Bücher mit dem Tag "vertreter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "vertreter" gekennzeichnet haben.

40 Bücher

  1. Cover des Buches Der Mitreiser und die Überfliegerin (ISBN: 9781521837337)
    Mira Valentin

    Der Mitreiser und die Überfliegerin

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Sarah_CubeManga

    Das Cover finde ich sehr passend und an sich gefällt es mir auch sehr gut. Leider fand ich den Schreibstil bzw. mehr die Erzählperspektive etwas befremdlich. Die gesamte Geschichte wird aus der dritten Person erzählt. Zudem finde ich alles sehr distanziert beschrieben. Ich konnte mich kaum auf die Geschichte einlassen, geschweige den bin ich mit den Charakteren warm geworden.


    An sich fand ich de Thematik sehr interessant und auch sehr innovativ. Bisher ist mir die Art des Inhalt noch nicht begegnet. Ich finde es gut, dass hier Depression und Selbstzweifel aufgegriffen wurde und man während des Lesens eine positive Wendung beim Protagonisten sehen konnte.


    Wie schon weiter oben erwähnt bin ich mit den Charakteren einfach nicht warm geworden. Dennoch fand ich es an sich schon spannend Milans Charakterentwicklung zu sehen. Während er am Anfang doch eher ein riesiger Trauerkloß voller Selbstzweifel ist, hat er sich im Laufe der Story doch zu einem recht selbstbewussten und lebensfrohen Charakter entwickelt.


    Fazit

    Auch wenn ich die Grundidee insgesamt sehr gut fand, konnte mich dieses Werk leider gar nicht abholen. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl alles nur als Außenstehender zu beobachten. 

  2. Cover des Buches Scheintot (ISBN: 9783734106248)
    Tess Gerritsen

    Scheintot

     (943)
    Aktuelle Rezension von: Thrillerbambi

    Ich liebe die Bücher mit Rizzoli und Isles. Die beiden sind sympathisch und authentisch. 


    Ich habe schon ein paar Bücher dieser Autorin gelesen und bisher fand ich alle super. Auch dieses Mal wieder. Die Story war super spannend und gut erzählt. Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen. Die Kapitel haben eine gute Länge. 


    Die Story ist spannend und interessant. Es kommen ein pasr unerwartete Wendungen was es noch spannender machte. Für mich war dieses Buch super. 


    Deshalb vergebe ich 5/5 Sternen

  3. Cover des Buches Insel der Nachtigallen (ISBN: B00KEZ5QWS)
    Nora Amelie

    Insel der Nachtigallen

     (10)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Was habt ihr Männer eigentlich dagegen, wenn wir Frauen allein verreisen wollen?...“


    Theresa braucht dringend eine Auszeit. So entschließt sie sich für einen vierzehntägigen Urlaub in ihrem Ferienhaus an der See. Tom ist davon nicht begeistert. Er spürt, dass es in ihrer Beziehung unterschwellig Probleme gibt. Deshalb will er vorbeugen. Er engagiert Jon, einen Vertreter für medizinischen Bedarf, der sich im Urlaub um Theresa kümmern soll. Doch das Leben schreibt ihr eigenes Drehbuch.

    Die Autorin hat einen abwechslungsreichen Roman geschrieben. Die Geschichte lässt sich gut lesen.

    Die Personen werden ausreichend charakterisiert. Theresa ist Zahnärztin. Tom arbeitet im gleichen Beruf. Beide haben zwar eine eigene Praxis, doch jeder konzentriert sich auf das, was ihm besonders liegt. Ihre gemeinsame Tochter Jule ist gerade in der Pubertät.

    Für Theresa fehlt in der Ehe schon länger eine Prise prickelnde Erotik. Das Zusammenleben ist zur Gewohnheit geworden. In ihrer wenigen Freiheit schreibt sie erotische Geschichten und lebt so ihre Phantasie aus.

    Theresa glaubt, dass sie sich nicht auf andere Männer einlassen wird. Stephan, ein Bekannter der Familie, allerdings zählt sie zu Frauen, die er so einschätzt.


    „...Es gibt Frauen, die sind gegen fremde Männer gefeit. Und andere können ihnen nicht widerstehen...“


    Jon ist sehr selbstbewusst. Bei seinem Treffen mit Theresa stellt er für sich fest:


    „...Er hatte das Gefühl, es war ein Antasten, wer von ihnen beiden das Sagen haben würde. Natürlich er, darin bestand für ihn kein Zweifel...“


    Die Autorin bringt die Gefühle gekonnt auf den Punkt, indem sie mich an den inneren Gedanken der Protagonisten teilnehmen lässt. Bei der Planung ihres Urlaubs hatte Theresa zum Beispiel völlig aus den Augen verloren, .wie viele einsamen Stunden auf sie warten würden.

    Und Tom fragt sich im Nachhinein, was er sich bei der Aktion eigentlich gedacht hat und ob er damit nicht den größten Fehler seines Lebens gemacht hat.

    Bei Jon kann ich mir vorstellen, dass er polarisiert. Für meinen Geschmack tastet er sich zu nah an die Grenzen des Möglichen heran und jubelt seinen Gegenüber dann noch unter, dass ja nichts gegen den Willen geschehen ist. Das mag sogar stimmen, wenn man davon absieht, wie der Wille gekonnt manipuliert wurde.

