Bücher mit dem Tag "vintage"
18 Bücher
- Ransom Riggs
Miss Peregrine's Home for Peculiar Children
(168)Aktuelle Rezension von: Isabelle_KocherUm die Bücher von Ransom Riggs zu rezensieren gibt es im deutschen nicht genug positive Adjektive. Bereits die ersten Sätze seiner Bücher sind überragend, und was anschließend folgt, wir nur noch besser. Die Figuren, die Handlung, die magische Welt, die Sprache, die Ideen, ... all das ist exzeptionell und wir als Bonus auf noch mit besonderen Fotografien bestückt.
Wer seine neue Lieblingsbuchreihe sucht, sollte nach Miss Peregrine greifen.
Wer den (leider sehr schlechten) Film gesehen hat, sollte sich davon nicht abschrecken lassen - die Bücher sind viel besser.
Wer sich noch nicht an 6 Bücher binden will, kann auch einfach nur die ersten 3 einlassen, danach hat die Geschichte einen ersten Abschluss.
Und wer glaubt, dass nichts im Rampenlicht neben Harry Potter Platz hat, soll sich darauf freuen, mit diesen Büchern eines besseren belehrt zu werden.
- Ali Harris
Ein Weihnachtswunder zum Verlieben
(55)Aktuelle Rezension von: ourbooksoflifeEvie arbeitet im Warenlager vom Hardy's. Sie dachte eigentlich, das sie für fast alle unsichtbar ist und keiner sie war nimmt.
Als sie dann allerdings mitbekommt, das das Hardy's geschlossen bzw verkauft werden soll, wächst sie über sich hinaus und merkt dadurch dann aber auch, das sie doch nicht so unscheinbar ist, wie sie gedacht hat.
Ich habe beim Lesen regelrecht mit Evie mitgefiebert und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
- Grégoire Hervier
Vintage
(96)Aktuelle Rezension von: ArsAstrologicaDas dritte Buch des noch recht jungen Autors Grégoire Hervier, geboren in der beschaulichen Kleinstadt Villeneuve-Saint-Georges am Rande von Paris, ist für mich die Schriftsteller-Entdeckung des Jahres. Rund um die legendäre Gibson-Gitarre »Moderne«, vor der niemand wirklich weiß, ob Ende der 50er-Jahre wirklich ein Prototyp gebaut wurde, entwickelte er einen famosen Thriller über 400 Seiten, die einen fesseln, von der ersten bis zur letzten Gitarren-Saite.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gibson_Moderne
Worin besteht das Geheimnis dieses Schriftstellers? Er schreibt in der Ich-Form, sein Held ist Musikjournalist und arbeitet zur Aushilfe in einem Pariser Musikgeschäft mit angeschlossener Werkstatt. Anstatt mit Fachwissen zu erschlagen, führt Grégoire Hervier uns Leser ganz unprätentiös in die Welt der Gitarrenliebhaber ein, lässt die Saiten erklingen. Buchseite und Buchseite ein exzellenter Pageturner, der am Ende jedes überschaubaren Kapitels mit dezentem Pageturner zum Weiterlesen verlockt.
Sicherlich, es gibt grässliche Schocker und Morde in diesem Buch, schließlich ist es ein Thriller. Und der Autor spart auch nicht mit Gesellschaftskritik. Satire wird bei ihm großgeschrieben. Darüber hinaus ist »Vintage« streckenweise eine akademisch-historische Abhandlung über die Geschichte des Blues vom Memphis bis zum Mississippi-Delta. Und es zeigt, wie man elektrische Gitarren herstellt, wie man die stimmt, ihrem Klang mit elektrischen Verstärkern und einer Vielzahl zusätzlicher Tools moduliert, verfeinert und verzerrt – bis einem buchstäblich die Ohren rausfliegen beim Lesen dieses von Diogenes wie gehabt in hoher Qualität und zugleich handlichem Format veröffentlichten Werks.
Die Kunst des Autors? Ein Geheimnis, genau wie die von ihm erfundene Geschichte rund um den legendären Prototyp der Gibson-Moderne. Vielleicht spielt eine Rolle, dass der Witz des Erzählers niemals gestelzt wirkt, dass selbst die abartigsten Figuren der Erzählung derart liebevoll geschildert werden, dass es eine Freude ist. Und ganz sicherlich gehört es zu den Geheimnissen des Autors, stets den Leser im Blick zu haben.
»Vintage«, ein Roman über die Welt der Blues-Musik, den man gelesen haben muss, der sich wunderbar als Geburtstags-, Urlaubs- oder Weihnachtsgeschichte eignet. Empfehlenswert! - Tanja Wekwerth
Das Leben ist ein Seidenkleid
(51)Aktuelle Rezension von: BelisWährend Maja ihrer missmutigen Kollegin nichts recht machen kann träumt die gelernte Schneiderin von eleganten Kleidern. Um sich zu trösten stibitzt sich Maja immer wieder kleine Auszeiten in die Stoffabteilung. Nachts rattert ihre Nähmaschine und zaubert Maja in eine Modewelt voller Farben und Harmonie.
Ein weiterer Lichtblick ist ihre Freundschaft zu Leo, einem älteren Herrn, der Maja mit seinen Weisheiten zum Lächeln und Nachdenken bringt. Er ermuntert die talentierte Schneiderin sich ihren Lebenstraum zu erobern. Das Glück scheint greifbar als zudem ein junger Mann Majas Herz höher hüpfen lässt. Ein geheimnisvolles Zimmer, ein Schicksalsschlag später und plötzlich scheint alles verloren.
Zitat: „Soll ich mir eine Kollektion ausdenken und sie der Welt vor die Füße werfen?“ „Ganz genau so“
Eine lockere Unterhaltung mit vorhersehbaren Charakteren und Happy End. Romantisch, humorvoll und mit viel Herz. Der Umgang der Generationen miteinander gefällt mir sehr gut.
Allerdings kann ich nicht jede Wandlung nachvollziehen, die abrupte Umkehr von Geschmacksverirrung zu stimmungsvollen Ideen zum Beispiel.
Mein liebster Charakter ist Leo. So wünscht man sich einen Großvater, lächel.
Ich empfinde die Geschichte als eine leichte Lovestory zum Abschalten. Für gemütliche Stunden als lockeres Zwischenspiel. Daher gibt es eine Leseempfehlung von mir für diese herzerwärmende Erzählung.
- Jen Williams
The Ninth Rain (The Winnowing Flame Trilogy 1): British Fantasy Award Winner 2018 (English Edition)
(2)Aktuelle Rezension von: WortmagieWenn ich Fantasy-Autor_innen bespreche, berichte ich oft, dass ihre Karrieren maßgeblich von bestimmten Einflüssen geprägt wurden. Namen wie Tolkien fallen in hübscher Regelmäßigkeit, ebenso wie diverse Rollenspiele, vor allem natürlich Dungeons & Dragons. Jen Williams hingegen verdankt ihren Eintritt in die literarische Fantasy einem Videospiel. „Dragon Age“ von EA erneuerte ihre Liebe für das Genre und inspirierte sie, es als schriftstellerische Heimat in Betracht zu ziehen.
Ihren Durchbruch feierte sie mit der Sword & Sorcery – Trilogie „Copper Cat“. Mit ihrer zweiten Trilogie „The Winnowing Flame“ und deren Auftakt „The Ninth Rain“ wagt sie sich noch tiefer in das Genre und erobert die epische Fantasy.
