Bücher mit dem Tag "verliebtheit"
65 Bücher
- Johann Wolfgang von Goethe
Johann Wolfgang von Goethe, Die Leiden des jungen Werther
(1.665)Aktuelle Rezension von: SpowileinDie Leiden des jungen Werther übertragen sich auf den Leser. Goethe fordert seine Leser durch eine detailreiche und ausschmückende Art und Weise des Schreibens so sehr, dass man an mancher Stelle die Entscheidung, das Buch zu lesen, hinterfragt.
Inhaltlich geht es um den Jungen Werther, der sich in Lotte verliebt. Diese ist jedoch an Albert vergeben. Die Bindung von Lotte und Werther ist dennoch sehr eng und auch zu Lottes Geschwister hat der Werther ein sehr gutes Verhältnis, sodass er am Ende - tagein, tagaus - bei der Familie einkehrt. So steigert er sich immer mehr in die Liebe zu Lotte rein, welche jedoch unerwidert bleiben muss.
Werther ist ein unheimlich leidenschaftlicher Mann. Muss aber eben auch erfahren, dass Leidenschaft Leiden schafft. Das Buch endet mit dem Selbstmord des Werthers. Er selbst postuliert im Buch: “Denn freilich ist es leichter zu sterben, als ein qualvolles Leben standhaft zu ertragen.“
Die Idee, die Leiden mittels Briefen, welche an Wilhelm vom Werther geschrieben werden, finde ich grundsätzlich eine sehr Gute. Dies macht das Lesen selbst interessanter. Das völlige verlieren in umschweifenden Schilderungen der Gedanken und Erlebnisse des Werthers erschweren leider das Lesen, weshalb man auch unheimlich lange braucht um im Buch voranzukommen. Lesen während die Familie um einen herum wirbelt ist hier definitiv nicht möglich, da man sich schon selbst sehr disziplinieren muss mit seinen Gedanken beim Lesen nicht abzuschweifen, selbst, wenn man absolute Ruhe hat.
Wer sich diesem Buch widmet, sollte also auf jeden Fall Geduld mitbringen. Lesenswert ist es rein inhaltlich auf jeden Fall. Sicherlich ist aber auch eine Betrachtung der Epoche, in welcher das Buch entstanden ist, sinnhaft, um das Gelesene entsprechend einordnen zu können.
- Fjodor M. Dostojewski
Weiße Nächte
(206)Aktuelle Rezension von: pudelohnekernDostojewskis "Weiße Nächte" überzeugt vor allem durch seine sprachliche Feinheit. Der Text wirkt stark atmosphärisch. Dabei verdichten sich nächtliche Stadt und die Innenschau des Erzählers zu einem Bild existenzieller Einsamkeit. Diese Einsamkeit wird nicht nur thematisiert, sondern ist das wesentliche strukturgebende Merkmal des gesamten Textes. Historisch lässt sich "Weiße Nächte" der frühen Phase Dostojewskis zuordnen, in der romantische Motive noch präsent sind, zugleich aber bereits problematisiert werden. Der empfindsame und einsame Protagonist steht hier nicht mehr für moralische oder emotionale Überlegenheit, sondern für soziale und existentielle Isolation.
Der Ich-Erzähler wirkt daher selbstbezogen und eindimensional. Diese Eindimensionalität ist dabei kein Defizit der Erzählung, sondern ihr zentraler Gegenstand. Der Erzähler ist als „Träumer“ angelegt, dessen Sensibilität nicht zu Erkenntnis oder Handlung führt, sondern zur Wiederholung innerer Schleifen. Genau daraus entstand für mich die Frustration beim Lesen. Entwicklung bleibt aus, weil der Erzähler strukturell nicht entwicklungsfähig ist. Auch Nastjenka bleibt als Figur eher schemenhaft. Ihre Oberflächlichkeit ergibt sich aus der konsequenten Erzählperspektive: Sie erscheint nur, soweit der Protagonist sie wahrnimmt und benötigt und fungiert damit weniger als autonome Figur.
Weiße Nächte ist eine präzise Darstellung emotionaler Unfähigkeit. Die dadurch entstehende Frustration ist kein Nebenprodukt, sondern Teil seiner literarischen Logik. Dennoch entspringt daraus meiner Meinung nach ein zentraler Kritikpunkt. Die sprachliche Schönheit kippt zu oft in Übermaß. Die emotionale Intensität ist Teil des Konzepts, wirkt jedoch nicht immer produktiv, sondern zu oft ermüdend. Die ständige Wiederholung ähnlicher emotionaler Zustände führt zu einer gewissen Redundanz. Gefühle werden nicht nur gezeigt, sondern erklärt. Dadurch verliert der Text an Spannung.
- Mirjam H. Hüberli
Rebell
(227)Aktuelle Rezension von: SummseBeeWillow hält sich für ein ganz normales Mädchen, dass studiert und die Gunst ihres Schwarms Noah für sich gewinnen möchte. Auch das sie in den Augen anderer Menschen deren (leicht verändertes) Spiegelbild sieht, ist für sie ganz normal. Da es schon immer so war. Das einzige was für sie daran merkwürdig ist, dass sie in ihren Augen nichts sieht. Doch dann taucht an ihrer Uni ein Mann auf, in dessen Augen sie auch kein Spiegelbild sieht. Und sie scheint auch die Einzige zu sein, die ihn sehen kann…
Willow wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas naiv für ihr Alter, dennoch mochte ich sie mit ihrem Hang zu tollen Kleidern und ihren Schwärmereien für ihren Beinahe-Freund Noah sofort. Auch die Gespräche zwischen ihr und ihrer besten Freundin machen beim lesen total Spaß.
Doch diese unterhaltsame Grundstimmung bleibt nur solange erhalten bis Willow endlich ihr langersehntes Date mit Noah hat. Denn dort geschieht ein Unfall und sie muss dem mysteriösen Bo vertrauen, der plötzlich in ihrem Leben aufgetaucht ist. Sie soll ihm helfen und ihm in eine andere Welt folgen. Um Noah retten zu können, macht sie dies, obwohl sie nicht weiß worauf sie sich einlässt.
Diese Welt klingt wirklich faszinierend und alles was damit zusammen hängt, fand ich spannend und gleichzeitig sehr mysteriös. Willow erfährt leider nur das Nötigste darüber und somit tappt man auch als Leser*in im Dunkeln. Ich hoffe sehr, dass es in den weiteren Bänden mehr Informationen über diese Welt und Willows Gabe gibt.
