Bücher mit dem Tag "völkerkunde"

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54 Bücher

  1. Cover des Buches Euphoria (ISBN: 9783406682032)
    Lily King

    Euphoria

     (110)
    Aktuelle Rezension von: MaternaKuhn

    „Spannend... intensiv, verführerisch, erotisch…“, so überschlagen sich Literaturkritiker diverser renommierter Medien bei ihren Rezensionen zu Euphoria. Kombiniert mit dem Wortklang des Titels und dem nach einem fiktiven Pseudonym klingenden Namen der Autorin verführen spätestens Keywords aus der Inhaltsangabe wie „Dreiecksbeziehung in exotischem Setting“ zu völlig unzutreffender Kategorisierung. Also Vorsicht vor voreiligen Schnellschlüssen, denn das Buch bietet aus diesem Genre relativ wenig, aber dafür viel mehr Höherkarätiges.

    So wenig wie Euphoria auch nur im Geringsten in die Sparte Fifty Shades of Grey gehört, so wenig ist Lily King eine E.L. James. Lily King ist amerikanische Hochschullehrerin für Literatur, die mit ihren Büchern bereits diverse Literaturpreise gewonnen hat und mit Euphoria von der New York Times unter die fünf besten literarischen Bücher des Jahres 2014 gewählt wurde.

    Der Roman selbst hat viele Ebenen und Facetten, die jede für sich einen Spannungsbogen garantiert und im gemeinsamen Einklang die Qualität des Romans ausmachen.


    Die Handlung. Lily King lehnt sich an die reale Forschung von Margaret Mead in Papua-Neuguinea an, diesem landschaftlich und kulturell wilden Inselkonglomerat zwischen Indonesien und Australien. Die Autorin erschafft für ihren Roman die Figuren von drei Ethnologen, die sich in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts in den Tiefen des kaum erschlossenen Regenwaldes kennenlernen und ihre Forschungen teilweise in Konkurrenz mißtrauisch beäugen, aber teilweise auch in ungestümer Fusion ihrer gemeinsamen wissenschaftlichen Leidenschaft fast schon zur ekstatischen Euphorie vorantreiben.


    Das Zwischenmenschliche. Nell und ihr Mann Fen sind mehr Konkurrenten als Ehepaar. Hier Nell, die strukturierte, engagierte und schon deutlich berühmtere Wissenschaftlerin, die für neue Erkenntnisse und Erfahrungen alles gibt. Da Fen, der Maskuline und eher Raubeinige, dem es im Schatten seiner Frau mehr um den schnellen Erfolg geht, sei es sogar durch Diebstahl von Kulturgütern heiliger Zeremonien. Und dann taucht da der sensible Konterpart Andrew auf, ein Wissenschaftler mit Empathie, wobei sich sein Einfühlungsvermögen nicht nur auf die Sitten und Riten der Ureinwohner beschränkt, sondern sich auch auf Nell auswirkt. Soweit, so gut oder so klischeehaft in der Kürze, aber ehrlicherweise gekonnt ins Buch eingewoben.


    Die Erzählperspektive. Davon gibt es nicht nur eine, sondern gleich drei. Zum Einstieg und immer wieder sporadisch im Verlauf des Buches übernimmt der auktorial-neutrale Erzähler. Danach wechseln sich Andrew und Nell als Ich-Erzähler ab, wobei Nells Part als Tagebuch präsentiert wird. Ein am Anfang leicht irritierender Wechsel der Erzählstile, nach kurzer Einlese-Zeit aber sehr interessant und auflockernd.


