Bücher mit dem Tag "verweigerung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "verweigerung" gekennzeichnet haben.

40 Bücher

  1. Cover des Buches Der Fänger im Roggen (ISBN: 9783499235399)
    J. D. Salinger

    Der Fänger im Roggen

     (1.526)
    Aktuelle Rezension von: Katrin_Bongard

    Ich habe den Fänger mit 16 gelesen - und nicht verstanden. Fand alles nervig und altmodisch und nichts hat geklickt. Okay, und er Schule und Schullektüren sind oft nicht die Bücher, die wir ins Herz schließen. 

    Als ich das Buch dann später gelesen habe, mit 40, habe ich es verstanden. Da war ich dann wohl im Alter des Autors und es hat Klick gemacht. Vielleicht das Wichtigste an diesem Buch: Nicht denken, es wäre ein Buch für Jugendliche, bloß weil der Protagonist ein Jugendlicher ist. 

    Das Buch kritisiert die (amerikanische) Gesellschaft, spricht psychische Probleme bei Jugendlichen an, sexuelle Orientierung von Jugendlichen, Liebe  und streift Missbrauch. Alles harte Themen, sehr erwachsen verpackt. 

    Es macht Sinn, für die Lektüre etwas Lebenserfahrung mitzubringen. 

    Ein Klassiker.



  2. Cover des Buches Nichts (ISBN: 9783423625173)
    Janne Teller

    Nichts

     (1.034)
    Aktuelle Rezension von: sunny_sun

    Ein gutes auf wenigen Seiten verfasstes Buch, das einen zum Nachdenken anregt. Teilweise ist die Geschichte sehr makaber, zumal es sich um ein Jugendbuch handelt. 

    Die Geschichte beginnt zunächst mit einer harmlos wirkenden Aussage, die zu einem Gedankenspiel führt. Die Dramatik nimmt zu und mit der Zeit kommt es immer schlimmer.

    Für die geringe Anzahl an Seiten passiert unglaublich viel. Durch die Erzählperspektive hat man das Gefühl, mitten im Geschehen dabei zu sein. Aber obwohl das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, erfahren wir erst später, wer sich als Person dahinter verbirgt.

    Leider gibt das Buch keine Antwort auf die Frage, warum und zu welchem Zweck wir hier auf der Erde sind, sondern zeigt, welche Auswirkungen diese Problematik auf Heranwachsende haben kann.

    Eine literarisch sinnreiche Auseinandersetzung mit dem Sinn des Lebens.

  3. Cover des Buches Vergebung (ISBN: 9783453438224)
    Stieg Larsson

    Vergebung

     (2.304)
    Aktuelle Rezension von: juliakerscher

    In Vergebung wird die Geschichte, die im zweiten Teil begonnen hat, fortgesetzt. Der erste Teil ist ziemlich langsam, was aber nicht schlecht sein muss. Es kommt ganz darauf an, was der Leser bevorzugt. Für meinen Geschmack war es manchmal ein bisschen langatmig, aber nicht so sehr, dass es mich groß gestört hätte. 

    Ein toller Abschluss der Trilogie! 


  4. Cover des Buches Der Vorleser (ISBN: 9783257261349)
    Bernhard Schlink

    Der Vorleser

     (5.695)
    Aktuelle Rezension von: Alexa-Tim

    Manchmal echt verwirrend wie Bernhard Schlink geschrieben hat. Ich musste erst einmal damit klar kommen, dass er aus verschiedenen Zeitformen innerhalb eines Kapitels schreibt.
    Er schreibt aus der Sicht des Jungen.
    Einmal schreibt er von seiner Erinnerung mit Hanna, was in der Vergangenheit liegt und zum anderen wechselt er in die Gegenwart. Das war anfangs verwirrend, aber damit kam ich schnell zurecht und hatte begriffen, dass er seine Geschichte, die er erlebt hat erzählte.

    Die Geschichte ist in drei Teile geteilt und innerhalb der Geschichte geht ein roter Faden durch. Es ist zwar etwas anders geschrieben, aber dennoch sehr interessant. Die Protagonisten sind faszinierend geschildert.
    Das Ende hat mich echt überrascht und damit habe ich gar nicht gerechnet.

    Ich hätte nicht gedacht, dass ich das Buch gut finden würde. Die Story ist wirklich interessant und spannend. Der Sprachstil natürlich ein anderer als in der heutigen Zeit. Aber dennoch ein guter Klassiker.

    Von mir gibt es 4 Sterne.

