Bücher mit dem Tag "verhalten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "verhalten" gekennzeichnet haben.

60 Bücher

  1. Cover des Buches Das Kind in dir muss Heimat finden (ISBN: 9783424632828)
    Stefanie Stahl

    Das Kind in dir muss Heimat finden

    (268)
    Aktuelle Rezension von: buecherpinguin_

    Es gibt kein Ratgeber der mehr im Gespräch ist als dieser. Ein Grund mehr für mich, ihn endlich zu lesen. Ich hatte große Schwierigkeiten in das Buch hineinzukommen, musste es mehrfach weglegen und pausieren. Als es letztendlich zur Trennung von meinem Partner kam packe mich die Motivation und ich hatte das Buch in zwei Tagen fertig gelesen. 

    Stefanie Stahl hat immer wieder in das Thema locker eingegliedert, ich kam dann gut mit und auch die Übungen und Fallbeispielen waren verständlich erklärt. Die Arbeit mit meinem inneren Kind hat mir sehr gut getan, ich kann mich mittlerweile besser verstehen und auch klarer kommunizieren. 

  2. Cover des Buches Begin Again (ISBN: 9783736302471)
    Mona Kasten

    Begin Again

    (3.464)
    Aktuelle Rezension von: Schmoekertante303


    Endlich frei sein. Das wünscht sich Allie als sie zum Studium nach Woodshill zieht, weit weg von ihrer Heimatstadt Denver. Hier will sie neu anfangen, ihre Vergangenheit vergessen und endlich glücklich werden. Daran kann sie auch ihr grummeliger Mitbewohner Kaden nicht hindern, der sie mit seiner herrischen Art und seinen blödsinnigen Regeln auf die Palme aber auch ihre Gefühle ganz schön durcheinander bringt.


    Begin Again ist der erste Band der Again-Reihe von Mona Kasten. Sie schreibt fesselnd, gefühlvoll und sehr romantisch über Charaktere die nicht perfekt sind, aber eine glaubwürdige Entwicklung durchmachen. Sehr gut gefallen hat mir die langsame Entwicklung zwischen Allie und Kaden. Es gab ein paar spicy Szenen, die aber sehr gefühl- und geschmackvoll geschrieben sind und die Geschichte wunderbar abgerundet haben. 


    Allie ist eine beeindruckende junge Frau. Sie ist mutig und lässt sich von Kadens Sprüchen und seiner ruppigen Art nicht unterkriegen. Trotzdem ist sie voller Zweifel, ob sie das richtige tut und ihre Träume vor die Wünsche anderer stellen darf. 


    Kaden hingegen ist lange Zeit undurchschaubar. Er war mir stellenweise auch zu dominant und übergriffig. Aber seinen Freunden gegenüber ist er äußerst loyal und würde alles für sie tun. Je besser ich ihn und seine Dämonen kennenlernte, desto besser konnte ich seine Handlungen auch verstehen, wenn auch nicht immer gutheißen.


    Auch wenn sich der Roman hauptsächlich um die Geschichte von Allie und Kaden dreht, tauchen auch einige liebenswerte Nebencharaktere auf, von denen man in den Folgebänden hoffentlich noch mehr lesen wird.


    Fazit: Begin Again ist eine tolle, romantische Liebesgeschichte, die auch ernste Themen anpackt und ihrer Charaktere daran wachsen lässt. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände der Reihe. 

  3. Cover des Buches Die Tuchvilla (ISBN: 9783734110177)
    Anne Jacobs

    Die Tuchvilla

    (533)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Die junge Marie kommt als Küchenmädchen in die sogenannte Tuchvilla, das Haus des Fabrikanten Johann Melzer. Von Beginn an hat sie es nicht leicht, aber dann stößt sie auf ein Geheimnis, dass sie selbst mit der Familie Melzer verbindet.

    In ruhigem, gemächlichem Erzählstil nimmt die Autorin den Leser mit ins beginnende 20. Jahrhundert. Sie erzählt die Geschichte der Waisen Marie, die eine Chance bekommt, als Küchenmädchen in einer noblen Villa zu arbeiten und zu leben. Stückchenweise wird das Leben und die Personen in der Tuchvilla beschrieben, die zwischenmenschlichen Beziehungen, ein erster Eindruck zur Tuchfabrik vermittelt. Obwohl die Geschichte selbst interessant ist und sich hervorragend lesen lässt, so kommt es gerade in der ersten Hälfte des Buches doch zu Längen, da einfach zu ausführlich über die kleinsten Kleinigkeiten berichtet wird. Als dann mehr Bewegung in die Geschichte kommt, wird es allerdings viel fataler, denn nun ist Schluss mit historischer Glaubwürdigkeit. Ein Küchenmädchen das innerhalb von Monaten zur Kammerzofe wird und zur Vertrauten und Ratgeberin der halben Familie, ist doch arg weit hergeholt.

    Mein Fazit: Auch wenn ich die Tuchvilla gerne gelesen habe, sollte dem Leser zumindest klar sein, dass der historische Anspruch hier doch eher ziemlich gering ist und ein paar Seiten weniger, hätten der Geschichte sicherlich auch nicht geschadet.


  4. Cover des Buches Die Terranauten (ISBN: 9783423146463)
    T. C. Boyle

    Die Terranauten

    (343)
    Aktuelle Rezension von: wortknaeuel

    Eine kleine Gruppe junger Wissenschaftler wetteifert Mitte der 90er Jahre um einen von acht begehrten Plätzen in einem ökologischen Experiment. Für zwei Jahre sollen sie unter einer riesigen Glaskuppel leben und sich völlig autark in den verschiedenen künstlich geschaffenen Biotopen – vom kleinen Regenwald bis zum Mini-Ozean – selbst versorgen. Nichts geht rein, nichts darf raus! Die Geschichte beginnt mit der Bekanntgabe der Auserwählten, vier Männer und vier Frauen, die sich jeweils auf einem Spezialgebiet gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt haben und nun in die "Ecosphere 2" einziehen dürfen. Zurück bleiben die Verlierer mit der Hoffnung, in zwei Jahren zum Nachfolger-Team aufrücken zu können. Draußen bleiben natürlich auch Freunde, Liebhaber und die Planer, Manager und Sponsoren des Experiments. In den zwei Jahren erleben wir aus Sicht von Dawn und Ramsay innerhalb, sowie Linda außerhalb der Kuppel, wie sich aus dem ökologischen Experiment ein Beziehungskuddelmuddel entwickelt.

