Bücher mit dem Tag "verwahrlosung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "verwahrlosung" gekennzeichnet haben.

75 Bücher

  1. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499256356)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

     (2.810)
    Aktuelle Rezension von: BraDaPu

    In diesem Buch geht es um einen Roadtrip. Beim gemeinsamen Lesen in der Schule war ich leider die gesamte Zeit gelangweilt. Normalerweise lese ich längere Bücher, aber von diesem Buch würde ich mir keine längere Version antun. Eindeutig keine Empfehlung von mir. Da finde ich Conni Pixie-Bücher unterhaltsamer.

  2. Cover des Buches Der Märchenerzähler (ISBN: 9783841502476)
    Antonia Michaelis

    Der Märchenerzähler

     (1.500)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Abel ist ein Aussenseiter, in der Schule gefürchtet, Schulschwänzer und Dealer, jedoch hat Abel auch eine andere Seite, eine sanfte, fürsorgliche und traurige Seite, der für seine Schwester sorgt, wenn es sonst niemand kann, und in diesen Abel verliebt sich Anna jeden Tag mehr...

    Ich fand das Buch spannend, unterhaltsam und zugleich tragisch und traurig... Abel erzählt dieses Märchen und dabei wird schnell klar, dass es viele Parallele zur realen Geschichte gibt, nach und nach wird die Geschichte und Geschehnisse aufgedeckt und man kommt der Wahrheit immer näher. Das Setting ist düster und es geschehen viele Dinge und mittendrin eine zarte erste Liebe zwischen den beiden, die irgendwie fehl am Platz und doch so intensiv ist das man möchte das es irgendwie gut auseinander geht.

    es war mein ersten Buch der Autorin und wird auch nicht das letzten sein, da der Schreibstil sehr angenehm war, jedoch brauche ich nach diesem Buch ganz viele schnulzige Lovestorys bevor ich wieder zu so etwas greifen kann...

    Für alle die auch tragische Bücher vertragen...

  3. Cover des Buches Wenn's einfach wär, würd's jeder machen (ISBN: 9783404176908)
    Petra Hülsmann

    Wenn's einfach wär, würd's jeder machen

     (383)
    Aktuelle Rezension von: Drea62

    Ein wunderschöner Roman um die Lehrerin Annika. Wie sie von dem super Gymnasium an die Problemschule kommt. Zuerst ist sie total unglücklich und entwirft den Plan wie sie ganz schnell wieder zurückkommt. Dann steht sie auch noch zwischen 2 Männern. Aber wie es so ist, kommt alles anders als erwartet. Ich habe das Buch verschlungen und war nach ein paar Zeilen lesen schon in der Geschichte. Es hat so viel Spaß gemacht zu lesen. Ein Roman mal ganz anders. Teils lustig dass ich das eine oder andere Mal herzhaft lachen musste, aber auch Tränen sind geflossen. Der Roman ist mit viel Herz geschrieben und ich war richtig traurig als ich die letzten Zeilen gelesen habe. Von mir gibt es die volle Punktzahl und ich kann den Roman nur weiterempfehlen und allen viel Spaß beim Lesen wünschen.

  4. Cover des Buches Ferne Ufer (ISBN: 9783426518236)
    Diana Gabaldon

    Ferne Ufer

     (1.103)
    Aktuelle Rezension von: Mireille

    In diesem Buch wird jede Menge an den Gefühlen der Leser gerüttelt.

    Ich fand es sehr schön, die vergangenen 20 Jahre durch die Augen von Jamie und Claire mitzuerleben. Es war sehr tragisch und sehr emotional auf jeglichen Ebenen. Die Liebe und dieses unzertrennliche Band zwischen den Beiden ist unglaublich fesselnd und spannend. Ich habe so sehr mitgefiebert, bis sie sich endlich wieder in den Armen halten konnten. 

    Ich fand es sehr schön, dass jeder sein "eigenes" Leben gelebt hat und diese 20 Jahre einen sehr prägenden Teil auf beide ausgeübt hat. So haben sich beide verändert, beide haben ihre Persönlichkeit weiter entwickelt aber trotzdem sind ihre Seelen so miteinander verwoben sodass sie doch wieder in der neuen Liebe zueinander gefunden haben. 

    Sehr spannend war die Reise die sie gemeinsam unternommen haben. Auch das klein Ian und Fergus nun als Teil der Familie mit ihnen unterwegs sind. Die Abenteuer die sie erleben sind wirklich unfassbar gut und spannend geschrieben. Ich finde es sehr schön, dass die Autorin so ausführlich alles beschreibt. Ich mag es sehr gerne, wenn die unterschiedlichen Szenen detailreich beschrieben sind und ich somit sehr ausführlich über Charaktere und Abenteuer informiert werde. So kann ich ganz ausgiebig in die Geschichte eintauchen. 

    In diesem Buch musste ich auch ganz viel lachen. Die Autorin schenkt Claire und Jamie sehr viel Humor, in ihrem doch sehr schweren Leben.