    Spannend finde ich Theresas Schreibversuche. Auch sie bewegt sich damit in Grenzbereichen. Gleichzeitig fehlt den einzelnen Geschichten der rote Faden. Das hat sie selbst ebenfalls erkannt, ohne näher auf die Gründe einzugehen.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das Besondere an der erotischen Erzählungen der Autorin besteht darin, dass eine Geschichte dahintersteckt, die menschliche Beziehungen in psychologischer Tiefe auslotet und die Protagonisten vor schwierige Entscheidungssituationen stellt.

  4. Cover des Buches Die Brooklyn-Revue (ISBN: 9783499257926)
    Paul Auster

    Die Brooklyn-Revue

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    „Ich suchte nach einem ruhigen Ort zum Sterben. Jemand empfahl mir Brooklyn“… Es ist Nathan Glass, dem diese Gedanken durch den Kopf gehen. Er ist geschieden, lebt im Vorruhestand und hat (zumindest vorläufig) einen Lungenkrebs überstanden. Vor 59 Jahren wurde er in Brooklyn/New York geboren, dort soll nun auch der Kreislauf seines Lebens enden – so sein Plan. Doch es sollte anders kommen. Nathan trifft zufällig seinen Neffen Tom Wood, der in einer antiquarischen Buchhandlung arbeitet, lernt dessen Chef Harry Brightman kennen und nimmt Lucy, die neunjährige Nichte Toms, bei sich auf. Das Sterben muss vorläufig warten, da die Herren einen großen Coup vorhaben. Außerdem beabsichtigt Nathan noch „Das Buch menschlicher Torheiten“ zu schreiben, in dem er plant, jede Blamage, jede Peinlichkeit, jede Dummheit, jedes Unvermögen und jede Albernheit, die er im Laufe seines Lebens als Mann begangen hat, festzuhalten. Dafür sammelt er bereits eifrig Material, das auch entsprechende Anekdoten von Freunden und Bekannten mit einschließt. Doch zuerst müssen noch einige familiäre Probleme gelöst werden … 

    Paul Auster ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, dessen zahlreiche Werke in über vierzig Sprachen übersetzt worden sind. Er wurde 1947 in Newark (New Jersey) geboren. Nach seinem Studium der Literaturwissenschaft und der Anglistik verbrachte er zunächst einige Jahre in Frankreich und lehrte dann an der Columbia University. Sein großer Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm 1987 mit seiner „New-York-Trilogie“.  Aus seiner ersten Ehe mit der Schriftstellerin und Übersetzerin Lydia Davis hat Auster einen Sohn. In zweiter Ehe ist er seit 1982 mit der Schriftstellerin Siri Hustvedt verheiratet, mit der er eine Tochter hat. Außer seiner Tätigkeit als Schriftsteller ist Paul Auster auch als Regisseur, Kritiker, Übersetzer und Herausgeber tätig. Er lebt mit seiner Familie in Brooklyn. 

    Bereits die ersten Sätze beeindrucken, machen neugierig auf das Buch, überraschen und lassen uns schmunzeln. Brooklyn soll ein ruhiger Ort sein, ein Ort um in Ruhe zu sterben? Wie so oft bei Paul Auster kommt es auch in „Die Brooklyn-Revue“ ganz anders. Unserem Helden Nathan Glass kommt einiges dazwischen beim Plan zu sterben, der Zufall hat seine Hand im Spiel, unvorhergesehene Ereignisse treten ein und sein Leben nimmt eine ungeahnte Wendung. Nur wenige Personen sind Akteure in diesen mit Humor gespickten Anekdoten einer Familie, die der Autor als Erinnerungen des Protagonisten geschickt in die laufende Handlung einfließen lässt. Es sind Geschichten aus dem Leben, mal heiter, mal traurig, über Freud und Leid, über Hoffnung und geplatzte Träume, über Leben und Tod. 

    Die Ereignisse sind so lebendig geschrieben, als wäre man dabei. Die Personen, besonders natürlich Nathan, wirken sehr real und lebensnah, als würde es sich um Nachbarn handeln und in den Orten der Handlung, besonders in Brooklyn, findet man sich sehr schnell zurecht. Das Buch endet ähnlich überraschend, wie es begonnen hat – am 11. September 2001 um 8.oo Uhr, sechsundvierzig Minuten bevor das erste Flugzeug in den Nordturm des World Trade Center rast. 

    Fazit: Ein herrliches Buch über die Unwägbarkeiten im Leben, über Veränderungen und Neuerungen, über Hoffnungen und Wünsche – sehr empfehlenswert! 

  5. Cover des Buches Blues für Vollmond und Kojote (ISBN: 9783442542383)
    Christopher Moore

    Blues für Vollmond und Kojote

     (59)
    Aktuelle Rezension von: wortberauscht
    Ein Lesevergnügen? Ja! Aber wie soll ich dazu oder darüber nun eine Rezension verfassen!? :D

    Man nehme einen Autoren, welcher bekannt ist für seine humorvollen & skurrilen Geschichten, abseits der Mainstream-Romane und mit ganz eigenem Sinn für Glauben, Tod, dem Leben ...

    Nachdem mir mein Freund immer wieder Passagen aus "Die Bibel nach Biff" vorlas und ich "Ein todsicherer Job" verschlungen hatte muss ich gestehen, das ich mehr von diesem Humor erwartet hatte.

