Bücher mit dem Tag "verluste"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "verluste" gekennzeichnet haben.

75 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

    (4.686)
    Aktuelle Rezension von: _lenas-buecherwelt_

    "Die Bücherdiebin" zeigt, dass Worte ein Rückzugsort und ein Abenteuer sein können, doch gleichzeitig können sie auch gefährlich werden.
    Der Schreibstil war etwas anders als bei den meisten Büchern, die ich bis jetzt gelesen habe. Daran musste ich mich erst ein wenig gewöhnen, war dann aber schnell in der Geschichte drin.
    Der Tod ist in der Geschichte der Erzähler. Er berichtet von dem kleinen Mädchen Liesel, dem er öfter in verschiedenen Situationen begegnet ist und dessen Geschichte ihn nicht losgelassen hat. Er schildert auch auf eine besondere Weise die Zeit während des zweiten Weltkriegs und berichtet über den Alltag und das Überleben in Deutschland, über Hoffnung, Schuld und eben auch über den Tod.
    Liesel ist ein mutiges Mädchen, das in Büchern und Worten ihren Rückzugsort gefunden hat und die in ihren jungen Jahren schon einiges erlebt hat und nun bei Pflegeeltern aufwachsen soll. Hans Hubermann war für sie ein toller Vater und ist für sie ebenfalls zu ihrem Rückzugsort geworden. Auch Rosa Hubermann hat Liesel in ihr Herz geschlossen, sie hat nur eine andere Art und Weise ihre Liebe auszudrücken. Rudi und Max sind für Liesel zu zwei guten Freunden geworden.
    Auch die Gestaltung de Buchs war etwas besonderes, mit Zeichnungen, Geschichten und Bildern von Max.
    Die Geschichte hat mich nachdenklich gemacht, mich berührt und mir auch die ein oder andere Träne entlockt.

  2. Cover des Buches Extrem laut und unglaublich nah (ISBN: B005BCDUP4)
    Jonathan Safran Foer

    Extrem laut und unglaublich nah

    (1.250)
    Aktuelle Rezension von: Johann_Baier

    Nach 100 Seiten abgebrochen: die Hauptfigur ist ein 9-jähriger Junge, der altklug wie ein Erwachsener daherredet, der mehr weiß, als die meisten Erwachsenen, der aber gleichzeitig sich auf eine Suche begibt, die so unsinnig ist, dass kein 9-Jähriger das tun würde. Die ein 9-Jähriger in der Riesenstadt New York auch nicht durchführen könnte. Der Protagonist ist eine unrealistische Kunstfigur (ähnlich wie Günther-Grass-Oskar mit der Blechtrommel, der aus Protest aufhört zu wachsen). Mit einer unrealistischen Kunstfigur kann man nicht mitfühlen, sie ist kalt wie eine Science-Fiction-Comic-Figur. Sie erschien mir mehr wie ein abstraktes Fabelwesen, das mir irgendwelche Lebensweisheiten mitteilen soll, ich habe nur nicht verstanden welche.

    Bei den unrealistischen (und schwer zu lesenden) Dialogen fragte ich mich: warum sind sie da, warum soll ich sie lesen? Dialoge werden in Romanen eingesetzt, um die Handlung voranzubringen, um die Personen zu charakterisieren, um eine Atmosphäre wiederzugeben, um Konflikte zwischen den Figuren aufzuzeigen – und sie hören auf, wenn diese Ziele erreicht sind. Die Dialoge in dem Roman von Foer dienen keinem dieser Ziele. Sie hören aber trotzdem nicht auf.

    Das Buch war angekündigt als Geschichte eines Jungen, der seinen Vater beim 9/11-Anschlag verloren hat. Einen solchen Jungen lernt man aber nicht kennen. Man lernt aber nur eine unrealistische geschwätzige Kunstfigur kennen.

  3. Cover des Buches Nevernight - Die Prüfung (ISBN: 9783596297580)
    Jay Kristoff

    Nevernight - Die Prüfung

    (718)
    Aktuelle Rezension von: Julietta89

    „Nevernight – Die Prüfung“ war vom ersten Kapitel an ein absoluter Sog. Das Buch entfaltet sich wie ein dunkles, gefährliches Flüstern, das immer lauter wird – und irgendwann ist es unmöglich, noch aufzuhören. Der Schreibstil ist unglaublich lebendig: elegant, bissig, manchmal brutal, dann wieder herrlich ironisch. Jay Kristoff schafft es, Vergangenheit und Gegenwart so ineinander zu verweben, dass die Erzählung nie ins Stocken gerät, sondern sich eher wie ein kunstvoll geflochtener Zopf anfühlt.

    Besonders spannend sind die wiederkehrenden Textpassagen, die wie kleine Echoeffekte funktionieren und die Geschichte zusammenhalten, ohne sich jemals langweilig anzufühlen. Die Figuren sind scharf gezeichnet, komplex, voller Fehler und Ecken – genau so, wie gute Charaktere sein sollten.

    Natürlich ist das Ganze nichts für zarte Gemüter: Es wird blutig, grausam und teilweise wirklich heftig. Aber gleichzeitig blitzt immer wieder dieser trockene, freche Humor durch, der alles ein Stück leichter macht und das Buch davor bewahrt, zu schwer zu wirken.

    Unterm Strich: Ein düsteres, packendes, überraschend witziges Abenteuer, das sofort Lust auf die nächsten Teile macht.

