Bücher mit dem Tag "verschwörungstheorie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "verschwörungstheorie" gekennzeichnet haben.

157 Bücher

  1. Cover des Buches Illuminati (ISBN: 9783404148660)
    Dan Brown

    Illuminati

     (5.007)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Klappentext:

    Ein Kernforscher wird in seinem Schweizer Labor ermordet aufgefunden. Auf seiner Brust finden sich merkwürdige Symbole eingraviert. Symbole, die nur der Harvardprofessor Robert Langdon zu entziffern vermag. Was er dabei entdeckt, erschreckt ihn zutiefst: Die Symbole gehören zu der legendären Geheimgesellschaft der Illuminati. Diese Gemeinschaft scheint wieder zum Leben erweckt zu sein, und sie verfolgt einen finsteren Plan, denn aus dem Labor des ermordeten Kernforschers wurde Antimaterie entwendet.

    Meinung:

    Ich fand das Buch sehr spannend, auch wenn es die ein oder andere Szene gab, die sehr seeehr unrealistisch war.

    Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Vermischung von Fakten und Fiktion – mit einer Portion Verschwörungstheorie. Ich mag diese Kombination in Büchern sehr gerne und Dan Brown hat die Themen wirklich gut miteinander verknüpft bzw. verschmolzen. Ob alle Fakten (historisch, wissenschaftlich, etc.) tatsächlich so stimmig sind, kann ich jedoch nicht beurteilen und möchte ich aktuell auch nicht nachprüfen.

    Die mörderische Schnitzeljagd durch Rom, mit den eindrucksvollen Kulissen und imposanten Bauwerken, war ebenfalls sehr gut konstruiert und ausgeklügelt. Die Orte möchte ich gerne irgendwann mal besuchen.

    Nachdem ich nun aber Diabolus, Meteor und Illuminati gelesen habe, muss ich sagen, dass die Plots sehr ähnlich sind und immer das gleiche Baukastensystem angewendet wird. Der Erfolg gibt Dan Brown zwar Recht mit seiner Taktik, aber dadurch erkennt man leider den wahren Täter wahnsinnig schnell – so erging es mir zumindest bei diesem Buch.

    Nun bin ich gespannt, wie die anderen Bücher der Reihe aufgebaut sind. Ich vermute jedoch, dass sie sich nicht sonderlich von diesem Teil unterscheiden werden.

    Fazit/Empfehlung:

    Trotz der genannten Kritikpunkte war Illuminati ein spannendes Buch, das ich gerne gelesen habe.

    Wer die Vermischung von Fakten, Fiktion und Verschwörungstheorien mag, der wird das Buch ebenfalls sehr spannend finden und gerne lesen.

    Sternewertung:

    4.5 Sterne

  2. Cover des Buches Shelter (ISBN: 9783743200517)
    Ursula Poznanski

    Shelter

     (144)
    Aktuelle Rezension von: meggies_fussnoten

    Benny ist Student und wohnt zusammen mit Liv und Nando in   einer WG. Bei der Geburtstagsfeier von Nando kommen sie auf die Schnapsidee, im Internet zu verbreiten, dass die Menschheit von Aliens übernommen wird. Was anfänglich als kleines Experiment starten sollte und für Liv auch zur wissenschaftlichen Studienarbeit wird, wird mit der Zeit eine ausgewachsene Verschwörung. Denn plötzlich glauben immer mehr, dass sie von Aliens besessen sind und als sog. Shelter dabei helfen, die Klimaerwärmung zu verhindern. Als Benny versucht, im Internet aufzulösen, dass alles nur großer Quatsch ist. kommt er nicht mehr dagegen an. Im Gegenteil - denn plötzlich schwebt er in Lebensgefahr. 

     

    Die Idee, eine Verschwörung in die Welt zu setzen und dann zuzusehen, wie sich diese langsam verbreitet, ist höchst interessant. Die Autorin hat sich sehr viele Gedanken gemacht, was wohl passieren könnte, wenn so etwas geschieht. 

     

    Die Schnapsidee der WG entwickelt sich bei einer Geburtstagsfeier. Alle machen begeistert mit, mit dem guten Gedanken, dass ja bestimmt keiner drauf reinfallen wird. Aber dann kommt es anders und plötzlich taucht die Verschwörungstheorie in der ganzen Stadt auf. Im Internet verbreitet sie sich auch rasch und schon wird auch in anderen Ländern darüber geredet. 

     

    Benny merkt bald, dass alles aus dem Ruder läuft und will allem ein Ende bereiten. Doch dann wird ihm gedroht und seine Freunde verschwinden. 

     

    Und ab da hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte irgendwie unglaubwürdig wird. Denn Benny macht sich zwar Sorgen, dass seine Freunde sich nicht mehr bei ihm melden und scheinbar verschwunden sind, doch außer den Versuchen anzurufen oder Nachrichten zu schreiben macht er nichts, um seine Freunde zu finden.

     

    Zwar wird er später aktiver, aber die Hinweise die er bekommt und denen er dann nachgeht, bekommt er irgendwie sehr einfach zugespielt.

    Mir war alles irgendwie zu offensichtlich und zu schnell gelöst.

     

    Ich hätte mir auch mehr Rätselraten bei der Findung des Schuldigen gewünscht

     

    Ansonsten war es interessant zu lesen, wie sich diese angebliche Verschwörung denn so verbreitet. Per Social Media, Nachrichten, TV sowie Mundpropaganda. Ebenso durch geheime Treffen und das Verbreiten eines ominösen Zeichens.

     

    Der Schreibstil der Autorin war gewohnt flüssig und hat es einfach gemacht, der Geschichte zu folgen. Die Charaktere waren - bis auf eine bestimmte Person - sehr sympathisch. Ihnen hat jedoch an Tiefe gefehlt. Außer zu Benny hatte man zu keinem größeren Kontakt, aber auch Benny blieb einem eher fremd.

     

    Das Ende war unbefriedigend. Einige Fragen blieben offen bzw. ich hätte mir für manche Personen mehr Informationen gewünscht.

     

    Meggies Fussnote:

    Starker Anfang, ein etwas langatmiger Mittelteil und ein unbefriedigendes Ende.

