Bücher mit dem Tag "viktorianisch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "viktorianisch" gekennzeichnet haben.

196 Bücher

  1. Cover des Buches Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet (ISBN: 9783442376247)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet

     (1.393)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Flavia, die jüngste der drei de Luce Schwestern, traut ihren Augen nicht, da liegt ein Toter im Gurkenbeet von Gut Buckshaw. Oder vielmehr ein Todgeweihter, denn als Flavia näher tritt, haucht ihr der Fremde mit seinem letzten Atemzug ein Wort entgegen, dass das junge Mädchen zunächst ratlos zurücklässt. Die Polizei kommt kurz darauf und nimmt nach einigen Ermittlungen Flavias Vater in Gewahrsam. Da beginnt Flavia selbst zu recherchieren und stößt nach und nach auf Geheimnisse, die ausgerechnet ihren Vater betreffen und ihm ein Tatmotiv liefern.

    Bradley hat mit Flavia de Luce eine unterhaltsame Geschichte kreiert, die von den üblichen Krimierzählungen schon dahingehend abweicht, weil ein kleines Mädchen zur Detektivin wird. Ein Hauch von Adams Family Flair gibt dem ganzen eine durchaus aparte Note. Und so einfallsreich die Geschichte ist, die in der Tat nicht alles sofort verrät, blieb die Geschichte seltsam träge. Ich kann nicht genau ausmachen, woran das lag, aber Spannung - im Sinne, dass ich das Buch nicht aus den Händen legen wollte - kam eigentlich nie auf. Und das nicht weil die Geschichte nicht stringent wäre, oder schlecht erzählt. Vielmehr haben mich die ganzen nebensächlichen Beschreibungen abgelenkt, die zu Hauf im Buch eingestreut sind und die irgendwie die Haupthandlung auf Abwege führten. So ertappte ich mich ein ums andere Mal wie ich genau in jenen Stellen mit Gedanken abschweifte und nur schwer zurück in die Hauptstory fand.

    Kurzum: Eine gute Grundstory mit interessantem Charakter, aber zu vielen Nebenerzählungen, die ablenken. Keine Lese-Muss, aber ein Lese-Kann.

  2. Cover des Buches Die Schlange von Essex (ISBN: 9783847900306)
    Sarah Perry

    Die Schlange von Essex

     (162)
    Aktuelle Rezension von: jiovilius

    Sarah Perry

    Verlag: Eichborn, Genre: historischer

    Roman


    London, 1893. Nach dem Tod ihres Mannes verlässt die nun frischgebackene Witwe Cora Seaborne die britische Hauptstadt und reist gemeinsam mit ihrem Sohn Francis und dem Kindermädchen Martha an die englische Ostküste nach Essex. Dort möchte die begeisterte Naturwissenschaftlerin nach Fossilien suchen. Vor Ort kommen der jungen Frau jedoch schnell Gerüchte über eine geflügelte Seeschlange zu Ohren, die in dem Küstenort Aldwinter ihr Unwesen treiben soll und deren Bewohner in Angst und Schrecken versetzt. Gepackt von Neugierde und der Hoffnung auf einen wissenschaftlich bedeutenden Fund begibt sie sich in das kleine, vom Unheil des mythischen Lindwurms verfolgte, Städtchen und lernt dort durch Bekannte den ortsansässigen Pfarrer William Ransome und seine Familie kennen. Während Cora als Anhängerin der Thesen Charles Darwin's die Situation aus wissenschaftlicher Sicht betrachtet, beruft sich Will auf seinen Glauben an Gott. Glaube und Wissenschaft prallen unablässig aufeinander und erschaffen etwas für beide Unvorhergesehenes.


    Obwohl ich dieses Buch bereits seit Sommer 2021 zu meinen gelesenen Büchern zählen kann, habe ich bis jetzt mit mir gehadert, meine Leseeindrücke ansprechend in Worte zu fassen. Hat die Autorin doch ein literarisches Werk geschaffen, welches man entweder lieben lernt oder aber keinen Zugang dazu findet. Am Anfang fiel es mir schwer alle Charaktere der Geschichte auseinander zu halten, insbesondere dadurch, dass die Perspektive zwischen den Figuren immer wieder hin und her wechselt und man sich plötzlich an neuen, unbekannten Orten befindet. Die perspektivische Vielfalt reicht hier von den Hauptcharakteren Cora Seaborne und William Ransome bis hin zu Freunden beider Parteien, Nachbarn sowie deren Kindern. So bleibt man als Leser zwar ordentlich in Bewegung, aber es finden auch immer wieder kleine Brüche statt, die den Lesefluss gerade zu Beginn beeinträchtigen und einem das Gefühl geben, dass dem ganzen ein roter Faden fehlt. Hat man sich jedoch nach ein paar Hürden an den eigenwilligen Stil dieses Buches gewöhnt, ist es etwas ganz Besonderes und lässt sich nur schwer zur Seite legen. Das liegt unter anderem daran, dass die Geschichte sprachlich von der Autorin einfach ausgezeichnet umgesetzt wurde. Ich habe mich augenblicklich in Sarah Perrys altertümlich anmutenden Schreibstil verliebt, der wirklich nahezu jede Seite in ein kleines Gedicht verwandelt und der Geschichte so eine unantastbare Tiefgründigkeit verleiht. Sehr eindringlich, lebhaft und detailliert sind die Beschreibungen, teilweise sogar poetisch. Viele Zitate habe ich mir deshalb im Nachhinein aufgeschrieben, um mich ihrer immer wieder aufs neue zu erfreuen und zu erinnern. Dennoch spaltet dieses Buch wohl die Gemüter, wie bereits zu Anfang erwähnt. Entweder man mag es oder man mag es nicht. Mich jedoch hat es vollkommen eingenommen sowohl zum lachen als auch zum weinen gebracht und im allerletzten Kapitel, auf der allerletzten Seite sprachlos zurückgelassen. Mit Tränen in den Augen konnte ich nicht begreifen, was ich da gerade gelesen hatte und war gleichermaßen verwundert wie verwirrt, dass die Geschichte zuende und ich gerade an der letzte Zeile, dem letzen Satz angelangt war. "Die Schlange von Essex" ist ein ruhiges und tiefschürfendes Leseerlebnis, dass einen mit Haut und Haar erfasst. Mehr kann ich dazu einfach nicht sagen (...) Lesempfehlung, Lieblingsbuch und ein absolutes Jahreshighlight!


    5/5 ⭐

  3. Cover des Buches Victorian Rebels - Mein schwarzes Herz (ISBN: 9783736306943)
    Kerrigan Byrne

    Victorian Rebels - Mein schwarzes Herz

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Reebock82

    Inhalt

    London, Ende des 19. Jahrhunderts: Farah Mackenzie ist eine unabhängige junge Frau, die als Sekretärin bei Scotland Yard arbeitet. Was die wenigstens wissen: sie hat ihre Vergangenheit tief in sich vergraben. Diese wird aufgerüttelt, wenn der berüchtigte Verbrecher Dorian Blackwell in ihr Leben tritt und sie kurzerhand entführt. Zu ihrer eigenen Sicherheit, denn ihre Geheimnisse scheinen sie einzuholen. Und Dorian geht ihr mehr unter die Haut, als sie möchte, denn nicht umsonst wird er das schwarze Herz von Ben More genannt. 


