Bücher mit dem Tag "verlag: emons;"

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232 Bücher

  1. Cover des Buches Leise rieselt der Tod (ISBN: 9783740809485)
    Uli Aechtner

    Leise rieselt der Tod

    (55)
    Aktuelle Rezension von: Rabbitmaus

    Wer einen leichten Krimi in der Weihnachtszeit sucht, ist mit diesem gut beraten. Für mich war es ein Buch zwischendurch, was sich sehr gut lesen ließ und auch die Protagonisten waren recht sympathisch, wenn auch etwas klischeehaft.

    Leider war mir bereits sehr schnell klar, wo die Reise in diesem Buch hingehen wird und so hielt sich die Spannung sehr in Grenzen. Auch war der Ausgang und der Täter keine große Überraschung. Das weihnachtliche Flair kam aber trotz allem sehr gut rüber. Richtig mitreißen konnte es mich aber nicht.

    Für einen gemütlichen Abend also empfehlenswert. 

  2. Cover des Buches Gottes Plagen (ISBN: 9783740819453)
    Robert Preis

    Gottes Plagen

    (17)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    1463. Stjepan Tomašević, der letzte König von Bosnien, wird enthauptet. Vor seinem Tod hat er seine hochschwangere Frau Helena verraten, der es aber gelingt, mit einem kleinen Gefolge zu fliehen. Auf der Flucht kommen mehrere Begleiter ums Leben. Johannes, ein Pilger, steht ihr zur Seite; er will nach Graz des Heiligen Römischen Reichs, um die Menschen vor der Gefahr zu warnen. Nicht nur die Osmanen folgen ihnen, sondern auch Krankheiten und Plagen...

    Erster Eindruck: Das Cover ist sehr ausdrucksstark und wirkt dreidimensional – gefällt mir sehr gut.

    Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Recherchearbeiten für einen historischen Krimi stelle ich mir sehr aufwändig vor – hierfür meinen besten Dank. Ich war sehr gespannt auf diese Geschichte, die auch die Entstehung des Grazer Gottesplagenbildes thematisieren soll.

    Wem kann man überhaupt trauen? Einer ist im Moment dein Freund, aber im nächsten Moment steckt sein Schwert in dir! Wer ist Johannes wirklich? Ist er ein Mönch, Pilger, Ritter? Was hat es mit diesem geheimnisumwobenen Buch auf sich?
    Haris kam mir vor wie Hulk: selbstverständlich nicht grün, aber riesig, stark und furchtlos – und mit einem weichen Herzen, trotz allem. Er will Johannes wiederfinden, um ihn zu töten (als „Dank“ dafür, dass Johannes ihn trotz Armverlust hat überleben lassen), aber ihm ist bewusst, dass Johannes nicht sein Feind ist, sondern zu einem Gefährten geworden ist.

    Die Beschreibungen waren (leider) sehr plastisch und ich empfand nur schon die ersten 80 Seiten als sehr brutal – für mich an der Grenze des Erträglichen. Nach dem ersten Viertel des Buches, in dem Helena, Johannes und Haris auf der Flucht sind, habe ich mich gefragt, wie lange diese sich stets wiederholende Präsentation von brutaler Gewalt weitergehen würde. Das Gelesene hatte einige Längen, die mir in Kombination mit den grausamen Szenen zunehmend Mühe bereiteten – ich war nahe dran, aufzugeben. Aber da ich begeisterte Stimmen zu diesem Buch gehört hatte, wollte ich dranbleiben. Aber nach 234 von 576 Seiten war meine Schmerzgrenze erreicht und ich habe das Buch abgebrochen. Mir ist bewusst, dass das Mittelalter keine Zeit von Friede, Freude, Eierkuchen war, aber die Zurschaustellung der Gewalt (bis Seite 234) war mir zu brutal. Schade.

  3. Cover des Buches Die Spur des Geldes (ISBN: 9783740804992)
    Peter Beck

    Die Spur des Geldes

    (51)
    Aktuelle Rezension von: trollchen

    Spur des Geldes

    Herausgeber ist  Emons Verlag; 1. Auflage (21. März 2019) und hat 432 Seiten. 

    Kurzinhalt: In einem Schacht beim Tegeler See wird ein grausam gefolterter Mitarbeiter der Berliner Wasserwerke gefunden. Schnell zeigt sich: Er war in dubiose Bankgeschäfte verwickelt. Tom Winter, wortkarger Sicherheitschef einer Schweizer Privatbank, folgt der Spur des Geldes und hört sich in den Wasserwerkenvon London, München und Zürich um. Der Fall führt ihn bis ins russische Krasnodar und ein gnadenloserWettlauf gegen die Zeit beginnt.

    Meine Meinung: Es war nicht schlecht zu lesen, nur leider manchmal etwas langatmig und ohne roten Faden. Irgendwie kam es mir vor, als wenn der Autor nicht wusste, was Tom Winter nun finden soll. Er konnte sich nicht entscheiden. Und manchmal fand ich es komisch, dass er manchmal total taff war und dann wieder wie ein Anfänger gehandelt hat. Irgendwie unglaubwürdig. Das Ende war irgendwie vorhersehbar und relativ fade, so wie eigentlich das ganze Buch, es passierte selten etwas neues und es wurde sehr langatmig geschrieben. Es hätte ein tolles Buch werden können, wenn es zwischendurch mal etwas Spannung gehabt hätte. Aber ich wollte doch wissen, wie es weitergeht, deswegen habe ich es zu Ende gelesen. Es war aber auf alle Fälle spannend, was alles passieren kann, wenn man ins Trinkwasser etwas mischt, was leider heutzutage doch nicht mehr so abwegig ist.

    Mein Fazit: Man kann es lesen, zwischendurch wäre etwas Spannung gut gewesen und leider manchmal etwas langatmig zu lesen. Ich vergebe 4 gute Sterne und kann es trotzdem weiter empfehlen. Die Idee vom Buch ist gut.

  4. Cover des Buches Stille Havel (ISBN: 9783740806705)
    Tim Pieper

    Stille Havel

    (48)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    In seinem 4. Fall muss KHK Toni Sanftleben mit seinem Team den Mord an einem Kunstsachverständigen aufklären. Dieser hegte in seinen letzten Wochen ein großes Interesse an einem Gemälde aus Museum Barberini und hatte eine Reihe Fotos einer alten Villa am Havelufer auf seinem Handy. Je tiefer die Ermittler in den Fall eindringen, desto verworrener werden die Spuren und desto weiter reichen sie in die Vergangenheit. Schon bald dreht sich alles um einen Nazischatz den Göbbels in den letzten Kriegstagen beiseitegeschafft hat. Aber was hat es dem Gemälde der verschleierten Frau auf sich und welche Rolle spielt die junge Bewohnerin der Havelvilla beziehungsweise ihre kürzlich verstorbene Großmutter?