    T.C. Boyle kann gut erzählen, da ist dieser Roman keine Ausnahme. Er beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit, denn so ein Experiment hat es ungefähr zu jender Zeit tatsächlich gegeben. Allerdings habe ich mich von Klappentext und Buchcover täuschen lassen. Zu dem Zeitpunkt, als ich mir das Ebook kaufte, hatte ich noch nie etwas von Boyle gelesen und einen spannenden dystopischen (oder utopischen) SciFi-Romans erwartet. Stattdessen dreht sich alles um Neid, Eitelkeit und Eifersüchteleien zwischen den Wissenschaftlern, um Wer-mit-wem sowie am Rande auch um den Einfluss von Geld und Medien. Wenn man Boyle kennt, hätte man sich denken können, dass es vorwiegend um die sozialen, zwischenmenschlichen Aspekte in diesem Szenario gehen wird.

    Die Handlung ist zwar durchaus unterhaltsam und auf satirische Weise komisch, aber insgesamt wenig spannend. Auch die Charaktere empfand ich als flach und uninteressant. Eher ein schwacher Boyle.

  5. Cover des Buches Ich bin der Zorn (ISBN: 9783404174218)
    Ethan Cross

    Ich bin der Zorn

    (359)
    Aktuelle Rezension von: skloane

    Also ich muss hier ehrlich eingestehen, dieser Teil hat mich nicht ganz so gefesselt wie seine Vorgänger. Aber trotzdem eine sehr gute Idee mit dem Gefängnis und natürlich spannend bis zum Ende. Bin bis zum Schluss nicht dahinter gekommen wer dieser Judas ist. Bin schon auf den nächsten Teil gespannt.

  6. Cover des Buches Am Arsch vorbei geht auch ein Weg (ISBN: 9783868828047)
    Alexandra Reinwarth

    Am Arsch vorbei geht auch ein Weg

    (57)
    Aktuelle Rezension von: seelenseiten

    Dieses Hörbuch habe ich nur anhand des Titels auserkoren, mein Hörbuch des Monats zu werden.
    Ich merke nämlich immer wieder wie viel Wert ich auf die Meinung anderer gebe und wie sehr es mir am Arsch vorbeigehen sollte.

    Mich lässt das Hörbuch etwas im Zwiespalt zurück.
    Die Autorin hat auf humorvoller Weise versucht einem näherzubringen kein „People Pleaser“ zu sein.
    Hierbei gab es die unterschiedlichsten Beispiele aus verschiedensten Alltagssituationen.
    Mir konnte dieses Buch leider nicht weiterhelfen, weil ich viele dieser Situationen nicht kenne und/oder es mir zu oberflächlich gedacht war.
    Die Situationsbeispiele, die ich auch gut auf mich selbst beziehen konnten, waren vom Lösungsvorschlag sinngemäß so: „Sag stattdessen dies, sag stattdessen das und dann klappt das schon“.
    Hierbei waren mir die formulierten „Antwortbeispiele“ manchmal auch zu hart oder unhöflich formuliert, aber hier findet jeder die für sich richtige Ausdrucksweise.
    Der Ansatz und auch die Beispiele für eine Lösung haben nie die eigentliche Ursache des Problems angesprochen.
    Vielleicht bin ich mit der falschen Erwartungshaltung an diesen Ratgeber herangegangen, aber ich hätte mit mehr Fokus auf die Ursachenbekämpfung gerechnet.

  7. Cover des Buches Rendezvous mit einem Oktopus (ISBN: 9783257261561)
    Sy Montgomery

    Rendezvous mit einem Oktopus

    (68)
    Aktuelle Rezension von: marielle_liest

    Nachdem ich schon so viel über Wale und Meeresschildkröten gelesen habe, waren jetzt Oktopoden an der Reihe. Das Cover des Buchs ist schon so hinreißend und der Klappentext wirklich vielversprechend, dass ich riesige Erwartungen hatte. Ob diese wohl erfüllt werden konnten?

    🐙🐙🐙

    Die Autorin Sy Montgomery ist Naturforscherin und hat einige Zeit damit verbracht, die achtbeinigen Kopffüßer besser kennenzulernen. Vor allem die Frage nach dem Empfinden und der Seele dieser Tiere sollte dabei im Vordergrund stehen, so verspricht es der Untertitel. 

    🐙🐙🐙

    Als Tierbegeisterte konnte ich von diesem Buch wirklich unglaublich viel lernen. Zweifelsohne ist meine Begeisterung für Kraken während der Lektüre stetig gewachsen. Sie können sich besser tarnen als ein Chamäleon, sie haben drei Herzen, sie können mit den Saugnäpfen schmecken, sie sind überaus intelligent und sie können sich trotz ihrer stattlichen Größe durch winzige Öffnungen quetschen. Wahnsinn! 

    Etwas schade finde ich allerdings, dass die vier Oktopoden, von denen das Buch größtenteils handelt, ihr Leben in Gefangenschaft in einem Aquarium verbrachten. Ich verstehe zwar durchaus, dass gründliche Forschung nur möglich ist, wenn man die Tiere über eine lange Zeit beobachten kann. Außerdem bekommen die Besucher:innen des Aquariums so einen Zugang zu den Tieren und lernen, wie wichtig deren Schutz ist. Dennoch hat es mich traurig gestimmt, dass die Kraken gelegentlich versucht haben, zu fliehen. Folglich wollten sie vielleicht lieber zurück in die Freiheit. 