     

  3. Cover des Buches Morpheus (ISBN: 9783499236914)
    Jilliane Hoffman

    Morpheus

     (1.316)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    C. J Larsson, eine erfolgreiche Staatsanwältin in Miami wird nochmals mit ihrem schrecklichsten Fall konfrontiert, dem des Serienmörders „Cupido“, der mehrere Frauen töte und zum Tode verurteilt wurde, als ein Polizist ermordet wird. Ihr Lebensgefährte Dominic Falconetti, Ermittler bei der Polizei ermittelt in dem neuen Mordfall zunächst im Drogenmilieu, als dann jedoch weitere Polizisten ermordet werden, die alle mit dem Cupido-Fall zu tun haben, gerät die neue Mordserie in Verbindung mit dem alten Fall des Serienmörders. C.J plagt ein dunkles Geheimnis in Form von manipulierten Beweisen, die zur Verurteilung führten und einen Revisionsgrund darstellten, an dem sie fast zerbricht, da sie vor vielen Jahren selbst Opfer von Cupido war und vergewaltigt wurde. Sie versucht die Manipulation zu vertuschen und gerät selbst ins Ziel des neuen Serienmörders. Dominic kommt den Zusammenhängen nur langsam auf die Spur und am, für ihn seltsamen Verhalten von C.J. droht die Beziehung zu zerbrechen. C.J. gerät schließlich in Lebensgefahr als der Mörder sie töten will und kann sich schließlich retten.

    Ein atemloser Thriller mit einer durchdacht konstruierten Handlung in einem typisch amerikanischen Schreibstil mit wenig literarischem Glanz in Sprache und Stil wird geschaffen. Mit kleinen Kapiteln von wenigen Seiten und immer einem Pageturner am Ende ist das Buch zwar spannend aber auch eine literarische Massenware ohne bleibende Relevanz. Die Handlung war für meinen Geschmack viel zu überfrachtet und eben literarische Massenware ohne bleibende Eindrücke.

     

  4. Cover des Buches Die alltägliche Physik des Unglücks (ISBN: 9783596170739)
    Marisha Pessl

    Die alltägliche Physik des Unglücks

     (607)
    Aktuelle Rezension von: noelli

    Was für ein Buch. 

    Wer es noch nicht gelesen hat, sollte dies unbedingt nachholen. 

    Ich brauchte anfangs ein wenig bis ich richtig in dieses Buch hinein kann. Doch des lohnt sich so sehr. 

    Das Buch ist spannend, lustig, traurig, regt zum nachdenken an und enthält nebenbei noch sehr interessante Zitate von vielen Klassikern.

    Das Buch ist nicht vergleichbar mit anderen Büchern die ich kenne. Eine willkommene erfrischende Abwechslung.

  5. Cover des Buches Memento - Die Überlebenden (ISBN: 9783833901133)
    Julianna Baggott

    Memento - Die Überlebenden

     (195)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Das Coverbild finde ich gut. Der Schreibstil ist ebenfalls gut und ich bin recht einfach in die Geschichte reingekommen. Es hat etwas gedauert, bis ich dort angekommen bin. Die ganzen Deformationen waren für mich erst ein mal schwer vorstellbar. Generell ist die Welt jedoch recht spannend. Pressia empfinde ich als einen sehr angenehmen Charakter. Ich mag ihre mutige, verantwortungsbewusste Art. Aber auch Partridge und Bradwell finde ich als handelnde Personen gut gelungen.

    Jedoch fand ich ca. das letzte Drittel ziemlich langweilig und habe sehr großzügig weitergeblättert. Irgendwann wurde es mir dann doch zu viel und zu unwirklich. Ich habe sogar überlegt das Buch abzubrechen und werde wohl nicht weiter die Buchreihe verfolgen. 


    Schade!

  6. Cover des Buches Noah (ISBN: 9783785747841)
    Sebastian Fitzek

    Noah

     (111)
    Aktuelle Rezension von: noras_buchwelt

    Noah kann sich nicht daran erinnern wer er ist, auch seinen Namen weiß er nicht. Doch da in seiner Hand ein Tattoo mit dem Namen Noah gestochen ist, nimmt er sich zunächst diesen an. -zusammen mit seinem Freund Oscar versucht er herauszufinden, wer er eigentlich ist und geht seiner Vergangenheit auf die Spur.

    Typisch für Fitzek sind mehrere Erzählstränge. Während es hauptsächlich um die Figur Noah geht, wird in der Nebenhandlung die Geschichte einer sich ausbreitenden Pandemie beschrieben. 

    Zum letzten Drittel des Buches hin treffen beide Erzählstränge aufeinander und die verschiedenen Welten vermischen sich. Erst zum Ende hin erfährt man, wie Noah nun mit einer Pandemie im Zusammenhang steht. 

    Mehr verate ich nicht, dafür müsst ihr das Buch schon selbst lesen ;)

  7. Cover des Buches Noah (ISBN: 9783404178780)
    Sebastian Fitzek

    Noah

     (1.997)
    Aktuelle Rezension von: Sharon

    Dieses Buch hatte ich nur gelesen, da ich sonst keins mehr hatte. Die Geschichte über einen Obdachlosen der keine Erinnerungen mehr hat außer seinen Namen, hatte mich nicht wirklich interessiert. ABER…. Ich bereue es kein Stück gelesen zu haben. Die Hauptthematik in diesem Werk ist die Überbevölkerung und die globale Veränderung. Viele Dinge werden erst dadurch einen bewusst und es regt einen echt zum nachdenken an. Noch dazu handelt es um einen Virus der die Menschheit auslöschen soll, damit die Überbevölkerung etwas reduziert wird. 

    Wo ich es gelesen habe, konnte ich natürlich nicht anders als die Parallelen mit der Corona Krise zu sehen, obwohl man ja weiß das es ein Buch ist und noch dazu im Jahr 2013 heraus kam. Ich kann mir vorstellen das viele dieses Buch gelesen haben wegen der Corona Krise. Das Buch ist auf keinen Fall zu unterschätzen, es ist nicht das typische Fitzek Buch was man so von ihm kennt, aber auf jeden Fall lesenswert. 

  8. Cover des Buches Nullnummer (ISBN: 9783446249394)
    Umberto Eco

    Nullnummer

     (37)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    "Nullnummer"- ist Umberto Ecos letzter Roman. Wie passend, dass er sich mit Verschwörungstheorien und der jüngeren Geschichte Italiens beschäftigt. Eco wirft hier einen Blick hinter die Kulissen der Medienwelt. Folgendes Zitat habe ich mir markiert: "Nicht die Nachrichten machen die Zeitung, sondern die Zeitung macht die Nachrichten."