    Die Rolle der Ethnologie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das ist die mit Abstand bedrückendste Ebene des Romans. King gelingt es hervorragend darzustellen, wie falsch und fehlerhaft der Ansatz der ethnologischen Wissenschaft dieser drei Forscher ist, die aber nur repräsentativ für die gesamte Anthropologie der damaligen Zeit stehen. Und ich hoffe inständig, dass das Präteritum an dieser Stelle gerechtfertigt ist. Die drei Vertreter eines ganz anderen Kulturkreises betreten ein fast unberührtes Land, um die Ureinwohner zu studieren, verändern aber alleine durch ihre Anwesenheit mit ihrem Eintreffen alle Abläufe und jegliches Verhalten. Sie lassen sich eigene Hütten und Häuser bauen, greifen in uralte Riten ein und leiten aus all den fehlgesteuerten und verfälschten Beobachtungen schliesslich auch noch unzulässig verallgemeinernde Schlüsse ab. Sie schaffen schliesslich Menschentypen und Rassenkategorien, die wenige Jahre später in nationalsozialistische Strömungen rund um die Welt, aber bekannterweise vor allem in einem Staat in der Mitte Europas begeisterten Widerhall finden.


    In Summe also kein Erotikroman, aber auch kein Abenteuerroman, natürlich auch kein ethnologisch-anthroposophisches Sachbuch, sondern einfach sehr unterhaltsame Belletristik mit Lerneffekt und dem wohltuenden Schauer von Ferne.

  2. Cover des Buches Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses (ISBN: 9783426628041)
    Dee Brown

    Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Wiosna
    Dieses Buch zeigt auf, wie die Eroberung des amerikanischen Kontinents durch die "Weißen" aus Sicht der Ureinwohner ablief. Schonungslos stellt Dee Brown dar, wie rücksichtslos und brutal der "Weiße Mann" bei der Okkupation des Kontinents vorging.

    Dieses detailliert recherchierte Buch sollte Pflichtlektüre für alle werden, die den "Amerikanischen Traum" bejubeln - er wurzelt in einem blutgetränkten Boden.
    Es wird aufgeräumt mit dem durch seichte "Wild-West-Filme" verbreiteten Bild des "bösen Roten", der die "armen Weißen" abschlachtet.

    Millionenfaches Leid auf Seiten der Ureinwohner - und nur wenige interessiert es. Schaut auf die aktuelle Situation der "Indianer". Es macht fassungslos. Die Verbitterung ist nachvollziehbar.

    Ein wichtiges Buch.
  3. Cover des Buches Kollaps (ISBN: 9783596192588)
    Jared Diamond

    Kollaps

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Mario_Veraguth

    Die passende Ergänzung zu Diamonds Werk„Arm und Reich“ liefert eine Fülle an vergangenen und aktuellen Szenarien verschiedener Umweltbedingungen und dem Meistern beziehungsweise kläglichen Scheitern der Völker beim Versuch zu bestehen.

    Speziell anhand isolierter Gesellschaften, bei denen der soziokulturelle Aspekt durch das Ausbleiben von Invasoren oder fremden Störfaktoren wesentlich stärker in den Fordergrund tritt, werden die Abläufe, die zur Bildung heutiger Ruinen oder prosperierender Städte führen, beschrieben.

    Als klassisches positives Beispiel kann Island genannt werden, dass der Trostlosigkeit der Klimazone und der Unfruchtbarkeit der kargen Bögen mit engem Gemeinschaftsgefühl und intelligenter Landwirtschaft ein Schnippchen schlagen und bestehen konnte. Andere isolierte Inselstaaten wie die Osterinseln und andere Geistereilande hingegen wurden vom Sog gesellschaftlicher Ausartung erfasst und durch sinnbefreite, prestige- oder religionsgetriebene Bauprojekte, Bürgerkriege, Ausbeutung der Natur bis zum Zusammenbruch des Ökosystems oder ein bisschen von allem in den Untergang getrieben.

    Häufig gab es auf den gescheiterten Inselstaaten eine alte Tradition bewährter Überlebensstrategien, deren Praxis aber im Zuge des Wahns meist vergessen oder ignoriert wurde, was im Zusammenbruch des Gesellschaftssystems mündete.

