Bücher mit dem Tag "verhaltensforschung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "verhaltensforschung" gekennzeichnet haben.

74 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.406)
    Aktuelle Rezension von: DallingerAlois

    Was für eine Handlung. Wie hängt alles auf der Welt zusammen. 

    Frank Schätzing hat ein Meisterwerk geschaffen das ich persönlich jedem RATE zu lesen. Am Anfang sind es eine kurze Kapitel- die jeweils für sich einen neuen Anfang bilden- doch schnell geht es zu Sache. Nach diesem Buch sieht man die Welt durch andere Augen. Vor einigen Jahren habe ich es schon gelesen und jetzt erneut - um auf die Verfilmung zu warten. 


  2. Cover des Buches Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke (ISBN: 9783442484386)
    Karen Joy Fowler

    Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke

     (97)
    Aktuelle Rezension von: graefinrockula

    Die fabehlhaften Schwestern der Familie Cooke“ von Karen Joy Fowler ist ein emotionales Buch mit Tiefgang, welches zum Nachdenken anregt.

    Das Buch, welches in der Ich-Perspektive geschrieben ist, beginnt mit einer scheinbar normalen jungen Frau, welche versucht ihr Leben zu ordnen. Das nicht ganz leichte Verhältnis zu ihrer Familie durch das Verschwinden ihrer zwei Geschwister scheint zunächst nachvollziehbar. Durch viele Zeitsprünge wird einem das Ausmaß der Tragödie erst bewusst. Fern und Rosemary wachsen wie Zwillinge auf. Doch Fern verschwindet. Erst im Laufe der Geschichte wird das Geheimnis um Ferns Identität gelüftet. Eine Geschichte über Toleranz, Mitgefühl und Verantwortung gegenüber allen Lebewesen auf der Welt.

    Durch die Ich-Perspektive liegt der Fokus klar bei Rosemary, da Figur und Erzählerrolle zu einem verschmelzen. Eine intelligente, junge Studentin. Der sprachliche Stil der Erzählung passt sich dieser Gegebenheit an und machen diese authentisch. Es werden außerdem sowohl Klassiker der Literatur wie Les Miserables zitiert, als auch Größen der Jugendkultur (Star Wars). Wir erfahren nur langsam Einblick in Rosemarys Innenwelt, auch dies passt zu dem Charakter der gezeichneten Figur. Am Anfang ist dies vielleicht etwas frustrierend, da Rosemary in der Erzählerrolle nicht auf den Punkt zu kommen scheint. Doch genau dieses sprunghafte und teilweise ausweichende macht die Erzählung auch interessant und sorgt dafür, dass man unbedingt weiter lesen möchte.

    Ich persönlich kann dieses Buch wärmstens empfehlen. Allerdings sollte man es in Ruhe und mit Zeit zum Nachdenken lesen. Denn ich empfand das Lesen als eine Art von Katharsis. Rosemary mag nach der Erzählung vielleicht immer noch die unsichere  und sozial etwas unfähige Frau zu sein, doch ich als Leser habe mich definitiv verändert. Ein gelungenes Buch, welches der heutigen Zeit auch an manchen Stellen radikal den Spiegel vorhält.

  3. Cover des Buches Ich bin die Nacht (ISBN: 9783404169238)
    Ethan Cross

    Ich bin die Nacht

     (1.179)
    Aktuelle Rezension von: Tami24

    Klappentext:

    Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.

    Meinung:

    Ich finde das Buch von Ethan Cross hat das, was ein gutes Buch braucht...Man will es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Auch wenn der Anfang ein wenig überfordernd gewesen ist, da so viel so schnell auf mal passiert ist, war das Buch einfach wirklich richtig gut.

    Die Geschichte ist durchgehend von Anfang bis Ende einfach nur spannend, sie ist blutig und verpasst einem zwischendurch wirklich eine Gänsehaut.

    Francis Ackermann ist ein gnadenloser Psychopath. Auf bestialische Art und Weise bringt er die Menschen um.

    Das Ende hat mich dann doch ein wenig verblüfft. Aber es macht mich total neugierig auf Band 2.


  4. Cover des Buches Eiskalte Verschwörung (ISBN: 9783827194374)
    Astrid Korten

    Eiskalte Verschwörung

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Irve


    .
    Bardo Erbach, ein renommierter Kriminologe und Berater des Innernministeriums, stirbt plötzlich an Herzversagen. Sehr zur Verwunderung seiner Tochter Alexa, denn sie hatte ihn erst vor kurzer Zeit selbst untersucht und keine Unregelmäßigkeiten feststellen können. Viel Zeit, sich um den Tod ihres Vaters Gedanken zu machen, hat sie allerdings nicht, denn ihr wird die Leitung einer psychologischen Studie angeboten. (Den Originalbeitrag findet ihr auf meinem LitBlog: https://irveliest.wordpress.com/2016/03/24/astrid-korten-eiskalte-verschwoerung/). Alexa arbeitet an einer Forensischen Stafanstalt und sagt zu, diese Studie an einem ihrer Patienten durchzuführen. Sie tut dies nach bestem Wissen und Gewissen und ist sehr erstaunt darüber, dass der Entwicklungsverlauf ihres Probanden zunächst überraschend negativ ausfällt, bevor schließlich alles aus dem Ruder läuft.

    Auch im Privatleben von Alexa Erbach summieren sich merkwürdige Vorfälle. Ihr Mann Tom verhält sich immer auffälliger, ebenfalls ihr Sohn Josh.. Was ist nur los?

    Zur Zeit an einem anderen Ort lesen wir von Janus, der auf abartigste Weise Frauen quält – und ich hätte mir sehr gewünscht, dass die Autorin nur die kranken Fantasien des Mannes beschreibt und er diese Taten nicht wirklich begeht. Nicht nur für einzelne Frauen ist der Mann gefährlich, denn an anderer Stelle erfahren wir, dass Janus auch im Untergrund der Weltpolitik seine schwarze Seele zeigt. Der Software-Entwickler ist in den Handel mit ganz und gar nicht legalen Programmen verwickelt.

