Bücher mit dem Tag "vita sackville-west"

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21 Bücher

  1. Cover des Buches Orlando (ISBN: 9783458175384)
    Virginia Woolf

    Orlando

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    Ich habe keine Angst vor Virginia Woolf. Aber mit ihrem Namen verbinden sich ein paar kraftvolle Assoziationen. Wahrscheinlich lag es an meinen mangelnden Vorkenntnissen, meinen seltsamen Vorurteilen, dass mich „Orlando“ enttäuscht hat.

    Woolf erzählt die Geschichte des Landadligen Orlando im elisabethanischen England, der schwer in sich und die Natur verliebt ist, sich für die Frauen - vor allem die stürmische Sasha - interessiert und für die Literatur, ja sogar selbst poetische Ergüsse fabriziert; derer schämt er sich später, als ein bösartiger Kritiker sie zu Gesicht bekommt, weshalb Orlando alle vernichtet bis auf den ‚Eichenbaum‘. Erst von der Welt enttäuscht, dann wider ihr zugewandt sogar Gesandter am Hof in Istanbul wird. Die blutige Revolte in der Stadt verschläft Orlando in einem rätselhaften siebentägigen Schlaf, aus dem er als Frau erwacht. Orlando reist wieder heimwärts und erlebt einige Abenteuer - bei den Zigeunern und auf See -, in denen  die Ambivalenz schon aufscheint, dass Orlando nun in einem Frauenkörper steckt, aber ein Vorleben als Mann besitzt. Daheim angekommen, muss sie um vor Gericht ihr Erbe kämpfen, da sie für tot erklärt war und für einen Mann gehalten worden ist, es gelingt ihr aber, den Sitz ihrer Ahnen wieder zurückzuerhalten. Orlando sucht die Nähe von Literaten ihrer Zeit, spricht viel über Literatur und was sie bedeutet. Und immer wieder erprobt sie sich als Frau in einer Männerwelt oder als Frau gegenüber Frauen. Besonders intensiv erlebt sie die Beziehung mit ihrem späteren gatten, dem Kapitän Marmaduke Bonthrop Shelmerdine, in dem sie dessen weiblichen Seiten erkennt. Am Ende des Romans ist Orlando eine weitestgehend ungebundene, selbstbewusste Frau, die sie immer gewesen ist, die mit ihrem gereiften ‚Eichenbaum‘ immerhin zu den ernsthaften Literaturschaffenden gezählt wird und die - mit der Zeit gehend - die Fahrt mit ihrem Automobil schätzt.

    Und überhaupt: die Zeit. Der Roman spannt sich vom elisabethanischen England bis in das Jahr 1928, in dem „Orlando“ erschienen ist, ohne im wesentlichen das Älterwerden Orlandos zu thematisieren, Auch andere Figuren - etwa der Kritiker Greene - leben die Jahrhunderte, was weder erklärt noch hinterfragt wird. Die Jahre ist aufgehoben, es gilt nur ein Vorher und Nachher, denn Woolf benötigt die Jahrhunderte, um Orlando in ihnen die beiden großen Anliegen spiegeln zu lassen, um die es geht: um die Stellung der Frau (in der Gesellschaft und zu sich) und die Literatur.

    Wie Orlando als Frau denkt, sich vom Mannsein in das Frausein bewegt (und wieder zurück, zumindest gedanklich); wie sie Unterschiede entdeckt, Grenzen berührt und überschreitet, Geschlechterspezifisches erkennt, benennt und übersteigt - das sind die starken Momente dieses ansonsten leider arg in die Jahre gekommenen Romans. Hier verbirgt sich der zeitlose Wert „Orlando“ hinter einer Sprache, die altertümlich wirkt (meine deutsche Ausgabe ist von 1964) und heutige Leser wohl nicht mehr erreicht. Die Gedanken über die Literatur hingegen haben mit ihren Namen Staub angesetzt, auch wenn bis heute gilt, was am Schreiben das Schwierigste ist: „Das Leben? Die Literatur? Eins ins andere zu verwandeln?“ (S. 253)