    Kurzmeinung

    Was gut beginnt, hat mich dann doch ziemlich enttäuscht. Mir war Dorian bis fast zum Ende absolut unsympathisch. Szenen, die für mich wirklich unter die Kategorie "sexuelle Nötigung" fallen, haben ihr Übriges getan, dass ich das Buch am Ende unzufrieden beendet habe, froh darüber, dass es endlich fertig war.


    Meinung

    Nach einem gelungenen Prolog (und ich kann Prologe eigentlich nicht leiden), startet man beschwingt und mit vielen positiven Erwartungen in die Handlung. Vielversprechend geht diese dann auch weiter. Farah entpuppt sich als eine toughe und selbstständige junge Frau, bis zu dem Moment, in dem sie von Dorian Blackwell auf seine Burg verschleppt wird. Natürlich soll Dorian hierbei auf jeden Fall auch Sympathieträger sein. Als fleißige Liebesroman-Leserin erkennt man den weichen Kern unter der harten Schale. Doch für meinen Geschmack war diese Schale doch deutlich zu hart und zudem mit starken Stacheln versehen. Ich lasse solchen Figuren meistens Einiges durchgehen (es geht ja darum, den weichen Kern herauszukitzeln), aber bei diesem Buch bin ich da ziemlich schnell an meine Grenze gekommen. 

    Für mich waren die, wohl irgendwie leidenschaftlich gemeinten Szenen, nichts anderes als sexuelle Nötigung. Das erste wirkliche Gespräch von Farah und Dorian ereignet sich mit ihr nackt in der Badewanne, während er sie dazu zwingt, sich vor ihm zu waschen, damit er sich an dem Anblick ergötzen kann. Schlimm dabei vor allem, dass Farah sich, obwohl sie es nicht möchte, so gut wie nicht wehrt und sogar stattdessen das Ganze nach einem Moment sogar erregend findet. Ähnliche Szenen folgen. Es gibt in dem ganzen Buch aus meiner Sicht eigentlich nur eine einzige (von wirklich vielen) erotischen Szenen, die ich als schön und romantisch empfunden habe. Den Rest der Zeit benimmt sich Dorian einfach nur wie das letzte A****loch, vor allem was seine Sexualität betrifft. Er benutzt Farah und die zu Beginn so starke Frau lässt sich das auch noch gefallen (im wahrsten Sinne des Wortes). Ja, sie fühlt sich zu ihm hingezogen, aber deswegen braucht man sich trotzdem nicht wie der letzte Dreck behandeln lassen und das bis wirklich fast zum Schluss. Kein weicher Kern weit und breit, außer, wenn man als Leser einen kurzen Blick in Dorians Gedankenwelt werfen darf, was aufgrund der auktorialen Erzählweise möglich ist. Die Erklärungen sind (auch hier keine große Überraschung) furchtbare Erfahrungen in Kindheit und Jugend. Es mag sein, dass dies jemanden zu einem solchen Menschen werden lassen kann. Aber es rechtfertigt Dorians Handlungen meiner Meinung nach nicht. 

    Zu guter Letzt gibt es dann natürlich auch noch eine große Enthüllung (die von Anfang an erwartet wird und keine Überraschungen birgt). 

    Ich bin von diesem Buch wirklich enttäuscht und verstehe die vielen positiven Meinungen nicht wirklich. Vielleicht bin ich da auch zu feministisch, aber mir war die Art, wie Dorian Farah die meiste Zeit behandelt, wirklich zuwider. Da konnte auch die Erklärung einer wirklich schrecklichen Kindheit nicht helfen. 


    Fazit

    Lieber die Finger davon lassen und zu anderen Büchern greifen.

  4. Cover des Buches Lasst uns schweigen wie ein Grab (ISBN: 9783522201995)
    Julie Berry

    Lasst uns schweigen wie ein Grab

     (98)
    Aktuelle Rezension von: tinstamp

    Bewertung: 4 1/2 Sterne

    Jugendbücher findet ihr bei mir nicht sehr oft, aber im Moment habe ich so einige hier bei mir liegen. Durch die liebe Aleshanee bin ich auf "Lasst uns schweigen wie ein Grab" von Julie Berry aufmerksam geworden. Als ich es in unserer Bücherei entdeckt habe, musste es gleich mit und ich kann sagen, dass ich mich wirklich köstlich unterhalten habe.

    Der Jugendkrimi spielt 1890 im St. Etheldra Mädcheninternat bei London. Während die sieben Mädchen bei Bohnen und Brot am Tisch sitzen, futtert die Direktorin Constance Plankett gemeinsam mit ihrem Bruder Aldous Godding köstliches Kalbfleisch. Doch der Genuss währt nicht lange, denn plötzlich fallen beide hintereinander tot vom Stuhl. Die Mädchen wissen sich zu helfen und verschweigen den Tod von Mrs. Plankett, denn sie befürchten nach Hause geschickt zu werden, was keine von ihnen möchte. Und so schaufeln sie ein Grab im Garten und versuchen ohne Kontrolle eines Erwachsenen weiter im Internat zu bleiben....

    Schon der Beginn der Geschichte ist skurill und voller schwarzem Humor. Die Fassade, dass Mrs. Plankett noch lebt, soll aufrecht erhalten bleiben. Der Kreativität der Mädchen, die alle zwischen 12 und 17 Jahren alt sind, sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die Beinamen, die jedes der Mädchen von der Autorin erhält, klärt sofort über ihre Fähigkeiten oder ihr Aussehen auf. Das sind:
    Roberta "Liebenswert", Mary Jane "Ungeniert", Martha "Einfältig", Alice "Robust", Kitty "Schlau", Louise "Pockennarbig" und Elinor "Düster".
    Diese Namenszusätze werden auch auch immer verwendet und so hat man als Leser immer ein Bild vor Augen, wer wer ist. Das ist vorallem am Anfang sehr hilfreich.

    Schon von Beginn an habe ich mich köstlich unterhalten, denn schon sehr bald treten die ersten Schwierigkeiten auf. Just am Todestag wollte Constance Plankett ihrem Bruder zum Geburtstag überraschen und hat einige Freunde eingeladen. Wie die Mädchen sich aus dieser verfahrenen Situation herausmanövrieren ist einfach nur witzig. Weitere unlösbare Situationen folgen natürlich bald darauf. Oftmals wird es sehr skurill und obwohl ich das sonst nicht mag, hat es mir hier total gefallen. Zusätzlich müssen die Mädchen herausfinden, wer hinter den Giftmorden an ihrer Direktorin steckt. Der Verdacht, eine von ihnen könnte die Täterin sein, macht den Mädchen zusätzlich zu schaffen. Noch gefährlicher erscheint es jedoch, dass der Mörder noch herumläuft und einen weiteren Anschlag planen könnte. Für mich war es bald ersichtlich wer hinter den Morden steckte, aber es ist ja auch ein Jugendbuch und kein Erwachsenenkrimi. Außerdem konnte mich die Autorin trotzallem mit einigen Wendungen überraschen.
    Die Geschichte ist eigenwillig und glänzt vorallem durch ihren schwarzen Humor und den Charakteren. In der Mitte wird es ruhiger und der Spannungsbogen sinkt.