  5. Cover des Buches Neue Vahr Süd (ISBN: 9783442459919)
    Sven Regener

    Neue Vahr Süd

     (643)
    Aktuelle Rezension von: MelLila

    Auf dieses Buch kam ich rein zufällig, da es mir versehentlich anstelle eines anderen Buches geliefert wurde. Der Klappentext hat mich dann neugierig gemacht. Es liest sich leicht runter, ist ziemlich absurd an manchen Stellen, wobei sich manche Witze auch so durchziehen und Wiedererkennungswert haben. Das ist wohl der 2. Teil einer Trilogie, die aber in sich geschlossen zu sein scheinen. War ganz nett und unterhaltsam, aber die anderen Teile interessieren mich jetzt nicht so.

  6. Cover des Buches Mind Games (ISBN: 9783551316196)
    Teri Terry

    Mind Games

     (517)
    Aktuelle Rezension von: kimdezordo

    Es war ein super spannendes Buch, welches ich sehr schnell zu Ende gelesen habe. Eine wirklich interessante Geschichte, auch wenn das Ende für meinen Geschmack etwas ausführlicher hätte sein können. 

  7. Cover des Buches Die Vegetarierin (ISBN: 9783746637600)
    Han Kang

    Die Vegetarierin

     (392)
    Aktuelle Rezension von: Scarbooks


    Es gibt Bücher, die man so schnell nicht wieder vergisst, aus ganz verschiedenen Gründen. Mal sind sie besonders grausam, mal sehr traurig oder aber auch lustig, wieder andere brennen sich aufgrund extremer Fiktion oder Realität ins Hirn (mal mehr, mal weniger lange) oder oder oder ... und dann gibt es auch noch jene, die so außergewöhnlich sind, dass man sie ganz fest im Herzen einschließen und am liebsten gar nicht mehr heraus lassen möchte. 



    “Die Vegetarierin” gehört für mich absolut und unbedingt zu den Außergewöhnlichen und Besonderen! Ein kleiner Schatz, der es trotz der nicht mal vielen Seiten geschafft hat, mich aus den Socken zu hauen und ganz tief zu beeindrucken! Ja, ich bin verliebt. Verliebt In diese “andere”, überraschende, ungewöhnliche und ergreifende, tiefe Geschichte. 
    Das Kuriose daran: Ich kann nicht mal genau sagen, wieso! Sie hat mich einfach gepackt und vollkommen unerwartet den richtigen Nerv getroffen. 



    Eine Geschichte voller Kunst, Emotionen, Verwirrtheit, Wahrheit, Geheimnisse, Wünsche & Träume, die durch einen ziemlich nüchternen und klaren Schreibstil, der aber dennoch oder gerade deswegen so gut passt, dafür sorgte, dass ich nach Beenden dieses Werks ganz tief und ... ja, ich würde fast sagen schwermütig geseufzt und durchgeatmet habe. 



    Erzählt wird aus drei Perspektiven, beginnend mit dem Ehemann Yong-Hyes, der erzählt wie sich seine Frau plötzlich verändert, nachdem sie beschließt, kein Fleisch mehr zu essen. Während sie sich immer mehr zurück zieht und seltsam scheinende Eigenarten entwickelt, die niemand – erst recht nicht ihre eigene Familie – nachvollziehen und verstehen kann, zweifelt er einfach immer mehr an ihrem gesunden Menschenverstand. Aber das ist noch nicht alles ... 



    Dann bekommt der Leser Einblicke in die Sicht des Schwagers, der sich auf eine schräge Art auf die immer distanziertere und abbauende Vegetarierin zu fixieren scheint und bald nur noch eines im Kopf hat ... seine Kunst. 



    Und zuletzt begleiten wir Yong-Hyes Schwester, In-Hye, die die einzige aus der Familie ist, die noch Kontakt zu der “Kranken” hat und sie regelmäßig an dem Ort besucht, an den es Yong-Hye nach all den Ereignissen und Geschehnissen verschlagen hat ... 



    Dieses Buch ist eine solche Bereicherung und so schön. Es fällt mir schwer, die richtigen und passenden Worte zu finden. Ich liebe es. 
    Und auch wenn ich weiß, dass es sicherlich nicht jedermanns Sache ist, möchte ich dieses kleine Kunstwerk jedem ans Herz legen, der sich auf das von mir Erwähnte & Beschriebene einlassen möchte und kann. 



    Eine ganz klare Leseempfehlung und ein dazu.


  8. Cover des Buches Die Blechtrommel (ISBN: 9783423138192)
    Günter Grass

    Die Blechtrommel

     (543)
    Aktuelle Rezension von: Lorenz1984

    Danke Herr Grass für diesen längeren Ausflug in die Welt von Oskar Matzerath. 

