Bücher mit dem Tag "versuche"
30 Bücher
- Stephen King
Carrie
(1.553)Aktuelle Rezension von: SchnudlAuf der Suche nach etwas anderem zum lesen hab ich mich endlich mal an Stephen King getraut. Ich kenne ein paar Filme von ihm aber gelesen habe ich noch nichts. Mit Carrie war es also nicht nur mein Debüt von ihm sondern es war auch seines.
Carrie ist eine Außenseiterin und wird in ihrer Schule gehänselt. Aber auch zu Hause führt sie mit ihrer fanatischen Mutter kein einfaches Leben. Nach einem grausamen Streich auf dem Schulball, sinnt sie nach Rache.
Das Buch hat alles, was man sich bei einer guten Geschichte wünscht. Einen tollen Schreibstil, bei dem man flüssig und gut voran kommt und man in einen Sog gezogen wird.
Es ist von Anfang an spannend und mysteriös. Die verschiedenen Sichtweisen der Protagonisten geben einem tiefe Einblicke in die Person Carrie. Nicht nur aus ihrer Sichtweise wird sie dargestellt sondern auch wie sie nach außen hin wirkt. Hier haben wir zum Einen, die bei der man einfach mitfühlen muss, indem sie gemobbt und gehänselt wird und auch aus einem religiös fanatischem Haushalt stammt. Aber auch die Sichtweise, dass sie eben einfach anders ist und wie hier die Gesellschaft reagiert.
Wichtige Themen, die auch heute noch so wichtig sind, werden hier besprochen. Mobbing, Fanatismus, Gesellschaftskritik gespickt mit Rache und Vergeltung und Macht.
Man kommt auf seine Gruselmomente weil es einige Horrorszenen gibt. Es wird blutig und brutal. Aber auch tiefgründig und emotional.
Mich konnte Carrie absolut abholen und bringt mich näher an das Horrorgenre, dass ich noch viel zu oft versuche zu vermeiden eben weil ich ein kleiner Schisser bin. Aber es wird nicht mein letztes Buch von ihm sein.
- Kass Morgan
Die 100
(658)Aktuelle Rezension von: BuchlandhuhnWer mal eine etwas andere Story sucht ist hier bestens beraten. Die Geschichte ist kurzweilig, es gibt keine Längen und man findet sich recht schnell in die Hauptcharaktere ein. Band 1 ist etwas kurz, bin schon gespannt auf den zweiten Band.
Man muss sich allerdings dran gewöhnen, dass Rückblenden der Figuren einfach ohne Info mitten in den Kapiteln vorkommen. Nach wenigen kapitalen ist es aber kein Problen mehr.
- Ali Hazelwood
The Love Hypothesis – Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe
(835)Aktuelle Rezension von: Leonie1Dieses Buch hat mich vom ersten Kapitel an getragen und mit jeder Seite tiefer hineingezogen. Die Autorin versteht es erneut, eine Geschichte zu erschaffen, die gleichzeitig leicht und berührend ist. Ihr Stil wirkt vertraut, flüssig und mühelos, mit genau der richtigen Portion Humor, damit auch die ernsten Themen nie zu schwer werden. Man merkt deutlich, wie durchdacht jede Szene ist und wie viel Herz in den Dialogen steckt.
Besonders Adam bleibt im Gedächtnis. Er ist das, was man heute gerne eine Greenflag nennt und verkörpert alles, was eine gesunde Beziehung ausmacht. Seine Art zu kommunizieren, seine Bereitschaft zuzuhören und sich zu öffnen, zeigt wunderbar, wie wohltuend ehrliche Worte für zwei Menschen sein können, die einander wirklich sehen wollen. Gerade dadurch bekommen die ruhigen Momente der Geschichte so viel Kraft.
Für mich war dieses Buch ein echtes Jahreshighlight. Der Gedanke an die kommende Verfilmung war einer der Gründe, weshalb ich zu dem Roman gegriffen habe. Gleichzeitig bin ich nun fast sicher, dass der Film kaum an diese warmen und lebendigen Seiten herankommen kann. Zu besonders wirkt die Atmosphäre, die zwischen den Zeilen entsteht.
Ein Roman, der zeigt, wie unwahrscheinlich und zugleich selbstverständlich Liebe sein kann, wenn sie auf Vertrauen wächst.
- Holger Karsten Schmidt
Die Toten von Marnow
(7)Aktuelle Rezension von: Rose75Dieses Buch habe ich schon länger im Auge, weil ich das Cover sehr gelungen finde. Der Klappentext hat einen interessanten Hintergrund versprochen und im Nachhinein auch gehalten. Krimis mit historischen und gesellschaftsrelevanten Themen lese ich grundsätzlich sehr gerne.
Es beginnt mit ganz normalen Mordermittlungen. Der Familienvater Frank Elling und die kühle Außenseiterin Lona Mendt gehen den ersten Spuren nach und schon früh am Anfang wird Elling in eine missliche Lage gebracht. Es gibt weitere Tote und alles scheint recht verworren. Im Verlauf der Handlung ergibt sich ein Bild, dass weit in die Zeit der DDR zurückreicht.
Die privaten Hintergründe der Figuren Elling und Mendt werden sehr ausführlich vorgestellt und daher gehe ich davon aus, dass hier weitere Bände folgen werden. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde. Beide Protagonisten waren zwar interessant, aber nicht wirklich sympathisch oder irgendwie speziell in ihrer Art.
