Bücher mit dem Tag "verwirrungen"
38 Bücher
- Kerstin Gier
Rubinrot
(14.319)Aktuelle Rezension von: Thess12345Inhalt:
Gwendolyn Shepherd lebt eigentlich ein ganz normales Teenagerleben in London, zumindest so normal wie es eben sein kann, wenn die eigene Familie von alten Geheimnissen, seltsamen Traditionen und einer Menge verschlossener Türen umgeben ist. Während ihre Cousine Charlotte jahrelang auf eine besondere Aufgabe vorbereitet wurde und sich als das große Talent der Familie feiern lässt, kämpft Gwen eher mit alltäglichen Problemen: Schule, beste Freundin, Familienchaos und einem sehr gesprächigen Schulgeist.
Doch plötzlich durchfährt sie ein merkwürdiger Schwindel, und im nächsten Moment steht sie nicht mehr im Hier und Jetzt, sondern in einer längst vergangenen Zeit. Damit gerät ihr Leben völlig aus den Fugen. Unerwartet erfährt Gwen, dass sie und nicht Charlotte das Zeitreise Gen trägt. Ohne Vorbereitung, ohne Regeln und ohne Ahnung, wie man sich in anderen Jahrhunderten überhaupt benimmt, wird sie in eine geheime Welt aus Prophezeiungen, Logen, Chronographen und alten Intrigen hineingestoßen. Und als wäre das alles nicht schon kompliziert genug, muss sie ausgerechnet mit dem selbstbewussten, manchmal unausstehlichen, aber unverschämt gutaussehenden Gideon zusammenarbeiten.
Eigene Meinung:
Nach Jahren wieder in diese Geschichte einzutauchen fühlte sich an, als würde man ein altes Lieblingsbuch zum ersten Mal neu entdecken. Schon auf den ersten Seiten war ich wieder völlig verzaubert. Kerstin Giers Schreibstil ist leicht, humorvoll, bildhaft und einfach unglaublich fesselnd. Sie schafft es mühelos, historische Elemente, moderne Situationen und witzige Dialoge miteinander zu verweben.
Die Welt, die sie hier erschafft, ist fantastisch, geheimnisvoll und steckt voller kleiner Details, die einen tief in die Geschichte ziehen. Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen und ständig gedacht: Ich möchte gar nicht, dass es endet.
Auch die Figuren wirken lebendig und einzigartig. Gwendolyn ist unglaublich sympathisch. Ihre Unsicherheiten, ihr Mut und ihre spontane Art haben mich sofort überzeugt. Neben ihr brilliert auch Gideon, der zwar arrogant wirken kann, aber gleichzeitig eine Tiefe mitbringt, die neugierig auf mehr macht. Auch die Nebencharaktere sind wunderbar ausgearbeitet und mit klaren Eigenschaften versehen, sodass jeder von ihnen im Kopf bleibt.
Die Handlung ist durchgehend spannend, voller Geheimnisse und Wendungen, die einen praktisch dazu zwingen, sofort mit dem nächsten Band weiterzumachen. Es ist ein Auftakt, der alles hat: Charme, Witz, Emotionen und eine Prise Romantik, die sich ganz natürlich entwickeln darf.
Fazit:
Rubinrot ist ein gelungener Auftakt, der sofort fesselt und eine wunderbare Mischung aus Humor, Spannung und Magie bietet. Für alle, die Zeitreisegeschichten, einzigartige Charaktere und einen mitreißenden Schreibstil lieben, ist dieser Roman ein absolutes Muss. Ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung.
- F. Scott Fitzgerald
Der große Gatsby
(1.205)Aktuelle Rezension von: itwt69Das Buch erzählt eine unmögliche Geschichte über einen Mann, der - um einer Frau zu gefallen - Reichtum vorgibt. Diesen hat er Jahre später unter mysteriösen Umständen erreicht. Doch die Frau ist längst verheiratet, und so setzt "der große Gatsby" alles daran, um sie für sich zu gewinnen. Die Tragödie nimmt ihren Lauf...
- Katharina Wolkenhauer
Liebe und andere Missgeschicke
(40)Aktuelle Rezension von: leniksAls ich dieses Buch entdeckte habe ich mich nach dem Lesen des Klappentextes sehr auf das Buch gefreut. Als ich es nun gelesen habe, war ich sehr enttäuscht. In der Geschichte ist Kerstin Schriftstellerin im echten Leben und macht sich über den Froschkönig in ihrer dortigen Geschichte so ihre Gedanken. Im echten Leben ist ihr Froschkönig noch nicht gefunden. So macht sie sich Gedanken um ihre Freunde und Freundinnen. Mir hat das Buch gar nicht so richtig gefallen. Für mich waren zu vielleicht Personen beteiligt. So richtig gefallen hat mir auch nur Paul und Bettina. Der Schreibstil der Autorin an sich ist in Ordnung. Das Buch umfasst 21 Kapitel und als E-Book umfasst es 273 Seiten plus weitere Leseproben. Von mir bekommt das Buch leider nur zwei Sterne. - Bianca Iosivoni
Der letzte erste Blick
(867)Aktuelle Rezension von: MommeetsbooksIch liebe den Charakter von Emery . Und auch das jeder seine Probleme hat , ist nichts Neues . Aber ich finde es toll, dass es immer mehr thematisiert wird . Dylan und Emery sind grundverschieden und trotzdem passen sie sooo gut zusammen. Das Ende war mir dann doch etwas abgehackt . Das hätte gerne noch 100 Seiten dauern dürfen 😅.
Trotzdem eine riesen Empfehlung für alle collage Romance fans 🥰
- Melanie Raabe
Der Schatten
(330)Aktuelle Rezension von: KarenAydinWorum geht es?
Die Journalistin Norah zieht von Berlin nach Wien. Dort begegnet sie auf der Straße einer seltsamen älteren Obdachlosen, die ihr voraussagt: „Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Aus freien Stücken. Und mit gutem Grund.“ An dem Tag, an dem sich ihre Freundin Valerie einst das Leben genommen hat. Norah kennt aber keinen Arthur Grimm. Oder doch? Seit diesem Zeitpunkt findet sie ständig Spuren, die auf ihn hindeuten. Warum sollte sie ihn töten wollen?