    Jedoch enttäuschte mich die Geschichte nicht wirklich, hier und da etwas abschweifend, dennoch lesenswert! Und man glaubt kaum, welcher Inhalt in nicht mal 400 Seiten passt!

    Man sollte mit seinen Träumen & Sehnsüchten vorsichtig sein, besonders wenn man Sam Hunter heißt & von den Crow abstammt.
    Kojote, eine Gottgestalt der Crow steht Sam zur Seite - sehr zum Nachteil von Sam, denn plötzlich steht sein Leben Kopf:

    Aaron Aaron, sein Geschäftspartner, welcher stündlich den Fortschritt seiner Kahlköpfigkeit prüft - nach 20 gemeinsamen Jahren will er ihn rauswerfen (dank Kojote):
    "Das hier musst du allein ausbaden. Ich war selbst nicht immer wählerisch, wenn es darum ging, den Angstfaktor auszureizen, aber um Himmels willen, ich habe nie einen Klienten einen Indianer auf den Hals gesetzt." (...) "(...)Gleich nachdem du sein Büro verlassen hast, ist Jim Cable auch gegangen und wurde vor dem Gebäude von Motion Marine von einem Kerl angegriffen, der eine Indianermontur trug. Mit einem Tomahawk.(...)"

    Spangola, ehemaliger Schwerverbrecher, heutiger Wachmann in Sams Townhouse - berichtet über die neuesten Vorkommnisse & dem baldigen Rauswurf Sams, aus seiner Eigentumswohnung (dank Kojote); angeblich hätte Sams Hund - er besitzt garkeinen - die Nachbarschaft terrorisiert:
    "Neun Uhr: Mrs. Feldstein ruft an und berichtet, dass gerade ein Wolf auf ihre Glyzinien uriniert hat. (...) Neun Uhr fünf: Mrs. Feldstein berichtet, dass der Wolf ihre Perserkatze zum Geschlechtsverkehr zwingt."

    Caliope, eine Frau die Sam sofort den Kopf verdrehte (Kontaktaufnahme dank Kojote), jedoch mit einem Batzen Vergangenheit aufwartet - die wohl überraschendste ist der Ex-Freund, direkt unter ihrer Wohnung:
    "(...)Er redet immer davon, dass er das Sorgerecht für Grubb haben will. Und wenn er uns umbringt, macht das keinen guten Eindruck auf den Richter." - naja, logisch oder!? :D

    Und all das innerhalb zweier Tage! Doch der Roadtrip fängt erst an. Ein Bikertrupp, die Gottheit Anubis, eine christliche Crow, eine chinesische Familie, Minty Fresh und weitere kleine surreale Szenen.

    Und Kojote selbst, ab sofort ständiger Begleiter an Sams Seite - ob erwünscht oder nicht - eine Gottheit ... !? Nicht nach seinem Verhalten zu urteilen:
    Alles was weiblich und nicht bei 3 auf den Bäumen ist - okay, selbst wenn sie auf den Bäumen sind ...
    Die Erschaffung der Menschheit - von Kojote
    Die Geschichte, wie Kojote seinen Arsch verlor
    Nicht zu vergessen, die Geschichte, in der Kojote seinen Penis verlieh

    Klingt abgedreht, surreal, kurios? Ja, all das ist dieses Buch und man muss solche Geschichten mögen.
    Auch wenn der gewohnte Moore-Humor nicht vollends zur Geltung kommt, macht gar nichts, dafür schmeißt er mit skurrilen Charakteren nur so um sich.
    Und wie hätte ich es besser näher bringen können als mit Zitaten ! ?
    Ich kann nur sagen: mich hat die Geschichte, gerade weil diese so eigen ist - ebenso wie die Charaktere - überzeugen können.
  6. Cover des Buches Fieber (ISBN: 9783404163250)
    Bentley Little

    Fieber

     (84)
    Aktuelle Rezension von: buecherfee_ella

    Das Buch habe ich zu Weihnachten geschenkt bekommen, jetzt habe ich es endlich zur Hand genommen und durchgelesen. Ich sage ja oft und allen, dass ich für Krimis nicht gemacht bin … ich schaue ja kaum Tatort oder so … aber dafür bin ich für Thriller immer zu haben. Je abgefahrener, blutiger, psychomäßiger, um so besser. Wenn, dann muss es richtig knallen. Ein Grund, weshalb Fitzek bei mir ganz oben steht. Aber auch FIEBER von Bentley Little war jetzt nicht so schlecht.

    Es werden mit den alltäglichen Ängsten gespielt, was meist ja die schlimmsten sind. Die thrillermäßige Entbindung im Krankenhaus hat mich schon ziemlich fertig gemacht und es ist insgesamt schon eine packende Story, obwohl es nur um Versicherungen geht ... ich habe jetzt ziemliche Angst vor dämonischen Versicherungsvertretern. Das ist aber auch ein Punkt, der mir gar nicht bekommen ist. Denn plötzlich driftet das Ganze in so ein Mystery-Fantasy-Dämonen-Dings ab. Hätte mir da eine andere Auflösung gewünscht. Was ich mir auch gewünscht hätt, wäre ein anderer deutscher Titel … also wirklich… “Fieber”? Der Originaltitel lautet ”The Policy”, da hätte man doch was gescheites draus machen können ...



    ⭐ BEWERTUNG:  ●●●oon 3 Feenpunkte


    Und darum geht’s:


    Hunt Jackson schließt eine neue Lebensversicherung ab. mit ungeahnten Folgen. Denn plötzlich findet er sich in einer Hetzjagd auf Leben und Tod wieder.

