Bücher mit dem Tag "vesuv"
10 Bücher
- Robert Harris
Pompeji
(355)Aktuelle Rezension von: JosseleDie Originalausgabe des Romans erschien 2003 unter demselben Titel. Wie der Titel erahnen lässt, geht es in diesem historischen Roman um den Untergang der römischen Stadt Pompeji im Jahr 79 n.Chr. durch den Ausbruch des Vesuv. Die Handlung erstreckt sich über vier Tage, beginnend zwei Tage vor dem Ausbruch. Der junge Wasserbaumeister Attilius hat erst kürzlich die Verantwortung für die Aqua Augusta, also die ehemalige Wasserleitung um den Vesuv herum, die heute als Serino-Aquädukt bekannt ist, übernommen, als die Wasserzufuhr in einigen Städten versiegt. Attilius Aufgabe ist es, die Funktionsfähigkeit des Aquädukts wieder herzustellen. Doch der reiche ehemalige Sklave Ampliatus sieht in der Person des Wasserbaumeisters ein Problem, das er loswerden will.
Vom Autor ist bekannt, dass er sich bei seinen historischen Romanen, auch wenn er natürlich Fiktion und Wirklichkeit vermischt, um Faktentreue bemüht. Von daher finde ich, es macht Sinn, sich während der Lektüre im Internet über einige der erwähnten Personen und Dinge, z.B. den Aquädukt oder das Trinkwasserreservoir (Piscina mirabilis) etc. kundig zu machen, um die Zusammenhänge besser zu verstehen. Dank der Wikipedia ist das heutzutage ja problemlos möglich und die damaligen historischen Gegebenheiten dürften den wenigsten genau bekannt sein. Die historische Genauigkeit, soweit überhaupt möglich für diese lange zurückliegende Zeit, ist eines der Pluspunkte dieses Romans.
Die technischen Beschreibungen sind oftmals sehr unverständlich geschrieben, so dass es mitunter schwierig ist, sich den Sachverhalt vorzustellen, z.B. als es darum geht, das eigentliche Problem an dem Aquädukt zu schildern. Das ist dem Autor nicht besonders gut gelungen. Ganz im Gegensatz dazu, so finde ich, ist die Beschreibung des Vulkanausbruchs sehr anschaulich. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie das aussah.
Die Figurenzeichnung ist für meinen Geschmack etwas zu holzschnittartig, es gibt praktisch nur ehrlich und gut und auf der anderen Seite böse und korrupt. Das war auch im alten Kampanien sicher nicht so. Es ist eigentlich schade, dass der Autor, der sich große Mühe gegeben hat, die historische Wirklichkeit zu recherchieren, was man auch an der im Nachwort enthaltenen umfangreichen Literaturliste sehen kann, nicht ein bisschen mehr Aufwand betrieben hat, um die fiktiven Protagonisten realitätsnaher und damit glaubwürdiger zu gestalten. Drei Sterne.
- Alberto Angela
Pompeji
(24)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeVon der Geschichte von Pompeji hat sicherlich schon jeder von uns gehört. Eine Stadt aus der Antike, die nach dem Ausbruch des Vesuvs am 23. Oktober 79 n.Chr. unter Vulkan- und Lavamassen begraben wurde. Tausende von Menschen fanden dabei den Tod. Die untergegangene Stadt wurde fast 2000 Jahre später erst wieder entdeckt und die Ausgrabungen laufen noch bis heute. Gipsabdrücke von Menschen im Moment ihres Todes, Straßen und Gassen, die Stadt wird Stück für Stück freigelegt und erzählt uns eindrucksvoll ihre Geschichte. Doch was passierte damals am tragischen Tag genau ? Wie lebten die Menschen damals ? Was mögen sie kurz vor und in ihren letzten Stunden des Lebens gefühlt und erlebt haben ?
Alberto Angelo verbindet in diesem Buch geschickt wissenschaftliche Fakten verbunden mit einem romanartigen Charakter. Dadurch ist das ganze kein trockenes langatmiges Sachbuch, sondern lässt sich sehr spannend und mitreißend lesen. Alberto Angelo nimmt den Leser mit auf eine Reise durch Pompeji und die Nachbarorte. Anhand von diversen (tatsächlich nachweislich existenten Persönlichkeiten) aus diesen Städten beschreibt er das Leben in Pompeji an Tag vor dem Ausbruch bis hin zum Ausbruch und danach. Er nimmt seine Leser regelrecht an die Hand, schreibt in Form von einem "wir", zieht mit uns durch die Straßen und Häuser. Dadurch erlebt man einen ganz alltäglichen Alltag der in der Tragödie endete. Daneben gibt es die wissenschaftlichen und historischen Fakten. Historische Funde werden in die Geschichte mit eingewebt, wir erfahren was wem gehörte. Die verschiedenen Häuser werden dargestellt, die Bauweise, die Malereien, die Sitten und Bräuche. Sklaven, hohe Persönlichkeiten, Bäcker und andere Bewohner. Die "Graffitis", die noch heute erkennbar sind. Und was vorallem beeindruckend war, der Ausbruch selber. Die verschiedenen Phasen werden eindrucksvoll beschrieben und erklärt. Der Leser hat das Gefühl mittendrin zu sein und sich doch das Ganze von außen, von der sachlichen Perspektive zu betrachten.Mein Fazit: Hier wird Geschichte lebendig. Genau so beeindruckend wie das Cover, ist auch der Bildteil im Buch selbst, bei dem wir nicht nur Fotos aus Pompeji sehen, Menschen und Straßen, sondern auch rekonstruierte Grafiken von z.B. dem Inneren der Gebäude. Für jeden geschichtsinteressierten Menschen absolut spannend mehr zu erfahren und tiefer einzutauchen.