    Astrid Korten hat einen actionreichen, sehr rasanten Thriller über die Themen Überwachung, Spionage und intrigante Manipulation geschaffen. Dabei wird der Leser damit konfrontiert, welche Gefahr droht, wenn digitale Daten in die falschen Hände gelangen. Das Thema ist sicher nicht neu, aber im Hinblick auf den technischen Stand unserer Welt wird es ein Dauerbrenner bleiben und ständig an Brisanz gewinnen. Wir reden hier nicht von Daten, die auf irgendwelchen Payback-Karten gespeichert und zu Werbezwecken verkauft werden. Es geht ans Eingemachte, die persönliche Sicherheit, die Gefahr der unbemerkten Manipulation, die möglicherweise bin hin zur Handlungsunfähigkeit von Staaten führen kann.

    Die Autorin hat umfassend für ihren Thriller recherchiert und leitet dieses Wissen in Form eines Anhangs an den Leser weiter. Das ist sehr hilfreich, denn der Thriller selbst weist ein hohes Erzähltempo auf, hat keine Zeit, lange an einem Ort zu verweilen, oder sich mit langen Hintergrundinformationen aufzuhalten. Mir persönlich wäre dieser ausführlichere Stil gelegener gekommen. Man muss schon sehr gut aufpassen, was passiert und von wem die Rede ist. Denn es geht Schlag auf Schlag, alles ist wichtig und zu leicht könnte ein wichtiger Aspekt überlesen werden.
    Aber der Schreibstil ist ja bekanntlich Geschmackssache.

    Ebenso „knapp“ wie die Handlung werden die Charaktere behandelt. Hier gibt es keine Gelegenheit, die Figuren richtig kennenzulernen, mit ihnen warm zu werden. Daher konnte ich mich mit niemandem wirklich identifizieren….aber eins war klar: Ich hoffte sehr, dass es Janus an den Kragen gehen würde – und zwar so fies wie möglich!

    Wirklich begeistert hat mich der Schluss. Denn der Thriller endet mit einer Wende, mit der ich nie und nimmer gerechnet hätte! Der Aha-Effekt war gewaltig und alle losen Fäden, die ich bis dahin während des Lesens angesammelt hatte, wurden zu einem pechschwarzen Faden der Erkenntnis verwoben – wobei….so ganz beendet ist die Geschichte für einige der Protagonisten eigentlich nicht….

    Dieser gut recherchierte Thriller über die Gefahr der Datenmanipulation ist am Puls der Zeit. Sein fixer Erzählstil dürfte allen gefallen, die es tempo- und actionreich mögen. Und wer unerwartete Wendungen zum Schluss mag, kommt ebenfalls auf seine Kosten.

    Inhalt
    Berlin ist in Aufruhr.
    Als das Herz von Bardo Erbach, renommierter Kriminologe und Berater des Innenministeriums, aufhört zu schlagen, erschüttert gleichzeitig ein bestialischer Mord die Bundeshauptstadt.
    Seine Tochter Alexa, Leiterin der Forensischen Strafanstalt, stimmt nach seiner Beisetzung einer Studie des Innenministeriums zu. Parallel geraten Alexa, ihr siebenjähriger Sohn Josh und Tom, ihr Ehemann und Ermittler beim BKA, ins Visier des Softwareentwicklers und Psychopathen Janus. Gewalt und Tod bestimmen auf einmal Alexas Leben …
    Ein spannender, hochbrisanter Top-Thriller, der die Gefahren von Predictive Policing – die vorhersehende Polizeiarbeit – und der digitalen Überwachung skizziert.

    Buch
    „Eiskalte Verschwörung“ von Astrid Korten ist unter der ISBN-Nr. 978-3-8271-9437-4 im Niemeyer Buchverlag erschienen. Der Thriller umfasst 304 Seiten und ist ebenfalls als Ebook erhältlich.

    Autorin
    Astrid Korten, geboren 1962 im niederländischen Heerlen, lebt heute mit ihrer Familie in Essen. Sie studierte Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Leiden und Maastricht, arbeitete viele Jahre als Marketing- und Vertriebsleiterin sowie als Geschäftsführerin eines renommierten Pharmaunternehmens. Ihre große Leidenschaft aber ist das Schreiben, das sie 2004 zu ihrem Beruf machte. Astrid Korten schreibt Thriller, Romane für Kinder und Erwachsene sowie Drehbücher, Theaterstücke und Kurztexte. Ihr bevorzugtes Genre ist die Spannung. Bei ihrer akribischen Recherche lässt sie sich von Forensikern, Psychologen, Gentechnologen, Pathologen und Medizinern beraten. Die Autorin ist Mitglied im Syndikat und Mörderische Schwestern e.V. und außerdem als Kultur-Redakteurin für das erfolgreiche Online-Portal FRAUENPANORAMA tätig. In ihrer Freizeit spielt sie Saxophon, malt (Öl auf Leinen) und unterstützt ehrenamtlich diverse humanitäre Organisationen
    Quelle: Niemeyer Buchverlag

  5. Cover des Buches In der Finsternis (ISBN: 9783492309134)
    Sandrone Dazieri

    In der Finsternis

     (139)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Sandrone Dazieri hat mit „In der Fisternis“ den 1. Teil seiner Thriller-Reihe mit dem Ermittler-Duo Dante Torre und Colomba Caselli vorgelegt. Neben der absolut genialen Handlung begeistern gerade die beiden Ermittler. Beide haben ein Trauma zu bewältigen. Dantes liegt schon lange zurück aber es hat ihn zu dem gemacht der er heute ist. Und Colomba hat noch mit den Folgen einer polizeilichen Aktion zu kämpfen und ist eigentlich noch gar nicht wieder diensttauglich. In ihrem Fall erfährt man dann nach und nach, warum ihr Chef sie jedoch für diesen Einsatz angefordert hat. Wobei Dantes Geschichte in einer Art Vorkapitel erzählt wird. Der Thriller ist fulminant. Der Autor baut immer wieder neue Wendungen und falsche Spuren ins Geschehen ein. Und das Finale hat mich dann noch einmal echt verblüfft. 

