Bücher mit dem Tag "verhalten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "verhalten" gekennzeichnet haben.

293 Bücher

  1. Cover des Buches Begin Again (ISBN: 9783736302471)
    Mona Kasten

    Begin Again

     (3.210)
    Aktuelle Rezension von: seelenseiten

    Nachdem die Maxton Hall-Trilogie dieses Jahr eins meiner Highlights geworden ist, war mir klar, die Again-Reihe ist auch bald dran.

    Und wieder bin ich absolut begeistert.


    Die Again-Reihe startet mit Allie und Kaden. 

    Allie, die endlich ihr eigenes Leben in Woodshill startet und bei der Suche nach einem WG-Zimmer bei dem gutaussehenden Kaden landet. Kaden, der weniger begeistert von seiner neuen Mitbewohnerin ist, stellt tausende Regeln auf, um sie fernzuhalten.

    Nur hält Allie nicht viel von Regeln…


    Ihre gemeinsame Geschichte war wirklich schön mitzuerleben. Es wurde gelacht, geweint (oft etwas zu oft, Allie ist sehr nah am Wasser gebaut) und schlussendlich gelebt. Denn nicht nur Allie hat eine schwere Vergangenheit, von der sie versucht, sich zu lösen, auch Kaden hat Dämonen aus der Vergangenheit, die ihn noch verfolgen. 


    Die Nebencharaktere, die in den nächsten Teilen tragende und/oder nicht tragende Rollen spielen, waren alle so wundervoll ausgearbeitet, dass ich gerne mal einen Pizzaabend mit ihnen verbringen würde. Natürlich inkl. Spidy. 


    Zum Glück liegt Trust Again schon bei mir zuhause, bereit verschlungen zu werden.

  2. Cover des Buches Rubinrot (ISBN: 9783401506005)
    Kerstin Gier

    Rubinrot

     (14.155)
    Aktuelle Rezension von: booksandfunkos

    Zu aller erst: ich glaube ich bin schockverliebt.

    Warum habe ich dieses Buch noch nicht eher gelesen?

    Ich kannte bereits alle Filme von der Edelsteintrilogie, und muss ja sagen ich fand die auch alle sehr gut.

    Aber jetzt, wo ich das Buch dazu kenne.. 🤷🏽‍♀️

    Eigentlich ist gar nicht so richtig was passiert, aber irgendwie eben schon.

    Man fliegt nur so durch die ersten 100 Seiten, und fragt sich dann, was eigentlich bisher passiert ist, aber gleichzeitig ist man schon so im Bann des Buches, dass man es auch nicht weglegen kann.

    Band 1 der Trilogie hat sich für mich angefühlt, wie die Vorgeschichte zum eigentlichen Buch.

    Letztendlich hat man nämlich noch mehr Fragen als vorher, und will noch dringender das Große und Ganze verstehen.

    Ich bin so froh, dass ich jetzt nicht ein halbes Jahr auf eine Fortsetzung warten muss :D

    (Ich gebe zu, durch die Filme weiß ich ja schon, das es noch spannender und noch großartiger wird und freue mich einfach riesig darauf Band 2&3 zu lesen).

    Der Schreibstil hat mich zu 100% abgeholt, genauso wie die Charaktere und das Setting.

    Es hat einfach alles gepasst.

    Um es kurz zusammenzufassen:

    Ein richtiger Edelstein, dieses Buch!

  3. Cover des Buches Das Kind in dir muss Heimat finden (ISBN: 9783424631074)
    Stefanie Stahl

    Das Kind in dir muss Heimat finden

     (198)
    Aktuelle Rezension von: janes_buecher

    Grundsächlich fand ich das Buch und das gesamte Thema sehr interessant. Leider hat sich das lesen bei mir sehr gezogen. Ich habe lange gebraucht, um mit dem Schreibstil warm zu werden, dieser sagte mir nicht so ganz zu.

    Dazu kam dann auch, dass die Stimmung passen musste, um sich näher mit den Übungen in dem Buch zu beschäftigen. Diese fand ich größtenteils gut, hatte jedoch auch immer mal wieder Probleme mit der Umsetzung. Dies war jedoch auch das erste Buch in diese Richtung, das ich gelesen habe, vielleicht fehlt mir da einfach die Übung ;-)

    Dafür fand ich die Beschreibung der Schutzstrategien wirklich gut. Ich konnte mich hier sehr gut wiederfinden.

    Nach wie vor finde ich das Thema sehr interessant und bin sehr gespannt, ob ich die beschrieben Übungen auch in Zukunft in meinem Alltag umsetzen kann.

  4. Cover des Buches Ich bin der Zorn (ISBN: 9783404174218)
    Ethan Cross

    Ich bin der Zorn

     (340)
    Aktuelle Rezension von: nayezi

    Der vierte Teil der Shepard Reihe ist von Ethan Cross wie gewohnt sehr gut und actionreich geschrieben.

    Zudem war die Story voller Wendungen und Überraschungen, welche die Spannung maßgeblich gesteigert haben. Des Weiteren waren die Kapitel aus der Sicht von Ackerman jr.  mit Abstand die besten durch die schlagfertigen Dialoge seinerseits, welche sehr unterhaltsam waren. 

    Das Einzige was mir nicht gefiel war, dass ich den Thriller an manchen Stellen ziemlich langatmig fand; So waren Maggies Sichten auf die Situationen teils recht langweilig und ich bin auch nicht so richtig mit ihr warm geworden. Dennoch ist auch dieser Band der Reihe durchaus weiter zu empfehlen .


  5. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.399)
    Aktuelle Rezension von: Calderon

    Das Thema ist interessant, wie es scheint, auch gut recherchiert und in eine unterhaltsame Geschichte verstrickt, die jedoch insgesamt zu sehr ausgewalzt worden ist. Immerhin bleibt man als Leser recht nachdenklich zurück.

