Bücher mit dem Tag "verstehen"
37 Bücher
- Sebastian Fitzek
Das Paket
(2.799)Aktuelle Rezension von: ANT79Dr. Emma Stein, eine erfolgreiche Psychiaterin, wird in einem Hotelzimmer Opfer einer brutalen Vergewaltigung durch einen Psychopathen, den die Presse den "Friseur" nennt, weil er seinen Opfern vor der Ermordung die Haare vom Kopf schert.
Emma überlebt als einziges Opfer, ist aber zutiefst traumatisiert und kann seitdem ihr Haus nicht mehr verlassen. Sie leidet unter extremen Angstzuständen und Paranoia.
Als der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen – einen Mann, den sie nicht kennt, beginnt ein Albtraum für sie. Bald weiß Emma nicht mehr zwischen Wahn & Wirklichkeit zu unterscheiden. Immer mehr zweifelt sie an ihrer eigenen Wahrnehmung.
Ist Emma wirklich wieder in Gefahr und wird vom "Friseur" gejagt, oder ist sie aufgrund ihres Traumas in eine psychotische Episode abgerutscht? Sie fängt an alle Menschen um sich herum zu verdächtigen: ihren eigenen Ehemann, ihre Freunde, und sogar ihre Therapeuten.
Durch zahlreiche unerwartete Wendungen und Enthüllungen, die mich immer wieder auf die falsche Fährte geführt haben, wußte ich bis zum Schluss nicht wer Opfer oder Täter ist.
Ich kann euch das Hörbuch auf jeden Fall empfehlen. Allein schon aufgrund des Hörbuchsprechers.
- Brittainy C. Cherry
Wie die Luft zum Atmen
(1.116)Aktuelle Rezension von: meine.lesemomenteSchreibstil wahnsinnig mitreißend und gefühlvoll. Wechselnde Ich-Perspektiven. Ich musste so oft weinen.
Nur ein Moment und dein Leben änders sich schlagartig und auf schmerzhafte Weise. Wie viel Verlust kann ein Mensch verkraften? Wie viel Zeit muss er trauern, eh er wieder lieben darf?
Liz und Tristan teilen ein ähnliches Schicksal und trauern um ihr verloren Liebsten. Sie verstehen sie dadurch auf einer Ebene, due andere Leute nicht nachvollziehen können und fühlen sich zu einander hingezogen.
Eine herzzerreißende Geschichte, die mir wirklich nah ging.
- Emma Scott
Never Doubt
(462)Aktuelle Rezension von: booksforeverDas Cover des Buches ist ganz gut gelungen, es verrät nicht viel über den Inhalt, sodass man sich überraschen lassen kann.
Es geht um Willow, die nicht über die Ereignisse von vor einem Jahr sprechen kann. Bis sie die Rolle der Ophelia im Theater bekommt und sie ihre Verzweiflung mit Shakespeares Worten aussprechen kann. Ihr Hamlet ist Isaac, der als Bad Boy der Stadt gilt und ihren Hilferuf hört. Die beiden kommen sich näher, doch wird es Willow gelingen, ihre eigene Stimme zu finden?
Ich mochte die Geschichte rund um Willow und Isaac sehr gerne. Zu Beginn ist Willow noch in der High school, wodurch es mir an einigen Stellen schwer fiel, mich auf ihre Entscheidungen einzulassen. Isaac wirkt zu der Zeit schon ein wenig reifer, bei ihm konnte ich seine Handlungen ein wenig besser nachvollziehen. Emma Scott gelingt es immer wieder, emotionale Geschichten zu verfassen, auch diese lebt von großen Gefühlen, was mir gut gefallen hat.
Insgesamt zwar nicht mein liebstes Buch der Autorin, aber trotzdem auf jeden Fall lesenswert.
- Simone Lappert
Der Sprung
(285)Aktuelle Rezension von: Sanni_KozDas Buch "Der Sprung" von Simone Lappert handelt von einer Frau (Manu) die auf einem Dach steht und sich weigert herunterzukommen. Niemand weiß, was in ihr vorgeht und ob sie womöglich springen möchte.
Im Buch werden 3 Tage behandelt, der Tag davor und Tag 1 & Tag 2 - die Erzählweise erinnert an einen Episodenfilm mit unabhängigen Geschichten, die sich dann zum Ganzen verweben. Jeder Tag wird aus den unterschiedlichen Sichten von 10 Figuren erzählt, die mehr oder weniger mit Manu zu tun haben - hier merkt man, welche Auswirkungen Manus Verhalten auf eine Stadt hat. Der Detailreichtum überzeugt bis zum Schluss und fesselt einen ans Buch - man spürt im Buch, dass sich die Autorin jede Charaktere hat wachsen lassen mit dem Buch und der Handlung.
Dadurch, dass es viele verschiedene Sichtweisen, von den unterschiedlichen Personen gibt, ist das Buch etwas kompliziert zu lesen. Es empfiehlt sich Notizen beim Lesen zu machen, um die Zusammenhänge zwischen den Personen zu begreifen und nicht durcheinander zu kommen.
Das Buch ist mit viel Feingefühl und Empathie geschrieben.
- Ava Reed
For Good
(255)Aktuelle Rezension von: Michi_93Ava Reed hat einen angenehmen lockeren und leichten Schreibstil.
Dieses Buch ist harte Kost. Man wird mit so viel Trauer konfrontiert, dass man selbst nicht mehr weiß wohin mit diesen ganzen Gefühlen. Und immer im Hinterkopf, was wäre wenn...
Und so viel Liebe. Dass ein so dünnes unscheinbares Buch solche Gefühle hervorlocken kann.
Es wird aus zwei verschiedenen Zeitsträngen erzählt: aus der Gegenwart und aus der Vergangenheit. So begleitet man Charlie auf ihren Weg und wir wissen ganz genau was für ein Mensch Ben war, wie sie sich kennen und lieben lernten.
Ben war Charlies ganze Welt.
Man konnte sich wirklich gut in Charlies Lage hineinversetzen.
Ich finde kaum Worte für dieses Buch – es ist schlichtweg überwältigend. Wunderschön und schrecklich zugleich.
Aber es ist ein Herzensbuch, was man meiner Meinung nach unbedingt gelesen haben muss.
Das Cover passt sehr gut zum Inhalt dieses Buches.
Die Rezension zu diesem Buch ist nicht ganz so umfänglich wie manch andere, ich bin einfach noch immer sprachlos, Traurig und dennoch verzaubert. Das was Ava Reed hier geschaffen hat, kann man einfach nicht in Worte fassen.
Fazit: Ein Herzensbuch, dass man unbedingt gelesen haben sollte.
Bewertung: 4.5/5
- Denise Deegan
Wer braucht schon Liebe?