Kritik
So, der nächste Raabe. Unabhängig von der ungewöhnlichen Ausgangssituation, bei der eben noch kein Mord passiert ist, sondern man darauf wartet, welche Umstände dazu führen, dass die Protagonistin einen solchen begehen wird, sind mir zwei Aspekte aufgefallen, die mir sehr gut gefallen haben: zum einen die Atmosphäre, das kalte klamme abweisende Wien und zum anderen Norah. Sie ist eine ehemalige Drogenabhängige, raucht ständig, handelt unüberlegt und erratisch, ist introvertiert, hat Probleme Bindungen einzugehen und ist auch insgesamt kein Sonnenschein. Norah ist absolut stimmig gezeichnet. Das Wien, das im Buch die Kulisse bildet, ist das Wien so wie es Norah erlebt. Eine ungewöhnliche Protagonistin zu schaffen ist eine mutige Entscheidung der Autorin, da viele Leserinnen sich eine integre Identifikationsfigur wünschen.
"Jeder ist in der Lage, einen anderen Menschen zu töten, wenn er nur einen guten Grund dazu hat. Jeder. Auch du." S. 84
Die Handlung: Zu einem gewissen Zeitpunkt in der Geschichte hatte ich eine Ahnung, worauf das ganze hinauslaufen würde, nicht exakt, aber doch so grob von der Grundidee. Daher hat mich der Plottwist nicht ganz so kalt erwischt. Das macht aber überhaupt nichts. Ich finde die Idee grandios und ungewöhnlich und sie ist genau an der Grenze zu dem, was gerade noch irgendwie denkbar wäre, aber eigentlich nicht sein kann.
Raabe widmet sich interessanten Themen, Kunst, Obsession, Suizid, Schuld, Cluster B- Persönlichkeitsstörungen und einigen mehr. Das gibt dem Buch neben der Handlung noch einige Tiefe.
Der Schreibstil ist makellos. Das war mir ja schon in den vergangenen zwei Büchern von Raabe aufgefallen. Sie schreibt absolut überzeugend, hat einen sehr guten Stil, der einen leichtfüßig durch die Handlung trägt, ohne dass er irgendwie banal oder simpel ist.
Ist das Buch also perfekt? Für mich nicht ganz. Wieder hat die Autorin etwas gemacht, was mir schon im letzten Thriller aufgefallen ist: nach der sehr guten Auflösung folgt ein süßliches Ende, das ganz hart am Kitsch vorbeischrammt. Merkwürdig, weil dies so gar nicht zum Rest passt. Das ist, als würde man in einer Pizzeria mit Freunden sitzen, das letzte Stück Pizza essen und da sind auf einem Stück plötzlich Maraschino-Kirschen drauf. Man kann sie irgendwie nicht ausspucken und muss sie schlucken, aber der Geschmack bleibt, auch wenn die Pizza eigentlich genial war.
Also, insgesamt ist es ein Thriller für alle, die gern diese atmosphärischen Psychothriller mögen, die sich gern auf ungewöhnliche Charaktere einlassen und die eine enorme Neugier besitzen, was sich hinter einem Rätsel verbirgt. Für alle diejenigen, die auf Spannung aus sind, bei denen alle paar Seiten „etwas passieren“ muss, die gern konfliktgeladene Dialoge mögen und deren Buchseiten auch mal ein paar Leichen zieren können, ist es eher nichts.
- Anne Grießer
Der Fluch des Blutaltars
(13)Aktuelle Rezension von: SunshineBaby5Der Roman "Der Fluch des Blutaltars" spielt zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Philipp ist Bildhauer und erhält einen großen Auftrag. Doch es kommt zu einem Unfall bei dem er erblindet. Nur schwer kann er sich mit seinem Schicksal abfinden. Nach einiger Zeit beginnt er wieder mit der Arbeit und hilft seinem großen Bruder in seiner Werkstatt. Durch viele Hungersnöte kommt es im Land zu großer Armut und die Hexen lauern überall.
Der Roman ist sehr flüssig und anschaulich beschrieben. Die Autorin kann mit ihrer Sprache fesseln und die damalige Zeit gut erfassen, wodurch die Stimmung greifbar wird. Die Figuren wurden in sich stimmig und passend zueinander dargestellt. Auch der Plot ist sehr spannend und gut durchdacht. Für Fans von historischen Romanen ist dieses Buch sehr zu empfehlen!
- Tim Eckhaus
Männerlügen maßgeschneidert
(18)Aktuelle Rezension von: black_snapperDiese romantischen Komödien lese ich mittlerweile nur noch selten, weil sie mir oft viel zu albern sind, aber hier hat mich der Klappentext überzeugt.
Über den Autor steht geschrieben: „Leider gelang es ihm nie, sich selbst und die Welt allzu ernst zu nehmen. Daher verfasst er heute ironisch-heitere Texte und romantische Komödien.“ Zum Glück habe ich mich dann doch an dieses Buch gewagt, denn es ist tatsächlich witzig, aber nicht albern.
Stefan Brandner ist Art Director und Marketingprofi in einer erfolgreichen Agentur. Nachdem er den x-ten Preis einheimst, verfolgt ihn allerdings das Pech konsequent, so daß er schließlich auf dem Arbeitsamt landet, wo er nicht nur den liebenswürdigen Sozialschmarotzer Max kennenlernt, sondern auch Isabell Heine, Personalleiterin des Modelabels ihres Vaters. Da Stefan sich vor ihr nicht die Blöße geben kann, arbeitslos zu sein, erfindet er seine Personalagentur. Und so nimmt die Verwechslungskomödie ihren Lauf.
Was hab ich während der Lektüre Tränen in den Augen gehabt! Zum einen habe ich mich über die Charaktere schlapp gelacht: Der Adlige Heinrich von Frey mit seiner geschwollenen Aussprache und seinen verrückten Erfindungen. Oder die vielen Bewerber für Stefans Agentur. Und dann habe ich mich über die verrückten Aktionen amüsiert. Das Chaos in der Wohnung. Herrlich!