  6. Cover des Buches Die Ladenhüterin (ISBN: 9783746636061)
    Sayaka Murata

    Die Ladenhüterin

     (268)
    Aktuelle Rezension von: schokoloko29

    In dem Buch geht es um Keiko die aus meiner Sicht eine ASS (Autismus Spektrum Störung) aufweisst. Sie hat schon als kleines Kind Probleme mit der Empathie. Sie entwickelt für das soziale Umfeld seltsame Stragien, um Streit zu schlichten (einem Kind mit einer Schaufel eins überziehen). Ihre Mutter und ihr Vater sind ratlos. Sie waren in verschiedenen Beratungsstellen und diese haben den Eltern immer auf den Weg gegeben ihre Tochter zu lieben.

    Als Keiko anfängt, neben ihrem Studium, in einem 24 Stunden geöffneten Supermarkt zu jobben, waren ihre Eltern erstmal erleichtert. In der Schulung des Supermarktes wurde genau im Handbuch festgehalten, wie die Beschäftigten bei bestimmten Situationen sich zu verhalten haben. Wie sie "Guten Morgen" zu sagen haben u.s.w. Bei dieser Schulung hatte Keiko das Gefühl sich bei den normalen Menschen angekommen zu sein. Sie hat durch diese Schulung gelernt wie man etwas ausspricht, mit welcher Modulation, wie man Blickkontakt hält und wie man sich bei best. Situationen richtig verhält. In diesem Buch wird genau beschrieben, wie ein Mensch, der keine Empathie besitzt und eher auf der funktionsebene agiert, lernt angemesen zu interagieren, zu kommunizieren und sich dem Alter entsprechend zu kleiden. Nämlich durch Imitation. Solche Menschen müssen Gefühle und Mimiken wie Vokabeln lernen, um dann adäquat zu reagieren.

    Aufgrund ihrer Grundproblematik möchte Keiko nicht woanders arbeiten. Der Supermakrt und der gleichförmige Ablauf gibt ihr Halt und Stabilität. Jedoch das soz. Umfeld macht sie Sorgen, dass sie sich keine andere Stelle sucht, sondern nur "jobbt" und dass sie keinen Partner gefunden hat.

    Aus diesem Grund tut sie sich mit einem Arbeitskollegen zusammen, der auch Außenseiter ist, und stellen es so dar, dass sie eine Beziehung haben (Partnerschaftliche Beziehung). Für mich war diese Wendung einfach too much.

    Ich fand es wunderbar wie die Autorin dieses Andersartige beschrieben hatte und die Kompensationsmöglichkeiten der Protagonistin hat sie super beschrieben. Diese Wendung hätte es meiner Meinung nicht bedurft.

    Fazit:

    Ich gebe dem Buch 4 Sterne. Der Stil war wahnsinnig gut, der Plot entwickelte sich leider zum Bizarrem. Ich werde auf jedem Fall noch ein Buch dieser Autorin lesen!

  7. Cover des Buches Schnelles Denken, langsames Denken (ISBN: 9783328100348)
    Daniel Kahneman

    Schnelles Denken, langsames Denken

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Primrose

    Daniel Kahneman ist ein berühmter israelisch-US-amerikanischer Psychologe, der mit seinen Werken viele Preise gewonnen hat. In populärwissenschaftlichen Büchern zum Thema Psychologie wird er oft zitiert, sodass ich neugierig wurde auf die Originalquelle und mir sein knapp 600 seitiges Werk „Schnelles Denken, langsames Denken“ vornahm.

    Kahneman ergründet in seinem Buch die Tiefen der menschlichen Psyche. Er stellt die Behauptung auf, dass unser Denken von zwei verschiedenen Systemen gelenkt werde. System 1 ist schnell und intuitiv, System 2 hingegen eher langsam und analytisch. Beim Denken passieren uns oft logische Fehler, da wir Menschen faul und träge sind und oft nur System 1 denken lassen, ohne das analytische, kritische System 2 einzuschalten.

    Kahneman nimmt den Leser in seinem Buch mit auf eine spannende Reise durch die Welt des Denkens. Das Sachbuch ist nicht ganz einfach zu lesen und man muss sich konzentrieren, um alle Schlussfolgerungen Kahnemans zu verstehen. In dem Werk beleuchtet er verschiedene psychologische Phänomene, angefangen beim Rückschaufehler, dem Phänomen, dass im Nachhinein nach einer Entscheidung alles so offensichtlich erscheint, über den Anker-Effekt (warum man zum Beispiel bei Gehaltsverhandlungen immer selbst als erstes eine Zahl nennen sollte) bis hin zum Endowment-Effekt (Besitztum-Effekt, warum verkauft man z.B. Konzertkarten so viel teurer weiter, als man sie gekauft hat?). Es geht in dem Buch vorrangig um die Psychologie, hier legt Kahnemann vor allem einen Fokus auf die Psychologie aus der Sicht der Wirtschaft. Warum kaufen Menschen so und so viel ein? Was scheint ein gutes Angebot zu sein? Welche Angebote schlagen Menschen eher aus? Inwiefern spielen minimale Differenzen in den Formulierungen bei Entscheidungsfindungen eine Rolle?

    Untergliedert ist das Buch in fünf Teilen mit jeweils mehreren Kapiteln. In jedem Kapitel erläutert Kahneman ein psychologisches Konstrukt, am Ende jedes Kapitels findet sich eine kurze Zusammenfassung sowie Beispielsätze, um die neuen Begriffe und das neu Erlernte im Alltag aussprechen und anwenden zu können.

    Mich fasziniert an diesem Buch, dass es durchaus interaktiv ist. Kahneman stellt viele Fragen, lässt die Leserschaft selbst zunächst nachdenken und enthüllt dann die Denkfehler, die die meisten Menschen ungeahnt machen.

    Gegen Ende des Buches hin beleuchtet Kahneman vor allem wirtschaftspsychologische Aspekte, die meiner Meinung nach ein bisschen zu ausführlich besprochen werden. Es geht dann viel um Prozentsätze und Wahrscheinlichkeiten, welche der Mensch im schnellen Denken nicht sofort berechnen kann.