    Kurzum:  Dies ist ein hochklassiger, rasanter, fesselnder und mit erstaunlichen Wendungen daherkommender Psychothriller. Sowohl der Handlungsablauf als auch die Darstellung der beiden Hauptakteure haben mich überzeugt. Wer mehr als nur Krimi will, sollte sich diesen „Psycho“ gönnen. Von mir gib es eine absolute Empfehlung und 5 von 5 Sterne.

  6. Cover des Buches Rabenschwarze Intelligenz (ISBN: 9783492259156)
    Josef H. Reichholf

    Rabenschwarze Intelligenz

     (28)
    Aktuelle Rezension von: ulrikerabe

    Raben und Krähen. Schöne schwarze Geschöpfe. Obwohl sie zu den Singvögeln gehören, können sie nicht singen. Als Räuber dezimieren sie den Singvogelbestand und bringen die Jägerschaft in ein Dilemma. Dass diese Tiere nicht nur schön anzuschauen sind, sondern auch klug sind, das will der Ornithologe, Zoologe und Evolutionsbiologe Josef H. Reichholf verdeutlichen.

    Rabenschwarze Intelligenz, wenn das kein Titel ist, der mich anspricht. Das Thema ist hoch interessant und doch will ich bei derart populärwissenschaftlichen Büchern und keine Doktorarbeit. Weniger Zahlen und Statistiken, weniger Ausschweifungen, dafür mehr Anekdoten wären für den Lesesfluss anregender. Detailliert verliert sich der Autor in Gattungszuordnungen, Siedlungs-, Paarungs-, Brut- und Fressverhalten. 

    Reichholf zeigt den Raben auch in seiner mythologischen Bedeutung: „Die alte Germanen haben die Intelligenz der Raben sehr wohl gekannt.“ Vom heidnischen Göttervögel wandelte sich das Bild des Raben später und war er als Unheilbringer, Begleiter von Hexen und Totenvogel verschrien.

    Wie der Rabe zum „Nussknacker“ wird, sich im Großstadtdschungelzurecht findet oder Werkzeug benutzt, erfahren wir ganz zum Schluss. 

  7. Cover des Buches Männerkrankheiten (ISBN: 9783548374123)
    Hanna Dietz

    Männerkrankheiten

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Mimabano
    FEHLKAUFALARM! Der titel und das cover sind originell und machen lust auf das buch. das thema ist natürlich auch immer ein dauerrenner.dann klebt auf dem cover noch eine bestselleretikette vom "spiegel", und dem buchkauf steht nichts mehr im wege.anfangs sind die beispiele noch witzig. allzuschnell verging mir das lachen ,denn es wurde immer langweiliger und trockener. der wörterbuchstil ist auch anstrengend zum lesen.gewisse beispiele fand ich übertrieben und einfach nur lächerlich.zum beispiel finde ich es unnötig meinem mann eine zu scheuern ( wie es das buch suggeriert) wenn er mal eine andere frau anschaut.denn ich schaue auch wenn es was schönes zu sehen gibt .und mein motto ist : auswärts kannst du dir appetit holen , aber gegessen wird zu hause.und an gemüseintoleranz leide ich als frau auch.Fazit: für mich ist das kein bestseller und es gibt andere ahnliche bücher die um einiges besser sind.Klappentext:der mann ist die krone der schöpfung. doch wer selbst ein exemplar zu hause hat, weiss längst : männer leiden an den seltsamsten krankheiten.soe haben eine angeborene gemüseintoleranz.ihre chronische haushaltsschwäche erwerben sie durch dauerhaftes verwöhntwerden.und mit ihrer smartphonitis treiben sie ihre partnerinnen in den wahnsinn.behandelbar sind die mannerkrankheiten leider nicht- aber sehr lustig.
  8. Cover des Buches Das verborgene Leben der Meisen (ISBN: 9783458363941)
    Andreas Tjernshaugen

    Das verborgene Leben der Meisen

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86
    Tjernshaugen hat mit diesem Buch ein wunderbare Hommage an die kleinen wunderbaren Meisen geschrieben. Seine Beobachtungen und seine Auffassungsgabe lassen einen als Leser wunderbar abtauchen. Er beschreibt aber auch viele Hintergünde die es Wert sind, sie sich durchzulesen. Auch wenn er dabei nichts schönt, zeigt es,das wir Menschen einfach zu viel in die Natur eingreifen und zerstören. Seine Landschaftsbeschreibungen und die Beobachtungen daraus, lassen dieses Buch unheimlich luftig wirken. Es ist auch mal in Ordnung wenn man es für 3-4 Tage mal nicht liest sondern dabei die Aufmerksamkeit den Vögeln im Garten widmet. Seine Beobachtungsweise bringt einem als Leser so viele Details wieder, das man sofort zwischen männlicher und weiblicher Kohlmeise unterscheiden kann. Tjernshaugen wirkt bei keinem Satz belehrend oder nüchtern, ganz im Gegenteil. Er weiß den Leser zu fesseln und mit seinen privaten Erzählungen wirkt er wie der Nachbar von nebenan. Sehr schön und wichtig zu erwähnen sind die Fotos/Zeichnungen im Buch. Davon hätten es auch gern mehr sein dürfen. Was mir ebenfalls noch sehr gut gefallen hat ist die Haptik des gesamten Buches. Es ist mal ganz anders als die anderen Bücher. Der Verlag hat einen ganz einfach Pappeinband gewählt, der eben sehr natürlich und dennoch wertig wirkt. Was für viele vielleicht billig aussieht, ist aber ökologisch ein toller Schritt in der Buchindustrie. Dieses Buch hat mir unheimlich viel und noch mehr Details über die wunderschönen kleinen, quirligen Meisen beschert. Jede ist bei mir und in meinem Garten mehr als willkommen und ich werde noch mehr dafür tun als ohnehin schon, dass sie sich richtig wohl fühlen. Dieses Buch ist einfach nur empfehlenswert!
  9. Cover des Buches Das Vogelhaus (ISBN: 9783442716265)
    Eva Meijer

    Das Vogelhaus

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Nadezhda

    Auch mir hat der ruhige Duktus des Romans gefallen. Die in gänzlich unterschiedlichen Tempi aufs Ende hinarbeitenden Stränge um Len Howard selbst und um ihre Lieblingskohlmeise Sternchen haben dem Buch eine interessante Dynamik verliehen, die am Schluss noch einmal eine berührende Wendung genommen hat. Die verschiedenen Bögen, in denen das Leben von Len Howard verlief, haben mich zum Nachdenken über Lebensentwürfe, biografische Wendepunkte und den Umgang mit (zwischen-)menschlichen Erwartungen, Enttäuschungen und Urängsten angeregt.