    Tim Pieper schafft es auch in diesem Buch den Leser von Anfang an in seinen Bann zu ziehen, der Spannungsbogen hält sich bis zum Schluss, wo sich die einzelnen Stränge der Geschichte zu einem gelungenen Finale vereinen. Die Erzählperspektive wechselt sowohl vom Zeitstrahl her, da spielt die Lebensgeschichte der Lydia Riefenstahl von den frühen 1940iger Jahren bis in die 1970iger eine wichtige Rolle, aber auch die Tätersicht wird dargestellt. Um den Fall herum erzählt der Autor von der privaten Entwicklung Toni Sanftlebens, der sich langsam aus seiner Lebenskrise herauskämpft. Dies ist gut in die Geschichte integriert und überlagert nicht den eigentlichen Fall.

    Das Gesamtpaket stimmt in diesem Buch, Spannung, Story, überraschende Entwicklungen – perfekte Unterhaltung.

  5. Cover des Buches Herzklopfen im Ländle (ISBN: 9783740819415)
    Sofia Mai

    Herzklopfen im Ländle

    (5)
    Aktuelle Rezension von: black_snapper

    Leonie ist Richterin am Amtsgericht in Ulm. Sie ist gerade auf dem Weg zu einem Arbeitseinsatz in Helsinki, als ihre alleinerziehende Schwester Sabine überraschend ins Krankenhaus muss. Selbstlos sagt Leonie zu, sich so lange um Sabines Haus, den Hund, das Wochenend-Cafe und ihre Tochter Amelie zu kümmern.

    Daß der Alltag chaotisch wird und vieles nicht glatt läuft, ist klar. Vieles fand ich lustig oder hatte gehörigen Respekt vor Leonies Courage. Was mir aber ziemlich auf die Nerven gegangen ist, war das Pubertier Amelie. In meinen Augen hatte sie einen zu großen Raum im Buch. Dafür kam die Liebesgeschichte zwischen Nachbar Max und Leonie zu kurz. Schade, ich hätte es mir umgekehrt gewünscht. Auch mag ich es lieber, wenn die Protagonisten mehr miteinander reden und weniger Missverständnisse schüren.

    Sehr schön fand ich das Setting. Baden-Württemberg hat so tolle Ecken. Und das kommt hier auch wirklich gut rüber. Ob Stadt oder kleine Ortschaft auf dem Land, grüne Felder, Weinberge, die Bilder sind sofort in meinem Kopf aufgeploppt. 


  6. Cover des Buches Nur tote Schwaben schweigen (ISBN: 9783740807559)
    Max Abele

    Nur tote Schwaben schweigen

    (23)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    …so sind die Botschaften eines Mörders an die Kripo unterschrieben. Dazu Verse in Reimform , denn die Opfer werden mit Vogelnamen belegt und eben mit diesen Gedichten, einem Kinderlied nachempfunden, angekündigt.

    Kein einfacher Fall für Eugen Querlinger, denn die Morde sind schon wirklich bizarr. Dazu hängt bei ihm daheim auch noch der Haussegen schief und die alten Bekannten im Team fetzen sich nach wie vor….

    Die Dialoge sind manchmal witzig, aber manchmal auch zu viel und zu bemüht. Zudem blitzt immer wieder die Ähnlichkeit mit Kommissar Kluftiger durch.. 😊

    Zwischendurch erzählt auch die „Schwarze Henne“ einiges – was aber nicht unbedingt hilft, hinter den Täter zu kommen…

    Da die Ermittlungen endlos dauern, werden sie auch lang und breit und breit und lang ausgeführt – für meinen Geschmack nun doch etwas ZU ausführlich. Trotzdem ist das Buch gut zu lesen und ich bin gespannt, ob es noch weitere Bände geben wird….

     

     

     

     

  7. Cover des Buches Schwarze Elbe (ISBN: 9783954515028)
    Heike Denzau

    Schwarze Elbe

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Chiarra

    Die drei bisherigen Krimis der Autorin mit der Protagonistin Lyn Harms haben mir sehr gut gefallen.
    Die "Schwarze Elbe" als vierter Fall fällt komplett aus der Reihe. Wer einen klassischen Krimi erwartet, wird hier vielleicht enttäuscht. Es handelt sich eher um einen spannenden Psychothriller oder eine spannende Geschichte um Liebe, insbesondere der bedingungslosen und manchmal zerstörerischen Liebe zu einem Kind. Und auch das schwierige Thema einer Leukämieerkrankung und die Folgen für die Erkrankten sowie deren Angehörige wurde sensibel in die Geschichte eingebaut. Leider geht jedoch die Ermittlungsarbeit komplett vor diesem Hintergrund unter, denn auch bei Lyn geht es fast nur um das Thema Liebe.
     Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen, obwohl ich das eine oder andere Mal mich schon gefragt habe, ob die Handlung insbesondere am Ende des Buches realitätsnah ist. Hätte ich die ersten drei Bücher der Autorin nicht schon gelesen und somit einen Einblick in die Welt von Lyn Harms gehabt, würde ich dieses Buch sicherlich kritischer bewerten. Wie geschrieben habe ich das Buch gerne gelesen, aber es gehört nicht zu meinen Lieblingskrimis der Autorin und meinen gelesenen Krimis. Freue mich trotzdem auf die nächste Folge mit der Protagonistin Lyn Harms! Daher schwanke ich persönlich auch, ob ich bei der Bewertung 3 oder 4 Sterne geben soll.

    Gelesen und bewertet 11.06.2021 

  8. Cover des Buches Das Haus am Moor (ISBN: 9783740807764)
    Heike Denzau

    Das Haus am Moor

    (20)
    Aktuelle Rezension von: clematis

    Bereits der siebente Fall beschäftigt Hauptkommissarin Lyn Harms: der elfjährige Theo verschwindet spurlos, Lösegeldforderung gibt es (noch) nicht. Außerdem reißen zwei junge Mädchen aus dem Heim aus. Irgendetwas braut sich da zusammen im Moor nahe Itzehoe.