  5. Cover des Buches Der goldene Handschuh (ISBN: 9783498064365)
    Heinz Strunk

    Der goldene Handschuh

     (265)
    Aktuelle Rezension von: Celii_love_books

    Meinung: Durch die mediale Berichterstattung zur Verfilmung des Buches und dem Trailer wurde ich auf das Buch und die zugrunde liegende wahren Geschichte um die Person des Fritz Honka aufmerksam. Für mich war von Anfang an klar das Buch zu lesen und nicht den Film im Kino anzusehen, der sicher auch interessant sein könnte. Aufgrund des Filmtrailers hat man eine bestimmte Erwartungshaltung was das Buch betrifft. Wer hier eine Art Horrorshocker erwartet, der wird wohl enttäuscht werden, denn es werden weder gruselige Szenen noch die eigentliche Morde ausführlich beschrieben. Dies tut der Story keinen Abbruch. Ich habe mir die Wartezeit auf das Buch mit Recherchen im Internet zu diesem Fall vertrieben und war gut vorab informiert, ehe ich zum Lesen des Buches gekommen bin.

    Handlung: Das Buch ist durchaus lesenswert, leider hat es mich ein wenig enttäuscht, da ich hier anderes erwartet hatte. Die Notwendigkeit des parallel zur Honka-Story verlaufende fiktiven Handlungsstranges um eine Hamburger Reeder-Familie erschließt sich mir nicht wirklich. Wollte der Autor damit aufmerksam machen, dass sich auch hinter der Fassade manch angesehener reichen Familie Abgründe auf tun? Ich hätte es für sinnvoller gehalten, sich nur auf die Ereignisse um Fritz Honka und dessen Umfeld zu konzentrieren. Der Autor Heinz Strunk versteht es sehr gut, die Szenerie im namensgebenden Lokal "Der goldene Handschuh" bild- und lebhaft darzustellen. Der Leser fühlt sich sehr gut in die Zeit der frühen 1970er Jahre versetzt und nimmt am rauen (Alltags-)Leben jene Menschen, die sich am unteren Rand der Gesellschaft bewegten teil. Das ist der eigentliche Fixpunkt dieses Besuches.

    Die zwischenmenschlichen Nuancen und Hierarchien, die in diesem Milieu herrschten, wurden vom Autor sehr gut vermittelt. Dafür hätte er 5 Sterne verdient. Mich störte sehr der Aufbau der Geschichte um Fritz Honka. Im ersten Teil des Buches wird die Beziehung zu einer gewissen Gerda beschrieben, die dann mit einem anderen Mann abhaut, im zweiten Teil des Buches wird geschildert, wie er einen Job als Nachtwächter findet und sich in die verheiratete Reinigungskraft verliebt und erst im dritten Teil des Buches der sehr kurz ausgefallen ist im Verhältnis zu den anderen beiden Teilen wird auf letzten seine 3 Opfer eingegangen. Irgendwie hat man als Leser das Gefühl, dass dem Autor die Lust am Schreiben vergangen ist und er das Buch nur noch zu einem Abschluss bringen wollte. Die Taten sind auf wenige Sätze zusammengefasst, auch die Ermittlungen der Kriminalpolizei nach dem Wohnungsbrand liest sich eher wie eine kurze Zeitungsnotiz. Das ist in meinen Augen sehr schade. Diese Ermittlungen und dem Prozess mehr Raum zu geben wäre wesentlich sinnvoller gewesen als die fiktive Parallelgeschichte um die Reederfamilie.

    Fazit: Ein Lesenswertes Buch, jedoch darf man sich keinen authentischen Tatsachenroman um Fritz Honka vorstellen. Da hätte der Autor mehr daraus machen können. Positiv ist die Schilderung des Sittenbildes jener Menschen die damals am Rande der Gesellschaft lebten und sich ihren Kummer und Frust im Alkohol ertränkt haben.


    • Lesezeichen setzen 
    • Inhalt melden



  6. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.195)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Hier geht's zur vollständigen Buchbesprechung: https://buchklub.podbean.com/e/stieg-larsson-verblendung/

    Vorsicht, Spoiler!

  7. Cover des Buches Trigger (ISBN: 9783453434028)
    Wulf Dorn

    Trigger

     (672)
    Aktuelle Rezension von: _lxrxnx_

    Mein erstes Buch von Wulf Dorn und mein absolutes Lieblingsbuch.

    Eine Patentier wird aus der Psychiatrie entführt, bei der Suche nach ihr, wird ihre behandelnde Ärztin Dr. Ellen Roth selbst zur Zielscheibe und kommt in das Visier des Entführers. Doch nicht alles scheint so logisch zu sein, wie man es am Anfang denkt. Der Autor spielt ein Spiel mit den Lesern, welches der Leser einfach nicht gewinnen kann. Das Buch ist nervenaufreibend und geht wirklich an die eigene Psyche.Jedes Mal, wenn ich dachte, dass ich langsam wüsste um was es geht oder wer dahinter steckt wurde ich eines besseren belehrt und meine Überlegung wurde über den Haufen geworfen. Ich konnte es einfach nicht mehr aus den Händen legen, sodass ich es in einer Nacht durchgelesen habe.  Man wird selbst mitgerissen und möchte unbedingt herausfinden wie die komplexe Geschichte zusammenhängt. Viele der Zusammenhänge und Geschichten die am Anfang erzählt wurden, muss man am Ende in ein ganz neues Licht stellen. Man hat sich hier wirklich mit den Abgründen der menschlichen Psyche befasst und merkt deutlich, dass Wulf Dorn selbst in diesem Bereich tätig war. 