Einst galten die edlen Eborianer_innen als Beschützer_innen der Menschheit. Generation um Generation bewahrten sie die Bevölkerung von Sarn vor der Invasion der Jure’lia, des Wurmvolks. In acht Kriegen wehrten sie ihre Angriffe gemeinsam mit den Kriegsbestien ab, die ihnen ihr Baumgott Ygersil schenkte. Doch nach der letzten Schlacht verschwanden die Jure’lia und Ygersil begann zu sterben.
Viele Jahre später erträgt es Tormalin der Eidlose nicht länger, sein Volk dahinsiechen zu sehen. Er verlässt Ebora und schließt sich Lady Vincenza „Vintage“ de Grazon an, die in der irreversibel vergifteten Wildnis von Sarn die Überreste der Jure’lia erforscht. Dort begegnen sie der jungen Flammenhexe Noon, deren Kräfte ihnen kurz darauf das Leben retten. Sie sind auf ein Geheimnis gestoßen, das Ebora heilen könnte. Sie müssen so schnell wie möglich in Tors Heimat reisen – denn die Jure’lia sind noch nicht besiegt …
Was für ein Glück, dass Jen Williams Begeisterung für Fantasy-Videospiele empfindet. Andernfalls wäre uns eine großartige Genre-Autorin entgangen. Sie ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass die High Fantasy von weiblichen Stimmen enorm profitiert. „The Ninth Rain“ ist ein sensationeller Trilogieauftakt voller kreativer, origineller Ideen. Er ist frisch, neu und anders als alles, was ich bisher kennenlernen durfte, vor allem hinsichtlich des Worldbuildings.
Angriffe einer feindlichen Spezies sind in der High Fantasy keine Seltenheit – Angriffe einer außerirdischen Spezies hingegen schon. Jahrhundertelang wurden Sarn und Ebora periodisch von den Jure’lia attackiert. Im Gegensatz zu dem, was die umgangssprachliche Bezeichnung „Wurmvolk“ vermuten lässt, gruben sie sich jedoch nicht aus dem Boden. Sie kamen von oben. Die Jure’lia stammen nicht vom selben Planeten.
Demnach betreten wir in „The Ninth Rain“ eine Fantasy-Welt, die ein Science-Fiction-Problem hat: Eine drohende Alien-Invasion. Genau genommen ist „The Winnowing Flame“ daher ein Hybrid beider Genres. Ich liebe es, wenn sich Autor_innen diese Freiheit gestatten, weil es altbekannte Archetypen um aufregende Dynamiken und Konflikte erweitert. Konventionellen Motiven einen neuen Twist zu verleihen, scheint allerdings Williams‘ Spezialität zu sein.
Über die drei Hauptcharaktere Vintage, Tor und Noon erfahren Leser_innen beiläufig, dass die Historie von Sarn und Ebora hochgradig kompliziert und spannungsgeladen ist. Obwohl die elbenhaften Eborianer_innen die Menschheit wieder und wieder vor den Jure’lia retteten, ist die Beziehung der Völker in der Gegenwart von „The Ninth Rain“ alles andere als harmonisch.
Williams erläutert früh, warum sich das Verhältnis beinahe irreparabel verschlechterte – glaubt mir, diese Facette der Geschichte räumt jeden Zweifel aus, dass Ebora nicht von stereotypen Elben bevölkert wird. Ich fand dieses Detail äußerst faszinierend und konnte dadurch sehr schnell eine intensive Bindung zu Tor aufbauen, dessen tragische Biografie untrennbar mit dem Niedergang seiner Heimat verknüpft ist.
Er verbirgt seinen Schmerz hinter Nonchalance und offensiver Oberflächlichkeit, doch da Jen Williams in der personalen Erzählperspektive sehr nah an ihren Figuren bleibt, durchschaute ich seine Maskerade. Ich denke, dass auch Vintage – offiziell seine Arbeitgeberin, inoffiziell seine engste Freundin – sie als solche erkennt. Sie ist zu klug, um sich täuschen und an der Nase herumführen zu lassen.
Ich feiere Vintage. Frauen wie sie treten in High Fantasy – Geschichten noch immer zu selten in zentralen Positionen auf: Unabhängige, ehrgeizige, selbstbewusste Frauen jenseits der 40. Daher bin ich Jen Williams dankbar für ihre Konzeption und dafür, dass sie Vintage nicht auf ihre Rolle als Forscherin reduziert. Sie ist weder verschüchtert noch weltfremd. Als erfolgreiche Unternehmerin mit einem rentablen Weingut kann sie sich das auch nicht erlauben.
Ebenso starke Sympathie empfand ich für die junge Flammenhexe Noon. Ich glaube, dass sie für den weiteren Handlungsverlauf entscheidend sein wird, denn das magische grüne Feuer, das sie erzeugen kann, wird „winnowfire“ genannt – die Brücke zum Titel der Trilogie „The Winnowing Flame“ ist fix gebaut.
Ich fand „The Ninth Rain” spektakulär. Ich hätte gern fünf Sterne vergeben, musste aber einsehen, dass es für die Höchstwertung (noch) nicht reichte. Trotz mitreißender Actionspitzen braucht dieser erste Band eine ganze Weile, bis er in die Gänge kommt. Das sorgfältige Worldbuilding, das mich später befähigte, eigenständig Zusammenhänge herzustellen und Mutmaßungen zu formulieren, frisst zu Beginn eine Menge Zeit. Es dauerte, bis ich in der Handlung ankam – auch, wenn es das letztendlich wert war.
Jen Williams lässt die weibliche High Fantasy strahlen. Mir gefällt, dass sie als Schriftstellerin einen überzeugenden Trilogieauftakt abliefert, aber es freut mich besonders, dass „The Ninth Rain“ nicht ausgesprochen feminin ist. Für mich ist es ein Zeichen des Fortschritts, dass eine Autorin in der High Fantasy erfolgreich sein kann, ohne ihre Weiblichkeit demonstrativ zur Schau zu tragen. Williams schreibt keine „Fantasy für Frauen“. Sie schreibt Fantasy, Punkt. Und das macht sie verdammt gut.
- Holly Greene
Das Glücksarmband
(50)Aktuelle Rezension von: Lese-KrissiAufmachung des Buches
Auf dem Cover des Buches „Das Glücksarmband“ sieht man ein Bettelarmband mit einigen Anhängern. In dem Liebesroman spielt solch ein Armband, wie schon der Buchtitel andeutet, eine große Rolle. Außerdem ist die Gestaltung des Buchdeckels sehr weihnachtlich: goldene Sterne zieren den Rand und auch die gewählten Farben sind sehr festlich.
Inhalt
In dem Roman „Das Glücksarmband“ von Holly Greene arbeitet die alleinerziehende Molly in einem Second-Hand-Vintage-Laden in New York. Sie trägt mit Hingabe ein Bettelarmband mit vielen verschiedenen Anhängern, die auf besondere Ereignisse in ihrem Leben anspielen. So kann sie es nicht fassen als sie eines Tages beim Aussortieren von neuer Second-Hand-Ware in einer Chanel-Jacke genauso ein Armband entdeckt. Die Besitzerin muss es doch schon vermissen! Also macht sich Molly auf die Suche nach der Eigentümerin. Dazu versucht sie durch die verschiedenen Anhänger Hinweise auf die Besitzerin zu finden. Während der Suche lernt Molly neue Leute kennen und ihr zehnjähriger Sohn Danny ist auch begeistert von der Schnitzeljagd. Wird Molly bis Weihnachten oder Silvester fündig? Und was hat Greg, der seiner Freundin einen Heiratsantrag machen möchte, mit der Geschichte zu tun?