    Zudem spielen all die Menschen, die Sy während der Forschung kennenlernte eine recht große Rolle, sodass man das Buch vielleicht 50-100 Seiten schlanker gestalten könnte.

    Insgesamt nehme ich jedoch wirklich überaus viel Oktopus-Wissen für mich mit und werde diese Tiere ab jetzt für immer mit sehr viel Faszination sehen. Wenn du also wissen möchtest, wie intelligent und einfühlsam ein Oktopus wirklich ist, solltest du dieses Buch lesen. 

  8. Cover des Buches Gegen den Hass (ISBN: 9783596522217)
    Carolin Emcke

    Gegen den Hass

    (53)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Wer sich auch nur ein wenig im Internet bewegt, weiß es schon lange: die Menschenfeinde versuchen lautstark, organisiert und hemmungslos ihren Hass als die wahre Meinung des Volkes, die aufrichtige Mehrheitsmeinung zu verkaufen. Dass es diesen rechten bis rechtsextremen Rand in jeder Gesellschaft gibt, ist nichts Neues. Dass diese fanatische Minderheit bis zu 20 Prozent der deutschen Gesellschaft ausmacht, könnte man auch seit Jahren wissen, wenn man die entsprechenden Studien verfolgt hätte. Hier haben die bürgerliche Mitte und die Verteidiger der offenen Gesellschaft schlichtweg zu lange weggeguckt. Die autoritären Charaktere mit ihrer Radfahrermentalität (Erich Fromm), nach oben buckeln und nach unten treten, die preußischen Untertanen, versuchen den Diskurs zu okkupieren und ihre Meinung als mehrheitsfähig in die Mitte der Gesellschaft zu transportieren.

    „Die Sorge erlebt zur Zeit eine erstaunliche Aufwertung. In der Sorge, so die rhetorische Suggestion, artikuliere sich ein berechtigtes Unbehagen, ein Affekt, der politisch ernst genommen und keinesfalls kritisiert werden sollte. Als seien ungefilterte Gefühle per se berechtigt. Als käme unreflektierten Gefühlen eine ganz eigene Legitimität zu.“

    Obsessiver Hass

    Erst mit dem Erstarken von Pegida und AfD wacht die im Konsum erstarrte offene Gesellschaft langsam auf. Erst mit dem Rückfall zahlreicher Deutscher in den völkischen Hass-Habitus schrecken Intellektuelle wie Carolin Emcke oder Harald Welzer auf. Es ist dringend an der Zeit die offene Gesellschaft zu verteidigen und sich klar und deutlich als Mehrheitsgesellschaft gegen den Hass zu positionieren. Emckes Plädoyer trifft den Kern der Debatte, was die Reaktionen der besorgten Bürger (u.a. in Amazon Rezensionen und Kommentaren) eindringlich bestätigen. Der Hass ist obsessiv geworden. Und seit geraumer Zeit werden aus den Worten auch Taten. Was Sarrazin, Pirinçci, Don Alphonso (Rainer Meyer), Höcke und sonstige Protagonisten der Neurechten sprachlich und gedanklich vorbereiten, führen die Hohlköpfe der neuen SA, die Hooligans, Kameradschaften, Freundeskreise und wie sich die rechtsextremen Gewaltaffinen auch nennen mögen, auf den Straßen aus.

    „Den Hass und die Angst schüren nicht zuletzt die, die sich von ihm Gewinn versprechen. Ob die Profiteure der Angst in der Währung der Einschaltquoten denken oder in Wählerstimmen, ob sie mit einschlägigen Titeln Bestseller produzieren oder sich mit griffigen Schlagzeilen Aufmerksamkeit verschaffen – sie alle mögen sich distanzieren von dem sogenannten »Mob« auf der Straße, aber sie wissen ihn ökonomisch für sich zu nutzen.“

    Mehr noch, muss man hinzufügen, sie sind sich in der Sache einig, lediglich die Methoden halten sie für falsch. Es ist diese Allianz der Hetzer mit dem Mob, die das gesellschaftliche Gefüge gefährden und der Menschenfeindlichkeit den Nährboden bieten. Carolin Emcke beginnt „Gegen den Hass“ mit genau solch einer Melange aus Worten und Taten. Clausnitz, wiedermal ein deutscher Ort, nach den überwunden geglaubten 90er Jahren, der zu einem Symbol des Hasses geworden ist.

    „Clausnitz ist nur ein Beispiel für den Hass und die Raster der Wahrnehmung, die ihn vorbereiten und formen, die Menschen unsichtbar und monströs zugleich machen. In Clausnitz traf es einen Bus mit Geflüchteten. In anderen Städten, in anderen Regionen trifft es Menschen mit einer anderen Hautfarbe, einer anderen Sexualität, einem anderen Glauben, einem uneindeutigen Körper, es trifft junge oder alte Frauen, Menschen mit einer Kippa oder einem Kopftuch, Menschen ohne Obdach oder ohne Pass, was immer gerade als Objekt des Hasses zugerichtet wird. Sie werden eingeschüchtert, wie in diesem Fall, oder kriminalisiert, sie werden pathologisiert oder ausgewiesen, angegriffen oder verletzt.“

    Als zweites Beispiel für „Hass und Missachtung“ führt Emcke den institutionellen Rassismus in den USA an. Es ist ein Beispiel, exemplarisch und nicht der Fingerzeig auf andere. Der institutionelle Rassismus ist kein Problem der USA, dort hat er lediglich eine spezifische Geschichte mit einer spezifischen und nicht einfach übertragbaren Ausprägung. Aber die Strukturen des Rassismus, die Missachtung des Lebens, die Menschenfeindlichkeit sind sehr wohl auch bei uns auszumachen.