(84)Aktuelle Rezension von: lovebooks0401Eine tolle fesselnde Geschichte über schlechte Familienverhältnisse, Verluste durch einen Tod und Liebe - Charlie Fletcher
The Oversight
(3)Aktuelle Rezension von: WortmagieNewsletter von Verlagen sind ein praktischer Service. Sie liefern mir Informationen zu Werbeaktionen, Sonderangeboten und Neuerscheinungen frei Haus. Besonders gern lese ich den Newsletter von Orbit, in dem ich fast immer neue Lektüre aus Fantasy und Science-Fiction für mich entdecke. So wurde ich auch auf Charlie Fletcher aufmerksam. Das Cover seines Fantasy-Romans „The Paradox“ weckte mein Interesse, also recherchierte ich das Buch und stellte fest, dass es sich dabei um den zweiten Band der „Oversight“-Trilogie handelt. Der gleichnamige Auftakt, „The Oversight“, klang ebenfalls vielversprechend und landete im Februar 2016 auf meiner Wunschliste. Dort blieb es nicht lange. Im Juni zog es bei mir ein; bereits Ende August befreite ich es von meinem SuB. Ihr seht, meine Neugier auf die Geschichte war wirklich gewaltig. ;)
Seit Jahrhunderten trennt die menschliche und die magische Welt ein schmaler Grat, ein fragiles Gleichgewicht, das strengen Regeln folgt. Es die Aufgabe der Oversight, diese Regeln durchzusetzen und Übertretungen zu bestrafen. Im Verborgenen agierend schützen sie die menschliche Welt, unerkannt und unbemerkt. Doch die Oversight ist nicht mehr das, was sie einst war. Ehemals zahlreich, sind heute nur noch eine Handvoll Mitglieder übrig. Als eines Tages ein schreiendes junges Mädchen in ihr Hauptquartier gebracht wird, glauben sie, dass ihre Gebete nach Verstärkung erhört wurden – nicht ahnend, dass das Mädchen eine Falle ist, dazu gedacht, die Oversight von innen heraus zu zerstören. Mächtige Feinde trachten danach, die Grenze zur Magie zum Einsturz zu bringen und schrecken nicht davor zurück, das Schicksal der gesamten Menschheit aufs Spiel zu setzen. Denn fällt die Oversight, fallen wir alle.
Wie schade. Wie enttäuschend. Ich war sicher, dass mich „The Oversight“ mühelos begeistern würde. Ich glaubte fest daran, dass dieses Buch genau die richtige Lektüre für mich wäre und das Reinlesen in die Trilogie eine reine Formalität sei. Ich sah die Folgebände bereits in meinem Regal stehen. Niemals hätte ich erwartet, dass mich dieser Auftakt so gar nicht abholen würde. „The Oversight“ hat mich einfach nicht gepackt. Ich liege mit Charlie Fletcher nicht auf einer Wellenlänge. Weder sein Erzähl- noch sein Schreibstil entsprechen meinem Geschmack. Meiner Ansicht nach ist er mit Informationen viel zu geizig; er hortet die Geheimnisse seiner Geschichte eifersüchtig in dem Versuch, Spannung zu erzeugen. Für mich hat das überhaupt nicht funktioniert. Wieder und wieder verlor er mich, weil er zu wenige Erklärungen und zu wenig Konkretes anbot. Wichtige Bestandteile seines Buches zogen an mir vorbei, ohne Eindruck zu hinterlassen, da ich sie nicht verstand. Ich fand keinen Zugang und fühlte mich stets als unwillkommener Zaungast, obwohl ich von der Oversight als Institution grundsätzlich durchaus angetan war. Eine Geheimgesellschaft, die die Grenzen zwischen Menschheit und Magie schützt, ist eine fesselnde Idee und das Setting, das Fletcher für ihre Bemühungen wählte, überraschte mich positiv. Ich habe eine Schwäche für das viktorianische England und fand, dass die Oversight hervorragend in diese Zeit passt. Was jedoch fehlte, war eine nachvollziehbare Aufschlüsselung der Gesetze, die sie durchzusetzen versuchen. Offenbar müssen sich magische Wesen von den Refugien der Menschen fernhalten, doch warum das so ist und eine friedliche Koexistenz nicht im Rahmen des Möglichen liegt, erschloss sich mir nicht. Selbstverständlich sind die Sluagh und der Alp, die die Leser_innen in „The Oversight“ kennenlernen, gefährlich, aggressiv und eindeutig eine Bedrohung, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie die einzigen magischen Wesen in Fletchers Universum sind, genauso wenig, wie ich daran glauben möchte, dass alle nicht-menschlichen Lebensformen prinzipiell feindlich gesinnt sind. Leider impliziert Fletcher diese unrealistische, grundlegende Konkurrenz trotz der Tatsache, dass die Mitglieder der Oversight selbst keine gewöhnlichen Menschen sind. Sie besitzen übernatürliche Kräfte und unterscheiden sich daher gar nicht so sehr von den Wesen, die sie bekämpfen. Die Unterteilung in Gut und Böse erschien mir willkürlich, ebenso wie die Gesetze, unter deren Deckmantel die Oversight agiert. Wer hat die eigentlich aufgestellt? Hätte ich die Historie dieser Gesetze erfahren, hätte ich die Position der Oversight sicher besser verstanden und vielleicht auch begriffen, wieso äußere Mächte große Risiken eingehen, um ihr zu schaden. Die Motive und Ziele ihrer Gegenspieler sind mir ein Rätsel. Am Ende der Lektüre kann ich lediglich behaupten, dass die Oversight mehr Feinde als Freunde hat. Für diese Erkenntnis hätte ich aber keine 500 Seiten gebraucht.
Ich glaube, dass die Geschichte des Trilogieauftakts „The Oversight“ in Charlie Fletchers Kopf großartig war. Leider hat er diese meiner Meinung nach nicht überzeugend zu Papier bringen können. Das Ergebnis ist ein Buch, in dem sehr viel angedeutet und angeschnitten, aber nur selten etwas konkret benannt oder erklärt wird. Ich verstehe, dass Fletcher die Neugier seiner Leser_innen anfachen wollte, indem er ihnen viele kleinere und größere Köder vor die Nase hält, doch für mich fühlte sich diese Strategie nach unnötiger Geheimniskrämerei an. Das Maß stimmte nicht, wodurch ich wiederholt das Interesse an der Geschichte verlor und mich teilweise sogar zum Weiterlesen zwingen musste. Ich hangelte mich über die Seiten hinweg, ohne jemals in sie einzutauchen. Erschwert wurde die Lektüre darüber hinaus durch den umständlichen, wenig eingängigen Schreibstil, der vermutlich zur viktorianischen Epoche passen sollte, mir allerdings nur weitere Steine in den Weg legte. Ich bin sehr enttäuscht, dass „The Oversight“ ganz offensichtlich nicht das richtige Buch für mich war, weil ich es unbedingt mögen wollte. Die Vorstellung der Folgebände in meinem Regal wird wohl genau das bleiben: eine Vorstellung.
- Michael Wolff
Fire and Fury: Inside the Trump White House
(10)Aktuelle Rezension von: vormiEs ist das Enthüllungsbuch, das die Präsidentschaft von Donald Trump erschüttert: Michael Wolffs "Feuer und Zorn" ist ein eindrucksvolles Sittengemälde der amerikanischen Politik unter Trump. Im Mittelpunkt ein Präsident, den seine Mitarbeiter wie ein kleines Kind behandeln, und der umgeben ist von Inkompetenz, Intrigen und Verrat.
Der Bestseller-Autor Wolff beschreibt das Chaos, das in den ersten Monaten im Weißen Haus geherrscht hat, er enthüllt, wie nah die Russland-Verbindung an Trump herangerückt ist und wie es zum Rauswurf des FBI-Chefs Comey kam. Und er liefert erstaunliche Details über das Privatleben dieses Präsidenten.
Über zweihundert Interviews hat Wolff mit den engsten Mitarbeitern des US-Präsidenten geführt, darunter auch der ehemalige Chef-Berater Stephen Bannon: Noch nie ist es einem Journalisten gelungen, das Geschehen im Weißen Haus so genau nachzuzeichnen. Herausgekommen ist das einzigartige Porträt eines Präsidenten, der selbst nie damit gerechnet hat, die Wahl zu gewinnen.