    Dennoch muss ich anmerken, dass die Darstellung der Person bzw. im Roman der Figur Len Howard mich nicht gänzlich überzeugt hat. Ihre natürliche Distanz zu anderen Menschen erschließt sich nicht immer deutlich genug; ihr Verhältnis zu anderen Menschen bleibt unscharf - und soll das sicher auch. Jedoch war mir nicht immer klar, ob die Unschärfe von der Autorin gezielt produziert wurde oder ob es ihr einfach nicht besser gelungen ist, diese Distanz in entsprechende Dialoge und Handlungen einzubetten. Erst die alte Len Howard darf nach außen hin ordentlich schrullig wirken, während das Geschehen aus ihrer Logik betrachtet absolut schlüssig erscheint...


    LiebhaberInnen von Gartenvögeln kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Es enthält äußerst interessante Beobachtungen zum Leben und Verhalten dieser hübschen kleinen Mitbewohner. Nie wieder werde ich unsere Futterkörbchen und das Herumgehampel des Vogelkindergartens im Garten mit denselben Augen sehen wie vorher: das sind nicht einfach nur süße Vögelchen, die sich vor der Katze hüten müssen, sondern echte Individuen.


    Im Frühjahr erscheint die Taschenbuch-Ausgabe und wird hinsichtlich des Covers dann endlich, entsprechend dem niederländischen Original, auch dem Inhalt des Romans gerecht werden, indem Kohlmeisen abgebildet sind und nicht ein Rotkehlchen. Auch wenn ich das Cover der gebundenen Ausgabe sehr ansprechend finde, muss ich doch gestehen, dass das Rotkehlchen mich die ganze Lektüre über gewaltig irritiert hat. 

  10. Cover des Buches Das Schweigen der Lämmer (ISBN: 9783453440852)
    Thomas Harris

    Das Schweigen der Lämmer

     (875)
    Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland

    Wieder ein neuer Fall und eine neue Ermittlerin. Und mittendrin der kannibalistische Massenmörder Hannibal Lecter.

    Mit Clarice bin ich das ganze Buch lang leider nicht wirklich warm geworden. 😅 Allerdings war das auch gar nicht nötig. Denn die Geschichte allein hat ausgereicht, mich zu fesseln.

    Spannend und unverblümt präsentiert der Autor wieder eine Story, die zugleich abstoßend und faszinierend ist.

    Ich bin durch die Seiten geflogen und habe das Buch praktisch verschlungen.

    Auch hier kann ich wieder sagen: Für Thriller-Fans ein absolutes Muss. 😁

    Die Filme mit Anthony Hopkins als Hannibal Lecter kann ich übrigens auch guten Gewissens empfehlen. Wer bisher versäumt hat, sie zu sehen, sollte das auf jeden Fall nachholen. 

    Eure Licey ☘️ 

  11. Cover des Buches Mamas letzte Umarmung: Die Emotionen der Tiere und was sie über uns aussagen (ISBN: 9783608964646)
    Frans de Waal

    Mamas letzte Umarmung: Die Emotionen der Tiere und was sie über uns aussagen

     (4)
    Aktuelle Rezension von: wortknaeuel

    Der Autor Frans de Waal ist Primatologe und Verhaltensforscher mit Schwerpunkt Schimpansen und Bonobos. In seinem Buch „Mamas letzte Umarmung“ nimmt er sich eines Themas an, das in der Forschung bisher eher vernachlässigt wurde und für das Wissenschaftler belächelt werden: die Emotionen. Ein Grund dafür ist die Abwertung von Emotionen und Gefühlen als etwas primitives, während die rationale Vernunft als erstrebenswerter Gegenpart angesehen wird. Vor allem auch als etwas, was Menschen über Tiere erhebt und unter den Menschen Männer über Frauen, was also immer wieder dazu verwendet wird, hierarchische Ordnungen zu rechtfertigen. Doch Emotionen sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Verstandes.


    „Wir neigen dazu, die Emotionen zu unterschätzen, die unser Leben und unsere Institutionen organisieren; dabei bilden sie den Kern dessen, was wir tun und was wir sind.“


    Wie wir leben, wonach wir streben, wie wir mit anderen umgehen – all die kleinen und großen Entscheidungen und Handlungen in unserem Leben – werden von unseren Emotionen und Gefühlen stärker beeinflusst, als uns bewusst ist oder wir uns eingestehen wollen. Und das gilt für absolut jeden. Höchste Zeit also, sich dieses Themas auch aus Sicht der Verhaltensforschung anzunehmen.

    Bis vor kurzem war es noch üblich anzunehmen, dass Tiere kein Bewusstsein haben, und dass sie robotergleich von Instinkten gesteuert (re)agieren. Somit wurde ihnen auch eine Gefühlswelt abgesprochen, die ähnlich komplex ist wie die unsere. Anhand vieler Beispiele aus der Verhaltensforschung an verschiedenen Spezies belegt Frans de Waal, dass auch Tiere Emotionen haben, die sich sogar gleich äußern wie bei uns Menschen – warum sollten sie also auch nicht die gleiche Palette und Tiefe an Gefühlen haben wie wir? Und was können wir aus den Emotionen und Gefühlen auf den Verstand bei Tieren schließen? Mit Beispielen aus der Verhaltensforschung an Tieren, aber auch aus sozialen Experimenten an Menschen, macht der Autor deutlich, wie sehr der Verstand biologisch begründet und mit Emotionen und Gefühlen verknüpft ist. Körper und Geist lassen sich nicht trennen.