Eine erfrischende, ironisch-heitere und romantische Lektüre zum Schnell-mal-Weglesen.
Deshalb gibt es von mir die volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung.
- David McCallum
Murphys Gesetz
(8)Aktuelle Rezension von: StephanusDer Schauspieler Harry Murphy hat den großen Durchbruch nicht geschafft und steht immer im im Schatten großer Schauspielstars. Durch einen Zufall hört Harry ein Gespräch der Mitglieder des Bruschetti-Clans an, die ein großes Drogenkartell betreiben und Morde in London beauftragen. Harry reist nach London, und versucht ein Opfer zu warnen. Dort angekommen gelingt ihm durch Zufall die Vereitelung des Mordanschlags und es beginnt eine Flucht zunächst mit dem Mordopfer und dann, nachdem die Polizei in England ihn fasst, als Begleiter einer Polizistin, um den Drahtziehern das Handwerk zu legen. Harry kommt dabei an seine Grenzen und befindet sich im wahren Leben nun wie in einem Actionfilm. Durch Finesse und Einfallsreichtum gelingt es ihm Mordanschläge auf sich selbst zu vereiteln und schließlich das Komplott aufzudecken.
Der Autor, eigentlich ein bekannter Schauspieler, schafft mit der Hauptfigur eines wenig erfolgreichen Schauspielers auf Mörderjagd und vielen Anlehnungen an Filmen eine spannende Handlung. Ganz im Stil des Lesegeschmacks wechseln gibt es meist kurze Kapitel und im Lauf des Buches werden die Personen und Handlungen zusammengeführt. Die Handlung ist stringent und spannend und nicht langatmig. Ohne großen Glanz bei Stil und Sprache ergibt sich aber ein spannender Krimi, der für angenehmen Zeitvertreib sorgt.
- Jane Austen
Emma
(101)Aktuelle Rezension von: Ms_ViolinEmma Woodhouse ist schlau, reich und schön – und benötigt für ihr Glück keinen Mann. Obwohl sie selbst niemals heiraten will, hat sie die fatale Idee, eine besonders gute Ehestifterin zu sein. Doch alle ihre Bemühungen führen nur zu Verwicklungen und fehlgeleiteten Flirts. Am Ende aber kommt alles anders, als Emma denkt ...
Emma ist das absolute Gegenstück zu der ruhigen und braven Fanny Price aus „Mansfield Park“. Sie ist nicht nur reich und damit unabhängig von anderen Verwandten, sondern auch absolut von sich selbst überzeugt, hat zu allem und jedem eine klare, eigene Meinung und lässt sich - wenn auch nur ungern - eigentlich nur von Mr. Knightley etwas sagen, während Fanny sich jegliche Kritik immer sehr zu Herzen nimmt und doch ist mir Emma auch nicht viel sympathischer als Fanny. Jane Austen selber ist sogar davon ausgegangen, dass ihre Leserschaft Emma wahrscheinlich nicht sonderlich mögen wird, vielleicht auch gerade, weil sie so unabhängig und vergleichsweise vorlaut ist.
Ich kann nicht einmal genau sagen, woran es bei mir liegt.
Während mir Fanny einfach zu zahm ist, konnte ich dennoch wunderbar und mühelos mit ihr mitfiebern - selbst wenn ihre Männerwahl (ihr Cousin) aus heutiger Sicht sehr befremdlich wirkt.
Bei Emma klappt das nicht ganz so mühelos.
Die Geschichte hat zwar viel Humor, da Emma ständig komplett mit ihrer Einschätzung daneben liegt, während sie gleichzeitig unglaublich von sich selbst überzeugt ist, aber da sich das Muster mehrfach wiederholt, lässt die Wirkung einfach schneller nach.
Ebenfalls ermüdend und einfach anstrengend zu lesen, finde ich Emmas Vater, der so übertrieben vorsichtig und pessimistisch ist, dass auch das irgendwann nicht mehr so richtig amüsant wirkt.
„Emma“ ist für mich wohl auch das Werk Jane Austens mit den meisten Längen und obwohl ich auch hier ihren spitzen Schreibstil und ihre Beobachtungsgabe sehr schätze, kommt es für mich nach vielen Wiederholungen nicht an ihre anderen Werke heran.Auch für Emmas eigene Liebesgeschichte kann ich mich mittlerweile nicht mehr so richtig begeistern. Beim ersten Lesen wird man vielleicht noch mitgerissen von den Verwicklungen und erkennt ebenso wie Emma erst spät, wer der eigentliche und einzige Kandidat für Emmas Herz sein kann, aber wenn ich heute lese, dass der immerhin wohl 17 Jahre ältere Knightley zugibt, dass er im Grunde schon seit Emmas dreizehntem (!) Lebensjahr in sie verliebt sei - auch, wenn er das natürlich erst viel später erkannt hat -, finde ich das eher befremdlich, obwohl ich schon sehr schätze, wie die beiden miteinander umgehen und sich gegenseitig ergänzen. Ich kann nur einfach nicht mehr so mitfiebern wie ich es vielleicht beim ersten Lesen (und selber deutlich jünger) getan habe.
Fazit: „Emma“ ist zwar von Jane Austens spitze Feder und guter Beobachtungsgabe geprägt und auch der Humor kommt nicht zu kurz, für mich gibt es aber einige Wiederholungen zu viel, die dem Humor abträglich sind. Vor allem aber kann ich mit der Protagonistin einfach nicht (mehr) so richtig mitfiebern wie mit anderen von Jane Austen geschaffenen. (3,5 Sterne)
- Bernhard Aichner
Interview mit einem Mörder
(134)Aktuelle Rezension von: CalipsoKurze prägnante Sätze in einer eigenwilligen, jedoch witzigen Lyrik. Ein Glücksfall für alle Krimi Liebhaber. Ein Buch was man bis zum Ende durchlesen möchte. Ich mag die Serie um Max Broll dem Totengräber.
- Nacho Figueras
Die Wellington-Saga - Versuchung
(316)Aktuelle Rezension von: Thalia00Eine entspannte Liebesgeschichte, bei der das Drama nicht zu kurz kommt.
Mir waren die Hauptcharaktere sehr ans Herz gewachsen. Bei den Nebencharakteren konnte ich manche Situationen nicht nachvollziehen.
Auch einige sehr unangenehme Charaktere waren dabei, aber das war wichtig für die Geschichte.
Ich finde zum Schluss ist alles sehr schnell gegangen und wurde etwas übereilt.
Aber alles in allem eine schöne Geschichte mit etwas 🔥🤭
- Alex Herr
Echt dumm gelaufen
(7)Aktuelle Rezension von: hapedahAlle Kurzgeschichten in diesem Buch spielen im wilden Osten und sind jeweils mit Ort und Zeit des Geschehens überschrieben. Ob ein Züchter, der seinen preisgekrönten Hahn beinahe mehr liebt, als seine Ehefrau oder Ganoven, die einen sagenumwobenen Schatz heben wollen oder ein Erpresser, der sich die Reize seiner Frau zunutze machen will, sie alle bekommen am Ende einen gewaltigen Dämpfer und müssen feststellen, dass es für sie echt dumm gelaufen ist. Auch in der Titelgeschichte, die in dem witzigen Bild auf dem Cover dargestellt ist, haben die Ganoven das Nachsehen.
In 30 heiteren Kurzgeschichten hat Alex Herr auf unvergleichliche Weise menschliche Schwächen und unvorhergesehene Wendungen dargestellt, die mich beim Lesen ungemein amüsiert haben. Kurz und knackig geschrieben eignen sich die Geschichten für ein kurzes Lesevergnügen in kleinen Pausen vom Alltag, allerdings konnte ich mich selten nach nur einer Geschichte von dem Büchlein trennen und habe es an wenigen Abenden durchgelesen. Mich haben die Geschichten sehr gut unterhalten und genau das geboten, was ich von einer Kurzgeschichtensammlung erwarte.
Fazit: Die Kurzkrimis sind herrlich amüsant und unterhaltsam, allerdings bleibt es selten bei nur einer Geschichte, wenn man das Buch erst mal zur Hand genommen hat und daher gebe ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
- Felicitas Pommerening
Duo war einmal
(7)Aktuelle Rezension von: Leseratte61Klappentext:
Dominik wohnt außerhalb von Hamburg in einer großen, heruntergekommenen Altbauvilla, die voller Kindheitserinnerungen steckt. Dass das Haus ständig irgendwo auseinanderfällt, gehört dazu. Leider hat die nervtötende Untermieterin Marina dafür keinen Sinn. Immer wieder rattert sie mit Dominik aneinander, erst recht, wenn er ihre Partnersuche stört! Als plötzlich Dominiks Schwester Bianca vor der Tür steht und samt Mann und Kindern einziehen will, ist Dominik richtig froh - und Marina entsetzt. Als kurz danach auch noch Frederik auftaucht, der selbstdeklarierte Aussteiger, ist das Chaos vorprogrammiert. Aber im Garten ist doch wohl noch Platz für seinen Bulli, oder?
Fazit:
Schon das Cover hat mich animiert, dieses Buch näher anzuschauen. Das Cover ist in klaren bunten Farben gestaltet und es fallen ein Haus mit diversen Schäden und ein Bulli auf, der scheinbar um eine Kurve rast und dessen Koffer auf dem Dach auch in Wanken geraten. Als ich den Klappentext gelesen hatte, war mir klar, dass ich diese Geschichte lesen will. Ich erwartete eine Geschichte mit Humor und einigen überzeichneten Klischees. Meine Erwartungen wurden erfüllt.
Am Anfang lernte ich erst einmal die Teenager Dominik, Bianca und Frederik kennen und mit ihnen ihre Sicht auf ihre Freundschaft. Viele Jahre später begegnete ich ihnen wieder, als Dominik in der ererbten Villa gegen den Verfall kämpft und sich dabei mit seiner nervigen Mieterin Marina anlegt, die denkt, sie könne mit Geld alles kaufen und auf einen vernünftigen Umgangston verzichten. Da Dominik ein großes Herz besitzt, ist es für ihn natürlich Ehrensache, dass er seiner Schwester und ihrer Familie Obdach in der Villa gibt. Marina ist davon wenig angetan und rechnet mit chaotischen Zuständen.
Kurz darauf taucht auch noch Jugendfreund Frederik auf, da er sich von seiner langjährigen Freundin getrennt hat. Er campiert dann in seinem Bulli im Garten der Villa.
Ab jetzt kommt Leben in die Bude und natürlich so manche Verwicklung und einige Missverständnisse. Es knallen verschiedene Lebenskonzepte aufeinander und so manche Rollenverteilung wird unter die Lupe gelegt. Sogar Fremdenhass und Rassismus finden Eingang in diese humorvolle Geschichte. Ich rechnete mit einer lockeren Lektüre und war überrascht, wie viel Tiefgang sich in ihr verbarg. Die Charaktere erschienen teilweise recht festgefahren in ihrer Rolle und sehr extrem in ihrer Meinung. Dennoch erschienen sie mir authentisch und realistisch. Die Geschmäcker sind bekannter Weise verschieden und ich stelle fest, dass mir die Geschichte in ihrem Chaos und mit ihren Klischees gefallen hat. Ich habe das bekommen, was ich erwartet habe.
Für mich war es eine lockere, turbulente Lektüre, mit Wendungen, die ich so nicht erwartet habe, die mich allerdings zum Schmunzeln brachten. Das Ende hätte etwas ausführlicher sein können, das ging mir dann ein wenig zu schnell. Plötzlich bekommen fast alle Charaktere genau das, was sie wollten und sind glücklich. Ein Happy End ist immer wieder schön, dieses kam mir dann doch zu schnell um die Ecke.