    Dieses Buch kann ich definitiv mit nichts vergleichen was ich bisher gelesen habe... 

    Jedem zu empfehlen der Lust auf etwas unkonventionelles hat! 

  9. Cover des Buches In die Wildnis (ISBN: 9783492259743)
    Jon Krakauer

    In die Wildnis

     (380)
    Aktuelle Rezension von: Alexia_

    In „In die Wildnis“ versucht Jon Krakauer den Beweggründen des jungen Chris McCandless auf die Spur zu kommen. Wer war dieser Mann der in seinen noch so jungen Jahren alles hinter sich gelassen hat und in die wüste Wildnis Alaskas aufgebrochen ist und nie wieder zurückkam? Der Autor nimmt den Leser mit auf seinen Recherchen und bietet einen umfassenden Überblick über Chris McCandless Reise zu sich selbst.

    Bei diesem Buch handelt es sich um keinen Roman, der einem Spannung und Action liefert. Dennoch konnte mich Jon Krakauer an sein Buch fesseln, so dass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Das lag vor allem daran, dass er es geschafft hat die vielen Fakten und Geschichten die er in seinem Buch verarbeitet, fesselnd und informativ für den Leser aufzuarbeiten. So kommt kein Gefühl von Langeweile auf und man bleibt am Ball. Er bietet umfassende und tiefe Einblicke in das Leben eines jungen Mannes, der zutiefst zerrissen scheint und in der Natur die Antwort sucht. Jon Krakauer belichtet ein wenig sein Leben, aber vor allem die Menschen die ihm während seiner Reise begegnet und wichtig geworden sind. Zusätzlich zieht er immer wieder Vergleiche zu seiner eigenen Person und erkennt sich selbst in vielen Situationen in Chris wieder. Er versucht die Hintergründe und Motivationen diesen jungen Mannes zu erfassen und aufzuzeigen und dass ohne sie zu einem Zeitpunkt zu kritisieren oder zu bewerten. Er schafft es alles objektiv und zum Verhältnis von Chris Umständen zu sehen und schafft es dem Leser einen neutralen Überblick zu schaffen. Die Frage nach dem warum beantwortet er dabei allerdings nie, sondern es scheint als würde er die Leser mit auf seinen Denkprozess über Chris Beweggründe mitnehmen. Das ist vermutlich auch der Grund, warum das Ganze nicht unbedingt chronologisch aufgebaut ist, sondern immer wieder zwischen den Jahren springt. Anfangs hat mich das tatsächlich ein wenig gestört, schlussendlich hat mich aber der informative Charakter dabei mehr überzeugt. Wunderbar fand ich die Zitate zu Beginn jeden Kapitels, teils Passagen aus Büchern die Chris bis zu Letzt bei sich und selbst markiert hatte. Nach Beenden des Buches bin ich mit gemischten Gefühlen zurückgeblieben, war aber dennoch tief beeindruckt. Deswegen verdiente 5 von 5 Sternen.

  10. Cover des Buches Die Toten Hosen (ISBN: 9783498073794)
    Philipp Oehmke

    Die Toten Hosen

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Radermacher

    Locker geschrieben und amüsant, hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Sprachliche Feinheiten habe ich nicht erwartet, ebenso wenig Tiefgang. Dennoch gab es einige emotionale Kapitel, die auch zum Nachdenken anregten. Insbesondere die Schilderung des Todesfalles auf dem "1.000 Konzert" und der Reisen in die DDR und hinter den eisernen Vorhang.

  11. Cover des Buches Das Fest (ISBN: 9783453412866)
    John Grisham

    Das Fest

     (282)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Nora und Luther Krank stehen vor der Entscheidung ihres Lebens. Lassen sie Weihnachten in diesem Jahr ausfallen? Den Plan fasst Luther an jenem Tag nach Thanksgiving, als sich seine Tochter Blair auf den Weg nach Peru macht, um dort für 2 Jahre Kinder in einem Dorf zu unterrichten. Dabei stellt sich Luther die Frage, wozu er und seine Frau Nora sich den alljährlichen Stress der Weihnachtsvorbereitung antun sollen. Gesagt, getan und so setzen die Kranks alles daran das Weihnachtsfest zu umgehen und fiebern ihrem eigenen Ziel einer Urlaubsreise entgegen. Womit sie jedoch nicht rechnen ist der eigentliche Stress der Rechtfertigungen und Erklärungen, welchen sie sich damit aussetzen.


