Bücher mit dem Tag "virginia woolf"
21 Bücher
- Virginia Woolf
Mrs. Dalloway
(282)Aktuelle Rezension von: bookswithjacki3,5 Sterne. Ich habe mich etwas gequält. Das Buch bringt das rhetorische Mittel des Bewusstseinsstroms auf jeden fall auf ein anderes Level. Man konnte quasi nicht nur "ein paar Seiten" lesen, denn man war mitten drin im Geschehen und es war schwer, gedanklich einen Schlussstrich zu ziehen. Wie hier mit Sprache und Rhetorik gearbeitet wird hat mir sehr gut gefallen, auch wenn die Handlung selbst etwas.. langweilig bleibt. Trotzdem ist es eine Art gesellschaftliches Panorama, dass uns zeigt, wie verschiedene Schichten der Gesellschaft mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben - egal ob "High Society" oder untere Schicht. Es zeigt aber eben auch, wie weltfremd man einander ist, obwohl man doch buchstäblich nebeneinanderher lebt. Also, interessantes Buch, aber m.M.n. nicht ohne Anschlusslektüre über Hintergrund o.Ä. Ich bleibe dann doch eher bei "Ein Zimmer für sich allein". :)
- Stefan Bollmann
Frauen und Bücher
(82)Aktuelle Rezension von: UlenfluchtFrauen lesen etwas anderes als Männer. Pi mal Daumen kann dem jeder zustimmen, der mal eine Buchhandlung besucht hat. Dass Frauen aber auch anders lesen, ist jedoch der Mehrheit nicht klar gewesen. An dieser Stelle setzt das Buch an. Es ist eine Kulturgeschichte des weiblichen Lesens und dabei nicht nur leicht zu lesen, sondern anschaulich, erhellend und äußerst vergnüglich.
Der Autor führt den Leser/die Leserin (es ist zu hoffen, dass dieses Buch auch Männer lesen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, Frauen zu verstehen) durch fast 300 Jahre Geschichte und greift dabei die großen Errungenschaften und Werke heraus, die seines Erachtens weibliches Lesen geprägt haben. Ein Anspruch auf Vollständigkeit kann nicht bestehen. Wir erfahren vom Aufstieg des Romans, der vermeintlichen weiblichsten aller Textarten, und bekommen den Weg von der Leserin (18. Jhr) zur Schriftstellerin (Jane Austen) und schließlich zur Literatin (Susan Sonntag) und Verlegerin (Sylvia Beach) vor Augen geführt.
Die große Stärke des Buchs ist es, die Geschichten der Akteurinnen selber sprechen zu lassen. Durch deren Leben scheint die Bedeutung des Lesens durch und ermöglicht Identifikation. Gleichzeitig wird das Neue herausgestellt und mit großer Eloquenz seitens des Autors eingeordnet. Einige, wenige Schwachstellen zeigen sich dort, wo eben jene Geschichten ein wenig lang sind, wie jene Klopstocks, und dort, wo sie nur angedeutet sind, wie die von Marilyn Monroe. Hier wünscht man sich mehr Augenmaß.
Dieses Buch ist trotzdem ein unverzichtbares Muss für Leser, Leserinnen, Kulturinteressierte, Historiker, Literaturwissenschaftler, Leseratten… also für alle.
- Hermione Lee
Virginia Woolf
(11)Aktuelle Rezension von: SokratesDie mit Abstand beste Biographie über die englische Schriftstellerin und Feministin Virginia Woolf. Hermione Lee gelingt in sprachlicher Hinsicht eine runde Sache. Gespickt mit unzähligen Zitaten und Briefauszügen schafft die Biographie einen umfangreichen Überblick über das Leben und das Werk von Virginia Woolf. Daneben finden sich alle Persönlichkeiten des Bloomsbury Kreises wieder. Für Fans der Virginia Woolf ein Muss zu Lesen! - Virginia Woolf
Orlando
(109)Aktuelle Rezension von: claudiaZFür mich war es ein absolut gelungener Einstieg in das Werk von Virginia Woolf. Augenscheinlich geht es um das Leben einer einzelnen Person. Jedoch umfasst die Zeitspanne der Handlung mehrere hundert Jahre. Die Idee, gesellschaftliche Veränderungen über so einen langen Zeitraum mit einem einzigen Lebenslauf zu verbinden, finde ich außergewöhnlich.