Ich empfehle das Buch trotzdem weiter, da es sich flott lesen lässt und für gute Unterhaltung sorgt. - Marlena Noah
Daniel's Gate: Der Lauf der Welt
(15)Aktuelle Rezension von: Fay1279Samantha Keller ist eine sehr junge Frau, die in New York versucht ihre verkorkste Kindheit aber auch ihre große Liebe zu vergessen. Sam versucht es auf ihre eigene Art bis ein Anruf alles verändert und sie sich ihrer Vergangenheit stellen muss. Zu ihrer Vergangenheit gehört nun mal auch Timothy, ihre Jugendliebe und auf ihn trifft Sam als sie in das kleine verschlafene Örtchen zurückkehrt. Und somit nimmt die Geschichte ihren Lauf….
Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch mit viel Freude gelesen. Es ist kein typischer Liebesroman in dem es nur so trieft, sondern eine Geschichte mit Tiefgang. Wir alle stellen uns hin und wieder die Frage: „Was wäre, wenn ich …. getan hätte. Und genau darum geht es in diesem Buch. Wie viele Geheimnisse oder Unausgesprochenes kann eine Liebe verkraften. Wieviel selbst eingeredete Schuld kann ein Mensch ertragen? Und was geschieht, wenn man sich den Menschen denen man vertraut nicht ANvertraut?
Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine Art Reise. Sie führt ihn auf 3 verschiedene Zeitebenen. Die Ebene in der die Geschichte passiert mit Rückblenden in die Jungend von Samantha und Timothy und in die Zukunft um zu zeigen was für ein dramatisches Ende alles nimmt. Dies Story ist so komplex und gut strukturiert, dass man immer weiterlesen muss. Die einzelnen Kapitel haben einen immer wiederkehrenden Aufbau, wobei am Anfang eine Art Einleitung durch einen Erzähler erfolgt und am Ende des Kapitels Zitate, die meist aus Songtexten stammen. Bis zu Schluss kann man immer wieder nur raten, wer dieser Erzähler sein könnte.
Der Schreibstil selbst hat mich von der ersten Zeile an verzaubert. Die Autorin hat es geschafft, mich mit einem so zarten und doch bildgewaltigen Wortfluss zu überraschen, dass ich über kleine Längen in der Story hinweggehoben wurde. Der Schreibstil passte einfach zu den Protagonisten, zu den Schauplätzen und der ganzen Geschichte. Egal ob geschimpft, geweint oder gelacht wurde, als Leser hatte man das Gefühl dabei zu sein.
Die Protagonisten polarisieren sicherlich. Auch ich war nicht immer zufrieden mit den Entscheidungen von Samantha und Timothy aber man darf nicht vergessen, dass sie sehr sehr jung waren und auch noch sind und daher vielleicht nicht mit allen Situationen umgehen können. Aber eins möchte ich sagen: „Freunde, wie Sam sie hat sind unbezahlbar!“
Fazit
Ich habe es wirklich genossen, Sam auf ihrem Weg zu begleiten. Ich hatte das Gefühl, neben ihr zu stehen und alles hautnah zu erleben. Jedoch bin ich etwas hin und her gerissen. Ich möchte für dieses Buch gern 5 Sterne vergeben aber dazu war mir die Unbeständigkeit Samanthas einfach einen Ticken zu viel. Das hat dem Buch eine unnötige Länge gegeben. 4 Sterne sind jedoch definitiv zu wenig.
Trotzdem bekommt es eine klare Leseempfehlung, denn der Schreibstil ist einfach unbeschreiblich toll.
4,5 von 5 Sternen
- Marien Loha
Baking Bad – In roten Pfützen spielt man nicht
(8)Aktuelle Rezension von: katercarlIrgendwo zwischen Guy Ritchie und Tarantino ist der Inhalt dieses Romans tatsächlich anzusiedeln.
Wer skurrile Charaktere und einen etwas anderen Schreibstil mag, kommt hier voll auf seine Kosten!
Konditor Eddy stolpert durch einen unglücklichen Zufall in die Fänge einer kriminellen Organisation. Dort trifft er auf den berüchtigten Kyrios – einen schwergewichtigen Gangsterboss, der von Eddys Torten nicht genug bekommen kann. Gemeinsam mit Lin, einer ehemaligen Prostituierten mit Putzfimmel und einem geschwätzigen Koch mit einem Axolotl als Haustier, muss Eddy für die Organisation nun Kuchen backen. Gefährlichen Kuchen. Und als wäre das der Absurditäten nicht genug, ist ihnen auch noch ein Polizist auf den Fersen, der glaubt, ein Untoter zu sein.
Der Roman kommt ohne klassische Erzählstruktur und Spannungsbögen aus, er weist jedoch einen roten Faden auf, dem leicht zu folgen ist. Vier verschiedene Ich-Erzähler führen durch die Story, was aber, genau wie die teilweise zu gewollt skurrilen Beschreibungen der Charaktere, diesen Roman ausmacht..
Großartig! Klare Leseempfehlung!
- Tine Ratig
Katharina, Marie und ihre vier Männer
(13)Aktuelle Rezension von: Wurm200Tine Ratig, Hannah Wilhelm
Katharina, Marie und ihre vier Männer
Goldmann
Autor: Tine Ratig, 32, war auf der Deutschen Journalistenschule in München und hat an der LMU Diplom-Journalistik und Biologie studiert. Sie arbeitet als Redakteurin und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Töchtern in München. (Quelle: Goldmann)
Hannah Wilhelm, 36, arbeitet als Redakteurin bei der Süddeutschen Zeitung in München und lebt mit zwei eigenen und zwei geliehenen Söhnen im Voralpenland. Sie hat die Deutsche Journalistenschule in München besucht, an der LMU Diplom-Journalistik studiert und in Kommunikationswissenschaften promoviert. (Quelle: Goldmann)
Die Inhaltsangabe gestaltet sich bei diesem Buch etwas schwieriger als sonst, was daran liegt das dieses Buch die Handlung auch auf eine andere Art und Weise erzählt, als es normalerweise der Fall wäre. Aus diesem Grund lasse ich die Inhaltsangabe diesmal auch weg und beginne sofort mit meiner Meinung.