    Der Roman hat mir ausgesprochen gut gefallen.

    Allerdings muss ich zugeben, dass ich viele Veröffentlichungen von Umberto Eco gelesen habe und daher sein Werk gut kenne. Meine Highlights waren natürlich "Der Name der Rose"; "Das Foucaultsche Pendel" - für mich der Klassiker für Verschwörungstheorien und "Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana". 

    "Nullnummer" - ist kürzer als andere Werke von Umberto Eco. Die Handlung wird aus der Sicht des Journalisten Colonna erzählt, und bleibt auch auf dieser Ebene. Wer erwartet, dass hier Verschwörungstheorien aufgedeckt werden, die zu politischen Skandalen und gesellschaftlichen Umbrüchen führen, hat das falsche Buch in der Hand. Eben gerade, dass dies nicht passiert, ist für mich die Quintessenz des Buches. 

  9. Cover des Buches Die Bücherjäger (ISBN: 9783404176939)
    Dirk Husemann

    Die Bücherjäger

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Viragolady

    Der Autor Dirk Husemann ist Wissenschaftsjournalist, studierte Ur- und Frühgeschichte, Archäologie und Ethnologie. Beim Lesen des Buches stellte ich fest, dass er sich gut in der Materie auskennt.Am Ende des Buches werden fremde Ausdrücke erklärt, sowie die Personen (historische und erfundene) näher erläutert. Eine, wie ich finde, tolle Idee.

    Kurz zum Inhalt: Die Geschichte spielt zur Zeit des Konstanzer Konzils 1417. Die zentrale Gestalt ist Poggio Bracciolini. Er ist ein sogenannter Bücherjäger, ein Vertrauter und Freund von Baldassare Cossa, auch bekannt als Papst Johannes XXIII. Des Weiteren sind noch dabei Oswald von Wolkenstein - Gegenspieler von Poggio, Agnes von Mähren, die Frau von Jobst von Mähren, dem Verteiler der geheimen Bücher und ein paar Nebendarsteller die man während der Zeit mehr oder weniger kennen lernt.

    Im Bergklosters Sankt Fluvius am Bodensee entdeckt Poggio ein Buch, das an eine Kette gelegt ist, doch kaum hat er sich damit genauer beschäftigen ist dieser Foliant verschwunden . Es folgt eine ereignisvolle Suche., und eine spannende, aufregende Zeit.Was genau passiert und was in den Schriftstücken steht werde ich hier nicht verraten, nur soviel, es gibt so manche Überraschungen.

    Am Ende zeigt Poggio das ihm die Menschen doch wichtiger als Bücher sind, welches sich als eine sehr sympathische Charaktereigenschaft erweist.

    Durch das Buch wurde ich dazu angeregt, mich selbst ein wenig über das Konstanzer Konzil und die handelnden Personen zu informieren Ich hatte hiervon bisher überhaupt keine Ahnung doch es ist ein sehr interessantes Thema.

    „Die Bücherjäger“ ist für mich das erste Buch, das ich von Dirk Husemann lese – aber ganz sicher nicht das letzte!

  10. Cover des Buches Aus eisiger Tiefe (ISBN: 9783462046946)
    Voosen | Danielsson

    Aus eisiger Tiefe

     (42)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Nyström und Forss, Band 3: Bei Bauarbeiten auf einem Golfplatz in Växjö wird eine Leiche entdeckt – offenbar ein seit vielen Jahren vermisster Osteuropäer. Kommissarin Ingrid Nyström und ihr Team nehmen die Ermittlungen auf, die zunächst auf Schmugglerbanden hinweisen. Da verschwindet die Leiche aus der Rechtsmedizin – wer stiehlt eine Leiche? Kurz darauf ein weiterer Todesfall; hier führen die Ermittlungen über zwanzig Jahre in die Vergangenheit. Was hat der Untergang des Fährschiffs Estonia im Jahr 1994 mit dem vorliegenden Fall zu tun? Haben die beiden Todesfälle etwas miteinander zu tun?

    Erster Eindruck: Ein bedrohliches, dunkles Bild auf dem Cover, im oberen Bereich sieht man hinter dem Buchtitel noch eine Krabbe (o.ä.) – gefällt mir.

    Dies ist der dritte Band der Reihe; er lässt sich ohne Kenntnis der Vorgängerbände lesen. Der Blickwinkel ändert in jedem Kapitel: Mal ist es aus Sicht der Chefin, dann aus Sicht von Stina Forss oder anderen Personen – sehr lebhaft, aber auch komplex.

    Der Prolog fängt wieder sehr aufregend und beklemmend an – ohne zu spoilern, kann ich leider nichts darüber verraten.
    Eine Leiche auf dem Golfplatz: Wie sich herausstellt, wurde der Ermordete vor zwanzig Jahren bei Bauarbeiten eines Hindernisses dort versteckt – bei erneuten Bauarbeiten kam die Leiche zum Vorschein. Wie konnte jemand die Leiche so „entsorgen“?

    Ingrid Nyström mag ich sehr gerne. Sie macht ihren Job als Kommissarin sehr gut, obwohl sie chronisch zu wenig Personal hat. Ingrid hat immer noch mit den Folgen ihrer Erkrankung zu kämpfen.
    Stina Forss ist wirklich eine ganz spezielle Frau, die zu häufig eigene – auch illegale – Wege verfolgt. Sie wirkt nicht wie ein Teamplayer, doch ihre Chefin weiss, dass sie sehr gut in ihrem Job ist. Und schliesslich erzählt Stina ihr ja nicht jedes kleine Detail, wie sie zu ihren Ergebnissen kommt. Bei mir hat Stina leider noch keine Sympathiepunkte sammeln können. Sie wagt auch dieses Mal wieder Alleingänge, die sie in sehr gefährliche Situationen bringen. Mir dreht sich noch jetzt fast der Magen um, wenn ich daran denke, wie sie sich aus einer dieser Situationen befreit! Argggghhh, schlimm!
    Sehr interessante Ermittlungen, die u.a. auf Schmuggel hindeuten oder auch die ganzen Informationen zum Fährunglück Estonia von 1994 – wirklich heftig! Bei diesem Unglück haben nur etwa einer von acht Passagieren überlebt, aber jedes dritte Crewmitglied – insgesamt 852 Tote! Es gibt viele Verschwörungstheorien zur Estonia. Was wirklich stimmt, wird vermutlich nie herauskommen.