Auch wenn ich am Ende mit vielen Fragen zurück geblieben bin oder vielleicht gerade auch deswegen, freue ich mich schon zu erfahren wie es in Band zwei mit Willow, Noah, Bo und all den anderen weiter geht.
Ein unterhaltsamer und kurzweiliger Roman, der Lust darauf macht noch mehr von dieser (magischen) Welt zu erfahren.
- Emily Barr
Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden
(88)Aktuelle Rezension von: martina400„Du erinnerst mich. Du wirst mich erinnern.“ S. 232
Inhalt:
Flora leidet seit sie 10 Jahre alt ist an Amnesie. Doch eines Tages kann sie eine Erinnerung festhalten und schafft es damit bis ans Ende der Welt. Ihr erster Kuss setzt ungeahnte Kräfte frei und mit Hilfe ihrer beschriebenen Arme findet sie den Weg zum Nordpol und ihrer ersten Liebe.
Cover:
Das Cover finde ich sehr schön. Verschiedene Schriftarten, Farben und Verzierungen beleben das Cover.
Meine persönliche Meinung:
Der Klappentext gefiel mir ganz gut. Als ich zu lesen begann und feststellte, dass die Protagonistin erst 17 ist, war ich ein wenig enttäuscht, da ich so Jugendbücher eigentlich nicht lese. Jedoch liest sich dieser Roman sehr schnell und man fällt sofort in die Geschichte hinein. Das Thema Amnesie interessierte mich dann doch sehr. Die Autorin schafft es ohne großen Aufwand den Leser merken zu lassen, wann sich Flora wieder neu redetet, wie sie merkt, dass ihr die Gedanken davon schweben, wie leicht man sie verwirren und ihr etwas falsches einreden kann und wozu sie dann doch fähig ist. Ebenso zeigt sie den schmalen Grad auf jemanden beschützen zu wollen und jemanden in die Selbstständigkeit zu lassen. Dieses Buch ist wirklich gut geschrieben, um so ein schwieriges Thema Jugendlichen nahe zu bringen und zu zeigen wie schwierig es ist, Personen zu vertrauen bzw. wie vorsichtig man sein sollte. Die suche nach Drake zieht sich ein wenig und ist deswegen ein bisschen langatmig, aber trotzdem möchte man wissen wie Flora ihren Weg schafft.
Fazit:
Ein leicht zu lesender Jugendroman, der mit dem Thema Amnesie doch sehr intensiv nachwirkt und alle möglichen Gefühle aufzeigt. - Laura Foster
Der Fluch von Cliffmoore
(43)Aktuelle Rezension von: buchfeemelanieDer Schreibstil ist gut. Er ist locker geschrieben - manchmal passt das gut; manchmal wirkt es aber auch übertrieben lustig. Was mich tatsächlich genervt hat waren die ganzen Sätze in Klammern.
Lisa kann einem Leid tun. Der Vater weg und in einem anderen Land neu anfangen. Sie ist aber mutig, nicht auf den Mund gefallen und gefällt mir vom Charakter her gut. Schade, dass sie es in der Schule so schwer hat.
Die Idee mit dem Fluch finde ich gut. Es hätte so spannend sein können....
... ABER es ist einfach so langatmig, dass es wirklich schon langweilig ist. Ich habe mich dann doch durch das Buch gequält in der Hoffnung, es wird noch besser.
Leider kann ich nur 2 Sterne vergeben.
- Julie Leuze
Like Storms We Collide - Der Geschmack von Sommerregen: Roman | Ein aufwühlendes Familiengeheimnis und eine Liebe, die unmöglich scheint
(316)Aktuelle Rezension von: Fiona_HeinBisher habe ich noch kein Buch von Julie Lenze gelesen und der Klappentext hat mich neugierig gemacht, ebenso wie das wunderschön gestaltete Cover.
Der Schreibstil liest sich angenehm und auch die Protagonisten, Sophie und Matti, wirken sehr authentisch und liebenswert. Sophie sieht Gefühle als Farben vor ihren Augen. Doch wer hier eher an einen Fantasy-Roman denkt liegt falsch. Denn es geht um Hochsensibilität und Synästhesie (bei der Reizung eines Sinnes wird ein weiterer Sinn paraell mit angeregt). Ich finde die Idee sehr gelungen, die erste Liebe und die Gefühle die dazugehören mittels Farben zu schildern.
Mich hat das Buch gut unterhalten. Es ist eine schöne und gefühlvolle Geschichte über die erste Teenie-Liebe, aber auch um die Aufarbeitung der Familiengeschichte von Sophie. - Daniela Krien
Die Liebe im Ernstfall
(291)Aktuelle Rezension von: BunteQDie Art, wie Daniela Krien schreibt, finde ich toll! Leider stört mich an ihren Büchern (vor allem in "Die Liebe im Ernstfall" und "Der Brand"), dass ihre eigene konservative Weltsicht zu sehr zum Vorschein kommt. Beispiel aus "Die Liebe im Ernstfall": Während eine der Hauptfiguren bedauert, dass die "Cicero" im Wartezimmer schon vergriffen ist, vernachlässigt der unsympathisch gezeichnete Ehemann einer anderen Protagonistin seine Kinder, verbringt den Tag mit Computerspielen und stammt - natürlich - aus dem links-grünen Spektrum.
Und das ganze Glück jeder Einzelner der fünf Frauen scheint immer nur in Abhängigkeit von einem Mann erreichbar zu sein.
Schade, denn die Perspektiven auf die fünf Leben, die auch noch geschickt miteinander verknüpft sind, finde ich an sich sehr spannend.
- Terry Pratchett
Der Winterschmied
(269)Aktuelle Rezension von: Monika_GraslDer Sommer muss dem Winter weichen und umgekehrt. Jedes Jahr findet der Moriskentanz statt und stets läuft er reibungslos ab. Doch in diesem Jahr ist alles anders, denn Tiffany Weh lässt sich vom Klang der Musik verleiten, als sie mit Fräulein Verrat dem Tanz beiwohnt. Dadurch nimmt sie ungewollt den Platz der Sommerfrau ein und zieht die Aufmerksamkeit des Winterschmieds auf sich. Auf eine Art, welche man nicht für möglich halten würde, denn plötzlich schneit es lauter kleine Tiffanys, entstehen Eisrosen in Fräulein Verrats Garten und noch so einiges mehr.