    Ich kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen, der überrascht werden möchte. Der Bücher mit einer bzw. mehreren Wendungen liebt und gerne verwirrt wird - ein Meisterwerk.

  8. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.244)
    Aktuelle Rezension von: Roksana

    Da ich das Buch leider nicht in Deutschunterricht gelesen und dennoch viel Gutes darüber gehört habe, wollte ich es unbedingt lesen.

    Dieses Buch sollte meiner Meinung nach Pflichtlektüre in allen Schulen sein. Die Message von Christianes Geschichte ist so stark und überwältigend. Ich habe das Buch gestern gelesen und es beschäftigt mich noch immer.

    Drogensucht generell ist schon an sich ein sehr hartes Thema, Drogensucht bei Kindern jedoch ist noch 100 Mal erschreckender... Aber genau dieses Abschrecken brauchen manche Kinder wirklich, um gar nicht erst auf die Idee zu kommen mit den Drogen anzufangen. 

    Ich bin (im Gegensatz zu bestimmt vielen anderen) prinzipiell gegen Drogen aller Art und denke auch, dass man anhand Christianes Beispiel sehen kann wie schnell man vom Kiffen zum Fixen kommen kann ... Und das ist leider oft die traurige Realität.

    Ich kann dieses Buch absolut weiterempfehlen, gerade weil man es so schwer verarbeiten und verdauen kann! 

  9. Cover des Buches Sweetgirl (ISBN: 9783423261265)
    Travis Mulhauser

    Sweetgirl

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Seehase1977

    Eigentlich sucht die 16-jährige Percy im Haus von Drogendealer Shelton nur ihre vermutlich zugedröhnte Mutter, doch stattdessen findet das Mädchen ein vernachlässigtes und halb erfrorenes Baby. Dessen Mutter und Shelton liegen unten, völlig weggeschossen und Percy weiß nur eins, sie muss dieses Kind in ein Krankenhaus bringen. Ein Schneesturm und das unwegsame Gelände machen das Unterfangen gefährlich und die Rettungsaktion wird auch noch zur Flucht, als Drogendealer Shelton aus seinem Delirium erwacht und das Baby nirgends finden kann...

    Meine Meinung:

    "Sweetgirl" ist der Debütroman von Travis Mulhauser. Es handelt von einer Rettungsaktion in der eisigen Kälte Michigans und beschreibt eigentlich doch viel mehr als das. Es geht ums Erwachsenwerden, um das Treffen von Entscheidungen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, auch unter ganz besonderen, unbequemen Umständen. 

    Mulhauser erzählt temporeich und atmosphärisch. Die eisige Kälte Michigans, der Schneesturm und die beschwerliche Flucht, um die süße kleine Jenna zu retten, war für mich fast körperlich spürbar. Wie ein Schatten habe ich Percy verfolgt, mit ihr gelitten, mich gesorgt, geschimpft und geflucht.

    Percy ist nach außen ein starker Teenager, sie spielt heile Welt, obwohl das Leben mit ihrer drogensüchtigen Mutter und die Sorgen ums Geld dem Mädchen zu schaffen machen, auch wenn Percy sich das und schon gar nicht ihrer Schwester gegenüber, die mit ihrem Mann weit weg wohnt, eingestehen will. Sicherlich steht das Mädchen stellvertretend für viele Jugendliche, die zu schnell erwachsen werden müssen, um ihre Schicksale zu meistern.

    Der Roman ist gespickt mit Situationskomik, die das Drama in den Bergen und die Tragik, die zwischen den Zeilen mitschwingt, leichter erträglich macht. Ein kurzweiliges Buch, das mir gut gefallen hat und das ich gerne weiterempfehle.

  10. Cover des Buches Die dunkle Seite des Mondes (ISBN: 9783257233018)
    Martin Suter

    Die dunkle Seite des Mondes

     (673)
    Aktuelle Rezension von: janaobrist

    Das ist jetzt  das 2. Buch das ich von Martin Suter gelesen habe. Ich weiss nicht ob ich das, oder das letztere als besser bewerten könnte. Ich finde das Buch hat wie gesagt eine ganz eigene Energie. Damit meine ich, dass wenn man liest in eine Welt eintaucht die sehr mystisch, dunkel und auch ein wenig eigenartig wirkt. Ich hatte recht Probleme in das Buch reinzukommen. Wie beim letzten mal finde ich, dass sehr viele verschieden, gleichklingende Namen vorkommen und es schwierig ist da den Durchblick zu behalten. Allgemein halte ich seine Bücher für recht anspruchsvoll zum Lesen. Es wird irgendwie immer davon ausgegangen dass man sich in dem Thema, indem sich das Buch befindet, auskennt. Viele Begriffe waren für mich unklar und das machte das Lesen nicht unbedingt angenehm. Der Protagonist war mir sehr unsympathisch, das lag daran dass er einfach ein richtiger Psycho war. Die ganze Geschichte ist schon ein wenig ein Psychothriller. Das machte dafür den Schluss echt spannend. Auch das ganze mit den Drogenpilzen war extrem spannend und ich habe wirklich was gelernt. Es ist sehr gut beschrieben und man kann es sich richtig gut vorstellen. Ich finde es ein wichtiges Thema und es hat mich schon recht aufgeklärt, ich hatte solche Pilze als recht harmlos im Kopf (da kommt es ja auch wieder auf die Sorte draufan). Aber ich bin jetzt schon ein wenig abgeschreckt. Die Storyline mit Lucille fand ich auch sehr gut, wegen dem habe ich auch anfangs weitergelesen, weil um ehrlich zu sein war es manchmal schon ein bisschen ein Kampf. Der ganze Schreibstil ist schon sehr trocken und manchmal viel zu aussführlich für mein Geschmack.

