Bücher mit dem Tag "verweigerung"
9 Bücher
- Teri Terry
Mind Games
(548)Aktuelle Rezension von: Das_LesedingInhalt:
Ab dem 10. Lebensjahr wird den Menschen ein Chip implantiert, mit dem sie dauerhaft Online sind. Luna verweigert sich dem ganzen und wird dennoch von PareCo zum Einstellungstest eingeladen. Die Frage ist nur: Warum? Denn ohne Implantat ist man für die Firma wertlos ...Meinung:
Die Slated-Reihe von Teri Terry fand ich sehr unterhaltsam, daher habe ich mich an Mind Game gewagt. Diese Geschichte verweist sogar kurz auf "Slated", was für einen Schmunzler sorgte. Es ist nicht relevant, Slated zu kennen, um Mind Games zu verstehen. Mind Games ist ein spannendes Jugendbuch, welche die süchtig machende Onlinewelt aufzeigt und das wir uns selbst, unsere Bedürfnisse und unsere Körper im "dauerhaften Online sein" vergessen. Gerade aktuell, wo es mehrere Länder gibt, welche Social Media für Jugendliche sperren wollen (aufgrund der Suchtgefahr). Die Autorin zeichnet eine kranke Welt und verarbeitet im Thema Intelligenz mit Rationalität / Irrationalität. Darf jemand, der einen hohen IQ hat irrational handeln, sind wir alle in Gefahr? Wie ist das Machtgefüge und wie stark das eigene Ego. Wie weit würde man gehen, um immer Online zu sein? Diese Fragen stehen so nicht im Buch, aber man stellt sich diese Fragen beim und nach dem Lesen zwangsläufig. Auch wenn die Handlung stellenweise nicht nachzuvollziehen und sprunghaft ist und auch die Charaktere sich nicht weiter und stellenweise zurückentwickeln, ist Mind Games eine spannende und erschreckende Entwicklung, denn viele Dinge sind bereits eingetreten.Cover:
Das Cover kann ich nach dem Lesen besser deuten, allerdings muss es auch keine Bedeutung haben. Es wirkt technisch und dennoch geheimnisvoll, daher passt es perfekt zum Inhalt.Fazit:
Ein spannendes Buch mit einigen Sprüngen und nicht nachvollziehbaren Handlungen. Dennoch interessante Ansätze und gefährlichen Möglichkeiten der Technologie. Weil nicht alles logisch war, gibt es Abzug und nur 3 Sterne. Dennoch empfehle ich Mind Games an alle, welche sich oft und gerne im Internet tummeln oder generell lieber Online als Real leben. - Han Kang
Die Vegetarierin
(622)Aktuelle Rezension von: Helena_KawaiiDieses Buch hat mich nach dem Lesen noch lange weiter beschäftigt.
Zuerst möchte ich den besonderen Schreibstil hervorheben. Er ist kühl, präzise aber gleichzeitig trieft er nur von Symbolik und poetischer Sprache. Dieser nüchterne Schreibstil und die fehlende Emotionalität machen die Ereignisse der Geschichte umso eindringlicher und verstörender. Die Entscheidung der Hauptperson „Yong-Hye“ zum Veganismus (der Titel passt eigentlich nicht, da sie auf alle tierischen Produkte verzichtet), darf hierbei nicht als einfache Ernährungsumstellung gesehen werden, sondern agiert vielmehr als radialer Akt der Selbstbestimmung in einem unglaublich starren Patriarchat. Das Buch bzw. viel mehr die Denkweise und das Verhalten der Außenstehenden bzw. vorrangig der Familie von Yong-Hye haben mich verstört und sehr wütend gemacht. Das Buch verstört also, aber zwingt gleichzeitig dazu, seine eigenen Denkweisen zu hinterfragen. Hans Buch übt gnadenlose Gesellschaftskritik und behandelt dabei Themen wie Machtverhältnisse, Kontrolle, Patriarchat und in gewisser Weise auch Veganismus. Wobei letzteres eher symbolisch zu sehen ist.