Inhaltsangabe auf amazon
Ich hatte mir das englische Originalbuch gleich kurz nach Erscheinen runtergeladen. Mein englisch ist ok, aber viele Kleinigkeiten entgehen mir dann doch. So habe ich mir das Hörbuvh noch zusätzlich bei audible runtergeladen, als es dann auf deutsch rauskam. Das habe ich mir dann mit Genuß angehört und mich gefreut, wie viel ich vom Original verstanden habe. Aber, wie schon gesagt, so manche sprachliche Finesse bleibt mir dann doch verborgeb.
Zum Inhalt selbst -Man schwankt ständig zwischen Horror und lautem Loslachen.
Man ist einfach nur entsetzt, dass man fast alles glaubt und sich sehr gut vorstellen kann, wie es in einem Weißen Haus unter Trumps Regierung zugehen mag. Mit den ganzen Grabenkämpfen und Scharmützeln.
Wenn auch nur 20% stimmen, dann kann einem echt Angst und Bange werden.
Obwohl, das war es mir auch schon ab dem Moment, als ich von seinem Wahlsieg erfahren habe. Denn bis dahin war es für mich komplett ausgeschlossen, dass ihn wirklich ernsthaft irgebdjemand wählen könnte.
Aber, nach dem Buch weiß ich nun, es ging selbst dem Trump-Wahlkampf-Team nicht anders...unglaublich.
Das ist übrigens das Wort, das man gefühlt alles 30 Sekunden denkt...mindestens, wenn nicht öfter...
Gerade erst hat Trump ja mal wieder bewiesen, wie er tickt, so dass es normal denkenden Menschen gruselt - Lehrer bewaffnen um das nächste Schul-Massaker zu verhindern???Sag ich ja - einfach unglaublich...kopfschüttel - Robert Burdy
Fuck The Facts
(2)Aktuelle Rezension von: _jamii_Wir leben in einer Kultur der Emotions-Verweigerung! Während Demagogen jeglicher Couleur mit überwiegend negativen Emotionen Wählerstimmen sammeln, versucht die etablierte Politik, mit Fakten zu überzeugen. Und die Demokratie zieht dabei den Kürzeren. Gleichzeitig leben immer mehr Menschen in isolierten Wahrnehmungswelten und bedienen sich ‚alternativer Fakten‘. Die sozialen Netzwerke unterstützen dabei das Ausleben negativer Emotionen. Nur eine emotional intelligente Kommunikation kann uns aus der Falle des Postfaktischen führen.
Ein gutes Buch, das uns zeigt, warum auch die besten Argumente bei einigen Menschen auf taube Ohren stösst. Oder auch, warum die grössten Kopfschüttel-Aussagen zu so viel Zustimmung führen kann.
Das Buch erklärt anhand von aktuellen Beispielen, wie wichtig Emotionen sind, ja warum sie das wichtigste überhaupt in der Argumentation und Überzeugung sind, und warum trotzdem so wenig Wert darauf gelegt wird.
Man lernt, wie man die Emotionen anderer wecken kann und zu erkennen, wann jemand das bei einem selbst versucht. - Karin Koenicke
Harte Kerle häkeln nicht
(91)Aktuelle Rezension von: Ullala69Die weiße Philomena vererbt das Erdgeschoss ihres Hauses an Valerie und Greg zu gleichen Teilen. Jedoch gibt es für beide Auflagen die zu erfüllen sind. Er muss ein Jäckchen häkeln. Sie muss den gelben Gürtel erlangen.
Ein reizender Roman mit allem was dazu gehört.
Einfach super, er macht einfach Lust weiter mitzuerleben was im Café Woll-Lust noch alles passiert - Lucy Fricke
Töchter
(121)Aktuelle Rezension von: mariameerhabaDas Buch lässt mich doch mit gemischten Gefühlen zurück. Das Absurde war richtig gut, an manchen Stellen auch lustig, an anderen traurig.
Die Protagonistin reist mit der besten Freundin und ihrem Vater nach Schweiz, wo er sich zum Sterben in einen Krankenhaus begeben soll. Die Idee ist für die Tochter schrecklich und doch lässt der Vater ihr keine andere Wahl.
Während der Reise trennt sich die Protagonistin von den beiden, um nach ihrem eigenen Vater zu suchen, nicht den echten, sondern den, den sie zum Vater gemacht hat. Er ist der Ex-Lover ihrer Mutter, der später die Familie verlassen hat. Die Protagonistin ist besessen von ihm und will die Lücke füllen, die er hinterlassen hat.
Natürlich kommt alles anders, als man erwartet, und die Wendung hat mich enttäuscht, weil ich mir so sehr ein Happyend gewünscht habe. Das ist gut. Das hat die Autorin echt gut gemacht.
Aber das Ende ist dann so etwas wie ein Filmriss, in der die Geschichte plötzlich endet und ich keine Ahnung mehr hatte, was ich damit anfangen sollte. Das tat beim Lesen echt weh und ich habe mich etwas hintergangen gefühlt.
Manchmal sind ihre Lebensweisheiten ermüdend. Immer wieder werde ich belehrt über ihre Figuren und über das Leben, als wäre die Autorin knapp Hundert geworden und müsse sich die Seele herauskotzen.
Aber ihr Stil ist großartig. Sie hat es geschafft, dass ich ihre Figuren zu lieben begonnen habe, dass mir die verrückte Reise Spaß gemacht hat. Es ist schon ein schönes Buch, aber ich hätte mir ein deutlich besseres Ende gewünscht. Schade.
- Kami Garcia
Beautiful Darkness
(24)Aktuelle Rezension von: WortmagieWusstet ihr, dass weder Kami Garcia noch Margaret Stohl aus den Südstaaten der USA stammen? Garcia wurde in Washington, D.C. geboren und lebt heute in Los Angeles, Stohl in Pasadena, Kalifornien. Mich hat das sehr überrascht, denn angesichts ihrer überzeugenden Darstellung der Südstaaten-Kleinstadt Gatlin in den „Caster Chronicles“ hätte ich erwartet, dass zumindest eine der beiden im Süden aufgewachsen ist. Vielleicht ist es aber gerade diese Distanz, die es ihnen erlaubte, Gatlin mit einem Augenzwinkern zu charakterisieren.
Lenas 16. Geburtstag hinterließ tiefe Wunden. Zwar konnte sie ihre Berufung verhindern und ihrer dunklen Mutter Sarafine die Stirn bieten, doch der Preis für ihren Widerstand war entsetzlich. Zerfressen von Kummer und Schuld zieht sich Lena immer weiter zurück. Sie erträgt es nicht, Ethan anzusehen. Ethan hingegen versucht, ihr so viel Zeit und Raum zu geben, wie sie braucht, spürt allerdings, dass ihm die Liebe seines Lebens zu entgleiten droht. Als er abermals von mysteriösen Visionen heimgesucht wird und ein neuer Song das Unheil des Siebzehnten Mondes voraussagt, kann er nicht länger zusehen, wie Lena sich selbst zerstört. Unterstützt von seinen Freunden wagt sich Ethan in das Labyrinth der Caster-Tunnel, um sie vor sich selbst zu retten. Doch der Feind schläft nicht und verfolgt weiterhin furchterregende Pläne. Wird Ethan Lena aus ihrem Strudel des Schmerzes und der Gefahr befreien können?