  11. Cover des Buches Das Geheimnis des weißen Bandes (ISBN: 9783458359159)
    Anthony Horowitz

    Das Geheimnis des weißen Bandes

     (354)
    Aktuelle Rezension von: CookieBook22
    „Am Abend eines ungewöhnlich kalten Novembertages im Jahr 1890 betritt ein elegant gekleideter Herr die Räume von Sherlock Holmes‘ Wohnung in der Londoner Baker Street 221b. Er wird von einem mysteriösen Mann verfolgt, in dem er den einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande erkennt, die mit seiner Hilfe in Boston zerschlagen wurde. Ist der Mann ihm über den Atlantik gefolgt, um sich zu rächen? Als Holmes und Watson den Spuren des Gangsters folgen, stoßen sie auf eine Verschwörung, die sie in Konflikt mit hochstehenden Persönlichkeiten bringen wird und den berühmten Detektiv ins Gefängnis, verdächtigt des Mordes. Zunächst gibt es nur einen einzigen Hinweis: ein weißes Seidenband, befestigt am Handgelenk eines ermordeten Straßenjungen …“ (Klappentext)

    Der Roman ist ein „Auftragswerk“ der Nachlassverwalter Conan Doyles – hier haben selbige mit Anthony Horowitz eine sehr gute Wahl getroffen! Der Autor schafft es nicht nur die Stimmung des viktorianischen Londons einzufangen, sondern auch den Stil so zu imitieren, dass es sich wirklich um eine original Doyle-Erzählung handeln könnte. In puncto Spannungsaufbau geht er meiner Meinung nach sogar über den der Originalerzählungen des britischen Arztes und Autors hinaus. Als Kenner aller Original-Holmes-Erzählungen kann ich nur betonen, wie eindrucksvoll und außergewöhnlich gut es Horowitz schafft, Holmes und seinem Sidekick Dr. Watson neues Leben einzuhauchen und sie in ein spannendes Abenteuer ziehen lässt.

    Kurzum: Alle Erwartungen erfahrener Holmes-Kenner werden erfüllt – in Teilen, durch den sehr gut konstruierten Plot, sogar noch übertroffen. So müssen Holmes und Watson gleich mehrere Rätsel lösen, die sie teilweise auch persönlich hart treffen. Welche Geheimnisse liegen um eine geheimnisvolle amerikanische Gang und welche grauenhaften Geschehnisse verbirgt das „House of Silk“. Es besteht erhöhte Suchtgefahr, da der Roman so spannend aufgebaut ist. Ich habe ihn wirklich fast in einem Rutsch durchgelesen, daher rate ich, dass alle Leser*innen von vorneherein genug Zeit für die Lektüre einplanen.

    Kleinere Kritikpunkte sind lediglich der Anfang der Erzählung, der so ähnlich allzu oft in zahlreichen Holmes-Pastiches verwendet wurde (ein alter Watson, der kurz vor seinem Tod ein letztes Mal zur Feder greift) sowie eine zu stark konstruierte Flucht Holmes’ aus dem Gefängnis, die nicht zuletzt dadurch gelingt, als dass ein gewisser Akademiker (!) Kontakt zu Watson aufnimmt … Diese Kleinigkeiten sind jedoch so marginal, als dass sie zu einem Punktabzug führen könnten.

  12. Cover des Buches Stirb, mein Prinz (ISBN: 9783548286822)
    Tania Carver

    Stirb, mein Prinz

     (257)
    Aktuelle Rezension von: AnjaP

    Am Anfang habe ich etwas gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Der Titel und das bedrohlich wirkende Cover haben mich sofort angesprochen.  Leider konnte ich den Buchtitel bis zum Schluss nicht wirklich mit der Story in Verbindung bringen. Was der Geschichte selbst jedoch nicht geschadet hat.

    Die mysteriöse Gemeinschaft hat sich spannend aufgebaut und war zum Schluss sehr realistisch und beängstigend dargestellt. Die sektenartige Führung wirkt erschreckend realitätsnah. 

    Insgesamt sehr zu empfehlen!

  13. Cover des Buches GIRL A (ISBN: 9783749901050)
    Abigail Dean

    GIRL A

     (150)
    Aktuelle Rezension von: coffee2go

    Die Geschichte von Alexandra Gracie und ihren Geschwistern ist auf der einen Seite so grauenhaft und schrecklich, aber zugleich so fesseln, dass man nicht aufhören kann und die gesamte Lebensgeschichte in allen Facetten erfahren möchte. Spannend finde ich, dass alle Beteiligten eine etwas andere Wahrnehmung hatten, auch die Kinder wurden unterschiedlich behandelt und haben komplett andere Erinnerungen an ihre Zeit der Gefangenschaft im Elternhaus. Der Vater kann leider nicht mehr befragt werden, aber die Mutter hat auch ihre Sicht der Dinge und ihre Meinung dazu, was richtig und falsch war. Interessant ist ebenfalls, wie die Kinder ihr Leben danach teilweise besser, teilweise überhaupt nicht auf die Reihe bekamen und welche Rolle die restlose Aufklärung für ihren inneren Frieden spielt, auch hier gibt es enorme Unterschiede.

