Bücher mit dem Tag "verlag: fontis"

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28 Bücher

  1. Cover des Buches Die Nacht der Vergessenen (ISBN: 9783038481515)
    Iris Muhl

    Die Nacht der Vergessenen

     (30)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Niki erinnert sich sehr genau an die ersten Abende in der roten Meile. Sie schob sich anfangs erst zögerlich, dann immer forscher durch die dunklen Gassen, an den Menschen vorbei, an Männern, Frauen und Schaulustigen, unerschütterlich...“


    Niki arbeitet in Zürich bei der Heilsarmee. Es ist Heiligabend, als sich Niki mit Heidi zusammen in die rote Meile aufmacht. Dort leben Obdachlose und Prostituierte. Niki und Heidi haben Geschenke für sie dabei. Doch seit langem hadert Niki mit ihrer Aufgabe und mit Gott. Es gelingt ihr nicht mehr, Frauen zum Ausstieg aus dem Milieu zu bewegen. Viele Türen bleiben ihnen verschlossen.

    Die Autorin hat eine bewegende Weihnachtsgeschichte geschrieben. Sehr feinfühlig geht sie mit dem schwierigen Thema um.

    Der Schriftstil ist dem Thema angemessen. Es ist eher ein leises Buch mit behutsamen und taktvollen Worten.

    Schon Nikis Weg ging nicht gerade. Sie wuchs in einem wohlhabenden Elternhaus auf, hat sich mit dem Studium davon gelöst und erst nach Umwegen ihre Bestimmung gefunden. Ihr Mann Markus will nicht, dass sie an den Abend das Haus verlässt.

    Die Unterschiede zwischen Niki und Heidi werden so formuliert:


    „...Heidi ist der Klebstoff, der die Kontakte und Beziehungen zusammenhält, sie unterbricht alle im Satz, unüberlegt und intuitiv. Niki jedoch analysiert, interpretiert und versucht die Umstände,in denen sich die Frauen bewegen, mit scharfer Beobachtungsgabe zu durchschauen...“


    Dann erzählt die Autorin die Schicksale verschiedener Frauen, die auf der Straße leben. Sie haben sich dieses Leben meist nicht ausgesucht. Mit ihrem Verdienst unterhalten die Familien, sei es in Moldawien oder in Brasilien. Aus den Worten der Frauen spricht die Sehnsucht nach den Eltern, nach den Kindern, nach Geborgenheit. Hart sind die Fälle, wo die Familie das Geld nimmt – und die Arbeit verachtet, wenn sie davon erfährt. 

    Und dann ist da Meta, die einem Bordell vorsteht und sich im Auftrag des Zuhälters um die Frauen kümmert. Sie hat für Ordnung gesorgt, entscheidet, wer Zutritt bekommt und hat die Ernährung und die Lebensverhältnisse der Frauen verbessert. Nur eines bleibt unverändert. Die Frauen dürfen das Haus nicht verlassen. Für dies Arbeit aber hat sie einen hohen Preis bezahlt.

    Drei Mal versuchen Heidi und Meta in dieser Einlass in das Haus zu bekommen. Zwei Mal bleibt die Tür geschlossen. Dann geschieht ein Wunder. 

    Auch einer der Zuhälter wird in Buch beschrieben. Selbst hier gibt es kein gut oder Böse.Das Leben ist komplizierter. Er war nicht von Anfang an das, was er jetzt ist. Seine Familie weiß nichts von seiner Arbeit. Sie kennen ihn als Handwerker.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es mahnt uns, vorsichtig mit unserem Urteil und unseren Vorurteilen zu sein. Besonders eindrücklich wirkt das Buch, weil es auf einer wahren Geschichte beruht.

  2. Cover des Buches Jesus. Eine Weltgeschichte. (ISBN: 9783038481881)
    Markus Spieker

    Jesus. Eine Weltgeschichte.

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Michael4319

    Das Buch „Jesus“ von Markus Spieker umfasst um die 1000 Seiten. Und diese haben es in sich.

    Er beginnt nicht direkt beim Christus, sondern erläutert auch die historischen Gegebenheiten der damaligen Zeit. So gibt es immer wieder Verweise auf Literaten und Philosophen der damaligen Zeit, die das Buch umso kurzweiliger gestalten.

    Spieker hält sich dabei streng an die Bibel, was mir sehr gefallen hat. Wenn man die Bibel selbst etwas studiert, kann man die Verweise aber auch das große Ganze um ein vielfaches besser verstehen.

    Das Buch ist allen zu empfehlen, die sich für Jesus, Religionen oder Geschichte im Allgemeinen interessieren. Spieker schafft es, alle diese Themen in ein modernes Gewand zu packen und so den Leser eine vergangene Zeit hautnah erleben zu lassen.

  3. Cover des Buches Esther (ISBN: 9783038480990)
    Leo Bigger

    Esther

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Minni
    Mit dem Buch "Esther - Mit Gott die Welt auf den Kopf stellen" hat Leo Bigger hier nun die Geschichte der biblischen Königin Esther untersucht und viele Impulse für unser Leben rausgezogen.

    Das Buch beginnt mit einer Nacherzählung des biblischen Buches und geht dann häppchenweise auf die verschiedenen Geschehnisse ein. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es eine Meditation, in der der Leser aufgefordert wird, über einen Kerngedanken nachzudenken und eventuell zu beten. Eine App begleitet dieses Buch auf, wie ich finde, eine nette Art und Weise. Die Videos in der App muss man sich nicht unbedingt anschauen, runden aber das Gesagte gut ab. Auch grafisch ist das Buch schön in Szene gesetzt. Es wirkt modern, in schwarz-weiß und Gold/Rost-Tönen gehalten. Das Format ist auch etwas außergewöhnlich, es ist größer als ein normales Taschenbuch, die Schrift ist recht groß gehalten, bzw. die Bilder sehr flächig und das Papier dick. Die Sprache ist wie im ICF gehalten - modern mit vielen englischen Wörtern gespickt. Ich hatte damit kein Problem, an manchen Stellen wirkte es etwas aufgesetzt, an anderen hat es den Text deutlich aufgelockert.

    Insgesamt tu ich mich schwer mit der Bewertung des Buches. Zu Beginn wird die Brautsuche Xerxes' nacherzählt, wodurch ich vermutete, dass diese Art sich durch das Buch durchziehen wird. Tat sie aber nicht - was ein wenig wirkte, als wäre diese Art des Erzählens aufgegeben worden. Die Bibelverse, auf die sich Leo Bigger in den Kapiteln bezog, wurden zusammenhangslos über die Abschnitte aufgeführt. Das wirkte auf mich ziemlich unstrukturiert.

    Viele Geschichten und Beispiele haben den Text lebensnah gemacht, wenn ich auch nicht immer wusste, worauf der Autor hinauswollte. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass nicht ganz so sehr auf das ICF eingegangen wird. Ich mag das ICF sehr gerne, aber es stellen sich mir die Nackenhaare auf, wenn der Gründer andere Gemeinden schlechtmacht, weil sie es tatsächlich wagen, mit "nur" der Bibel zu predigen. Die Bibel ist für mich Basic in einer Predigt. Das Drumherum kann helfen oder ablenken, aber ohne die Basic geht's nun mal nicht. Und Nebelmaschinen machen das ICF auch nicht zur "einzig richtigen" Gemeinde - es gibt schon genug Gemeinden und Kirchen, die so etwas aus den unterschiedlichsten Gründen glauben.

    Aus manchen Kapiteln habe ich einen großen Gewinn gezogen, z. B. dass man nicht vorschnell unter sein Leben Bilanz ziehen sollte. Mit anderen konnte ich dagegen gar nichts anfangen. Mit seinen langen Ausführen über die Träume, die man wie ein Bild in einen Rahmen "aufhängen" solle, hatte ich ziemlich Probleme, da mir der Aspekt gefehlt hat, nach welchen Kriterien wir überhaupt "lohnenswerte" Träume und Visionen enwickeln können. Wie erkennen wir Gottes Willen? Und: Sind wir überhaupt bereit, Gott zu fragen, was er von unseren Träumen hält? Das war mir alles recht schwammig. Teilweise ging es mir stark in Richtung Wohlstandsevanglium. "Du musst nur glauben, dass du vom Krebs geheilt wirst." Dagegen hat mir das letzte Kapitel wieder gut gefallen, da es eine realistische Sicht auf das Gesagte gebracht hat und einiges wieder in Balance gebracht hat.

    Übrigens ist das Buch nicht nur etwas für Frauen. So gut mir sonst die Aufmachung des Buches gefällt (lediglich für meinen Geschmack etwas zu düster), so wirkt es doch ziemlich wie ein Frauenbuch, und ich glaube nicht, dass all zu viele Männer danach greifen werden. Dabei geht es hier überhaupt nicht nur um "Frauendinge" - nicht einmal die ganze Zeit um Esther. Denn Leo Bigger wechselt in seiner Betrachtung oft zwischen den beteiligten Personen hin un her. Ein Aspekt, der mir gut gefallen hat, denn man kann von allen lernen.

    Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, schon allein vom haptischen, und habe auch gute Gedankenimpulse mitgenommen, die mich in den Alltag begleiten und im Glaubensleben weiterbringen. Trotzdem fehlte noch einiges, um mich restlos zu begeistern. Mehr Struktur und mehr geistliche Tiefe hätten dem Buch gut getan.
  4. Cover des Buches Mit Sari auf Safari (ISBN: 9783038481386)
    Tabitha Bühne

    Mit Sari auf Safari

     (15)
    Aktuelle Rezension von: theophilia

    Klappentext :“Du bist verrückt!“, sagen ihre Freundinnen. Denn eigentlich liebt Tabitha vor allem Stille, Sport und ihre Heimat. Sie hat von Männern genug und ist von Gott enttäuscht. Doch dann verliebt sie sich in einen deutschen Mann, der in Indien lebt. Tabitha kündigt ihren Job und beginnt das größte Abenteuer ihres Lebens. Am Anfang sieht alles nach einem Horrortrip aus. Als sie in Indien ankommt, herrschen Müll-Chaos und Smog-Alarm, das Klo bricht aus der Wand, auf der Straße attackieren sie drogensüchtige Straßenkinder. Dann endet auch noch eine romantische Tour im Heißluftballon mit einer dramatischen Notlandung. Tabitha sieht nur einen Ausweg: sich ihren Ängsten und Aversionen zu stellen und sich hineinzustürzen in den bunten, lärmenden Trubel. Wenn schon Indien, dann die volle Dröhnung! Es ist der ultimative Härte-, Liebes- und Glaubenstest. Sie taucht ein in den Großstadtmoloch Delhi und reist quer durchs Land. Sie begegnet Kopfgeldjägern und Kindergöttinnen, feiert Massenhochzeiten und beobachtet Massenbegräbnisse, sie geht in einen Yoga-Ashram und zofft sich mit Gurus, besucht Knastkinder und Frauen, die als Hexen verfolgt werden, läuft im Himalaya den höchsten Marathon der Welt und in der Rajasthan-Wüste an der Seite von Kamelen. Tausendundeinen Tag lang lacht, weint, schimpft und staunt sie: über das Leben, über Gott, über sich selbst – und über ihre Story: die verrückte Liebesgeschichte von einer, die auszog, das Fürchten zu verlernen.“

    Meine Meinung

    Wer ist Frau Bühne

    Frau Bühne ist in der Christlichen Szene nicht unbekannt. Ihr Vater hat eine christliche Bücherei und einen Verlag. Er und seine Frau engagieren sich seit Jahren für hilfsbedürftige Menschen im Sauerland. Doch sie selber fühlte sich nicht vom Christsein ihrer Eltern angesprochen. Sie zog es immer in die Ferne und in unterschiedliche Berufe z.B. Model oder Schauspielerin. I

    Wie kam es zu dem Buch

    Da die Autorin mit der  Männerwelt schon abgeschlossen hatte, entwickelte sich so arglos und selbstverständlich über einen Kontakt zum Autor Markus Spieker eine Mail Freundschaft. Sie führte Frau Bühne nach Indien und in eine andere Welt.

    Das Buch ist wie ein Tagebuch ihrer ersten 2 Jahre Ehe zu sehen. Sie beschreibt sehr gut vorstellbar ihre Zeit in Indien und den Wunsch es immer besser kennenzulernen.

    Sie verknüpft ihre Erfahrungen der hinduistischen und buddhistischen Religion (Nagaland Meghalaya und Mizoram)mit dem Christentum und stellt die vielen Vorsteile heraus Christ zu sein.

    • Einen liebenden Vater an der Seite zu haben, der sich um einen kümmert.
    • Die Frau und der Mann gleich wert sind
    • Man keiner Kaste zugehört, sondern jeder Bürger gleichwertig ist

    Wert der Frau in Indien.

    Als Kind musst du auf deine Eltern hören, wenn du heiratest, musst du den Rat deines Mannes befolgen. Im Alter sagen dir deine Kinder, wo es lang geht.

    In dem Land hat sie sich auf die Suche nach christlichen Regionen gemacht und festgestellt, dass in denen Menschen anders umgehen, als in den Regionen anderer Religionen.. 

    So hat sie sich auch auf Spuren von Mutter Teresa aus Kalkutta gemacht.

    Friede beginnt mit einem Lächeln. Lächle fünfmal am Tag einem Menschen zu, dem du gar nicht zulächeln willst: Tue es um des Friedens willen. Mutter Teresa

    Fazit

    Unterhaltsame Lebenserfahrungen aus Indien, spannend und lehrreich

     


     

     

     

  5. Cover des Buches wild und frei (ISBN: 9783038481690)
    Jess Connolly

    wild und frei

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Seelensplitter
    Meine Meinung zum christlichen Andachtsbuch:

    wild und frei

    Du bist nie zu viel und immer genug

    Inhalt in meinen Worten: 

    Du bist ein Kind Gottes und wenn du eine Frau bist, dann bist du eine Tochter Gottes, das bedeutet du bist eine Prinzessin, doch ist dir klar, dass das bedeutet du bist keine Sklavin mehr, nicht der Sünde noch anderer Menschen? Tust du dir leicht als Christin oder ist es eher schwer? Dieses Buch möchte dir helfen, deine Würde in Christus anzunehmen, dir zu zeigen, was es bedeutet frei zu sein und frei zu leben, was es heißt trotz Grenzen frei zu sein und vor allem was es dich kosten kann, wenn du vollkommen dich auf Gott einlässt, denn es kann bedeuten, das du dich radikal veränderst, die Frage ist nur, bist du bereit, das Abenteuer deines Lebens zu erleben und aus Dogmen und Gedanken auszubrechen? Dann Willkommen in der Welt von wild und frei.


    Wie ich das Gelesene empfinde:

    Zu erst einmal, dieses Buch konnte und wollte ich nicht in einem Rutsch lesen, weswegen ich auch länger brauchte. Die Sprache der zwei Frauen, die dieses Buch schreiben, unterscheidet sich teilweise, die eine frech und frei die andere wild und zahm. Passt das zusammen? Ja denn jede von uns ist Einzigartig geschaffen, und wenn wir wissen wie wir ticken und wie wir mit Gott im Kontakt sein können, dann ist klar, dass das christliche Leben mehr zu bieten hat, als nur fromm und starr in der Gemeinde zu sitzen. Wir haben einen Auftrag und genau den möchten die beiden Autorinnen uns auch näher bringen, aufzeigen und zugleich herausfordern.


    Die Botschaft des Buches:

    Kennst du das auch, das du dich dauernd vergleichst mit anderen? Das es dir schwerfällt wenn jemand Erfolg hat und du nicht? Weißt du wie schnell du dich vergleichst und dann schlecht abschneidest? Hör auf damit, zumindest sagt das Buch das, denn vergleichen ist ungesund. Hast du schon einmal gehört das du zu viel ja gar nervig bist? Für Gott bist du das nicht!



    Wie ich über diese Botschaft denke:

    An sich ist es wirklich wichtig, das jede Frau und jeder Mann hört wie wichtig er ist, welchen Auftrag er hat und das Gott ein Leben für jeden ausgedacht hat, das nicht gleichförmig verläuft sondern besonders. Doch die Botschaften und wie sie an mein Herz getragen werden, sind mir deutlich zu sehr amerikanisch, und zu starr, obwohl die Botschaft ist, sei frei und wild.

    Bei manchen Texten konnte ich einfach nicht mitgehen innerlich und merkte eine Blockade, bei anderen war ich völlig anderer Meinung und bei anderen war es so viel Gerede um eine Sache das diese Sache nicht mehr zum Punkt kam, weil zu viel außen herum gestrickt war, das störte mich, denn ich bin ein Freund von klaren Botschaften. Es gab jedoch tatsächlich 2-3 Kapitel die mich ansprachen und die mir auch etwas erklärten, was ich immer als gegeben hin nahm und doch bis zu diesem Kapitel nicht so recht verstehen wollte und konnte. Deswegen auch wenn ich vom Großteil des Buches gefrustet bin, haben gerade diese Kapitel mich wieder etwas versöhnt mit diesem Buch. Die ersten beiden Kapitel waren mit die schwersten und die letzten zwei Kapitel. Ich glaube jedoch, das jeder der das Buch liest, und ja auch Männer dürfen ruhig einmal in das Buch hinein sehen, wird für sich jedoch etwas mitnehmen und sei es nur eine einziger Gedanke.



    Die Botschaft des Buches in einem Gedicht:

    Die Welt mag uns sagen, dass wir zu viel und nie genug sind.

    Wir können jedoch wild unseren Weg gehen, so wie Gott uns erschaffen hat, und frei ruhen in dem Werk, das Jesus für uns vollbracht hat. Wir müssen nicht durch kulturelle Erwartungen eingeengt sein oder uns anpassen. Wir sind losgelöst von unserer Vergangenheit und fürchten die Zukunft nicht. Wir wählen Mitgefühl statt Vergleich. Wir lieben bedingungslos und ohne Vorbehalt. Unsere Augen sind auf Gott gerichtet; wir verstellen uns nicht. Wir gehen forschen Schrittes; wir verstecken unser Licht nicht. Wir sind nicht nur um unserer selbst willen wild und frei; vielmehr sprechen wir hingebungsvoll Hoffnung, Liebe und Wahrheit über die Welt aus – genauso, wie unser Gott über uns. Wir sind wild und frei. Und wir sind bereit, im Namen Christi große Dinge zu tun. Seite 287/288



    Empfehlung: 

    Dieses Buch möchte helfen wild und frei zu werden. Bei dem einen wird es klappen, bei mir war es eher schwer. Dennoch nehme ich aus zwei bis drei Kapiteln etwas mit und so denke ich, geht es auch anderen. Wer bereit ist, beschenkt zu werden, wird auch etwas empfangen. Dennoch sollte man sich darauf einstellen, das manche Botschaften doch recht Amerikanisch und dem Zeitgeist entsprechend gestaltet sind. Deswegen sollte jeder für sich selbst prüfen, ob das was er liest auch zu ihm passt und inwieweit er das umsetzen kann und möchte. Dennoch ist die Botschaft an dich als Frau – sogar an dich als Mann – wichtig! Sei wild und frei, lass dich nicht einengen von Vergleichen, Neid oder diversen anderen negativen Gedanken, sondern denke daran, in Gott bist du ein Sohn eine Tochter Gottes, die befreit ist.



    Bewertung: 

    Ich gebe dem Gelesenen drei Sterne. Einfach weil ich mir schwer tat mit den Botschaften und ich nicht so recht überzeugt bin von dem was ich las, für jemand anderen ist es vielleicht gerade das Top Buch was ihm hilft weiter zu kommen.

