Bücher mit dem Tag "verse"
43 Bücher
- Johann Wolfgang von Goethe
Faust
(3.430)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Zentrum der Handlung steht der wissensdurstige Gelehrte Heinrich Faust, dem in einer Sinnkrise der Teufel Mephisto erscheint und ihm grenzenlose Erfahrungen im Austausch für Fausts Seele anbietet, falls dieser je einen Moment erlebt, den er festhalten möchte, was letztlich in Schuld, Tod und moralischem Zerfall endet. Die teilweise ausschweifende Handlung wechselt zwischen Dialog, Monolog, Lyrik und dramatischen Szenen und weist eine sehr hohe philosophische Tiefe auf, die an manchen Stellen überladen wirkt.
Bei den Protagonisten steht Faust im Mittelpunkt der Handlung und wird facettenreich und komplex dargestellt. Nebenprotagonisten, wie z.B. Mephisto oder Gretchen, sind ebenfalls Figuren mit hoher psychologischer Tiefe und treiben die Handlung voran.
Wer stille Klassiker mit psychologischer Tiefe/Spannung und sprachlicher Schönheit mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist in sehr origineller Versform aufgebaut, was dem Text Eleganz verleiht, im Zugang jedoch anspruchsvoll ist.
Minuspunkte: Sowohl die teilweise ausschweifende Handlung als auch die anspruchsvolle Sprache mindern den Lesespaß. - Mascha Kaléko
In meinen Träumen läutet es Sturm
(70)Aktuelle Rezension von: CountofcountGedichtbände sind ja eigentlich nie fertig, und ich lese sie auch nicht wirklich von A bis Z sondern springe hin und her.
Die Gedichte sind aber durch die Bank total schön, berührend, beeindruckend, anrührend.
Einfach nur schön, in diesem Buch zu stöbern, einzutauchen, nachzuspüren.
Ich freue mich auf ganz viele weitere Bücher von Mascha Kaleko.
- Stefanie Steenken
Abgegeben
(33)Aktuelle Rezension von: mama_liestvorWertvolle Gedanken und Gefühle , einfühlsam niedergeschrieben von Stefanie Steenken in ihrem dritten, poetischen Buchband... Ihr Gedankenkarussell gesammelt, aufgeschrieben und veröffentlicht, erzählt vom Innehalten, Suchen & Finden . Sehr beeindruckt und fasziniert bin ich von den wunderschönen Zeichnungen der Malerin Heike Niderehe ,die das ein oder andere Gedicht malerisch und stimmungsvoll hervorgehoben hat und mich immer wieder begeistern...
In ihrem dritten Gedichtband *ABGEGEBEN* lesen wir viel herzliches , gefühlvolles aber auch mutmachendes , das uns nachdenken und innehalten lässt. Selbstvertrauen , Selbstliebe , etwas Neues wagen und angehen und das Gewesene dankbar annehmen, ohne zu Hadern und ganz wichtig , auf sein Herz zu Hören ...das zählt !... Ganz wichtig , gerade jetzt auch in der Vorweihnachtszeit , ist das Innehalten ... nicht ständig nach etwas Suchen , das ja vielleicht schon da ist , du es nur noch nicht richtig mit deinem Herzen gefunden hast... Auf 149 Seiten ist garantiert für jeden das passende Gedicht dabei , das zu einem passt . Lass dich treiben, entspanne , höre auf dein Herz und schalte immer mal wieder ab... Am besten mit diesem wundervollen Gedichteband voller Poesie...
Lesen , nachdenken, gedanklich wegtauchen und einfach mal Innehalten ! ... Wem tut das nicht gut in dieser hektischen und schnelllebigen Zeit , die oft keinen Raum lässt für eigene Gedanken...Authentisch und sehr einfühlsam niedergeschrieben , mit viel Offenheit und angepasst an viele Lebensabschnitte und Situationen ... Für Jeden !... Ein absolutes Buchschätzchen , von dem ich alle drei Bände besitze und immer wieder gerne hinein schmökere...Abgeheftet , Abgelegt & Abgegeben , ziert mein Buchregal und berührt mein Herz... DANKE :)
Am Ende wurden alle Gedichte alphabetisch sortiert , zum besseren Überblick und Finden. Ein drittes Mal , möchte ich gerne diese schönen Gedichtbände empfehlen , auch denen, die vorab sagen Gedichte und Poesie ist nichts für mich !...Bitte lasst Euch unbedingt darauf ein ... Es lohnt sich so sehr ! :)
- Paul Maar
Das Schul-ABC. Verse zum Mitraten und Mitreimen
(2)Aktuelle Rezension von: KinderbuchkisteLässt durch aktives Mitreimen ein Gefühl für Sprache entwickeln
Kleine Verse zum Mitraten und Mitreimen leiten in diesem Buch von Paul Maar durch das ABC.
Witzige, fröhliche, verwunderliche, empathische kleine Verse, die einfach Spaß machen zu lesen und die immer auffordern weiter zu reimen. Gerade wenn man sie selber liest kommt man durch den Rhythmus der Sprache beim Vorlesen leicht in den Fluss und die Reime sprudeln fast wie von selbst weiter.
Einfach mal ausprobieren. es ist gar nicht schwer.
Ein herrliches Buch, zum Selberlesen, das nicht nur das Lesen fördert sondern gleichzeitig ein Gefühl für Sprache entwickeln lässt.
*
Die kleinen Verse über etwa 4 Zeilen mit je bis zu acht Wörtern, in großer Fibelschrift gedruckt und ebenfalls mit großem Zeilenabstand ermöglichen es selbst Leseanfängern die Reime leicht zu erlesen.
Jeweils 1 Buchstabe pro Seite in der Reihenfolge des ABC wird in einem Reim verwendet und mit eine farbigen Illustration, die noch viel Raum einnimmt illustriert.
Die Bilder dominieren das Bild und lassen den Text vernachlässigbar klein wirken, so dass auch keine Angst vor zu viel Text entstehen kann.
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Ein Beispiel für das Reimen gibt es hier:
"P"
"Pepe hat sein Brot vergessen
und in der Pause nichts zu essen.
Sein Freund Leon
schenkt ihm seines
und sagt: "dann isst du eben........."
( Zitat / Beispiel aus dem Buch)
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Im Anschluss an das Reim ABC gibt es noch eine Leserally mit jede Menge Rätseln, die sich auf den Text beziehen und das Leseverständnis spielerisch abfragen.
Hat man mit der Leitfigur der Leserally " Luna Leseprofi" alle Rätsel gelöst erhält man ein Lösungswort, dass es ermöglicht im Online Portal weitere Rätsel und Spiel zu machen.
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- unbekannt
Karl-Heinz Söhler: Der Menschenzunft fehlt die Vernunft
(1)Aktuelle Rezension von: pardenSCHMUNZELVERSE...
Hier sind sie nun, die neuen Verse, die in der kleinen Form die große Botschaft vermitteln, dass jeder Mensch seinem Dasein liebens- und lebenswerte Seiten abgewinnen kann, wenn er nur Vernunft walten lässt. Und daran haptert's allerwegen, obwohl das Rezept so einfach sit, wenn man die Welt mit Söhlers lebensklungen Augen sieht.
'Meine Gedichte sind keine Lyrik', sagt Söhler, 'sondern Erfahrungen und Beobachtungen, die wir alle einmal gemacht haben.' Aus diesem Fundus des Alltäglichen, in dem Humor und Weisheit nisten, seine Erkenntnisse zu ziehen und sie in heiter-poetischer Form weiterzugeben, das ist Söhlers Geheimnis, den Menschen nahezukommen...
Der Mensch muss das erst mal erfassen:
Er darf den Kopf gern hängen lassen,
nur kann er, das ist zu verstehen,
dafür auch keinen Lichtblick sehen!
Von 1987 ist die 126 Seiten starke Ausgabe dieser Gedichte (erschienen bei Hoffmann und Campe) - und gehört zum Erbe meiner Eltern. Solch alte Schätzchen treffen nicht immer den aktuellen Zeitgeist, doch erscheinen diese Verse auch über die Jahrzehnte hinweg erstaunlich gemeingültig.
