Bücher mit dem Tag "vietnam"

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287 Bücher

  1. Cover des Buches Die Känguru-Chroniken (ISBN: 9783548372570)
    Marc-Uwe Kling

    Die Känguru-Chroniken

     (1.148)
    Aktuelle Rezension von: MrAppletree

    Eines Tages klingelt es an der Tür des Ich-Erzählers und ein Känguru stellt sich als neuer Nachbar vor. Es leiht sich nicht nur sämtliche Zutaten für seine Pfannkuchen, nein, kurze Zeit später zieht das Känguru ein und wir Leser begleiten das ungleiche Paar durch seinen Alltag. 

    In recht kurzen Kapiteln von 2-3 Seiten, die zwar manchmal aufeinander Bezug nehmen, dennoch auch alleine als Kurzgeschichten stehen können, diskutieren Mensch und Känguru über Gott und die Welt, Politik oder Alltägliches. Das Känguru, vom Beruf "Kommunist" und Liebhaber von Schnapspralinen, provoziert dabei gerne, nimmt kein Blatt vor den Mund und packt auch schon mal seine roten Boxhandschuhe aus dem Beutel, wodurch Geschichten, welche mit ganz gewöhnlichen Handlungen beginnen, schnell eskalieren. 

    Hin und wieder merkt man den Geschichten die Jahre an, die diese auf dem Buckel haben, sei es wenn es um Klingelton-Abzocke geht oder die beiden Protagonisten sich in der Videothek nicht entscheiden können. 

    Dies tut der Unterhaltung jedoch keinen Abbruch. Das Buch liest sich flott, unterhält, und legt den Finger immer wieder in die Wunde politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Streitthemen. 

    In einigen Kapiteln wird an/mit der Sprache gespielt, wenn zB das Känguru kritisiert das alle Geschichten im Präsens geschrieben sind, und ein rasanter Wechsel der Zeiten im Text folgt. Auch Textschwärzungen, Fußnoten, Auslassungem, etc werden geschickt und stets passend eingebaut. 

    Humor ist sicherlich eine Geschmacksfrage, ich konnte hier nahezu auf jeder Seite lachen. 

    Inzwischen ost das Känguru ein Klassiker, ich bin froh diesen nun auch gelesen zu haben. 


  2. Cover des Buches Kissing Lessons (ISBN: 9783499275364)
    Helen Hoang

    Kissing Lessons

     (302)
    Aktuelle Rezension von: annysbuchblase

    Stella ist Autistin, schonungslos ehrlich, unabsichtlich witzig, aber irgendwie auch charmant. Bei ihr soll stets alles nach Plan laufen, bloß nichts ihre Routine stören. Wenn da nicht der Druck der Gesellschaft wäre, mit 30 Jahren sollte sie doch verheiratet sein und Kinder haben. Kurzerhand nimmt Stella ihren Mut zusammen und engagiert einen Escort Service. Denn keine richtige Beziehung ohne Sex und Küssen. Beides Dinge, die Stella ihrer Meinung nach nicht gut kann. Sie ist ein Kopfmensch.Und da kommt Michael ins Spiel, Sex ist sein Job, Verführen seine Kunst und Stella ein Rätsel.

    Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, die Protagonisten sind ihr gut gelungen. Stellas Autismus ist präsent, nimmt aber nicht Überhand. Ich habe mich direkt in beide Protagonistin verliebt. Der Umgang miteinander, Stella trockene Ehrlichkeit, Michael Verständnis.Dass das nicht nur ein Job für beide ist, merken sie schnell.

    Ich mochte den Schreibstil, den Witz, Stellas Sicht auf die Welt. Ich musste oft Schmunzeln. Die Sex To do Liste war mein kleines Highlight. Ich sage nur : "Bewertung der Leistung" 

    Auch dass man Einblick in eine andere Kultur erhalten hat, fand ich super interessant. Es war mal ein ganz anderes Setting und Michaels Familie muss man einfach nur mögen. 

    Also eine absolute Leseempfehlung von meiner Seite!




  3. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783404173204)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

     (442)
    Aktuelle Rezension von: law-and-words

    Der dritte Teil der Jahrhundert-Saga spielt während dem kalten Krieg. Die gesellschaftlichen Situationen in der USA, der Sowjetunion, England sowie Ost- und Westdeutschland werden beleuchtet. Ken Follett gelingt das ziemlich nahbar, indem er die Lebenswirklichkeiten, der bereits durch die ersten beiden Teile bekannten Familien darstellt. Dadurch gibt es viele unterschiedliche Protagonisten, die ganz unterschiedliche Werte transportieren. Das gefällt mir ganz besonders gut, denn so gibt es für jeden Leser eine Auswahl an Protagonisten und jeder findet einen, der ihm sympathisch ist, außerdem wird auf diese Weise das geschichtliche Geschehen nicht einseitig, sondern aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt. Wie schon bei den ersten Teilen bekommt man so auch einen guten Überblick über den Zusammenhang der außenpolitischen Tätigkeiten der unterschiedlichen Staaten.

