Bücher mit dem Tag "verhaltensforschung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "verhaltensforschung" gekennzeichnet haben.

75 Bücher

  1. Cover des Buches Ich bin die Nacht (ISBN: 9783404169238)
    Ethan Cross

    Ich bin die Nacht

     (1.133)
    Aktuelle Rezension von: Saphi_frk

    Ich habe das Buch auf Hinweis von einem Freund angefangen zu lesen und hatte zunächst keine Ahnung was mich erwartet. Zu beginn war ich etwas skeptisch da ich nur vom Infotext auf der Rückseite erfuhr worum es knapp geht, darunter konnte ich mir allerdings nicht viel vorstellen. Doch spätestens ab dem zweiten Kapitel konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
    Der Text lässt sich leicht und flüssig runterlesen, zudem sind viele Dinge detailliert dargestellt, als ob man es selbst erlebt hätte.

  2. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.346)
    Aktuelle Rezension von: AnneE

    ... es intelligentere Lebensformen als den Menschen nicht nur im Weltall, sondern als Paralleluniversum auch auf Erden gibt? Mit dieser Frage beschäftigt sich Frank Schätzings "Der Schwarm" mit vielen unerwarteten Wendungen. 

    Sehr gekonnt werden unterschiedliche Geschichten miteinander verwoben, auch wenn die fiktionalen Entwicklungen vielleicht nicht für jede:n Leser:in gleich zugänglich sind. Wenn man sich aber darauf einlässt, findet man immer wieder Ankerpunkte, die ein Weiterdenken herausfordern, da quasi "nebenbei" auch viel Lehrreiches über Geografie, Biologie, Mechanik, Religionen etc. vermittelt wird. 

    Besonders eindrucksvoll empfand ich zudem die Darstellung der verschiedenen Charaktere, da die meisten - trotz oder gerade wegen - ihrer Eigenarten äußerst sympathisch und authentisch wirkten, sodass ein Eintauchen in die Erzählung durchgängig möglich war. 

    Fazit

    Für alle, denen "Der Schwarm" damals zu sehr gehypt wurde: die Lektüre lohnt sich (immer noch) und das Thema ist heute fast noch zeitgemäßer als damals. 

  3. Cover des Buches Das Schweigen der Lämmer (ISBN: 9783453432086)
    Thomas Harris

    Das Schweigen der Lämmer

     (864)
    Aktuelle Rezension von: eletroe

    Das Buch ist ein absoluter Klassiker, der in keinem Haushalt fehlen darf.  Immer wieder spannend 

  4. Cover des Buches Sprich mit mir (ISBN: 9783446269156)
    T. C. Boyle

    Sprich mit mir

     (150)
    Aktuelle Rezension von: pabro

              Der Roman von T. C. Boyle ist mal was ganz anderes als seine sonstigen Werke. Er entführt den Leser in eine fremde Gedankenwelt, die aber sprachlich höchst anspruchsvoll ausgestaltet ist. Der Plot ist hinreichend stringent und so bleibt die Lektüre trotz einiger Unwahrscheinlichkeiten ein wahres Vergnügen. Auch der gebildete Leser kommt nicht zu kurz, da sich in dem Text zahlreiche literarische unc philosophische Anspielungen verbergen. Dazu kommt die äußere Gestaltung des Buches, die ebenfalls der Erwähnung verdient. Das Cover ist einerseits minimalistisch gestaltet, anderseits durch den direkten Blick auf den Betrachter unglaublich fesselnd und attraktiv. Allein dafür hätte der Illustrator bzw. die Illustratorin schon einen eigenen Preis verdient. Zusammenfassend lässt sich also der Kauf dieses Werks sehr empfehlen. 

            

  5. Cover des Buches Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke (ISBN: 9783442484386)
    Karen Joy Fowler

    Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke

     (96)
    Aktuelle Rezension von: graefinrockula

    Die fabehlhaften Schwestern der Familie Cooke“ von Karen Joy Fowler ist ein emotionales Buch mit Tiefgang, welches zum Nachdenken anregt.

    Das Buch, welches in der Ich-Perspektive geschrieben ist, beginnt mit einer scheinbar normalen jungen Frau, welche versucht ihr Leben zu ordnen. Das nicht ganz leichte Verhältnis zu ihrer Familie durch das Verschwinden ihrer zwei Geschwister scheint zunächst nachvollziehbar. Durch viele Zeitsprünge wird einem das Ausmaß der Tragödie erst bewusst. Fern und Rosemary wachsen wie Zwillinge auf. Doch Fern verschwindet. Erst im Laufe der Geschichte wird das Geheimnis um Ferns Identität gelüftet. Eine Geschichte über Toleranz, Mitgefühl und Verantwortung gegenüber allen Lebewesen auf der Welt.

    Durch die Ich-Perspektive liegt der Fokus klar bei Rosemary, da Figur und Erzählerrolle zu einem verschmelzen. Eine intelligente, junge Studentin. Der sprachliche Stil der Erzählung passt sich dieser Gegebenheit an und machen diese authentisch. Es werden außerdem sowohl Klassiker der Literatur wie Les Miserables zitiert, als auch Größen der Jugendkultur (Star Wars). Wir erfahren nur langsam Einblick in Rosemarys Innenwelt, auch dies passt zu dem Charakter der gezeichneten Figur. Am Anfang ist dies vielleicht etwas frustrierend, da Rosemary in der Erzählerrolle nicht auf den Punkt zu kommen scheint. Doch genau dieses sprunghafte und teilweise ausweichende macht die Erzählung auch interessant und sorgt dafür, dass man unbedingt weiter lesen möchte.