Die Angabe der Kapitel fällt bei diesem Buch auch weg, was daran liegt das es 1. keine wirklichen Kapitel gibt und 2. es wären einfach zu viele zum Aufzählen. Die Überschriften über den einzelnen Abschnitten sind dick gedruckt und bestehen jeweils aus Datum und Absender. Somit lässt sich die Handlung auch sehr gut verfolgen, dies ist auch nötig, da es ohne diese Angaben für den Leser relativ schwer wäre, die einzelnen Textabschnitte zuzuordnen. Wie oben schon angedeutet, wird die Handlung nicht in einem Fließtext erzählt, sondern in einer Art Dialog der beiden Hauptpersonen. Diese schreiben sich Briefe, Mails und SMS, welche der Leser dann lesen kann. Eine für mich völlig neue Art der Erzählung, die mich persönlich auch leider nicht ganz mitreißen konnte. Zwar kann man das Buch so jederzeit aus der Hand legen und später weiterlesen, jedoch haben die Abschnitte meinen Lesefluss erheblich gestört. Auch die Thematik die im Buch aufgegriffen wird, habe ich schon des öfteren zu lesen bekommen. Zwei Frauen, die sich in ihrer alten Beziehung nicht mehr wohlfühlen, lernen jemand neuen kennen. So lässt die Thematik sich kurz zusammenfassen. Dabei gehen beide Hauptcharaktere unterschiedlich mit der Situation um, was der Leser auch an der Konversation bzw. den Ratschlägen erkennen kann.
Cover: Die Grundfarbe des Covers ist blau. Lediglich der Buchrücken hebt sich mit seiner gelben Farbe ab. Das Cover ist beim Befühlen leicht geriffelt. Auf der Vorderseite sind neben Autor und Titel, auch noch 4 Blumen abgebildet. Diese lassen Platz für Interpretationen im Zusammenhang auf den Inhalt des Buches. Auch der Titel des Buches steht im direkten Zusammenhang zum Inhalt.
Fazit: Mich konnte das Buch leider nicht wirklich überzeugen. Das könnte aber auch daran liegen, dass ich es als Mann gelesen habe, weshalb ich mich ein wenig zurückhalte bei der Wertung. Die ungewöhnliche Erzählform, die der Autor gewählt hat, konnte auch an diesem Eindruck nichts ändern. Für alle, die sich jedoch einen eigenen Eindruck verschaffen wollen, sollten sich das Buch zulegen. Gerade bei einem Preis von knapp 9 Euro kann man nicht meckern. Von mir gibt es 3/4 Sterne.
Klappentext: Katharina und Marie, beide Anfang 30, sind seit Ewigkeiten beste Freudinnen, wenn sie auch mittlerweile in entgegengesetzten Ecken des Landes wohnen. Also schreiben sie sich. Briefe, SMS und vor allem Mails, und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit. Denn obwohl sie eigentlich glücklich verheiratet sind, bleibt der große Zweifel: War’s das jetzt schon? Ist das wirklich der Mann für den Rest des Lebens? Dann passiert allen beiden der Beziehungs-GAU: Sie verlieben sich fremd, Katharina in Karsten und Marie in Tom. Und in ihrem Leben bricht das Chaos aus: bleiben oder gehen? Die kleine, wohlvertraute Alltagsödnis – oder der große Sprung in einen ungewissenen Traum? (Quelle: Goldmann)
Autor: Tine Ratig, Hannah Wilhelm
Titel: Katharina, Marie und ihre vier Männer
Verlag: Goldmann
Genre: Roman
Seiten: 256
Preis: 8,99
ISBN: 978-3-442-48414-0
http://wurm200.blogspot.de/ - María Dueñas
Wenn ich jetzt nicht gehe
(90)Aktuelle Rezension von: awogfliWas für eine Lese-Qual war dieses langatmige Abenteuerbuch fast ohne Abenteuer, diese furchtbare Schmonzette. Ich fragte mich die ganze Zeit, was die Spanier so an dieser Autorin und ihrer Art zu erzählen finden. Dramaturgisch hat dieses Werk die Qualität einer Telenovela mit gefühlten 1000 Folgen, die Handlung ist alles andere als rasant, es passiert sehr wenig aber es zieht sich ewig laaang. Sprachlich hatte ich ohnehin keinen Anspruch an dieses Werk. Ständig zählte ich die Seiten, die ich noch lesen musste, aber wegen der Autorinnenchallenge habe ich bis zum Ende durchgehalten.
Am Ende ist ist der beinharte Abenteurer auch noch in einer romantischen schmalzigen Verwicklung gefangen, ihm schlottern die Knie und Schmetterlinge flattern im Bauch - wäh das ist furchtbar und total glaubwürdig (Ironie off). Ganz zum Schluss wollte ich aber dann auch wie bei einem Autounfall, bei dem man nicht wegschauen kann, wissen, wie die Autorin die gesamten Intrigen auflöst.
Fazit: Wer kein Spanier ist und Telenovelas nicht liebt, sollte tunlichst die Finger von diesem Buch lassen. - Julie Marsh
Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich
(66)Aktuelle Rezension von: Annis-BuecherstapelDas Cover gefällt mir und ich finde, es passt zu dieser Geschichte.
Emma liebt das Theater und würde gern eine erfolgreiche Autorin für Theaterstücke werden. Doch dann gerät sie in eine Notlage und muss eine Dienststelle als Gesellschafterin bei Lady Darlington antreten, die ihre Tochter Anthea gern mit dem reichen Mr. Livingston verheiraten möchte. Da nichts funktioniert, damit sich die beiden näher kommen, schreibt Emma ein Theaterstück für die beiden. Doch auch das hilft nicht. Vielmehr scheint es so, als würde sich Anthea nur zu dem Dandy Mr Beauchamp hingezogen fühlen, doch auch Emma lässt er nicht kalt.
