Bücher mit dem Tag "versteck"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "versteck" gekennzeichnet haben.

596 Bücher

  1. Cover des Buches Obsidian 4: Origin. Schattenfunke (ISBN: 9783551583437)
    Jennifer L. Armentrout

    Obsidian 4: Origin. Schattenfunke

     (2.102)
    Aktuelle Rezension von: kimdezordo

    Auch der vierte Band hat mich überzeugt 

  2. Cover des Buches Passagier 23 (ISBN: 9783426510179)
    Sebastian Fitzek

    Passagier 23

     (2.882)
    Aktuelle Rezension von: magic_diaryofabookworm

    Das war mein erstes Buch von Fitzek und es wird definitiv nicht das letzte sein. Ich bin davon ausgegangen, dass Thriller überhaupt nicht mein Genre sind und ich wurde eines besseren belehrt. Ich bin mega begeistert von Fitzeks Schreibstil. Ich habe als Leser die ganze Zeit versucht, die Rästel, die sich nach und nach immer weiter verstricken, mitzulösen.

    Das Buch ist voller Plottwists, unfassbarer Spannung, aber aufgrund der vielen möglichen Triggerpunkte auch nichts für schwächere Nerven.🙈 Ich muss sagen, zwischendurch musste ich wirklich schlucken, ich kann so etwas gut ab, was solche Menschen nicht weniger grausam macht.

    Ich hatte zwischendurch eine kleine Durststrecke, wo die Spannung für mich irgendwie etwas nachgelassen hat kurzzeitig und das Genre wird bei mir auch nie ganz oben stehen, dafür ist meine NA/YA- und Fantasy-Liebe einfach zu groß.💗

    Durch Fitzek sind Thriller für mich jetzt aber definitiv eine Option für zwischendurch, vor Allem wegen des geniales Schreibstils. Ich bin normalerweise auch kein Fan von der Erzählweise aus der 3. Person Singular, aber hier habe ich mich damit tatsächlich sehr angefreundet.😍


    🚢𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭🚢

    Der erste und definitiv nicht der letzte Thriller von Fitzek. Ich bin sehr positiv überrascht und kann dieses Buch Thriller-Liebhabern sehr ans Herz legen.🌊

  3. Cover des Buches Rubinrot (ISBN: 9783401506005)
    Kerstin Gier

    Rubinrot

     (14.021)
    Aktuelle Rezension von: my_love_to_books
    • Inhalt:


    Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundert-Wende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert! 


    • Meinung:


    Wie ich euch in meiner Rezension über Wolkenschloss versprochen habe, rede ich heute über eine berühmte Trilogie von @kerstingier . Band 1 der Edelstein- Trilogie heißt Rubinrot. Ich muss sagen es ist super  geschrieben, ich fand Gwendolyn von Anfang an sympathisch und konnte mich in sie hi­n­ein­ver­set­zen. Das einzige was ich am Buch kritisieren würde wäre dass ich den Familien Stammbaum schwierig fand doch dass hat sich nach einer Weile auch gelegt. 


    Den Film fand ich auch sehr schön, doch manche Scenen fand ich im 2 Band schon ein bisschen zu kämpferisch. Doch ich fand dass @ehrlichmaria und @jannisniewoehner_official  sehr gut geschauspielert haben♥️. Mir hat es auf jeden Fall  sehr gut gefallen. Doch mein lieblingskarakter war  Lucy Montrose , ich finde  @josefinepreussofficial hat es sehr gut rübergebracht ♥️


    Fazit: Ich liebe das Buch und den Film😂❤️


    Schönen Tag euch noch💕


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  4. Cover des Buches Die Bestimmung (ISBN: 9783570309360)
    Veronica Roth

    Die Bestimmung

     (6.466)
    Aktuelle Rezension von: Caye14

    Inhalt

    Um den Frieden zu wahren, werden die Menschen in fünf Fraktionen eingeteilt: die Selbstlosen, die Freimütigen, die Wissenden, die Friedfertigen und die Furchtlosen. Mit sechzehn Jahren wird ein Test gemacht, der über die Bestimmung der Jugendlichen eine Aussage macht, die Fraktion darf jedoch frei gewählt werden. Normalerweise ist dieser Test eindeutig, bei Beatrice ist das jedoch nicht der Fall. Sie ist eine Unbestimmte, was sie in große Gefahr bringt.


    Cover

    Sehr markant ist das Symbol in der oberen Hälfte des Covers: eine von einem Feuerring umgebene Flamme. Es ist das Zeichen der Ferox (die Furchtlosen), was sehr passend ist, da sich der Großteil des Buches bei dieser Fraktion abspielt. Am unteren Rand ist eine Stadt mit Wolkenkratzern zu sehen. Dies ist wohl die Stadt, in der die Geschichte spielt. Im Buch kann man zwar erahnen, dass es dort wirklich Hochhäuser gibt und dass die Stadt teilweise verfallen ist, aber ein ganz genaues Bild kann man sich durch die Beschreibungen nicht machen, sodass man hier nicht zwingend einen Bezug von Cover und Geschichte sieht.


    Schreibstil

    Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen. Größtenteils ist er sehr detailliert, was auch auf die Beschreibungen von Gewalt zutrifft. Für Leser, die da recht sensibel reagieren, ist das also eher nichts. 

    Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und stellt die Sicht von Beatrice dar. Man erfährt daher recht viel über ihre Gedanken und weniger über die der anderen.


    Meine Meinung zur Geschichte

    Ich fand die Geschichte insgesamt spannend, jedoch hätte man einiges anders machen können. Besonders die Aufnahmeprüfung/Ausbildung ist sehr lang beschrieben, richtig spannend wird es erst im weiteren Verlauf der Geschichte.

    Es gibt viele Dinge, die eher zweifelhaft sind. Man muss sich beispielsweise ernsthaft fragen, ob die Mutproben wirklich einen Beweis für Mut darstellen. Aus meiner Sicht ist das nicht der Fall. Dies gilt auch für andere Dinge, die in der Fraktion als mutig gelten. Es wird zwar angedeutet, dass die Fraktion früher mal anders war und andere Dinge als wichtig galten, aber genauer wird das nicht ausgeführt. Auch Beatrice, die später nur noch Tris genannt wird, hinterfragt das kaum bis gar nicht.

    Gewalt und andere Grausamkeiten spielen im Buch eine große Rolle und werden oft ziemlich detailliert beschrieben. Einige Figuren haben damit stark zu kämpfen und gehen daran auch kaputt, während Beatrice maximal etwas schockiert ist, viele Geschehnisse aber schnell hinter sich lässt und teilweise kaum berührt davon wirkt. Das ist auch der Grund, warum sie mir nicht so unbedingt sympathisch ist. Ich finde sie zwar auch nicht total unsympathisch, aber sie berührt mich nicht so sehr, dass ich richtig mit ihr mitfiebern würde. Teilweise ist sie stark auf sich selbst bezogen, dann tut sie mal etwas, um anderen zu helfen und überlegt gleich, ob sie nicht doch zu den Altruan, den Selbstlosen, gehört.

    Die anderen Figuren finde ich gut ausgearbeitet. Sie sind sehr unterschiedlich und auf ihre Weise interessant. Auch gut finde ich, dass es zwar eine Liebesgeschichte gibt, diese aber nicht in den Fokus gerückt wird. die Liebesgeschichte selbst könnte aber trotzdem etwas mitreißender sein. Ich mag es, wenn man die Spannung und das Kribbeln zwischen den Figuren bemerkt, während sich die Liebe langsam aufbaut, aber hier habe ich das nicht besonders stark gespürt.