    Wie sich die Thesen des Autors auf die Entwicklungsgeschichte größerer, kontinentaler Nationen anwenden lassen könnten, wäre hochinteressant, würde aufgrund der zusätzlichen Komplexität aber vermutlich den erlesbaren Rahmen sprengen, weswegen Diamond darauf verzichtete. Die berücksichtigten Faktoren wie Klimaveränderungen, feindliche Nachbarn, Umweltzerstörung, Bruch eines Bündnisses oder Verlust von Unterstützung durch befreundete Nachbarn und als entscheidender Faktor die Reaktion von Bevölkerung und Herrscherkaste, bergen bereits ein großes Komplexitätspotential, weswegen durch eine Einführung zusätzlicher Faktoren wie im Fall des römischen Reiches oder anderer ausgesparter, gescheiterter Großreiche nicht mehr mit wissenschaftlicher Seriosität geschlussfolgert werden könnte.

    Bemerkenswert ist, dass das Schema der langsamen Degenerierung über schleichenden Abbau von kulturellen sowie natürlich gegebenen Ressourcen sowohl verhältnismäßig primitive, fast noch steinzeitliche Gesellschaften genauso unerwartet treffen kann wie hochentwickelte und militärisch fast unbesiegbare Großreiche. Den Kassandrarufern der damaligen Zeit zum Trotz wurden Fanatismus und Größenwahn zum Leitmotiv und im Nachhinein ersichtlich unsinnige und selbstzerstörerische Mechanismen sickerten in die Politik ein, bis diese als normal akzeptiert und Kritik bis zum Untergang negiert wurde.

    An diesem Punkt bietet es sich an den Bogen zur Gegenwart zu spannen und das klassische Wiederholen der Geschichte anhand verschiedener Beispiele zu illustrieren. So werden auch nach Dutzenden plastischer und anschaulicher Lernbeispiele aus der Geschichte davon, was man als Staat tunlichst vermeiden sollte, heute die gleichen, eigentlich klar erkennbaren Fehler begangen. Sei es fahrlässige, irreversible Umweltzerstörung, politische Destabilisierung bis zum Zerbrechen des Staatsgebildes samt Genozid und Zerstörung der kärglichen Infrastruktur über Rückfall in archaische Regierungsformen und Gottesstaaten gibt es eine breite Palette von Mustern, deren Verwendung der Menschheit derart erstrebenswert zu sein scheint, dass immer erneute Versuche nicht mehr als Beharrlichkeit ausgelegt werden können. Sondern schlichtweg nur mehr als Ignoranz und Inkompetenz von Führungseliten, denen ein kurzes Überlesen eines beliebigen Geschichtsatlasses mannigfache Beispiele für die Sinnlosigkeit ihres momentanen Handelns geben könnte.

    Die große und bange Frage nach Abschluss der Lektüre bleibt die, ob wir wohl nicht schon ein klein wenig zu lange auf einen Zug aufgesprungen sind, der nicht nur, wie im Buch beschrieben einzelne Inseln, Landstriche oder Staaten, sondern den gesamten Planeten und die darauf befindliche Zivilisation, also uns, auf direkten Weg in den Abgrund steuert.

     

  4. Cover des Buches Models und Mönche (ISBN: 9783940756923)
    Wolf-Ulrich Cropp

    Models und Mönche

     (1)
    Aktuelle Rezension von: wolf-ulrich_cropp
    MODELS und MÖNCHE Der Sohn einer erfolgreichen Unternehmerfamilie und ein ehemaliger Hamburger Manager, der heute als Autor tätig ist, sind die Protagonisten dieser schillernden und spannenden Reise-Erlebniserzählung, die in Südostasien spielt. Die Schauplätze sind anfangs schönes, idyllisches Thailand und das gesetzlose Dschungelgebiet von Nordost-Burma. Eine Wasserleiche am Strand von Phi Phi Don veranlasst den Autor Cropp seinen einstigen Jugendfreund Klaus Schröder zu suchen. Klaus, der Unternehmersohn, ist vom Pfad der Tugend abgekommen, drogensüchtig und seit Jahren verschollen. Wo mag er sich verborgen halten? Lebt er überhaupt noch? Auf die verschlüsselte Information eines Schamanen hin, begibt sich der Autor in das buddhistische Kloster Tham Krabok. Dort hin, wo Mönche Gestrauchelten helfen. "Engel vor der Hölle" gewären Cropp Einblick in abgrundtiefes, menschliches Leid und aufopfernde Hilfe. Der Abt von Tham Krabok nimmt Cropp - nach einem Gelübte - auf, erlaubt ihm karges Klosterleben, damit Buddhismus in reiner Form und unmittelbar zu erleben. Während die Suche nach dem verschollenen Freund Klaus Schöder seinem ungeahnten Höhepunkt zutreibt, erfährt der Autor selbst einen Wandel: Er begibt sich auf eine "tausend Meilen weite Reise", die im Kloster mit dem ersten Schritt beginnt und noch lange nicht zu Ende ist. Das Buch kann ich Ostasienreisenden nur empfehlen! Hans-Heinrich Schlirrmann, Journalist, Berlin
  5. Cover des Buches Geographica (ISBN: 9783865390516)
    Strabo