Meine Meinung
Holly Greene hat hier eine interessante Idee für eine Liebesgeschichte. Nur finde ich die Umsetzung teilweise zu Beginn zu langatmig. Es dauert nach meiner Meinung ziemlich lange bis die Handlung an Fahrt aufnimmt. Der Schluss dagegen ist mir dann zu abrupt. Lieber hätte ich hier auch noch mehr erfahren.
Das Buch wird aus drei verschiedenen Sichten erzählt und lange erfährt der Leser nicht, was diese drei Personen gemein haben. Es wird einmal aus der Perpektive von Holly, dann von Greg und schließlich von einer Ich-Erzählerin in Kursiv-Schrift geschrieben. Zunächst hat es den Eindruck als hätten diese drei Geschichten kein Zusammenhang, aber nach und nach klärt sich das im Verlauf auf. Aber mir persönlich kam es zu lange vor bis die Personen aufeinandertreffen.
Die Schnitzeljagd ist interessant. Was solche Anhänger an einem Bettelarmband für eine Bedeutung haben können: Toll! Und Molly ist total in ihrem Element. Sie weiß, was so ein Armband für die Besitzerin bedeuten kann. Schließlich hängt ein ganzes Leben daran. Molly ist eine sympathische und liebenswerte Frau, die sich hinreisend um ihren kleinen Sohn Danny kümmert. Der Vater von Danny zeigt nur hin und wieder Interesse an seinem Sohn, doch plötzlich taucht er auf um wieder mehr Zeit mit Danny verbringen zu können. Molly ist leicht irritiert.
Man erfährt in Rückblicken auch mehr über die Anhänger von Mollys Armband. Ein Tauben-Anhänger hat sie beispielsweise am 11. September 2001 erhalten, als Symbol für Hoffnung. Somit wird auch dieses schreckliche Ereignis im Buch thematisiert.
Die Rückblenden haben mir gut gefallen, so lernt man die Personen der Geschichte besser kennen.
Der Leser wird aber bei einer Handlung leicht in die Irre geführt. Ich möchte nicht zu viel erwähnen, aber ich habe von dem Verbleib einer Person etwas ganz anderes erwartet. Doch am Schluss des Buches wird man eines besseren belehrt ;-). Da hat Holly Greene mich mit ihrem Schreibstil sehr beeindruckt. Ich bin von falschen Tatsachen ausgegangen. Aber mehr verrate ich nicht.
Die Handlung aus Gregs Sicht finde ich auch gut. Er möchte seiner langjährigen Freundin Karen einen Heiratsantrag machen. Er hat gerade Karen ziemlich enttäuscht, da er seinen Job, wo er gutes Geld verdient hat, gekündigt hat um seiner Berufung als Fotograf nachzugehen. Nun möchte er um ihre Hand anhalten.
Karen finde ich von Anfang an leicht unsympathisch. Sie kommt mir so herüber, als wäre sie nur auf Reichtum aus und wäre deshalb mit Greg zusammen. Ob sich meine Meinung berechtigt, dafür muss man das Buch selbst lesen ;-). Greg hat auf jeden Fall eine tolle Idee für Karens Heiratsantrag!
Mein Fazit
Dieses Buch, dass sich schön in der Weihnachtszeit lesen lässt, gebe ich drei Sterne. Mir hat es einfach zu lange gedauert bis die Geschichte an Fahrt annahm. Aber dann hat mich das Buch auch leicht fesseln können. - Katharina Herzog
Das kleine Bücherdorf: Sommerzauber
(91)Aktuelle Rezension von: HeiressStell dir vor, dein sehnlichster Wunsch liegt zum Greifen nah. Alles, was du tun musst, ist, ein unliebsames Kapitel aus deiner Vergangenheit erneut zu durchleben. Würdest du dich der Dunkelheit stellen – oder riskierst du, deinen Traum für immer zu verlieren?
Handlung: Im vierten und letzten Band der Das kleine Bücherdorf-Reihe von Katharina Herzog rückt Ann Webster ins Zentrum der Geschichte.
In Swinton-on-Sea, wo kleine Buchhandlungen, gemütliche Cafés und salzige Meeresluft den Alltag verzaubern, betreibt sie eine liebevoll eingerichtete Vintage-Boutique. Zwischen zarten Spitzenstoffen und eleganten Kleidern scheint jedes Stück seine eigene Geschichte zu flüstern.
Doch Ann hütet ein süßes Geheimnis: Unter einem Pseudonym schreibt sie leidenschaftliche Liebesromane, von denen nur ihre Freundin Shona weiß. Als eine Lektorin ein ganz bestimmtes Brautkleid im Schaufenster zum Ausgangspunkt eines Buchprojekts machen möchte, gerät Ann unvermittelt ins Licht der Öffentlichkeit. Und dann taucht auch noch Ray wieder auf – der Mann, der sie einst am Altar zurückließ und nun als Besitzer einer Whisky-Destillerie nach Swinton-on-Seazurückkehrt.
Zwischen alten Wunden, neuen Chancen und dem Zauber des kleinen Bücherdorfs muss Ann entscheiden, ob sie den Mut findet, sich ihrer Vergangenheit zu stellen – und damit vielleicht ihr eigenes Happy End zu schreiben.
Meeresluft, Cafés, Bücher, Vintage-Kleidung, eine verträumte kleine Stadt voller Buchhandlungen… 🥀 💔 👗
Moment, dein Herz schlägt gerade ein paar Takte höher? Dann bist du bei dieser Buchreihe genau richtig. Allerdings nicht unbedingt bei diesem Band (Teil 4/4). Dennoch möchte ich dich schon einmal vorwarnen: Es ist der gelungene Abschluss einer Buchreihe, die ich so schnell nicht vergessen werde.
Nachdem ich bereits die ersten drei Bände der Reihe Das kleine Bücherdorf verschlungen habe, machte ich mich bereit für den Abschied und widmete mich der letzten Geschichte aus Swinton-on-Sea.
Ann Webster, die Protagonistin dieses Teils, war seit ihrem ersten Auftritt in der Reihe mein absoluter Lieblingscharakter. Entsprechend gespannt war ich, was ich mit ihr erleben würde. Im Nachhinein kann ich sagen: Ich habe so einiges mit ihr durchlebt. Und frag nicht nach Sonnenschein…
Meine Bewertungen der Vorgängerbände lagen bisher zwischen drei und vier Sternen. Daher hoffte ich, dass das Finale noch einmal alles übertrifft und mir einen positiven Gesamteindruck der Reihe hinterlässt. Ich wurde nicht enttäuscht.
Setting und Atmosphäre bekommen von mir eine 10/10. Und jetzt, wo der Herbst schon an unsere Türen klopft, war es schön, noch einmal ein bisschen Sommer-Feeling zu bekommen. Swinton-on-Sea ist ein charmantes kleines Küstendorf, das sofort eine gemütliche und einladende Stimmung vermittelt. Mit seinen verwinkelten Gassen, den kleinen Buchläden und den liebevoll gestalteten Cafés wirkt es wie ein Ort, an dem man sich sofort zu Hause fühlt. Katharina Herzog schafft es, Swinton-on-Sea so lebendig zu zeichnen, dass man beim Lesen das Meer förmlich riechen und das geschäftige Treiben der Bewohner hautnah miterleben kann.