    Der Mord an Eric Garner und sein Ausruf „This stops today“ ist Warnung, Mahnung und Aufforderung an alle Demokraten sich den Hass entgegenzustellen. Wie Harald Welzer es in „Wir sind die Mehrheit“ schrieb: Die Weimarer Republik scheiterte nicht, weil sie zu viele Feinde hatte, sie scheiterte, weil sie zu wenig Freunde hatte. Ebenso wie Welzer ruft Emcke dem Leser zu: Werdet Freunde der offenen Gesellschaft! Stellt euch gegen den Hass! Wir sind die Mehrheit!

    Der zweite Teil des Buches ist der Versuch den Kern der völkischen Ideologie, wie sie im Rassismus, bei Pegida, AfD und Neurechten gepflegt wird, aufzudecken: Homogen, Natürlich, Rein. Die Dreifaltigkeit der Einfältigkeit. Die Nähe von Neurechten, besorgten Bürgern und Islamisten wird hier besonders deutlich. Die Fundamentalisten sind immer gegen das vermeintlich Unnatürliche, das Unreine, die Biologisierung der eigenen Ideologie, der eigenen Ressentiments. Menschenfeinde sind Menschenfeinde – auch wenn sie es, geblendet von ihrem Hass, nicht erkennen werden.

    Emcke schließt das Buch mit dem dritten Teil, einem Plädoyer für den Pluralismus, die offene Gesellschaft. Hinter allem steht die Mahnung Eric Garners: Es muss heute aufhören! Der Hass muss aufhören.

    Während der erste Teil des Buches im journalistischen Stil geschrieben ist, dominiert im zweiten und dritten Teil ein philosophisch-akademischer Ton. Hierdurch wird meines Erachtens Potenzial verschenkt. Solche Bücher bedürfen einer großen Reichweite. Dass die besorgten Bürger das Buch nicht lesen werden, versteht sich von selbst. Aber die Mehrheitsgesellschaft besteht nicht nur aus Akademikern und Intellektuellen. Das ändert aber natürlich nichts an der Wichtigkeit des Buches und der trefflichen Analyse und Argumentation.

  9. Cover des Buches Wolfsblut (ISBN: 9783746090900)
    Jack London

    Wolfsblut

    (262)
    Aktuelle Rezension von: Helena_Kawaii

    Bei „Wolfsblut“ handelt es sich um eine sehr schöne Geschichte welche aufzeigt, wie das Verhalten eines Tieres in positiver oder negativer Weise von außen beeinflusst wird.
    Jack Londons Schreibstil fand ich sehr passend, da sie Einblick in die Gefühle und Gedanken von „Wolfsblut“ gegeben hat, trotzdessen dass er halb Wolf halb Hund ist. Jedoch ist sein Schreibstil gleichermaßen etwas altertümlich, sodass ich am Anfang des Buches nur sehr schwer in die Geschichte einsteigen konnte. Wohlmöglich, ist die englische Originalfassung da die bessere Wahl.
    Jedoch war es auch inhaltlich am Anfang sehr schwer in die Geschehnisse reinzukommen, da der Schauplatz und auch die Charaktere sich oft wechseln. Erst ab 3/4 des Buches war ich so richtig drin und konnte das Lesen wirklich genießen. Es war zum Teilen langatmig obwohl das Buch relativ kurz ist. Andere Stellen gingen wiederum etwas zu schnell und waren nicht nachvollziehbar. Das ist auch der größte Kritikpunkt für mich an diesem Buch. Nichtsdestotrotz ist es eine sehr schöne Geschichte, welche mich stark berührt hat. Es zeigt auf, dass ein Tier nie wirklich böse Absichten hat, sondern nach Erfahrungen handelt. Es hat mir mal wieder verdeutlicht, wie grausam der Mensch wirklich ist und eigentlich das blutrünstige Tier von allen ist. Selbst ein vermeintlich böser Wolf ist nichts zum Menschen.
    Im Allgemeinen hat mich das Buch etwas an „Black Beauty“ erinnert.

    3 von 5 Sternen 

  10. Cover des Buches Hör auf mit der Selbstsabotage (ISBN: 9783426447284)
    Pablo Hagemeyer

    Hör auf mit der Selbstsabotage

    (40)
    Aktuelle Rezension von: TheHope

    Ich halte mich kurz. 

    Der Test der in dem Buch vorkommt ist zu ungenau. Vieles kann man als ja beantworten obwohl man definitiv kein narzisst ist, es gibt eine frage ob man angst hat ausgelacht zu werden. Natürlich ist dass etwas was keiner haben möchte. 

    Zudem schreibt er, dass Opfer immer Mitschuld haben wenn sie ein Opfer werden (soweit ich das verstanden habe). Nein! Ein Opfer eines Narzissten hat niemals Schuld! Selbst wenn ein Narzisst nicht ganz ausgeprägt ist, kann er Schaden anrichten, dass gehört zwar zum Leben dazu, aber man hat niemals niemals Schuld, dass man nicht Rücksichtsvoll und aufmerksam behandelt wird.

    Das Beispiel mit Tom und Tina war zuuu aggressiv. So Narzissten gibt es natürlich. Aber es gibt auch viele viele andere Alltagsbeispiele. 

    Die Kommentare von ihm und seiner Frauen waren nicht lustig und eher befremdlich. 

    Ich möchte nicht alles schlecht reden. Die Anzeichen von einem. Narzissten wurden schon auch erläutert. 




  11. Cover des Buches Do you speak Psychopath? (ISBN: 9783906823119)
    Stephan Siegfried

    Do you speak Psychopath?