Holger Karsten Schmidt ist Drehbuchautor und das spürt man auch in der Handlung. Sie ist aufgebaut wie ein klassischer deutscher Fernsehkrimi.
David Nathan hat gewohnt gut vorgelesen. Ich mag seine Stimme sehr gerne
- Giulia Enders
Darm mit Charme
(91)Aktuelle Rezension von: SunsyDieses Thema ist faszinierend und wirklich wichtig für uns alle, denn wenn der Darm gesund ist, fühlt sich der ganze Mensch gut. Die Autorin bringt uns alles rund um den Darm so routiniert, einfühlsam und plastisch, oft sogar recht witzig zu Gehör, dass es wirklich Freude macht, zuzuhören.
Ich befasse mich ja schon länger mit dem Thema, habe auch einem Kongress per Internet beigewohnt, bei dem ich viel gelernt habe und auch gleich das nötige Equipment bestellen konnte, um selbst fermentieren zu können. Vieles habe ich ausprobiert und bin bei drei Dingen hängen geblieben: selbstgemachtem Joghurt mit lebenden Kulturen, Kombucha und Kimchi.
Mir hat das Hörbuch wirklich ausgezeichnet gefallen, vieles kommt so auch viel verständlicher rüber, als wenn man auf einem Kongress den Wissenschaftlern zuhört. Die Autorin liest selbst und so gut, als würde sie nichts anderes tun, als Hörbücher einzulesen. Klasse, wirklich!
Meine Bewertung: 10/10 Punkte.
https://sunsys-blog.blogspot.com/2025/05/gehort-darm-mit-charme-giulia-enders.html
- Sandrone Dazieri
In der Finsternis
(7)Aktuelle Rezension von: mandalottiDie Geschichte an sich war ja nicht schlecht, aber mir waren das einfach zu viele Verschwörungen. Das ist nicht so meins.Das Ende hätte man sich sparen können. Für mich war da eigentlich schon eher Schluss, aber der Autor musste halt noch unbedingt eins draufsetzen. - Amie Kaufman
These Broken Stars. Sofia und Gideon (Band 3)
(201)Aktuelle Rezension von: SophelliestNachdem ich Band zwei beendet hatte, habe ich direkt Band drei verschlungen.
Die Charaktere
Sofia und Gideon sind ganz anders, als die anderen Charaktere der Reihe. Sie sind nicht ehrlich, nicht einmal sich selbst gegenüber. Für mich war die Charakterentwicklung der beiden wirklich sehr spannend anzusehen und ich mochte die Spannung zwischen den beiden sehr. Ich fand es ein bisschen Schade, dass die beiden nicht so viel "Zeit" zusammen hatten, wie die anderen, also dass man eben weniger von den beiden mitbekommen hat.
Der Schreibstil
Wie in den beiden anderen Bänden, war der Schreibstil auch hier wirklich gut und flüssig zu lesen.
Die Story
Die erste Hälfte des Buches fand ich wirklich gut gelungen und eine gute Mischung aus Romantik, Fantasy und Spannung. Leider war mir persönlich das Finale ein wenig zu langgezogen. Bereits bei etwa 60% des Buches hatte ich dieses "Finalegefühl", also dass bald der Punkt kommt, dass alles zusammengeführt wird und sich löst. Dadurch, dass sich das dann so gezogen hat, habe ich zwischendurch ein wenig die Motivation verloren. Dabei war die Story eigentlich nur noch spannend! Leider hab ich die Auflösung auch nicht so 100% verstanden, weil mir das mit den Wesen und dem Universum doch ein wenig zu komplex war.
Fazit
Ein gutes Buch mit ein oder zwei Verbesserungspunkten (die aber wirklich Meckern auf hohem Niveau sind). Die gesamte Reihe ist eine absolute Empfehlung für alle, die Fantasy und vor allem Dystopien mit einem guten Schuss Romantik mögen.
- James Dashner
Die Auserwählten - Phase Null
(230)Aktuelle Rezension von: GotjeIch habe das Buch bis Seite 70 gelesen und dann abgebrochen. Es war mir einfach viel zu langweilig, man hat nichts Neues erfahren, eigentlich wurde nur das was man schon weiß weiter ausgeführt, aber das hat für mich nicht gereicht um bei diesem Buch am Ball zu bleiben. Auch wie die Charaktere geschrieben sind hat mich aufgeregt, aber das ist für mich bei diesem Autor ein altbekanntes Problem, das hatte ich auch schon in der Original-Trilogie und bei Kill Order. Vielleicht lese ich das Buch irgendwann nochmal weiter, aber wahrscheinlich nicht. Es interessiert mich einfach nicht.
- Leonie Swann
Gray
(120)Aktuelle Rezension von: FineAndersIn "Gray" von Leonie Swann ermitteln der Dozent Augustus Huff und der "im Stich gelassene" Graupapagei "Gray" warum ein Student nachts von der Kirche fällt.
Ich war erst etwas skeptisch diesem Roman gegenüber. Ich hab schon Glennkill und Garou von der Autorin gelesen, wegen der Schafe, und von einem Papagei hab ich mir nicht viel versprochen. Aber ich muss sagen: ein Papagei-Krimi ist genauso unterhaltsam wie ein Schafkrimi.
Gray wird wunderbar einfühlsam und sympathisch dargestellt. Er ist ein total liebenswürdiger Charakter. Mir gefällt, wie es rüberkommt, dass auch Tiere Bindungen eingehen und Gefühle haben. Und so fühlt man während der Geschichte nicht nur mit dem nerdigen Augustus Huff mit, sondern auch mit dem Papagei.