  14. Cover des Buches Die dreizehnte Geschichte (ISBN: 9783453405493)
    Diane Setterfield

    Die dreizehnte Geschichte

     (292)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Margaret Lea lebt ein eher zurückgezogenes Leben. Die junge Frau betreibt gemeinsam mit ihrem Vater ein Antiquariat, liebt Bücher - vor allem über tote Menschen - und schreibt gelegentlich Biografien. Als sie eines Tages einen Brief der Bestseller-Autorin Vida Winter erhält, ist sie daher zunächst verunsichert: Warum soll gerade sie eine Biografie über die sagenumwobene Autorin schreiben? Doch dann packt sie die Neugierde und sie macht sich auf zu dem geheimnisvollen Anwesen von Vida Winter in den Mooren Englands...


    Ihr liebt Geschichten über Bücher, könnt euch in düsteren Familiendramen verlieren und habt einen Faible für atmosphärische Settings? Dann seid ihr hier genau richtig - denn "Die dreizehnte Geschichte" wartet mit allem davon auf! Diane Setterfields Roman, übersetzt von Anke Kreutzer, war für mich das perfekte Buch für dunkle Lesestunden im Herbst, er passt aber auch ganz wunderbar in den Winter.


    Die Autorin hat es geschafft, mich mit ihrer langsamen und düsteren Erzählweise absolut in ihren Bann zu schlagen. Es gibt sozusagen eine Geschichte in der Geschichte, denn Vida Winter erzählt Margaret Lea zum ersten Mal von ihrer Vergangenheit auf dem Familiensitz der Angelfields, von der Zwillingsschwester Emmeline und den anderen Bewohner*innen des Anwesens. Dieser Erzählstrang war teilweise so spannend, dass ich das Buch nur sehr, sehr wiederwillig aus der Hand legen konnte. Aber auch Margarets Leben und Handeln steckt voller Wendungen und schauriger Ereignisse.


    Besonders gut haben mir hier zwei Dinge gefallen. Einerseits waren die verschiedenen Settings wirklich klasse: Ein Antiquariat, ein herrschaftlicher Familiensitz, ein verwunschener Garten, hauseigene Bibliotheken, eine Kapelle - da ging mir als Liebhaberin von Schauerromanen wirklich das Herz auf. Zum Anderen habe ich es auch so sehr gemocht, dass im Buch so viele Anspielungen auf Klassiker gemacht wurden. Ich habe jetzt riesige Lust, beispielsweise "Jane Eyre" zu lesen - besser kann es nicht laufen.


    "Die dreizehnte Geschichte" ist geheimnisvoll, gespenstisch, stimmungsvoll und vor allem: lesenswert! Leider gibt es das Buch im Handel wohl nicht mehr zu kaufen (schändlich!), gebraucht ist es aber für wenig Geld fast auf allen gängigen Portalen zu erstehen. Lasst euch diesen besonderen Roman von Diane Setterfield auf keinen Fall entgehen!

  15. Cover des Buches Der fremde Gast (ISBN: 9783442379279)
    Charlotte Link

    Der fremde Gast

     (545)
    Aktuelle Rezension von: law-and-words

    Rebecca Brandt wird von einem Bekannten in ihrem Haus in Südfrankreich besucht. Dieser bringt zwei trampende Studenten mit. In Deutschland wird ein grausames Verbrechen begangen. Im Laufe der Geschichte werden die Zusammenhänge zwischen den Personen aufgedeckt.

    Der Kriminalroman ist, wie man es von Charlotte Link gewohnt ist sehr spannend und voller unerwarteter Wendungen. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Autorin versteht es Spannung aufzubauen und den Leser in ihren Bann zu ziehen. Für mich war die Geschichte in sich schlüssig und nachvollziehbar, wenn auch überhaupt nicht vorhersehbar.

    Leider war ich von der Darstellung der einzelnen Charaktere sehr enttäuscht. Fast alle Frauen wurden als schwach dargestellt und haben sich von ihren Männern abhängig gemacht. Jede der dargestellten Beziehungen wies die gleichen schrägen Machtverhältnisse aus. Eine Notwendigkeit alle Beziehungen auf diese Weise auszugestalten bestand meiner Meinung nach nicht. Aus diesem Grund gab es für mich einen faden Beigeschmack. 

    Der Kriminalroman ist angenehm zu lesen und wirklich fesselnd. Aus der feministischen Perspektive gibt es allerdings ein paar Kritikpunkte. Ob man während dem Lesen darüber hinwegsehen kann, oder das als nicht problematisch ansieht, ist eine persönliche Entscheidung.

  16. Cover des Buches Shuggie Bain (ISBN: 9783446271081)
    Douglas Stuart

    Shuggie Bain

     (113)
    Aktuelle Rezension von: christine_tarot

    Klappentext: ''Ein großer Roman über das Elend der Armut und die Beharrlichkeit der Liebe, tieftraurig und zugleich von ergreifender Zärtlichkeit.''