  7. Cover des Buches Tod eines Handlungsreisenden (ISBN: 9783596270958)
    Arthur Miller

    Tod eines Handlungsreisenden

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Matalina85
    Viel und nichts hat sich geändert in der amerikanischen Wirklichkeit, seit der 'Handlungsreisende' zum ersten Mal seine Musterkoffer auf die Bühne schleppte. Entlassen würde er heute wohl früher als mit 63, Biff wäre auch mit 32 noch arbeitslos, wenn er den Wettkampf mit seinem Nächsten ablehnt, ein Haus abzuzahlen dauert länger als 25 Jahre, und mit 40 Dollar die Woche käme keiner mehr über die Runde. Und doch gibt es den amerikanischen Traum noch, den Traum, dass jeder es zur Nummer Eins bringen kann. Obwohl wir ihn durchschauen, verhalten wir uns noch danach. Ich habe dieses Buch damals in der Schule lesen müssen, aber im Gegensatz zu den bisherigen Schullektüren fand ich dieses Buch sehr interessant. Erzählungen gibt es keine. Das gesamte Buch ist wie ein einziges Gespräch aufgebaut und sehr tragisch wie die Inhaltsangabe schon unter Beweis stellt. Fazit: Wenn es in der Schule auseinander gepflückt wird, macht es weniger Spaß dieses Buch zu lesen, aber wenn man es sich nach ein paar Jahren mal wieder hervorholt, ist es ein kurzes Lesevergnügen wert.
  8. Cover des Buches Polarrot (ISBN: 9783992000692)
    Patrick Tschan

    Polarrot

     (18)
    Aktuelle Rezension von: kleinechaotin

    Das Buch "Polarrot" von Patrick Tschan erzählt die Geschichte des jungen Lebenskünstlers Jakob Breiter. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen mit einem gewalttätigen Vater auf. In seiner Kindheit wird er vom Pfarrer seiner Gemeinde gerettet und landet im Kloster St. Gallen - schon damals wollte er hoch hinaus und nie mehr arm sein.


    Der sympathische Protagonist ist ein Hochstapler erster Klasse - manchmal wird auch zu hoch gestapelt und sein Kartenhaus fällt in sich zusammen und reißt ihn mit. So auch zu Beginn des Buches als er sich als Heiratsschwindler versuchte. Er probierte sein Glück bei einer reichen Russin und gab sich als Sohn eines angesehen Bankiers aus. In einer Gaststätte wird seine Identität als Bauernsohn und Fiaker aufgedeckt. Seine kühnsten Befürchtungen treten nicht ein - er wird weder geteert noch gefedert und verliert "nur" seinen Job. 


    Er macht sich auf den Weg in die nächste Stadt und beginnt sein Leben neu zu ordnen - er wird Vertreter eines Chemiekonzern und klettert dort die Karriereleiter rasch hinauf, bringt immer mehr Ideen in die Firma ein und wird Starvertreter und -verkäufer. Aufgrund des Reichsbeflaggungsgesetzes herrscht ein wahrer Run auf die Farbe Polarrot. Sein Chef hält große Stücke auf hin und macht ihm im Rahmen eines Festes mit seiner Frau Charlotte bekannt. Jakob - der sich mittlerweile Jacques nennt - findet sie äußerst attraktiv und trifft sich mit Zustimmung ihres Mannes und seines Chefs regelmäßig. Charlotte will ihm die Augen öffnen und ihn für die Situation sensibilisieren. Jacques sieht allerdings nur das Geld und wird immer gieriger - er beginnt nach einer Zeit Sachen von Deutschland in die Schweiz. Doch auch das kann auf Dauer nicht gut gehen... 


    Ich habe das Buch zufällig im Rahmen der LB Themenchallenge ausgesucht und habe es verschlungen. Der Schreibstil ist einfach grandios, der Leser wird in den Bann gezogen und man fiebert mit dem Protagonisten mit. Der Protagonist ist eigentlich ein Typ Mensch, den man eigentlich nicht mag - Heiratsschwindler, Betrüger, Hochstapler und ein Mensch mit einer scheinbar unstillbaren Gier nach Geld und dem Leben. Je mehr man jedoch liest, desto mehr mag man den komischen Kautz, der sich immer wieder - und sei es auf noch so kreative Art und Weise - zu helfen weiß.


    Der Autor verwendet eine kühle Sprache, die sich von der Masse abhebt - klare Worte, kurze prägnante Sätze und eine packende Handlung. Von mir gibt's 5 Sterne und ich weiß, dass ich das Buch sicher nicht zum letzten Mal gelesen habe.
  9. Cover des Buches Die Teilacher (ISBN: 9783423140300)
    Michel Bergmann

    Die Teilacher

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseleben

    Eigentlich weiß ich gar nicht mehr wie ich auf ‚Die Teilacher‘ aufmerksam wurde. Es stand sehr lange in meinem Regal ohne wirklich Beachtung zu finden. Neulich brauchte ich eine etwas lustige Lektüre und da kam mir dieser Roman in den Sinn.
    Meine Hardcoverausgabe ist im Februar 2010 im Arche Verlag erschienen und hat 288 Seiten. Noch einmal neuerschienen ist es bei dtv. Ein Film basierend auf den Büchern von Michel Bergmann lief im April in den Kinos, unter dem Titel ‚Es war einmal in Deutschland‘

     

    Inhalt:
    Als David Bermann am 11. Januar 1972 stirbt, versammeln sich seine alten Kollegen Verständig, Fajnbrot und Szoros. Allesamt Teilacher, aber David Bermann war der Beste unter ihnen. Keiner hat so geschickt und raffinier Aussteuerpakete verkauft. Ein Meister seines Faches. Bei diesem Zusammentreffen werden aber nicht nur an die guten Seiten des Lebens gedacht. Auch der Krieg zieht sich wie ein dunkler Schatten durch die Erzählungen.
    Ein Roman der die Geschichte der Überlebenden erzählt.