- Pola Polanski
Ich bin Virginia Woolf
(4)Aktuelle Rezension von: sabatayn76‚Die Worte hingen herum wie zerrissenes Papier und wollten sich nicht zu Sätzen formen lassen.‘ (Seite 16)
Inka Ziemer ist seit zehn Jahren für die Fächer Germanistik und Philosophie eingeschrieben, langweilt sich in den Vorlesungen jedoch fast zu Tode und verbringt ihre Tage und Nächte mit Alkohol, Cannabis und Virginia Woolfs Büchern.
Immer wieder versucht sie zu schreiben, denn sie ist davon überzeugt, die Reinkarnation der berühmten Schriftstellerin zu sein, sieht überall Parallelen. Doch sie schafft es nicht, die vielen Worte, die sie im Kopf hat, auf Papier zu bringen. Immer wieder reißen die Gedanken ab oder sie wird von äußeren Reizen abgelenkt.
Um die Schreibblockade los zu werden, beginnt sie schließlich eine Therapie.
Ich habe eine große Leidenschaft für die Schizophrenie, habe sehr viel darüber gelesen und bin immer auf der Suche nach neuer Lektüre zum Thema.
Hier ist der Funke leider nicht recht übergesprungen, auch wenn sich die Geschichte zu Beginn sehr interessant entwickelte und mich sehr neugierig auf den Roman gemacht hat.
Auf den ersten Seiten hatte ich durchaus das Gefühl, dass die Autorin sehr gelungene Einblicke in die Schizophrenie ermöglicht. So werden Symptome wie Wahn, Halluzinationen und formale Denkstörungen beschrieben, und die Protagonistin mutete tatsächlich wie eine Person mit Schizophrenie an.
Später empfand ich das nicht mehr so, ich habe dann emotional überhaupt nicht mehr mitgeschwungen, obwohl mir das bei Schilderungen über Schizophrenie immer sehr gut gelingt, und ich habe die Protagonistin nicht als an Schizophrenie erkrankt empfunden.
Auch den Schreibstil fand ich im Verlauf weniger ansprechend, oft zu hölzern, aber vor allem wenig stimmungsvoll, eher erklärend als erzählend. - Michael Kumpfmüller
Ach, Virginia
(30)Aktuelle Rezension von: Schmuck_GuggerinGleichsam einem dritten Anwesenden werden die letzten Tage einer ganz enormen Frau von Michael Kumpfmüller mit so einfühlsamen und dennoch intensiven Worten, wie nur er es kann, in diesem Buch beschrieben.
Mit seiner sehr besonderen Fähigkeit, sich in die Situation der Protagonistin zu versetzen, können wir Lesenden all die Empfindungen miterleben, die Virginia in ihren letzten Tagen hatte. Als sie am 28. März 1941 ihre Entscheidung trifft, sich das Leben zu nehmen, hat sie längst das Unerträgliche ertragen und für sich eine Lösung gefunden.
Bis zu ihrem Entschluss können wir teilnehmen an ihren Begegnungen mit Erscheinungen aus ihrem Leben, die sie noch immer zu steuern scheinen.
Ich habe dieses Buch einer sehr intensiven Beschreibung der letzten Tage einer geschätzten Schriftstellerin mit großem Respekt gelesen und werde es gerne weiterempfehlen.
- Stefanie H. Martin
Die Liebenden von Bloomsbury – Vanessa und die Kunst des Lebens
(38)Aktuelle Rezension von: BibliokateAuch im zweiten Teil der Bloomsbury Reihe, der sich Vanessa als Titelheldin widmet hat Stefanie H. Martin es wieder sehr gut geschafft den Zeitgeist und die Stimmungen der Zeit einzufangen.
Wir lernen hier Virginias Schwester Vanessa kennen die sich in einen Kritiker verliebt. Zeitgleich entdeckt sie ihre Sehnsucht nach dem künstlerischen Schaffen. Virginia kämpft unterdessen immer wieder mit ihrer psychischen Verfassung, was sie allerdings, nach längerem abwegen und zaudern, nicht davon abhält eine Beziehung zu Leonard Woolf zu beginnen.
Als es jedoch immer wieder zu Spannungen zwischen den Eheleuten kommt, da Virginia es vermeidet über die Übergriffe auf sie durch ihren Bruder zu sprechen, immer wieder zu Spannungen.
Virginia und Vanessa sind immer wieder hin und her gerissen zwischen gesellschaftlichen Erwartungen die sie scheinbar versuchen zu erdrücken und dem Leben das sie als freie Frauen und Künstlerinnen führen wollen.
Dieser Roman hat mir wie schon der erste Teil sehr gut gefallen. Er war sowohl unterhaltsam als auch lehrreich und interessant und bietet sowohl einen Einblick in den Zeitgeist als auch in die Kunstwelt dieser Zeit.
- Rindert Kromhout
Brüder für immer
(36)Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerinQuentin und Julian Bell sind die beiden Söhne der Malerin Vanessa Bell und des Journalisten Clive Bell, beide Angehörige der Bloomsbury Group. Vanessa und Clive sind getrennt, Vanessa lebt mit dem homosexuellen Künstler Duncan Grant zusammen auf dem Landsitz Charleston House, zwei Stunden von London entfernt, wo auch Quentin und Julian aufwachsen.
Quentin und der drei Jahre ältere Julian sind mehr als Brüder - sie sind beste Freunde, die eine unbeschwerte Kindheit inmitten der Künstlerfamilie, zu der auch Vanessas Schwester, die Schriftstellerin Virginia Woolf zählt, verleben.
Als Julian zufällig von einem Familiengeheimnis erfährt, ist er verletzt und erzürnt darüber, dass ihre Eltern so wenig Vertrauen zu ihren Kindern haben und ihnen die Wahrheit über die jüngere Schwester Angelica verschweigen wollten.
Julian nabelt sich zunehmend ab und schließt sich unter dem negativen Eindruck von Italien unter Benito Mussolini und Deutschland unter Adolf Hitler den Kommunisten als Bollwerk gegen die Faschisten an und beteiligt sich am Spanischen Bürgerkrieg.
Das Buch beruht auf realen Ereignissen und Personen und ist aus der Ich-Perspektive von Quentin erzählt, der wie seine Tante, die er sich zum Vorbild nimmt, von Kleinauf Schriftsteller werden möchte. In Form eines Romans beschreibt er seine Kindheit und Jugend ab 1925 in Charleston, die er herrlich frei und ungebunden im Intellektuellen- und Künstlerkreis der Bloomsbury Group erlebt, bis es 1937 zu einem tragischen Ereignis kommt, das die gesamte Familie erschüttert.
"Brüder für immer" ist ein Jugendbuch, das den Leser sehr eindrucksvoll nach England in den 1920er-Jahren versetzt und die ungewöhnliche Familienkonstellation der offenherzigen Freigeister lebendig darstellt. Die Familie führt ein unkonventionelles Leben, was in der ländlichen Idylle argwöhnisch betrachtet wird, aber die Kinder fühlen sich in der Neudeutsch zu bezeichnenden Patchwork-Familie geborgen und als Individuen, die vieles ausprobieren dürfen, ernst genommen.
Neben der berühmten Künstlerfamilie gibt der Autor einen Einblick in die politischen Verhältnisse in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen in Europa, die vor allem den Journalisten Clive Bell und seinen Sohn Julian bewegen, der nicht nur über die gefährlichen Machtverhältnisse palavern, sondern sich aktiv für Freiheit und Gleichheit engagieren möchte.
Das Zusammenleben in der einzigartigen Familie wird vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse sehr empathisch und gerade zu Beginn aus kindlich-naiver Sicht geschildert, die unweigerlich über die "Lausbuben" schmunzeln lässt. Mit den Jahren und der Entwicklung von Quentin wird die Erzählung zunehmend kritischer und wehmütiger.
Kunst und Politik sowie Familie und Freundschaft, Freiheit und Kreativität sind die zentralen Themen, die Rindert Kromhout tiefgründig in eine Familiengeschichte einbettet. Der Roman zeigt, wie vergänglich das Glück sein kann und regt an, Dinge stets kritisch zu hinterfragen, Gegebenheiten nicht einfach so hinzunehmen und aus Bequemlichkeit mit der Masse zu schwimmen. Es ist ein klares Bekenntnis zu Vielfalt, Toleranz und Frieden.
Mit "Anders als wir" setzte Rindert Kromhout die Geschichte in Charleston im Jahr 1941 fort.
- Katja Kulin
Geliebte Orlando
(11)Aktuelle Rezension von: Nicolai_LevinHier geht es um die Schriftstellerin Virginia Woolf und ihre Liebe und die Beziehung zu Vita Sackville-West. Die beiden Frauen lernten sich 1922 kennen, da war Virginia vierzig und Vita zehn Jahre jünger, sie begannen eine Freundschaft und eine Affäre - soweit man von Affäre reden kann, wenn beide Ehemänner wohl unterrichtet waren und keine Einwände hatten. Virginias Beziehung zu ihrem Mann Leonard war anfangs sexuell, später platonisch, Kinder kamen keine. Auf Basis von reichem Quellenmaterial aus Briefen und Tagebüchern rekonstruiert Katja Kulin die Beziehung der beiden Frauen bis zu Virginias Tod 1941.
Virginia Woolf hatte 1922 schon erste Erfolge mit ihren Büchern. Die berühmtesten aber schrieb sie, während sie Vita kannte (und auf die eine oder andere Art liebte).
Biografische Romane nehmen die Fakten über die Personen und ihre Lebensläufe und führen sie szenisch aus bzw. füllen die Lücken, die das Quellenmaterial lässt, mit eigener Imaginaition, um ein Porträt der Figur zu zeichnen, das die Kunst durch ihre Freiheit treffender wiedergibt, als es die spröde Wissenschaft vermag. Katja Kulin gelingt das atmosphärisch außerordentlich gut, man fühlt nie, wann und wo sie von belegten Fakten oder Themen zu ausgedachten hinübergleitet; es gelingt ihr also, so glatt in ihre Personen hineinzurutschen, dass man als Leser gar nicht merkt, ob man originale Virginia oder Vita liest oder das, was sich Katja über sie ausgemalt hat.
Gestört hat mich an „Geliebte Orlando“ die Behandlung von Virginia Woolfs psychischen Problemen. Wir erleben Virginia in dem Buch beinahe immer luzide und stabil. Ihre Nervenzusammenbrüche werden nur als quasi unvermeidliche, von außen kommende Episoden eingestreut, ärgerlich wie ein Sommergewitter, das einem den Tag am Meer ruiniert. Dass sie wochenlang das Bett hüten muss, bremst ihre Produktivität und wenn Leonard ihr in Sorge vor weiteren Anfällen Ruhe und Rückzug verordnet, wirkt es hier eher wie die Übervorsicht des Helikoptergatten.
Wie dem auch sei: Das Buch habe ich gerne gelesen. Es ist eine schöne, runde, kluge Liebesgeschichte; das Rätsel Virginia Woolf, die mir in so vielen Dingen gänzlich fremd bleibt, hat es mir nicht gelöst.
ausführlicher Lesebericht unter https://nicolailevin.wordpress.com/2025/11/09/die-liebe-einer-ratselhaften-frau-virginia-woolf-und-ihr-orlando/
- Virginia Woolf
Ein eigenes Zimmer
(60)Aktuelle Rezension von: downey_jr„Eine Frau muss Geld und ein eigenes Zimmer haben, um schreiben zu können“ – dieses Zitat haben wohl viele schön gehört. Der Essay „Ein eigenes Zimmer“ von Virginia Woolf gehört meiner Meinung nach zu DEN Büchern der feministischen Literatur und auch zu den „Klassikern“, man das man unbedingt gelesen haben muss.
Genial finde ich bei dieser Ausgabe auch das großartige Buch von Margarete Stokowski, deren Bücher ich ebenfalls sehr schätze und mag.
Ich habe die 240 Seiten sehr genossen und konnte viel für mich mitnehmen. Das Buch ist auch heute immer noch aktuell und ich kann es allen Menschen, die kluge Worte einer beeindruckenden Persönlichkeit wertschätzen, nur ans Herz legen!
- Norbert Hummelt
1922
(5)Aktuelle Rezension von: YukBookDieses Buch hat mich an eines von Florian Illies erinnert. Diesmal wird jedoch nicht das Jahr 1913, sondern 1922 porträtiert. Der Untertitel macht neugierig. Warum ist es für Norbert Hummelt ein „Wunderjahr der Worte“?
Die Frage beantwortet er uns in zahlreichen Geschichten und Anekdoten, die vor allem um die Entstehung der zwei Werke „Ulysses“ von James Joyce und „The Waste Land" von T.S. Eliot kreisen, aber auch um den Schaffensrausch und Schaffenskrisen weiterer Literaten wie Rainer Maria Rilke, Virginia Woolf, Ezra Pound oder Katherine Mansfield.
Die Lektüre ist sehr kontrastreich: Alltagsrituale, körperliche Leiden, zufällige Begegnungen und Rivalitäten zwischen den Schriftstellern wechseln sich ab mit einschneidenden politischen, kulturellen und wissenschaftlichen Schlaglichtern. Eine ungewöhnliche Teemischung, die sich Rilke aufgießt, findet ebenso Erwähnung wie eine Vortragsreihe von Albert Einstein im Fernen Osten.
Bei den vielen Sprüngen und Ortswechseln kann einem schon ein wenig schwindlig werden. Zum Glück lockert Norbert Hummelt mit seinem Humor und Plauderton die Informationsfülle auf und machte mir begreiflich, warum 1922 ein Schlüsseljahr der modernen Literatur war.
- E.J. Keys
The Score of our Life: ein Liebesroman
(4)Aktuelle Rezension von: Manja82Kurzbeschreibung
Zwei Welten, eine Melodie, die alles verändert. Ein leiser, intensiver Roman über Liebe, Identität – und den Mut, sein wahres Ich zu zeigen und gehört zu werden.
Die introvertierte Archivarin Eloise führt in Londons British Library ein stilles Leben zwischen vergilbten Seiten und den Geschichten, die sie so liebt. Sie versteckt sich am liebsten in den Welten von Virginia Woolf und flieht aus der Realität, wo sie nur kann. Als sie der charismatischen, aber distanzierten Anneli begegnet, beginnt etwas in ihr zu klingen, dass sie längst vergessen glaubte.
Was Eloise nicht weiß: Anneli steht als Frontfrau »Raven« mit der weltberühmten Metalband Ravens Reign im Rampenlicht und auf den großen Bühnen der Welt. Ihr Leben ist ein ständiger Kraftakt zwischen Selbstinszenierung und Selbstschutz – und das letzte, was sie riskieren darf, ist zu viel Nähe. Eine Beziehung, gar Liebe, ist unvorstellbar, denn sie ist überzeugt davon, dass niemand die Frau hinter »Raven« sehen kann.
Doch was passiert, wenn die Wahrheit lauter ist als die Angst? Und können zwei so unterschiedliche Herzen wirklich zueinanderfinden, wenn sie drohen, die jeweils andere Welt zum Einsturz zu bringen?
(Quelle: Ylva Verlag)Meine Meinung
Mir war die Autorin E. J. Keys noch vollkommen unbekannt. Nun aber stand mit „The Score of our Life“ ihr Debüt auf meiner Leseliste und ich war wirklich gespannt darauf.
Das Cover hat mir sehr gut gefallen und der Klappentext hat mich echt neugierig auf die Geschichte gemacht. Also habe ich mir so auch das eBook flott auf meinen Reader geladen und dann ging es auch schon los mit dem Lesen.Ihre Charaktere hat die Autorin doch sehr gut gezeichnet und dann auch entsprechend hier ins Geschehen integriert. So konnte ich sie mir sehr gut vorstellen und auch von den Handlungen her war es gut nachzuempfinden.
So habe ich hier Eloise kennengelernt, die mir so sehr gut gefallen hat. Sie ist Archivarin und ich mochte sie gerne. Bisher lebte sie eher zurückgezogen, lebt quasi für die Bücher und ihre Arbeit. Und sie schreibt ebenfalls selbst, das ist ihr Ventil in dem sie sich verlieren kann. Mir gefiel es sehr wie Eloise hier beschrieben ist, ihre Art hat etwas an sich das mit einfach gefallen hat.
Dann ist da noch Raven, die Frontfrau der Band Raven Rigns. Sie ist ziemlich extrovertiert und auf der Bühne gibt sie alles. Raven ist aber nicht ihr richtiger Name, privat ist sie Annelis. Da ist sie eher zurückhaltend und einsam. Und sie hinterfragt ihr bisheriges Leben. Neben der Bühne ist ihr Leben sehr still. Auch Annelis mochte ich echt gerne, sie hat ebenfalls etwas was mir richtig gefallen hat.Neben den Protagonisten gibt es noch Nebencharaktere, die sich ebenso sehr gut mit in die vorhandene Geschichte einfügen. Es ergibt sich eine sehr gelungene Mischung.
Der Schreibstil der Autorin ist total gut lesbar. Ich kam so locker und flüssig durch die Seiten hindurch und konnte dem Geschehen so dann auch total gut folgen.
Die Handlung selbst hat mich dann echt richtig für sich eingenommen und abgeholt. So wirklich hatte ich keine Ahnung was auf mich zukommt, was ich nun aber bekommen habe fand ich klasse. Es ist eine Geschichte voller Emotionen und Gefühle. Die Liebe spielt eine richtig große Rolle und alles ist total gut und stimmig gemacht. Die Autorin schafft es echt alles so zu erzählen das man als Leser keinerlei Fragen mehr hat.
Was ich sehr gut fand sind die Dinge, die von der Autorin hier angesprochen werden. So geht es um Selbstfindung und Selbstbestimmung. Dies wird richtig gut mit ins Geschehen eingearbeitet.Das Ende ist dann in meinen Augen sehr gut gelungen. Ich fand es passend zur erzählten Gesamtgeschichte gehalten, es macht alles total gut rund und entlässt den Leser dann auch zufrieden zurück in die Realität.
Fazit
Abschließend gesagt ist „The Score of our Life“ von E. J. Keys ein echt gelungener Debütroman der mich so dann auch echt richtig gut für sich einnehmen und unterhalten konnte.
Sehr gut gezeichnete interessante Charaktere, ein richtig gut zu lesender flüssiger Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als richtig emotional, abwechslungsreich und auch von den Themen her sehr gut durchdacht empfunden habe, haben mir einfach tolle Lesestunden beschert und mich so dann auch von sich überzeugt.