Emma ist eine liebevolle und herzliche junge Frau. Sie meint es mit allen gut und ist äußerst gutgläubig. Nicht selten gerät sie dadurch in Schwierigkeiten und muss gerettet werden. Trotzdem merkt man, wie wichtig es ihr ist ihre Lieben zu beschützen und sie gönnt allen nur das Beste. Ihren großen Traum konnte ich total nachvollziehen, aber auch dahingehend ist sie etwas blauäugig. Trotzdem lässt sie sich bei keinem Rückschlag beirren und kämpft weiter für ihr Ziel. Mir persönlich war sie aber etwas zu naiv, was schon fast klischeehaft wirkt. Aber sie ist in jedem Fall super sympathisch.
Ambrose fand ich auch sympathisch und ein bisschen gewitzt. Er hat nicht nur mich gut unterhalten. Ich mochte, wie er Emma wieder provoziert und herausfordert. Wie er sich ansonsten in der Damenwelt bewegt hat, ist für einen Dandy in der vorherrschenden Zeit wohl normal. Im Umgang mit Emma fand ich ihn jedoch zum Teil schwierig. Ich konnte grundsätzlich nachvollziehen, war um er ist, wie er ist, trotzdem hätte ich mir etwas mehr Zuneigung gewünscht. Im Laufe der Geschichte wird ihm dann aber einiges deutlich, so dass man eine schöne Entwicklung erkennen kann.
Alle anderen Figuren haben mir auch gut gefallen und haben die Gesamthandlung sinnvoll ergänzt.
Die Handlung hat mir insgesamt gut gefallen. Es gibt viele kleinere und größere Konflikte und überraschende Wendungen. Die Geschichte ist schon recht humorvoll und unterhaltsam und ich bin schnell durchgewesen. Die gewählten Themen waren durchaus interessant, aus meiner Sicht aber nur recht oberflächlich bearbeitet. Das hat aber zu dieser Geschichte gepasst. Und das Ende war dann mal etwas anderes und hat mich so auch abgeholt.
Den Schreibstil fand ich gut. Alles leist sich locker und flüssig. Sprachlich passt alles in die vorherrschende Zeit. Die Dialoge sind unterhaltsam und humorvoll. Die Beschreibungen des Settings und die atmosphärischen Beschreibungen haben ein Bild vor meinem inneren Auge entstehen lassen. Und auch die Darstellung der emotionalen Ebene war für mich gut. Man konnte sich in die Figuren hineinversetzen und sie im Grunde auch alle nachvollziehen.
Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung (4/5 Sterne), weil Emma und Ambrose schon recht sympathisch sind, weil die Geschichte durchaus unterhaltsam ist und weil der Schreibstil locker und leicht ist. Ein halbes Sternchen ziehe ich aber ab für Emma. Die war mir persönlich einfach ein bisschen zu naiv. Ein weiteres halbes Sternchen ziehe ich ab, weil ich die Handlung insgesamt etwas klischeehaft und vorhersehbar fand. Das ist aber nur mein persönlicher Geschmack. Trotzdem lohnt es sich in jedem Fall diese Geschichte zu lesen.
Vielen Dank an Julie Marsh und den atb-Verlag für diese Geschichte.
- Ilke S. Prick
Vergissmeinnicht war gestern
(30)Aktuelle Rezension von: BambisusuuDer Liebesroman "Vergissmeinnicht war gestern" wurde von der deutschen Autorin "Ilke S. Prick" geschrieben und ist 2016 im "Insel Verlag" erschienen.
Marieke , Mitte vierzig, hat sich ein perfektes Leben mit einer glücklichen Beziehung erhofft. Doch als ihr langjähriger Freund Jochen sie wegen einer jungen Frau verlässt, muss Marieke ihr Leben komplett umkrempeln. Plötzlich steht sie mit 17 Umzugskartons in einer fremden Wohnung und das ganz alleine. So hatte Marieke sich das nicht vorgestellt. Mit Hilfe ihrer Schwester und ihrer besten Freundin sortiert sie ihr Leben neu. Außerdem findet sie Freude an einem namenlosen Hund und bekommt tatkräftige Unterstützung von ihrer Hausgemeinschaft. Marieke blüht auf, was auch ihrem Ex nicht unbemerkt bleibt...
Die Autorin gestaltet diesen Roman mit viel Freude und Unterhaltung. Durch die netten Charaktere und den lustigen Situationen gelingt es ihr eine wohlige Atmosphäre zu schaffen. Somit hatte ich beim Lesen viel Freude. Um den Titel gerecht zu werden, hat die Autorin die Überschriften der einzelnen Kapitel mit Blumennamen bezeichnet, was ich ganz niedlich gewählt finde.
Mariekes Leben wird in diesem Buch in vollen Zügen geschildert und zeigt das Auf und Ab ihrer Gefühle. Als Leser taucht man gerne in ihre emotionale Lage und schaut gerne dabei zu, wie sie ihr Leben nach ihrer Vergangenheit meistert. Marieke ist eine liebevolle Person und weist authentische Stärken und Macken auf. Somit gewinnt die Handlung an Sympathie. Ihre manchmal doch chaotische Art sorgt für gute Stimmung und bringt einen zum Schmunzeln. Trotzdem versucht Marieke ihr Leben so gut es geht auf Vordermann zu bringen und lernt dadurch nette Menschen kennen.
Im Laufe der Geschichte sieht man gespannt, wie aus Marieke eine starke und selbstbewusste Frau wird. Denn sie kann sehr wohl auf ihren eigenen Füßen stehen. Damit hat ihr Ex-Freund Jochen nicht gerechnet und ist selbst ganz überwältigt. Doch nichts bringt sie vom richtigen Weg ab und meistert ihr Leben grandios.
Mariekes authentische Art macht sie liebenswürdig, denn jeder hat seine Macken. Ilke S. Prick schafft es mit Witz und Charme eine realistische, nachdenkliche, aber auch humorvolle Geschichte zu schreiben und weckt in mir eine entspannte Atmosphäre!