    Trotz aller Kritikpunkte nimmt die Geschichte eine spannende Richtung ein, sodass ich die beiden Folgebände auf jeden Fall noch lesen werde und auch nicht vom Buch abraten würde. Ich würde es jedoch auf keinen Fall Jugendlichen empfehlen. Das Buch wird ab 14 Jahren empfohlen, was aus meiner Sicht gar nicht geht. Eher ab 16 und dann auch nur mit der nötigen Reife, eher noch etwas älter. Dafür ist der Fokus viel zu stark auf der Gewalt und es wird auch eine ziemlich fragwürdige Sicht auf Mut vermittelt, was aber alles kaum hinterfragt wird. An sich ist es durchaus realistisch, dass es Leute gibt, die nicht hinterfragen und einfach mitmachen, daher finde ich diese Darstellung auch nicht schlimm, aber in einem Jugendbuch hat das meiner Meinung nach nichts zu suchen. Für erwachsene Leser, die mit der nötigen kritischen Sicht daran gehen, ist das dagegen in Ordnung. Sie sollten die nötige geistige Reife haben, um das zu hinterfragen, was in einem Jugendbuch eigentlich Beatrice tun sollte.

  5. Cover des Buches Ich fürchte mich nicht (ISBN: 9783442478491)
    Tahereh H. Mafi

    Ich fürchte mich nicht

     (1.494)
    Aktuelle Rezension von: bibliotheka_yva

    „Du darfst mich nicht anfassen“, flüstere ich. Bitte fass mich an, möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes. Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. Für ihre Liebe. Und für den Zauber der Berührung ...


    Ich kann bis jetzt nur sagen es war anders - anders als alles was ich in letzter Zeit gelesen habe...
    Der Anfang alleine schon - verstörend, so dass ich mich gefragt habe, was das wohl werden soll...
    Die Geschichte nahm bildreich seinen Lauf und ich bin dann auch gut reingekommen...
    Jetzt am Ende dieses ersten Bandes stelle ich mir die Frage, wer dieser Warner überhaupt ist, welche Art kaputter Mensch und wohin die Handlung gehen wird...
    Für mich bisher eine dunkle sehr gut erzählte außergewöhnliche Zukunftsvision...

  6. Cover des Buches Mondprinzessin (ISBN: 9783959913164)
    Ava Reed

    Mondprinzessin

     (812)
    Aktuelle Rezension von: leonie2106

    Das Waisenmädchen Lynn bemerkt an ihrem 16. Geburtstag eine Art Sternbild auf ihrem Handgelenk und wird plötzlich auf den Mond zu ihrer eigentlichen Familie gebracht. Dort erfährt sie, dass sie die verloren geglaubte Prinzessin ist.

    So schön die Idee und auch das Cover waren, so enttäuschend war der Roman. Alles fühlte sich unüberlegt, nicht ausgearbeitet und gehetzt an. Die Geschichte wäre ausreichend für einen gut ausgebauten 600-Seiten Roman, der jedoch auf unter 250 Seite heruntergerattert wurde. Die Dialoge sind flach, teilweise unangenehm unrealistisch und alles in allem hat mir auch der restliche Schreibstil überhaupt nicht gefallen. 

    Die Geschichte wirkt gehetzt, so als hätte man in einer Nacht noch schnell eine Hausarbeit schreiben müssen, um grade so mit einer 4 zu bestehen. Dadurch, dass sich die Autorin kaum Zeit genommen hat auch nur einem ihrer Protagonisten ein bisschen Tiefe zu geben, konnte ich mich mit keinem anfreunden und auch das Ende fühlte sich unglaublich erzwungen an.

    Schade, denn ich hatte nach all den positiven Kritiken mehr erwartet und wurde enttäuscht zurück gelassen. Hätte ich es nicht im Urlaub dabei gehabt, hätte ich es nicht zu ende gelesen. Dass Ava Reed etwas drauf hat, weiß ich, denn andere Bücher von ihr mochte ich wirklich gern. Mondprinzessin ist für mich jedoch leider ein absoluter Flopp und keine Leseempfehlung wert.

  7. Cover des Buches Der Augensammler (ISBN: 9783426503751)
    Sebastian Fitzek

    Der Augensammler

     (5.282)
    Aktuelle Rezension von: Queenofbutterflies

    Nachdem ich Playlist gelesen habe und von diesem Buch begeistert war, musste ich auch den 1. Band der Reihe lesen und hier muss ich sagen, dass ich etwas enttäuscht war. Es mag auch daran liegen, dass man durch Playlist echt hart gespoilert wird, aber irgendwie hat mir hier echt die Spannunng gefehlt und die überraschende Wendung, da der Täter ja aus Playlist bekannt war. Daher mein Rat: Lest erst Augensammler und dann Playlist, wenn Ihr Euch nicht spoilern möchtet.
    Nichts desto trotz ist das Buch natürlich schon spannend, aber mir fehlten für einen Thriller von Fitzek wie gesagt einfach noch die Wendungen und das um 3 Ecken denken müssen, deswegen habe ich mich zunächst auch ein wenig durch das Buch geqüalt. Auf den letzten 100 Seiten konnte ich es aber aus der Hand legen, als die letzten Minuten des Ultimatums angebrochen waren und es zum Kräftemessen zwischen Zorbach und dem Sammler kam. Da wurde es doch nochmal richtig nervenaufreibend.
    Alles in allem hat mich dieser Thriller mit 3 von 5 Sternen nicht so ganz überzeugen können und ich hoffe mit Augenjäger wieder positiver überrascht zu werden.

  8. Cover des Buches Nach dem Sommer (ISBN: 9783839001677)
    Maggie Stiefvater

    Nach dem Sommer

     (2.889)
    Aktuelle Rezension von: Freedom4me

    Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen.
    Es ist eine schöne Romantasy-Geschichte.

    Die Idee mit den Wölfen hat mir gut gefallen. Etwas gestört hat mich nur der Begriff Werwölfe, da es das nicht wirklich trifft und Assoziationen erweckt, die gar nicht passen.

    Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, der von Sam und der von Grace. Sam ist dabei mal Mensch, mal Wolf. Die Kapitel aus der Wolfsperspektive haben mich dabei etwas gestört, da sie sehr menschlich klingen und sich kaum von den anderen Kapiteln unterscheiden, obwohl im Buch andauernd betont wird, dass das Denken und die Wahrnehmung als Wolf ganz anders ist.

    Der Schreibstil ist locker und eingängig, ich hatte das Buch sehr schnell durchgelesen. Die Handlung hat mir an sich gefallen. Es ist einiges passiert und gerade am Schluss gab es noch viel Action. Allerdings ging mir am Schluss alles etwas zu schnell, dafür gab es in der ersten Hälfte einige Längen.

    Teilweise hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte nicht ganz ausgereift ist. Einige Charaktere tauchen am Anfang auf, werden dann das ganze Buch über vergessen und gegen Ende plötzlich wieder rausgekramt. So hat es sich auch mit den Eltern von Grace angefühlt. Dann gab es noch einige Stellen, wo wirklich Offensichtliches nicht angesprochen wurde, was mich etwas getriggert hat.


    Fazit: Eine schöne Fantasygeschichte mit Liebesbeziehung. Das Konzept mit den Wölfen ist cool und der Schreibstil sehr angenehm. Stellenweise hatte ich das Gefühl, die Geschichte ist nicht ganz ausgereift und sehr Plot-getrieben: Wenn Charaktere gerade nicht gebraucht werden, werden sie einfach nicht erwähnt und dann kramt man sie wieder hervor, wenn man sie braucht. Trotzdem hat mir das Buch alles in allem gut gefallen und ich werde auch den nächsten Teil lesen.

    Die Wölfe von Mercy Falls I: Nach dem Sommer bekommt von mir 3,8 (also gerundet 4) / 5 Sterne.

  9. Cover des Buches Die Chemie des Todes (ISBN: 9783499256462)
    Simon Beckett

    Die Chemie des Todes

     (7.195)
    Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregal

    Der Schreibstil des Autors ist flüssig zu lesen/hören und sehr fesselnd. Durch die Beschreibungen im Buch konnte ich mir das Setting gut vorstellen. Der Spannungsbogen ist toll. Er steigt und fällt immer mal wieder abwechselnd und Richtung Ende gibt es viele Wendungen und Überraschungen. Für mich ist es immer was positives, wenn ein Buch mich auf eine falsche Fährte führen kann und ich wusste wirklich bis zum Ende nicht, wer der Täter*in ist. Ich habe erst danach rausgefunden, dass es sich hierbei um Band eins einer Reihe handelt und ich werde mir definitiv die nächsten Bände besorgen. 