  4. Cover des Buches Die Seiten der Welt – Nachtland (ISBN: 9783596198535)
    Kai Meyer

    Die Seiten der Welt – Nachtland

    (682)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Die Umgarnte und ihre Auftraggeberin, Mater Antiqua, sind vernichtet, doch der Kampf geht weiter. Sechs Monate sind vergangen, das Faerfax Anwesen ist nun Unterschlupf für zahlreiche Exlibri und Furia, Cat und Finnian sind bereits wieder im Einsatz. Das neue Ziel lautet das Sanktuarium zu vernichten - das Heiligtum der Adamitschen Akademie. Wir begegnen neuen Gegnern, wie Marduk, einem Siebenstern-Exlibri, der der "König des Exlibri-Ghettos" in Libropolis ist. Wir bekommen einen ausführlichen Einblick in die Familie Himmel, eine der drei führenden Familien der Akademie. Und wir treffen Summerbelle und Duncan, die Furias und Isis` Crew in ihrem Kampf unterstützen. Doch die Gegner kommen nicht nur von außen - auch innerhalb der Clique entstehen Zwietracht und Misstrauen. 

    Mit "den Ideen" gibt es neue Gegner, die aber wohl erst in Band 3 ihren großen Auftritt erhalten werden. Und zahlreiche Protagonisten bezahlen die Geschehnisse dieses Bandes mit ihrem Leben.

    Mit dem Vorwissen aus Band 1 bin ich diesmal schneller mit der Story zurechtgekommen. Ich habe auch was zu biblischer Geschichte gelernt und hatte ein paar Aha-Momente, was die komplizierten Namenswahlen angeht.

    Ich mochte sehr Duncan als neuen Charakter und fand die gruseligen Tintlinge wirklich schaurig.
    Insgesamt ist auch in diesem Band der Kampf um gut gegen böse mit extrem kreativen Ideen durchzogen. Und jeder Fantasy-Liebhaber sollte seine helle Freude hieran haben.

    Irgendwann, wenn Band 3 mich bei einer Schnäppchenaktion anlacht, werde ich auch diesen noch lesen.

    Aber vorerst freue ich mich darauf wieder in eine realere Buchwelt abzutauchen. 

    Auch Band 2 bekommt von mir 4 Sterne.

  5. Cover des Buches Das achte Leben (Für Brilka) (ISBN: 9783548289274)
    Nino Haratischwili

    Das achte Leben (Für Brilka)

    (268)
    Aktuelle Rezension von: izzy_books

    Ein überwältigender Generationenroman, welcher Liebe, Verlust und die Narben der Geschichte in einer georgischen Großfamilie vereint. Nino Haratischwilli erzählt mit solch einer großen emotionalen Kraft und lässt hierbei ihre Figuren noch sehr lange nachhallen. Ein Buch, welches einen nicht nur berührt, sondern sehr tief trifft – und für mich schon jetzt für immer einer meiner größten Herzensbrecher bleibt.

  6. Cover des Buches Vom Ende der Einsamkeit (ISBN: 9783257261554)
    Benedict Wells

    Vom Ende der Einsamkeit

    (1.095)
    Aktuelle Rezension von: leas_bookdiary

    Jules, Liz und Marty. Drei Geschwister, die eines Tages ihre Eltern verlieren. Und mit ihnen: ihre Kindheit, ihre Sicherheit, ihre Sprache füreinander. Was bleibt, ist ein Internat, Schweigen und das langsame Auseinanderdriften. "Vom Ende der Einsamkeit" erzählt, wie diese drei Menschen mit diesem Bruch weiterleben. Wie sie sich verlieren, wiederfinden, neue Wege suchen, falsch abbiegen. Und wie unser Erzähler Jules immer wieder an den Punkt kommt, an dem er sich fragt: Was bleibt von uns, wenn wir alles verlieren? Und wie viel davon können wir noch selbst beeinflussen? Im Zentrum steht auch seine Verbindung zu Alva, einer stillen, klugen, verletzlichen Frau, die ihm in seiner dunkelsten Zeit begegnet. Und nie wieder ganz verschwindet. 👨‍👩‍👧‍👦📖

    Benedict Wells schreibt leise, aber mit Wucht. So unprätentiös, so klar und gerade so hat er mich direkt ins Herz getroffen. Es ist diese Art von Sprache, die keine großen Gesten braucht, diese unkomplizierten Sätze. Stattdessen kriegen wir ehrliche Beobachtungen, die sich wie Splitter im Bauch festsetzen. Seine Sprache wirkt auf den ersten Blick schlicht, aber darunter liegt ein ganzer Ozean. 📝

    Der Plot ist kein reißerisches Spektakel, sondern das, was das Leben halt ist: Bruchstücke. Begegnungen. Verluste. Wir begleiten Jules über Jahrzehnte: als Kind, Teenager, Erwachsener. Wir sehen, wie aus der Trauer ein Schweigen wird, wie sich Wege kreuzen und wieder trennen, wie man Menschen liebt und trotzdem verliert. Besonders stark fand ich, wie der Roman zwischen Familiengeschichte, Coming-of-Age und Liebesdrama changiert, ohne je unauthentisch zu wirken. Und auch wenn es düster wird, gibt es immer wieder Licht. ❤️‍🩹

    Ich bin ehrlich mit euch: Ich war skeptisch, weil ich dachte, dass dieses Buch absolut overhyped wäre. Aber nein. Es hat mich komplett umgehauen. Dieses Buch hat mich an meine eigenen Verluste erinnert. An verpasste Chancen. An das, was bleibt, wenn Menschen weg sind. An das, was man sich nie getraut hat zu sagen. Jules ist kein Held oder Übermensch. Er ist einfach nur jemand, der versucht, durchzukommen. Und genau das macht ihn so greifbar. Die Geschichte von ihm und Alva hat mich besonders erwischt. Diese stille, tief verwurzelte Liebe, die nie kitschig oder zu viel, sondern immer da war. Beständig, trotz allem oder vielleicht gerade deswegen. ⏳💔

    Fazit: "Vom Ende der Einsamkeit" ist erzählt über Verlust, über Familie, über das Erwachsenwerden mit einem Loch im Herzen. Und über die Hoffnung, dass selbst die tiefste Einsamkeit irgendwann ein Ende finden kann. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️  

  7. Cover des Buches Die Korrekturen (ISBN: 9783499255496)
    Jonathan Franzen

    Die Korrekturen

    (508)
    Aktuelle Rezension von: MiSoMi

    Gelesen aufgrund eines Schulprojekts. Der Buchtext hat mir zugesagt, jedoch war das Lesen absolute Zeitverschwendung. Sehr freizügig alles... die Familie hat sehr unrealistische Verhältnisse. Hat mir gar nicht gefallen. Schade! 