    Auf witzige Weise zeigt der Autor hier auf, wie Weihnachten in 98% der Fälle echt ausarten kann. Zudem findet man sich als Leser in der einen oder anderen Figur wieder. Ganz besonders dann, wenn sich Nora mal wieder um eine Situation drücken muss und Luther gezwungen ist sich mit den Pfadfindern, der Feuerwehr oder auch den Weihnachtssängern auseinanderzusetzen. Gleichtzeitig zeichnet Grisham aber auch ein Bild, der typischen amerikanischen Vororte und Kleinstädte, in der jeder über jeden tratscht und alles zu wissen glaubt. Alleine diese Schilderung macht es zuweilen anstrengend und man kann Luther mit den verstreichenden Seiten mehr und mehr verstehen.

    Bedauerlicherweise hat das Ende dann doch einen sehr seichten Effekt und nimmt der Story somit die eigentlichen Höhepunkte.


    Fazit: Wenn man kein Freund von Weihnachten ist, wird man mit den ersten zwei Dritteln des Buches bestens bedient. Das Ende hat jedoch diesen typischen Beigeschmack eines erzwungenen Happy Ends, was der an sich witzigen und durchdachten Story das runde Ende stiehlt.

  12. Cover des Buches Wir müssen über Kevin reden (ISBN: 9783492310512)
    Lionel Shriver

    Wir müssen über Kevin reden

     (186)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Als ich das Buch kaufte, dachte ich noch, Kevin wäre ein normaler Teenager, vielleicht in sich verschlossen, ein Außenseiter, der die laschen Waffengesetze Amerikas ausnutzt und so einen Amoklauf begeht. Stattdessen ist er ein Psychopath, der von kleinauf durch und durch böse war. Dadurch kann die Mutter mit Leichtigkeit jegliche Schuld von sich weisen und auf das Kind deuten, das keine andere Entwicklung zu erwarten hatte. Da macht sich die Autorin vieles einfach, übergeht einen wirklich wichtigen Konflikt und sorgt dadurch schließlich dafür, dass ich ab Seite 300 gelangweilt das Buch zur Seite gelegt habe.

    Für den Amoklauf gibt es keinen richtigen Grund. Es musste passieren, weil das Kind so oder so einen Mord begangen hätte und das macht das Buch grottenschlecht. Kevin ist kein normaler Teenager, sondern eine Ausgeburt der Hölle.

    Hinzu kommt auch, dass die Mutter stark um die Sache herumredet. Sie labbert uns förmlich voll und das hat für mich den Spannungsbogen mehrmals brechen lassen. Der Stil ist schön, das gefällt mir, aber alles wird dermaßen in die Länge gezogen, dass mir das auch irgendwann egal war. Interessante Szene werden nur ganz knapp gezeigt. Das wird nur angeschnitten, damit die Mutter wieder ihre ganzen Gedanken über den Leser ergießen kann und das strapaziert die Geduld und wie gesagt, irgendwann war mir alles egal. Ich wollte einfach nicht mehr weiterlesen und habe es abgebrochen.

    Der Stil ist wundervoll. Das muss man ihr gönnen. Sie schreibt in einer schönen Sprache, erzählt gekonnt, zeichnet Bilder, zeigt uns die Figuren, zeigt uns ein ganzes Leben und gleichzeitig macht sie aus einem Baby ein wahres Ungeheuer, das von der Geburt an gegen die Mutter war. Das ist etwas, was ich schwer glauben kann, denn mal ehrlich, welches vier Jahre alte Kind kann so ein Ungeheuer sein? Oder noch besser: Welches Baby kann gleich nach der Mutter die eigene Mutter dermaßen hassen, dass es lieber hungert?

  13. Cover des Buches Stiller (ISBN: 9783518462348)
    Max Frisch

    Stiller

     (358)
    Aktuelle Rezension von: Catastrophia

    Als er in die Schweiz einreist, wird der auktoriale Erzähler, der sich selbst James White nennt, festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, in Wirklichkeit Anatol Stiller zu sein und sich zudem der Spionage schuldig gemacht zu haben. im Gefängnis schreibt er mehrere Hefte voll, in denen er sein Leben schildert, seine Reisen, seine Begegnungen mit Menschen, die den früheren Anatol Stiller kannten und alle davon überzeugt sind, ihm nun gegenüberzusitzen. Er dagegen streitet es vehement ab.


    Wer entscheidet über die Identität einer Person? Was macht eine Person zu der, die sie ist, wie glaubwürdig sind Erinnerungen? Diese Fragen stellt man sich beim lesen unweigerlich, und da White (oder Stiller?) gleichzeitig der Erzähler ist, durch den wir die Geschichte lesen, setzen wir uns auch immer wieder mit ihm auseinander. Ist er verlässlich, glaubt er selbst, Stiller nicht zu sein, ist er Stiller? Lenkt er aus guten Gründen von seiner Identität ab oder läuft er vor ihr davon, oder täuschen sich einfach alle anderen?