    Die Autorin hat ihre schwarze Krimikomödie im Viktorianischen Zeitalter angesiedelt. Die Figuren sind  authentisch und glaubhaft und die Mädchen zeigen, dass sie sich mit dem Rollenbild der Frau zu dieser Zeit nicht wirklich identifizieren können. Die Charaktere sind jedoch sehr verschieden, wie auch ihre Beinamen erklären. Gemeinsam mit den tollen Figuren, etwas Ironie und Sarkastik ist diese Krimikomödie für junge Leser ein richtiges "Schmankerl". Ich hab's genossen und empfehle den Roman, der schon etwas älter ist, gerne weiter.

    Fazit:
    Eine herrlich ironische Krimikomödie mit Wortwitz und Charme. Eine Geschichte für Jugendliche und auch ältere Semester, die mit schwarzem Humor punktet und welche ich sehr gerne gelesen habe. Ich empfehle dieses unterhaltsame Buch gerne weiter!

  5. Cover des Buches Der verbotene Fluss (ISBN: 9783453356504)
    Susanne Goga

    Der verbotene Fluss

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Katjuschka

    Die Berlinerin Charlotte Pauly will 1890 als Hauslehrerin nach England gehen.

    Deutsche Gouvernanten sind in England zu dieser Zeit hoch angesehen und daher findet sie recht schnell eine Stelle in Chalk Hill, wo sie für die Ausbildung der 8-jährigen Emily verantwortlich ist.

    Der frühe Tod von Emilys Mutter ist für alle ein Tabu, Sir Andrew verbietet es dem gesamten Personal des Hauses, über seine verstorbene Frau zu sprechen.

    Selbst Emily spricht zuerst nicht über sie, kann nicht einmal das Wort Mutter aussprechen.

    Emily wird mit ihrer unverarbeiteten Trauer offensichtlich nicht fertig, sie hat Alpträume und Visionen von ihrer Mutter.

    Charlotte beschließt mehr über die Hintergründe rund um den angeblichen Unfall zu erfahren. Sie will dem Mädchen unbedingt helfen.

    Dabei stößt Charlotte auf Gerüchte, Lügen und Halbwahrheiten - und den in England gerade sehr verbreiteten Geisterglauben.

    Gemeinsam mit dem Journalisten Tom ist Charlotte einem düsteren Geheimnis auf der Spur.


    Der Erzählstil ist flüssig, man kann der Geschichte sehr schnell und gut folgen. Die Handlung ist atmosphärisch und der historischen Zeit perfekt angepasst.

    Charlotte erinnert ein wenig an Jane Eyre, hat aber ein eigenes, selbstbewussteres Profil. Generell sind sämtliche Protagonist(inn)en zeitgemäß gut dargestellt.

    Der mystisch/übersinnliche Aspekt wird mit gesunder Distanz in die Geschehnisse eingeflochten.

    Zum Ende hin wird fast ein Krimi aus der Geschichte und manche Entwicklungen waren durchaus überraschend.

    Wer den weiteren Weg von Charlotte und Tom verfolgen will, kann dies mit "Das Geheimnis der Themse" sehr gern tun. Ein weiteres mystisch angehauchtes Abenteuer wartet auf die beiden!

  6. Cover des Buches Der Gentleman (ISBN: 9783351036737)
    Forrest Leo

    Der Gentleman

     (55)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint

    Lionel Lupus Savage ist ein 22jähriger fauler Aristokrat, der in London des Jahres 1850 lebt und sich als begnadeter Dichter sieht. Als ihm sein treuer und als Vaterersatz dienender Butler Simmons eines Tages nach der Äußerung, er wolle sich ein Boot kaufen, mitteilt, dass kein Geld mehr vorhanden sei, ist guter Rat teuer... Für einen Gentleman kommen Handwerksberufe selbstverständlich nicht in Frage - auch Handel ist keine angemessene Tätigkeit... und klingt außerdem erbärmlich. Um also das große Haus am Pocklington Place erhalten und die Internatskosten seiner 16jährigen Schwester Lizzie bestreiten zu können hilft nur eins: reich zu heiraten...

    Schlussendlich stößt er in der vermögenden Familie der Lancaster's auf Vivien, von der er sehr angetan ist und die seinem Werben nachgibt. Bald ist geheiratet und das Einkommensproblem scheint gelöst. Doch die Liebe verblasst recht schnell und damit einher kommt eine immense Schreibblockade. Als Vivien wieder eine ihrer Gesellschaften gibt und sich ein sehr sympathischer und gutaussehender Gentleman zu Lionel in sein Arbeitszimmer verirrt, wo sich der Herr des Hauses Selbstmordgedanken hingibt, ist diesem freundlichen Herrn, der allem Anschein nach der Teufel höchstpersönlich zu sein scheint, im Zuge einer philosophischen Unterhaltung schnell die Ehefrau versprochen... Lionel wird sich seiner wahren Gefühle über Vivien erst bewußt, als diese plötzlich unauffindbar ist...

    Der Debütroman des 27jährigen Forrest Leo, der in einer Blockhütte in Alaska aufwuchs, ist eine Komödie über die Liebe, die Kunst und das viktorianische England. Sein zuerst als Theaterstück verfasster Roman serviert schmunzelnde und intelligent pointierte Dialoge sowie vier Duelle in vier Tagen und eine Reihe exquisiter Figuren: Eine sehr direkte und forsche frühreif erscheinende Schwester, einen jungen Flugmaschinen bauenden Erfinder sowie einen gutaussehenden Abenteurer - den Bruder der verschwundenen Vivien Lancaster. Allesamt jedoch werden von dem souveränen Majordomus des Hauses überstrahlt und in den Schatten gestellt: Die Auftritte des Butlers Simmons sind stets ein Lacher.

    Es gäbe einen Stern mehr, doch dem Roman ist zu intensiv anzumerken, dass er von einem Theaterstück abgeleitet wurde. Trotz des höchst vergnüglichen überspitzten Schreibstils vermag es der Autor nicht, die Qualität durchgehend zu halten und das Auf und Ab der Unterhaltung lässt das kurzweilige und unterhaltsame Lesevergnügen holprig erscheinen. Amüsant die Idee des jungen Debütanten, die Erzählung Lionel's, welche von seinem Cousin Hubert Lancaster veröffentlicht wird, mit Fußnoten zu versehen. Dadurch entspinnt sich eine Geschichte in der Geschichte und vermag einen anderen Blickwinkel als den des jungen faulen Aristokraten zu vermitteln.

  7. Cover des Buches Die Tote von Rosewood Hall (ISBN: 9781477821183)
    Annis Bell

    Die Tote von Rosewood Hall

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Drachenfels

    Die historische Krimireihe um Lady Jane gefällt mir gut. Die eigenwillige Protagonistin löst die Fälle ebenso unkonventionell wie Miss Marple.


  8. Cover des Buches Der Nachtzirkus (ISBN: 9783548285498)
    Erin Morgenstern

    Der Nachtzirkus

     (1.010)
    Aktuelle Rezension von: ENI

    Die Grundidee ist sehr gut. Ein magischer Zirkus, der nachts aus dem Nichts auftaucht. Celia und Marco zwei Magier, verlieben sich ineinander, unwissend, dass sie durch einen Zauber miteinander verbunden sind und in einem Kampf auf Leben und Tod gegeneinander antreten werden müssen. 