     

    Meine Meinung:
    Um gleich vorweg ein Missverständnis aufzuklären das Wort Teilacher hat nichts mit dem Lachen zu tun. Sondern es kommt aus dem Jüdischem und im Deutschem sagen wir zu einem Teilacher Handelsvertreter.
    Der Stil sowie die Sprache laden zum Schmunzeln ein und sind mit dem typischen jüdischen Humor gewürzt. Dies bedeutet das wir den einen oder anderen Witz zu lesen bekommen und sehr viele jüdische Begriffe einfließen. Erst am Ende der Lektüre entdeckte ich durch Zufall das angehängte Glossar. Um ehrlich zu sein brauchte ich es nicht, da die Sprache recht seicht ist. Die meisten Begriffe erklären sich von selber.
    Michel Bergmann ist selbst ein Kind von internierten Juden und dieses merkt man seinem Werk auch an. Er weiß wovon er schreibt. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich denke das der Autor auch ein stückweit seine eigene Familiengeschichte verarbeitet.
    Trotz der geringen Seitenzahl ließ Bergmann alle Teilacher zu Wort kommen. Der Leser erzählt so einen interessanten Rundumblick. Besonders Augenmerk wird auf Max Holzmann gelegt, dies ist der Vorgesetzte von David Bermann und den anderen Teilachern. Von seiner Geschichte hätte ich wirklich gern noch viel mehr erfahren, aber immer dann wenn ich dachte jetzt geht es los, das Buch wird tiefgründiger flachte es sofort wieder ab. Dies war ein Problem das sich für mich durch das komplette Buch zog.
    Man merkt dem Roman an, das sein Autor Filme und Serien fürs deutsche Fernsehen schreibt. Es ist wie ein deutscher Film gut aber nicht wirklich gut, immer ein wenig die Angst dahinter die Realität auch wirklich abzubilden. Viel zu schnell wurde für mich dann immer auf die nächste komische Situation umgeschwenkt, die dann der Vorherigen sehr glich. Leider trug dies dann auch nicht wirklich was zur Handlung bei.

    ‚Die Teilacher‘ ist ein Buch, das wirklich stark beginnt jedoch bald seine Schwächen offenbart. Durch seinen Humor und die leichte Sprache ein gutes Buch für zwischendurch, aber mehr auch nicht.



    Mehr Infos:  http://das-leseleben.webnode.com/news/die-teilacher-von-michel-bergmann/
  10. Cover des Buches Ein Liebhaber zu viel ist noch zu wenig (ISBN: 9783492273756)
    Gaby Hauptmann

    Ein Liebhaber zu viel ist noch zu wenig

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Nele
    "Ein Liebhaber zuviel ist noch zu wenig" bedient alle Cliches. In einer Ehe kann der eine Partner dem anderen unmöglich treu bleiben. Hier treffen wir auf unterschiedliche Pärchen die alle einige Geheimnisse voreinander haben. Allerdings tauchen Schwierigkeiten in der Geheimhaltung auf, nachdem sich das eine Affären-Pärchen in einem Hotel trifft, indem zur selben Zeit ein Mord geschieht - und die beiden sind auch noch Zeugen. Wie können sie jetzt bei der Klärung helfen ohne das ihr Seitensprung auffliegt? ... Ohje ohje, das war mir dann doch alles ein wenig zu viel. Es handelt sich bei diesem Roman um den ersten den ich von Gaby Hauptmann gelesen habe. War ich anfangs noch völlig begeistert von der Geschichte - oh Mord! Huch und Affären! - schwante mir wenig später doch böses: hier hat ja jeder was mit jedem und irgendwie hängt alles zusammen?! Und dann da noch dieser Hausfrauen-Zuhälter-Bund? Hm naja, um nicht zu viel vorwegzunehmen belasse ich es dabei. Ich war zum Ende hin ein wenig enttäuscht, aber weil es sich doch so locker weglesen lässt, 3 Sterne. Und der Hauptmann gebe ich noch eine Chance, denn unterhaltsam war es ja doch ein wenig.
  11. Cover des Buches Der Zimmerspringbrunnen (ISBN: 9783442720705)
    Jens Sparschuh

    Der Zimmerspringbrunnen

     (46)
    Aktuelle Rezension von: TimoRoss

    sehr langweilig

  12. Cover des Buches Verkaufen (ISBN: 9783833307003)
    Clancy Martin

    Verkaufen

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Unser Mann in Havanna (ISBN: 9783866152373)
    Graham Greene