    Geographica

     (2)
    Aktuelle Rezension von: cicero
    Umfassende und preisgünstige Ausgabe: Diese Ausgabe des geographischen Werkes von Strabon ist ganz gut gelungen. Man hat alle Bücher in einem Band, statt mehrere teure Bände, und man kann ganz gut damit arbeiten. Nachteile: Es fehlt z.B. eine Art Inhaltsverzeichnis, die dem Leser zeigen würde, wie sich das Werk Strabons im Einzelnen aufgliedert. Auch fehlen im vorderen Bereich in einigen Abschnitten die Randnummern, nach denen Strabon wissenschaftlich zitiert wird. Je nachdem, wofür man es braucht, eine gute Ausgabe. Preisgünstig, umfassend, brauchbar.
  6. Cover des Buches Die Wunder der Welt (ISBN: 9783458346814)
    Marco Polo

    Die Wunder der Welt

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  7. Cover des Buches Traumatische Tropen (ISBN: 9783423123990)
    Nigel Barley

    Traumatische Tropen

     (27)
    Aktuelle Rezension von: evaczyk

    Zugegeben, so ga nz taufrisch ist Nigel Barleys Buch “Traumatische Tropen. Notizen aus meiner Lehmhütte” über die Feldforschungs-Erlebnisse eines jungen britischen Ethnologen im Norden Kameruns nicht. Ursprünglich 1986 veröffentlicht, erschien im vergangenenen Jahr eine neue Auflage, in der noch nicht mal die DM-Angaben in Euro umgerechnet wurden – möglicherweise, weil die Lektoren es lieber gar nicht erst darauf ankommen lassen wollten, sich auf die Entwicklung von Inflation und Kaufkraft in Kamerun und den passenden Relationen in Euro oder Pfund einzulassen.


    Das ist aber auch völlig egal, denn den Kulturschock, auf den sich Nigel Barley eingelassen hat, dürfte n Feldforscher in so ausgesprochen ländlichen Regionen Afrikas auch im 21. Jahrhundert überall dort erleben,wo sie sich weitab städtischer Gegenden mit Mobilnetz und Fernsehempfang bewegen. Und so manches Abenteuer des Autors mit Behördenwillkür, Nepotismus, Korruption und einer Mischung aus Fatalismus und überhöhten Erwartungen dürfte sich auch heute noch so oder ähnlich ereignen. Mir kam jedenfalls vieles sehr vertraut vor – auch ohne irgendeine Kenntnis der Dawoyos., jenes kleinen und zumindest damals noch sehr unsprünglich lebenden Volkes, unter dem Barley seine Lehmhütte baute – beziehungsweise bauen ließ.


    Im Originaltitel “The innocent anthropplogist” klingt ein bißchen was von Mark Twains Klassiker “Innocents abroad” mit, und so wie einst amerikanische Touristen mit Europa fremdelten, durchlebt auch der junge Feldforscher seinen Kulturschock. Das ist höchst vergnüglich zu lesen, spart Nigel Barley doch auch nicht mit angelsächsischer Selbstironie und nimmt vorgefertigte Meinungen über Kolonialismus und afrikanische Kultur ebenso auf die Schippe wie die doch eher spezielle afrikanische Ausprägung von Bürokratie und Beamtenwillkür und unwillige Diplomaten, die taube Ohren angesichts der Nöte ihres forschenden Landsmanns haben..