Im leichten Versmaß reichen hier oft jeweils bereits vier Zeilen, um der gewollten Aussage Genüge zu tun. Schwarz-weiß gehaltene Illustrationen von Wilhelm Hartung unterstreichen das Geschriebene noch auf humorvolle Art.
Wenn du dich ärgerst, denk' daran:
Der Ärger ist ein blödes Vieh.
Es fängt am falschen Ende an
und frisst nur dich - den Anlass nie.
Es empfiehlt sich nicht, die Verse einfach hintereinander weg zu lesen, denn manches ähnelt oder wiederholt sich im Verlauf ein wenig. Ursprünglich erschienen die Gedichte vereinzelt in einigen Tageszeitungen - und dementsprechend sollte man auch in dieser Sammlung die Verse besser vereinzelt lesen.
Alles in allem eine nette Lektüre für zwischendurch, die mich auch über 30 Jahre nach ihrem Erscheinen noch recht gut unterhalten konnte.
© Parden
- Wolfgang Heyde
Von Riesen und Zwergen - Satirische Verse: Vorwort v. Dieter Hildebrandt
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Anita Schalk
Der Herr ist mein Hirte
(7)Aktuelle Rezension von: LeylascrapIn dem Buch wird auf jeder Seite kindlich biblische Sprüche anders verpackt. Zunächst wird der biblische Spruch geschrieben und dann gibt es da drunter eine kindliche Antwort da drauf. So bekommen Kinder mal eine andere Sicht auf die Bibel. Denn alles verstehen sie ja doch nicht immer.Es zeigt den Kindern, dass Gott für sie da sind und sie genau so liebt, wie sie sind.
Uns gefiel das Buch recht gut. Ist mal was anderes und die Illustrationen da drin sind auch schön gemacht.
Ein gutes Buch als Geschenk zur Taufe oder ähnliches. - Dirk Ippen
Des Sommers letzte Rosen
(11)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer100 deutsche Gedichte aus einem Zeitraum von fast tausend Jahren (1901 – 1999) hat Dirk Ippen in diesem Band zusammengetragen. Die schönsten Werke berühmter Dichter wie Goethe, Schiller und Heine finden hier ebenso Platz wie die moderne Lyrik von Brecht oder Rilke. So ist eine breite Sammlung beliebter Gedichte entstanden. Des Sommers letzte Rosen wurde in der 11. Auflage 2018 im Verlag C.H. Beck veröffentlicht.
Über den Verlag selbst bin ich auf diesen Gedichtbank aufmerksam geworden und freue mich, so wieder einmal in den Genuss des Lyrischen gekommen zu sein. Im Buch finden sich sehr viele Gedichte wieder, die ich aus meiner Schulzeit kenne, was sicher vielen, die den Band lesen, so ergehen wird. Das Cover ist sehr ansprechend und seinem Titel gerecht werdend gestaltet und gibt dem Ganzen einen romantisch-verspielten Charakter, was sehr mit dem Inhalt harmoniert. Die bunte Mischung macht Des Sommers letzte Rosen für all jene zu einem besonderen Erlebnis, welche Gedichten etwas abgewinnen können.
Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.
Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohn´Unterlass;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
Am Strande weht das Gras.
Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer.
– aus Theodor Storm „Die Stadt“-
Fälschlicherweise von mir angenommen sind die Gedichte nicht die beliebtesten unter der deutschen Bevölkerung, sondern jene, welche am Häufigsten in Anthologien des 20. Jahrhunderts gedruckt worden sind. Der Titel erscheint mir somit etwas sperrig, weil es sich ja nicht zwangsläufig um die populärsten Gedichte handeln dürfte. Nichts desto trotz ist eine doch schöne Sammlung entstanden, die Liebhaber der Lyrik sicher bereichern wird.