    Fazit: Auch in diesem dritten Band konnte die Spannung bis zuletzt aufrechterhalten werden. Auf die zuweilen brutalen Bilder, die aufgrund der detaillierten Beschreibungen vor meinem geistigen Auge entstanden, hätte ich gerne verzichtet (ich habe das Buch u.a. in der Bahn gelesen und da habe ich sicher ein interessantes Mienenspiel von mir gegeben, als Stina wieder mal in heftige Bedrängnis kam). Von mir gibt es erneut 5 Sterne und ich suche nun wieder nach etwas leichterer Lektüre, bevor es dann mit dieser Reihe weitergeht.

  11. Cover des Buches Scheintod (ISBN: 9783958902428)
    Louise Boije af Gennäs

    Scheintod

     (50)
    Aktuelle Rezension von: kirjasto

    Der zweite Band der Widerstandstriologie hat mich ebenso bei der Stange gehalten wie der erste. Sprachlich von vom Plot bleibt alles auf dem gehabten Niveau.

    Genau da stellt sich langsam allerdings auch eine gewisse Ermüdung ein, denn die Heldin scheint irgendwie nicht schlauer zu werden. Freund und Feind, egal: einfach weiterleben und Opfer der Umstände werden. Andere Protagonisten in ähnlichen Settings (beispielsweise Alex Rider) entwickeln da mehr Eigeninitiative um das eigene Überleben sicherzustellen.

    Zudem sind manche Sachen einfach mittlerweile so vorhersehbar, dass man genau merkt, wann und wie die Autorin die Weichen für eine anstehende Katastrophe vorbereitet und genau diese trifft dann wenige Kapitel später exakt so ein: in diesem Band fehlen daher ein wenig die Überraschungsmomente und das ein oder andere nimmt man nur noch mit Achselzucken hin.

    Trotzdem reicht es aus, dass auch dieses Buch für mich ein Pageturner war und das Erscheinungsdatum des dritten Bandes auch schon vermerkt ist.

  12. Cover des Buches Lautlos (ISBN: 9783442459223)
    Frank Schätzing

    Lautlos

     (503)
    Aktuelle Rezension von: Bookreader34

    Lautlos von Frank Schätzing ist ein Thriller über ein geplantes Attentat auf ein Staatsoberhaupt während des G8-Gipfels im Juni 1999 in Köln nach dem Kosovo-Konflikt. 

    Das Buch ist in ein Vorwort über westliche Medien und ihre Konsumenten, einen in vier größere, Phasen genannte Abschnitte unterteilten Hauptteil, einen Epilog und einen Anhang geteilt. In letzterem sind genauere Informationen zu ein paar im Buch angesprochenen Themen wie dem Kosovo-Konflikt und Whisk(e)y enthalten.

    Die Hauptpersonen sind der irische Physiker und Autor Liam O'Connor, der eine Vorliebe für Whiskey hat, seine Presseagentin Kirsten-Katharina "Kika" Wagner, sein Lektor Franz Maria Kuhn und die Terroristen Mirko und Jana. 

    O'Connor will eigentlich nur sein neuestes Buch vorstellen, trifft aber auf einen alten Studienfreund. Das bringt ihn dazu, Nachforschungen anzustellen, durch die er, seine Presseagentin und sein Lektor ins Visier der Terroristen geraten.

    Eingeflochten in die Handlung erhält der Leser einige Informationen unter anderem über Köln und die damalige politische und gesellschaftliche Situation, verbunden mit Kritik daran. Vor allem bis etwa zum Ende von Phase 1 fand ich das teilweise aber übertrieben viel. 

    Dadurch und weil in diesem Teil des Buches noch nicht viel außer der Planung des Attentats und der Schilderung von O'Connors vorgesehenen Terminen in Köln passiert, fand ich die Handlung bis zum Ende von Phase 1 eher langweilig. Ab dem Beginn von Phase 2 wird sie aber immer spannender, bis zum wirklich fesselnden Finale.

    Positiv ist die ziemlich ausführliche Charakterisierung von O'Connor und Jana, durch die ihre Handlungen gut nachvollziehbar sind. Ich hätte sogar fast ein bisschen Mitgefühl und Sympathie für die Terroristin Jana empfunden, wenn sie nicht skrupellos den Tod von jedem in Kauf nehmen würde, der das Gelingen des Plans gefährdet.

    Insgesamt hat mir Lautlos recht gut gefallen. Ich weiß aber nicht, ob ich es noch einmal lesen werde.

  13. Cover des Buches Der Friedhof in Prag (ISBN: 9783423142274)
    Umberto Eco

    Der Friedhof in Prag

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch

    Das Konzept des Romans ist schon originell und auch teilweise ironisch geschrieben.

    Aber man hätte das ruhig auf 300 Seiten zusammenstreichen können.

    Und bei Eco hab ich immer das Gefühl, mir entgeht alles, weil ich kein Historiker bin.

  14. Cover des Buches Coherent (ISBN: 9783959910835)
    Laura Newman

    Coherent

     (151)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Laura Newman gilt als deutsches Paradebeispiel für gelungenes Veröffentlichen im Selbstverlag. Die 1983 geborene Autorin macht alles selbst: vom Grafikdesign, über den Buchsatz, bis zu Werbemaßnahmen. Und natürlich das Schreiben. Ihr erstes Buch erschien 2013, seit 2014 ist sie selbstständig. Nach 10 Jahren als Mediengestalterin wollte sie endlich etwas tun, das sie glücklich macht und kündigte kurzentschlossen. Mittlerweile kennt sie die Mechanismen des Selbstverlags in- und auswendig und teilt ihr Wissen bereitwillig auf ihrer Website, YouTube und ihren Social-Media-Kanälen. Dort findet sich auch ein ausführlicher Bericht zur Entstehungsgeschichte von „Coherent“, den ich äußerst spannend finde. Wer hätte gedacht, dass die widerspenstige Schnalle eines Schuhs einen futuristischen Jugendroman inspirieren könnte?