    Ich dachte es würde über eine Familienzusammenführung gehen, an Weihnachten. Jedoch geht das Buch nach und nach in eine andere Richtung. Langatmige Vorerzählungen der Familienmitglieder mit meist sehr abstrusen Lebensläufen. Wer so was mag, kann ich es empfehlen. Ich habe mich ehr fremdgeschämt :( 



  8. Cover des Buches Ein Mann namens Ove (ISBN: 9783442493951)
    Fredrik Backman

    Ein Mann namens Ove

    (842)
    Aktuelle Rezension von: Namie_Lorentz

    Ein Mann namens Ove, hat klare Wertvorstellungen, ist eigenbrötlerisch, grummelig, hält an Ritualen fest – es muss ja alles seine Ordnung haben - und will ansonsten eigentlich einfach seine Ruhe und vor allem endlich Sterben, um wieder bei seiner Frau Sonja zu sein. 

     

    Irgendwie schaffen es jedoch alle Menschen und Tiere um Ove herum, sich irgendwie in sein Leben zu stehlen und sein Projekt des Sterbens zu untergraben.

    Angefangen mit einer Katze, die eher ein Flickenteppich aus Haut und Fell ist und vor seinem Haus nichts zu suchen hat. 

    Über die schwangere Parvaneh, ihre zwei Kinder und ihr Mann „der Trottel“ der nicht einmal einen Hänger rückwärts einparken kann, ohne den Briefkasten von Ove zu demolieren.

    Hin zu weiteren Menschen aus der Reihenhaussiedlung und der Stadt die in Ove´s leben spazieren und dieses Gründlich durcheinanderbringen. 

     

    Ich habe Ove sehr schnell in mein Herzgeschlossen, mit seinen Werten, Klarheit und Ehrlichkeit, die vor allem in seinen Handlungen zu Tage tritt:

    „Männer sind, was sie sind, weil sie Dinge tun. Nicht weil sie Dinge sagen."

    Einfach ein Charakter der mich direkt mitnimmt. 

    Trotz seiner rauen Schale zeigt sich sein liebevoller und tiefgründiger Kern - manchmal mehr zwischen den Zeilen -.

    Durch den Schreibstil schafft der Autor für mich einen direkten Zugang zu dem Hauptcharakter und den Nebenprotagonisten und treibt mich durch eine Vielzahl von Emotionen.

    Oft begegnen wir auf ein und derselben Seite gegensätzlichen Emotionen und Aussagen, die sich so eine eigene tiefe verschaffen oder vergleiche die im ersten Moment seltsam wirken, sich aber als absolut treffend herausstellen und zum Nachdenken anregen: „Jemanden zu lieben, ist als würde man in ein Haus einziehen…“

     

    Zwischen Eigenbrötler Alltag, Freundschaft, Tragik und einer tiefgehenden Liebesgeschichte war es für mich an vielen Stellen zwischen Lachen und Weinen nicht weit und manchmal fand beides zur gleichen Zeit statt. 

     

     

    Es ist einfach eins dieser Bücher das Jeder mal gelesen haben sollte und das nachwirkt.

    Nachwirkt in den vielen kleinen Aussagen zum Nach- und Überdenken anregt. 

    Es ist eins dieser Bücher, dass man immer mal wieder zur zur Hand nehmen kann. 

    In dem man sich Zitate markiert oder rausschreibt.  

    Ich werde es sicher nicht das letzte Mal gelesen haben und empfehle es ganz klar weiter!

    Ich habe gleich nach beenden des Buches weitere Werke des Autors auf meine Wunschliste geschrieben.

     

  9. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

    (2.330)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    ich weiß gar nicht was ich zu diesem Buch großartig schreiben soll, außer dass ich finde, dass dieses Buch ein absolutes Muss für jeden sein sollte

    klasse erzählt, einfach anders, absolut intensiv und tiefgreifend, schockierend, ehrlich - einfach krass

    und genau deshalb absolut gut und ein absolutes muss zum lesen!

    ganz klare Leseempfehlung!