  6. Cover des Buches Übermorgenland (ISBN: 9783038481645)
    Markus Spieker

    Übermorgenland

     (14)
    Aktuelle Rezension von: buecherdschungel1

    In dem Buch "Übermorgenland" des Journalisten und Südasienkorrespondenten Markus Spieker geht es darum, in welche Richtung sich unsere Welt in den nächsten Jahren entwickeln wird. Seine Zukunftsschau beruht nicht nur auf Theorien, sondern stützt sich auf unzählige unheimlich interessante Begegnungen und Erfahrungen rund um die Welt.

    Zunächst möchte ich auf das Äußere des Buches zu sprechen kommen: es ist sehr hochwertig und ansprechend aufgemacht und definitiv ein Hingucker mit der glänzenden goldenen Schrift.

    Markus Spiekers Schreibstil ist angenehm - präzise, aber nicht geschwollen und leicht verständlich. Er erzählt von vielen interessanten Begegnungen mit beeindruckenden Menschen aus verschiedenen Ländern, und man bekommt einen kleinen Einblick in seinen Alltag als Reporter in Südasien.
    Das Buch ist in drei Abschnitte gegliedert und besteht aus eher kurzen Kapiteln, was meiner Meinung sehr angenehm zum Lesen war. Der Autor spricht viele wichtige Themen an und belegt die Tendenzen, die er für die Zukunft sieht, mit eigenen Erfahrungen. Für mich lebt das Buch von den vielen Geschichten verschiedener Personen aus allen verschiedenen Orten der Welt.
    Positiv empfunden habe ich auch, dass Markus Spieker manchmal eine andere Meinung vertritt als ich, da ich dadurch gechallenged werde, meine eigene Ansichten zu überdenken. 

    Was mich etwas stört, ist seine streng christliche Haltung. Ich finde, man kann auch ein gläubiger, bekennender Mensch/Christ sein, ohne dass man mit jedem einzelnen Aspekt der Kirche  übereinstimmt bzw. nur über die positiven Dinge spricht. Autoren und historische Personen, die Religionen und das Christentum in Frage stellen, werden von Spieker stark kritisiert und manchmal hatte ich das Gefühl, dass er eine Lobhymne auf das Christentum schreibt. Aber man muss dazu sagen, dass ich als eher unreligiöse Person vielleicht nicht exakt die Zielgruppe treffe und er sich im Vorwort schon als bekennender Christ outet, somit ist man als Leser in der Hinsicht "vorgewarnt" gewesen. Und es ist eben auch im fontis-Verlag erschienen :)

    Zusammenfassend kann ich sagen, dass es sich um ein sehr interessantes und spannendes Buch handelt, dass mich herausgefordert hat beim Lesen, bei dem ich mit einer anderen Ansicht konfrontiert wurde und einiges mitgenommen habe. Man merkt, dass Markus Spieker ein sehr gebildeter, erfahrenener Journalist ist und es hat mir viel Freunde, seinen persönlichen Reisebericht zu lesen. Es ist eine Weltvorhersage mit christlichem Touch.

  7. Cover des Buches Jan Hus, der Feuervogel von Konstanz (ISBN: 9783038480365)
    Tania Douglas

    Jan Hus, der Feuervogel von Konstanz

     (10)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Selbst im Sturm spannt sich Gottes Gewölbe noch über uns. Solange ich den Himmel sehe, macht mir nichts Angst...“

    Wir schreiben das Jahr 1378. Im böhmischen Ort Birken versammelt sich die Gemeinde zum Gedenkgottesdienst für Karl IV., König von Böhmen und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

    Auch Johannes aus Husinetz, der sich später Jan Hus nennen wird, mit seiner Familie nehmen am Gottesdienst teil. Sie treffen Großtante Ofka, die ihre Enkeltochter Aneschka bei sich aufgenommen hat. Ihre Äußerungen zur Kindererziehung lassen Schlimmes befürchten.

    Kurze Zeit später hat Michael, Jans Vater, einen schweren Unfall. Martin, der älteste Sohn, bekommt das Fuhrgeschäft und den Hof. Für Jan erfüllt sich sein sehnlichster Wunsch. Er darf nach Prag auf die Schule.

    Die Autorin hat einen spannenden und vielschichtigen historischen Roman geschrieben. Eigentlich sind es drei Bücher in einem. Im ersten Abschnitt geht es um die Studienjahre von Jan Hus. In der Zeit lernt er die Lehre des englischen Reformers John Wycliff kennen und schätzen. Der zweite Teil widmet sich den begnadeten Prediger Jan Hus. Der letzte Abschnitt steht ganz im Zeichen des Konzils von Konstanz.

    Die Personen sind gut charakterisiert. Das trifft nicht nur auf Jan Hus zu, sondern auch auf die Menschen, die seinen Lebensweg kreuzen. Ich möchte mich hier auf zwei Protagonisten beschränken. Aneschka geht bei ihrer Tante durch eine harte Schule. Das macht sie stark. Sie wird Jan sein Leben lang begleiten. Sie, die lange wie eine Aussätzige behandelt wurde, wendet sich den Ärmsten der Gesellschaft zu. Ihr Einfühlungsvermögen und ihre Kraft, das Leben in der damaligen Zeit alleinstehend zu meistern, ihre Vergebungsbereitschaft und ihre nie aufhörende Liebe nötigen mir als Leser Bewunderung ab.

    Die zweite wichtige Person ist Nikolaus Zeiselmeister. Er ist der Gegenspieler von Jan Hus und lässt keine Gelegenheit aus, um ihn zu schaden. Dabei bedient er sich auch unlauterer Mittel. Sein Ringen um Anerkennung nimmt fast groteske Züge an. Die Autorin ermöglicht mir ab und an einen Blick in seine Vergangenheit. Dort liegen die Wurzeln seines Verhaltens.

    Das Buch lässt sich gut lesen. Dazu tragen die fesselnde Handlung und die interessanten Protagonisten bei. Hinzu kommt, dass auch die historischen Belange der Zeit sehr gut beschrieben werden. Die Auseinandersetzungen um die deutsche Kaiserkrone, die Machtspiele zwischen dem Adel und den klerikalen Kreisen werden detailgetreu wiedergegeben und dabei so geschickt in die Handlung eingeflochten, dass sie dem Spannungsbogen keinem Abbruch tun.

    Der Schriftstil des Buches ist ausgereift. Das zeigt sich zum Beispiel bei der Beschreibung des Lebens in Prag. Hier werden alle Gesellschaftsschichten berücksichtigt. Treffende Metapher und passende Adjektive fördern der Anschaulichkeit. Mit allgemeinverständlichen Worten lässt die Autorin Jan Hus in vielen interessanten Dialogen oder in seinen Predigten die Unterschiede der bisher herrschenden kirchlichen Meinung zu der Auffassung von Wycliff herausarbeiten. Die Kritik am der Maßlosigkeit der Kardinäle und Päpste wird genauso thematisiert wie tiefer gehende theologische Fragen. Jans tiefer Glaube und seine Rückbesinnung auf die Bibel zieht sich durch das Buch. Obiges Zitat vermittelt eine geringen Eindruck davon. Gekonnt werden die inneren Kämpfe der Protagonisten dargestellt. Mit den Gefühlen der handelnden Personen geht die Autorin behutsam um. Emotional bewegende Szenen vervollständigen die Handlung.

    Zu Beginn des Buches befindet sich ein ausführliches Personenverzeichnis. Historische Bezüge, ein Glossar und ein Quellenverzeichnis im Anhang vervollständigen das Buch.

    Das Cover als Flammenmeer mit dem Titel auf dem als alt gemachten Pergament passt.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die Autorin hat auf beeindruckende und bewegende Weise ein Lebensbild mit all seinen Stärken und Schwächen, inneren Kämpfen, Erfolgen und Niederlagen gezeichnet. Jan Hus sollte nach dem Wunsche seines Gegenspielers auf ewig vergessen sein. Das geschah nicht. Andere sind seinen Spuren gefolgt und haben alte Verkrustungen im kirchlichen Gefüge aufgebrochen. Daran konnten weder Verrat noch Verleumdung etwas ändern.

  8. Cover des Buches Habakuk (ISBN: 9783038481676)
    Leo Bigger

    Habakuk

     (10)
    Aktuelle Rezension von: NelliBangert

    Habakuk ist wirklich ein richtig gutes Buch von Leo Bigger. Leo Bigger schafft es, ein so schweres Thema wie "Klagen und Leiden" so aufzubereiten, sodass es trotzdem erfrischend und unterhaltsam zu lesen ist. Eine echte Kunst, die vermutlich niemand anderes so wie Leo Bigger beherrscht. :-) Leo Bigger steht für mich sehr für das Thema "Mit Gott groß träumen" - und das kommt auch im Buch "Habakuk" immer wieder vor. Habakuk hat große Herausforderungen im Leben, die ihn immer wieder vom Ziel ablenken wollen. Aber er hält dagegen, indem er immer wieder mit Got authentisch ins Gespräch kommt und Gott all seine Fragen und Sorgen und Zweifel offenbart. Er hält sie nicht für sich - sondern bespricht sie mit Gott. Dabei erlebt er, wie Gott seine Fragen beantwortet und mit ihm weitergeht, ihn ermutigt und stärkt. Diese Lektion durfte auch Leo Bigger in seinem Leben erfahren und davon spricht er offen und authentisch. Definitiv ein Buch, das ermutigt, in schweren Zeiten durchzuhalten!

  9. Cover des Buches Jakob (ISBN: 9783038481317)
    Leo Bigger

    Jakob

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Schajen
    Leo Bigger zeigt uns in diesem Buch an Hand von Jakob wie Gott unsere Fehler und Umstände in etwas Gutes verwandeln kann.
  10. Cover des Buches Broken Bread (ISBN: 9783038481225)
    Franz Lermer

    Broken Bread

     (7)
    Aktuelle Rezension von: strickleserl
    Andrea wächst in der schönen bayrischen Bergwelt auf. Sie liebt Tiere und leidet sehr darunter, wenn die geliebten Tiere vom Hof ihrer Großeltern zum Schlachten abgeholt werden. Einige Jahre verbringt sie auf eigenem Wunsch in einem Internat. Ganz anders als in ihren geliebten Hanni und Nanni Büchern, haben die Mädchen hier jedoch keine Freiheit.