    Irgendetwas stimmt nicht mit der 17-jährigen Sophie. Vor einigen Monaten stellte sie fest, dass alle technischen, mit dem Internet verbundenen Geräte mit ihr kommunizieren. Pausenlos bombardieren sie Daten, die sich ungefragt in ihrem Hirn ausbreiten. Für einen Schüleraustausch nach Frankreich in ein Flugzeug zu steigen ist da wirklich das Letzte, was Sophie möchte. Dummerweise ist es zu spät, den Trip abzusagen. Erst, als sie in Avignon eintrifft, wird ihr klar, dass sie den Tapetenwechsel dringend brauchte. Sie genießt die wundervolle Landschaft und das französisch leichte Lebensgefühl. Und dann ist da auch noch Jean, der ihr gehörig den Kopf verdreht. Mutig weiht sie ihn in ihr Geheimnis ein. Jean ist begeistert und gemeinsam erforschen sie Sophies mysteriöse Fähigkeiten. Doch ihre Vorstöße bleiben nicht unbemerkt und schon bald werden die beiden von einer undurchsichtigen, anonymen Behörde gejagt, die Sophie zu gern in die Finger bekommen würde …

    Könnt ihr euch vorstellen, das Internet im Hirn zu haben? Mit einem Zwinkern digitale Fotogalerien durchstöbern, mit einem Gedanken E-Mails schreiben, mit einem Nicken Bestellungen aufgeben: Sophie, die Protagonistin in Laura Newmans SciFi-Roman „Coherent“, kann genau das. Und mehr. Sie braucht kein Endgerät, um online zu sein. Sie ist das Endgerät. Abgefahren. Aber ist es das wirklich? Oder wagte Newman mit diesem Buch einen Blick in eine nicht allzu weit entfernte Zukunft? Die Autorin öffnet mit den Fähigkeiten, die sie Sophie verleiht, eine unheimliche Büchse der Pandora moralischer und ethischer Implikationen, die sich in meinem Kopf verselbstständigten. Ich konnte mir mühelos ausmalen, was dieses „Upgrade“ für das Zusammenleben der Menschheit im großen Rahmen bedeuten könnte. Schon jetzt sind wir mit den Auswüchsen der Digitalisierung überfordert, bemängeln zunehmende Beschleunigung, Anonymität und soziale Kälte, Verrohung und Skrupellosigkeit – wie sähe diese Entwicklung erst aus, bräuchten wir Smartphones und Laptops nicht mehr als Krücke? Für mich ist völlig offensichtlich, dass alles noch schneller, noch vernetzter, noch gläserner wäre und ja, diese Aussicht beunruhigt mich. „Coherent“ brachte mein Kopfkino ordentlich auf Touren, obwohl Laura Newman all diese Konsequenzen gar nicht anspricht. Sie spekuliert nicht und beleuchtet Sophies Fähigkeiten lediglich aus der engen Perspektive ihrer sympathischen Protagonistin. Sie erwähnt zwar potenzielle militärische Einsatzgebiete, aber weitere Folgen klammert sie aus. Ich denke, dass diese Beschränkung dem Genre des Buches geschuldet ist. Die negativen gesellschaftlichen Aspekte passen eher in einen Roman für ein älteres Publikum und ich finde nicht, dass „Coherent“ durch den Verzicht darauf etwas fehlt, schließlich breiteten sie sich vor meinem inneren Auge trotzdem aus. Dass ich fähig war, die Idee der Geschichte über ihren Rahmen hinaus zu analysieren, liegt meiner Ansicht nach daran, dass Newman sich stark um Vorstellbarkeit und Realismus bemühte. Sophies Zustand ist nicht angeboren, sondern das Ergebnis eines fragwürdigen Experiments. Ich schätze es als plausibel ein, dass bereits in diese Richtung geforscht wird. Dennoch bin ich skeptisch, ob die Autorin Sophies Reaktion auf die Datenmenge, die sie überrollt, drastisch genug darstellt. Kopfschmerzen scheinen mir zu wenig zu sein, weil ich glaube, dass das menschliche Hirn unter dieser Informationsflut zusammenbrechen würde. Doch natürlich konnte Sophie schlecht ein sabberndes Wrack sein – Jean hätte sich dann wohl kaum für sie interessiert. Die Romanze zwischen den beiden fand ich putzig und nicht allzu aufdringlich; ich empfand es als glaubhaft, dass sie sich auf der Flucht vor der ominösen Behörde näherkommen. Diese strenggeheime, fiktive Behörde klang durchaus etwas nach Verschwörungstheorie, ich kann allerdings verstehen, dass Newman eine Regierungsvertretung, die keinerlei rechtlichen Restriktionen unterworfen ist, porträtieren wollte. Letztendlich kann ja niemand beweisen, dass es diese Männer und Frauen in Schwarz nicht gibt, die unschuldige Teenager quer über den Globus jagen.

    „Coherent“ ist meiner Meinung nach ein gelungener SciFi-Jugendroman, der das Kunststück vollbringt, über die Grenzen der Geschichte hinaus verschiedene Altersgruppen anzusprechen. Während der jüngeren Leserschaft eine aufregende, futuristisch anmutende Handlung und nahbare Figuren geboten werden, können sich ältere Leser_innen wie ich zu unausgesprochenen Schlussfolgerungen stimulieren lassen. Das schafft nicht jedes Buch und spricht definitiv für Laura Newmans Talent. Nichtsdestotrotz hätte ich mir insgesamt eine kritischere Auseinandersetzung mit den Fähigkeiten ihrer Protagonistin gewünscht. Es ist vollkommen in Ordnung, dass sie auf den düsteren, mahnenden Zeigefinger verzichtete, doch sie hätte zumindest anklingen lassen können, dass diese nicht nur Vorteile haben. Wir sollten niemals vergessen, dass das Internet zwar ein Raum der Wunder ist – aber eben auch ein Raum voller Gefahren, Heimtücke und Illegalität.

  15. Cover des Buches Ausgeliefert (ISBN: 9783453810884)
    Lee Child

    Ausgeliefert

     (96)
    Aktuelle Rezension von: kirjasto

    ... befindet sich Jack Reacher mal wieder im Gastspiel eines Problemes, was nicht seines sein sollte, sich aber rasch zu seinem entwickelt. Lee Child hat hier großartige Szenenwechsel zwischen Reachers persönlichem Erleben, dem Schauplatz des Plots und den Ermittlern hingelegt. Das Buch ist handwerklich eine Steigerung zum ersten Band aus der Serie und war ein Pageturner bis zum Schluß.