    In diesem Sinne ist der Roman eine spannende philosophische Auseinandersetzung nicht nur mit der Frage nach Identität, sondern auch der Frage, ob und wie man über sich selbst erzählen kann. Gewürzt wird alles mit einer ordentlichrn Portion Gesellschaftskritik. Auch, wenn es teilweise etwas langatmig ist - die Sprache und das Thema machen das Buch definitiv sehr lesenswert und zu Recht zu einem Klassiker.



  14. Cover des Buches Das späte Geständnis des Tristan Sadler (ISBN: 9783492302555)
    John Boyne

    Das späte Geständnis des Tristan Sadler

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Den meisten Lesern wird der Schriftsteller John Boyne über seinem wohl erfolgreichsten Roman „Der Jungen im gestreiften Pyjama“ bekannt sein und von der Geschichte einer Freundschaft zwischen dem Sohn eines Konzentrationslagerkommandanten und einem KZ-Kinderhäftling handelt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass auch „Das späte Geständnis des Tristan Sadler“ auch eine Weltkriegsgeschichte ist. Allerdings im Hintergrund des ersten Weltkrieges.

    John Boyne ist ein ausgezeichneter Geschichtenerzähler und auch hier brilliert er, indem er den Leser auf eine falsche Fährte führt. Die moralische Ambiguität, Details und Gefühle, die nur am Rande erzählt oder andeutet werden, schwelen die meiste Zeit unter der Oberfläche. Als sie schließlich zum Ende hin ausbrechen, tun sie es mit einer Intensität, die mir Tränen in die Augen getrieben hat. Es ist ein tragischer, aber wunderschön gestalteter Roman.

  15. Cover des Buches Tage ohne Hunger (ISBN: 9783832164690)
    Delphine de Vigan

    Tage ohne Hunger

     (60)
    Aktuelle Rezension von: MareikeUnfabulous

    Das Buch ist ziemlich harter Stoff. Es geht um Laure, die 19 Jahre alt ist und bei einer Körpergröße von 1,76m nur noch 36 Kilo wiegt. Sie geht in eine Klinik und vertraut sich einem Arzt an. Die Autorin erzählt die Geschichte von Laure aus der auktorialen Erzählperspektive. Das dürfte die größte Hürde für viele Leser sein. Es mangelt an Dialogen, die Erzählperspektiv wirkt dadurch eher passiv. Das unterstreicht den Schreibstil von Delphine de Vigan jedoch einmal mehr: besonders, echt und detailreich. Das ist es, warum ich so gerne von Delphine de Vigan lese. Zusätzlich habe ich "Tage ohne Hunger" vor allem zu Beginn als sehr kühl empfunden. Klar, die Protagonistin springt dem Tod von der Schippe - nichts, was grundsätzlich herzerwärmend ist. Ganz im Gegenteil: ich musste nach mehreren Seiten immer mal wieder stoppen und Inne halten.

  16. Cover des Buches Unterm Rad (ISBN: 9783518463529)
    Hermann Hesse

    Unterm Rad

     (787)
    Aktuelle Rezension von: Raven

    Das Buch "Unterm Rad von Hermann Hesse ist 176 Seiten lang und über unterschiedliche Verlage gedruckt. 

    Das Werk gibt es in einer Hardcoverausgabe, Softcoverausgabe, als Ebook und Hörbuch.

    Hermann Hesse schrieb dieses Werk 1906. Es entstand ua dadurch das sein Bruder sich das Leben nahm, woran auch Schulprobleme ihren Anteil hatten. 

    Diese Geschichte handelt von Hans der an den Anforderungen an sich selbst und des Umfeldes scheitert. 

    Leistungsdruck und Leidensdruck. Heute ist diese Geschichte sicherlich immer noch ganz aktuell, wenn nicht aktueller denn je. Viele kennen die enormen Anforderungen und den Druck des Umfeldes, die eingeredeten Tugenden und das nur Erfolg und eine gute, studiere Arbeit das Leben erleichtert und glücklich macht. So geht es auch dem überbegabten Protagonisten der es sich selbst und seinem Umfeld zeigen möchte, aber dann doch scheitert. Dies ist ein zutiefst melancholisches und tragisches Werk, welches mich sehr berührt hat und zum Nachdenken anregte. Fand ich mich bisweilen selbst in Hans wider. Die Geschichte schmerzt und brennt noch lange in der Seele. Ach hätte ich sie nur schon viel früher entdeckt, so wäre mir sicherlich Einiges erspart geblieben. 