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Beides hängt hier zusammen und wird anschaulich erklärt. Meist jedoch in geschäftlichen Verbindungen und nicht im privaten Bereich.
  12. Cover des Buches Schlaf erfolgreich trainieren (ISBN: 9783801732530)
  13. Cover des Buches Die Ladenhüterin (ISBN: 9783746636061)
    Sayaka Murata

    Die Ladenhüterin

    (349)
    Aktuelle Rezension von: fin_fish

    Keiko ist anders als die anderen, dass fällt schon früh auf. Sie löst Probleme eher pragmatisch, ohne das sie Gefühle beeinträchtigen würden, dies sollte ihr allerdings zum Verhängnis werden. Die Familie weiß nicht weiter, schnell zeigt sie die Ablehnung der Gesellschaft. Keiko soll doch einfach nur normal sein, doch was ist eigentlich normal?


    Sie findet ihre Bestimmung im Konbini als Aushilfe, zunächst sind alle froh aber schnell sind 16 Jahre im gleichen Geschäft vergangen und es macht sich Misstrauen breit. 

    Der Konbini ist Keikos sicherer Hafen, sie kann sich die „richtigen“ Verhaltensweisen abschauen und im Konstruckt Ladenmitarbeiter handeln. Dies macht ihr das Arbeiten ungleich leichter und sie fühlt sich sicher. Doch dies sollte sich bald ändern.


    Definitiv kein ruhiger Roman, er ist schonungslos und offen, legt den Finger direkt in die Wunde.

  14. Cover des Buches So denken Millionäre (ISBN: 9783938350270)
    T. Harv Eker

    So denken Millionäre

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Barbarellabuecherfee
    "So denken Millionäre - Die Beziehung zwischen Ihrem Kopf und Ihrem Kontostand". Der Titel des 263 Seiten langen Buches von T. Harv Eker sagt eigentlich auch schon ziemlich genau, worum es geht: Das eigene Gehirn auf Reichtum zu programmieren. Und wer von uns würde denn nicht gerne reich sein? Also habe ich das Buch natürlich sofort gekauft, als ich es in der Buchhandlung entdeckt habe. (Okay, der fette Goldbarren auf dem Cover hat bestimmt auch seinen Teil dazu beigetragen.)
    Der Autor, T. Harv Eker, leitet seit vielen Jahren sehr erfolgreich das sogenannte "Millionaire Mind Seminar". Die Essenz dieses dreitägigen Seminares hat er nun in diesem Taschenbuch, erschienen im Heyne-Verlag, zusammengefasst (was allerdings, wie er betont, kein wirklicher Ersatz für das Seminar sei).

    In Teil 1 des Buches wird dem Leser zunächst das eigene Verhaltensmuster bezüglich Geld bewusst gemacht. Alles ist sehr ausführlich und durchaus nachvollziehbar erklärt. Auch etwas "bodenständigeren" Menschen wird hier begreiflich gemacht, wie ihre mentale "Programmierung" mit der gähnenden Leere im Portemonnaie zusammenhängt. Passend dazu gibt es in jedem Abschnitt Deklarationen (= ähnlich wie positive Affirmationen), die der Leser sich im Idealfall morgens und abends vorsagen soll, um sie zu verinnerlichen. Auch kleine Aufgaben helfen dabei, sich die eigenen negativen Verhaltensmuster bewusst zu machen.
    In Teil 2 geht man dann schließlich dazu über, den Kopf tatsächlich auf grenzenlosen Wohlstand zu programmieren. Das System mit den Deklarationen und Aufgaben wird beibehalten.

    Nicht nur der Aufbau des Buches, auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Zwar ermahnt Harv den Leser so manches mal (und das muss er auch, schließlich möchte er uns ja etwas beibringen). Er tut aber niemals so, als ob alle anderen Idioten wären und er der einzige "Erleuchtete" unter uns dummen Menschen. Auch das kommt ja leider bei so manchen Ratgebern vor. Er wirkt eher wie ein liebevoller Lehrer, was das Lesen wirklich sehr angenehm macht. Und was die Thematik angeht so finde ich es sehr schade, dass solch existenziell wichtigen Dinge nicht schon in der Grundschule unterrichtet werden. Zwar gibt er auch konkrete Tipps in Sachen Vermögensverwaltung. In erster Linie geht es aber tatsächlich um die eigene Einstellung zu Geld, zum Job, und zu den Themen Sparen und Investieren.

    Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, weswegen es von mir volle 5 Sterne bekommt.
    Ratgeber-Fans, die sich vielleicht sogar schon an anderer Stelle mit dem Gesetz der Anziehung beschäftigt haben, finden in diesem Buch alles, was sie zum Millionär sein brauchen. (Die Million habe ich zwar noch nicht. Aber mein Traumhaus ist auch nicht mehr in soooo weiter Ferne wie noch vor dem Buch.) ;-)
    Abschließend kann ich sagen, dass sich die Investition von 8,99 € in dieses Buch wirklich gelohnt haben.

    Und jetzt viel Spaß beim lesen und reich werden

    Eure Bücherfee
  15. Cover des Buches Selfies (ISBN: B06WWGGTD2)
    Jussi Adler-Olsen

    Selfies

    (47)
    Aktuelle Rezension von: S_Malt

    Dieser 7. Teil aus der Serie um das Sonderdezernat Q unter der Leitung von Carl Mørck fällt aus meiner Sicht wieder ab.

    Es werden einfach zu viele Handlungen sehr konstruiert zusammengeführt. Drei junge Frauen, die davon überzeugt sind, dass der Staat sie gefälligst zu versorgen hat. Die eine hält sich nebenbei noch ein paar Sugar-Daddys, die andere entzieht sich der Arbeitssuche durch wiederholte Schwangeschaften, die dritte lebt bei ihrem Freund, bezieht aber Wohngeld für eine Wohnung die sie nicht mehr bewohnt; und allen gemein, der Glaube, eigentlich doch besseres verdient zu haben - und die Sozialamts-Mitarbeiterin. Letztere hat genug von den Schmarotzern der Gesellschaft; nach der Diagnose Brustkrebs beschließt sie, diese von der Welt zu tilgen. Sie lernt über das Internet, wie man Autos knackt und, wie man sich einen Schalldämpfer baut. 