  16. Cover des Buches Totgeglaubte leben länger (ISBN: 9783453436602)
    Kathy Reichs

    Totgeglaubte leben länger

     (326)
    Aktuelle Rezension von: buechernarr

    Als die Leiche eines Mannes gefunden wird, der mit religiösen Gegenständen aus Israel gehandelt hat, und Tempe Brennan nachweisen kann, dass es sich nicht, wie zunächst angenommen, um Selbstmord handelt, wird sie zusammen mit Ryan tief in mutmaßliche Verschwörungstheorien hineingezogen, die alle 3 Weltreligionen betreffen. Zunächst taucht das Foto eines alten Skeletts aus, das angeblich das Mordmotiv sein soll und von dem Tempe bald herausfindet, dass es wahrscheinlich bei Ausgrabungen in Masada aufgenommen wurde, dann führen sie weitere Ermittlungen nach Israel, wo sie mit ultra-orthodoxen Juden in Konflikt geraten.

    Der Schreibstil ist, wie in allen Büchern von Kathy Reichs, sehr flüssig, auch wenn sich die Geschichte in diesem Fall deutlich mehr zieht, schon aufgrund der vielen geschichtlichen Hintergrundinformationen, die mit eingewebt werden. Diese sorgfältig recherchierten Informationen sind auch das, was den besonderen Reiz dieses Buches ausmachen: Während der Mordfall an und für sich eher langweilig ist, werden die Ermittlungen durch die Verstrickungen in tatsächliche Ereignisse bei Ausgrabungen in Jerusalem und Masada (einer jüdischen Festung, in der sich Widerstandskämpfer gegen die Römer verschanzt hatten im ersten Jahrhundert nach der Zeitenwende) zu einem Exkurs in jüdisch-israelischer Geschichte zum Einen und die Geschichte des Christentums (und der Abweichungen von heutiger Deutung) zum Anderen.

    Am Ende des Buches gibt es auch die Aufzählung dessen, was tatsächlich Fakten sind und einen kurzen Bericht der verschiedenen Ausgrabungen, sodass man als Leser noch mal kurz rekapitulieren kann, was „bewiesen“ ist und was reine Fiktion.

    Nervig sind viele Wiederholungen, die durch das wiederkehrende Aufzählen von bereits bekannten Fakten herrühren. Tempe und Ryan kauen viele Aspekte des Falles wieder und wieder durch, was zum Teil ermüdend ist. Auch kommen den beiden ein bisschen viele Zufälle zuhilfe (zB muss Ryan natürlich auch nach Israel fliegen, als Tempe hinfliegt, damit die zwei auch ja schön zusammen ermitteln können, was insgesamt ein bisschen unwahrscheinlich ist, aber es ist halt wichtig für den Fortgang der Geschichte).

    Und auch in diesem Teil kann mich die Liebesgeschichte zwischen Tempe und Ryan nicht überzeugen. Ich finde ihre Dialoge oft so gestellt und krampfig, dass da bei mir beim Lesen keinerlei Anziehung zwischen den beiden ankommt. Das zieht sich bei mir aber schon durch die ganze Reihe hindurch und ich kenne auch viele Leser, die mir da vehement wiedersprechen – ist also wie so vieles absolut subjektiv.

    Aufgrund dieser Kritikpunkte gibt es bei mir 1.5 Sterne Abzug, aber wenn man sich vor dem Lesen klar macht, dass man keinen typischen Temprance Brennan Fall vor sich hat, durchaus eine Leseempfehlung.

  17. Cover des Buches 9 Tage wach (ISBN: 9783841906298)
    Eric Stehfest

    9 Tage wach

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Lela0410

    Eric Stehfest, ein bekannter deutscher Soap-Darsteller, war in seiner Jugend jahrelang von der Partydroge Crystal Meth abhängig. Durch eine einjährige Entziehungskur – Auslöser war ein neun Tage langer Rausch, den er fast nicht überlebte – schaffte er den Absprung. Heute ist er clean, verheiratet und Familienvater und hat es sich zur Aufgabe gemacht, über die Gefahren dieser Modedroge aufzuklären. In »9 Tage wach« berichtet Eric Stehfest schonungslos über seine Zeit in der Drogenszene, den schmerzhaften Entzug und ein jahrelanges Doppelleben. 


    Ich kaufte mir das Buch, weil ich Eric Stehfest als Schauspieler schätze und großes Interesse hatte, die Sichtweise eines Abhängigen kennenzulernen. Er stellt dies auch gut dar, all seine verwirrenden Gedankengänge, die sich überlagernden Inhalte, schnelle Wechsel etc. Genau so habe ich mir die Gedankenwelt eines Junkies vorgestellt. Auch wenn ich mit Drogen bisher keinerlei Berührung hatte, für mich klar getroffen. Dennoch - oder gerade deshalb - ist es wirklich sehr schwer zu lesen. Leider kein konstanter Lesefluss , man benötigt viel Konzentration bei jeder einzelnen Seite. Viele Begriffe aus der Drogenszene, mit denen ich teilweise nichts anfangen konnte. Das Buch ist für Genussleser oder als Bettlektüre absolut ungeeignet. Ich habe ziemlich lange zum Auslesen gebraucht, weil ich ständig Pausen machen musste.
    Interessant, aber definitiv nicht weiterzuempfehlen.

  18. Cover des Buches Die Teufelsbibel (ISBN: 9783404163267)
    Richard Dübell

    Die Teufelsbibel

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Sommerkindt
    Die Geschichte ist interessant ja aber viel zu langatmig.
    Mal abgesehen davon entführt der Autor den Leser in eine dunkle brutale Welt, in der das Wohlergehen der Menschen auf dem Wohlwollen anderer beruht. Weder die Kirche noch das normale Volk scheint den geringsten Begriff von gut oder böse zu haben bzw. nur in geringen Mase.
    Anfangs ist man von den vielen Protagonisten überfordert. Erst im Laufe der Geschichte klamüsert sich heraus wer wohin gehört.
    Wer historische Romane mag kann ich dieses Buch nur empfehlen alle anderen nur wenn sie grad Langeweile haben und mal in eine andere Zeit eintauchen will.
    Und die Geschichte hat eine wirklich überraschende Wendung.
    Es werden mehrere Handlungsbögen aufgebaut, was auch daran liegt das sich die Geschichte so zieht. Aber wenn man erstmal Blut gleckt hat bleibt man dran. Man braucht einfach nur einen sehr langen Aten.