Johann Wolfgang von Goethe ist mit den meisten Gedichten vertreten, was aufgrund seiner Bedeutung für deutsche Lyrik sicher nicht weiter verwundern dürfte. Auch ich mag seine Werke sehr. Persönlich hätte ich mir dennoch weitere Dichter gewünscht, die es leider nicht in diesen Band geschafft haben. Darunter z.B. Joachim Ringelnatz. Die elfte Auflage erscheint mir nach dem Sichten seiner Vorgänger besonders reizvoll, vor allem wegen seiner rosigen Aufmachung.
Ein zu großen Teilen gelungener Sammelband deutscher Poesie, der durch ein sehr ansehnliches Cover, sowie anmutige und nachdenkliche Texte besticht.
Ich danke dem C.H. Beck Verlag! - Etel Adnan
Nacht
(2)Aktuelle Rezension von: Stefan_HeimannEigentlich lese ich so etwas nicht. So etwas: Ein Text in Versform, etwas zwischen Lyrik und Philosophie. Aber egal, wie es literarisch korrekt heißt, und noch mehr egal, was ich sonst so lesen und was nicht; Wichtig ist nur: Dieser Text ist richtig gut!
Etel Adnan, Schriftstellerin, Philosophin und Malerin aus Beirut, war bereits stolze 91, als 2016 ihr Buch „Nacht“ in der Edition Nautilus erschien. Häufig mag hohes Alter nicht gerade ein Qualitätsmerkmal für Geistreiches sein; Bei diesem Buch bekommt man aber schnell das Gefühl: Um so etwas zu schreiben, braucht ein Mensch Erfahrung. Und Reife.
„Nacht“ hat kein Handlung, dafür um so mehr Tiefe. Es besteht aus Gedanken, Bildern und Stimmung in Versen von zwei, drei, vier Zeilen. Und nicht selten hat mir beim Lesen ein Vers schon gereicht, um das Buch wieder wegzulegen. Nicht, weil mich die Zeilen gelangweilt haben. Sondern weil sie mir genug Gedanken für den Rest des Abends mitgeben haben.
Beispiel:„Wasser erzeugt auf dieselbe Weise Energie,wie Erinnerung Identität erzeugt.“
Verstanden? Dann gleich noch einmal lesen:„Wasser erzeugt auf dieselbe Weise Energie,wie Erinnerung Identität erzeugt.“
Schön, oder? Dabei lese ich so etwas eigentlich sonst nie. Aber „Nacht“ von Etel Adnan habe ich sogar zweimal gelesen. Direkt hintereinander weg, komplett von vorn bis hinten! - Kristijonas Donelaitis
Die Jahreszeiten
(1)Aktuelle Rezension von: pardenEIN HISTORISCHES BAUERNJAHR IM RHYTHMUS DER JAHRESZEITEN...
Der 1714 als Sohn eines Freibauern bei Gumbinnen geborene und 1780 verstorbene litauische Lehrer und lutherische Pfarrer Kristijonas Donelaitis gilt im heutigen Litauen als Begründer der litauischen Literatur, auch wenn von der poetischen Produktion des begabten und vielseitigen, dem Leben und all seinen Erscheinungen zugewandten Donelaitis zu Lebzeiten nichts veröffentlicht wurde und nur in Abschriften zirkulierte. Sein Hauptwerk ist eine nach und nach entstandene Folge von Szenen aus dem Leben der litauischen Bauern in Ostpreußen, geordnet nach den vier Jahreszeiten und in Hexametern verfasst, die den Singsang der gesprochenen Sprache wunderbar wiedergeben und von Arbeit und Festen, von der Landschaft und den Tieren, von Frondienst, Freude und Last, vom dörflichen Zusammenleben erzählen. Freundlich und verspielt, der Welt zugewandt, aber auch zu Verantwortung und Frömmigkeit mahnend, sind die Verse ein anschaulicher, reicher, unterhaltsamer Genuss. 1977 nahm die UNESCO das Buch in die Bibliothek der literarischen Meisterwerke auf. (Klappentext)
"Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt..." - an dieses alte Volkslied erinnerte mich die Lektüre dieses Werkes, das nur zufällig erhalten blieb. Zeitlebens hat der Pfarrer Kritijonas Donelaitis (1714-1780) jedenfalls nichts von dem hier Gedruckten veröffentlicht, Handschriftliches und Abschriften des Originaltextes konnten jedoch gerettet werden. In fast 3000 Hexametern (klingt anstrengender als es ist, weil sich die Verse nicht reimen) widmet sich der lutherische Pfarrer dem Bauernleben im Rhythmus der Jahreszeiten und bietet aus heutiger Sicht interssante historische Einblicke. Dabei handelt es sich hierbei um kein durchkomponiertes Epos, sondern um eine lose Szenenfolge. Eine Episode wird hier an die andere gereiht, wobei es thematisch durchaus zu Wiederholungen kommt.