    Neben dem geschichtlichen und politischen Aspekt, wird aber auch das private Leben der Protagonisten und ihre Sorgen und Nöte dargestellt. Dabei kommt die Liebe natürlich auch nicht zu kurz.

    Alles in allem ist der Roman angenehm zu lesen und sehr interessant und spannend aufgebaut. Der historische Hintergrund macht ihn zu etwas besonderen.

    Ein kleiner Kritikpunkt stellt für mich die Länge und auch der Umfang dar. An manchen Stellen zieht sich die Entwicklung etwas und manchmal fällt es einem schwer den Überblick zu behalten. Aber das nehme ich für die unterschiedlichen Blickwinkel und für die Darstellung der Zusammenhänge gern in Kauf.

  4. Cover des Buches Die Känguru-Offenbarung (ISBN: 9783548375137)
    Marc-Uwe Kling

    Die Känguru-Offenbarung

     (396)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ


    Band 3 der Känguru-Chroniken möchte ich euch gern vorstellen. Marc- Uwe Kling hat wieder einmal zugeschlagen. Zum Kaputtlachen frech ist die Fortsetzung geschrieben, ich habe mich bestens amüsiert. Marc-Uwe - der Ich-Erzähler ist eine Zeit schon allein und in Depressionen verfallen. Dieser junge Intellektuelle der Berliner Kleinkunstszene und sein Känguru suchen nach dem Pinguin - und das nicht nur in Berlin und Deutschland, sondern auch in New York, Brüssel, Toronto, Seattle oder schließlich in Ho-Chi-Minh-Stadt. Wir lesen vom Asozialen Netzwerk, von der Zentrale der Pinguine oder davon, dass das Känguru der Meinung ist, dass die Pinguine die gesamte Welt in einen Flughafen umwandeln wollen.
    Das Buch ist in zwei Teile gegliedert, wobei Teil 1 in verschiedene Episonden eingeteilt ist.Teil 2 beinhaltet aufeinander aufbauende Geschichten.
    Man kann sagen, dass das Geschriebene schon dem fantastischen Roman angelehnt ist, früher sagte man utopisch dazu.
    Wenn man einmal begonnen hat, sich mit den Chroniken zu beschäftigen, dann ist man infiziert, ich empfehle die Bücher - es ist kurzweilig spannende, amüsante Unterhaltung. 


  5. Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257218374)
    John Irving

    Gottes Werk und Teufels Beitrag

     (985)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Er schafft es immer wieder mit seinem, wie ich finde, trockenen,  unromantischen Stil über seine kuriosen-skurilen Beschreibungen  einen in die Geschichte zu ziehen.  

    Ich möchte den Inhalt nicht widergeben, denn entweder liest man Irving oder halt nicht 😁

  6. Cover des Buches 4 3 2 1 (ISBN: 9783498000974)
    Paul Auster

    4 3 2 1

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    "4 3 2 1" von Paul Auster ist so ein Buch, das man wohl gelesen haben muss, um seinen Sinn ganz zu verstehen und sein Ausmaß zu begreifen.

    Das Buch umfasst 1260 Seiten aufgeteilt in recht lange Kapitel, die aus schier endlosen Sätzen bestehen. Sätze mit über 200 Worten sind auf jeder Seite zu finden, zumeist ist eine Seite daher lediglich mit 3 bis 4 Sätzen bedruckt. Die Länge der Sätze und folglich auch der Umfang des Buches hat zwei Gründe: Paul Auster beschreibt alles haarklein. Sind das Spielregeln beim Baseball oder geschichtliche Zusammenhänge, es bleibt nichts unerwähnt. Der andere Grund ist, es sind eigentlich 4 Bücher.

    Erzählt wird die Geschichte von Archie, der im Amerika der 50er und 60er Jahre aufwächst. Wir lernen seine Familie kennen, seine Freunde, begleiten ihn in die Schule und in den Urlaub, erleben mit ihm Enttäuschungen und Schicksalsschläge. 

    Und das alles vier mal.

    Denn Archies Leben spaltet sich auf in 4 Varianten desselben Menschen, der unterschiedliche Wege einschlägt.

    Durch diese Erzählweise ist es ein einzigartiges Buch, der Aufbau ist verwirrend, ich empfehle, sich Notizen zu machen um die Übersicht zu behalten!

    Alles in allem muss ich sagen, trotz, dass ich mich für amerikanische Politik und Geschichte nicht so rasend interessiere, dass ich großen Respekt vor der genauen Recherche des Autors habe. Es liest sich fast wie eine Biografie.

    Ein erstaunliches Buch, ich bin sehr froh, mich herangewagt zu haben. 

  7. Cover des Buches Sungs Laden (ISBN: 9783406681882)
    Karin Kalisa

    Sungs Laden

     (129)
    Aktuelle Rezension von: eva221b

    Sungs Laden ist der Dreh- und Angelpunkt vieler kleiner Geschichten voller Wärme und Menschlichkeit, die sich oft so unerwartet eröffnet. Sie sind so in einander verzahnt, dass man sie später wahrscheinlich nicht rekonstruieren könnte. Es geht um Chancen, Arbeiten außerhalb von Normen und Vorschriften, Lernen und sich selbst überwinden. Krieg, Tod und Leid werden hier nicht übergangen. Aber sie sind so eingebettet, dass sie den positiven Ton des Romans nicht trüben, ihm aber gleichzeitig nur eine größere Wahrhaftigkeit verleihen.

    Das war eines dieser Bücher, bei denen man nach einem Satz kurz die Augen schließen muss, um ihn zu würdigen, um ihn dann gleich noch einmal zu lesen, weil er so wahr ist. Mit lyrischem Fingerspitzengefühl erzählt Kalisa von einem sehr möglichen Märchen. Davon, wie Menschen sich gegenseitig zu einmaligen Ideen inspirieren und sich gegenseitig unterstützen - einfach so.

  8. Cover des Buches Die Känguru-Chroniken (Känguru 1) (ISBN: 9783869091082)
    Marc-Uwe Kling

    Die Känguru-Chroniken (Känguru 1)

     (338)
    Aktuelle Rezension von: mirja94

    Habe das Hörbuch beim Autofahren gehört und bin  bis Ende des Kapitels immer sitzen geblieben. Meistens lache ich bei Witzen in mich hinein oder schmunzel ein wenig. Hier musste ich an der einen oder anderen Stelle schallend lachen.

  9. Cover des Buches Die Känguru-Offenbarung (Känguru 3) (ISBN: 9783869091358)
    Marc-Uwe Kling

    Die Känguru-Offenbarung (Känguru 3)

     (203)
    Aktuelle Rezension von: mirja94

    Besonders in der Audioversion sind einige Szenen leicht nervig. Es ist immer noch unterhaltsam und vertreibt mir Die Zeit im Auto, kann mit den ersten 2 Teilen auch inhaltlich leider nicht mithalten. Gut gefallen hat mir der rote Faden, der klarer war als in den vorangegangenen Teilen.

  10. Cover des Buches Das Känguru-Manifest (Känguru 2) (ISBN: 9783869090757)
    Marc-Uwe Kling

    Das Känguru-Manifest (Känguru 2)

     (223)
    Aktuelle Rezension von: mirja94

    Die Forsetzung fand ich zwar nicht so gut wie den ersten Teil, trotzdem aber sehr lustig und kurzweilig. Am besten gefallen mir die Zitate. 

  11. Cover des Buches Wildrosensommer (ISBN: 9783426518458)
    Gabriella Engelmann

    Wildrosensommer

     (97)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    Die Figur der Aurelia, die Gabriella Engelmann hier erschaffen hat, gefällt mir ausnehmend gut. Ich mag ja so oder so alles esoterisch Angehauchte und das kommt hier gut zur Geltung.

    Aurelias Lebensgefährte ist vor zwei Jahren spurlos verschwinden und seitdem versucht die Protagonistin, sich und ihre beiden Töchter alleine durchzubringen. Durch einen Zufall - der etwas seltsam ist – wird sie auf ein Hausboot aufmerksam und zieht kurzentschlossen von München nach Hamburg.

    Es passiert nicht so arg viel in diesem Buch, aber das macht auch nichts – das ganz normale Leben der kleinen Familie ist sehr gut geschildert und auch nachvollziehbar. Das Hausboot in dieser Art und Weise würde mir auch gut gefallen!

    Leider waren es mir dann aber doch ein paar Zufälle zu viel und so richtig spannend war es halt auch nicht. Trotzdem – man kann das Buch durchaus gut lesen und für einen Nachmittag in der Sonne ist es bestens geeignet…

     

  12. Cover des Buches Auf Erden sind wir kurz grandios (ISBN: 9783446263895)
    Ocean Vuong

    Auf Erden sind wir kurz grandios

     (96)
    Aktuelle Rezension von: BabsyZ

    Von Natur aus bin ich eher skeptisch, wenn ein Buch so hoch gelobt wird, wie dieses, aber ich muss ehrlich sagen, es hat mich auch begeistert.

    Der Debütroman von Ocean Vuong ist ein Brief an seine Mutter – ein Brief, den sie nie lesen wird, denn sie ist Analphabetin. Eine Frau, die aus Vietnam nach Amerika kam, traumatisiert, gewalttätig, mit großen Träumen, die sich nicht erfüllen. Und der Sohn schreibt ihr von Erinnerungen, seine eigenen und die der Mutter, der Großmutter; von Vietnam im Krieg, vom eigenen Erwachsenwerden, der Entdeckung seiner Homosexualität, den Schlägen der Mutter, der Schizophrenie der Großmutter. Diese Erinnerungen kommen ungeordnet, sie brechen förmlich aus „Little Dog“, so wird der Junge genannt, heraus. 

    Und auch die Sprache ist ungeordnet – voll Poesie und dann wieder roh und direkt.