Das Tiffany bei der Problemlösung nicht alleine ist verdankt sie zudem Oma Wetterwachs. Die Hexe aller Hexen kennt so manchen Trick und würde trotzdem nie zugeben, dass sie irgendwo gezielt eingreift. Da ist Nanny Ogg schon ein ganz anderes Kaliber Hexe, denn diese spricht alles immer offen an. Somit ergänzen sich Nanny und Oma ausgezeichnet.
Pratchett schafft hier einen großartigen Mythos rund um den Sommer und den Winter. Auch, was passiert, wenn man sich in Geschichten und Märchen einmischt, die nicht für einen bestimmt sind, wird gut erzählt und man fühlt sich immer wieder unterhalten. Die Scheibenwelt bietet in diesem Punkt einen wahren Fundus an Figuren und besonder die Wir-sind-die-Größten sorgen immer wieder für einen Lacher.
Fazit: Mit den Hexen kann man in der Scheibenwelt nichts falsch machen. Zudem ist es jederzeit möglich in einen der Bände einzusteigen. Und sobald irgendwo das Chaos ausbricht sind Tod, die Hexen oder Wir-sind-die-Größten nie weit entfernt.
- Anne Bishop
In Blut geschrieben
(148)Aktuelle Rezension von: FantasyBookFreakUmweltbewusstsein mal ganz anders!
Meg Corbyn ist eine Cassandra Sangue – eine Blutprophetin – und kann in die Zukunft sehen, wenn ihre Haut geritzt wird. Eine Gabe, die sich eher wie ein Fluch anfühlt. Meg wird von ihrem Aufseher wie eine Sklavin gehalten, damit er unbegrenzten Zugang zu ihren Visionen hat. Doch als sie entkommt, ist der einzig sichere Platz, an dem sie sich verstecken kann, der Lakeside Courtyard – ein Geschäftsviertel, das von den Anderen geführt wird.
Gestaltwandler Simon Wolfgard zögert, die Fremde einzustellen, die sich als menschliche Kontaktperson bewirbt. Er spürt, dass sie ein Geheimnis verbirgt. Und warum riecht sie nicht nach menschlicher Beute? Doch sein Instinkt drängt ihn, Meg den Job zu geben. Als er die Wahrheit über sie erfährt und dass Meg von der Regierung gesucht wird, liegt es an ihm zu entscheiden, ob sie den unausweichlichen Kampf zwischen Menschen und den Anderen wert ist.
Meine Meinung
"In Blut geschrieben" ist der erste Teil der Die Anderen Reihe von Anne Bishop. Bisher habe ich nur gutes von der Autorin gehört und daher schleiche ich schon lange um diese Reihe herum. Ich muss ganz ehrlich sagen, den Klappentext habe ich nicht gelesen, sondern bin im totalen Blindflug an dieses Buch heran gegangen. Und ich muss sagen, wer hier gleich von der ersten Seite an Spannung und Action erwartet, der ist hier wirklich falsch. Das Buch, die Geschichte und der Schreibstil braucht seine Zeit um sich zu entwickeln und zu entfalten. Für mich glich es Anfangs eher einem Tagebuch von Meg. Man bekommt so viel von ihrem Alltag mit und den vielen im Grund unwichtigen Details. Doch für Meg sind diese nicht unwichtig oder gar langweilig und das muss man verstehen. Daher hat das Buch anfangs eher was von einem Cosy-Slow-Burn Buch für mich. Nur mit Gestaltwandlern, Vampiren und noch vielem mehr. Ganz ehrlich selbst die angedeutete Liebesgeschichte, geht so langsam von statten dass man sich manchmal fast fragt, ob man da nicht zu viel hineininterpretiert. Das letzte Drittel des Buches, ist dafür um so rasanter und es passiert so viel gleichzeitig und mit so vielen Charakteren, dass man wirklich Mühe hat den Überblick zu behalten. Doch das kann man, wenn man sich vorher wirklich die Zeit genommen hat um jeden Charakter kennenzulernen.
Meg ist anfangs natürlich sehr undurchsichtig. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass man nicht aus ihrer Sicht liest, sondern aus der Dritten Person. Eigentlich mag ich das nicht ganz so, aber für zwischendurch ist es mal ganz erfrischend nicht immer alles zu wissen, was im Kopf der Protagonistin vorgeht. Und um in dieser komplexen Welt den Überblich zu behalten, ist es besser in der Dritten Person zu lesen. Man lernt mit Meg, die Welt nochmal neu kennen und wie viel es eigentlich wirklich gibt, was für uns selbstverständlich ist und wir gar nicht mehr beachten.
Simon ist nicht ganz greifbar. Ein sehr wechselseitiger Mann und damit meine ich nicht seinen Wolf. Auch bei ihm weiß man nie woran man ist, aber nichts destotrotz sind die Momente zwischen ihm und Meg sehr erfrischend und auch sehr von trockenem Humor geprägt.
Der Schreibstil ist anfangs wirklich gewöhnungsbedürftig. Ich kann verstehen, dass man nicht immer Lust hat, so viel Zeit in ein Buch zu investieren um sich daran zu gewöhnen. Doch Anne Bishop überzeugt für mich hier mit interessanten Charakteren, lustigen Momenten aus dem Alltag, viel Einfallsreichtum und auch Gesellschaftskritik. Und um das alles unter einen Hut zu bringen, braucht es Zeit und viele Seiten. Das Ende war wirklich spannend und macht Lust auf den zweiten Teil.
Fazit
Ein Buch, dass ganz gewiss nicht für jeder Mann etwas ist, doch man sollte ihm eine Chance geben. Es gibt noch viel zu entdecken in dieser komplexen Welt und auch die Charaktere brauchen noch etwas mehr Raum. Für mich war es das richtige Buch zur richtigen Zeit und daher konnte ich es wirklich genießen. Daher vergebe ich 4,5 von 5 Sternen.
- Michele Jaffe
Wer schön sein will, muss sterben
(137)Aktuelle Rezension von: AvaleeNachdem Jane angefahren und mit diversen Verletzungen in einem Rosenstrauch liegend zurückgelassen wurde, wacht sie in einem Krankenhaus auf und kann sich an nichts erinnern. Während Familie und Freunde sie regelmäßig besuchen, kommt ihre Erinnerung Stück für Stück zurück. Allmählich beginnen die Puzzleteile sich zusammenzufügen.
