Bücher mit dem Tag "versuchstiere"

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5 Bücher

  1. Cover des Buches Eisfieber (ISBN: 9783404156689)
    Ken Follett

    Eisfieber

     (488)
    Aktuelle Rezension von: larshermanns

    Bücher sind ähnlich wie eine unbekannte Schachtel mit Pralinen – man weiß nie, was man bekommt.
    So oder so ähnlich würde es vermutlich Forrest Gump beschreiben, wenn man ihn fragte, wie er den Kauf von Büchern sieht. Und so ähnlich ergeht es mir manchmal auch, wenn ich überlege, mir neuen Lesestoff zu besorgen. Eine große Ausnahme stellt für mich hierbei unter anderem der Autor Ken Follett dar, dessen Werke mich bisher noch nie enttäuscht haben (auch wenn das nun vorgestellte Buch erst mein vierter Ken Follett Roman ist).

    ●●●●●●●●●● ALLGEMEINE INFORMATIONEN ●●●●●●●●●●

    Titel: Eisfieber
    Originaltitel: Whiteout
    Autor: Ken Follett
    Verlag: Gustav Lübbe Verlag
    ISBN: 3-7857-2220-6
    Format: Gebundene Ausgabe
    Ausgabe: 2005
    Genre: Roman
    Seiten: 461

    ●●●●●●●●●● DER KAUF ●●●●●●●●●●

    Ich hatte mir »Eisfieber« am 28. September 2020 als gebundene Ausgabe zugelegt.

    ●●●●●●●●●● DIE AUFMACHUNG ●●●●●●●●●●

    Die mir vorliegende Aufgabe ist hübsch aufgemacht. Der Schutzumschlag hat ein sehr gut zur Story passendes Motiv, doch auch das Buch selbst hat einen mit dem Warnsymbol versehenen Einband. Die Seiten sind angenehm dick, die Schrift hat genau die richtige Größe, um bequem gelesen zu werden. Ein schmuckes Lesebändchen sowie einige hübsche Illustrationen runden den optischen Gesamteindruck harmonisch ab.

    ●●●●●●●●●● DER AUTOR ●●●●●●●●●●

    Der 1949 in Cardiff, Wales, geborene Ken Follett zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Schriftstellern der Welt und hat sich mit Romanen wie »Die Nadel« (1978) und »Die Säulen der Erde« (1990) einen Namen gemacht. Im Jahr 2004 erschien schließlich sein Roman »Whiteout«, im darauffolgenden Jahr die deutsche Übersetzung mit dem Titel »Eisfieber«.

    ●●●●●●●●●● INHALTSANGABE ●●●●●●●●●●

    Oxenford Medical ist ein schottisches Biotechnologieunternehmen, das sich mit der Erforschung eines Antivirus beschäftigt. Als eines Tages, während einer Sicherheitsüberprüfung, festgestellt wird, dass eine Probe des absolut tödlichen Madoba-2 Virus fehlt – einer absoluten Mutation des berüchtigten Ebola-Virus, jedoch mit einer 100% Sterblichkeitsrate –, steht die Sicherheitschefin Toni Gallo mächtig unter Druck. Kaum hat sie diesen Vorfall aufgeklärt, wird die Firma am Weihnachtsabend von einer vierköpfigen Bande überfallen, die just dieses tödliche Virus stiehlt und in einem Blizzard verschwindet, der gerade über Schottland zieht. Es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem es zudem noch zu familiären Verwicklungen kommt …

    ●●●●●●●●●● MEINE MEINUNG ZUM BUCH ●●●●●●●●●●

    Es ist schon erstaunlich, wenn man das Buch liest und dabei über einen Satz stolpert, in dem behauptet wird, dass jedes Jahr ein neues Virus aus China nach Europa käme, das Pandemien auslösen könne. Heute, gerade einmal sechzehn Jahre später, läuft einem zu Corona-Zeiten ein Schauer über den Rücken … zu schnell hat man vergessen, dass bereits 2002/2003 eine erste Pandemie mit dem SARS-CoV weltweit mehr als siebenhundert Todesfälle gefordert hat.

    In »Eisfieber« geht es ebenfalls um ein tödliches Virus, das die Menschheit bedroht – hier »Madoba-2« genannt. Der Grund für dessen Existenz in dem Labor ist dabei einzig und allein auf die Forschung eines wirksamen Impfstoffs zu begründen; es wird immer wieder betont, dass das fiktive Unternehmen Oxenford Medical keinerlei militärische Interessen vertrete, auch wenn die US-Regierung mit zu den Sponsoren zähle.

