Bücher mit dem Tag "violine"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "violine" gekennzeichnet haben.

25 Bücher

  1. Cover des Buches Clare, C: Infernal Devices 1: Clockwork Angel (The Infernal Devices) (ISBN: 9781406393279)
    Cassandra Clare

    Clare, C: Infernal Devices 1: Clockwork Angel (The Infernal Devices)

    (403)
    Aktuelle Rezension von: Lorena_Christ

    Episch, packend, romantisch, emotional mitreissend… die Qualität nimmt bei Cassandra Clare nicht ab, ebensowenig die Innovation und Kreativität der Geschichten.

    Eine absolute Leseempfehlung! Ein Muss für Fantasyliebhaber, Romantasyliebhaber, die nicht so auf Spice aus sind, und Urban Fantasyliebhaber.

  2. Cover des Buches Der Mondscheingarten (ISBN: 9783548061436)
    Corina Bomann

    Der Mondscheingarten

    (298)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Da ich von Corina Boman gerade das Buch,Die Frauen vom Rosenhag gelesen hatte, nahm ich mir dieses Buch mit, das mir in der Bücherei in die Hände fiel.
    Ich mochte den Schreibstil und fand auch dieses Buch sehr gut geschrieben.

    Die Protagonistinnen Lilly in der Gegenwart und Rose in der Vergangenheit ,haben mir sehr gut gefallen. Zwei beeindruckende Frauen zu ihrer Zeit, auf wundersame Weise mit einander verbunden.

    Lilly bekommt Besuch von einem alten Mann, der ihr eine schöne Geige bringt, die angeblich ihr gehört. Mit der Geige macht sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit und ans andere Ende der Welt.

    In drei Zeitsträngen kann der Leser die Geschichte verfolgen, die zum Ende des 19. Jahrhunderts bei Rose beginnt.
    Zwischendrin in den 1920 taucht eine Helen mit der Geige auf, die dann 2011 ihren Weg zu Lilly findet.

    Dramatisch die Geschichten um Rose und Helen. Bezaubernd die Geschichte um Lilly.
    Fantastisch deren zufällige Begegnungen, die von einer übernatürlichen Macht gelenkt zu scheinen.
    Da ich so etwas selbst schon erlebt habe, bin ich sicher, das da jemand agiert hat, um gerade Lilly zu den Zeiten Hilfe zu schicken, wo sie sie am dringendsten brauchte.

    Mich hat die Geschichte in ihren Bann gezogen und regelrecht hypnotisiert, so dass ich nicht aufhören konnte zu lesen und wissen wollte was Lilly Neues in Erfahrung brachte.

    Die Zeitwechsel sind gut gelungen und der Schreibstil von Frau Boman hat mir auch hier wieder einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen lassen.
    Es hat mich sehr gut unterhalten.

  3. Cover des Buches Die Schatten von Edinburgh (ISBN: 9783442485055)
    Oscar Muriel

    Die Schatten von Edinburgh

    (163)
    Aktuelle Rezension von: Simone_081

    Ein sehr vergnüglicher Auftakt der historischen Krimireihe um die beiden Ermittler Frey und McGray.

    Ich persönlich habe das Buch sehr gerne gelesen; der Fall ist spannend und gut recherchiert. Die beiden Ermittler sind sehr sympathisch.

    Ja, das Buch ist mitunter ziemlich derb, es wird viel geflucht und geschrien, aber man sollte alles mit einem kleinen Augenzwinkern betrachten, dann hat man bei dieser Krimireihe sehr viel Spaß.

  4. Cover des Buches Virtuosity - Liebe um jeden Preis (ISBN: 9783843210713)
    Jessica Martinez

    Virtuosity - Liebe um jeden Preis

    (311)
    Aktuelle Rezension von: Jd_bookworld

    Virtuosity - Liebe um jeden Preis (Boje)

    Klappentext:

    Die siebzehnjährige Carmen ist ein Star. Sie tourt mir ihrer Geige durch die Welt und spielt überall vor ausverkauften Konzertsälen. Doch die Konkurrenz ist hart. Beim Guarneri-Wettbewerb treten Jungstars aus den verschiedensten Ländern gegeneinander an - und nur der Sieg zählt.

    Carmen steht unter Druck, den sie nur noch mit Tabletten in den Griff bekommt. Doch dann lernt sie Jeremy kennen, ihren ärgsten Konkurrenten um den Sieg. Und obwohl Carmen weiß, dass sie sich vor ihm in Acht nehmen sollte, fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Für Carmen ist die Zeit gekommen, sich zu entscheiden: Setzt sie auf Sieg oder auf die Liebe ...

    Meine Lesermeinung:

    Ich habe eine gewisse Zeit gebraucht, bis ich mich in die Geschichte fallen lassen konnte. Da Der untertitel leicht auf ejne Romanze schließt das aber nur im Hintergrund spielt. Dennoch hat mich das Buch sehr angesprochen da ich selber auch Geige spiele. Mir hat der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen.

    Sterne: 3 🌟

  5. Cover des Buches The Light in Us (ISBN: 9783736310445)
    Emma Scott

    The Light in Us

    (543)
    Aktuelle Rezension von: Pia_blindeBuchwurmin

    Vor Absage sagt: ich habe das Buch aus der Sicht einer tatsächlich Blinden gelesen. Denn ich bin fast blind.
    Der Schreibstil hat es mir sehr leicht gemacht, nur so durch die Seiten zu fliegen. Die Charaktere sind von Anfang an wirklich interessant und überzeugen mit einem herzlichen, authentischen und entwickelnden Charakter.

    Stellenweise war es mir jedoch zu kitschig. Und zu harmonisch. Vielleicht wünsche ich mir aber auch nur so viel Mut wie Noah in diesem Buch. Ich kann es wenig beschreiben.
    Besonders schade, finde ich, dass das Klischee mit der Sonnenbrille wieder einmal erfüllt wurde. Keine Ahnung, wo das immer herkommt. viele blinde tragen eine Sonnenbrille. Aber aus anderen Gründen. Ich finde darauf hätte man in diesem Buch eingehen können. Aber im Großen und Ganzen ein wirklich schönes Buch und ich bin froh, dass ich es gelesen habe.

  6. Cover des Buches Clockwork Princess (Infernal Devices) (ISBN: 9781481456036)
    Cassandra Clare

    Clockwork Princess (Infernal Devices)

    (245)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Dies ist der letzte Teil der Reihe und Mortmain hat die Shadowhunter ausgetrickst, deswegen müssen sie nun gegen ihn in den Kampf ziehen, um sich und das Institut zu retten.


