Bücher mit dem Tag "vernichtung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "vernichtung" gekennzeichnet haben.

175 Bücher

  1. Cover des Buches Die fünfte Welle (ISBN: 9783442313341)
    Rick Yancey

    Die fünfte Welle

     (984)
    Aktuelle Rezension von: Finifee

    Ich habe wirklich meine Zeit gebraucht um in die 5. Welle reinzukommen. Die verkopfte Situation und die wirklich düstere, erdrückend schwere Stimmung direkt von der ersten Seite an hat mich ein bisschen abgeschreckt. Trotzdem hat mich Cassie als starke, ehrliche Person überzeugt.

    Auch die Abschnitte wo Cassie direkte Begegnungen mit Soldaten hatte waren für mich nicht immer ganz einleuchtend. Wer gut und wer böse war hat sich oft erst im Nachhinein geklärt. Deshalb war das Eintauchen in die Welt schwierig. Bei jedem Satz musste ich mich einzeln konzentrieren um auch ja alles zu verstehen und nix zu verpassen 

    Ab der Ersten Begegnung mit Evan Walker war ich dann aber voll dabei.  Die Geschichte änderte die Vibes Komplett. Auch wenn die Stimmung trotzdem düster blieb, spielte die Liebe zwischen Cassie und Evan eine große Rolle. Die Harmonische Vertrautheit der beiden war unglaublich heimelig und auch wenn Cassie eine kurze und äußerst nervige Trotzphase hatte, war es eine wirklich schöne Liebesgeschichte.

    Der Erzählerwechsel hat mich immer ein wenig verwirrt bis ich dann wusste um wen es sich handelte. Trotzdem war es Vielschichtiger als nur aus Cassies Sicht. Leichter wäre es allerdings gewesen wenn man direkt von Anfang an wüsste um wen es sich in diesem Abschnitt handelt.

    Das Ende hat mich dann komplett erschüttert, aber im guten. Ein wirklich überzeugendes Ende für ein spannenden Science-Fiction Thriller.

  2. Cover des Buches Der Übergang (ISBN: 9783442469376)
    Justin Cronin

    Der Übergang

     (1.217)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

                


     😫Ich bin sooo enttäuscht. Es fing wirklich richtig toll an, aber dann hat der Autor sich leider auf die völlig falschen Charaktere und uninteressante Settings fokussiert und mich dabei total verloren 😔. Ich habe nur durchgehalten, weil ich es für den Buchclub las und das Hörbuch zu Hilfe nahm. Wirklich schade, denn hatte soviel Potential.              
  3. Cover des Buches Die Überlebenden (ISBN: 9783442479085)
    Alexandra Bracken

    Die Überlebenden

     (418)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Bei Alexandra Brackens „Die Überlebenden“ handelt es sich um eine Dystopie. Der Name für das literarische Genre der Dystopie kommt aus dem Griechischen: Dys heißt schlecht, Tópos ist der Ort, die Stelle. Ein dystopischer Text ist also ein Text, der einen schlechten Ort beschreibt. Eine Dystopie ist das Gegenteil der Utopie, die auf eine gute, schöne und friedfertige Zukunft verweist.

    Wir haben es also mit einer fiktionale, in der Zukunft spielende Erzählung zu tun, in der ein unterdrückerisches Regime (oder ähnliches) das Leben der Menschen kontrolliert.

    In Alexandra Brackens imaginären futuristischen Welt gibt es einen Virus, dem alle Kinder und Jugendliche zum Opfer fallen. Die meisten der Kinder sterben. Nur wenige überleben. Doch die, die überleben, bekommen besondere Fähigkeiten. Einige können Gegenstände bewegen, andere die Elektrizität beeinflussen, wenige können die Gedanken anderer manipulieren und dann gibt es noch diejenigen die Gewalt über das Feuer haben. Diese Fähigkeiten werden als gefährlich eingestuft. 

    Die überlebenden Kinder werden wie Sträflinge behandelt und in einem Lager eingesperrt, wo sie angeblich geheilt und resozialisiert werden. Doch das Leben in den Lagern ist hart und grausam. Misshandlungen gehören zur Tagesordnung.

    Amerika, in der die Handlung spielt, geht zugrunde. Der amtierende Präsident klammert sich an die Macht. Er ist Alleinherrscher. Es gibt viele illegale Organisationen, die die Regierung bekämpfen. Doch Ruby, die Ich-Erzählerin weiß nichts davon, da sie von der Außenwelt vollkommen isoliert, in einem dieser Lager lebt. Unerwartet bekommt sie Hilfe von einer Frau, die sie befreien kann. Auf der Flucht trifft sie auf Liam (Lee), Charles (Chubs) und Suzume (Zu). Schnell freundet sie sich mit ihnen an. Ruby muss lernen, sich in der Welt zurechtfinden und mit ihrer Fähigkeit umzugehen. Dabei muss sie sich gut überlegen, wem sie trauen kann und wem nicht.

    Ich habe den Film bereits gesehen, bevor ich das Buch las. Das hatte zur Folge, dass mich die Handlung nicht überraschen konnte, da ich bereits wusste, was kommen wird. 

    Ich mochte Ruby. Zwar hätte sie in meinen Augen etwas persönlicher sein können, aber so erging es mir im Grunde mit allen Charakteren. Auch Zu, Liam und Chubs sind mir schnell ans Herz gewachsen. 

    Manchmal hat Ruby genervt. Sie hätte sich viel mehr darüber freuen sollen, dass sie endlich aus diesem Lager draußen ist, anstatt sich so extrem darüber aufzuregen, dass ja noch so viele andere drin sind. Es ist ja toll, dass sie auch an die anderen denkt. Doch, dass sie so selbstlos ist, fand ich etwas übertrieben, da es nicht den normalen Gepflogenheiten entspricht. Es reicht, sich zu einem späteren Zeitpunkt Gedanken dazu zu machen, wie die übrigen Kinder aus den Lagern befreit werden können. Doch da hat sie sich zu keiner Zeit eingebracht. Die meiste Zeit hat sie auch nur solch pessimistische Gedanken wie "Ich bin ein Monster." oder "Wenn sie wüssten, was ich könnte, würden sie mich töten.", was ihr jedoch kein bisschen weitergeholfen hat. Dennoch gab es in diesem Buch einige Stellen, an denen sie Grips und Stärke bewies, was sie dann wieder sympathisch machte.

    Ruby macht eine spannende Entwicklung durch. Die Autorin hat es geschafft, den Lesern zu zeigen, wie schwer Ruby sich mit ihren Kräften tut, wie auch im Umgang mit den Menschen.

    Nur langsam lernt sie, anderen Menschen zu vertrauen und besser mit ihren Fähigkeiten umzugehen. Nach und nach erfahren wir, was ihr in ihrer Vergangenheit zugestoßen ist. Die Rückblenden waren gut in die Handlung eingebettet 

    Manchmal wendet sich die Autorin / Ich-Erzählerin direkt an die Leser, was meines Erachtens unnötig war, da es aus der Handlung reißt. 