    Ich persönlich kann dieses Buch wärmstens empfehlen. Allerdings sollte man es in Ruhe und mit Zeit zum Nachdenken lesen. Denn ich empfand das Lesen als eine Art von Katharsis. Rosemary mag nach der Erzählung vielleicht immer noch die unsichere  und sozial etwas unfähige Frau zu sein, doch ich als Leser habe mich definitiv verändert. Ein gelungenes Buch, welches der heutigen Zeit auch an manchen Stellen radikal den Spiegel vorhält.

  6. Cover des Buches Eiskalte Verschwörung (ISBN: 9783827194374)
    Astrid Korten

    Eiskalte Verschwörung

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Irve


    .
    Bardo Erbach, ein renommierter Kriminologe und Berater des Innernministeriums, stirbt plötzlich an Herzversagen. Sehr zur Verwunderung seiner Tochter Alexa, denn sie hatte ihn erst vor kurzer Zeit selbst untersucht und keine Unregelmäßigkeiten feststellen können. Viel Zeit, sich um den Tod ihres Vaters Gedanken zu machen, hat sie allerdings nicht, denn ihr wird die Leitung einer psychologischen Studie angeboten. (Den Originalbeitrag findet ihr auf meinem LitBlog: https://irveliest.wordpress.com/2016/03/24/astrid-korten-eiskalte-verschwoerung/). Alexa arbeitet an einer Forensischen Stafanstalt und sagt zu, diese Studie an einem ihrer Patienten durchzuführen. Sie tut dies nach bestem Wissen und Gewissen und ist sehr erstaunt darüber, dass der Entwicklungsverlauf ihres Probanden zunächst überraschend negativ ausfällt, bevor schließlich alles aus dem Ruder läuft.

    Auch im Privatleben von Alexa Erbach summieren sich merkwürdige Vorfälle. Ihr Mann Tom verhält sich immer auffälliger, ebenfalls ihr Sohn Josh.. Was ist nur los?

    Zur Zeit an einem anderen Ort lesen wir von Janus, der auf abartigste Weise Frauen quält – und ich hätte mir sehr gewünscht, dass die Autorin nur die kranken Fantasien des Mannes beschreibt und er diese Taten nicht wirklich begeht. Nicht nur für einzelne Frauen ist der Mann gefährlich, denn an anderer Stelle erfahren wir, dass Janus auch im Untergrund der Weltpolitik seine schwarze Seele zeigt. Der Software-Entwickler ist in den Handel mit ganz und gar nicht legalen Programmen verwickelt.

    Astrid Korten hat einen actionreichen, sehr rasanten Thriller über die Themen Überwachung, Spionage und intrigante Manipulation geschaffen. Dabei wird der Leser damit konfrontiert, welche Gefahr droht, wenn digitale Daten in die falschen Hände gelangen. Das Thema ist sicher nicht neu, aber im Hinblick auf den technischen Stand unserer Welt wird es ein Dauerbrenner bleiben und ständig an Brisanz gewinnen. Wir reden hier nicht von Daten, die auf irgendwelchen Payback-Karten gespeichert und zu Werbezwecken verkauft werden. Es geht ans Eingemachte, die persönliche Sicherheit, die Gefahr der unbemerkten Manipulation, die möglicherweise bin hin zur Handlungsunfähigkeit von Staaten führen kann.

    Die Autorin hat umfassend für ihren Thriller recherchiert und leitet dieses Wissen in Form eines Anhangs an den Leser weiter. Das ist sehr hilfreich, denn der Thriller selbst weist ein hohes Erzähltempo auf, hat keine Zeit, lange an einem Ort zu verweilen, oder sich mit langen Hintergrundinformationen aufzuhalten. Mir persönlich wäre dieser ausführlichere Stil gelegener gekommen. Man muss schon sehr gut aufpassen, was passiert und von wem die Rede ist. Denn es geht Schlag auf Schlag, alles ist wichtig und zu leicht könnte ein wichtiger Aspekt überlesen werden.
    Aber der Schreibstil ist ja bekanntlich Geschmackssache.

    Ebenso „knapp“ wie die Handlung werden die Charaktere behandelt. Hier gibt es keine Gelegenheit, die Figuren richtig kennenzulernen, mit ihnen warm zu werden. Daher konnte ich mich mit niemandem wirklich identifizieren….aber eins war klar: Ich hoffte sehr, dass es Janus an den Kragen gehen würde – und zwar so fies wie möglich!

    Wirklich begeistert hat mich der Schluss. Denn der Thriller endet mit einer Wende, mit der ich nie und nimmer gerechnet hätte! Der Aha-Effekt war gewaltig und alle losen Fäden, die ich bis dahin während des Lesens angesammelt hatte, wurden zu einem pechschwarzen Faden der Erkenntnis verwoben – wobei….so ganz beendet ist die Geschichte für einige der Protagonisten eigentlich nicht….

    Dieser gut recherchierte Thriller über die Gefahr der Datenmanipulation ist am Puls der Zeit. Sein fixer Erzählstil dürfte allen gefallen, die es tempo- und actionreich mögen. Und wer unerwartete Wendungen zum Schluss mag, kommt ebenfalls auf seine Kosten.