Frondienst mussten die Bauern der Region damals leisten, hohe Abgaben und teilweise rigide Bestrafungen inklusive. Armut herrschte unter den Bauern, gerade einmal das Nötigste am Leib, den Launen der Jahreszeiten unterworfen und in den ersten Frühlingstagen oftmals am Hungertuch nagend, weil die Vorräte des Vorjahres dann zur Neige gingen. Donelaitis erweist sich als sorgfältiger Beobachter. Das Verhältnis Herrschaft-Fronbauern rückt ebenso in den Fokus seiner Betrachtungen wie die verschiedenen Charaktere der Bauernfamilien, ihre Beziehung untereinander, bildhafte Naturschilderungen, zu erledigende Aufgaben im Jahreszyklus, Feierlichkeiten und Feste, die Auswirkungen des verlockenden Alkohols und - nicht verwunderlich - den im Leben der meisten verankerten Glauben. Der Pfarrer wird nicht müde, in seinen Versen immer wieder zu betonen, dass die Mühsal des Diesseits mit einer Belohung im Jenseits einhergehen wird, sofern das Leben gottesfürchtig gelebt wird - und umgekehrt. Dies betrifft nicht nur die Bauern, sondern eben auch die oberen Herren, denen die Bauern verpflichtet sind - willkürliche Gewalt und ausbleibende Dankbarkeit gegenüber Gott würden im Jenseits gerächt werden...
Kritijonas Donelaitis war jedenfalls nicht nur für damalige Verhältnisse ein wahrer Tausendsassa. So widmete sich der Pfarrer nicht nur der Theologie (er arbeitete nach dem Studium zunächst im Schuldienst, später als Prediger), sondern auch vielfältigen anderen Interessen. So frönte er beispielsweise der Gartenarbeit - mit besonderem Augenmerk auf die Pflege der Obstbäume -, schliff optische Linsen, fertigte begehrte Thermometer und Barometer und baute verschiedene Musikinstrumente (Fortepiano, Flügel, Kanklys = litauische Harfe), die er auch zu spielen vermochte. Und nebenher schrieb er eben auch Gedichte... Das alles verrät jedenfalls das ausführliche Nachwort, das sich auch den historischen und wechselhaften politischen Verhältnissen des Landstrichs widmet.
Noch ein Wort zum Umschlagmotiv: es zeigt ein gewebtes Band, das zur litauischen Tracht gehörte und das heute, gerändert mit den Landesfarben, bei Ehrungen den Geehrten umgelegt wird.
Mir hat der historische Einblick in das Leben litauischer Bauern um 1750 gut gefallen!
© Parden
- J. Heinrich Heikamp
Gill-Lyrik / Bevor wir uns gefunden
(1)Aktuelle Rezension von: Jen_loves_reading_booksMeinung:
Ich muss gestehen, dass ich selten Gedichte und/ oder Aphorismen lese und deshalb auch nicht so recht weiß, wie ich dieses Büchlein eigentlich rezensieren soll.
Alles, was ich darüber zu sagen hätte, steht eigentlich schon im Klappentext.
Mit wenigen Worten beschreibt J. Heinrich Heikamp punktgenau und aussagekräftig seine Gedanken zu Themen wie Freundschaft, Liebe, eigentlich alles rund ums Leben. Mal ernst, mal ironisch oder heiter. Aber immer mit einem Augenzwinkern. Eine sehr schöne Zusammenstellung, die jeglichen Aspekt des Lebens durchleuchtet und in schönen Versen wiedergibt.
Fazit:
Es hat mir unglaublich gut gefallen und zwischendurch blättere ich immer mal wieder durch und bleibe an manchen Texten wieder hängen.
Empfehlung:
Ich kann "Bevor wir uns gefunden" bedenkenlos weiter empfehlen.
Von mir gibt’s:
5 von 5 Sterne
- Margarete van Marvik
Sanft und anders
(9)Aktuelle Rezension von: AnjaKoenigschöne gedichte, gedanken und kurze geschichten, die nachdenklich stimmen und tiefer gehen. schön geschrieben und anders. lesenswert.
- Gerdt von Bassewitz
Peterchens Mondfahrt
(20)Aktuelle Rezension von: BuchgespenstIn einer schicksalsschweren Nacht verlor der Maikäfer Sumsemann sein sechstes Beinchen als ein böser Holzdieb für seinen Frevel zur Strafe auf den Mond verbannt wurde und das abgehackte Käferbein mit ihm. Nur wenn zwei artige Kinder gefunden werden, die bereit sind die gefährliche Reise anzutreten, kann es zurückgeholt werden. Nach Generationen vergeblicher Suche findet der letzte Sumsemann in Peterchen und Anneliese zwei bereitwillige Helfer. Doch die Reise ist weit und gefährlich!
Die Geschichte selbst liebe ich sehr, aber leider hat sich die Hörspiel-Fassung von Titania sehr weit vom Original entfernt. Modernisierung gut und schön, aber viele der zauberhaftesten Szenen sind dem leider zum Opfer gefallen. Vor allem die Szene beim Sandmann ist extrem in die Länge gezogen (nimmt mehr als 1/3 des Hörspiels ein), mit vielen Inhalten, die sich im Original nicht finden und die mich irgendwann wirklich nervten. Dazu finde ich das Sandmännchen äußerst unsympathisch inszeniert. Die Sprecher von Peterchen und Anneliese finde ich auch wenig überzeugend – zu steif und monoton.
Besonders habe ich hier die Reime vermisst. Sie tauchen nur rudimentär auf und damit geht ein ganzer Teil des Zaubers verloren. Dass dafür „neue“ Lieder hinzugefügt wurden (Der Mond ist aufgegangen, Der Sandmann ist da), hat mich mehr gestört als dass es die Geschichte bereichert hätte.
Gut eingefangen wurde der Humor. Es gibt immer wieder was zu schmunzeln. Auch die Elementargeister sind gut umgesetzt, wenn auch die Originalreime nur rudimentär wiederzuerkennen sind.
Dazu wurde die Geschichte sehr stark bearbeitet, sodass die meisten Szenen des Originals weggefallen sind, von der Reise über die Milchstraße bis zur Weihnachtswiese, es fehlt eigentlich der hauptsächliche Reiseabschnitt. Der Mondmann ist auch sehr verharmlost worden, eher auf den Rang eines Schulhofrabauken abgesunken als an das schauerliche Original heranzukommen. Das Ende ist auch völlig verändert und lässt den ganzen Zauber, die Spannung und Magie des Originals missen. Wer das Original nicht kennt, wird nichts vermissen, aber für mich ist die ganze Geschichte zu weichgespült worden. Und meine Lieblingsszene fehlt, damit bin ich schon enttäuscht.
Alles in allem: Eine moderne etwas weichgespülte Hörspielfassung nach Peterchens Mondfahrt, die durchaus gut gemacht ist, aber mir liegt die alte, originalgetreuere Fassung mehr. Mehr als ein paar Hauptmotive sind in diesem Hörspiel nicht übrig geblieben.
- Dr. Seuss
The Cat in the Hat
(17)Aktuelle Rezension von: SilbendrechslerDr. Seuss Geschichtensind wunderbar zum Lesen- und Englischlernen. Durch die vielen Wiederholungen und Reime sind die Geschichte einprägsam und nicht zu schwierig.