    Shuggie Bain von Douglas Stuart ist ein preisgekröntes Buch über das andere Leben auf dem englischen Kontinent, das fernab von dem royalen Glanz... das der Arbeiter... denjenigen, die daran beteiligt waren, dem Land zu wirtschaftlichem Aufstieg und Wohlstand zu verhelfen.
    Es wird beschrieben, so wie das Cover es auch anmuten lässr, die Tristesse und Armut einer Arbeiterfamilie im Glasgow, im Norden Großbritanniens. Auch heute noch kann man die Geschichte in dieser Stadt förmlich fühlen.

    Das Cover ist auf jeden fall sehr stark und besonders, so wie die Geschichte mit starken Charakteren, auf die man teils beängstigt, aber auch teils mitfühlend schaut. Ich empfehle das Buch

  17. Cover des Buches Die verborgene Sprache der Blumen (ISBN: 9783426509173)
    Vanessa Diffenbaugh

    Die verborgene Sprache der Blumen

     (266)
    Aktuelle Rezension von: KiaraK

    Die verborgene Sprache der Blumen

    Inhaltsangabe:

    Das Wichtigste im Leben der jungen Victoria sind Blumen. Sie weiß alles über sie und kennt vor allem ihre Bedeutung. Aufgewachsen in Waisenhäusern und Pflegefamilien, rettet dieses Wissen sie immer wieder. Mit achtzehn findet Victoria Arbeit in einem Blumenladen und bindet mit viel Erfolg und Einfühlungsvermögen für jeden Kunden den richtigen Strauß: Myrte für Liebe, Jasmin für Nähe, Maiglöckchen für Rückkehr des Glücks. All das wünscht sich Victoria auch, als sie Grant kennenlernt. Erstaunt stellt sie fest, dass er ebenfalls die Sprache der Blumen versteht – und sie von demselben Menschen gelernt hat wie sie selbst …

    Meine Meinung:

    Ich lese ja eigentlich nur Fantasy, aber Vanessa Diffenbaughs Buch hat mich nicht enttäuscht und ist definitiv eines meiner Lieblingsbüchern. Ich muss zugeben zuerst war ich ein bisschen verwirrt, weil immer Sprünge zwischen der Gegenwart und Vergangenheit gemacht wurden. Da musste ich mich erst einfinden. Aber meist nach jedem Kapitel wurde die Zeitform geändert (so wurde das ganze auch übersichtlicher). Die Zeitenwechsel wurden immer spannender, weil die Handlungen aus der Vergangenheit sich so langsam an die Gegenwart angeknüpft haben (somit erläutert, wie Victoria in dieser Situation gelandet ist). Spannung fehlt hier an keinem Punkt, man lernt vieles über jegliche Art von Liebe und Blumen (meiner Meinung nach mal eine schöne Abwechslung)

    Definitiv ein magisches MUST READ


  18. Cover des Buches Der Zementgarten (ISBN: 9783257206487)
    Ian McEwan

    Der Zementgarten

     (398)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Es handelt sich scheinbar um eine ganz normale Familie aus einem englischen Vorort. Jedes der Familienmitglieder hat seine Eigenarten, doch nichts besonders auffälliges oder gar schlimmes. Als der Vater plötzlich stirbt beginnen sich die Familienmitglieder langsam zu verändern und driften langsam von einander Weg. Als die Mutter dann noch unerwartet an Krebs stirbt, bleiben Jack, Julie und ihre beiden jüngeren Geschwister alleine in dem Haus zurück. Da ihnen die Abschiebung in ein Kinderheim droht, fassen die Kinder den Entschluss die Mutter im Keller einzuzementieren, um so deren Ableben zu verbergen. Ohne die festen familiären Strukturen beginnt sich jedes der Kinder nun immer schneller zu verändern und driften dabei immer weiter von einander ab. 