Besonders beeindruckend finde ich, dass „Die Vegetarierin“ bereits 2007, also vor fast 20 Jahren erschienen ist, aber heute aktueller denn je wirkt. Auch heutzutage hat sich an Themen wie Rollen im Patriarchat, gesellschaftlichem Anpassungsdruck und Selbstentfaltung in der Gesellschaft kaum was geändert, sodass das Buch sich fast schon wie ein Kommentar zur Gegenwart liest.
Hans Werk ist definitiv kein leichtes Werk, aber umso wichtiger. Es verstört, regt aber zum nachdenken an und beeindruckt mit symbolischer Gesellschaftskritik.
Bewertung: 5 von 5 Sternen
- Meg Haston
Alles so leicht
(207)Aktuelle Rezension von: IgamarisIch finde das Buch großartig. Ich denke, dass die Charaktere gut realistisch dargestellt wurden und auch die Entwicklung von der Protagonisten ist großartig. Besonders das sie zum Ende hin mitt ihrem eigenen Verhalten konfrontiert wird durch ein neues Mädchen. Dadurch erhielt sie auch eine andere Sicht auf ihr damaliges Verhalten als wenn sie es nur aus ihren Erinnerungen reflektiert. Das einzige was mich gestört hat ist das der versuchte Suizid von ihrer ersten wahren Freundin zum Ende des Buches hin nur sehr knapp erzählt wurde.
- Delphine Vigan
Tage ohne Hunger
(64)Aktuelle Rezension von: jtk_0701Magersucht sehr nah. Die 19-jährige Laure geht in die Klinik, nachdem die Kälte sie fast aufrisst und sie bei einer Körpergröße von 1,75 nur noch 36 Kilo wiegt.
„Eines Morgens spürte sie, dass die Kälte bis in die Spitzen der Gliedmaßen vorgedrungen war, bis in die Fingernägel, bis in die Haare. Sie wählt die Nummer des Krankenhauses und bat, sie mit ihm zu verbinden. In ihrem Bauch klopft der Tod, sie konnte ihn berühren“. Dort versteht sie Dr. Brunel als einziger und „Er hat ihr das Leben gerettet“.
Dieses Buch liest sich wie Tagebucheinträge. Sehr intim, nah und intensiv. Sehr zu empfehlen, wenn man die Krankheit verstehen mag.
- Edward St Aubyn
Schlechte Neuigkeiten
(18)Aktuelle Rezension von: dream_Der 22-jährige Patrick erfährt durch einen Telefonanruf, dass sein Vater gestorben ist. Der Mann, der ihn Zeit seines Lebens gequält hat. Nun muss er sich auf den Weg nach New York machen um die Asche seines Vater abzuholen. Eigentlich ist das der beste Zeitpunkt, seine Drogenkarriere zu beenden. Doch von diesem guten Vorsatz bleibt schon kurz danach nichts mehr übrig.
Der Leser begleitet Patrick nach New York. Doch von der Handlung bekommt man - so wie Patrick selbst wohl auch - nur kurz Augenblicke mit. Der Fokus liegt viel mehr auf der Suche nach Drogen, dem Setzen der Spritzen und dem Fallenlassen im Drogenrausch. Wer hier viel Handlung erwartet, wird enttäusch sein. Doch wer sich darauf einlässt, sich nur auf das Erleben Patricks zu konzentrieren, wird schnell in den Bann gezogen.
Edward St Aubyns Schreitstil ist brillant! Die Handlung ist dunkel und düster und hinterlässt durch den autobiografischen Hintergrund ein sehr bedrückendes Gefühl.