    „Schnelles Denken, langsames Denken“ ist alles in allem ein super faszinierendes Buch über die breite Welt der Psychologie. Wer sich für die menschliche Psyche interessiert und sich genauer mit dem Thema beschäftigen möchte, dem kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

  8. Cover des Buches Der Menschenmacher (ISBN: 9783404167753)
    Cody McFadyen

    Der Menschenmacher

     (1.140)
    Aktuelle Rezension von: cillewiezelle

    In dem Buch "Der Menschenmacher" von Cody McFadyen geht es um David, Charlie und Allison, die nach zwanzig Jahren mit ihrer schrecklichen Vergangenheit konfrontiert werden. 

    Charlie, Allison und David wurden als Kinder von einem Mann adoptiert, den sie "Dad" nennen mussten. Dads Ziel war es, die drei Kinder zum Übermenschen zu erziehen, weshalb sie alle schwer bestraft wurden, sobald ihnen Fehler unterlaufen sind. 

    Nach einigen Jahren verschlimmert sich das Leben unter Dad und den Kindern wird bewusst, dass sie Dad töten müssen, um zu überleben. 

    Zwanzig Jahre später, haben sich alle drei ein neues Leben aufgebaut. Jeder von ihnen bekommt seltsame Nachrichten und ihnen wird bewusst, dass es irgendetwas mit ihrer Vergangenheit zu tun haben muss. 


    Ich, persönlich, hatte am Anfang ein paar Probleme, um in das Buch rein zu kommen. Das lag wahrscheinlich daran, dass ich mich an diesen langatmigen Schreibstil erst noch gewöhnen musste. Am Ende fand ich den Schreibstil und vor allem die Metaphern sehr schön. Manchmal war mir ein wenig schlecht, weil brutale Dinge sehr detailliert beschrieben wurden. Daher ist das Buch auch nichts für schwache Nerven. Auch generell hat das Buch ein paar Themen wie sexuellen Missbrauch in der Kindheit, die sehr sensibel sind. Daher hier eine Triggerwarnung. 


    Die Charaktere finde ich interessant gestaltet und authentisch. Wobei ich sagen muss, dass sie teilweise Weltansichten haben, die ich nicht teile und auch nicht gut finde. Das ist für mich aber vollkommen in Ordnung, weil es eben zu den Figuren passt und deren Art und Weise ist auf die Welt zu schauen. Vor allem David war mir sehr sympathisch, weil er Schriftsteller war und ich vieles auch nachvollziehen konnte, was er gesagt hat. 


    Vor allem der letzte Teil des Buches war extrem spannend und es gab einige Plottwists, die mich sehr überrascht haben. 

    Alles in Allem würde ich das Buch jedem empfehlen, der gerne Thriller mit psychologischen Anteilen liest und kein Problem damit hat, wenn ein Buch nicht komplett nach dem roten Faden aufgebaut ist, da es oft Zeitsprünge gibt, die sich nach und nach zu der Geschichte zusammensetzen. 

  9. Cover des Buches Die Kunst des klaren Denkens (ISBN: 9783423348263)
    Rolf Dobelli

    Die Kunst des klaren Denkens

     (175)
    Aktuelle Rezension von: Veronika_Schmid

    Das Buch ist wirklich unterhaltsam geschrieben mit vielen Anekdoten und sehr humorvoll. Es ist nicht wirklich viel Neues dabei, aber macht einiges bewusst. Was mich irritiert ist, dass sich manches widerspricht, aber auch das regt zum Denken an 🤣



  10. Cover des Buches Die Tuchvilla (ISBN: 9783734110177)
    Anne Jacobs

    Die Tuchvilla

     (501)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Meine Meinung:
    •Achtung. Diese Rezension enthält Spoiler. Es handelt sich um den Auftakt einer Reihe.• Das Buch lag schon etwas länger auf meinem SuB. Umso glücklicher bin ich, es endlich davon befreit zu haben. (: Ich muss sagen das ich diesen Auftakt wirklich gut fande, mir hat Maries Geschichte gefallen und auch alle Tragödien und Dramen rund um die Tuchvilla fande ich sehr unterhaltsam.

    Cover: Das Cover des Buches hat mir auf Anhieb gefallen. Es verströmte das gewisse Etwas und zeigte sofort, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Zu sehen ist eine junge Frau, die mit dem Rücken zu uns steht. Sie trägt einen langärmligen, braunen Pullover und einen langen, gelben Rock. Ihre braunen Haare hat sie hochgesteckt. Sie steht ganz vorne im Cover. Vor ihr erstreckt sich eine verschneite Landschaft- ein riesiges Anwesend ist zu erkennen, welches von riesigen Bäumen umsäumt ist. Sofort weiß man als Leser das es sich um die Tuchvilla handeln muss. Diese ist wunderschön erbaut worden und zeigt sogar gelbe Verzierungen an der Fassade.

    Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich sehr Gut gefallen. Da wir uns im Jahr 1913 befinden, hat sich die Autorin dieser Zeit hervorragend mit ihrem Stil angepasst und verströmt die perfekte historische Atmosphäre. Im Allgemeinen war er jedoch gut verständlich, locker und leicht geschrieben und auch sehr lebhaft. Ihre sehr detaillierten Beschreibungen haben mir gut gefallen. Nicht zuletzt auch die verschiedenen Verstrickungen und Beziehungen der Charaktere haben mir sehr zugesagt. Ich behalte die Autorin definitiv im Auge und freue mich auf die weiteren Fortsetzungen der Reihe. (:

    Idee: Die Idee des Buches hat mir tatsächlich sehr gut gefallen. (:
    In diesem Buch begleiten uns so einige Intrigen und Tragödien, die jedoch nur nach und nach und ganz sanft auf uns einrieseln.
    Zunächst lernen wir die Waise Marie kennen. Sie erhält die Chance als Küchenhilfe in der Tuchvilla zu arbeiten und so der angesehenden Familie Melzer zu dienen.
    Die Familie Melzer besteht aus Alicia und Johann und dessen drei Kindern Kitty, Paul und Elizabeth.
    Schnell rückt Marie jedoch ins Zentrum der Familie- nicht nur Paul scheint ein Auge auf die taffe Marie geworfen zu haben, auch Kitty wird sie zu einer guten Freundin. Sie verbindet die Kunst. Und natürlich Maries Talent zu Näh-& Handwerksarbeit steht unter einem guten Stern. Da sind Dramen gleich vorprogrammiert- nicht nur das es unschicklich ist, wenn eine Küchenhilfe so in das Zentrum der erwachsenen Kinder des Hauses rückt. Der Herr des Hauses hat Geheimnisse aufgebaut, die durch die Anwesenheit Maries drohen entlüftet zu werden.. Ganz zu schweigen von den anderen Angestellten deren Missgunst und Eifersucht sie sich nun ganz sicher sein kann.. Denn ein jeder möchte seine Probleme natürlich ganz geschmeidig unter den Teppich kehren..