    Gleich die erste Szene im Buch lässt einen hochschrecken, ohne jegliches Vorgeplänkel schickt Autorin Heike Denzau den Leser mitten ins Geschehen. Auch wenn zu Beginn die unterschiedlichen Schauplätzen mit ihren vielen Figuren ein wenig unübersichtlich erscheinen, so findet man sich doch recht schnell zurecht. Manche einer entpuppt sich rasch als Bösewicht, andere scheinen zu den „Guten“ zu gehören, aber bei etlichen Personen bleibt man bis zum Ende unsicher, wie sie einzuordnen sind. Hinweise werden gesammelt, kaum glaubt man, eine konkrete Fährte zu verfolgen, so kommt schon wieder eine andere Richtung infrage. Stets gibt es Verdächtige, stets sind es andere, die zum Täterkreis gehören könnten. Das Verwirrspiel ist grandios angelegt und nimmt kaum ein Ende.

    Durch den häufigen Wechsel an Perspektiven bleibt dieser Krimi durchwegs auf hohem Spannungsniveau, wodurch die Seiten nur so dahinfliegen. Sämtliche Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, sodass sich ein stimmiges Bild ergibt, das gut durchdacht und glaubwürdig ist. Die Stimmung und die Gefühlsebene der einzelnen Akteure sind treffend beschrieben und gehen einem beim Lesen nahe. Besonders gut gelungen ist auch die Einflechtung von Lyns Privatleben in den Kriminalfall, nicht zu viel und doch genug, um als interessanter Nebenschauplatz in die Handlung zu passen. Selbst wenn man noch keinen Lyn Harms – Krimi gelesen hat, bleibt keine Frage offen.

    Einzig das viel zu häufige „Aufweinen“ verschiedenster Personen hat mich bei diesem Buch gestört, obwohl der Schreibstil sonst sehr flüssig und mitreißend ist. Als eindrucksvolle Krimiautorin kann man sich Heike Denzau also auf alle Fälle merken. 

  9. Cover des Buches Der Teufel von Wacken (ISBN: 9783740803155)
    Heike Denzau

    Der Teufel von Wacken

    (24)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Beinahe gleichzeitig werden zwei Juweliere in Itzehoe überfallen. Einer jedoch endet blutig. Der Geschäftsinhaber wird erschossen und Roman, einer der Täter, von einem Querschläger getroffen. Die Täter tauchen im Heavy-Metal-Festival von Wacken unter und als Romans Gesundheitszustand sich bedrohlich verschlechtert, wird kurzerhand eine auf dem Festival Dienst schiebende Ärztin entführt. Je näher die Ermittler den Tätern kommen, desto mehr spitzt sich die Lage der Verbrecher zu. Die Situation eskaliert und zu guter Letzt bleibt ein halbes Dutzend Tote auf der Strecke ... 

    Meine Meinung: 

    Dieser Krimi ist nichts für Zartbesaitete. Die Täter, deren Anführer nicht zu Unrecht „Devil“ genannt wird, kennen wenig Skrupel. Als die Lage aussichtslos erscheint, ist es für einen Ausstieg aus dem gemeinsamen, so sicheren Coup längst zu spät. Die Spirale der Gewalt dreht sich immer weiter und endet im Fiasko. 

    Dieser Krimi, der stellenweise schon fast als Thriller durchgehen kann, hat mich bis zur letzten Seite gefesselt.  

    Das Festival von Wacken ist mir nur dem Namen nach ein Begriff. 75.000 Heavy-Metal-Fans sind sicherlich eine coole Kulisse. Hierin unterzutauchen, ist an sich eine geniale Idee von Devil. Doch leider hat er nicht mit dem Langzeitgedächtnis so mancher Ermittler gerechnet, denn ein ähnliches Ereignis gab es schon vor einigen Jahren.  

    Fazit: 

    Ein bis zur letzten Seite fesselnder Krimi mit KHK Lyn Harms, dem ich gerne 5 Sterne gebe. 

     

  10. Cover des Buches Makrönchen, Mord & Mandelduft (ISBN: 9783740802035)
    Elke Pistor

    Makrönchen, Mord & Mandelduft

    (28)
    Aktuelle Rezension von: buecher_t1na

    ..oder auch nicht?

    Ich gebe zu, es ist ein wenig länger her seit ich das Buch gelesen habe. Und bisher hatte ich keine Rezension geschrieben, ich glaube, weil ich auch nicht wusste, was ich schreiben soll.
    Das Buch war tatsächlich hier auf meiner Merkliste und ich habe das Buch von meinem damaligen Chef zu Weihnachten bekommen - er wusste, gar nicht, dass ich das wollte. Er hat tatsächlich selbst recherchiert.
    Das Cover ist wirklich auch ganz toll und wie andere schreiben sind die Rezepte am Ende des Buches auch wirklich klasse. Ich liebe sowas ja, wenn es Extras im Buch gibt, Rezepte oder vorne eine Playlist etc.

    Aber ich glaube, das Buch war mir zu zäh und anstrengend. Ich hatte auch mit dem Namen Annemie selbst Schwierigkeiten, weil ich den Namen so nicht kannte - ich habe immer Annemarie gelesen.
    Farid war mir ganz sympathisch aber das war's dann größtenteils glaube ich auch. Mir kam das Buch auch sehr zäh vor und wie eine andere Rezension auch schreibt, spannend war es nicht wirklich. Kann man lesen, muss man aber nicht... 

  11. Cover des Buches Tödlicher Kohldampf (ISBN: 9783954519873)
    Helga Bürster

    Tödlicher Kohldampf

    (5)
    Aktuelle Rezension von: abuelita
    Grünkohl….das Gold des Nordens und hier natürlich mal wieder mit Rezepten im Anhang. Also Grünkohl klassisch kenne – und liebe – ich, obwohl ich aus Süddeutschland komme, aber alles andere muss ich nun nicht unbedingt ausprobieren. 


    Die Autorin widmet Ihrem Krimi hier diesem „König der Kohlsorten“ und den traditionellen Kohlfahrten.


    Die ländliche Idylle gerät ins Wanken: der Wirt Kuno ist verschwunden und so reist seine Tochter an und bringt ihren Ehemann mit. Zum Entsetzen der Dorfbewohner ist dieser schwarz und kocht – internationale Grünkohlgerichte. Und dann gibt es einen Toten…einen? 
    Na, das lest mal lieber selber.


    Spannend fand ich das Ganze nur wenig, denn bereits nach kurzer Zeit kristallisierte sich für mich der Bösewicht klar und deutlich heraus….und „urkomisch“ war das Ganze nun auch nicht. Schräg, ja, das Wort beschreibt es am besten…

    In fast jedem bayrischen oder schwäbischen ch mit vielen Dialektsätzen gibt es ein Glossar, das das Wichtigste erklärt. Hier im Norden nicht…..Manches habe ich gut verstanden, aber ich habe über dem Satz „Elkeen na sien Möög“ wirklich immer wieder gebrütet – und weiss immer noch nicht, was das heissen soll….