    Die Atmosphäre ist sehr gelungen aber der Handlung fehlt der rote Faden. Ich habe nie so richtig verstanden, um was es eigentlich geht. Die Geschichte begann mich zu langweilen und ich habe sie bis zum Schluss nicht verstanden. Mit dem Ende konnte ich mich nicht anfreunden.

  9. Cover des Buches Das Geheimnis der Lady Audley (ISBN: 9783940855473)
    Mary Elizabeth Braddon

    Das Geheimnis der Lady Audley

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Maus86

    In diesem Kriminalroman aus dem viktorianischen England des Jahres 1862 folgen wir dem jungen Anwalt Robert Audley auf seiner selbst gewählten Mission, ein, nach seiner Überzeugung, begangenes Verbrechen ans Tageslicht zu bringen. Sein Onkel hat die viel jüngere, wunderschöne Lucy geehelicht, zu der Robert sich zunächst ebenfalls hingezogen fühlt. Schnell wird jedoch klar, dass seine neue Tante, Lady Lucy Audley, ein Geheimnis hat, bei dem möglicherweise auch eine weitere, Robert sehr vertraute Person, eine wichtige Rolle spielen könnte.

    Die Geschichte wird zwar in augenscheinlich auktorialer Form erzählt, wir haben aber tatsächlich in erster Linie Roberts Perspektive zur Verfügung. Dies ist in sofern vorteilhaft , als das dieser Charakter ein in vielerlei Hinsicht sehr angenehmer ist. Robert ist sympathisch, klug, gewitzt, anständig und reflektiert. Dazu einen schönen Gegensatz bildet die titelgebende Lady Audley, die in weniger gutem Licht beleuchtet wird und deren Perspektive ebenfalls von Zeit zu Zeit eingenommen wird. Es gibt eine Handvoll weitere Charaktere, die für die Geschichte von Bedeutung sind, von denen einige mehr, andere weniger gut ausgearbeitet sind. 

    Der Kriminalfall ist nicht gleich zu Beginn komplett durchschaubar und es baut sich im Laufe der Geschichte gut Spannung auf. Trotz einigen leicht durchschaubaren Elementen, gibt es auch immer mal wieder Überraschungen im Plot. Insgesamt wurde die Geschichte gut und, alles in allem, logisch von der Autorin konstruiert. 

    Wie ich jedoch leider erst während des Lesens in Erfahrung gebracht habe, handelt es sich bei dem Buch um eine, wohl nicht unwesentlich, gekürzte Übersetzung des englischen Originals. Der Roman sollte im eine "heute lesbare Form" gebracht werden. Da frage ich mich doch unwillkürlich, was an der Originalversion so "unlesbar" gewesen wäre und "unlesbar" für wen? Tatsächlich bilde ich mir schon ein, dass auch eine ungekürzte Version des Buches für mich "lesbar" gewesen wäre und ich hätte gerne die Wahl gehabt. Es steht zwar "Übersetzt und bearbeitet" auf dem Cover, dies hatte ich für mich jedoch nicht als "gekürzt" ausgelegt, ich dachte hier eher an Anmerkungen, wie Fußnoten oder ähnliches. Das müsste in meinen Augen klarer gekennzeichnet sein, bestenfalls mit dem Wort "gekürzt" auf der Titelseite...

    Der Roman erwies dann auch für mich als sehr leicht lesbar und zugänglich. Inwiefern das auf die Übersetzung zurückzuführen ist, kann ich leider aktuell nicht beurteilen.

  10. Cover des Buches Teufelsgrinsen (ISBN: 9783462047592)
    Annelie Wendeberg

    Teufelsgrinsen

     (195)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Inhalt: London, Ende 19. Jhd.: Nachts arbeitet Anna in Londons Elendsvierteln als Krankenschwester und versorgt Kinder, Bettler und Kriminelle. Doch am Tag verkleidet sie sich als Mann und arbeitet als Anton Kronberg, ein angesehener Epidemiologe. Bisher hat niemand ihr Geheimnis aufgedeckt, doch dann begegnet sie dem berühmten Detektiv Sherlock Holmes, der sie mit einem Blick durchschaut. Gemeinsam untersuchen sie einen Fall von absichtlich mit Cholera infizierten Menschen. 

    Eindruck: Die Idee, dass Sherlock Holmes bei seinen Fällen nicht nur von Watson unterstützt wurde, sondern auch eine Frau beteiligt war, hat mich sofort interessiert. 

    Die Charaktere: Anna Kronberg ist eine sehr intelligente und stolze Frau. Sie wollte unbedingt Ärztin werden, doch Frauen war es damals nicht erlaubt Medizin zu studieren. Kurzerhand hat sie sich ein Doppelleben aufgebaut. Sie ist einerseits sehr emotional, hat aber aufgrund ihrer Rolle ein bisschen verlernt, sich wie eine Frau zu verhalten und deshalb auch viele männliche Eigenschaften. Ihre Vergangenheit ist wirklich brutal, weswegen sie ein gestörtes Verhältnis zu Männern hat. Zu Sherlock Holmes muss ich wohl nicht viel sagen. Er ist genial, wirkt meist emotionslos und ist sehr unbeholfen, wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht.

    Ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen. Es war sehr interessant wie Anna den medizinischen Wissensstand dieser Zeit erklärt. Obwohl ich mich auf dem Gebiet nicht auskenne, konnte ich den Erklärungen gut folgen. Man merkt, dass die Autorin selbst eine Wissenschaftlerin ist. Aber insgeheim habe ich auf den Moment gewartet, in dem endlich Sherlock Holmes auftaucht. Das geschah dann auch recht schnell und die Dialoge zwischen ihm und Anna, zwei intelligenten, irgenwie aus der Zeit gefallenen Charakteren, haben mich sehr gut unterhalten. Der Fall bzw. die Verschwörung, die aufgeklärt werden muss, ist auch spannend. Mir hat besonders der wissenschaftliche Schwerpunkt der Geschichte begeisert, da es mal eine nette Abwechslung war. Außerdem werden die Lebensumstände der Menschen im 19. Jhd. schonungslos und realistisch beschrieben. Es war damals wirklich hart in London zu (über)leben. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte und den Schauplatz hinein denken. 

    Eine klare Empfehlung! Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

  11. Cover des Buches Die schwarze Orchidee (ISBN: 9781503935730)
    Annis Bell

    Die schwarze Orchidee

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Greyswan

    In diesem Fall wird Jane zu ihrer besten Freundin nach Nordengland gerufen, weil diese im Haus ihrer Cousine ein komisches Gefühl hat und ehe es sich Jane versieht, steckt sie in einem Kriminalfall um Mord und wertvolle Orchideen fest.

    Dieser Teil hat neben der interessanten Geschichte rund um die Orchideenzüchter und -jäger, was ich als geradezu bereichernden Rahmen der Geschichte empfand, eine deutliche Besserung zum ersten Band. Im ersten Band empfand ich Jane als extrem pubertär und unreif, was hier nur zu Beginn vorkam. Im Verlauf der Geschichte wirkt Jane reifer und vernünftiger. Die Beziehung zu David vertieft sich und sie wachsen langsam zu einem Team zusammen.

    Die Briefe aus Übersee boten einen Einblick in eine ganze eigene Welt und waren eine angenehme Auflockerung.

    Ein besonderes Schmankerl stellt der Plot-Twist zu Ende hin dar und rundet die Geschichte ab.