    Wegen dem permanenten Druck im Internat, lässt ihre schulische Leistung nach den Internatsjahren nach. Sie möchte sich zu nichts mehr zwingen lassen. An ihrer Ausbildungsstätte im Hotelgewerbe wird sie ausgenutzt. Sie heiratet früh, aber die Ehe scheitert. Die nächste Beziehung ist noch schlimmer und endet auf tragische Weise. Sie leidet unter Minderwertigkeitsgefühlen und seelischen und körperlichen Verletzungen.

    Franz wächst, wie Andrea, in einem katholischen Elternhaus auf. Er ist von Herzen gerne Ministrant, aber er merkt bald, dass der Glaube in seinem Elternhaus nichts als Tradition ist. Von einem lebendigen Glauben erfährt er erstmals von einem guten Freund, einem Franziskaner, der viel Zeit mit ihm verbringt. Später ist er gerne bei Jugend mit einer Mission, wo er auch seine Frau kennenlernt.

    Die Verwandtschaft seiner Frau lebt im Osten. Nach dem Mauerfall kann er dort ein sehr erfolgreiches Geschäft aufbauen. Im Osten herrscht Goldgräberstimmung, aber nach einigen guten Jahren zerbricht die Seifenblase. Nur mühsam kann er sich von der Pleite erholen. Als seine neue Firma endlich erfolgreich ist und das gute Leben beginnen könnte, stirbt unerwartet seine Frau. Nun steht er mit zwei kleinen Kindern und einer großen Sehnsucht nach Partnerschaft alleine da.

    Diese beiden Menschen lernen sich auf unerwartete Weise kennen. Beide haben den Eindruck, dass Gott sie zusammenführt. Aus zwei zerbrochenen Menschen baut Gott auf wunderbare Weise ein neues Zuhause. 

    Sie sagen selbst über ihr Buch, „Wir haben Broken Bread geschrieben, um von unserer persönlichen Wiederherstellung durch Gott Zeugnis zu geben. Das ist der Grund, warum es das Buch überhaupt gibt, warum wir unsere Geschichte mit dir teilen wie gebrochenes Brot“

    Dieses hochwertig gestaltete Buch erzählt nacheinander die Lebensgeschichten von Andrea und Franz. Anschließend erzählen sie gemeinsam von ihrem neuen Leben. Wer Bayern kennt, kann sich gut mit ihren Erlebnissen identifizieren. Die Lebensgeschichten werden sehr gut erzählt. Einmal angefangen, möchte man dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen.

    Manche Passagen sind humorvoll geschrieben, und immer sehr echt und lebensnah. Der Leser fühlt sich, als würde er dem Paar gegenübersitzen und ihren Erfahrungen lauschen.

    An manchen Stellen erstaunt die Offenheit der beiden Autoren. Besonders Franz Lermer reflektiert das Erlebte. Er sieht im Nachhinein, dass Reichtum und Erfolg trotz seines Glaubens wie ein Götze für ihn war.

    Das Buch schließt mit guten Ratschlägen zu den wichtigsten Lebensbereichen ab. Ob gesunde Ernährung und Sport, oder Fasten und Gebet, die Autoren geben dem Leser viele praktische und hilfreiche Vorschläge mit auf den Weg.


    Fazit: Zwei bewegende Lebensgeschichten, die so ehrlich erzählt werden, dass der Leser daraus viel für sein eigenes Leben lernen kann. Dieses Paar hat erlebt, wie Gott aus Zerbrochenem ein neues Zuhause geschaffen hat. Sehr zu empfehlen!

  11. Cover des Buches Keine Angst, wir kommen (ISBN: 9783038480051)
    Georg Lehmacher

    Keine Angst, wir kommen

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Seelensplitter
    Meine Meinung zum Buch: Keine Angst, wir kommen

    Inhalt:
    In vielen Geschichten wird mir der Alltag im Rettungswesen näher gebracht Es zeigt auf, wie sich das Rettungswesen in 20 Jahren doch wandeln kann.

    Schreibstil:
    Leider ist das Buch ziemlich eintönig geschrieben, so dass ich immer wieder eine Lesepause einlegen musste, damit ich nicht das Buch auf die Seite lege. Sondern bis zum Ende durchhalten kann.

    Geschichten:
    Sind ziemlich aufschlussreich geschrieben. Ich bekomme mit, wie Georg seinen Job meistert und wie aus Fällen schnell Nummern werden. Wichtig hierbei ist, das er selbst darum bemüht war und ist, eben keine Nummern aus Fällen zu machen.
    Manche der Geschichten machen klar, das leben ist schneller vorbei als man es sich wünscht, und doch gibt es auch schöne Lebensmomente,wie eine Geburt.

    Spannung:
    Wie gesagt dadurch, dass das Buch ziemlich eintönig und monoton geschrieben ist, ist es nicht wirklich spannend. Dafür aber Aufschlussreich und Erkenntnisweckend.

    Was fand ich am Buch gut?
    Das man in das Leben eines Rettungssanitäter mit einsteigen konnte, und verstehen durfte wie es den so läuft. Interessant fand ich, dass erst seit 20 Jahren in etwa, Frauen mit in diesem Beruf arbeiten dürfen und mitfahren dürfen. Das wusste ich nämlich bis zum Buch nicht.

    Was fand ich weniger gut?
    Ich bin davon ausgegangen, das ich mehr von Gott lesen werde im Buch: Denn der Satz: Und ich lernte wieder das beten, sprach mich im Klappentext an, warum ich unbedingt das Buch auch lesen wollte. Aber leider kommt erst ganz am Ende des Buches ein Interview, wo der Autor auf den Glauben zu sprechen kommt.

    Zwischen den Zeilen:
    Wenn man gelernt hat, zwischen den Zeilen zu lesen, kann man noch viel mehr entdecken als wenn man das Buch einfach nur total schnell herunter liest.

    Fazit:
    Ein Buch das mich leider nicht komplett überzeugen konnte. Jedoch macht es dankbar das es Menschen gibt, die im Rettungswesen arbeiten.

    Sterne: 
    Aufgrund meiner Kritikpunkte gibt es leider nur 3 Sterne
  12. Cover des Buches Muttertier (ISBN: 9783038481249)
    Birgit Kelle

    Muttertier

     (17)
    Aktuelle Rezension von: SiCollier
    Was ist das nur für ein Land,, in dem wir bestrafen, wenn man einem Hundebaby die Mama nimmt, und bewundern, wenn eine Mutter ihr Kind früh abgibt, um wieder erwerbstätig zu sein? (Seite 166)

    Meine Meinung


    Endlich einmal ein Buch, in dem das Normale normal genannt wird. Ohne Rücksicht auf die gerade übliche politische und ideologische Korrektheit, aber mit Rücksicht auf die Natur und ihre unumstößlichen Gegebenheiten, die sich dem menschlichen Zugriff entziehen und so manche Aussage der Genderideologie als Fake News entlarven.

    „Eine Ansage“ ist der Untertitel, und genau das hat die Autorin geschrieben: eine, teils (berechtigt) wütende Ansage an den Staat und bestimmte Interessengruppen, die den Menschen und Familien verbindlich vorschreiben wollen, wie sie gefälligst zu leben haben. Und da man solches in diesem Lande (noch?) nicht kann, geschieht dies auf ganz einfache Weise: Geld gibt es nur, wenn man so lebt, wie jene Interessengruppen, um bei dieser Bezeichnung zu bleiben, das gerne möchten: wenn man schon unbedingt ein Kind will, dann soll die Mutter dieses so schnell wie möglich in eine Krippe oder sonstwohin weggeben, damit sie wieder dem eigentlich zulässigen Lebenszweck nachgehen kann: arbeiten gehen und die Wirtschaft und die Konzerne stützen.

    Das ist nun gewißlich etwas überspitzt formuliert, macht aber deutlich, worin das Grundproblem liegt, auf das Birgit Kelle aufmerksam machen will: es soll vorgeschrieben werden, wie man zu leben hat. Ansonsten gibt es weder (oder zumindest weniger) Geld noch Ansehen oder Respekt. Wobei noch zu klären wäre, was von beiden das eigentlich Schlimmere ist. Denn es scheint, daß man sich in dieser Gesellschaft „längst darauf geeinigt hat, Kinder als notwendiges Übel zur Erhaltung des ökonomischen Wohlstandes zu betrachten.“ (S. 68) Wenn man sie schon nicht abschaffen kann.

    Kapitel für Kapitel zeigt die Autorin auf, wie die Entwicklung im Verlauf der Jahre bis zum heutigen Zustand vonstatten ging, wie bewußt darauf hingearbeitet wurde, die Frauen, welche die Unverschämtheit besitzen, ihre Kinder selbst erziehen zu wollen, zu diskreditieren („nur Hausfrau“), um schließlich die Axt an die Keimzelle der Gesellschaft, nämlich die Familie zu legen: „Dass man uns als Mütter aus dem Haus treiben will und unsere Kinder möglichst schon als Säuglinge direkt gleich mit in fremde Hände schickt, ist deswegen ein Angriff auf das, was das Fundament unserer Gesellschaft ausmacht: die Familie. Es ist die Axt, die an die Wurzel angesetzt wird. Die Nachkriegsgenerationen hatten an der vaterlosen Gesellschaft zu leiden. Gerade treibt man uns im Namen der Freiheit in die Ära der mutterlosen Gesellschaft. Damit wären bald alle Wurzeln gekappt. Glückwunsch.“ (S. 227)

    Wie sehr in der Gesellschaft etwas falsch läuft, wird auch daran deutlich, daß immer mehr Geburtsabteilungen in Krankenhäusern geschlossen werden. Die Anfahrtswege werden teils so lang, daß man überlegen sollte, Taxifahrer als Geburtshelfer auszubilden. Zumal man alles daran setzt (bzw. nichts dagegen tut), daß der Beruf der Hebamme ausstirbt. Die Politik könnte etwas gegen die ins Unermeßliche steigenden Versicherungsprämien tun. Tut sie aber nicht. Aber man stelle sich einmal vor, die Ausübung von Vorstandsposten durch Frauen würde auf ähnliche Art erschwert bis unmöglich gemacht. Ein Aufschrei ginge durch das Land (vgl. S. 162f)!