    Feldforschung, das wird dem Leser schnell klar, ist Afrika auf die harte Tour. Da gibt es nicht Strand oder Safari mit kühlen Drinks bei schöner Aussicht, sondern allerhöchsten Hirsebier und eher eintönige, wiederum hirselastige Kost. Während sich der Forscher bemüht, die Kultur der Dawoyos zu begreifen, ist er für seine Gastgeber nicht weniger ein – mitunter lächerlich erscheinendes Studienobjekt. Zwischen haarsträubenden Unfällen, Hepatitis und Malaria kann niemand behaupten, dass es der Ethologe an Einsatz fehlen lässt.


    Zugegeben, es sind schon ganz besondere Erfahrungen, die Barley als Ethnologe macht. Denn das Leben der Dowayos ist noch einmal anders als das von Dorfbewohnern, die zwar weder Elektrizität noch eine großartige Infrastruktur haben, deren Lebensweise aber nicht so grundlegend anders ist als die europäischer Bauern Anfang des letzten Jahrhunderts. Als sogenannter primitiver Volksstamm sind sie auch unter den Kamerunern ein Völkchen für sich, mit Regenzauberern und Riten, die sich der Forscher mühsam zu erschließen versucht. Mit touristischen Besuchen in Massai-Dörfern oder im Omo Valley, die bei manchen Touristen so beliebt sind, hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun.


    Die ethnologischen Abenteuer haben jedenfalls hohen Unterhaltungswert. Barley beschreibt die Dowayos weder respektlos oder übergeblich, noch durch die rosarot verfärbte Brille als “edle Wilde”. Menschlich, allzu menschlich ist es eben allerorten – ob nun im afrikanischen Großstadttrubel oder im Busch.




  8. Cover des Buches Kinder aus aller Welt (ISBN: 9783785528150)
    Anabel Kindersley

    Kinder aus aller Welt

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Länder, Völker, Kontinente (ISBN: 9783899440706)

    Länder, Völker, Kontinente

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Bildlexikon der Völker und Kulturen / Mesopotamien (ISBN: 9783936324716)
  11. Cover des Buches Die Hunnen. Atila probt den Weltuntergang (ISBN: B003VHS9RU)
  12. Cover des Buches Wald Baum Mensch (ISBN: B007ATNRIG)

    Wald Baum Mensch

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Bildlexikon der Völker und Kulturen / Japan (ISBN: 9783936324785)
  14. Cover des Buches Wolf ohne Fährte (ISBN: 9783499230417)
    Tony Hillerman

    Wolf ohne Fährte

     (11)
    Aktuelle Rezension von: sKnaerzle
    Lieutenant Leaphorn, Navajo-Indianer und Angehöriger der Stammespolizei im Indianer-Reservat ist ein überlegter Mann. So zweifelt er sehr schnell daran, dass der kriminelle Luis Horseman an den Folgen eines Alkoholexzesses starb, sondern tippt gleich auf Mord. Wenn es seine Ermittlungen erfordern, nimmt er an der langwierigen Zeremonie eines Feindzaubers teil und führt dort eine Unzahl belangloser Gespräche, bis er erfährt, wen die Angehörigen "des Volkes" für den bösen Geist halten, der ihre Schafe reißt. Aber Geduld kann ein Ermittler auch übertreiben, denn während Leaphorn systematisch allen Spuren nachgeht, kämpft sein Freund, der Ethnologe Bergen McKee in der Hand eines skrupellosen Killers um sein Leben.

    Hillerman interessiert sich sehr für das Leben der Navajos, was er von ihrem Leben, ihrer Religion und ihre Zeremonien weiß fügt er in den Roman ein, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Und er liebt die grandiose und karge Landschaft der Canones im Grenzland zwischen Arizona und Neumexiko, die ebenfalls eine wichtige Rolle spielt.