    Hesse in Höchstform in sehr düsterem Ton, wie man ihn kennt und mit bedrückender Atmosphäre. Eine unerwartete Wendung und eine krasse Message.

    Fazit: Ein sehr düsterer Hesse wie man ihn kennt. Melancholisch und tragisch, unheimlich berührend und nachdenklich stimmend. Unbedingt lesen!

  17. Cover des Buches Immer wieder Verführung - The End (ISBN: 9783945164990)
    Don Both

    Immer wieder Verführung - The End

     (239)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Vo_Mirle
    Mia und Tristan - ein tolles Paar. eine sannende und heiße Geschichte der beiden. Der letzte Band hat mir auch gut gefallen. Wobei ich die Beleidigungen einen ticken zu hart fand. Wie oft er sie so derb betitelt hat, war schon nicht mehr schön, und mit der Zeit wurde es ein wenig zu langatmig. Aber  naja, es ist ansichtssache. Es hat einen tollen Abschluss, alle Fragen sind beantwortet,
  18. Cover des Buches Trainspotting (ISBN: 9783453676602)
    Irvine Welsh

    Trainspotting

     (234)
    Aktuelle Rezension von: EmilyTodd
    Dieses Buch ist auf keinen Fall etwas für jedermann. Dieses Buch ist sehr düster und schöne Momente findet man kaum bis gar nicht bzw. sucht diese vergebens. Das Buch handelt von Drogen, Tod, Sex, Aids, Freundschaft und Verrat.
    Die Romanstruktur empfand ich als alles andere als sofort ersichtlich. Die Kapitel werden aus unterschiedlichen Sichtweise der zahlreichen Protagonisten erzählt. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich in manchen Kapiteln nicht wusste um wen es gerade geht. Zu dem haben die einzelnen Charakter verschiedene Spitznamen und dann kommen noch die eigentlichen Namen dazu. Alles sehr verwirrend.
    Zu dem sind eine Vielzahl der Dialoge in einem seltsamen Slang übersetzt (der garantiert den schottischen Slang darstellen soll den Welsh gerne benutzt) den man kaum versteht. Ich musste mehr als einmal raten was grad gemeint ist. Und manche Wortwahl ist wirklich sehr geschmacklos. Viele Szenen aus dem Buch möchte ich mir wirklich nicht bildlich vorstellen. Trotzdem werde ich mir bei Gelegenheit wohl mal den Film ansehen.
    Ich muss leider sagen, dass mir das Buch nicht sonderlich gefallen hat. Was aber vor allem daran lag, das ich ständig durcheinander kam mit den ganzen Namen und Charakteren und dieser Dialekt und die allgemeine Wortwahl machte es auch nicht leichter. Ich fand es einfach nur anstrengend dieses Buch zu lesen. 
    Was mir jedoch gefallen hat, ist die unverblümte Wahrheit die Welsh benutzt hat. Dieses Buch ist wirklich eine Abschreckung jemals solche harten Drogen auszuprobieren. Welsh hat in diesem Buch die richtigen Worte gefunden, die einem zeigen was vom Leben noch übrig bleibt, wenn man das Leben eines Junkies führt und das ist nichts.
    Der zweite Punkt der mir teilweise auch ganz gut gefiel ist Welsh sein Talent einem die vielen Charaktere vorzustellen. Bei den Personen wo es mir gelang die Namen unter einen Hut zu bringen, erkannte ich gut die Absichten und traurigen Geschichten der Personen und verfolgte die auch gerne und mit Interesse.
    Auch das offene Ende hat mir gut gefallen. Die Fortsetzung würde ich trotzdem nicht lesen
    Alles in allem war das Buch ok.

    Daher vergebe ich 3 von 5 Sternen
  19. Cover des Buches Deutschland schafft sich ab (ISBN: 9783421045454)
    Thilo Sarrazin

    Deutschland schafft sich ab

     (140)
    Aktuelle Rezension von: HannaIcecream

    Dieses Buch ist sehr lesenwert und leicht zu lesen. 

  20. Cover des Buches Das Zeitalter der Fünf - Magier (ISBN: 9783734161766)
    Trudi Canavan

    Das Zeitalter der Fünf - Magier

     (630)
    Aktuelle Rezension von: Schiebelini

    Der erste Teil vom "Zeitalter der Fünf" konnte mich nicht so ganz überzeugen. Zu viele Charaktere, bei denen nicht erstichtlich wurde, weshalb sie überhaupt im Buch sind; sehr viel Worldbuilding und trotzdem saß ich häufig mit Fragezeichen da.