  19. Cover des Buches Scharnow (ISBN: 9783453677302)
    Bela B Felsenheimer

    Scharnow

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Radagast

    Bela B. und sein erstes Buch. Ich war neugierig auf diese Geschichte. Als Ärztefan ist es (fast) Pflicht dieses Buch zu lesen.
    Als Leser kommt man ohne große Hindernisse in die Geschichte hinein. Der Schreibstil ist klar und bildlich. Die ersten 100 Seiten sind für mich nur so dahin geflogen. Auch hatte ich kein Problem damit die vielen verschiedene Protagonisten im Kopf zu behalten. Doch was auffiel war, dass vereinzelte Handlungsstränge abrissen und so stehen blieben wie sie abgerissen wurden. Ich fand es schade, aber so wurde ich gefordert mir ein eigenes Ende für diese Handlungsstränge zu bilden. Gefällt nicht jeden Leser, aber mir umso mehr.
    In Zeiten wie heute, wo Genderschreibweisen diskutiert werden und Sexualität fast zu einem Tabuthema wird, kamen in dieser Geschichte schon die eine oder andere derbe Episode vor. Es ist Ansichtssache ob es für denn einen zu heftig oder doch in Ordnung ist über Geschlechter und Sexualität zu schreiben, wie es Bela B. getan hat. Aus meiner Sicht war es "typisch Mann", aber nicht pervers.
    Es hat mir gefallen dieses Buch zu lesen. Wobei die Geschichte durchaus ausbaufähig gewesen wäre und daher kann ich diesem Buch nicht die volle Sternen-Punktezahl geben.

  20. Cover des Buches Die Ludwig-Verschwörung (ISBN: 9783548282909)
    Oliver Pötzsch

    Die Ludwig-Verschwörung

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Kerry
    Antiquar Steven Lukas führt ein ruhiges und zurückgezogenes Leben. Der junge Mann hat sein eigenes Antiquariat in München, doch die Geschäfte laufen nicht allzu gut. Von je her waren alte Bücher seine Leidenschaft, eine Leidenschaft, die schon das gesamte Familienerbe verschlungen hat, doch er kann einfach nicht anders. Professor Liebermann war in diesem Antiquariat, kurz bevor er entführt und ermordet wurde. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt: vor kurzem kaufte er das geheime Tagebuch von Theodor Marot, das er in genau diesem Antiquariat versteckte. An sich erscheint diese Tatsache nicht unbedingt als Mordmotiv, doch Theodor Marot war niemand anders als der Assistent des Leibarztes von König Ludwig II. Die Umstände des Todes von Ludwig II sind bis heute noch sehr mysteriös.

    Kurz nach dem Mord sucht Sara Lengfeld Steven auf. Sie ist die Nichte Liebermanns und berichtet ihm von dessen Ermordung und ihrem Verdacht, dass ihr Onkel etwas in dem Antiquariat versteckt haben muss. In der Tat ist Steven bereits auf ein Buch gestoßen, dass ihm selbst unbekannt ist bzw. von dem er genau weiß, dass es nicht zu seinem Bestand gehört. Noch ehe er und Sara sich diesem geheimnisvollen Buch widmen können, wird Steven überfallen und sein Laden verwüstet. Schnell steht fest: wer auch immer, er ist hinter diesem Tagebuch her.

    Zusammen mit Sara flieht Steven vor seinen Verfolgern, denn er ist nicht gewillt, so mit sich umspringen zu lassen und er ahnt, dass in diesem Tagebuch ein Geheimnis verborgen ist, ein tödliches Geheimnis. Tatsächlich gelingt es den beiden, nach und nach den Code des Tagebuchs zu entschlüsseln und sie tauchen in die Welt von König Ludwig II und seinem Gefolge ein und erfahren so einiges aus dem Leben des Königs, was bisher vor der Welt verborgen blieb. Doch was auch immer in diesem Buch steht, rechtfertigen diese Geheimnisse, auch über 100 Jahre nach dem rätselhaften Tod des Monarchen, Verfolgung und Tod?


    Geheimnisse um Ludwig II! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Mir hat besonders gut gefallen, dass das Buch, dank der Tagebucheinträge, in zwei Zeitebenen spielt, diese sich jedoch nicht vermischen, sondern klar voneinander getrennt sind. Ich hatte bei beiden Zeitebenen, auf Grund der realistischen Darstellung, jederzeit das Gefühl, direkt vor Ort zu sein. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Beeindruckt zurückgelassen hat mich die Figur der Sara, die wirklich mit allen Wassern gewaschen ist und auch in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt. Den Schreibstil kann ich nur als spannend beschreiben, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.
  21. Cover des Buches Das fünfte Paar (ISBN: 9783442473861)
    Patricia Cornwell

    Das fünfte Paar

     (214)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Der dritte Fall für Kay S., in dem mehrere Paare auf die gleiche Art verschwinden und erst Monate später als verweste Leichen aufgefunden werden. Als das titelgebende "fünfte Paar" vermißt wird, ist schnell klar, daß das vetrschwundene Mädchen die Tochter Pat Harveys ist, Nr-1-Drogenbekämpferin der USA. Die größten Probleme bereiten K.S., daß von den Leichen kaum was übrig ist, wenn sie aufgefunden werden. Und privat leidet sie immer noch unter der Trennung von Mark, die sie nie ganz aufgearbeitet hat...Ein stimmungsvoller Krimi, mit menschlichen Einsprengseln wie der angesprochenen Trennungskrise. Aber das Kay und Marino zu einer hellseherin gehen, hat mir nicht so gut gefallen, und warum gab es im Drugstore keine kameraüberwachung und warum wurde kein Phantombild von dem auffälligen Besucher gemacht? Sehr unprofessionell an dieser Stelle, aber ansonsten spannende Krimiunterhaltung.
  22. Cover des Buches Die Gottespartitur (ISBN: 9783827011497)
    Edgar Rai

    Die Gottespartitur

     (30)
    Aktuelle Rezension von: IraWira
    Ich war hellauf begeistert, als ich "Die Gottespartitur" las, die ich dann auch in Windesweile durchlas - um im Zuklappen dann festzustellen, dass mir letztlich Handlung fehlte. Irgendwie fehlte mir das Highlight, der wirkliche Höhepunkt. Das dramatischste Ereignis des Buches wird innerhalb weniger Seiten fast nebenbei abgehakt und beschert zumindest mir dann auch noch ein etwas unbefriedigendes Ende.
    Aber einmal zurück zum Anfang des Buches - Gabriel, der Protagonist, ist wahrlich kein Sympathieträger mit seiner stets gereizten und unverbindlichen Art, auch wenn man ihn im Laufe des Buches immer besser kennenlernt und viel zu gut versteht, warum er so geworden ist, wie er ist.
    Seine Assistentin Leonore hingegen ist sein Fels in der Brandung, sie sorgt für ihn, sie sorgt sich um ihn und nebenbei ist sie offensichtlich auch noch eine liebenswerte und sympathische Persönlichkeit, die viel Eindruck auf die Männer in ihrer Umgebung macht. Leonore hält alles am Laufen, sie ist der Ausgleich zu Gabriels Art und unterstützt ihn, wo sie nur kann.