- John Bude
Mord in Cornwall
(34)Aktuelle Rezension von: ReiShimuraIm Vergleich zu anderen, modernen Krimis wirkt das Cover des Buches auf den ersten Blick vielleicht ein klein wenig altbacken. Dies liegt vor allem daran, dass das Buch bereits 1935 erstmalig erschienen ist und dann leider in Vergessenheit geriet. Seit einigen Jahren schon nimmt sich der Klett Cotta Verlag diesen Schätzen an und liegt sie neu auf. Eine wunderbare Entscheidung des Verlages, die nicht nur mich, sondern auch ganz viele andere Krimifans mehr als nur freut. Denn auch wenn es immer wieder Autorinnen und Autoren gibt, die Kriminalromane im Stile des „goldenen Zeitalter der Kriminalität“ schreiben, so ist dies doch immer etwas anderes wie ein Original.
Das man hier ein Originalwerk aus den 1930iger Jahren vor sich hat merkt man bereits nach wenigen Sätzen. Der Schreibstil ist, ähnlich wie das Cover, aus heutiger Sicht ein wenig altbacken oder um es positiver zu formulieren, ein wenig antiquiert. Für mich persönlich macht dies aber gerade den Charme aus. Auch Actionszenen sucht man in diesem Roman vergeblich. Denn bei diesem Buch handelt es sich um einen klassischen britischen Kriminalroman, die auch gerne als „Whodunnit“ Romane bezeichnet werden. Im Vordergrund steht die Suche nach dem Mörder und dies nicht nur für die beiden Hauptpersonen Reverend Dodd und Inspector Bigswell. Die Art und Weise wie das Buch geschrieben wurde lädt förmlich dazu ein, dass der Leser oder die Leserin mitüberlegt und -rätselt.
Das Erzähltempo des Buches ist sehr gemächlich und Freunde von spannungsgeladenen und aufregenden Romanen, sollten wohl besser die Finger von dem Buch lassen, um Enttäuschungen zu vermeiden. Denn der Autor widmet sich sehr ausgiebig der Beschreibung der Landschaft und der Suche nach Hinweisen. Dabei scheut er auch nicht davor zurück bereits entlastete Verdächtiger wieder zu Verdächtigen zu machen. Besonders gut gefallen hat mir dabei die Darstellung der unterschiedlichen Herangehensweisen von Dodd und Bigswell, die sich dann aber doch perfekt ergänzen.
Viele der eingeführten Charaktere bleiben eher seicht und zweidimensional. Das mag zwar auf den ersten Blick ein wenig schade sein, aber ist meiner Meinung nach typisch für diese Art von Roman. Personen sind zwar wichtig bei der Suche nach dem Mörder (oder der Mörderin), aber tiefere Einblicke in das Seelenleben eben dieser ist uninteressant.
Im Nachwort wird erwähnt, dass es das Ziel des Autors John Bude, der eigentlich Ernest Carpenter Elmore hieß, bei seinen Ausflügen in das Krimigenre darum ging, leichte Unterhaltungslektüre zu schreiben. Dies hat er meiner Meinung nach auch getan und noch dazu auf eine großartige Art und Weise. Einen Vergleich mit anderen Größen dieser Ära erspare ich mir an dieser Stelle.
- William Shakespeare
Das Wintermärchen
(22)Aktuelle Rezension von: sansolLeontes, König von Sizilien hat seinen besten und langjährigen Freund Polixens, König von Böhmen, zu Besuch. Aus heiterem Himmel verdächtigt er seine Frau Hermione ein Verhältnis mit Polixenes zu haben und niemand schafft es, ihn von diesem Gedanken abzubringen. Das Unheil nimmt seinen Lauf und findet erst viele Jahre später seine Auflösung.
Wie bei vielen Stücken von Shakespeare fällt es mir am Anfang schwer die Geschichte nachzuvollziehen. Leontes‘ Verhalten lässt mich nur absolut irritiert die Augen rollen. Aber lässt man sich einmal ganz einfach auf die Story ein so wird man gut unterhalten. Shakespeare stellt die Charaktere in ihrem Verhalten schlüssig dar und führt gekonnt nach einigen Wirren zum guten Ende hin. Logische Fehler wie z.B. dass das Reich Böhmen keine Küste hat betrachte ich als künstlerische Freiheit (oder damals mangelnde Information).
Zwar durchaus eine Leseempfehlung aber primär eine Bühnenempfehlung!! - Nelly Berlin
Liebe, Glück und Schokolade
(16)Aktuelle Rezension von: schafswolkeJack hat genug von Hollywood und gönnt sich eine Auszeit bei seinem Bruder Thomas in London, doch auch dort erwarten ihn nicht nur Friede und Harmonie. Als sein Bruder für einen Auftrag nach Wien muss, fährt er kurzerhand mit. Kaum dort angekommen trifft er auf den rothaarigen Wirbelwind Mina.
Die hat es für ihren ersten Auftrag als Detektivin ebenfalls nach Wien verschlagen. Sie ist einer Kunstfälscherbande auf der Spur, doch allzu gerne lässt sie sich von Jack ablenken.
So viel mehr will ich gar nicht verraten, außer folgendes. Die Geschichte liest sich fasst von alleine. Sie spritzig, witzig, turbulent und hat charmante Figuren. Dazu gibt es eine spannende Geschichte rund um ein paar Kunstfälscher.
Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und ich war traurig als ich Jack und Mina verlassen musste.
Ich vergebe hier volle 5 Sterne für diese kurzweilige Unterhaltung. - Rolf Uliczka
Surfermord in Neuharlingersiel. Ostfrieslandkrimi
(37)Aktuelle Rezension von: HexipexiDas Cover versetzt den Leser gleich in vermeintliche Urlausstimmung.
Surfen, Daten ... - alles was das Herz begehrt.
Doch auch das Morden ist in Ostfriesland - ein sympathisches Ermittlerteam.
Der Autor schafft es, den Leser gleich nach Neuharlingersiel zu bringen.
Man begleitet die Protagonisten gleich mit.
Der Schreibstil ist sehr gut.
Spannung - die Seiten fliegen nur so dahin.
Ein guter Krimi.