In einer komplexen Buchreihe, in der immer wieder bekannte Figuren zurückkehren und neue hinzukommen, ist es oft schwierig, nicht von zu vielen Personen überrollt zu werden. Hier jedoch hat das Maß gestimmt: Katharina Herzog hat jedem Charakter genug Aufmerksamkeit geschenkt. Dadurch wirken alle Figuren gut ausgearbeitet, authentisch und liebenswert.
Besonders gut hat mir gefallen, dass im letzten Band sämtliche Fragen beantwortet wurden (zumindest für mich als Leserin) und jeder Charakter sein Ende gefunden hat. Es bleiben keine offenen Fäden zurück, und die Autorin hat alles stimmig miteinander verwebt.
Der Schreibstil hat mich zwar nicht komplett gefesselt, doch das tat dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Dennoch bin ich überzeugt, dass die Autorin ihr Handwerk versteht. Einer der Charaktere – wie in fast jedem Teil – ist Autor oder Autorin. Die Texte, die mir da zu Ohren kamen, waren wundervoll. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin davon noch mehr eingebaut hätte. Meiner Meinung nach stellt sie ihr Licht unter den Scheffel – und das meine ich als großes Kompliment.
Alles in allem bin ich voll des Lobes für dieses Buch, das auch Themen wie „Vergebung“ und „Vergangenheitsbewältigung“ anstößt.
Wer eine entspannte Lektüre mit wundervollen Charakteren, atmosphärischem Setting, viel Humor und einer Prise Ernst sucht, ist mit diesem Buch – und der gesamten Reihe – goldrichtig.
Lesegenuss: 🥐🥐🥐🥐🥐
Ein Croissant wie frisch aus der besten Bäckerei – warm, fluffig, zart und unwiderstehlich. Perfekt ausgewogen, rundum gelungen, Genuss pur von der ersten bis zur letzten Seite.
Literarische Qualität: ☕☕☕☕
Starker Charakter, gut ausbalanciert, feine Nuancen – wie ein perfekt gebrühter Kaffee.
🍹🍹 Eine ideale Sommerlektüre 🍹🍹 - Ira Panic
Die Liebe kommt auf Samtpfoten
(21)Aktuelle Rezension von: LesewuermchenMiriam passt auf das Geschäft ihrer Tante auf, während diese zur Reha ist. Und auf Katze Kaila. Oder ist es eher so, dass Kaila auf Miriam aufpasst?
Die pfiffige Katze findet, dass sich Menschen ganz schön dumm Benehmen, wenn es um Beziehungen geht. Deshalb nimmt sie das Schicksal in die eigenen Pfoten, um Miriam ihre alte Liebe vergessen zu lassen und - vielleicht - eine neue zu finden.Dies Buch hat mich einfach gefesselt. Allein der Schreibstil der Autorin ist so locker, leicht und flüssig, dass ich das Buch nicht gelesen habe - nein, ich bin praktisch hineingekrochen!
Was mir auch gut gefiel, waren die Erzählstränge jeweils aus der Sicht der Protagonisten Miriam, Sascha und der gewitzten Katze Kaila.
Die Charaktere sind alle sympathisch dargestellt, lebensecht.
Wer hat nicht schon beim Anblick seiner Katze gedacht "Was sie wohl gerade denkt?". Nun, wer das Buch liest, wird sehen, was im Kopf so einer Katze vor sich geht. :)
- Jen Williams
The Bitter Twins (The Winnowing Flame Trilogy 2)
(3)Aktuelle Rezension von: WortmagieEs war keine bewusste Entscheidung seitens Jen Williams, die „The Winnowing Flame Trilogy“ als Mischung aus High Fantasy und Science-Fiction zu konzipieren. Der erste Band „The Ninth Rain“ entstand unter drei primären Einflüssen: Der Anime „Prinzessin Mononoke“, die Romane von Robin Hobb und das Videospiel „Mass Effect 2“. In ihrer Geschichte sollten bizarre Wälder, Naturgeister sowie gigantische Wracks von Raumschiffen auftauchen.
Als sie diese Elemente kombinierte und überlegte, wem sie die Rolle der Bösewichte geben wollte, stellte sie fest, dass diese nicht vom selben Planeten stammen. Ihr gefiel die Idee, klassische HF-Held_innen gegen eine Version der unheimlichen Borg aus Star Trek antreten zu lassen. Das Ergebnis sind die Jure’lia, die wir im zweiten Band „The Bitter Twins“ besser kennenlernen.
Ygseril schenkte seinen Kindern ein letztes Wunder. Nachdem die Königin der Jure’lia befreit wurde, initialisierte Eboras Baumgott den Neunten Regen. An seinen Ästen sprossen Kapseln. Das erste Mal seit Jahrhunderten erlebte sein sterbendes Volk die Geburt neuer Kriegsbestien. Doch Ygersil war schwach. Die Erinnerungen der Kriegsbestien sind verloren. Ohne das Wissen ihrer vergangenen Leben sind sie lediglich ein Schatten der mächtigen Verbündeten von einst.
Tor, Noon, Vintage und ihre Freunde haben keine Zeit, sie auf den kommenden Krieg vorzubereiten. Denn Lady Hestillions Verrat wiegt schwer. Sie schloss sich den Jure’lia an und nahm eine der Kapseln mit sich. Nie zuvor wurde eine Kriegsbestie mithilfe ihres Gifts aufgezogen. Die furchteinflößende Perversion, die sich den Verteidiger_innen entgegenstellt, besiegelt ihren Beschluss: Sie müssen die Erinnerungen der Kriegsbestien zurückgewinnen. Vor langer Zeit überquerte eine Expedition den Ozean, um das Geheimnis von Ygersils Herkunft zu lüften. Könnte ihr ungewisses Schicksal Eboras und Sarns einzige Hoffnung sein?
„The Bitter Twins“ ist ein Hochgenuss. Ich habe nach der Lektüre des ersten Bandes „The Ninth Rain“ kaum zu hoffen gewagt, dass Jen Williams in der Fortsetzung noch eine Schippe drauflegt, aber genau das gelingt ihr. Der zweite Band ist genauso sensationell kreativ, originell, frisch und unverbraucht wie der Auftakt der „The Winnowing Flame Trilogy“ – doch nun fällt der etwas schwerfällige Prozess des initialen Worldbuildings weg. Stattdessen beginnt Williams, Spaß mit ihrer Schöpfung zu haben und uns tieferliegende Strukturen zu zeigen.
Dadurch ist „The Bitter Twins“ vollkommen unberechenbar und permanent überraschend. Jen Williams reproduziert so gut wie keine bekannten Muster. Ich lag mit meinen Mutmaßungen zum Verlauf der Handlung und ihren Hintergründen meist meilenweit daneben – und ich feierte es. Sie verstrickt ihre charmanten, äußerst lebendigen Figuren in komplexe, realistische Beziehungen, die den Spannungsbogen abseits der Ereignisebene permanent auf einem hohen Level halten. Jede dieser Beziehungen spiegelt sie außerdem, wodurch sie ihre individuelle Einzigartigkeit elegant und subtil betont.
Faszinierend war für mich vor allem der Vergleich der Verbindung zwischen den Kriegsbestien mit ihren Reiter_innen und der inhärenten Verbindung der Jure’lia. Indem Jen Williams die Perspektive von Lady Hestillion konsequent weiterverfolgt, gestattet sie ihren Leser_innen in „The Bitter Twins“ detaillierte Einblicke in Identität und Kultur des Wurmvolks. Ich entwickelte trotz ihrer bizarren Fremdartigkeit ein solides Verständnis dafür, wer und was sie sind, wie sie sich selbst sowie ihre Mission definieren und wie ihre Schwarmintelligenz funktioniert, in deren Zentrum die Königin steht.
Obwohl die Jure’lia Sarn Furchtbares antaten und weiterhin antun, nahm ich sie nicht als „böse“ wahr. Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass sie lediglich ihrer Natur folgen, wodurch sie meinem Empfinden nach noch gruseliger sind. In den Gesprächen zwischen Hestillion und der Königin wurde deutlich, wie konsterniert und irritiert die Königin als Hirn und Herz ihres Volkes darüber ist, dass ihre normale Vorgehensweise in Sarn und Ebora nicht zum Erfolg führte.
Sie hegen keinen Groll, die Bevölkerung ist für sie lediglich ein Hindernis, das es zu überwinden gilt. Sie haben überhaupt kein Interesse an Menschen und Eborianer_innen, sie sind ihnen gleichgültig. Für sie zählen allein die Ressourcen des Planeten.
Ich muss zugeben, dass ich sowohl in „The Ninth Rain“ als auch in „The Bitter Twins“ Schwierigkeiten mit der Visualisierung des geografischen Worldbuildings hatte. Ich kann nicht verlässlich einschätzen, ob Sarn und Ebora Länder auf einem unbekannten Kontinent dieses Planeten sind, oder ob Sarn ein Kontinent ist, auf dem sich das Land Ebora befindet. Eine Karte wäre sehr hilfreich gewesen. Im Endeffekt störte mich diese kleine Hürde bei der Lektüre jedoch nicht wirklich. „The Bitter Twins“ bescherte mir dennoch fantastische Lesestunden.
Jen Williams bringt das Beste aus High Fantasy und Science-Fiction zusammen. Mit „The Bitter Twins“ präsentiert sie eine mühelose Steigerung der „The Winnowing Flame Trilogy“, weil sie die Fantasy völlig neu denkt und sich nicht auf bekannten Strukturen ausruht. Sie erinnert mich daran, warum ich das Genre liebe und demonstriert, wie weit es sich seit Robert E. Howard und Tolkien entwickelte.
So ist „The Bitter Twins“ beiläufig inklusiv und zeigt Vielfalt abseits heteronormativer Standards ganz selbstverständlich, ohne eine der Figuren vorzuführen. Diese Form der Repräsentation ist für mich einer der wichtigsten Faktoren, wenn ich darüber nachdenke, wie ich mir Fortschritt im Rahmen der High Fantasy wünsche.
Es freut mich enorm, dass Jen Williams das offenbar genauso sieht und beweist, dass spannende Geschichten nicht von eingestaubten gesellschaftlichen Vorstellungen abhängen. Was zählt, sind originelle Ideen sowie der Mut, sie konsequent durchzuziehen – beides bietet „The Winnowing Flame“ zuhauf.
Zum Abschluss noch eine komplett subjektive und unwichtige Wortmeldung: Leute, das Cover. Die Cover der Trilogie sind alle schön, aber „The Bitter Twins“ sticht wirklich heraus. Ein echtes Schmuckstück.
- Susan Gloss
Violets wundervoller Vintage-Shop
(17)Aktuelle Rezension von: jeanne1302Ein tolles Buch über drei Frauen, die jede ihre Probleme hat und sie gemeinsam sich unterstützen, diese zu lösen. Eine Hymne an die Freundschaft, gegenseitige Unterstützung in Freud und Leid. Ich habe mich sehr gut unterhalten.Einziges Manko. Das Happy End ist mir zu happy. So schnell in eine Beziehung zu hüpfen - hola, da braucht es wirklich Mumm und ich finde es weder erstrebenswert noch realistisch, aber dafür ist es ja ein Roman, ne? - Kelly Doust
Aimées geheimer Wunsch
(65)Aktuelle Rezension von: LuiseLotteDer Roman beginnt durchaus vielversprechend! Im Jahre 1891 lernen wir Aimee, eine junge Französin kennen, die von ihrem Vater wie eine Gefangene in dem weitläufigen Haus der Familie gehalten wird und die kurz vor der Verheiratung mit einem ihr weitgehend unbekannten Mann steht. Ängste vor der Zukunft nehmen sie völlig gefangen, sie möchte fliehen, wagt es aber nicht und ergibt sich so in ihr unvermeidliches Schicksal. Doch vorher stickt sie noch etwas, dem Leser bis zum Ende des Buches Vorenthaltenes, in die Innenseite des von ihr kunstvoll mit Perlen angefertigten Kragens...Dieser Handlungsstrang bricht mit dem Tag ihrer Heirat unvermittelt ab und die Engländerin Maggie aus der Gegenwart kommt ins Bild!Sie ist eine überforderte junge Frau mit mannigfachen Problemen, die vergeblich versucht, Berufstätigkeit und ihre Rolle als Mutter miteinander zu vereinbaren. Eben diese Maggie gelangt nun in den Besitz des Kragens, den sie aber nicht als solchen erkennt. Vielmehr sieht sie in ihm ein Diadem...Und nach dem Auftritt dieser beiden Charaktere reißt der rote Faden gänzlich ab! In einer Aufeinanderfolge von weitgehend zusammenhanglosen Szenen erfährt der Leser über einen Zeitraum von etwa hundert Jahren von den weiteren Besitzerinnen der Handarbeit, deren eigentliche Bestimmung aber allen unbekannt bleibt. Eine Art Bindeglied zwischen diesen Frauen, denen der Besitz des Kragens ausnahmslos Unglück beschert, bleibt Maggie - eine blasse, blutleere, problembehaftete Person, die für mich niemals greifbar wurde, deren nicht nachvollziehbare Handlungsweise gepaart mit einem laufend sich verändernden Charakter entweder auf eine Persönlichkeitsstörung hinweist oder auf die Möglichkeit, dass die Autorin bis zum Schluss nicht wusste, wie sie ihre Hauptfigur denn nun anlegen sollte...Der Roman selbst wirkt mühsam konstruiert, er ist überfrachtet mit unglaubwürdigen Personen und ebensolchen Schicksalen, an denen es mir unmöglich war, Anteil zu nehmen. Die Verbindungen, die zwischen einigen wenigen der Handlungsstränge ebenso mühsam hergestellt wurden, erscheinen mir unbeholfen und ungeschickt. Das gleiche gilt für die Entwicklung, die die Autorin ihren Protagonisten mit Gewalt aufdrückt und die ich als an den Haaren herbeigezogen beschreiben möchte.Leider bedient sie sich auch noch zusätzlich einiger abgegriffener Klischees, die das Niveau des Romans noch weiter senken, auf, so möchte ich fast sagen, Groschenheftniveau nämlich. Dabei stecken in dem Buch jede Menge guter Ansätze - und ein großer, ein begabter Erzähler hätte daraus womöglich auch einen großen Roman machen können. Aber Kelly Doust konnte das nicht! Weniger wäre entschieden mehr gewesen. Denn hätte sie sich auf die Französin Aimee und eine ausgefeiltere Maggie beschränkt, wäre sie gut beraten gewesen, und es hätte ihr vielleicht sogar gelingen können, eine glaubhafte, mitreißende Geschichte zu erzählen, denn ihre Art des Ausdrucks ist nicht schlecht, wobei hier auch die Übersetzerin ihren Anteil hat. Da Mrs. Doust dies aber versäumt hat, ist ein Buch entstanden, das mich über weite Strecke schlicht und einfach nur gelangweilt hat und das mich nur ein einziges Mal wirklich erfreut hat - in dem Moment nämlich, als ich es endlich zuklappen konnte! - Kirsten Brodde
Einfach anziehend
(9)Aktuelle Rezension von: HighlanderMit Spannung habe ich dieses Buch erwartet. Ich habe nur ein begrenztes Budget für Kleidung und doch den starken Wunsch möglichst fair einzukaufen. Aber kann mir dieses Buch wirklich dabei helfen oder werde ich nur - mal wieder - ermahnt wie verschwenderisch wir doch alle leben?Zuallererst ist das Buch sehr persönlich aufgebaut. Die Autoren scheuen sich nicht, ihre Konzepte und Ideen an sich selbst auszuprobieren und auf Fotos darzustellen. Ich fühlte mich weniger in einem Buch als in einem ständigen Dialog mit Kirsten und Alf (ja, ich duze sie, so persönlich fand ich es). Bevor es ans Eingemachte geht, wird ein Mode Fahrplan zum ökofairen Kleiderschrank vorgestellt. Ein bisschen wie die 10 Gebote der Fairtrade-Mode. Die Punkte sind aber nicht abgedroschen, sondern wirklich innovativ und haben mir noch mehr Möglichkeiten aufgezeigt. Auch danach besticht das Buch durch klare Struktur, übersichtliche Kapitel, wenig Blabla und präzise gesetzte Verweise zu Gleichgesinnten.Im täglichen Meinungsdschungel sind Meinungen zahlreich, aber selten begründet. Die Theorien und Vorschläge in "Einfach anziehend" sind herausfordernd, kommen ohne erhobenen Zeigefinger aus (außer die Faktenlage zu Beginn des Buches) und sind sehr ausführlich, aber ohne langwierig zu werden, begründet.Die Faktenlage am Anfang sorgt natürlich für einen gewollten Schock, und ich denke das ist selbst beim öko-affinen Leser der Fall. Denn dann kommt einem doch manchmal der Gedanke, was soll ich denn da groß bewirken, wenn ich jetzt meine Schuhe reparieren lasse... Danach beruhigt einen das Buch aber mit praktischen, umsetzbaren Tipps und vielen Gründen zur Hoffnung. Denn faire Mode im Kleiderschrank zu haben, ist nicht automatisch teuer. Eine Jeans oder Jacke zu reparieren, ist zumindest in meiner Heimatstadt weit billiger als ständig was neu zu kaufen. Und qualitativ, das macht das Buch auch deutlich, ist die Öko-Mode über Hippie-Leinensäcke mit kurzer Halbwertszeit längst hinaus. Lieber ein faires, robustes Produkt, als 10 Mal Wegwerfmode, die dann auch noch in der Produktion für Leid, Elend und Umweltverschmutzung sorgt.Ich habe die klare Benennung von fairen Marken und absoluten Umweltzerstörern im Modebusiness als sehr angenehm und überhaupt nicht hetzerisch empfunden. Ist ja auch beinahe alles öffentlich nachlesbar, wenn man weiß, wo man suchen muss.Die verwirrenden Begrifflichkeiten und das Chaos der Umweltsiegel wird endlich decodiert, sodass auch ein Laie (ich rede von mir) durchblickt und in Zukunft besser weiß, was fair ist und was nur so tut. Dafür ist auch die Auflistung von Fairtrade-Läden in Deutschlands Städten sehr hilfreich!Ich vermute, dass das Buch kleine Probleme haben könnte, Menschen anzusprechen, die noch keinerlei Gedanken mit Fairtrade verschwendet haben, denn dann ist es besonders anfangs eher schockierend. Aber auch diesen Personen möchte ich das Buch sehr ans Herz legen. Wenn wir alle nur ein bisschen was machen, geht's Mutter Erde und unseren Mitmenschen am anderen Ende der Welt doch schon sehr viel besser!Insgesamt ein sehr gelungenes, ja ein sehr notwendiges Buch, das den gesamten Fair Fashion Bereich abdeckt und praxisnah zur FAIRänderung des Kleiderschranks beiträgt! - Jen Williams
The Poison Song (The Winnowing Flame Trilogy 3)
(3)Aktuelle Rezension von: WortmagieAls Jen Williams begann, ihre „The Winnowing Flame“-Trilogie zu schreiben, wollte sie sich selbst herausfordern. Die Bände ihres ersten Dreiteilers, der „Copper Cat“-Trilogie, waren in sich abgeschlossene Episoden, die eher lose miteinander in Verbindung standen. Für ihre zweite Trilogie wollte sie die Messlatte höher anlegen und eine Handlung konzipieren, die sich wirklich über drei Bände erstreckt. Das heißt, sie wusste immer, wie ihre Geschichte im Finale „The Poison Song“ enden würde. Im Dezember 2020 konnte ich es kaum erwarten, es ebenfalls herauszufinden!
Erleichterung breitet sich in Sarn aus. Seit Monaten wurden die Jure’lia nicht am Himmel gesichtet. Die Menschen beginnen zu glauben, dass das Wurmvolk endlich besiegt ist. In Ebora trauen Vintage, Noon, Tor, Aldasair und Bern dem Frieden hingegen nicht. Sie wissen, dass die Jure’lia zurückkehren werden. Gemeinsam versuchen sie, neue Verbündete zu gewinnen und einen Weg zu finden, den uralten Widersacher endgültig zu schlagen.
Doch die Jure’lia werden von Lady Hestillion unterstützt, die sich von ihrem Volk abwandte und zur Verräterin wurde. Während sich die Flotte der Königin tief unter der Erde von ihrer Niederlage erholt, experimentiert sie mit ihrer eigenen Verbindung zum empfindlichen Netz des Wurmvolks. Fest entschlossen, Sarn ihrem Willen zu unterwerfen, übernimmt sie die militärische Führung der Jure’lia und stellt eine Armee auf, die furchteinflößender ist, als es sich die Verteidiger_innen je vorstellen konnten.
Das Schicksal von Sarn ist noch nicht besiegelt. Aber wenn sich Geschwister im Kampf gegenüberstehen, wenn sich die Bande der Freundschaft mit den Banden des Blutes messen, kann nur ein gewaltiges Opfer eine ganze Welt vor der Auslöschung bewahren.Zu Beginn dieser Rezension möchte ich euch eine Eigenheit der „The Winnowing Flame“-Trilogie verraten, die mir während der Lektüre von „The Poison Song“ aufgefallen ist: Ich habe vergessen, dass der Dreiteiler diesen Namen trägt. Das ist nicht erst im Finale passiert, sondern wahrscheinlich schon im Vorgänger „The Bitter Twins“. Mit all dem Trubel um legendäre Kriegsbestien, das gruselige Wurmvolk der Jure’lia und das im Sterben liegende Ebora war ich schlicht zu abgelenkt, um dem mysteriösen grünen Feuer, das Noon und andere Frauen mit denselben Fähigkeiten herbeirufen können, die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.
Mir ist entfallen, dass es einen Grund dafür gibt, warum Jen Williams ihrer Trilogie diesen Titel gab und dass Noon der Schlüssel dazu sein muss. Glücklicherweise verliert die Autorin dieses Detail hingegen nie aus dem Blick. In „The Poison Song“ enthüllt sie, weshalb der Dreiteiler nach dem „winnowfire“ benannt ist und nutzt es buchstäblich als Brücke zu allen anderen Aspekten ihrer epischen Geschichte. Mir erschien ihre Auflösung faszinierend, raffiniert und angenehm verblüffend. Ich glaube rückblickend, dass Williams beabsichtigte, ihre Leser_innen mit den anderen erstaunlichen Facetten ihres Worldbuildings in die Irre zu führen, denn dadurch wirkt die Wendung, die den finalen Showdown in „The Poison Song“ ermöglicht, wesentlich überraschender. Die bestechend elegante Simplizität, die die wahre Natur des „winnowfire“ den letzten Seiten der Trilogie verleiht, beeindruckte mich zutiefst.
Williams Offenbarung über das „winnowfire“ verleitete mich auch dazu, noch einmal intensiver über die verschiedenen Verbindungen und Dynamiken der Figuren nachzudenken. Einerseits kam ich zu dem Schluss, dass ich es wirklich bemerkenswert finde, wie unbeugsam sie der Verlockung widerstand, den Kriegsbestien mehr Raum zuzuschreiben, als es ihrem Wesen oder ihrer Aufgabe entspricht. Sie mögen ein magisches Wunder sein, aber im Kern sind und bleiben sie Nebenrollen, was die Autorin konsequent betont. Sie sind Helfer_innen, Unterstützer_innen, Krieger_innen mit einem klar definierten Daseinszweck. Als solche können sie nicht im Mittelpunkt stehen. Wer in „The Poison Song“ auf eine Neuauflage des Duos Eragon und Saphira hofft, sollte die eigene Erwartungshaltung überdenken.
Andererseits habe ich stundenlang über Lady Hestillion gegrübelt, die vermutlich umstrittenste Figur der gesamten „The Winnowing Flame“-Trilogie. Ich habe sie dank „The Poison Song“ noch einmal neu und viel intimer kennengelernt, als ich erwartet hatte. Obwohl ich ihre Entscheidungen niemals gutheißen werde, verstehe ich sie jetzt und empfinde enormes Mitgefühl für ihre komplexen, paradoxen Emotionen, die dazu führten, dass sie sich den Jure’lia anschloss.
Hestillion illustriert außerdem hervorragend, worum es in „The Winnowing Flame“ tatsächlich geht: Fäden, Bindungen, Beziehungen. Im Finale „The Poison Song“ lässt Jen Williams den Vorhang fallen und zeigt uns unter anderem anhand von Hestillion, wie machtvoll das Netz ist, das uns alle aneinanderbindet. Wir alle sind eins, auf einer Ebene, die viel grundlegender ist als Blut oder Empathie. Das ist eine wunderschöne Botschaft, die mich wehmütig lächelnd „Circle of Life“ aus „König der Löwen“ summen lässt.
Ich bin hin und weg von Jen Williams und ihrer „The Winnowing Flame“-Trilogie. Alle drei Bände waren großartige Leseerfahrungen, die meiner Liebe zur High Fantasy neue Nahrung boten. „The Poison Song“ ist ein spektakuläres Finale, das keine Wünsche offenlässt, emotionalen Tiefgang mit handfester Action verbindet und in mir dennoch die überwältigende Sehnsucht nach einer Fortsetzung weckte. Ich möchte mich nicht für immer von dieser Welt verabschieden.
Ich bete, dass Jen Williams eines Tages in das „The Winnowing Flame“-Universum zurückkehrt und weitere Geschichten erzählt, die ähnlich originell, mitreißend und berührend sind. Bisher gibt es allerdings noch keine Hinweise auf eine geplante Fortsetzung. Ich bewahre die Hoffnung und schließe mit einer vehementen, von Herzen kommenden Leseempfehlung: Gebt „The Winnowing Flame“ eine Chance. Ihr werdet es nicht bereuen.
- Helen Maslin
Darkmere Summer
(115)Aktuelle Rezension von: KatzyjaKate ist total in Leo verknallt. Da kann sie natürlich nicht nein sagen, als er sie einlädt ein paar Wochen der Ferien mit ihren Freunden zu verbringen. Leo hat nämlich ein altes verlassenes Schloss geerbt, welches sogar der Sage nach verflucht worden sein soll und alle männlichen Erben des Schlosses sollen ebenfalls vom Fluch betroffen werden. Voller Vorfreude packen die Jugendlichen ihre Sachen und wollen in dem heruntergekommenen Schloss nächtigen und seine Geheimnisse lüften....oder wie Leo sagen würde "Party, Party, Party".
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Gelesen wird aus der Sicht von Kate, die in Leo verknallt ist und sich durch den Ausflug mehr Zeit mit ihm erhofft und Elinor, die im Jahr 1825 auf Darkmere als Frau von St. Cloud einkehrt. Elinor hat es nicht leicht mit ihrem neuem Ehemann und erlebt einiges, was sie stark belastet. Die Geschehnisse die damals auf Darkmere geschehen sind, haben auch Einfluss auf unsere Protagonisten in der Gegenwart.
Der Schreibstil der Autorin ist super passend. Das Buch liest sich wirklich flüssig und die Protagonisten sprechen auch sehr realistisch miteinander. Da ist es nicht verwunderlich, das hier ein paar fiese Sätze fallen, denn die Jungs ziehen sich auch gerne auf. Auf dem Schloss feiern die Jugendlichen sehr ausgelassen, aber als Leser spürt man Seite um Seite, das sich die Protagonisten verändern. Die Wesensänderungen bringen zusätzlich zu der düsteren Umgebung und den Munkeleien über einen Fluch, ein Spannendes und unheimliches Setting. Ich habe mich total gut unterhalten gefühlt und je weiter ich im Buch Fortgeschritten bin, desto spannender wurde es. Ich habe bei den letzten 50 Seiten keine Möglichkeit mehr gehabt das Buch aus der Hand zu legen.
Mir hat der Wechsel der Zeiten sehr gefallen. Ich fand es interessant und auch schockierend was Elinor früher durchstehen musste und war natürlich neugierig was das für Auswirkungen auf die Gegenwart hat. Stück für Stück wurde das Geheimnis gelüftet und es war auch nicht zu vorhersehbar, weshalb das Ende richtig gut war. Zwischen Party, Geschichte und der ersten Liebe, hier ist die Mischung sehr gut und nichts für schwache Nerven.
- Kirsty Greenwood
Der Vintage-Guide für einsame Herzen
(29)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3Ich habe eine seltsame Vorliebe für altmodische Ratgeber, in meinem Regal stehen z.B. "Das 1x1 des guten Tons" von 1955 und "Wie mache ich meinen Mann glücklich?" von 1930. Schon als Kind war ich von den seltsamen Regeln fasziniert, die es früher gab. Manches hat natürlich heute noch seine Gültigkeit und so kann man sich bei der Lektüre gleichermaßen bilden und amüsieren.Wenn man dies weiß, wundert es nicht, dass mich dieses Buch gereizt hat.Die Geschichte ist recht unterhaltsam, teilweise etwas vorhersehbar, an manchen Stellen jedoch sehr überraschend, weil ich eine andere Wendung erwartet hatte. Die Ratschläge aus den 50er Jahren finde ich jetzt nicht so spannend, das kann an meinen Vorkenntnissen auf diesem Gebiet liegen. Im Grunde genommen sind es leider vor allem Äußerlichkeiten, die Jess zum angestrebten Erfolg führen: Sie trägt ein Korsett, hübsche Kleider, viel Schminke und aufwändige Frisuren. Es gibt Männer, die darauf stehen, andere mögen Frauen lieber natürlich oder schätzen sogar die inneren Werte wie Charakter und Intelligenz...Die Übersetzung ist leider eher mäßig. Das Fluchen macht einen großen und wichtigen Teil von Jess' Persönlichkeit aus, aber es wirkt auf deutsch etwas seltsam, teilweise sogar lächerlich. Außerdem gibt es im Original bestimmt einen großen Unterschied in der Ausdrucksweise der vornehmen und altmodischen Großmutter Mathilda und ihrer modernen, feministischen Enkeltochter Jess, der bei der Übersetzung leider verloren gegangen ist. Zudem gibt es sehr viele Schreibfehler und wieder einmal frage ich mich, ob überhaupt noch lektoriert wird? - Andrea Instone
Emma Schumacher & Der verschwundene Professor
(30)Aktuelle Rezension von: Christin87Emma Schumacher lebt seit dem Tod ihrer Mutter bei ihrer Großmutter in Cornwall. Mit ihrem Vater, einem eigentlich schon im Ruhestand befindlichen Professor für Ägyptologie, führt sie regen Briefkontakt. Ihr Leben ist beschaulich und geordnet. Bis ein Brief von ihrem Vater sie erreicht, der sie in Unruhe versetzt, denn er ist zu kurz, zu unpersönlich, zu kalt im Ton. Irgendetwas stimmt nicht, da ist sie sich sicher. Und so macht sie sich auf nach Bonn, ihrer alte Heimat, um nach ihrem Vater zu sehen. Doch auch seine Schwester, ihre Tante Tinni, die dem Professor den Haushalt führt, hat ihn seit Wochen nicht gesehen.
Auf ihrer Suche springen der schüchternen Emma schnell zwei junge Männer zur Seite, die ganz nebenbei auch um ihre Zuneigung buhlen . . .Das Buch ist Cosy-Crime, mit vielen netten Charakteren, schönen Schauplätzen, aber leider wenig Spannung. Nach anfänglicher Panik, scheint Emma zwischenzeitlich regelrecht zu vergessen, weswegen Sie nach Deutschland fuhr. Dann geht sie frohgelaunt shoppen, flirtet, genießt die Ruhe ihres alten zu Hauses, bis sie von einem der Herren in ihrem Umfeld, die sie erst auf die Suche geschickt hat, wieder erinnert wird, was ihr Ziel ist. Die in den Vermisstenfall verstrickten Männer begannen irgendwann leider in meinem Geist zu verschwimmen und ich musste sortieren welchem Museum, welcher Uni oder welchem Zusammenhang überhaupt die Personen zuzuordnen waren.
Am besten Gefallen hat mir der Beginn der Geschichte, in der Emma durch das idyllische Cornwall flaniert und das Buch einen reizenden britischen Charme versprüht.
Für mich insgesamt leider nur mittelmäßig gut, was ich vor allem daran gemerkt habe, dass es mich nicht gestört hat, wenn ich einen Tag mal nicht die Zeit gefunden habe weiterzulesen. Deshalb nur 3 Sterne.
- Jette Martens
Gut Schwansee - Deine Liebe in meinem Herzen
(66)Aktuelle Rezension von: Jayjay94Das Cover ist liebevoll gestaltet und auch der Klappentext klingt interessant.
In dem ersten Teil der Sehnsuchtstrilogie geht es um Leni, die enttäuscht von ihrer Beziehung auf Gut Schwansee landet. Dort findet sie viele antike Möbel, die sie restaurieren möchte. Sie lernt Land und Leute kennen, darunter den Sohn des Gutbesitzers - Nathan. Am Anfang scheint er total unsympathisch. Doch nach und nach verliebt sie sich mehr in den Hof, die Landschaft und vielleicht sogar in Nathan???
Ein wirklich sehr kurzweiliger Roman. Man ist sofort in der Geschichte drin und lernt nach und nach die Hauptprotagonisten kennen.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Er ist locker, leicht und man kann sich alles wirklich gut vorstellen: die Landschaft, das Gut und die Pferde.
Man merkt, dass die Autorin etwas mit der Ostsee verbindet.
Der Roman lädt zum Abschalten und Träumen ein, greift aber auch ein ernstes Thema auf.
Leni und Nathan haben mir auch sehr gut gefallen und sind sehr sympatisch und authentisch. Man kann sich gut in sie hinein versetzen und nachfühlen.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Das mit dem hin und und her und der Eifersucht, fand ich jetzt etwas kindisch und übertrieben aber ansonsten ein sehr schönes Buch.
Kann ich auf jeden Fall empfehlen.
Ich bin schon gespannt, wie es weiter geht.
Dafür gibt es 5 Sterne.
- Lin Rina
Vintage Girl: Roman
(11)Aktuelle Rezension von: PiratenLilly>> Vintage Girl << erzählt die Liebesgeschichte, der beiden Protagonisten Cora und Gi. Die 22-jährige Kunststudentin Cora kommt eines Nachmittags früher nach Hause und ertappt ihre jüngere Schwester mit deren Nachhilfelehrer Gi. Der Übeltäter schafft es gerade noch, hastig sein Hemd zuzuknöpfen, bevor ihn Cora in hohem Bogen vor die Tür setzt. Wie zufällig scheinen sich Coras und Gis Wege seitdem immer wieder zu kreuzen. Die beiden kommen sich näher, doch Cora ist sich unsicher, ob Gi wirklich etwas für sie empfindet. Zu allem Unglück lassen ihr die Sticheleien ihrer Mutter keine Ruhe. Denn diese behauptet felsenfest, dass sie mit ihren altbackenen Klamotten jeden Mann in die Flucht schlägt. Doch Cora fühlt sich wohl darin. Kann sie trotz Vintage-Look Gis Herz für sich gewinnen?
Meine Meinung: Die Protagonisten sind sehr liebevoll und detailliert ausgearbeitet, welches zum besseren Vorstellen der Personen führt. Von Anfang an, war mir Cora sympathisch, sodass ich mich mit ihrem Verhalten sehr gut identifizieren konnte. Hingegen ich Gi, für seine Kommentare, welche in manchen Situationen unangebracht erschienen, gerne das ein oder andere Mal geschlagen hätte. Auch wenn ich Gi sehr gern mochte und ich von jeder Seite, die Beziehung der Beiden humorvoll hervor sehnte, habe ich doch ein bisschen die Gefühle seiner seist vermisst, denn so wirkte er manchmal, ein wenig kühl und distanziert. Etwas zu schnell ging mir auch die Entwicklung der beiden Protagonisten, denn für mich ist es etwas unwahrscheinlich, gleich nachdem ersten Date eine Beziehung einzugehen, hier hätte ich ein paar mehr Dates realistischer gefunden. Letztendlich war die Geschichte, aber im Großen und Ganzen stimmig und ließ sich gut nachvollziehen.
Lin Rina hat mit ihrem spannenden und fesselnden Schreibstil einen sehr guten Einstieg in das Buch gegeben, sodass man sofort wissen wollte, wie die Geschichte weiterverläuft. Die Worte Humorvoll. Mitfühlend. Echt. Hoffnung. lassen die Liebesgeschichte von Cora und Gi, in nur wenigen Worten beschreiben.
Fazit: Der Roman von Lin Rina lässt einen die erste große Liebe und deren Sorgen und Probleme vom neuen durchleben. Mir hat das Lesen einen großen Spaß bereitet, was wohl an den bissigen und humorvollen Kommentaren von Gi lag^^
Vintage Girl – humorvoll und klassisch gut!!!- Cora ist sich unsicher, ob Gi wirklich etwas für sie empfindet, doch dieses findet sie erst dann heraus, wenn sie sich auf ihn einlässt. -
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