    Kapitel: Das Buch baut sich wirklich unheimlich sachte auf. Eine gewisse Grundspannung war allgegenwärtig, aber auch ein paar langatmige Stellen schlichen sich hin und wieder ein. Für mich war das Buch dennoch sehr unterhaltsam. (:
    Das Ende hat mir nochmal sehr Gut gefallen. Für die Meisten der Charaktere gibt es nochmal ein herrlich schönes Happy End. Auch für Marie, was mich ganz besonders gefreut hat. Jedoch wäre die Tuchvilla.. Nunja eben nicht die Tuchvilla, wenn nicht noch einige Geheimnisse in ihren vier Wänden schlummern würden.. und von einem davon werden wir unwiderruflich nochmals Zeuge! Umso gespannter bin ich nun auf den zweiten Band der Reihe und bin sehr neugierig, wie sich das Leben in der Tuchvilla nun entwickeln wird! ♡

    Charaktere: Die Charaktere haben mir gut gefallen. Unser Hauptcharakter in diesem Buch ist Marie. Marie hat mich unheimlich beeindrucken können. Trotzdessen das sie arm wie eine Kirchenmaus ist, als sie in die Tuchvilla kommt, hat sie eine unglaublich stolze Haltung. Sie weiß was sie will und obwohl sie fast nie widerspricht, was ihre Aufgaben angeht, merkt man schnell das sie einen wachen und intelligenten Geist besitzt. Kein Wunder das sie schnell geschätzt wird, denn Marie ist handwerklich sehr geschickt. Ihre wohl engste Vertraute wird schnell Kitty. Kitty ist ein echter Wirbelwind, etwas sprunghaft und leidenschaftlich, aber auch bildschön. Ihre Liebe zur Kunst wird von ihrer Familie toleriert, aber nicht geteilt. Kittys Schwester Elizabeth ist das Ganze Gegenteil: Sehr besonnen, ernst und realistisch, gibt sie sich selten Träumen hin und ist sehr strukturiert. Ich muss sagen das ich vor allem das einfache Gesinde mit ihren gottlosen Mäulern sehr unterhaltsam fande. Man merkt den Unterschied zwischen den Ständen doch extrem, was aber auch erheiternt war. (:

    Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 4,5 Sternchen. Die Tuchvilla ist ein Buch voller familiären Tragödien, verbotenen Liebschaften, Geheimnissen, aber auch Prunk und Armut, Lügen und Intrigen und das alles in dem Jahr 1913. Ich wurde wirklich sehr Gut unterhalten und empfande die ein oder andere Langatmigkeit als nicht allzu störend. (: Klare Leseempfehlung.

  11. Cover des Buches Mieses Karma (ISBN: 9783499275357)
    David Safier

    Mieses Karma

     (5.051)
    Aktuelle Rezension von: SusiBartmann

    Ich liebe die Bücher von David Safier - Mieses Karma ist ein echter Klassiker mit viel Humor. Love it! 

  12. Cover des Buches Die Pest (ISBN: 9783499006166)
    Albert Camus

    Die Pest

     (500)
    Aktuelle Rezension von: meetmeattheplot

    Nachdem ich in der letzten Ausgabe des Börsenblatts einen Artikel gelesen hatte, dass auf Grund der Corona Pandemie der Roman von Albert Camus "Die Pest" in den Verkaufszahlen rasant gestiegen ist, musste ich mir bei meiner letzten ReBuy Bestellung den Roman direkt mitbestellen. 


    Albert Camus schafft es in dem Roman, der um 1940 spielt, eine unfassbar reale und zeitlose Geschichte zu schreiben, wie wir sie in den heutigen Zeiten erleben.


    Der Roman spielt in dem  kleinen Ort Oran an der algerischen Küste, der mit seinen klimatischen Verhältnissen von großer Hitze und kaum vorhandener Vegetation geprägt ist. 

    Die Geschichte verfolgt den Arzt Rieux der eines Tages bemerkt, dass in dem kleinen Küstenort sich vermehrt Ratten tummeln, die auf seltsame Art und Weise nach und nach dahin vegetieren. Die Zahl der Ratten steigt stetig und mit der Anzahl der steigenden Ratten nimmt die Geschichte ihren Lauf. Schon bald werden die ersten Vermutungen angestellt, dass es sich bei der Krankheit, die plötzlich in der Bevölkerung Orans auftritt, um die Pest handelt, oder eher eine pestähnliche Epidemie. 

    So nimmt der Roman seinen Lauf und beschreibt in einer unverblümten Art und Weise die unheilvolle Verbreitung der Pest, die damit verbundene Abschottung des Ortes, der sich darin befundenen Bewohner, sowie deren Leid und Sterben. 


    "Alles, was der Mensch beim Spiel der Pest und des Lebens gewinnen konnte, waren Erkenntnis und Erinnerung"


    Verglichen mit der aktuell herrschenden Situation ist es teilweise erschreckend, wie ähnlich die Situationen und die Ausnahmezustände beschrieben werden. Camus beschreibt die hermetische Abriegelung des Ortes, die Einsamkeit der Menschen und das teilweise stille Leiden der zurückgebliebenen so treffend, dass man zwischenzeitlich beim Lesen vergisst, dass der Roman 1940 spielt und nicht in der heutigen Zeit. Camus zeichnet eine glaubwürdige und beängstigende Lage, die nicht treffender auf den Coronavirus passen könnte. 

    Ich als Leser habe mich oft in den Umschreibungen der Gefühle der einzelnen Personen widergefunden.