    Die anderen Ausdrücke-Sätze die ich nicht verstand, habe ich dann achselzuckend sozusagen überlesen. Den Sinn der Sache finde ich das allerdings nicht.


  12. Cover des Buches Gefahr aus dem Watt (ISBN: 9783740803018)
    Markus Rahaus

    Gefahr aus dem Watt

    (20)
    Aktuelle Rezension von: witchqueen

    Bibliographische Angaben

     

    Titel: Gefahr aus dem Watt

    Autor: Markus Rahaus

    Verlag: emons

    Taschenbuch, 304 Seiten

    Erscheinungsjahr: 2018

     

     

    Zum Inhalt / Klappentext

     

    Killervirus im Cuxland

     

    Im Otterndorfer Watt wir eine Leiche gefunden, kurz darauf eine weitere auf der „Alten Liebe“ in Cuxhaven. Die Ermittlungen führen die Kommissare Olofsen und Greiner zu einer lokalen Biotechnologiefirma. Will sie ein verunreinigtes Medikament auf den Markt bringen? Als immer mehr Menschen an einer unbekannten Virusinfektion sterben, beginnt mitten in der Tourismushochburg Cuxhaven ein Wettlauf gegen die Zeit.

     

    Ein fesselnder Kriminalroman mit dem Insiderwissen eines Virologen: rasant, spannend, humorvoll.

     

     

    Meine Meinung

     

    Es geht spannend los und man kommt sehr gut in die Geschichte hinein. Man beginnt direkt, sich Fragen zu stellen und herumzurätseln. Das hört auch die ganze Zeit nicht auf. Es bleibt unentwegt spannend und man will wissen, was hinter allem steckt. Wer dahinter steckt, darauf bin ich ziemlich schnell gekommen. Nur das warum hat sich mir länger nicht erschlossen. Aber auch, wenn klar war, wer hinter allem steckte, war es trotzdem weiter spannend. Auch lernen kann man diesem Krimi einiges. Geht es doch um ein Virus, bei dem Virologen-Insiderwissen an den Leser weitergegeben wird. Obwohl es hier einige Leichen gibt, geht es doch alles in allem nicht allzu brutal und blutig zu.

    Alle Charaktere und Handlungsorte wurden gut beschrieben. Hier konnte man sich direkt ein klares Bild von allen und allem machen. Man war irgendwie immer mittendrin im Geschehen.
     Der Schreibstil war klar und gut lesbar. Man kam beim Lesen zügig voran. Die 304 Seiten, aufgeteilt in 21 Kapitel (plus Pro- und Epilog) gingen wie im Flug vorüber.

     

    Mein Fazit

     

    Ein toller und spannender Krimi, der sich für alle Leser (auch diejenigen, die Cosy-Crime bevorzugen) eignet. Von mir gibt es eine Leseempfehlung mit 5 Sternen.

  13. Cover des Buches Bretonisch mit Aussicht (ISBN: 9783740811587)
    Gabriela Kasperski

    Bretonisch mit Aussicht

    (33)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Erneut findet Buchhändlerin Tereza Berger eine Leiche. Bei dem Toten handelt es sich um den Marineadmiral Bernard Sonnet, der wegen seiner Verdienste geehrt werden sollte. Ein Unfall? Tereza glaubt nicht recht dran und stellt eigene Ermittlungen an.

    Bretonisch mit Aussicht" ist der zweite Band um Buchhändlerin Tereza Berger, der in Camaret-sur-Mer, auf der Halbinsel Crozon, in der Bretagne spielt. Das Buch kann jedoch unabhängig von seinem Vorgänger gelesen werden.

    Bereits der Prolog beginnt geheimnisvoll und spannend und hat mich rätseln lassen wie das Geschehen in den Kriegswirren 1940 zu den heutigen Ereignissen passt. Wir lernen Bernard Sonnett, einen damals vierzehnjährigen Jungen kennen, der vergeblich auf Marie wartet. Im ersten Kapitel der Sprung in die Gegenwart: In Camaret-sur-Mer steht eine große Feier an, bei der Chor „Les Bergamottes de Camaret“ gemeinsam mit dem französischen Superstar Armelle auftreten werden. Zudem soll Bernard Sonnett, mittlerweile fünfundneunzig Jahre alt, geehrt werden. Leider wird er wenige Tage davor tot aufgefunden.

    Commissaire Gabriel Mahon ist wenig erfreut, dass Tereza schon wieder in einen Todesfall involviert ist. Doch das ist nicht das einzige Problem: Soeur Nominoë, eine der singenden Bergamotten, ist plötzlich verschwunden und wird verdächtigt, ihre Mitschwestern und die TV-Crew, die anlässlich des Konzerts vor Ort ist, mit einer Fischsuppe vergiftet zu haben.

    Raubkunst, Zweiter Weltkrieg, eine sagenumwobene Grotte und Bunkeranlagen aus der Zeit der deutschen Besatzung, Vergangenheitsbewältigung, TV-Präsenz, eine bretonische Sage – dies sind nur einige der behandelten Stichworte.

    Tereza ist auch in diesem Band eher chaotisch und unorganisiert, aber eigentlich auch mit dem Herzen am rechten Fleck unterwegs. Zum Glück hat sie viele Freunde, welche ihr unter die Arme greifen. Die Autorin schafft es, auch den Nebenfiguren Leben einzuhauchen und eine familiäre Gemeinschaft entstehen zu lassen. Die Autorin spielt mit den schrulligen Eigenarten ihrer Charaktere, lässt sie so zu aktiven Akteuren vor wildromantischer Kulisse werden und setzt mit gut recherchiertem Hintergrundwissen gezielte Akzente, die den Fall abwechslungsreich und nervenaufreibend gestalten. Die Umgebung wird bildreich beschrieben und der Leser reist förmlich mit Tereza nach Camaret-sur-Mer. Die Landschaft, die Gegend, die Menschen, alles ist so wunderbar beschrieben, dass manch Leser Lust bekommen könnte, selbst da Urlaub zu machen und alles auf eigene Faust zu erkunden.

    Die Protagonistin agiert ruhelos, hektisch und unüberlegt. Tereza ist ständig in Bewegung und agiert, hüpft von einem Nebenprotagonisten zum nächsten, zu ganzen Gruppen, von einem Ort zum anderen.  Erhält sie eine Information, hechtet sie gleich hinterher, um dem nachzugehen. Dabei versetzt sie Freunde, vergisst Dinge vor Ort, die sie jemandem bringen will, lässt es liegen und kümmert sich nicht weiter darum. Massig Personal, rund vierzig Namen auf zweihundertachtzig Seiten begegnen uns. So kommt natürlich keine Tiefe der Charaktere zustande, die arg oberflächlich im Raum stehen. Das Problem hatten wir bereits im ersten Band bemäkelt. Hier trieft es noch krasser in Erscheinung.  

    Nicht alles erscheint logisch und Kommissar Zufall ist ein ständiger Helfer. Aber dem ist nicht genug. Während der Abwesenheit von Teresa ziehen Nonnen in ihr Haus ein, später eine Musikerin. Den Buchladen schmeißt derweil eine Freundin, die gratis arbeitet und durch Zufall das Geschäft der Saison macht, sich um Kundschaft kümmert, die den Laden stürmen, um den Hund und die verstopfte Toilette in Terezas Haus. Obendrein zur Grundhandlung auch noch Hektik im Haus. Jemand beschmiert ständig die Fensterscheiben des Ladens. Es gibt eine Fahrt nach Paris, aber auch zu anderen Orten. Bis zur Mitte des Buchs kennen wir alle Kneipen und Restaurants im Ort, den Fischladen, die Bäckerei und den Metzger, die Surfschule, das Museum, das Kloster, den Leuchtturm und so weiter. Es werden Feste gefeiert, eine Bootsfahrt gemacht und irgendwo mittendrin, verläuft sich die Story, von der wir ab einem gewissen Punkt nicht mehr wissen, warum Teresa überhaupt noch weitersucht. Die Suppe war nicht vergiftet, der alte Mann ist an einem Herzinfarkt gestorben, die Nonne wird nicht mehr verdächtigt. Schlussendlich geht es um ein Familiengeheimnis. Aber warum Tereza dies unbedingt lüften will, die eigentlich genug anderen Dinge um die Ohren hat, ist nicht restlos nachvollziehbar.

    Schlussendlich bleiben noch Fragen unbeantwortet, die dazu animieren sollen, den nächsten Band zu kaufen. Jedenfalls, wenn einer wissen möchte, wer der Schmierer ist oder was in dem Brief steht. Doch ob dies im nächsten Teil tatsächlich verraten wird?

    Gabriela Kasperski Schreibstil ist einfach und angenehm zu lesen. „Bretonisch mit Aussicht“ ist ein typischer Urlaubskrimi voller stimmiger Umgebungbeschreibungen, skurriler Einwohner und eigenwilligen Protagonisten. Mich störten bloß die vielen französischen Ausdrücke und Redewendungen. Ich habe größtenteils ignoriert, denn erläutert oder übersetzt werden sie nicht. Dafür gibt es am Ende aber ein Rezept für die südbretonische Fischsuppe, die im Buch nicht jedem gut bekommen ist

  14. Cover des Buches Wenn der Platzhirsch röhrt (ISBN: 9783740801656)
    Alexandra Bleyer

    Wenn der Platzhirsch röhrt

    (19)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Sepp Flattacher, Band 2: Sepp Flattacher, Aufsichtsjäger in Obervellach, möchte einfach nur seine Ruhe, insbesondere von seinem Nachbarn Heinrich Belten. Doch nun müssen sie sich zusammentun, da Beltens Schwiegersohn Anton Nowak mit Familie nebenan einziehen will – ein Wiener! Anton ist schon angereist, um im Ort ein Geschäft zu eröffnen. Und Belten soll ins Altersheim…

    Erster Eindruck: Ein wie vom Emons-Verlag gewohnt schönes Cover – gefällt mir.

    Dies ist Band 2 der Reihe und kann unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden. Nichtsdestotrotz würde ich empfehlen, mit Band 1 zu beginnen, um die doch eigenwilligen Persönlichkeiten kennenzulernen. Mein Einstieg in Band 2 hat – wie bereits bei „Waidmannsdank“ – mit dem mehrseitigen Glossar am Ende des Buches begonnen. Ich finde es sehr hilfreich, in den Kärtner Dialekt und die Jagdsprache eingeführt zu werden.

    Der „gute“ Anton hat so gar keine Sympathiepunkte bei mir gesammelt. Er will den Schwiegervater abschieben und alles übernehmen. Er findet im Mölltal alle und alles hinterwäldlerisch; seine Frau und Kinder möchten in Wien bleiben. Wieso will er dann unbedingt nach Kärnten? Die Geschäftsverhandlungen sind äusserst interessant.
    Heinrich und Sepp überlegen, wie sie Anton von der Idee abbringen könnten, nach Obervellach zu ziehen. Sie kommen auf einige ziemlich abstruse Ideen. Merke: Schnaps ist beim Pläneschmieden nicht hilfreich!
    Revierinspektor Martin Schober ist selbstverständlich auch wieder mit dabei. Er hat sich mittlerweile an den Gedanken gewöhnt, wieder im Mölltal zu arbeiten. Sein Problem ist momentan die sich nicht entwickelnde Beziehung zu Bettina. Seine Arbeitskollegin ist mit ihren Sprüchen nicht wirklich dienlich. Doch dann ruft die Arbeit: Ein slowakischer Hotelgast wird vermisst…

    Die Geschichte war auch dieses Mal sehr unterhaltsam; der Krimianteil kam für meinen Geschmack sehr spät und war ziemlich klein. Der Humor hat mir wieder sehr gut gefallen, wie z.B. als Michaela, die Kellnerin, über einen verirrten Blick des Gegenübers in ihr Dekolleté sagt: „Kein Problem. Is ja ka Safn, wird nix weniger. Weder vom Schauen noch vom Anfassen.“ (Es ist ja keine Seife… *grins*). Am besten gefallen haben mir die Streithähne Heinrich und Sepp. Ich fand es einfach herrlich, wie sich Heinrich bemühte, aus dem Sepp seinen neuen besten Freund zu machen. Das ist wahrlich kein leichtes Unterfangen!
  15. Cover des Buches Seelenfeindin (ISBN: 9783740800833)
    Sabine Trinkaus

    Seelenfeindin

    (56)
    Aktuelle Rezension von: Svenska_

    Dies ist eines dieser Bücher, die ich größtenteils wegen seines Covers gekauft habe, denn dieses ist wirklich fantastisch gelungen und macht neugierig auf das, was sich hinter der Geschichte verbirgt.
    Auch der Prolog allein ist schon fantastisch und so gut und echt beschrieben, dass es mich (um 2 Uhr nachts) schon ziemlich gegruselt hat. Er ist aus der Sicht der Patientin geschrieben, die weiteren Kapitel berichten aus der Sicht der Psychiaterin.