    „Emotionen können gut, schlecht und hässlich sein, bei Tieren ebenso wie bei uns Menschen.“


    Die letztendliche Konsequenz aus der Erkenntnis, dass Tiere Emotionen, Gefühle und Verstand haben, deutet Frans de Waal eher an und überlässt somit dem Leser, weiter darüber nachzudenken. Empfinden Nutztiere ihre Haltung als grausam? Leiden Fische an der Angel? Was lehrt uns das Gerechtigkeitsempfinden von Kapuziner-Äffchen über uns selbst? Das Buch gibt jede Menge Gedankenanstöße ohne allzu penetrant moralisierend zu wirken. Ich empfehle es Lesern, die sich die Frage nach dem Innenleben von Tieren vielleicht schon gestellt haben und keine Angst vor unangenehmen Wahrheiten haben. Hier werden sie fundierte Antworten finden. 

    Das Buch ist sehr anschaulich geschrieben, mit vielen Beispielen und leicht verständlichen Schlussfolgerungen. Ich mag die empathische Sichtweise auf die Tiere, die für den Autor nicht nur Forschungsobjekte sind, sondern Individuen, Persönlichkeiten, wundervolle Geschöpfe der Natur, so wie wir. Allen voran Mama, die Titelgeberin für dieses Buch. Es ist herzerwärmend, wie Frans de Waal das Zusammentreffen der im Sterben liegenden Zoo-Schimpansin namens Mama und eines menschlichen Kollegen, der vor längerer Zeit mit ihr zusammengearbeitet hatte, erzählt. Er lässt keinen Zweifel, dass der Gesichtsausdruck und die Geste der Umarmung, eindeutig auf Wiedererkennen und tief empfundene freundschaftliche Gefühle der alten Schimpansin zurück zu führen sind. 

    Frans de Waals großes Talent ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Tieren und Menschen zu erkennen und so zu erläutern, dass sie die Augen öffnen für unsere eigene Spezies und uns selbst. Es liegt an uns, mit unserem ach so hohen Maß an Vernunft sinnvolle Konsequenzen daraus zu ziehen.

  12. Cover des Buches Brazzaville Beach (ISBN: 9783833304903)
    William Boyd

    Brazzaville Beach

     (20)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    ‚Das Unvermeidliche muß man freudig annehmen‘ (Seite 409)

    Hope Clearwater lebt nach zwei seltsamen und verstörenden Ereignissen, die sich in Europa und in Afrika zugetragen haben, recht zurückgezogen in einem Strandhäuschen am Brazzaville Beach.

    In ‚Brazzaville Beach‘ erzählt William Boyd abwechselnd von ihrem Leben in England, ihrer Ehe mit John Clearwater, seiner Besessenheit im Bereich der Mathematik, ihrer Forschungstätigkeit in Europa sowie vom Leben in Afrika, ihrer Arbeit als Primatologin, den Beobachtungen zum Zusammenleben von wilden Schimpansen und den sonderbaren Geschehnissen im Forschungszentrum Grosso Arvore, die von Hope beobachtet und von den anderen Forschern aber lange abgestritten werden.

    Neben diesen Einblicken ins Privat- und Berufsleben Hopes bekommt der Leser zudem Einsicht in mathematische Themen und in einen afrikanischen Bürgerkrieg.

    Vor ein paar Jahren habe ich mehrere Bücher von Boyd gelesen, und obwohl ich meist sehr begeistert war, habe ich nun einige Jahre Boyd-Pause gehabt. Nach der Lektüre von ‚Brazzaville Beach‘ habe ich große Lust, mich dem Autor wieder mehr zuzuwenden, denn ‚Brazzaville Beach‘ ist ein souverän geschriebener, durchdacht konstruierter und spannender Roman, der mehrere Themen auf gelungene Weise miteinander verwebt.

    Faszinierend finde ich an Boyd vor allem, dass er sich immer neuen Themen widmet, in diese aber jedes Mal perfekt eintaucht, daraus eine glaubhafte Geschichte spinnt, sich nie selbst wiederholt. Und so ist auch ‚Brazzaville Beach‘ eine Geschichte, die man nicht schon x-mal gelesen hat, die einen an einen anderen Ort versetzt, die einem Wissen vermittelt und die zudem hervorragend unterhält.
  13. Cover des Buches Sprich mit mir (ISBN: 9783446269156)
    T. C. Boyle

    Sprich mit mir

     (172)
    Aktuelle Rezension von: Calipso

    Dem Autor ist es gut gelungen uns in die Geschichte mitzunehmen ohne in die wirkliche Thematik einzugehen. Die Geschichte ist nur eine Fiktion eines wissenschaftlichen Versuchs, aber ich finde sie fordert uns auf nachzudenken und uns in unserem Handeln zu hinterfragen.

  14. Cover des Buches Der Affe in uns (ISBN: 9783423345590)
    Frans de Waal

    Der Affe in uns

     (16)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    Persönlich bin ich dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen – aus Zimperlichkeit geborene Euphemismen haben im wissenschaftlichen Diskurs nichts zu suchen.

    Was macht den Mensch so einzigartig? Hat er nicht mehr mit seinen nächsten Verwandten gemein, als angenommen? In diesem Buch wird ein Vergleich gezogen zwischen dem Mensch und seinem Verhalten und den Menschenaffen. Neben einfachen Vergleichen und Annekdoten aus dem Leben seiner Schützlinge betrachtet Frans de Waal die menschlichen Eigenschaften Machtsuche, sexuelles Verlangen, Gewaltbereitschaft und Sanftmut genauer und vergleicht uns dabei mit den Affen. Er betrachtet besonders Schimpansen und Bonobos – der eine als „aggressiver Mörder“, der andere als „erotischer Friedensstifter“. Allerdings stellt er selbst klar, dass diese Aussagen Verallgemeinerungen sind und beiden Arten sowohl gute als auch schlechte Eigenschaften zueigen sind – genauso, wie den Menschen.