    Neben denen, die versuchen mit der Situation zurecht zu kommen und sich dem was die Präfektur vorgibt abzufinden, gibt es auch bei "Die Pest" Bewohner des Ortes Oran die versuchen mit allen Mitteln sich gegen diese Anordnungen zu stellen, einen Ausweg zu finden, oder sogar das Vorhandensein der Pest abstreiten.


    Zusammenfassend ist "Die Pest" ein absolut zeitgemäßer Roman, der perfekt in die aktuelle Situation passt und nicht umsonst derzeit so gefragt ist. 

  13. Cover des Buches »Gestatten, ich bin ein Arschloch.« (ISBN: 9783959102469)
    Pablo Hagemeyer

    »Gestatten, ich bin ein Arschloch.«

     (36)
    Aktuelle Rezension von: TheHope

    Ich halte mich kurz. 

    Der Test der in dem Buch vorkommt ist zu ungenau. Vieles kann man als ja beantworten obwohl man definitiv kein narzisst ist, es gibt eine frage ob man angst hat ausgelacht zu werden. Natürlich ist dass etwas was keiner haben möchte. 

    Zudem schreibt er, dass Opfer immer Mitschuld haben wenn sie ein Opfer werden (soweit ich das verstanden habe). Nein! Ein Opfer eines Narzissten hat niemals Schuld! Selbst wenn ein Narzisst nicht ganz ausgeprägt ist, kann er Schaden anrichten, dass gehört zwar zum Leben dazu, aber man hat niemals niemals Schuld, dass man nicht Rücksichtsvoll und aufmerksam behandelt wird.

    Das Beispiel mit Tom und Tina war zuuu aggressiv. So Narzissten gibt es natürlich. Aber es gibt auch viele viele andere Alltagsbeispiele. 

    Die Kommentare von ihm und seiner Frauen waren nicht lustig und eher befremdlich. 

    Ich möchte nicht alles schlecht reden. Die Anzeichen von einem. Narzissten wurden schon auch erläutert. 




  14. Cover des Buches Wolfsblut (ISBN: 9783746090900)
    Jack London

    Wolfsblut

     (248)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Inhalt: Wolfsblut, halb Wolf halb Hund, wird in der Wildnis geboren und wenig später, da seine Hundemutter es zu den Menschen zurücktreibt, bei den Indianer gefangen gehalten und gezähmt. Schnell entwickelt sich Wolfsblut zu einem kräftigen, widerspenstigen, loyalen Hund, der seinen Besitzer gute Dienste leistet, aber durch seine Wildheit und Mordlust von anderen Hunden wie anderen Menschen gehasst wird. Wolfsblut Schicksal wird aber noch schlimmer, als er eines Tages an einen skrupellosen Weißen verkauft wird und Wolfsblut in Hundekämpfen überleben muss. Er verliert das Vertrauen ganz, denn er kennt die grausamste Seite von ihnen kennen, bis eines Tages ein neuer Herr ihn rettet und ihn Verständnis wie Zuneigung zeigt.

     

    Ich mag das Buch sehr und es gehört mit zu meinen Lieblingsbüchern. Das liegt einerseits daran, dass es um einen Wolf geht und diese neben Hunden und Katzen meine absoluten Lieblingstiere sind und dann auch wie die Geschichte erzählt wird.

    Am Anfang erfährt man wie hart die Wildnis ist. Jack London erzählt erbarmungslos. Hier in diesem Buch sind dutzende Tiere gestorben und man lernt als erstes, dass es in der Wildnis um fressen oder gefressen werden geht. Dann kommen die Menschen ins Spiel und schon als Wolfsblut bei den Indianern war, tat er mir einfach leid, denn sie haben ihn einfach die Wildheit ausgeprügelt. Und deren Hunde haben Wolfsblut genauso wenig akzeptiert, da sie eben seine Andersartigkeit gespürt haben.

    Als er zu den Typen kam, der ihn für Hundekämpfe benutzt hat, damit dieser sich selbst am Ende die Taschen vollschaufelt, braucht man gar nicht sprechen. Dieser war einfach nur ekelhaft.

    Und ja, solche Erlebnisse besonders in der Jugendzeit eines Wolfes / Hundes prägen diesen. Danach zeigt sich sein gesamtes Verhalten und man hat einen verhaltensauffälligen Hund, der scheinbar verloren ist. Aber wie man es oft sieht, bekommen Menschen mit viel Geduld und Liebe solche Tiere wieder hin, zumindest so, dass man mit ihnen leben kann. Man muss noch immer aufpassen, dass man Wolfsblut nicht zu sehr einengt, dass man ihm klare Grenzen aufzeigt, aber mit der richtigen Führung ist er händelbar geworden.

     

    Es ist einfach eine sehr gute Geschichte, die eingehend geschrieben ist. Obwohl das Buch schon so alt ist und man an manchen Formulierungen merkt, dass heutige Autoren, dass so nicht mehr schreiben würden, hat es mich doch in seinen Bann gezogen. Der Erzähler, der hier eine Mischung aus ein klein Bisschen personellen Erzähler, aber vor allem allwissender Erzähler ist, findet man in den neuen Büchern kaum noch. Daher ist es etwas ungewohnt dies zu lesen. Allerdings war diese Erzählweise genau richtig, denn ein Tier kann man nicht so beschreiben und fühlen lassen wie einen Menschen. Diese empfinden nun einmal anders und ihre Denkweisen sind es auch. Daher fand ich es gut und sehr authentisch, obwohl es mich teilweise auch ein Bisschen wie ein Ratgeber für ein Hundeerziehungsbuch erinnert hat.

     

    Das Buch wird ja als Kinder- und Jugendbuch eingestuft, da es auch unter Geolino Bibliothek veröffentlich wurde. Das wundert mich doch sehr, da es ¾ des Buches ziemlich brutal ist und das harte Leben von Wolfsblut aufzeigt. Gleich am Anfang ging es ja darum, dass zwei Männer mitten im Winter von einem Wolfsrudel belauert wurden und diese nach und nach deren Schlittenhunde vertilgt haben, bis sie auch die Männer bedroht hatten.