    Ich war von Anfang an begeistert von der wunderschönen Sprache und dem Schreibstil des Autors, die für mich auch den Hauptreiz dieses Buches ausmachen. Es findet viel innere Handlung statt und manche Dinge, die im Zuge des Romans angesprochen werden, insbesondere die Erinnerungen Gabriels an seine Kindheit/Jugend im Internat lassen den Leser fassungslos zusammenzucken und wütend werden, aber mir fehlte trotz der vielfältigen Handlungsstränge, die das Buch umreisst, manches Mal einfach eine äußere Handlung, die die innere insbesondere im Hinblick auf Gabriel widerspiegelt. Einiges von der äußeren Handlung hingegen, die dann stattfand, empfand ich als irritierend, weil es für mich aus dem Nichts kam.
    Für mein Empfinden bleiben letztlich doch auch noch zu viele Fragen offen, auch wenn ich mich nach einiger Zeit mit dem Ende des Buches ausgesöhnt hatte.

    Alles in allem, gerade durch diese zwiespältigen Gefühle, die das Buch in mir hervorgerufen hat, kann ich es empfehlen, es besticht ganz klar durch den wunderbaren Schreibstil und die plastische Weise, in der alles dargestellt wird und bringt den Leser zum Nachdenken. Kein alltäglcihes Buch, aber ein schönes.
  23. Cover des Buches Tod in Oberammergau (ISBN: 9783740806309)
    Josef Rauch

    Tod in Oberammergau

     (21)
    Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310

    Es sollte ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk werden, das Philipp Marlein seinem Freund Emil Bär machen wollte, aber dann kommt alles etwas anders. Das gebuchte Seminar findet Emil nicht so überzeugend. Dafür sind Erna Kalb und Sandra Danner, die Damen vom Verein „Ecce Homo“, umso interessanter. Sie sind der Meinung, dass Jesus nur ein Mensch war. Doch am nächsten Morgen sind die Damen tot, gekreuzigt auf dem Kreuzberg. Bär und Marlein geraten sofort in Verdacht. Sie flüchten und müssen nun alles daransetzen, ihre Unschuld zu beweisen. Doch es gibt weitere Tote und alle gehören „Ecce Homo“ an. Die Spuren führen bis nach Oberammergau, wo Philipp und Emil sich dann auf der Bühne der Passionsfestspiele wiederfinden.

    Ich kannte die Herren Marlein, Hobbydetektiv, und Bär, Ex-Pfarrer und Psychoanalytiker im Ruhestand, noch nicht, obwohl sie doch schon einige Fälle gelöst haben.

    Der Schreibstil ist wirklich toll und die lockeren Dialoge der Freunde gefallen mir sehr gut. Aber auch die Charaktere sind gut und lebendig dargestellt. Die beiden Ermittler sind Typen mit Ecken und Kanten.

    Zum wiederholten Mal bekommen es die Freunde mit einem Fall zu tun, der an den Grundfesten des christlichen Glaubens rüttelt. Hat die Bibel recht? Oder war doch alles ganz anders? Diese Fragen werden nicht wirklich beantwortet; das muss wohl jeder mit sich ausmachen. Aber die Freunde sorgen dafür, dass dieser Kriminalfall, der so gar nichts von der Idylle der Gegend hat, gelöst wird.

    Ein toller und spannender Krimi mit interessanten Ermittlern, viel Lokalkolorit, Humor und Action. Was will man mehr? Ganz klar – weitere Fälle mit dem Duo!

  24. Cover des Buches Das letzte Sakrament (ISBN: 9783404166749)
    Thomas Kowa

    Das letzte Sakrament

     (43)
    Aktuelle Rezension von: ingo101
    Ein interessanter Ansatz für eine Geschichte und viele philosophische was-wäre-wenn Fragen. Diese sind in einer spannenden Geschichte untergebracht, die zum Weiterlesen animiert. Am Anfang ist der Schreibstil noch etwas ungewohnt, aber das bessert sich deutlich nach 20-30 Seiten, vielleicht weil es das Erstlingswerk des Autors ist? Aber letztendlich entfaltet die Erzählung eine Spannung.

    Viele Szenen nur oberflächlich beschrieben werden, das ist gewöhnungsbedürftig. Das scheint dem Schreibstil geschuldet zu sein, der, ungefähr ab dem zweiten Drittel an Tempo und Geschwindigkeit immer wieder nachlegt. Tiefere oder überhaupt vollständige Beschreibungen der Umwelt, der Gefühlswelt, der Charaktere oder der aktuellen Situation sind da – offensichtlich - fehl am Platz. Glaubwürdigkeit (auf die Erzählweise/Beschreibungen bezogen) leider auch. Viele Szenen werden rasch und schnell abgehandelt – Schlag auf Schlag, ohne tiefer eintauchen zu wollen.
    Die Charaktere sind wie aus dem Leben gegriffen. Sie haben ihre Macken und Schrullen und Problemchen. Allen gemeinsam ist, dass wenig über ihr Leben vor den Ereignissen erzählt wird. Es gibt zwar einige Rückblenden, die den Hintergrund beleuchten, diese sind aber selten. Trotzdem fühlt man sich nach einigen Seiten (siehe oben) mit den Figuren verbunden. Erstaunlich wie es der Autor schafft, die Charaktere nur mit den aktuellen Ereignissen dem Leser oberflächlich näherzubringen.

    Spannend, nach den ersten 20-30 Seiten gut zu lesender Krimi. Charaktere bleiben blass, aber gleichzeitig interessant. Das Tempo der Erzählung wird zum Ende hin immer schneller. 

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