    Inhalt
    Berlin ist in Aufruhr.
    Als das Herz von Bardo Erbach, renommierter Kriminologe und Berater des Innenministeriums, aufhört zu schlagen, erschüttert gleichzeitig ein bestialischer Mord die Bundeshauptstadt.
    Seine Tochter Alexa, Leiterin der Forensischen Strafanstalt, stimmt nach seiner Beisetzung einer Studie des Innenministeriums zu. Parallel geraten Alexa, ihr siebenjähriger Sohn Josh und Tom, ihr Ehemann und Ermittler beim BKA, ins Visier des Softwareentwicklers und Psychopathen Janus. Gewalt und Tod bestimmen auf einmal Alexas Leben …
    Ein spannender, hochbrisanter Top-Thriller, der die Gefahren von Predictive Policing – die vorhersehende Polizeiarbeit – und der digitalen Überwachung skizziert.

    Buch
    „Eiskalte Verschwörung“ von Astrid Korten ist unter der ISBN-Nr. 978-3-8271-9437-4 im Niemeyer Buchverlag erschienen. Der Thriller umfasst 304 Seiten und ist ebenfalls als Ebook erhältlich.

    Autorin
    Astrid Korten, geboren 1962 im niederländischen Heerlen, lebt heute mit ihrer Familie in Essen. Sie studierte Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Leiden und Maastricht, arbeitete viele Jahre als Marketing- und Vertriebsleiterin sowie als Geschäftsführerin eines renommierten Pharmaunternehmens. Ihre große Leidenschaft aber ist das Schreiben, das sie 2004 zu ihrem Beruf machte. Astrid Korten schreibt Thriller, Romane für Kinder und Erwachsene sowie Drehbücher, Theaterstücke und Kurztexte. Ihr bevorzugtes Genre ist die Spannung. Bei ihrer akribischen Recherche lässt sie sich von Forensikern, Psychologen, Gentechnologen, Pathologen und Medizinern beraten. Die Autorin ist Mitglied im Syndikat und Mörderische Schwestern e.V. und außerdem als Kultur-Redakteurin für das erfolgreiche Online-Portal FRAUENPANORAMA tätig. In ihrer Freizeit spielt sie Saxophon, malt (Öl auf Leinen) und unterstützt ehrenamtlich diverse humanitäre Organisationen
    Quelle: Niemeyer Buchverlag

  7. Cover des Buches In der Finsternis (ISBN: 9783492309134)
    Sandrone Dazieri

    In der Finsternis

     (138)
    Aktuelle Rezension von: a_thousand_books

    In der Nähe von Rom verschwindet ein Junge beim Picknick mit seinen Eltern, die Mutter wird ermordet aufgefunden. Die Polizei hält den Vater für schuldig. Inspektor Rovere scheint allerdings nicht von seiner Schuld überzeugt zu sein und zieht die nach einem schief gegangenen Einsatz beurlaubte Colomba hinzu, um parallel zu den offiziellen Ermittlungen den wahren Täter zu finden. Dies ist der erste Regelverstoß Colombas in einer langen Reihe weiterer im Laufe des Falls. Als Berater ziehen die beiden Dante Torre hinzu, der als Sechsjähriger entführt und nach elf Jahren Gefangenschaft in einem Silo fliehen und seitdem an Klaustrophobie leidet. Relativ schnell ist er überzeugt: Der Junge wurde vom gleichen Mann entführt wie er damals.

    Und dann quält man sich durch über 500 Seiten Jagd auf den „Vater“, wie der Entführer genannt wird.

    Zuerst möchte ich herausstellen, was mir gefallen hat: Das Setting in Italien war mal wieder etwas anderes. Die Konstellationen (und Korruption) der Polizei fand ich interessant, die Orte waren so beschrieben, dass man sich die Handlung dort bildlich vorstellen konnte, aber es war auch nicht zu viel. Besonders die Beschreibung des sozialen Brennpunkts, in den sich Colomba und Torre im Laufe des Buchs flüchten, fand ich spannend. Auch spannend ist die Handlung an sich. Ich wollte die ganze Zeit wissen, wer der Vater denn nun ist. Allerdings ist der Weg dahin mühsam gewesen.

    Jetzt die Kritik: Ich habe die Geschichte unnötig aufgebläht empfunden. Es ging im Schneckentempo voran. Einige Kapitel und Passagen brauchte man für den Fortgang der Geschichte überhaupt nicht und sie waren auch nicht so spannend oder mitreißend geschrieben, dass sie dem Leser irgendetwas gegeben hätten oder dass ich sie gern gelesen hätte. Die sich wiederholenden Beschreibungen der Gedankenwelt der Figuren und ihre Reflektionen über den Fall waren ausgedehnt und störten den Lesefluss. Das Ganze hätte man um mit Sicherheit gute 100 Seiten kürzen können, dann wäre auch die Spannung aufrecht erhalten geblieben.

    Der Erzählstil war für mich ebenfalls an manchen Stellen etwas holprig. Eigentlich wird aus der Dritten Person aus der Perspektive von Colomba oder Torre erzählt, jedoch gibt es Stellen, an denen der Erzähler innerhalb eines Satzes plötzlich auf eine Art allwissenden Erzähler springt. Das fand ich störend, denn so konnte ich mich nicht richtig in Colomba, die für mich die eigentliche „Heldin“ des Thrillers ist, hineinfühlen. Die Figur Torre bleibt dem Leser insgesamt eher fremd. Erst gegen Schluss gibt es mehr Einblicke in seine Gefühle und Gedanken, doch richtig mit ihm anfreunden konnte ich mich nur schwer.