    Ab hier bin ich offiziell Fan der Reihe :-)

  12. Cover des Buches Für König und Vaterland (ISBN: 9783959910514)
    Susanne Gerdom

    Für König und Vaterland

     (41)
    Aktuelle Rezension von: MartinA

    Der Wechselbalg ist ein Roman, der ein alternatives England vorstellt und so als historische Urban Fantasy gelten kann. Schauplatz, Atmosphäre, geschichtlicher Hintergrund und die Charaktere (sowohl die Protagonisten als auch die Antagonisten) sorgen für eine stimmige Geschichte, die allerdings auch ihre Schwächen hat, über die man an sich auch hinwegsehen könnte ... wenn es nicht so schade wäre.
    Was ich damit meine? Der Wechselbalg ist der erste Teil einer Reihe, die (meines Wissens) nicht fortgesetzt wurde (der Roman stammt aus dem Jahr 2015, aber es gibt keine weitere Folge aus der Serie "Für König und Vaterland") und leider merkt man das. Der Klappentext verspricht viel, aber der Inhalt von Der Wechselbalg ist dann doch ein anderer, denn der Vatikan spielt nur eine untergeordnete Rolle, ebenso die Verschwörung gegen den König und seine Angehörigen. Das ist schade, denn Idris und das restliche liederliche Quartett sind eine Gruppe von der man gerne mehr lesen würde. Es gibt ein paar Sidhe (Elfen), Vampire und Werwölfe, aber die persönlichen Probleme (von denen im Klappentext keine Rede sind) von Idris Hathaway stellen die Hauptstory dar. Der Rest ist Hintergrund über den man gerne mehr lesen würde.
    Schade, dass diese vielversprechende Story nie fortgesetzt wurde.

  13. Cover des Buches Hurentochter - Die Distel von Glasgow (ISBN: 9783492502412)
    Tabea Koenig

    Hurentochter - Die Distel von Glasgow

     (62)
    Aktuelle Rezension von: SCook

    Tabea König wurde 1992 in der Schweiz geboren und studierte Soziale Arbeit und Kulturvermittlung. Später führte sie ihr Weg auf eine Rundreise durch Schottland, wo sie sich nicht nur Hals über Kopf in die Gegend verliebte, sondern auch die Inspiration für ihren ersten historischen Roman fand.

    Man spürt die Begeisterung der Autorin für Geschichte. Die historischen Fakten sind keine Stolpersteine, die sie in die Geschichte wirft und die den Leser durch die Story trudeln lassen. Im Gegenteil: Das Zeitalter ist das Fundament, es atmet, es lebt und wenn der Leser die erste Seite hinter sich hat, hat es einen schon verschlungen.

    Wir begleiten die junge Emily auf ihrem Weg und wohin dieser führen soll, davon hat die junge Dame ganz genaue Vorstellungen. Raus aus dem Hurenhaus, in dem sie aufgewachsen ist, rein ist das bodenständige Leben einer akzeptablen Dame. Doch ihr Plan hat Feinde, allen voran den Tod, der genau dann zuschlägt, als alles so rosig erscheint, ein Geheimnis, das Emilys Leben überschattet und sie immer wieder einholt.

    Emily ist eine Person wie aus dem Leben gegriffen und mit einer ungewöhnlichen Sturheit gesegnet. Oder wie sie es ausdrückt:

    „Du sagtest einst, ich sei eine Rose, die irgendwann gepflückt werden will. Doch ich fürchte, ich bin eher eine Distel, die nicht in eine Vase gehört.“ (Seite 235)

    Kein Vergleich wäre treffender als der, den Emily für sich selbst wählt. Eine Distel ist sie, eine Distel wird sie bleiben und zwar auf jeder Seite des Buches.

    Lebensecht sind auch die beiden Figuren, deren Sicht sich Tabea Koenig ebenfalls bedient: Viggo und Liam. Alle haben ihre Prinzipien, ihre Geheimnisse und doch müssen sie sich irgendwie zusammenraufen, um im Leben nicht auf der Stelle stehen zu bleiben.

    Ich bin eigentlich eher im Fantasybereich unterwegs, aber hier habe ich eine Ausnahme gemacht. Und bis froh darüber. Sogar so froh, dass ich mir die beiden folgenden Teile gleich bestellt habe. Und ich bin sicher, dass das Buch nicht nur jenen gefallen wird, die sich trauen, literarisch mal über den Tellerrand zu schauen, sondern auch den Liebhabern des historischen Genres wird das Werk ans Herz wachsen.


  14. Cover des Buches Sherlock Holmes - Das Grab der Molly Maguire (ISBN: B00O838BYW)
    David Gray

    Sherlock Holmes - Das Grab der Molly Maguire

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee
    Inhaltsangabe

    Zufällig stößt der Autor David Gray in London auf ein geheimes Dossier, das Originalaufzeichnungen Doktor Watsons enthält. Der Doktor hat darin drei Abenteuer seines berühmten Freundes Sherlock Holmes geschildert, die bisher nie veröffentlicht wurden. In diesem Band finden Sie den zweiten dieser drei Fälle: Das Grab der Molly Maguire
    Ganz London ist in Aufregung als man ausgerechnet in Miller’s Court, demselben Ort, an dem der berüchtigte Serienmörder Jack the Ripper einst sein letztes Opfer tötete, wieder die furchtbar zugerichtete Leiche einer jungen Frau findet. Doch Inspektor Lestrade ruft Sherlock Holmes zu Hilfe. Er bezweifelt, dass man es bei der Toten mit einem neuen Opfer des nie gefassten Jack the Rippers zu tun hat und stellt seine eigenen Thesen auf ….

    Meine Meinung

    Der zweite Band der Sherlock Holmes Reihe hat mir richtig gut gefallen. Der Schreibstil passt super in die Zeit und man fühlt sich sofort in die nebligen Gassen Londons zurückversetzt. Es wirkt nicht überzogen und lässt sich schön flüssig lesen.

    Dieses Mal treibt ein grausamer Mord den berühmten Detektiv Sherlock Holmes und seinen ewigen Gefährten Dr. Watson in den Hinterhof von Millers Court - dem Schauplatz des Verbrechens, wo vor 2 1/2 Jahren das letzte Opfer von Jack the Ripper gefunden wurde. Aus der Sicht von Watson verfolgt man die zielgerichteten Nachforschungen von Holmes, mit all seiner zur Schau gestellten Überlegenheit, die er wo er nur kann gerne demonstriert. Viele kleine Merkmale, die man mit Holmes verbindet, lassen den Charakter sehr lebendig und echt wirken; wie auch die Gedanken von Watson, dessen Freundschaft kein leichtes Los ist.
    Sherlock Holmes und Dr. Watson müssen in diesem Fall ein hohes Risiko eingehen, dass nicht ohne Folgen bleiben wird. Auch haben sie mit der Abneigung des Chiefinspektors Abberline zu kämpfen, der Holmes um jeden Preis von dem Fall fernhalten will.
    Die beiden stehen wieder sehr im Mittelpunkt, wodurch die anderen Figuren eher am Rand bleiben. Ich hätte mir hier ein paar kleine Hinweise mehr gewünscht, um auch selbst etwas besser mitraten zu können und auf die Hintergründe des Verbrechens zu kommen. Spuren gibt es natürlich genug, die die beiden verfolgen - ich selber fand es gar nicht so leicht, den ganzen Hinweisen und Verwicklungen zu folgen.