    Auf mich wirkte „Orlando“ nicht mehr wie in Literatur verwandeltes Leben, weshalb ich, der ich mit großen Erwartungen in die Lektüre gestartet war, in folgendem Satz auf der letzten Seite die Figur Orlando selbst widererkannte: „Alles war erleuchtet, wie für die Ankunft einer toten Königin.“ (S. 292)


  2. Cover des Buches Mein Sommergarten (ISBN: 9783492247269)
    Vita Sackville-West

    Mein Sommergarten

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  3. Cover des Buches Sissinghurst. Der schönste Garten Englands (ISBN: 9783770186204)
  4. Cover des Buches Der Garten und sein Mensch (ISBN: 9783701712427)
    Astrid Wintersberger

    Der Garten und sein Mensch

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  5. Cover des Buches Englische Dichter und ihre Häuser (ISBN: 9783458342533)
    Hans-Günter Semsek

    Englische Dichter und ihre Häuser

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Wer schon immer wissen wollte, wie die berühmten Dichter und Schriftsteller Englands gelebt haben, wird an diesem schönen Buch seine Freude haben. Es werden die Häuser und Gärten von Jane Austen, den Brontë Schwestern, Vanessa Bell und die Bloomsbury Group, Winston Churchill, Rudyard Kipling, Lawrence von Arabien, Vita Sackville-West, Sir Walter Scott, George Bernard Shaw, Robert Louis Stevenson, Dylan Thomas, Virginia Woolf und William Wordsworth vorgestellt. Der Leser bekommt einen schönen Überblick über das Schaffen und Leben der Künstler und ihren Gästen.
    Die Kurzbios sind mit unterhaltsamen Anekdoten gewürzt und lesen sich angenehm. Der Autor beschreibt wie die Künstler an ihre Häuser kamen, wie viel sie dafür bezahlten und wie ihr Tagesablauf aussah. War es Liebe auf den ersten Blick, wie bei Rudyard Kipling oder eher eine Gewohnheit, wie bei den Brontë Schwestern?
    Der Leser erfährt, wie die Häuser damals aussahen und was davon heute noch erhalten und zu besichtigen ist. Man streift mit Churchill durch den Garten und streichelt seine Rinder und Schweine, lässt sich am Teich nieder um Fische zu füttern oder bestaunt den architektonischen Einfallsreichtum von Sir Walter Scott.
    Zu jedem Haus gibt es Fotos von den Häusern und ihren berühmten Besitzern und zum Abschluss eines Kapitels Informationen, wie man dort hin findet und wann man die Häuser besichtigen kann.
    Bei mir hat das Buch die Sehnsucht geweckt einige dieser Häuser zu besichtigen und bei George Bernard Shaws ‚Shaws Corner‘ einen Kieselstein auf das Fensterbrett zu legen und in Sissinghurst mich von den Blumen verzaubern zu lassen. Wer einen Besuch in England plant, findet in diesem Buch sicherlich einige schöne Ausflugsorte.


    Positiv:
    - Interessante Kurzbios
    - Schöne Häuser und Gärten
    - Lebendige Geschichte
    - Weckt Sehnsucht nach England
    - Fotos der Häuser und ihrer Besitzer
    - Angenehmer Schreibstil

    Neutral:
    - ----

    Negativ:
    - -----
  6. Cover des Buches Vita Sackville-West (ISBN: 9783627100094)
    Victoria Glendinning