    Der Roman ist prinzipiell in drei verschiedene Handlungsstränge unterteilt, die im Laufe der Zeit zusammengeführt werden:

    • Toni Gallo, die Protagonistin
    • Der Oxenford-Clan
    • Die Räuber

    Zunächst bekommt man nach und nach die Hauptfiguren vorgestellt und erfährt sehr schnell, was deren jeweilige Intentionen sind, wie sie zueinanderstehen und was sich aufgrund deren Vorgeschichte wohl abspielen könnte. Dabei wird schnell klar, dass es sich nicht bloß um einen Thriller um ein Virus handeln wird, sondern dass Ken Follett erneut Familiendramen mit eingebaut haben wird, wie er dies in den mir bekannten Werken bereits ebenfalls getan hat. Dadurch enthält die ganze Geschichte eine schöne Tiefe und Gefühl, was sie von vielen anderen Thrillern deutlich abhebt. Dies hat allerdings auch zur Folge, dass die Spannung nicht stetig auf einem hohen Level bleibt, sondern es kommen immer wieder Szenenwechsel, nach denen es dann zunächst gemächlicher weitergeht, um schließlich in einem gemeinsamen Finale zu enden.

    Neben den akribisch recherchierten Procederes im Umgang mit tödlichen Viren, erhält man vor allem auch einen Einblick in eine schottische Familie der gehobenen Gesellschaftsschicht, an deren Spitze der Patriarch sitzt – der Firmeneigner von Oxenford Medical. Man erfährt einiges über deren Struktur, obwohl man dies wohl dennoch nicht als allgemeingültig betrachten sollte. »Eisfieber« ist immer noch ein Roman mit fiktiven Person und fiktiven Handlungen, auch wenn einem vieles vielleicht nur allzu menschlich und normal vorzukommen scheint.

    Mir persönlich gefällt vor allem, dass Ken Follett bei all den Familiendramen und dem Raub des tödlichen Virus‘ zudem eine gehörige Portion Humor einbringen konnte. Bei nicht wenigen Szenen musste ich schon lachen, was neben all der Spannung auch sehr erfrischend ist.

    Alles in allem hat Ken Follett mit »Eisfieber« einen nach meinem Dafürhalten sehr guten Roman herausgebracht, der sich vor allem deutlich von seinen sonst historisch eingebetteten Geschichten unterscheidet. Diesmal stehen eben keine Meilensteine der Weltgeschichte im Vordergrund, in die er gekonnt seine fiktiven Dramen eingebettet hat, sondern diesmal hat er sich erfolgreich mit einem Thema befasst, das uns heute – mehr denn je! – weltweit betrifft. Bleibt zu hoffen, dass all die Oxenford Medicals dort draußen auch nur halbwegs so erfolgreich sind wie das fiktive Familienunternehmen in Ken Folletts Roman.

    ●●●●●●●●●● MEIN FAZIT ●●●●●●●●●●

    Ken Folletts Roman »Eisfieber« ist heute, in Zeiten von Corona, aktueller denn je und vereint Thriller und Familiendramen.

  2. Cover des Buches Blumen für Algernon (ISBN: 9783608960297)
    Daniel Keyes

    Blumen für Algernon

     (117)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Der Anfang ist schrecklich zu lesen. Rechtschreibfehler, fehlende Zeichensetzung, wirr und grauenhaft. Natürlich ist das vom Autor beabsichtigt, das war mir sofort klar und doch habe ich mir echt schwergetan, das zu lesen. Obwohl da so viele Fehler waren, blieb der Text trotzdem interessant. Es hat die Persönlichkeit der Figur deutlich gezeigt, seine Entwicklung, seinen Fortschritt und als er merkte, dass man nicht mit ihm lacht, sondern ihn sein ganzes Leben lang ausgelacht hat, war das ein Schlag für mich.

    Auch wenn die Geschichte in Berichtform aufgebaut ist, die Stärke des Erzählten ist überwältigend. Man fühlt jedes Gefühl des Protagonisten mit, man sieht alles aus seinen Augen und jeder Gedanke wird so klar beschrieben, dass man die Figur spürt und kennt und vor allem liebt.

    Es ist voll mit wunderbaren Sätzen, die kraftvoll Bilder erzeugen und einen beim Lesen mitreißen.

    Als die Beistriche aus den Sätzen verschwanden, da habe ich die Beherrschung verloren und konnte die Tränen nicht zurückhalten. Das Buch entfaltet sich so gewaltig, dass ich es unbedingt zu Ende lesen musste. Und das Ende brach mir das Herz.

    In keinem anderen Buch habe ich die Entwicklung einer Figur so gut verfolgen können. Ich habe Charlie geliebt, ich war auf seiner Seite, ich habe ihn bewundert und am Schluss habe ich ihn bemitleidet. Das Buch ist gut. Einfach nur gut.

  3. Cover des Buches Das Ewigkeitsprojekt (ISBN: 9783864026768)
    Caroline Hofstätter

    Das Ewigkeitsprojekt

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Elmar Huber

    „Es ist schwer zu sagen, ob es der Tag war, an dem mein Leben endete oder ob es an diesem Tag begann, aber in jedem Fall war es ein großartiger Frühlingsmorgen. Sonnenstrahlen, blauer Himmel, alles dran.“

    STORY

    Schnell bemerkt Dr. Sarah Berger, dass dieser Morgen keine gewöhnlicher ist. Ihr Mann ist schon weg, seine Bettseite akkurat gemacht, das ungeliebte Bild ihrer Schwiegermutter ist aus dem Wohnzimmer verschwunden, und außerhalb ihres Hauses herrscht ein schier undurchdringlicher Nebel. Mit gemischten Gefühlen verlässt die Ärztin ihre Wohnung, nur um festzustellen, dass die Häuser ihrer Nachbarn leer sind, nicht mehr als perfekte Fassaden.

    Über ihren Computer gelingt es ihr, Verbindung mit jemandem herzustellen, der sich Philomen nennt. Was dieser zu erzählen hat, stellt Sarahs gesamtes Weltbild in Frage. 

    „Ein neuer Tag. Der wievielte? Schwer zu sagen. Ich konnte hier fast alles erschaffen aber ein vernünftiger Kalender war ein Ding der Unmöglichkeit. Papier? Verschwand jeden Morgen. Notizen auf meinem Laptop? Kerben im Türstock? Nichts davon konntet dem morgendliche Neustart standhalten.“

    MEINUNG

    Eine Kleinstadt ist von heute auf Morgen, ohne ersichtlichen Grund, von all ihren Bewohnern verlassen. Um anfänglich Spannung aufzubauen benutzt Carola Hofstätter diese mysteriöse Situation, die nicht ganz neu ist, aber stets hervorragend funktioniert. Sobald Sarahs Rundgang im menschenleeren Hills View beendet ist, verwandelt sich der Roman auf ziemlich laxe Art in ein Science Fiction-Szenario und etabliert einen komplett neuen Kontext. 

    Spannung und Atmosphäre brechen hier merklich ein. Die Wissenschaftlerin arrangiert sich erstaunlich schnell mit den nur vage skizzierten, neuen Gegebenheiten. Auf belastbare Hintergrundinfos, die eine nachvollziehbare Motivation für Sarahs weiteres Handeln liefern würden, wartet man vergeblich. So kommt auch Sarah dem Leser auf emotionaler Ebene nicht näher. Statt an dem Geschehen teilzuhaben bleibt man in einer reservierten Beobachtungsposition.

    Mit der Ankunft des exaltierten und zwielichtigen Paradiesvogels Lennard Parker-Gibbons („Doctor Who“ lässt grüßen) in Sarahs „Welt“ schlägt der Roman erneut eine andere Richtung ein. Wieder ein Themenwechsel, der die vorherigen Handlungselemente einfach abhängt.

    Mit dieser orientierungslosen Erzählweise gelingt es Caroline Hofstätter nicht, den Leser bei der Stange zu halten. Zu wenig erfährt man letztendlich über Sarah, um sich in die Figur einfühlen zu können. Die unstete Story und das sprunghafte Tempo tun ein Übriges, dass man sich gar nicht weiter in das Geschehen versenken möchte. Dem Roman fehlen ein belastbarer Unterbau und ein roter Faden.

    Dank Grafiker Timo Kümmel, der für Covermotiv und -gestaltung verantwortlich zeichnet, ist das Buch ein echter Blickfang geworden.

  4. Cover des Buches Killerstoff (ISBN: B07NQJLZ3J)
    Inca Vogt

    Killerstoff

     (3)
    Aktuelle Rezension von: cococologne
    Wo soll ich anfangen? Das Buch hat mich wieder mal gefesselt. Top Story, aber auch beängstigend!
    Zur Geschichte: Toni schlittert mal wieder in was rein, wie sollte es anders sein :-) Und ihr Riecher hat sie nicht getäuscht und je tiefer sie gräbt umso schlimmer werden ihre Erkenntnisse. Und diesmal ist Ihr Neffe davon betroffen und somit ist es noch wichtiger für sie alles auf zu decken.
    Ich will gar nicht zu viel verraten, denn Ihr sollte es selbst lesen. Ich finde nur, dass Inca mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Passend zur aktuellen Diskussion impfen ja oder nein. Bisher war ich für Impfungen, nur nach diesem Buch bin ich mir nicht mehr so sicher.
    Tolles Thema, super recherchiert und mega verpackt. Das Buch kann man wie die vorherigen eigenständig lesen, aber ich finde, dass man bei 1 beginnen sollte. Dann kommt man schneller rein und hat das perfekte Hintergrundwissen für die Personen der Bücher.
    Einfach toll, hab aber auch nichts anderes erwartet!!
  5. Cover des Buches Wildspitz (ISBN: 9783740809324)
    Monika Mansour

    Wildspitz

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieser Krimi beschert uns ein Wiedersehen mit einigen Personen, die wir schon aus „Höllgrotten“ kennen. Da ist zum einem Natalie Krieger, die an Epidermolysis bullosa leidet, jene durch einen Gendefekt auftretende Krankheit, die ihre Haut so dünn und verletztlich sein lässt wie ein Schmetterlingsflügel, und ihr Vater, der an einem Mittel gegen diese Krankheit forscht. Dann begegnen wir der Kriminalbeamtin Sara Jung, die ein Geheimnis mit sich herumträgt und Tom Engels, der in „Höllgrotten“ eine wichtige Rolle gespielt hat. 

    Worum geht’s diesmal? 

    In die Pharmafirma, aus der Harri Krieger ausgeschieden ist, wird eingebrochen, der Laborbereich verwüstet, Versuchstiere entführt und ein Wachmann getötet. Als dann bei Harri Phiolen mit todbringenden Viren gefunden werden, gilt er als Hauptverdächtiger.  

    Während die Polizei sich mit Harri Krieger beschäftigt, treten die ersten Fälle von Tollwut auf, die in der Schweiz seit Jahren als ausgerottet gilt. Der Zusammenhang mit dem Einbruch in der Pharmafirma ist klar, doch das Motiv nicht.  

    Erst als Sara Jung ein an Tollwut verendetes Kaninchen zugesendet erhält und ihr Hauskater ebenfalls an der Krankheit stirbt, dämmert es Sara, dass jemand hinter hier Geheimnis gekommen ist. Doch wer?

    Natalie, die sich im Darknet bestens auskennt, glaubt nicht an die Schuld ihres Vaters. Unerwartete Hilfe kommt von Rico Minder, einem Freund von Tom und einer der Jenischen, der plötzlich auftaucht und Natalie so nimmt, wie sie ist. Doch Ricos Motive sind nicht ganz uneigennützig, was den ohnehin komplexen Fall eine weitere Facette gibt. 

    Meine Meinung:
    Wie wir es von Monika Mansour gewöhnt sind, bekommen wir es mit einem erstklassigen Krimi zu tun, der sich auch mit gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzt. Diese sind subtil in die Geschichte eingewoben. Diesmal geht es um Tierversuche im Pharmabereich. Darf man, um Forschung betreiben, das Leid der Tiere in Kauf nehmen? Und darf man, im Namen des Tierschutzes sich am Eigentum anderer vergreifen?  

    Daneben geht es um Schuld, Sühne und Rache, die auch Unschuldige trifft.  

    Wie immer ist der Krimi temporeich und entführt die Leser in eine schöne Ecke der Schweiz, nach Zug.

    Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten. Hinter mancher schroffen, abweisenden Fassade steckt ein Schicksal, das man seinem ärgsten Feind nicht wünschen würde. 

    Geschickt manövriert die Autorin ihre Leser durch diesen komplexen Fall. SO legt sie die eine oder andere falsche Fährte, bis es abermals zu einem gefährlichen Showdown kommt. 

    Die letzten Zeilen am Ende des Krimis lassen vermuten, dass es einen weiteren Krimi mit Sara Jung, Natalie Krieger und Tom Engels geben wird. 

    Fazit: 

    Ein fesselnder Krimi, den ich kürzester Zeit gelesen habe. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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