    Viele verworrene Fäden, die es zu entwirren gilt, eine gelungene Verbindung zu Band 1 mit den Hinweisen auf "Ragnarök", die sicher im letzten Teil aufgeklärt werden und sehr brutale Details zum Verbrechen geben ein sehr stimmiges Bild zu diesem düsteren Kriminalfall. David Gray hält sich hier nicht viel mit unnützen Einzelheiten auf, sondern komprimiert die Handlung auf die wichtigen Fakten und Situationen, was die Spannung gut vorantreibt. Die Aufklärung im letzten Viertel hat sich allerdings ein bisschen hingezogen und war mit einem sehr bizarrem Szenario verknüpft, was mich ein bisschen irritiert hat. Auf mich hat es etwas übertrieben gewirkt, auch wenn es die schaurige Atmosphäre unterstrichen hat.

    Das Ende lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen und auch die Anekdote des Autors, wie er an das Dokument aus den Geheimarchiven kam, nimmt eine überraschende Wendung.

    Fazit

    Ein spannender zweiter Teil der Trilogie, der mit einem typischen Sherlock Holmes Stil viel Unterhaltung bietet. Gegen Ende hat es sich etwas gezogen, aber es gibt auch vielversprechende Hinweise auf den letzten Band!

    © Aleshanee
    Weltenwanderer


    Sherlock Holmes

    1 - Der Geist des Architekten
    2 - Das Grab der Molly Maguire
    3 - ...?
  15. Cover des Buches The Invisible Library (ISBN: 9781447256236)
    Genevieve Cogman

    The Invisible Library

     (40)
    Aktuelle Rezension von: AuroraM

    Tolle Story. Die Idee, dass es eine geheimorganisation gibt die Bücher sammelt und das somit viele verschiedene Welten berreist werden müssen… wirklich interessant. Kann man wirklich nur empfehlen.

  16. Cover des Buches Das Geheimnis der Madame Yin (ISBN: 9783939990345)
    Nathan Winters

    Das Geheimnis der Madame Yin

     (30)
    Aktuelle Rezension von: SCook

    London, 1877. Ein junges Mädchen wird ermordet aus der Themse gezogen, im Mund findet man eine Haarlocke in einem Stofffetzen. Wenig später folgt die Leiche einer Opiumkönigin aus dem East End. Beide Morde müssen miteinander zu tun haben, doch die Polizei findet keinen Zusammenhang zwischen den Opfern. Inspektor Robert Edwards vom Scotland Yard wird mit dem Fall betraut und muss sich bald gegen seinen Willen mit der Pinkerton Detektivin Celeste Summersteen herumschlagen, die ebenfalls Interesse an der Aufklärung des Falles hat. Gemeinsam schlittern sie in die Dunkelheit, die die Bewohner Londons aufgebaut haben und bald müssen sie nicht nur das nächste Opfer des Mörders, sondern auch ihre eigene Haut retten.

    Robert Edwards macht seinem Spitznamen Bull alle Ehre. Mit dem Gemüt eines aus dem Winterschlaf geweckten Bären und der Durchschlagskraft einer Stange Dynamit ausgestattet prügelt er sich durch Londons Unterwelt und trifft dabei nicht immer die klügsten Entscheidungen. Celeste Summersteen dagegen besticht durch Charme, Taktgefühl, Schneid und einem ganzen Repertoire von Tricks, die ihr bei der Verfolgung ihrer Ziele helfen. Ich mochte beide Figuren schon einzeln, aber gemeinsam werden sie zu Goldschätzen und ich liebte den Humor, den beide an den Tag legen.

    Dazu war der Krimi genau richtig für mich, da er nicht zu gruselig und blutig geraten war, und nicht nur einige überraschende Wendungen, sondern auch einen spannenden Zwei-Fronten-Krieg auf Lager hatte. Der Autor verstand es, den Leser mit allen Informationen zu versorgen und gleichzeitig so bei der Stange zu halten, das man dem Ende entgegenfieberte.

  17. Cover des Buches Der Besucher (ISBN: 9783404167678)
    Sarah Waters

    Der Besucher

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Carry1980

    Ein ganz toller Gruselroman für den Winter. Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes. Ein altes Gemäuer, eine recht merkwürdige Familie, die an ihren Traditionen festhält und ein Arzt, der auf Spurensuche geht.

    Hier ist alles vertreten, knarrende Türen, Bildnisse, die von der Decke erscheinen und der "Hausherr" kriegstraumatisiert verliert langsam den Verstand.

    Der Arzt der Familie, der Realist ist, versucht sich nicht zu beeinflussen und geht auf Suche der Ursache des Ganzen. Die Haustochter, nicht hübsch und dennoch ein gutes Herz, lebens- und liebeshungrig unterstütz ihn. Die Geschichte hat immer wieder Überraschungsmomente und ist wirklich sehr spannend! Auch das Ende ist überraschend und gut gelöst!

  18. Cover des Buches Das Mädchen mit dem Stahlkorsett (ISBN: 9783453314641)
    Kady Cross

    Das Mädchen mit dem Stahlkorsett

     (276)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds

    Auf ihrer Flucht vor dem zudringlichen Sohn ihres Dienstherrn wird die sechzehnjährige Finley Jayne, der seit ihrer Pubertät eine dunkle Seite innewohnt, 1897 in London von Griffin King, dem Duke of Greythorne, aufgelesen. Obwohl erst achtzehn, fühlt der Herzog sich verpflichtet, in die Fußstapfen seiner Eltern zu treten und das Empire zu beschützen, derzeit vor dem skrupellosen Maschinisten. Dabei hilft ihm sein gleichsam übernatürlich begabter Trupp. Griffin selbst kann mit Toten kommunizieren. Sein Freund Sam ist übermenschlich stark, wurde aber trotzdem beinahe von einem Automaten besiegt und hadert nun damit, nur dank mechanischer Implantate überlebt zu haben. Emily kann jede Maschine reparieren, seine Tante Cordelia ist Telepathin und der Amerikaner Jasper pfeilschnell. Fin, die versucht das Biest in sich zu beherrschen, wird immer mehr in den Fall hineingezogen und lernt dabei den mysteriösen Jack Dandy kennen.

    Steampunk hatte sich hierzulande Anfang der 2010er Jahre zu einem kleinen Trend entwickelt, fristet seitdem aber eher ein Nischendasein. Während manche Autoren an dem ungewohnten Thema scheitern, landen andere damit einen Volltreffer. Letzteres ist der Fall beim ersten Band der „Steampunk Chronicles“ von Kady Cross, die deutschsprachigen Lesern auch als Kathryn Smith mit ihren historischen und paranormalen Liebesromanen bekannt ist und die inzwischen in verschiedenen Genres als Kate Kessler, Kate McLaughlin und Kate Locke unterwegs ist und auch als Kate Cross veröffentlicht hat. Ihr retro-futuristisches Setting – erstmals vorgestellt im leider nicht übersetzten Prequel „The Strange Case of Finley Jayne“ und ganz klassisch eine alternative Version des viktorianischen Zeitalters mit dampfbetriebenen Apparaturen und Stilmix-Outfits – zeugt von großem Einfallsreichtum und viel Liebe zum Detail. Die besonderen Fähigkeiten der überwiegend jugendlichen Charaktere werden durch eine allmählich aufgedeckte Vorgeschichte, die auch die Verbindung aller Beteiligten herstellt, schlüssig erklärt. Die Handlung ist komplex, ohne zu verwirren, und durchgängig fesselnd. Hinzu kommen faszinierende Figuren mit entzückenden Marotten und niedliche romantische Untertöne inklusive komplizierter Beziehungsgeflechte. Ein kleiner Cliffhanger macht sehr neugierig auf die Fortsetzung. (TD)