    Auf Erden sind wir kurz grandios ist ein trauriges, grausames, schönes, tief berührendes Buch, auf das man sich einlassen und dass man aushalten muss.

    Mein Fazit: unbedingt lesen!

  13. Cover des Buches Der Menschenmacher (ISBN: 9783404167753)
    Cody McFadyen

    Der Menschenmacher

     (1.127)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenwind

    Am Anfang dachte ich, da kommt eine flache Story auf mich zu. Aber mitnichten. Die Story hat es in sich. Das einzige, was mir Probleme gemacht hat, war diese unendliche Brutalität. Der Autor kann schreiben, ganz unbestritten - aber sowas ist die pure Hölle. Da braucht man immer mal wieder Abstand, um wieder Luft holen zu können.

    Da werden Menschen umgebracht, um Statistiken aufstellen zu können, Menschen werden gequält und jeglicher Würde beraubt... Diese Dinge kann ich nicht genießen. Aber ich habe es jetzt gelesen, und damit genug. Nochmal muß ich das nicht.

  14. Cover des Buches Owen Meany (ISBN: 9783257224917)
    John Irving

    Owen Meany

     (459)
    Aktuelle Rezension von: isatopbell
    Das Buch ist zwar etwas langatmig,jedoch lohnt es sich auf jeden Fall, es bis zum Ende zu lesen. 
  15. Cover des Buches Der Sympathisant (ISBN: 9783896675965)
    Viet Thanh Nguyen

    Der Sympathisant

     (40)
    Aktuelle Rezension von: leselea

    Den Inhalt von Viet Thnah Nguyens Roman Der Sympathisant zusammenzufassen, fällt alles andere als leicht: Der namenlose Protagonist ist ein Spion, ein Doppelagent, der für die Republik Südvietnam arbeitet, seit seiner Jugend aber der kommunistischen Bewegung aus dem Norden angehört. Als Saigon 1975 fällt, flieht er zusammen mit anderen Mitgliedern der vietnamesischen Elite in die USA. Das Leben im Exil fällt ihm anders als vielen seiner Landsleute leichter, wohl auch da er aufgrund seines Status – er gilt als Bastard einer vietnamesischen Mutter und eines französischen Pfarrers –, selbst im eigenen Land nie wirklich dazugehörte. Obwohl er dem westlichen Lebensstil nicht gänzlich abgeneigt ist, fühlt er sich weiterhin den Gedanken des Kommunismus verpflichtet und beschließt – natürlich erneut unter Tarnung – nach Vietnam zurückzukehren. Doch seinen Genossen kommt er nach der langen Zeit im Westen verdächtig vor, sodass er nach seiner Einreise in einem Umerziehungslager des Vietcongs landet. Sein Aufenthalt hier stellt den Ausgangspunkt des Romans dar, von dem er aus rückblickend sein Leben zusammenfasst, bis er schließlich voller Zweifel selber nicht mehr weiß, an was er glauben soll.

    Diese Zusammenfassung macht vielleicht schon deutlich, wie dicht und komplex Nguyens knapp 530 Seiten langer Roman ist, für den er 2016 den Pulitzer-Preis erhielt. Die Geschichte vereint Elemente des Spionagethrillers, des Politromans, aber auch der Sozialkritik und des Entwicklungsromans. Zur inhaltlichen Fülle gesellt sich zudem ein ausufernder Erzählstil: Der doppelsichtige Protagonist erweist sich schon auf den ersten Seiten als sehr wortgewandt, benutzt viele Metaphern und bildhafte Vergleiche und neigt dazu, seinen Wortschwall in einen sehr hypotaktischen Satzbau zu verpacken. Hinzu kommt, dass seine Erzählung für viele westliche Leser nicht immer leicht zugänglich ist: Gerade zu Beginn und zum Ende des Romans, wenn der Protagonist sich in Vietnam aufhält und die politische Situation der 1960er bis 1970er Jahre nachzeichnet, erscheint die Geschichte wie ein wortreiches Dickicht, durch das man sich durchkämpfen muss – und dabei definitiv Wikipedia an seiner Seite braucht.

    Gerade dieser letzte Punkt macht es mir unheimlich schwer, das Buch angemessen zu bewerten. Ich habe während der Lektüre durchaus viel gelernt, Der Sympathisant erhält viele interessante und erhellende Schilderungen, nicht nur über den Vietnamkrieg, sondern auch über die vietnamesische Gesellschaft und was es mit ihr macht, wenn die komplette Elite flieht. Vor allem die Passagen, die von den Integrationsbemühungen in den Vereinigten Status und den Traumata des Flüchtlingsstatus handeln, sind von beeindruckender Zeitlosigkeit und machen meiner Meinung nach die große Stärke des Romans aus. Zudem besticht der Roman trotz aller (oder gerade wegen?) erzählerischer Komplexität mit eindrucksvollen, beinahe filmreifen Szenen; die Geschichte ist dank des spöttischen und distanzierten Erzähltons der Hauptfigur gleichzeitig nicht ohne Witz und Leichtigkeit.