  10. Cover des Buches Schoßgebete (ISBN: 9783492301527)
    Charlotte Roche

    Schoßgebete

    (451)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    Ich bin hin und wieder mal so ein bisschen veranlagt und lese Ekliges, auch gerne mal was über ganz schlimme Schicksale. Allerdings habe ich mich an "Feuchtgebiete" nie herangetraut, da reichten mir die in der Presse zu findenden Zitate völlig aus. Das war mir eine Spur zu heftig, und ich möchte bei aller Sensationsgier und gewisser Freude am Ekel nicht brechen müssen, während ich lese.
    Schoßgebiete sollte ja nun angeblich irgendwie anspruchsvoller sein als "Feuchtgebiete", und zudem hatte mich der furchtbare Unfall, bei dem Charlotte Roche ihre drei Brüder verloren hatte, bewegt, mir tat das einfach sehr leid, und außerdem wollte ich genau wissen, was da passiert war - da zeigt sich dann auch wieder ein bisschen die Sensationslust bei mir.
    Ich muss sagen, dass mir ganz und gar klar ist, wie die Protagonistin tickt, was das Drama ihres Leben in ihr ausgelöst hat. Das ist Charlotte schon recht gut gelungen, ich finde es hierbei auch nicht schlimm, dass sie sich einer meist sehr einfachen Sprache bedient. Diesen schrecklichen Verlust und dessen Folgen zu beschreiben, ist quasi unmöglich. Es ist ihr aber gelungen, den Irrsinn, der mit einem solchen Schlag in das Leben tritt, recht anschaulich zu schildern und auch die Gefühle darzustellen, die verwirrend und ambivalent sind. Dafür gibt es 2 Sterne.
    Was mich aber nicht sonderlich für den Roman einnimmt, ist die gewisse Nicht-Handlung, die bei mir - da schriftstellerisch hier nicht viel geboten wird - zu Nicht-Interesse führt. Nur der wirklich gute Autor ist in der Lage, mit Banalem, Alltäglichem wirklich zu fesseln und nicht nur mit Drama und großen Gefühlen. Ein Stuart O`Nan z.B. kann das, Roche jedoch nicht.
    Außerdem fand ich die Sexszenen abstoßend, aber nicht in dem Sinne "Freude am Ekeln", sondern richtig übel. Allein die mangelnde Hygiene der Eheleute - es sei denn, man macht sich für den Puffbesuch fein - und die Beschreibung des Ehemannes, ja , da schüttelt es mich. Da lieber keinen Sex....

  11. Cover des Buches Sterben (ISBN: 9783442749577)
    Karl Ove Knausgård

    Sterben

    (147)
    Aktuelle Rezension von: Chrischi_W

    Die Themen, die in diesem Buch zur Sprache kommen, wie sie erzählt werden, haben mich intensiv berührt. Knausgards Erzählstil und die teilweise ausschweifenden Beschreibungen sorgten für außergewöhnliche Lesestunden und lassen das Buch noch lange nachwirken. Eine Entdeckung von besonderer Qualität. 

  12. Cover des Buches Der Spieler (ISBN: 9783458645832)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Der Spieler

    (290)
    Aktuelle Rezension von: black_cat595

    Vibes:

    🔸Sprachlich gekonnt

    🔸kritisch

    🔸Spielsucht

    🔸provokativ


    Zunächst möchte ich erwähnen, dass man stellenweise wirklich den Wunsch hegt man möge doch die französische Sprache beherrschen, da einige Abschnitte mit vielen französischen Sätzen und Aussprüche gespickt waren und das ohne Übersetzung. Das Verständnis des Geschehens ist dadurch nicht beeinträchtigt gewesen, aber insgesamt ist es dennoch ein unschönes Gefühl.

    Die Geschichte selbst ist unfassbar gut aufgebaut und geschrieben. Die Charaktere werden am Anfang etwas überfallartig vorgestellt und es ist ein wenig anstrengend da den Überblick zu behalten. Aber die Beziehungen zueinander werden oft wiederholt und so wird man nie abgehängt. Zusammen mit dem Hauptcharakter kann man dann die Verwicklungen der Beziehungen der Charaktere untereinander aufdecken und versteht so mit jeder neuen Seite mehr von dem was eigentlich vor sich geht. 

    Ein zentrales Element ist in der Geschichte das Roulette. Es wird absolut überzeugend und gekonnt dargestellt. Nicht nur der Ablauf selbst, sondern auch die Sogwirkung, die diese Sorte von Spiel ausübt. 

    Spätestens am Ende der Geschichte waren die Rollen der meisten Charaktere größtenteils klar. Diese wurden im Verlauf zusammen mit dem Hauptcharakter aufgedeckt, um die Verwicklungen untereinander besser zu verstehen.


    Insgesamt ein sehr gelungenes Werk, dass mich begeistern konnte!

  13. Cover des Buches Wuthering Heights (ISBN: 9781471141638)
    Emily Brontë

    Wuthering Heights

    (222)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Wuthering Heights/ Sturmhöhe von Emily Brontë ist ein Klassiker der schon länger auf meinem SuB lag. Ehrlich gesagt hätte er da auch bleiben können. Im Gegensatz zu dem Roman Jane Eyre von ihrer Schwester Charlotte ist dieser Klassiker düster, schwer, lieblos und alles andere als ein Lesegenuss. Mir war zwar klar, dass es sich hier um einen Roman handelt der nicht von Liebe und Heiterkeit durchsetzt sein wird. Aber das er so viel Hass und Düsternis beinhaltet war mir nicht ganz bewusst.

    Emily Brontë beschreibt eine Geschichte die über mehrere Generationen Hass und Rache verkörpert. Dazu gibt es eine dunkle, abgeschottete Gesellschaft die hoch oben im Moor lebt. Die Protagonisten sind alle durchweg unsympathisch. Sie sind hochnäsig, kalt, rachsüchtig und brutal. Dazu kommt das kaum einer echte menschliche Züge aufweist. Die meisten haben einen schwache Charakter der nichts gutes hervorbringt.

    Allerdings hat Emily Brontë eine sehr Sprachgewandte und Fantasievolle Schreibweise die einen mit jeder Seite hoffen lässt, dass es sich noch zum guten wendet. Verwirrend fand ich die oft sehr ähnlichen Namen und die verschiedenen Verwandtschaftsverhältnisse.

    Dies ist ein schwerer Klassiker den man zwar lesen kann, aber definitiv nicht muss.