    Ihr erstes Opfer ist eines der genannten jungen Frauen; diese überlebt den Unfall und erkennt die Fahrerin. Das Trio nimmt sich vor, den Spieß umzudrehen. Außerdem überfallen sie einen Nachtclub und erschießen (ausversehen) anschließend eine Kleinkriminelle. Dies geschieht mit der alten Luger des Großvaters einer der Mädchen. Die Großmutter derselben ist vor einiger Zeit ermordet aufgefunden worden. Dieser Mord wiederum hat Ähnlichkeit mit einem Cold Case, den das Sonderdezernat Q bearbeitet. Und dann tauchen die drei Frauen in der Wohnung dieser Großmutter unter - in direkter Nachbarschaft zu Roses Wohnung. Diese wiederum steckt in einer schweren psychischen Krise. Außerdem spielt die Vergangenheit des besagten Großvaters eine Rolle in der ganzen Geschichte - und der totgeglaubte Vater einer der jungen Frauen taucht auch wieder auf. Und zu erwähnen ist noch, dass die Automörder-Sozialamt-Mitarbeiterin nicht erfolglos in ihren Taten bleibt; doch da es - außer dem Team vom Sonderdezernat Q - in Kopenhagen keine fähigen Polizisten gibt, entwischt sie immer wieder.

    In Roses Vergangenheit werden dunkle Geheimnisse um den brutalen Unfalltod ihres tyrannischen Vaters aufgedeckt; und Rose selbst lebt seit Jahrzehnten in einer zweiten Identität, deren Lebensumstände so krass sind, dass es einfach nur unglaubwürdig ist, dass dies nicht bemerkt worden wäre. Und dann bekommt auch noch der Körper des gelähmten Freundes und Ex-Kollegen von Carl wieder Gefühl und Schmerzempfinden in Schulter und Arm.


    Sorry, das war alles zu viel, zu wirr, zu konstruiert.

    Es hing alles zusammen - und niemand hat etwas gemerkt. Tatsächlich - neudeutsch - too much.


    Ich mache - einmal mehr - eine Pause vom Sonderdezernat Q und hoffe, dass sich Teil 8 dann wieder etwas fängt. Schade, die Serie hat - mit all ihren schrulligen und doch liebenswerten Charakteren - so schön angefangen.


    Wegen des Sprechers Wolfram Koch, der seine Sache gut macht und wegen einzelner sehr guter Ansätze, gebe ich 2/5 Sternen.

  16. Cover des Buches Unsere unbekannte Familie (ISBN: 9783458364283)
    Jürgen Teipel

    Unsere unbekannte Familie

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Greedyreader

    In seinem Buch “Unsere unbekannte Familie“ lässt Jürgen Teipel eine Vielzahl von Erzählern zu Wort kommen, die alle eine ganz besondere Beziehung zu einem Tier hatten. Viele der Geschichten sind herzerwärmend, andere erschreckend, auch wenn man seit langem weiß, wie grausam Massentierhaltung oder allgemein die Ausbeutung von Nutztieren ist. Jeder, der länger mit einem geliebten Tier zusammenlebt, weiß es längst: Tiere denken und fühlen und verstehen mehr, als wir zunächst glauben. Wer sich als Leser für dieses Buch interessiert, hat eigentlich schon eine spezielle Beziehung zu Tieren, sonst würde er oder sie gar nicht danach greifen. Spätestens nach der Lektüre fragt man sich dann: “Wie gehen wir mit unseren Mitgeschöpfen um?“ Die Lektüre dieser Erzählungen kann uns verändern - genauso, wie es das Zusammenleben von Mensch und Tier tut. Die Erkenntnis, dass der Mensch sich auf sein Menschsein nicht allzu viel einbilden sollte, ist dann überfällig. Ich wünsche mir, dass dieses Buch bei vielen Menschen zu positiven Verhaltensänderungen führt.

  17. Cover des Buches Kill Decision (ISBN: 9780451417701)
    Daniel Suarez

    Kill Decision

    (85)
    Aktuelle Rezension von: markus1708

    Linda McKinney forscht im afrikanischen Urwald an besonders aggressiven, aber auch besonders koordiniert lebenden Ameisen, als um sie die Hölle losbricht: das Forschungscamp in dem sie lebt wird angegriffen, ihre Unterkunft zerstört. Nur durch Zufall überlebt sie und findet sich kurz danach in einem Flugzeug wieder, gefesselt an den Sitz. Ihr Entführer behauptet, er sei Mitglied einer US-amerikanischen Spezialeinheit deren Aufgabe es sei, die Hintergründe von Drohnenangriffen aufzuklären. Während tatsächlich in den USA durch Drohnenanschläge zahlreiche Menschen ihr Leben verlieren, fasst McKinney Vertrauen in den Mann der sich Odin nennt. Gemeinsam mit seinem Team gehen sie auf eine Jagd quer durch die Welt, doch die Frage ist: Sind sie Jäger oder Gejagte..?

    Meine Meinung: auf mal wieder beängstigende Art und Weise vermischt Daniel Suarez Fiktion mit aktueller Technik-Entwicklung ... und so stellt man sich als Leser mehr als einmal die Frage: ist das jetzt zu dick aufgetragen, oder könnte das schon Realität sein..? Der Thriller unterhält mit atemberaubender Spannung und bekommt von mir vier von fünf Sternen...

  18. Cover des Buches Raben (ISBN: 9783710606373)
    Thomas Bugnyar

    Raben

    (39)
    Aktuelle Rezension von: Shari_schreibt

    Als Rabenfan war dieser Titel für mich  gefundenes Lesefutter:

    Das schlicht betitelte „Raben“ vom Tierforscher Thomas Bugnyar hat mir vieles wissenschaftlich bestätigt, was ich intuitiv schon über die gefiederten Schlaumeier gedacht habe.