"The cat in the hat" handelt von zwei Kindern, die bei Regenwetter nicht wissen, was sie spielen sollen. Da kommt plötzlich die Katze zur Tür herein und stellt das ganze Haus auf den Kopf. Zum Glück gibt es die Stimme der Vernunft - den Fisch im Glas - der immer anmahnt, dass die Mutter bald heimkommt und alles wieder aufgeräumt sein muss. Auch dabei hilft die Katze, so ist am Ende wieder alles in Ordnung. - Giulia Patruno
Meine Liebe ist anders
(2)Aktuelle Rezension von: Felix_Valentin_MartinGiulias Liebe ist süß wie Schokalade…Männer, hier kommt eine Prachtfrau für die ihr euch warm anziehen könnt. Liebe! Und sowieso schreibt Giulia viel über die Liebe…macht es aus ihr eine richtige Frau? Auf jeden Fall lassen die Gedichte die Welt fröhlicher stimmen, wenn die Welt bereit ist für ein Werk wie dieses…Seelenheil!
- André Minninger
Die drei ??? - Rufmord
(10)Aktuelle Rezension von: Nerd111Wer die drei Fragezeichen kennt, der wird auch hier nicht enttäuscht. André Minninger schrieb hier einen spannenden Fall für Justus, Peter und Bob. Das Setting mit dieser Late Night Radiosendung ist schon sehr spannend. Rufmord ist ein sehr interessantes Thema. Für jüngere Leser bzw. Hörer wird der juristische Aspekt gut herübergebracht. Daraus hätte man aber meiner Meinung nach noch mehr herausholen können. Darum kann ich diesem Fall leider nur 4,5 Sterne geben. Ich finde einfach, dass es viele andere Drei Fragezeichen Fälle gibt, die im Gesamtpaket besser sind.
Für Einsteiger ist der Fall sehr gut geeignet. Es ist genial durchdacht, das Radio zu thematisieren. Mich fasziniert es, über "aussterbende Künste" zu lesen.
- Anna Menon
Bis zu den Sternen und wieder zurück ... - Liebeserklärung einer Drachenmama
(14)Aktuelle Rezension von: MarkusVollAm 05.06.2024 erscheint dieses Gebundene Buch mit 48 Seiten bei Baumhaus, geschrieben wurde das Buch von Anna Menon, illustriert wurde das Buch von Andy Harkness. Das Buch ist geeignet für Kinder ab 4 Jahren.
Die Autorin:
Anna Wilhelm Menon ist eine amerikanische Ingenieurin und Besatzungsmitglied der bemannten Raumfahrtmission Polaris Dawn. Sie studierte Mathematik und Spanisch, hält einen Master in Medizintechnik und arbeitete für die NASA. Anna lebt mit ihrem Mann, der ebenfalls Astronaut ist, und ihren zwei Kindern in Houston.
Der Illustrator:
Andy Harkness arbeitete als Animationsdesigner bei Disney, wo er u.a. an animierten Spielfilmen wie POCAHONTAS, FROZEN und MULAN beteiligt war. Er wurde für seine Arbeiten vielfach ausgezeichnet, u.a. mit einem EMMY. Darüber hinaus machte er sich einen Namen als Bilderbuchautor und -illustrator und fasziniert mit einer besonderen Technik: Er gestaltet Szenen mit Knetmasse, die er abfotografiert.
Inhalt:
Als die Drachenmama von ihrem Flug ins All zurückkehrt, hat sie Geschichten und Schätze dabei für ihre drei Drachenkinder, die sie so sehr vermisst hat. Sie kuschelt die drei an sich und schwärmt vom Training hoch in den Bergen und tief im Ozean, vom Countdown und Raketenstart und der berührenden Aussicht auf die weit entfernte Erde, wo sie ihre Liebsten weiß.