    Alles in allem ist das Buch eine harte, wütende und längst überfällige Ansage an die erwähnten Interessengruppen (und die Gesellschaft), daß es - zum Glück - noch Menschen gibt, deren höchstes Ziel nicht darin besteht, in der Tätigkeit am Arbeitsplatz aufzugehen und dieser alles andere unterzuordnen. Das Mindeste an Toleranz, was man erwarten könnte wäre, diese Frauen und Familien selbst bestimmen zu lassen, wie sie ihr Leben gestalten. Ohne sie durch Geldentzug oder soziale Ächtung unter Druck zu setzen. Aber eine solche Toleranz paßt nicht in die herrschende Ideologie.


    Mein Fazit

    In klarer Sprache ergreift die Autorin für die Frauen (und Familien) Position, die das tun wollen, was sie für normal halten: ihre Kinder selbst erziehen. Eine notwendige Ansage, daß in dieser Gesellschaft ein Umdenken dringend erforderlich ist. Wenn sie überleben will.
  13. Cover des Buches Flügel auf Reisen (ISBN: 9783038480808)
    Ann-Helena Schlüter

    Flügel auf Reisen

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Nur noch eine Tür (ISBN: 9783038480099)
    Uwe Schulz

    Nur noch eine Tür

     (6)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81

    17 bewegende Interviews mit Menschen, die an der Schwelle des Todes stehen. Mit Menschen, die den sterbenden Menschen begleiten. Mit Menschen, die für sterbende da sind...

    "Wissen Sie, man lebt und weiss nicht, dass man glücklich ist. Das war ich 22 Jahre lang, und das ging mir auf. Dafür bin ich dankbar" Zitat aus dem Interview Manfred Sarrazin

    Es ist DEIN Leben. Wähle bewusst, wähle weise, wähle aufrichtig. Wähle Glückseligkeit. S. 154

    Niemand stirbt wie der andere Mensch; jeder hat seinen eigenen Rhythmus und seinen eigenen Tod. Martina Mann, Hospiz Pflegedienstleiterin

    Wer es versteht zu lieben, versteht auch zu sterben. Dr. Nannette Bernales, Palliativärztin

    Ich könnte noch viele, viele wundervolle Zitate niederschreiben. Aber ich möchte ja niemandem das Lesen abnehmen...

    Ein sehr bewegendes, aufrichtiges und ehrliches Buch. Es fesselt trotz des "Tabu-Themas". Es macht betroffen und regt zum Nachdenken an.

    Mich hat das Buch mehr als berührt. Es zeigt, dass das Sterben doch nicht nur Grund zur Sorge, für Angst ist. Sterben gehört dazu, aber was erwartet uns danach? Werden wir wirklich Gott kennen lernen? Möchten wir wirklich wichtige Entscheidungen, UNSERE Entscheidungen, unseren Liebsten hinterlassen? Wäre es nicht für alle einfacher, vorgängig, wenn man Gesund ist, glücklich, über dieses Thema zu diskutieren?

    Die Art und Weise, wie der Autor sich seinen Interviewpartnern "nähert" zeigt seinen respektvollen und aufrichtigen Charakter. Er macht diese Gespräche nicht aus Neugier oder Pietätlosigkeit, nein, er macht das mit Herz, er macht das, um uns etwas zu zeigen. Er selber hat am Schluss seine Wahrnehmung zum Sterben seiner Mutter aufgeschrieben, man merkt einfach, dass er diese Begleitung auch schon durchstehen musste und weiss, wo von er redet, worüber er diskutiert.

    Mir persönlich gefiel das Gespräch mit der Rettungsassistentin sehr. Sie sind tagtäglich für uns im Einsatz, sie sehen viel und müssen doch manchmal hilflos daneben stehen und können nicht mehr helfen.

    Die Palliativ-Helfer, Ärzte, Pflegerinnen etc. haben einfach meine grenzenlose Bewunderung verdient! Dank Ihnen und Ihren Einrichtungen können - dürfen Menschen in Würde sterben. Sich auf das Sterben vorbereiten. Sie begleiten die Familien und nehmen sich die Zeit, die der Patient gerade braucht. Der Job geht an ihre Grenzen, und das jeden Tag - sie machen das mit Liebe, Hingebung und Gottes Hilfe. Eine wertvolle Aufgabe, die wir zu wenig zu schätzen wissen. Umso mehr muss über dieses Thema diskutiert werden und diese Einrichtungen somit auch unterstützt. Sie existieren oftmals nur mittels Spendegelder - und sind wir ehrlich, wo ist unser Geld besser aufgehoben, als in einem Hospiz, einer Einrichtung, wo uns auf dem letzten Weg begleitet?

    Ein Buch, dass mir die Augen geöffnet hat und mir einmal mehr aufzeigt, wie wertvoll unser Leben ist.

    Fazit: Ein Buch, dass einfach gelesen werden MUSS. Der Tod wird uns alle einmal betreffen, wollen wir nicht vorgängig darüber reden? Muss der Tod ein Tabu-Thema bleiben?

     

  15. Cover des Buches nofilter (ISBN: 9783038481768)
    Tabea Oppliger

    nofilter

     (6)
    Aktuelle Rezension von: waldfee1959

    Tabea Oppliger ist als Missionarskind in Papua-Neuguina aufgewachsen. Danach lebt sie viele Jahre in der Schweiz, wo sie auch ihren Mann, der ebenfalls als Kind von Missionaren in Papua-Neuguinea aufgewachsen ist, heiratet und drei Kinder mit ihm bekommt. Schon in der Schweiz setzt sich Tabea ehrenamtlich für den Kampf gegen den Menschenhandel ein und besucht Bordelle, um den Frauen dort mit Massagen Gutes zu tun. 2014 beschließt Tabea zusammen mit ihrem Mann und ihren Kindern nach Israel auszuwandern, um dort ebenfalls mit Organisationen gegen den modernen Menschenhandel zu kämpfen. Sie und ihr Mann gründen eine Firma, wo sie gebrauchte kitesurf-kites zu Taschen verarbeiten, um missbrauchten Menschen einen Arbeitsplatz zu geben.

    Das Buch ist modern aufgemacht, im Stil der neuen Sozialen Medien. Tabea schreibt sehr lebendig. Sie erzählt von ihrem Leben, in dem Gott und das Vertrauen zu ihm eine große Rolle spielen. Man staunt über ihre Tatkraft, ihren Mut Neues zu wagen und über das Engagement von ihr und ihrem Mann, wie sie sich für missbrauchte Menschen und gegen soziale Missstände einsetzen.  Ihre ganze Persönlichkeit sprüht vor Leben – das ist mein Eindruck von ihr.

    Der Inhalt des Buches ist sehr interessant, doch bei manchem, besonders ihrer Arbeit in Israel hätte ich mehr Details erwartet. So musste ich mir aus Bruchstücken ein Gesamtbild machen, wo mir aber noch einige Teile fehlen. Mir fehlte auch ein wenig der rote Faden im Buch und ich habe die Zusammenhänge oder das was die Familie jetzt genau in Israel macht nicht ganz verstanden.

    Auf jeden Fall ist es sehr bewunderns- und nachahmungswert, was Tabea Oppliger und ihre Familie für benachteiligte Menschen und gegen Ungerechtigkeit tun.


  16. Cover des Buches Bonhoeffer und Bethge (ISBN: 9783038480952)
    Wolfgang Seehaber

    Bonhoeffer und Bethge

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Martinchen


    "Zwei Freunde, die sich der Unmenschlichkeit und dem Hass entgegenstemmten


    Ende April 1935 begegneten sie sich zum ersten Mal im neu gegründeten Predigerseminar der Bekennenden Kirche: der Berliner Professorensohn und Theologiedozent Dietrich Bonhoeffer und der Pastorensohn vom Land, Eberhard Bethge. Sehr schnell lernte Bonhoeffer die Bescheidenheit, die ungeheure Vitalität, die Fröhlichkeit, die vorbehaltlose Frömmigkeit und die Musikalität dieses zunächst theologisch ziemlich unbedarften Provinzlers zu schätzen. Daraus entwickelte sich eine der ungewöhnlichsten und bedeutsamsten Freundschaften des 20. Jahrhunderts.

    Erstmalig erzählt dieses Buch ausführlich die Geschichte dieser vertrauensvollen und von unendlicher Treue geprägten Verbindung, beschreibt ihr Wesen und ihre Auswirkung auf die damalige Zeit und auf heute. Zudem werden die schwierigen kirchlichen Bedingungen und die bedrohlichen politischen Umstände geschildert, gegen die sich diese Freundschaft stets neu behaupten musste. Beide ließen sich in den gefahrvollen Widerstand gegen Hitler einbinden und erlebten ihre Freundschaft als heilsamen letzten Rückzugsort in jenen gehetzten Tagen, als sie Freiheit und Leben für eine humane Zukunft ihres Landes einsetzten."

     Der Schutzumschlag dieses hochwertigen Buches zeigt ein Foto von Eberhard Bethge und Dietrich Bonhoeffer - eine schöne Illustrierung des Titels. Das Buch selbst ist sehr hochwertig ausgestattet, ein schwarzer Leineneinband mit silberner Schrift unterstreichen dies.