    „Gewissermaßen sind wir alle Vögel, die in der Weltgeschichte herumfliegen. Manche von uns ziehen immer wieder größere Kreise, andere kleine, manche finden fernab ihres Geburtsorts ein neues Zuhause, andere gehen von dort nie fort und bewegen sich stattdessen nur entlang altbekannter Routen.“

    Thomas Bugnyar in „Raben“


    Die Liebe für Raben hat bei mir Tradtion.

    Bereits als Kind war meine liebste Fernsehfigur der Rabe Rudi – den es bekanntermaßen schon seit den 1980ern gibt. Spannend zu erfahren war dabei für mich, dass die fiktive Figur mit seinem Charakter tatsächlich ziemlich nah an den lebendigen Verwandten dran ist – zum Beispiel, was Essensvorlieben oder das Zusammenspiel von Interesse an Neuem, begleitet von einem ersten Schreck bzw. Scheue, angeht. Nun konnte ich bisher nicht abschließend klären, in wiefern da die Figurschöpfer nah an bereits vorhandenen Forschungsergebnissen waren, oder in wie weit da eventuell verblüffende Zufallstreffer dabei waren.

    Raben – verständlich und wunderschön erklärt!

    Der Schreibstil  des Buchs ist auch für Nicht-Ornithologen oder Nicht-Biologen sehr gut verständlich: Thomas Bugnyar versteht es, Forschungsdesigns und Versuchsaufbauten so verständlich zu formulieren, dass man als Laie inhaltlich mitgehen kann. Es wird nachvollziehbar, wie viel Freude es den Forschenden macht, Neues über Sozialverhalten, Intelligenz und Gruppendynamiken der Raben zu lernen. Fotos der einzelnen Vögel und runden das Buch dabei ab.

    Ein kleines Best-Of aus „Raben“

    Das Buch hat den Preis „Wissenschaftsbuch 2023“ in der Kategorie Naturwissenschaft & Technik in Österreich gewonnen.

    Hier ein paar spannende Fakten und Lieblingszitate:

    • „Raben lieben Käse“
    • Raben sind begnadete Schwindler, die unglaublich gut aufeinander eingehen

    • Im Lauf der vergangenen rund fünfzig Jahre stellte sich nämlich heraus: Sobald wir uns eine vermeintlich „typisch menschliche“ Fähigkeit in der Forschung näher anschauen, sie in einzelne Aspekte aufdröseln, finden wir sie auch bei anderen Tieren!“

    • „Rabenvögel sind diejenige Tiergruppe, die laut aktueller Literatur am ehesten an die kognitiven Leistungen von Primaten herankommt – wenngleich die Papageienliteratur zuletzt eine rasante Aufholjagd gestartet hat!"

    • „Jeder einzelne Vogel verwendet zwar im Schnitt etwa zwanzig Rufe, doch nur etwa die Hälfte davon haben alle gemeinsam. Der Rest ist erlernt (…). Sie können immer wieder neue Laute dazulernen – während viele andere Singvögel nur in einem begrenzten Zeitraum offen für Neues sind.“

    • „Um Laute zu produzieren, haben Raben – wie alle Singvögel – eine Syrinx, einen Stimmkopf. Sie verfügen also grundsätzlich über die anatomischen Voraussetzungen, Gesänge zu erzeugen – und haben auch das neuronale Rüstzeug dafür, sie sowohl zu produzieren als auch zu empfangen. Bloß: Sie singen nicht"

    • „Die Ergebnisse waren verblüffend: Bis sechs Jahre nach der ersten Begegnung können wir statistisch nachweisen, dass eine Erinnerung vorhanden ist – wahrscheinlich sogar länger“

    Fazit

    Wie die Zitate zeigen, hat „Raben“ durchaus einen sprachlich-literarischen Stil, der begeistert. Mit diesem Buch ist Thomas Bugnyar ein sympathisch-fundiertes Lesestück zu gefiederten Intelligenzbolzen gelungen, die alles andere als Unglücksbringer, sondern unterhaltsame Zeitgenossen sind. „Raben“ gewinnt auch ein Lesepublikum abseits des Wissenschaftskontexts für sich.

  19. Cover des Buches Heimat Mensch (ISBN: 9783867740678)
  20. Cover des Buches Slow Burn - Dunkle Hingabe (ISBN: 9783736300095)
    Maya Banks

    Slow Burn - Dunkle Hingabe

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Jenny_Minion

    Isaac Washington, der Special Agent, hat bereits viel gesehen. Trotzdem weckt die engelhafte, blutüberströmte Frau, die sein Auto stehlen will, sofort seinen Beschützerinstinkt und bringt ihn gehörig aus der Fassung. Doch bevor er etwas unternehmen kann, wird er angeschossen. Die Fremde rettet ihm ohne Zögern das Leben und geht dann weg. Das einzige Ziel von Isaac ist es, seine Retterin zu finden und sie vor ihren Verfolgern zu schützen.

    Die ersten 30 Seiten haben mich direkt gepackt und es wurde von Seite zu Seite spannender, doch dann lies diese Spannung plötzlich nach und ich quälte mich nur noch durch das Buch. Ich habe es tatsächlich zu Ende gelesen, weil ich grundsätzlich der Meinung bin, dass man Büchern immer noch eine Chance gegeben sollte. Bis zum Ende allerdings kam diese anfängliche Spannung leider nicht mehr auf. Auch die Liebesszenen konnten es nicht mehr retten aus meiner Sicht. 

    Die weiteren Bücher in dieser Reihe werde ich allerdings nicht lesen.