Derweil erhält Jane rätselhafte Geschenke eines unbekannten Verehrers und mysteriöse Drohanrufe. In ihr keimt der Verdacht, dass jemand aus ihrem Bekanntenkreis der Täter sein muss.Die ausführlichen Beschreibungen vom Aussehen einer Person oder von Momentaufnahmen, in denen sich die Protagonistin sich und andere aus Sicht einer dritten Person vorstellt, wirken sehr malerisch und passen zu dem Hobby – Fotografie – der Ich-Erzählerin (Jane).
Nachdem Jane ihre Freunde und Bekannte verdächtigt, sie angefahren zu haben, ist man auch als Leser jedem Besucher gegenüber misstrauisch, wodurch die Handlung ihre Spannung erhält.
Mir erschien allerdings die Tatsache unrealistisch, dass drei bis vier Jungs und zusätzlich ein Mädchen in Jane verliebt sind beziehungsweise Jane anhimmeln. Für meinen Geschmack zu viel des Guten.
Alles in allem aber ein sehr spannendes Jugendbuch und fesselnder Psychothriller über das Überwinden einer Amnesie. - Susanne Wittpennig
Time Travel Girl: 1989
(27)Aktuelle Rezension von: liesmal50Eine Zeitmaschine, die es möglich macht, eine „Reise“ in die Zukunft zu machen? Dieser Gedanke ist so unvorstellbar, dass ich kaum begreifen kann, wie es Susanne Wittpennig, der Autorin von „Time Travel Girl“ gelingen konnte, mich derart an das Buch zu fesseln, dass ich beim Lesen zu keinem Zeitpunkt daran gedacht habe, dass hier Fiktion und Realität miteinander verschmelzen. Ich war wirklich mittendrin. Durch die bildhafte Beschreibung ist es leicht, ins Jahr 1989 einzutauchen und mich wohl zu fühlen mit den Erinnerungen an die Musik und den Begegnungen mit Walkman, mit Bandsalat… Das Internetzeitalter schien noch so weit entfernt!
Lisa und Zac sind 16, tüfteln an einer Zeitmaschine und glauben fest an den Erfolg. Diese Vorstellung kann Britt, Lisas einzige Freundin, so gar nicht teilen. Anders Doc Silverman, der als Vater unsagbar stolz ist auf Zacs Intelligenz und den Eifer, mit dem er seine Pläne verfolgt. Wenn da nur nicht der Bösewicht Ash wäre!
Mir gefällt, dass in der Geschichte auch die christlichen Werte einen großen Raum einnehmen. Ich fand es toll, auch mal das Buch zur Seite zu legen, um meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Wie entwickelt sich mein Leben? Was wäre, wenn ich mich anders entscheiden würde als geplant? Welchen Weg gehe ich und welchen Einfluss kann ich auf das Leben anderer nehmen?
Besonders berührt mich alles, was ich über die Freundschaft zwischen Momo und Lisa lese. Wie sehr man geprägt wird durch die Familie, beschreibt die Autorin sehr eingehend und gewissenhaft.
Meine Gefühle schlagen Purzelbaum und bewegen sich in einem ständigen Auf und Ab. Der Spannungsbogen ist zum Zerreißen gespannt, lässt aber nicht nach, auch nicht am Ende des Buches.
Ein fieser Cliffhanger beendet das Buch, den ersten Teil einer Trilogie. Nur gut, dass inzwischen alle drei Bücher erschienen sind!
Ich denke, dass das Buch nicht nur Jugendlichen, sondern Menschen aller Altersklassen ein besonderes Lesevergnügen bereitet. Meine Empfehlung dafür kommt aus vollem Herzen!
- Meg Cabot
Plötzlich Prinzessin
(220)Aktuelle Rezension von: LilyWinterIm Großen und Ganzen ist Mia mit ihrem Leben zufrieden: Sie und ihre beste Freundin Lilly sind ein starkes Team. Die Matheschwäche ist lästig, aber wozu braucht man in seinem Leben bitte Mathematik?! Doch als ihr Vater ihr eröffnet, dass er keine weiteren Kinder bekommen kann, was sie zur offiziellen Thronfolgerin macht, ist Mia so gar nicht begeistert. Und darüber reden will sie auch nicht. Nur zu dumm, dass sie sich mit Lilly überwirft und ständig Prinzessinnenquatsch mit ihrer Großmutter machen muss. Die anfängt, Mias Aussehen total zu verunstalten, so dass sie jetzt wie das It Girl Lana Weinberger aussieht. Nur dass Josh sie jetzt plötzlich beachtet ist super und hat ganz bestimmt nichts mit ihrem Berühmtsein zu tun!
Das Buch ist anders als der Film, aber mindestens genau so liebenswert. Eher für Teenager der Storyline nach, sind es jedoch gerade die ironischen Einschübe, die dem Buch durchaus Tiefgang verleihen!
- Mirjam H. Hüberli
Rebell
(98)Aktuelle Rezension von: BuchstabenschlossMeinung
Die Geschichte geht nahtlos weiter. So sind Willow und Bo auf der Suche nach Zita und müssen sich ihren Weg zu ihr erkämpfen. Denn nicht nur die Regierung ist hinter ihnen her, sondern auch Deserteure kreuzen ihren Weg. Es ist ein Intrigenspiel gegen die Zeit.
Das Cover ist ebenso schön wie das erste Cover auch. Es bleibt der Linie treu. Auch der Schreibstil ist wieder wie beim ersten Band flüssig und jugendlich gehalten.
Doch leider finde ich Willow nach wie vor sehr naiv. Sie stellt viele Fragen, aber wirklich hartnäckig ist sie nicht. Zumindest nicht bei den Fragen, die wirklich essenziell sind. Bo hingegen wird immer sympathischer. Zumal ich jetzt auch mehr von ihm weiß und auch sein Verhalten erklärt. Jedoch verstehe ich nach wie vor nicht, warum er immer noch bei einigen Fragen so rumdruckst. Es sollte doch inzwischen klar sein, dass die beiden ein Team sind. Vor allem merken sie ja auch, dass wenn sie nicht zusammenarbeiten, sie ihr Ziel niemals erreichen.
Endlich bekomme ich ein paar Informationen zur Spiegelwelt und dem Aufbau und wie es mit der richtigen Welt verknüpft ist. Auch der Aufbau der Spiegelwelt wird erklärt mit den einzelnen Gebieten und der Regierung. Interessant ist vor allem, dass die richtige Welt und auch die Spiegelwelt in höheren Kreisen miteinander kommunizieren.