    Vita Sackville-West

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Wem der Name Vita Sackville-West nichts sagt, dem sei zunächst erklärt, dass es sich hier um eine englische Schriftstellerin handelt, deren Werk in heutiger Zeit eher vergessen scheint. Anders steht es allerdings um ihren Garten – Sissinghurst Castle – der mit zu den schönsten Gärten Englands gezählt wird. Kennern hingegen ist Vita Sackville-West durch ihre Freundschaft / Liebschaft (?) zu Virginia Woolf ein Begriff. . Mir persönlich war Vita irgendwie immer unsympathisch. Diesen Eindruck konnte die vorliegende, sehr gut recherchierte Biographie auch nicht revidieren. Vita ist dank Adel und guter Heirat begütert, hat Geld, kann sich durch Schreiben problemlos ihren Lebensunterhalt „hinzuverdienen“. Ihr Mann ist Diplomat und für die englische Krone in der ganzen Welt unterwegs, so auch im Orient, wo ihm Vita einige Male hin folgt – es entstehen bekannte Reisebeschreibungen. Irgendwann lernt sie Clive Bell kennen, Ehemann von Vanessa Bell, geb. Stephen, Schwester von Virginia Woolf. Zu diesem Zeit-punkt hat sie mit ihrem Ehemann bereits zwei Kinder. Nichtsdestotrotz ist Vita weniger Frau denn „Mannsweib“; grob, derb, tiefe Stimme mit einer Neigung zum Doppelkinn. Bereits unmittelbar nach der Geburt ihres zweiten Kindes geht sie eine gleichgeschlechtliche Beziehung zu Violet Trefusis ein, die Ehe mit ihrem Mann wird im beiderseitigen Einvernehmen zu einer „offenen Ehe“. So sucht in Zukunft jeder außerhalb der eigentlichen Ehe seine sexuelle bzw. emotionale Befriedigung. Vita wird – auch von Virginia – als emotional sprunghaft beschrieben. So hart und raubeinig, wie sie durch Briefe und Beschreibungen ihrer Zeitgenossen vor dem inneren Auge des Lesers erscheint, so scheint sie tatsächlich auch gewesen zu sein; und gerade mit dieser Raubeinigkeit kann beispielsweise eine feinfühlige Virginia Woolf nichts anfangen. Vitas literarische Ambitionen sind erfolgversprechend: sie kann eine Reihe gutgehender Romane publizieren, erarbeitet sich schließlich einen Namen in der englischen Literatur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mir jedoch konnten ihre Werke (drei habe ich bislang gelesen) nur bedingt Lob entlocken. Sie bleibt mir zu trivial, zu oberflächlich. . Victoria Glendenning hat durch den jüngsten Sohn von Vita Sackville-West die Möglichkeit eingeräumt bekommen, das umfangreiche Familienarchiv für ihre Recherchen nutzen zu können. So hatte sie Zugang zu diversen, bislang noch unveröffentlichten Briefe oder Manuskripten. All dies hat sie in ihrer stattlichen Biographie verarbeitet. Mir jedoch blieb das Buch zu trocken. Sprachlich bleibt es recht hölzern, wobei dies auch einer ungenügenden Übersetzung geschuldet sein kann. Leider fehlen dem Buch auch Abbildungen, obwohl eine Menge verfügbar gewesen wären. Insgesamt daher nur ein mittelmäßiges Leseerlebnis.
  7. Cover des Buches 501 Must-Read Books (501 Series): Written by Bounty, 2014 Edition, Publisher: Bounty [Paperback] (ISBN: 8601418276203)
  8. Cover des Buches Eine Frau unterwegs nach Teheran (ISBN: 9783596112951)
  9. Cover des Buches Aus meinem Garten (ISBN: 9783548343303)
    Vita Sackville-West

    Aus meinem Garten

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Sissinghurst (ISBN: 9783895616556)
    Vita Sackville-West