    Dennoch war mir Nguyens Mammutwerk insgesamt zu überbordend und, ja, auch zu langatmig. Die ständige Distanz zur Geschichte, die sich einerseits durch die Erzählhaltung ergibt, aber beispielsweise auch durch die fast komplette Namenlosigkeit aller handelnden Figuren, hat mich nie richtig in der Geschichte ankommen lassen. Die Suche nach dem roten Faden, der mir hier und da einfach zu fehlen schien, ermüdete auf Dauer; vor allem die letzten Kapitel im Umerziehungslager haben mich schließlich als Leser verloren und mir stellte sich immer wieder die Frage, was mir der Protagonist hier eigentlich erzählt und warum.

    Der Sympathisant ist zweifellos ein sehr lehrreiches und literarisch durchaus gekonntes Werk, das eine konzentrierte Lektüre verlangt und auch verdient. Deswegen rate ich trotz meiner 3 Sterne auch nicht von dem Roman ab und bin weit davon entfernt, ihn als schlecht zu bezeichnen. Ich habe mich im Endeffekt aber über zu viele Seiten gequält, dass ich mit einem guten oder befriedigten Gefühl aus der Geschichte hinaustrete. Vielleicht geht es anderen Lesern jedoch anders, das hoffe ich sehr!

  16. Cover des Buches Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen (ISBN: 9783442460779)
    Mitch Albom

    Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen

     (330)
    Aktuelle Rezension von: AnnaEb

    Wie wichtig es doch ist, dass dir ein Buch zur richtigen Zeit im Leben begegnet! Ich habe den Roman schon mal Anfang 20 angefangen, damals kam mir der Protagonist unsympathisch vor, wie jemand dem man im Supermarkt begegnet und an dem man zweimal vorbeiläuft ohne sich das Gesicht zu merken. Nach 10 Seiten schlug ich das Buch zu.

    • 10 Jahre später im Krankenhaus, während ich wartete und bettete dass mein Sohn über den Berg kam, begegnete mir das Buch nochmals. Diesmal kam mir die Hauptfigur vor, wie ein alter Bekannter, der lange auf mich gewartet hat. Das Buch spendete mir auf merkwürdige Weise Trost, ohne zu sentimental zu werden. Der Gedanke, dass unsere Geschichten alle miteinander verbunden sind und das alles seinen Sinn hat und macht, beruhigt.  

      Es ist kein Motivationsbuch! Dir wird nicht erzählt, dass du deine Sachen packen und morgen dein Leben von Neuem beginnen sollst, Es wird vielmehr auf eine ruhige, nicht zu emotionale Weise erzählt, warum alles so kommen musste wie es neunmal ist. Kein Buch für die Sturm und Drang Phase unseres Lebens, sondern eins für danach.
  17. Cover des Buches Die Töchter des Roten Flusses (ISBN: 9783746632704)
    Beate Rösler

    Die Töchter des Roten Flusses

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Joenna

    Die Töchter des Roten Flusses

    Von Beate Rösler, 592 Seiten erschienen im Aufbau TB 

    Das Cover sieht wunderschön aus.

    Tuyet findet nach dem Tod der Stiefmutter Briefe von ihrer Mutter ungeöffnet an ihren Vater. Ihre Stiefmutter hat diese Briefe ihrem Vater vorenthalten und versteckt. Wollte ihre Mutter doch Kontakt mit ihr? Tuyet hat 100 Fragen. 

    Sie beschliesst eine Reise nach Vietnam zu machen und ihre Fragen zu klären. An der alten Adresse ihrer Mutter wohnt ihre Schwester. Die ist aber gar nicht gut auf  Tuyet zu sprechen und will auch nicht den Kontakt zur Mutter herstellen. Zum Glück lernt sie Linh kennen ihre Mutter hat auch in der DDR gearbeitet. Können diese zwei ihr bei der Suche weiterhelfen?

    Die Geschichte ist in zwei Zeiten geschrieben und man erfährt auch viel  vom Vietnam Krieg. Eine Interessante Geschichte über Vietnam und seine Einwohner.

    Von mir 4 von 5 Sternen

  18. Cover des Buches Blut vergisst nicht (ISBN: 9783453436176)
    Kathy Reichs

    Blut vergisst nicht

     (169)
    Aktuelle Rezension von: Nala73

    Ein Mann, der nicht ein-, sondern gleich zweimal den Tod gefunden zu haben scheint, gibt Forensikerin Tempe Brennan Rätsel auf. Seine Spur führt nach Hawaii. Hier wird Tempe prompt mit den von Haien verunstalteten, seltsam tätowierten Überresten eines Kleindealers konfrontiert. Das Inselparadies wird für Tempe schnell zum heißen Pflaster. Denn die örtlichen Drogenhändler reagieren auf neugierige Ermittlerinnen so instinktiv wie Haie auf einen blutigen Köder.

  19. Cover des Buches Dr. Siri und seine Toten (ISBN: 9783442466795)
    Colin Cotterill

    Dr. Siri und seine Toten

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Drei Tote aus einem See und die Leiche der Frau eines Parteimitglieds landen auf dem Tisch von dem 72jährigen Leichenbeschauer Dr. Siri. Er ist in Laos der einzige seines Fachs, mangelhaft ausgestattet und ebenso ausgebildet. Mithilfe seiner Assistenten, seiner Intuition und manchem Fingerzeig aus der Geisterwelt macht sich der Doktor daran die Fälle zu lösen...

    Meine Meinung: Der Schreibstil des Autors ist locker und voller schwarzem Humor. Cotterill schafft eine interessante Atmosphäre, die ich nicht ganz ernst nehmen konnte - überhaupt nachdem das Buch dann derart ins Übersinnliche rutschte. Mit Dr. Siri wurde ein Original geschaffen und auch die "Nebendarsteller" kamen mir oft reichlich skurril vor. Siris Methoden und die Beschreibung der politische Situation fand ich zwar fragwürdig - habe mich aber nicht näher damit beschäftigt. Zu einem sehr starken Thema wurde die Geisterwelt, was für mich ein bisschen unerwartet kam. Es brachte aber die laotische Kultur ins Spiel, was durchaus spannend war. Auch Sprünge und Längen in der Geschichte tauchten auf. Trotzdem konnte ich das Buch gut lesen.

    Mein Fazit: Dieser Krimi hat seinen ganz eigenen Charme auf den man sich einlassen muss und den man am besten nicht hinterfragt. Eine Empfehlung für all jene, die eine etwas Abwechslung in ihren Lesealltag bringen wollen. 

  20. Cover des Buches Glut und Asche (ISBN: 9783453676800)
    James Lee Burke

    Glut und Asche

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Wie auch beim vorhergehenden Thriller „Regengötter“ von James Lee Burke ist auch „Glut und Asche“ ein Monumentalwerk. Im epischen Ausmaß beschrieben, treffen hier die verschiedensten Gruppen Gewalttätiger, zu Gewalt bereite Menschen mit Jenen aufeinander, die ihre Taten bereuen und am liebsten vergessen würden. Dabei gibt es auch Personen, die beides vereint. Gewalt und Reue. Religion, Hass, Neid aber einfach auch nur Geld und Macht sowie von Rache getriebener, alles trifft in der von nicht gerade vielen Menschen bewohnten Gegend zusammen, die von wenigen Gesetzeshütern beschützt wird.

    Worum es geht?

    Danny Boy Lorca, ein Indianer mittleren Alters, beobachtet einen grausamen Mord. Er traut sich beim besten Willen nicht einzugreifen. Bald schon bereut er das zutiefst und will das irgendwie gut machen. Leider wird Danny Boy des Öfteren von einer unheimlichen Gier nach Alkohol geplagt und dann kann er einfach nicht aufhören. Von daher ist er oft Gast in der Ausnüchterungszelle und als Zeuge nicht unbedingt gerne gesehen.

    Aber das ist nicht alles. Der Ermordete war nicht allein. Sein Mitgefangener kann fliehen. Der Mörder ist Antonio Krill, ein ehemaliger Kriegsgewinnler, der mit vielen Seiten Geschäfte getätigt hat. Weil seine drei kleinen Kinder ungetauft im Krieg verstarben, will er unbedingt, dass ein Geistlicher dieses nachholt, damit seine Kinder endlich in Frieden beigesetzt werden können. Das treibt ihn an.

    Partner von Krill ist der absolut gefühllose, eiskalte Mörder Negrito, der einen eigenen Friedhof für seine Feinde betreibt. Er treibt Krill mit seinen endlosen Diskussionen in den Wahnsinn.

    Der Geflohene ist Noie Barnum, der für die Regierung arbeitet und irgendwelche Pläne für Drohnen angeblich irgendwo versteckt hat und deshalb zum Spielball zwischen den Fronten wird. Im Grunde ist er aber nur auf Rache aus. Zunächst kann er sich bei Anton Ling verstecken, eine Chinesin, die ihre Machenschaften während des Krieges bitter bereut und daher viel Gutes tut. Sie beschützt und versorgt Mexikaner im Grenzgebiet und ist daher ein Hassobjekt für viele. Zum Beispiel für Reverend Cody Daniels, der vehement gegen die Einwanderer wettert und sich einen tollen Standort für seine Kirche gesucht hat. Von hoch oben blickt er über die Wüste und Berge und kann Anton Ling bei ihrem Treiben sehr gut zuschauen.

    Das bemerken auch weitere Verbrecher, wie den Russen Sholokoff. Klein, hässlich, Waffenhändler und Pornoproduzent will er unbedingt Noie Barnum finden, denn er ist viel Geld wert. Er foltert gerne beziehungsweise lässt foltern, denn wer will sich schon die Hände schmutzig machen. Also hat er einen ganzen Trupp williger, die für ihn grausam foltern und morden. So gut wie jeder böse Bube hat mit ihm eine Rechnung offen und umgekehrt.