    Der Abschluss der Reihe ist einfach nur episch und voller Gefühle. Er ist sogar noch besser als die Teile davor und ich habe bis zur letzten Seite mitgefiebert. Nicht nur der Kampf gegen Mortmain ist voller Action und Spannung und reißt einen mit, sondern auch die Romanze der drei Protagonisten ist der Wahnsinn. Dabei sind so viele Emotionen aufgekommen und besonders um die bekannten Charaktere habe ich gefiebert, da man sich im Laufe der Reihe so gut kennenlernt, dass man hofft ihnen würde nichts passieren. Und das Ende wird in dieser Hinsicht sehr spannend. 

    Die Reihe hat einfach alles, was ein gutes Buch braucht: Romantik, Emotionen, Spannung und tolle Charaktere und die Atmosphäre der Epoche ist das noch das I-Tüpfelchen. Dadurch wirkt alles noch epischer und man lernt nebenbei noch viel über literarische Klassiker. Eine wahnsinnig tolle Reihe!

  7. Cover des Buches You are my Light (ISBN: 9783736311756)
    Emma Scott

    You are my Light

    (92)
    Aktuelle Rezension von: booklover98

    Diese Kurzgeschichte ist ein Muss für alle Fans des Buchs rund um Noah und Charlotte. Hier erfährt man mehr über Noahs Zeit, als er Charlottes Tournee folgte und versuchte seinen Frieden mit der Blindheit zu machen und endlich nach vorne blickte. Es ist toll nochmal von den Charakteren zu lesen und man bekommt auch einen Vorgeschmack auf ihre gemeinsame Zukunft. Gelungene Story, wenn auch nicht ganz so stark wie die Hauptgeschichte. 

  8. Cover des Buches Find mich da, wo Liebe ist (ISBN: 9783548291413)
    Anstey Harris

    Find mich da, wo Liebe ist

    (161)
    Aktuelle Rezension von: Nika488

    Berührend, gefühlvoll und inspirierend


    Find mich da, wo Liebe ist von Anstey Harris ist eine wunderschöne, feinfühlige Geschichte über Selbstfindung, Hoffnung und die Kraft, sein eigenes Leben neu zu gestalten.


    Eine Frau zwischen Vergangenheit und Neubeginn

    Grace hat ihre Träume verloren und lebt in einer Beziehung, die nur aus Warten besteht – auf David, auf eine Zukunft, die nie zu kommen scheint. Doch als ihr Leben ins Wanken gerät, beginnt sie sich langsam selbst wiederzufinden. Mit der Unterstützung von Mr. Williams und der quirligen Nadia lernt sie, dass Liebe nicht nur in einer Person, sondern auch in Freundschaft, Musik und neuen Wegen steckt.


    Was das Buch besonders macht:

    - Authentische, vielschichtige Charaktere: Grace ist nicht perfekt – sie ist verletzlich, hoffnungsvoll und manchmal naiv, aber genau das macht sie so echt. Ihre Entwicklung ist bewegend und glaubwürdig.

    .- Wunderschöner Schreibstil: Poetisch und atmosphärisch beschreibt die Autorin nicht nur die Welt der Musik, sondern auch Graces innere Gefühlswelt auf eine eindrucksvolle Weise.

    - Starke Nebenfiguren: Besonders Mr. Williams und Nadia bringen Herzenswärme und Humor in die Geschichte und helfen Grace, sich selbst neu zu entdecken.


    Fazit:

    Ein tiefgründiger, emotionaler Roman über den Mut, das eigene Glück selbst in die Hand zu nehmen. Die Geschichte entwickelt sich eher ruhig, aber gerade das passt zu Graces persönlichem Wachstum. Wer einfühlsame, lebensnahe Geschichten liebt, wird dieses Buch genießen!

  9. Cover des Buches Römisches Finale (ISBN: 9783453423633)
    Natasha Korsakova

    Römisches Finale

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Jeyspresso

    Auch den zweiten Band von Natasha Korsakovas Di-Bernardo-Reihe habe ich nun zum dritten Mal gelesen und dabei erneut viel Lesevergnügen gehabt. Mit Di Bernardo ist es ein wenig wie nach Hause kommen: Man liest die erste Seite und ist direkt wieder in seiner Welt angekommen. Eine Welt, die trotz völliger Hingabe zum Beruf nicht vergessen lässt, dass es auch noch ein Familienleben gibt. Was meiner Ansicht nach zu häufig in Krimis vernachlässigt wird (dass Ermittler*innen zum Beispiel auch mal zur Toilette, essen oder schlafen müssen), wird hier auf geschickte Art und Weise in den Roman integriert: Di Bernardos Sohn Alberto ist mittlerweile bei seinem Vater eingezogen und während dieser zwar nach wie vor seine Beziehungsprobleme pflegt, ist doch die väterliche Zuneigung zu seinem Sohn (der selbst langsam die Frauenwelt entdeckt) immer präsent. Der höchst sympathische Ispettore Del Pino, der einem in diesem Buch noch mehr ans Herz wächst, sorgt darüber hinaus dafür, dass auch die Nahrungsaufnahme niemals zu kurz kommt.

    Dadurch ergeben sich nicht nur spannende und vor allem humorvolle zwischenmenschliche Momente zwischen Di Bernardo und seinem Kollegen – sie geben der Autorin auch die Möglichkeit, die zahlreichen gastronomischen Angebote Roms (erneut) in die Geschichte einzuflechten und so dem Ganzen sein gewisses italienische Flair zu verleihen. Es lohnt sich immer, die tatsächlich existierenden erwähnten Cafés, Restaurants (und allgemein die Stadtteile und erwähnten Monumente etc.) zu googlen, um ein tieferes Gefühl dafür zu bekommen, wo die Figuren sich gerade aufhalten.


    Ebenso lohnt es sich wie immer, die im Buch erwähnten musikalischen Stücke parallel zur Lektüre anzuhören. Lag im ersten Teil noch ein überwiegender Fokus auf Violin-Werken, spielt hier Rachmaninows zweites Pianokonzert eine tragende Rolle, das man mit seinen knapp vierzig Minuten Aufführungszeit auch gut während des Lesens komplett laufen lassen kann. Inhaltlich dreht sich schließlich alles – zunächst – um die Ermordung des Pianisten Emile Gallois. Bereits nach kurzer Zeit befinden sich Di Bernardo und seine Kolleg*innen jedoch in einem dichten Netz aus Intrigen, Beziehungsdramen und offensichtlich nicht aufgearbeiteten Kindheitstraumata. Wie bereits im ersten Band bildet auch hier eine Zeitschiene der Vergangenheit eine weitere Erzählebene, die die italienische Mafia behandelt. Bis zum Schluss wird jedoch offengelassen, was es damit auf sich hat. Man könnte sich darüber streiten, ob diese Inhaltsebene mit ihrem eigentlichen „Protagonisten“ zu spät eingeführt wird – ich persönlich finde die vielen Umwege vorher allerdings sympathisch, weil sie die Ermittlung auf gewisse Weise menschlich machen.