  14. Cover des Buches Seit du bei mir bist (ISBN: 9783453422421)
    Nicholas Sparks

    Seit du bei mir bist

    (174)
    Aktuelle Rezension von: luckytimmi

    Russ ist glücklich mit seiner Frau Vivian und seiner 5jährigen Tochter London. Als er sich selbständig macht, fängt seine Frau an zu arbeiten und ist immer seltener zu Hause. Plötzlich bekommt ihre Ehe Risse. Sein neuer Job läuft nicht gut, und da Vivian den ganzen Tag weg ist, auch mal über Nacht, muss er sich mehr um seine Tochter kümmern. Und er merkt, wie schön es ist, sich mit seiner Tochter abzugeben, aber auch, dass Vivians Verhalten immer komischer und unberechenbar wird. Doch sein Leben ist ein weiteres Auf und Ab …

    Ich fand das Buch einfach wunderschön. Ich habe mit Russ mitgelitten und mich mitgefreut. Es passiert so viel, dass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen. Und Russ war mir total sympathisch, während Vivian megaunsympathisch war. Für Fans von emotionalen Romanen ist das Buch ein absolutes Muss.

  15. Cover des Buches Spinner (ISBN: 9783257261882)
    Benedict Wells

    Spinner

    (379)
    Aktuelle Rezension von: Wortgedanken

    Jesper, hat seine München hinter sich gelassen und ist nach Berlin gezogen, um seinen ersten Roman zu vollenden. Doch anstatt Inspiration zu finden, gerät er in einen Strudel aus Selbstzweifeln, Orientierungslosigkeit und wilden Nächten in der Großstadt. Während er zwischen kreativer Schaffenskrise und persönlichem Chaos taumelt, verschwimmen die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit. Eine Woche in Jespers Leben zeigt seine Sehnsüchte, Zweifel und das Verschwimmen von Realität und Einbildung.

    Benedict Wells schreibt einfach großartig. Dieser Roman ist sein erster und er hat ihn mit 19 geschrieben, was schon einen riesigen Respekt verdient. Das ist mein drittes Buch von Wells und ich bin wieder begeistert!

    Jespers Zweifel, Sehnsüchte und sein Kampf mit sich selbst haben mich sehr berührt. Die Sprache ist lebendig, ehrlich und voller Gefühl - ich habe mit ihm gehofft, gelitten und gesucht. Zwischen Melancholie und feinem Humor steckt die Wahrheit über das Leben und das Erwachsenwerden. Ein intensives Leseerlebnis, das nachklingt.

  16. Cover des Buches Freetown (ISBN: 9783895615337)
    Otto de Kat

    Freetown

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Marina_Schwarz

    Leider war der Roman Freetown nicht wirklich mein Ding. Dies lag vornehmlich an der Erzählweise. Otto de Kat wählt eine Form, die vom Stil eher an einen Bericht - nüchtern, sachlich, präzise - als an einen Roman erinnern. So kommen nur wenige Gefühle auf. Dies wird durch den Umstand verstärkt, dass der Roman weitestgehend ohne Dialog auskommt. Also eine eher ungewöhnliche Form, die nicht jeden Leser abspricht.

  17. Cover des Buches Abendflüge (ISBN: 9783423351997)
    Helen Macdonald

    Abendflüge

    (110)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Ich hatte mich schon lange gefragt, wie man ein Buch von über 400 Seiten über das Abrichten eines Habichts schreiben kann und dann wird dieses Buch auch noch ein großer Erfolg.

    Vor allem liegt es an der wunderschönen Sprache, die Helen Macdonald für ihr Buch wählt, das sich irgendwo zwischen Sachbuch, Autobiografie und Biografie bewegt. Für mich war es eine Symbiose aus drei Aspekten, zum einen die Verarbeitung eines Verlustes (die Autorin verlor ihren geliebten Vater), zum anderen die intensive Beschäftigung mit dem britischen Autor T.H. White, der 1936 selbst den Versuch unternahm, einen Habicht abzurichten, und schließlich Macdonalds Arbeit mit Mabel, ihrem Habicht. Sehr geschickt verwebt die Autorin das grandiose Scheitern von White, seine falschen und fatalen Entscheidungen bei der Abrichtung seines Falken mit ihren eigenen Bemühungen, Mabel an sich zu gewöhnen und endlich Freiflüge beginnen zu können.

    Macdonald vermittelt außerordentlich gut lesbar Sachwissen über Flora und Fauna, insbesondere natürlich über Greifvögel und Habichte. Dies gelingt ihr auf ganz emotionale Art und Weise und so sind wir hautnah dabei, wenn die Autorin mit unendlicher Geduld, frustriert von vielen Misserfolgen, immer wieder fast zärtlich mit ihrem Habicht arbeitet.

    Es gibt am Ende einen ordentlichen Anmerkungsapparat, der verdeutlicht, wie umfassend sich Helen Macdonald mit White und seinen Schriften auseinandergesetzt hat.

    Insgesamt eine faszinierende Lektüre, die ich auch in Teilen als Hörbuch "gelesen" haben, sehr emphatisch gesprochen von Cathleen Gawlich.

  18. Cover des Buches Das Schmetterlingszimmer (ISBN: 9783442497607)
    Lucinda Riley

    Das Schmetterlingszimmer

    (213)
    Aktuelle Rezension von: Elkes_Literaturwolke

    Inhaltsangabe:

    Posy Montague ist 70 Jahre alt und blickt auf ein bewegtes Leben zurück, zum großen Teil in Admiral House in Suffolk verbracht. Ihre beiden Söhne Sam und Nick hat sie als Witwe allein groß gezogen. Nick ist ein erfolgreicher Antiquitätenhändler, der nach jahrelangem Auslandsaufenthalt wieder nach Großbritannien zurückkehrt. Sam ist mit Amy verheiratet und hat zwei kleine Kinder, doch er glänzt eher durch Misserfolge im unternehmerischen Bereich. Für den Lebensunterhalt muss Amy aufkommen, was ihr zunehmend schwerer fällt.