- Mary Beard
Pompeji
(5)Aktuelle Rezension von: KatzenaugeDas Buch „Pompeji – Das Leben in einer römischen Stadt“ von Mary Beard lässt den Leser authentisch in das Leben im antiken Pompeji eintauchen.
Der Leser begleitet die Autorin durch folgende Kapitel:
Einführung (Seite 7 - 40)
Das Leben in einer alten Stadt (Seite 41 - 76)
Straßenleben (Seite 77 - 114)
Heim und Herd (Seite 115 - 166)
Malen und Dekorieren (Seite 167 – 207)
Seinen Lebensunterhalt verdienen (Seite 208 – 255)
Wer regierte die Stadt? (Seite 256 – 293)
Die Freuden des Körpers: Speisen, Wein, Sex und Thermen (Seite 294 – 342)
Spaß und Spiele (Seite 343 – 376)
Eine Stadt voller Götter (Seite 377 – 421)
Diesen schließen sich ein Epilog über die Stadt der Toten, sowie Informationen zur Besichtigung, Literaturhinweise, Verzeichnisse der Pläne und Zeichnungen, ein alphabetisches Register und ein Grundriss von Pompeji, an. (Seite 422 – 478)
Dieses unglaublich interessante und umfangreiche Buch liefert einen spannenden und authentischen Wissensschatz über das Leben in Pompeji vor dem Vulkanausbruch.
Die Autorin vermittelt Geschichte zum Anfassen, es gelingt ihr hervorragend, durch ihren lebendigen und bildhaften Schreibstil, Pompeji vor dem Auge des Lesers wie sprichwörtlich Phönix aus der Asche auferstehen zu lassen. Mary Beard beleuchtet interessante und teils überraschende Details aus dem Alltagsleben der Pompejaner. Sie widmet sich unter anderem Fragen die dem normalen Besucher oder Geschichtsinteressierten vielleicht noch gar nicht in den Sinn gekommen sind, wie, z.B., das nächtliche Leben auf den Straßen ohne Straßenbeleuchtung aussah etc.. Es finden sich auch immer wieder kleine Abbildungen, Fotografien und Pläne von Gegenständen, Kunstwerken und Häusern.
Sehr gut gefällt mir auch, dass die Autorin nie stur nur ihre alleinige Meinung vertritt, im Gegenteil, sie diskutiert verschiedenste Thesen, Ansätze und Vermutungen der Forschung, lässt diese dann entweder so stehen, oder teilt dem Leser mit, zu welchem Ansatz sie eher tendieren würde. Bei Fragen die zweifellos geklärt wurden, gibt sie selbstverständlich auch ohne Diskussion die Lehrmeinung wider.
Fazit: Ein faszinierendes Buch, das lebendige Geschichte und sehr interessantes Wissen vermittelt. Da ich Pompeji bereits besucht habe, konnte ich mir natürlich vieles real vorstellen bzw. mit Fotos vergleichen. Doch die Lektüre dieses ungemein interessanten und spannenden Buches hat mich noch mehr darin bestätigt dieser antiken Stätte auf jeden Fall noch einen, oder mehrere Besuche abzustatten, und durch das erworbene Wissen noch genauer hinzusehen. Der historische Schauplatz ist faszinierend, eine ganze Stadt konserviert für die Ewigkeit. Das Buch eignet sich hervorragend für alle Geschichtsinteressierten und (zukünftigen oder ehemaligen) Pompejibesucher.
Mir wurde freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies nimmt keinen Einfluss auf meine ehrliche Meinung. - Astrida Wallat
Dolce Vesuvio. Ein Italien-Roman.
(43)Aktuelle Rezension von: Kat.JaCarlotta, genannt Lollo, ist Archäologiestudentin aus Leidenschaft. Von ihrem Professor unterstützt, bekommt sie die Möglichkeit an einer Ausgrabung in Pompeji mitzuarbeiten! Einziger Wermutstropfen ist: Auch der überhebliche Alessandro soll mit nach Kampanien reisen!
Am Fuß des Vesuv ist Lollo dann in einer komplett neuen Welt angekommen. Die Arbeit und auch das Leben in Bella Italia entwickeln sich ganz anders als erwartet.
Lollo hofft auf eine große Entdeckung, findet neue Freunde und vielleicht die große Liebe...
Wie der Titel ja schon vermuten lässt, spielt diese heitere Liebesgeschichte im Raum Neapel und rund um den Vesuv.