    Sissinghurst

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    1915 kauften Vita Sackville-West und ihr Mann Harold Nicolson ein Cottage in England, in der Grafschaft Kent. Es befindet sich nah an Schloss Knole. Sie gestalten aus diesem Grundstück einen Garten und der Leser ist anhand dieses Buches fast hautnah dabei.
    Über den Kapiteln finden sich Jahreszahlen anhand derer der Leser den Verlauf der Zeit ablesen kann und die beschriebenen Szenen auch zeitlich eingeordnet werden.
    Sehr gelungen empfand ich beim Aufblättern des Buches, den im Innenband abgebildeten Lageplan des Gartens. Im Buch erfährt der Leser nun von der Planung des Gartens, den Planungen, wie er angelegt werden sollte und auch welche Wirkung erzielt werden soll.
    Das Format des Buches finde ich besonders. Es ist handlich, passt auch in die Hosentasche und man kann es so überall mitnehmen und entspannt schmökern. Und ich auch die kleinen Details, wie das Lesebändchen.
    Anhand der Kapitel, der vergehenden Jahre erfährt der Leser den Zuwachs an Bäumen und anderen Veränderungen im Garten. Es ist ein Gefühl beim Lesen, als sei der Leser bei der Anlage des Gartens anwesend. Wie eine Art Minimierung der zeitlichen Abläufe und so trotzdem ein Erleben der Entstehung des Gartens nach vollziehen zu können. Es wird auch immer wieder auf Vita und Harold eingegangen, die ihre Arbeiten, ihre Umsetzungen im Garten erzählen. Berichten von Begegnungen mit Gärtnern, Handwerkern, Schriftstellern. Auch dieser Stil fand ich macht das Buch Besonders.
    Auf den ersten Seiten des Buches ganz vorn, findet der Leser auch ein Foto der beiden auf den Stufen des Turms, der auch immer wieder im Buch auftaucht.
    Interessant zu lesen waren die Intentionen den Garten einzurichten und auch die Hinweise auf Schriftstellerinnen wie Virginia Woolf, die mit dem Besitzerpaar befreundet waren.
    Im Anhang des Buches findet sich noch ein Kapitel „Nachweise“ mit Hinweisen auf die Bücher der beiden und auch zitierte Tagebücher und Briefe, sowie weitere Literatur.
    Ich fand auch interessant zu lesen, dass der Garten auch von vielen Zeitungen entdeckt wurde und durch Artikel bekannt gemacht wurde.
    Aber auch die Danksagung im Anhang war berührend zu lesen, sie gilt dem Sohn der beiden, Nigel Nicolsen.
    Nach dem Zuklappen bleibt bei mir der Wunsch, den Garten auch einmal selbst zu sehen und bis dahin einen Bildband anschauen.
    Die Entstehung eines Gartens in England-Sissinghurst- aus der Sicht von Vita Sackville-West und ihrem Mann Harold Nicolson- lebendig und hautnah erzählt.
    Das perfekte Geschenk für Gartenliebhaber- Literaturfans- Großbritannienurlauber- als Vorbereitung des Gartenbesuches oder um Ideen für den eigenen Garten zu sammeln.

  11. Cover des Buches Süchtig nach Grün (ISBN: 9783492253710)
    Renate Hücking

    Süchtig nach Grün

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Erloschenes Feuer (ISBN: 9783809022718)
    Vita Sackville-West

    Erloschenes Feuer

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Die Erbschaft des Peregrinus Chase (ISBN: 9783596295623)
  14. Cover des Buches Die Welt von Bloomsbury (ISBN: 9783596153350)
    Pamela Todd

    Die Welt von Bloomsbury

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Das im Fischer Taschenbuch Verlag erschienene Buch ist eines der sehr wenigen Publikationen zu Virginia Woolf’s Bloomsbury Group. Gerade das macht das Buch aber umso lesenswerter. Ausgestattet mit einer Vielzahl an Farb- und s/w-Abbildungen, Gemälden und Portraits geht die Autorin chronologisch vor, widmet sich (fast) jedem der Bloomsberries, besucht die vielen im Laufe der Jahre wichtig gewordenen Häuser wie Monks House oder das berühmte Charleston Farmhouse. Wer sich für die Bloomsbury Group interessiert, wird an diesem Buch nicht vorbei kommen.
  15. Cover des Buches Die Gärten der Virginia Woolf (ISBN: 9783875843781)
    Luise Berg-Ehlers