    Die Auflösung hat extrem lang auf sich warten lassen und hat sich dann noch in ihrer Gänze hingezogen. Zwar fand ich die Auflösung insgesamt gelungen, aber ein großer Überraschungsmoment blieb aus. Dafür war die Lösung wieder zu komplex und bestand aus zu vielen Einzelteilen.

    Für mich insgesamt eine starke Geschichte, deren Längen die Spannung leider zunichtemachen.

  8. Cover des Buches Rabenschwarze Intelligenz (ISBN: 9783492259156)
    Josef H. Reichholf

    Rabenschwarze Intelligenz

     (28)
    Aktuelle Rezension von: ulrikerabe

    Raben und Krähen. Schöne schwarze Geschöpfe. Obwohl sie zu den Singvögeln gehören, können sie nicht singen. Als Räuber dezimieren sie den Singvogelbestand und bringen die Jägerschaft in ein Dilemma. Dass diese Tiere nicht nur schön anzuschauen sind, sondern auch klug sind, das will der Ornithologe, Zoologe und Evolutionsbiologe Josef H. Reichholf verdeutlichen.

    Rabenschwarze Intelligenz, wenn das kein Titel ist, der mich anspricht. Das Thema ist hoch interessant und doch will ich bei derart populärwissenschaftlichen Büchern und keine Doktorarbeit. Weniger Zahlen und Statistiken, weniger Ausschweifungen, dafür mehr Anekdoten wären für den Lesesfluss anregender. Detailliert verliert sich der Autor in Gattungszuordnungen, Siedlungs-, Paarungs-, Brut- und Fressverhalten. 

    Reichholf zeigt den Raben auch in seiner mythologischen Bedeutung: „Die alte Germanen haben die Intelligenz der Raben sehr wohl gekannt.“ Vom heidnischen Göttervögel wandelte sich das Bild des Raben später und war er als Unheilbringer, Begleiter von Hexen und Totenvogel verschrien.

    Wie der Rabe zum „Nussknacker“ wird, sich im Großstadtdschungelzurecht findet oder Werkzeug benutzt, erfahren wir ganz zum Schluss. 

  9. Cover des Buches Bestie Mensch (ISBN: 9783499620928)
    Thomas Müller

    Bestie Mensch

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Giuse
    Das Fachbuch für einen um Definitionen ringenden Leser. 
    Das unfassbare Grauen gegenüber Serienmördern macht es unmöglich, Begriffe zu finden, Unsagbares in Worte zu giessen und es zu relativieren. Dem gegenüber setzt der Kriminalpsychologe die Beobachtung und die Analyse.

    Thomas Müller zeigt mehr, als Portraits von Serienmördern. Mit Hilfe einer Anzahl von Berichten erstellt er das plastische Abbild eines funktionierenden Wahns. Man erkennt den dünnen Riss zwischen Normalität und Todesgefahr, zwischen soziopositivem Verhalten und Zerstörungswillen.

    Die Lebensgeschichte von Serienmördern zeigt rückblickend eine mögliche Entwicklungsrichtung auf. Dass der Mensch sich entscheidet, ist ihm selbst überlassen und Thomas Müller versteht nicht, er vollzieht archivarisch eine Entwicklung nach. Daraus zieht er Schlüsse und sieht Handlungsmöglichkeiten voraus.

    Ich habe das Buch sehr langsam gelesen. Es hat mich in Gedanken durch den Tag begleitet. Es hat bei mir eine Wirkung hinterlassen, wie nur wenig Bücher es tun. Es hat meine Wahrnehmung geschult. Es hat meine Fähigkeiten verstärkt, Verhaltensmotive zu sehen.

    Das Buch fand ich einigermassen gut geschrieben, das ist mir bei dieser Art Buch nicht wichtig, so habe ich 5 Sternen gegeben.

  10. Cover des Buches Männerkrankheiten (ISBN: 9783548374123)
    Hanna Dietz

    Männerkrankheiten

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Mimabano
    FEHLKAUFALARM! Der titel und das cover sind originell und machen lust auf das buch. das thema ist natürlich auch immer ein dauerrenner.dann klebt auf dem cover noch eine bestselleretikette vom "spiegel", und dem buchkauf steht nichts mehr im wege.anfangs sind die beispiele noch witzig. allzuschnell verging mir das lachen ,denn es wurde immer langweiliger und trockener. der wörterbuchstil ist auch anstrengend zum lesen.gewisse beispiele fand ich übertrieben und einfach nur lächerlich.zum beispiel finde ich es unnötig meinem mann eine zu scheuern ( wie es das buch suggeriert) wenn er mal eine andere frau anschaut.denn ich schaue auch wenn es was schönes zu sehen gibt .und mein motto ist : auswärts kannst du dir appetit holen , aber gegessen wird zu hause.und an gemüseintoleranz leide ich als frau auch.Fazit: für mich ist das kein bestseller und es gibt andere ahnliche bücher die um einiges besser sind.Klappentext:der mann ist die krone der schöpfung. doch wer selbst ein exemplar zu hause hat, weiss längst : männer leiden an den seltsamsten krankheiten.soe haben eine angeborene gemüseintoleranz.ihre chronische haushaltsschwäche erwerben sie durch dauerhaftes verwöhntwerden.und mit ihrer smartphonitis treiben sie ihre partnerinnen in den wahnsinn.behandelbar sind die mannerkrankheiten leider nicht- aber sehr lustig.
  11. Cover des Buches Der Affe in uns (ISBN: 9783423345590)
    Frans de Waal

    Der Affe in uns

     (14)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    Persönlich bin ich dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen – aus Zimperlichkeit geborene Euphemismen haben im wissenschaftlichen Diskurs nichts zu suchen.

    Was macht den Mensch so einzigartig? Hat er nicht mehr mit seinen nächsten Verwandten gemein, als angenommen? In diesem Buch wird ein Vergleich gezogen zwischen dem Mensch und seinem Verhalten und den Menschenaffen. Neben einfachen Vergleichen und Annekdoten aus dem Leben seiner Schützlinge betrachtet Frans de Waal die menschlichen Eigenschaften Machtsuche, sexuelles Verlangen, Gewaltbereitschaft und Sanftmut genauer und vergleicht uns dabei mit den Affen. Er betrachtet besonders Schimpansen und Bonobos – der eine als „aggressiver Mörder“, der andere als „erotischer Friedensstifter“. Allerdings stellt er selbst klar, dass diese Aussagen Verallgemeinerungen sind und beiden Arten sowohl gute als auch schlechte Eigenschaften zueigen sind – genauso, wie den Menschen.


    Neben dem sehr interessanten Thema war es hier der Schreibstil, der mich überzeugen konnte. Basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen und jahrelangen Beobachtungen erzählt de Waal zu den einzelnen Themen vor sich hin, vermischt dabei einfache Vergleiche mit Erzählungen zum Verhalten der Affen, Ereignissen aus seinem Leben und Vergleichen zu anderen Wissenschaftlern und deren Aussagen. So war das Buch nicht nur herrlich leicht zu lesen, sondern dabei auch noch unterhaltsam.

    Faszinierend fand ich dabei wie persönlich die Geschichten um „seine“ Affen klangen. Nicht nur werden sie mit Namen und eigenem Charakter vorgestellt, man spürte auch den engen Kontakt, den er zu den Tieren pflegte. Durch das immer wieder Auftauchen einzelner Affen hatte auch ich das Gefühl, einige davon näher kennenzulernen.

    Besonders in seinen Vergleichen zur gesellschaftlichen Meinung brachte de Waal seine persönliche Meinung zum Ausdruck. Dabei konnte er mitunter auch sarkastisch werden. Unterhaltend – besonders durch den Spott, den er manchmal zum Ausdruck bringt – waren für mich auch die ab und zu eingefügten Annekdoten in denen er sich mit anderen Wissenschaftlern auseinandersetzt.

    Die Themen, die er anschneidet sind nicht immer Charaktereigenschaften, die der Mensch sich gerne zugesteht. Seien es die Gier nach Macht, als auch der Reiz sexueller Erfahrungen werden gerne verschleiert. De Waal spricht hier sehr offen und direkt die einzelnen Begebenheiten an, nennt sie beim Namen und versucht nicht umständlich zu umschreiben. Besonders auffallend war das beim Thema Sex, der bei den Bonobos in unterschiedlichen Varianten und Ausprägungen vorkommt. Ich war schon sehr gespannt darauf, wie er hier Bezüge zum Menschen ziehen wird.

    Indem er immer wieder auf die Menschenaffen zurückgreift, will de Waal hier klarstellen, dass viele der menschlichen Eigenschaften gar nicht so rein menschlich sind. Dennoch ist das Hauptobjekt der Betrachtungen weder der Schimpanse noch der Bonobo, sondern der Mensch mit seinem Verhalten und sozialen Systemen.

    Überraschend war für mich, dass sich hinter den negativ oder positiv assoziierten Kapitelüberschriften immer auch das Gegenteil wiederfand. So wird im Teil zur Gewalt auch auf die Möglichkeiten eingegangen, diese zu vermeiden oder Frieden zu schließen. Das Kapitel zur Sanftmut, das auf Kooperation und Gegenseitigkeit eingeht, beschäftigt sich aber auch mit Ungerechtigkeit und Neid.

    Fazit: Ein amüsant geschriebenes, locker zu lesendes Sachbuch, das nicht nur durch das übermittelte Wissen überzeugt, sondern vielmehr durch die vielen eingebauten Geschichten und Annekdoten.

  12. Cover des Buches Das verborgene Leben der Meisen (ISBN: 9783458363941)
    Andreas Tjernshaugen

    Das verborgene Leben der Meisen

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86
    Tjernshaugen hat mit diesem Buch ein wunderbare Hommage an die kleinen wunderbaren Meisen geschrieben. Seine Beobachtungen und seine Auffassungsgabe lassen einen als Leser wunderbar abtauchen. Er beschreibt aber auch viele Hintergünde die es Wert sind, sie sich durchzulesen. Auch wenn er dabei nichts schönt, zeigt es,das wir Menschen einfach zu viel in die Natur eingreifen und zerstören. Seine Landschaftsbeschreibungen und die Beobachtungen daraus, lassen dieses Buch unheimlich luftig wirken. Es ist auch mal in Ordnung wenn man es für 3-4 Tage mal nicht liest sondern dabei die Aufmerksamkeit den Vögeln im Garten widmet. Seine Beobachtungsweise bringt einem als Leser so viele Details wieder, das man sofort zwischen männlicher und weiblicher Kohlmeise unterscheiden kann. Tjernshaugen wirkt bei keinem Satz belehrend oder nüchtern, ganz im Gegenteil. Er weiß den Leser zu fesseln und mit seinen privaten Erzählungen wirkt er wie der Nachbar von nebenan. Sehr schön und wichtig zu erwähnen sind die Fotos/Zeichnungen im Buch. Davon hätten es auch gern mehr sein dürfen. Was mir ebenfalls noch sehr gut gefallen hat ist die Haptik des gesamten Buches. Es ist mal ganz anders als die anderen Bücher. Der Verlag hat einen ganz einfach Pappeinband gewählt, der eben sehr natürlich und dennoch wertig wirkt. Was für viele vielleicht billig aussieht, ist aber ökologisch ein toller Schritt in der Buchindustrie. Dieses Buch hat mir unheimlich viel und noch mehr Details über die wunderschönen kleinen, quirligen Meisen beschert. Jede ist bei mir und in meinem Garten mehr als willkommen und ich werde noch mehr dafür tun als ohnehin schon, dass sie sich richtig wohl fühlen. Dieses Buch ist einfach nur empfehlenswert!
  13. Cover des Buches Mamas letzte Umarmung: Die Emotionen der Tiere und was sie über uns aussagen (ISBN: 9783608964646)
    Frans de Waal

    Mamas letzte Umarmung: Die Emotionen der Tiere und was sie über uns aussagen

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Schneeflamme

    „Mamas letzte Umarmung- Die Emotionen der Tiere und was sie über uns aussagen“ von Frans de Waal mit der ISBN 9783608964646. Der Autor gilt als der weltweit führende Forscher auf diesem Gebiet Verhaltensforschung bei Tieren. Sind Affen die besseren Menschen? De Waal schildert anschaulich, wie Tiere – insbesondere Menschenaffen – empfinden, mitempfinden, leiden, sich freuen, sozial sind, trauern, wütend, umgänglich sind. Somit ein Muss für alle die gerne Tierdokus im Fernsehen sehen. Denn man lernt nicht nur etwas über Tiere, sondern auch erstaunliches über die eigene Rasse. „Als Menschen sich noch die Hand geben durften, rochen sie danach an der Hand, vor allem, wenn sie Kontakt zu einer Person gleichen Geschlechts hatten. Instinktiv halten wir unsere Hand nahe ans Gesicht, um die chemische Duftmarke wahrzunehmen, die Aufschluss über die Verfassung des anderen gibt“, schreibt der Primatenforscher. Und wieder sind wir ein Stück schlauer, denn auf jeder Seite gibt es etwas zum staunen. Zum anderen staunt man als Leser über die Beobachtungsgabe des Forschers. Somit ein sehr spannender Buchtitel.

  14. Cover des Buches Das Vogelhaus (ISBN: 9783442716265)
    Eva Meijer

    Das Vogelhaus

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Nadezhda

    Auch mir hat der ruhige Duktus des Romans gefallen. Die in gänzlich unterschiedlichen Tempi aufs Ende hinarbeitenden Stränge um Len Howard selbst und um ihre Lieblingskohlmeise Sternchen haben dem Buch eine interessante Dynamik verliehen, die am Schluss noch einmal eine berührende Wendung genommen hat. Die verschiedenen Bögen, in denen das Leben von Len Howard verlief, haben mich zum Nachdenken über Lebensentwürfe, biografische Wendepunkte und den Umgang mit (zwischen-)menschlichen Erwartungen, Enttäuschungen und Urängsten angeregt.


    Dennoch muss ich anmerken, dass die Darstellung der Person bzw. im Roman der Figur Len Howard mich nicht gänzlich überzeugt hat. Ihre natürliche Distanz zu anderen Menschen erschließt sich nicht immer deutlich genug; ihr Verhältnis zu anderen Menschen bleibt unscharf - und soll das sicher auch. Jedoch war mir nicht immer klar, ob die Unschärfe von der Autorin gezielt produziert wurde oder ob es ihr einfach nicht besser gelungen ist, diese Distanz in entsprechende Dialoge und Handlungen einzubetten. Erst die alte Len Howard darf nach außen hin ordentlich schrullig wirken, während das Geschehen aus ihrer Logik betrachtet absolut schlüssig erscheint...


    LiebhaberInnen von Gartenvögeln kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Es enthält äußerst interessante Beobachtungen zum Leben und Verhalten dieser hübschen kleinen Mitbewohner. Nie wieder werde ich unsere Futterkörbchen und das Herumgehampel des Vogelkindergartens im Garten mit denselben Augen sehen wie vorher: das sind nicht einfach nur süße Vögelchen, die sich vor der Katze hüten müssen, sondern echte Individuen.


    Im Frühjahr erscheint die Taschenbuch-Ausgabe und wird hinsichtlich des Covers dann endlich, entsprechend dem niederländischen Original, auch dem Inhalt des Romans gerecht werden, indem Kohlmeisen abgebildet sind und nicht ein Rotkehlchen. Auch wenn ich das Cover der gebundenen Ausgabe sehr ansprechend finde, muss ich doch gestehen, dass das Rotkehlchen mich die ganze Lektüre über gewaltig irritiert hat. 

  15. Cover des Buches Brazzaville Beach (ISBN: 9783833304903)
    William Boyd

    Brazzaville Beach

     (20)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    ‚Das Unvermeidliche muß man freudig annehmen‘ (Seite 409)

    Hope Clearwater lebt nach zwei seltsamen und verstörenden Ereignissen, die sich in Europa und in Afrika zugetragen haben, recht zurückgezogen in einem Strandhäuschen am Brazzaville Beach.

    In ‚Brazzaville Beach‘ erzählt William Boyd abwechselnd von ihrem Leben in England, ihrer Ehe mit John Clearwater, seiner Besessenheit im Bereich der Mathematik, ihrer Forschungstätigkeit in Europa sowie vom Leben in Afrika, ihrer Arbeit als Primatologin, den Beobachtungen zum Zusammenleben von wilden Schimpansen und den sonderbaren Geschehnissen im Forschungszentrum Grosso Arvore, die von Hope beobachtet und von den anderen Forschern aber lange abgestritten werden.

    Neben diesen Einblicken ins Privat- und Berufsleben Hopes bekommt der Leser zudem Einsicht in mathematische Themen und in einen afrikanischen Bürgerkrieg.

    Vor ein paar Jahren habe ich mehrere Bücher von Boyd gelesen, und obwohl ich meist sehr begeistert war, habe ich nun einige Jahre Boyd-Pause gehabt. Nach der Lektüre von ‚Brazzaville Beach‘ habe ich große Lust, mich dem Autor wieder mehr zuzuwenden, denn ‚Brazzaville Beach‘ ist ein souverän geschriebener, durchdacht konstruierter und spannender Roman, der mehrere Themen auf gelungene Weise miteinander verwebt.

    Faszinierend finde ich an Boyd vor allem, dass er sich immer neuen Themen widmet, in diese aber jedes Mal perfekt eintaucht, daraus eine glaubhafte Geschichte spinnt, sich nie selbst wiederholt. Und so ist auch ‚Brazzaville Beach‘ eine Geschichte, die man nicht schon x-mal gelesen hat, die einen an einen anderen Ort versetzt, die einem Wissen vermittelt und die zudem hervorragend unterhält.
  16. Cover des Buches Das Haus der Treppen (ISBN: 9783423078597)
    William Sleator

    Das Haus der Treppen

     (80)
    Aktuelle Rezension von: tanja-friesenfrau
    Eher ein sehr verwirrendes Buch,dessen Titel ich etwas unglücklich gewählt findet. Zum Inhalt: Fünf 16jährige finden sich plötzlich an einem merkwürdigen Ort wieder, wo es nur Treppen gibt, die ins Nichts zu führen scheinen. Die Jugendlichen begreifen schnell, daß sie sich in einer lebensbedrohenden Lage befinden, die ihnen das Äußerste abverlangt, und daß bestimmte Verhaltensmuster belohnt werden. Bald bricht unter den Jugendlichen ein Kampf aller gegen alle aus. Doch da wollen Lola und Peter nicht mehr mitmachen. Ungeachtet der Konsequenzen, versuchen sie den Teufelskreis zu durchbrechen ... Während des Lesens suchte ich immer nach dem Sinn der Treppen, da ich davon ausging, wenn ein Buch schon diesen Titel trägt, dann hat das auch was zu bedeuten. Die Treppen scheinen mir aber eher nebensächlich und Mittel zum Zweck zu sein. Zur Geschichte tragen sie recht wenig bei. Keine Ahnung, ob es das war, was mich verwirrt hat, denn alles in allem, fand ich die Geschichte schon logisch und flüssig geschrieben. Aber der Inhalt war für mich recht unbefriedigend und um ganz ehrlich zu sein- platt. Vielleicht liegt es ja auch an der "falschen Zielgruppe", denn aus dem Jugendalter bin ich ja längst raus. Gelesen und gut- dieses Buch landet auf dem Bücherflohmarkt.
  17. Cover des Buches Die Glücksformel (ISBN: 9783809438229)
    Stefan Klein

    Die Glücksformel

     (37)
    Aktuelle Rezension von: BettinasBuechereck

  18. Cover des Buches Gorillas im Nebel (ISBN: 9783426048085)
    Dian Fossey

    Gorillas im Nebel

     (34)
    Aktuelle Rezension von: KruemelGizmo
    Ich wollte dieses Buch schon lange lesen und bin vielleicht mit zu großen Erwartungen daran gegangen. Das Buch besteht zum größten Teil aus einer Aufzählung von Fakten, mir kommt das eigentliche Leben der Gorillas oder von der Autorin zu kurz. Auch der Schreibstil war nicht meiner und ich musste mich ein wenig durch das Buch kämpfen. Wer an bloßen Faktenwissen interresiert ist, wird an diesem Buch gefallen finden.
  19. Cover des Buches Die Vogel-WG (ISBN: 9783957283955)
    Karl Schulze-Hagen

    Die Vogel-WG

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Sommerregen

    Mit ihren Studien an ihren 1000 Vögeln, legten die Heinroths nicht nur Grundsteine für die Verhaltensforschung sondern trieben auch die Ornithologie maßgeblich voran.
    In diesem Werk sollen die Heinroths und ihre Arbeiten vorgestellt und begreifbar gemacht werden. Dies geschieht auf sehr verständliche Art und Weise, sodass man auch als Nichtvogelkenner gut die Inhalte versteht.
    Dabei lassen die Autoren des Werkes Oskar und Magdalena Heinroth selbst zu Wort kommen, indem sie aus deren Werk „Die Vögel Mitteleuropas“ die ihnen liebsten Einträge zitieren… Und das bereits ab Seite 95. Bei einem Buch von 272 Seiten ist schnell klar, wo der Fokus liegt. Mich hat dies offen gestanden etwas enttäuscht, denn – auch wenn ich die einzelnen Vogelportraits interessant fand – waren für mich die Passagen über den Einfluss und die geschichtlichen Umstände wesentlich ansprechender.
    So haben mich einige Abschnitte aus den Schriften der Heinroths verblüfft oder befremdet zurück gelassen, wenn beispielsweise die Turteltaube durch Kussmund gefüttert wird (S. 145), die Rohrdrommel blutig beißt (S. 161) oder der Wachtelkönig Magdalenas Hand mehrfach begattet (S. 146). Zweifellos ist das Ehepaar den Tieren so nah gekommen wie sonst niemand und hat definitiv zahlrecihe Erkenntnisse im Bereich der Ornithologie gewonnen, trotzdem vermochten mich die kommentierten Auszüge nicht wirklich zu überzeugen.
    Was mich hingegen sehr beeindruckt hat, ist die qualitativ sehr hochwertige Gestaltung des Buches. Zahlreiche Fotografien dokumentieren die Erkenntnisse, den Alltag oder die Fortschritte der Vogel-WG. Auch der lange Anhang mit einer Vielzahl an Belegen spricht für das Werk und bietet die Möglichkeit, eienständig tiefer in das Thema einzutauchen.

    Insgesamt weiß ich nicht so recht was ich von dem Werk halten soll, da ich nach lesen des Klappentext eine andere Vorstellung vom Werk hatte. Nichtsdestotrotz habe ich einiges dazu lernen können und bin (besonders bei dem ersten leider recht kurz ausfallenden Part)froh, „Die Vogel-WG“ gelesen zu haben.
    Somit vergebe ich drei Sterne

  20. Cover des Buches Unsere Gene (ISBN: 9783596155989)
    Terry Burnham

    Unsere Gene

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Korona (ISBN: 9783426638514)
    Thomas Thiemeyer

    Korona

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Steffi_the_bookworm

    Abgebrochen auf Seite 370


    Ich lese sowohl die Jugendbücher als auch die Mystery Thriller von Thomas Thiemeyer unglaublich gerne und war von diesen oft begeistert. Korona lag schon lange auf meinem Sub und aufgrund des zur aktuellen Situation passenden Titels, spontan zu dem Buch gegriffen.


    Leider hat dieses Buch meinen Geschmack überhaupt nicht getroffen. Von Beginn an  habe ich mich schwer getan in das Buch reinzukommen und fand sowohl Geschichte als auch Setting als auch Handlungsfluss einfach nur langweilig. 


    Ab Seite 150 habe ich dann angefangen zu überfliegen, aber auch das habe ich nicht bis zum Ende durchgehalten.

  22. Cover des Buches Das Aha-Erlebnis: Wie plötzliche Einsichten entstehen und wie wir sie erfolgreich nutzen - (ISBN: 9783421047014)
    Mark Beeman

    Das Aha-Erlebnis: Wie plötzliche Einsichten entstehen und wie wir sie erfolgreich nutzen -

     (5)
    Aktuelle Rezension von: MargareteRosen
    Zwei Autoren schreiben fachlich hochinteressant. Der Stil ist so leicht, dass ich zwischendurch dachte, dass ich einen leichten Roman lese.

    Die Fakten werden allgemeinverständlich aufbereitet. Die verwendeten Fachbegriffe gut erklärt und die Sprache bleibt durchweg für jeden Leser gut zu verstehen.

    Von Kapitel zu Kapitel werden wir auf den neuesten Stand der Forschung und deren praktischer Anwendung gebracht.

    Die "Rate"-Beispiele werden gut im Kontext der verwendeten Forschungen erklärt.

    Wir können uns fragen: Sind wir ein Analyst oder doch eher ein Einsichtsvoller? Genug Hilfe es herauszufinden gibt es im Buch.

    Besonders entspannend fand ich den Satz "Jeder tickt anders!"

    Die rund 300 Seiten haben sich doch recht leicht lesen lassen und mir die eine und andere neue Erkenntnis über mein Denken beschert.

    Fazit: Gutes Fachbuch, auch für "Nichtwissenschaftler".
  23. Cover des Buches Das sogenannte Böse (ISBN: 9783423330176)
    Konrad Lorenz

    Das sogenannte Böse

     (9)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Schmerzgrenze (ISBN: 9783896674371)
    Joachim Bauer

    Schmerzgrenze

     (4)
    Aktuelle Rezension von: ENI

    Ich finde das Buch gut und konnte einiges lernen. Bauer befreit einem von dem Mythos der Agression. Das Buch hilft dabei über zwischenmenschliche Beziehungen nachzudenken und eine Sensibilität für menschliches Verhalten zu entwickeln. 

    Ich fand die Kapitel 1 (Mythos Agression) und 2 (Grundmotivation der Menschen) sowie die Zusammenfassung 7 (Alltägliche und globale Gewalt verstehen und begrenzen lernen) sehr gelungen. Kapitel 5 (Auf der Suche nach den Ursprüngen ...) war mir persönlich zu lang und hat mich nicht interessiert. Das Kapitel 6 (Gegenpole zur Dynamik der Agression ...) war mir zu oberflächlich.

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