    Ich denke, ab 15/16 Jahren hat man wahrscheinlich das Verständnis für das Buch entwickelt und dann ist diese Brutalität, die nicht unnötig ausgeschmückt wurde, aber auch nicht schön geredet wurde, auch nicht mehr so schlimm. Es ist ja auch an sich lehrreich, denn es zeigt, dass ein Tier nicht böse geboren wird, sondern es nach seinen Instinkten und Erfahrungen handelt. Wird es schlecht behandelt, lernt es dies wie es sich zu verhalten hat und wie es sich verteidigen kann. Wenn es gut behandelt wird, entwickelt sich dieses auch anders. Diese Lehre in dem Buch finde ich gut und auch wichtig für Jugendliche, dennoch denke ich, dass es wichtig ist, dass Buch nicht zu früh zu lesen, wenn man dafür noch kein Verständnis hat.

     

    Fazit: Der Reread hat mir nur bestätigt, dass dieses Buch zu recht zu einen meiner Lieblingsbücher zählt. Von mir gibt es natürlich 5 Wortkompasse.

  15. Cover des Buches Die Sprache der Tiere (ISBN: 9783351037291)
    Karsten Brensing

    Die Sprache der Tiere

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra_Bautz

    Beschreibung :



    Das neue Buch von Bestseller-Autor Karsten Brensing ("Das Mysterium der Tiere")! 
    Mit Tieren sprechen: Geht das? Ist es wirklich möglich, die uralte Menschheitssehnsucht, dass Mensch und Tier einander verstehen, zu verwirklichen? Karsten Brensing kennt die Antwort, und seit wir wissen, dass Meisen in Sätzen reden, Delfine eine komplizierte Grammatik sicher anwenden können und manche Tierarten 300 und mehr Vokabeln beherrschen, erscheint fast alles möglich. Jede Form der Kommunikation ist abhängig vom Kontext. Wenn ich einem Wildschwein im Wald begegne, werde ich mit ihm anders kommunizieren als mit einer Katze auf meinem Schoß, und Menschen in Indien kommunizieren mit einer heiligen Kuh anders als ein deutscher Milchbauer mit seinen Rindern im Stall. Dieses Buch entführt in das breite Spektrum des menschlichen Umgangs mit Tieren. Anhand unzähliger Beispiele erleben wir wir tierisches als auch menschliches Verhalten und Kommunizieren. Dabei wird die Vermenschlichung von Tieren zu einem wichtigen Werkzeug. Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie Tiere besser verstehen, und wenn Sie richtig kommunizieren, werden Sie auch besser verstanden. Die Zeiten der brutalen Ausbeutung unserer tierischen Mitbewohner dieses Erdballs müssen vorbei sein, die Zeiten eines fairen Miteinanders müssen beginnen. Warum? Weil wir es heute besser wissen!

    Meine Meinung :

    Der Autor führt den Leser interessant und gut verständlich durch sein Sachbuch.
    Das Buch ist insgesamt sehr gut durch die farbigen Bilder, Grafiken, Tabellen sowie mit einem ausführlichen Quellen- und Fussnotenverzeichnis gestaltet.
    Wobei mir die Hinweise auf andere Bücher und auf Videos etwas zu viel waren.
    Der Schreibstil des Autors ist sachlich und die Informationen sind gut verständlich.
    Nur leider habe ich durch das Buch nicht viel Neues erfahren, fand es aber trotzdem sehr interessant.
    Dieses Buch ist eher für Einsteiger in das Thema der Kommunikation zwischen Menschen und Tieren gut geeignet.

  16. Cover des Buches Wir müssen über Kevin reden (ISBN: 9783492310512)
    Lionel Shriver

    Wir müssen über Kevin reden

     (189)
    Aktuelle Rezension von: FairyFlower

    „Die Katastrophe klingt wie aus der Zeitung; das Ereignis spielt das Geschehene bis an den Rand der Obszönität herunter; und der Tag, an dem unser Sohn einen Massenmord beging ist zu lang, stimmt’s?“ (S. 25) 

    Nachdem mich der Film „We need to talk about Kevin“ nachhaltig faszinieren konnte, holte ich mir die deutsche Ausgabe des Buches „Wir müssen über Kevin reden“ von Lionel Shriver, welches bereits 2003 erschien. Bei meiner Ausgabe handelt es sich um die Filmausgabe von 2012 im Ullstein Taschenbuch Verlag, die 560 Seiten umfasst. Mein Anspruch war es, mehr über die Gefühlswelt der Mutter zu erfahren und ich wurde auch nicht enttäuscht.

    Eva Khatchadourian ist eine erfolgreiche Herausgeberin des Reiseführers „A Wing and a Prayer“ als sie sich mit 37 dazu entschließt, ein Kind zu bekommen. Doch anstatt eines Familienidyll beginnt ein ständiger Kampf und am Ende begeht Kevin eine schreckliche Gewalttat. Für Eva bleibt die Zeit stehen und sie fragt sich, wie viel Schuld sie selbst an dieser Entwicklung hatte… 

    Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Eva geschrieben, weshalb man sich unweigerlich in ihrem Kopf befindet und damit auch mit ihrer Version der Geschichte vorliebnehmen muss. Eine weitere Besonderheit ist, dass Kevins Tat zwar von Anfang an bekannt ist, die Details aber erst nach und nach in Form von Briefen an ihren Ehemann Franklin ans Licht kommen. Diese Erzählart führt dazu, dass die Geschichte nur sehr langsam voran geht. Die eigentliche Tat wird erst auf den letzten 60 von 560 Seiten abgehandelt. 

    Eva ist ein Reisefan und hat Angst vor Verbindlichkeit. Einmal zieht sie eine dreimonatige Reise ihrer Zeit mit dem kleinen Kevin vor. Oft wird sie außerdem als gefühllos und narzisstisch beschrieben, wobei sie mit den anderen Menschen ebenfalls hart ins Gericht geht (vgl. S. 384). Von Kevin wird sie als selbstgerecht, herablassend und überheblich betitelt (S. 393). 