    Unser Mann in Havanna

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Yolande

    Kuba am Vorabend der Revolution durch Fidel Castro. James Wormold, ein britischer Staatsangehöriger, führt die kubanische Niederlassung einer amerikanischen Staubsaugerfirma. Er führt ein geruhsames und langweiliges Leben, die einzigen Höhepunkte des Tages sind mittags die Treffen mit seinem Freund, dem deutschen Arzt Dr. Hasselbacher auf einen Drink in der Wunder-Bar. Wormolds Frau ist vor Jahren mit einem Amerikaner durchgebrannt und er kümmert sich allein um seine inzwischen 17jährige Tochter Milly. Ihr kann er keinen Wunsch abschlagen und sei er noch so kostspielig und somit ist er immer etwas knapp bei Kasse. Eines Tages wird er von einem Agenten des britischen Geheimdienstes akquiriert, er soll ein kubanisches Informationsnetzwerk aufbauen und damit ändert sich sein Leben dramatisch. Nichts liegt Wormolds Leben ferner als eine aufregende Spionagetätigkeit, aber um seine Spesenrechnung zu erhöhen, erfindet er einfach ein paar Informanten und schreibt Berichte über die wirtschaftliche und gesellschaftliche Lage in Kuba. Die Zentrale in London ist zufrieden, doch um seine Glaubwürdigkeit noch mehr zu erhöhen, zeichnet er den Plan eines scheinbar militärischen Komplexes und nimmt als Vorlage die Bauteile seiner Staubsauger. Dieser Plan ruft in London große Aufregung hervor, niemand hat damit gerechnet, dass "unser Mann in Havanna" so erfolgreich sein würde. Er bekommt zur Unterstützung zwei Mitarbeiter aus London zur Verfügung gestellt. Dies bringt Wormold in große Verlegenheit, denn nun muss er seine imaginären Mitarbeiter wieder unauffällig verschwinden lassen. Als er versucht, Todesfälle zu fingieren, muss er zu seinem Entsetzen feststellen, dass die Sache völlig aus dem Ruder gelaufen ist, denn nun sterben reale Menschen, die den gleichen Namen tragen wie seine fiktiven Mitarbeiter. 

    Graham Greene schrieb diesen Roman 1958, der Kalte Krieg verfestigte sich immer mehr. Durch seine Tätigkeit für den britischen Auslandsgeheimdienst während des Zweiten Weltkriegs hatte er Einblicke in die Welt der Spionage gewonnen und diese Erfahrungen in diesem Buch herrlich auf die Spitze getrieben. Wormold ist ein wandelbarer Charakter, zunächst langweilig und unscheinbar, aber durch seine naiven Erfindungen setzt er eine Spirale in Gang, durch die er sich zu einem gerissenen Strategen mausert. Trotz aller Leichtigkeit und des ironischen Untertons bekommt die Geschichte im Verlauf eine tragische Note, besonders als sein guter Freund Dr. Hasselbacher in die Geschichte involviert wird. Mit dem als Folterer gefürchteten Hauptmanns Segura erhält auch der sozialistische Unterdrückungsstaat ein Gesicht. 

    Es ist ein gelungener Spionageroman, der den ganzen Wahnwitz dieser Zeit aufzeigt und obwohl schon vor 60 Jahren geschrieben, dennoch nicht antiquiert wirkt. 




  14. Cover des Buches Die ersten Lensmen (ISBN: 3453302680)
    Edward E. Smith

    Die ersten Lensmen

     (3)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    2 Teil der Lensmen Saga, hier werden die Lensmen erschaffen, Träger der geheimnsivollen Waffe, die letztendlich die Eddorier vernichten soll
  15. Cover des Buches Liebessehnsucht - 5 booksnacks in einem Band (Liebe, Kurzgeschichte) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe) (ISBN: 9783960871224)
    Monika Detering

    Liebessehnsucht - 5 booksnacks in einem Band (Liebe, Kurzgeschichte) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe)

     (11)
    Aktuelle Rezension von: claudi-1963
    In dieser Sammlung finden wir 5 Kurzgeschichten über die Liebe, wie z. B.: "Carls Tango" Eine anrührende, schöne aber auch traurige Geschichte erleben wir hier. Carl trifft in der Tanzschule beim Tango lernen auf die reizende Alice und verliebt sich in sie. Doch als er erfährt das sie demnächst heiraten wird, bricht eine Welt für ihn zusammen.
    "Zehn und noch kein Busen" Eine Geschichte über die erste kindliche Liebe, Eifersucht auf die Schwester und das man mit Enttäuschungen leben muss. Sicher kennen das einige Leser, wenn man auf das Aussehen der Geschwister eifersüchtig ist, weil man sich selbst nicht schön findet. "Emmi Thulin" Diese war für mich erst eine verwirrende, unschlüssige Geschichte, doch offenbarte sie am Ende die bewegende und traurige Wahrheit. Dies ist eine Story einer Liebe, dem Verlust und dem Trauern und hoffen nach ihrer größten Liebe.
    "Effys Träume und Hühnerschenkel" Eine Geschichte, die so hoffnungsvoll und voll Liebe begann, endet so schrecklich, grausam das einem Effy richtig leid tut. Es geht um die Liebe zwischen einem verheirateten Mann und einer Kollegin, die tragisch endet. Nach dem Motto "Das Leben ist kein Zuckerschlecken."
    "Bäntheim hatte genug" Nach der traurigen Geschichte davor, bekommen wir hier noch einen humorvollen, teils sogar egoistisch anmutenden Abschluss. Ein Ehemann, der seine Frau betrügt, bekommt es mit seinem Rivalen zu tun, als er verfrüht nach Hause kommt.