    Die Gärten der Virginia Woolf

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Zwar verspricht der Titel eine vorrangige Beschäftigung mit „Gärten“, im Text selbst tritt die Vorstellung von Gartenanlagen und Gärten eher in den Hintergrund. Anhand von biographischen Überlieferungen (Tagebücher, Briefe, Schriften von Freunden und Bekannten über Virginia Woolf) setzt die Autorin Luise Berg-Ehlers ein – wie ich meine – gelungenes Puzzle zu Virginias Leben und Werk zusammen. Die Zusammensetzung erfolgt unter dem Gesichtspunkt der Häuser (und Gärten), die sich die Woolf’s im Laufe ihres Lebens gekauft, gemietet oder bei Freunden (den Bloomsberries) besucht haben. Berg-Ehlers zieht auch zwischen Werk und Quelle Querverbindungen: Gärten, die für Virginia Woolf Inspiration genug waren, um in ihren Büchern wieder aufzutauchen, werden näher erläutert, die Textstellen mit eingewoben. Sprachlich gut, leider für meinen Geschmack ein klein wenig zu wenige Bilder; die, die vorhanden sind, sind von sehr guter Qualität, fototechnisch wie ästhetisch. Es werden folgende Gartenanlagen besprochen: Gordon Square im Londoner Stadtteil Bloomsbury, Talland House, Monk’s House, Sissinghurst Garden, Hampton Court, Charleston Farmhouse. Das Buch eignet sich auch sehr gut als eine Einführung in den Kreis um Virginia Woolf, den Bloomsbury-Kreis, da fast alle Freunde der Woolfs mit ihren unterschiedlichen Beziehungen im Buch eine Erwähnung finden. Für mich ein sehr angenehmes, entspannendes Leseerlebnis für zwischendurch.
  16. Cover des Buches Das Glück des Schreibens (ISBN: 9783894792923)
    Luise Berg-Ehlers

    Das Glück des Schreibens

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Daniela8
    Das Buch ist schön illustriert und gibt interessante Einblicke in die Leben englischer Schriftstellerinnen. Sicherlich auch ein tolles Nachschlagewerk für eine Reise nach England auf den Spuren dieser Frauen und ihrer Lebensumstände! Macht Lust darauf mit einer großen Tasse Tee den Stift in die Hand zu nehmen und dem inneren Autor nachzugehen. 
  17. Cover des Buches Die Damen mit dem grünen Daumen (ISBN: 9783938045183)
  18. Cover des Buches So geheim und vertraut (ISBN: 9783518458266)
    Susanne Amrain