    Grundsätzlich haben wir es mit einer düsteren futuristischen Welt zu tun, in der die Autorin mit interessanten und starken Charakteren aufwartet. Bedauerlicherweise hat Alexandra Bracken es nicht verstanden, den Figuren ausreichend Tiefe zu geben. Daher bleibt es ein durchwachsener Reihenauftakt, der sich zum Ende hin zwar deutlich steigern konnte, aber da vorhandene Potenzial nicht genutzt hat, um ein wirklich guter Reihenauftakt zu werden. So ist Die Überlebenden eher nur Mittelmaß geblieben. Dennoch lesenswert.

  4. Cover des Buches Die Arena (ISBN: 9783453435230)
    Stephen King

    Die Arena

     (1.180)
    Aktuelle Rezension von: Wepie

    Was passiert wenn eine Kleinstadt von der Außenwelt abgeschnitten ist und kein herkömmliches Gesetz mehr gilt? 

    Diese Grundidee hat mir gefallen und deshalb wollte ich das Buch auch lesen.

    Ich hab jetzt einen Monat gebraucht bis ich es gelesen habe. An manchen Stellen hat sich das Buch schnell weglesen lassen da die einzelnen Handlungen tolle Höhepunkte haben.   Bei anderen Stellen hab ich darüber nachgedacht ob ich es abbrechen soll. Der Roman hatte mir  einfach  zu viele Figuren die keine Handlungsträger sind. Aber sein  typischer plauderhafte Schreibstil von King hat mich weiterlesen lassen. Mir haben die Dialoge sehr gefallen.

    wer lange Romane mit vielen Figuren mag ist hier richtig.


  5. Cover des Buches Solange am Himmel Sterne stehen (ISBN: 9783442381210)
    Kristin Harmel

    Solange am Himmel Sterne stehen

     (782)
    Aktuelle Rezension von: Cora_Jeffries

    Da ich bereits "Über uns der Himmel" gelesen habe, war ich neugierig, was mich hier erwarten wird. Schon der Klappentext und der Titel hatten mich neugierig gemacht, dennoch stand das Buch noch eine Weile in meinem Regal.

    Kaum hatte ich angefangen, war ich sofort in der Geschichte drin. Hope ist eine geschiedene Frau, die mit Annie, die mitten in der Pubertät steckt, zu kämpfen hat. Außerdem hat die Bäckerei, die seit 60 Jahren im Familienbesitz ist, arge finanzielle Schwierigkeiten. Wenn das nicht schon alles wäre, würde Hope ganz gut klar kommen. Doch ihre demente Oma Rose, die sie gerne Mamie (frz für Großmutter) nennt, hatte sie im klaren Zustand gebeten, nach Paris zu fahren, um ihre Verwandten, die sie namentlich auf einen Zettel aufgeschrieben hatte, zu suchen.

    Hope ist anfänglich skeptisch, ob das nicht irgendein Scherz von Rose war. Aber Annie und Gavien redeten mit ihrer und letztendlich reist sie nach Paris. Mit einer Handvoll an Recherchematerial begibt sie sich vor Ort auf die Suche und kommt langsam hinter der Geschichte von Rose.

    Der Roman hatte mich so gefangen genommen, dass ich kaum vom Buch wegkam. Ich war gefangen in Paris und wer nah am Wasser gebaut ist, sollte sich definitiv Taschentücher bereit legen. Habt ihr euch schon mit der Frage befasst, welche Religion die bessere ist? Sicherlich kommt es euch vom Deutschunterricht aus Gotthold Ephraim Lessing "Nathan der Weise" bekannt vor. Hier wird alles in einer rührenden Geschichte erklärt und dennoch ist es nicht zu viel. Kristin Harmel schreibt bewegende Romane, die dich weiterhin begleiten werden.

    Wenn ihr das nächster Mal zu den Sternen seht und ihr sie nicht benennen könnt, gebt ihnen Namen. So habt ihr euren Lieblingsmenschen immer bei euch.

  6. Cover des Buches Stella (ISBN: 9783446259935)
    Takis Würger

    Stella

     (316)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Der 20-jährige Schweizer Friedrich kommt Anfang 1942 nach Berlin. Er will sich umsehen in der Hauptstadt, von der behauptet wird, dass Juden dort mit Möbelwagen abgeholt werden und nicht wieder zurückkommen. In einer Kunstschule lernt er Kristin kennen, die ihn sofort fasziniert. Mit Tristan von Appen, einem eleganten, vermögenden Mann, verbindet ihn bald eine Art Freundschaft. Im Mai erfährt Friedrich die Wahrheit über beide. Tristan ist Mitglied der gefürchteten SS (Schutzstaffel der Nationalsozialisten) und Kristin heißt eigentlich Stella Goldschlag und ist ein "Köderjude", wie Tristan sie nennt. Sie sucht und verrät untergetauchte Berliner Juden an die Gestapo. Erst am Heiligabend verläßt Friedrich Berlin - allein.

    Ein schmales Büchlein, von gerade mal 222 Seiten Text, dazu noch mit reichlich Zeilenabstand und einem schlichten Cover, vermochte bei Erscheinen eine große Diskussion auszulösen. Auf dem insgesamt schwarzen Cover strahlt den Lesern das Gesicht der realen Stella Goldschlag entgegen. Kann das Leben der "Greiferin", auch "Blondes Gift" oder "Blondes Gespenst" genannt, mittels einer Liebesgeschichte in einem historischen Roman dargestellt werden, angesichts des Schreckens und Gräuels, die sie verursacht hat?

    Takis Würger hat über dieses Jahr 1942 in Berlin in kühler Sprache und ganz aus der Sicht von Friedrich geschrieben. Kurze Sätze, die wenig mehr als das wiedergeben, was Friedrich sieht und erlebt. Wenig Reflexion und Gefühle. Friedrich ist oft sprachlos, während Kristin/Stella und Tristan die Führung übernehmen, im Sprechen und Handeln. Dazu wird zu Beginn jeden Kapitals, das immer einem Monat entspricht, ein kurzer Abriss über tatsächliche historische Ereignisse vorangestellt. Dies verschärft den Eindruck eines eher nüchternen Berichts und hält den Lesenden vor Augen, was "im Hintergrund" geschieht. Rationierung des Essens, Geburten berühmter Persönlichkeiten, politische Entwicklungen etc. Eingestreut in den Text sind kursiv gedruckte Abschnitte, die aus Gerichtsakten stammen und über einzelne Schicksale jüdischer Personen oder Familien berichten, die durch Stella Goldschlag verraten wurden.

    Eine schwierige Lektüre, die zwar schnell gelesen, aber nicht schnell verarbeitet ist. Erwähnenswert ist das Nachwort von Professor Sascha Feuchert, dessen Forschungsschwerpunkt Holocaust- und Lagerliteratur innerhalb der Neueren deutschen Literatur ist. 