    Wolfgang Seehaber, so ist dem Klappentext zu entnehmen, ist Theologe, freier Autor und Publizist und lebt in Kiel. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Mit dem Menschen und Theologen Dietrich Bonhoeffer beschäftigt er sich seit seinem Studium.

    Das Buch ist in 8 Kapitel unterteilt und wird durch ein umfangreiches Literaturverzeichnis und einer Vielzahl von Anmerkungen ergänzt.

    Seehaber zeichnet die Lebenswege der beiden Freunde nach, gleichberechtigt und "auf Augenhöhe". Er beginnt mit Bonhoeffer und seinen ersten Freundschaften. Bonhoeffer wirkte eher abweisend, er war ruhig, zurückhaltend und kontrolliert, alles Eigenschaften, die es ihm nicht leicht machten, Freundschaften zu schließen. War dies allerdings einmal erreicht, erwies er sich als treuer und großzügiger Freund.

    Ganz anders Bethge, den alle gut leiden konnten, der offen, fröhlich und herzlich war.

    Diese beiden ungleichen Männer, Bonhoeffer aus der Stadt, Bethge vom Land, lernten sich in Zingst kennen. Bonhoeffer als Seminardirektor bemüht sich um Bethges Freundschaft. Diese Freundschaft in all ihren Fassetten wird in den weiteren Kapiteln beschrieben. Es ist eine Freundschaft, die hält und trägt, in der Zeit des Widerstands und über den Tod hinaus. Im achten und letzten Kapitel beschreibt Seehaber, wie Bethge als Erbe des schriftlichen Nachlasses diesen systematisiert und veröffentlicht. Otto Dudzus schreibt dazu: "In einer nicht zu analysierenden Weise ist Dietrichs Werk in Dich eingegangen, und Du warst ausersehen, es weiterzugeben. Ohne Dich wäre Dietrich weithin unbekannt geblieben. Und wir wären um vieles ärmer." (Seite 389)

    Die Geschichte Bonhoeffers lässt sich ohne die historischen Hintergründe nicht erzählen. Insbesondere der Weg der Bekennenden Kirche und Bonhoeffers Weg in den Widerstand werden ausführlich erzählt. Dies geschieht in einer nüchternen Sprache mit einer Vielzahl von Zitaten und macht es dem Leser nicht immer leicht, das Buch zu lesen. Dennoch gelingt es Seehaber, die Personen lebendig darzustellen und Bonhoeffer und Bethge sowie ihre ganz besondere Freundschaft dem Leser näherzubringen.

    Fazit: ein sehr anspruchsvolles "Porträt einer wunderbaren Freundschaft", das auch dazu anregt, das eigene Verhalten in Freundschaften zu reflektieren.

  17. Cover des Buches Amazing Grace (ISBN: 9783038481256)
    Klaus Gerth

    Amazing Grace

     (11)
    Aktuelle Rezension von: strickleserl
    Christliche Leser kennen sicher den erfolgreichen Verlag Gerth Medien, ehemals Schulte und Gerth. In diesem Buch erzählt der Verleger Klaus Gerth aus seinem Leben. Nach einem spannenden Einstieg, erzählt er einige Episoden aus seiner Kindheit und Jugend. Er fühlt sich zur Kosmetikbranche hingezogen und macht dort Karriere. Er verkehrt dort mit den Einflussreichen, in sich spürt er aber eine Leere. Erst durch eine Hinwendung zum Glauben an Jesus Christus wird seine Sehnsucht gestillt. Eifrig verschlingen er und seine Frau alle Literatur, die sie zu ihrem neugefundenen Glauben finden können. Anfangs denken sie, sie sind die einzigen überzeugten Christen weit und breit.
    Obwohl es unvernünftig erscheint, gibt Klaus Gerth schließlich seine Karriere in der Kosmetikbranche auf, um einen christlichen Verlag zu leiten, der ums Überleben kämpft. Vor allem durch seine Kontakte zu christliche Autoren in Amerika kann er einige Verkaufsschlager auflegen. Unter seiner Leitung floriert der Verlag, der schließlich in Gerth Medien umbenannt wird. Nach vielen Jahren ist auch die Nachfolge geklärt, und Klaus Gerth zieht in den Ruhestand nach Amerika, um in der Nähe seiner Tochter zu leben. Dort sucht er Wege sein Herzensanliegen zu verkündigen, die Endzeit.
    Klaus Gerth hat viel erlebt, und seine Geschichte ist spannend. Interessant sind die Erlebnisse seiner Verlagszeit gerade für christliche Leser, da sie einiges über die christlichen Verlage in Deutschland erfahren. Allerdings hat mich diese Biographie nicht überzeugt. Die Erzählung wirkt sprunghaft, lückenhaft und emotionslos. Über Schwierigkeiten und Glaubenskämpfe wird schnell hinweggegangen, von Erfolgen hingegen wird manchmal etwas prahlerisch erzählt. Zwischen den Zeilen lese ich heraus, dass es dem Autor ein großes Anliegen ist zum Glauben aufzurufen, aber ich glaube dieses Anliegen hätte besser umgesetzt werden können. Vielleicht steht in dieser Biographie zu sehr das Wirken des „wundersamen“ Klaus Gerths im Mittelpunkt; dabei hätte ich lieber mehr vom Wirken eines wunderbaren Gottes gelesen.
  18. Cover des Buches GO! (ISBN: 9783038480570)
    Josef Müller

    GO!

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Postbote
    Josef Müller wächst in einer normal, bürgerlichen Familie auf. Mit 18 hat er einen bösen Unfall der ihn zeitlebens an den Rollstuhl fesselt.
    Doch Josef lässt sich nicht unterkriegen. Nach dem Motto jetzt erst recht, leben, feiern und es krachen lassen.
    Doch auch er muss sich versorgen können und wird Steuerberater.
    Diesen Beruf übt er gekonnt und getreu aus.
    Seine Klienten vertrauen ihm und er macht sich einen Namen bis in Prominente Kreise. Hier fängt sein wahres Leben erst recht an. Partys, Sex, Drugs and a lots of Money. Wers auf dem Konto hat ist in. So seine jahrelange Meinung und Überzeugung. Teure Jachten super Luxusautos und teurer lecker Schampus waren seine Devise. Seinen Job als Steuerberater nutzt der Lebemann mittlerweile als Anlagenberater mit horenten Gewinnversprechungen und seine Klienten glauben ihm. Anfangs geht es auch eine Weile gut. Doch er verzettelt sich, nimmt Gelder von anderen Kunden um diverse Gewinne noch auszuschütten. Das gemeine Hamsterrad läuft und läuft, doch mittlerweile gegen ihn.
    Er kann die Gewinne nicht mehr auszahlen, es gibt keine Gewinne mehr. Sein Spiel fliegt auf, sein Leben geht über in die kriminelle Komponente. Seine Gläubiger verfolgen ihn und er wird sogar vom FBI gesucht, nach einer Flucht durch Amerika.
    Doch er wird gefasst.
    Nun sieht auf einmal alles anderst aus. Wo sind die meintlichen Freunde, wo ist seine Frau?
    Die Party ist vorbei und mittlerweile werden sogar, 5,- Euro geschätzt.
     Sein Vater besucht ihn im Gefängnis. Dieser gibt ihm ein kleines Büchlein mit viel christlichen Inhalten.
    Was hat Josef Müller mit Gott zu tun, frägt er sich selbst.
    Doch seine Zeit im Gefängnis verändern ihn und seine gesammte Lebenseinstellung. Er hat sehr viel Zeit und will sein Schurkendasein beenden. Und er tritt vor Gott.
    Dieses Buch hat mich schon ganz gut unterhalten.
    Josefs Leben hatte sicher schöne schillernde Momente, doch tauschen hätte ich mit ihm nicht wollen.
    Er musste feststellen das er, selbst von den Frauen nur seines Geldes wegen geliebt wurde.
    Seine schlimmste Last war der Rucksack des betrügens, viele Anleger hassen und meiden ihn. Verstehen kann ich dies sehr gut.
    Doch es gibt noch einen anderen Josef Müller, der durch Vaters christliches Büchlein, einen anderen Weg, christlich im Glauben geht. Er hat zu Gott gefunden, ein Gott, der selbst dem schlimmsten Schurken vergibt, wenn er ihn nur stark und lang genug drum bittet.

    So erzählt Josef aus seinem Leben und erzählt die Selbsterkenntnis seines Wesens, seiner Schwachstellen und die Gier nach immer mehr Geld.
    Vor allem lässt ihn Gott nicht mehr los. Hier spürt er auf einmal Liebe, ein gut Tun, je länger er sich damit befasst. Er möchte es nicht für sich behalten, geht in die Gesellschaft und möchte mitteilen das er Vergebung erfahren hat, vor Gott.
    Josef ist hier im Buch ehrlich zu sich, ist reumütig, lernbereit und möchte nie mehr Schurke sein.
    Ehrlich ist er auch das er kein Geld mehr an seine Gläubiger auszahlen kann.

    Temporeich hat er geschrieben. Beim lesen sprüht seine Gottgläubigkeit gerade einem entgegen.
    Ich wünsche Josef trotz allem, alles gute, und das er auf diesem Wege bleibt.
    4 Punkte








  19. Cover des Buches Christen sind Fremdbürger: Wie wir wieder werden, was wir sind: Abenteurer der Nachfolge in einer nachchristlichen Gesellschaft (ISBN: 9783038480754)
    Stanley Hauerwas

    Christen sind Fremdbürger: Wie wir wieder werden, was wir sind: Abenteurer der Nachfolge in einer nachchristlichen Gesellschaft

     (3)
    Aktuelle Rezension von: SiCollier
    Das Volk Gottes kann der Welt nicht erlauben, darüber zu bestimmen, wie es auf die Herausforderungen der Zukunft zu reagieren hat. (Seite 93)

    Meine Meinung

    „Resident Alien“ ist der nur schwer übersetzbare Originaltitel des Buches. Das „Fremdbürger“ des deutschen Titels geht aber in die Richtung dessen, was die Autoren gemeint haben. Indirekt weist das auf einen Satz von Jesus hin: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“, sagte er zu Pilatus; eine Aussage, die im Laufe der Jahrhunderte bei den Christen anscheinend in Vergessenheit geriet, denn zu sehr war bzw. ist man Teil dieser Welt. Hierauf und auf sich daraus ergebende Folgen hinzuweisen, haben sich die Autoren zur Aufgabe gemacht.