    Posy trifft eines Tages Freddie Lennox wieder. Er war einst die Liebe ihres Lebens, aber dann hatte er sich ohne weitere Erklärungen aus ihrem Leben gestohlen. Sie erfuhr nie, weshalb er sich von ihr getrennt hatte.

    Als Nick, Freddie und der charmante Schriftsteller Sebastian Girault in Posys Leben erscheinen, werden Ereignisse in Gang gesetzt, die unumkehrbar sind. Und dann ist da noch das Geheimnis um das geliebte Schmetterlingszimmer ihres Vaters, das nach all den Jahren noch gelüftet werden muss.

    Mein Fazit:

    Ein wunderbares Buch, ich kann es nicht anders sagen. Es ist ähnlich in dem Stil geschrieben wie die Bände der Sieben Schwestern-Reihe. Vergangenheit und Gegenwart spielen eine wichtige Rolle und es werden Brücken gebaut und somit beide Zeitformen geschickt miteinander verknüpft.

    Zugegeben, das eine oder andere kleine Detail konnte man schon ein bisschen vorher ahnen. Warum Nick heimlich so viel in Suffolk verweilte, obwohl seine frische Liebe Tammy in London auf ihn wartete. Und Sam ist mir von allen am unsympathischsten gewesen: alkoholkrank und kümmerte sich kaum um seine Frau und Kinder. Für seine Misserfolge übernahm er auch kaum Verantwortung. Logisch, dass es da eskalierte. Kleine Liebeleien, kleine versteckte Andeutungen und ein riesiges Haus, das niemand unterhalten kann und doch will man es im Grunde nicht verkaufen.

    Die Rückblenden beschreiben Posy als Mädchen und junge Frau, die ohne ihre Eltern den Weg finden musste. Der Vater verstarb früh und sie kam zu ihrer Großmutter. Die Mutter floh nach Frankreich und später nach Italien und interessierte sich kaum noch für ihre Tochter. Um dennoch alle stolz zu machen, lernte Posy fleißig und konnte später auf einem frisch gegründeten Mädchen-College studieren. Über all dem Hing der Geist ihres Vaters, den sie über alles geliebt hatte und ihr viel zu früh entrissen wurde. Ihre Erinnerungen an die Ausflüge mit ihm waren immer gegenwärtig.

    Ich habe die Geschichte um die Montagues genossen, ihre Tiefschläge und Höhenflüge, ihr Glück und Leiden und immer wieder Posy in der Mitte, wie ein Fels in der Brandung. Eine solche Mutter ist wirklich bemerkenswert. Und was ich ganz toll finde ist die Tatsache, dass in diesem Buch nicht nur junge Menschen Liebe finden können. Posy und Freddie, beide über 70 und verwitwet, scheinen an alte Zeiten anknüpfen zu wollen. Ich finde das wunderbar und so herrlich romantisch.

    Ein absolutes Wohlfühlbuch für zwischendurch, um sich das Herz ein bisschen erwärmen zu lassen. Es bekommt fünf Sterne mit einer klaren Lese-Empfehlung.

  19. Cover des Buches Die Töchter der Tuchvilla (ISBN: 9783734110184)
    Anne Jacobs

    Die Töchter der Tuchvilla

    (271)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Marie hat ihren Paul geheiratet und auch Pauls Schwestern Kitty und Elisabeth sind glückliche Ehefrauen. Aber dann bricht der 1. Weltkrieg aus und nicht nur, dass die Männer an die Front müssen, auch daheim wird das Leben immer schwieriger. Die Lebensmittel sind knapp, die Fabrik steht still, die Tuchvilla selbst wird zum Lazarett und jeden Tag wächst die Angst vor schlechten Nachrichten. 

    Im 2. Teil der Reihe begleitet der Leser unterschiedliche Charaktere mit den verschiedensten Lebensgeschichten. Er erlebt nicht nur das Leben in der Tuchvilla, sondern auch das der Familienmitglieder drumherum. Auch einige Angestellte rücken stärker in den Fokus. Dadurch bleibt es abwechslungsreich und man bekommt einen besseren Blick auf das gesamte Geschehen. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, es wird nie zäh oder langatmig. Nicht jede Storyline ist gleich spannend und manchmal möchte man gerne zu bestimmten Themen schneller zurückkehren, aber man möchte auch keinen Handlungsstrang missen. Marie selbst gerät als Protagonistin leider ein kleines bisschen mehr in den Hintergrund und hätte gerne etwas mehr Raum im Buch haben dürfen. Ihre Liebesgeschichte kann der Leser hauptsächlich in Briefform mitverfolgen, durch den regen Briefverkehr den sie mit ihrem Mann Paul während seiner Zeit an der Front unterhält. Eine gut gestaltete Abwechslung im Buch.

    Mein Fazit: Mir hat der 2. Teil der Reihe fast besser als Teil 1 gefallen, da es nicht mehr ganz so realitätsfern zugeht und das Buch trotz seiner Länge sehr abwechslungsreich gestaltet ist. Die Vielzahl der unterschiedlichen Erzählstränge macht das Buch um ein Vielfaches interessanter. Nun freue ich mich definitiv auf Teil 3.

  20. Cover des Buches Unheimliche Geschichten (ISBN: 9783423281188)
    Edgar Allan Poe

    Unheimliche Geschichten

    (110)
    Aktuelle Rezension von: Anja_Weinhold

    Das Werk von Edgar Aellen Poe geriet fast in Vergessenheit. Erst Posthum erlangten seine Geschichten in der Schwarzen Romantik zu Ruhm. In "Unheimliche Geschichten" findet man zumindest einen Teil seiner Geschichten, inklusive der berüchtigten "Bluttat in der Rue Morgue". 