Doch leider bleibt Willows Rolle nach wie vor ein Rätsel. Sie scheint etwas Besonderes zu sein, zumindest wird das in den letzten paar Kapiteln deutlich. Doch ihre genaue Rolle oder was sie so besonders macht oder woher sie die Gabe hat, bleibt nach wie vor ein Geheimnis.
Für mich ist dieses Buch leider ziemlich zäh. Im Grunde passiert auch nicht wirklich was. Die können von ihren Feinden fliehen, fliehen in die Außenbezirke und gelangen endlich zurück in die richtige Welt. Ende. Das war’s.
Ich habe leider nach wie vor das Gefühl, dass die Geschichte einfach nicht voran geht. Ich verstehe auch noch nicht so ganz den Sinn. Sie ist ja eigentlich in die Spiegelwelt gereist um Noah zu retten. Davon merke ich so gut wie gar nichts. Ich habe auch das Gefühl, dass es auch total nebensächlich geworden ist.
Irgendwie fehlt mir nach wie vor der rote Faden. Oder ist verstehe das Konzept einfach nicht oder ich stehe auf dem Schlauch. Ich weiß es nicht. Aber überzeugen kann es mich immer noch nicht wirklich.
Mal gucken, ob Band 3 noch die Wendung bringt.
- Axel Ranisch
Nackt über Berlin
(69)Aktuelle Rezension von: Trishen77Jannik liebt Musik, vor allem klassische. Und seinen Freund Tai, aber das darf keiner wissen, nicht seine Mutter und vor allem nicht Tai. Er ist sich ja auch gar nicht so sicher, ob er ihn liebt (als ob es ein deutlicheres Anzeichen gäbe, als das ständige Nachdenken mit klopfendem Herzen, ob man wohl in jemanden verliebt ist). Er ist ein bisschen übergewichtig, ein bisschen verzweifelt, ein bisschen schreckhaft.
Soweit die, noch relativ gewöhnlichen, geradezu klassischen Nöte eines 17jährigen Teenagers, der sich vor allem mit seinen Platten und seinen Gedanken beschäftigt; aus Janniks Warte besteht die Welt aus der Tyrannei der Schule, den Determinationen der Gesellschaft und dem kleinen Freiraum, den er sich mit seiner Musik und seiner Freundschaft zu Tai erkämpft hat.
Die Handlung setzt ein, als Tai sich eines Nachts meldet, mit einer kleinen Sensation: er filmt gerade den Rektor der Schule, der sich sturzbetrunken draußen auf der Straße auf den Hosenboden gesetzt hat. Tai ruft Jannik dazu. Ein leiser Auftakt, ein kurzer Trommelwirbel, der zu einer wirbelnden, rasanten Geschichte um Glück und Angst, Leben und Tod, Spaß und Ernst wird und in der hinter jeder Ecke eine neue Wendung wartet …
Es gibt schon allerhand Rezensionen, deswegen will ich vor allem das Wesentliche noch mal betonen: Dieses Buch hat Witz. Es ist, auf seine schräge Art, furchtbar liebenswert und das jenseits der Klischeegebiete. Die Figuren sind nicht nach dem üblichen Coming-of-Age-Etappenschema aufgebaut (am Anfang so, in der Mitte dann Wandlung, am Ende alles neu), sondern stets ambivalent gezeichnet und durchlaufen dennoch eine sehr gut inszenierte Entwicklung, mit vielen Ausläufern und Zwischentönen.
Und neben Witz und Charme hat das Buch auch einen großartigen erzählerischen Drive, eine geradezu bahnbrechende Erzähllust und -kraft. Kurzum: das Buch ist ein Volltreffer, ein Buch der Saison. Axel Ranischs Buch “Nackt über Berlin” wird hoffentlich dieses Jahr auf vielen Nacht- und Wohnzimmertischen liegen und für Unterhaltung sorgen – aber auch für tiefere Gedanken und Erfahrungen, über Wut, Frust, Liebe, Sein und Schein, Macht, Musik, Bedeutung, Hoffnung und Toleranz.
- Paige Toon
Das wilde Leben der Jessie Jefferson
(67)Aktuelle Rezension von: LesebesessenGeschichte einer 15jährigen Schülerin. Wirkt wie ein typischer Teenie-Report und ist auch ein bisschen in der Art geschrieben. Heute himmelhoch jauchzend und morgen zu Tode betrübt. Jessies Leben ändert sich aber tatsächlich grundlegend, als bekannt wird, dass sie die Tochter eines berühmten Rock-Stars ist. In dem Moment, in dem ihre Anonymität verloren geht, hat das alte Leben keinen Bestand mehr, nicht aber ihre Teenie-Lebensweise.
Ich bin im dritten Band eingestiegen, da die anderen gerade nicht verfügbar waren. Daran liegt vielleicht: es ist gar nicht so einfach die wichtigen Personen auf den ersten Seiten heraus zu finden, denn als erstes werden gleich mal 2 Duzend Namen eingeführt mit jeweils kaum mehr als einem Attribut im Sinne von, z.B. der „Bruder von“. Entsprechend oberflächlich empfand ich die Beschreibungen der Personen. Von Charakteren will ich dabei gar nicht sprechen. Das gilt, bis zu einem gewissen Teil, auch für die Protagonisten. Der überwiegende Teil der Personen ist im Alter von Jessie (also 15 mit Abweichungen nach oben), also einer Altersstufe wo bereits ein direkter Blick einem lebenslangem Liebesversprechen gleichkommt und entsprechend schnell schlägt auch das Pendel in die andere Richtung um, also die Enttäuschung bzw. Eifersucht hochkommt. Aus dem gleichen Grund haben auch die Mädchenfreundschaften nur eine geringe Haltbarkeit. Ich bin aus der Altersstufe offensichtlich zu weit herausgewachsen. Jedenfalls spricht es mich nicht an. Ich mutmaße, dass das Buch vor allem für Altersgenossen besonders geeignet ist und für alle, die sich nach täglich 100 Ups and Downs sehnen.
Das Ende war für mich vorhersehbar. Es gab wenig Überraschendes. Lediglich die zweite Buchhälfte zeigte so etwas wie „Ziel des Lebens“, also etwas nach dem es sich zu streben lohnt, sonst wäre die Bewertung noch schlechter ausgefallen.