- Herman Melville
Bartleby, der Schreiber
(101)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerWenn man in Wikipedia den Begriff "Bartleby, der Schreiber" eingibt, dann erscheint ein Artikel, der fast so lang ist wie die Erzählung selbst. Nun ja, vielleicht ist das etwas übertrieben, aber über den nur 70 Seiten kurzen Klassiker ist im Verlauf der Zeit so viel geschrieben, interpretiert und analysiert worden, dass man sich fast genauso viele Stunden Musse für die Abhandlungen und wissenschaftliche Artikel nehmen muss wie für die Lektüre. Sofern man dies möchte. Bartleby, von dem die Geschichte erzählt, würde mit Gewissheit vorziehen, dies nicht zu tun.
Herman Melville erzielte mit dem Kurzroman nicht den gewünschten Erfolg. Wie auch schon bei "Moby Dick", der sich zu Lebzeiten des Autors nur dreitausend Mal verkaufte, blieb der finanzielle Erfolg aus, was damals sicherlich als Reaktion auf Melvilles erzählerische Eigentümlichkeit und verwegene Themenwahl verstanden werden konnte. Heute gelten beide Werke als absolute Meisterwerke der klassischen Weltliteratur. "Bartleby, der Schreiber" wurde vierzehn Mal in die deutsche Sprache übersetzt und auch von zahlreichen Verlagen veröffentlicht. Bei meinem Exemplar handelt es sich um die Ausgabe von 2010 des Anaconda Verlags, der für die Verlegung von Weltliteratur-Klassikern bekannt ist. Die Übersetzung aus dem amerikanischen Englischen besorgte Felix Mayer.
Man begegnet bei fremdsprachigen Werken immer wieder der Frage, wie gut eine Übersetzung denn gelungen sein mag. Hierfür müsste man das Original gelesen haben und auch alle anderen Übertragungen, um sich ein abschliessendes Bild machen zu können, was unmöglich ist. Felix Mayers Übersetzung, ohne die anderen zu kennen, scheint mir dennoch gelungen, sie gibt eine gepflegte Sprache Melvilles wider, die reiche sprachliche und stilistische Variation seiner Prosa. Die Geschichte wurde Mitte des neunzehnten Jahrhunderts verfasst, in einer Zeit, in der man sich noch respektvoller und diplomatischer auszudrücken wusste, wie ich finde. Für heutige Begriffe vielleicht altmodisch. Aber schön und wohlklingend.
Was meiner persönlichen Vorliebe entspricht, ist die gelungene Komposition kurzer und langer Sätze, letztere auffallend oft durch die Verwendung von Semikolons über mehrere Zeilen führend. Und wenn die Geschichte sich auch durch eine Art innerer Monolog des Erzählers, der die Leserschaft mit entsprechenden Ausdrucksweisen geschickt einzubeziehen weiss ("Es mag nun scheinen, als gäbe es keinen Grund, mit dieser Geschichte fortzufahren" ... oder: "Doch bevor ich mich von meinem Leser verabschiede" ... oder: "Bevor ich nun den Schreiber so vorstelle, wie er mir bei der ersten Begegnung erschien" ...) sind die wenigen Dialoge immer passend eingeflochten, sorgen für ein abgerundetes Bild und dafür, dass wir nicht in den inneren Gedankengängen des Erzählers versinken.
Die Geschichte ist Mitte des neunzehnten Jahrhunderts angesiedelt. Ich-Erzähler (Ich bin nun schon ein älterer Mann) ist ein Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei an der Wall Street, der drei Angestellte, zwei Kanzleikopisten sowie einen Laufburschen, beschäftigt. Ehe er von Bartleby berichtet, eines dieser Geschöpfe, über die sich nichts in Erfahrung bringen lässt, und den er als dritten Kopisten in seiner Kanzlei einstellt, stellt er dem Leser die drei anderen Mitarbeiter vor - Turkey, Nippers und Ginger Nut. Dies, wie ich finde, in äusserst origineller Art und Weise, schliesslich sind auch die Figuren von äusserst originellem Charakter. Im Vergleich hierzu kann der namenlose Ich-Erzähler über Bartleby, den merkwürdigen Neuen, nahezu nichts berichten. Aber auch nichts gegen ihn verwenden; seine stille, ruhige, stets gelassene Art macht dem Rechtsanwalt Eindruck, denn Bartleby ist ein fleissiger Angestellter und nimmt sich nie eine Auszeit. Anfänglich. Denn schon bald beginnt Bartleby die Arbeit zu verweigern. Aufträge seines Vorgesetzten lehnt er in sanftem Ton ab, erklärt lediglich, es vorzuziehen, das Verlangte nicht zu tun.