    Mit Konstantin begann es, so schreiben die Autoren, daß die Christen Teil der Welt wurden. „Man kann kein Reich beherrschen, in dem die Menschen an nichts glauben. Unsere besten Köpfe wurden auf das konstantinische Projekt verpflichtet, den Glauben gegenüber den jeweils Mächtigen glaubwürdig zu machen, so dass Christen Anteil an der Macht bekommen konnten.“ (S. 43) Und so begann denn der Weg fort von den Ursprüngen hin zu den Fleischtöpfen der Macht. Dieses Modell wird erst heute wieder in Zeiten zunehmender Säkularisierung infrage gestellt, da sich die Christen zunehmend in einer Welt wiederfinden, die ihren Grundüberzeugungen entgegengesetzt gestaltet ist.

    Im ersten Teil des Buches mit der Überschrift „Abschied“ führen die Autoren diese ihre These weiter aus. Sie skizzieren die Entwicklung der „Welt“, die schließlich dazu führte, daß z. B. das Bombardement von zivilen Zielen im Krieg heute zu etwas geworden ist, was als „militärische Notwendigkeit“ angesehen und nicht hinterfragt wird (vgl. S. 48f). Sie machen deutlich, daß Christen in gewisser Weise blind wurden und über das Ziel hinaus schossen. Daß sie nicht mehr sahen, wo sie hätten Widerstand leisten müssen, einfach, weil sie zu sehr Teil der Welt geworden sind.

    „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Der Satz zeigt eigentlich deutlich auf, worum es im Grunde geht: Christen sind nicht berufen, in der Welt für deren Ziele und Überzeugungen zu leben und zu arbeiten, sondern sie sind in dieser Welt quasi eine Kolonie von „Fremdbürgern“, „Bürgern“ des Reiches Gottes, eine kühne Kolonie von Gläubigen in einer Gesellschaft des Unglaubens. (vgl. S. 79) In diese Richtung weist auch die Bergpredigt, die von den Autoren immer wieder und zentral zitiert und thematisiert wird.

    Ein großes Augenmerk wird auch auf die Bedeutung der Kirche gelegt, wobei mich die starke und immer wieder kehrende Betonung der kirchlichen Gemeinschaft im Gegensatz zum Einzelnen nicht ganz überzeugen konnte. Interessant fand ich in diesem Zusammenhang, daß der Begriff „Kirche“ nicht weiter definiert oder eingegrenzt wurde, weshalb eigentlich so ziemlich jede Konfession diesen auf sich beziehen kann. Und in der Tat haben die Autoren so tief gegraben, sind so weit zu den Wurzeln zurückgekehrt, daß sie ein hohes Maß an Allgemeingültigkeit erreicht haben; auch als Katholik hatte ich wenige bis keine Schwierigkeiten mit ihrer Argumentation und ihren Schlußfolgerungen. In diesem Licht werden auch die Äußerungen von Papst Benedikt XVI. emer. über die „saturierte deutsche Kirche“ (sinngemäß aus dem Gedächtnis zitiert) verständlich und nachvollziehbar.

    Im Untertitel taucht der Begriff der „nachchristlichen Gesellschaft“ auf. Mit ihrem „Weckruf“ zeigen sie deutlich Fehlentwicklungen auf und skizzieren, wie das Leben der „Fremdbürger“ und ihrer Kirche in dieser Welt wieder so ausgerichtet werden kann, daß es dem Plan und Willen Gottes entspricht. Zwar sind beide Autoren Amerikaner und beziehen sich demgemäß oft auf amerikanische Verhältnisse, doch fast alles läßt sich problemlos auf unsere europäischen bzw. deutschen Verhältnisse übertragen und hat diesseits des Atlantiks die gleiche Gültigkeit und Richtigkeit wie jenseits.

    Die Autoren haben ein für Christen überaus wichtiges Buch geschrieben, dessen voller Inhalt und die sich daraus ergebenden Konsequenzen in ihrer ganzen Tragweite sich vermutlich erst bei mehrmaligem Lesen in ihrer Gänze erschließen.


    Mein Fazit

    Ein wahrer „Weckruf“ zur Nachfolge Jesu in einer nachchristlichen Gesellschaft.
  20. Cover des Buches Versöhnung (ISBN: 9783038480617)
    Uwe Schulz

    Versöhnung

     (9)
    Aktuelle Rezension von: LEXI
    „Wie schon in seinen vielbeachteten «Letzten Gesprächen an der Schwelle des Todes» gelingt es dem Autor, prägnant und scharfäugig seelische und geistliche Abgründe seiner Protagonisten auszuleuchten. Er folgt ihnen hautnah, macht ihre Gefühle und Glaubens-vorstellungen erfahrbar. Aus verschiedenen Zeiten und Räumen, vom Rand der Verzweiflung bis ins Zentrum lebendiger Hoffnung – zwölf intensive Geschichten, sprachlich präzise und aufs Wesentliche reduziert, öffnen den Blick für die Grenzbereiche zwischen Schwarz und Weiß, Feindschaft und Versöhnung. Und zeigen, dass das Leben zwischen Himmel und Erde mehr Farbschattierungen bereithält, als viele denken und glauben.“

    Wie bereits der Titel dieses Buches erahnen lässt bietet das aktuelle Werk des WDR-Journalisten Uwe Schulz seiner Leserschaft zwölf verschiedene Geschichten zum Thema „Versöhnung“. Diese einzelnen Geschichten werden in jeweils wenigen Seiten abgehandelt, wobei die Gliederung für mich etwas gewöhnungsbedürftig war. Leider konnte ich mich mit Schreibstil und Inhalt nur schwer anfreunden und es erforderte einige Willensanstrengung, meinen Lesefluss aufrecht zu erhalten. Ich stellte mir bei den meisten dieser Geschichten hinterher die Frage, was der Autor eigentlich vermitteln wollte, was er auszudrücken versuchte. Angesichts einiger 5-Sterne- sowie 4-Sterne-Bewertungen gehe ich selbstverständlich davon aus, dass es durchaus eine Leserschaft gibt, die Uwe Schulz mit seinem Buch erreichen konnte. Bei mir ist es leider nicht gelungen… ich musste mich ehrlich gesagt anstrengen, weiter zu lesen.

    Zu obigem kursiv gedrucktem Klappentext (einkopiert) möchte ich anmerken, dass ich dessen Verfasser hinsichtlich der sprachlichen Präzision sowie der Tatsache, dass der Inhalt auf das Wesentliche reduziert wurde, durchaus zustimme. Ein intensives Leseerlebnis mit einem Blick für Grenzbereiche zwischen Schwarz und Weiß, Feindschaft und Versöhnung oder gar Farbschattierungen zwischen Himmel und Erde konnte ich meinerseits jedoch nicht bestätigen.

    Angesichts des hohen sprachlichen Niveaus, des hohen Stellenwertes, den der Glaube in diesem Buch einnimmt sowie der Tatsache, dass mich die eine oder andere Geschichten doch ein wenig zu berühren vermochte, vergebe ich diesem Buch drei solide Bewertungssterne.

  21. Cover des Buches Die Bibel für Einsteiger (YOUBE Edition) (ISBN: 9783038483885)

    Die Bibel für Einsteiger (YOUBE Edition)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81
    Endlich setzt sich jemand dafür ein, die Bibel bild- und leshaft zu machen!

    Kurz und bündig geht man auf das wesentlich ein, mach Neugierig die "richtige" Bibel zu lesen.

    "Starker emotionaler Zugang durch die reiche Bildersprache" Pastor Sven Findeisen

    Die Bibel, die deine Sprache spricht - die neue Hoffnung für alle

    Zu einer Bibel eine Bewertung zu machen ist sehr schwer. Aber ich durfte das Buch als Leseexemplar lesen und somit wusste ich schon von Anfang an, ich darf darüber schreiben. Diese Rezi wird nicht meine längste, aber sicherlich eine herzliche.

    Die Bibel konnte mich bisher nicht berühren, aufklären aber YOUBE schafft es. Man beginnt endlich die Jugendlichen ernst zu nehmen.

    Fazit: Schon lange suchte ich "meinen Zugang" zur Bibel, aber erst bei dieser Spezialausgabe habe ich ihn gefunden. Zusammengefasst, mit viel Bildern und Querverweisen hilft dieses Buch, die Übersicht zu behalten. Häppchenweise lässt man sich führen / einführen und "nach Hause bringen".
  22. Cover des Buches Das Buch vom Zeitgeist (ISBN: 9783038481270)
    Kirstine Fratz

    Das Buch vom Zeitgeist

     (7)
    Aktuelle Rezension von: orfe1975

    Cover und Gestaltung:

    Das große Z in leuchtendem Gelb sowie der Titel in moderner Schrift ist einerseits modern und daher passend zum Inhalt, andererseits eher unspektakulär. Im Laden wird man eher nicht darauf aufmerksam, es sieht eher nach einem langweiligen Sachbuch aus. Da es um Trendforschung geht, hätte ich eine pfiffigere Gestaltung z. B. in Form einer Collage besser gefunden. Als Klappenbroschur ist das Buch ein sehr hochwertiges Taschenbuch.

    Inhalt:

    Die Autorin ist Zeitgeistforscherin und erklärt in diesem Buch anhand vieler Erfahrungsberichte und Studien, warum wir den Drang haben, immer dem neuesten Trend hinterher zu rennen und wie wir diese Trends selber formen und durch sie geformt werden.