„Beautiful Darkness“ ist sehr viel düsterer als „Beautiful Creatures“ und verdient sich meiner Meinung nach erst recht einen Platz im Genre der Southern Gothic. Die Ereignisse des ersten Bandes werfen ihren schwermütigen Schatten auf Ethan und Lena und stellen sie vor neue Herausforderungen. Ihre Beziehung steht auf dem Prüfstand; sie müssen einander beweisen, dass sie gemeinsam nicht nur mit äußeren Faktoren zurechtkommen, sondern auch mit den Problemen, die sie selbst verursachen. Mir gefiel es außerordentlich gut, dass Garcia und Stohl die Handlung aus „Beautiful Creatures“ konsequent weiterführen und keine heile Welt präsentieren. Sie wagen es, ihr ProtagonistInnen-Pärchen von einer neuen Seite zu zeigen, wodurch die Geschichte einen realistischen Weg einschlägt. Friede, Freude, Eierkuchen hätte ich ihnen nicht abgekauft. Den Handlungsverlauf von „Beautiful Darkness“ empfand ich weniger gradlinig, denn unsere beiden Hauptcharaktere arbeiten nicht auf ein klar definiertes Ziel hin. Stattdessen vermittelt Ethan als Ich-Erzähler ein Maß an Verzweiflung, Verwirrung und Hilflosigkeit, das mir wirklich zu Herzen ging. Er weiß nicht, wie er Lena in ihrer selbst errichteten Festung des Kummers erreichen soll. Das Mädchen, das er liebt, distanziert sich mehr und mehr von ihm und er hat lange Zeit das Gefühl, nichts dagegen unternehmen zu können. Ich hätte gern eingegriffen, Lena geschüttelt oder ihr eine saftige Ohrfeige verpasst, damit sie wieder zur Besinnung kommt. Ich wollte Ethan beschützen, denn obwohl ich Lenas Schmerz durchaus verstehen konnte, fand ich, dass sie sich extrem verhält. Sie merkt nicht, dass sie in dem Bestreben, sich selbst zu bestrafen, auch andere bestraft und wegstößt, allen voran natürlich Ethan. Ich war froh, dass Ethan nicht nur seine Familie an seiner Seite hat, sondern auch einen großartigen besten Freund: Link. Link ist für ihn da, während Lena es nicht ist. Ethan kann sich zu 100% auf ihn verlassen, ganz gleich wie haarsträubend und gefährlich die Situation zu werden droht. Trotzdem hinterlässt Lenas Rückzug selbstverständlich eine physische und emotionale Lücke, in die Garcia und Stohl eine neue Figur treten lassen. Liv ist Britin, Marians studentische Hilfskraft und ein totaler Nerd. Ich mochte sie von der ersten Sekunde an. Ethan ist mit ihrem Auftauchen überfordert, weil zwischen den beiden eine unleugbare Anziehungskraft wirkt. Liv verkörpert all das, was Ethan haben könnte, wenn er nicht hoffnungslos in ein Caster-Mädchen verliebt wäre: ein normales, einfaches Leben voller Glück und Lachen, ohne magische Verwicklungen. Kein Wunder, dass ihn ihre Anwesenheit durcheinanderbringt. Vielleicht ist sie einer der Gründe dafür, dass Ethan sehr lange wartet, bis er einschreitet, um Lena vor sich selbst zu retten. Meiner Meinung nach ergreift er zu spät die Initiative. Lenas Trauerprozess in allen Ehren, aber er hätte ihren Eskapaden viel früher ein Ende setzen müssen, denn sie entwickelt sich zu einer ernsthaften Gefahr für die Menschen, die ihm etwas bedeuten. Er ist zu nachsichtig mit ihr. Schließlich interveniert er aber doch und folgt Lena in die Caster-Tunnel, die sich durch den ganzen Süden der USA (und vermutlich weit darüber hinaus) ziehen. Als Setting gefielen mir die Tunnel gut, da sie rätselhaft und ein bisschen unheimlich sind, allerdings bringen sie auch Unruhe in die Geschichte. Sie sind schwer fassbar und verändern sich ständig. Ich hatte hin und wieder Probleme, sie mir vorzustellen. Das Gleiche gilt für den finalen Kampf gegen Ende des Buches, der zwar spannend, meinem Empfinden nach jedoch nicht plastisch genug beschrieben ist.
Insgesamt fand ich „Beautiful Darkness“ anders als „Beautiful Creatures“. Nicht besser oder schlechter, sondern eben einfach anders. Genau das gefiel mir. Kami Garcia und Margaret Stohl rollen die Geschichte des ersten Bandes nicht noch einmal auf, sondern führen sie logisch weiter. Sie gestehen ihren Charakteren Entwicklung zu und trauen sich, die psychologischen Konsequenzen des Vorgängers zu verdeutlichen. Die liebevoll gezeichneten Charaktere fesselten mich an die Handlung; besonders Ethan habe ich wirklich ins Herz geschlossen, aber auch Link, Liv und Ethans gesamte Familie. Meine heiß entflammte Liebe zu den „Caster Chronicles“ ist ungebrochen. Diese Reihe ist wirklich magisch und ich freue mich darauf, zu erfahren, wie es in Gatlin weitergeht!
- Nicolas Dierks
Was tue ich hier eigentlich?
(17)Aktuelle Rezension von: JDaizy„Kennen Sie das, beim Lesen eines Buches plötzlich das Gefühl zu haben, einige Sätze seien direkt für Sie geschrieben? Oder wenn Sie auf einer Autofahrt im Radio plötzlich etwas hören oder beim Lesen eines Interviews auf Sätze stoßen, die Sie im Innersten wachrütteln? Ich meine keine Momente der Einsicht, in denen man zustimmend nickt │…│Ich meine jene seltenen Momente, in denen wir uns durch einen Satz regelrecht ertappt und im tiefsten Sinne berührt fühlen.“
Während meiner Studienzeit habe ich die Philosophiestudenten immer belächelt. Eigenbrödler ohne Freunde, dafür mit vielen schwierigen Büchern und verdammt klugen Sprüchen; Menschen, die alles in Frage stellen und nicht zum Punkt kommen, sie haben mich einfach verwirrt und ehrlich gesagt auch überfordert.
Warum also greife ich zu einem Buch, das verspricht, mir (dem (Noch-)Nicht-Philosoph) das philosophische Denken zu lernen und nebenbei das Leben zu verstehen?! Vielleicht bin ich älter geworden? Klüger? (Bestimmt nicht!) Aber ich will es wirklich verstehen.
Eins gleich vornweg: Wer von diesem Buch erwartet, kurz und prägnant in die (un-)ergründlichen Tiefen der Philosophie einzutauchen und danach (all-)wissend voranzugehen, der sollte gleich die Finger davon lassen. Denn „Was tue ich hier eigentlich?“ kann ein wahrer Wegbegleiter, ein (Lebens-)Freund werden, wenn man ihn lässt. Der Autor schreibt von einem „besonderem Platz“ im Bücherregal. Und den sollte dieses Buch auch bekommen, weil man es immer wieder zur Hand nehmen und immer wieder neu entdecken wird.
Der Autor schafft es mit seinem Werk, das „Verstehen des Lebens“ aus dem philosophischen Elfenbeinturm zu holen. Auf 232 Seiten in neun Kapiteln erklärt er (meist) sehr anschaulich, trotzdem wissenschaftlich fundiert und mit einer guten Brise Humor, warum es im Leben ein „Nebenbei-Philosophieren“ geben sollte.