So beginnen die Schwierigkeiten, der innere Kampf des Erzählers mit sich selbst, mit seinem Gewissen, seinen Glaubensgrundsätzen, die an wenigen Stellen des Buches durchscheinen; so beginnt sein Ringen mit seinem Unverständnis über die geheimnisvolle aber selbstverständliche Untätigkeit Bartlebys, mit seinem Unvermögen, gegen diesen Arbeitsverweigerer vorzugehen, ihn auf die Strasse zu setzen, denn nichts anderes hätte er verdient. Doch Ärger, Empörung und Erregung sind Kräfte, die keinen Platz haben. Schliesslich ist der Erzähler ein Mann, der seit seiner Jugend von der tiefen Überzeugung erfüllt ist, dass die bedächtige Art zu leben die beste ist. Mitleid, Mitgefühl ist das, was die stumme Zurückhaltung Bartlebys in ihm erzeugt, den Drang, diesen Menschen zu verstehen.
Es kommt soweit, dass der Rechtsanwalt Bartleby vor seinen wütenden Angestellten in Schutz zu nehmen beginnt, und die Erkenntnis, dass sowohl Nippes und Turkey wie auch der Erzähler selbst Worte Bartlebys in ihren eigenen Wortschatz zu übernehmen beginnen (ich ziehe vor ...), was Befremden auslöst. Bartleby verweigert sich weiterhin, will nicht einmal Botengänge übernehmen, die ihm aufgetragen werden, da seine Augen für die Abschrift von Dokumenten überreizt und geschädigt zu sein scheinen, lässt schliesslich verlauten, dass er das Kopieren endgültig aufgegeben habe, und steht irgendwann, gleich eines Inventarstückes der Kanzlei, nur noch stumm an seinem angestammten Platz. Weshalb sollte er also bleiben? Alle Versuche des Rechtsanwalts, Bartleby vom Weggehen zu überzeugen, scheitern jedoch, weshalb es am Ende des Tages so weit kommt, dass nicht Bartleby geht, sondern der Rechtsanwalt an einem anderen Ort neue Räumlichkeiten bezieht und den unbelehrbaren Schweigsamen in seiner alten Kanzlei zurücklässt.
Weit gefehlt, zu glauben, dass Bartleby damit aus dem Leben des Rechtsanwalts geschieden wäre. Vom neuen Mieter der alten Räumlichkeiten und des Eigentümers wird er zur Verantwortung gezogen, denn Bartleby ist nicht aus der Kanzlei rauszukriegen. Noch einmal versucht der Rechtsanwalt, mit ihm zu reden, schlägt ihm andere Beschäftigungsgebiete vor, bietet ihm sogar eine Bleibe bei sich zuhause an, doch vergeblich. Nein, gegenwärtig würde er vorziehen, keinerlei Veränderung vorzunehmen. Die Geschichte endet tragisch, denn der neue Mieter der Kanzleiräume bringt nicht so viel Geduld auf wie unser besonnene Erzähler. Der unbewegliche Bartleby landet im Gefängnis, wird ironischerweise wegen Landstreicherei inhaftiert. Verweigert dort das Essen, verweigert sich selbst. "Ach Bartleby! Ach Menschheit!"