    Wie ein guter Krimischreiber verwirrt Hillerman seine Leser gewaltig. Er führt eine Menge Personen ein, und es dauert lange, bis sich herausschält, wer für die weitere Handlung noch wichtig wird. Und auch die Begriffe aus der Navajo-Kultur erklärt er niemals, wenn sie zum ersten mal auftauchen, sondern erst, wenn er es ohne Belehrung in die Handlung einfügen kann.

    Im letzen Drittel geht es aber fast nur noch um den Kampf auf Leben und Tod zwischen McKee und dem Werwolf. Dieser Kampf ist besonders spannend, weil beide Gegner wissen, dass es nicht nur auf Körperkraft und Feuerwaffen ankommt, sondern auch auf einen klugen Kopf.
  15. Cover des Buches Atlas der Flechtkunst (ISBN: 9783258063263)
    Bryan Sentance

    Atlas der Flechtkunst

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Wie der Tod in die Welt kam (ISBN: 9783451296055)
    Sylvia Schopf

    Wie der Tod in die Welt kam

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Die Indianer Amazoniens: Völker und Kulturen im Regenwald (ISBN: 9783406397561)
  18. Cover des Buches Völker des Morgens (ISBN: 9783894056315)
    Gianni Giansanti

    Völker des Morgens

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Wien (ISBN: 9783811842113)
    Otto F. Beer

    Wien

     (1)
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  20. Cover des Buches Die 'Wilden' und die 'Zivilisierten' (ISBN: 9783406355837)
  21. Cover des Buches Die Mongolen (ISBN: 9783701622979)
    Walther Heissig

    Die Mongolen

     (2)
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  22. Cover des Buches Die sterbenden Europäer (ISBN: 9783423308540)
    Karl-Markus Gauß

    Die sterbenden Europäer

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Liisa
    Insgesamt fünf europäische Minderheiten stellt der österreichische Essayist Karl-Markus Gauss den Lesern in diesem Buch vor und ich war einfach nur begeistert über die Art und Weise, wie er sich diesen Menschen nähert, ihre Geschichte und kulturelles Erbe in wenigen Kapiteln vermittelt - was für eine erstmalige Information durchaus reicht - und so die Europäer aufmerksam macht auf diese Völker und Minderheiten, die mitten unter ihnen leben und sich über Jahrhunderte behauptet haben. Der interessierte Leser erfährt, dass es schon seit dem 15 Jahrhundert eine blühende große jüdische Sepharden-Gemeinde in Sarajevo gab, die aber schwer gelitten hat - zuletzt in der Zeit der Belagerung von Sarajevo. Zunächst waren sie aus Spanien vertrieben worden, fanden dann im moslemischen Sarajevo eine neue Heimat. 500 Jahre später verließen schließlich die meisten von ihnen ihre Heimat unter UN-Schutz. Nur wenige sephardische Juden blieben in Sarajevo zurück und sind nun Zeugen des Endes der sephardischen Juden in Sarajevo. Dann geht es zu den übriggebliebenen Gottscheern, einer deutschstämmigen Minderheit, die in der sog. Gottschee, einem Waldgebiet im heutigen Slowenien beheimatet ist/war. Was Generationen in 500 Jahren dort kultiviert hatten ist in nur 50 Jahren durch den Lauf der Geschichte fast zunichte gemacht worden. Nur noch wenige Spuren zeugen heute noch von den Gottscheern in dieser Gegend, dafür sind ihre Nachkommen in alle Welt verstreut und bekennen sich dort immer noch zu ihrer Herkunft. Weiter geht's zu den Arbereshe in Italien, sie kamen einst als griechisch-orthodoxe Flüchtlinge aus Albanien und siedelten sich speziell in Kalabrien an. Ihnen gelang der Spagat zwischen der neuen italienischen und ihrer eigenen Kultur und Identität. Die Sorben in Deutschland, dürften den meisten Lesern zumindest dem Namen nach bekannt sein. Auch sie haben sich über Jahrhunderte ihre eigene Sprache, Kultur und Identität bewahren können. Im wiedervereinigten Deutschland - wo sie nie gekannte Förderung erfahren - aber sind sie erneut bedroht. Es scheint, dass gerade der fehlende äußere Druck dazu führt, dass die junge Generation sich immer mehr assimiliert und ihre Kultur und Bräuche nur noch zur Attraktion der Touristen dient. Schließlich geht es noch zu den Aromunen Mazedoniens. Sie sind die Nachkommen der Bewohner der ehemaligen »Provincia Macedonia«(158 v. Chr. – 467 n. Chr.). Diese umfasste das alte Königreich Mazedonien sowie die Regionen Thessalien und Epirus. Im Mittelalter gründeten sie autonome staatliche Gebilde, die unter dem Namen »Walachei« eine wichtige Rolle in Südost-Europa spielten. Nur in der kurzen Zeitspanne von 1905 bis zum Frieden von Bukarest (1913) konnten die Aromunen ihre Sprache und Kultur frei entfalten und pflegen. Als eigenständiges Volk sind sie heute einzig und allein von Mazedonien anerkannt. Natürlich ist der Titel des Buches »Die sterbenden Europäer« provokativ. Sterben diese Minderheiten in einem Europa, das sich immer mehr zusammenschließt und Grenzen und Unterschiede verwischt und verwischen will wirklich aus? Auf den ersten Blick scheint es so. Bei einigen von ihnen scheint wirklich das Totenglöckchen zu läuten. Andererseits, sind diese Minderheiten in den vergangenen Jahrhunderten schon häufig totgesagt worden und sie sind immer noch da. Wer weiß, vielleicht behaupten sie sich auch noch im Europa von heute und morgen?! Es wäre ihnen jedenfalls zu wünschen, dass sie nicht aussterben, ihre Kulturen und Sprachen bewahren können und nicht zu bloßen Touristenattraktionen verkommen. Alles in allem ein lehrreiches, wunderbares und auch trauriges Buch, das diesen Völkern und Minderheiten zumindest ein literarisches Denkmal setzt. Es gibt übrigens auch einen Fotoband, »Die unbekannten Europäer«, der Fotos von Kurt Kaindl und Texte von Karl-Markus Gauß von den Reisen zu diesen Minderheiten enthält und so das hier besprochene Buch noch bildlich ergänzt.
  23. Cover des Buches Menschen dieser Welt (ISBN: 9783831005918)
    Barbara Welzel

    Menschen dieser Welt

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches LOST - Menschen an den Rändern der Welt (ISBN: 9783957281388)
    Markus Mauthe

    LOST - Menschen an den Rändern der Welt

     (4)
    Aktuelle Rezension von: j125

    Ich interessiere mich schon lange sehr für andere Kulturen und war daher neugierig auf dieses Buch. Die Fotografien gefallen mir sehr gut, weil sie das Leben der Menschen gut einfangen. Ihre traditionellen Kleider, ihr Zuhause usw. 

    Die Begleittexte haben mir aber leider nicht so gut gefallen. Oft waren mir die Informationen zu oberflächlich oder zu uninteressant. Ich kann mir vorstellen, dass viele der Gruppen durch die moderne Welt in ihrer Lebensweise bedroht sind, egal ob es durch Brandrodung, den Bau von Ölpipelines oder ähnliches ist. Aber ich weiß nicht, weshalb sich manche Völker mit Narben verzieren und ob die Muster eine Bedeutung haben. 

    Dieses Jahr habe ich schon einen Bildband aus dem gleichen Verlag angeschaut und dort war zu etwa jedem zweiten Bild ein kleiner Text. Texte über ganze Seiten gab es gar nicht. In diesem Buch wird jeder Abschnitt mit einem zweiseitigen Text eingeleitet, danach folgen fast nur noch Fotos, mit wenig Erklärungen. Das hat wahrscheinlich dazu beigetragen, dass ich das Gefühl hatte, nicht ausreichend informiert zu werden.

    Fazit:

    Die Idee des Projekts ist toll und die Auswahl der Völker gelungen. Leider war die Umsetzung nicht ganz so mein Fall. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich das Buch als Mängelexemplar und damit um die Hälfte reduziert bekommen konnte.

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