    Meine Meinung:
    Monika Detering bringt uns mit dieser Sammlung wieder mal die Liebe auf ihren verschiedenen Arten nahe. Den die Liebe gibt uns Menschen Kraft und Hoffnung für jeden Tag. In dieser Geschichten geht es um humorvolle, traurige und tragische Geschichten, die im Alltag auch so passieren könnten. Die Liebe erträgt alles, sie verzeiht alles, sie ist freundlich, sie ist nicht nachtragend und sie hört niemals auf. Doch leider kann auch Liebe mal erblassen, so wie in manchen Geschichten und trotzdem können wir was aus diesen lernen. Eine zeitlose und gute Anthologie über die verschiedensten Facetten der Liebe und des Lebens, die mich gut unterhalten hat. Von mir bekommt diese Sammlung 4 von 5 Sterne.
  16. Cover des Buches Der vierte Mann (ISBN: 9783442043392)
    William H. Hallahan

    Der vierte Mann

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Wächter des Mahlstroms (ISBN: 9783453304611)
    Edward E. Smith

    Wächter des Mahlstroms

     (1)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Eigentlich unabhängiger Roman der Lensmen Saga, spielt in dessen Galaxie und Umfeld und während oder kurz nach dem 6.Band. Eine Bedrohung der Mahlstrom wird mit Hilfe von Neil Cloud und den Lensträgern bekämpft.
  18. Cover des Buches Portnoys Beschwerden (ISBN: 9783446249820)
    Philip Roth

    Portnoys Beschwerden

     (62)
    Aktuelle Rezension von: LarissaMaria

    Ich wusste ja worauf ich mich einlasse. Im Prinzip zumindest. Zwangsstörung meets Promiskuität.

    Nicht selten wurde Philip Roth dafür kritisiert, dass seine Charaktere zu getrieben sind, es ginge nur um Sex und Selbstmitleid,
    Die geteilten Meinungen, welche über ihn kursieren, haben mein Interesse geweckt. Ich wollte mir selbst ein Bild machen.

    Ich lernte also Alexander Portnoy kennen; einen jüdischen Amerikaner, der beim Psychiater sitzt und sein Leid klagt.
    Das würde das ganze Buch eigentlich schon in einem Satz zusammenfassen.

    Der Monolog, aus dem das Buch besteht, veranschaulicht seinen Werdegang, schildert eine Existenz ohne besondere Sternstunden, ohne besonderen Glanz.

    Seine Kindheit mit der Glucken-Mama und dem Waschlappen-Vater, seine Jugend, das Erwachen seiner Sexualität welche gleich in zwanghafte Sphären abdriftet, seine Unfähigkeit eine gute Beziehung zu führen… es ist eine endlose Misere.

    Ich war während des Lesens ständig hin und her gerissen; zwischen Abscheu vor dem Protagonisten und Bewunderung für die Fähigkeit von Roth, dessen verrückte Gedankensprünge so anschaulich darzustellen.

    Daher machte das Lesen irgendwie Spaß. Großteils war ich einfach nur genervt von Portnoys Veranschaulichungen, seinen Anschuldigungen, seiner Unfähigkeit zu erkennen, dass man an seinen Fehlern arbeiten kann...  aber genau das hat eine eigene Art von Spannung erzeugt.

    Ich bin nicht restlos begeistert, aber besonders die Pointe am Schluss hat mich nochmals laut auflachen lassen.

    Also der Gesamteindruck war nicht schlecht.

  19. Cover des Buches Illustrierte Geschichte der Psychologie (ISBN: 9783407221384)

    Illustrierte Geschichte der Psychologie

     (3)
    Aktuelle Rezension von: elane_eodain
    Nach dieser Lektüre hat man einen guten Einblick in die Geschichte der Psychologie. Mir wurde sie von einer Professorin empfohlen und ich habe nicht bereut Zeit hinein gesteckt zu haben!
  20. Cover des Buches Der Tod des Bunny Munro (ISBN: 9783462000351)
    Nick Cave

    Der Tod des Bunny Munro

     (109)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Der Tod des Bunny Munro…ein sehr eindeutiger Titel, der darauf hinzuweisen scheint, dass ein gewisser Bunny Munro im Verlauf der Geschichte stirbt. Nun, bis es soweit sein wird, begleitet der Leser den Kosmetikvertreter, Bunny Munro durch seinen Alltag. Hier beginnt der stellenweise nicht ganz jugendfreie Teil der Rezension, auch wenn ich versuchen werde Geschehnisse zu umschreiben. ---- Bunny ist ein sexbesessener, mösenverliebter, ejakulationssüchtiger Typ, der nicht schnell und oft genug bei Frauen landen will. Im Grunde findet er an beinahe jeder Frau, an jedem jungen Mädchen etwas Animierendes und wenn sich so gar nichts finden lassen will, dann phantasiert er sich Kylie, Avril oder eine vergangene erfolgreiche „Aktion“ vor Augen und schon kann es losgehen. Zur Not legt er Hand an sich selbt, masturbiert mal schnell, wie andere Leute zum Händewaschen gehen oder im Auto noch schnell eine neue CD einlegen. Bunny ist also ein Hypersexueller, was vermutlich nicht weiter dramatisch wäre, hätte er nicht Frau und Kind. Libby leidet qualvoll unter Bunnys Leiden, dem es selbst nicht als Leid erscheint. Denn er lügt, er leugnet und drängt Libby tiefer und tiefer in die Depression. Bunny genießt es weiterhin jeden Hintern zu taxieren, sich in seiner Phantasie über das weibliche Geschlechtsorgan zu verlieren, Augenkontakt aufzunehmen oder im Rahmen seiner Verkaufstätigkeit den Damen beim Vorführen der Handcreme lustvolle Gefühle zu stimulieren.