    "Stella" regt zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema an und hält die Diskussion lebendig. Als ein spezielles Buch gegen das Vergessen hat es eine wichtige Aufgabe erfüllt. Ich vergebe vier Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die sich dem Thema nähern wollen.




  7. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.350)
    Aktuelle Rezension von: wortkunstzauberei

    Frank Schätzing hat mit diesem Buch ein schockierendes Meisterwerk erschaffen. Auf fast 900 Seiten beschreibt er den Rachezug der Natur gegen den Menschen und öffnet Augen. 

    In dem Buch lernt man unter anderem die zwei Wissenschaftler Sigur Johanson und Leon Anawak kennen, die beide wirklich sehr starke Persönlichkeiten sind. Allgemein hatte ich das Gefühl, dass Schätzing unfassbar tolle Charakter erschaffen hat. Kein einziger wirkte platt. Zu jedem gab es, und wenn auch nur grob angeschnitten, eine Geschichte und das hat mir wirklich sehr gut gefallen. 

    Das Buch nimmt auch relativ schnell an Fahrt auf. Dank Würmer, die Methan freisetzen und ganze Erdplatten zum Einsturz bringen, Wale, die plötzlich zu Killermaschinen werden und Menschen angreifen, explodierenden Hummern, Tsunamis und einer Krabbenplage fiebert man regelrecht auf jeder Seite mit. Das Buch ist in vier Teile aufgeteilt und jeder Teil wurde Stück für Stück spannender. 


    Ich persönlich habe selbst noch nie ein Buch in diese Richtung gelesen und um ehrlich zu sein, hat dieses Buch wirklich viele Richtungen. Von Endzeit Roman, bis Thriller, bis Science Fiction ist alles enthalten und diese bunte Mischung erschafft ein wirklich tolles Lesegefühl. 

    Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der Lust auf Spannung hat, denn die ist in diesem Buch reichlich vorhanden. 

    Ein wahres Meisterwerk, welches wie bereits erwähnt, Augen öffnet und die Message klar macht, dass man lieber im Einklang mit der Natur leben sollte, als gegen sie vorzugehen. 


    Hier noch ein Zitat aus dem Buch, welches wirklich tief geht:


    „Hat sich der Mensch je gefragt, wie es sich auf das Leben seiner Nachkommen auswirkt, wenn er ihnen einen verarmten Planeten hinterlässt? Wer wollte die Bedeutung einer Tierart für den menschlichen Geist wirklich bewerten? Wir sehnen uns nach Wäldern, Korallenriffen und fischreichen Meeren, nach sauberer Luft und reinen Gewässern. Doch weiterhin schädigen wir die Erde. Mit der Vielfalt der Lebensformen zerstören wir eine Komplexität, die wir nicht verstehen, und schon gar nicht können wie sie neu erschaffen.“

  8. Cover des Buches Der Herr der Ringe. Bd. 1 - Die Gefährten (Der Herr der Ringe. Ausgabe in neuer ÜberSetzung und Rechtschreibung, Bd. ?) (ISBN: 9783608939811)
    J. R. R. Tolkien

    Der Herr der Ringe. Bd. 1 - Die Gefährten (Der Herr der Ringe. Ausgabe in neuer ÜberSetzung und Rechtschreibung, Bd. ?)

     (1.211)
    Aktuelle Rezension von: Schiebelini

    Ich war ganz kurz davor, dieses Buch abzubrechen. Diese Überlegung bahnte sich schon nach den ersten 50 Seiten an. Ich hab lange an diesem Buch geknabbert und immer gehofft "Vielleicht wirds ja doch noch besser, das Ding ist nicht ohne Grund so beliebt."

    Und ich muss auch sagen, dass ich die Filme immer mal wieder gerne anschaue. Ich bin zwar kein Riesenfan des Franchises, aber manche Bilder der Herr der Ringe Filme haben sich schon in mein Gedächtnis gebrannt. Deshalb wollte ich auch mal die Bücher lesen. Als Fantasy-Fan muss man das ja sogar fast schon tun. Jetzt, da ich Teil 1 hinter mir habe (ja, ich gebe mir auch Teil 2 und 3 noch, trotz der folgenden negativen Assoziationen), bin ich umso verwirrter, was alle an diesen Büchern finden.

    Das fängt schon an mit der Einleitung. Viele viele Seiten lang wird auf die langweiligste Art und Weise berichtet, wie Bilbo den Ring gefunden hat und wer diese Hobbits eigentlich sind. Zwar irgendwo wichtig, aber direkt zu Anfang so mit Infodump vollgeschissen zu werden, nimmt einem echt die Lust. Leider passiert das immer wieder. Die Geschichte kommt zu einem Halt, weil irgendjemand oder gar der Erzähler selbst darstellen muss, was in diesem Land alles schon passiert ist. Auch das ist wichtig, aber es wird so extrem einschläfernd gemacht, dass ich häufig ganze Absätze übersprungen habe.

    Dazu kommt, dass wirklich jede Figur extrem geschwollen redet. Man merkt diesen Romanen wirklich an, dass sie in den 50ern geschrieben wurden, da hilft auch eine deutsche Übersetzung 50 Jahre später nichts. Das führt dazu, dass man sich zu keiner Zeit auch nur in einen Charakter hineinversetzen kann. Keine Emotionen zeigen sich, keine Gefühlsregung. Selbst als Gandalf stirbt, sagt einer "Ach, welch ein Verlust" und damit hat sich das auch. Und dieses geschwollene Geschwafel wird nicht zwingend besser, wenn wir bei den Elben sind. Das einzige was bei allen, und bei den Elben eben besonders, herüberkommt ist eine Arroganz, die wirklich mit allen Wassern gewaschen ist. Zwischendrin will man uns durch einen Nebensatz verkaufen, dass Gimli und Legolas jetzt gute Freunde geworden sind, obwohl sie kaum 10 Seiten zuvor noch heftigst gestritten haben. Eine Entwicklung suche ich hier vergebens.

    Während des Buches will uns Tolkien einerseits von der Dringlichkeit des ganzen Unternehmens überzeugen, indem er Charaktere immer wieder sagen lässt, wie stark Saurons Macht doch geworden ist und welche Schrecken im Land herumlaufen. Andererseits scheinen es unsere Helden gar nicht eilig zu haben, obwohl ihr Weg lächerlich lange ist (eine Fahrt auf einem Fluss gegen Ende des Buches weitet sich fast auf zwei Wochen aus). Gerade dann sollte man doch hinne machen. Aber nein, die machen es sich alle gemütlich. Das läuft dann ungefähr so ab:

    "Hey Frodo, ich bin's Gandalf. Erinnerst du dich noch an den Ring, der Bilbo gehört hat, den er dir vor mehreren Jahrzehnten gegeben hat und ich schon damals ein schlechtes Gefühl hatte? Stellt sich raus, ist der Ring der Macht. Geh mal aus dem Auenland fort, der Ring ist hier nicht sicher. Warum? Weil halt. Wann du gehen sollst? Keine Ahnung, verbring ruhig noch ein paar Monate, wenn nicht Jahre mit der Planung deines Abschieds. Dann reist du gemütlich die nächsten Wochen und Monate durch das Land und in Bruchtal chillen wir dann auch mindestens noch eine Woche, obwohl Elrond die ganze Zeit sagt, wie wichtig es doch ist, sofort aufzubrechen. Wenn ich dann tot bin, stellt ja sicher, dass ihr auch in Lothlorien nochmal mindestens drölf Nächte verbringt. Und weil die Zeit da offensichtlich anders vergeht, werden daraus locker anderthalb Monate. Ach und ganz vergessen: Während der Reise lasst euch auf keinen Fall von Gollum ablenken, der uns die ganze Zeit folgt und uns extrem gefährlich werden könnte - was wir natürlich alle wissen aber ignorieren. Sehr gut, bis zum nächsten Mal. Gandalf der Graue/Weiße."

    Dann steht noch im Raum, dass scheinbar jeder jeden kennt und sich instant vertraut wird (oder wie eben bei Legolas und Gimli in einem Nebensatz eine Freundschaft etabliert wird). Wenn wir dann mal endlich auf die Gefahren treffen, sind die meistens so sterbenslangweilig beschrieben, dass da auch stehen könnte: "Unserer Helden besiegen die Bösen." Spannung, richtig?

    Und das absolut Schlimmste, das was ich immer wieder wirklich übersprungen habe, sind die unendlich nervigen Lieder. Alle 10 Seiten kommt irgendein Charakter auf die Idee, ein Liedchen zu schmettern. Und manchmal geht das Lied auch über 5 Seiten lang. Ist das für die Story wichtig? Nein. Charakterisiert es jemanden? Nein, denn alle singen ständig. Bilbo geht mit seiner Fixierung auf Geschichten und Lieder sogar so weit, dass er Frodo vor seiner Abreise aus Bruchtal mehrmals sagt, dass er sich auch ja alles merken soll, sonst kann man da ja keine Geschichten draus machen. What? Dein Neffe geht auf eine Reise, von der er vielleicht niemals wiederkehrt, weil er deinen blöden Ring bekommen hat und du sagst sowas? 

    Ich kann wirklich nicht verstehen, warum diese Geschichte so gehyped wird. Die Filme haben das alles wenigstens in ansprechende Bilder verpackt und unnötige Szenen herausgeschnitten. Aber das Buch ist wirklich eine Bruchlandung vom Feinsten. Mal schauen ob Teil 2 genauso schlimm wird.

  9. Cover des Buches Metro 2033 (ISBN: 9783453529687)
    Dmitry Glukhovsky

    Metro 2033

     (601)
    Aktuelle Rezension von: Kathi92

    Ich bin mit viel Begeisterung an das Buch herangegangen, da ich das Thema sehr interessant und spannend finde.

    Leider breche ich jetzt nach ca. 200 Seiten erstmal ab. Der Schreibstil ist gar nicht meins, ich finde es sehr anstrengend und gar nicht flüssig zu lesen. Zudem stören mich die ewig langen Dialoge, der Redefluss eines Charakters nimmt gerne mal 1-2 Seiten in Anspruch und gleicht eher einem Monolog.

    Wenn ich doch nochmal die Muse finde, gebe ich dem Buch vielleicht nochmal eine Chance. Aber jetzt bin ich erstmal ziemlich genervt und lege es ganz hinten in den Schrank. Schade drum


  10. Cover des Buches 28 Tage lang (ISBN: 9783499266638)
    David Safier

    28 Tage lang

     (546)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    1942 lebt die 16-jährige Jüdin Mira im Warschauer Ghetto und schmuggelt Lebensmittel, um sich, ihre Mutter und ihre jüngere Schwester Hannah zu ernähren. Ihr Vater hat sich vor der Deportation das Leben genommen, ihr Bruder Simon arbeitet bei der Judenpolizei. Beide empfindet sie als Verräter. 

    Als sich die Lage im Warschauer Ghetto zuspitzt und die Deutschen beginnen, die jüdische Bevölkerung weiter in den Osten "umzusiedeln", schließt sich Mira, die vor lauter Hoffnungslosigkeit empfindet, nichts mehr zu verlieren zu haben, der jüdischen Widerstandsorganisation ŻOB an. 

    "28 Tage lang" wird aus der Perspektive der 16-jährigen Mira geschildert, die einerseits mutig, aber andererseits auch kopflos und naiv agiert. Schon während ihrer Schmuggeltätigkeit bringt sie sich laufend in Gefahr, hat jedoch immer wieder aufs Neue Glück, nicht von der SS erwischt zu werden. Auch ihre Träume von Liebe und Tanzen und einer Sehnsucht nach New York wirken kindlich. Das Buch würde ich deshalb eher als Jugendbuch einordnen, als einen Roman. 

    Aufgrund der eindringlichen Thematik und der wirklich erschütternden Schilderungen über Hunger, Leid, Angst und Gewalt ist es jedoch auch für Erwachsene ein relevantes Buch über den Holocaust und #GegendasVergessen. 

    Mir war der Roman zu wenig bildhaft geschrieben, das jüdische Ghetto wurde für mich nicht lebendig und vorstellbar, auch die Charaktere wirkten blutleer. Die Geschichte verliert sich häufig in der Gedankenwelt von Mira. Auch wenn man das als Flucht vor der schrecklichen Realität nachvollziehen kann, hatte die Geschichte damit, gerade bis zum Anschluss Miras an den Widerstand, immer wieder ihre Längen. 

    Phasenweise vermittelte der Roman zudem eine sehr einseitige Botschaft hinsichtlich der Frage von Anstand und Moral. Man erhielt die Vorstellung, dass nur der unbedingte Kampf gegen die herrschenden Zustände und die Gefährdung des eigenen Lebens als integer galt. 

    Dagegen fehlte mir ein Gefühl für die Atmosphäre im Warschauer Ghetto, da die Schilderungen des Alltags arg an der Oberfläche blieben. Die junge Mira, die mehr Glück als Verstand hat, konnte mich als Heldin nur bedingt überzeugen, taugt jedoch als Identifikationsfigur für jugendliche Leser*innen.  