  21. Cover des Buches Die Sprache der Tiere (ISBN: 9783351037291)
    Karsten Brensing

    Die Sprache der Tiere

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra_Bautz

    Beschreibung :



    Das neue Buch von Bestseller-Autor Karsten Brensing ("Das Mysterium der Tiere")! 
    Mit Tieren sprechen: Geht das? Ist es wirklich möglich, die uralte Menschheitssehnsucht, dass Mensch und Tier einander verstehen, zu verwirklichen? Karsten Brensing kennt die Antwort, und seit wir wissen, dass Meisen in Sätzen reden, Delfine eine komplizierte Grammatik sicher anwenden können und manche Tierarten 300 und mehr Vokabeln beherrschen, erscheint fast alles möglich. Jede Form der Kommunikation ist abhängig vom Kontext. Wenn ich einem Wildschwein im Wald begegne, werde ich mit ihm anders kommunizieren als mit einer Katze auf meinem Schoß, und Menschen in Indien kommunizieren mit einer heiligen Kuh anders als ein deutscher Milchbauer mit seinen Rindern im Stall. Dieses Buch entführt in das breite Spektrum des menschlichen Umgangs mit Tieren. Anhand unzähliger Beispiele erleben wir wir tierisches als auch menschliches Verhalten und Kommunizieren. Dabei wird die Vermenschlichung von Tieren zu einem wichtigen Werkzeug. Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie Tiere besser verstehen, und wenn Sie richtig kommunizieren, werden Sie auch besser verstanden. Die Zeiten der brutalen Ausbeutung unserer tierischen Mitbewohner dieses Erdballs müssen vorbei sein, die Zeiten eines fairen Miteinanders müssen beginnen. Warum? Weil wir es heute besser wissen!

    Meine Meinung :

    Der Autor führt den Leser interessant und gut verständlich durch sein Sachbuch.
    Das Buch ist insgesamt sehr gut durch die farbigen Bilder, Grafiken, Tabellen sowie mit einem ausführlichen Quellen- und Fussnotenverzeichnis gestaltet.
    Wobei mir die Hinweise auf andere Bücher und auf Videos etwas zu viel waren.
    Der Schreibstil des Autors ist sachlich und die Informationen sind gut verständlich.
    Nur leider habe ich durch das Buch nicht viel Neues erfahren, fand es aber trotzdem sehr interessant.
    Dieses Buch ist eher für Einsteiger in das Thema der Kommunikation zwischen Menschen und Tieren gut geeignet.

  22. Cover des Buches Reset me (ISBN: 9783963570834)
    Mia B. Meyers

    Reset me

    (30)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Lilly ist Autorin und seit einiger Zeit mit Logan befreundet, beide fühlen sich zueinander angezogen. Als dann mehr aus der Freundschaft wird, ist schnell klar dass Lilly ein grosses Päckchen mit sich trägt und dies der Zukunft der beiden im Weg steht.

    Lilly ist Autorin und schreibt immer wieder an einer Geschichte und es ist schnell klar dass viel mehr darin steckt, was ein sehr wichtiges Thema anspricht und der Blickwinkel das Leben nach diesen Erfahrungen die Autorin sehr gut thematisiert hat. 

    Obwohl es sich um ein erstes Thema handelt, hat die Autorin ihren Humor nicht vergessen, sodass ich auch bei diesem Band wieder Stellenweise sehr laut lachen musste. Ihr Schreibstil ist sehr fliessend und die Geschichte geht zügig voran. Wirklich nette Story für Zwischendurch...

    Für alle die Gerne etwas Lockeres dazwischen haben und Humorvolle Charaktere mögen

  23. Cover des Buches DONALD TRUMP UND DAS HAARTEIL DES GRAUENS (ISBN: 9783958352933)
    Greg Sisco

    DONALD TRUMP UND DAS HAARTEIL DES GRAUENS

    (6)
    Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310

    Seit geraumer Zeit ist er weltweit in aller Munde: Donald Trump. Beim Lesen dieses Buches erfahren wir, dass Donald Trump früher einmal ein selbstloser Wohltäter und Menschenfreund gewesen ist. Doch leider wurde er eines Tages von einem hinterhältigen Gehirnparasit befallen, der sich als Haarteil auf seinem Kopf festgekrallt hat. So wurde aus dem bescheidenen Mann ein Egomane, der wütet und rücksichtlos handelt. Dann will dieser fremdgesteuerte Mensch auch noch Präsident der USA werden. Ein fall für den ausgebrannten Dokumentarfilmer Michael Moore, der das Geheimnis der merkwürdigen Frisur ergründen und die Bürger der USA vor solch einem Präsidenten und der damit zusammenhängenden fürchterlichen Zukunft bewahren will.

    Diese Satire liest sich gut und flüssig. Man kann über die abstrusen Begebenheiten lächeln und eventuell lauthals lachen, aber oft bleibt einem auch das Lachen im Hals stecken. Trumps Einwanderungspolitik betrifft auch deutsche Schäferhunde, und die Mexikaner erhöhen freiwillig die Mauer, weil sie die flüchtenden Amerikaner nicht haben wollen.

    Wer groteske Geschichten mag, wird vielleicht seinen Spaß mit dem Buch haben, mich hat es allerdings nicht so begeistert, denn die Wirklichkeit scheint die beste Satire zu sein.

     

  24. Cover des Buches Anleitung zum Unschuldigsein (ISBN: 9783104037028)
    Florian Illies

    Anleitung zum Unschuldigsein

    (84)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Florian Illies beschreibt anhand alltäglicher Situationen unsere inneren Gedankenabläufe, bei denen wir nur verlieren können, mein Problem bei der Sache ist: In vielen der genannten Situationen hatte ich noch gar kein Schuldgefühl, insofern war die Lektüre des Buches in meinem Fall eher kontraproduktiv! Aber daß man das Buch mit einem Disclaimer versehen sollte, würde ich nicht gerade sagen, ginge mir zu weit. Im nächsten Buch vielleicht: Schuldgefühle im Sport, beim Rezensionenschreiben o.ä.

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