    Unser Noie ist nun in ungewöhnliche Hände geraten, nämlich bei unserem schon bei „Regengötter“ mitspielenden Psychopathen Jack Collins – der Preacher, dessen christlich religiöse Wahnvorstellungen alle seine Untaten begründen sollen. Er hat so manche Rechnung offen, hat er doch auch so seine Finger im Spiel gehabt bei den Kriegswaffenkäufen und -verkäufen. Seine Helfer sind diesmal zwei unterbelichtete Cousins, die reichlich dämlich sind aber meistens alle Aufträge von ihm ausführen, zum Beispiel Leute zusammenschießen.

    Und dann ist da noch Temple Dowling, ein Geldgeiler Waffenhändler und pädophiler Dreckskerl, der mit dem Russen noch eine Rechnung offen hat und ebenfalls hinter Noie her ist. Temples Vater ist ein alter Bekannter von unserem Sheriff Hackberry Holland, ein alter Kriegsveteran, Witwer und ehemaligen Alkoholiker. Der darf nun hinter allen den Dreck weg machen und aufräumen. Unterstützt wird er dabei von seiner Chief Deputy Pam Tipps, einer Frau im besten Alter und schwer verliebt in Hackberry.

    An seiner Seite hilft ihm auch noch Deputy R. C. Bevins, der vom Autor lange Zeit nur R.C. genannt wird, bevor er ihm auch einen Nachnamen verpasst. Vielleicht hat er auch erst im Laufe der Geschichte eine größere Rolle bekommen. Er ist ein junger charismatischer Kerl, der gerne eigene Dinge ausprobiert und für seine Unbeholfenheit schwer büßen muss.

    Es kommt nach vielen Seiten, bei denen wir einiges über die Beschaffenheit der Umgebung und der Natur lernen, zum letzten Gefecht zwischen all den Gruppierungen. Es fließt unendlich viel Blut und die Kugeln fliegen einem nur so um die Ohren. Eine wirklich epische Angelegenheit, die aber bis zur letzten Seite Lesenswert ist.

    Ich muss kaum erwähnen, dass es unzählige Werke von Burke gibt, die man als Fan von ihm bestimmt alle lesen will. Auch bekam er sehr viele Auszeichnungen und einige seiner Bücher sind bereits verfilmt. Nachzulesen kann man das alles zum Beispiel unter https://de.wikipedia.org/wiki/James_Lee_Burke

    Lesespaß für lange Abende, Nachmittage auf der Couch, am Strand und als Geschenk für Männer bestens geeignet.

  21. Cover des Buches Atlantis (ISBN: 9783453435711)
    Stephen King

    Atlantis

     (219)
    Aktuelle Rezension von: MaBoy

    Der Gedanke an den darauf basierenden Film "Hearts in Atlantis" mit Anthony Hopkins erweckt in mir stets ein Gefühl der Nostalgie. Dennoch bezieht sich der Film lediglich auf die erste Teilgeschichte des Buches. Die übrigen widmen sich dem Leben einzelner "Nebencharaktere". Leider ziehen sich die Geschichten etwas in die Länge und verlieren dabei ihre Essenz. In kürzester Zeit wirkten Einzelheiten wie im Meer versenkt.

  22. Cover des Buches Jagdtrip (ISBN: 9783453677067)
    Jack Ketchum

    Jagdtrip

     (29)
    Aktuelle Rezension von: abookslife

    Schon einmal ein Roman von Jack Ketchum gelesen? Das hier ist der 2. Roman von ihm. Zusammen in einem „buddyread“ habe ich „Jagdtrip“ von Ketchum gelesen. Wie ich das Buch so fand, wie sonst noch mein Eindruck und mein Fazit ist, erfährt ihr in dieser ausführlichen Rezension.

    Ich möchte auf nur einen halbwegs positiven Punkt hinweisen, nämlich den Schreibstil. Der Roman ist halbwegs gutgeschrieben und ist auch durchgehend in einer relativ leichten, flüssigen Sprache wiedergegeben. Daher lässt es sich durchaus relativ „angenehm“ lesen. Das war es auch schon.

    WAS HABE ICH HIER GELESEN? Jetzt einmal im Ernst, lieber Jack Ketchum. Ich verstehe deine Geschichte nicht, erkenne keinerlei ausschlaggebende Zusammenhänge ich kann gegenüber deinen Charakteren keineswegs Empathie Empfinden. Sie haben keinerlei Sympathie und zeugen kein Anzeichen an Authentizität. Sie sind x beliebig mit jedem anderen Charakter ersetz- bzw. austauschbar.