    Die Entscheidung zu einem Kind fällt ihr zunächst schwer, die Mutterschaft wird als „fremdes Land“ (S. 33) bezeichnet. Mit 37 ist sie endlich bereit, diesen Schritt zu wagen und freut sich auf das neue Abenteuer. Allerdings kommen ihr schnell Zweifel an dieser Entscheidung und sie bereut Kevin, bevor er überhaupt geboren ist (S. 107). Auch später hat sie das Gefühl, sich als Mutter nicht genug angestrengt zu haben (S. 113). Eine postnatale Depression lässt sie aus der Wut auf sich selbst, versagt zu haben, gar nicht erst feststellen und stirbt fast, als sie mit einem Milchstau nicht zum Arzt geht. Sie bestraft sich immer wieder selbst. 

    Zudem hat Eva ab der ersten Sekunde das Gefühl, dass Kevin sie hasst. Er verweigert ihre Milch, schreit in einer Tour und weigert sich zu sprechen. Irgendwann gibt sie sogar zu, Kevins Nähe unerträglich zu finden (S. 204). Kevin nehme ihr alles, was sie je ausgemacht habe (S. 238). Trotz dieser ambivalenten Beziehung liebt Eva ihren Sohn. Als Kevin krank ist und sie gemeinsam Robin Hood lesen (S. 333), erlebt sie zum ersten Mal eine friedliche Zeit mit ihm. Außerdem besucht sie ihn regelmäßig im Gefängnis (S. 61) und hadert mit dem Ruf als schlechte Mutter, den sie ihrer Meinung nach aber absolut verdient (S. 104). Sie findet etwas Trost, als sie erkennt, dass es schwer ist, eine Mutter zu sein (S. 237) und sie ihr Bestes gegeben hat und noch gibt.  Weiterhin bewundert sie Kevin für seine Außergewöhnlichkeit (S. 460), als er über PC-Viren redet oder wie er im Fernsehen auftritt (S. 494). 

    Die Frage nach dem „Warum“ wird immer wieder gestellt, aber nie beantwortet. Sie beschäftigt Eva sehr, auch wenn sie weiß, dass es keine befriedigende Antwort auf diese Frage gibt. Vielleicht will Eva auch eine lange Zeit gar keine Antwort finden (S. 238). Sie gibt sich selbst die Schuld zu kalt, egoistisch oder kritisch gewesen zu sein (S. 236). 

    Gut gefallen hat mir an dem Roman die radikal ehrliche Erzählweise. Eva geht zwar mit sich selbst hart ins Gericht, rechnet aber auch mit den veralteten Vorstellungen der Gesellschaft an die „perfekte“ Mutter ab. Dabei ist der Schreibstil intelligent und humorvoll. Es ergeben sich aber auch immer wieder interessante Blickwinkel durch Evas Ehemann, der das absolute Gegenteil darstellt. Immer wieder stellte sich mir neben dem Gedanken der Verantwortlichkeit auch die Frage nach der Unterstützung für Eva. Zu guter Letzt hat mir auch die Aufarbeitung der Gewalttat gefallen. Es ergibt sich ein allumfassendes Bild über Opfer, Schaulustige, Familie, Justiz, Gefängnis und historische Fakten.

    Am Anfang fand ich den Schreibstil allerdings ungewohnt und die Briefform ermüdend. Die Geschichte kam mir an einigen Stellen ein wenig zu lang vor. 

    Ich würde den Roman denjenigen empfehlen, die vor einem langsamen, aber belohnenden Schreibstil (Briefform!) nicht zurückschrecken und sich für die Gefühlswelt einer Mutter, die ihr Kind nicht so lieben kann, wie es erwartet wird, interessieren. Das Buch bricht mit Konventionen und stellt die Frage nach dem „Warum“ bei Gewalttaten. Das Ende ist allerdings nichts für schwache Nerven und es hat mich einige Zeit gekostet, es gedanklich aufzuarbeiten. Ich gebe 4/5 Sterne. 

  17. Cover des Buches Schachnovelle (ISBN: 9783328106739)
    Stefan Zweig

    Schachnovelle

     (1.310)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    In den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts treffen an Bord eines Passagierschiffs der Erzähler (ein österreichischer Emigrant), der geheimnisvolle Dr. B (ebenfalls aus Österreich) sowie der amtierende Schachweltmeister aufeinander. Eingebettet in eine Rahmenhandlung auf dem Schiff erfahren die Leser vom grausamen Schicksal des Dr. B., der von den Nazis monatelang in Isolationshaft gefangen gehalten wurde. Um nicht dem Wahnsinn zu verfallen, hat sich Dr. B. mit dem einzigen Buch, über das er verfügen konnte, Ablenkung verschafft: Einer Sammlung von Schachpartien.  Zunächst lernt er die beschriebenen Partien auswendig, während der Haft eignet er sich dann auch die Fähigkeit an, „blind“ Schach zu spielen – und zwar gegen sich selbst. Mit einer enormen Intensität beschreibt Stefan Zweig die Emotionen, die Dr. B während seiner Haft erlebt. Zunächst steht die Grausamkeit der Isolationshaft im Vordergrund, dann das rettende Buch. Beängstigend wird es schließlich, als Dr. B. Schach gegen sich selbst spielt und eine Bewusstseinsspaltung bewusst herbeiführt, die so genannte „Schachvergiftung“.

    Wer mit überlangen Sätzen zurechtkommt und auch keine Vorbehalte gegenüber dem leicht angestaubten Wortschatz hat, kann hier eine literarische Kostbarkeit entdecken, die auch beim wiederholten Lesen beeindruckt.

    Volle Leseempfehlung!

  18. Cover des Buches Flammenbrut (ISBN: 9783499259005)
    Simon Beckett

    Flammenbrut

     (862)
    Aktuelle Rezension von: Nemia

    Ich fand das Buch im großen und ganzen sehr gut geschrieben. In der Mitte liest es sich eher wie ein Roman aber dennoch findet es den roten Faden zum Thriller schnell wieder. 