  11. Cover des Buches Von den Sternen geküsst (ISBN: 9783785570449)
    Amy Plum

    Von den Sternen geküsst

     (390)
    Aktuelle Rezension von: Elas_Weltderbuecher

    Nach dem Ende von Band 2 war ich schockiert. So darf das nicht enden. 😱 Daher wollte ich es so schnell wie möglich weiterlesen. Ich war gleich wieder in der Geschichte drinnen, nachdem ich gestartet habe. Ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht und was für ein Abenteuer sie in diesem Teil erwarten wird. Einiges konnte ich mich ungefähr zusammenreimen, aber das wichtigste war echt überraschend. Obwohl es im Nachhinein betrachtet logisch war. Mit diesem Ende komme ich zurecht und trotzdem ist es schade, dass es nun vorbei ist und ich mit den Revenants keine Abenteuer mehr erleben darf. Ich weiß noch immer nicht warum ich diese Serie nicht schon früher gelesen und entdeckt habe. Aber eine Empfehlung von meiner Seite.

    4,5 Sterne

  12. Cover des Buches Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (ISBN: 9783551557476)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

     (9.587)
    Aktuelle Rezension von: EkstasederKrawatte

    Auch Jahre nach der ersten Lektüre nehme ich die Harry Potter Bücher immer wieder gerne zur Hand und lasse mich von der magischen Welt in Hogwarts faszinieren. Es war wundervoll mit den Charaktären erwachsen zu werden doch auch jetzt haben sie nichts von ihrem Charme eingebüst. Gerne schaue ich die Videos der "Super Carlin Brothers" auf Youtube, in denen Theorien zu noch ungeklärten Fragen zur Saga erörtert werden  und lasse mich voller Freude in die Welt der Magie entführen.

  13. Cover des Buches Kuss der Nacht (ISBN: 9783442266234)
    Jeaniene Frost

    Kuss der Nacht

     (860)
    Aktuelle Rezension von: Jenni078

    Nachdem ich den ersten Band gelesen hatte, konnte ich es kaum erwarten, den zweiten Band zu lesen und ich muss sagen, dass der zweite Band eine gelungenen Fortsetzung ist.

    Der Autorin ist ein toller Mix aus Romantik, Fantasy und Action gelungen. Die Hauptprotagonistin Cat war mir sofort sympathisch und ich liebe ihren Charakter.
    Ich freue mich schon sehr darauf, den dritten Band zu lesen.
    Klare Leseempfehlung !

  14. Cover des Buches Biss zum Ende der Nacht (ISBN: 9783551316639)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Ende der Nacht

     (6.136)
    Aktuelle Rezension von: storylove

    Inhalt:

    Nach einem schwierigen Jahr voller Leid hofft Bella auf Besserung. Doch auch wenn sie und Edward endlich zusammen sein können, so vermisst sie ihren guten Freund Jakob schmerzlich. Doch dafür bleibt kaum Zeit, denn es droht wieder eine neue Gefahr, die Bellas Leben und das ihres Umfeldes für immer zerstören könnte.

    Schreibstil:

    Stephenie Meyer hat einen natürlichen, flüssigen Schreibstil, den man einfach gut und schnell lesen kann. Die Gefühle der Charaktere kann sie schön beschreiben, auch wenn sie mit der Romantik ein wenig zurückhaltender sein könnte, damit es nicht so schnulzig wirkt.

    Meinung:

    Auch wenn ich das Buch schnell durch hatte, fand ich die Geschichte nicht wirklich spannend. Vieles war vorhersehbar und zwischendurch langweilig. Mir hat die Spannung und Action gefehlt, die es am Anfang der Reihe noch gab. Immerhin gab es bei Bella eine Charakterentwicklung, die aber auch nicht wirklich überraschend war. Dennoch war dies das spannendste am Buch. Der große Showdown am Ende fand ich träge. Ich dachte, wenn die Volturi kämen, wird es aufregend, aber die meiste Zeit wurde nur geredet und verhandelt, bis es dann mal endlich zum Kampf kam. Dieser wirkte dann aber leider sehr erzwungen.


    Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich dieses Buch sehr schwach fand. Es gab zwar einige unterhaltsame Momente, aber im Großen und Ganzen hat mich das Buch schon enttäuscht. Es gab nicht viele spannende Momente, dafür aber eine Menge romantischer Kitsch, bei dem ich fast würgen musste. Ich wollte das Buch lesen, um mit der Reihe abzuschließen, aber nochmal werde ich es nicht lesen. Das Buch ist eher was für eingefleischte Vampir-Fans der Reihe.

    Das Buch bekommt von mir 2/5 Sterne.


  15. Cover des Buches Mörderkind (ISBN: 9783548612263)
    Inge Löhnig

    Mörderkind

     (160)
    Aktuelle Rezension von: coffee2go

    Kurze Inhaltszusammenfassung:

    Fiona wächst in einer Künstlerfamilie unter ärmlichen finanziellen Möglichkeiten, aber glücklich auf, bis zu dem Zeitpunkt als ihr Vater des Mordes an seiner schwangeren Geliebten beschuldigt wird und daraufhin ins Gefängnis kommt. Ihre Mutter nimmt sich das Leben und Fiona lebt bei ihrer Tante und ihrem Onkel, die zwar finanziell gut gesittet sind, aber nicht viel Liebe für das Kind übrig haben. Auch als junge Frau ist Fiona unsicher, aggressiv und misstrauisch – sie beginnt ein Studium, bricht es wieder ab, nimmt Hilfsjobs an und ist generell den Menschen gegenüber verschlossen. Als ihr Vater aus dem Gefängnis entlassen wird und kurz darauf unter mysteriösen Umständen verstirbt, beginnt sie selbst und mit der Unterstützung von Darcy Nachforschungen zu betreiben, die für die beiden zunehmend gefährlicher werden.

     

    Meine Meinung zum Buch:

    „Mörderkind“ ist ein außergewöhnlicher Krimi, der auch ohne Ermittlungsteam auskommt und trotzdem durchwegs spannend ist. Er gehört nicht zur Serie mit Kommissar Dühnfort, sondern ist ein eigener in sich abgeschlossener Krimi. Die beiden Hauptcharaktere Fiona und Darcy wirken recht authentisch und sympathisch, sodass man sich als Leser gut auf sie einlassen kann. Vor allem Fiona hat sich im Verlaufe des Buches stark verändert. Interessant ist auch, dass das Buch aus zwei Handlungssträngen besteht: einerseits wird die damalige Situation von Ben, Fionas Vater, und seiner damaligen Geliebten aufgeklärt und zweitens wird das Leben von Fiona aus heutiger Sicht betrachtet. Am Ende des Buches werden alle Überraschungen aufgeklärt und ein Ausblick auf Fionas Leben gegeben, wie es sich jetzt weiterentwickeln könnte.

     

    Titel und Cover:

    Der Titel „Mörderkind“ ist kurz und aussagekräftig, sodass er mir sehr gut gefällt. Das Cover ist einfach, klar und strukturiert und passt dadurch auch gut zu den vorigen Büchern von Inge Löhnig.

     

    Mein Fazit:

    „Mörderkind“ ist ein äußerst empfehlenswerter Krimi von Inge Löhnig, der auch ohne Ermittler, die den Hauptteil des Krimis ausmachen, auskommt. Trotzdem habe ich das sympathische Ermittlerduo Kommissar Dühnfort und seine Freundin Gina etwas vermisst. Vielleicht gibt es hier bald wieder Krimi-Nachschub.