    Die Handlung wird in mehreren Zeitabschnitten erzählt. Viele Rückblenden und erschütternde Ereignisse treffen den Protagonisten. Doch auch hier kommt keine Emotion wirklich zum Vorschein, weswegen die gesamte Story durchweg langweilig und farblos geblieben ist. Der Leser baut keinerlei Verbindung zu den Charakteren auf, hat keinerlei Möglichkeiten, authentisch in die Geschichte einzutauchen, keine spannenden Momente in dem man mitfiebert. Es gibt Momente zwischen diverse Charaktere, die mir beim Lesen, wie die Szenen, aus billig produzieren Filmen vorkamen. Völlig wie ein „Trash-Buch“. In der Mitte und gegen Ende der Geschichte gab es jeweils 1 Moment in der ich ein Hauch an Emotion und Sentimentalität seitens der Charaktere erwartet habe, jedoch wurden auch diese Erwartungen erfolgreich durch absurde Handlungen zerstört.

    Durch die Recherche im Internet kommt einem sehr schnell die Erkenntnis, dass dieser Roman ein sehr früher Werk von 1987 war und vermutlich damals nicht entsprechend genug ausgearbeitet. Das kann unter anderem einer der Gründe sein, wieso sich dieser Roman, unausgereift, unvollendet anfühlt. Die Geschichte ist nicht tiefsinnig, die Charaktere nicht genug ausgedacht und die einzelnen Ereignisse ergeben letztendlich im Zusammenhang, kein nachvollziehbarer Sinn und lassen den Leser am Ende mit einer enttäuschenden Auflösung das Buch abschließen.

    In diesem Fall möchte ich nicht viel näher auf manche ausgelassenen Punkte eingehen. Das Buch war eine reine Enttäuschung und pures Ärgernis im Nachhinein. Vermutlich wird es zu den Top Jahresflops zählen, wobei das Jahr noch relativ jung ist. Aber hier kann ich trotzdem tröstend erwähnen, dass das Lesen mir dann letztendlich doch nicht ganz so schwer viel, da ich es in einer kleinen Lesegruppe mit einer guten Freundin gelesen habe und mich mit ihr permanent austauschen und über das Buch diskutieren konnte. Der Austausch in diesem Fall, war das einzige Gute an diesem buddyread. Wie sagt man so schön – Geteiltes Leid ist halbes Leid.

  23. Cover des Buches Friesensommer (ISBN: 9783499267390)
    Janne Mommsen

    Friesensommer

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Brigitte04
    Die Autorin hat einen wunderbar leichten und beschwingten Sommerroman geschrieben.Die Protagonisten Mund die Nebencharaktere sind liebevoll beschrieben  und werden lebendig vor dem Leseauge.Von mir gibt es volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
  24. Cover des Buches Schwarze Diamanten (ISBN: 9783257241808)
    Martin Walker

    Schwarze Diamanten

     (110)
    Aktuelle Rezension von: leserattebremen
    Bruno ist Polizeichef in Saint-Denis und allseits beliebt. Als es zu Ungereimtheiten auf dem Trüffelmarkt in der Nachbarstadt kommt, soll er unauffällig ermitteln. Doch als dann sein guter Freund Hector umgebracht wird und es Anschläge auf Vietnamesen auf dem örtlichen Markt gibt, überschlagen sich die Ereignisse. Mischt etwa die chinesische Mafia im Périgord mit und versetzt die Bewohner in Angst und Schrecken? Und was hat der junge Bürgermeisterkandidat Pons mit seinem neuen Restaurant damit zu tun? Bruno muss einigen Fragen nachgehen, bis er der Lösung des Rätsels langsam auf die Spur kommt.
    In „Schwarze Diamanten“ geht es um das Herz des Périgord, die Trüffel, was auch sehr gut zu Bruno passt, der ein begeisterter Koch und echter Feinschmecker ist. Wie bei allen Bruno-Krimis zeichnet sich der Roman durch eine wunderbare Mischung aus spannendem Kriminalfall und vielen Geschichten über Land und Leute aus. Die Verbindung dieser Elemente macht die Krimis zu etwas ganz Besonderem. Hier sind noch keine Profiler im Einsatz und keine Sondereinheit untersucht alles mit neuesten technischen Mitteln. Bruno ist ein klassischer Dorfpolizist, der auch weiß, wann er die Profis informieren muss, um Fälle abzugeben. Sein zentrales Anliegen ist das Wohl der Menschen in seinem Ort und dafür tut er, was er kann. Nicht nur ihm Dienst, sondern auch als Rugby- und Tennistrainer oder als Weihnachtsmann auf dem Kinderfest. Diese Beschreibungen machen den Protagonisten für alle Leserinnen und Leser so liebenswert – und auch für die Frauen in Saint-Denis, denn Brunos Liebesleben ist nicht ganz einfach. Seine große Liebe Isabelle hat ihn für die Karriere verlassen und die Engländerin Pamela, mit der er sich trifft, will sich nicht fest binden. Hier ist Bruno noch auf der Suche und man darf gespannt sein, ob er sein perfektes Gegenstück noch finden wird.
    Mir hat „Schwarze Diamanten“, Band drei der Bruno-Reihe, wieder unglaublich gut gefallen, ein spannender Fall und viel Lokalkolorit, Martin Walker schafft einfach immer wieder die perfekte Mischung für eine großartige Lektüre. 

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