- Tami Fischer
Sinking Ships: Fletcher University 2
(69)Aktuelle Rezension von: Alexia_Zurück nach Fletcher. Dieses Mal zur eigensinnigen, temperamentvollen Carla und zu Mitch, der ihr die Angst von dem Wasser nehmen will. Die beiden kommen sich näher, doch kann Carla unter ihren Umständen überhaupt jemanden so nah an sich heranlassen?
Juhu zurück ins idyllische Kleinstadtflair. Zurück nach Fletcher. Wie schon Band 1, lässt sich auch diese Geschichte locker und leicht lesen/hören. Ich mag den Schreibstil der Autorin nach wie vor sehr und bin begeistert wie toll sie Atmosphäre aufbauen kann. Mit Carla und Mitchell sind es dieses Mal zwei Charaktere auf die ich irgendwie besonders gespannt war, weil die Informationen über die beiden aus Burning Bridges sehr neugierig gemacht haben. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe die Chemie zwischen den beiden geliebt. Vor allem Carla hat mein Herz im Sturm erobert und wer würde sich keinen Freund wie Mitch wünschen? Zum Dahinschmelzen. Gepaart mit den herrlich sympathischen Nebencharakteren Summer, Sav, Lenny, Ella, Ches, Creed und Todd wird die Geschichte direkt eine fürs Herz. Und können wir bitte festhalten wie unglaublich genial Carlas Familie ist? So herzlich, dass selbst ich sie gerne umarmen würde. Die beiden konnten mich irgendwie wesentlich mehr für sich gewinnen als noch Ches und Ella. Irgendwie haben mir hier die Hintergründe der Beiden und der Spannungsbogen besser gefallen als bei ihren Vorgängern. Die Anziehung zwischen den beiden ist vor Knistern kaum zu übertreffen. Die Spannung zwischen den beiden ist beinahe greifbar. Ich habe den Schlagabtausch zwischen den beiden gefeiert, besonders Carla ist einfach einzigartig in ihrer Art. Hart aber unglaublich herzlich. Ein ganz toller Charakter. Auch die Themen die hinter den beiden stehen sind mir teilweise doch etwas nah gegangen. Ein Punkt mehr für die beiden denn sie Ella und Ches voraushaben. Die Thematiken sind gut und sensibel verpackt, ohne zu dick aufzutragen. Sehr gut umgesetzt von der Autorin. Hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen. Und was soll ich sagen – als ich es beendet habe, habe ich direkt zu Band 3 gegriffen.
Wieder eine schöne, romantische Geschichte mit dem gewissen Etwas. Hier haben mich vor allem die Charaktere und die Chemie zwischen ihnen überzeugt. Es gibt 4 von 5 Sternen.
- Erin Watt
One Small Thing – Eine fast perfekte Liebe
(330)Aktuelle Rezension von: abouteverybookZunächst einmal war es nicht ganz so einfach in die Geschichte reinzukommen. Zu Anfang dachte ich, dass Chase so ein richtiger Badboy wäre, weil alle anderen Charaktere den Anschein erweckt haben. Dennoch hat seine Verhaltensweise einfach nicht ins Bild gepasst. Das fand ich definitiv erfrischend.
Dennoch fand ich die Charaktere leider etwas anstrengend.
Gerade Beth war meiner Meinung nach ziemlich überdramatisch, auch wenn ihre Eltern definitiv ebenfalls zu weit gegangen sind. Ich habe ihren Frust zwar verstanden, aber trotzdem hat sie sich die meiste Zeit sehr kindisch verhalten. Am Ende war sie immerhin selbstreflektierend, was ich schön fand.
Jeff war definitiv mein Hass-Charakter. Erst hat er nur genervt und dann war er super aufdringlich und kontrollierend. Er hat so getan, als ob er der Obermacker wäre, was wirklich einfach nur peinlich war.
Generell fand ich persönlich die Dialoge etwas steif und die ganzen Leute aus Beths Schule einfach nur sehr anstrengend sowie unangenehm.
Zum Ende wurde die Geschichte langsam besser, aber das hat leider nicht gereicht um mich zu überzeugen.
Ich gebe dem Buch 3/5 Sterne. Chase war der einzige Charakter, den ich wirklich mochte. Beth fand ich etwas schwierig, auch wenn sie eine gute Entwicklung hingelegt hat. Dennoch fand ich die meisten Charaktere ziemlich anstrengend, weswegen das Buch leider nichts für mich war. - Anna Katmore
Teamwechsel
(165)Aktuelle Rezension von: laraundlucaInhalt:
Teamwechsel: Ryan Hunters Partys waren legendär. Und endlich bekam sie eine Einladung…
Aufgeregt erwartet Liza Matthews die Rückkehr ihres besten Freundes, Tony, aus dem Fußballtrainingslager. Doch als es endlich so weit ist, hat ihr Jugendschwarm plötzlich nur noch Augen für dieses andere Mädchen aus seinem Team. Fest entschlossen, Tony zurückzuerobern, trifft Liza eine ungewöhnliche Entscheidung. Ohne die geringste Ahnung von Fußball nimmt sie an den spätsommerlichen Qualifikationen für die neue Schulmannschaft teil… und wird zu ihrer Überraschung tatsächlich aufgenommen.
Doch nicht nur das. Als neues Mitglied ist sie natürlich auch zur Aftermatch-Party eingeladen, wo die Anwesenheit von Tonys neuer Flamme nicht ihr einziges Problem ist. Am folgenden Morgen wacht sie in einem Zimmer auf, das sie noch nie gesehen hat, und obendrein hat der Mannschaftskapitän seine Arme um sie geschlungen. Der heißeste Junge der Schule … Ryan Hunter.
Ryan Hunter:
Jede Geschichte hat zwei Seiten ... Das ist seine.
Ryan Hunter kann sich nicht erinnern, wie viele Mädchen er in seinem Leben schon geküsst hat. Doch die, von der er seit Jahren träumte, ist hoffnungslos in seinen besten Freund verknallt.
Lizas offensichtliche Hingabe für Tony Mitchell ist eine Qual, die Ryan bisher für sich behalten hat. Doch während eines Fußballsommercamps nehmen die Dinge eine unerwartete Wendung, als sich Tony in ein anderes Mädchen verliebt. Ryan weiß genau, eine bessere Gelegenheit, um bei Liza zu landen, bekommt er nicht.
Meine Meinung:
Dies ist ein Sammelband der Reihe "Grover Beach Team" und beinhaltet die Titel "Teamwechsel" und "Ryan Hunter".