    Im zweiten Teil "Magier" ist letzteres etwas besser geworden. Die Welt ist etabliert, also kann man sich auf kleinere Elemente stürzen und diese genauer analysieren. Sehr erfrischend beispielsweise fand ich die Seite der Pentadrianer. Durch die Augen von Reivan, einer Anhängerin der feindlichen Religion und Streitmacht aus "Priester", erfährt man von den anderen fünf Göttern in der Welt so einiges. Von Anfang war klar, dass Reivans Geschichte interessant bleiben wird, da sie die Gegenseite auch aufzeigt - und man sich langsam aber sicher fragt, wer hier eigentlich die Bösen sind. Ich hoffe im nächsten Band auf eine interessante Dynamik zwischen den beiden Religionen/Kulten. 

    Auch Auraya als Hauptfigur wird nahbarer. Ihre Alpträume und Sehnsucht nach Leiard lassen sie nicht los. Zusätzlich kommt im Verlauf des Buches noch eine Seuche bei den ihr geliebten Siyee dazu. Auch wenn mir der Teil nicht so sehr gefallen hat (durch die Pandemie in unserer echten Welt habe ich einfach genug von Isolation, Übertragungsgeschwindigkeiten und schweren Verläufen), ist er doch gut gelungen und sorgt für Stimmung. Auraya trifft in ihrer Verzweiflung die ein oder andere schwierige Wahl und wie sie zweifelt der Leser langsam aber sicher daran, dass die Position, in der sie sich befindet, die richtige ist. Leider fand ich die Geschichte mit ihr und Chaia etwas verwirrend. Ich will hier nichts spoilern, deshalb nur so viel: Auraya büßt für mich da einiges an Würde ein. Aber wir werden sehen, wie sich das im nächsten Band fortsetzt.

    Leiard hingegen macht eine interessante Entwicklung durch. Gemeinsam mit Emerahl versucht er dem Geheimnis seiner zweiten Identität auf den Grund zu kommen. Daraus ergibt sich eine sehr coole Wendung, die im Rückblick den Charakter ganz neu beleuchtet. Die damit einhergehende Veränderung seines Charaktes muss aber erst ein wenig einwirken, bevor man versteht, wie es dieser Figur geht.

    Leider gibt es in diesem Band erneut auch eine Figur, die einem den Großteil des Buches egal sein kann. Imi, die Tochter des Elai-Königs, wird immer wieder mit ihrer Suche nach einem Geschenk für ihren Vater eingeschmissen. Diese Geschichte ist aber so irrelevant und führt erst nach sehr sehr langer Zeit dazu, dass man sich nicht mehr fragt, was sie eigentlich im Buch zu suchen hat. Selbst Emerahl, die im letzten Buch bis zum Ende eigentlich nur da war, ist in diesem Band von Anfang bis Ende interessant. Im Gegenzug dazu fehlt Tryss komplett, ein junger Siyee-Erfinder, der im letzten Band ähnlich lange belanglos wie Imi war. Er wird einmal erwähnt und damit war es das.

    Alles in allem bin ich aber sehr zufrieden mit dem zweiten Band der Reihe. Deutlich besser als der erste, aber immer noch mit einigen Macken, die in "Götter" hoffentlich ganz ausgemerzt wurden.

  21. Cover des Buches Axolotl Roadkill (ISBN: 9783548288062)
    Helene Hegemann

    Axolotl Roadkill

     (245)
    Aktuelle Rezension von: biscoteria85

    Selten habe ich ein Buch nach so kurzer Zeit in die Mülltonne geworfen, wie ich es mit diesem Buch getan habe. Bücher dürfen gerne eine etwas herausfordernde Note haben und nicht immer nur mit einem halben Auge gelesen werden können, aber bei diesem hier fehlt es an Augen und mein Intellekt war einfach zu hoch. Damit will ich nicht sagen das ich übermäßig Schlau oder gar Hochbegabt bin, aber dieses Buch war mir einfach nur zu dumm.

    Schon auf den ersten Seiten habe ich mich gefragt ob die Autorin das Buch im Drogenrausch geschrieben hat und um dann die Kurve zu kriegen und es nicht extrem schwach dastehen zu lassen, online mal schnell ein Synonym nach dem anderen in Google herausgesucht hat, um es wieder zu puschen.

    Der Charakter von Mifti ist so dermaßen unsympathisch und einfach nur „nein“. Zu lesen wie schlecht es ihr geht und sie deswegen Drogen nehmen muss und Sex mit jedem Bimbo zu haben den es gibt, ist eine Darstellung von Menschen aus schweren Verhältnissen, welche ich persönlich hasse wie die Pest. Denn es gibt auch Menschen mit schlechten Start ins Leben, welche nicht so enden.