Der Roman liest sich leicht dahin und ist sehr spannend. Die Kletterszenen haben mich nicht ganz so angesprochen, aber es passte zur Story.
Sehr empfehlenswerter Krimi, nicht nur für Tierliebhaber!
- Mirjam Mous
Boy 7
(375)Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessin„Boy 7“ Ein rasanter Thriller mit starker Idee, aber schwächerer Auflösung
Mirjam Mous gelingt mit „Boy 7“ ein fesselnder Einstieg: Ein Junge erwacht allein auf einem Feld, ohne jede Erinnerung nicht einmal seinen eigenen Namen kennt er. Der Leser ist sofort mittendrin in einem spannenden Rätsel um Identität, Überwachung und Kontrolle.
Die Grundidee rund um das gelöschte Gedächtnis ist unglaublich spannend umgesetzt. Man rätselt mit, leidet mit und will unbedingt herausfinden, wer dieser Junge ist und warum er überhaupt alles vergessen hat. Die beklemmende Atmosphäre, die Unsicherheit und die ständige Frage, wem man trauen kann, tragen enorm zur Spannung bei.
Doch mit der Einführung der zweiten Zeitebene die über ein Tagebuch geschildert wird verliert die Geschichte spürbar an Dynamik. Die Form der Rückblicke wirkt im Vergleich zur temporeichen Gegenwartsebene zäh und wenig lebendig. Gerade weil der Einstieg so stark war, wirkt die Auflösung dadurch etwas enttäuschend.
Trotzdem: Das Ende punktet mit Klarheit und beantwortet die wichtigsten Fragen. Wer ein Faible für spannende, leicht dystopische Jugendthriller mit psychologischem Einschlag hat, wird mit „Boy 7“ definitiv auf seine Kosten kommen auch wenn man sich bei der Auflösung vielleicht ein wenig mehr erzählerische Raffinesse wünschen würde.
- Uwe Timm
Ikarien
(16)Aktuelle Rezension von: kaelleRomane über den Zweiten Weltkrieg gibt es viele. Dieser hier ist keiner davon. Stattdessen werden hier quasi eine Geschichte vor dem Krieg und eine danach erzählt.
Letztgenannte bildet die Rahmenhandlung. Ein Amerikaner wird kurz vor Kriegsende nach Deutschland geschickt, wo er schließlich den Befehl erhält, den Assistenten bzw. Freund eines Rasse-Eugenikers zu befragen. Diese Rahmenhandlung hat mir am besten gefallen, erhält man doch einen ungewöhnlichen Blick auf die Tage kurz vor und kurz nach Kriegsende - und zwar aus der Sicht eines Amerikaners.
Die Gespräche mit dem oben erwähnten Assistenten bilden den zweiten Handlungsstrang. Darin wird versucht zu erklären, wie es so weit kommen konnte, dass besagter Rasse-Eugeniker zum Rasse-Eugeniker wurde. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Kommune Ikarien, deren Ziele beide begeistern. Dort, in der amerikanischen Wildnis, wollten Idealisten die perfekte kommunistische Gemeinschaft errichten. Dieser Handlungsstrang ist im Vergleich zum anderen eher langatmig erzählt. Obwohl er viele spannende Gedanken enthält, hat er mich nicht so stark gepackt.
- Immanuel Birmelin
Die geheimnisvolle Nähe von Mensch und Tier
(34)Aktuelle Rezension von: DoraLupinDas Cover des Buches hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und ich wollte unbedingt mehr erfahren, da ich Tiere liebe.
Zuallererst einmal ein riesen Lob an den GU-Verlag, denn das Buch ist sehr hochwertig und stabil verarbeitet, zudem mit sehr vielem, wunderschönen Farbfotos von Tieren versehen! Das Buch gliedert sich in 16 Kapitel rund Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mensch und Tier, Wissenswertes und vieles mehr. Der Autor hat das Buch so aufgebaut, dass er mit verschiedenen Tieren in einem Konferenzraum sitzt. So leitet er von Kapitel zu Kapitel über die Konferenz weiter, eine lustige Idee den dort können die Tiere auch sprechen.
Was ich toll fande ist, dass man dem Autor wirklich die Liebe zu den Tieren anmerkt, das ist im jedem Satz des Buches offensichtlich. Er stellt einfach und verständlich Wissenschaftliche Erkenntnisse vor, Tests mit Tieren aber auch immer wieder persönliche Anekdoten. So ist das Buch nicht staubtrocken, sondern sehr erfrischend geschrieben. Gerade die Beispiele und persönlichen Geschichtem des Autors haben mir immer besonders gut gefallen.
Manche Kapitel und ihr Inhalt waren mir nicht neu, da konnte ich keine neuen Erkenntnisse mitnehmen, es waren aber auch viele Kapitel darunter, die durchaus wissenswert sind und mir neue Erkenntnisse offenbart haben. Auf einige Tests und Geschichten hätte ich in diesem Buch aber auch verzichten können, da sie nichts für Tierliebhaber sind. Es sind zwar wenige aber diese haben mich schon sehr emotional zurück gelassen...