Der Schreibstil ist schlicht und einfach, jugendlich frisch, ocker und leicht, schnell und flüssig zu lesen.
Die Handlung an sich hat mir gut gefallen. Die erste Geschichte über Liza und Ryan konnte mich fesseln und überzeugen, sie hat mich gut unterhalten, obwohl sie vorhersehbar und klischeehaft war. Die zweite Geschichte erzählt die gleiche Handlung aus Ryans Sicht. Dies war mir dann doch etwas zu langweilig, da man nicht viel Neues erfahren hat, das Grundgerüst das Gleiche war, es gab keine Überraschungen mehr.
Die Geschichte ist kompakt und straff, sie schreitet schnell voran und lässt sich schnell lesen. Zwischendurch hätte ich mir ein bisschen mehr Gefühl gewünscht, ein bisschen mehr mitfiebern.
Der erste Teil der Reihe konnte mich dennoch gut unterhalten, eine locker-leichte und niedliche Teenagerromanze zum Abschalten.
Fazit:
Der erste Teil der Reihe hat mir gut gefallen, leider bringt Teil 2 nicht viel Neues. Dennoch ist die Handlung unterhaltsam. Eine süße und schöne Liebesgeschichte. Leseempfehlung. - Susanne Oswald
Neubeginn im kleinen Strickladen in den Highlands
(89)Aktuelle Rezension von: Lesefieber22Amely hat sich nach dem Wollfestival am Loch Lomond in das Städtchen und in Peter, den Inhaber einer Whiskeydestillerie verliebt. Sie träumt von einer eigenen Alpakafarm und einem Leben gemeinsam mit Peter. Als sich die Möglichkeit ergibt, einen alten Bauernhof zu kaufen, scheint die Erfüllung dieses Traums plötzlich ganz nah zu sein...
Auch der vierte Band der Reihe rund um den kleinen Strickladen konnte mich begeistern. Amely fand ich eine sehr vielschichtige, interessante Figur, welche jedoch perfekt zu den schon bekannten Personen aus den ersten Bänden passt. Auch Peter konnte man in diesem Band noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen. Die Geschichte hat mich mit der perfekten Mischung aus Liebe, Freundschaft, Gefühlen und grossen Träumen überzeugt.
Ein schönes Hörbuch für entspannte Hörstunden, welches einem dazu bringt, wieder mehr an die eigenen Träume zu glauben.
- Sarina Bowen
True North - Unser Traum von Für immer
(96)Aktuelle Rezension von: booklover98Das ist der letzte Band der True North Reihe (zumindest in der Übersetzung) und ich muss sagen, ich bin ganz schön wehmütig Vermont zu verlassen. Die Geschichte rund um Benito und Skye ist wahnsinnig toll beschrieben, vorallem mochte ich die Rückblenden aus der Zeit als sie noch Teenager waren sehr gerne. Hier gibt es Herzschmerz, Action und ganz viel Kleinstadtfeeling. Auch die Nebencharaktere (hauptsächlich bestehend aus Mitgliedern der Shipley und Rossi Familie) sind immer wieder gern gesehen. Jeder Band fühlte sich wie nach Hause kommen an. Ich bin jedenfalls gespannt, ob die weiteren Bände noch übersetzt werden.
- Patrycja Spychalski
Fern wie Sommerwind
(81)Aktuelle Rezension von: Anka2010Patrycja Spychalski zählt zu meinen liebsten Jugendbuch-Autorinnen und schafft es immer wieder, mich mit ihren berührenden und unheimlich authentischen Geschichten in ihren Bann zu ziehen – so auch mit dieser hier. „Fern wie Sommerwind“ ist ein toller Coming-of-age-Roman, der eine schöne (Liebes-)Geschichte erzählt und dabei vergisst kitschig zu sein.
Die 17-jährige Nora ist eine Protagonistin, mit der sich bestimmt viele LeserInnen identifizieren können. In einem Jahr wird sie ihren Schulabschluss in der Tasche haben und vor der großen Frage „Und was nun?“ stehen. Auf diese Frage weiß Nora jedoch hunderte Antworten, schließlich hat sie sich ihre Zukunft bereits in den unterschiedlichsten Szenarien vorgestellt. Auch ich bekam ein paar Einblicke in diese und musste das eine oder andere Mal über Noras grenzenlose Phantasie schmunzeln. Doch bevor es so weit ist und Nora eine Entscheidung treffen muss, verbringt sie ihre letzten Sommerferien als Drachenverkäuferin am Meer.
Patrycja Spychalski setzt ihre LeserInnnen in den Zug und schickt sie an einen wunderschönen Urlaubsort. Obwohl ich im tiefsten Schwabenländle wohne, habe ich mich dem Meer plötzlich sehr nah gefühlt. Das Kreischen der Möwen, die salzige Luft, der böige Wind, das Lachen der Kinder, das Rauschen der Wellen, die auf den Strand treffen – die Atmosphäre war greif- und spürbar.
Angekommen am Meer habe ich mich schnell mit Nora angefreundet, ein sehr herziges Mädchen, das mir mit seinen Gedanken und Gefühlen sofort sehr vertraut war. Für mich persönlich war die Zeit rund ums Abi eine unheimlich intensive und aufregende. Das erste Mal muss und darf man wichtige Entscheidungen treffen und das erste Mal macht man sich ernsthafte Gedanken um seine Zukunft. Wie geht es nach der Schule weiter? Welchen Beruf möchte man erlernen? Wo liegen die eigenen Stärken und Schwächen? Wovon träumt man?
Nora träumt sehr viel und hat täglich neue Vorstellungen von ihrer Zukunft. Doch welchen Weg soll sie einschlagen? Ein Partner oder eine Partnerin darf natürlich auch nicht fehlen – Nora hat da ganz genaue Ideen und Bilder im Kopf. Neuerdings verirrt sich auch Martin immer wieder in ihre Tagträume. Ihn und einige andere junge Leute lernt sie während ihres Ferienjobs kennen. Nach getaner Arbeit sitzen sie abends gern in ihrer Lieblingspizzeria zusammen und freunden sich schnell an. Diese unbeschwerte Stimmung hat mir unheimlich gut gefallen.