    Als Bunny jedoch eines Tages nach Hause kommt und seine Wohnung in einem heillosen Chaos aus umgeworfenen Möbeln und zerschnittenen Hemden vorfindet, ahnt er das Unheil bereits. Libby hat sich am Sicherheitsgitter des Schlafzimmerfensters erhängt.

    Was ändert sich nun? Seltsam wenig für Bunny Munro, außer, dass er nun Bunny Junior am Hals hat und sich von Libbys Geist verfolgt fühlt.
    Und doch spitzt sich die Atmosphäre ins schier Unerträgliche zu, denn Bunny wird immer besessener, manisch gaukelt er sich und Bunny Junior etwas vor. Bunny Junior hingegen beobachtet seinen Vater sehr objektiv, dazu muss ihm nicht immer klar sein, was tatsächlich vor sich geht, trotzdem erfährt der Leser durch seine kindlichen Augen, wie es wirklich um Bunny senior bestellt ist. Den Neunjährigen schützen kindliche Naivität, intelligente Phantasie und die Liebe zu seinem Vater, sie schützen aber nicht den großen, übermächtigen Sexgott Bunny Munro. Seine Agonie hat längst begonnen.

    Nick Cave erzählt in seinem Roman „Der Tod des Bunny Munro“ schonungslos die Geschichte eines von Besessenheit und Verdammnis getriebenen Mannes. Ich schreibe bewusst nicht „eines Helden“, denn Bunny Munro ist kein heldhafter Charakter. Bunny Junior hingegen schon. Jedoch ist es gerade dieses tragische Schicksalsspiel der beiden Charaktere, welches die Geschichte so abgründig erscheinen lässt. Einerseits angewidert liest man des Protagonisten Bunnys testosterongesteuerte Phantasmen, verfolgt seine zweifelhaften Eroberungen und Höhepunkte und andererseits will man wissen, wann es ihn denn nun erwischt und was von Minute zu Minute mit Bunny Junior geschieht.

    Ein sehr irritierendes, verstörendes Buch und doch eine Geschichte, die bindet und eine gewisse Ergriffenheit erzeugt. Ein immer düsterer, versiffter werdendes Szenario und Protagonisten, denen beinahe zuviel Leben eingehaucht wurde, trugen dazu bei, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Du willst es wissen, du musst es lesen und damit abschließen. Leider prägen sich die Bilder doch sehr ein und es bedarf viel, um diesen Schorf wieder abfallen zu lassen. Unter anderem auch dieser Rezension, bei der ich zumindest versuche verschiedene Impressionen abzustreifen.

    Bitte nicht aus reiner Neugierde und "Sexsationslust" lesen, in diesem Fall Finger weg. Bitte bleiben sie nicht stehen, hier gibt es nichts zu sehen!
    Lesenswert für die, die sich an vulgärer Sprache nicht stören und die durchaus abgründig tragische Geschichte, die erzählt werden soll erkennen wollen.

  21. Cover des Buches Das Geschäft des Lebens (ISBN: 9783423012553)
    Saul Bellow

    Das Geschäft des Lebens

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Hanni und Nanni im Geisterschloss (ISBN: 9783505138300)
    Enid Blyton

    Hanni und Nanni im Geisterschloss

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Hanni und Nanni sind in den Ferien zu ihrer ehemaligen Erzieherin Erna eingeladen. Diese wohnt zusammen mit ihrem Mann, der Wachtmeister ist, in Rottleben. Auf Streifzügen durch die Umgebung treffen die Mädchen auf ein verlassenes Schloss, in dem es spuken soll. Wie sich herausstellt, wohnt Jenny nur einige Ortschaften weiter. Auch sie darf zusammen mit ihrem Bruder Jürgen zu Besuch kommen. Peter, der Enkel des Bürgermeisters, komplettiert die fünf Freunde, die sich auf die Suche nach Geldfälschern und dem Erben des Schlosses machen. Das Interessante an diesem Buch ist, dass die Handlung nicht in Lindenhof spielt, sondern in den Ferien. Außerdem hat es mich vom Konzept her an die Fünf Freunde erinnert. Aber es lies sich gut lesen und war unterhaltsam.
  23. Cover des Buches Der Fall Arbogast (ISBN: 9783832161118)
    Thomas Hettche

    Der Fall Arbogast

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ein (über-)durchschnittlicher Krimi nach einer wahren Begebenheit. Die Beschreibung der Nachkriegszeit und der 50er Jahre in (West-)Deutschland (und die schleichende Modernisierung und Amerikanisierung) ist gut gelungen.
  24. Cover des Buches Galaktisch Patrouille (ISBN: 9783453311701)
    Edward E. Smith

    Galaktisch Patrouille

     (1)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    3.Teil des Lensmen Zyklus, wo die Lensmen gegen die Edorrer in Form der piraten von Boskone kämpfen, aber nur gewinnen weil neuere intelligentere Formen der Lens Träger eingreifen.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks