Bücher mit dem Tag "viktorianischer krimi"

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24 Bücher

  1. Cover des Buches Die Schatten von Edinburgh (ISBN: 9783442485055)
    Oscar Muriel

    Die Schatten von Edinburgh

     (120)
    Aktuelle Rezension von: Jashrin

    1888: Jack the Ripper treibt in London sein Unwesen. Ausgerechnet jetzt wird der Ermittler Ian Frey nach Schottland zwangsversetzt. Doch damit nicht genug, er wird auch noch ausgerechnet der Sonderabteilung von Inspector McGray zugeteilt. McGray leitet eine Abteilung, die vorzugsweise in scheinbar paranormalen Angelegenheiten ermittelt - etwas, woran Ian Frey mit keiner Faser seines Körpers glaubt. Und so prallen bei den beiden nicht nur ganz unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander – Frey: kultiviert, arrogant, aristokratisch, McGray: derb, abergläubisch – sondern auch noch völlig gegenläufige Ansichten.

    Doch der Mörder, den sie gemeinsam fassen wollen, lässt beide lange Zeit im Dunkeln tappen, ganz gleich, von welcher Seite aus sie die Geschehnisse betrachten.

    Anders als andere viktorianische Krimis lässt der Autor Oscar de Muriel seine Ermittler nicht in London auf Täterjagd gehen, sondern verlegt das Setting nach Schottland. Fernab der Kreise in denen sich Ian Frey sonst bewegt hat er einige Eingewöhnungsschwierigkeiten in Edinburgh und dass sein neuer Vorgesetzter ihn ständig „Mädel“, wahlweise auch „Londoner Mädel“ nennt, hilft auch nicht gerade. Doch die beiden müssen gezwungenermaßen zusammenarbeiten, denn auf den ersten toten Geigenspieler folgt bald ein zweiter und der Druck von oben wächst.

    Oscar de Muriel erzählt einen spannenden Krimi, der trotz einiger reichlich unappetitlicher Details, wunderbar unterhalten kann. Dazu tragen neben dem ungleichen Ermittlerpaar vor allem auch Ian Freys Haushälterin und McGrays Bediensteter bei. Die beiden benehmen sich wie Hund und Katz, Streiten und Zetern bei jeder Gelegenheit. Auch der Fall konnte mich überzeugen. Alle Wendungen waren letztlich schlüssig und vor allem habe ich fast bis zum Ende gerätselt, ob nun wirklich etwas Übernatürliches, vielleicht sogar der Teufel selbst, seine Hände im Spiel hat, oder ob es eine durch und durch normale Erklärung für alles gibt.

    Einzig zwei Punkte haben mir nicht ganz so gut gefallen. McGrays raue Art ist in meinen Augen etwas übertrieben und büßt so Authentizität ein, zudem ist die Sprache nicht durchgehend an die gewählte Zeit angepasst.

    Ich habe den ersten Fall für Frey und McGray als Hörbuch erlebt und kann nur zum wiederholten Male schreiben, dass mir Günter Merlaus Interpretation wieder einmal sehr gefallen hat. Ich mag es, wie er den unterschiedlichen Charakteren Leben einhaucht und eine Stimme gibt. Wenn ihr euch noch nichts von ihm habt vorlesen lassen, dann holt das auf jeden Fall nach – vielleicht ja sogar mit den Schatten von Edinburgh 😉

  2. Cover des Buches Der Fluch von Pendle Hill (ISBN: 9783442485062)
    Oscar Muriel

    Der Fluch von Pendle Hill

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Catherine Oertel

    Packend, düster, fesselnd kommt der zweite Band »Der Fluch von Pendle Hill« aus Oscar de Muriel’s Romanreihe um das geniale Ermittlerduo Frey & McGray daher. Und wieder einmal hat der Autor voll einen Nerv bei mir getroffen, so dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.  Der schöne flüssig, bildliche Schreibstil, die dichte Atmosphäre, die sich aufbauende Spannung ziehen mich ins viktorianische Zeitalter und lassen mich gemeinsam mit Frey & McGray faszinierende Abenteuer erleben.

    Dieser spezielle Fall bringt die so unterschiedlichen Ermittler an ihre Grenzen. Die zarten Bande der Freundschaft die sich zwischen ihnen gebildet haben drohen zu zerreißen. Nine-Nails verfolgt mit schottischer Sturheit sein Ziel, Freys berechtigten Einwand, dass er zu sehr involviert sei, stoisch ignorierend. Für seine Schwester ist er bereit alle Grenzen zu überschreiten und sich mit einem mächtigen Hexenzirkel anzulegen. Doch zuvor muss er Lord Ardglass finden, ein Unterfangen was sich als schwieriger herausstellt als gedacht. Eine packende Jagd beginnt in der sich die beiden Ermittler immer weiter voneinander entfernen. Werden sie ihre Differenzen überwinden können?  

    Band zwei ist anders als erwartet, in das Hexenthema musste ich mich erst einfühlen, dennoch exzellent umgesetzt.  Mir sind die beiden Ermittler inzwischen sehr ans Herz gewachsen und ich freue mich auf weitere Fälle mit Frey & McGray.  

    Fazit: »Der Fluch von Pendle Hill« - Packend, düster, fesselnd! Ein historischer Krimi, der mit außerordentlichen Morden, unerwarteten Wendungen und exzellenten Ermittlern punktet. Klare Leseempfehlung von mir! 

  3. Cover des Buches Tiefer Fall (ISBN: 9783462046656)
    Annelie Wendeberg

    Tiefer Fall

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Primrose24

    Nachdem Anna London fluchtartig verlassen hat, wärt ihr ruhiges Leben in ihrer ländlichen Heimat nur kurz. Als man ihr mit dem Tod ihres Vaters droht, bleibt ihr nicht viel anderes übrig als mit einem der gefährlichsten Menschen der Welt zu kooperieren, Moriarty. Anna soll für ihn eine biologische Waffe entwickeln, die zur Ermordung vieler Unschuldiger eingesetzt werden soll. Um sich und ihren Vater zu retten, braucht Anna die Hilfe eines brillanten Geistes. Doch wie soll sie, in der Falle in der sie sich befindet, nur Kontakt zu Sherlock Holmes aufnehmen. Für Anna beginnt ein gefährlicher Tanz mit ihrem Entführer, in dem sie sich keine Fehler erlauben kann.

    Anna Kronberg ist schon wie im ersten Teil eine außergewöhnliche Frau mit außergewöhnlich scharfem Verstand, besonders für die gesellschaftliche Zeit in der das Buch spielt. Unter Frauen, die gewöhnlich nur als Anhängsel ihrer Männer, ohne Verstand und eigene Meinung gesehen werden, sticht sie heraus und wird auch dadurch so interessant für ihren Entführer Moriarty. Ich finde die Entwicklung des Buches und besonders des Charakters Anna leider insgesamt sehr fahrig. Im Gegensatz zum ersten Band vermisst gerade die Handlung Spannung und Vorankommen. Annas Gefangenschaft und ihre Spielchen mit Moriarty stehen im Vordergrund, sind jedoch auf Dauer sehr ermüdend. Letztendlich dreht sich die gesamte Handlung darum, dass beide sich nicht vertrauen, aber den anderen davon zu überzeugen versuchen, dass sie zusammenarbeiten. Insgesamt bietet die Handlung also keinen sehr großen Spanungsbogen, was auch das Ende des Buches vorrausnimmt. Die einzigen Lichtblicke bieten die sehr kurzen Zusammentreffen von Anna und Sherlock, die sehr amüsant und wohltuend für die Handlung sind und leider viel zu selten vorkommen. Da im nächsten Band Anna und Sherlock wieder gemeinsam unterwegs sind und ich mir dadurch etwas mehr von dem Esprit des ersten Bandes verspreche, werde ich auch den nächsten Band lesen. Dieser Band war insgesamt leider doch sehr schwach.

  4. Cover des Buches Die Tote von Rosewood Hall (ISBN: 9781477821183)
    Annis Bell

    Die Tote von Rosewood Hall

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Greyswan

    Insgesamt fand ich das Buch gelungen. Soviel vorweg!

    Es geht um Lady Jane, die sich nicht in das gesellschaftliche Korsett zwängen möchte und gerne unabhänig wäre. Auf der anderen Seite geht es um David Westcott, der recht schnell ihr strahlender Retter in der Not wird. Um ihre Unabhänigkeit zu bewahren, geht Lady Jane eine Ehe mit ihm ein. Eine Zwecksehe. Im Laufe des Romans und mit Schutz dieser Ehe unternimmt Lady Jane Ermittlungen über das tote Mädchen, das sie und Westcott finden. Diese bringen sie in Gefahr. Wobei und hier ist eins der größten Mankos der Geschichte, treffender wäre, sie bringt sich in Gefahr.

    An sich sind die Protagonisten auf ihre Weise sympathisch und die Anziehung zu einenander bahnt sich an. Lady Jane ist klug, unabhängig und mutig. Keine Frage, aber auch sehr pubertär. Das verleidet einem ein wenig die Geschichte, da man sie so ein fürs andere Mal packen und durchschütteln möchte. So schlittert sie naiv und völlig selbst überschätzend in gefährliche Situationen, aus denen sie ihr strahlender Ritter, in diesem Fall ihr Ehemann retten muss. Das ist schade, da sie Unabhängigkeit sucht und diese durchaus kluger erreichen könnte. Vor allem ihre Reaktionen auf Westcotts Nachfrage, warum sie um Himmels Willen so verfährt, reagiert sie trotzig und schlichtweg pubertär und ereifert sich in pseduofeministische Haltungen. Für mich geht hier sehr viel Potential verloren und man hat Lady Jane als Hauptfigur keinen Gefallen getan, indem man sie so verfahren lässt. 

    Wermutstropfen für einen vielversprechenden Auftakt zu einer spannenden Reihe! (Dem anderen Rezensionen nach, bin ich mit meiner Meinung über Lady Jane auch eher alleine :-)

  5. Cover des Buches Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten (ISBN: 9783940855534)
    Robert C. Marley

    Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Jethro

    In London wird ein Goldschmied brutal ermordet. Inspector Swanson ermittelt, doch schon bald geschieht ein zweiter Mord, ebenso brutal, aber auch ebenso skurril. Inspector Swanson fürchtet zu Recht, dass dies erst der Anfang einer Mordserie ist. Bei seinen Ermittlungen begegnet er einigen Verdächtigen, und auch so illustren Persönlichkeiten wie Sir Arthur Canon Doyle und Oscar Wilde benehmen sich verdächtig.

     

    Robert C. Marley hat einen unterhaltsamen Kriminalroman geschrieben, in den man in das viktorianische England abtauchen kann. Vieles im Roman entspricht historischen Tatsachen, um die herum sich eine interessante Mörderjagd entwickelt mit überraschendem Ende. Die Charaktere sind gut getroffen, die Settings abwechslungsreich und die Story hat etwas von Sherlock Holmes und Agatha Christie. Insgesamt ein nettes Lesevergnügen für Zwischendurch. Ein Wiedersehen mit Inspector Swanson lohnt sich.

     

     

  6. Cover des Buches Inspector Swanson und der Fall Jack the Ripper (ISBN: 9783940855596)
    Robert C. Marley

    Inspector Swanson und der Fall Jack the Ripper

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Und wo fangen wir an, Sir? Haben wir überhaupt einen Anhaltspunkt? Prostituierte wie Mary Ann Nichols werden in dem Dschungel da draußen jeden Tag ermordet.«
    »Ermordet, ja … aber nicht abgeschlachtet und öffentlich zur Schau gestellt. Wenn er sie in den Fluss geworfen hätte, wäre sie vielleicht niemals gefunden worden. Nein, wer immer sie so verstümmelt hat, wollte, dass sie gefunden wird.«

     

    London, 1888. Das Team um Chief Inspector Donald Swanson hat schon viel Schlimmes gesehen, aber die Mordserie im Stadtteil Whitechapel schlägt alles. Wer mordet so brutal und blutig und vor allem warum? Es gibt reichlich Gerüchte und die Liste der Verdächtigen wächst stetig, doch im gleichen Maß scheinen die Ermittlungen boykottiert zu werden…

     

    Wer war Jack the Ripper? Diese Frage treibt auch heute noch viele Menschen um und wird sich doch vermutlich nie beantworten lassen. Wer sich auf den aktuellen Stand der Ripperforschung bringen will, findet dazu reichlich Fachliteratur. Robert C. Marley geht mit seinem Buch einen anderen Weg. Geschickt baut er die historischen Personen, Ermittler, Opfer und Verdächtige, in eine spannende Krimihandlung ein.

     

    Ich habe so einiges von der besagten Fachliteratur gelesen. Normalerweise mag ich es nicht so, wenn bei realen Kriminalfällen hinzugedichtet wird, aber hier passte alles. Die Atmosphäre dicht, der Stil sehr angenehm. Zudem freute ich mich über jeden bekannten Namen und kam ihnen beim Lesen viel näher, als es durch die reinen Sachbücher möglich wäre. Und letztlich ist es vollkommen legitim, sich bei einem Fall wie diesem, bei dem es gefühlt unzählige Verdächtige gibt, für die Auflösung auf einen davon festzulegen. Argumentativ passte die Auflösung auch, wenn sie real wäre, könnte ich sie nachvollziehen.

     

    Fazit: Sehr gelungener Krimi rund um die historische Mordserie. Wer weiß, vielleicht war es ja so?

  7. Cover des Buches Das Geheimnis der Lady Audley (ISBN: 9783940855473)
    Mary Elizabeth Braddon

    Das Geheimnis der Lady Audley

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Viv29

    Lady Audley's Secret hat mich fast durchgehend an den Seiten kleben lassen und mir mit der gelungenen Mischung aus Spannung, Humor und lebendigen Charakteren viel Freude bereitet. Ich muß vorab sagen, daß meine Rezension sich auf die englische Version bezieht. Die deutsche Version wurde dem modernen Lesegeschmack angepaßt und stark gekürzt, wodurch leider auch einige Dinge geopfert wurden, die einen anderen Blickwinkel bieten oder Beispiel für den feinen Humor der Autorin sind.

    Für einen viktorianischen Klassiker ist das Buch zugänglich und gut lesbar. Es gibt langatmige Passagen (hier hat vielleicht die deutsche Übersetzung Abhilfe geschaffen) und manche Motive und Gedanken werden uns ausgiebig und überdeutlich erklärt. Überwiegend aber ist das Erzähltempo ausgezeichnet, die Geschichte schreitet flott voran und bietet viele überraschende Wendungen und Spannungsmomente, so daß man immer weiterlesen möchte.

    Die Prämisse der Geschichte beruht auf einem dieser unglaublichen viktorianischen Zufälle, die man in britischen Büchern dieser Zeit sehr häufig findet. Lady Audleys dunkles Geheimnis kommt nämlich nur deshalb ans Licht, weil in ganz England ausgerechnet jene beiden Menschen aufeinander treffen, die zu einer Konstellation führen, in der dieses Geheimnis entdeckt werden kann. Aber was die Autorin aus der Geschichte macht, ist so gelungen, daß einige Logikschwächen gut verziehen werden können.

    Interessant ist auch die Erzählweise. Größtenteils wird aus Sicht des jungen Robert Audley berichtet, der ein einfach herrlicher Charakter ist. Ein bequemer Lebemann, der hier über sich hinauswächst und immer wieder durch sein charmantes, amüsantes und hochanständiges Wesen beeindruckt. Einige andere Szenen gewähren uns Einblicke, die über jene von Robert hinausgehen, aber die Autorin spielt recht geschickt mit Perspektiven. So enthüllt sich uns Lady Audleys Wesen erst nach und nach, insbesondere da wir sie zunächst fast nur durch die Berichte anderer kennenlernen. Auch sonst sind einige Charaktere nicht gut einzuschätzen und auch manche relevanten Geschehnisse und Gedanken bleiben dem Leser verborgen und werden erst nach und nach enthüllt. So bleibt die Spannung bestehen und das Buch hat an manchen Stellen etwas von einem durchaus raffinierten Psychothriller. Gerade die Szenen, in denen Robert Audley und seine Gegenspielerin Lady Audley Unterhaltungen voller doppelter Bedeutungen führen, in denen das Ungesagte oft wichtiger ist als das Ausgesprochene, prickeln vor psychologischer Spannung. Es ist bemerkenswert, wie diese beiden miteinander spielen.
    Es sind aber ohnehin fast alle Charaktere von erfreulicher Lebendigkeit, sogar Roberts irische Haushälterin mit ihrem irischen Akzent stand mir bildlich vor Augen, obwohl sie nur wenige kurze Auftritte hat.

    Die allmähliche Aufdeckung von Lady Audleys Geheimnis (eigentlich: Geheimnissen, denn es kommt viel ans Licht) enthüllt viele Schicksale, Geschehnisse und bringt tragische Entwicklungen mit sich. Auch hier ist es gelungen, wie viele Facetten sich entfalten und wie man durchaus hier und da schwankt, ob man Mitleid oder Wut empfinden soll. Kalt gelassen hat mich das Geschehen keineswegs. Die Geschichte ist in vielerlei Hinsicht düster und es gibt mehrere (herrliche) Szenen, die so beklemmend, bedrückend geschildert werden, daß ich die Düsternis beim Lesen richtig spürte. Allerdings enthält das Buch auch häufig prächtigen Humor. Dieser wird von der Autorin in einzelnen Sätzen eingestreut, die besonders treffend sind, wenn sie die Menschen durchschauen. Hier gibt es Formulierungen, die mich laut auflachen ließen.

    Das Ende wird leider mit reichlich rosa Zuckerguss versehen und übertreibt es mit dem Idyll und der Konventionalität ein wenig, aber es sind nur wenig Seiten, so daß das vorherige Lesevergnügen dadurch nicht überlagert wird. So bietet Lady Audley's Secret eine psychologisch raffinierte und spannungsreiche Geschichte mit gelungenen Charakteren, die mich oft überrascht und sehr gut unterhalten hat.

  8. Cover des Buches Die schwarze Orchidee (ISBN: 9781503935730)
    Annis Bell

    Die schwarze Orchidee

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Greyswan

    In diesem Fall wird Jane zu ihrer besten Freundin nach Nordengland gerufen, weil diese im Haus ihrer Cousine ein komisches Gefühl hat und ehe es sich Jane versieht, steckt sie in einem Kriminalfall um Mord und wertvolle Orchideen fest.

    Dieser Teil hat neben der interessanten Geschichte rund um die Orchideenzüchter und -jäger, was ich als geradezu bereichernden Rahmen der Geschichte empfand, eine deutliche Besserung zum ersten Band. Im ersten Band empfand ich Jane als extrem pubertär und unreif, was hier nur zu Beginn vorkam. Im Verlauf der Geschichte wirkt Jane reifer und vernünftiger. Die Beziehung zu David vertieft sich und sie wachsen langsam zu einem Team zusammen.

    Die Briefe aus Übersee boten einen Einblick in eine ganze eigene Welt und waren eine angenehme Auflockerung.

    Ein besonderes Schmankerl stellt der Plot-Twist zu Ende hin dar und rundet die Geschichte ab.

    Ab hier bin ich offiziell Fan der Reihe :-)

  9. Cover des Buches Teufelsgrinsen (ISBN: 9783462047592)
    Annelie Wendeberg

    Teufelsgrinsen

     (194)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Inhalt: London, Ende 19. Jhd.: Nachts arbeitet Anna in Londons Elendsvierteln als Krankenschwester und versorgt Kinder, Bettler und Kriminelle. Doch am Tag verkleidet sie sich als Mann und arbeitet als Anton Kronberg, ein angesehener Epidemiologe. Bisher hat niemand ihr Geheimnis aufgedeckt, doch dann begegnet sie dem berühmten Detektiv Sherlock Holmes, der sie mit einem Blick durchschaut. Gemeinsam untersuchen sie einen Fall von absichtlich mit Cholera infizierten Menschen. 

    Eindruck: Die Idee, dass Sherlock Holmes bei seinen Fällen nicht nur von Watson unterstützt wurde, sondern auch eine Frau beteiligt war, hat mich sofort interessiert. 

    Die Charaktere: Anna Kronberg ist eine sehr intelligente und stolze Frau. Sie wollte unbedingt Ärztin werden, doch Frauen war es damals nicht erlaubt Medizin zu studieren. Kurzerhand hat sie sich ein Doppelleben aufgebaut. Sie ist einerseits sehr emotional, hat aber aufgrund ihrer Rolle ein bisschen verlernt, sich wie eine Frau zu verhalten und deshalb auch viele männliche Eigenschaften. Ihre Vergangenheit ist wirklich brutal, weswegen sie ein gestörtes Verhältnis zu Männern hat. Zu Sherlock Holmes muss ich wohl nicht viel sagen. Er ist genial, wirkt meist emotionslos und ist sehr unbeholfen, wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht.

    Ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen. Es war sehr interessant wie Anna den medizinischen Wissensstand dieser Zeit erklärt. Obwohl ich mich auf dem Gebiet nicht auskenne, konnte ich den Erklärungen gut folgen. Man merkt, dass die Autorin selbst eine Wissenschaftlerin ist. Aber insgeheim habe ich auf den Moment gewartet, in dem endlich Sherlock Holmes auftaucht. Das geschah dann auch recht schnell und die Dialoge zwischen ihm und Anna, zwei intelligenten, irgenwie aus der Zeit gefallenen Charakteren, haben mich sehr gut unterhalten. Der Fall bzw. die Verschwörung, die aufgeklärt werden muss, ist auch spannend. Mir hat besonders der wissenschaftliche Schwerpunkt der Geschichte begeisert, da es mal eine nette Abwechslung war. Außerdem werden die Lebensumstände der Menschen im 19. Jhd. schonungslos und realistisch beschrieben. Es war damals wirklich hart in London zu (über)leben. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte und den Schauplatz hinein denken. 

    Eine klare Empfehlung! Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

  10. Cover des Buches Die Todesfee der Grindlay Street (ISBN: 9783442488643)
    Oscar Muriel

    Die Todesfee der Grindlay Street

     (54)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Während einer Aufführung von Macbeth erlebt das Theaterpublikum den Schrei einer Todesfee. Als das Ensemble nach Edinburgh kommt, gibt es Drohungen gegen die hochkarätige Besetzung. Frey und McGray gehen den Fall unterschiedlich an. Der vernünftige Frey sucht einen realen Täter, während sein Kollege offen für ein übernatürliches Phänomen ist. Wer wird Recht behalten?

    Auch dieser dritte Teil für Frey und McGray ist unterhaltsam. Wie immer ist das viktorianische Ambiente sehr gut dargestellt und der Fall ist spannend. Hier gibt es noch die Besonderheit, dass einige bekannte Personen eine Rolle in dem Fall spielen. So tummeln sich Bram Stoker – ja, genau der -, Sir Henry Irving und Dame Alice Ellen Terry eine Rolle, da sie die bekanntesten Schauspieler ihrer Zeit waren.

    Der Fall ist allerdings fiktiv – und angesiedelt im Theatermilieu sehr unterhaltend. So erfährt man als Leser viel über frühere Bühnenshows und dabei zum Einsatz kommende Utensilien. Das fand ich beeindruckend. Der Fall ist spannend und es kommen etliche Mitglieder des Ensembles als Täter in Frage, während man sich natürlich auch fragt, ob wirklich eine Todesfee ihr Unwesen treibt.

    Guter dritter Fall, der neugierig auf weitere Abenteuer von Frey und McGray macht. Ich bin auf jeden Fall wieder dabei.

  11. Cover des Buches Die Gentlemen vom Sebastian Club (ISBN: 9783940855756)
    Sophie Oliver

    Die Gentlemen vom Sebastian Club

     (36)
    Aktuelle Rezension von: abookslife

    Ein super spannender Krimi einer bestimmten Epoche aus dem Viktorianischen Zeitalter. Ich finde die Charaktere in diesem Buch sehr gelungen. Die Authentizität der Protagonisten ist vollkommen gegeben, ich konnte mich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen und hatte keinerlei Probleme der Handlung zu folgen. Auch die einzelnen Beziehungen zwischen den Charakteren ist plausibel und sinnvoll wiedergegeben. Die Handlung ist von Anfang bis zum Ende sinngemäß logisch und nachvollziehbar. Der Leser bekommt hier nicht das Gefühl, dass der Autor zwingend die Handlung in die Länge gezogen hat. Die Handlung basiert zwar auf viel Untersuchung und Ermittlungsarbeit und ist sehr auf Dialoge angewiesen, in denen der Fokus auf Details und Hinweise sehr wichtig ist, dennoch ist der Autorin die Erzählung exzellent gelungen und ist nicht langatmig. Auch die Idee, mit dem Club und die gesamte Geschichte ist hier sehr realitätsnah dargestellt und gibt dem Leser keineswegs Grund, am Wahrheitsgehalt irgendwelcher Details zu zweifeln. Sie wirkt nicht überspitzt oder absurd. Ich bin absolut überzeugt von diesem Roman und würde mich freuen, in Zukunft, mehr vom Sebastian Club und den Gentlemen zu lesen. Definitiv eine Kauf- Leseempfehlung mit ⭐⭐⭐⭐⭐ von ⭐⭐⭐⭐⭐.

  12. Cover des Buches Inspector Swanson und der Magische Zirkel (ISBN: 9783940855640)
    Robert C. Marley

    Inspector Swanson und der Magische Zirkel

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    So hatte sich Inspector Swanson seinen Urlaub nicht vorgestellt: statt entspannt mit seiner Frau Annie eine Zaubershow zu genießen, muss er dem Zauberer auf der Bühne das Leben retten. Dass der schiefgelaufene Trick tatsächlich nur ein Unfall war, kann Swanson nicht glauben. Er befürchtet, dass sich der Mordanschlag wiederholen wird und spannt kurzerhand seinen Freund Frederick Greenland ein, um das Theater im Auge zu behalten. Kann er wirklich einen Mord verhindern?

    Der dritte Inspector Swanson-Krimi und er entführt einen wieder augenblicklich ins London Ende des 19. Jahrhunderts. Dicker Nebel, Kopfsteinpflaster und klamme Kälte, rumpelnde Kutschen und düstere Gassen – alles steht einem sofort vor Augen. Mit vielen Details, vom Lokalkolorit über Kriminal- wie Forensikgeschichte bis zu historischen und literarischen Zitaten bietet dieses Buch so viel mehr als einen spannenden Kriminalroman. Besonders hat mir die ausführliche Szene mit Oscar Wilde gefallen. Die letzten Seiten des Buches runden dann mit kurzen Fakten, die sich optimal in die fiktive Geschichte einfügen, dieses einzigartige Buch ab.

    Fazit: Inspector Swanson zählt zu meinen liebsten Buchreihen. Jeder Band bietet einen einzigartigen Einblick ins historische London, amüsiert mit originellen Zitaten und Anekdoten, vermittelt nebenbei Wissen und hat Charaktere, die sofort das Leserherz erobern. Eine tolle Reihe, bei der jeder Band beste Unterhaltung bietet!

  13. Cover des Buches Inspector Swanson und das Schwarze Museum (ISBN: 9783940855695)
    Robert C. Marley

    Inspector Swanson und das Schwarze Museum

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Lohde

    Ich habe um dieses Rezensionsexemplar gebeten, obwohl ich die andren Bände der Inspector Swanson Reihe noch nicht gelesen habe. Aber nachdem ich diesen Band fertig gelesen habe, weiß ich nun dass ich die andren Bände auch unbedingt noch lesen muss. Diese Reihe fasziniert mich schon allein, weil der Buchschnitt verschieden farbig eingefärbt ist. Aber ich weiß auch, das mir die Reihe gut liegt, denn es sind jedes Mal viktorianische Kriminalromane und sowas lese ich gerne. Denn sie sind spannend und unterhaltsam geschrieben, so das man wenn man einmal mit dem Lesen angefangen hat sie auch kaum mehr aus der Hand legen kann. Und sie unbedingt weiter lesen muss, denn man will ja schließlich auch wissen wer es gewesen ist und warum.

    Wer gerne viktorianische Kriminalromane wie zB Sherlock Holmes liest, sollte sich die Inspector Swanson Reihe mal anschauen und wenigstens den Klappentext lesen.

  14. Cover des Buches Neugier ist ein schneller Tod (ISBN: 9783404164448)
    Ann Granger

    Neugier ist ein schneller Tod

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Weil Tante Parry Lizzie Martins Beteiligung an der Aufklärung eines Verbrechens, das in Parrys Haus seinen Ausgang gefunden hat, mehr als peinlich ist, wird sie als Gesellschafterin zu der jungen, verstörten Lucy auf einem einsamen Landsitz geschickt.

    Lucy, die mit zwei alten, verschrobenen Tanten hier lebt, glaubt nicht an den Tod ihrer kürzlich geborenen Tochter. Welche Rolle ist Lizzie hier wirklich zugedacht? Gesellschafterin oder Aufpasserin? Und was hat es mit dem Irrenarzt, der ebenfalls auf das Landgut eingeladen wurde auf sich?

    Kaum ist Elisabeth einige Tage im Hause wird Jeb Brennan, der Rattenfänger ermordet. Dummerweise findet ausgerechnet Lucy den sterbenden Mann. Wer hat einen Grund Brennan zu ermorden?
    Weil die Familie jede Aufmerksamkeit vermeiden will, wird Lizzies Bekanntschaft mit Ben Ross, Inspektor beim Scotland Yard, als vorteilhaft angesehen.

    Lizzie hat wieder das feine Gespür, dass hinter der Fassade der respektablen Familie doch nicht alles so nobel ist, und unterstützt Ben Ross mit ihrer scharfen Beobachtungsgabe.

    Meine Meinung:

    Der zweite Fall für Lizzie Martin und Ben Ross hat sowohl Aspekte eines Krimis als auch eines Dramas. Die Hauptrolle spielt in diesem Krimi eher die Familie als die Ermittlungstätigkeit. Wieder sind die Gegebenheiten des Viktorianischen Zeitalters penibel recherchiert.

    Wie schon im ersten Fall, wird die Geschichte abwechselnd einmal aus Lizzies und dann wieder aus Bens Sicht erzählt. Diesen Kunstkniff finde ich sehr spannend, da jeweils die weiblich bzw. männliche Sichtweise elegant dargelegt wird. Dabei darf festgestellt werden, dass Lizzie sich genauso an Zahlen, Daten und Fakten orientiert wie Ben. Sie nimmt dennoch die (weibliche) Umwelt anders wahr als der Inspektor.

    Fazit:

    Wieder ein fesselnder Krimi und ein faszinierender Einblick in die Zeit der Königin Viktoria. Gerne wieder 5 Sterne.
  15. Cover des Buches Ein Mord von bessrer Qualität (ISBN: 9783404166558)
    Ann Granger

    Ein Mord von bessrer Qualität

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

     

    Im dichten Oktobernebel versetzt das „Flussphantom“ die Prostituierten Londons in Angst und Schrecken, in dem es mehreren Frauen auflauert und eine sogar erwürgt.  

     

    Und als dann noch Allegra Benedict, die Gemahlin eines Kunsthändlers, im Green Park erdrosselt aufgefunden wird, wird der Fall Benjamin Ross vom Scotland Yard zugeteilt.

    Zunächst sieht alles wie ein gewöhnlicher Raubmord aus, denn Allegra hat nach dem Verkauf einer Brosche eine Menge Geld einstecken. Doch als sich herausstellt, dass Allegras Gesellschafterin Isabelle Umgang mit dem charismatischen Prediger Fawcett hat, nehmen Lizzie und Bessie die Veranstaltungen des Mannes unter die Lupe. Als dann auch noch Isabelle ermordet wird, gerät neben anderen Verdächtigen auch der Prediger ins Visier von Scotland Yard.

     

    Meine Meinung:

     

    Ann Granger hat wieder ein realistisches Bild des Viktorianischen Zeitalters in London entworfen. Sauertöpfische Moralisten, die auf einen charismatischen Hochstapler hereinfallen, der ihnen unter dem Deckmäntelchen der Fürsorge für Arme, eine Menge Geld aus der Tasche zieht.

     

    Wieder hat Lizzie durch ihre couragierten Auftritte und ihr analytischen Denkvermögen großen Anteil an der Aufklärung. Das ringt sogar Mr. Dunn, Ben Ross’ Vorgesetzten, den Seufzer nach „weiblichen Polizisten mit schneller Auffassungsgabe“ ab.

     

    Grundsätzlich sind die Krimis um Lizzie und Ben alle ähnlich gestrickt und so darf die Lebensgefahr (und die Rettung aus derselben) für Lizzie nicht fehlen. Das hätte jetzt nicht unbedingt sein müssen, aber, wie hätte Scotland Yard das Flussphantom sonst fangen können?

     

    Fazit:

     

    Ein gelungener Krimi für ein regnerisches Wochenende, dem ich gerne wieder 5 Sterne geb.

     

  16. Cover des Buches Die Schatten von Freshley Wood (ISBN: 9783596000616)
    Kate Saunders

    Die Schatten von Freshley Wood

     (15)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Laetitia Rodd nimmt einen neuen Fall an. Für einen Sterbenden soll sie dessen verschollenen Bruder finden. Man sagt, er lebt wie ein Wilder im Wald und hält sich von den Menschen fern. Laetitia macht sich auf die Suche und wird tief in alte Verbrechen hineingezogen. Als es den ersten Toten gibt, wird klar, dass es mehr zu verbergen gibt, als vorher angenommen.

    „Die Schatten von Freshley Wood“ ist der zweite Teil der Reihe um die Witwe Laetitia Rodd, die ihrem Bruder, einem angesehenen Anwalt, bei dessen Fällen hilft. Auch dieser Fall ist verworren und bietet einige Verdächtige, die es nach und nach auszuschließen gilt.

    Auch wenn ich diesen zweiten Teil zunächst nicht so flüssig zu lesen fand wie Teil 1, hat mich die Geschichte gefesselt. Es gibt eine Menge Personen zu verarbeiten, denn Laetitia trifft immer neue Leute, die etwas zu dem Fall beizutragen haben. Da muss man sich schon ein bisschen konzentrieren.

    Am Ende wird alles aufgeklärt und die Fälle verbinden sich. Das hat mir gefallen – so wie dieser komplette zweite Fall, auch wenn ich ihn am Anfang etwas langatmig fand. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und es wird spannend.

    Laetitia Ladd hat sich in mein Herz ermittelt und ich bin gespannt auf einen weiteren Fall.

  17. Cover des Buches Nacht über Blackheath (ISBN: 9783453437920)
    Anne Perry

    Nacht über Blackheath

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Aglaya

    Im Haushalt der Kynastons verschwindet eine Angestellte. Bald darauf wird in der Nähe des Hauses eine entstellte Leiche gefunden. Commander Thomas Pitt versucht herauszufinden, ob die Tote die vermisste Zofe ist, und wer sie getötet hat.

     

    Die Autorin Anne Perry hat eine Vielzahl von historischen Kriminalromanen geschrieben. Die zwei bekanntesten Reihen sind über den Ermittler William Monk, und über das Ehepaar Thomas und Charlotte Pitt, zu der als 29. Band auch „Nacht über Blackheath“ gehört. Ich habe bereits einige Romane der Reihe gelesen, daher war mir das Ermittlerpaar bereits bekannt, alle Geschichten kenne ich aber noch nicht. Zum Verständnis der einzelnen Kriminalromane sind Vorkenntnisse aber auch nicht nötig, Anspielungen auf frühere Fälle gibt es kaum.

     

    Die Krimis der Pitt-Reihe spielen in der „gehobenen Gesellschaft“ des viktorianischen Londons Ende des 19. Jahrhunderts. Die Autorin Anne Perry erschafft mit ihren Beschreibungen ein (wie ich annehme) authentisches Bild der damaligen Zeit, sodass man sich als Leser über hundert Jahre zurückversetzt fühlt. Anne Perrys Schreibstil liest sich flüssig, bis auf einzelne Dialoge, bei denen sie Personen mit einem tiefen Bildungsniveau (Hausangestellte konnten damals ja oft weder lesen noch schreiben) einen entsprechenden „Slang“ verleiht, was zwar die Authentizität erhöht, aber natürlich die Lesbarkeit etwas erschwert. Ein Grossteil der Geschichte wird in der 3. Person aus Sicht des Ermittlers Pitt erzählt, mit einigen Abschnitten aus der Perspektive seines Partners Stoker. Mit ihrem Schreibstil wendet sich Anne Perry auch an ungeübte Krimileser, indem sie die wichtigen Fragen von ihren Protagonisten stellen lässt, damit der Leser sicher nicht vergisst, was noch ungeklärt ist. Für Krimileser mit Erfahrung ist das zwar im Grunde überflüssig, es hat mich jedoch auch nicht gestört. Etwas nervend fand ich hingegen die vielen Wiederholungen in den Beschreibungen, vor allem der Damenmode. Ab Mitte des Buches habe ich wohl jedes Mal, wenn ich die Worte „wie es der aktuellen Mode entsprach“ gelesen habe, die Augen verdreht…

     

    Bei „Nacht über Blackheath“ handelt es sich um einen Kriminalroman nach klassischem „Whodunit“-Schema, der mit der Straftat beginnt und mit deren Aufklärung endet, ohne grosse Wirrungen oder Überraschungen. Wer historische Krimis nach klassischem Schema mag und auf der Suche nach etwas lockerer Unterhaltung ist, dem kann ich „Nacht über Blackheath“ ebenso empfehlen wie auch die anderen Krimis von Anne Perry. Wer möchte, kann natürlich mit dem ersten Band der Pitt-Reihe „Der Würger von der Cater Street“ einsteigen, es ist hier aber nicht nötig, alle Bände zu kennen oder sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

  18. Cover des Buches Der blaue Pomander (ISBN: 9783948483012)
    Sophie Oliver

    Der blaue Pomander

     (13)
    Aktuelle Rezension von: ulla_leuwer

    Meine Meinung:
    Ich hatte jetzt zum dritten Mal die Möglichkeit, die "Gentlemen vom Sebastian Club" zu begleiten. Ich bin immer noch begeistert von ihnen und wie sie ihre Fälle lösen. London 1896, den Ermittlern stehen die heutigen Hilfsmittel nicht zur Verfügung und trotzdem schaffen sie es, auch diesen neuen Fall zu lösen. Falls jemand noch nicht die anderen Bücher gelesen hat, will ich nicht spoilern und nur allgemein verraten, dass es für Freddie eine tolle Lösung gibt, aber es leider auch etwas traurig wird.
    Auf jeden Fall hat mich Sophie Oliver wieder bestens unterhalten. Neben der Spannung gab es auch etwas Romanze und natürlich viel Zeitgeschehen, was mir immer wieder gut gefällt.
    Das Cover hat mich sehr angesprochen, es zeigt den blauen Pomander und bietet uns einen Blick auf das verschneite Salzburg. Was das alles zu bedeuten hat, wird natürlich im Buch beschrieben.


    Fazit:
    Eine weitere Folge, die mich begeistert hat und ich bin wirklich sehr gespannt, ob es weitere geben wird. Denn es interessiert mich ganz besonders, wie es nach den einschneidenden Veränderungen weitergeht. Das Buch kann unabhängig von den anderen gelesen werden, ich persönlich empfehle aber die drei Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen, es erhöht den Lesespaß doch sehr.

  19. Cover des Buches Die Orlow-Diamanten (ISBN: 9781611097344)
    Annis Bell

    Die Orlow-Diamanten

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Greyswan

    Der dritte Fall beginnt mit dem Mord an dem russischen Attaché Orlow und führt David und Jane von Ermittlungen im Londoner Stadtteil Holborn nach Sankt Petersburg und zurück. Dabei begegnen sie russischen Revolutionären und werden von Menschen aus ihrem privaten Umfeld enttäuscht. Hinzu kommt, dass David in den Verdacht gerät und mächtig daran zu knapsen hat und sie sogar nach Sankt Petersburg fliehen müssen.

    Ähnlich wir in den vorangegangenen Büchern hat die Geschichte mit den russischen Revolutionären einen sehr interessanten Rahmen. Die Reise nach Russland gerät hier zu einem besonderen Schmankerl, weil sie mir wie eine kleine alternative Städtereise vorkam.

    Die Beziehung zwischen David und Jane, aber auch zwischen Blunt und Jane reift und man kann nachvollziehen, was die Freundschaft zwischen den Personen ausmacht.

    Ein kleiner Wermutstropfen: Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und zwischenzeitlich hatte ich etwas Schwierigkeiten, den Überblick über die ganzen Personen zu behalten, weil es so viele neue waren.

    Gerne mehr davon ;-)

  20. Cover des Buches Aurora Floyd (ISBN: 9783940855824)
    Mary Elizabeth Braddon

    Aurora Floyd

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Athene100776
    Aurora ist eine Tochter aus bestem Hause, die von der Pariser Privatschule zurück auf das Anwesen ihrer Familie kehrt.  Allerdings bewahrt sie scheinbar Geheminsse in sich, die sie niemandem mitteilt, es kommt zum Bruch mit ihrem Verlobten und dann wird eine Leiche gefunden, doch Aurora schweigt noch immer.....


    Vorab sollte gesagt sein, dass dies kein morderner Krimi in dem Sinne ist, lediglich die Übersetzung erfolgte 2018, die Aurorin des Krimis lebte von 1837-1915.

    Die Charaktere empfand ich als sehr anschaulich und genau beschrieben, auch das Leben der Oberschicht im 19.Jahrhundert in klassisch englischer Manier wurde in dem Krimi gut dargestellt.
    Die Handlung selber sprach mich an, da sie gut aufgebaut ist und sich ab Mitte des Buches auch sehr spannend liest .
    Der Schreibstil war für mich etwas gewöhnungsbedürftig, aber da ich bereits andere englische Klassiker gelesen hatte ( auch im Orginal) , war dieser Aspekt schnell weg. 
    Verständlich, dass das Buch in unseren Augen als altmodisch und "altbacken" erscheint, doch die Botschaft des Buches , sowie dessen Ausgang versetzen mich schnell in unsere Zeit, da es noch immer aktuell ist. 
    Wichtig ist in meinen Augen, dass der leser bereit ist mit diesem Buch eine Zeitreise zu unternehmen und sich auf die Geschichte einzulassen bereit ist.
  21. Cover des Buches Im Schatten der Gerechtigkeit (ISBN: 9783442457489)
    Anne Perry

    Im Schatten der Gerechtigkeit

     (26)
    Aktuelle Rezension von: melli.die.zahnfee
    London im Jahre 1857: Der Tod ist keine Seltenheit im Royal Free Hospital, doch der Mord an einer Krankenschwester rüttelt gewaltig an den Grundfesten der ehrwürdigen Anstalt. Privatdetektiv William Monk bringt bei seiner Suche nach dem wahren Mörder die dunklen Seiten der vermeintlich anständigen viktorianischen Gesellschaft ans Licht... Ein sehr ambitionierter Krimi aus dem England der viktorianischen Zeit, mit psychologischer Spannung und guten Figuren.
  22. Cover des Buches Sherlock Holmes - Das Grab der Molly Maguire (ISBN: B00O838BYW)
    David Gray

    Sherlock Holmes - Das Grab der Molly Maguire

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee
    Inhaltsangabe

    Zufällig stößt der Autor David Gray in London auf ein geheimes Dossier, das Originalaufzeichnungen Doktor Watsons enthält. Der Doktor hat darin drei Abenteuer seines berühmten Freundes Sherlock Holmes geschildert, die bisher nie veröffentlicht wurden. In diesem Band finden Sie den zweiten dieser drei Fälle: Das Grab der Molly Maguire
    Ganz London ist in Aufregung als man ausgerechnet in Miller’s Court, demselben Ort, an dem der berüchtigte Serienmörder Jack the Ripper einst sein letztes Opfer tötete, wieder die furchtbar zugerichtete Leiche einer jungen Frau findet. Doch Inspektor Lestrade ruft Sherlock Holmes zu Hilfe. Er bezweifelt, dass man es bei der Toten mit einem neuen Opfer des nie gefassten Jack the Rippers zu tun hat und stellt seine eigenen Thesen auf ….

    Meine Meinung

    Der zweite Band der Sherlock Holmes Reihe hat mir richtig gut gefallen. Der Schreibstil passt super in die Zeit und man fühlt sich sofort in die nebligen Gassen Londons zurückversetzt. Es wirkt nicht überzogen und lässt sich schön flüssig lesen.

    Dieses Mal treibt ein grausamer Mord den berühmten Detektiv Sherlock Holmes und seinen ewigen Gefährten Dr. Watson in den Hinterhof von Millers Court - dem Schauplatz des Verbrechens, wo vor 2 1/2 Jahren das letzte Opfer von Jack the Ripper gefunden wurde. Aus der Sicht von Watson verfolgt man die zielgerichteten Nachforschungen von Holmes, mit all seiner zur Schau gestellten Überlegenheit, die er wo er nur kann gerne demonstriert. Viele kleine Merkmale, die man mit Holmes verbindet, lassen den Charakter sehr lebendig und echt wirken; wie auch die Gedanken von Watson, dessen Freundschaft kein leichtes Los ist.
    Sherlock Holmes und Dr. Watson müssen in diesem Fall ein hohes Risiko eingehen, dass nicht ohne Folgen bleiben wird. Auch haben sie mit der Abneigung des Chiefinspektors Abberline zu kämpfen, der Holmes um jeden Preis von dem Fall fernhalten will.
    Die beiden stehen wieder sehr im Mittelpunkt, wodurch die anderen Figuren eher am Rand bleiben. Ich hätte mir hier ein paar kleine Hinweise mehr gewünscht, um auch selbst etwas besser mitraten zu können und auf die Hintergründe des Verbrechens zu kommen. Spuren gibt es natürlich genug, die die beiden verfolgen - ich selber fand es gar nicht so leicht, den ganzen Hinweisen und Verwicklungen zu folgen.

    Viele verworrene Fäden, die es zu entwirren gilt, eine gelungene Verbindung zu Band 1 mit den Hinweisen auf "Ragnarök", die sicher im letzten Teil aufgeklärt werden und sehr brutale Details zum Verbrechen geben ein sehr stimmiges Bild zu diesem düsteren Kriminalfall. David Gray hält sich hier nicht viel mit unnützen Einzelheiten auf, sondern komprimiert die Handlung auf die wichtigen Fakten und Situationen, was die Spannung gut vorantreibt. Die Aufklärung im letzten Viertel hat sich allerdings ein bisschen hingezogen und war mit einem sehr bizarrem Szenario verknüpft, was mich ein bisschen irritiert hat. Auf mich hat es etwas übertrieben gewirkt, auch wenn es die schaurige Atmosphäre unterstrichen hat.

    Das Ende lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen und auch die Anekdote des Autors, wie er an das Dokument aus den Geheimarchiven kam, nimmt eine überraschende Wendung.

    Fazit

    Ein spannender zweiter Teil der Trilogie, der mit einem typischen Sherlock Holmes Stil viel Unterhaltung bietet. Gegen Ende hat es sich etwas gezogen, aber es gibt auch vielversprechende Hinweise auf den letzten Band!

    © Aleshanee
    Weltenwanderer


    Sherlock Holmes

    1 - Der Geist des Architekten
    2 - Das Grab der Molly Maguire
    3 - ...?
  23. Cover des Buches Gloria und eine ägyptische Affäre (ISBN: 9783940855633)
    Marlene Klaus

    Gloria und eine ägyptische Affäre

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Archer
    Lady Gloria ist mit ihrer reiselustigen und ein wenig manipulativen Tante nach Ägypten gereist, Alexandria. Eigentlich hatte sie keine Lust dazu, doch Tante Jo überredete sie und Lord Lyndon, den im Jahr zuvor in Italien kennengelernt hatte, dazu. (Könnte ja meine letzte Reise sein, so ihre Worte, womit sie im 19. Jahrhundert nicht ganz unrecht hatte, immerhin ist sie schon 68.) Lyndon ist in unklaren Geschäften dort, um einem Freund, Casterton, zur Seite zu stehen, der nicht nur erpresst wird, sondern auch eine Affäre mit einer ägyptischen Magnatin hat. Noch bevor sie richtig angekommen sind, wird der Sekretär Castertons ermordet, nur wenige Tage später Casterton selbst - und niemand anders als Lyndon gerät in Verdacht, zumal er dann wie vom Erdboden verschluckt scheint.

    Ich hatte vor kurzem aus dem Regal meiner Mutter die Bücher von Elizabeth Peters und deren Ägyptenkrimis herausgekramt und gelesen und die hatten mir gefallen, so dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste. Allerdings finde ich, dass Gloria und eine Ägyptische Affäre nicht annähernd diese Spannung und das Flair entfalten konnte. Zuviel belangloses Geschwätz langweilte über zu weite Strecken, zumal gerade dann, wenn die Gespräche mal interessant zu werden drohten, abgebrochen und mit einem neuen Kapitel begonnen wurde, als wüsste die Autorin nicht, wie sie diese Gespräche interessant beenden sollte. Der Schluss war eine Aneinanderreihung von Glück und Zufall (toll, dass der Diener einer Bekannten so gute Beziehungen hatte, dass er alles Notwendige innerhalb einer Stunde (!) herausfinden konnte) und konnte mich trotz aufgebauschter Dramatik (Krokodile?!) nicht wirklich fesseln. Alles zusammengenommen bin ich ein wenig enttäuscht und vergebe 2,5/5 Punkten.
  24. Cover des Buches Gloria und die Liebenden von Verona (ISBN: 9783940855589)
    Marlene Klaus

    Gloria und die Liebenden von Verona

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der Schreibstil passt sich dem viktorianischen Zeitalter an - schön "altmodisch". Über die handelnden Personen, neben den beiden Frauen ist das Lord Lyndon, wird im Laufe der Geschichte immer mal wieder etwas verraten. Auch das passt wunderbar zum Stil der Geschichte.
    Gloria steht der Verlobten des verschwunden Duellanten zur Seite. Glorias Geliebter ist in England ebenfalls bei einem Duell getötet worden. Um diesen Verlust zu verschmerzen ist sie mit ihrer Tante auf Europareise gegangen.
    Lord Lyndon kommt rüber wie ein typischer englischer Gentleman - nur immer die Etikette wahren. Köstlich!
    Der Kriminalfall ist stimmig und wird erst ganz am Ende aufgelöst, also Spannung bis zum Schluss.
    Ich will nicht zu viel verraten, aber fürs Herz ist auch etwas dabei.......

    Ein Buch, bei dem das Ende zu schnell kam. Die letzen Worte: Fortsetzung folgt (was mich freut).
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