  16. Cover des Buches Der Herr der Ringe. Bd. 2 - Die zwei Türme (Der Herr der Ringe. Ausgabe in neuer ÜberSetzung und Rechtschreibung, Bd. ?) (ISBN: 9783608939828)
    J. R. R. Tolkien

    Der Herr der Ringe. Bd. 2 - Die zwei Türme (Der Herr der Ringe. Ausgabe in neuer ÜberSetzung und Rechtschreibung, Bd. ?)

     (1.024)
    Aktuelle Rezension von: Schiebelini

    Es geht weiter beim Herrn der Ringe und ich bin weiterhin maßlos enttäuscht und gelangweilt.

    Nachdem sich Frodo und Sam von der Gruppe getrennt haben, wird im ersten Kapitel direkt so emotionslos wie es nur geht, der Tod Boromirs abgehandelt. Eine Szene, die mich im Film stark bewegt hat, umfasst hier gerade so eine Dreiviertelseite und endet mit den tiefgründigen Worten Aragorns: "Oh weh."

    Ja, oh weh, was für eine Grütze. Nachdem ich jetzt zwei Drittel dieses angeblich so tollen Epos gelesen habe, frage ich mich wirklich, wie die Filme es geschafft haben, doch so gut zu werden. Ich war nie ein Riesenfan dieser meist ja sehr langen Blockbuster, aber je mehr ich vom Buch lese, desto besser finde ich die Filme, weil sie alles so viel besser machen. Denn die eben beschriebene Emotionslosigkeit findet man ständig im Buch. Keine Freude wird beschrieben, keine Furcht, keine Traurigkeit. Das höchste der Gefühle ist, wenn statt "sagte er" mal "brummte er" oder "wimmerte er" nach einem gesprochenen Satz steht.

    Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Während im ersten Teil der Kampf gegen Isengart abgearbeitet wird, folgt man in Teil zwei Frodo und Sam, die sich nach Mordor durchschlagen wollen. Im zweiten Teil wird es mit der Beschreibung der Gefühle etwas besser, aber auch nicht wirklich zufriedenstellend. Meistens bleibt es hier auch bei Sorgen, Angst und Misstrauen, die mal am Rande erwähnt werden.

    Zugegeben: Der zweite Teil dieses Buches hat mich etwas besser unterhalten, was ich erstaunlich fand, da ich die Szenen mit Frodo und Sam in den Filmen meistens als die schwächeren empfand. Das Positive liegt vor allem an Gollum, der durch seine geteilte Persönlichkeit durchaus einen interessanten Charakter darstellt. Allerdings nervt seine Art zu reden auf Dauer etwas und außerdem bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht durch die Filme etwas zu positiv voreingenommen bezüglich Gollum bin.

    Ohnehin habe ich das Gefühl, dass ich viele Szenerien und Abläufe bestimmter Szenen nur so bildlich im Kopf habe, weil ich die Filme gesehen habe. Vor allem bei Helms Klamm und dem Weiher, in dem Gollum planscht, ist mir das aufgefallen. Tolkien beschreibt zwar viel und ausführlich, aber allein dadurch schaffe ich es nicht, mir die Szenerie bildhaft vorzustellen. Helms Klamm war ohnehin eine herbe Enttäuschung. Die epischste Schlacht der Trilogie ist in nur 10 Seiten abgehandelt. Der zweite Film hat sich fast 40 Minuten für diese Schlacht Zeit gelassen. Im Buch steht das dann ungefähr so da:

    Aragorn und Eomer kämpfen, bis sie müde sind und auch dann kämpfen sie noch weiter. Legolas und Gimli tauschen emotionslose und erstaunlich unlustige Deathcounts aus. Die Orks sind zahlreich. Aragorn und Eomer sind müde ... ah ne, hab ich ja schon gesagt. Legolas und Gimli tauschen ... shit ... ähm ... Die Orks werden nicht weniger und ... ach fuck it! Gandalf kommt und abakadabra, ich bin ein Zauberer und mache zauberhafte Dinge. Schlacht vorbei, wir haben gewonnen, Auf Eorlingas oder so.

    Ich war maßlos enttäuscht. Ich hatte richtig auf dieses Kapitel hingefiebert und dann war es so ein Reinfall. Fast noch besser ist da die "Schlacht" der Ents gegen Isengard. Die bekommen wir nämlich nur etwas lapidar erzählt von Pippin und Merry, beim drölften Frühstück versteht sich, denn die Hobbits können offensichtlich nur ans Essen denken.

    Was mich zu den Charakteren bringt, die allesamt einfach nur flach bleiben - zugegebenermaßen habe ich da keine großen Offenbarungen erwartet. Zu keiner Zeit scheint sich ein Charakter von einem anderen abzuheben (erneut mit der Ausnahme von Gollum). Und die Hobbits regen mich mit jedem Teil mehr auf. Dummheit und Naivität scheinen nicht auszureichen, diese Rasse zu beschreiben. Eine gefährlich aussehende Glaskugel? Muss berühren! Gollum endgültig aus der Welt schaffen, damit man seine Ruhe hat? Quatsch, lass ihm mal komplett vertrauen. Ein Geheimnis bewahren? Den Begriff kenne ich nicht. Alles, wirklich alles Schlimme dieser Trilogie ist auf die Unfähigkeit dieser Hobbits zurückzuführen.

    Ich musste mich teilweise zwingen dieses Buch weiterzulesen. Und natürlich hilft es nicht, wenn man am Ende der Seite den Anfang schon wieder vergessen hat. Denn das Wort "Spannungsaufbau" hat Tolkien vermutlich niemals gehört. Das gesamte Buch wird damit zäh, eintönig und (wie in Teil 1) mehr ein Bericht als irgendetwas anderes. Ich wollte eine Geschichte, eine Erzählung lesen - nicht die eintönigen Texte aus dem Schulgeschichtsbuch.

  17. Cover des Buches Im Westen nichts Neues (ISBN: 9783462046335)
    E.M. Remarque

    Im Westen nichts Neues

     (1.176)
    Aktuelle Rezension von: julia-elysia

    Ich habe das Buch sowohl in der neunten Klasse als auch in der Universität im vierten Semester gelesen (ich studiere Germanistik/Geschichte). Beide Male wurde mir vor Augen geführt, wie wichtig dieses Buch ist und wie wichtig es auch ist, sich mit diesem auseinanderzusetzen.

    Es handelt sich nicht um eine biografische Erzählung, jedoch um eine Erzählung, die repräsentativ für die Erlebnisse der Soldaten im Ersten Weltkrieg stehen kann. Als Leser erhält man einen Eindruck, wie sich die Soldaten an der Front gefühlt haben, wie sie damit umgegangen sind, dass sie keinen persönlichen Bezug mehr zu den Gegnern hatten, und wie sie damit umgegangen sind, als sie dem Gegner erstmals von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen und realisieren, dass sie genauso Menschen sind wie sie selbst.

    Verluste, Umgang mit Entfremdung (vor allem in der eigenen Heimat und auch in Bezug auf die Gegner) und der Kampf ums Überleben sind zentrale Themen des Romans.

    Der Protagonist Paul steht nicht für ein einziges Individuum, sondern für viele Soldaten im Ersten Weltkrieg, die gemeinsam diese Erfahrungen gemacht, gelitten und ihre Seelen und ihre Leben geopfert haben.

    Selbst, nachdem ich den Roman zum zweiten Mal gelesen habe, kann ich sagen, dass es für mich immer noch ein 5-Sterne-Buch ist.

  18. Cover des Buches Dreams of Gods and Monsters (ISBN: 9783596033171)
    Laini Taylor

    Dreams of Gods and Monsters

     (251)
    Aktuelle Rezension von: isas_bookworld

    Das Buch ist in der Er-/Sie-Perspektive geschrieben, was normalerweise nicht mein favorisierter Stil ist. Hier hat es aber absolut zur Geschichte gepasst, weil es das leicht märchenhafte Flair unterstreicht. 

    Leider hatte ich allerdings das Gefühl, dass der Schreibstil zu gewollt poetisch und umschweifend geraten ist, was die Geschichte sehr langatmig und das Lesen dadurch eher anstrengend gemacht hat.

    Auch wurden mir die Perspektivwechsel schnell zu viel, da man sich kaum auf eine Handlung fokussieren konnte, bevor wieder etwas ganz anderes passiert ist.


    Die Beschreibungen für die Welt und die dort lebenden Kreaturen fand ich hingegen eigentlich gelungen, wenn auch etwas zu ausschweifend, da man ein sehr detailliertes Bild von den Handlungsorten und Charakteren im Kopf hatte, was in Bezug auf die einzelnen Kreaturen besonders spannend war.


    Karou ist wieder die Protagonistin des Buches. Mit ihrer schlagfertige Art konnte sie mich wieder absolut von sich überzeugen. Zudem ist sie unglaublich stark, mutig und hat ein unglaublich großes Herz.

    Auch Akive ist wieder der männliche Protagonist, sieht überwiegend gut aus und kämpft für eine bessere Welt. 

    Mein absoluter Favorit ist allerdings weiterhin Zuzana, Karous beste Freundin. Ich bin so froh, dass ihre Rolle in diesem Buch noch wichtiger geworden ist, da ich sie einfach liebe. Sie ist so eine liebenswerte Person, die es schafft, jede Situation mit ihrer bloßen Anwesenheit weniger schlimm aussehen zu lassen. Sie ist eine wundervolle Freundin, sodass man sie einfach nur ins Herz schließen kann. 

    Hinzu kommen weiter altbekannte Charaktere, die ich allesamt wirklich lieben gelernt habe.

    Negativ sehe ich allerdings wiederum die Tatsache, dass immer weitere neue Charaktere hinzukommen und sogar eigenen Kapitel aus ihren Perspektiven bekommen, obwohl sie Geschichte überhaupt nicht voranbringen. Das ist mir schon beim 2.Teil der Reihe aufgefallen, geht mir hier aber entgültig auf die Nerven. 


    Allgemein muss ich sagen, dass ich die Geschichte zwar spannend fand, durchgehend aber das Problem hatte, dass die Handlung durch die viel zu detaillierten Beschreibungen zu langatmig wurden. So hat man schnell die Lust am Weiterlesen verloren. 

    Auch fand ich das Buch leider nicht wirklich mitreißend, da siech so manches ständig wiederholt hat. Ich habe zumindest keine Ahnung, wie oft Karou und Akiva alleine in diesem Band zusammenkommen wollten, aus unerfindlichen Gründen aber immer und immer und immer wieder daran gehindert wurden. Das wirkte irgendwann einfach nicht mehr glaubhaft.

    Außerdem führten viel zu viele Nebenhandlungen, die meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig gewesen wären (z. B. die Story mit Eliza), dazu, dass die Haupthandlung zu sehr in den Hintergrund gerückt wurde. Es ist mir einfach zu viel nebenbei und zu wenig im der Haupthandlung passiert.

    Das hat mir sogar dad Gefühl gegeben, dass man die Reihe auch auf zwei Bände hätte kürzen können, ohne der Geschichte zu schaden. Vielleicht hätte ihr das sogar gut getan. 

    Auch wenn ich die Lovestory zwischen Akiva und Karou irgendwann nur noch nervig fand, hat mich eine andere doch wirklich sehr verzückt. Darauf kann ich aufgrund von Spoilergefahr allerdings nicht genauer eingehen. Es war aber schon so ziemlich mein liebster Teil des Buches.

    Trotzdem war das Buch teilweise sehr spannend - besonders der Einstieg war sogar ziemlich toll, sodass ich eigentlich dachte, ich würde dieses Buch bestimmt lieben - und natürlich wollte ich auch unbedingt wissen, wie die Geschichte letztendlich ausgeht. Alles in allem fand ich die Auflösung dann zwar sehr logisch, aber leider auch nicht wirklich spektakulär, sodass mich das Buch nicht wirklich flashen konnte. 


    Alles in allem hat mich das Buch doch sehr enttäuscht, wodurch ich ihm leider nur 2,5 Sterne geben kann. 


  19. Cover des Buches Der Herr der Ringe. Bd. 3 - Die Rückkehr des Königs (Der Herr der Ringe. Ausgabe in neuer ÜberSetzung und Rechtschreibung, Bd. ?) (ISBN: 9783608939835)
    J. R. R. Tolkien

    Der Herr der Ringe. Bd. 3 - Die Rückkehr des Königs (Der Herr der Ringe. Ausgabe in neuer ÜberSetzung und Rechtschreibung, Bd. ?)

     (1.014)
    Aktuelle Rezension von: Bellchen2905

    Ich denke die Handlung können wir uns auch bei diesem Band sparen. 

    Das Finale ist toll man erfährt so einiges was aus den einzelnen Charakteren geworden ist, die man in Herz geschlossen hat. Auch was in der Zwischenzeit so im Auenland passiert ist und ob sich Sams Visionen bewahrheitet haben. 

    Das einzige was mich an diesem Band gestört hat war die Einstellung von Éovyn, dass war auf dauer doch etwas nervig. 

    Dennoch absolute Leseempfehlung. 

  20. Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522202503)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte

     (6.897)
    Aktuelle Rezension von: kias_bookpages

    Ich glaub bei diesem Buch sollte man sich dezent an der Leseempfehlung halten. Aus Erwachsenen Augen war das Buch wirklich voller Fantasie & teilweise sehr kindisch. 

    Aber der Protagonist ist 10 Jahre alt und reist in ein Land in den Feen & Elfen noch die unkreativsten Lebewesen sind, daher ist diese kindliche Erzählweise nur verständlich. 

    Mit dem Schreibstil konnte ich mich bis zum Schluss nicht anfreunden und auch wenn der Inhalt für Kinder gedacht ist fand ich diesen auf ein sehr hohes Niveau. 

    Aber jetzt zu den wichtigen Dingen: 

    Ich hab gelacht & mit Atreju und Bastian mit gefiebert. Die Geschichte konnte mich begeistern und der Autor hat mich teilweise sogar überrascht. Dazu waren die Moralischen Aspekte einfach sehr stark und brachten mich manchmal zum grübeln. Nur manchmal zog sich die Handlung etwas und verstrickte sich in Beschreibungen. 

    Auch das Ende, explizit die Szene mit seinem Vater, fand ich etwas unrealistisch. So wie er vorher beschrieben wurde und wie er jedes einzelne von Bastians Worten glaubte ... das war etwas too much. 

    Aber kurz um: Eine schöne Geschichte für Kinder & Jugendliche im Alter von 10 - 14 !

  21. Cover des Buches Die Tribute von Panem 3. Flammender Zorn (ISBN: 9783789121296)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 3. Flammender Zorn

     (8.025)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Der letzte Teil und, wie ich finde, der schwächste Band der Trilogie. Nichtsdestotrotz ein spannendes Abenteuer. Doch der Durst nach Rache an Snow bringt nicht immer nur Erfolge mit sich. War die Geschichte doch sehr militärisch geprägt, hat mir das Ende umso mehr gefallen. Es ist nicht alles gut und das passt einfach perfekt.

  22. Cover des Buches Bis ans Ende der Geschichte (ISBN: 9783328100515)
    Jodi Picoult

    Bis ans Ende der Geschichte

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Schroeder

    Schuld in allen Facetten - Vergebung und Rache

    Sage fühlt sich schuldig und hässlich - denn als ihre Mutter nach einem Autounfall starb, saß sie am Steuer. Seitdem versteckt sie sich, ihr Gesicht mit der Narbe und sich ganz, so weit wie möglich. Nur in einer Trauergruppe und nachts als Bäckerin allein im Cafe - und bei den Kollegen bei der Übergabe und bei dem verheirateteten Liebhaber akzeptiert sie Menschen um sich.

    In der Trauergruppe begegnet sie dem etwa 90jährigen Josef, der der auserwählte Gutmensch ihrer Gemeinde war und beginnt eine schüchterne Freundschaft.

    Dazwischen immer wieder eine Geschichte, fast ein Märchen mit viel Gewalt und einer unmöglichen Liebe.

    Backen mit unendlich viel Liebe und Perfektion in der Geschichte bei Sage und ihrer Großmutter Minka.

    Nach und nach entwickelt sich die Geschichte zu einer Geschichte rund um den Holocaust, Schuld und Mitschuld, Vergebung, Rache und Strafe. Manches ist an den Haaren herbei gezogen, vieles vorhersehbar, manches fein ineinander verwebt. Es häufen sich Klischees und alles ist überfrachtet und dennoch nimmt die Geschichte mit in beiden Wortsinnen. Am Ende steht man wie Sage vor einem Scherbenhaufen und muss sein eigenes Bild der Geschichte selbst zusammenfügen.

    #Holocaust #Shoah #Schuld #Rache #Vergebung #BisansEndederGeschichte #JodiPicoult #KathrinliebtLesen



  23. Cover des Buches Die Sturmjäger von Aradon - Feenlicht (ISBN: 9783570307274)
    Jenny-Mai Nuyen

    Die Sturmjäger von Aradon - Feenlicht

     (388)
    Aktuelle Rezension von: Felicitas_Brandt

    „Unten servieren sie Cremetörtchen. Ich habe eins für dich mitgenommen, aber Gesten der Freundlichkeit verärgern dich ja. Also habe ich dein Törtchen auf dem Weg gegessen.“

    Seite 201

     

    Hel weiß nicht wo sie herkommt oder wer sie ist, bis zu dem Zeitpunkt, Kapitain Gharra sie aus ihrem Schicksal befreit und zur Sturmjägerin ausbildet. Das Schwebeschiff Schwalbe ist ihre Heimat – bis sie abstürzt. Plötzlich findet Hel sich mitten im Toten Land wieder, umgeben von tödlichem Nichts und einem geheimnisvollen Retter. Aber wer ist der Junge, der von jetzt an mit ihr durch das Land zieht? Und über welche Kräfte verfügt er? 

    Als Hel es zurück in die Stadt und unter ihre Leute schafft, erfährt sie von einem schrecklichen Dämon, der das Land heimsucht. Gemeinsam mit einer neuen Gruppe von Sturmjägern macht sie sich auf die Suche nach dem Dämon – und steht plötzlich Mercurin gegenüber, dem Jungen, der ihr das Leben gerettet hat …

     

    „Ich war nicht darauf gefasst, dass ich zweifeln würde.“

    Seite 81

     

    Jenny Mai Nuyen hat einen unverkennbaren Schreibstil der mich total in die Geschichte hineingesogen hat. Er ist poetisch und ein bisschen schwer, aber wunderschön darin. Ich liebe die Bilder, die sie mit ihren Worten zeichnen kann. Das Setting ist gewaltig, eine unberechenbare Wüstenwelt in der die Jagd nach magischen Stürmen die Wirtschaft und das Leben ermöglicht. Das Reich Aradon ist dadurch reich und mächtig geworden. Doch dann erheben sich fünf Dämonen von dem Alten Volk, um die Menschheit für ihr Verhalten zu vernichten.  Dafür müssen Totenlichter gefunden werden, denn sie geben die nötige Macht.

     

    Die Autorin schafft es in ihrer Geschichte politische Themen anzusprechen, die uns heute genauso betreffen, das hat mich sehr beeindruckt.

    Hel ist ein toller Charakter, stark, aber verletzlich und herrlich sarkastisch. Mercurin ist verschlossen, er hilft Hel, obwohl er es nicht müsste, obwohl sie seinem Ziel eigentlich im Weg steht. Und doch kann er nicht anders. Ich fand die Beiden unglaublich toll zusammen.

     

    Ich liebe das Buch, das Cover, die Figuren, die Handlung – einfach alles ♥

     

    „Ein zwergischer Name für ein Menschenkind. Licht für eine Halbblinde.“

    Seite 16

  24. Cover des Buches Kain und Abel (ISBN: 9783453422032)
    Jeffrey Archer

    Kain und Abel

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Harry_Robson

    Jeffrey Archer entwickelt hier eine Geschichte, die in Europa beginnt und in den USA weiterläuft.  Genau wird beschrieben, wie sich die Protagonisten entwickeln und irgendwann im Leben aufeinander stoßen. Sehr schön und in aller Deutlichkeit werden die "Brüder" gezeichnet und dargestellt. Ein Meisterwerk der Romankunst

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