    David Hunter ist ein toller Protagonist. Seine Entwicklung im Buch ist faszinierend. Die weiteren Charaktere bieten einiges an Rätsel raten und stiften auch etwas Verwirrung.


    Insgesamt eine tolle Geschichte. Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sterne. 

  10. Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783548234106)
    George Orwell

    1984

     (3.921)
    Aktuelle Rezension von: somethingnew08

    Der Roman begleitet Winston auf seiner Reise im Widerstand gegen einen Schreckensstaat. Winston unterscheidet sich von den anderen Bürgern Ozeaniens - er durchschaut die Manipulation des Staates und hält an seiner eigenen Erinnerung fest. Er besitzt die Hoffnung, dass es noch mehr geben könnte wie ihn.

    Orwell zeigt, wie ein solcher Überwachungsstaat funktioniert, wie manipulierbar Menschen sind und erschreckt mich mit der Handlung dieses Buches ins Tiefste. Eine Gesellschaft, die auf Hass und nur Hass gebaut wurde. Vier Ministerien, die alles steuern und denen absolut nichts entgeht. Sie formen die Menschen und die Menschen widersetzen sich nicht. Es scheint unmöglich, vor diesem Überwachungsstaat fliehen zu können und in dem kleinsten Detail lauert die Gefahr, seine Untreue gegenüber dem Staat zu verraten. 

    Die Lektüre dieses Buches ist zugleich sehr spannend und äußerst deprimierend. Es fühlt sich an, als würde versucht, einem die Seele zu entreißen. Die Abgründe, die sich in dem Buch aufmachen, sind tiefer als ich es mir je hätte vorstellen können. Damals bei Veröffentlichung wie heute handelt es sich um einen Weckruf. Solange es die Menschheit gibt, wird die behandelte Thematik nie an Aktualität verlieren und erst recht nicht in der heutigen Welt. Wir Menschen müssen uns immer wieder daran erinnern, wofür wir stehen und was unsere Werte sind. Orwell erinnert an die Kostbarkeit der Freiheit. Dankeschön für diese wenn auch verstörende, aber sehr wichtige Perspektive.

  11. Cover des Buches Der Augenjäger (ISBN: 9783426503737)
    Sebastian Fitzek

    Der Augenjäger

     (2.102)
    Aktuelle Rezension von: Paulamybooksandme

    „Die Zeit heilt alle Wunden“, zitiert Roth den Volksmund, als ich die Ratte samt Käfig, Streu und Futter auf dem Rücksitz meines Wagens verstaue.

    „Nein“, widersprach ich. „Sie machte einen nur älter.“

    //S.417//

    Klappentext:

    Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen.
    Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein - und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen ... 

    Meine Meinung:

    "Der Augensammler" las sich durchaus sehr interessant, aber mir persönlich fehlte doch die gewisse Spannung, die leider erst in den letzten Seiten auftauchte. Eigentlich wollte ich deswegen auch Band 2 etwas ruhen lassen, aber nach dem offenen Ende musste ich weiterlesen. Ich erhoffte mir etwas mehr Spannung, sowie  psychologische Raffinesse und wurde definitiv positiv überrascht.

    Ja, es ist insgesamt immer noch etwas sehr dramareich und manchmal gingen mir die Charaktere etwas auf die Nerven mit ihren persönlichen Dramen, aber es war so extrem spannend, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Immer, wenn ein Kapitel zuende war, musste ich das nächste auch lesen, weil Fitzek dem Leser keine inhaltliche Pause gönnte, sondern immer schön einen Cliffhanger mit einbaute, der sich auch nicht im nächsten weiterspann oder auflöste, sondern erst paar Kapitel später fortgesetzt wurde. Meine Nerven wurden hier doch arg strapaziert....genau, wie ich es haben will !! Ich bin einfach kein Fan von diesen melodramatischen Dramen, mein Hirn will lieber etwas gefordert und angeregt werden, über den Fall, den Täter, die Hintergründe sich praktisch den Kopf zu zerbrechen.

    Man bangte, hoffte, verzog das Gesicht und konnte doch die Augen nicht von den Seiten lösen. Das lag vor allem an einer der Hauptfiguren und zwar nicht Alex oder Alina, sondern dem Augenjäger, dessen Persönlichkeit ich mega spannend und interessant fand. Da bekam ich endlich meinen psychologischen Nervenkitzel. Dieser Mann ist ein pures Monster, aber irgendwie total authentisch, wenn man verstehen kann, wie ich das meine. Seine Taten sind grauenvoll, keine Frage, aber dieser Charakter wird nie übertrieben oder als Opfer dargestellt. Interessant fand ich auch die Hintergründe, wieso er das alles tat und wie er sich dabei fühlte, auch wenn es mir teils echt kalt den Rücken runterlief.

    Generell fand ich die Charaktere hier etwas besser als im vorherigen Band. Zwar glaube ich nicht, dass ich gänzlich mit Zorbach oder Alina warm werde, aber ich konnte diese Figuren hier besser verstehen, weil sie beide durch ihre persönlichen Höllen gingen und einfach authentischer wirkten. Zumal es auch einige Überraschungen gab, die mich zuerst etwas stutzen ließen, aber Fitzek schaffte es, diese Wendungen plausibel zu erklären, sodass ich keine Fragen oder Zweifel hatte. Aber mir rauchte davon der Kopf !

    Das Ende überschlug sich etwas und meiner Meinung nach, wäre weniger Drama ganz gut gewesen, aber er schaffte es, mich richtig zu foppen, was ich nicht erwartet habe. Das war ein richtig fieser Schachzug, obwohl mich der Anfang vom letzten Kapitel doch leicht irritierte, vor allem, weil das null nach Fitzek klang. Bis es dann aufgelöst wurde und ich dann schon leicht enttäuscht war.

    Der Schreibstil las sich hier sehr spannend, super flüssig und etwas weniger dramatisch, was ich eindeutig begrüßte. Hier zeigte er wieder, was er drauf hat.

    Fazit:

    Die "Augen" Reihe wird wohl nie ganz zu meinen Lieblingsbüchern von ihm gehören, aber dieser Band zeigte, was für ein klasse Potenzial die Idee hat. Immer noch etwas dramareich, aber dafür erhielt ich psychologischen Nervenkitzel vom Feinsten. Mir hat das Buch richtig Spaß gemacht und auch wenn ich Band 3 wieder schwächer fand, ist die Thematik sehr interessant. Von mir gibt es:

    5 von 5 Sterne


  12. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.760)
    Aktuelle Rezension von: Chris_Lieh

    Ein unglaublich gutes Buch mit einer ergreifend schönen Geschichte.  

  13. Cover des Buches Legend (Band 2) - Schwelender Sturm (ISBN: 9783785581599)
    Marie Lu

    Legend (Band 2) - Schwelender Sturm

     (1.140)
    Aktuelle Rezension von: wordworld

    Nachdem mir Band 1, "Legend - Fallender Himmel" so gut gefallen hat, musste ich natürlich sofort zum zweiten Band "Legend - Schwelender Sturm" greifen, um die Geschichte um Day und June weiterzuverfolgen. Die gesamte "Legend"-Trilogie von Marie Lu habe ich zwar schon 2016 in meiner Dystopien-Phase gelesen, da ich sie aber als eine der besten Dystopien aller Zeiten in Erinnerung behalten habe (und in Relation dazu nur noch erschreckend wenig über den Inhalt weiß), habe ich beschlossen, das Jahr mit einem Reread ausklingen zu lassen. Auch der Mittelteil der Trilogie hat mir noch besser gefallen, als ich es erwartet hatte und mir gezeigt, dass sich mein Buchgeschmack in den letzten 5 Jahren wohl doch nicht so sehr verändert hat, wie ich das gedacht hatte.