    Nachdem ich von "Saturday" einigermaßen begeistert war, wollte ich noch etwas anderes von Ian McEwan lesen und da kam mir dieses kurze Buch mit seiner doch pikanten Thematik sehr zupass. Der Schreibstil des Autors konnte mich schon bei seinem anderen Buch begeistern, doch bei dieser Geschichte konnte mich der Autor auf sprachlicher Ebene sogar noch ein Stückchen mehr abholen. Man bekommt bunte beschreibende Bilder geliefert, ohne dass die Geschichte dabei zu zäh werden würde, oder der Lesefluss eingeschränkt werden würde. Ian McEwan konnte meiner Meinung nach also die besonderen Lebensumstände, in die sich die 4 Heranwachsenden manövriert hatten, sehr gut darstellen und erzeugte dabei eine besondere und drückende Atmosphäre, die ich ähnlich einem schwülen, drückend heißem Sommertag empfand, an dem die Zeit stillzustehen scheint. Neben dem Schreibstil konnte mich die Geschichte auch mit ihrer kranken und gewöhnungsbedürftigen Handlung abholen. Dadurch, dass man in der Geschichte nur einen einzigen maßgebenden Handlungsstrang hat, der sich immer weiter auflädt und polarisiert fliegt man beim Lesen nur so durch die Geschichte. Das Thema mag nicht für jeden passend sein, doch man kann ihm nicht absprechen, dass er Garant für Spannung ist. Am meisten Begeistern konnte mich Ian McEwan aber mit den Charakterzeichnungen. Zwar kam ich keinem der Protagonisten auf emotionaler Ebene nahe, doch das wäre meiner Meinung nach bei dieser Handlung nicht möglich gewesen. Man blickt viel mehr als unbeteiligter Zuseher auf eine Horde kranker Minderjähriger herab und wünscht sich dabei, niemals in so einem emotional verwahrlostem Zustand wie diese zu Enden. Was Ian McEwan allerdings geschafft hat ist, dass jeder der Protagonisten eine andere Richtung in seiner emotionalen bzw. körperlichen Verwahrlosung einnimmt. Am besten merkt man dies in meinen Augen bei Jack und seinem kleinen Bruder. Jack verwahrloste körperlich und ich muss sagen, dass ich mich während des Lesens vor ihm ziemlich ekelte, wohingegen bei seinem jüngeren Bruder die emotionale und soziale Verwahrlosung erschreckende Ausmaße annimmt. Das Meisterwerk des Autor besteht dabei aber, dass er mir die Charaktere und deren doch recht abartige Entwicklung als authentisch verkaufte. Ich hatte das Gefühl, dass das ganze so gerade sich irgendwo abspielen könnte, und ich nur nichts davon wissen würde. Ein einziges kleines Problem hatte ich allerdings damit, dass ich vor allem gegen Ende der Geschichte nicht mehr mit der Handlung auch nur ansatzweise identifizieren konnte. Ich hatte am Ende einfach das Gefühl, dass es zu viel wurde. 

    Letztendlich ist das Buch aber extrem lesenswert - wie alle Bücher des Autors - , alleine durch diese doch recht unkonventionelle und krasse Thematik. Die Umsetzung ist auch insofern gelungen, dass mich das Buch trotz seiner Knappheit schockieren konnte. 

  19. Cover des Buches Schloss aus Glas (Filmausgabe) (ISBN: 9783453359680)
    Jeannette Walls

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

     (531)
    Aktuelle Rezension von: secretworldofbooks

    Jeannette Walls erzählt in dem Buch "Schloss aus Glas" ihre Lebensgeschichte aus ihrer Sicht. Ihre Kindheit verbrachte sie in vielen verschiedenen Städten, zeitweise lebte sie auch mit ihrer Familie im Auto. Manchmal war es so schlimm, dass nicht mal mehr Geld für Essen da war. Fließend Wasser und Strom war etwas Besonderes. Geschenke gibt es auch nicht. Trotz allem blieb die Familie zusammen und stehen sich zur Seite. Früh musste Jeannette sich um ihre Geschwister kümmern. Sie wurde dadurch sehr schnell erwachsen. Erkannte schnell was gut ist und was nicht. Das lockere Leben ihrer Eltern stand für kein Kind als Vorbild. Sie schafften den Schritt in ein geregeltes Leben. 

    Ein angenehmer Schreibstil lässt die Lebensgeschichte wie einen Film vorbei ziehen. Ich bin froh über das Ende. Das die Kinder ein normales Leben haben und sich nicht so gehen lassen wie ihre Eltern. 

  20. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (748)
    Aktuelle Rezension von: Nimmie_Aimee

    In der Sowjetunion unter der Macht von Stalin gibt es offiziell keine Verbrechen. Und die Verbrechen die Begangen werden, werden als Unfall deklariert. So auch in Moskau 1953 als der Sohn von dem besten Freund des Geheimdienstoffiziers Leo Demidow tot aufgefunden wird. Der Obduktionsbericht ist deutlich, es kann kein Unfall gewesen sein. Nach und nach tauchen weitere Morde auf, die nicht als solche Ausgewiesen werden und Leo beginnt zu ermitteln. Damit stellt er sich aber dem Regime entgegen und gerät so selbst in Gefahr.

    Ein super tolles Buch! Ein packender Thriller, der einen nicht loslässt. Es lässt sich sehr gut lesen, sodass man richtig in die Geschichte eintauchen kann. Die Geschichte ist grausam und brutal über die Ermordung von Kindern. Die Zeit in der Sowjetunion wird gut und glaubhaft dargestellt. Man kann sich gut vorstellen wie es dort wohl tatsächlich gewesen ist.

    Eine absolute Leseempfehlung!

    Es gibt auch einen Film dazu, den ich nach dem Buch gesehen habe. Mir hat er gut gefallen, tolle Schauspieler (Tom Hardy, Noomi Rapace, Gary Oldman) und das schreckliche Verbrechen wird gut umgesetzt. Man sollte das Buch aber vorher gelesen haben, da sonst einige Sachen die wichtig sind nicht deutlich genug rüberkommen. Der Film allein ist also etwas schwer verständlich. Aber in Kombination mit dem Buch ist er gut.

    Kind 44 ist der erste Teil (meines Wissens) einer Trilogie. Die anderen Bände habe ich noch nicht gelesen, freue mich aber schon drauf, denn ich bin gespannt wie es weitergeht. Man kann das Buch aber auch gut alleinstehend lesen.

  21. Cover des Buches Bilder deiner großen Liebe (ISBN: 9783499269097)
    Wolfgang Herrndorf

    Bilder deiner großen Liebe

     (141)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Das Büchlein ist so dünn, dass ich Gefahr laufe zu viel zu verraten...