    So geheim und vertraut

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Ich dachte vor dem Lesen dieses Buches nicht, dass es noch sehr viel über die Beziehung von Virginia Woolf und Vita Sackville-West zu erzählen gibt. Aber hier habe ich mich sehr geirrt. . Susanne Amrain arbeitet primär mit den Tagebüchern und Briefwechseln beider Frauen und rekonstruiert so die gut 20 Jahre währende Beziehung zweier Frauen, die nach außen hin ein traditionell-konservatives Eheleben führten, inoffiziell jedoch ihr Glück in die eigenen Hände nahmen – zumindest Vita Sackville-West, die von beiden die Aktivere war. Deutlich wird, dass beide Frauen homosexuell waren, diesen Umstand jedoch entweder ein Leben lang (Virginia) oder erst relativ spät (Vita) anerkannten und öffentlich auslebten. Man lebte eine konventionelle Ehe, stellte fest, sexuell mit dem Partner nicht wirklich etwas anfangen zu können, definierte die Ehe lieber als einen Ort intellektuell-freundschaftlicher Nähe, ohne von ‚Liebe‘ im klassischen Sinne sprechen zu wollen. Während sich Vita schon recht bald gleichgeschlechtliche Liebschaften suchte, verblieb Virginia passiver, zurückhal-tender, und widmete sich stattdessen der Schriftstellerei. . Susanne Amrain stellt bereits zu Beginn ihres Buches fest, dass alle bislang (sie veröffentlichte das Buch 1994) publizierten Biographien über Virginia Woolf und/oder Vita Sackville-West von den homosexuellen Neigungen beider wenig berichten. Quentin Bell beispielsweise hält sich arg bedeckt, wenn er die Beziehung charakterisieren will. Auch Virginias sexuelle Einstellung kann er (oder will er?) nicht eindeutig charakterisieren. Inwieweit der Missbrauch durch die Stiefbrüder stattfand, will Bell auch nicht wirklich hinterfragen, obwohl es sich hier vielleicht um einen für das Gesamtproblem wichtigen Baustein handelt. Ob die Beziehung zwischen Virginia und Vita aktiv-sexuell war, kann und will er auch nicht sagen, obwohl ihm gleichermaßen Tagebücher und Schriftwechsel vorlagen und eine eingehende Untersuchung so doch möglich war. Ähnlich bedeckt äußern sich jedoch auch andere Biographien (Die in jüngerer Zeit schienene Biographie von Hermione Lee über Virginia Woolf versucht ein bisschen deutlicher über die neuralgischen Punkte in Virginias Biographie zu sprechen, bleibt aber auch – so meine Erinnerung – hinter den Erwartungen zurück). Susanne Amrain hat sich nun zur Aufgabe gemacht, das Unausgesprochene anhand der schriftlichen Hinterlassenschaften genauer zu benennen. Dies gelingt ihr sehr gut: sprachlich und stilistisch liest sich dieses Buch „von alleine“ und ist für mich daher seit langem eine nicht nur interessante sondern auch entspannende Leselektüre.
  19. Cover des Buches Sissinghurst - Portrait eines Gartens (ISBN: 9783941009189)
  20. Cover des Buches Paare (ISBN: 9783806725117)
    Barbara Sichtermann

    Paare

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Bibi1960

    "Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist."
    (S. 16)

    Halb verborgen unter vielen anderen Büchern wartete das Buch
    „50 Klassiker: Paare - Die berühmtesten Liebepaare“ im öffentlichen Bücherschrank unseres Stadtteils auf einen neuen Leser. Mehr aus Neugier als aus wirklichem Interesse nahm ich es mit.

    Bei Durchblättern entpuppte es sich aber als wahrer Schatz. In 50 Kurzessays stellt Barbara Sichtermann bekannte (Liebes)Paare vor. Beginnend mit „dem“ Paar der biblischen Geschichte, Adam und Eva, führt sie den Leser durch die Jahrhunderte und lässt ihn teilhaben an wahrer Liebe, Leidenschaft, Leiden, Sehnsucht und Trennung und das immer vor dem Hintergrund der damaligen Zeit.

    Zuerst hatte ich nur vor, die Geschichten einiger interessanten Paare zu lesen, aber dann war ich so gefangen, dass ich alle 50 Lebensgeschichten hintereinander weggelesen habe. Hier ist ein Sachbuch so spannend wie ein Roman. Zudem ist das Buch reich bebildert und wird ergänzt durch Faktenseiten und ein Glossar. Einfach nur interessant und herrlich!!

    Nun haben die „50 berühmtesten Liebespaare“ einen festen Platz in meinem Bücherregal bekommen und müssen nicht mehr im Bücherschrank ihr Dasein fristen…

  21. Cover des Buches Sissinghurst (ISBN: 0711218390)
    Tony Lord

    Sissinghurst

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    Noch keine Rezension vorhanden
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