    Neben dem sehr interessanten Thema war es hier der Schreibstil, der mich überzeugen konnte. Basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen und jahrelangen Beobachtungen erzählt de Waal zu den einzelnen Themen vor sich hin, vermischt dabei einfache Vergleiche mit Erzählungen zum Verhalten der Affen, Ereignissen aus seinem Leben und Vergleichen zu anderen Wissenschaftlern und deren Aussagen. So war das Buch nicht nur herrlich leicht zu lesen, sondern dabei auch noch unterhaltsam.

    Faszinierend fand ich dabei wie persönlich die Geschichten um „seine“ Affen klangen. Nicht nur werden sie mit Namen und eigenem Charakter vorgestellt, man spürte auch den engen Kontakt, den er zu den Tieren pflegte. Durch das immer wieder Auftauchen einzelner Affen hatte auch ich das Gefühl, einige davon näher kennenzulernen.

    Besonders in seinen Vergleichen zur gesellschaftlichen Meinung brachte de Waal seine persönliche Meinung zum Ausdruck. Dabei konnte er mitunter auch sarkastisch werden. Unterhaltend – besonders durch den Spott, den er manchmal zum Ausdruck bringt – waren für mich auch die ab und zu eingefügten Annekdoten in denen er sich mit anderen Wissenschaftlern auseinandersetzt.

    Die Themen, die er anschneidet sind nicht immer Charaktereigenschaften, die der Mensch sich gerne zugesteht. Seien es die Gier nach Macht, als auch der Reiz sexueller Erfahrungen werden gerne verschleiert. De Waal spricht hier sehr offen und direkt die einzelnen Begebenheiten an, nennt sie beim Namen und versucht nicht umständlich zu umschreiben. Besonders auffallend war das beim Thema Sex, der bei den Bonobos in unterschiedlichen Varianten und Ausprägungen vorkommt. Ich war schon sehr gespannt darauf, wie er hier Bezüge zum Menschen ziehen wird.

    Indem er immer wieder auf die Menschenaffen zurückgreift, will de Waal hier klarstellen, dass viele der menschlichen Eigenschaften gar nicht so rein menschlich sind. Dennoch ist das Hauptobjekt der Betrachtungen weder der Schimpanse noch der Bonobo, sondern der Mensch mit seinem Verhalten und sozialen Systemen.

    Überraschend war für mich, dass sich hinter den negativ oder positiv assoziierten Kapitelüberschriften immer auch das Gegenteil wiederfand. So wird im Teil zur Gewalt auch auf die Möglichkeiten eingegangen, diese zu vermeiden oder Frieden zu schließen. Das Kapitel zur Sanftmut, das auf Kooperation und Gegenseitigkeit eingeht, beschäftigt sich aber auch mit Ungerechtigkeit und Neid.

    Fazit: Ein amüsant geschriebenes, locker zu lesendes Sachbuch, das nicht nur durch das übermittelte Wissen überzeugt, sondern vielmehr durch die vielen eingebauten Geschichten und Annekdoten.

  15. Cover des Buches Die Glücksformel (ISBN: 9783809438229)
    Stefan Klein

    Die Glücksformel

     (37)
    Aktuelle Rezension von: BettinasBuechereck

  16. Cover des Buches Das Mysterium der Tiere (ISBN: 9783746635002)
    Karsten Brensing

    Das Mysterium der Tiere

     (23)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    ‚Am Ende werden Sie sich vermutlich fragen: Was unterscheidet uns denn noch von Tieren? Nicht viel, doch so viel kann ich verraten: Wir Menschen haben eine klitzekleine Eigenart, auf der unser Erfolg als Art beruht, und dies ist nicht unsere Sprache. Am menschlichen Thron wird somit nicht gerüttelt, doch in der Welt, in der Sie nach der Lektüre dieses Büchleins leben, werden Sie und alle anderen Menschen nicht mehr allein sein, sie werden gemeinsam mit anderen ihrer selbst bewussten und fühlenden Wesen leben, und vielleicht grüßen Sie von nun an höflich den einen oder anderen Raben in ihrer Nachbarschaft.‘ (Seite 13)

    Der Meeresbiologe und promovierte Verhaltensforscher Karsten Brensing erzählt in seinem Buch ‚Das Mysterium der Tiere‘ von Bärtierchen und Bettwanzen, Randy Thornhill und Craig Palmer, Bonobos und Delfinen, Oxytocin und Vertrauen, Gerüchen und Immunsystem, Buckelwalen und Musik, Laubenvögeln und optischer Täuschung, Sprache und Tanz, Infraschall und Ultraschall, Umweltschutz und Sozialverhalten, Spaßgesellschaft und Spielen, Tüpfelhyänen und Vetternwirtschaft, prozeduralem und deklarativem Gedächtnis, Trauer und Tod, Objektpermanenz und Logik, Belohnungsaufschub und Impulskontrolle, Selbstbewusstsein und Theory of Mind, Big Five und Persönlichkeit, Vernunft und Verlustaversion, Drogen und Alkohol sowie das Verhältnis zwischen Mensch und Tier.

    Obwohl ich mich schon sehr intensiv mit der im Buch behandelten Thematik auseinandergesetzt habe, hat ‚Das Mysterium der Tiere‘ meine Kenntnisse in den oben genannten Themen noch ausweiten und mir viel Wissen über Tiere vermitteln können.

    Im Buch bin ich zudem auf viele Dinge gestoßen, die ich noch aus meinem Psychologie-Studium kenne, wobei es damals natürlich um menschliches Verhalten, die menschliche Gefühls- und Gedankenwelt ging. Brensing verwebt in seinem Buch (sozial-) psychologische Erkenntnisse mit der Erlebniswelt von Tieren, was einerseits dazu führt, dass man mehr über die Psyche des Menschen lernen kann, und andererseits Parallelen zu anderen Tieren aufgezeigt werden.

    Brensing verwendet bei seinen Ausführungen anschauliche Beispiele und deckt ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Befunden und Beobachtungen aus dem Alltag ab. Dass er begeistert von seinem Thema und fasziniert von Tieren ist, merkt man auf jeder Seite seines wunderbaren Buches, das zudem leicht verständlich geschrieben ist und durch Farbfotos ergänzt wird.