    Isa Schmidt. Das ist der Name der Hauptfigur. Isa hat einen ersten Auftritt in Tschick, aber nun hat Wolfgang Herrndorf ihr sein letztes Buch gewidmet, das nicht mehr fertig geworden ist. Aber genau das macht diese Geschichte, die von einem Mädchen handelt, das aus einer Anstalt abgehauen ist, so realistisch. Isa läuft durch die Weltgeschichte, durch Wälder, Felder, steigt auf Schiffe und lässt sich von Fernfahrern mitnehmen. Es ist warm, sie hat quasi nichts mitgenommen und trägt nur das am Leib, was sie schon bei ihrer Flucht trug. Sie lernt unterschiedlichste Menschen kennen und gerade die Art und Weise macht dieses Buch aus. Isa ist schon ein wenig verrückt und durch den fragmentarischen Stil wird ihre Verrücktheit noch verstärkt. Gleichzeitig ist sie aber auch liebenswürdig und man hat Mitleid mit ihr. Es steht immer wieder die Frage im Raum: ist sie traurig? Sie lügt ziemlich viel und dennoch ist man ihr nicht böse. Alle scheinen zu wissen, dass sie nichts wirklich ernst meint.

    Am Ende des Buches gibt es noch eine kleine Entstehungsgeschichte zu Herrndorfs letztem Werk, was mir auch gut gefallen hat.

    Ich habe das Buch als Vorbereitung auf das gleichnamige Theaterstück gelesen und bin jetzt wirklich gespannt, wie die Umsetzung gelungen ist.

    Es hat mir nicht so gut gefallen, wie "Arbeit und Struktur", aber doch eine interessante Geschichte, die mich mit Herrndorfs Hintergrund  noch mehr fasziniert.

  22. Cover des Buches Beutezeit (ISBN: 9783453675070)
    Jack Ketchum

    Beutezeit

     (293)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Nur mit viel gutem Zureden seitens seiner Lektorin kürzte Jack Ketchum damals das Originalmanuskript zu seinem Debütroman „Beutezeit“ – der Verlag veröffentlichte die gekürzte Fassung und Ketchums großartige Karriere als einer der bekanntesten und beliebtesten Horrorautoren der USA begann.

    Mittlerweile ist der Roman um eine Bande kannibalischer Wilder auch in ungekürzter Fassung erschienen. Und die hat es in sich: Ketchum beweist bereits mit seinem ersten Werk, dass er ein Meister des blutigen Schreckens ist. Weder geizt er mit detailreichen Ekelszenen noch mit einem deftigen Body Count. Die sechs Freunde, die eigentlich nur einen netten Urlaub miteinander verbringen wollen, leiden nahezu ununterbrochen und müssen mit allen Mitteln um ihr Leben kämpfen.

    Dabei legt Ketchum in seinem Erstling den Schwerpunkt ganz klar auf den Gore-Effekt und weniger auf komplexe Figuren oder gar eine wendungsreiche Story. Das Gemetzel ist der Star der fast 300 Seiten. Das wird nicht jedem gefallen, ist aber unterhaltsam und kurzweilig, wenn man nicht zu zart besaitet ist. Und jeder fängt mal klein an: Immerhin verwöhnte Ketchum seine Leser mit späteren Highlights wie „Evil“, „Scar“ oder „Blutrot“.

    Wer die gekürzte Fassung kennt, sollte auch die ungekürzte in Augenschein nehmen, wartet diese doch mit einem wesentlich fieseren Ende auf.

  23. Cover des Buches Und es schmilzt (ISBN: 9783596298372)
    Lize Spit

    Und es schmilzt

     (250)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

    Die Diskrepanz zwischen dem grandiosen Schreibstil der Autorin und dem grauenvollen Inhalt dieses Buches macht mich fassungslos. Wie kann man mit so einem großen Talent eine solche Geschichte aufs Papier bringen. Es ist, als wenn ein Piano-Virtuose plötzlich nur noch auf verstimmten Klavieren spielt - einfach nur verstörend und nicht zu verstehen.

  24. Cover des Buches Der Menschenräuber (ISBN: 9783453435254)
    Sabine Thiesler

    Der Menschenräuber

     (204)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Oh wow, was für ein spannendes Buch. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich total in den Bann gezogen.

    Jonathan verliert nach einem Unfall seine Tochter, dann seinen Job und weil er mit der Situation nicht klar kommt auch noch seinen Frau.

    Er beschließt in Deutschland die Zelte abzubrechen und erstmals nach Italien zu gehen um sich dort eine Auszeit zu nehmen. In einem einsamen Bergdorf macht er Halt und kommt in einer ziemlich heruntergekommenen Pension unter.

    Dort trifft er auf die junge, blinde Sophia und mit ihr beginnt er ein neues Leben. Doch eines Tages holt in seine Vergangenheit ein und der sympathische Jonathan wird aus Wut und Zorn  zu einem Mörder.

     

    Ein super Schreibstil. So fesseln und spannend geschrieben, dass ich das Buch tatsächlich nicht aus der Hand legen konnte. Jonathan ist so ein sympathischer Charakter. Man fühlt mit ihm egal, in welcher Situation.

    Die Handlung hat mir gut gefallen, sie war schlüssig und nicht zu übertrieben.

    So gefällt mir das!

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks