Bücher mit dem Tag "verrohung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "verrohung" gekennzeichnet haben.

38 Bücher

  1. Cover des Buches Der Goldene Handschuh (ISBN: 9783498064365)
    Heinz Strunk

    Der Goldene Handschuh

     (254)
    Aktuelle Rezension von: Porpetinas_fantastische_Buecher

    Vorwort:

    Ich bin wirklich niemand, der ein Buch sofort verurteilt und meine Meinung bilde ich mir erst am Schluss. Ich wäge ab, analysiere meine Gedanken und Gefühle während des Lesens und wie ich mich am Ende gefühlt habe. Und selbst dann ist es manchmal einfach nur schwierig. "Der goldene Handschuh" ist mein Flop des Jahres und vielleicht hätte ich auf meine innere Stimme hören sollen, die mich vor meiner Neugier warnte. Aber ich fand den Film so klasse gemacht; spannend, interessant; trotz der Brutalität und dem subtilen Ekel. Ich hätte mal auf sie hören sollen....

    Inhalt:

    Uff...selbst nachdem ich eine Weile nachgedacht habe, fällt es mir irgendwie schwer, meine Gedanken und Gefühle kompakt niederzutippen. Das Buch ist mit seinen 252 Seiten eher etwas, woran ich nicht lange sitze...egal ob es etwas Leichtes oder Schweres ist, aber die Geschichte zog sich teils so krasss hin, dass ich mitunter nur 50 Seiten am Tag schaffte. 

    Dabei fand ich es anfangs fand noch ganz gut. Der "Goldene Handschuh" und seine Bewohner sind eine bunte Truppe mit verschiedenen Schicksalen, Eigenarten und Problemen, die ich interessant fand. Zwar gab es nach kurzer Zeit die erste befremdliche Szene, die mich vor allem wegen dem Stil des Autors eher abstoß, aber es fesselte. 

    Doch nach guten hundert Seiten folgte die langsame Ernüchterung. Anstatt eine wirklich interessante Studie über einen bekannten Frauenmörder und seinen Weg zu verfassen, langweilte Strunk mit eher belanglosen Nebengeschichten und schaffte es einfach nicht, mich irgendwie zu fesseln und emotional mitzunehmen. Wo der Film einen bannt, suchte ich beim Buch vergebens danach.

    Es wurden einfach zu viele Dinge erzählt, die in meinen Augen nicht Not getan hätten. Ich finde es durchaus gut, dass es nicht in Splatter ausgeartet ist, aber man hätte doch mehr auf die Morde und die einhergehende psychische Veränderung eingehen können, die ich so nicht nachvollziehen konnte. Es wurde etwas über seinen Zustand erzählt und gut war...

    Die einzigste Sache, die mir gut gefiel, war das Postskriptum, wo die letzten Lebensjahre von Honka prägnant erzählt werden...

    Schreibstil & Figuren:

    Ich habe es wirklich versucht, aber ich empfinde den Stil von Strunk einfach nur als grausig. Vielleicht bin ich der falsche Leser für ihn gewesen, aber das ging gar nicht. Jegliche spannenden oder interessanten Momente wurden dann gleich wieder von der Langeweile gekillt und vor allem die vielen kurzen und abgehackten Sätze nervten mich. Vulgär, eklig, schräg. Mag sein, dass man so miteinander da sprach, aber für mich war es schlicht too much....

    Bei manchen Figuren fragte ich mich, warum sie überhaupt im Buch erschienen. Entweder waren sie wirklich nur am Rande wichtig oder erfüllten keine Funktion. Ich hatte das Gefühl, dass ihre Passagen nur als Seitenfüller dienten. Honka selbst ist durchaus eine interessante Person, deren Verderb mir hier aber nur oberflächlich und zu kurz beschrieben wurde.

    Fazit:

    Ich ging mit den falschen Erwartungen ran und weiß es jetzt besser. Strunks emotionsloser, langweiliger und teils vulgärer Stil ist nichts für mich und es wird auch bei diesem Versuch bleiben....was "Der goldene Handschuh" angeht: Da bleibe ich liebe beim Film, denn der ist dank der klasse Schauspieler und dem Setting echt interessant und spannend....was ich über das Buch leider nicht sagen kann. Von mit gibt es nur:

    1 von 5 Sterne

  2. Cover des Buches Das Kartell (ISBN: 9783426304297)
    Don Winslow

    Das Kartell

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Nachdem er Adán Barrera, den mächtigsten Kartellboss Mexikos, in einem US-amerikanischen Hochsicherheitsgefängnis untergebracht hat, zieht sich Art Keller aus dem Drogenkrieg zurück. Sein Exil hat er in einem Kloster gefunden, in dem er Bienen züchtet. Doch der Drogenkrieg geht weiter. Adáns Einfluss reicht so weit, dass er einen Deal für sich abschließen kann, der ihn von den USA in mexikanische »Haft« bringt. Wenig später gelingt ihm die »Flucht« und Arts Ruhestand endet abrupt, als sein alter Chef Tim Taylor ihn um Hilfe bittet. Sein Wissen über die Kartelle und die Barreras speziell ist zu unentbehrlich, um in der Bienenzucht zu vergehen.

    Don Winslows zweiter Teil der Trilogie um den Drogenkrieg um die und jenseits der Südgrenze der USA erschien 2015 bei Droemer. Das Kartell umfasst 832 Seiten und schließt chronologisch an Tage der Toten an.

    Das Buch dreht sich um den US-amerikanischen Drogenkrieg, hauptsächlich in Mexiko. Es gibt Exkurse nach Guatemala und zur ‘Ngrangheta in Europa, außerdem zu den Verwicklungen zum islamistischen Terrorismus. Der weitaus größte Teil der Geschichte spielt aber in Mexiko. Das Buch ist, wie schon Tage der Toten, intensiv recherchiert und orientiert sich im Rahmen an der historischen Realität, die Geschichte selbst allerdings ist Fiktion. Behandelt wird der Zeitraum der Nullerjahre und ein Stück darüber hinaus.

    Wieder zurück im Geschehen muss Art Keller feststellen, dass sich die Kartelle in Mexiko zunehmend brutalisieren. Waren zivile Opfer früher eher die notwendige Ausnahme, nutzt eine zunehmende Zahl von Kartellen sie mehr und mehr als normale Strategie im Krieg. Mexiko wird zum Schlachtfeld – Betonung auf der ersten Silbe -, Städte werden entvölkert, die Kartelle bauen sich paramilitärische Armeen auf und die staatlichen Behörden sind entweder Nutznießer der Kartelle, sehr schnell ausgelöscht oder stehen den Kartellen in Brutalität und Willkür in nichts nach. Im wahrsten Sinne des Wortes zerrieben wird dazwischen die Bevölkerung.

    Auch das Geschäftsfeld der Kartelle beginnt einen Wandel. Ging es früher noch hauptsächlich um Drogenproduktion und -transport, sowie Geldwäsche, etwas Schutzgelderpressung und Straßenkriminalität im Allgemeinen, so wandelt sich dies hin zu den großen internationalen Feldern. Öl wird interessant, ebenso globaler Waffenhandel. Die Kartelle haben astronomische Vermögen aus ihrem Kerngeschäft gezogen, dieses Geld muss irgendwo arbeiten. Gerade das Öl verschärft die Kämpfe um ölreiche Regionen in Mexiko. Winslow nimmt, um die Folgen des Drogenkrieges für die Bevölkerung schonungslos zu verdeutlichen, Ciudad Juárez zu einem seiner zentralen Handlungsorte. Die Stadt litt tatsächlich schwer unter dem Krieg zwischen Kartellen und Behörden und die Handlung ist in all ihrer Brutalität stark an die historischen Ereignisse angelehnt.

    Auch in Das Kartell schwebt zwischen den Zeilen immer Winslows Kritik an der kriminalisierenden Drogenpolitik. Und wie schon im ersten Band zeigt er wieder schonungslos auf, wie alle Kriegsparteien letztendlich von dieser Politik profitieren – auf Kosten der Bevölkerung. Gegen Ende spricht er seine Kritik auch nochmal explizit aus. Eine hervorgehobene Rolle bekommen Journalisten, die nun gezielt Opfer werden, und die Frauenmorde von Ciudad Juárez.

    Anknüpfend an den ersten Teil ist auch Das Kartell zwar ein sehr dickes Buch, wird aber nicht langweilig. Winslow schreibt flüssig, erinnert stilistisch wieder ein wenig an Sin City. Seine Figuren stellt er ausführlich dar, so werden auch die Beweggründe der größten Unsympathen zwar nicht akzeptabel, aber verständlich. Auch die Zivilbevölkerung bekommt durch eigene Figuren und Handlungsstränge viel Raum, um ihr Leid zu vermitteln. Gerade das Dilemma der Journalisten, die ab einem gewissen Punkt entweder gar nicht mehr oder mit der Stimme der jeweiligen Besatzer berichten können, nimmt eine zentrale Rolle ein. Winslow zeigt, wie sich in den Nullerjahren daraus das Aufkommen der Bloggerszene als Parallelfeld des klassischen Journalismus’ entwickelt.

    Das Kartell ist epochal, wie sein Vorgänger Tage der Toten. Der behandelte Zeitraum ist zwar deutlich kürzer, die Handlung dadurch aber nicht weniger mächtig. Das Buch ist lang, erschlägt die Lesenden aber nicht. Und es gibt tiefe Einblicke in ein Stück Geschichte der amerikanischen Kontinente, die wir hier nur am Rande erlebt haben. Absolut lesenswert.

  3. Cover des Buches Angerichtet (ISBN: 9783462043471)
    Herman Koch

    Angerichtet

     (242)
    Aktuelle Rezension von: Tausendléxi

    Ein Abend in einem Sternerestaurant. Zwei Brüder, Serge mit Paul und ihren Ehefrauen Babette und Claire. Paul erzählt aus seiner Perspektive den Verlauf dieses Abends. Er hatte keinerlei großes Interesse auf diesen gemeinsamen Abend. Die zwei Paare plaudern über Urlaubspläne und Filme. Viel small – talk um dem eigentlichen und sehr wichtigen Thema erst einmal aus dem Wege zu gehen. Die Zukunft ihrer Söhne Michel und Rick.

    Die beiden fünfzehnjährigen Jugendlichen haben etwas getan, was ihre Zukunft ruinieren könnte. Die Eltern suchen nach Lösungen. Jedoch sind ihre Meinungen dazu sehr unterschiedlich und die Suppe der Aggression kocht allmählich brodelnd auf. Einer der vier verkündet ein ungeheuerliches Vorhaben, doch seine Tischnachbarn sind alle anderer Meinung. Sie versuchen mit allen Mitteln den Plan zu vereiteln.


     > Als erstes fiel an Claires Teller die unendliche Leere auf. Na klar, ich weiß auch, dass in besseren Restaurants Qualität über Quantität geht, doch es gibt solche und solche leere Teller. Hier war das Prinzip der Leere deutlich auf die Spitze getrieben. <

    Seite 51


    Was Herman Koch mit > Angerichtet < auf den Weg gebracht hat, ist eine Tragikomödie aller erster Sahne. Er baut die Story gemäß eines drei Gänge Menüs auf, vorweg den Aperitif. Er lässt beim Aperitif die zwei Paare erst einmal ankommen. Bei der Vorspeise bleiben die Gespräche und Gemüter scheinbar noch entspannt. Der Hauptgang verspricht Spannung vom feinsten und das Dessert krönt im wahrsten Sinne des Wortes das Menü und dieses moralische Sittengemälde. Hier erleben wir die Dramatik, die brillant und so faszinierend aufgebaut ist, das es schon unglaublich erscheint. Große Leseempfehlung !

  4. Cover des Buches Die Brandmauer (ISBN: 9783423212199)
    Henning Mankell

    Die Brandmauer

     (554)
    Aktuelle Rezension von: Jisbon
    "Die Brandmauer" war mein erstes Buch von Henning Mankell, aber ich konnte der Handlung dennoch problemlos folgen und die Andeutungen auf vorherige Fälle haben mich eher neugierig auf den Rest der Reihe gemacht als am Lesen gehindert.

    Der Fall selbst war sehr interessant - komplex und stellenweise undurchsichtig, aber nicht unverständlich oder unnötig kompliziert. Gut gefallen hat mir, dass der Autor falsche Fährten gelegt hat und sich einige scheinbare Zusammenhänge als Zufall herausgestellt haben, da man so gefordert blieb und immer darüber nachdenken musste, was wohl passiert sein könnte. Außerdem blieben die Ermittlungen so spannend (obwohl einiges für mich doch vorhersehbar war). Wallanders Ermittlungsarbeit hat mir hierbei gut gefallen, auch wenn sie teilweise zäh und scheinbar mühsam war, aber das kam mir realistisch vor, weshalb es mich nicht gestört hat. Die Computerkriminalität war interessant, allerdings kann ich nicht beurteilen, ob die Darstellung Fehler enthielt oder nicht. Sie hat auf jeden Fall einen guten Hintergrund für die Geschichte geliefert. Die Auflösung war für mich auch zufriedenstellend; es ist ein bisschen schade, dass Lücken geblieben sind, aber wie Wallander sagt: " In jeder Ermittlung blieb immer ein Rest von Unklarheit."

    Wallander selbst war für mich eine sympathische Figur, auch wenn er sich ein wenig selbst bemitleidet, definitiv Fehlentscheidungen getroffen und große Fehler gemacht hat; dadurch wurde er menschlich und wirkte greifbarer, echter. und ich muss sagen, dass er mir oft leid getan hat - sein Leben scheint nicht gerade erfüllend zu sein und in "Die Brandmauer" passieren einige Dinge, die vieles, an das er geglaubt hat, durcheinander bringen. Ich finde es bewundernswert, dass er trotzdem weiter machen möchte, frage mich aber, ob das wirklich gut gehen kann... die Folgebände werden es vermutlich zeigen. Aber erst einmal werde ich die ersten acht Bücher lesen.
  5. Cover des Buches Pici: Erinnerungen an die Ghettos Carei und Satu Mare und die Konzentrationslager Auschwitz, Walldorf und Ravensbrück (ISBN: 9783944442402)
    Robert Scheer

    Pici: Erinnerungen an die Ghettos Carei und Satu Mare und die Konzentrationslager Auschwitz, Walldorf und Ravensbrück

     (42)
    Aktuelle Rezension von: parden
    EIN PERSÖNLICHES MAHNMAL...

    Robert Scheer liebte seine Großmutter. Dies ist an und für sich nichts Besonderes, doch eigentlich ist es ein Wunder, dass es den Autor überhaupt gibt. Denn eigentlich hätte seine Großmutter Pici nicht überleben, nicht heiraten und keine Familie gründen dürfen. Denn dies war der Plan von Hitler und seinen Schergen. Doch als einzige ihrer weitverzweigten jüdischen Familie überlebte Pici ("die Kleine") seinerzeit die Gräuel des Holocaust.


    "Die Weisen sagen, das Ziel des Lebens sei das Leben selbst. Dem folgend habe ich das Ziel erreicht. Denn ich lebe noch." (S. 56)


    Zum 90. Geburtstag seiner Großmutter beschloss Robert Scheer, diese nach ihren Erlebnissen zu befragen, damit ihr Zeugnis bewahrt bleibt. Und wo Pici jahrzehntelang geschwiegen hat, öffnete sie sich ihrem Enkel gegenüber und gab Auskunft über helle und dunkle Jahre ihrer Vergangenheit.

    Die ersten zwei Drittel des Buches erzählen von Picis Familie und ihrer Kindheit in Rumänien. Dort wohnte die Familie ungarischer Juden und lebte vom Holzhandel des Vaters. Arm, kinderreich, aber zufrieden, so wie viele andere Menschen der kleinen rumänischen Stadt auch. Als etwas langatmig habe ich diese Schilderungen zeitweise empfunden, aber andererseits als durchaus legitim - holte sich Pici auf diese Art noch einmal alle Mitglieder iher großen Familie in ihre Erinnerung zurück, alle in den Jahren des Holocaust ums Leben gekommen.

    Die schlimmen Erlebnisse Picis nach dem Verlust ihrer Heimat in den 40er Jahren nach der Machtergreifung Hitlers nehmen entsprechend etwa ein Drittel des Buches ein. Die Vertreibung ihrer Familie aus der kleinen rumänischen Stadt, die Erfahrungen im Ghetto, die Deportationen in verschiedene Konzentrationslager, die Kälte, die Hitze, der Hunger, die Unmenschlichkeit, die Angst, die Krankheiten, das Trauma, der Tod - Dinge, über die es sicher auch nach 70 Jahren noch schwerfallen dürfte zu sprechen.

    Was mich bei der Lektüre verblüffte, waren die großen Erinnerungslücken Picis, die viele schreckliche Erlebnisse und Details ausgeblendet zu haben scheint.


    "Und auch für die folgenden Zeiten gibt es solche kleinen Momente, die völlig in meinem Gedächtnis fehlen, aber nicht so, dass ich sie nach Jahren vergessen hatte, sondern so, als hätten sie nichts mit mir zu tun gehabt. Vielleicht, weil mein Verstand dies alles nicht nachvollziehen konnte und von sich wegschob..." (S. 90)


    Entsprechend rudimentär erscheinen denn auch teilweise die Erinnerungen, Spotlights der Schrecken, wobei die Schilderungen selbst nahezu nüchtern erscheinen. Dennoch kommt das Grauen beim Leser an, die Bilder lassen sich ncht verdrängen, die Unfassbarkeit der Erinnerungen bricht sich Bahn. Zahlreiche in den Text integrierte Fotos (viele aus dem Privatbesitz des Autors) unterstreichen das Geschriebene, geben dem Erzählten ein Gesicht und verankern das Grauen in der Realität.

    Der Schreibstil ist einfach, erinnert zeitweise an einen ungeübten Schulaufsatz. Doch vieles ist in wörtlicher Rede wiedergegeben und dokumentiert so eher das Gespräch zwischen dem Enkel und seiner Großmutter Pici als dass es literarisch aufgearbeitet ist. Dieses Stilmittel der wörtlichen Rede unterstreicht in meinen Augen die Authentizität der Erzählung.

    Neben den bereits erwähnten Fotos gibt es - vor allem in dem vielseitigen Anhang - auch zahlreiche Kopien von alten Briefen, Dokumenten und Listen, die die Erinnerungen Picis in Raum und Zeit des Holocaust verankern. Hier hätte ich mir eine bessere Qualität der Darstellung gewünscht, denn viele der genannten Quellen waren durch eine blasse und verschwommene Kopie für mich tatsächlich kaum leserlich, was ich wirklich bedauerlich fand.

    Robert Scheer hat mit diesem Buch nicht nur seiner geliebten Großmutter ein Denkmal gesetzt, sondern mit Picis Erinnerungen auch ein persönliches Mahnmal geschaffen. Ein Buch 'Gegen das Vergessen', das sehr persönliche Einblicke gewährt.


    © Parden
  6. Cover des Buches Das Inferno (ISBN: 9783453675827)
    Richard Laymon

    Das Inferno

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Meeehlie
    Los Angeles wird von einem Erdbeben erschüttert. Danach beginnt das Grauen!

    Viele Menschen werden infolge des Erbbebens getötet und auch viele Häuser zerstört - daraufhin werden die größten Spinner und Psychopaten tätig.

    Wir begleiten mehrere Gruppen, welche zu ihren Familien zurückkehren möchten und erleben dabei jede Menge bizarre und gestörte Sachen.

    Nur um mal ein kurzes Beispiel zu geben: Ein völlig verstörte und aggressive Katze geht auf mehrere Menschen los und versucht diese wirklich zu töten!! Dann auch noch Menschen, welche sich unter den Autos verstecken und nach Leute, welche vorbeigehen, auf diese losgehen, auf diese mit Messern einhacken und noch mehr... Gruselig!

    Ich muss sagen, es war eine sehr bizarre Geschichte, welche man hier liest, doch wenn man darüber hinwegsieht, ist es ein typischer Richard Laymon. Ein grausig, gruseliger und spannender Teil!

    Es ist nicht für jeden etwas, doch wer auf solch unglaubwürdige - What the f*** - Geschichten steht, sollte diesen Band unbedingt lesen.
  7. Cover des Buches Kaltblütig (ISBN: 9783036959030)
    Truman Capote

    Kaltblütig

     (311)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    Gelockt hat mich hier, dass es um ein tatsächliches Ereignis geht und zwar genauer, um einen Familienmord. Ich hatte eher mit einem Thriller gerechnet und nicht mit einem nüchternen Sachbuch, aber ich denke, auch das kann man interessant gestalten. Leider ist das hier nicht geschehen. 

    Man merkt auch, dass der Autor viel Arbeit reingesteckt hat, aber auch hier wirkt sich das nicht positiv aus. Es ist eher so, dass man mehr oder weniger ungeordnet alle möglichen Informationen um die Ohren gehauen bekommt. Ich habe zwischenzeitlich auf die Zahnpasta- oder Make-Up-Marke gewartet.

    All das hat letztendlich dazu geführt, dass ich das Buch ungefähr nach der Hälfte abgebrochen habe, weil man in dem ganzen Informationsgewirr einfach untergeht und keine Beziehung zu irgendwem aufbaut. 

    Da war ich am Ende doch mit dem Wikipedia-Artikel bedient.  

  8. Cover des Buches Méto - Das Haus (ISBN: 9783423625142)
    Yves Grevet

    Méto - Das Haus

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Si-Ne
    Fazit:

    Ich finde der Autor schreibt wirklich interessante Bücher, die mich zum Nachdenken anregen. Das Haus und seine Regeln sind eine Sache. Es hat mich aber nicht ganz packen können, daher fand ich es nur ganz okay. Ich werde wohl auch nicht weiterlesen.

    Bewertung:

    Das ist der erste Band der Reihe.

    Es geht hier um Méto und das Haus, genau wie der Titel des Buches.

    Das Haus ist eine komische Einrichtung mit vielen Regeln, die so gar keinen Sinn machen. Zum Beispiel gibt es eine Regel, die besagt, dass zwischen jedem Bissen 50 Sekunden sind.
    Außerdem sind in diesem Haus nur Kinder untergebracht, keiner weiß, wie es weiter geht. Alles ist sehr geheimnisvoll und auf Regeln und Strafen aufgebaut. Ich erfahre auch nicht wirklich was über das System und was es außer dem Haus noch gibt. Ich denke, das wird in Teil fortgesetzt.

    Méto ist schon längerem Haus und kennt daher die Regeln und befolgt diese. Alle Figuren auch Méto wirken etwas farblos. Ich denke, dass es auch so gedacht ist. Denn keiner hat Erinnerungen vor dem Haus und alle müssen diesen komischen Regeln folgen. Alle sind in gewisser Weise gleich.
  9. Cover des Buches Beutezeit (ISBN: 9783453675070)
    Jack Ketchum

    Beutezeit

     (289)
    Aktuelle Rezension von: Erdbaerchen

    Definitiv etwas für Horrorsuchtis, obwohl sich der Klappentext gar nicht soooo brutal anhört:

    "Drei junge Paare wollen eine Urlaubswoche in einem abgelegenen Ferienhaus an der amerikanischen Ostküste verbringen. Was sie nicht wissen: Die Gegend wird von einer Gruppe Verwahrloste heimgesucht, die [...] Urlauber nur als Beute betrachten."

    Die ersten 130 Seiten des Buches beginnen harmlos.  Man erfährt alles mögliche über unsere Protagonisten und die Umgebung. Erfährt auch ein wenig über die Geschehnisse in der Vergangenheit.
    Dann wird es so richtig brutal. Die Kannibalen fallen über die Urlauber her. Man erkennt in ihnen nicht 1% Menschlichkeit.
    Der Leser fühlt sich in einem Horrorfilm versetzt. Da ich Horrorfilme nicht ausstehen kann, hat mir das Buch nicht zugesagt, obwohl es total spannend und flüssig geschrieben ist. Die Schrift und der Zeilenabstand sind ziemlich groß. Man würde es sicherlich auch an einem Tag schaffen, es auszulesen. Allerdings sollte man "Beutezeit" vielleicht beim Essen aus der Hand legen, sonst kommt einem alles wieder hoch. 

    Fazit: Keine leichte Kost.