Fazit:
Die Astronautin Anna Menon hat diese Geschichte für ihre Kinder geschrieben. In dieser Geschichte geht es auch um eine Mutter, die weit weg von ihren Kindern ist. In diesem wunderschön illustrierten Bilderbuch geht es um Liebe, Abenteuerlust und Familienzusammenhalt. Anna Menon erzählt hier eine sehr bewegende Geschichte über eine Drachenmama. Die Geschichte wird in Reimen erzählt, was mir sehr gut gefiel. Die Illustrationen sind sehr gelungen und passen sehr gut zur Geschichte. Ein schönes Bilderbuch für Kinder und Erwachsene,
Wertung:
5/5 Punkte
- Thomas Gsella
Personenkontrolle
(1)Aktuelle Rezension von: Thomas_LawallAchtung: Personenkontrolle. Rette sich, wer kann! Thomas Gsella nimmt es sehr genau und sich alle Zeit der Welt. Dies alles aufzuschreiben würde aber jeden Rahmen sprengen, weshalb der Autor sich selbst auf das Wesentliche zusammenkürzt. Diesen Konzentraten, als "stern-Kolumnen" veröffentlicht, muss man jedoch gewachsen sein.
"Rassisten-Opa Gauland", zum Bespiel, bekommt eine fette Breitseite serviert, doch er ist wahrlich nicht allein. Thomas Gsella ballert aus allen verfügbaren Rohren. Nicht nur in Richtung AfD. Man möchte stehend applaudieren.
Auch die Art und Weise, wie er den "Irren vom Bosperus" mit allerhand Liebenswürdigkeiten überhäuft, ist mehr als deutlich. In einem Falle sogar mit einem unmissverständlichen Aufruf versehen. Das ist heftig!
Aber wirklich liebenswürdig geht auch. Ja fast rührend. Und wer hätte es mehr verdient als beispielsweise Harry Rowohlt:
"Ein Leben ohne Harry ist
Zwar möglich, aber sinnlos."
Lobeshymnen und bittere Ironie halten sich also die Waage. Stinksauer kann der Autor sein, sich aber auch im Gegenteil verlieren. Gar nicht mal so wenige würdige Andenken hat er da verfasst. Doch ist er stets hellwach und auf der Hut. Jederzeit bereit, den Köcher mit den Giftpfeilen, wenn nötig, auszupacken.
Am Stück sollte dieses Büchlein nicht verschlungen werden. Dazu ist es viel zu schade. Zu später Stunde ein paar Zeilen machen eher Sinn. Den Tag vergehen lassen, das Hirn defragmentieren und sich voll auf die jeweiligen Personen konzentrieren. Je nach Verfassung passen sich dann bösartige Satire oder Loblieder der individuellen Stimmung an.
Es lohnt auch unbedingt ein Zurückblättern. Wo waren jetzt nochmal die Zeilen über die schönsten Frauen der Welt "Der Rumpf ist Teflon/Elastan ...", den Mann, der es obenrum gern "pudelnackt" trägt, oder das lustige Suchspiel nach einem Reimwort für Söder ...? - Kollektiv Aviole
Gedichtbände von Aviole / Aviole Teil 2
(1)Aktuelle Rezension von: GiuliaPatrunoIm Gedichtband Aviole Teil 2 teilen 18 Autor:innen ihre Gedanken und Erfahrungen aus dem Jahr 2021. Die ursprüngliche Idee des Kollektivs auf Instagram war, unterschiedlichste Poetinnen und Poeten mit all ihren Realitäten und Wahrnehmungen abzubilden und sichtbar zu machen. Die Gewinne des Buches gehen vollständig an die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München.
Die Texte im Buch stammen unter anderem von Jonas Kloker, Sonja Crone, Mattis Paul Ackner, Andreas Freiherr Mattes von Rothenstein, Leonard Kuhnen, Anna Leonie Riegraf, Karolina C. Ros, Leah Kratschmann, Hannah Ramone, Giulia Patruno, Nico Welker, Sofie Morin, Dorothe J. Seitz, Sophie Scheffel und Jutta v. Ochsenstein.