    Hinzufügen sei, dass sein Stil nicht ganz einfach ist und man Poe natürlich im Kontext der Zeit sehen muss.

  21. Cover des Buches Herbstzeilen (ISBN: 9783738081138)
    Anja Schenk

    Herbstzeilen

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Ninasan86
    Zum Inhalt:

    Ein stürmischer Herbsttag und ein Brief aus dem fernen Nevada, der Elisabeths Gedanken zurück ins Jahr 1944 nach Berlin führt und längst vergessen geglaubte Wunden aufreißt.

    Eine kleine, melancholisch-nachdenkliche Geschichte über eine einsame Heldin.



    Über die Autorin:

    Anja Schenk wurde 1975 in der Nähe von Dresden geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in einem kleinen Ort im Tharandter Wald. Ihre Liebe zu Büchern entdeckte sie schon als Kind. Inspiriert durch ihre eigenen Kinder packte sie vor einigen Jahren die Begeisterung fürs Schreiben aufs Neue. Seitdem verfasst sie Geschichten für Kinder und veröffentlichte zwei von ihnen in den Jahren 2014/2015. Mittlerweile bringt sie neben Kindergeschichten auch Kurzgeschichten und Romane für größere Leser zu Papier.



    Mein Fazit und meine Rezension:

    Ich halte ein ziemlich kleines, aber auch feines Büchlein in der Hand. Das Cover ist liebevoll gestaltet und ja, ich weiß, was mich erwartet. In der Geschichte stoßen wir auf eine Frau an einem See. Sie sitzt unter einer alten Weide und liest einen Brief, den sie erhalten hat. Sie ist eine Heldin - steht in dem Brief. Doch als Heldin will sie sich so gar nicht fühlen. Nach und nach erfährt man, was sie zur Heldin gemacht hat, was sie getan hat und wessen Leben sie gerettet hat. Das Schicksal hat sie zur damaligen Zeit zur richtigen Zeit an den richtigen Ort geführt, um dort das Leben einer Frau und zweier Kinder zu retten, die dem Tod geweiht waren.

    Es ist der zweite Weltkrieg. Draußen ist es kalt und die Deutschen sind auf der Suche nach allen Juden, um sie zu deportieren. Einige haben sie schon gefasst, wenige haben es geschafft, einen Unterschlupf zu finden. Und hier beginnt unsere Heldengeschichte, denn tatsächlich hat die nunmehr alte Frau in jungen Jahren dieser Mutter und ihren beiden Kindern in einem Versteck Unterschlupf gewährt, hat ihnen Essen und Trinken gebracht und sie so vor der Deportation und dem sicheren Tod bewahrt. Dass sie dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt und auch das ihres ungeborenen Kindes, wird ihr täglich bewusst, doch kann sie nicht anders. Jeder hätte wohl so agiert, oder?

    Mich hat die kleine, aber feine Geschichte sehr berührt. Mit wenigen Worten erzählt die Autorin, was sich zur damaligen Zeit abgespielt hat, wie Wut, Trauer und nackte Angst sich abwechselten und doch immer ein kleiner Hoffnungsschimmer in der Ferne blieb. Nicht alle konnten gerettet werden, aber die wenigen, die es wurden, die überlebten, wissen heute, was es heißt zu leben! In dieser Zeit wurden Helden geboren!

  22. Cover des Buches Taking Chances - Im Herzen bei dir (ISBN: 9783956492686)
    Molly McAdams

    Taking Chances - Im Herzen bei dir

    (168)
    Aktuelle Rezension von: Little_les

    Die Protagonisten ist stark behütet bei ihrem Vater aufgewachsen und erst als sie ins College gehen konnte, konnte sie aus den Fängen ihres Vaters raus und ihre Freiheit genießen, eigene Entscheidungen treffen und endlich Jungs kennen lernen. Daraus entwickelt sich eine typische Dreiecksbeziehung, wogegen ich an sich nichts habe. Aber diese vielen Wechseln immer wieder über die gesamte Geschichte ist dann doch nicht ganz so meins, wobei mir die Gründe dort auch sehr schleierhaft sind. Dass die Jungs in der Geschichte das auch mitmachen, war mir auch sehr suspekt. 

     Dazu hat sich das Buch seeeeeehr in die Länge gezogen, obwohl es schon mehrere gute Möglichkeiten gab, dass Buch enden zu lassen. Aber es kamen immer wieder neue ganz plötzliche Schicksalsschläge oder ähnliches der Art, weswegen sich dann natürlich das Leben der Protagonisten total verändern musste. Schon nach der Hälfte hat mich ihr Verhalten nur noch genervt und gegen Ende hat mich es nur noch aufgeregt, dass ich nicht mehr weiterlesen wollte.
    Auch vom Stil fand ich es sehr oberflächlich und flach gehalten.
    Weniger von der Geschichtenlänge bzw. -inhalt und dafür mehr Tiefe wäre meiner Meinung nach mehr gewünscht. 

  23. Cover des Buches Rendezvous mit einem Oktopus (ISBN: 9783257261561)
    Sy Montgomery

    Rendezvous mit einem Oktopus

    (68)
    Aktuelle Rezension von: marielle_liest

    Nachdem ich schon so viel über Wale und Meeresschildkröten gelesen habe, waren jetzt Oktopoden an der Reihe. Das Cover des Buchs ist schon so hinreißend und der Klappentext wirklich vielversprechend, dass ich riesige Erwartungen hatte. Ob diese wohl erfüllt werden konnten?

    🐙🐙🐙

    Die Autorin Sy Montgomery ist Naturforscherin und hat einige Zeit damit verbracht, die achtbeinigen Kopffüßer besser kennenzulernen. Vor allem die Frage nach dem Empfinden und der Seele dieser Tiere sollte dabei im Vordergrund stehen, so verspricht es der Untertitel. 

    🐙🐙🐙

    Als Tierbegeisterte konnte ich von diesem Buch wirklich unglaublich viel lernen. Zweifelsohne ist meine Begeisterung für Kraken während der Lektüre stetig gewachsen. Sie können sich besser tarnen als ein Chamäleon, sie haben drei Herzen, sie können mit den Saugnäpfen schmecken, sie sind überaus intelligent und sie können sich trotz ihrer stattlichen Größe durch winzige Öffnungen quetschen. Wahnsinn! 

    Etwas schade finde ich allerdings, dass die vier Oktopoden, von denen das Buch größtenteils handelt, ihr Leben in Gefangenschaft in einem Aquarium verbrachten. Ich verstehe zwar durchaus, dass gründliche Forschung nur möglich ist, wenn man die Tiere über eine lange Zeit beobachten kann. Außerdem bekommen die Besucher:innen des Aquariums so einen Zugang zu den Tieren und lernen, wie wichtig deren Schutz ist. Dennoch hat es mich traurig gestimmt, dass die Kraken gelegentlich versucht haben, zu fliehen. Folglich wollten sie vielleicht lieber zurück in die Freiheit. 

    Zudem spielen all die Menschen, die Sy während der Forschung kennenlernte eine recht große Rolle, sodass man das Buch vielleicht 50-100 Seiten schlanker gestalten könnte.

    Insgesamt nehme ich jedoch wirklich überaus viel Oktopus-Wissen für mich mit und werde diese Tiere ab jetzt für immer mit sehr viel Faszination sehen. Wenn du also wissen möchtest, wie intelligent und einfühlsam ein Oktopus wirklich ist, solltest du dieses Buch lesen. 

  24. Cover des Buches When We Collided (ISBN: 9781408870082)
    Emery Lord

    When We Collided

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Wie bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden?
    Das Buch wurde mir von einer Freundin empfohlen (hier an dieser Stelle ein wenig Werbung für ihren Bookstagram-Account "allthebrightbooks" :D) und kurz darauf habe ich es mir gekauft (trotz Kaufverbot, aber bei 1,80 Euro kann man echt nichts sagen :D).

    Kurzbeschreibung
    Seventeen year old Jonah Daniels has lived in Verona Cove, California, his whole life, and only one thing has ever changed: his father used to be alive, and now he's not. Now Jonah must numbly take care of his family as they reel from their tragedy. Cue next change: Vivi Alexander, new girl in town. Vivi is in love with life. A gorgeous and unfiltered hurricane of thoughts and feelings. She seems like she's from another planet as she transforms Jonah's family and changes his life. But there are always consequences when worlds collide ... A fierce and beautiful love story with a difference, When We Collided will thrill fans of All the Bright Places and I'll Give You the Sun.

    Um was geht es?
    Jonah Daniels ist 17 Jahre alt und muss sich mit seinen beiden älteren Geschwistern um seine drei jüngeren Geschwister kümmern, nachdem deren Vater an einem Herzinfakrt gestorben ist und die Mutter seitdem nur im Bett liegt und nicht in der Lage ist, am Alltag teilzunehmen.
    Vivi ist ein junges Mädchen aus Seattle, die mit ihrer offenen Art der Daniels Familie neue und lustige Erfahrungen und Momente beschert. Zwischen Jonah und Vivi entwickeln sich Gefühle, die sich nicht leugnen lassen. Und obwohl Jonahs Familiensituation ihn schwer belastet, schafft es Vivi, Farbe in sein tristes Leben zu bringen. Genauso wie Jonah es schafft, Freude und Ruhe in Vivis Leben zu bringen. Was er nicht ahnt: Vivi leidet an einer bipolaren Störung, die sich nur durch Medikation kontrollieren lässt. Allerdings lässt sie diese weg, verliert an Gewicht und ihre Stimmungschwankungen nehmen zu. Kurzerhand kauft sich Vivi eine Vespa und möchte einen Ausflug machen. Jonah begleitet sie, jedoch zwingt er sie zu halten, da sie wie von Sinnen den Highway herunterrast. Es kommt zum Streit, Vivi lässt Jonah am Straßenrand stehen und kurz darauf fährt sie mit ihrem Roller gegen einen Baum. Wird Vivi es überleben? Wie geht es Jonah, als er von dem schweren Unfall erfährt?

    Meine Meinung
    Ich fand den Roman total toll, von Anfang bis Ende!
    Ich habe etwas länger für dieses Buch gebraucht als gewöhnlich, da ich auf Englisch leider nicht so schnell lesen kann wie auf Deutsch muss ich zugeben :D Aber es war trotz dessen alles verständlich. 
    Die Geschichte wurde immer aus der Sicht von Jonah oder Vivi geschrieben, so konnte man die verschiedenen Handlungsstränge besser verfolgen.
    Die Charaktere waren authentisch dargestellt und man konnte sich gut in sie hineinfühlen; auch wenn es für mich sehr schwer war, Vivis Gedankengänge teilweise nachzuvollziehen aufgrund ihrer bipolaren Störung. Aber am Ende des Buches wurde Literatur angegeben, wo man mehr über das Krankheitsbild erfahren konnte, was ich persönlich richtig gut finde!
    Die Geschichte war rührend, mitreißend und ich wollte gar nicht, dass es endet! Kann ich jedem empfehlen, der ebenfalls ein Fan von "Der Schicksal ist ein mieser Verräter" und ähnlichen Büchern ist!

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