„ „Nebenbei das Leben zu verstehen“ heißt für mich, zu leben und dabei zu überlegen, was man will, was man tun soll, was man weiß - und was für einen wirklich zählt.“
Man braucht Zeit und Geduld, wenn man die Philosophie und ihre Lebensfragen besser verstehen können möchte. Aber dieses Buch ist es jede Minute Lesezeit wert.
Für mich persönlich gab es viele interessante Fragen: Zum Beispiel, die Frage nach dem heute überstrapazierten Lebensmotto „Lebe deinen Traum“, oder was bedeutet es „auf sich selbst zu hören“. Wie kann man innere Erfüllung finden und wo ist das richtige Maß zwischen heile Welt und unbarmherziger Wirklichkeit. Natürlich kommt man auch an der Frage nach dem „Wer bin ich?“ und der Liebe und dem „Tod und was kommt danach“ nicht vorbei.
Manches war für mich (anfangs) schwer zu greifen, weil es nicht konkret wurde, sondern irgendwie abstrakt geblieben ist. Zu einigen Themen habe ich leichter Zugang und Zeit gefunden, um innehalten.
Fazit:
„Was tue ich hier eigentlich?“ ist eine Einladung zum (Um-)denken, für ein neues Verständnis der Situation und für einen Wandel der inneren Einstellung. Anschaulich, übersichtlich und humorvoll gibt der Autor einen nachhaltigen Einblick in die „Philosophie für nebenbei“.
„Ach, und übrigens: Die „Würmer“ in Äpfeln sind gar keine Würmer. sondern Raupen eines Schmetterlings - des Apfelwicklers.“ - Ursula Poznanski
Anonym
(68)Aktuelle Rezension von: PrettyDarkDu verabscheust deinen Nachbarn? Du hast eine offene Rechnung mit deiner Ex-Frau? Du wünschst deinem Chef den Tod? Dann setze ihn auf unsere Liste und warte, ob die anderen User für ihn voten. Aber überlege es dir gut, denn manchmal werden Wünsche wahr...
Es ist der erste gemeinsame Fall von Kommissar Daniel Buchholz und seiner Kollegin Nina Salomon, und er führt sie auf die Spur des geheimnisvollen Internetforums «Morituri». Dort können die Mitglieder Kandidaten aufstellen und dann für sie abstimmen. Dem Gewinner winkt der Tod. Aber das Internet ist unendlich, die Nutzer schwer zu fassen. Nur der Tod ist ausgesprochen real, und er ist näher, als Buchholz und Salomon glauben ...
Im Darknet existiert das Forum Morituri, in dem jeder unliebsame Mitmenschen nominieren kann, denen man den Tod wünscht. Alle Mitglieder des Forums stimmen innerhalb eines festgelegten Zeitraums über die Vorschläge ab und wählen vier Kandidaten aus, welche die Exekution am meisten verdient haben. Dem Gewinner winkt der Tod, der natürlich auch live im Darknet übertragen wird. Das Forum ins Leben gerufen hat der User Trajan, der auch die Rolle des Gamemasters übernimmt.
Der Hamburger Kommissar Daniel Buchholz und seine neue Kollegin Nina Salomon wollen den Drahtzieher hinter diesem perfiden Forum finden, bevor noch mehr Menschen sterben müssen.
Die Grundidee war wirklich spannend, denn gerade in unserem digitalen Zeitalter, der Verrohung der Gesellschaft und dem Voyeurismus ist die Idee eines solchen Forums durchaus denkbar. Zeitweise hat die Handlung mich sogar etwas an SAW erinnert, als es um die Morde ging.
Die Suche nach dem Täter war wirklich spannend, auch wenn zum Ende hin immer offensichtlicher wurde, wer hinter dem Forum steckt.
Was mich leider etwas gestört hat, waren die konstruierten Konflikte zwischen den Ermittlern. Beide haben natürlich ihr privates Päckchen zu tragen und sind nicht die einfachsten Persönlichkeiten. Sowas habe ich in Thrillern einfach schon zu oft gelesen und finde es inzwischen anstrengend - in diesem Fall müssen hier auch explizit Ninas gefährliche Alleingänge genannt werden. Für meinen Geschmack hat sich die Handlung einfach ein bisschen zu viel um die Protagonisten und zu wenig um die Tätersuche gedreht.
Die Perspektive wechselt immer wieder zwischen Daniel und Nina, so dass man beide Charaktere und ihre Gedankengänge kennenlernt. Auch den Täter begleitet man ein paar Mal kapitelweise.
Ich habe die Geschichte als Hörbuch, vertont durch Sascha Rotermund (als Kommissar Buchholz) und Christiane Marx (als Nina Salomon) gehört und fand die beiden als Sprecher gewohnt gut.
- T. C. Boyle
Sprich mit mir
(204)Aktuelle Rezension von: YpsDer Autor hat sich die schwierige Aufgabe gestellt, stellenweise aus der Perspektive eines Affen zu schreiben. Diese zu lösen gelingt ihm dann auch nur mittelmäßig. Die darauf verwendeten Seiten habe ich mit dem wenigsten Spass gelesen, dennoch bleiben gerade sie mir am stärksten in Erinnerung. Der Roman spielt wohl in den 70ern, wie in einigen Details, wie z.B. Songs im Radio, angedeutet. Warum eigentlich? Er könnte auch in jeder anderen Zeitperiode spielen. Aus dem Flair des kultigen Jahrzehnts hätte man jedenfalls viel mehr machen können. Ein Anachronismus ist mir aufgefallen: Die erwähnte Aids-Forschung an Affen kann es damals noch nicht gegeben haben. Die intendierte Botschaft, dass Menschen Tiere zu schlecht behandeln und systematisch erniedrigen, versteht sicherlich jeder. Das macht das Ganze dann aber auch nicht allzu lehrreich oder überraschend. Eines der Bücher, deren Moral man vorher kennt, und sie nur liest um sich bestätigt zu fühlen.
- Dora Heldt
Drei Frauen, vier Leben
(53)Aktuelle Rezension von: LesebesessenNachdem es Marie wichtig war, dass die drei Freundinnen wieder zusammenkommen und das Zerwürfnis überwinden, hat Hanna wirklich alles unternommen und den Weg dafür freigemacht. Jetzt, ein Jahr später, steht das zweite Treffen der Freundinnen an und es hat sich jede Menge geändert.
Meinung:
Ein Unterhaltungsroman.
Da die Geschichte nahtlos an den vorangegangenen Roman anschließt, empfehle ich die Trilogie der Reihenfolge nach zu lesen.
Die Protagonisten sind immer noch die gleichen drei Frauen: Friederike, Alexandra und Jule. Hanna wird als Lebensgefährtin von der verstorbenen Marie wegen ihrer Art in die Frauengruppe mit aufgenommen. Wie üblich, berichten sich die Frauen gegenseitig, was sich in diesem Jahr, seit dem letzten Treffen, alles verändert hat.
Die Geschichte handelt hauptsächlich über die Änderungen in den Leben der vier Frauen, sowie Jules Tochter Pia. Dabei wird die Geschichte teilweise aus der Retrospektive erzählt, denn ich als Leser erfahre von den Änderungen aus der wechselnden Perspektive der Protagonisten, indem ich sie beim Lesen mit durchlebe.
Ich will hier nicht spoilern, aber Alexandra findet eine Bucketlist von Marie und diese wird unter anderem auch abgearbeitet. Alle drei Frauen überprüfen jetzt, ausgelöst durch ihr Alter und die Erlebnisse, die Bedeutung der Arbeit in ihrem Leben und wie viel Lebenszeit sie dafür aufgewendet haben. Bei der Suche nach den Spuren offenbaren sich verschiedene bisher unbekannte wichtige Informationen, so z.B. wer der Vater von Friederike ist und Alexandra beginnt mit der Recherche für das Leben von Marie und will das in einem Buch verfassen.