Fazit: Tierliebhaber werden sicher schon manches vom Inhalt kennen, trotzdem gibt es viele neue Erkenntnisse. Menschen, die sich generell für Tiere interessieren sind hier richtig! Das Buch wird mit vielen Farbfotografien aufgewertet und es hat mir gefallen, dass der Autor wirklich Tiere liebt und es im nicht (nur) um Wissenschaft geht! Ich kann das Buch empfehlen
- Martha Hall Kelly
Und am Ende werden wir frei sein
(28)Aktuelle Rezension von: VeronikaGruenschlagIn „Und am Ende werden wir frei sein“ erzählt Martha Hall Kelly die bewegende, auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte der amerikanischen Menschenrechtsaktivistin Caroline Ferriday.
Caroline entstammt einer wohlhabenden Familie in den Vereinigten Staaten. Zunächst arbeitet sie als Schauspielerin, bevor sie sich – vor und während des Zweiten Weltkriegs – im französischen Konsulat in New York engagiert, um Waisenkindern in ganz Frankreich zu helfen. Nach Kriegsende widmet sie sich den polnischen Frauen, die aus politischen Gründen inhaftiert und im Konzentrationslager Ravensbrück unvorstellbare Qualen erlitten haben. Unter ihnen befanden sich die sogenannten „Kaninchen“, an denen grausame medizinische Experimente durchgeführt wurden.
Kelly hat die historischen Ereignisse und Figuren sorgfältig recherchiert. Sowohl Caroline Ferriday als auch die KZ-Ärztin Herta Oberheuser haben tatsächlich gelebt – ihre Lebenswege werden im Roman eindrucksvoll und authentisch fiktional nachgezeichnet. Die dritte Protagonistin, Kasia, ist eine fiktive Figur, die stellvertretend für das Schicksal der gefolterten polnischen Frauen steht.
Der Roman hat mich tief berührt und lässt mich auch lange nach der Lektüre nicht los. Die Figuren wirken glaubwürdig und lebendig, die geschilderte Brutalität – die grausamen medizinischen Experimente, der Hunger, die Gewalt der Aufseherinnen und Ärzte, allen voran Herta Oberheuser – ist schwer zu ertragen. Gerade die weibliche Perspektive auf Krieg, Folter, Unterdrückung und Entrechtung verleiht der Geschichte eine besondere Intensität.
Wenn ich einen Bogen in die Gegenwart spanne, ist es erschütternd, dass in unserem heutigen Deutschland Politiker wie Björn Höcke vom „Denkmal der Schande“ sprechen oder ein Alexander Gauland den Nationalsozialismus als „Vogelschiss“ in der Geschichte relativieren dürfen – und dafür auch noch Zustimmung erhalten.
Ein wichtiges, emotionales und aufrüttelndes Buch gegen das Vergessen.
- Edgar Rai
M.I.A. - Das Schneekind
(11)Aktuelle Rezension von: CorradoDie Hotelangestellte Sandra hat soeben die Affäre mit ihrem Chef beendet und fährt aufgewühlt über die nächtlichen, eisglatten Straßen in den Schweizer Bergen nach Hause, als ihr ein Wagen entgegenkommt. Sie hat Glück und kann ausweichen, doch der Wagen auf der Gegenfahrbahn stürzt ab, der Fahrer stirbt, noch während Sandra hinzueilt, und sie nimmt sich des kleinen, verängstigten Mädchens an, das auf dem Rücksicht gesessen hatte. Nachdem die kleine Mia schließlich wohlbehalten bei ihrer eigenartig kalten, distanzierten Adoptivmutter abgegeben worden ist, beginnen sich seltsame Vorfälle in Sandras Umfeld zu häufen: das Haus ihres Nachbarn, dem sie von dem Unfall erzählt hatte, brennt plötzlich bis auf die Grundmauern nieder, eine Leiche wird gefunden, bei der alles darauf hindeutet, dass es die des hilfreichen Nachbarn ist. Sandra wird von schwarzen Autos verfolgt, sie erhält verschlüsselte Warnungen, - und als sie Mia, das Kind, das ihr in jener Schneenacht ans Herz gewachsen ist, besuchen möchte, sagt man ihr, dass die Kleine wegen ihres Gesundheitszustandes in ein Krankenhaus gebracht wurde, das sich sehr bald als Forschungsinstitut herausstellt. Sandras Misstrauen ist geweckt und sie beschließt, auf eigene Faust der rätselhaften Angelegenheit auf den Grund zu gehen. Ein gefährliches Unterfangen...
Der Thriller lässt sich zugegebenermaßen spannend an und scheint meine aufgrund des Klappentextes in ihn gesetzten Erwartungen in jeder Beziehung zu erfüllen.
Doch in dem Maße, wie sich die Spannung bis zur Hälfte des Buches steigert, häufen sich auch die Unklarheiten und Verwirrungen, die bald überhand nehmen und eine durchaus realistische Geschichte um größenwahnsinnige Forscher, die Gott spielen und denen, um ihr Ziel zu erreichen, nichts heilig und kein Menschenleben achtenswert ist, immer mehr abflachen lassen bis zu einem abrupten, überstürzten und allzu glatten, beschönigenden Ende, bei dem nicht nur viele Fragen, die sich im Laufe der Handlung auftun, unbeantwortet bleiben, sondern das gleichzeitig neue aufwirft und insgesamt wenig befriedigen kann.