„Fern wie Sommerwind“ war für mich ein echtes Lesehighlight. Ich habe jede einzelne Seite bewusst genossen. Noras Geschichte ist so herrlich unaufdringlich. Sie lebt von ihrer Authentizität, von ihren liebevollen Figuren, von all den schönen Sätzen, die teils zum Nachdenken, teils zum Schmunzeln einladen und der locker-leichten Urlaubsatmosphäre am Meer. Die Herausforderungen und Probleme, denen sich Nora innerhalb dieser Geschichte stellen muss, haben für mich perfekt ins „Große Ganze“ gepasst und wirkten weder überdramatisiert noch konstruiert. Die leisen Töne waren ebenso berührend wie die lauten. Ich habe mitgefühlt - von der ersten bis zur letzten Seite. Nachdem ich das Buch am Ende mit einem glücklichen Seufzer zugeschlagen habe, hatte ich tatsächlich das Gefühl, aus einem erholsamen und wohltuenden Kurzurlaub am Meer zurückzukehren. - Kelly Oram
Das Avery Shaw Experiment
(193)Aktuelle Rezension von: Angel_KuroBei diesem Buch musste ich wirklich an manchen Stellen viel lachen.
Die Dynamik von Avery und Grayson war erfrischend lustig.
Während er ihr hilft, ihr Experiment zu Vollenden, hilft er ihr gleichzeitig, sie selbst zu werden. Denn nachdem ihr bester Freund Aiden, der gleichzeitig Grayson's jüngerer Bruder ist, und mit dem sie ihr ganzes Leben wie Zwillinge zusammen war, ihr gesagt hat, dass er mehr Zeit für sich will und sie danach praktisch ignoriert, ist sie am Boden zerstört.
Es war echt schön, zu sehen (in diesem Fall zu lesen) wie aus einem schüchternen Mädchen mit Angstzuständen, die Probleme hat, überhaupt mit neuen Menschen zu reden, eine junge Dame wird, die sich selbst findet und aus ihrem Schneckenhaus raus kommt.
Ich weiß echt nicht, warum ich es erst jetzt gelesen habe. Kann es aber jedem empfehlen, der "Sport", "best friends brother" und "he falls first" mag. Wobei der Sport hier so gut wie kaum erwähnt wird und es eher um den Wissenschaftsclub von Avery geht.
Bis auf ein wenig geknutsche und einen pograbscher gibt es keine spicy Szenen, was das ganze nicht schlecht macht. Denn immerhin sind sie ja noch minderjährig ;)
- Tine Høeg
Neue Reisende
(6)Aktuelle Rezension von: LaKatiEin Buch, das man in sich aufsaugt. Seite für Seite muss ich weiterlesen und die Verse, die meist ohne Satzzeichen auskommen, setzen sich in mir fest. Sie verbreiten eine Stimmung und wirken ganz tief im Inneren.
Tine Høeg lässt einen an den Gedanken ihrer Ich-Erzählerin teilhaben. Diese beginnt einen neuen Job als Lehrerin und eine Affäre mit einem verheirateten Mann, den sie morgens im Zug auf dem Weg zur Arbeit begegenet. Das ist im August. Bis Ende Dezember geht das Zeitfenster, aus dem uns die Ich-Erzählerin berichtet. Das Zeitfenster, in dem auch die Affäre stattfindet, die die Protagonistin immer mehr gefangen nimmt, unfrei macht, negativ beeinflusst. Diese Wirkung wird durch die Erzählweise und den Schreibstil der Autorin auch der Leserschaft erfahrbar gemacht. Einfach grandios!
- Daniel Deutsch
Anna-Maria und die anderen 99 Schafe
(15)Aktuelle Rezension von: peanjoIm Mittelpunkt dieser 1997 spielenden Geschichte steht die freikirchliche Kirchengemeinde am Uhlandsplatz (auch die GaU genannt) in einer mittleren Kleinstadt irgendwo in Deutschland. In bester Loriot-Manier wird die GaU als verstaubte, hinterwälderische Gemeinde dargestellt, bei der nur der Gemeindeleiter Kurt (natürlich ein älterer, kleiner, glatzköpfiger Mann) noch Freude und Erfüllung im Gottesdienst findet, weil er als One-Man-Show über seine Lieblingsthemen wie die böse Welt da draußen und "Eine Frau nach Gottes Willen" palavern kann. Auch der Hauskreis, der sich einmal in der Woche bei Buchhändler und Junggeselle Jan trifft, bleibt in den gewohnten Bahnen, auch wenn die Unzufriedenheit darüber, dass man wahrhaftig niemanden - auch die Nachbarin mit dem Woow - in den Gottesdienst einladen kann, doch immer wieder hochkommt. Das ändert sich erst, "als Gemeindeseniorin Agnes nach einer (wieder einmal todlangweiligen) Predigt tot vom Stuhl kippt". Denn dadurch taucht Anna-Maria, die Enkelin von Agnes und Sandkastenfreundin von Jan, wieder in der Stadt auf, die sie vor über 20 Jahren überstürzt verlassen hatte. Anna-Maria wollte eigentlich nie wieder zurück kommen, denn ihre Großmutter, bei der sie nach dem Tod ihrer Eltern lebte, ist nie mit ihr zurecht gekommen und versuchte, sie mit Schlägen und Einsperren im Keller zur Vernunft zu bringen. Und so war es nicht überraschend, dass Anna-Maria mit dem erst besten Typen aus der Stadt verschwand. Und jetzt ist sie wieder da, unangepasst, laut, schrill, mit zu engen Klamotten und zu vielen Schimpfwörtern, aber trotzdem mit Glauben an den einen, der auch für sie alles gegeben hat. Bald ist sie im Hauskreis von Jan mit dabei und bringt die anderen dazu, sich nicht mehr mit den Gegebenheiten zufrieden zu geben, sondern das, was stört, zu verändern. Schnell ist der Plan gefasst, einen Gäste-Gottesdienst zu veranstalten. Aber bevor das umgesetzt werden kann, müssen viele Hindernisse, Vorurteile und Ablehnung überwunden werden. Und wie es danach mit der GaU weitergeht, bleibt am Ende des Buches auch offen - Fortsetzung soll wahrscheinlich folgen.
Auch wenn vieles überzeichnet und so manche Plattitüde formuliert ist, kommt doch einiges dem Leser bekannt vor. Auch weil es vor zwanzig Jahren wirklich noch anders war. Das schöne ist aber auch, dass sich alle Figuren einig sind, am Evangelium darf/soll nichts verändert werden, nur die Verpackung muss von Zeit zu Zeit neu hinterfragt und angepasst werden.
Ein unterhaltsamer Roman mit einem Augenzwinkern!