    *Spoilerwarnung*

    Und damit begann ein kleines Wirrwarr, denn die Hauptprotagonistin wirkte auch mich teilweise labiler als die Patientin, was es für mich schwierig machte, ihren Gedankengängen zu folgen und sie sympathisch zu finden.
    Auch die kursiv gedruckten Stellen im Text waren für mich persönlich teilweise verwirrend, wobei sich das nach und nach aufklärte. Alles in allem war es an manchen Stellen "too much", an anderen Stellen wiederum zu wenig. Es gab einige Kapitel, die fügten sich perfekt ins Geschehen ein und trugen zum Weiterkommen in der Geschichte bei. Und dann gab es Kapitel, die erschienen mir fast überflüssig und manchmal auch einfach nur komisch.
    Für mich waren die Entscheidungen der Psychiaterin, mit ihrem Chef zu schlafen, den Nachbarn zu versetzen, einen "Klienten" zu küssen und schließlich noch mit einem Polizisten ins Bett zu steigen einfach nur ein Indiz dafür, dass sie den Titel "erfolgreich" nicht verdient hat und sich besser selbst nach dem sie so traumatisierenden Erlebnis im alten Job in Therapie begeben hätte.
    Vielleicht war dieser Eindruck von der Autorin auch so gewollt, aber manche Stellen hätten echt nicht sein müssen, zogen das Buch nur unnötig in die Länge und sorgten dafür, dass eine immer größere Antipathie zu Nadja aufgebaut wurde.

    Das Ende hingegen war fantastisch.
    Das Gefühl, nicht zu wissen, wer hier böse ist und wer hier eigentlich wen gegeneinander ausspielt, wurde während des Lesens immer größer, wenn nicht sogar unerträglich. Umso erlösender erschien das Ende, wobei selbst hier mehrere Überraschungen warteten.
    Das hat die Autorin wirklich gut gelöst!

    Schlussendlich ist es ein gutes Buch mit einem zu Beginn vielleicht gewöhnungsbedürftigen Schreibstil, in dem leider die ein oder andere Frage noch unbeantwortet blieb und das hin und wieder irgendwie seinen Reiz verlor.

  16. Cover des Buches Heringshappen (ISBN: 9783740804213)
    Ute Haese

    Heringshappen

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Wildpony

    Heringshappen   -  Ute Haese

    Kurzbeschreibung Amazon:

    Hanna Hemlokk ermittelt wieder: Das Bokauer Private Eye in Hochform.

    Der Wirt des hippen Gourmettempels »Heuschrecke« ist tot, zertrampelt von einer Kuh. War es tatsächlich ein Unfall? Oder hat der »Reichsbürger« Rolf Bapp etwas damit zu tun? Und welche Rolle spielt der dauertwitternde Bürgermeisterkandidat Arwed Klinger? Ganz zu schweigen von dem Horror-Clown, der seit Kurzem sein Unwesen in Bokau treibt. Hanna Hemlokk, das schräge Private Eye mit Herz und Hirn, ist gefordert – und sieht sich bald mit einem zweiten Todesfall konfrontiert.

    Mein Leseeindruck:

    Juhu - hab ich gedacht als ich entdeckt habe das es einen neuen Fall mit der Privatermittlerin Hanna Hemlokk gibt.

    Und ich habe mich sofort riesig über die Fortsetzung gefreut, da ich ein großer Fan von Hanna bin. Schließlich haben mich dir 4 Vorgängerbände, die ebenfalls im Emons Verlag erschienen sind, richtig begeistern können.

    Natürlich ermittelt Hanna auch im Band 5 wieder unkonventionell und sehr humorreich. Und natürlich super spannend, denn bei Hanna weiß man nie was sie noch alles macht. Und hier muss Hanna zwischen einem Mörderkuh, einem Reichsbürger, einem Bürgermeisterkandidaten und einem Horror-Clown die Wahrheit herausfinden. Dieser Spagat ist ihr (und unserer Autorin Ute Haese) natürlich wieder super gelungen.

    Fazit:

    Einfach wieder ein genialer Küstenkrimi, der mir tolle Lesestunden und viel Spaß bereitet hat.

    Hanna als Protagonistin ist einfach klasse!

    Daher gibt es von mir von Herzen gerne 5 volle Sterne und meine weitere Lese-Empfehlung für diese tolle Buchreihe! *****

  17. Cover des Buches Korrosion (ISBN: 9783740800406)
    Peter Beck

    Korrosion

    (49)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    „Die Frage war der Bluthund der Intelligenz.“ (Zitat Seite 55)

    Inhalt:
    1971 stirbt ein Bäcker in seinem Backofen. Mehr als vierzig Jahre später wird seine Witwe während der Weihnachtstage ermordet. Ihr Aktiendepot in zweistelliger Millionenhöhe wird seit Jahrzehnten von einer angesehenen Schweizer Privatbank verwaltet. Ihre Anweisungen für den Todesfall legen fest, dass ihr Testament erst vollstreckt werden darf, wenn geklärt ist, welches ihrer drei Kinder damals für den Tod ihres Ehemannes verantwortlich war. Tom Winter, dem erfahrenen Sicherheitschef der Bank fällt die schwierige Aufgabe zu, die drei möglichen Erben zu finden und den Sachverhalt zu klären.

    Thema und Genre:
    In diesem spannenden Buch, einzuordnen zwischen Roman und Thriller, geht es um aktuelle, wichtige Themen wie Flüchtlinge, Missbrauch und Umwelt, aber auch um Familie. Eine Kernfrage dreht sich um Ursache und Wirkung und den Graubereich zwischen Schuld und Gerechtigkeit. Die Finanzwelt bleibt im Hintergrund.

    Charaktere:
    Tom Winter ist ein erfahrener Ermittler und sein Einsatz bewegt sich zwischen psychologischen und körperlichen Herausforderungen, die ihn an seine Grenzen bringen. Private Befindlichkeiten setzt der Autor maßvoll und nur dort ein, wo es für die Handlung wichtig ist.

    Handlung und Schreibstil:
    Orte der Handlung sind neben der Schweiz die Azoren, England und Deutschland und der Handlungszeitraum erstreckt sich über wenige Wochen zwischen Ende Dezember und Ende Januar. In einem zweiten Handlungsstrang wird der abenteuerliche Weg eines Flüchtlings aus dem Sudan bis nach Europa beschrieben. Beide Erzählstränge sind trotz der intensiven Schilderungen knapp und rasant geschrieben, was die Geschichte dicht und packend macht.

    Fazit:
    Ein anspruchsvoller Thriller mit Tiefgang und Themen, die den Leser nachdenklich stimmen. Dazu eine spannende Handlung mit rasanten Abläufen und einem smarten Ermittler, eine sehr gelungene Kombination.