Von den anfänglichen Anstrengungen des Ich-Erzählers, auf Bartleby einzuwirken, verlagert sich die Geschichte auf sein Bemühen hin, ihn verstehen zu lernen. Es gibt in der Literatur viele Interpretationsversuche, die sich auf die Selbstentfremdung und gescheiterte Persönlichkeit des Kopisten beziehen, die einen Bezug herstellen wollen zwischen den zu Beginn der Geschichte beschriebenen Räumlichkeiten der Kanzlei und den Gefängnismauern am Ende des Buches. Man will in der Figur Bartlebys Ansätze eines Selbstportraits des Autors sehen oder eine Parabel auf die Lage eines erfolglosen Schriftstellers, der sich angesichts des Unverständnisses seiner Zeitgenossen letztlich verweigert. Wiederholt wurde Bartleby auch als Sinnbild für passiven Widerstand oder zivilen Ungehorsam verstanden. Heute würden ihm wohl psychotische oder neurologische Erkrankungen untergeschoben, oder autistische Züge.
Wie dem auch sei. Ich ziehe es vor, keine Deutungen vorzunehmen und das Werk als gelungenes Portrait einer skurrilen Persönlichkeit zu geniessen, als Schilderung einer dunklen Innenwelt eines Menschen, wie Kafka sie später verfolgt, und der erfolglosen Versuche eines Mitmenschen, diese zu ergründen und zu verstehen. Ein zeitloses Meisterwerk zweifelsohne. Ich bin diesem Büchlein diese Woche beim Besuch eines Gebrauchtbuchladens zufällig begegnet und musste es natürlich gleich erstehen und lesen, obwohl dies nicht geplant gewesen war. Die Lektüre hat sich gelohnt.
Review mit Zitaten und Bildern auf https://www.bookstories.ch/gelesenes1/bartleby-der-schreiber
- Monica McCarty
Der leidenschaftliche Highlander
(5)Aktuelle Rezension von: Blubb0butterflyEckdaten
eBook
359 Seiten
Blanvalet Verlag (Verlagsgruppe Random House)
Roman
Übersetzung: Anke Koerten
2016
ISBN: 978-3-641-16562-8
Cover
Es erinnert mich an die alten Liebesromane, was nicht ganz meinem Geschmack entspricht, aber es ist trotzdem durchaus passend.
Inhalt
Kenneth Sutherland ist feurig, aggressiv und mutig, ein wahrer Sieger – vor allem weil er jede Waffe beherrscht und jeden Sieg klar vor Augen hat. Seine größte Herausforderung steht im allerdings noch bevor: der geheimen Armee des Königs beitreten, um unter den Besten der Besten zu kämpfen. Um sich diese Ehre zu sichern, muss er die Highland-Spiele gewinnen. Und obwohl Kenneth fokussiert und gut vorbereitet ist, bringt ihn ausgerechnet die Haarsträhne einer Frau aus dem Gleichgewicht. Marys unschuldige Erregung und ihr schamloser Hunger nach Leidenschaft bringen sein Blut zum Brodeln.
Doch Mary gelobt, dass ihre Hingabe lediglich der Lust diene – keine Versprechen, kein Herzschmerz, nur eine Nacht hingebungsvoller Leidenschaft. Nichts und niemand wird sie dazu bringen, ihre hart erkämpfte Unabhängigkeit aufzugeben, um ihr Schicksal in die Hände des nächsten machthungrigen Mannes zu geben. Doch mit jeder sanften Berührung und jedem unvergesslichen Kuss will sie mehr von Kenneth. Und er will Marys Herz. Aber ist der entschlossene Kämpfer bereit, alles für die Liebe aufs Spiel zu setzen?
Autorin
Monica McCarty studierte Jura an der Stanford Law School. Während dieser Zeit entstand ihre Leidenschaft für die Highlands und deren Clans. Sie arbeitete dennoch mehrere Jahre als Anwältin, bevor sie dieser Leidenschaft nachgab und zu schreiben anfing. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Kindern in Minnesota.