Das Thema an sich, Eingriffe in das menschliche Erbgut von einer Art, die zumindest in Deutschland nicht zulässig ist, ist interessant und aktuell, und bis zu einem gewissen Punkt gelingt es den Autoren auch, diese Aktualität und auch Unerhörtheit zu vermitteln. Leider bleiben sie an der Oberfläche, gehen nicht tief genug, um den auf dem Gebiet der Genforschung wenig bewanderten Durchschnittsleser mit den nötigen Informationen zu versorgen, die das Rätsel um die kleine Hauptperson Mia, die bedauernswerterweise nach dem fulminanten Beginn nur noch einmal kurz zum Schluss auftaucht, wirklich zu erhellen.
Die zweite Protagonistin, Sandra, hingegen, begleitet den Leser kontinuierlich. Und dennoch will es mir nicht gelingen, mich ihr anzunähern, mich mit ihr anzufreunden, so blass und unbedeutend, unbedarft und naiv erscheint sie mir während der gesamten Handlung.
Das kann man von ihrer patenten, unkonventionellen Mutter Heide, der sich Sandra schließlich anvertraut, nicht behaupten! Sie ist diejenige Figur in dem Thriller, die diesem ein wenig Spritzigkeit und auch Witz verleiht und die einzige, die nicht so stereotyp gezeichnet ist wie ausnahmslos alle anderen handelnden Personen, die bösen wie die guten. Die einzige auch, die nach dem Lesen noch eine Weile im Gedächtnis des Lesers bleiben mag, während die anderen, sogar das allzu abwesende Schneekind Mia, sich schon bald in immer schwächer werdende graue Schatten verwandelt haben.
Alles in allem kommt mir der Thriller wie der bloße Entwurf für etwas Größeres, Bedeutenderes, Stimmigeres vor, das hier aber leider nur zu ahnen ist. Schade!
- Patrick Hemstreet
Die Gotteswelle
(35)Aktuelle Rezension von: NiWaDer Neurowissenschafter Chuck Brenton arbeitet an einer Methode, die Menschen befähigt direkt mit Computern zu interagieren. Was wie eine Science-Fiction-Utopie klingt, ermöglicht beeinträchtigten Menschen, körperliche Einschränkungen zu überwinden. Aber bei Erfindungen kommt es nicht auf den ursprünglichen Zweck, sondern auf die tatsächliche Verwendung an. Denn schon hat das Militär seine Finger im Spiel.
"Die Gotteswelle" ist ein Wissenschaftsthriller, der mit einer interessanten Ausgangslage aufwartet. Was wäre, wenn Wissenschafter eine Möglichkeit finden, damit das Gehirn aktiv Einfluss auf die Außenwelt nimmt? Was passiert, wenn sich ein Weg ergibt, durch Hirnwellen - sozusagen durch den bloßen Willen - auf Gegenstände einzuwirken oder Geräte zu bedienen? Welche Bedeutung hätte diese Errungenschaft für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen? Welche Möglichkeiten ergäben sich für gefährliche oder anstrengende Tätigkeiten? Und was würde das Militär dazu sagen?
Dieses Gedankenspiel finde ich spannend, weil es mir sogar als möglich erscheint. Modernste Technik gepaart mit wissenschaftlichem Erfindergeist ersinnt immer wieder innovative Visionen, die auf den ersten Blick unvorstellbar erscheinen. Autor Patrick Hemstreet beschreibt diesen Umstand gut, arbeitet mehrere Perspektiven ein und zeigt, wo Hoffnung und Gefahr von Erfindergeister aufeinanderprallen.
Die Handlung selbst ist leider eher zäh erzählt. Hemstreet beginnt mit der Idee. Er beschreibt, wie das Korn im wissenschaftlichen Milieu gesät wird und unter welchen privaten Umständen sich mühselig der Innovationsgeist daraus erhebt.
Es folgt die Darstellung eines - für den Leser eher ermüdenden - Start-up-Projekts. Detailliert wird in der Erzählung ein Unternehmen gegründet, nach geeigneten Räumlichkeiten gesucht, ein Büro eingerichtet und nebenher am Produkt gearbeitet. Mir hat es an erzählerischer Finesse gefehlt. Die einzelnen Schritte sind logisch aufgebaut und nachvollziehbar erzählt, könnten aber aus einem Ratgeber zur Unternehmensgründung stammen. Insgesamt ist es ein bescheidenes Vergnügen, obwohl die Entwicklungsgeschichte von der Idee bis zum umsetzbaren Ergebnis - mit allen Tiefschlägen und Höhenflügen - interessant geschildert ist.
Später durchdringt ein gefährlicher Kooperationspartner das ambitionierte Forscherteam: Das Militär bietet Hilfsmittel und Fördergelder an, was von den Forschern blauäugig betrachtet wird.
Der weitere Verlauf liegt wahrscheinlich auf der Hand. Dieser Part ist meinem Empfinden nach exzellent beschrieben. Das Start-up wird von militärischem Gebaren durchtränkt. Der ursprüngliche freie Geist wird in zackigen Gleichschritt gelenkt, und der Zweck weg von der Anfangsidee gedrängt.
Der Erzählstil ist insgesamt nüchtern und distanziert. Das Forscherteam und die Figuren stehen im Hintergrund, die Forschung, Entwicklung und das Unternehmertum sind vordergründig. Es gibt kaum Nähe zu den Figuren. Die Charaktere sind grob gezeichnet und ich habe sie allesamt als austauschbar empfunden.
Trotz dieser Kritikpunkte ist es kein schlechtes Buch. Es ist eben kein mitreißender Thriller, der von spannenden Szenen oder einer packenden Umsetzung lebt, sondern allein aufgrund der Entwicklungsgeschichte einer Erfindung fesselt. Für mich war es daher nicht der richtige Roman. Ich denke aber sehr wohl, dass es Leser gibt, die es wirklich begeistert.
