Bücher mit dem Tag "vermisstenfälle"
25 Bücher
- Sebastian Fitzek
Passagier 23
(3.122)Aktuelle Rezension von: JosseleDer Roman, für mich der erste von Sebastian Fitzek, erschien 2014. Der verdeckte Ermittler Martin Schwartz hat vor fünf Jahren Frau und Sohn bei einer Kreuzfahrt verloren. Angeblich hat seine Frau erst den Sohn über Bord geworfen und ist dann in Suizidabsicht hinterhergesprungen. Einige seltsamen, gegen Suizid, sprechende Indizien wurden nicht beachtet und der Fall ad acta gelegt. Nach fünf Jahren erhält Schwartz einen Anruf, der ihn veranlasst, das Schiff, auf dem das passiert ist, zu buchen, denn jemand hat den Teddybären seines Sohnes gefunden, und zwar in den Händen eines Mädchens, das zusammen mit ihrer Mutter vor acht Wochen verschwunden und dann ohne die Mutter wieder aufgetaucht ist. Schwartz erhält vom sich an Bord befindenden Reeder persönlich den Auftrag, zu ermitteln, was dem Mädchen widerfahren ist und wo es acht Wochen lang war.
Der Roman ist leider voller Klischees, die Figuren sind sehr oberflächlich gezeichnet, die Handlung stürmt voran, praktisch jedes einzelne der sehr kurzen Kapitel (78 Kapitel inkl. Pro- und Epilog auf 420 Seiten = ca. 5 Seiten/Kapitel) endet mit einem Cliffhanger, der billigsten und anspruchslosesten Art, künstlich Spannung zu erzeugen.
Manches Detail ist sehr plump und unglaubwürdig gestaltet, z.B. wie der Kriminelle Tiago Álvarez sich ständig und wiederholt einen Zugang zu allen Kabinen besorgt. In der Realität haben nicht alle Frauen an einer Rezeption einen IQ unter 20 und merken nicht, wenn die Zugangskarten ausgetauscht werden, sondern glauben an einen Fehler auf dem Magnetstreifen. (Knaur Tb, 1. Aufl. Oktober 2015, S.114)
Manche Szene ist so lächerlich beschrieben, dass ich nicht wusste, ob ich loslachen oder vor Ärger schreien sollte, wie z.B. die Szene mit dem geknebelten Zimmermädchen Shahla, dem zwei Männer eine Glasscherbe in den Mund steckten und sie anschließend knebelten, das die Glasscheibe dann verschluckt, bevor ein Einbrecher diese wieder aus dem Innenleben des Mädchens hervorzaubert, und zwar so, dass die Scherbe einen halben Meter durch die Luft fliegt. (ebd., S. 134ff)
Der Autor hat keine Hemmungen, ausgesprochene Schwurbeltheorien zu verwenden, wenn er behauptet, eine Professorin habe ein Computerprogramm entwickelt, das mit der Beobachtung von Fischschwärmen Börsenkurse vorhersagen könnte. (ebd., S. 142)
Fast peinlich dummdreist und daneben ist die Story mit dem Revolver, der so gebaut ist, dass er nach hinten losgeht, so dass der Schütze, der aus 20 cm Abstand auf den Einbrecher Tiago schießt, womit der Autor den Eindruck erweckt, dass Tiago stirbt (ebd., S. 246), in Wahrheit sich selbst erschießt, wie der Leser etwas mehr als 30 Seiten später erfährt (ebd., S. 278)
Dieser Roman war so richtig überhaupt nicht nach meinem Geschmack und ich wundere mich sehr über die vielen guten Bewertungen. Ich kann wirklich nicht mehr als einen Stern spendieren. Einen zweiten Fitzek werde ich aber noch testen.
- Charlotte Link
Die letzte Spur
(1.169)Aktuelle Rezension von: Gute_NachtInhalt
Elaine Dawson ist vom Pech verfolgt. Als sie nach Gibraltar zur Hochzeit einer Freundin reisen will, werden sämtliche Flüge in Heathrow wegen Nebels gestrichen. Statt in der Abflughalle zu warten, nimmt sie das Angebot eines Fremden an, in seiner Wohnung zu übernachten – und wird von diesem Moment an nie wieder gesehen.
Fünf Jahre später rollt die Journalistin Rosanna Hamilton den Fall neu auf, da es plötzlich Hinweise gibt, dass Elaine noch lebt. Als Rosanna diesen Spuren folgt, ahnt sie nicht, dass sie selbst bald in Lebensgefahr schweben wird …
Fazit
Etwas langatmiger, dennoch spannender und gelungener Thriller. Ein zweites Mal würde ich das Buch jedoch nicht lesen.
- Charlotte Link
Die Suche
(332)Aktuelle Rezension von: SunsySpannend, verwirrend, verstörend und so vielschichtig ist dieses Buch, dass es uns Lesern nicht leicht fällt, auf einen Täter zu tippen. Und tut man es doch, liegt man womöglich völlig daneben. Anfangs kann man das Buch noch gut zur Seite legen, doch wenn es einmal Fahrt aufgenommen hat und die Superermittlerin Kate einmal mehr ihre Nase in Fälle steckt, die sie eigentlich nichts angehen, sprich nicht in ihre Verantwortung fallen, dann liest man womöglich die Nacht durch...
Die unscheinbare Kate habe ich mittlerweile in mein Herz geschlossen, und so blutet mein Herz mit ihr, weil es ihr gebrochen wurde. Aber sie wäre nicht die, die sie ist, würde sie daran zerbrechen. Ich befürchte nur, dass sie sich wieder verschließt und unnahbar gibt...
Thriller-Fans möchte ich die Reihe wirklich empfehlen. Ich gebe wiederum 10/10 Punkte.https://sunsys-blog.blogspot.com/2025/03/gelesen-die-suche-charlotte-link.html
- Dee Henderson
Evie Backwell - Stadt der Verschwundenen
(17)Aktuelle Rezension von: SonnenwindAls Krimi kann man dieses Buch recht gut lesen, das Genre verlangt nicht viel. Der Anhänger "christlich" hat da eher weniger Gewicht. Die erste Hälfte des Buches hat überhaupt nichts zu bieten, in der zweiten Hälfte kommen dann einige (Pflicht-?)Handlungsfäden. Das Ganze bleibt aber weit unter dem, was ich von einem christlichen Buch erwarte.
Warum schreibt man denn solche Bücher? Um christlichen Leuten etwas zu bieten, was ihrem Geschmack entspricht? Das wäre schon ziemlich billig. Ich erwarte eine klare evangelistische Aussage, sonst sehe ich das Thema verfehlt. Bücher ohne Botschaft finden sich überall, und ein bißchen christliches Make-up bringt sicher niemand in den Himmel. Können wir uns das erlauben, heute, wo das Urteil näher ist als jemals zuvor? Wo sind die Bücher, die eine echte Basis für das Leben bieten? Die das Evangelium ehrlich und klar vermitteln?
Schade, das war mir zu wenig. Von der Autorin habe ich schon Besseres gelesen.
- Nele Neuhaus
Monster (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 11)
(311)Aktuelle Rezension von: bernieDeMit Monster hat Nele Neuhaus einen Krimi geschrieben, der mich von der ersten Seite an gepackt hat. Der Einstieg ist intensiv: ein junger Mann wird nachts auf einer Landstraße überfahren, kurz darauf wird eine Jugendliche tot aufgefunden. Zwei Fälle, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, sich aber langsam zu einem Netz aus Schuld, Rache und alten Geheimnissen verweben.
Ich mag an Neuhaus, dass sie mehr erzählt als nur eine Ermittlung. Hier geht es um Verantwortung, um den Umgang mit Tätern und Opfern, um die Frage, wie viel Schuld eine Familie tragen kann. Dabei bleibt alles glaubwürdig. Keine Übertreibung, keine künstliche Dramatik – nur Menschen, die in Ausnahmesituationen geraten.
Das Ermittlerteam rund um Pia Kirchhoff und Oliver Bodenstein ist eingespielt, aber man spürt, wie sehr sie die Geschehnisse belasten. Ihre Gespräche, die Zweifel und die kleinen Reibungen machen das Ganze greifbar. Die Autorin schafft es, Spannung zu erzeugen, ohne den Fokus auf die Figuren zu verlieren.
Der Schreibstil ist flüssig, die Perspektivwechsel funktionieren, und obwohl es viele Beteiligte gibt, behält man den Überblick. Besonders stark fand ich, wie Neuhaus das ländliche Setting nutzt, die ruhige Umgebung, die so gar nicht zu den grausamen Taten passt, verstärkt die Wirkung enorm.
Am Ende fügt sich alles stimmig zusammen. Kein losen Fäden, kein unnötiges Pathos, sondern eine Auflösung, die überrascht und trotzdem logisch wirkt.
Genau so soll ein guter Krimi sein.
- Stephen King
Holly
(177)Aktuelle Rezension von: koechlIch hatte schon fast ein bisschen Angst davor, “Holly” zu lesen, zumindest aber einen riesen Respekt, denn mir war klar, dass das heftig werden wird. Man muss sich nur durchlesen, was hinten auf dem Buch steht: “Sobald man meint, man hätte das Schlimmste gesehen, was Menschen zu bieten haben, stellt man fest, dass man sich geirrt hat. Das Böse ist einfach grenzenlos.” Und immer wenn man denkt, Stephen King hat schon alles rausgehauen was geht, erscheint auf einmal sowas wie “Holly”. Unfassbar böse aber auch unfassbar gut!
- Arnaldur Indriðason
Kälteschlaf
(168)Aktuelle Rezension von: Gute_NachtInhalt
An Islands geschichtsträchtigem See von Þingvellir wird die Leiche einer jungen Frau an einem kalten Herbstabend gefunden. Auf den ersten Blick ein Selbstmord. Als ihm der Mitschnitt einer Séance zugespielt wird, wird Kommissar Erlendur wird misstrauisch. Er geht - trotz seiner Skepsis gegenüber spiritistischen Praktiken - den Hinweisen nach und rührt dabei an ein gut gehütetes Familiengeheimnis, das die Jugend dieser Frau überschattet hat ...
Fazit
Ich mag den Schreibstil des Autors sehr gerne, eher schnörkellos und dennoch vielsagend. Die Story ist simpel gehalten aber gut ausgearbeitet und hat mir einige schöne Lesestunden beschert.
- Alex Michaelides
Die verschwundenen Studentinnen
(130)Aktuelle Rezension von: Elina_moroIch hatte wohl große Erwartungen an den Thriller. Wahrscheinlich deswegen bin ich so enttäuschst. Die Geschichte wirkt zu konstruiert mit zu vielen Zufällen ohne irgendwelche Erklärung. Die Atmosphäre ist düster und eigentlich ist es cool, aber alles andere um die Handlung wirkt nicht realistisch. Die Protagonistin hat mir überhaupt nicht gefallen. Mit der Thematik des Missbrauchs konnte ich in diesem Buch leider nicht klarkommen. Schade.
- Agustín Martínez
Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen
(127)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeEin Krimi mit einer düsteren und beklemmenden Atmosphäre. Ein Thema, das betroffen macht.
Die düstere Grundstimmung zieht sich durch das gesamte Buch.
Zwei elfjährige Mädchen sind spurlos verschwunden, nach fünf Jahren taucht eines der Mädchen wieder auf...
Der Fall wird neu aufgerollt. Was wurde damals übersehen?
Spannend, dunkel, überraschend. Hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich mich an den Erzählstil zunächst etwas gewöhnen musste. - Jørn Lier Horst
Wisting und der Tag der Vermissten
(169)Aktuelle Rezension von: MellchenFür mich ein sehr gelungener Auftakt einer neuen Cold Case Serie.
Der Ermittler ist bodenständig, kein Alkoholismus und keine gescheiterte Beziehung. Endlich mal ein ganz normaler Mensch.
Der Fall ist spannend und die Protagonisten durchweg gut durchdacht.
- Walter Bachmeier
Morde, Matsch, Marillenknödel (Ein-Kommissar-Egger-Krimi 4)
(10)Aktuelle Rezension von: KrimineNach einem Murenabgang wird in der österreichischen Gemeinde Krimml eine Leiche entdeckt, die tief im schlammigen Morast verborgen ist. Chefinspektor Egger und sein Team übernehmen den Fall und schon bald steht fest, dass die mit einem Drahtseil strangulierte Tote zwei Jahre zuvor gemeinsam mit ihrer Freundin spurlos verschwunden ist. Aber nicht nur die Umstände des Mordes und der Verbleib der zweiten jungen Frau geben dem Salzburger Ermittlerteam einige Rätsel auf. Auch die familiäre Situation der als unzertrennlich geltenden Freundinnen scheint merkwürdig zu sein. Und erst als ein gut gehütetes Geheimnis ans Tageslicht tritt, kommt Bewegung in die Ermittlungen und allen wird klar, wie unberechenbar menschliche Gefühle sind.
"Morde, Matsch, Marillenknödel" ist der vierte Fall für Chefinspektor Martin Egger, der nach dem Unfalltod seiner ersten Frau Leni gemeinsam mit den beiden Zwillingen Max und Moritz und seiner zweiten Frau Julia glücklich ist. Da stören auch die unerwarteten Einsätze und ausufernden Arbeitsstunden des engagierten Polizisten nicht. Denn auch die Beziehung zwischen den Familien und Kollegen ist sehr eng, sodass die trauernde Inspektorin Vanessa Bieringer sogar für eine unbestimmbare Zeit bei den Eggers mit im Hause lebt. Eine Harmonie, die man selten in einem Krimi findet und die angenehme Vorteile besitzt. So wird das Augenmerk des Lesers nicht auf interne Querelen gelenkt, sondern auf einen wunderbar knifflig erdachten Fall.
Der Schreibstil von Walter Bachmann ist einfach gehalten und zeichnet sich durch eine gute Lesbarkeit aus. Lediglich die im Dialekt gehaltenen Dialoge zwischen dem Chefinspektor und seinem Kollegen Josef Faltermeier und seiner Frau Julia sind für einen nicht aus Salzburg stammenden Leser kaum zu entziffern und stellen sich aufgrund der in ihnen verpackten wichtigen Hinweise als nervig heraus. Dafür aber präsentiert sich der Alpenkrimi mit einem interessanten Ermittlungsverlauf und überraschenden Wendungen und die für einen Regionalkrimi wichtigen Bezüge zu Land und Leute gibt es auch. Und ganz zum Schluss wird der Leser in dem zum Mitraten geeigneten Krimi auch mit einem variantenreichen Rezept für Marillenknödel überrascht, das sich zudem auch noch gut nacharbeiten lässt.
Fazit:
Ein lockerleicht zu lesender und mit sympathischen Ermittlern einhergehender Alpenkrimi, der neben einem kniffligen Fall auch Humor und Lokalkolorit in sich vereint. - Christine Brand
Vermisst - Der Fall Anna
(60)Aktuelle Rezension von: Ely90Ich fand die Verflechtung der verschiedenen Cole Case sehr faszinierend.
Malous Besuche bei ihrem kranken Vater bieten eine kurze Pause von der Spannung des Buches und lassen uns Tier über die Auswirkungen einer Krankheit wie Alzheimer auf die Angehörigen des Patienten nachdenken.
Das Einzige, was ich mir gewünscht hätte, wäre ein Happy End für Malou und Dario angesichts ihrer schwierigen Vergangenheit. Ich finde aber auch, dass die Autorin die richtige Entscheidung getroffen hat, da sie deutlich macht, dass das Trauma, das Dario erlitten hat, so tiefgreifend ist, dass es seine Entscheidungen als Erwachsener prägt.
Ich hoffe wirklich, dass es einen zweiten Band gibt!
- Norbert Horst
Bitterer Zorn
(12)Aktuelle Rezension von: annluKommissar Steiger wird mit mehreren Vermisstenfällen konfrontiert. Ein junger rumänischer Einbrecher, sucht nach seinem verschwundenen Freund. Ein kleines Mädchen wird von einer verfeindeten Mafiafamilie entführt. Obwohl die Entführung nicht gemeldet wird, tritt die Polizei auf den Plan und versucht zu ermitteln.
Der Autor ist selbst Kommissar und kennt sich damit aus mit dem, was er schreibt. Sein Hauptprotagonist ist kein typischer Kommissar. Er ist Teil eines Teams, nimmt dort nicht den höchsten Dienstgrad ein und ist auch nicht derjenige, der im Alleingang alle Rätsel löst. Vielmehr begegnet man ihm in seiner täglichen Routine, die auch von den aktuellen Fällen wegführt.
Obwohl der Klappentext von drei Vermissten spricht, ist es zunächst einmal nur einer, der Steiger beschäftigt. Als er den jungen Einbrecher Dumitru schnappt, bittet der ihn, seinen verschwundenen Komplizen zu suchen. Steiger versucht das auch, doch dann kommen ihm andere Ermittlungen in die Quere. Die Entführung des Mädchens, von der der Leser bereits weiß, wird der Polizei gemeldet und rückt alles andere in den Hintergrund. Dabei spielen kriminelle Großfamilien eine Rolle. Durch Fuada, eine Frau, die sich um die Kleine kümmert, bekommt der Leser einen guten Eindruck von den Strukturen – und auch der hilflosen Rolle der Frauen – in der muslimischen, kriminellen Familie. Der dritte erwähnte Vermisstenfall wird immer nur angerissen und spielt in der Geschichte eigentlich keine Rolle.
Die Einblicke, die man in das persönliche Leben von Steiger und seiner Kollegin Jana bekommt, sind nur kurze. Während Steiger an den Problemen seiner Freundin zu knabbern hat, kämpft Jana mit der Entfremdung von ihrem Bruder, der immer mehr in rechtsnationalistische Kreise abdriftet.
Fazit: Spannend und sehr realistisch erzählter Krimi, den ich gerne weiterempfehle.
- Dee Henderson
Evie Blackwell - Tote Spuren
(12)Aktuelle Rezension von: SonnenwindDie beiden Evie Blackwell-Bücher habe ich hintereinander weggelesen, und dieses hat mir noch besser gefallen als die Stadt der Verschwundenen. Irgendwie erscheint es mir ausgereifter, und auch die Botschaft ist wesentlich klarer. Mir ist es einfach das Wichtigste, daß das Evangelium und der Weg zu Jesus thematisiert wird - und das auf möglichst ansprechende Weise. Nährwertfreies Geschreibsel gibt es schon in so überfließenden Mengen, daß ich es einfach nicht mehr verkrafte. Für mich ist sowas nur Verschwendung von Lebenszeit.
Deshalb genieße ich Bücher wie dieses: spannend und inhaltsreich - gerne mehr davon! - E. Hofmann
Regelbrecher
(1)Aktuelle Rezension von: EngelsdiamantToller Krimi!
Liebevoll geschrieben und mit einer für mich unerwarteten Wendung. Hat mir Freude bereitet es zu lesen. Ich wollte ihn fast gar nicht mehr aus der Hand legen.
Man taucht in die Welt eines Kriminalpolizisten ein, erfährt im Laufe der Geschichte die Hintergründe zum Mörder - wieso und weshalb er so handelt. Ebenso wie der Beamte tickt.
Sehr spannend und für Krimi Fans mit Bezug zu regionalen Schauplätzen wie Mainz und Hunsrück eine phantasievolle Reise wert.
Ich werde das Buch noch öfter lesen! - Daniela Gesing
Venezianische Schatten (Ein Luca-Brassoni-Krimi 3)
(49)Aktuelle Rezension von: nati51Venedig im Winter und kaum Touristen – eine sehr ungewöhnliche Szenerie. Commissario Luca Brassoni und seine Freundin, die Gerichtsmedizinerin Carla Sorrenti machen einen Spaziergang und finden auf der Kirchentreppe eine junge Frau, die einen verwahrlosten und verwirrten Eindruck macht. Im Krankenhaus stellt sich heraus, dass sie unter einer schweren Amnesie leidet. Luca Brassoni ist sich sicher, dass hinter der Geschichte mehr steckt. Möglicherweise ist sie irgendwo gefangen gehalten worden. In Venedig gab es in letzter Zeit einige Vermisstenfälle. Alle Opfer sind jung, hübsch und blond. Der Commissario vermutet, dass alle Opfer eines Serienentführers oder –mörders sind. Mit Beharrlichkeit beginnen Commissario Brassoni, der auch mit privaten Problemen zu kämpfen hat und sein Team zu ermitteln und stoßen auf alte Fälle, die bereits zu den Akten gelegt wurden.
Dies ist der dritte Fall um Commissario Luca Brassoni von Daniela Gesing. Sie hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil. Das Buch lässt sich schnell und einfach lesen. Die Autorin verwendet gängige italienische Redewendungen, die für mich verständlich waren. Die guten Beschreibungen der Handlungsorte mit den vielen Sehenswürdigkeiten, ermöglichen den Leser sich in die Lagunenstadt versetzt zu fühlen. Sie sind gut abgestimmt und wirken nicht aufdringlich, aber mehr sollte es auch nicht sein.
Interessant fand ich mehrere Perspektivwechsel, die aus Opfer- bzw. Tätersicht geschildert wurden. Negativ aufgefallen sind mir einige inhaltliche Wiederholungen, deren Sinn ich nicht nachvollziehen konnte. Die Spannung hätte sich noch etwas steigern können, da für mich schon sehr früh der Täter erkennbar war. Die kleinen Ablenkungsmanöver fand ich sehr offensichtlich und erzielten nicht den gewünschten Effekt mich von meinem Täter abzubringen. Ich fand, dass dieses der schwächste Band der Reihe ist.
Mein Fazit: Ein angenehm zu lesender Krimi mit wenig Spannung.
- Julian Hannes
Der Mensch ist böse
(5)Aktuelle Rezension von: JacquelineSpreyIch höre aktuell oft True Crime Podcasts. Als ich dieses Hörbuch hier gesehen habe musste ich es einfach anfragen. Zumal das Cover ja wohl total gelungen ist. Ich finde es zumindest sehr ansprechend. Vorab möchte ich sagen: Ich bin sehr begeistert von den Sprechern, die wirklich super angenehme und passende Stimmen haben. Ich hätte mir das wirklich nicht passender vorstellen können!
Wir haben 13 Kriminalfälle, von denen ich einige schon kannte und andere noch nicht. Manche der hier aufgegriffenen Fälle sind einfach sehr bekannt (Der Fall Maddie McCain oder Momo zum Beispiel). Andere wie den Ausbrecherkönig „Ekke“ Lehmann kannte ich noch nicht. Ich glaube, dass Menschen, die sich viel mit True Crime beschäftigen hier auf viel Bekanntes treffen.
Zu jedem Fall gibt es am Anfang eine kürzere Einleitung, dann Fakten, Theorien und Ansätze zum Fall und am Ende ein Fazit. Der Schreibstil des Autors ist sehr alltagssprachlich gehalten. Das hat mich an manchen Stellen etwas gestört, weil ich Formulierungen nicht ganz passend fand, hat an anderen Stellen aber auch für Gruselmomente gesorgt. Da man durch die wirklich guten Sprecher den Eindruck gewinnt, dass einem jemand gerade in diesem Augenblick die Fälle erzählt.
Es gibt wohl noch ein weiteres Werk von dem Autor. Das kannte ich allerdings noch nicht, werde ich mir jedoch mal anschauen.
Den True Crime Fans unter euch kann ich dieses Buch (und vor allem das Hörbuch) ans Herz legen. Ich hätte den Sprechern noch ewig zuhören können.
- Svea Jensen
Nordwesttod
(179)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3Dieser Krimi ist irgendwie anders als andere, er ist spannend, aber nicht nervenzerfestzend. Er enthält viel Privates und Alltägliches der Ermittelnden, ist aber weder Cozy noch zum Schmunzeln. Und trotzdem ist es immer wieder nett, wenn z.B. die Kommissarin aus Gewohnheit "Grüß Gott!" sagt und ihr mit "Moin!" geantwortet wird. Nur eine Kleinigkeit hat mich genervt: Immer wieder sagen Figuren "Meines Erachtens nach..." oder "Meines Wissens nach...", das ist aber falsch. Es heißt zwar "Meiner Meinung nach...", aber "Meines Erachtens ist das so" oder "Meines Wissens ist das so." Aber das ist wirklich nur ein Detail. Ansonsten hat mir der Krimi sehr gut gefallen.
- Julian Hannes
Der Mensch ist böse
(112)Aktuelle Rezension von: Brina_10Im Buch lernen wir verschiedene Kriminalfälle kennen, welche teilweise aufgeklärt und teilweise ungelöst sind. Gerade die ungelösten Fälle konnten mich wirklich in ihren Bann ziehen.
Insgesamt war es richtig spannend, in die verschiedenen Verbrechen einzutauchen, mehr darüber zu erfahren und die verschiedenen Perspektiven zu sehen.
Zusätzlich wurde das Buch durch Experteninterviews und statistische Informationen zu verschiedenen Deliktarten u.ä. nochmals interessanter.
An manchen Stellen hätte ich mir noch mehr Details oder tiefere Einblicke gewünscht, vor allem in die Täterprofile, aber das ist natürlich Geschmackssache und auch stark vom individuellen Interesse an dem jeweiligen Fall abhängig.
Ich fand es ein gutes True-Crime-Buch und bin immer wieder geschockt über so manche Fälle ..
- Linda Castillo
Tödliche Wut
(40)Aktuelle Rezension von: Claudias-BuecherregalDurch ihren Freund John Tomasetti wird Kate Burkholder im Auftrag des BCI (Bureau of Criminal Identification and Investigation) als Beraterin hinzugezogen. Sie soll Ermittlungen unterstützen, bei denen Teenager aus der Amish-Gemeinde vermisst werden. Kurze Zeit später verschwindet erneut ein Mädchen, Sadie Miller, - dieses Mal aus Burkholders County. Sie kehrt daher zurück nach Painters Mill. Aber auch dort findet sie keine richtige Spur und keinen Zusammenhang zwischen den Morden. Burkholder, die selbst Amish war, setzt alles daran den oder die Täter zu finden, aber sie stößt auf Skepsis der Amish ihr und der englischen Polizei gegenüber und auf mehr Fragen als Antworten. Doch Aufgeben ist keine Option für die Ermittlerin.
„Tödliche Wut“ ist Linda Castillos vierte Fall um Kate Burkholder und die Amish-Gemeinde. Dieses Mal beginnt der Roman außerhalb von Burkholders eigentlichem Einsatzgebiet. Doch als Amish-Expertin sind ihr Fachwissen und ihre Erfahrung auch an anderen Orten hilfreich.
Der Fall ist spannend, denn es gibt zahlreiche Vermisstenfälle, auch ganz aktuelle und es scheinen sich zunächst mehr Fragen anzusammeln, als Antworten. Erst nach und nach entwickelt Burkholder eine Vermutung, was die Opfer verbinden könnte. Falsche Spuren und die Weigerung der Amish die Polizei zu unterstützen, kosten viel Zeit. Mir gefallen die Amish-Kriminalfälle, auch wenn sie stets etwas ähnlich sind. Trotzdem macht es Spaß der Autorin immer wieder in diese Welt zu folgen.
Tanja Geke liest diesen Roman und ihre raue Stimme passt zum Genre und auch zur toughen Ermittlerin Kate Burkholder, aus deren Perspektive die Erlebnisse geschildert werden. Ich habe ihr sehr gerne zugehört und sie schafft es eine gewisse Atmosphäre zu erschaffen.
Fazit: Auch Band vier um Kate Burkholder und die Amish-Gemeinde hat mir sehr gut gefallen. Ich freue mich schon auf die weiteren Fortsetzungen und bin gespannt, ob die Amish-Ausflüge weiterhin spannend bleiben oder ob sich irgendwann das Gefühl einstellt, dass sich alles wiederholt, weil das Setting gleich ist. Noch unterhält mich die Autorin jedenfalls sehr gut und gerade dieser Fall war sehr spannend.
- Katharina Peters
Deichmord
(53)Aktuelle Rezension von: Christin87Die Teams aus Bergen und Stralsund bekommen es diesmal mit gleich 4 Frauenleichen zu tun. Während drei Frauen bereits in den 90ern getötet bzw. als vermisst gemeldet wurden, wird die vierte nun auf einer Mülldeponie gefunden. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht zunächst die überaus komplizierte Familie Magold. Vater Magold war einst ebenfalls Polizist und führt, nach einem Schuss ins Bein, den er im Dienst erlitten hat, nun eine Pension in Ralswiek. Doch wie es stets so ist in dieser Buchreihe, liegt die Lösung erst nach einem schwierigen Konstrukt an Ermittlungsarbeit und zahlreichen Verdächtigen auf dem Tisch.
In diesem Band gibt es so viele Protagonisten, die irgendwie in den Fall verstrickt sind und teilweise auch noch ihre Identitäten wechseln, dass ich hin und wieder durchaus meine Schwierigkeiten hatte die Handlungsstränge zu sortieren. Obwohl mir der Ansatz im Kreise der Familie Magold diesmal sehr viel besser gefallen hatte, als die beiden Vorgänger-Bände, brachte dieses ganze Durcheinander für mich im Laufe des Lesens wieder einen gewissen Dämpfer in das Gesamtbild.
Ein Mörder weniger wäre hier für die Atmosphäre des Buches durchaus mehr gewesen.
Unterm Strich für mich trotzdem wieder interessanter als Buch 5. Und da dieses von mir 3 Sterne erhielt, erhält dieser 6. Band nun wieder 4.
- Chris McGeorge
Der Tunnel - Nur einer kommt zurück
(104)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueIch fand die Grundstory richtig interessant. Sechs Leute fahren mit einem Boot in einem Tunnel. Am anderen Ende kommt nur einer an. Was ist passiert?
Fand diese Tunnelthematik total düster und interessant. Alles was sonst noch passiert ist leider so vor sich hingeplätschert und hat mich nicht komplett mitgenommen.
Eine solide Geschichte, wo aufjedenfall noch Potenzial gibt.
- Jan Costin Wagner
Sommer bei Nacht
(64)Aktuelle Rezension von: CountofcountDer Grundgedanke, dass ein pädophil veranlagter Kommissar eine Kindesentführung lösen soll, ist ja schon mal heikel und kann literarisch viel Spannung bieten, allerdings fand ich sowohl den Schreibstil als auch die Anlage der Erzählung wenig ansprechend.
Die Gedankengänge sind sehr abgehackt, die Protagonisten wirken an vielen Stellen abwesend, die Erzählstränge dadurch eher zerfasert. Das macht‘s nicht so wirklich flüssig lesbar.
Dass die Lösung dann eher etwas zufällig angebahnt wird, macht‘s für mich dann endgültig enttäuschend, auch wenn „Kommissar Zufall“ ja häufig eine Rolle spielt. Aber das war mir dann doch etwas arg platt. Gerade, weil es ja schon eine andere Möglichkeit im Laufe des Buches gegeben hätte, auf die noch mal hätte angespielt werden können.
So war das leider für mich nicht so wirklich was, und ich überleg, ob ich von JCW noch weitere Bücher lesen kann und will.