Meinung
Erstmal vielen lieben Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das Bereitstellen des Buches! :D
Ich kannte die Autorin und ihre Reihe vorher nicht, aber ich teile auch ihre Leidenschaft für die Highlands und deren Clans. ^^ Deshalb dachte ich mir, dass ich diese Geschichte doch unbedingt lesen müsste, wenn wir beide dieselbe Leidenschaft teilen. Leider hat mir die Geschichte weniger gut gefallen. Es war mir zu politisch und historisch am Anfang und generell auch, dass ich es abgebrochen habe. Die Geschichte konnte mich einfach nicht mitreißen, obwohl der Klappentext so interessant und spannend klang. Echt schade.
❤❤von ❤❤❤❤❤ - Herman Melville
Bartleby, the Scrivener
(9)Aktuelle Rezension von: suse9
Zu diesem Buch, Büchlein kann man eigentlich gar keine richtige Rezension schreiben. Es passiert nicht wirklich viel in der Geschichte. Bartleby erhält eine Anstellung als Kopist in einer Kanzlei an der Wall Street. Er ist still, fleißig und der beste Angestellte, den man sich so wünschen könnte, wäre da nicht die Angewohnheit, die Ausführung mancher Aufträge aus nicht verständlichen Gründen einfach zu verweigern. Dies tut er nicht mit kreischenden Protestaktionen oder unflätigen Äußerungen. Nein, lediglich der ruhig gesprochene Satz: „I would prefer not to.“ macht klar, dass sein Arbeitgeber – der Ich-Erzähler der Geschichte – sich selbst um das Gewünschte kümmern muss.
Während des Lesens dieser wenigen Seiten grübelte ich über Bartleby und seine Motive. Mir war bis zum Schluss nicht klar, was der Autor mir zu sagen versuchte. Kaum hatte ich einen Anhaltspunkt, entwischte mir dieser wieder und von Neuem kreisten meine Gedanken um den Satz, den Bartleby ständig wiederholte. Wie viele dicke, aufgeblähte Schmöker habe ich schon verschlungen, die interessant und spannend daherkamen, dann wie eine Seifenblase zerplatzen, um mich enttäuscht zurückzulassen? Was hat dieses Büchlein mit den wenigen Sätzen an sich, dass ich meine Sinne nicht mehr von ihm losbekomme? Verstehen kann ich die Geschichte nicht völlig, nicht nach dem ersten Mal lesen. Und trotzdem gehe ich erfrischt und gestärkt am Ende in den Tag. Das Geheimnis liegt für mich noch im Verborgenen, aber mir ist klar, dass ich ihm irgendwann einmal näher kommen werde – vielleicht nach dem zweiten oder dritten oder vierten Mal lesen. - Claudia Rusch
Meine freie deutsche Jugend
(39)Aktuelle Rezension von: Holden"für Irmgard, ganz herzlich, Weimar 16.10.03" lautet die Widmung, dem bleibt eigentlich nichts hinzuzufügen, nur das hier die Lebensgeschichte eines Vorbilds an Zivilcourage anschaulich präsentiert wird. Wäre man selbst so tapfer gewesen, man weiß es nicht, aber durch die Erziehung zum Querdenken durch ihre Mutter und deren Freunde wurden die Energien der kleinen Claudia in die richtigen Bahnen gelenkt. Das DDR-Unrecht wird drastisch angeklagt, so daß kein Platz mehr für Ostalgie und Verklärung bleibt, erst mit der "Wende" wurden die Oppostitionellen zu "echten" DDR-Bürgern, aber aufhalten ließ sich der hier schreibende Wirbelwind nicht. Auch ein Vorbild an Lebensenergie und der Beweis dafür, was man als Individuum erleben kann.
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