    Die gesamten Cover der Reihe bestechen durch minimalistische Eleganz. Vor dem Hintergrund, der bei Band 2 im Taschenbuchformat weiß ist, während einem vom gebundenen und dem Ebookformat ein malvenfarbener Hintergrund entgegenblickt, ist dieses Mal der Adler der Kolonien in goldener Farbe zu sehen. Auch beim Cover des zweiten Bandes ist das Motiv demnach dem englischen Original stark nachempfunden. Schade ist hier jedoch, dass der Titel recht nichtssagend ist. Ich habe ja schon bei meiner Rezension zum ersten Teil geschrieben, dass mich die deutsche Gegebenheit, englischsprachigen Titel des ersten Bandes als Reihenname zu übernehmen und dann einen mehr oder weniger bedeutungslosen Untertitel für jeden Band zu erfinden, mittlerweile ziemlich nervt. Nach meinem Geschmack hätte es sich hier besser angeboten, die englischen Titel von Band 2 "Prodigy" (Wunderkind) und Band 3 "Champion" zu übernehmen, anstatt die ganze Reihe "Legend" zu taufen. 


    Erster Satz: "Neben mir schreckt Day aus dem Schlaf hoch"


    Genau wie in Band 1 kehren wir sehr rapide zum Geschehen zurück. Wir erinnern uns: am Ende des ersten Teils hat June Day vor der Hinrichtung bewahrt, nachdem sie ihn in den Slums ausfindig gemacht und verraten hat. Während seiner Gefangenschaft hat sie jedoch erfahren, dass gar nicht er, sondern ihr Vertrauter Thomas ihren Bruder Metias getötet hat und die Republik außerdem für den Tod ihrer Eltern verantwortlich war, weil diese dahintergekommen sind, dass die Republik die Seuchen und den Großen Test als Unterdrückungswerkzeug und Maßnahme zur Bevölkerungskontrolle einsetzt. Nachdem die beiden mit der Hilfe der aufständischen Patrioten in San Francisco ein großes Durcheinander veranstaltet haben, sind sie nun gemeinsam auf der Flucht vor der Republik und müssen sich wohl oder übel erneut an die Patrioten wenden. Denn nicht nur Days Beinwunde muss endlich versorgt werden, auch sein kleiner Bruder Eden ist immer noch in Gefangenschaft der Republik. Als Gegenleistung sollen June und Day den Patrioten dabei helfen, den neuen Elektor Anden zu töten und June geht wieder einmal auf eine Undercover-Mission. Als sie dabei dem jungen Anden näherkommt, muss sie sich erneut fragen, ob sie auf der richtigen Seite steht...


    June: "Ich bin jetzt eine Verbrecherin und werde niemals in mein altes bequemes Leben zurückkehren können. Der Gedanke hinterlässt ein unangenehm hohles Gefühl in meinem Bauch, so als bedauerte ich es, nicht mehr der Liebling der Republik zu sein. Und vielleicht ist das sogar die Wahrheit. Wenn ich nicht mehr der Liebling der Republik bin, wer bin ich dann?"


    Nachdem sich Band 1 ausschließlich auf den Straßen des futuristischen San Francisco abgespielt hat, reisen wir mit den beiden Figuren dieses Mal auch ins staubtrockene Vegas, in die verschneite Republikhauptstadt Denver und wagen sogar einen kurzen Ausflug in die Kolonien. Diese Erweiterung des Blickwinkels nutzt Marie Lu sehr gekonnt aus, um ihr dystopisches Worldbuilding weiterzuentwickeln. Wir bekommen hier nicht nur Hintergrundinformationen zur Entstehung der Republik und der Kolonien geliefert, sondern erfahren auch endlich mehr über den Status Quo der restlichen Welt. Auch zu den internen Strukturen der totalitären Republik und den Patrioten werden einige offenen Fragen aus Band 1 beantwortet, sodass das Gesamtbild deutlich komplexer wird. Wie jede gut erzählte Dystopie wird hier also allein durch das Worldbuilding, das viele beunruhigend realistische Szenarien und Ideen enthält, schon eine Menge Spannung erzeugt. Die "Legend"-Reihe beginnt zu einem viel späteren Zeitpunkt als viele anderen Dystopien: die Machenschaften der Regierung werden fast vollständig schon im ersten Teil aufgedeckt, die Stimmung in der Bevölkerung ist kurz vorm Hochkochen, sodass nicht viel zur Eskalation fehlt und auch die beiden Figuren sind schon zu Symbolträgern ihrer jeweiligen Seite geworden. Im Vordergrund steht hier vielmehr die Frage, welchen Weg die Figuren einschlagen sollen und was ihre jeweilige Vision für die Republik ist. 


    Day: "Isolationistisch. Militärstaat. Aggressiv. Ich starre auf die Worte. Mir hat sich die Republik jeher als Inbegriff der Macht präsentiert, eine skrupellose, unaufhaltsame Militärgewalt. Kaede grinst, als sie meinen Gesichtsausdruck sieht, und wir drehen den Bildschirmen den Rücken zu. "Auf einmal kommt einem die Republik gar nicht mehr so mächtig vor, was? Mehr wie ein mickriger, kleiner, geheimnistuerischer Haufen, der sich nur mit internationaler Hilfe durchschlägt. Ich sage dir was, Day: Damit so etwas passiert, braucht es nur eine einzige Generation, die die Bevölkerung mit Gehirnwäsche unterzieht und sie davon überzeugt, dass die Realität gar nicht existiert."


    Genau wie in Band 1 hat sich Marie Lu wieder dazu entschieden, abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Day und June zu erzählen. Das passt hier wieder ganz gut, dass die beiden auch in diesem Band die meiste Zeit über getrennt voneinander sind. Während Day sich bei den Patrioten in seine Rolle als Widerstandskämpfer und Gallionsfigur der Rebellion einlebt, kehrt June als Spionin in den Schoß der Republik zurück und muss bald feststellen, dass der neue Elektor Anden ganz andere Ideen und Vorstellungen für ihr Land hat als sein diktatorischer Vater. In Band 1 war der Konflikt zwischen den beiden Seiten "Republik-Befürworter" und "Republik-Gegner" schon ein wichtiger Bestandteil der Handlung, wurde aber noch von der rasanten Verfolgungsjagd zwischen Day und June überschattet. Hier rückt das Hinterfragen der beiden Seiten mehr in den Vordergrund und politische Intrigen, Beziehungskrisen und neue Informationen machen es Day und June zunehmen schwer, Entscheidungen zu treffen. Das daraus entstehende Dilemma täuscht auch über handlungsärmere Passagen hinweg, sodass die Autorin die Spannung des ersten Teils durchgängig halten kann. 


    June: "Kann ich Anden vertrauen? Oder vertraue ich Razor? Ich stütze mich auf die Tischkante. Was auch immer die Wahrheit ist, ich werde bei diesem Spiel äußerst vorsichtig vorgehen müssen."


    Genau wie im Auftakt gibt es auch in "Schwelender Sturm" wieder eine Menge grandios vorbereiteter Wendungen, sodass "Gut und Böse" ständig wechseln. Die Autorin manövriert die Geschichte geschickt zwischen allen Fronten hindurch und hat mich ebenfalls das ein oder andere Mal aufs Glatteis geführt. Während also das Handlungskonstrukt nochmal stärker ist als in Band 1 (die Handlung ist ungewöhnlicher, besser durchdacht und definitiv wendungsreicher) und das Setting wunderbar weiterentwickelt wird, sind es in diesem Zwischenteil vor allem die Figuren, die aus meiner Sicht ein wenig schwächeln. Zwar sind mir die beiden starken, mutigen und schlagfertigen Persönlichkeiten schon in Band 1 sehr ans Herz gewachsen, hier passiert aber einfach zu viel in zu kurzer Zeit und der Erzählzeitraum ist viel zu kurz, um die Entwicklungen und Entscheidungen glaubwürdig zu vermitteln.