  18. Cover des Buches Das große Schweigen (ISBN: 9783954516575)
    Katja Montejano

    Das große Schweigen

    (114)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Ein Mordanschlag auf einen Staranwalt erschüttert Bern. Wer war die irre Frau, die auf Ferdinand Bouillé losgegangen ist? Primrose, Ferdinands Tochter, erhält kurz nach der Attacke mysteriöse Drohungen: „Atme, so lang du noch kannst!“. Ein Unbekannter beginnt ein grausames Spiel: es kommt zum ersten Todesfall. Dann zum Zweiten. Als ehemalige Polizistin will Primrose den Killer stoppen, bevor es zu weiteren Verlusten kommt…

    Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover mit einem Maschendrahtzaun, das nichts von dem Grauen erahnen lässt.

    Das Verhältnis von Primrose – welch‘ ein Name! – und ihrem Vater Ferdinand ist nicht immer einfach, besonders seit er eine neue Frau an seiner Seite hat. Der Streit vom Vorabend steckt ihr noch in den Knochen, doch sie weiss, dass sich die Wogen immer wieder glätten. Bestimmt auch dieses Mal. Denn er ist ihr Fels – Primrose hat nur noch ihn. Der Mordanschlag ändert alles. Wird er durchkommen? Wer steckt dahinter? Die Arbeit in der Kanzlei Bouillé muss weitergehen, was durch die Geschwister und Geschäftspartner Helen und Joseph Strauss auch gelingt. Vorübergehend.
    Wie kann man sich und sein Umfeld schützen, wenn man überhaupt keine Ahnung hat, gegen wen man sich wehren soll? Und wann er weshalb wieder zuschlagen wird? Der Hoffnungsballon, dass es sich um eine schreckliche, aber einmalige Zufallstat handelt, platzt, als wüste Drohungen erfolgen.

    Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Autorin hat es (leider) geschafft, sehr bildhaft zu beschreiben, was zuweilen grausame Szenen vor meinem inneren Auge hat entstehen lassen. Die Todesfälle oder Foltermassnahmen waren brutal, für mich hart an der lesetechnischen Belastungsgrenze. Aber die Autorin hat es – trotz allem – ebenfalls geschafft, dass ich dranbleiben und unbedingt wissen musste, was denn noch alles passieren würde.

    Fazit: Für mich ein brutaler Thriller (auch wenn Krimi vorne auf dem Buch steht) mit überraschender Auflösung. Die administrative Versorgung, ein sehr dunkles Kapitel der Schweiz, wird sehr plastisch thematisiert. Eine Tragödie sondergleichen! Von mir gibt es 5 Sterne und nun benötige ich dringend etwas leichte Kost zum Lesen. Puh, das war heftig!

  19. Cover des Buches Endstation Nordsee (ISBN: 9783740800475)
    Ilka Dick

    Endstation Nordsee

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Angeliques_Leseecke
    *Inhalt*
    Auf der idyllischen Insel Amrum wird Erk Jannen, einer der Einheimischen, ermordet aufgefunden. Für seine Tochter Aenne bricht eine Welt zusammen, sie kann es nicht glauben, dass jemand ihren Vater so brutal umbringt. Leider ist das Verhältnis zu ihrer Mutter Louise nicht gerade das Beste und so ist sie mit ihrer Trauer überwiegend allein. Zum Glück hat sie aber einen liebevollen Mann und eine quirlige Tochter, die ihr den Rücken stärken und sie auffangen.
    In einem zweiten Erzählstrang wird der Beginn der Liebesgeschichte von Erk und Louise erzählt. Liegt hier vielleicht das Motiv zu diesem bestialischen Mord?

    *Meine Meinung*
    Das Cover von "Endstation Nordsee" von Ilka Dick ist mir gleich ins Auge gefallen. Ich liebe das Meer und die Weite und wenn dann auch noch ein Krimi hier in meiner Heimat spielt ist alles perfekt.
    Und dann wohnt die Autorin anscheinend auch noch in meiner Nähe, da hielt mich nichts mehr und ich habe das Buch gekauft. Eine gute Entscheidung!!!

    Zitat Seite 11:
    "Du hast mich zu der gemacht, die ich war. Nun kannst du mich nicht mehr länger beschützen vor der, die ich sein werde."
    Das ist der letzte Satz des Prologs, das verspricht eine spannende Lektüre.


    Dieser Krimi ist etwas anders, hier steht nicht nur die Tat im Vordergrund, sondern auch die Trauer von Aenne. Mit einfühlsamen Worten zieht Ilka Dick mich in die Geschichte. Ich kann mich gut in Aenne und ihre Trauer reinversetzen, die gleiche Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit hat mich gepackt, als mein Vater vor Jahren starb. Die Autorin beschönigt nichts, übertreibt aber auch nicht.
    Dann ist da noch die Spannung, sie wird stetig aufgebaut und lässt mich nur so durchs Buch fliegen.
    Durch die Rückblenden wird die Spannung noch zusätzlich erhöht. Ich als Leser will wissen, was dieser Zeitstrang mit dem Mord zu tun hat.

    Die Charaktere sind lebendig und durchweg sympathisch, bis kurz vorm Schluss hatte ich keine Ahnung, wer der Mörder sein kann. Am liebsten ist mir die kleine Beeke, sie geht so herrlich selbstverständlich mit dem Tod um. Klar ist sie traurig, aber dann ist auch gut und sie geht zu Onno spielen.

    Die Landschaftsbeschreibungen sind einfach wunderschön und sehr detailliert, ich habe Lust bekommen, dort einmal Urlaub zu machen.

    *Fazit*
    Dieses gelungene Debüt kann ich nur jedem empfehlen. Hier ist ein spannender Kriminalfall gepaart mit einem Familiengeheimnis und Trauerarbeit. Eine gute Kombination… die von mir 5 Sterne bekommt. Hoffentlich gibt es bald mehr von der Autorin…
  20. Cover des Buches Der Tod bohrt nach (ISBN: 9783740803124)
    Isabella Archan

    Der Tod bohrt nach

    (27)
    Aktuelle Rezension von: mandalotti

    Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen. Dr. Kardiff, Hauptkommissar Zimmer uns sein Team finde ich sehr sympathisch. Man kann sich gut in die Geschichte reinversetzen und es lässt sich gut lesen. 

    Die Geschichte ist jetzt nicht überragend spannend, aber hat trotzdem interessante Wendungen und die Autorin versucht auch den Leser etwas auf die falsche Fährte zu locken.

    Als leichter Krimi für zwischendurch ist das Buch auf jeden Fall super.