    Ich kann ‚Das Mysterium der Tiere‘ sehr empfehlen und freue mich außerdem, dass die Themen Tiere und Verhaltensbiologie derzeit so stark bei den Verlagen vertreten sind, da ich es essentiell finde, über Tiere, ihre Fähigkeiten, ihre Empfindungen und ihre Leidensfähigkeit aufzuklären.
  17. Cover des Buches Der Unterschied (ISBN: 9783608986396)
    Frans de Waal

    Der Unterschied

     (2)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *Sind die charakteristischen Verhaltensmuster von Männern und Frauen natürlich oder künstlich bedingt? Wie sehr unterscheiden sie sich tatsächlich? Und gibt es lediglich zwei soziale Geschlechter, oder gibt es mehr?*


    Seit Jahrzehnten beschäftigt sich er Autor mit dem menschlichem und tierischem Verhalten – allen voran dem Verhalten von Primaten. Hier nun nimmt er den Geschlechterunterschied unter die Lupe. Wie äußert sich dieser bereits in jungen Jahren, in Bezug auf Freundschaften, Familienbande, soziale Strukturen, das Sexualverhalten, Konkurrenz und Rivalität aber auch Friedensbereitschaft und Kooperation. Wie in seinen anderen populärwissenschaftlichen Büchern verbindet er dabei Anekdoten aus seiner Zeit als aktiver Primatenforscher mit Ergebnissen wissenschaftlicher Studien, Geschichten aus seinem Leben mit Informationen aus zahlreichen Quellen. Dadurch lässt sich das Buch leicht lesen. Die Informationen, die hier gegeben werden, sind nicht reine Fakten, sondern werden durch die Erzählungen des Autors aufgelockert. 


    Das Thema Geschlechterrollen ist ein umstrittenes und so kommt auch der Autor nicht umhin, seine eigene Meinung kundzutun. Auch um zu zeigen, dass er sich nicht gegen Toleranz (besonders der LGBTQ-Gemeinschaft gegenüber) und Gleichberechtigung stellt. Entgegen vieler anderer Meinungen stellt de Waal aber fest, dass sich nicht alle Verhaltensmuster dem kulturell erlernten Gender zuschreiben lassen. Für mich überraschend viele Eigenschaften sind biologisch bedingt und kommen in einer ähnlichen Form auch bei den Primaten und anderen Tieren vor. Besonders interessiert war ich am Kapitel „Tiere unter der Regenbogenfarbe“, das auf gleichgeschlechtliche Liebe eingeht. 


    Ich habe mittlerweile schon viele Bücher des Autors gelesen und finde sie immer sehr aufschlussreich und empfehlenswert. Warum dann der Abzug in der Bewertung des Buches? Das liegt wohl daran, dass ich schon so viele Bücher von de Waal kenne. So waren mir viele der Vergleiche und der Anekdoten bereits bekannt. Dadurch wirkte das Buch auf mich weniger locker zu lesen als seine bisherigen Werke. 


    Fazit: Ein Blick auf unsere nächsten tierischen Verwandten lohnt sich um festzustellen, dass unser Verhalten nicht so elitär ist, wie manch einer meinen könnte. Wenn man diesen Blick wagen möchte, kann ich den Autor absolut empfehlen!


  18. Cover des Buches Das sogenannte Böse (ISBN: 9783423330176)
    Konrad Lorenz

    Das sogenannte Böse

     (9)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Die obere Hälfte des Motorrads (ISBN: 9783613037755)
    Bernt Spiegel

    Die obere Hälfte des Motorrads

     (4)
    Aktuelle Rezension von: MattisLundqvist
    Damals zum Motorrad dazugekauft. Das Bucht reift wie ein guter Wein, da man mit der Fahrerfahrung immer mehr merkt, wie gut es einem hilft.

    Steigt man anfangs zwar vielleicht theoretisch durch, erschließen sich viele Teilaspekte im Buch erst mit ein wenig Fahrpraxis. Es kann sogar geradezu erschlagend sein, wenn man es als Neuling liest. 

    Gepaart mit dem Übungshandbuch hat es mich schon vor der ein oder anderen blöden Fahrsituation bewahrt, schlicht und ergreifend, weil das Buch auf Dinge bringt, auf die man sonst nie im Leben gekommen wäre. Der Anfänger sollte es deswegen aber auch meiner Meinung nach erst NACH ein paar Wochen Fahrerfahrung lesen und erstmal zutrauen zu seiner Maschine finden, bevor er sich an herrn Spiegels Werk macht.

    Wer dieses Buch als Motorradfahrer nicht gelesen hat, hat das Moppedfahren nie geliebt. :-P
  20. Cover des Buches Die Vogel-WG (ISBN: 9783957283955)
    Karl Schulze-Hagen

    Die Vogel-WG

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Sommerregen

    Mit ihren Studien an ihren 1000 Vögeln, legten die Heinroths nicht nur Grundsteine für die Verhaltensforschung sondern trieben auch die Ornithologie maßgeblich voran.
    In diesem Werk sollen die Heinroths und ihre Arbeiten vorgestellt und begreifbar gemacht werden. Dies geschieht auf sehr verständliche Art und Weise, sodass man auch als Nichtvogelkenner gut die Inhalte versteht.
    Dabei lassen die Autoren des Werkes Oskar und Magdalena Heinroth selbst zu Wort kommen, indem sie aus deren Werk „Die Vögel Mitteleuropas“ die ihnen liebsten Einträge zitieren… Und das bereits ab Seite 95. Bei einem Buch von 272 Seiten ist schnell klar, wo der Fokus liegt. Mich hat dies offen gestanden etwas enttäuscht, denn – auch wenn ich die einzelnen Vogelportraits interessant fand – waren für mich die Passagen über den Einfluss und die geschichtlichen Umstände wesentlich ansprechender.
    So haben mich einige Abschnitte aus den Schriften der Heinroths verblüfft oder befremdet zurück gelassen, wenn beispielsweise die Turteltaube durch Kussmund gefüttert wird (S. 145), die Rohrdrommel blutig beißt (S. 161) oder der Wachtelkönig Magdalenas Hand mehrfach begattet (S. 146). Zweifellos ist das Ehepaar den Tieren so nah gekommen wie sonst niemand und hat definitiv zahlrecihe Erkenntnisse im Bereich der Ornithologie gewonnen, trotzdem vermochten mich die kommentierten Auszüge nicht wirklich zu überzeugen.
    Was mich hingegen sehr beeindruckt hat, ist die qualitativ sehr hochwertige Gestaltung des Buches. Zahlreiche Fotografien dokumentieren die Erkenntnisse, den Alltag oder die Fortschritte der Vogel-WG. Auch der lange Anhang mit einer Vielzahl an Belegen spricht für das Werk und bietet die Möglichkeit, eienständig tiefer in das Thema einzutauchen.