  10. Cover des Buches Mörder ohne Gesicht (ISBN: 9783423212120)
    Henning Mankell

    Mörder ohne Gesicht

     (969)
    Aktuelle Rezension von: Peradan
    Ein Polizist mit Macken und Makeln, macht ihn irgendwie Sympathisch. Die ganze Story ist wohl eher eine Gessellschaftskritik, diese Meinungsbildung hat mich ein wenig gestört. Wozu der zweite Fall dann noch eingebaut werden musste, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ausserdem mag ich Krimis bei denen man miträtseln kann, hier baut sich das eigentliche Ende auf den letzten 30 Seiten auf.
  11. Cover des Buches Schweinerei (ISBN: 9783596137183)
    Marie Darrieussecq

    Schweinerei

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Eigentlich sind hier die Männer die Schweine: Die Ich-Erzählerin ist verzweifelt auf Arbeitssuche in Paris und wird von dem Generaldirektor einer Parfumkette zur Hälfte des Mindestlohns eingestellt, nachdem dieser sie beim Vorstellungsgespräch mißbraucht hat und sie das in ihrer Naivität hingenommen hat. Die Parfumfiliale, in der sie arbeitet, verfügt über einen Massagesalon im hinteren Bereich, wo Kunden beiderlei Geschlechts befriedigt werden, was auch zu den Pflichten der Parfumverkäuferinnen gehört. Nachdem die Protagonistin aufs Schlimmste mißbraucht wurde und gezüchtigt wurde, verwandelt sie sich als Reaktion auf die rücksichtslose und sexuell übersteuerte Gesellschaft zum Schwein, ohne daß sie zunächst beschreiben könnte, was ihr passiert. Das alles ist aber nur Vorbote einer Revolution in Frankreich, wodurch das Land in ein Terrorregime verwandelt wird, der Eiffelturm umfällt usw. Ein hochintelligentes Buch, dabei bitterböse. Für Houllebecq-Fans (aber auch für alle anderen) sehr zu empfehlen!
  12. Cover des Buches Jugend ohne Gott (ISBN: B003COUIRG)
    Horváth Ödön von

    Jugend ohne Gott

     (10)
    Aktuelle Rezension von: noctes.et.libri
    Rezension: Ödön von Horvath hat es natürlich geschafft, eine vollkommen zeitlose Geschichte zu schreiben, doch muss ich sagen, dass ich etwas enttäuscht war. Denn die Geschichte alleine wäre sehr interessant, allerdings war sie für meinen Geschmack etwas zu langweilig und durch den Schreibstil nicht wirklich flüssig zu lesen. Natürlich kann man die Ausdrucksweise auf die damalige Zeit zurückführen, doch trägt sie nicht wirklich zum "Besser-werden" des Buches bei.


    Fazit: Durchaus ein empfehlenswertes Buch für alle, die sich für sozialkritische Bücher interessieren. Ich, für meinen Teil war und bin etwas enttäuscht und würde es nicht nochmal lesen. 
    Deshalb 3 von 5 Sternen.


  13. Cover des Buches Der Vogelgott (ISBN: 9783990272145)
    Susanne Röckel

    Der Vogelgott

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Milagro
    Ich hatte mir dieses Buch schon im letzten Jahr vorgenommen, dann immer wieder verworfen, nun war es Zeit, sich der Geschichte zu stellen. Es ist eine ungewöhnliche, fast schon  gruselige Erzählung; es sind nur knapp 300 Seiten, aber die sind beeindruckend. Ich würde das Geschehen gern als Folie a deux, hier treffender als Folie a troi, bezeichnen, Psychopathologien verwandter Personen. Geschickt verbindet die Autorin Personen, Zeiten, Kontinente und Mythen miteinander, und zwar in einer Sprache, die uns in eine vergangene Zeit zu versetzen scheint, obwohl die Protagonisten in der Gegenwart agieren. Die Geschichte entfaltet einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann.  Das Bedrohliche und die düstere Atmosphäre überwiegen, bei jedem Abschnitt fragt sich der Leser, ob er nicht zu viel in diese Geschichte hineininterpretiert, blättert zurück, um Situation oder Protagonisten zu prüfen... Personen tauchen als andere Personen wieder auf, das Geschehen berührt stark und erinnert insgesamt an Märchen oder mystische Erzählungen aus der Kindheit. Ein besonderes Leseerlebnis. 
  14. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (745)
    Aktuelle Rezension von: Nimmie_Aimee

    In der Sowjetunion unter der Macht von Stalin gibt es offiziell keine Verbrechen. Und die Verbrechen die Begangen werden, werden als Unfall deklariert. So auch in Moskau 1953 als der Sohn von dem besten Freund des Geheimdienstoffiziers Leo Demidow tot aufgefunden wird. Der Obduktionsbericht ist deutlich, es kann kein Unfall gewesen sein. Nach und nach tauchen weitere Morde auf, die nicht als solche Ausgewiesen werden und Leo beginnt zu ermitteln. Damit stellt er sich aber dem Regime entgegen und gerät so selbst in Gefahr.

    Ein super tolles Buch! Ein packender Thriller, der einen nicht loslässt. Es lässt sich sehr gut lesen, sodass man richtig in die Geschichte eintauchen kann. Die Geschichte ist grausam und brutal über die Ermordung von Kindern. Die Zeit in der Sowjetunion wird gut und glaubhaft dargestellt. Man kann sich gut vorstellen wie es dort wohl tatsächlich gewesen ist.

    Eine absolute Leseempfehlung!

    Es gibt auch einen Film dazu, den ich nach dem Buch gesehen habe. Mir hat er gut gefallen, tolle Schauspieler (Tom Hardy, Noomi Rapace, Gary Oldman) und das schreckliche Verbrechen wird gut umgesetzt. Man sollte das Buch aber vorher gelesen haben, da sonst einige Sachen die wichtig sind nicht deutlich genug rüberkommen. Der Film allein ist also etwas schwer verständlich. Aber in Kombination mit dem Buch ist er gut.

    Kind 44 ist der erste Teil (meines Wissens) einer Trilogie. Die anderen Bände habe ich noch nicht gelesen, freue mich aber schon drauf, denn ich bin gespannt wie es weitergeht. Man kann das Buch aber auch gut alleinstehend lesen.

  15. Cover des Buches Dunkle Tage (ISBN: 9783866800724)
    Gunnar Kunz

    Dunkle Tage

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Der Industrielle Max Unger wird in dem Arbeitszimmer in seiner Villa grausam abgeschlachtet, und diesem Widerling trauert keiner so richtig nach. Seine Brüder haben längst eigene Pläne für das Familienunternehmen und mußten sich regelmäßig demütigen lassen, und als Vermieter hat er den Bewohnern seiner Dreckslöcher übel mitgespielt. Außerdem unterstützte er rechtsgerichtete Kreise, die zu der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg Oberwasser gewinnen. Die Beschreibungen des Berlins zu Beginn der 20er Jahre sind gut gelungen, die Kriegsversehrten überall und die ärmlichsten Wohnbedingungen in den Mietskasernen werden sehr drastisch dargestellt, das politische rechtslastige Klima wird gut erzählt und der Kapp-Putsch im März 1920 nachvollziehbar eingebunden. Der Krimi ist aber ein einfacher Whodunit, und die Figurenzeichungen und deren Dialoge haben mich nicht gefesselt.
  16. Cover des Buches Milchzähne (ISBN: 9783746637372)
    Helene Bukowski

    Milchzähne

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Kleine8310

    “Milchzähne” ist ein Roman der Autorin Helene Bukowski. In dieser Geschichte zeichnet die Autorin eine düstere und nachdenklich stimmende Zukunftsvision. Ich fand die Buchidee sehr interessant und zum Teil konnten die Inhalte meine Erwartungen auch erfüllen. Die Handlung ist fesselnd und voller Emotionen, die mich auch mehrfach berührt haben. 

    Die Charaktere wurden überzeugend gezeichnet und ich war gespannt auf ihre weiteren Erlebnisse und persönlichen Entwicklungen. Was ich schade fand war, dass doch einige Fragen offengeblieben sind. Die Antworten haben mir wirklich gefehlt und die Lücken waren, für mich, ein deutlicher Minuspunkt. 

    “Milchzähne” bietet Emotionen und einige Inhalte zum Nachdenken. Leider sind mir manche Fragen zu sehr offen geblieben, was das Gesamtbild ein bisschen getrübt hat.

    Meine Bewertung: 3 von 5

  17. Cover des Buches Meat (ISBN: 9783453433724)
    Joseph D'Lacey

    Meat

     (57)
    Aktuelle Rezension von: mandalotti
    Das war mal nicht der typische Thriller, wo ein Irres rumrennt und irgendwen abmetzelt. Dieses Buch war etwas tiefgründiger und ich denke einiges kann man auch auf die heutige Fleischproduktion anwenden, auch wenn die Kühe hier nicht das waren, was sie zu sein scheinen... Lesenswert!!!
  18. Cover des Buches Banken, Brot & Bomben (ISBN: 9783980710602)
    Stefan Erdmann

    Banken, Brot & Bomben

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Suite française (ISBN: 9783641147358)
    Irène Némirovsky

    Suite française

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Ritja
    Ein beeindruckendes Buch über die Wirkung des Zweiten Weltkrieges auf die Menschen. Irène Némirovsky erzählt von der Flucht der Menschen aus Paris auf das Land, um der drohenden Bombardierung durch die Deutschen zu entgehen. Sie zeigt die wahren Gesichter der Menschen und wie sie sich geben, wenn Gefahr droht und der gewohnte Alltag verloren geht. Was ist wichtig? Was brauche ich wirklich, um zu überleben? Die Bettwäsche von der Mutter, das Manuskript, die Bilder und der Schmuck oder Kleidung? Sie beschreibt verschiedene Charaktere, die sich unabhängig voneinander durch die Wirren kämpfen...mal mit Machteinsatz und Geld, mal mit Angst und Zurückhaltung. Ein Buch, was sich zu lesen lohnt.
  20. Cover des Buches Die Tribute von Panem 1 (ISBN: 9783789121272)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 1

     (17.420)
    Aktuelle Rezension von: Sabrina1988

    Eindeutig Bestseller!! Habe ich schon öfters gelesen und bin jedesmal aufs neue begeistert 