Bedingt durch das Alter müssen auch für einige der Gruppe und deren Angehörigen neue Wohnung gesucht werden und dabei wird die Gemeinschaft kreativ. Und mit mancher Liebesbeziehung wird endgültig abgeschlossen.
Fazit:
Die Geschichte aus dem ersten Roman wird fortgesetzt: vier Sterne.
- Neal Stephenson
Seveneves
(2)Aktuelle Rezension von: WortmagieAls der Mond zerbrach, glaubte die Erdbevölkerung, ein einmaliges, faszinierendes Spektakel am Himmel zu erleben. Niemand erkannte die Gefahr. Erst, als die Bruchstücke zu kollidieren begannen, sich weitere Gesteinsbrocken abspalteten und Meteoriteneinschläge zunahmen, begriffen Wissenschaftler, dass die Zerschlagung des Mondes fatale Konsequenzen haben würde. Sie errechneten eine niederschmetternde Prognose: zwei Jahre blieben der Menschheit, bis die Anzahl der Fragmente ein kritisches Maß erreicht hätte und der Hard Rain, ein Bombardement aus Billionen von Meteoriten, die Erde in eine Flammenhölle verwandeln würde. Um den Fortbestand ihrer Spezies dennoch zu sichern, bündelten Regierungen ihre Ressourcen und arbeiteten in einem beispiellosen Mammutprojekt daran, innerhalb von zwei Jahren so viele Menschen wie möglich ins All zu schicken. Eine handverlesene Elite sollte ausgehend von der internationalen Raumstation ISS den Weltraum besiedeln. Doch die Unberechenbarkeit menschlicher Verhaltensweisen riskierte selbst in dieser Stunde größter Not das Gelingen der Mission und dezimierte die Pioniere auf eine Handvoll Überlebende.
5.000 Jahre später zählt die Menschheit erneut in die Milliarden. Sieben Rassen entwickelten sich, deren Konflikte einem gemeinsamen Ziel entspringen: der Entdeckung einer fremden Welt. Der Erde.Diese Rezension ist ein Monstrum. Neal Stephensons Science-Fiction-Roman „Seveneves“ umfasst über 860 Seiten, umspannt einen Zeitraum von mehr als 5.000 Jahren und involviert zahllose höchst wissenschaftliche Erklärungen und Darstellungen. Müsste ich das Buch mit einem Wort beschreiben, lautete es „abstrakt“. Kein Wunder, dass ich mir angesichts der Aussicht, über „Seveneves“ schreiben zu müssen, beinahe ins Höschen machte. Wochenlang stand es auf meiner Kommode und verströmte eine bedrohliche Aura. Ich wollte es nicht einmal ansehen, weil es mich daran erinnerte, dass ich bald von einer Geschichte berichten musste, die ich nur ansatzweise begriffen habe und deren Lektüre wahnsinnig anstrengend war. Ich habe überdurchschnittlich lange gebraucht, weil ich unheimlich aufmerksam und präsent sein musste, um zu verstehen, was Stephenson beschrieb. Er führte mir schmerzhaft vor Augen, wie wenig ich über Astrophysik und das All weiß. Ich musste ihm vorbehaltlos vertrauen, dass seine Ausführungen plausibel, realistisch und wahrheitsgemäß sind, weil ich keine Möglichkeit sehe, diese zu überprüfen. Ich bin dermaßen ein Laie, dass ich bei Null anfangen müsste. Bis ich den erforderlichen Wissensstand erreicht hätte, um die technische und theoretische Seite von „Seveneves“ zuverlässig einschätzen zu können, würden Jahre ins Land ziehen. Also begab ich mich gutgläubig in Stephensons Hände und nahm jeden präsentierten Fakt als gegeben hin. Diese Position vollkommener Ahnungslosigkeit befähigt mich allerdings, zu urteilen, dass sich der Autor große Mühe gab, seine Erklärungen nachvollziehbar zu gestalten. Er setzt kein Vorwissen voraus, er erwartet, dass man aufpasst und mitdenkt. In den ersten Zweidritteln des Romans funktionierte das für mich trotz des benötigten Aufwands recht gut. Die ersten beiden Abschnitte thematisieren die Zeit vor und während des Einsetzens des Hard Rains, eine Spanne von etwa fünf Jahren. Es ist faszinierend, wozu die Menschheit in der Lage ist, wenn sie all ihre Energie auf ein gemeinsames Ziel ausrichtet. Ich staunte über die technischen Lösungen, die ein Überleben im All ermöglichen und lernte, welche Hindernisse überwunden werden müssen. Hättet ihr gedacht, dass Wassermangel und radioaktive Strahlung zu den größten Herausforderungen zählen? Stephenson erläutert detailliert jedes Problem und Risiko, ohne die menschliche Ebene aus den Augen zu verlieren. Er bietet einige sympathische Identifikationsfiguren an, die sich heldenhaft für unsere Spezies aufopfern. Ich bewunderte sie alle und ärgerte mich über die Steine, die ihnen vor allem die irdische Politik in den Weg legte. „Seveneves“ lässt keinen Zweifel daran, dass Politik die Geißel der Menschheit ist, weil sie machthungrige, egoistische und skrupellose Individuen hervorbringt, deren einzige Agenda ihr eigenes Schicksal ist. Leider existieren solche Exemplare auch noch 5.000 Jahre später, weshalb die Wiederentdeckung der Erde in einen Krieg ausartet. Dieser dritte Part ist der Grund, warum ich das Buch lediglich mit drei Sternen prämieren konnte. Meiner Ansicht nach war der Zeitsprung zu groß, denn er zwang Stephenson, ausschweifendes historisches Kontextwissen bereitzustellen, das die Handlung immer wieder stocken und in den Hintergrund rücken ließ. Ich hatte das Gefühl, akute Entwicklungen waren nur sekundär von Belang und langweilte mich aufgrund des schmalen Realitätsbezugs, sodass mich nicht mal die als Schocker vorgesehenen Wendungen aus meiner Lethargie reißen konnten. Ich glaube, das letzte Drittel von „Seveneves“ war Neal Stephenson einfach nicht mehr so wichtig, was ich überdeutlich wahrnahm.
„Seveneves“ ist ein anregendes und beängstigendes Gedankenspiel, das mir vergegenwärtigte, wie wenig wir über das All wissen und wie schutzlos wir deshalb auf unserer Erdkugel durch die Galaxie treiben. Wahrscheinlich wollte Neal Stephenson mit diesem Roman sowohl für die Gefahren, die außerhalb unserer Atmosphäre lauern, sensibilisieren, als auch eine pointierte, exakte Untersuchung menschlichen Verhaltens in Extremsituationen vornehmen. Meiner Meinung nach gelang ihm beides, trotz des schwachen Endes. Mein Informationsstand mag begrenzt sein, doch ich glaube, das Szenario eines zerbrochenen Mondes ist durchaus möglich. Eine beklemmende Vorstellung, die Leser_innen, die sich in der Materie besser auskennen, vermutlich noch weit mehr zu schätzen wissen als ich. Mich beeinflusste die Lektüre dennoch nachhaltig: seit „Seveneves“ blicke ich mit anderen Augen in den Himmel.
- Kresley Cole
Verlockung des Mondes
(114)Aktuelle Rezension von: Darcys_LesestuebchenIn seiner Jugend erlebte Uilleam ein Trauma, das er nie überwand, aber tief in sich begrub, bis es nach den den Erlebnissen auf der Insel wieder voll ausbricht. Eigentlich sehnt er sich nur nach dem Tod, doch als er der jungen Chloe begegnet, die als Sklavin verkauft werden soll, erkennt er in ihr seine Gefährtin und eine Leidenschaft in sich, die er längst für verloren glaubte. Doch zwischen den beiden gibt es Dinge, die ihre Zukunft zerstören könnten.
Meine Meinung:
Diesen Band hielt ich nicht in guter Erinnerung und er war für mich eines der wenigen Bücher von Cole, die ich nicht wirklich mochte. Ich konnte mich nur noch daran erinnern, dass es mir zu langatmig war und zu viel Drama enthielt. Daher war ich bei diesem re-read sehr gespannt, wie es mir nun gefallen würde, hatte aber wenig Lust darauf. Und so startete die Geschichte auch nicht gut für mich. Die vielen Wechsel in der Handlung waren nicht meins und ich mochte die beiden Hauptfiguren nicht sehr, vor allem Uilleam, der auch nur Will genannt wurde, war mir wenig sympathisch. Allerdings änderte sich dies für mich, als sich die Handlung mehr setzte, tiefgründiger wurde und den Figuren Raum zum Atmen ließ. Denn dann wurde es richtig gut und ich fieberte mit dem Paar mit, das es definitiv nicht leicht hatte und dem einige Bürden im Weg standen.
Die Geschichte ließ sich zunächst etwas holprig lesen, weil Cole sehr viel zwischen den Zeiten und den Handlungssträngen hin und her sprang, was es für mich schwierig machte, reinzufinden. Das änderte sich auch danach nicht und ein Ereignis jagte das nächste. Zwar wurde es so nicht langweilig, aber mir machte es nicht viel Spaß. Dennoch hatte es auch etwas und Chloe entpuppte sich als eine sehr starke Protagonistin, die Will nicht nur die Stirn bot, sondern ihm auch die Liviten las, was der Mann bitter nötig hatte. Durch die Folter auf der Insel hatte er es nicht leicht, wurde von Albträumen, Sinnestäuschungen und Flashbacks gequält, die auch seine bittere Vergangenheit wieder ans Licht brachte, aber sein Verhalten war mitunter sehr grenzwertig und heftig, auch wenn ich ihn durchaus verstand. Chloe tat ihm zunächst sehr gut, bis das erste große Geheimnis gelüftet wurde und er sich wirklich mies verhielt. Ich fand es interessant, wie sehr sich Will und Chloe von den anderen Charakteren in der Reihe unterschieden. Zunächst hielt ich Chloe für diese typisch starke Frau, die sich nichts sagen ließ, aber dann blitzte eine Verletzlichkeit auf, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Das Chaos ihrer Gefühle, gerade was ihren Vater und Will anging, war sehr greifbar und ich konnte ihre Wut und Enttäuschung verstehen, aber auch die Vorurteile von Will, den sein Trauma wieder quälte und ihn gegen seine Natur handeln ließ. Der Selbsthass, die Ängste und seine Schwierigkeiten, mit der Vergangenheit abzuschließen gingen mir teilweise unter die Haut und eigentlich schien ein Happy End für die beiden unmöglich. Der Wandel der Figuren war daher sehr interessant und spannend und mir gefiel es, dass es langsam vonstatten ging, anstatt abrupt.
Die Stärke der Geschichte lag nicht in der Spannung oder der Rahmenhandlung, da relativ wenig passierte und sich meist auf einen Handlungsort konzentriert wurde, aber die Liebesgeschichte mit all ihren Höhen und Tiefen war klasse. Die Autorin konzentrierte sich stark auf die Emotionen, den Schmerz und das Misstrauen zwischen Will und Chloe und das war teilweise sehr schmerzhaft und ich stand mal auf der einen oder anderen Seite, weil ich beide verstehen konnte und so hoffte, dass sie trotz allem zueinander fanden. Das Finale geriet auch rech spannungsarm, fesselte aber gerade wegen den Entscheidungen, die die Protagonisten treffen mussten und das Bonuskapitel machte richtig Lust auf den Band mit Wills Zwilling Munro, den ich im Laufe des Geschehens sehr gern mochte. Die Zwillinge hatten ein starkes Band und es war interessant, wie unterschiedlich Will und Munro waren und doch so viele Gemeinsamkeiten besaßen.
Mit dem Schreibstil musste ich dieses Mal ein wenig warm werden, da mir die vielen Wechsel am Anfang nicht so zusagten, aber ich war dennoch relativ schnell wieder drin und hatte meinen Spaß damit. Cole schaffte es, eine tolle Tiefe miteinzubauen, ohne diesen gewissen Witz zu vernachlässigen und hielt sich zum Glück mit großen Dramen zurück, bzw. dick aufzutragen. Die Entscheidungen und Handlungen der Charaktere wirkten authentisch und ich fieberte mit ihnen mit.
Fazit:
Dieser Band konnte ich im Gegensatz zum letzten Mal echt positiv überraschen und ich finde es prima, das es mir nun mehr Spaß machte. Zwar war der Anfang aufgrund der vielen Wechsel nicht so meins, wobei die Szene mit Nix´ Fahrkünsten mich schon zum Lachen brachte, aber erst nachdem sich die Handlung etwas setzte und dem Drama rund um Will und Chloe Zeit zum Entwickeln ließ, konnte mich die Geschichte sehr gut unterhalten. Mir gefiel es, dass es sich hauptsächlich auf das Paar, ihre Trauma und ihre Beziehung konzentrierte und wenig Action enthielt, was ich als sehr erfrischend empfand.
4 von 5 Sterne
- Julia Korbik
Oh, Simone!
(17)Aktuelle Rezension von: Madame-rivkeleIm Regal meiner Mutter steht „Das andere Geschlecht“. Ein riesiger Schinken, kleingeschrieben und bisher sowohl von meiner Mutter als auch von mir ungelesen. Das war für mich lange Zeit Simone de Beauvoir - bis ich vor einigen Monaten ein kleines Büchlein mit dem Titel „Ein sanfter Tod“ im Regal meines Vaters fand und feststellte, dass de Beauvoir sehr wohl lesbar ist.
„Oh, Simone!“ von Julia Korbik hat mir die Schriftstellerin und Philosophin, die Feministin und die Frau noch einmal ein ganzes Stück näher gebracht. Es gelingt ihr, das Leben und Werk de Beauvoirs auf unterhaltsame und zugängliche Weise in den historischen, politischen und philosophischen Kontext einzubetten. Dabei handelt es sich keinesfalls um eine unkritische Lobeshymne. Ich glaube, die Biographie wird Simone de Beauvoir gerecht.
Ich habe mir beim Lesen noch einen weiteren Roman von de Beauvoir bestellt und ich glaube, wenn eine Biographie neugierig auf die Person macht, deren Leben sie erzählt, dann handelt es sich um eine gute Biographie - Heike Wanner
O du fröhliche Weibernacht: Roman
(58)Aktuelle Rezension von: SuEdelmannhttps://www.susanne-edelmann.de/2022/01/o-du-froehliche-weibernacht/
Ja, ich weiß, dies ist eigentlich ein Weihnachtsroman. Ich finde aber, man kann dieses Buch wunderbar auch noch im Januar lesen – am besten, wenn es draußen so richtig heftig schneit und man nicht vor die Tür gehen mag. Dann kann man sich beim Lesen vorstellen, man sei auf der sturmumtosten Nordseeinsel Helgoland. Genau dort nämlich findet die Weihnachtsfeier einer Hamburger Firma statt. Der Plan war: Montag Anreise, Dienstag verschiedene teambildende Maßnahmen und abends Weihnachtsfeier, Mittwoch Abreise, damit alle rechtzeitig zu Heiligabend wieder zuhause sind. Doch Pläne sind ja bekanntlich dazu da, um umgeschmissen zu werden…
Das Chaos beginnt, als per Los die Zimmer verteilt werden: Ausgerechnet die unnahbare Chefsekretärin Ulrike, die seit Jahren heimlich in ihren Chef verliebt ist, die junge hübsche Marketingleiterin Jana, die allen Männern den Kopf verdreht, die schüchterne graue Maus Miriam aus der Buchhaltung und die lebhafte Cordula, Aushilfe in der Poststelle, müssen sich ein Zimmer teilen und bei den teambildenden Wettbewerben gemeinsam als Gruppe antreten. Streit und Chaos sind dabei vorprogrammiert.
Und dann tobt auch noch ein weiterer Sturm über Helgoland, diesmal ein meteorologischer, der ein Fortkommen von der Insel unmöglich macht. Eingeschneit und von der Außenwelt abgeschnitten, müssen Inselbewohner und -besucher die nächsten Tage überstehen. Da gibt es kein Aus-dem-Weg-gehen mehr, es kann kein Konflikt unter den Teppich gekehrt werden. Und dann wird Ulrike auch noch ernsthaft krank, Miriam macht ungewollt Jana Konkurrenz und Cordula begegnet völlig unverhofft ihrer einstigen großen Liebe wieder und stellt ihr bisheriges Ehe- und Familienleben in Frage. So erleben die vier unterschiedlichen Frauen sehr turbulente Tage auf Helgoland und als sie schließlich nach Hamburg zurückkehren können, hat sich alles verändert.
Mir hat dieser Roman außerordentlich gut gefallen, ich war von der ersten Seite an quasi mittendrin im Geschehen, so als sei ich die Fünfte im Bunde und mit den anderen vier Frauen gemeinsam auf der Insel gestrandet. So unterschiedlich die vier Protagonistinnen auch sind, so menschlich und sympathisch wurden sie allesamt geschildert, so dass ich mich in jede hineinversetzen und mit ihr mitfühlen konnte.
Der Roman ist ursprünglich bereits 2014 im Verlag Marion von Schröder als gebundene Ausgabe erschienen, zeitgleich bei Ullstein als eBook und dann nochmal 2016 als Taschenbuch bei Ullstein. 2019 folgte dann eine eBook-Neuauflage beim Verlag Edel Elements, die älteren Printausgaben sind heute nur noch gebraucht erhältlich.
- Helene Bracht
Das Lieben danach
(69)Aktuelle Rezension von: EineMamiDieses Buch geht unter die Haut. Wie sehr, das habe ich anfangs unterschätzt. Und ich möchte eine klare Triggerwarnung aussprechen, da es um explizit beschriebenen Kindesmissbrauch geht, worauf sich auch der Titel bezieht: Das Leben und Lieben nach einer Missbrauchserfahrung in der Kindheit. Das war mir so nicht bewusst und ich musste an einigen Stellen heftig schlucken, weil es so erschütternd ist, was die Autorin erlebt hat.
Gleichsam finde ich es unglaublich mutig, wie offen, ehrlich und schonungslos Helene Bracht in ihrem literarischen Essay ihre Vergangenheit offenlegt, ihre Emotionen und Gedanken freilegt. Und das in einem tiefgründigen, klugen und teilweise fast poetischen Schreibstil. Ich habe „Das Lieben danach“ in einem Rutsch gelesen, aber noch lange nicht verdaut.
Hauptsächlich dreht sich der Text um das Verarbeiten, in Zusammenhang setzen und Erkennen, das Reflektieren. Somit stimmt er mitunter traurig, nachdenklich, aber auch hoffnungs- und rührend lebensfroh. Was ich sicher sagen kann: Dieses Buch lässt niemanden kalt. Welchen Schluss man daraus zieht, ist aber individuell und hängt von den eigenen Lebenserfahrungen ab.
- Marshall B. Rosenberg
Was deine Wut dir sagen will: überraschende Einsichten
(5)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEin Vortrag von Rosenberg zur Wut. Ich finde den Ansatz sehr interessant und bin schon gespannt, mehr über die GFK zu erfahren. - Lucy Clarke
Das Haus, das in den Wellen verschwand
(24)Aktuelle Rezension von: TWDFanSTInhalt
Langsam und Kitty waren das große Abenteuer: Sie lassen ihr altes Leben hinter sich und gehen auf Weltreise. Auf den Philippinen begegnete sie einer Gruppe Globetrotter, die nach Neuseeland segeln will. Die beiden werden Teil der Crew. Vor der wunderschönen Kulisse der Südsee entdecken sie leider auch die Schattenseiten des beengten Zusammenseins. Als dann auch noch ein Crewmitglied spurlos verschwindet, wird alles noch dramatischer...
Bewertung
Die Grundidee von "Das Haus, das in den Wellen verschwand" ist spannend. Eine dramatische Geschichte vor traumhaft schöner Kulisse und ein Handlungsort, von dem man nicht entkommen kann. Die Umsetzung ist allerdings ein anderes Thema. Gerade in der Hörbuchform stört mich das Hin- und Herspringen in der Zeit doch sehr. Am meisten hatte ich jedoch meine Probleme mit den Charakteren. Irgendwie hat mein Herz für keinen von ihnen geschlagen. Da kann die Grundidee dann noch so spannend sein, mein Interesse wird dadurch eher gemindert, weshalb es nur zwei Sterne sind.
- Corina Bomann
Sturmherz
(212)Aktuelle Rezension von: SonjasBookWorldKlappentext:
Alexa Petri hat schon seit vielen Jahren ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter Cornelia. Doch nun liegt sie im Koma und Alexa muss die Vormundschaft übernehmen. Sie findet einen Brief, der Cornelia in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt: als leidenschaftliche junge Frau im Hamburg der frühen sechziger Jahre. Und als Leidtragende der schweren Sturmflutkatastrophe. Als ein alter Freund von Cornelia auftaucht, ergreift Alexa die Chance, sich vom Leben ihrer Mutter erzählen zu lassen, die sie schließlich auch verstehen und lieben lernt.
Meinung:
Die Geschichte wird auf zwei Zeit-Ebenen erzählt und springt daher zwischen Alexas aktuellen Sorgen um ihre Mutter Cornelia und deren Erlebnissen in ihrer Jugend.
Der spannende Schreibstil hat mich durch die Seiten fliegen lassen. Ich wollte immer weiterlesen, welch großes Geheimnis bzw. welche Erlebnisse hinter all dem stecken, was zum heutigen Verhältnis von Mutter und Tochter geführt hat.
Es ist eine dramatische Geschichte, die mich berührt, aber trotzdem auch zu Unverständnis gegenüber der Mutter geführt hat. Die große Sturmflutkatastrophe hat es tatsächlich gegeben, was es umso ergreifender macht.
Es ist eine Geschichte über dramatische Ereignisse, über die große Liebe, über ein Schicksal mit dem man hadert und nie wirklich zurecht kommt.
Fazit: 4,5/5 Sternen
Ich gebe sehr gerne eine Lese-Empfehlung!