    Mein Eindruck:

    "Zeitgeist-Forschung ist letzten Endes eine Wahrnehmungs-Schule, eine Achtsamkeits-Übung für das Geflüster - und auch für das Getöse - der Zeitgeist-Dynamik." (S.187)

    Bevor ich dieses Buch las, wusste ich nicht, dass es ein Beruf sein kann, sich nur dem Thema Zeitgeist zu widmen. Natürlich kennt jeder Trends, sie entstehen (scheinbar irgendwie), (fast) jeder versucht auf den Zug aufzuspringen und dann sind sie auch schon wieder vorbei, abgelöst durch neue Trends und alles beginnt von vorne. Laut der Autorin geschieht es  im Schnitt alle 7 Jahre, dass ein neuer Zeitgeist mit entsprechenden Trends entsteht. Aber warum ist das so und warum sind die sogenannten "Zeitgeist-Gewinner" (die immer auf der Welle mitschwimmen) nicht automatisch auch glücklich? Anhand vieler Beispiele aus der Gesellschaft, dem eigenen Umfeld und Beispielen aus den Medien zeigt Frau Fratz wie ein neuer Zeitgeist entsteht bzw. gemacht wird, wie wir davon manipuliert werden (können) und was wir ggf. tun können, um uns nicht davon beeinflussen zu lassen.

    "Zeitgeist ist ein Versprechen. Er bestimmt unsere Vorstellungen von einem erfolgreichen Leben und gibt uns Orientierung, was wir dafür tun müssen. Er liefert uns zuverlässig und immer aufs Neue Stichworte, die uns erklären, was ein gelungenes Leben gerade ausmacht."(S.37)

    Anfangs war ich skeptisch, ob das Buch nicht zu trocken wird, doch ich wurde positiv überrascht. Aufgrund der Vielzahl an Informationen konnte ich das Buch nur stückweise lesen, aber der Schreibstil war sehr flüssig und die Thematik wird durch viele griffige Statements und humorvolle Bemerkungen der Autorin aufgelockert. Vor allem die Zeitreise mit Frau Fratz durch verschiedene Epochen hat oft amüsante und vergessene Erinnerungen wiedererweckt. Besonders gut gefallen hat mir im Buch die Tatsache, dass am Ende jeden Kapitels die wichtigsten Statements als Zitate auf einer Seite optisch hervorgehoben gesammelt waren. Ein Glossar am Ende ist sehr hilfreich für das Verständnis einiger Fachbegriffe, obwohl die meisten im Kontext bereits erklärt werden. Die meisten Schilderungen bringen einen zum Lachen, stimmen einen jedoch gleichzeitig auch nachdenklich. Die eigenen Denk- und Handlungsweisen werden dabei oft in Frage gestellt.

    Da das Buch in einem christlichen Verlag erschienen ist, hatte ich erwartet, dass die Themen Glaube oder christliche Werte eine Rolle spielen, jedoch ist dies in keinster Weise der Fall. Dennoch hat mir das Buch gut gefallen, es hat mich gut unterhalten und mir in einiger Hinsicht die Augen geöffnet. 

    Fazit:

    Informatives und unterhaltsames Buch über die Entstehung von Trends, ihrer Manipulationsmöglichkeit und den Möglichkeiten, ihnen zu entgehen
  23. Cover des Buches Matchball (ISBN: 9783038480976)
    Pablo Giacopelli

    Matchball

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Traeumerin109

    Pablo Giacopelli als erfolgreicher Tenniscoach weiß was es heißt, unter Leistungsdruck zu versuchen, andere Menschen zufriedenzustellen und sich so deren Anerkennung zu sichern. Schon als Tennisspieler wollte er immer um jeden Preis und egal in welcher Situation er sich gerade befand, alles unter Kontrolle behalten. Das Problem dabei ist nur, dass er nie das Gefühl hatte, die anderen wirklich komplett zufriedengestellt zu haben. Daher ging dieser Teufelskreislauf immer weiter. Doch was passiert, wenn er es wagt, diesen Kontrollzwang loszulassen?


    Wir haben es hier mit einem Autor zu tun, der sehr sympathisch und ehrlich von seinen intimen Erfahrungen erzählt. Dies macht er, weil er möchte, dass andere Menschen anhand seines Beispiels erkennen, was auch bei ihnen eventuell falsch läuft, und welche Schritte sie unternehmen müssen, um das wieder geradezurücken. Das, wovon Pablo Giacopelli hier berichtet, wird mit Sicherheit vielen Lesern bekannt vorkommen, wenn nicht sogar allen. Bei dem einen ist es mehr, und bei dem anderen weniger ausgeprägt. Es lohnt sich auf jeden Fall, Pablo auf seiner Entdeckungsreise zu begleiten, denn er macht wirklich verblüffende Erkenntnisse. Zusammen mit einer fiktiven Spielerin namens Stacey, die er betreut, macht er die Erfahrung, dass es zwischen kontrollieren und aufgeben auch noch einen Mittelweg gibt: das lockere Festhalten, oder holding loosely, wie es im Original heißt. Dabei geht es vor allem darum, im Augenblick präsent zu sein, und seine Gedanken weder unter inneren Vorwürfen in die Vergangenheit schweifen zu lassen, noch sich in angstvollen Phantasien über die Zukunft zu ergehen. Die anderen Menschen um uns herum werden es merken, wenn wir genau das tun. Denn Menschen, die völlig präsent sind, haben eine unglaubliche, sehr anziehende Ausstrahlung.


    Inhaltlich ist dieses Buch also auf jeden Fall lesenswert. Allerdings muss ich ihm auf der sprachlichen und erzählerischen Ebene ein paar Abzüge geben. Zunächst einmal war ich sehr fasziniert von Pablos Erzählung, doch hatte ich nach einiger Zeit, gerade in den Gesprächen mit Stacey, den Eindruck, er wiederholt sich. Auch jetzt noch glaube ich, dass er mehrmals genau dasselbe gesagt hat, es nur in andere Worte verpackt hat. Im Buch wurde dies aber dann als neue Erkenntnis angesehen, obwohl es in Wirklichkeit nichts Neues war. Das fand ich irritierend und auch ein wenig schade. Dazu kam, dass die zeitlichen Bezüge nicht stimmten. Da bezieht er sich beispielsweise auf Ereignisse vom Vortag, als würden diese schon eine ganze Weile zurückliegen. Allgemein hatte ich so meine Probleme mit den Dialogen. Die sind zwar schön, aber nicht immer unbedingt authentisch. Ich glaube nicht, dass Menschen jemals so miteinander reden. Auch das hat mich als Leser irritiert.


    Insgesamt bin ich also hin- und hergerissen. Wer mit ähnlichen Problem zu kämpfen hat wie Pablo, für den kann sich das Buch auf jeden Fall lohnen. Auch wer bereit ist, darüber hinwegzusehen, dass es kleine Momente der Irritation beim Lesen gibt, sollte sich nicht abschrecken lassen. Für mich war das Buch unterm Strich ganz nett - aber keines, das ich unbedingt gelesen haben muss.

  24. Cover des Buches Fette Beute: Warum die Bibel so dick ist (ISBN: 9783038481287)
    Eckhard Hagedorn

    Fette Beute: Warum die Bibel so dick ist

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Minni
    "Fette Beute" - ein Titel, der sich an Psalm 119,162 anlehnt: "Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute macht." (ELB) Und genau darum geht es im Buch - über die Schätze der Bibel und die Freude derer, die sie ausgraben. Dabei gibt der Autor gleich mehrere Antworten auf die Frage, warum die Bibel eigentlich so dick ist. Wenn die Bibel Gottes inspirierte Wort ist, dann wird er sich etwas dabei gedacht haben, warum er uns mit der Bibel einen fetten Schinken und nicht ein dünnes Büchlein gegeben hat. Weiter werden verschiedene Arten des Bibellesens aufgezeigt und konkrete Vorschläge gegeben. Ein Buch, das Lust auf das Bibellesen macht.

    Die ersten Seiten fand ich allerdings ein wenig paradox: Hatte ich doch ein Buch mit 276 Seiten in der Hand, mit einem Titel, den ich zunächst nur als regelmäßige Bibelleserin verstehen konnte (der Untertitel ist dann für die weniger Belesenen aussagekräftiger). Und dann versprach die Einleitung, dass das Buch aufzeigen sollte, wie auch die Wenig-Leser unserer Zeit mit der dicken Bibel klarkommen können. Ganz ehrlich - ein Wenig-Leser würde wohl kaum zu diesem Buch greifen, da es selbst schon sehr dick und anspruchsvoll ist. Den Aspekt fand ich also ein wenig am Ziel vorbei. Mich persönlich hat es aber nicht weiter gestört: Ich hatte meine helle Freude an dem Buch. Mit lockeren Worten und deutlichen Beispielen blieb nicht viel von trockener Theorie übrig, obwohl das Buch an sich viel Theorie enthält. Ein wenig im Lesefluss gehemmt haben mich die vielen Zitaten; vielleicht wäre da weniger an manchen Stellen mehr gewesen. Auch musste ich absolut wach sein beim Lesen; mit einem müden Kopf muss man leicht dieselben Stellen mehrere Male lesen. Es ist also ein tiefgehendes, intellektuelles Buch, das vielleicht den ein oder anderen im Detail überfordert. Trotzdem sind die Hauptaussagen simpel gehalten und der Autor holt den modernen Menschen, der vielleicht in der Theologie nicht sehr bewandert ist, gut ab.

    Ein Buch, in dem man viele Stellen unterstreichen und markieren möchte, und in dem auch mitarbeiten muss, um davon zu profitieren. Aber es lohnt sich! Das Buch als Hörbuch wäre die perfekte Ergänzung um auch die Wenig-Leser zu erreichen! Eine ansteckende Liebeserklärung an die Bibel.

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