    Überhaupt wird auch in diesem Buch wieder die Stärke Natasha Korsakovas offensichtlich, Figuren sehr real und zutiefst liebenswert werden zu lassen – bis auf Di Bernardos ewige Problembeziehung Giorgia. Ich bin gespannt, ob es im nächsten Teil noch dazu kommen wird, dass man sich tatsächlich wünscht, es möge doch endlich wieder klappen zwischen den beiden...

    Im direkten Vergleich würde ich sagen, dass es der Autorin mit diesem Teil gelungen ist, die Narration sogar noch dichter, humorvoller und spannender zu machen. Klischees der Musikwelt werden mit einem Augenzwinkern aufgegriffen, die Figuren sind jedoch wunderbar vielfältig und im zeitgenössischen Sinne divers. Ich kann es kaum erwarten, den dritten Teil der Reihe zu lesen – und zwar nicht zum dritten, sondern zum allerersten Mal.

  10. Cover des Buches Der Geiger (ISBN: 9783426654446)
    Mechtild Borrmann

    Der Geiger

    (144)
    Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_book

    Nachdem ich „Feldpost“ gehört hatte und auch „Der Geiger“ in der Onleihe entdeckte, beschloss ich, diesen historischen Krimi direkt anzuhängen. Ich erhoffte mir einen Wow-Moment wie bei „Trümmerkind“.

    Anfangs tat ich mich sehr schwer, überhaupt erstmal in der Geschichte anzukommen.
    Das lag mit Sicherheit zum einen an den Namen, die mir nicht so geläufig sind. Zum anderen aber auch an dem Erzählten an sich.

    Tatsächlich erwog ich das ein oder andere Mal, das Hörbuch abzubrechen.
    Ich hielt dann doch bis zum Schluss durch, weil ich mich einfach immer wieder an mein überragendes Erlebnis mit „Trümmerkind“ erinnert habe und nicht wahrhaben wollte, dass ich mich zu sehr darauf versteifte.

    Die Charaktere sind im vorliegenden Roman eher stereotypisch dargestellt, die Handlung plätschert teilweise vor sich hin und die Wendungen sind oft vorhersehbar.

    Doch Mechthild Borrmanns Schreibstil begeistert mich noch immer. Sie schreibt auf den Punkt, ohne Schnörkel. Ihre Recherchen sind präzise. Die Geschichten, die sie sich ausdenkt, berühren das Herz und lassen den Puls in die Höhe schnellen.
    Sie sind wirklich dafür gemacht, in die Welt hinaus getragen zu werden. Deshalb werde ich auch nicht aufgeben und mir weitere Romane aus ihrer Feder besorgen.

    ©2025 adlatb

  11. Cover des Buches Totenlied (ISBN: 9783734105234)
    Tess Gerritsen

    Totenlied

    (255)
    Aktuelle Rezension von: Sanne54

    Dieses Buch liegt schon eine Weile auf meinem SuB, durch ein Thema der diesjährigen Krimi-Challenge habe ich es nun endlich gelesen - zum Glück!

    Anfangs war es zugegeben nicht so mein Thema, deswegen sub-te das Buch auch so lange bei mir: Eine Berufsmusikerin stößt in einem Antiquariat in Rom auf handgeschriebene Noten zu einem ihr unbekannten Stück für Violine. Als sie zu Hause das anpruchsvolle Stück spielt, geschieht das Unfassbare: Ihre 3-jährige Tochter tötet zuerst den alten Familienkater und greift später die Mutter an. Da das Kind völlig gesund ist, fällt der Verdacht bald auf die Mutter, selbst Tochter einer psychisch kranken Frau. Die ist fest davon überzeugt, dass das Spielen des Liedes ihre Tochter zu den Gewalttaten gebracht hat; gemeinsam mit ihrer Freundin versucht sie in der Heimatstadt des unbekannten Komponisten, in Venedig, der Sache auf den Grund zu gehen.

    Eingestreut wird die Geschichte von Lorenzo (dem Komponisten) und seiner Familie. Der Vater ist ein bekannter Geigenbauer, der Großvater ein angesehener Professor für Musik. Als Juden haben sie es immer schwerer im zunehmend faschistischen Italien in den späten 1930er-Jahren. Dennoch versuchen sie ein normales und unauffälliges Leben zu führen. Den junge Lorenzo verbindet seine Liebe (nicht nur) zur Musik mit Laura, einer begabten, aber nicht-jüdischen Cellistin. Und mehr darf man eigentlich nicht verraten ...

    Die Autorin steigt in einen Thriller mit mysteriösen, übernatürlichen Elementen ein und überführt diesen aber relativ schnell in ein historisches Drama vor der Kulisse des 3.Reichs, das die Musik auf beklemmende Weise zu transportieren vermag. Am Ende führt sie die Handlung zu einer durchaus realen Thrillerhandlung zurück, die Vergangenheit und Gegenwart zusammenbringt.

    Spannender, aber wegen der Thematik nicht leicht zu lesender Thriller, den ich aber auf jeden Fall empfehlen kann.

  12. Cover des Buches Zeit der Zikaden (ISBN: B01H47AYO8)
    Andreas Séché

    Zeit der Zikaden

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    „Das ist das Vermächtnis der Violine: Was man ewig schröpft, ist irgendwann ausgebeutet und ausgemergelt. Nur Dinge, in die man hineingibt, werden zur unerschöpflichen Quelle.“ (Originalzitat)

    Der Roman spielt auf der fiktiven Insel Syrakesh. Der Junge Selim trifft im Wald einen alten Mann mit einer Violine. Es ist Arif, Musiker, Philosoph und Geigenbauer. Einige Jahre später lernt Selim bei Arif alles über Geigenbau und die Macht und Seele der Musik. Dort trifft er Miriam, die Liebe seines Lebens und verliert sie wieder. 17 Jahre später, kehrt er zurück in die Stadt Silshana und berührt und verzaubert die Menschen durch die Musik seiner Geige. Kurz danach wird er im letzten Moment nahe des Ortes Maskhran von Ibrahim,  einem alten Schäfer, vor dem Tod in der Wüste gerettet. Was war passiert? Selim erzählt Ibrahim seine Geschichte …

    Die Kapitel dieses Romans sind nach den einzelnen Sätzen und Kompositionsteilen eines Musikstückes benannt, beginnend mit der Ouvertüre, wobei die einzelnen Tempi auch schon im Namen den Inhalt des jeweiligen Kapitels widerspiegeln. Geschrieben ist die Geschichte in der personalen Erzählperspektive, in der 3. Person, obwohl ja hauptsächlich Selim, aber auch Ibrahim ihre Geschichte erzählen.

    Die Romane von Andreas Séché zeichnen sich durch eine sehr poetische Sprache aus, deren Metapher niemals bemüht, sondern eher schwebend den Leser zum Nachdenken bringen und lange nachhallen.

    Das Thema dieses Romans ist die Diktatur und damit verbunden Unterdrückung, Angst, Leid und Unfreiheit. Die Magie des Geigenspiels und des von Selim bewusst gewählten Stückes kann die Menschen bewegen, dringt in ihr Innerstes und hat die Kraft, sie aufzurütteln. Ein Zauber hat sie berührt und sie wollen dieses Gefühl dies nicht mehr wie bisher missen. 

    Selim, der Hauptprotagonist muss lernen, dass Virtuosität, ein Instrument perfekt zu beherrschen, nicht genügt, die Menschen wirklich mit der Musik zu fassen, so lange die Seele fehlt. Als Selim durch eine Begegnung seine tiefsten Gefühle gefunden hat, finden sich diese auch in seinem Geigenspiel wieder und er sieht die Veränderung, die in den Menschen vorgeht, während sie ihm zuhören.

    Dem Autor gelingt es auch diesmal wieder, in seiner Erzählung gekonnt Personen gleichsam zufällig auftauchen zu lassen, um dann die einzelnen Stränge zu einem Ganzen zu verknüpfen. Durch die erzählenden Rückblenden bleibt der Spannungsbogen ohne Unterbruch und Längen erhalten. Hilfsmittel wie Cliffhanger hat dieser Autor nicht nötig.

    Ein poetisches Buch für leiste Stunden, für Leser, die sich in den Bann der Sprache und der Handlung ziehen lassen.

  13. Cover des Buches Unvollendete Reise (ISBN: 9783492253734)
  14. Cover des Buches Das Licht ungewöhnlicher Sterne (ISBN: 9783453323094)
    Ryka Aoki

    Das Licht ungewöhnlicher Sterne

    (19)
    Aktuelle Rezension von: einz1975

    Die Geschichte, die hier erzählt wird, trägt auf den ersten Blick ein klassisches Motiv, das jedoch immer wieder neu und auf faszinierende Weise interpretiert werden kann. Im Zentrum steht ein Dämon, der Seelen sammelt und dabei seine Opfer mit großer Bedacht auswählt. Shizuka Satomi war einst eine gefeierte Geigenlehrerin, eine wahre Koryphäe ihres Fachs, deren Schüler allesamt zu berühmten Virtuosen wurden. Doch eines Tages zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück. Niemand ahnt jedoch, dass sie vor vielen Jahren einen Pakt mit einem Dämon geschlossen hat. Sie versprach, ihm sieben Musikerseelen zu übergeben. Sechs davon hat sie bereits geliefert, doch die siebte steht noch aus. Die Zeit drängt, und die Hölle fordert mit wachsender Dringlichkeit die Erfüllung des Paktes. Eines Tages begegnet Shizuka Katrina, und sie erkennt sofort, dass sie diejenige ist, die die letzte Seele liefern könnte. Doch an diesem schicksalhaften Tag trifft Shizuka auch auf Lan Tran, eine Frau von einer beinahe überirdischen, fast malerischen Schönheit, die alles verändert.

    Obwohl die Geschichte zunächst wie ein düsteres, mystisches Drama wirkt, nimmt sie durch die geheimnisvolle Lan Tran eine überraschende Wendung hin zur Science-Fiction. Lan und ihre Familie sind vor langer Zeit aus einem galaktischen Imperium geflohen und haben Zuflucht auf der Erde gesucht. Dort haben sie sich ein unauffälliges Leben aufgebaut, indem sie einen kleinen, altmodischen Donut-Laden betreiben. Ihre wahre, außerirdische Gestalt verbergen sie geschickt, um unter den Menschen nicht aufzufallen. Doch die Idylle trügt: Heimlich arbeiten sie daran, ein Sternentor zu reaktivieren, um im Falle einer Gefahr erneut fliehen zu können. In diesem Kontext begegnen wir einigen nicht-humanoiden Figuren, die als Hologramme in dem Donut-Laden arbeiten. Obwohl sie technisch keine Menschen sind, besitzen sie eine erstaunliche emotionale Tiefe, die sie in mancher Hinsicht menschlicher wirken lässt als einige echte Menschen.

    Zu Beginn der Geschichte wird ein intensiver Blick in das Leben von Katrina geworfen, einer jungen transsexuellen Frau, die von ihrer Familie verstoßen wurde. Sie ist auf der Suche nach einem Platz in der Welt und kämpft mit tiefen Selbstzweifeln. Als sie auf Shizuka trifft, findet sie nicht nur eine Lehrerin, sondern auch eine Möglichkeit, sich selbst neu zu entdecken. Die Darstellung ihrer Lebensumstände ist jedoch nicht unproblematisch. Die Autorin beschreibt Katrina als naiv und einfältig, jemand, der seinen Lebensunterhalt mit freizügigen Videos und zwielichtigen Freiern verdient. Diese klischeehafte und stereotype Darstellung wirkt für mich völlig überzogen, da sie der Realität vieler transsexueller Menschen kaum gerecht wird. Andererseits sind die Passagen, die sich mit Katrinas musikalischem Talent und ihrer Liebe zur Geige befassen, gut beschrieben. Die Geigenstunden, die sie mit Shizuka verbringt, zeigen, wie sie langsam aufblüht. Shizuka behandelt Katrina völlig vorurteilsfrei; für sie zählt allein die Musik. Diese Momente verleihen der Geschichte eine besondere emotionale Tiefe.

    Neben Katrina und Shizuka treffen noch weitere interessante Figuren in der Geschichte ein, darunter eine Geigenbauerin, die eine wichtige Nebenrolle spielt, und natürlich der Dämon, der wie ein Schatten über allem schwebt. Obwohl die Handlung vordergründig von Musik und dem Geigenspiel getragen wird, berührt sie viele andere tiefgreifende Themen: den Hass auf Andersartigkeit, die Liebe zwischen zwei Frauen, die Selbstfindung virtueller Kinder und die unerwartete Zuneigung zu einem Teenager, den man nicht mehr loslassen möchte. Inmitten dieses emotionalen Chaos und der oft schmerzhaften Prozesse des Erwachsenwerdens wirkt die Science-Fiction-Handlung rund um das Raumschiff eher wie ein kreativer Einfall, der die Geschichte ergänzt, aber nicht wirklich trägt. Das Raumschiff und die damit verbundenen technischen Elemente dienen eher als Rahmen für die Charakterentwicklung und die zwischenmenschlichen Beziehungen. Ryka Aoki hat mit „Das Licht ungewöhnlicher Sterne“ ein Werk geschaffen, das sich bewusst von traditionellen Erzählmustern löst. Es gibt keine zentrale Hauptfigur, sondern ein Ensemble von Charakteren, die miteinander verwoben sind. Jeder einzelne Handlungsstrang fügt sich am Ende zu einem Ganzen zusammen, das mehr ist als die Summe seiner Teile.

    Fazit:
    „Das Licht ungewöhnlicher Sterne“ ist ein literarisches Experiment, das Genregrenzen überschreitet und bewusst Konventionen hinter sich lässt. Es ist eine Mischung aus Goethes „Faust“, einer Sci-Fi-Fluchtgeschichte, einer transsexuellen Geigenspielerin und virtuellen, rebellierenden Jugendlichen – ein außergewöhnlicher Mix, der nach mehr klingt als nach klassischer Science-Fiction. Für Leser, die bereit sind, sich auf diese unkonventionelle Erzählweise einzulassen, bietet das Buch ein interessantes Erlebnis, mit originellen Ideen. Dennoch mangelt es der Geschichte an klassischen Spannungsbögen und lehrreichen Momenten, was sie zu einer Herausforderung für konventionelle Leser macht. Wer sich jedoch auf die Absurdität und die Andersartigkeit der Erzählung einlassen kann, wird am Ende mit einem offenen, aber hoffnungsvollen Happy End belohnt. Ein Buch für jene, die das Experimentelle lieben.

    Matthias Göbel

    Autorin: Ryka Aoki
    Überstzung: Michael Pfingstl
    Klappenbroschur: 496 Seiten
    Verlag: Heyne Verlag
    Veröffentlichung: 11.01.2024
    ISBN: 9783453323094

  15. Cover des Buches CONCERTINO 1 A-MOLL - arrangiert für Violine - Klavier [Noten / Sheetmusic] Komponist: Accolay Jean Baptiste (ISBN: 7948104555145)
  16. Cover des Buches WerkZeuge (ISBN: 9783963402401)
    Martin Schleske

    WerkZeuge

    (6)
    Aktuelle Rezension von: M.Lehmann-Pape
    Spiritualität der Klänge Was hat der Bau eines Instrumentes mit dem Leben selbst zu tun? Die Antwort gibt Martin Schleske, Meistergeigenbauer auf knapp 340 Seiten in einer Art und Weise, die tatsächlich durchaus an den klang einer guten Geige erinnert. Keine theoretische Abhandlung legt er vor, keine abstrakten Gedankengebilde philosophischer Prägung, sondern Gleichnisse setzt er sich zum Ziel. So, wie der Jesus der Bibel seine Botschaft oft und oft in Gleichnissen erzählt hat, so wendet sich auch Martin Schleske der Innerlichkeit des Mensch in höchst spiritueller Weise auf dem Weg der Gleichnisse zu. In einem, das bereits vorweg erwähnt, hochwertig gestalteten Buch, mit sprachlicher Kraft und einigen, wohlgesetzten, nicht überbordenden Fotografien von Donata Wenders, die die inhaltlichen Klänge noch einmal anders vertiefen. Der intellektuelle Ausgangspunkt seiner Spurensuche des inneren Klanges Gottes in dieser Welt und im Menschen ist die Erkenntnis Friedrich Hundertwassers, dass es kaum mehr möglich ist, Gleichnisse zum Leben zu schaffen und damit eine intensive und meditative Form der Sprache des Glaubens droht, verloren zu gehen. Gleichnisse zum Leben zu schaffen bedeutet aber nichts anderes, als den Dingen und Ereignissen des Lebens eine Deutung zu geben, die durch hinhören und hinsehen sich langsam und innerlich erst erschließt. Der erfahrungsorientierte Ausgangspunkt seiner, in wunderbarer sprachlicher Form niedergeschriebener, Gedanken sind jene Momente seiner eigentlichen Tätigkeit, des Geigenbaus, die er selbst „heilig“ nennt, Momente des Zusammenfließens vielfache Strömungen des Lebens, Offenbarungen über den Kern des Schaffens und Seins. So beginnt Schleske sein „Glaubensbuch“ einer religiösen Erfahrungsdimension, die weitab von Ritualen oder intellektuellen Verständnissen sich bewegt. Rein äußerlich nutzt Schleske hierbei die Beschreibung des Baus einer Geige in den vielen, vielen kleinen und einzelnen Schritten, von der Idee, der Auswahl des Holzes, der genauen Prüfung des Materiales hin zum ersten Handgriff und, nach langer Zeit und vielen weiteren, kleinen Schritten, endend mit dem reinen Klang der fertigen Geige. Jeden dieser Schritte transzendiert Schleske und legt ihn aus als Gleichnis selbst für eine Dimension hinter den Äußerlichkeiten des Handwerkes, die nicht wirklich rational beschreibbar, in der gewählten Erzählform und der beständig erlebbaren, persönlichen Nähe des Autors mitschwingt und vielfach eigene Assoziationen und Erkenntnismomente freisetzt. Das also, was im besten Sinne ein Gleichnis erwirken will. Wenn er den Klang der Geige näher beleuchtet, vom äußeren, technischen Aspekt hineinführt in die Ausarbeitung der Klangmöglichkeiten, zugleich die Gefährdungen der späteren Harmonie des Klanges benennt und das Ganze als Gleichnis für die Balance, die mögliche und angelegte Harmonie und das Zusammenspiel der seelischen Möglichkeiten des Menschen auslegt, dann schwingen hier durchaus fühlbar die gestalterischen „heiligen“ Kräfte des Lebens, in Schleskes Verständnis Gott selbst, mit. Wie die Energien im Wechselspiel die Schwingungen und damit den Schall hervorrufen und wie dies austariert sein muss für einen wirklichen Eigenklang des Instruments, das ist wirklich ein hervorragend gewähltes Bild für eine seelische Balance und die tief reichenden Energien des inneren Lebens. Energien, die er im folgenden in seinem ruhigen Fluss der Sprache als sieben Resonanzen benennt und weiter ausführt. Ebenso geht er im späteren Verlauf des Buches der Wölbung und Faserung des Geigenholzes nach und stellt dies als Gleichnis gegen jede Form zwanghafter Lebensführung und zwanghaften Glaubens in den Raum. Dies sind nur zwei Momente aus den 14 einzelnen Schritten, die Schleske nacheinander vorstellt und spirituell vertieft. Martin Schleske ist ein ganz wunderbar anderes Buch gelungen. Dem freien Fluss des Lebens folgend und ihn freisetzend, nicht in Schablonen sperrend. Mit Gleichnissen und nicht mit steilen Regeln, offen spirituell suchend und nicht dogmatisch religiös festgelegt. Voller Ehrfurcht für die Schönheit des Lebens und nicht kühl rational. Zudem ist Martin Schleske nicht nur ein hervorragender Geigenbauer, sondern auch ein begnadeter Erzähler, der allein schon sprachlich das Lesen des Buches zu einem Erlebnis macht.
  17. Cover des Buches Tödliche Sonate: Ein Fall für Commissario Di Bernardo (ISBN: B07J2N98GL)
    Natasha Korsakova

    Tödliche Sonate: Ein Fall für Commissario Di Bernardo

    (16)
    Aktuelle Rezension von: MaxundMaggie

    Das Cover des Hörbuchs gefällt mir sehr gut und ist absolut stimmig mit dem Inhalt.

    Gelesen wird von drei Sprechern, die alle gute Arbeit machen, wobei mir der Commissario-Sprecher am meisten im Gehörgang schmeichelte.

    Aus den drei Erzählern lässt sich schließen, dass es hier drei Stränge gab.

    Ich hätte mir im Booklet eine Personenaufstellung gewünscht, rein vom hören her ist es super komplex und ich hatte arge Schwierigkeiten mir alle Namen einzuprägen.

    Auch den Strang rund um die Geigenzwillinge musste ich mir in einer Legende festhalten,sonst hätte ich den Anschluss verloren.

    Der Fall beginnt spannend, hält aber nicht immer konstant den hohen Bogen, so das ab und an etwas Leerlauf entsteht. Vom Ende war ich ein kleines bisschen enttäuscht, denn der Mörderstrang versprach einen aufregenderen Meuchler. 

    Ich kenne bereits Band 2, der mir stärker in Erinnerung blieb. Vielleicht hätte ich mich nicht ganz so schwer getan, wenn ich statt des Hörbuches das Buch gelesen hätte.

    Ein solider Krimi mit Stärken und ein paar Schwächen.

  18. Cover des Buches Große Geiger unserer Zeit (ISBN: 9783254001719)
  19. Cover des Buches Im Aufstand (ISBN: 9783942258081)
    Michael Meinert

    Im Aufstand

    (19)
    Aktuelle Rezension von: nicole8684
    Schlesien im Jahre 1905. Franziska von Wedell und ihre Freundin Julie von Götzen müssen mehr oder weniger freiwillig ihr Internat verlassen, zu aufmüpfig war ihr Verhalten. Franziska - Komtess von Wedell - entflieht dem frommen, streng gläubigen Elternhaus. Zu allem Überfluss verbietet der Vater ihr die erträumte medizinische Ausbildung. Zu sehr fürchtet er die Reaktionen der Standesgenossen und überhaupt ist dies nicht mit seinen strengen Glaubensregeln zu vereinbaren. Die Waise Julie möchte der gefühlskalten Großmutter entfliehen, die sich leider überhaupt nicht für sie interessiert. Gemeinsam wollen sie nach Deutsch-Ostafrika reisen, um dort sich dort ein Leben aufzubauen. Genauer gesagt beim Onkel von Julie, den dortigen Gouverneur der Kolonie. Dieser ist nicht sonderlich erfreut darüber und nur mit Wagemut, Sturheit und Erfindergeist finden die beiden Mittel und Wege in Afrika zu bleiben. Während ihrer Reise treffen die zwei auf so manches Hindernis, beginnend bei der Abreise bis hin Maji-Maji-Aufstand. „Im Aufstand“ trifft somit in mehrerlei Hinsicht auf die Geschichte zu.

    Der oben beschriebene Band ist bereits der vierte Teil der „Hochwald-Saga“, doch kann er durchaus ohne Vorkenntnisse gelesen werden, da er in sich abgeschlossen ist.

    Ich habe mich recht schnell in die Handlung hinein gefunden. Auch für einen Nichtkenner der Saga sind Orte und Personen so gut beschrieben, dass man sich alles genau vorstellen kann und gut in die Geschichte rein kommt. Allerdings muss man sich darauf einstellen, dass es nicht mal schnell durch lesen kann. Mit über 600 Seiten ist der Wälzer eher umfangreich.

    Der Schreibstil von Michael Meiner ist besonders hervorzuheben. Flüssig, abwechslungsreich, detailliert sowie auch bildhaft und einfühlsam mit einer überaus guten Grammatik. Die Dialoge sind gut gestaltet, sprachlich zeitgemäß angepasst und gekonnt bringt der die verschiedenen Sichtweisen in unterschiedlichen Erzählsträngen zusammen. Detailreich werden die Orte und Szenen beschrieben, man kann sich das alles sehr genau vorstellen. Auch der Spannungsbogen ist dem Autor gut gelungen. Er zieht sich wirklich durch den kompletten Wälzer und ist selten vorhersehbar. Man fühlt mit den Charakteren mit, leidet mit ihnen und fiebert mit ihnen mit. Gelegentlich war es mir etwas zu viel Dramatik.

    Der Autor hat ein durchweg tiefgründiges Werk geschaffen, christliche Werte haben einen sehr hohen Stellenwert eingenommen. Die Charaktere verkörpern die Glaubensthemen sehr überzeugend und tiefgründig. Aber auch die eher nicht gläubigen Leser finden sich in den doch alltäglichen Problemthemen wieder. Konflikte zwischen Eltern und Kindern sowie den Generationen allgemein, Freundschaft, Vergebung und Einsicht sind nur eine der Blickwinkel. Egal aus welcher Perspektive der Leser die Geschichte betrachtet, definitiv schafft es der Autor zum Nachdenken anzuregen.

    Die Charaktere in diesem Buch hat der Autor wirklich gut gestaltet, sehr realistisch, detailliert und haben sich gut ergänzt. Man kann eigentlich immer gut nachvollziehen, warum ein Charakter so handelt, wie er handelt. Es war schön zu lesen, dass allen genügend Platz für deren Entwicklung gegeben wurde, man konnte diese wirklich gut miterleben.

    Man merkt, dass der Autor für sein Werk sehr viel recherchiert hat.
    Durch sein Vorwort ermöglicht der Autor seinen Lesern einen gelungen Einstieg in die Komplexe Geschichte, sodass man den Ereignissen rund um Franziska und ihrer Freundin leicht folgen kann.

    Auch zum Schluss findet der Autor nochmals Platz, um ein wenig auf die historischen Fakten einzugehen und diese von seiner Fiktion anzugrenzen. Zusätzlich findet man etliche Extras wie eine Auflistung der militärischen Grade, eine Übersetzung der genutzten Suaheli-Wörter sowie einer Karte.

    Dieses Buch ist durchaus empfehlenswert, auch wenn es mich persönlich nicht reizt, den Rest der Saga zu lesen.
  20. Cover des Buches Rebekkas Melodie (ISBN: 9783868276619)
    Tamera Alexander

    Rebekkas Melodie

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Neling

     Rebekka eine junge Musikerin hat einen für ihre Zeit unmöglichen Traum. Sie möchte als Geigerin in einem Orchester auftreten. Doch das ist 1871 in Nashville / Amerika noch nicht möglich.....

    Der Francke Verlag steht für gute christliche Romane und hat mit Rebekkas Melodie ein Buch verlegt, welches berührt und sehr gut unterhält. Das war mein zweites Buch der Autorin und es gefiel mir sehr gut. Ich erfuhr erst hinterher dass Rebekkas Melodie der 3. Teil einer Serie ist. Aber die Bücher sind in sich abgeschlossen, jeweils steht eine andere Protagonistin im Vordergrund.   Rebekka war mir nicht gleichermaßen sympathisch, machte aber im Laufe des Romans eine positive Entwicklung durch. Besser gefiel mir der junge Maestro "Tate".Auch die Handlung nimmt in der zweiten Hälfte an Fahrt auf, wird richtig spannend. Grade der Abschnitt bei Tates Eltern in den Bergen gefiel mir ganz besonders und sprach mich sehr an. Da kommt auch die christliche Botschaft klar durch.Das gefiel mir gut, ebenso wie der histrische Hintergrund.  Aber auch wer es gern ein wenig  romantisch hat, kommt bei Rebekkas Melodie auf seine Kosten. So empfehle ich das Buch gern weiter und vergebe 5 von 5 Sternen. 

  21. Cover des Buches All the Things I Desire about You (ISBN: 9782496718072)
    Amelia Cadan

    All the Things I Desire about You

    (8)
    Aktuelle Rezension von: yezz

    Da ich Dawns und Landens Geschichte schon geliebt habe, wie eigentlich alle Bücher dieser Autorin, musste ich natürlich auch zu diesem Buch greifen. Ich mag es auch total, wenn man im ersten Band schon die ein oder andere Szene des "nächsten" Charakters hat und wenn man die "altbekannten" Gesichter auch in Band 2 wiedersieht. Beides ist in dieser Reihe der Fall.

    Mir hat gefallen, dass Eloise zwar ein sensibler und trotzdem unglaublich starker Charakter ist. Sie hat ihre Überzeugung und hört auf ihr Herz. Daher habe ich sie schnell lieb gewonnen. Cam hingegen mochte ich irgendwie schon in Band 1, daher habe ich mich auf ein Wiedersehen mit ihm sehr gefreut. Ich fand es schön, dass sein Charakter Tiefe bekommen hat. Seine Hintergründe empfand ich als sehr authentisch und sie waren gut in die Handlung eingewoben. Auch hier hatten wir wieder einen Bad Boy ohne Red Flag. Das liebe ich. Ein Bad Boy muss nicht gleich toxisch sein, wie die Autorin immer wieder eindrucksvoll beweist. Noch ein Grund, warum ich immer wieder zu ihren Büchern greife.

    Die Handlung an sich fand ich auch sehr schön und stimmig. Ja, es hätte mehr Drama, mehr Spannung usw. geben können. Aber ehrlich gesagt wäre das in meinen Augen nur konstruiert und zu viel gewesen. Denn die Geschichte der beiden ist nicht laut, auch wenn sie durchaus ihre Momente hat, in denen es richtig zur Sache geht. 

    Stellenweise habe ich mir gewünscht, dass das Buch dicker wäre, dass einige Szenen und Entscheidungen mehr Raum bekommen hätten. Wobei ich hier vermute, dass das Format auch eine Rolle spielt. Ich denke aber auch, dass das mehr Geschmackssache ist.

    Der Schreibstil war wieder sehr angenehm und war flüssig zu lesen. Das Cover gefällt mir recht gut, auch wenn es etwas generisch ist. Aber es erinnert mich irgendwie ein bisschen an das Cover ihrer ersten Reihe, von da gibt es hier auch einen kleinen Pluspunkt für Nostalgie.

  22. Cover des Buches Tödliche Sonate (ISBN: 9783453422674)
    Natasha Korsakova

    Tödliche Sonate

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Jeyspresso

    Mit „Tödliche Sonate“ hat die international konzertierende Violinsolistin Natasha Korsakova erfolgreich ihr Debüt als Krimiautorin gegeben. Unter Rückgriff auf einen tatsächlichen Mythos der Musikgeschichte schafft sie eine spannende und unterhaltsame Geschichte, die in zwei Erzählsträngen Historie und Gegenwart auf glaubwürdige Weise miteinander verbindet und doch zum Schluss das Geheimnis der Messias-Violine offen lässt.

    Vorab sei gesagt, dass ich den Krimi bereits drei Mal gelesen habe, was bereits einiges über meine Meinung dazu aussagt. Verbunden wird hier ein sorgfältig recherchierter Teil Musikgeschichte, der auf packende Weise für heutige (auch nicht-musikaffine) Leser*innen aufgearbeitet wird – gepaart mit einer raffinierten Krimigeschichte, viel italienischer Kultur und sehr liebevoll ausgearbeitete Figuren.

    Der Einstieg ins Buch fällt durch die detaillierte Beschreibung der Protagonist*innen, insbesondere Commissario Di Bernardo und Ispettore Del Pino, besonders leicht. Der Mordfall an der berühmt-berüchtigten Musikagentin Cornelia Giordano bildet die eigentliche Hauptebene der Erzählung, die jedoch durch zahlreiche Nebenhandlungen und Verstrickungen zum Miträtseln einlädt. Ist der Ausgang der Mordgeschichte (für geübte Krimifans) noch gewissermaßen vorhersehbar, sind insbesondere die parallel ablaufenden und vertiefenden Nebengeschichten bis zum Schluss für Überraschungen gut.

    Die einzigen Schwachstellen befinden sich meiner Meinung nach gerade in den Punkten, die das Buch sonst eigentlich besonders gut kann: Die Figuren werden so sorgfältig eingeführt, dass man dann an den Stellen ins Stutzen gerät, die sehr explizit auf Geschehnisse Bezug nehmen, die dann doch vor dem Buch stattgefunden haben müssen. So denkt man manchmal, man habe etwas überlesen oder es hätte schon einen Teil vor diesem Buch gegeben, den man nicht gelesen hat. Auch beim dritten Lesen habe ich an einer Stelle wieder bis nach vorn zurückgeblättert, weil ich dachte, ich hätte etwas übersehen (im Beziehungsgeflecht Di Bernardo – Giorgia – Campresi). Ebenso bleiben zum Schluss einige Fransen der Nebenstränge und einige (zeitliche) Unstimmigkeiten in der Narration offen. Ich hätte mir beispielsweise gewünscht, dass [Spoiler Alert] ein später stattfindender Mord mehr Aufmerksamkeit bekommt, der gewissermaßen am Rande liegen gelassen wird und sich dadurch psychologisch nicht wirklich erschließt. Über diese kleinen Stolperer kann man jedoch leicht hinwegsehen.

    Der Autorin gelingt es insgesamt, mit ihrem Krimi einen tatsächlichen Mythos der Musikwelt aufzugreifen und für ihre Geschichte zu nutzen, ohne jedoch am Ende vorzugeben, die Wahrheit darüber zu kennen. So haben die Leser*innen zum Schluss eine Menge über Stradivari, Vuillaume und Co. gelernt, müssen jedoch für sich selbst entscheiden, ob sie an den Messias-Mythos glauben oder nicht. Die Figuren wachsen einem sehr schnell ans Herz und sorgen nicht selten für das ein oder andere Schmunzeln während der Lektüre. Man möchte sofort zum nächsten Di Bernardo greifen – wie gut, dass es den schon gibt!

  23. Cover des Buches FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels (ISBN: 9781520539195)
    Uta Ruscher

    FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels

    (13)
    Aktuelle Rezension von: LuiseLotte
    Fiorenza hat einen denkbar ungünstigen Start ins Leben! Als Findelkind wird sie in das Ospedale della Pietà im Venedig des Jahres 1747 eingeliefert, erstversorgt, entlaust, gebrandmarkt, um dann in eine Familie gegeben zu werden, die sich mehr schlecht als recht um sie kümmert. Ein Leben in Elend scheint vorprogrammiert - wenn da nicht ein Priester gewesen wäre, der Fiorenzas außergewöhnliche Musikalität entdeckt und sie zurück ins Ospedale nach Venedig gebracht hätte! Dort, im Waisenhaus, einer in Italien enmaligen Institution für elternlose Mädchen mit musikalischem Talent, soll ihre eigene und eigentümliche Begabung gefördert werden. Dies ist der Beginn eines denkwürdigen Aufstiegs vom Findelkind, das niemand wollte oder gar liebte, bis hin zur im Europa der damaligen Zeit gefeierten Geigerin. Doch ist der Weg dorthin mit Steinen, mancherlei Rückschlägen und persönlichen Tragödien gepflastert...
    Ein Roman, der seinesgleichen sucht entfaltet sich vor dem staunenden Leser! Nie zuvor habe ich etwas ähnliches gelesen!
    Aus jeder Zeile spricht Musik, sprechen Rhythmen, Cadenzen, Takte, Noten, Melodien, sprechen Besessenheit und Leidenschaft.
    Die Sprache wird zur Musik, der man entweder versonnen lauscht oder die noch öfter heftig berührt und erschüttert, und die lange nachklingt.
    Wer ist sie, diese Fiorenza, das Blümchen, um nur eine der Bedeutungen des klangvollen Namens herauszustellen? Ein passender Name für das unglückliche, verschlossene Kind, das sich erst allmählich zur vollen Blüte entfaltet, das es trotz mannigfaltiger Widerstände und Niederlagen als auch ihrer eigenen sperrigen Persönlichkeit schafft, der Misere ihrer Kindheit zu entfliehen.
    Dabei stehen ihre ebenso unvergessliche Personen prägend zur Seite, allen voran die Maestra der Pietà, Anna Maria, eine Frau mit der gleichen Leidenschaft für Musik, wie sie Fiorenza eigen ist. Eine Frau auch, die lange schon ein Geheimnis hütet, das sie spät, sehr spät, ihrer geliebten Schülerin schmerzvoll enthüllt.
    Ja, Anna Maria ist gewiss die zweite Protagonistin des Romans, der wie eine Partitur daherkommt, bereit, sie hinauf und hinunter zu spielen!
    Anna Maria ist es auch, die den Leser in vergangene große Tage der Lagunenstadt Venedig entführt, in denen "Il Prete Rosso", der "rote Priester", Violinvirtuose und Komponist Antonio Vivaldi, lebte und seine unvergessliche Musik erschuf. Schicksalhafte Bande verknüpfen ihn mit Anna Maria.
    So ist dieser wundersame Roman, dieses feine Gewebe aus Musik, auch in einen historischen Kontext eingebettet und der Leser taucht unversehens in ein Venedig ein, dessen harte Realität wenig zu tun hat mit dem Venedig von heute, mit Urlaubsseligkeit und Gondelfahrten bei Mondlicht unter der Seufzerbrücke. Ein Venedig aber, das dennoch verzaubert ob seiner großartigen musikalischen, architektonischen, künstlerischen Vergangenheit. Und das gleichzeitig abstößt durch Korruption, Machtmissbrauch und Misswirtschaft der Dogen, die die einst reiche und bedeutende "Serenissima" zugrunde richteten...
    Der Autorin Uta Ruscher ist mit ihrer "Fiorenza" ein einmalig schöner und zarter, in jeder Hinsicht bemerkenswerter und hoch anrührender Roman gelungen, der selbst diejenigen, die wenig musikalisch sind und nur schwer den einen vom anderen Ton unterscheiden können, zum Klingen und Vibrieren bringt. Ein Grund mehr, ihn ohne Einschränkungen weiterzuempfehlen!
  24. Cover des Buches Eine Studie in Scharlachrot (Die Sherlock Holmes-Monographien - Hörspiel 1) (ISBN: B074TL9CB3)
    Arthur Conan Doyle

    Eine Studie in Scharlachrot (Die Sherlock Holmes-Monographien - Hörspiel 1)

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Archer

    Erst vor kurzem ist Doktor Watson aus Afghanistan zurückgekommen, wo er als Militärarzt gedient hat. Außer einer Schulterverletzung und mangelnden finanziellen Mitteln hat er nichts mitgebracht, sodass er jetzt im teuren London nach jemandem sucht, mit dem er zusammenziehen und sich eine Wohnung teilen kann. Ein Bekannter bringt ihn mit einem Gentleman namens Sherlock Holmes zusammen - ein seltsamer Mann mit vielen Interessen, der sich selbst als beratenden Detektiv bezeichnet. Eines Tages wird er von Scotland Yard um Hilfe bei einem Mord gerufen und zum ersten Mal kann Watson seinen neuen Freund in Action erleben. 

    Zugegeben, das ist nicht Conan Doyles bestes Werk, aber man sollte es trotzdem kennen, weil es ein schönes Licht auf den Beginn einer wunderbaren Freundschaft wirft. Die Sprecher machten einen guten Job, auch wenn der Watson eindeutig zu alt klang. Man muss bedenken, dass die beiden Männer zu dem Zeitpunkt noch keine dreißig waren und so gut er agierte, hört sich der Watson hier eindeutig nach einem Mann in den Fünfzigern oder älter an. Ein bisschen anstrengend sind auch die zu langen Musiksequenzen zwischen den einzelnen Szenen und mir gefiel nicht, wie das Wort "Rache" umgesetzt wurde, das eine große Rolle spielt. Insgesamt gesehen ist es jedoch ein schönes Hörspiel mit entschleunigender Wirkung. 

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