Die Hauptprotagonistin Lollo ist eine unglaublich sympathische, aber auch leicht verpeilte junge Frau. Ihre offene und lockere Art lässt sie schnell Freunde finden - sie nach und durch Pompeji zu begleiten, macht unglaublichen Spaß!
Das es zu einem literarischen Happy-End zwischen ihr und Alessandro kommen wird ist von Beginn an klar - aber der Weg dahin ist unglaublich lustig beschrieben! Die Dialoge der beiden, der verbale Schlagabtausch, erinnern an klassische Screwball-Komödien!
Mir haben die Beschreibung von Pompeji und auch die kurzen historischen Erklärungen dazu richtig gut gefallen. Sie waren sehr bildhaft und realistisch!
Da ich die berühmte verschüttete Stadt schon einmal besucht hatte, habe ich mich direkt dorthin zurückversetzt gefühlt!
Auch war für mich die ganze Atmosphäre, vermittelt u.a. durch die "Familia", typisch italienisch dargestellt und haben Reiselust geweckt!
Der Schreibstil der Autorin ist, wie die komplette Handlung, locker-leicht und macht die Geschichte zu einer wunderbaren Sommerlektüre.
Ich hatte jedenfalls während und nach dem Lesen Lust auf Pasta, Wein und Urlaub in Italien!
- Thomas Kowa
Im Land der Mafiosi
(23)Aktuelle Rezension von: Frank1Klappentext:Ein humorvoller Kurzkrimi
Eine Kreuzfahrt in italienischen Gefilden, ein Heiratsschwindler auf der Suche nach einem letzten großen Coup und zwei Frauen. Die eine schön, aber arm, die andere unermesslich reich. Wie wird er sich entscheiden? Und kann er das überhaupt noch?
Rezension:
Er macht eine Mittelmeer-Kreuzfahrt, doch für ihn ist das kein Urlaub. Als Heiratsschwindler muss man schließlich auch sein Geld verdienen. Das ist schwer genug, denn das Opfer seiner Wahl ist natürlich die ältliche Reiche, auch wenn die junge Frau natürlich erheblich mehr Spaß verspräche. Für Landgänge bleibt da keine Zeit, aber die wären im Land der Mafiosi ohnehin viel zu gefährlich. Denn er ist schließlich vorsichtig, sonst wäre er nie dahin gekommen, wo er jetzt ist.
Die Abenteuer eines Heiratsschwindlers, serviert von Thomas Kowa – muss man mehr sagen? Wer die Kurzgeschichten des Autors kennt, wird natürlich sofort ahnen, dass da manches ganz anders ist, als es zunächst scheint. Selbstverständlich bleibt Kowa auch in diesem ‚Krimi‘ seinem Stil treu. Seinen Fans kann es nur recht sein.
Fazit:
Ein Heiratsschwindler und eine schwere Entscheidung. Für den Leser ist die Entscheidung um so einfacher: Kaufen!
Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog
Dem Eisenacher Rezi-Center kann man jetzt auch auf Facebook folgen.
- Mark Gatiss
The Vesuvius Club
(8)Aktuelle Rezension von: AlaisLucifer Box is by no means the most likeable chap in the universe – he is extremely arrogant and sometimes seemingly cold-blooded. His first name fits him perfectly was my first impression as he shocked me right at the beginning with what he did to Mr. Supple... (I only later learned that "lucifer box" refers to a matchbox in English and was also a nick-name Charles Dickens gave to his daughter because of her temper - a lot of food for thought for us readers and quite fitting for a novel in which a volcano plays an important role). But Lucifer's sharp intelligence, a certain spring in his steps and a very British elegance in his demeanour made it nonetheless a pleasure for me to follow his adventures and finally I even grew to like him.
A bit like a non-conventional James Bond, he compensates the mortal dangers he faces as a secret agent with a lust for life, seeking (sexual) pleasures with men and women alike. A refreshing and wonderful openness!However, this story is definitely not for the faint at heart as it contains some horror elements... And, though, at first, I have found the characters far more fascinating than the plot and I even had some difficulties to get into the story, the novel becomes more and more suspenseful and hard to put down as the story unfolds...The dark scheme Lucifer Box discovers is indeed quite extraordinary and shows the author's wonderful resourcefulness.Quite extraordinary are also the places. As a reader, I love exploring places I will most certainly never be able (or want) to see in real life. So I was very pleased that, with a creepy night club as well as with the volcano Vesuvius – not the seemingly docile giant preparing silently for his next eruption as we know him today but the fuming version of the Vesuvius as it was before the eruption during World War II, complete with the then-existing funicular – Gatiss has chosen some very interesting places indeed…Finally, I would like to praise Ian Bass who created entrancing illustrations for this novel. They translate the atmosphere of the era and this uncanny tale just perfectly and I spent a lot of time enjoying them.In all regards, a very interesting and imaginative book! - Edward Bulwer-Lytton
Die Originale - CD / Die letzten Tage von Pompeji (Hörspiele von EUROPA)
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