsiv. Während des Buches weiß er oft selbst nicht, was er wirklich will und verletzt viele Menschen die im wichtig sind.

    Charles ist ebenso einer der vier Männer, am Anfang ziemlich unsympathisch, da man nicht so viel über Ihn erfährt und der erste Eindruck nicht so gut war. Dennoch je besser man ihn kennen lernt, desto mehr blickt man hinter seine Fassade.

    Fernand ist der dritte von den vier Männern, sehr lieb und immer für seine Freunde da.

    Henry der letzte der vier Männer ist sehr lieb, immer für seine Freunde da. Er ist einfühlsam und ein echter Freund für Tatya. Er hilft ihr in schwierigen Momenten und hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen.

     Natürlich gibt es noch viele andere nennenswerte Charaktere, doch um diese kennen zu lernen müsst ihr das Buch schon selbst lesen.

  2. Cover des Buches Crazy, Sexy, Love (ISBN: 9783736301993)
    Kylie Scott

    Crazy, Sexy, Love

     (279)
    Aktuelle Rezension von: Lesepinguin33

    Lydias Lebensplan war einfach: Heiraten, Haus, Kinder, sterben. Aber dann findet sie kurz vor der Eheschließung heraus, dass ihr Verlobter sie betrügt und übrigens auch noch schwul ist. Als logische Schlussfolgerungen bricht sie in das Nachbarhaus ein, um sich dort vor weiterer Demütigung (und natürlich ihrem jetzt-doch-nicht-Ehemann) zu verstecken. Nach einem kleinen Nervenzusammenbruch in der Badewanne, findet der Hausbesitzer Vaughan sie, als er gerade selber baden wollte - dementsprechend ist er selbstverständlich nackt. Da sein Leben aber gerade ebenfalls ziemlich am Boden ist, schließen sich die Beiden zusammen und verstecken sich - nun gemeinsam - vor dem Rest der Welt. 

    Das klappt allerdings nicht so gut...was stattdessen passiert, erfahrt ihr in der humorvollen Barkeeper Romance „Crazy, Sexy, Love“ von Kylie Scott.



    „Crazy, Sexy, Love“ ist ein knallharter und ehrlicher Roman, in dem alle Charaktere sehr offen waren, was irgendwie erfrischend war. Alle haben gesagt, was sie denken und das hat mir gut gefallen. Ich war am Anfang ziemlich überrascht von der Direktheit, aber so wurde dieses lange „ich mag ihn, er benimmt sich auch so, als würde er mich mögen, aber nee das wird eh nichts mit uns“ übersprungen. Auch die Autorin hat kein Blatt vor den Mund genommen, besonders bei den Sexszenen nicht.


    Die Ich-Perspektive aus Lydias Sicht war perfekt gewählt und sie hat die Leser sogar mit einbezogen oder direkt angesprochen. Sehr cool fand ich, dass sie eine plus size Protagonistin war, weil man das in Liebesromanen nicht sehr häufig erlebt. Außerdem war nicht nur Lydia, sondern auch Vaughan häufig sarkastisch, was genau meinen Humor getroffen hat. Ich musste wirklich oft laut lachen, so guuut war die Situationskomik, ich hab‘s geliebt. Zusätzlich waren auch beide sehr selbstbewusst und stolz darauf so einzigartig zu sein. Ich fand auch gut, dass Vaughan kein berühmter Rockstar mit all den Klischees war, sondern einfach nur Musiker.


    Natürlich war auch bei diesem Buch von Anfang an klar, wie es ausgehen wird und es war nicht besonders tiefgründig. Aber durch die coolen Nebencharaktere und ihre Geschichten lief es trotzdem nie Gefahr, langweilig zu werden. Außerdem war die Kneipenatmosphäre und wie alle eine kleine Familie waren, angenehm.


    Ich freue mich auf die nächsten Teile und darauf, die Schicksale der anderen Barkeeper zu erlesen.

    Gut, dass ich mir direkt den zweiten Band mit bestellt habe hehe!

    Trotzdem brauche ich jetzt erstmal ein dunkles Fantasy- oder ein neutrales Sachbuch als Ausgleich haha.

  3. Cover des Buches Jäger der Nacht (ISBN: 9783802581625)
    Nalini Singh

    Jäger der Nacht

     (598)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Fait ist eine V-Mediale und kann in die Zukunft schauen und somit sehr wichtig für den Rat, dieser hat sie abgeschottet von allem eingesperrt und unter ständiger Beobachtung. Doch Fait steigt eines Tages unbemerkt über den Zaun, direkt in die Hände von Vaughn einem Gestaltwandler, dieser traut ihr nicht über den Weg, da sie sich anscheinend bewusst in das Gestaltwandler Territorium hineingewagt hat...

    Naja... Die Grundidee gefällt mir sehr und ich bin gespannt wie es weiter geht mit dem Rat, den Medialen und den Gestaltwandler, mir gefiel auch die Idee über die Vernetzung der Gestaltwandler. Aber dieses Band konnte mich nicht ganz überzeugen, der Schreibstil war zwar fliessend aber ich wurde durch die Erzähler-perspektive in meinem lese-Flow gestört und konnte mich nicht gut reinversetzten. 

    Es gab auch in diesem Band wie im vorherigen diverse Aspekte; zum einem einen Thriller-Anteil zum anderen die Gestaltwandler, die Mediale und eine Liebesgeschichte... dadurch kamen die Protagonisten etwas zu kurz und hatten mir zu wenig tiefe was auch die Liebesgeschichte der beiden unrealistisch gemacht hat... 

    Ich werde bestimmt noch ein Band der Reihe lesen und schauen ob mich der weitere Verlauf des ganzes interessiert.

    Für alle die gerne viele Aspekte in einem Band haben

  4. Cover des Buches Farm der Tiere (ISBN: 9783257057140)
    George Orwell

    Farm der Tiere

     (750)
    Aktuelle Rezension von: rica

    Die Tiere einer Farm vertreiben die Menschen und wollen gemeinschaftlich leben. Alle Tiere sind gleich, manche sind gleicher, am Ende sind die Schweine zu Menschen mutiert.

    Eine Parabel darüber, wie Revolutionen in der Ausgangssituation ähnlichen Zuständen enden. Im Hinblick auf die Entstehungszeit deutliche Anlehnung an die russische Revolution.

  5. Cover des Buches Winter is Coming (ISBN: 9783806233506)
    Carolyne Larrington

    Winter is Coming

     (78)
    Aktuelle Rezension von: PatriciaJanzen

    Game of Thrones ist eines der größten fiktionalen Universen unserer Zeit. Dahinter versteckt sich jedoch nicht nur eine spannende Geschichte voller Intrigen und verzwickter Kämpfe, sondern auch viel Anlehnung und Parallelen zu unserer wirklichen Geschichte. Die Autorin und lehrende Professorin Carolyne Larrington hat sich damit auseinander gesetzt und aufgearbeitet, wo George R.R. Martins Ideen entstammen könnten. Hierzu konzentriert sie sich besonders auf ihr Metier: mittelalterliche Geschichte und Literatur sowie nordische Sagen und Literatur. 

    Es hat mich während des Lesens sehr fasziniert, wie akribisch die Autorin vorgegangen ist. Zu vielen  bekannten und nicht ganz so bekannten Phänomen aus Serie und Buchreihe hat sie existierende Hintergründe untersucht und dargestellt. Dabei gefällt mir auch die passende Bebilderung des Buches sehr! Um der Autorin gut folgen zu können und vor allem nicht gespoilert zu werden, sollte man jedoch die Serie zumindest bis zu Staffel 5 gesehen haben und/oder die Bücher bis einschließlich Band 7 gelesen haben! Einige Spoiler werden zwar in Form eines Raben je nach Grad ihrer Schwere angezeigt, doch vermeiden lassen sich diese oftmals nicht, um die Geschichte historisch einordnen zu können.

    Dieses Buch ist meiner Meinung nach eines, das man nicht von Seite 1 bis 270 einfach "durchsuchtet". Dafür ist mir persönlich der Schreibstil zu wissenschaftlich. Allerdings ist es toll, um immer mal wieder ein bisschen reinzulesen oder auch bestimmte Phänomene aus der Serie nachzuschlagen, zu denen einen die Hintergründe besonders interessieren. 

    Fans, die mehr wissen wollen, empfehle ich dieses Buch! Ich habe viel dazu gelernt. Von mir gibt es 4 🌟☺️

  6. Cover des Buches Die Leiden des jungen Werthers (ISBN: 9783150192351)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Die Leiden des jungen Werthers

     (1.607)
    Aktuelle Rezension von: Daniel215

    „Ach diese Lükke! Diese entsetzliche Lükke, die ich hier in meinem Busen fühle! ich denke oft! - Wenn du sie nur eimal, nur einmal an dieses Herz drükken könntest. All diese Lükke würde ausgefüllt seyn“.    

    Der Briefroman machte Goethe im Handumdrehen zu einem Shootingstar und gilt noch heute als Schlüsselroman des Sturm und Drang. Wir erleben, wie der Protagonist Werther an einer glücklosen Liebe (und seiner Leidenschaft) zerbricht.

    Die von mir gelesene „Fischer Klassik“-Ausgabe folgt zeichengenau dem Erstdruck  von 1774. Die Ausgabe wird durch nützliche Informationen zu Goethes Leben und Wirken sowie durch einen Auszug aus „Kindlers Literatur Lexikon“ zum gegenständlichen Roman abgerundet.

    Das Werk zeichnet sich durch seinen leidenschaftlichen und empfindsamen Protagonisten aus, an dessen Seelenleben der Leser teilhaben darf. Der emotionale Werther verkörpert dabei die Ideale des Sturm und Drang:

    „Auch schätzt er meinen Verstand und Talente mehr als dies Herz, das doch mein einziger Stolz ist, das ganz allein die Quelle von allem ist, aller Kraft, aller Seligkeit und alles Elends. Ach was ich weis kann jeder wissen. - Mein Herz hab ich allein.“

    Spannend in diesem Zusammenhang ist die Figur des Albert, der den Gegensatz zu diesen Idealen zu verkörpern scheint und, anders als Werther, ganz leidenschaftslos daherkommt. Albert scheint sich ganz der Vernunft verschrieben zu haben. Der Gegensatz von Werther und Albert gipfelt in der von Werther skizzierten Diskussion über Selbstmorde - Schwäche oder Erlösung?

    „Die menschliche Natur, fuhr ich fort, hat ihre Gränzen, sie kann Freude, Leid, Schmerzen, bis auf einen gewissen Grad ertragen, und geht zu Grunde, sobald der überstiegen ist.“

    Der moderne Leser wird sich an die etwas „angestaubte“ Sprache gewöhnen müssen, welche den Zugang zum Werk stellenweise nicht ganz leicht macht. Trotzdem ist der Werther noch immer ein echtes Leseerlebnis, denn auch heute schafft es Goethes Wortgewalt noch, den Leser die Leidenschaft des Werther spüren und bis zu einem gewissen Grad auch nachempfinden zu lassen. 

  7. Cover des Buches Anklage (ISBN: 9783453438422)
    John Grisham

    Anklage

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf das Geschehen bietet die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Der oben beschriebene, aussichtslos erscheinende Kampf von kleinen Leuten gegen mächtige Gegner ist ja ein vom Autor schon des öfteren Behandeltes Thema. Auch in diesem Buch geht es darum.

    Die Geschichte ist gut aufgebaut und logisch konzipiert; die Figuren sind authentisch und mit viel Gefühl gezeichnet. Es hat Spass gemacht sich mit "den richtigen Leuten" zu identifizieren. Einen durchgängigen Spannungsbogen gibt es nicht, ab und zu kommt es zu Spannungsspitzen. Aber auch ohne nägelkauende Spannung kann das Buch fesseln - ergeben sich doch faszinierende Einblicke in das (undurchschaubare) amerikanische Rechtssystem

    Mir hat das Buch gut gefallen, lediglich zum Ende hin wurde ich etwas enttäuscht. Hätte ich mir doch gewünscht noch etwas über die noch nicht abgeschlossenen Prozesse und deren Ausgang erfahren. Aber dann hätte das Buch wohl alle Dimensionen gesprengt....!

  8. Cover des Buches Verteidigung (ISBN: 9783453267916)
    John Grisham

    Verteidigung

     (70)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Der deutsche Titel "Verteidigung" passt überhaupt nicht zum Buch. Das möchte gleich vorweg schicken.

    Grisham bleibt seinem Grundgedanke - junger Anwalt gegen übermächtigen Gegner - treu. Er beschreitet hier aber trotzdem ganz neue Weg.

    David Zinc ist einer von vielen Anwälten einer riesigen Kanzlei und bricht eines Tages aus, schmeißt den Job hin und landet ziemlich betrunken in einer chaotischen 2-Mann-Kanzlei. Die Kanzlei Finley & Figg ist gerade drauf und dran eine Klage gegen eine der größten Pharmafirmen der USA zu erheben.

    Der Roman lebt von der chaotischen Art Figgs, der wahrscheinlich auch noch das eindeutigste Verfahren verlieren könnte und der grummeligen Art Finleys, der gefangen in einer unglücklichen Ehe von seiner Scheidung träumt.

    Der Roman funktioniert und gegen Ende konnte ich das Buch fast nicht mehr weglegen. Gute Unterhaltung mit einem Ende, dass vielleicht eine Spur zu "happy" ausgefallen ist.

  9. Cover des Buches BFG. Big Friendly Giant (ISBN: 9783499217562)
    Roald Dahl

    BFG. Big Friendly Giant

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Babajaga
    [Kinderbuch] Roald Dahl – Big Friendly Giant (Sophiechen und der Riese)

    Das Buch

    Autor: Roald Dahl
    Titel: Big Friendly Giant
    erschienen: 24.06.2016
    Verlag: Rowohlt Taschenbuch
    Genre: Kinderbuch
    ISBN: 978-3-499-21756-2

    Es handelt sich bei diesem Buch um eine Sonderausgabe „Buch zum Film“ und ich habe es zufällig in einer Kiste mit Mängelexemplaren entdeckt. Mir gefiel der Klappentext und deshalb habe ich es ohne lange zu zögern mitgenommen.

    Worum geht es?

    Der GuRie bringt den Kindern Träume. Eines Nachts beobachtet ihn Sophiechen dabei zufällig, weil sie nicht schlafen kann und aus dem Fenster schaut. Weil der GuRie meint, dass Sophiechen ihn verraten könnte, nimmt er sie kurzer Hand mit in sein Riesenland. Hier treffen sie auch auf andere Riesen. Die jedoch sind keine guten Riesen, sondern ernähren sich von „menschlichen Leberwesen“. Sophiechen überredet den GuRie dazu, dass sie die englische Königin um Hilfe bitten sollten um diesem Spuk ein Ende zu setzen.

    Figuren

    Hauptsächlich spielt die Geschichte zwischen dem GuRie und Sophiechen. Sie reden viel miteinander. Einerseits erzählt der GuRie Sophiechen von sich und andererseits sie ihm von sich. Dabei stellt sich z.B. heraus, dass der GuRie zwar nie eine Schule besucht hat, aber dennoch lesen und schreiben kann – nicht besonders gut und vor allem nicht wirklich richtig, aber er hat es sich selbst beigebracht. Daraus resultiert, dass der Riese viele Wörter verdreht und falsch ausspricht und Sophiechen erst einmal heraus finden muss, was er tatsächlich meint.
    Die beiden mögen sich und werden Freunde. Sophiechen ist auch gar nicht wirklich traurig darüber, dass sie nun beim GuRie leben soll, statt länger im Waisenhaus, in dem sie sich nie wirklich wohl gefühlt hat. Außerdem erzählt der GuRie Sophiechen von seinem größten Geheimnis – nämlich woher er seine Träume hat und eines Tages zeigt er ihr sogar, wie er sie fängt und dann in die Kinderzimmer bringt. Er vertraut Sophiechen also.
    Der GuRie erzählt Sophiechen auch, wovon sich die anderen Riesen ernähren – nämlich von menschlichen Leberwesen. Darüber ist Sophiechen entsetzt. Der GuRie hält das für normal, er kennt es ja nicht anders, obwohl er dies nicht tut, weil er es schrecklich findet. Durch Sophiechen ändert sich sein Blickwinkel auf die Normalität dessen und gemeinsam schmieden sie einen Plan, wie sie dem ein Ende setzen können.
    Sophiechen und der GuRie sind eindeutig Sympathieträger. Ich mochte die beiden vom ersten Moment an, selbst wenn es bisweilen recht anstrengend war, die Sätze des GuRie zu lesen.

    Schreibstil

    Der Schreibstil von Roald Dahl ist geeignet für Kinder. Die Sätze sind kurz. Allerdings hatte ich ein bisschen meine Zweifel, ob ein Kind, dessen Wortschatz noch nicht so ausgeprägt ist, die verdrehten Buchstaben und Wörter tatsächlich richtig einordnen kann. Beim Vorlesen mag das noch gehen, da der Vorlesende die Dinge erklären kann. Wenn jedoch ein Kind selbst liest, könnte dies vielleicht zu Verwirrung führen. Manchen Satz musste ich mehrmals lesen und mir die Aussprache selbst anhören um heraus zu finden, was tatsächlich gemeint sein könnte. Aber davon abgesehen, sollte es auch einem nicht so geschulten Leser leicht fallen, den Text zu erfassen.

    Eignung für kleinere Kinder

    Hin und wieder habe ich mich gefragt, ob die erzählte Geschichte vielleicht zu grausam sein könnte. Immerhin werden von den Riesen kleine Kinder aus dem Kinderheim gefressen. Ihre Knochen findet man am nächsten Tag unter ihren Fenstern. Zart besaitete Kinder könnten hier vielleicht ihre Schwierigkeiten haben, wenn sie noch nicht realisieren können, dass dies nur eine Geschichte ist. Aber andererseits sind Grimms Märchen ja auch nicht immer nur feinfühlig geschrieben. Insofern denke ich, hier muss jedes Elternteil selbst entscheiden, ob das eigene Kind damit umgehen kann oder nicht.

    Setting

    Das Riesenland mit den blauen Bergen und der kargen Landschaft konnte ich mir gut vorstellen. Schön beschrieben fand ich auch, wie die kleine Sophie sich in der Höhe des Riesen gefühlt haben muss, in der ja alles 4x so groß ist, wie in der ganz normalen Welt. Und der GuRie ist ein kleiner Riese. Die anderen sind noch viel größer.
    Besonders mochte ich, dass die englische Königin Sophiechen und dem GuRie zugehört hat und danach auch aktiv wurde. Zwar kam mir das alles völlig unwirklich vor, aber wohl gerade deshalb hat es mir so gut gefallen. Der Autor hat ihr so eine mütterliche Art gegeben, den man sich so gar nicht vorstellen kann, wenn man sich die Bilder aus dem Fernsehen vor Augen führt.

    Fazit

    Roald Dahl erzählt eine Geschichte von Freundschaft und Mut, von Vertrauen und davon, dass diese Eigenschaften am Ende über das Böse siegen. Damit ist diese Geschichte in meinen Augen ein klassisches Märchen. Allerdings gibt es durchaus grausame Passagen, bei denen ich nicht weiß, ob sie für jedes Kind geeignet sind. Auch könnte die Sprechweise des GuRie für Kinder schwierig zu lesen sein. Alles in allem ein kurzweiliges Vergnügen, bei dem ich hin und wieder schmunzeln konnte. 3 von 5 Sternen.
  10. Cover des Buches Der kleine Prinz. Faksimile in Geschenkbox (ISBN: 9783792000236)
    Antoine de Saint-Exupéry

    Der kleine Prinz. Faksimile in Geschenkbox

     (7.705)
    Aktuelle Rezension von: Luise_Kenner

    Klappentext: 

    Antoine de Saint-Exupéry, Pilot und Schriftsteller zugleich, musste im Jahr 1935 in der ägyptischen Wüste notlanden. Fünf Tage marschierte er durch die Wüste, bevor er gerettet werden konnte. Am 31. Juli 1944 trat er seinen letzten Flug an, von dem er nicht zurückkehrte. 1943 erschien erstmals sein Buch "Der kleine Prinz", das sich bis heute millionenfach verkauft hat. Auf seiner Reise zu den verschiedenen Planeten hat der kleine Prinz die unterschiedlichsten Personen kennengelernt – einen König ohne Untertanen, der ihn sogleich als seinen Untertan betrachtete, einen Trinker, einen Eitlen, der nur nach Bewunderung heischte, einen Reichen, der nichts anderes als Geld im Kopf hatte. Das oftmals als modernes Märchen eingestufte Buch ist eine versteckte Kritik an der damaligen Gesellschaft und enthält sehr viele Hinweise auf egoistisches, kapitalistisches und eitles Verhalten. 


    Meinung:

    "Der kleine Prinz" ist eines dieser Bücher, das ich schon immer mal lesen wollte. Und ich bin so froh, dass ich es getan habe! Ich liebe Bücher, die man sowohl als Kind, als auch als Erwachsener lesen kann und die Geschichte des kleinen Prinzen hat mich sofort in ihren Bann gezogen. 

    Das Buch ist einerseits einfach eine faszinierende, märchenhafte Geschichte und andererseits eine beeindruckende Kritik an der Gesellschaft. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir folgendes Zitat: 

    >> Man kennt nur das, was man zähmt.<< sagte der Fuchs. Die Menschen haben keine Zeit mehr irgendetwas kennenzulernen. Sie kaufen Dinge fertig bei den Händlern. Aber da es keine Geschäfte für Freunde gibt, haben die Menschen keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, zähme mich!<<

    Diesen Abschnitt musste ich wirklich ein paarmal lesen, so sehr hat er mich fasziniert und solche Stellen gibt es viele in diesem wundervollen Buch. 

    Fazit:

    Der Schreibstil ist fesselnd, die Thematik faszinierend und die Zeichnungen wundervoll. Ein absolutes Muss! 


  11. Cover des Buches Geschichten zum Nachdenken (ISBN: 9783596520985)
    Jorge Bucay

    Geschichten zum Nachdenken

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Summer_Rain

    Das Büchlein ist gefüllt mit wunderschönen, manchmal makaberen, oftmals traurigen und immer wieder witzigen Geschichten, die zum Nachdenken anregen.

    Man kann es (muss aber nicht) von der ersten bis zur letzten Seite lesen oder auch eine bestimmte Geschichte heraussuchen. Manchmal ist es auch nur ein Gedicht oder ein einzelner Spruch -

    so oder so, mir hat es gefallen und wer Jorge Bucay, seine Schreibart und seine Geschichten mag wird auch dieses Buch mögen.

    Von mir daher eine klare Weiterempfehlung! 

  12. Cover des Buches Made in Germany (ISBN: 9783453602045)
    Kaya Yanar

    Made in Germany

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Neuneuneugierig

    Zugegeben, das geht bei mir ganz leicht. Sein Buch entspricht seiner Show (wenn auch etwas besser), wer die nicht mag, Hände weg!

    Wenn man die keinen feinen, und manchmal auch sehr lauten, Zwischentöne hören möchte, hat es viel Potenzial sich selbst zu hinterfragen. Kapitel 7 (Essen & Trinken) war für mich; mal wieder, Ansporn meine eigene Haltung zu hinterfragen.
    Schade an dem Buch ist: es gibt keine Inhaltsangabe. 14 Kapitel, doch wenn man in einem noch mal was nachlesen will, hat man sich am besten gleich markiert, was einem gefallen hat. Für Frankfurter (sowie Großstadtkinder der 70ziger) dürfte es einen kleinen, einen klitzekleinen Humorvorteil haben. ;)

    Lest es, auch 6 Jahre nach seinem Erscheinen immer noch aktuell.

  13. Cover des Buches Tintenwelt 2. Tintenblut (ISBN: 9783751300759)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 2. Tintenblut

     (3.384)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Mit diesem zweiten Teil wurde ich wieder in meine Jugend katapultiert. Die Charaktere, die Geschichte, alles erinnerte mich an früher. Dieser Teil ist deutlich brutaler geworden, kein Wunder, sie sind alle in der Tintenwelt, sie alles andere als friedlich ist. Der Anfang zog sich für meinen Geschmack ein wenig in die Länge, doch bald wurde es mit jedem Kapitel spannender, bis ich die Seiten förmlich verschlungen habe. Die ständigen Wechsel der Perspektiven unterstützen die Spannung nur noch. Viel zu schnell gelangte ich jedoch an das Ende, das ich wohlweislich verdrängt habe. So wundervoll die Idee, die Szene und der Gedanke dahinter auch war, das alles machte es nicht besser. Ich habe meine absolute Lieblingsfigur verloren und mein Herz brach. Allerdings hebe ich noch die Hoffnung, dass ich von diese Figur nicht zum letzten Mal gelesen habe! Ein Grund mehr, bald den dritten Band anzufangen!

  14. Cover des Buches Schmitz' Katze (ISBN: 9783104022758)
    Ralf Schmitz

    Schmitz' Katze

     (657)
    Aktuelle Rezension von: katzekatzekatze

    Ich hatte von Ralf Schmitz auf Youtube einen Auftritt beim WDR gesehen, wo er aus diesem Buch vorgelesen hat. Da mir dieser Auftritt unglaublich gut gefallen hat und ich Ralf Schmitz grundsätzlich sehr sympathisch finde und natürlich selbst stolze und glückliche Katzenbesitzerin bin, habe ich mir das Buch auch endlich mal besorgt.

    Ich muss leider sagen, dass es mich nicht so umgehauen hat, wie der Auftritt/Die Lesung. Es ist einfach was anderes, wenn die Anekdoten lustig vorgetragen werden, oder man selbst alles nur still für sich liest.
    Es ist was Nettes für Zwischendurch um sich ein bisschen die Langeweile zu vertreiben, als Geschenk oder Ähnliches wäre es für mich jedoch leider nicht die erste Wahl.

    Was mir gut gefallen hat sind natürlich die liebevollen Gedanken zum Zusammenleben mit einer Katze, manche Sätze haben mich wirklich bewegt und viele Anekdoten haben mir auch ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Besonders das Schlusswort finde ich unglaublich schön.


    Was ich persönlich allerdings sehr kritisch sehe und was mich dazu bringt, das Buch doch sehr schlecht zu bewerten ist Folgendes (Achtung, könnte Spoiler enthalten):

    Ralf Schmitz hatte zwar 26 Jahre lang eine Katze, doch mit artgerechter Haltung scheint er sich nur rudimentär auseinander gesetzt zu haben.

    Um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen: Katze in EINZELHALTUNG in der Wohnung, das geht schonmal gar nicht, weil Katzen immer Gesellschaft brauchen, insofern man ihnen keinen Freigang ermöglichen kann. Und schon gar nicht hält man eine einzelne Katze dann auch noch in einer winzigen 30 m² Wohnung, das grenzt mMn schon an Tierquälerei. (Tut mir leid, wenn ich das so hart ausdrücken muss)

    Da wird erzählt, dass die Katze vom Balkon aus dem 5. (?) Stock fällt. Würde gar nicht passieren, wenn man als gewissenhafter Halter einfach ein Katzennetz angebracht hätte. Sowas sollte man WISSEN.

    Natürlich lernt man mit der Zeit dazu und niemand ist von Anfang an perfekt, aber dann hätte er es, schon allein aufgrund seines Bekanntheitsgrades und seiner Beliebtheit wenigstens in einer Fußnote erwähnen sollen.

    Was daran lustig sein soll, eine Katze mit Alkohol zu vergiften verstehe ich auch nicht so ganz (das hat mir aber schon im Auftritt etwas Bauchweh gemacht )

    Hier werden grundlegend falsche Umgangsweisen mit diesen Tieren bagatellisiert und ins Lächerliche gezogen und ich mache mir große Sorgen, dass manche Leute sich ein Beispiel daran nehmen, weil es im Endeffekt die Haustiere sind, die darunter leiden werden.

    Ich würde mir von Ralf Schmitz sehr wünschen, dass er wenigstens in einer Neu-Auflage dieses Buches dementsprechende Hinweise mit einfügt.

  15. Cover des Buches Am Hang (ISBN: 9783596510153)
    Markus Werner

    Am Hang

     (274)
    Aktuelle Rezension von: Tausendléxi

    An einem Pfingstwochenende im Tessin treffen sich der Witwer Loos und der junge Scheidungsanwalt Clarin scheinbar zufällig auf einer Terrasse eines Hotels. Clarin findet nur noch Platz am Tisch von Loos und gesellt sich zu ihm. Zuerst verhalten sich die beiden Männer eher desinteressiert zueinander. Doch im laufe des Abends und nach einigen Gläsern Wein entsteht eine rege Unterhaltung zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Herren. Während Loos seiner verstorbenen Frau nachtrauert, findet Clarin kein gefallen an längeren Beziehungen. Beide legen ihre Standpunkte klar offen, was die Diskussion immer wieder neu entfacht.

    Gestorben wohl, sagte er dann, aber gleichsam nicht richtig begraben, und wenn ich von Alleinlassen rede, so meine ich das in einem kaum verständlichen Sinn, ich habe sagen wollen: Wer liebt sie, wenn ich nicht mehr bin, wer erinnert sich ihrer dann noch, wer ehrt und schützt ihr Andenken in dieser gedächnislosen Zeit?  – Seite 37

    >Am Hang < ist eine gelungene Parabel über das Leben, die Liebe und die Treue. Sie mutet kriminalistisch an und trumpft mit einer unglaublichen Wendung auf. Ganz unterschwellig vermittelt Markus Werner das Gefühl, dass die Geschichte auf etwas ganz Entscheidendes hinaus möchte. Doch wie auch bei einem Menü kommt das Dessert zum Schluss. Beste Unterhaltung!

  16. Cover des Buches Karambolage (ISBN: 9783896603517)
    Claire Doutriaux

    Karambolage

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Nymphe

    In diesem Buch sind viele schöne Bilder und Geschichten aus der Sendung "Karambolage" auf arte versammelt. Es geht meistens um den Vergleich zwischen Frankreich und Deutschland. Auf lustige Art und Weise werden Fakten vermittelt und Verständnis erzeugt.

    Wer die Sendung im Fernsehen verfolgt, wird hier nicht viel Neues finden, aber das Buch ist so unterhaltsam aufgemacht, dass das kein Problem ist.

    Was für die Sendung gilt, gilt auch für das Buch: Ein Wort, ein Gegenstand, ein Ritual – Karambolage erläutert spielerisch und humorvoll die kleinen und großen Unterschiede zwischen Deutschen und Franzosen.

  17. Cover des Buches Klüger als wir denken: Wozu Tiere fähig sind (ISBN: 9783642416897)
    Juliane Bräuer

    Klüger als wir denken: Wozu Tiere fähig sind

     (10)
    Aktuelle Rezension von: abetterway
    Inhalt:
    "Küken können zählen. Vögel können planen. Affen können Werkzeuge bauen. Tiere sind klüger als wir denken. Das haben renommierte Forscher in den letzten Jahren herausgefunden. Die Biologin Juliane Bräuer erzählt in diesem kurzweiligen und leicht verständlichen Buch von innovativen Experimenten und überraschenden Erkenntnissen. Sie beschreibt, wie sich unser Wissen darüber, was Tiere alles können, in kurzer Zeit grundlegend gewandelt hat. Das spannende Buch lehrt uns, die erstaunlichen Denk-, Problemlösungs- und Planungsfähigkeiten der Tiere zu würdigen. Und es zeigt, dass wir gar nicht so einzigartig sind, wie wir immer dachten. _____ Seit Jahrhunderten stellen wir Menschen uns immer wieder die Frage: Was unterscheidet uns von den Tieren? Was können wir, was Tiere nicht können? Sind wir einzigartig? Auf den ersten Blick scheint die Antwort klar. Wir bauen Computer, wir fliegen zum Mond, wir führen Kriege. Tiere tun das nicht. Auf den zweiten Blick liegen die Dinge nicht so einfach. Denn es stellt sich sofort die tiefergehende Frage nach den Ursachen: Warum leben wir so anders? Und wie kam es in der Evolution dazu? Die Antwort darauf lautet: Es sind ganz offensichtlich die kognitiven Fähigkeiten, die uns Menschen von den Tieren unterscheiden. Liegt unser Erfolgsgeheimnis also in der Art, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen und was wir darüber verstehen? Die Biologin Juliane Bräuer berichtet in ihrem neuen Buch vom Erkenntnisvermögen der Tiere im Vergleich zum Erkenntnisvermögen der Menschen. Ihre These, die sie mit zahlreichen Beispielen belegt, lautet: Viele kognitive Fähigkeiten des Menschen lassen sich – zumindest in Ansätzen – auch bei Tieren finden. Offenbar unterscheiden wir uns doch weniger von ihnen, als wir lange angenommen haben."

    Meinung:

    Also das Cover ist ja schon einmal der Hit, einfach nur süß. Der Schreibstil ist flüssig und interessant zu lesen, nicht so langweilig wie bei anderen Sachbüchern. Auch die Gleiderung ist gut und man lernt sehr viel dazu. Viele Fragen werden gestellt und auch Antworten werden gegeben. Sogar Skizzen sind für die Verständlichkeit aufgezeichnet. Wirklich sehr gut gemacht. Man merkt das der Auorin an dem Thema sehr viel liegt und sie sehr viel Liebe in dieses Buch gesteckt, was sich auch ausgezahlt hat.

    Aufmachung, Verarbeitung und Inhalt sind einfach nur Top und vor allem sehr informativ!

    Fazit:

    Das Buch war wunderbar zu lesen und sehr informativ, aber nicht so zäh wie viele andere Sachbücher. Kompliment an die Autorin, die mit sehr viel Liebe bei diesem Buch dabei war.

  18. Cover des Buches Jesus (ISBN: 9783629101907)
    Klaus Berger

    Jesus

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Nothing For UnGood (ISBN: 9783838705989)
    John Madison

    Nothing For UnGood

     (71)
    Aktuelle Rezension von: KiraNear

    Name: Nothing for ungood

    Autor: John Madison

    Genre: Sachbuch

    Preis: € 7,99 [D] | € 8,30 [A]

    Seiten: 188

    Sprache: Deutsch

    Erscheinungsjahr: 2009

    ISBN: 978-3-404-60623-8

    Verlag: Bastei Lübbe Taschenbücher


    Rückentext:

    Deutsche brauchen drei Monate, um eine Party zu planen, sprechen merkwürdiges Oxford-Englisch, das Amerikaner an das schweizerische Rätoromanisch erinnert, haben sechzehn (!) Formen für das Wort the und subventionieren die Staus auf Autobahnen mit der Toilettengebühr auf Raststätten. Kann man in einem solchen Land leben? John aus Oklahoma hat es ausprobiert.


    Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

    Oh Junge, wo fange ich hier nur an?

    Das Buch habe ich mir irgendwann im Laufe des letzten Jahres gekauft, allerdings ist es auf einem anderen Stapel gelandet und so kam ich erst neulich dazu, es zu lesen. Überhaupt finde ich Videos oder Berichte über Deutsche und Deutschland aus der Sicht eines Nicht-Deutschen ziemlich interessant, auch wenn es sich irgendwann wiederholt, weil sich die meisten Leute auf die gleichen Dinge stürzen, die sie dann miteinander vergleichen. Aus diesem Grund hab ich mich dann für das Buch entschieden, abgesehen davon habe ich es gebraucht für nur 1,50 € kaufen können. Naja, im Endeffekt bin ich froh, dass ich dafür nicht den Vollpreis gezahlt habe, das hätte ich nun wirklich ziemlich bereut.

    Denn viele Berichte der Nicht-Deutschen, meist Amis, passiert mit einem Selbstzwinkern und einem gewissen Maß an Reflexion. Man vergleicht, macht Witze, aber es ist alles im Rahmen und viele Amis sehen auch, was wo jeweils besser ist. Weder die USA werden hochgelobt, noch Deutschland und man merkt auch, dass sich der eine oder andere mehr oder weniger auch für Deutschland interessiert.

    Das war bei diesem Buch hier nicht der Fall. Das fängt schon damit an, dass der Autor aus unbekannten Gründen Deutsch auf der Highschool hatte, es dort sehr leicht fand und es deswegen im College wählte, damit er ein Stipendium bekommt und seinen Eltern eine Menge Geld sparen kann. Gut, das ist nobel, aber dafür überspringt er einfach mal das erste Semester und wundert sich dann, warum er sich so schwer tut. Auch hat er an sich kein Interesse an der Sprache oder an dem Land, er geht hier auch nur studieren bzw ging, nur um die Kosten zu sparen. Die meiste Zeit im Buch wundert er sich über die Eigenheiten der Deutschen, vergleicht sie mit denen seiner Landsleute und kommt immer zu dem Schluss: Die Deutschen machen es falsch. Die spinnen doch.

    Dagegen machen es seine Landsleute immer richtig, nur ihre Lebensweise ist die einzig richtige und alles andere ist doof. Sogar die Tatsache, dass wir uns beim Lernen der englischen Sprache eher an England oritieren (zumindest in der Anfangszeit, jetzt in der BOS kommt es mir gemischt vor), fand er dumm, weil für ihn das US-Amerikanische Englisch das einzig wahre ist. Abgesehen davon, dass er es auch dumm findet, dass wir US-Amerikaner sagen, weil die USA nur ein Teil von Amerika ist ... nun ja. Man merkt, er macht nur Beobachtungen, hinterfragt aber nicht oder fragt sich, warum etwas so ist, wie es bei uns ist.

    So ist das Buch gefüllt mit Kapiteln wie "Die Deutschen lernen absichtlich das falsche Englisch", "Es ist okay, ein Ami zu sein", "Die Deutschen fahren falsch herum" oder "Die Deutschen müssen exakt eine warme Mahlzeit pro Tag essen". Keins dieser Kapitel ist auf irgendeine humorvolle Art und Weise geschrieben, stattdessen bekommt man hier das Werk eines typischen Amis, welcher alles besser weiß und sein Land als das Musterbeispiel schlechthin darstellt. Leider ist es nicht mal ironisch oder derartiges, es ist so ernst gemeint, dass es beim Lesen wehtut. Das merkt man vor allem, als man im hinteren Teil des Buches seine Kommentare zu Fragen sieht. Das Buch basiert auf seinem Blog, wo er seine Erfahrungen bereits davor mit der Welt geteilt hat und teilweise waren seine Antworten so arrogant und nichtssagend, dass ich mir dachte, es wäre besser gewesen, er hätte die Frage einfach ausgelassen. Auch merkt man dadurch, dass das davor nicht überspitzt und absichtlich übertrieben ist, sondern dass der Typ wirklich so denkt. Hin und wieder gibt ihm die Übersetzerin des Buches einen nachträglichen Dämpfer, in dem sie Dinge korrigiert, gerade richtet oder entgegen hält, was bei den Amis so falsch läuft. Anfangs denkt man sich: Ok, was geht hier ab? Aber wenn man etwas tiefer im Buch drin ist, kann man die Reaktion der Übersetzerin verstehen. Irgendwie kann sie einem schon Leid tun, dass sie dieses Werk übersetzen musste.

     

     Leseprobe:

    Für Millionen von uns Amerikanern beginnt der Weg der Erkenntnis über den Rest der Welt in Deutschland, dem Land, in dem viele von uns ihre Wurzeln vermuten. Zwar kommt uns irgendwas an Deutschland sehr vertraut vor, beim tatsächlichen Betreten des Landes zeigt sich jedoch, dass es etwas an sich hat, das es seltsam und fremd wirken lässt. Dieses Etwas - das stellt sich bei nährer Betrachtung heraus - sind die Deutschen.

    Fast neun Prozent meines Lebens habe ich dem Fühlen, Sehen, Hören, Schmecken und Riechen dieses Landes und seiner Menschen gewidmet, um eines Tages darüber schreiben zu können.

    Ich habe nicht nur mehr als vier deutsche Bundesländer bereist, sondern auch mein Erwachsenenleben in fünf verschiedenen Bundesstaaten unseres eigenen herrlichen Landes verbracht, was mich zum versiertesten Experten der Welt in Bezug auf kulturelle Unterschiede zwischen Amerikanern und Deutschen macht.

    Meine Essays sind also ein wertvoller Quelle der Erkenntnis.

     

    Fazit:

    Dem letzten Satz aus der Leseprobe muss ich ziemlich widersprechen - man lernt hier eigentlich nur, dass es wirklich so arrogante Amis gibt, wie es das Stereobild einem immer erzählen will. Bei diesem Teil vermutet man noch, dass der Autor das mit einem Augenzwinkern sagt, aber nein, er meint es komplett ernst. Auch wenn er so Dinge sagt wie: In Deutschland scheint die Sonne so selten ... da kann er eindeutig nicht in Bayern gewesen sein, wir haben recht viele Sonnentage. Und auch in anderen Bundesländern scheint oft und gerne mal die Sonne ... dafür, dass das Buch teilweise schlecht gealtet ist, kann er ja nichts, aber ansonsten ist es echt nur eine Qual zu lesen. Von mir bekommt das Buch nur einen Rubin und ich kann es absolut nicht empfehlen. Es gibt sicherlich andere Alternativen, die viel besser sind.

  20. Cover des Buches Der Kleine Prinz (ISBN: 9783792001059)
    Antoine de Saint-Exupéry

    Der Kleine Prinz

     (24)
    Aktuelle Rezension von: hanna_lorelei
    Der kleine Prinz ist ein Büchlein, mit den gesammelten Erzählungen eines kleinen Menschleins, welcher von seiner Reise zur Erde mit allen Gründen, Zwischenstopps und der Rückreise erzählt. Die dabei entstehenden Kurzgeschichten sind jede für sich kleine philosophische, bewegende, erfreuende Anekdoten. Mit vielen Schmunzerln aber auch nachdenklichen Parts ist es eine helle Freude dieses Buch alleine oder mit Kindern zu lesen.
  21. Cover des Buches Die Figur Edward Cullen (ISBN: 9783937748139)
    Leonie V Thöne

    Die Figur Edward Cullen

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus
    Zum Inhalt:
    2005 eroberte Stephenie Meyers „Twilight“ („Bis(s) zum Morgengrauen“) die Bestsellerlisten. Hauptdarsteller, der als Mischung aus „Romeo und Julia“ und „Dracula“ vermarkteten Romanserie, sind das junge Mädchen Bella Swan und der Vampir Edward Cullen. Eine verbotene Liebe zwischen dem „Löwen und dem Lamm“ – ein Vampir-Vegetarier und eine willensstarke junge Frau.Meyer ist bekennende Angehörige der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“, umgangssprachlich als „Mormonen“ bekannt.



    Mit dem Hype um die Twilight-Saga wurde Stephanie Meyer über Nacht weltberühmt und hat viele Teeniemädchen mit ihrem altmodischen Edward und den coolen Jacob verzaubert. Doch was versteckt sich hinter der Geschichte und von was wurde die Autorin des Romans beeinflusst? Laut eigener Aussage ist Stephanie Meyer bekennende Mormonin und hat die Lehren der Mormonen auch in ihr Werk einfließen lassen. Leonie V. Thöne beleuchtet dieses Aspekt in ihrer wissenschaftlichen Arbeit und zieht Vergleiche zwischen dem Roman und den Lehren der Mormonen. Dabei reißt sie zuerst Meyer´s Werk "Biss zum Morgengrauen" und dann die Werte der Mormonen an. Anschließend zitiert sie Textpassagen und belegt an diesen die Ähnlichkeiten zum Mormonentum. Das ist bisweilen sehr interessant, aber auch sehr trocken. Durch die Arbeit sieht man den Roman mit anderen Augen, was sich aber zum größten Teil meines Erachtens nicht als schlimm erweist. Angesprochen werden Themen wie: Verhalten von Paaren vor der Ehe und Familienzugehörigkeiten, dass man seinen nächsten lieben soll etc.


    Wer mehr über Stephanie Meyer erfahren möchte und Hintergrundwissen zu den Romanen der Twilight-Reihe erhalten möchte, der ist mit diesem Buch durchaus gut beraten. Jedoch sollte man beachten, dass es nur ein Abriss zu der Religion ist und es sich hier um einen wissenschaftliche Arbeit handelt. Wer dieses Buch liest sollte sich auf ein recht trockenes Thema vorbereiten, welches schon nach einigen Seiten einschläfernd wirkt.


    Meiner Meinung nach kann man dieses Buch mal gelesen haben, muss man aber nicht. 


    3 von 5 Sternen
  22. Cover des Buches Eine Reise durch Kitas in aller Welt (ISBN: 9783407628718)
  23. Cover des Buches Vive la famille (ISBN: 9783451312366)
    Annika Joeres

    Vive la famille

     (2)
    Aktuelle Rezension von: CHRISSYTINA
    Zum Inhalt:

    Es ist bekannt, dass deutsche Frauen durchschnittlich knapp mehr als ein Kind bekommen. In Frankreich sind es zwei Kinder pro Frau. Während man bei uns bei der Verkündung der frohen Nachricht Gefahr läuft, mitleidige Blicke von kinderlosen Freunden zu ernten, ist es in Frankreich eher umgekehrt - kinderlose Paare hören viel öfter die Frage, wann denn endlich der erste Nachwuchs kommt.

    Kinder gelten hierzulande immer noch als Karrierekiller. Als wäre das noch nicht genug, gehen die meisten jungen Männer und Frauen davon aus, dass die Entscheidung für Kinder automatisch das Leben komplett auf den Kopf stellen wird. Von da an wird sich das Leben jahrelang nur noch um die Kinder, um Windeln, Brei und Stillen drehen. Das sehen die Franzosen offensichtlich anders. Sie gehen ganz selbstverständlich davon aus, dass Kinder anpassungsfähige Wesen sind und nehmen ihre Kinder einfach mit, während sie den Tätigkeiten und Hobbies nachgehen, die ihnen auch vor der Geburt wichtig waren. Kinder sind demnach in Frankreichs Öffentlichkeit viel präsenter. Das Wort "Rabenmutter" gibt es im französischen Vokabular übrigens einfach nicht, Mütter dort haben auch nicht den Anspruch an sich selbst, alles perfekt machen zu müssen und das kommunizieren sie auch offen nach außen.

    In Deutschland bedeutet die Zubereitung der Nahrung für Kinder oft, dass man mindestens zwei Gerichte kochen muss - eines für sich und eines für das Kind, das sich immer noch hartnäckig weigert, Brokkoli und Co. in den Mund zu nehmen. In Restaurants essen Kinder bei uns Schnitzel mit Pommes oder Nudeln mit Ketchup - für französische Kinder unvorstellbar. Sie naschen wie die Großen ein Stück Camemebert zwischendurch und sitzen dann bei den Eltern am Tisch, wo sie ganz selbstverständlich das gleiche essen wie ihre Eltern.
     
    Diese und viele andere Aspekte der französischen Einstellung zu Kindern und ihre persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse schildert Annika Joeres in ihrem neuen Buch. Sie gibt zu, dass sie in Deutschland als Freiberuflerin vielleicht nie Kinder bekommen hätte - in Frankreich hat sich ihre Einstellung angesichts der vielen auffallend entspannten Paare mit Kindern um sie herum schnell gewandelt, sodass sie mittlerweile zwei Kinder hat und damit sehr glücklich ist. Das herausstechend gute staatliche Betreuungssystem von Kleinkindern wird ebenfalls ausführlich beschrieben. In Frankreich ist die Ganztagesbetreuung die Regel und sie wünscht sich ein ähnlich gutes Betreuungssystem für Deutschland.

    Meine Meinung:

    Ich war etwas traurig, als ich das Buch ausgelesen hatte, denn ich hätte gern noch weitergelesen, weil es so informativ war und mich so gut unterhalten hat.

    Annika Joeres lässt uns in einer sehr kurzweiligen Form einen Blick auf unser Nachbarland werfen. Sie führt viele Statistiken und Zahlen an - in einer Form, die sich sehr gut in den Text einfügt und das Buch sehr anschaulich macht. Es geht ihr nicht darum zu sagen, dass bei uns alles schlecht wäre und bei den Franzosen alles gut, sondern es ist eher eine Betrachtung der kleinen kultulerellen Unterschiede. Auch für Annika Joeres war all das neu. Einiges hat sie übernommen, anderes macht sie jedoch genauso, wie ihre deutschen Freunde es tun würden. Sie pickt die durchaus positiven Aspekte heraus und untersucht diese genauer, ruft aber nie dazu auf, den Franzosen alles gleichzutun.

    Man bekommt hier einfach mal eine andere Sichtweise präsentiert und das kann den Druck, den man sich selbst oft macht, abbauen. Die Devise vieler Franzosen ist: Glückliche Eltern - glückliche Kinder. Man wird ermutigt, gut für sich selbst zu sorgen, dann wird auch die Sache mit den Kindern einfacher.

    Für mich ein sehr gelungendes Buch, das ich gerne weiterempfehle!

  24. Cover des Buches Die Wissenschaft schlägt zurück! (ISBN: 9783831204663)
    Andreas Müller

    Die Wissenschaft schlägt zurück!

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista

    „Die Wissenschaft schlägt zurück! – Kinofilme im Faktencheck“ ist aus der Feder des Autors Dr. Andreas Müller.


    Dr. Andreas Müller nimmt bekannte Science Fiction Filme wissenschaftlich unter die Lupe. Hier kann man keine tief starre wissenschaftliche Abhandlung des Themas erwarten. 


    Mit sehr viel Humor werden die Filme auseinander genommen und analysiert. Es ist natürlich auch sehr fundiert, ernst und wissenschaftlich, wenn es um den Realitätsvergleich geht. 


    Was mir sehr gut gefallen hat war, dass der Autor auch Filme behandelt hat, die ihm persönlich nicht gefallen haben. Diese wurden jedoch nicht durchgehend schlecht gemacht, sondern auch hier fundiert auseinander genommen und behandelt. Auch wurde immer genau erwähnt, warum der Film nicht so gefallen hat, wie das bei mir bei negativen Rezensionen auch immer ist. Ein pures, das war „Kacke“ geht nämlich gar nicht. 


    Im Grunde hatte der Autor mit seinen Filmmeinungen auch genau meine Meinung getroffen. Daher fand ich sein Werk wohl richtig humorvoll. Allerdings habe ich nicht nur gelacht, ich fand die wissenschaftlichen Teile wirklich hoch interessant. 


    Wer natürlich eine Abhandlung lesen will, die nicht teilweise ins lustige gezogen ist, dürfte hier wohl etwas genervt sein. Für mich war es genau das richtige. Ein schweres Thema humorvoll und einfach erklärt, was will ich mehr. Ich werde in Zukunft Science Fiction Filme trotzdem nicht mega wissenschaftlich sehen und auseinander nehmen. Auch ich habe schon immer Punkte gefunden, bei denen ich sicher war, dass dies so nicht funktionieren könnte. Gerade nach dem Buch finde ich mich jetzt bestätigt in den Punkten die mir spanisch vorkamen, da es der Autor genauso gesehen hat. 


    Interessant wäre noch gewesen, wie Dr. Müller die „Stargate – SG1“ Serie auseinander genommen hätte. Vielleicht kommt das dann in einem zweiten Band zusammen mit neueren Katastrophenfilmen. Lesen würde ich es auf jeden Fall!


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