  21. Cover des Buches Wo warst du Adam (ISBN: 9783462300932)
    Heinrich Böll

    Wo warst du Adam

     (62)
    Aktuelle Rezension von: AnnaBerlin
    Ich durfte das Buch während der Schulzeit lesen und bin unglaublich froh darüber. Es handelt in Form unterschiedlicher Kurzgeschichten immer von demselben Thema: Der 2. Weltkrieg, vorgestellt in unterschiedlichen Perspektiven, die doch alle immer wieder verdeutlichen, wie sinnlos Handlungen während des Krieges waren und mit ihnen der gesamte Krieg. Dabei sind die Blickwinkel sehr unterschiedlich und gerade deswegen so glaubwürdig: Soldaten, Generäle, Juden, sie alle kommen darin vor. 
    Böll schreibt gegen den Krieg und auch nur so kann man das Buch verstehen. Natürlich, es ist keine einfache Lektüre, aber Interpretationen enden immer bei dem gleichen Fazit: Ein Buch, dass mit seinen kleinen Details den Krieg besser darstellt, als ein Geschichtsbuch mit 1000 Seiten und ebenso vielen Bildern.
  22. Cover des Buches Freiwillig in den Krieg (ISBN: 9783861245872)
    Jörn Roes

    Freiwillig in den Krieg

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Persönliche Erinnerungen an den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg, aufgeschrieben vom Enkel: Der junge Wilhelm meldet sich freiwillig zur Waffen-SS, um der Armut und dem harten Leben eines Schiffsjungen zu entgehen. Aber der harte Drill und die ersten Kriegserfahrungen stellen diese Entscheidung rasch als Fehler heraus. Eine gelungene Dokumentation der Kriegserlebnisse eines Einzelnen.
  23. Cover des Buches Wir müssen über Kevin reden (ISBN: 9783492310512)
    Lionel Shriver

    Wir müssen über Kevin reden

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Callso
    Wow, what a story. Eine Woche habe ich für die 560 Seiten gebraucht. Ein Buch, wie ein Orkan. Mit Ecken und Kanten, mit großen Gefühlen, mit Überraschungen, mit viel Klartext, mit Liebe und Hass in der Familie. Zugleich ein Werk über einen Jugendlichen, der zum Monster, zum Attentäter, zum Psychopathen wird. Einer, der ausreißt um in dei Geschichtsbücher zu gelangen. Eine Rachefeldzug der ganz großen Art.

    Wenn ein Jugendlicher aus einer ordentlichen, reichen und behüteten US-Familie ein Massaker in der Schule anrichtet, dann stellen sich sehr viele Fragen.

    Mutter Eva ist beruflich erfolgreich, sie möchte ihre glückliche Ehe mit Sohn Kevin krönen. Doch von Beginn an fremdelt Eva. In langen Briefen an ihren Ehemann schildert die Mutter, Ehefrau und Geschäftsfrau die dramatischen Ereignisse und wie es zu der Katastrophe kommen konnte,
    Franklin, der Vater und Ehemann wirkt smart, kümmert sich um Jedermanns Wohlbefinden und ist vollgepackt mit Liebe, Harmonie und dem Kümmerer-Gen.
    Kevin ist eben jener Attentäter, der mit viel Desinteresse, ohne Hobbys, ohne jede Spur von Gefühlen und Emotionen groß wird. Vielmehr ist er schon in jungen Jahren gemein, hinterhältig und aufsässig. Gleichwohl, wie wie konnte es zur der riesigen Katastrophe kommen?
    Celia ist die jüngste Tochter des Eheepaar. Schüchtern, ängstlich und wohlerzogen, verkörpert sie das krasse Gegenteil ihres selbstbewussten Bruders.

    Zugegeben, ich tat mich am Anfang sehr schwer, in die Geschichte reinzukommen. Hingegen war die letzte 200 Seiten eine Achterbahnfahrt und ein tiefer Einblick in dunkle, düstere Kapitel einen Familiengeschichte.

    Ein kontroverses Buch, das so gefühlstark, so authentisch und so wahnsinnig intensiv daherkommt. Ein Roman, der ganz viele Aha-, Oho- und O-Mein-Gott-Nein Effekte-hat.

    Lionel Shrivers Tragödie ist sehr anspruchsvoll geschrieben. Starke Wortwahl, umfangreiche Umschreibungen und eine sehr detailgenaue Wiedergabe der letzten Jahre. Aber vor allem die Gefühslwelt von Eva werden in den Kapiteln herausragend beschrieben.

    Ein Werk, das nachwirkt. Ein starkes Buch mit ordentlich Wumms!
  24. Cover des Buches Die Zeit der jungen Soldaten (ISBN: B005G2DUN6)
    Hans Peter Richter

    Die Zeit der jungen Soldaten

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Buch schildert die Kriegserlebnisse des Autors während des 2. Weltkriegs, als der Autor sich zunächst während seiner Zwangsferien freiwillig meldet und nach schwerer Verwundung des Krieg schließlich als Frontoffizeir beendet. Darüber wird die Verrohung deutlich, indem der aufgeweckte Junge zu einem blanken Opportunisten wird. Das Ganze ist ein Jugendbuch, ich hätte das alles gern etwas umfangreicher gehabt.

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