  19. Cover des Buches Victorian Rebels - Das Licht unserer Herzen (ISBN: 9783736305632)
    Kerrigan Byrne

    Victorian Rebels - Das Licht unserer Herzen

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Books-like-Soulmate

    „Victorian Rebels 03 – Das Licht unserer Herzen“ von Kerrigan Byrne

    Verfasser der Rezension: Silvana

    Preis TB: € 12,90

    Preis eBook: € 9,99 (Stand 03.09.2020)

    Seitenanzahl: 406 Seiten lt. Verlagsangabe

    ISBN: 978-3-7363-0563-2

    Erscheint am: 31.01.2019 im LYX Verlag by Bastei Lübbe

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    Klappentext:

    Nur sie kann Licht in seine Seele bringen … 

    Liam MacKenzie wird von allen „Der Highlandteufel“ genannt. Nur wenige haben es je gewagt, ihm die Stirn zu bieten. Als er eine Gouvernante für seine Kinder sucht, tritt die Engländerin Philomena Lockhart auf den Plan – und der grimmige Krieger findet sich plötzlich auf einem Schlachtfeld wieder, auf dem er keinerlei Erfahrung hat. Der jungen Frau gelingt es nicht nur, seinen widerspenstigen Nachwuchs für sich zu gewinnen, sondern auch ungeahnte Gefühle in ihm zu wecken. Denn in ihren Augen sieht er, dass Mena durch eine Dunkelheit gegangen ist, die der seiner Seele gleicht – und dass sie den Schmerz hinter seiner finsteren Fassade erkannt hat …

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    Achtung Spoilergefahr!!!

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    Mein Fazit:

    Vorweg sei gesagt, dass es sich bei jeder Rezension um meine persönliche Meinung handelt. Ich muss gestehen dass ich ein großer Fan dieser Autorin bin. Diese Reihe hat mich vom ersten Band an in seinen Bann gezogen. Nachdem die ersten beiden Teile mich auf ganzer Linie überzeugt haben, war ich sehr neugierig auf den dritten Band und Philomenas Geschichte. Sie hat der Leser ja bereits in Teil zwei kennengelernt. Das Cover ist auch hier wieder wunderschön. Der Schreibstil ist flüssig sodass man das Buch schnell ausgelesen hat. Die meisten Charaktere sind mir auf Anhieb sympathisch gewesen. Besonders Rhianna. Sowohl Philomena als auch Liam haben schwere Zeiten hinter sich, die sie geprägt haben. Ich habe sofort die Verbindung der beiden gespürt. Es gibt natürlich auch ein Wiedersehen mit den Charakteren der vorherigen Büchern. Manches war vorhersehbar und anderes wiederum überraschend. Mir hat das Buch im gesamten sehr gut gefallen, dennoch hat mir im Vergleich zu den Vorgängern etwas gefehlt. Ich kann allerdings gar nicht genau beziffern was es war. Nichts desto trotz spreche ich auch für den dritten Teil der Victorian Rebels Serie eine klare Leseempfehlung aus.

    4 von 5 🍀 🍀 🍀 🍀

  20. Cover des Buches Engel der Themse (ISBN: 9783940855664)
    Anne Breckenridge

    Engel der Themse

     (33)
    Aktuelle Rezension von: MartinA

    Ich lese gerne viktorianische Krimis und mit Romanen aus dem Dryas-Verlag habe ich größtenteils gute Erfahrungen gemacht (natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel). Deswegen habe ich dem Klappentext auch kaum Beachtung geschenkt. Anderenfalls hätte ich vielleicht ein anderes Buch erwartet, denn der Klappentext hat nur am Rande mit der eigentlichen Handlung zu tun. 

    Engel der Themse ist ein leidlich spannendes Buch, jedenfalls auf den letzten Seiten .. davor wird der Leser durch banale Begebenheiten aus Emmas und Gladys' Leben gelangweilt bei denen man erwarten könnte, dass sie versuchen das viktorianische Zeitalter wieder aufleben zu lassen. 

    Aber die Sprache passt nicht (Ich kann aber auch nicht sagen in welche Zeit sie überhaupt passen würde, manche Vergleiche oder Ausdrücke sind wirklich sehr gewöhnungsbedürftig ... und das hat nichts mit Straßenslang oder niederen Bevölkerungsschichten zu tun ... und mit der viktorianischen Zeit auch nicht), die Charaktere bleiben flach (mir war lange nicht bewusst dass Gladys und Emma doch sehr verschiedene Persönlichkeiten unterschiedlicher Herkunft sein sollten).

    Das Buch ist leider weder ein viktorianischer Krimi (wer interessante Ermittler wie Holmes und Watson oder den Sebastian Club erwartet wird enttäuscht werden), noch ein Sittengemälde des 19 Jahrhunderts. 

    Der Autorin gelingt es leider nicht, den Leser in irgendeiner Weise authentisch zu faszinieren. 

    Wenn ich etwas Positives zum Buch sagen soll, dann dies: Es hat ein schönes Cover, dass stimmig zu den anderen Krimis des Dryas-Verlags ist.

  21. Cover des Buches Die Liebeshandlung (ISBN: 9783499258503)
    Jeffrey Eugenides

    Die Liebeshandlung

     (109)
    Aktuelle Rezension von: ScheckTina

    Madeleine studiert englische Literatur im Hauptfach. Sie ist schön und intelligent und kann sich von männlichen Angeboten kaum retten. Nur mit der Liebe ist es trotzdem nicht so einfach. Trotz der Vorbilder in ihren Romane ist es schwierig jemanden fürs Leben zu finden. Vielleicht auch gerade deswegen. Sie hat einen besten Freund Mitchell. Er ist der einzige der es bei ihr nicht versucht hat zu landen und ist immer zur Stelle, wenn sie ein mal wieder alleine ist. Doch dann lernt sie Leonard kennen. Er ist schön, charmant, witzig, aufmerksam. Hat eigentlich alles was man sich wünschen kann. Und doch wenn man genau hinschaut stimmt mit ihm was nicht. Doch dann kommt die Wahrheit ans Licht und Madeleine muss sich für oder gegen Leonard entscheiden.

    Das Buch ist ziemlich deprimierend. In der Geschichte geht es um manisch depressive Krankheit und das Buch zieht sich hin. Ich habe noch nie so lange für ein Buch gebraucht und war kurz davon es abzubrechen. Es ist wahnsinnig schwierig über eine Depression zu lesen, da hat man echt das Gefühl selber Depressionen zu haben. Auch sonst war das Buch schwierig. Madeleine studiert Englisch im Hauptfach. Da werden Romane unteranderem von Jane Austen auseinander genommen und analysiert. Was das lesen zusätzlich erschwert. Leider war es nichts für mich und das Buch eine ziemliche Enttäuschung.