  19. Cover des Buches Sie da oben, er da unten (ISBN: 9783462043952)
    Cordula Stratmann

    Sie da oben, er da unten

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der erste Roman von Cordula Stratmann. Ein Buch indem es um eine Beziehung geht, die mit einem Mord beginnt. Er erwürgt sie im Affekt und sie landet im Jenseits, kann aber ins Diesseits „schauen“…. Schräge Geschichte aber witzig.
  20. Cover des Buches Die New-York-Trilogie (ISBN: 9783499258091)
    Paul Auster

    Die New-York-Trilogie

     (240)
    Aktuelle Rezension von: LisaCou

    Ich weiß schon, worin der Reiz dieser Geschichten liegen soll. Rätselhafte, sich verselbständigende Ereignisse lassen isolierte Existenzen im Nichts verschwinden und nichts erklärt oder klärt sich. Nach anfänglicher Faszination wurde ich in der Mitte der zweiten Geschichte immer müder und das Weiterlesen wurde zäher. Außerdem finde ich, dass die Bücher die hochgelobte New Yorker Atmosphäre gar nicht wirklich transportieren. Die Stimmung bleibt seltsam zweidimensional und trist. 

  21. Cover des Buches Sie (ISBN: 9783453441637)
    Stephen King

    Sie

     (920)
    Aktuelle Rezension von: LadyMay

    Ein Klassiker unter den Kings, der mir tatsächlich ziemlich gut gefallen hat.

    Der Anfang war etwas zäh und ich habe 100-150 Seiten gebraucht um reinzukommen, aber als ich dann drin war, hatte die Story mich komplett.

    Ich liebe es immer, wenn King über das Schreiben schreibt, so auch hier. Die Art wie der Protagonist seinen Schaffensprozess beschreibt und uns daran teilhaben lässt, fand ich wahnsinnig spannend.

    Die übergeordnete Story fand ich tatsächlich überraschend brutal. Ich wusste zwar durch den Film von bestimmten Szenen, aber im Buch war es doch nochmal was anderes.

    Ebenso hat mich das Ende überrascht, weniger wegen dem was passiert ist, als dass das Ende echt gut war. King und Enden ist ja immer so eine Sache für sich, aber dieses war wirklich gut.


    Ein Muss für King-Fans!


  22. Cover des Buches Elf Minuten (ISBN: 9783257261318)
    Paulo Coelho

    Elf Minuten

     (1.094)
    Aktuelle Rezension von: Sebastian_Engel

    Ich war erst skeptisch und wusste nicht, ob ich mich an das Buch heranwagen wollte. Ich mag den Autor, seine Geschichten und seine Denkweise sehr, aber das Thema sagte mir irgendwie nicht zu. Wollte ich wirklich ein Buch über eine Frau in der Prostitution lesen? Ich kaufte das Buch dann doch und legte es nicht mehr aus der Hand. Ein wunderbares Werk, sehr tiefgründig und nun eines meiner Lieblingsbücher. Lest es! Liebt es! Es ist wunderbar!

  23. Cover des Buches Slow Burn - Dunkle Hingabe (ISBN: 9783736300095)
    Maya Banks

    Slow Burn - Dunkle Hingabe

     (21)
    Aktuelle Rezension von: RAMOBA79
    Inhalt:
    Als die Schwester des wohlhabenden Caleb Devereaux entführt wird, wendet er sich in seiner Verzweiflung an die junge Ramie. Sie besitzt eine ungewöhnliche Gabe: Sie kann eine psychische Verbindung zu Entführungsopfern herstellen und sie dadurch aufspüren. Ramie will Caleb unbedingt helfen, denn dieser weckt eine Leidenschaft in ihr, die sie noch nie zuvor für einen Mann empfunden hat. Doch ihre Fähigkeit fordert einen hohen Preis von ihr und bringt sie schon bald selbst in Gefahr.

    Das Buch ist gut und flüssig geschrieben. Ich habe bereits mehrere Bücher von Maya Banks gelesen und wurde auch von diesem nicht enttäuscht. Caleb sucht Ramie, da diese eine Gabe haben soll, womit er seine entführte Schwester finden soll. Da er miterlebt, was Ramie durchmacht bei dem Versuch seine Schwester zu finden, verspricht er ihr sie nachdem er sich um seine Schwester gekümmert hat, zu ihr zurückzukommen und sich um Ramie zu kümmern...Nachdem ein Jahr vorbei ist und Ramie immer noch auf der Flucht vor ihrem Peiniger ist, findet dieser sie und Ramie nimmt Kontakt zu Caleb auf...so nimmt diese Hetzjagd weiter seinen Lauf, bei dem sich die beiden annähern...
  24. Cover des Buches Leitfaden für britische Soldaten in Deutschland 1944 (ISBN: 9783462046342)
    The Bodleian Library

    Leitfaden für britische Soldaten in Deutschland 1944

     (25)
    Aktuelle Rezension von: buchjunkie
    Als sich 1944, noch vor Kriegsende, vierhunderttausend britische Soldaten auf den Weg nach Deutschland machten, steckte dieses Büchlein in ihrer Hosentasche. Eine Anleitung des britischen Außenministeriums, wie mit den Deutschen umzugehen sei.

    Dieses Büchlein enthält den Leitfaden in Deutsch und in Englisch.
    Der Leitfaden ist u.a. unterteilt in Deutsche Geschichte oder Wie die Deutschen sind.

    „ Die Deutschen essen lieber Schweine- und Kalbfleisch als Rindfleisch und Schaf und kochen es auch besser. Aber das Grundnahrungsmittel aus Fleisch ist die Wurst......
    Die Deutschen wissen nicht, wie man Tee zubereitet, aber sie verstehen durchaus etwas von Kaffee.“

    Manche Stellen liessen mich schmunzeln, andere wiederum haben mich nachdenklich gemacht.

    „Wenn Sie deutschen Zivilisten Befehle erteilen müssen, äußern sie diese in strengem militärischem Ton. Der Deutsche Zivilist ist daran gewöhnt und erwartet nichts anderes.“


    Alles in allem war dieser Leitfaden interessant zu lesen und bewahrt ein Stück Geschichte, die so nicht mehr wiederkehren darf!

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