  21. Cover des Buches Solothurn tanzt mit dem Teufel (ISBN: 9783740806248)
    Christof Gasser

    Solothurn tanzt mit dem Teufel

    (32)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Dieses ist mein erstes Buch von Christof Gasser. Leider habe ich den Fehler gemacht, mit diesem vierten Band der Reihe zu starten. Es funktioniert zwar, aber ich glaube, man hat mehr Lesefreude, wenn man die Vorgänger auch bereits gelesen hat. Hin und wieder fehlte mir hier doch etwas Vorwissen. 

    Ansonsten war es ein solider, sehr temporeicher Krimi mit mehreren Handlungssträngen. Ich bin neugierig geworden auf weitere Bücher der Reihe. 

    01.08.2024

  22. Cover des Buches Tiefe Havel (ISBN: 9783740802851)
    Tim Pieper

    Tiefe Havel

    (48)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Im Leben des Potsdamer Ermittlers Toni Sanftleben läuft gerade einiges schief, seine Frau entfremdet sich immer mehr von ihm, sein Chef will ihn  loswerden und auch in seinem Team kriselt es. Als er dann auch wieder zur Flasche greift, scheint der Absturz perfekt - aber der Fall eines ermordeten Binnenschiffers und die Hilfe ehrlicher Freunde bringen ihn wieder in die Spur. Denn dieser Fall hat es in sich und er bringt alle in Gefahr.

    Tim Pieper gelingt es auch im 3. Band die Charaktere weiterzuentwickeln und eine packende Storie aufzubauen, dank seines flüssigen und mitreißenden Schreibstils bleibt der Spannungsbogen bis zur letzten Seite aufrecht erhalten und die Geschichte wird zu einem furiosen Finale geführt. Obwohl das Privatleben des Hauptakteurs einen wichtigen Platz einnimmt wird der eigentliche Kriminalfall davon nicht erdrückt, sondern beides verwebt sich immer mehr.

    Eine klare Leseempfehlung von mir.

  23. Cover des Buches Punschkrapfen, Kipferl und ein Mord (ISBN: 9783740800420)
    Sonja Birgmann

    Punschkrapfen, Kipferl und ein Mord

    (37)
    Aktuelle Rezension von: heavyfun

    Das Cover ist genauso süß wie die speziellen Backwaren die von unserer Protagonistin angeboten werden und dadurch bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Wie hängen ein Mord und Backwaren zusammen? Findest es am besten selbst heraus, denn dieses Buch macht einfach Spaß. Emma ist eine wundervolle Protagonistin die sich ihrem Freigeist völlig hingibt und dadurch erotische Backwaren anbietet um sich von der Masse an Standardbäckern hervor zu heben (Ideen muss man haben, ich sag es immer wieder). Das Wie, Warum und Weshalb dürft ihr gerne beim Lesen selbst herausfinden, immerhin soll dies keine reine Inhaltswiedergabe werden. Doch nicht nur Emma ist eine Nummer für sich, auch ihr Umfeld und die vielen anderen Charaktere haben es faustdick hinter den Ohren und ich könnte im Nachgang betrachten gar nicht genau sagen wer mein Liebling war, da die Autorin so einige vielschichtige Figuren kreiert hat die einen näheren Blick wert sind. Ich mag es mit welcher Selbstverständlichkeit hier gegen die gesellschaftlichen Normen vorgegangen wird und für mich hatte das Buch leicht rebellische Tendenzen die sich in vielen Details widerspiegeln. Neben den Backwaren die immer für einen Lacher gut waren, für Begeisterungsausrufe oder ,,das-würde-ich-jetzt-auch-gerne-essen"-Moment sorgten kamen auch die Ermittlungen nicht zu kurz und ich fand die Kombination äußerst spannend sowie gelungen umgesetzt. Dadurch das wir Emma, ihr Umfeld sowie ihre Vergangenheit näher kennenlernen wird es nie langweilig und obendrauf beleuchtet die Autorin wie mit Personen umgegangen wird die eben nicht dem Standard entsprechen und gegen welche Windmühlen sie zu kämpfen haben und das wurde in meinen Augen sehr realistisch sowie authentisch umgesetzt. Dem Konzept wird auf jeden Fall treu geblieben und so begleiten wir unsere Hauptakteure durch viele witzige Situationen die alles andere als gewöhnlich waren und dafür für umso mehr Spaß sorgten. Darüber hinaus habe ich natürlich mit geraten über den Tathergang sowie den Täter selbst, konnte aber das große Ganze nicht erkennen weswegen die Auflösung für mich völlig überraschend daherkam. Für mich blieben gegen Ende keine Fragen mehr offen und ich fand das große Finale legte nochmal eine ordentliche Portion Spannung und Action obendrauf. Die Kapitel weisen eine angenehme Länge auf und mir gefiel es sehr gut das sich auf die bereits vorhandenen Elemente konzentriert wurde und nicht noch auf Biegen und Brechen eine Liebesgeschichte rein geklatscht wurde die es in meinen Augen auch überhaupt nicht brauchte. Für mich gab es tatsächlich keine Kritikpunkte und ich kann das Buch allen Krimifans weiterempfehlen die auf der Suche nach einer süßen Verführung sind.

  24. Cover des Buches Bretonisch mit Sturm (ISBN: 9783740816612)
    Gabriela Kasperski

    Bretonisch mit Sturm

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Die Buchhändlerin Tereza Berger ist zu einer Hochzeit eingeladen. Auf Oussant, einer kleinen Insel in Frankreich, soll die Trauung statt finden. Doch schon die Überfahrt zur Insel ist für Tereza seltsam. Erstens hat sie ein Manuskript bekommen, dass eine alte Geschichte erzählt und einen großen Sturm und den Untergang eines Schiffes beschreibt, und zweitens ist das Wetter ganz anders, als im Insel eigenen Wetter Kanal prophezeit. Es gibt einen Sturm und das nicht nur vom Wetter. Eine Windkraftanlage spaltet die Inselbewohner in zwei Lager und irgendwie scheint die Geschichte des Manuskripts, auch die aktuellen Geschehnisse auf Oussant zu beeinflussen. Und dann gibts tote Vögel und eine Leiche Es war mein erster Band von Gabriela Kasperski und über die Buchhändlerin Tereza Berger, aber ich war trotzdem sofort mittendrin in der Geschichte. Äußerst spannend und vielschichtig und man ganz tollen Personenbeschreibungen. Besonders haben mir die zwei Handlungsstränge gefallen, die natürlich aufeinander zulaufen und da kommt man immer mal wieder auf eine falsche Fährte. Ein überraschender, frischer und super spannender Krimi.

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