Unterm Strich bleibt eine nüchterne Schilderung von großartigen Visionen, interessanten Ideen und falschen Händen, die statt offen Hoffnung weiterzureichen, sich zum Würgegriff schließen.
- Annelie Wendeberg
Teufelsgrinsen
(195)Aktuelle Rezension von: jackdeckLondon, Ende des 19. Jahrhunderts. Anna Kronberg lebt in einer Zeit, in der nur Männer an der Universität erlaubt sind. Doch lässt sich ihre Intelligenz dadurch nicht unterdrücken. Als Dr. Anton Kronberg getarnt wird sie zu einem angesehenen Arzt, Epidemiologen und Dozenten, die sich auch nicht davor scheut, die Armen zu behandeln. Als ein Cholera-Opfer in der Themse entdeckt wird, wird sie von der Polizei hinzugezogen und findet heraus, dass der Mann mit Absicht infiziert wurde.
Doch nicht nur sie, sondern auch Sherlock Holmes wird zu Rate gezogen, der Annas Geheimnis sofort bemerkt.
Beide arbeiten zusammen, um herauszufinden, wie es zu diesem Tod gekommen sein konnte. Denn die Polizei interessiert sich herzlich wenig für diesen Fall. Auf was für kriminelle Machenschaften die beiden dabei allerdings stoßen werden, ist ihnen zunächst nicht bewusst.
Teufelsgrinsen ist mit 240 Seiten verteilt auf 23 Kapitel eher den kurzen Leseerlebnissen zuzuordnen und ist auch dementsprechend schnell gelesen. Inhaltlich stützt sich das Buch ganz schön auf Sherlock Holmes, was mich anfangs sehr skeptisch gemacht hat. Insgesamt wird für mein Empfinden ein bisschen zu viel mit berühmten Namen um sich geworfen. Auf dem Klappentext springt einem der Name des berühmten Detektivs förmlich entgegen und auch auf der Verlagsseite wird mit einer Verschwörung geworben, "die so monströs ist, dass sie die Taten von Jack the Ripper in den Schatten stellt ..." [...] Ich frage mich, was das soll, außer die Verkaufszahlen hochzudrücken?
Das soll mich aber nicht weiter stören, denn die Story ist auch unabhängig von dem Auftritt berühmter Personen sehr souverän, spannend und braucht, wie ich finde, gar nicht den Push.
Einerseits ist da die sehr starke Protagonistin Anna Kronberg, die wirklich sehr gut ausgearbeitet ist. Anna ist fortschrittlich, idealistisch und wirkt nicht nur keck, intelligent und schlagfertig, sondern auch sehr warmherzig. Nicht jeder wird mit ihrer arroganten Art zurecht kommen, allerdings wirkt das insgesamt stimmig. Jeder hat Schwächen, und ihrer ist eben ihre (als gerechtfertigt dargestellte) Arroganz. Andernfalls wäre sie mir auch zu glatt geschliffen.
Auch die Probleme, die sich durch das Verkleiden herauskristallisieren, werden ziemlich gut eingefangen. Eine feste Identität, Partnerschaft und Weiblichkeit fehlen ihr. Und trotzdem bereut sie ihren Weg nicht, denn sie scheint für den Beruf als Arzt wie gemacht. Es ist oft schwierig talentierte Protagonisten auf dem Boden zu halten. Oft wirken sie einfach nur übertrieben. Hier ist es aber noch wirklich im Rahmen. Besonders durch Sherlock Holmes wird sie etwas gebremst.
Andererseits ist der Fall, der hier behandelt wird, sehr spannend.
Zu Sherlock Holmes muss ich sagen, dass ich positiv überrascht war. Er war nicht nur von den Beschreibungen, sondern auch von seiner Art erstaunlich gut getroffen. Es ist definitiv eine der besseren SH-Adaptionen. Dennoch gibt es ein Problem: Die Interaktion mit Anna, die eher gestellt wirkt. Die romantischen Gefühle, die Anna ihm gegenüber hegt, hätten für meinen Geschmack auch nicht sein müssen. Aber das ist nur Geschmackssache.
Teufelsgrinsen ist sicherlich kein handwerklich perfektes Buch, und trotz einiger Schwächen finde ich Teufelsgrinsen gelungen. Das Gesamtbild war sehr stimmig. Angefangen bei Anna als weibliche Epidemiologin über die organisierte Kriminalität der anderen Ärzte bis hin zu den fundierten historischen/literarischen Bezügen. Ob die Rolle von Holmes wirklich nötig gewesen wäre, müssen Fans von ihm selbst entscheiden. Ich persönlich fand ihn gut dargestellt, ich fand ihn auch nicht störend, aber er hätte auch wegbleiben können. - Owen Matthews
Black Sun
(14)Aktuelle Rezension von: Deaf_LeseratteDas Roman findet in der Ara des kalten Krieges in Sowjetunion statt. Ein Beamter vom KGB aus Moskau muss den Mord im Atomforschungslager lösen. Als er angenommen war, war er nicht ganz freundlich empfangen und wurde sogar von die Verantwortlichen verdonnert, alles schnell zu erledigen und zurück nach Moskau zu fliegen. Doch der KGB Agent hat vieles herausgefunden...