    Day: "Ich verachte die Republik, oder etwa nicht? Ich will sehen, wie sie zusammenbricht. Oder nicht? Erst jetzt bin ich in der Lage, eine wichtige Unterscheidung zu machen - ich verachte die Gesetze der Republik, die Republik selbst liebe ich. Ich liebe das Volk. Ich tue das alles nicht bloß für den Elektor, ich tue es für die Menschen."


    Kritisieren möchte ich auch die angeteaserten Dreiecksgeschichte, die ich persönlich wirklich nicht gebraucht hätte und die angesichts der noch sehr frischen und wackligen Liebesgeschichte alles zu sehr verkomplizieren und vom Plot ablenken. Mir hätte es besser gefallen, wenn die Autorin sich erstmal mehr darauf konzentriert hätte, die Beziehung von June und Day weiterzuentwickeln, da diese im letzten Band ja noch durch genügend Hürden und Hindernisse auf die Probe gestellt werden wird. Auch hinsichtlich der involvierten Nebenfiguren hat sich die Autorin mit den Dreiecksgeschichten keinen Gefallen getan. Während ich die hilfsbereite und stets gut gelaunte Tess in Band 1 als ständige Begleiterin an Days Seite noch sehr liebenswert fand, entwickelte sie sich hier innerhalb von wenigen Tagen (!!!) während ihrer kurzen Zeit bei den Patrioten zu einer eifersüchtigen, plötzlich doch sooo erwachsenen Sanitäterin, sodass beim Wiedersehen mit Day und June jede Menge unnötiges Drama entsteht. Dass sich das junge Waisenmädchen aus Days Schatten traut und sich selbst eine Meinung aneignet, fand ich ja grundsätzlich ein sehr guter Gedanke, an dieser Stelle kam mir ihre Entwicklung aber wie ein rapider Persönlichkeitswechsel zum Dramagenerieren vor, und das fand ich schade. Auch der junge Elektor Anden wird kurz nach seinem ersten Auftritt in das Liebesdreieck eingebaut. Da gerade er eine eigentlich sehr vielseitige Figur mit Potential zu spannender Ambivalenz wäre, fand ich die Reduktion auf einen errötenden Idealisten an dieser Stelle ein wenig schwach. Aus dieser Rolle hätte man weit mehr machen können!


    June: "Die Welt außerhalb dieser Republik ist auch nicht perfekt, aber es gibt da draußen die Freiheit und zumindest die Chance auf Selbstbestimmung und alles, was wir tun müssen, ist, dieses Licht auch in der Republik scheinen zu lassen. Unser Land befindet sich auf der Schwelle - alles, was jetzt noch fehlt, ist eine Hand, die es hinüber auf die andere Seite schubst." Razor steht halb von seinem Stuhl auf und tippt sich auf die Brust. "Und diese Hand könnten wir sein."


    Ein weiterer die Charaktergestaltung betreffender Kritikpunkt, welchen ich noch aus meiner Rezension zu Band 1 übernehmen muss, ist das sehr junge Alter der beiden Hauptfiguren. Auch wenn es sich hier um ein Jugendbuch handelt, dass eine 14+-Zielgruppe ansprechen soll, empfand ich es als extrem unlogisch, dass die Hauptpersonen erst 15 Jahre alt sind. Zwar verhalten sich die beiden gelegentlich schon ihres Alters entsprechend, aber diese Zahl im Kopf behaltend sind die beiden Grundvoraussetzungen, dass June die beste Soldatin und Day der meistgesuchte Verbrecher der Republik sein soll, äußerst fragwürdig. Als letztes muss ich noch negativ anmerken, dass das Ende kurz vor dem Happy End nochmal eine heftige Komplikation auf den Tisch bringt, die erstmal etwas künstlich wirkt, so als hätte die Autorin Angst gehabt, dass die LeserInnen nicht mehr zu Band 2 greifen würden, wenn sie es zu gut enden ließe. Ich hätte Cliffhanger hin oder her auf jeden Fall weitergelesen, da sich genügend offene Fragen und eine Menge überdauernder Klärungsbedarf ergeben und hätte mir gewünscht, mit dieser Offenbarung bis zum nächsten Teil zu warten. Für diese beiden Kritikpunkte - das Ende und die Schwächen in der Weiterentwicklung der Figuren - ziehe ich bei dieser tollen Geschichte 1 Stern ab und lande in der Gesamtbewertung bei 4 Sternen.




    Fazit

    Mit "Legend - Schwelender Sturm" gelingt es Marie Lu, die Spannung des ersten Teils zu halten, ihr Setting weiterzuentwickeln und dabei ein wendungsreiches, originelles Handlungskonstrukt aufzustellen. Etwas schade ist nur, dass in diesem Zwischenteil die Figuren wenig Zeit bekommen, sich weiterzuentwickeln, unnötige Liebesdreiecke im Weg stehen und Nebenfiguren ihr Potential nicht ausschöpfen können.

  14. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.531)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Meine Meinung:
    •Achtung! Enthält Spuren von Spoilern.• Ein absolut berührendes und emotionales Buch welches einen den Alltag der Deutschen in der Zeit des zweiten Weltkrieges aufzeigt.
    Eine einzigartige Erzählweise, schreckliches, aber auch schrecklich schönes gepaart mit Freundschaft und Aufklärung. Ein Buch welches man gelesen haben sollte! Gänsehaut vorprogrammiert.

    Cover: Das Cover des Buches ist vom ersten Eindruck her sehr schlicht gehalten worden, aber dabei absolut aussagekräftig und auf seine ganz eigene Weise wunderschön.
    Der Hintergrund ist in einer tollen Farbe gehalten worden, die an altes Pergamentpapier erinnert, dadurch passt es natürlich wie die Faust auf's Auge zu dem Inhalt des Buches. :)
    Der Eyecatcher des Buches befindet sich jedoch in der Mitte- man erkennt ein kleines Mädchen, die rechts von dem Sinnbild des Todes an der Hand gehalten wird. Der Tod besteht aus einem Skelett und trägt einen schwarzen, dicken zerfranzten Umhang mit einer Kapuze. Das Mädchen hat zwei typische geflochtene Zöpfe und trägt ein gepunktetes Kleid. Sie ist barfuß.

    Schreibstil: Der Schreibstil des Autors war wirklich erfrischend anders.
    Insgesamt kann man ihn als sehr poetisch und philosophisch, mit Liebe zum Detail beschreiben. Das Buch war voller Metaphern und anderen sprachlichen Mitteln, so dass man wirklich mit klaren Kopf lesen muss. Ich würde sagen, dass es kein Buch ist, welches man eben mal Zwischendurch lesen kann.
    Nichts desto trotz, ließ es sich sehr angenehm lesen und es herrschte eine schöne, wenn auch beklemmende Leseatmosphäre. Anders kann man dieses Gefühl, welches einen ständig zwischen erwartungsvoller Spannung und beklemmender Hoffnung zurücklässt, nicht beschreiben.
    Ein wundervolles, besonderes Werk!

    Idee: Einfach Wow!
    Natürlich gibt es unzählige Bücher über den zweiten Weltkrieg. Aber dieses Buch ist für mich persönlich nochmal etwas ganz besonderes.
    Der Sprecher, der die ergreifende und tragische Geschichte über Liesel und ihre Liebsten erzählt, ist kein geringender als der Tod selbst.
    Liesel lernen wir schon als kleines Mädchen kennen und irgendetwas in ihr- vielleicht die Reinheit ihrer Seele, lässt den Tod neugierig werden. Ab sofort ist er ihr ständiger Begleiter. Kein Wunder also, dass er jeden ihrer Schritte mitverfolgt und uns berichten kann.
    Aber der Tod ist zunächst ganz anders als erwartet- er hat stellenweise soetwas wie Mitgefühl, ist oft zynischer als man denkt.. und er spoilert im Vorfeld soviele Tode, dass man ständig wenn etwas schlimmes passiert, unweigerlich die Luft anhält. Man fiebert mit Liesels Schicksal mit, denn in ihrem jungen Alter muss sich Liesel schon schrecklichen Schicksalsschlägen stellen. Aber man schließt auch dutzende andere Menschen, abgesehen von Liesel, ins Herz, die auch für sie eine zentrale Rolle in ihrem Leben spielen.
    Dieses Buch erzählt den Alltag der ganz normalen Leute- deren Problematiken, der Hunger.. Der ständige Kampf von moralischen Konflikten.. Judenverfolgungen.. aber auch die Wichtigkeit von Familie und Freundschaften.
    Berührend.. tränenreich.. besonders!

    Kapitel: Von Kapitel zu Kapitel erfahren wir mehr über die Situation im zweiten Weltkrieg. Die Spannung steigt. Der Krieg scheint schließlich sogar Molching entgültig erreicht zu haben.. Wir erleben mit wie Liesel ihr erstes Buch stiehlt. Dann das zweite und schließlich das Letzte.
    Die Bücherdiebin zeigt uns eine ganz andere Welt- eine hoffnungslose, graue.. Fast schon grausame, aber greifbare Welt.
    Das Einzige was mich tatsächlich störte, waren einige sehr langatmige Stellen. Oftmals hatte ich das Gefühl, dass die Story etwas auf der Stelle festhängen blieb. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Und der einzige Grund, warum ich leichten Punktabzug gebe.
    Das Ende hat mich komplett zerstört. Ich habe tatsächlich weinen müssen- obwohl uns der Tod, den ein oder anderen voraussagt, war es doch sehr schmerzhaft es schließlich doch erleben zu müssen.

    Charaktere: Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen. Sie wurden wundervoll mit Liebe zum Detail beschrieben.
    Unser Hauptcharakter ist natürlich Liesel- sie hat ein riesiges Herz, ist neugierig, mutig und leidenschaftlich. Ihre Freundschaft zu dem wildfang Rudi rein und echt. Man kann die beiden nur mögen- sie sind einfach naiv für ihr Alter, eben Kinder. Aber gleichzeitig müssen sie schon so erwachsen sein. Ihre Eltern Hans und Rosa Hubermann haben mich jedoch wohl mit am meisten berührt.
    Hans Hubermann ist ein ganz besonderer Mensch und ein wundervoller, einfühlsamer Vater. In jeder Sekunde wusste er wie er mit Liesel umgehen muss, was er sagen muss.. und war immer für sie da. Ein Mann der zu seinem Wort steht.
    Rosa Hubermann scheint eine etwas füllige, sehr imposante und auch schnell reizbare Person zu sein.. Sie meckert viel, ist laut und energisch. Aber hinter jedem "Saumensch", "Saukerl" oder was man auch sonst mit Sau verfeinern kann, steckt sehr viel liebe. Sie ist immer da, zwar im Hintergrund, aber allgegenwärtig.
    Und dann noch Max- voller unterdrückter Wut, aber auch Dankbarkeit und voller Freundschaft für Liesel, dass es weh tat.

    Mein Fazit: Ich vergebe absolut herzliche 4 Sternchen. Der Inhalt ist nicht nur wichtig, sondern auch lehrreich und emotional wachrüttelnt. Kann ich einfach nur wärmstens empfehlen.
    Eine Geschichte, die Bombennächte, Bücherverbrennungsabende und Judenmärsche beinhaltet, aber auch Freundschaft, Liebe und Hoffnung.

  15. Cover des Buches Die Arena (ISBN: 9783453435230)
    Stephen King

    Die Arena

     (1.187)
    Aktuelle Rezension von: Wepie

    Was passiert wenn eine Kleinstadt von der Außenwelt abgeschnitten ist und kein herkömmliches Gesetz mehr gilt? 

    Diese Grundidee hat mir gefallen und deshalb wollte ich das Buch auch lesen.

    Ich hab jetzt einen Monat gebraucht bis ich es gelesen habe. An manchen Stellen hat sich das Buch schnell weglesen lassen da die einzelnen Handlungen tolle Höhepunkte haben.   Bei anderen Stellen hab ich darüber nachgedacht ob ich es abbrechen soll. Der Roman hatte mir  einfach  zu viele Figuren die keine Handlungsträger sind. Aber sein  typischer plauderhafte Schreibstil von King hat mich weiterlesen lassen. Mir haben die Dialoge sehr gefallen.

    wer lange Romane mit vielen Figuren mag ist hier richtig.


  16. Cover des Buches Die Überlebenden (ISBN: 9783442479085)
    Alexandra Bracken

    Die Überlebenden

     (421)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenwind

    Nach einer Virusepidemie sind fast alle Jugendlichen in den USA gestorben. Doch ein kleiner Prozentsatz hat überlebt - und die haben alle besondere Begabungen auf den unterschiedlichsten Gebieten. Von den Erwachsenen werden sie in verschiedene Gruppen eingeteilt: Blau und Grün sind die Ungefährlichen, die Gelben haben mehr Kräfte, und die Orangenen und Roten sind für die Erwachsenen gefährlich. Deshalb werden sie systematisch abgesondert und umgebracht.
    Ruby ist eine Orangene, aber sie kann das vertuschen und wird als Grüne klassifiziert. Ihre Fähigkeiten hat sie noch nicht ganz entdeckt, aber sie kommt ständig vorwärts. Sie kann die Gedanken von anderen beeinflussen und sie dazu bringen, Dinge zu tun, die sie nicht tun wollen. Das ist natürlich gefährlich und sie muß darauf achten, daß niemand ihr Geheimnis entdeckt. Und dann verliebt sie sich...
    Ein sehr schönes Buch für Jugendliche, wenn es auch weiter keinen Tiefgang hat. Aber das Lesen hat mir Freude gemacht und ich habe es sehr genossen.

  17. Cover des Buches Die Stadt der besonderen Kinder (ISBN: 9783426517185)
    Ransom Riggs

    Die Stadt der besonderen Kinder

     (578)
    Aktuelle Rezension von: benfi

    KURZBESCHREIBUNG:

    Jacob Portman und die besonderen Kinder entkamen den Häschern und konnten Miss Alma LeFay Peregrine - wenn auch als Krähe mit einem gebrochenen Flügel - aus den Klauen derer befreien. Ihre Flucht per Ruderboote führt sie zunächst nach Wales, doch schnell sind ihnen die Wights ihnen wieder auf der Spur. Durch das Buch 'Erzählungen von Besonderen' fällt ihnen auf, dass dieses viele Hinweise auf andere Zeitschleifen sowie besonderen Gegebenheiten in versteckter Form hinweist. In der Zeitschleife von Miss Wren erhalten sie die wichtigsten Informationen zur Rettung von ihrer Ymbryne Miss Peregrine: sie müssen nach London reisen, wo sich eben jene Miss Wren derzeit aufhalten soll, um ihre Kolleginnen, die von den Wights allesamt gefangen wurden, zu retten. In einer Zeit des Krieges ein scheinbar unmögliches Unterfangen, sitzt ihnen doch ziemlich die Zeit im Nacken, die eine Verwandlung von Miss Peregrine unmöglich macht. Doch es sind eben die besonderen Kinder und diese wagen die sowohl abenteuerliche wie gefährliche Reise in die englische Hauptstadt mitten in den Kriegswirren von 1940. Allerdings ahnen sie nicht, dass ihre Häscher näher sind, wie sie denken und es ist ebenfalls nur eine Frage der Zeit, bis dessen Falle zuschnappen wird und damit die Zeitschleifen für immer vernichtet werden...