Wirklich zu empfehlen! - WOOLF VIRGINIA Klaus Reichert und Walter Boehlich
Mrs Dalloway ; Roman ; 9783596140022
(3)Noch keine Rezension vorhanden - Rindert Kromhout
Anders als wir
(4)Aktuelle Rezension von: HoppsiKlappentext
Angelica wächst in einer Welt voller Freiheit, Kunst und Kultur auf. Sie wird ermutigt, ihren eigenen Weg zu gehen, sich selbst zu behaupten. Doch in dem Moment, wo sie beginnt, Freundschaften mit Gleichaltrigen zu schließen, entdeckt sie eine ihr unbekannte „normale Welt“. Erst jetzt fällt ihr auf, welch ungewöhnliches Leben ihre Familie führt. Sie beginnt sich nach Normalität zu sehnen, denn zu viel Freiheit kann auch bedrückend sein.
Inhalt & Meinung
Der Titel „Anders als wir“ erweckt schon beim ersten Anblick den Eindruck dass es sich um ein Buch handeln wird was sich mit dem „anderssein“ auseinander setzt. Dies trifft auch zu, aber auf eine andere Art und Weise als vielleicht zunächst erwartet.
Rahmenhandlung des Romans bildet das Verschwinden von Virginia Woolf im Jahr 1941. Sie ist die Tante von Angelica, deren Geschichte in diesem Roman erzählt wird.
Wir lernen Angelica kennen. Ein Mädchen welches in Charleston, in völliger Freiheit aufwachsen kann. Ein Mädchen welches eine blühende Fantasie besitzt, die keine Grenzen kennt. Beim Lesen habe ich mich oft gefragt ob es denn viele Kinder heutzutage gibt die in solch einer Freiheit aufwachsen, in welcher sie sich frei von allen gesellschaftlichen Zwängen entwickeln können. Ich habe es genossen zu lesen wie Angelica, wie Alice im Wunderland mit den Blumen spricht. Durch die Bloomsbury-Group, hat sie eigentlich von Anfang an Kontakt zu Kunst, Literatur und Kultur. Für sie ist es normal bestimme Bücher zu kennen, als Model für Gemälde zu stehen, aber auch viel Zeit allein zu verbringen. Außerdem weiß sie auch schon in jungen Jahren das Liebe grenzenlos ist, egal zwischen wem und dass in den 1930er Jahren. Sie vergöttert ihre Tante Virginia die immer mit ihr spielt und sich mit ihr beschäftigt, sei es die beiden sind Hexen, fahren zusammen Shoppen nach London oder führen gemeinsam Theaterstücke auf. Von ihrer Mutter Vanessa fühlt sich Angelica oft vernachlässigt und nicht beachtet, daher unternimmt sie viel um die Gunst ihrer Mutter für sich zu gewinnen, doch dies ist kein leichtes Unterfangen. Als sie eines Tages ein anderes Mädchen kennenlernt und sich mit diesem anfreundet, fühlt sie sich zum ersten Mal anders. Ihre Freundin weiß nicht wer Alice im Wunderland ist, sie kennt Liebe zwischen Männern nicht und versteht nicht, warum Angelica mit ihr lieber Vater, Vater, Kind, als das übliche Mutter, Vater, Kind spielen möchte. Ihr wird auch bewusst, das andere Eltern sich um ihre Kinder sorgen, ihnen Grenzen setzten und es Strafen gibt, dass alles kennt sie von ihrer Familie nicht. Sie wünscht sich ein normales Leben und möchte auch eine Schule besuchen. Das darf sie dann früher oder später auch, aber auch dort merkt sie dass sie einfach anders ist. Da sie nie so richtig aufgeklärt wurde, wird ihr mit dem Älter werden der Kontakt mit manchen Jungs unangenehm, sie versteht nicht, warum sie auf eine gewisse Art und Weise angeschaut wird. Eines Tages lernt sie dann durch ihre Tante Nigel kennen und ihr „anderssein“ verbindet die beiden. Auch vor England macht der 2. Weltkrieg leider keinen Halt und auch die Stimmung in Charleston wird bedrückter. Dabei zeigt der Autor eindrücklich das Krieg nicht nur die Soldaten an der Front betrifft sondern, jeden Einzelnen, Krieg ist überall. Am Ende liest die Mutter ihren Kindern die Geschichte von ihr und Virginia vor, in der Hoffnung dass vieles für sie damit verständlicher wird.
Dieses Buch ist zwar ein Jugendbuch, ich finde aber viele Aspekte für Jugendliche schwer zu greifen und kann dieses Buch auch jedem Erwachsenen empfehlen.
- Caroline Zoob
Der Garten der Virginia Woolf
(4)Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzickInsgesamt 11 Jahre hat die Autorin des vorliegenden Buches Caroline Zoob zusammen mit ihrem Mann Jonathan in dem Haus und dem es umgebenden großen Garten gelebt, den sie hier in einer faszinierenden Weise beschreibt. Es ist das Anwesen, das Virginia und Leonard Woolf 1919 kauften und das sie für die Wochenende und die Ferien nutzten.
Caroline Zoob, die nach den Woolfs am zweitlängsten dieses Ahnwesen bewohnte, hat in der Zeit zwischen 2000 und 2011 sich um das Haus und den Garten gekümmert und es im Auftrag des National Trust, in dessen besitz es sich befindet, zweimal in der Woche interessierten Besuchern zugänglich gemacht.
Natürlich hat sie sich all die Jahre nicht nur mit der Literatur von Virginia Woolf vertraut gemacht, sondern sie ist auch zu einer Spezialistin für deren Leben geworden.
Und so ist das von der Fotografin Caroline Arber hervorragend ins Bild gesetzte Buch nicht nur eine reiche literaturgeschichtliche Quelle, sondern auch ein Buch über Gartenkunst und die einzigartige Inspirationsquelle, die dieses Anwesen für eine lange Zeit für das Leben und das Werk von Virginia Woolf gewesen ist.
Und so ist es sowohl für Gartenfreund als auch für Leser von Virginia Woolf ein schönes Geschenk.
- Virginia Woolf
Zum Leuchtturm
(6)Aktuelle Rezension von: vanessablnIch war sehr gespannt, wie man den Roman von Virginia Wolf als Hörspiel umsetzen würde. Eigentlich schien es mir fast unmöglich. Denn es geht darin ja nicht nur um die reine Handlung, sondern auch viel um Unterschwelliges, Unausgesprochenes. Umso überraschender war das Hörspiel nun und wirklich gut gemacht. Man sollte es wohl aber nicht am Abend hören, da es durch die ruhige Art durchaus einschläfernde Wirkung haben kann, ohne dass dies negativ gemeint ist.
- Virginia Woolf
Frauen und Literatur
(7)Aktuelle Rezension von: SokratesIch lese Virginia Woolf's Texte - ob nun Prosa oder Essay - sehr gerne. Ihre Sprache ist lebendig, originell, farbenfroh. So auch die in diesem Band versammelten Essays, die sich mit dem Thema der schreibenden Frau beschäftigen. Virginia Woolf versucht allgemein und exemplarisch anhand einzelner Lebensläufe das Phänomen der Schriftstellerin zu ergründen, warum Frauen erst so spät mit Schreiben begonnen haben, was hierfür gesellschaftlich und individuell erst für Voraussetzungen vorliegen mussten. Lesenswerte Lektüre für Zwischendurch, erhellend, die Kulturgeschichte der Frauen der letzten 150 Jahre beleuchtend und wunderbar geschrieben obendrein! - 8
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