  22. Cover des Buches Die Glasbücher der Traumfresser (ISBN: 9783442372744)
    Gordon Dahlquist

    Die Glasbücher der Traumfresser

     (187)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die junge, streng moralische Miss Temple observiert ihren Ex-Verlobten und gerät in geradezu obszöne Umstände, die plötzlich große Entschlußkraft und recht ungewöhnliche Verhaltensweisen von der bisher eher passiven, moralinsaueren jungen Lady erfordern. Zum Glück trifft sie schließlich den Profi-Killer Chang und Dr. Svensson, mit denen sie ein Bündnis gegen die Kräfte der Finsternis bildet. Gegen eine Verschwörung, die den Menschen die Träume rauben kann und sie in unmenschliche, gefühlslose und zur Gedankenkontrolle anderer Menschen befähigte Wesen transformiert. 

    Action, Mystery und Erotik im viktorianischen England.

    Lesetipp

  23. Cover des Buches Die Uralte Metropole - Lumen (ISBN: 9783453529120)
    Christoph Marzi

    Die Uralte Metropole - Lumen

     (343)
    Aktuelle Rezension von: Mizuiro
    Erst das Offensichtliche: Das Cover meiner Ausgabe von Lumen passt schön in die Reihe und ist genauso hübsch wie das der ersten beiden Teile. Irgendwo habe ich es ja schon geschrieben,... Das Cover war ausschlaggebend dafür, dass ich den ersten Teil gekauft habe... Das kann schon einiges ausmachen...
    Die Figuren in Lumen sind uns größtenteils schon aus Lycidas und Lilith bekannt. Emily ist jetzt  achtzehn und schon das mag ich an der Reihe sehr. Dass man als Leser mit den Figuren älter wird. So hängt man noch ein Stück mehr an ihnen. Leider ist man dann noch trauriger wenn man das Buch beendet hat...
    Auch sonst ist das Buch übrigens eine gelungene Fortsetzung seiner Vorgänger. Und ich meine sehr, sehr gelungen. Meistens finde ich es ja extrem schwierig Mehrteiler zu lesen. Da ist zwischen Teil X und Teil Y dann eine Menge Zeit vergangen und man kann sich nicht mehr gut erinnern und viele Autoren lassen einen diesbezüglich dann ja auch ziemlich im Regen stehen.Nicht so bei Lumen! Immer wieder werden Bezüge zu den vorigen Bänden hergestellt, Personen bzw. Ereignisse ins Gedächtnis gerufen und Zusammenhänge erklärt. Und zwar in perfektem Ausmaß. Es ist nicht so, als würde man eine gesamte Zusammenfassung des bisher geschehenen auf 100 Seiten wiedervorgekaut bekommen, aber man wird eben auch nicht einfach so in die Handlung geworfen. Die Gedächtnisstützen sind unauffällig und unaufdringlich im Buch verteilt, sie helfen, aber stören nicht. Perfekt! 
    Der Schreibstil Marzis ist auch in Lumen ganz, ganz großartig wunderbar literarisch und schön passend. Unter anderen Umständen wäre mir der Stil vielleicht zu pathetisch vorgekommen, aber.. ich weiß auch nicht... Master Wittgenstein darf das. Tatsächlich glaube ich, dass es an dem mürrischen Erzähler selbst liegt, dass mich dieser Stil nicht stört. Große Worte und sich wiederholende Wendungen passen einfach zu ihm. Aber fragt nicht mich... 
    Dazu kommen wieder die altbekannten großartigen intertextuellen Verweise, die einem aus jeder Zeile entgegenhüpfen und die ich so liebe! Irgendwann werde ich die Bücher noch einmal lesen und allen Verweisen auf den Grund zu gehen versuchen... Eine schöne Aufgabe fürs hohe Alter.
    Was soll ich noch sagen... Ich bin einfach so richtig begeistert von diesem Buch. Perfekter Stil, perfekte Spannung und das Ende... DAS ENDE!!! Ich bin immer noch ganz fertig...Ich mache es einfach kurz: Ich gebe dem Buch fünf Punkte, was sogar mehr ist, als ich dem zweiten Teil gegeben habe. Auch wenn beide Teile gleichermaßen spannend und sich im Prinzip sehr ähnlich sind, hat mich Lumen weniger verwirrt als Lilith. Die Handlung war eine Spur besser nachzuvollziehen und Lumen hätte in Wahrheit sowieso gleich zehn punkte verdient.
    Fairerweise möchte ich am Schluss noch anmerken, dass bestimmt nicht jeder die Uralte-Metropole-Reihe mögen wird. Der Schreibstil ist schon sehr eigen, weil ziemlich verschachtelt und die Handlungsstränge sind so verworren, das mag man... oder man mag es nicht. In jedem Fall ähneln sich die drei Teile sehr und ich wage zu behaupten: Wer Lycidas nicht gemocht hat, dem werden auch Lilith und Lumen nicht gefallen. Alle anderen sollten Lumen auf alle Fälle eine Chance geben!
  24. Cover des Buches Die Kunstschätzerin (ISBN: 9783963622793)
    Sandra Byrd

    Die Kunstschätzerin

     (63)
    Aktuelle Rezension von: gusaca

    Die junge Kuratorin Eleanor übernimmt 1866 im viktorianischen England nach dem Tod des Vaters das Familienunternehmen, das private Kunstsammlungen betreut. Sie wird damit beauftragt sich  über ihre unglücklichen Jugendliebe, Baron Harry Lydney, ein folgenreiches Urteil zu bilden. Sie soll entscheiden , ob er die Reife hat eine wertvolle Kunstsammlung zu bewahren oder ob  sie andernfalls einem Museum vermacht wird.

    Die Autorin führt den Leser gekonnt in die damalige Zeit mit ihrem besonderen Frauenbild. Die Gesellschaft traute einer Frau nicht zu ein Geschäft zu führen ohne männlichen Beistand. Eine Anstandsdame war für unverheiratete Frauen erforderlich , wenn sie am öffentlichen Leben teilnehmen wollten. Und Kunstverstand wurde von einer  Frau überhaupt nicht erwartet. Die Charaktere werden gut in Szene gesetzt. Eine spannende und interessante Handlung wird mit zwiepältigen Gefühlen unterlegt. Eine komplizierte Liebesgeschichte , interessantes Kunstverständnis und Gesellschaftsnormen , der damaligen Zeit , werden zu einer unterhaltsamen Geschichte verbunden.

    https://www.lovelybooks.de/autor/Sandra-Byrd/Die-Kunstsch%C3%A4tzerin-5299334280-w/rezension/8153504969/

    https://www.amazon.de/Die-Kunstsch%C3%A4tzerin-Sandra-Byrd/dp/3963622792/ref=cm_cr_arp_d_product_top?ie=UTF8

    https://www.francke-buch.de/main.php?hk=0&uk=0&aid=2851&suche=kunstsch%C3%A4tzerin&start=0#kundenstimmen

    https://wasliestdu.de/rezension/das-viktorianische-zeitalter-aus-sicht-einer-kuratorin

    https://www.lesejury.de/sandra-byrd/buecher/die-kunstschaetzerin/9783963622793?st=1&tab=reviews&s=2#reviews

    https://www.buecher.de/shop/england/die-kunstschaetzerin/byrd-sandra/products_products/detail/prod_id/63971329/

    https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1063858221

    https://www.weltbild.de/artikel/buch/die-kunstschaetzerin_38002588-1







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