    KOMMENTAR:
    Der Roman 'Die Stadt der besonderen Kinder' ist die Fortsetzung des Romans 'Die Insel der besonderen Kinder' aus der Feder des amerikanischen Autors Ransom Riggs. Dieser knüpft nahtlos an das Debüt des Schriftstellers an und hat besonders die Leser des Erstlings direkt an der Angel. Konnte man sich im ersten Buch mit den vielen Charakteren vertraut machen, sind diese nun unterwegs um ihre Headmistress zur retten, welche sie am Ende des ersten Bandes ja noch soeben aus den Klauen der Wights befreien konnten - allerdings in der Gestalt einer angeschlagenen Krähe. Auf ihrer Reise durch Großbritannien in Kriegszeiten treffen sie dabei auf weitere Zeitschleifen sowie viele neuen besonderen Charakteren. Was mir bei diesem Buch besonders gefällt ist, dass die einzelnen Figuren ihre Fähigkeiten entfalten können - immer bestens auf die Handlung abgestimmt. Außerdem ist es toll, dass die Hauptcharaktere Jacob Peterman nicht immer die Universal-Lösung aller Probleme darstellt, sondern eher einen typischen Teenager abgibt, der eine besondere Gabe aufweist und mit dieser einfach in einer anderen Zeit gelandet ist und das auch erstmal verarbeiten muss. In London gelingt es dem Autor eine bedrückende Atmosphäre herzustellen, die sehr gut die Großstadt in der Kriegszeit darstellt. So hat auch dieser zweite Band der Reihe um die besonderen Kinder ziemlich dunkle und auch einige heftigere Kapitel, was das Werk nun wirklich zu einem Buch für Leser ab 12 Jahren macht - eher noch ein, zwei Jahre draufgepackt. Sehr phantastisch wird es dann im furiosen Finale, welches wie viele Ereignisse in diesem Buch erneut mit alten Fotografien einprägsamer gestaltet wird und die Handlung ein wenig realistischer erscheinen lässt. Einige dieser alten Aufnahmen sind schon echt verblüffend. 'Die Stadt der besonderen Kinder' ist eine Fortsetzung, die dem vorangehenden Werk in nichts nachsteht - meiner Meinung nach sogar noch einen Ticken besser abschneidet. Umso gespannter bin ich schon auf den dritten Teil - die Geschichte der besonderen Kinder ist noch lange nicht zu Ende erzählt...

    8,3 Sterne

  18. Cover des Buches Kalte Asche (ISBN: 9783499241956)
    Simon Beckett

    Kalte Asche

     (3.410)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Dr. David Hunter wird auf ein einsame Schottische Insel gerufen, weil die Polizei alle Kräfte der Spurensicherung eingebunden sind in ein Zugunglück. Er fährt auf diese Insel und wird in Fall reingezogen in dem nichts ist wie es Scheint. Ein Tolles Buch schöne rund Geschichte guter Schreibstill. 

  19. Cover des Buches Die Rebellion der Maddie Freeman (ISBN: 9783843210409)
    Katie Kacvinsky

    Die Rebellion der Maddie Freeman

     (1.234)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Papyrus

    Unsere Hauptfigur ist wie schon oben und im Titel genannt, Maddie Freeman. Schon rein durch die Inhaltsangabe auf der Buchrückseite wissen wir schon super viel über unsere Protagonistin. Eigentlich kennen wir schon ihre ganze Welt. Denn Maddie lebt nur in der digitalen Welt, doch niemand kennt sie wirklich, online hat sie verschiedene Name und teilweise weiß ein nicht einmal ob es sich um ein Mädchen oder einen Jungen handelt, so gut ist Maddie darin ihre wahre Identität zu verstecken. Das alles macht sie nicht wirklich schnell, schon in den ersten Kapiteln bekommen wir, als Leser, einen ziemlich guten Eindruck von den Verhältnissen zwischen der Protagonistin und ihren Eltern. Zu einen ist da ihre Mutter, Jane Freeman, sie steht zu Maddie und versucht sie auf ihre Weise zu schützen. Zum anderen ist da ihr Vater, Kevin Freeman. Er ist einer der einflussreichsten Menschen der USA und nicht besonders gut auf seine Tochter zu sprechen. Das Verhältnis der beiden ist, um es milde zu sagen, angespannt. Das hängt hauptsächlich von den unterschiedlichen Denkweisen und Weltbildern der beiden. Kevin Freeman steht mit Herz und Seele hinter der Idee und den Grundsätzen der Digital School, was kaum verwunderlich ist, da er diese mit entwickelt und konstruiert hat. Die beiden Elternteile finde ich von der Persönlichkeit sehr unterschiedlich. Kevin ist stur und hat gern die Kontrolle über seine Umwelt, und damit auch über die Menschen in seinem Umfeld. Vielleicht war er nicht immer so, allerdings kann ich mir vorstellen, dass er durch seine Arbeit an der Digital School und davor als Staatsanwalt (oder Anwalt, bin mir nicht hundert Prozent sicher und finde die entsprechende Buchpassage nicht), jedenfalls sind das Beruf in denen man einen starken Charakter braucht. Außerdem findet er technologische Neuerungen gut und findet eine digitale Welt für am sichersten, nicht nur für seine Kinder, sondern auch für alle anderen Kinder. Maddies Mutter ist da eher das Gegenteil davon, sie hat eine ruhige Art und mir kommt sie besonnen vor. Sie sucht nicht die Konfrontation, sondern Kompromisse, mit denen alle etwas anfangen können. Mir kommt sie allerdings teilweise etwas zu passiv vor. Im Gegensatz zu ihrem Mann schwelgt sie gerne in alten Zeiten, sie lässt sich Prospekte auf Kunststoff drucken (Papier gibt es in dieser Zukunft nicht mehr, es gibt auch fast keine Bäume mehr), außerdem hat sie alte Bücher aus ihrer Jugend behalten und verschenkt diese nach und nach an ihre Tochter. So viel zu Maddies Familie. Sie hat zwar noch einen älteren Bruder, der Joe Freeman, allerdings spielt er erst im letzten Fünftel des Buches eine Rolle, deshalb möchte ich hier noch nichts zu ihm schreiben. Nun zu den Personen, die später zu Maddies Freunden werden. Zuerst die wichtigste Person, Justin Solvis. Justin ist 20 Jahre alt und hauptberuflich Aktivist gegen die Digital School. Die beiden lernen sich über eine Nachhilfeplattform kennengelernt. Er hatte nicht mit einem Mädchen gerechnet, doch ob Junge oder Mädchen ist ihm eigentlich ziemlich egal. Denn sie hat etwas geschafft, was er am liebsten selbst geschafft hätte. Justin bewundert Maddie dafür und hat sie jahrelang gesucht, um sie voll und ganz für seine Sache zu gewinnen. Schnell merken wir als Leser, dass die Welt für ihn viel zu technologisch und nicht mehr menschlich ist. Für ihn sollte Technik nicht einschränkend oder einengend sein. Er möchte vereinfacht gesagt, dass die Menschen so leben wie wir es heute tun. Vielleicht mit ein bisschen fortgeschrittener Technologie. Was ich aus heutiger Sicht durchaus nachvollziehen kann, wer möchten schon den ganzen Tag in seinem Zimmer sitzen und seinen eigenen perfekten Avatar sehen. Das sind im Großen und Ganzen unsere Hauptfiguren, es tauchen natürlich noch einige Nebencharaktere auf, die möchte ich hier aber nicht ganz so detailliert darstellen. Das Lesen soll ja trotz dieser Rezession spannend bleiben.

    Nun möchte ich ein paar Worte zur Handlung verlieren. Die Handlung ist rund, soll viel kann ich sagen. Auch wenn das Buch eine jüngere Zielgruppe anspricht, macht es auch mit 23 Spaß in Maddies Welt einzutauchen. Natürlich darf eine Teenie Romanze zwischen Maddie und Justin nicht fehlen, diese stößt mir zwar manchmal sauer auf, aber mit 15 fand ich sie einfach super und wer möchte keinen gutaussehenden, klugen Mann an seiner Seite. Ohne zu spoilern kann ich leider nicht auf die genauen Gründe eingehen warum, ich heute ein paar Probleme mit der Beziehung habe. So viel es hat etwas mit Lehrer-Schüler-Konstellation. Auch sonst ist zur sonstigen Handlung nicht viel zu sagen, ohne etwas Entscheidendes zu verraten.

    Kleiner Hinweis: sobald ich alle Teile gelesen habe kommt eine ausführliche Rezession mit Spoilern und konkreten Nennungen heraus. Ihr müsst nur etwas Geduld haben.