    Insgesamt weiß ich nicht so recht was ich von dem Werk halten soll, da ich nach lesen des Klappentext eine andere Vorstellung vom Werk hatte. Nichtsdestotrotz habe ich einiges dazu lernen können und bin (besonders bei dem ersten leider recht kurz ausfallenden Part)froh, „Die Vogel-WG“ gelesen zu haben.
    Somit vergebe ich drei Sterne

  21. Cover des Buches Das Aha-Erlebnis: Wie plötzliche Einsichten entstehen und wie wir sie erfolgreich nutzen - (ISBN: 9783421047014)
    Mark Beeman

    Das Aha-Erlebnis: Wie plötzliche Einsichten entstehen und wie wir sie erfolgreich nutzen -

     (5)
    Aktuelle Rezension von: MargareteRosen
    Zwei Autoren schreiben fachlich hochinteressant. Der Stil ist so leicht, dass ich zwischendurch dachte, dass ich einen leichten Roman lese.

    Die Fakten werden allgemeinverständlich aufbereitet. Die verwendeten Fachbegriffe gut erklärt und die Sprache bleibt durchweg für jeden Leser gut zu verstehen.

    Von Kapitel zu Kapitel werden wir auf den neuesten Stand der Forschung und deren praktischer Anwendung gebracht.

    Die "Rate"-Beispiele werden gut im Kontext der verwendeten Forschungen erklärt.

    Wir können uns fragen: Sind wir ein Analyst oder doch eher ein Einsichtsvoller? Genug Hilfe es herauszufinden gibt es im Buch.

    Besonders entspannend fand ich den Satz "Jeder tickt anders!"

    Die rund 300 Seiten haben sich doch recht leicht lesen lassen und mir die eine und andere neue Erkenntnis über mein Denken beschert.

    Fazit: Gutes Fachbuch, auch für "Nichtwissenschaftler".
  22. Cover des Buches Bestie Mensch (ISBN: 9783902404053)
    Thomas Müller

    Bestie Mensch

     (70)
    Aktuelle Rezension von: bookwormceli

    Thomas Müller zeigt uns mit seinem Buch „Bestie Mensch“, wie Kriminalpsychologie funktioniert. Natürlich sieht das heute schon anders aus und ist weiterentwickelt, aber das Buch ist ja schon einige Jahre alt. 


    Im Buch zeigt uns Thomas Müller, wie seine Arbeit funktioniert beziehungsweise funktionieren kann. Er zeigt auf, wieviele Entscheidungen eigentlich hinter Verbrechen stecken. All das versucht er anhand von realen, bekannten Verbrechen, die geschehen sind, zu erklären. 


    Ich fand es sehr interessant, worauf Kriminalpsychologen achten beziehungsweise welches Verhalten auf was hindeuten kann. Ich mochte es, dass er echte Straftaten zur Erläuterung hergenommen hat. Allerdings finde ich, dass er oft zwischen den Verbrechen hin und her geschwenkt ist, wo mir lieber gewesen wäre, er wäre von einem zum anderen gegangen. Ist meine persönliche Meinung und das ist Geschmacksache. Gerne wäre ich persönlich auch noch in die ein oder andere Straftat beziehungsweise in die Gedankenwelt des Täter tiefer eingedrungen. 


    Im Gesamten hat mir das Buch gut gefallen, da es sehr interessant war. Bei der ein oder anderen Sache hätte ich mir eine Vertiefung gewünscht, aber das macht das Buch deswegen nicht schlecht. Man darf nicht vergessen, dass das Buch schon einige Jahre alt ist und sich dieser Themenbereich mittlerweile wieder weiterentwickelt hat.

  23. Cover des Buches Korona (ISBN: 9783426638514)
    Thomas Thiemeyer

    Korona

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Steffi_the_bookworm

    Abgebrochen auf Seite 370


    Ich lese sowohl die Jugendbücher als auch die Mystery Thriller von Thomas Thiemeyer unglaublich gerne und war von diesen oft begeistert. Korona lag schon lange auf meinem Sub und aufgrund des zur aktuellen Situation passenden Titels, spontan zu dem Buch gegriffen.


    Leider hat dieses Buch meinen Geschmack überhaupt nicht getroffen. Von Beginn an  habe ich mich schwer getan in das Buch reinzukommen und fand sowohl Geschichte als auch Setting als auch Handlungsfluss einfach nur langweilig. 


    Ab Seite 150 habe ich dann angefangen zu überfliegen, aber auch das habe ich nicht bis zum Ende durchgehalten.

  24. Cover des Buches Ein Sommer mit Wölfen (ISBN: 9783644502918)
    Farley Mowat

    Ein Sommer mit Wölfen

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Buch und Verfilmung sind einfach nur klasse und witzig. Ein sehr nahes Bild eines Rudels wird durch den Biologen Mowat gezeichnet, welcher bei seiner Forschungsreise eigentlich beweisen sollte, dass Wölfe nur Schaden anrichten. Er konnte nichts von all dem beweisen, im Gegenteil. Die Begenungen mit den einzelnen Rudelmitgliedern sind fantastisch. Wunderbar sind auch die einzelnen Revierverhalten und Hierarchiestrukturen beschrieben. Und seine Eigenversuche ... z.B. die Zubereitung von Mäusen in Sahnesauce :)

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