Das Buch ist sehr gut gelungen und hat auch von der Wasserbombentest und die Hintergründe gut beschrieben. Durch ganzes Buch geht es nur um KGB-Agent als Hauptcharakter und es gibt keine Nebenschauplätze, was mir sehr gut gefallen hat.
Es ist ein Gemisch aus mehrere Genres: Politik, Spionage, Thriller und Historie. Und auch angenehm zum lesen. Laut Internet gibt es rund um KGB Agent Wassin ein 2. Buch, den ich auch holen werde.
- Hailey J. Romance
Zeitungsenten küsst man nicht!
(8)Aktuelle Rezension von: juniaWie kam ich zu diesem Buch?
Durch eine Büchergruppe Facebook wurde ich auf das Buch bzw. die Autorin aufmerksam.
Das Buch wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was jedoch keinen Einfluss auf meine ehrliche Meinung hat.
Wie finde ich Cover und Titel?
Das Cover finde ich wirklich super, definitiv ein Eyecatcher. Der Titel passt auch sehr gut. Beides ist gelungen.
Um was geht’s?
Lucy, rothaarig, jung, Single, hat einen öden Job in einer Zeitungsredaktion, als sie durch Zufall einen Auftrag ergattert, mit dem sie ihr Können endlich unter Beweis stellen kann: eine Home-Story über den neuen Star am TV-Serien-Himmel. Leider stellt sich der Typ als ziemlicher Arsch raus und die beiden sind sich so gar nicht grün. Ob das wohl gut geht? Die Story ist logisch wie es ein ChickLit-Roman eben so ist.
Wie ist es geschrieben?
Der Schreibstil ist anfangs echt fluffig, wird aber schnell ernst, oder es kam mir nur so vor, der Ausdruck ist gut und leicht zu verstehen. Sehr gut gefällt mir, dass der Roman in der Ich-Form geschrieben ist, man versucht sich gleich mit der Protagonistin zu identifizieren. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story drin zu sein. Ein herzerfrischender Humor rundet das Ganze ein wenig ab und trifft genau meinen Geschmack.
Wer spielt mit?
Die Charaktere sind gut gezeichnet, die kratzbürstige Lucy und der arschige Logan.
Wie kam es bei mir an? / Was hat das Buch ausgelöst?
Ich fühlte mich hier wirklich sehr gut unterhalten. Aber eben nur unterhalten. So wirklich tiefgründig war die Story nicht. Warum fühlen sich die beiden so zueinander hingezogen und warum handelt Logan so, wie er handelt? Alles blieb irgendwie eindimensional und das Ende ließ mich genauso ratlos zurück wie Lucy. Deshalb habe ich gleich Teil 2 gelesen, vermutlich war so aber auch der Plan. ;-)
Mein Fazit?
Die Story hat mich jetzt nicht unbedingt vor Begeisterung kreischen lassen, aber ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht und damit hat die Autorin das Ziel erreicht, somit erhält das Buch von mir 4 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. - Mila Brenner
Wolkenschwäne
(17)Aktuelle Rezension von: zauberblume"Wolkenschwäne" von Mila Brenner ist bereits der vierte Teil der erfolgreichen Boulder-Lovestories. Ich bin schon richtig süchtig nach Geschichten aus Boulder und ich finde es immer toll auf alte Bekannte zu treffen. In diesem Teil sind unsere Protagonisten Eden und Danny.
Der Inhalt: Für die 30-jährige Eden ist Simon die wahre Liebe. Die Ehe mit ihm und der Wunsch nach einer Familie sind die Erfüllung all ihrer Träume. Doch diese zerplatzen wie Seifenblasen, als Simon unerwartet stirbt. Nach seinem Tod macht nichts mehr einen Sinn, und Eden versinkt in Kummer und Schmerz. Bis sie Danny begegnet. Dank seiner unkomplizierten und warmherzigen Art, findet Eden endlich ihr Lächeln und ihre Lebensfreude wieder. Aber als sie herausfindet, dass Danny mehr für sie empfindet, steht Eden vor einer schwierigen Entscheidung. Ist sie bereit, Simon endgültig gehen zu lassen und der Liebe eine zweite Chance zu geben?
Schade, dass meine Reise nach Boulder so schnell zu Ende ging. Ich habe meinen Aufenthalt hier wieder sehr genossen. Die Autorin zieht ihre Leser sofort wieder in ihren Bann und man taucht völlig in das Leben in dieser wunderbaren Ortschaft ein. Hier muss man sich einfach wohlfühlen. Wir lernen wieder eine besondere Protagonisten kennen. Eden ist nach einem schweren Schicksalschlag wieder nach Boulder zurückgekehrt. Hier betreibt sie ja mit einer Freundin eine Buchhandlung. Da könnte man den einen oder anderen Nachmittag verbringen. Die Freunde von Eden und ihre Eltern finde ich klasse, sie versuchen ihr Halt zu geben. Und dann ist da Danny, den muss man doch einfach gernhaben. So ein einfühlsamer Mensch. Doch Eden weis mit ihren Gefühlen nicht so recht umzugehen. Ob die beiden eine Chance haben?
Ein absolutes Wohlfühlbuch für wunderbare Lesestunden. Schon das bezaubernde Cover lädt zum Träumen ein. Selbstverständlich vergebe ich für dieses tolle Buch 5 Sterne und freue mich schon auf die nächste Geschichte aus Boulder.
Eine Anmerkung: Die Bücher können auch unanhängig voneinander gelesen werden, es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Aber ich würde auch auch die ersten drei Bände ans Herz legen. - Bruno Wampfler
Messunsicherheit in der Kunststoffanalytik: Ermittlung mit Ringversuchsdaten
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Christian Seltmann
Der Lehrerinnendrucker
(38)Aktuelle Rezension von: TanzmausNachdem sich Frau Heedheide in den Mutterschutz verabschiedet hat, sind Fritz und Carl verzweifelt. Es findet sich einfach keine neue Klassenlehrerin oder Klassenlehrer für ihre Klasse. Wie schön wäre es da, wenn man sich selbst eine Vertretung backen oder drucken könnte. Aber das ist Wunschdenken, oder etwa nicht?
Carls Vater Philipp experimentiert auf dieser Ebene und versucht, mit Hilfe von Gummibärchen im 3 D- Drucker organische Dinge zu schaffen. Der erste Versuch mit einer Katze scheint zu gelingen, wieso nicht auch mit einer Lehrerin? Schnell tragen Carl und Fritz alles zusammen, was die neue Lehrerin an Eigenschaften haben soll. Dann sollte nichts mehr schief gehen, oder etwa doch?
Die Geschichte schwimmt auf dem Trend der Zeit, in der man gerne mal einen 3D-Drucker zu Rate zieht. Fritz und Carl sind zwei durchschnittliche junge Schüler, die, wie viele andere auch, mit Lehrermangel zu kämpfen haben. Allerdings hoffen sie, dass sie mit Hilfe von Carls Vater eine Lösung für das Problem haben. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht.
Das Buch besticht durch kurze Kapitel und der aktuellen Thematik. Die Geschichte selbst wird mit Illustrationen von Barbara Korthues untermalt. Freundschaft, Teamwork und Vertrauen stehen im Fokus und geben dem Buch einen gewissen Unterton.
Die Geschichte ist aktuell und fesselnd. Fachwissen wird kindgerecht aufbereitet, aber auch die Folgen werden thematisiert.Auch wenn die Thematik nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist, ist die Geschichte dennoch spannend, spooky, lustig, skurril und unterhaltsam und regt letztlich zum Nachdenken an.
Fazit:
Eine spannende Geschichte, die unterhält, Missstände nennt und zeitgleich aufzeigt, dass eine schnelle Lösung nicht immer ganz einfach ist.
- Hannes Jaenicke
Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche
(24)Aktuelle Rezension von: jackdeckFür all diejenige welche eigene Wege gehen und einer Herde ausgebrochen sind ist das Bestätigung. Es gibt nicht nur "prominente" Personen die andere Wege gehen. Diesen gilt es Mut zu machen.
Ich bin der Meinung dass Themen wie die von Jaenicke oder von z.B. Anja Förster und Peter Kreuz, Anselm Grün, Papst Franziskus uvm. durchaus für Jugendliche in den Schulen diskutiert und bearbeitet werden können und müssen.
Als Eltern werden wir heute über unsere Kinder mit Auseinandersetzungen literarischer Werke (Faust, Dantons Tod, Wilhelm Tell, Agnes, ...) zwangsläufig konfrontiert, was auch gut ist.
Zusätzlich müssen Themen für eine andere Zukunft mit in den Lehrplan aufgenommen werden. - Julie Powell
Julie & Julia
(64)Aktuelle Rezension von: Chrissy87Durch einen Zufall entdeckt Julie das Kochbuch von Julia Child und nimmt sich vor alle Rezepte innerhalb eines Jahres nach zu kochen. Das ganze hält sie in einem Blog fest.
Und aus diesem Blog ist dann irgendwann dieses Buch und später sogar ein Film entstanden.
Ich habe hier zuerst das Buch gelesen und anschließend den Film gesehen. Um ehrlich zu sein, hat mich der Film mehr begeistert als das Buch (was vielleicht an der tollen Besetzung liegt). Nichts desto trotz fand ich die Idee die dahinter steckt faszinierend. Wie viel Willen und Disziplin dahinter stecken muss das durch zu ziehen, denn es sind nur 365 Tage aber weit über 500 Rezepte. Und ich fand es toll wie schonungslos Julie Powell in diesem Buch war. Die Beziehungsprobleme die entstanden sind, dann die Vereinbarkeit von Beruf und Blog und dann noch die Reaktion von Julia Child auf ihren Blog. - Lucía Puenzo
Wakolda
(15)Aktuelle Rezension von: tragalibrosIn Lucía Puenzos Roman geht es um eine Familie, die durch einen Zufall auf den im Exil lebenden KZ-Arzt Josef Mengele trifft.
Dessen Aufmerksamkeit wird von der kleinwüchsigen Tochter Lilith angezogen.
Der Arzt erschleicht sich nach und nach das Vertrauen der Familie und verspricht Lilith zu behandeln.
Aber was führt Mengele im Schilde?
"Wakolda" ist ein Roman, der mitreißt und fesselt.
Puenzo schafft es, in diesem Buch ein schwieriges und unangenehmes Thema durch Fakten und Fiktion zu einer spannenden Geschichte zusammenzufügen.
Meiner Meinung nach Absolut lesenswert. Aber ich denke auch, dass ein geschichtliches Hintergrundwissen über den II. Weltkrieg nötig ist, um die eventuellen Absichten des Josef Mengele zu verstehen, die in diesem Buch angeschnitten werden.