    Zuletzt möchte ich noch ein kleiner Abschnitt über die uns vorgestellte Zukunft. Ganz allgemein kann ich nur sagen, dass ich sie für durchaus realistisch halte. Die Rodung von Urwälder, Regenwäldern und sonstigen Waldflächen, das schon im ersten Kapitel angesprochen wird, halte ich für durchaus realistisch betrachtet man den jetzigen Flächenverbrauch der Menschen für Ackerland, den fortwährenden Bevölkerungsanstieg und das Verlangen der Menschen nach billigen Nahrungsmitteln und Fleisch. Auch im Bezug auf die Entwicklung der Spielebranche, gerade mit den Grafiktabletts und dem Erfolg von VR-Brillen. Diese Entwicklung kann man als die Vorläufer der in dem Roman beschriebenen Unterhaltungs- und ein Stück weit auch der Kommunikationsgeräte sehen. Auch der Wunsch durch vermeintliche Sicherheit hinter Technologie kann ich durchaus verstehen, aber auf der anderen Seite auch den Wunsch nach einem einfachen Leben, wie es sich Justin und seine Mitstreiter erhoffen erschließt sich mir. Worüber ich bis jetzt noch nicht geredet habe, ist die komplette Überwachung, die die Regierung mit Hilfe der Technik über seine Bürger hat. Auf diesen Aspekt wird ebenfalls nachdrucksvoll eingegangen. Die meisten Menschen der Zukunft sind sich dessen nicht einmal vollständig bewusst, aber das sind wir heute ja auch nicht. Gerade in den Corona-Zeit wird deutlich, wie weit man mit internetfähigen Geräten gehen kann, es wird diskutiert, ob man Apps zur Ortung von Personen einsetzten sollte, darf usw. für mich ist das nicht begeisternd. Die Befürchtungen für alle Obrigkeiten komplett gläsern in Bezug auf meinen Aufenthaltsort zu werden keimen auf, zum Teil auch wegen dieses Romans, hört sich komisch an, aber mittlerweile sehen ich technische Neuerung durchaus auch in einem skeptischen Licht. Kann aber auch daran liegen, dass ich älter geworden bin, zum ersten Mal gelesen habe ich das Buch mit vielleicht 15, da hatte ich noch einen weniger hinterfragenden Verstand.

  20. Cover des Buches Die Insel der besonderen Kinder (ISBN: 9783426510575)
    Ransom Riggs

    Die Insel der besonderen Kinder

     (2.056)
    Aktuelle Rezension von: Catahecasa

    Das ist mal ein etwas anders Buch, es ist extrem spannend und man erlebt eine tolles abendteuer mit noch tolleren Charakteren. Ich habe es selbst empfohlen und muss mich dafür bedanken, ich will dieses Buch in meiner Bibliothek nicht vermissen, auch der Film zum Buch ist eine super Empfehlung, es ist wirklich ein Abenteuer dass einen nicht mehr  los lässt.

  21. Cover des Buches Fünf (ISBN: 9783499257568)
    Ursula Poznanski

    Fünf

     (1.214)
    Aktuelle Rezension von: ZIMT-ZICKE

    Schnitzeljagd gewesen. Heute ist es Geocatching. Es ist schon ein Weilchen her, dass ich dieses spannende Buch gelesen habe. Es hat mich in eine andere Welt entführt. Mit der Kommissarin hatte ich Mitleid, weil privat ging es doch nicht so, wie man sich das wünschen würde. Die Charaktere sind gut getroffen und der Schreibstil sehr spannend. Was will man mehr? Ich empfehle dieses Buch. 

  22. Cover des Buches Raum (ISBN: 9783492301299)
    Emma Donoghue

    Raum

     (900)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Raum zu bewerten, ist tatsächlich nicht einfach. Die Geschichte wird aus der Perspektive des 5-jährigen Jack geschildert und sprachlich wurde es daher auch von der Autorin angepasst. Sehr wahrscheinlich um es authentischer wirken zu lassen. Und genau die Tatsache machte das Lesen auf Dauer etwas anstrengend. Zum Beispiel wurden Gegenstände personalisiert, indem Artikel weggelassen wurden.

    Die Geschichte ist gut und beängstigend real, wie man aus diversen Fällen der Kriminalgeschichte weiß. Jedoch mochte ich die Umsetzung nicht so gerne. Von daher gibt es drei Sterne von mir.

  23. Cover des Buches NSA - Nationales Sicherheits-Amt (ISBN: 9783785726259)
    Andreas Eschbach

    NSA - Nationales Sicherheits-Amt

     (302)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    NSA heißt dieses Buch von Andreas Eschbach, NSA das steht für "Nationales Sicherheits Amt" mit Sitz in Weimar und dort werden die Computerdaten überwacht. Soweit nichts ungewöhnliches, aber die Geschichte spielt 1942 und der 2. Weltkrieg tobt. Das Gedankenspiel ist, was wäre wenn es damals schon Computer, Handys, Kreditkarten und Internet gegeben hätte. Ein interessantes Gedankenspiel und teilweise erschreckend realistisch. Die Datensammlungen geben auch die letzten Geheimnisse der Menschen preis, was sich ein totalitäres System ebenso zu Nutze macht, wie ein skrupelloser Beamter, der über Zugriffsmöglichkeiten auf diese Daten verfügt.

    Eingepackt ist diese Dystrophie in die Geschichte zweier Mitarbeiter des NSA, der grauen Maus Helene, die als Programmstrickerin (Programmierer) die Abfragen kreiert, welche zum aufspüren von versteckten Juden genutzt werden und die erst durch ihre Liebe zu einem Deserteur versucht das Netz zu manipulieren um ihn zu schützen. Die andere Hauptfigur, Eugen Lettke, arbeitet als Analyst beim NSA und nutzt seine Erkenntnisse zur persönlichen Rache und Erpressung.

    Hervorragend sind auch die der Zeit angepassten Begriffe, sei es der Komputer, das Votel - Volkstelephon statt Handy oder das Weltnetz statt Internet. Eschbach verwebt historische Ereignisse, wie die Verhaftung von Anne Frank und ihrer Familie oder die Enttarnung der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" in München geschickt in seine Erzählung.

    Doch sein Finale ist dann sowas von überraschend, das muss man erst einmal verdauen.

    In Summe eine brillante Idee, durch die Geschichte seiner beiden Hauptprotagonisten ein wenig verwässert aber - auch noch im Nachgang - beängstigend, denn die Szenarien sind realistisch. Wer hat Zugriff auf unsere Daten und wofür werden bzw. könnten sie genutzt werden.

    Klare Leseempfehlung

  24. Cover des Buches Das verlorene Symbol (ISBN: 9783404160006)
    Dan Brown

    Das verlorene Symbol

     (1.983)
    Aktuelle Rezension von: Cora_Jeffries

    Nachdem ich alle anderen Bücher aus dieser Reihe durcheinander gelesen hatte, freute ich mich auf das Abenteuer, in das sich Robert Langon stürzt. Die ersten Seiten ziehen sich zwar wie immer, aber dann kommt die Handlung richtig in Fahrt. Robert fliegt nach Washington und muss feststellen, dass er dort keine Lesung geben muss.

    Der Spannungsbogen hält sich über das komplette Buch. Aufatmen ist hier fehl am Platz. Ich konnte kaum mit lesen aufhören. Die Kapitel sind kurz, was für mich optimal ist. Der Schreibstil des Autors hält sich flüssig und fesselnd über die komplette Reihe. Ich fand das Wiedersehen mit einigen Berühmtheiten aus den anderen Teilen schön, da man noch mehr über diese erfährt. Die illustrierte Ausgabe ist umso besser, da man wenig Wikipedia oder Google fragen musste. Lediglich das eine Bild von Dürer wäre schön gewesen, aber dies tut kein Abbruch.

    Ich freue mich schon auf ein weiteres Abenteuer mit Robert-Langon und hoffe, dass wir bald wieder Nachschub bekommen.

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