    Das Tier, welches sich der Titel bedient, ist ein tolles Geschöpf. Sein Selbsterhaltung und Regenerationskonzept ist Hammer. Leider für dieses Buch eine Schande, da hätte man genauso gut „Platt gefahrene Ratte“ nehmen können.

  22. Cover des Buches Schlechte Neuigkeiten (ISBN: 9783832180256)
    Edward St Aubyn

    Schlechte Neuigkeiten

     (18)
    Aktuelle Rezension von: dream_

    Der 22-jährige Patrick erfährt durch einen Telefonanruf, dass sein Vater gestorben ist. Der Mann, der ihn Zeit seines Lebens gequält hat. Nun muss er sich auf den Weg nach New York machen um die Asche seines Vater abzuholen. Eigentlich ist das der beste Zeitpunkt, seine Drogenkarriere zu beenden. Doch von diesem guten Vorsatz bleibt schon kurz danach nichts mehr übrig.

    Der Leser begleitet Patrick nach New York. Doch von der Handlung bekommt man - so wie Patrick selbst wohl auch - nur kurz Augenblicke mit. Der Fokus liegt viel mehr auf der Suche nach Drogen, dem Setzen der Spritzen und dem Fallenlassen im Drogenrausch. Wer hier viel Handlung erwartet, wird enttäusch sein. Doch wer sich darauf einlässt, sich nur auf das Erleben Patricks zu konzentrieren, wird schnell in den Bann gezogen.

    Edward St Aubyns Schreitstil ist brillant! Die Handlung ist dunkel und düster und hinterlässt durch den autobiografischen Hintergrund ein sehr bedrückendes Gefühl.

  23. Cover des Buches Die Namenlose (ISBN: 9783312003983)
    Jagoda Marinic

    Die Namenlose

     (13)
    Aktuelle Rezension von: asita
    ein wunderbares buch. es wird mich eine weile im leben begleiten ...
  24. Cover des Buches Bartleby, der Schreiber (ISBN: 9783458194668)
    Herman Melville

    Bartleby, der Schreiber

     (92)
    Aktuelle Rezension von: vanessabln

    Diesen kurzen Klassiker von Herman Melville sollte man gelesen haben, auch wenn er ratloser macht, je näher man dem Ende kommt. Es gibt sicherlich verschiedene Interpretationsansätze für den Schreiber, der beim Notar angestellt ist, aber auf seine höfliche Art "plötzlich nicht mehr möchte". Durch diese ungewöhnliche Handlung bzw. Nicht-Handlung, bei der alle Abhilfeversuche scheitern, ist es ein sehr besonderes Buch, denn viel passiert hier nicht. Trotzdem ist es auf eine bestimmte Art spannend zu lesen.

    Der Schreibstil in der Übersetzung (Insel-Taschenbuch, 2016) war überraschend gut zu lesen. Leider habe ich es nicht mit dem Original versucht, das sicher mit mittleren Englischkenntnissen problemlos zu lesen ist. Man muss sich vor Augen halten, dass der Kurzroman aus dem 19. Jahrhundert stammt. Die Arbeitswelt war noch eine ganz andere als heute. Es gab noch handschriftliche Kopisten, die sich, ganz anders als heutige Office-Managerinnen, noch auf ihre schriftliche Arbeit konzentrieren durften, ohne sich im Multitasking zu üben und Kommunikationstalente zu sein. So gesehen denkt man, die damalige Arbeit käme jemandem wie Bartleby, der gerne zurückgezogen bleibt und praktisch keine Ansprüche stellt, ganz recht. Aber gerade er wagt es, seinem Chef zu sagen, er möchte eben lieber nichts mehr tun. Was witzig, absurd und rebellisch klingt, nimmt ungeahnte Ausmaße an. 

    Über Bartleby selbst erfährt der Leser nicht viel. Sicherlich soll das deutlich machen, dass er so wenig ist wie er tun möchte. Zur Hauptfigur wird daher automatisch der Notar, der ratlos ist wie der Leser. Ob Chefs im 19. Jahrhundert allgemein rücksichtsvoller waren als heute, lässt sich schwer sagen. Wie das Buch damals aufgenommen wurde, ist daher vielleicht interessanter als die Frage, wie man die Geschichte heute sieht. Bartleby ist jedenfalls ein zeitloses Sinnbild der Verweigerung aus Prinzip mit allen seinen Folgen.



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