Bücher mit dem Tag "vorstellung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "vorstellung" gekennzeichnet haben.

14 Bücher

  1. Cover des Buches Girl on the Train (ISBN: 9783764506018)
    Paula Hawkins

    Girl on the Train

    (1.271)
    Aktuelle Rezension von: Nessaja


    Rachel ist psychisch labil und Alkoholikerin. Ihren Job hat sie deshalb schon vor Monaten verloren. Dennoch pendelt sie aus Gewohnheit weiter mit dem Zug von ihrem Wohnost nach London zu ihrer ehemaligen Arbeitsstätte. Sie liebt das Zugfahren und beobachtet die Leute in den Häusern nahe der Zugstrecke. Eines Tages sieht sie etwas, was sie so nicht erwartet hätte.

    Geschrieben wurde das Buch von Paula Hawkins, einer ehemaligen Journalistin. Dieser Thriller wurde in über 40 Sprachen übersetzt und auch verfilmt. Mittlerweile hat Paula Hawkins noch weitere Bücher veröffentlicht. In meinem Bücherregal wartet noch „Die blaue Stunde“ darauf gelesen zu werden. „Girl in zhe train“ wird aber ihr erfolgreichestes Werk sein.

    Das Buch ist bei blanvalet erschienen. Es umfasst 447 Seiten und ist in relativ kurze nicht nummerierte Kapitel unterteilt. Abwechselnd wird aus der Perspektive der drei weiblichen Hauptcharaktere erzählt und auch die Zeitebene wechselt.

    Mir gefällt sehr, wie Paula Hawkins schreibt. Die Sprache ist klar und schnörkellos und damit sehr einfach zu lesen. Ein Spannungsbogen wurde sehr schön aufgebaut. Teilweise ging es mir zu langsam vorwärts, aber ich denke, dass das genau so gewollt war. Die Charaktere wurden schön gestaltet, immer wieder gab es einen Twist, den ich so nicht gesehen habe. Alles in allem sehr schön zu lesen und guten Herzens zu empfehlen. Ich freue mich jetzt noch auf den Film als Abschluss…


  2. Cover des Buches The Secret - Das Geheimnis (ISBN: 9783641105792)
    Rhonda Byrne

    The Secret - Das Geheimnis

    (386)
    Aktuelle Rezension von: Buchsucht_de

    Über 24 Millionen verkaufte Exemplare weltweit. Übersetzungen in 50 Sprachen. 198 Wochen auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Ein Film, der Millionen inspiriert hat. Rhonda Byrne liefert mit „The Secret“ die Grundlage für alle heutigen Manifestations-Trends. Was mich am meisten überzeugt hat, sind die inspirierenden Erfolgsgeschichten und Interviews. Ein Buch, das Mut macht, wenn man es richtig einordnet.

    Es gibt ein Geheimnis, so beginnt Byrne. Das „Gesetz der Anziehung“: Unsere Gedanken und Gefühle sind Magnete, die passende Erfahrungen in unser Leben ziehen. Positive Gedanken ziehen positive Erfahrungen, negative Gedanken das Gegenteil. Byrne strukturiert das Buch um zentrale Lebensbereiche wie Geld, Beziehungen, Gesundheit und Karriere und zeigt Techniken wie Visualisierung, positive Affirmationen, Dankbarkeits-Übungen und den berühmten „Ask, Believe, Receive“-Prozess. Aufwendig gestaltet mit durchgehendem 4-farbigem Druck, historischen Bezügen und Interviews mit über zwei Dutzend Coaches und Autor:innen.

    Das absolute Herzstück sind für mich die Erfolgsgeschichten. Byrne hat ein starkes Handwerk in der Zusammenstellung emotional wirkungsvoller Berichte. Menschen, die aus schwierigen Umständen kamen und ihr Leben verändert haben. Diese Geschichten berühren und motivieren, und für Menschen, die sich in Sackgassen fühlen und einen mentalen Impuls brauchen, sind sie wertvoll. Wichtig zur Einordnung: Sie sind anekdotisch, nicht wissenschaftlich validiert, und die Menschen, bei denen es nicht funktioniert hat, kommen nicht ins Buch. Das ist Selection Bias. Aber die inspirierende Wirkung ist real, und Motivation und Hoffnung sind wichtige psychologische Ressourcen.

    Es gibt tatsächlich psychologische Wahrheiten, die hinter dem „Gesetz der Anziehung“ stehen. Der Reticular Activating System Effekt: Unser Gehirn filtert Informationen, und wer sich auf ein Ziel konzentriert, nimmt plötzlich Chancen wahr, die vorher unsichtbar waren. Der Selbsterfüllungs-Prophezeiungs-Effekt: Wer an sich glaubt, wagt mehr und trifft andere Entscheidungen. Positive Grundhaltung ist gut erforscht mit Aktivität, Resilienz und Lösungsorientierung verknüpft. Man kann von Manifestation profitieren, ohne das ganze esoterische Framework wörtlich zu nehmen.

    Jetzt aber ehrlich zur kritischen Einordnung, die zu einer seriösen Rezension gehört. „The Secret“ ist wissenschaftlich fragwürdig und wird zu Recht als parawissenschaftlich eingestuft. Die zitierten „Quantenphysiker“ haben oft keine Autorität in echter Quantenphysik, und die Übertragung quantenmechanischer Konzepte auf Alltagsrealität ist wissenschaftlicher Missbrauch. Noch gravierender: die reale Gefahr von Victim-Blaming. Wenn wir alles Positive „anziehen“, wären wir bei negativen Ereignissen selbst schuld. Ein krebskrankes Kind, Erdbebenopfer, Menschen in Armut. Diese Logik ignoriert strukturelle Ungerechtigkeiten, Zufall, Krankheit und Trauma. Auch die toxische Positivität ist gefährlich. Trauer, Wut und Angst sind evolutionär wichtige Emotionen, die zu verdrängen psychologisch ungesund ist. Besonders problematisch: Das Buch kann Menschen davon abhalten, echte Hilfe zu suchen. Wer glaubt, Krankheit durch Manifestation heilen zu können, geht möglicherweise nicht zum Arzt. Auch die starke Fixierung auf materiellen Reichtum ist reflexionsbedürftig.

    Meine Empfehlung: Lies das Buch mit einem reflektierten Kopf. Nimm die psychologisch validierten Aspekte wie Dankbarkeits-Tagebuch, Zielvisualisierung, positive Selbstgespräche ernst. Bleib skeptisch bei den kosmischen Behauptungen. Und ganz wichtig: Manifestation ist keine Therapie und ersetzt keine professionelle Hilfe. Wer aktuell in einer Krise ist, in Krankheit, Depression, Armut oder Trauer, sollte lieber zuerst professionelle Unterstützung suchen. Die Telefonseelsorge (0800 111 0 111) ist rund um die Uhr erreichbar.

    Wer die Ursprünge der modernen Manifestations-Welle verstehen möchte, kommt an „The Secret“ nicht vorbei. Wer eine reflektiertere Weiterentwicklung sucht, findet in Roxie Nafousis „Manifestiere!“ eine zeitgemäßere Alternative.

  3. Cover des Buches Den Mund voll ungesagter Dinge (ISBN: 9783453273658)
    Anne Freytag

    Den Mund voll ungesagter Dinge

    (700)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Das Motto für die Lesechallenge im Mai lautet: „Lies eine queere Geschichte.“ Es ist ein großartiges Motto, denn hier kann man frei wählen, welche queere Repräsentation man bei der Lektüre wählen möchte. Mir ist sofort ein Buch in den Sinn gekommen, das ich im August 2021 während meines Urlaubs im Dussmann Berlin gekauft habe: „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag. Bereits vor zwei Jahren habe ich „Mein bester letzter Sommer“ von der Autorin gelesen, was ich sehr mochte. Nun ist also ein weiteres Jugendbuch von ihr an der Reihe. Es erschien 2017 und handelt von einer Teenagerin, die schleichend erkennt, dass sie vielleicht gar nicht heterosexuell ist. Warum das Buch mit dem Thema aber manchmal nicht gut umgeht, verrate ich euch in dieser Rezension. 

    Die 17-jährige Sophie Richter zieht 2016 mit ihrem alleinerziehenden Vater Christian von Hamburg nach München, um mit seiner Freundin Lena und ihren beiden Söhnen Valentin und Leon eine Patchwork-Familie zu gründen. Obwohl sie von ihren neuen Familienmitgliedern liebevoll empfangen wird und ein riesiges Zimmer für sich bekommt, fühlt sie sich nicht heimisch und vermisst ihr Leben in Hamburg mit ihrem besten Freund Lukas. Doch dann beobachtet sie durch ihr Fenster das blonde Nachbarmädchen mit der Zahnlücke und fühlt sich auf merkwürdige Weise zu ihr hingezogen. Als sie erfährt, dass sie mit ihr in dieselbe Jahrgangsstufe des Gymnasiums geht, gibt es für Sophie vielleicht doch einen Grund, sich auf ihr neues Leben in München zu freuen. 

    „Es schüttet.“, ist der erste, knappe Satz des Prologs „Und vor mir das Nichts“. Der starke Regen soll hier die Gefühlslage der Protagonistin Sophie widerspiegeln, die ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive im Präsens erzählt. Spannend ist: Dieser Prolog ist auch ein späteres Kapitel. Auf Seite 362 steht exakt derselbe Text. Nur die letzten vier Sätze des Prologs sind anders, während später noch zwei Absätze folgen. In der Erzähltheorie ist das ein ganz typischer Einsteig: Im Prolog wird ein kleiner Schnipsel präsentiert, der zukünftige Ereignisse im linearen Handlungsverlauf vorzeitig präsentiert. Germanisten nennen das eine Prolepse, falls ihr mal ein bisschen angeben möchtet. Auf fast 400 Seiten arbeitet sich die Leserschaft also kontinuierlich in kleinen Schritten auf den Handlungszeitpunkt im Prolog hin. Sophies Geschichte beginnt dabei im März 2016 und endet im September desselben Jahres.

    Protagonistin ist die 17-jährige Sophie, die dunkle Haare hat, schlank und laut ihres besten Freundes Lukas „fast schon absurd schön“ (S. 184) ist. Innerlich ist sie aber unsicher und verletzlich. Ihre Mutter hat sie nach ihrer Geburt verlassen, und so wuchs Sophie bei ihrem alleinerziehenden Vater auf. Sie ist nachdenklich und authentisch. In vielerlei Hinsicht habe ich mich bei ihr selbst zurückversetzt gefühlt in die Zeit meiner Teenager-Jahre. Womit ich jedoch meine Schwierigkeiten hatte, war dass sie mit ihren jungen 17 Jahren schon mehrfach betrunken Sex auf Partys hatte. Sie war noch nie in einen Jungen verliebt, hatte noch keinen festen Freund, aber hat sich im Suff dann doch einfach mal flachlegen lassen. Schlimmer noch, ihr bester Freund Lukas nennt sie ständig bei ihrem Spitznamen „Flittchen“ (S. 22), der daher rühren soll, dass Sophie mal eine Phase gehabt haben soll, in der sie roten Lippenstift getragen hat und in Kombination mit ihren dunklen Haaren wie Schneewittchen ausgesehen haben soll. Und natürlich, dass sie in Hamburg den Schlampenruf weg hatte. Grundsätzlich fand ich die Dynamik zwischen Lukas und Sophie schwierig. Sie sind zwar Kindheitsfreunde, aber dass sie sich auf die Wange küssen, gemeinsam kuschelnd in einem Bett schlafen oder auf einer Party so tun, als hätten sie im Badezimmer Sex gehabt, fand ich absolut schräg. Gerade weil Lukas eine feste Freundin hat, die wohl nicht ganz grundlos eifersüchtig ist. Auf mich wirkte Lukas grenzüberschreitend, wie er jeden verzweifelten Versuch unternimmt, aus der Friendzone zu kommen. Auch wenn ich Sophie meistens sympathisch finde, merkt man, dass sie noch in einer Selbstfindungsphase steckt und sich für Anerkennung zu sehr an Typen anbiedert, die es eigentlich nicht gut mit ihr meinen. Sie muss noch lernen, Grenzen zu setzen und sich nicht zu sehr als Pick me-Girl zu inszenieren.

    Freytags Schreibstil ist modern, direkt und stellenweise metaphorisch. Dabei ist die Sprache jugendlich, intensiv und trotzdem unaufgeregt. Das Tempo ist perfekt ausgewogen und man kommt schnell in einen Lesefluss. Der Schreibstil ist wirklich die größte Stärke des Jugendbuchs: Er wirkt mühelos atmosphärisch und wunderschön. Schon bei „Mein bester letzter Sommer“ war ich von der zarten und warmen Atmosphäre begeistert, und auch hier gibt es trotz Streitigkeiten ein wunderbar wohliges Gefühl, das Anne Freytags Bücher zu etwas ganz Besonderem macht. Die Konflikte wirken nachvollziehbar und nicht aufgesetzt. Außerdem gibt es keine Längen, sondern jedes Kapitel ist sprachlich rund und bereitet große Freunde beim Lesen. Auf stilistischer Ebene habe ich also absolut nichts zu kritisieren.

    Dennoch gibt es auch zwei unübersehbare Schwachpunkte in „Den Mund voll ungesagter Dinge“. Einmal sind das medizinische Ungenauigkeiten, die mir bereits bei „Mein bester letzter Sommer“ aufgefallen sind. Hier ist die Protagonistin zwar nicht sterbenskrank, doch sie hat einmalig starkes Fieber und liegt mehrere Tage flach. Laut Lena hat Sophie bis zu 41,8°C Fieber. Einmal zur Einordnung: ab etwa 41°C spricht man von einem lebensgefährlichen Zustand, 42°C sind mit dem Leben kaum noch vereinbar. Bei extrem hohem Fieber steigt das Risiko für Kreislaufversagen, neurologische Schäden oder Krampfanfälle. Sophie beschreibt sogar tagelange Bewusstlosigkeit. Dennoch bringen weder Christian noch Lena sie ins Krankenhaus, um Laborwerte messen, Infusionen geben oder lebensbedrohliche Erkrankungen wie Sepsis oder eine Hirnhautentzündung ausschließen zu lassen. Und das alles, obwohl beide Ärzte sind und ihnen die zwingend notwendige Einweisung bewusst sein sollte. Stattdessen duschen sie Sophie fälschlicherweise kalt ab und lassen sie im Bett liegen. Ich verstehe, dass Sophies Erkrankung auch eine symbolische Bedeutung hat und mit einem inneren Konflikt einhergeht. Aber man hätte sie wenigstens realistischer schreiben können, z.B. mit 39,8°C Fieber. Besonders weil sie mit Ärzten zusammen lebt, fällt diese Szene auseinander wie morsches Holz. Ausreichende Recherchen im medizinischem Bereich sind definitiv Freytags Kryptonit.

    Außerdem ist der Umgang mit Homo- bzw. Bisexualität und dem Coming Out hier stellenweise schwierig. Aus dem Klappentext geht bereits hervor, dass Sophie und Alex anfangen, sich sexuell näher zu kommen. Allerdings hat Alex bereits einen festen Freund: Clemens. Und den verlässt Alex auch nicht, sondern betrügt ihn mit Sophie. Das wird zwar auch thematisiert, aber viel zu lange wird einfach ignoriert, dass eine von ihnen nicht single ist. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass das Coming Out von einem der beiden und dessen Folgen näher beleuchtet werden. Zwar erfährt Sophie teilweise Unverständnis, aber die Folgen scheinen für sie banal und tendenziell positiv zu sein, obwohl negative Reaktionen wie Ablehnung, Mobbing oder Kontaktabbrüche für viele Jugendliche leider sehr real sind. Da hätte ich mir eine differenziertere Auseinandersetzung gewünscht.

    Das Ende hat mir dagegen sehr gut gefallen. Konflikte schaukeln hier noch einmal hoch, und auch, wenn Freytag in der Danksagung geschrieben hat, dass ihr die Streitdialoge sehr schwer gefallen sind, finde ich sie doch gelungen. Beide Positionen sind irgendwo nachvollziehbar, auch wenn Alex für mich unsympathisch bleibt. Lena habe ich dagegen sehr ins Herz geschlossen und sie wird mir als liebste Figur in diesem Buch in Erinnerung bleiben. Auch die Playlists, die im hinteren Buchdeckel zu finden sind, sind typisch für Freytags Jugendbücher. Ich habe sie leicht abgewandelt auf Spotify gehört, und sie war wirklich der perfekte Soundtrack zur Lektüre und ein kleiner, süßer Bonus. Insgesamt kann ich euch „Den Mund voll ungesagter Dinge“ also ans Herz legen.

    Anne Freytags atmosphärischer, wunderschöner und müheloser Schreibstil trägt „Den Mund voll ungesagter Dinge“ und macht die Geschichte über weite Strecken zu einem echten Lesevergnügen. Alle Figuren wirken glaubwürdig und Sophie ist eine authentische Jugendliche in einer Selbstfindungsphase. Kritisch ist dagegen mal wieder die unrealistische medizinische Darstellung, hier von Sophies Fieber, sowie die etwas oberflächliche Behandlung von Fremdgehen, einem Coming Out und den Folgen. Trotz dieser Schwächen habe ich das Jugendbuch aus dem Jahr 2017 sehr gerne gelesen, weshalb ich ihm vier von fünf Federn gebe. Von Freytag habe ich noch den Thriller „Aus schwarzem Wasser“ auf dem SuB, den ich gerne nächstes Jahr lesen möchte.

  4. Cover des Buches Neubeginn in Virgin River (ISBN: 9783365007815)
    Robyn Carr

    Neubeginn in Virgin River

    (240)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Eine Krankenschwester will einen Neubeginn und nimmt eine stelle in Virgin River an. Der Arzt ist alt und braucht hilfe. Die will er nicht an nehmen. Es entwickelt sich eine schöne Geschichte mit Herz schmerz. Aber auch Kriminalität. Na ja ist ein Frauen Roman macht trotzdem SPSS zu lesen. Wer die Serie kenn wird es lieben.

  5. Cover des Buches Drachen, Doppelgänger und Dämonen (ISBN: 9783499629723)
    Oliver Sacks

    Drachen, Doppelgänger und Dämonen

    (9)
    Aktuelle Rezension von: PhilippWehrli
    Mit etwa fünf Jahren hatte ich als Nebenwirkung eines Hustensirups Halluzinationen. Ich sah verschiedene leuchtende unheimliche Tiere. Seither bin ich misstrauisch, wenn jemand sagt, er glaube nur, was er gesehen hat. Mir scheint, dies ist die entscheidende Frage der Erkenntnistheorie: Woran erkenne ich, wie weit meine Sinneseindrücke einer Wirklichkeit entsprechen?

    Deshalb scheint mir fundamental, möglichst genau zu wissen, welches Ausmass Täuschungen annehmen können. In dieser Frage sind Oliver Sacks’ Bücher eine ideale Lektüre. Im hier vorgestellten Werk, ‚Drachen, Doppelgänger und Dämonen’ schildert er eine ganze Reihe eigenartiger Halluzinationen. Wie auch in anderen Büchern geht er dabei kaum auf die neurologischen Hintergründe ein. Halluzinationen können auch bei gesunden Menschen können sporadisch auftreten, sei das durch Übermüdung, Alkohol- oder Drogeneinfluss oder im Zusammenhang mit einem Migräneanfall. Weitere Auslöser sind Höhenkrankheit, Sauerstoffmangel, Halbschlaf, Medikamente, abgesetzte Medikamente oder Drogen, Dehydrierung, grosse Trauer, Epilepsie oder Schizophrenie.

    Was der Betroffene an Halluzinationen erleben kann, sprengt die Vorstellungskraft des nicht Betroffenen. Alles, was Sie in Gruselfilmen je gesehen haben, scheint sich hier tatsächlich abzuspielen. Z. B.:

    • Eine Stimme kommandiert Sie herum.
    • Musik spielt wunderschön.
    • Beliebige Farbeffekte und Muster tauchen auf.
    • Jemand atmet direkt neben Ihnen.
    • Riesige Spinnen, Mäuse, Würmer oder anderes Ungeziefer krabbeln durchs Zimmer.
    • Die Figuren eines Films oder eines Gemäldes klettern plötzlich aus dem Fernseher oder aus dem Bild und rennen im Zimmer umher.
    • Sie schrumpfen plötzlich zum Zwerg, so dass Sie sich hinter einem Lippenstift verstecken können.
    • Sie wachsen riesenhaft gross und sehen andere Menschen winzig klein.
    • Die ganze Welt wirkt plötzlich fremd. Sie erkennen Ihre eigene Mutter nicht mehr, obwohl Sie wissen, dass diese genau so aussieht.
    • Alles wirkt plötzlich bekannt und vertraut, obwohl es neu ist. Sie sind überzeugt, alles schon einmal erlebt zu haben.
    • Der freundliche Verkäufer verwandelt sich unversehens in ein Gruselmonster und Würmer kriechen aus seinem Gesicht.
    • Im Türrahmen hängen vermodernde Leichen.
    • Sie schweben durchs Zimmer.
    • Ihre Beine oder die eines Anderen sind plötzlich verkürzt oder ungleich lang.
    • Sie sehen plötzlich alles ganz hell und klar, erleben ein überirdisches Glücksgefühl und wissen, dass Gott zu Ihnen spricht.
    • Sie lesen ein Buch und lesen da Dinge, an die Sie sich später erinnern, aber nie mehr finden können.
    • Ein Alltagsgegenstand vervielfältigt sich und steht in mehreren Kopien vor Ihnen.
    • Eine Person geht in gleichen Zeitabständen auf genau die gleiche Weise immer wieder an Ihnen vorbei.

    Viele dieser Erlebnisse werden problemlos als Halluzination erkannt, andere erscheinen völlig real. Welche real erscheinen und welche nicht, ist kaum davon abhängig, wie verrückt die Erlebnisse sind. Jeder gesunde Menschenverstand und jede Logik, was möglich ist und was nicht, kann ausgeschaltet werden. Denn gesunder Menschenverstand und Logik, die schliesslich vom Gehirn produziert werden, können natürlich auch durch eine Gehirnstörung ausser Kraft gesetzt werden. Das Beispiel des Anton-Syndroms mag dies erleuchten: Patienten mit dem Antonsyndrom sind völlig blind, bemerken dies aber nicht. Werden sie aufgefordert, ein Zimmer zu beschreiben, kommen sie dieser Aufforderung nach und erzählen voller Überzeugung viele Details über das Zimmer. Allein, das Zimmer sieht völlig anders aus. Wenn sie im Zimmer umher gehen und dabei gegen Möbel stossen, fällt ihnen keineswegs auf, dass sie diese ja gar nicht sehen, sondern sie erklären z. B., die Möbel seien verschoben worden. Ansonsten sind Anton-Patienten aber voll zurechnungsfähig.

    Da erhebt sich doch die Frage, ob wir nicht alle –oder auch nur ich?- auf ähnliche Weise grosse Teile der Welt nicht wahrnehmen, ohne es überhaupt zu bemerken. Was können wir tun, um diese Gefahr zu minimieren? – Das scheinen mir die bedeutsamen Fragen der Erkenntnistheorie. Es erstaunt mich immer wieder, wenn ich Leute treffe, die sich ‚Erkenntnistheoretiker’ nennen, dann aber feststelle, dass sie nur gerade Kant gelesen, aber nie über derartige Fragen nachgedacht haben.

    Wer sich dafür interessieren, wie Wissen begründet werden kann, findet bei Oliver Sacks einige Warnlampen, die er beachten sollte. Wer eine Theorie des menschlichen Bewusstseins oder der Seele begründen will, findet einige unerwartete Phänomene, die durch so eine Theorie erklärt werden sollten. Wer aus eigener Erfahrung oder aus ihrem Umfeld ähnliche Phänomene kennt, findet Leidensgenossen und Verständnis. Wer gesund ist, aber sich auf mögliche zukünftige Halluzinationen vorbereiten will, findet Anschauungsmaterial. Falls Sie morgen beim Aufwachen feststellen, dass sie von einer Riesenschlange umschlungen werden, schlafen Sie getrost noch eine Runde. Sofern Sie in Deutschland und nicht in der Nähe eines Zoos wohnen, haben Sie gute Chancen, dass dies reine Einbildung ist. Und sonst ist’s eh zu spät.

    Hier habe ich einige der Halluzinationen in Kurzfassung zusammen gefasst:
    https://fragen-raetsel-mysterien.ch/experimente-und-fakten-zum-thema-bewusstsein/
  6. Cover des Buches Der Brief (ISBN: 9783423261463)
    Carolin Hagebölling

    Der Brief

    (181)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Ich mag Romane, die im magischen Realismus verankert sind. Im vorliegenden Buch gibt es offenbar mehr als nur eine Realität. Marie erhält einen Brief von einer Schulfreundin, von der sie viele Jahre nichts gehört hat, die ihr aber weismachen möchte, dass sie im Kontakt stehen und Marie nicht in Hamburg mit ihrer Freundin Johanna lebt, sondern in Paris mit Victor. Das wirft Marie natürlich aus der Bahn, aber sie macht sich auf die Suche nach Antworten ..

    Es gibt keine richtige „Auflösung“ im Roman. Doch braucht es das? Die Autorin regte meine Phantasie an, mir über mein Verständnis von „Wirklichkeit“ Gedanken zu machen. Dabei geht sie nicht – wie andere – auf die Wegkreuzungen (also kleine Entscheidungen) ein (wie z.B. bei „Lola rennt“), an denen die Parallelwelten auseinanderdriften, sondern sattelt das Pferd sozusagen von hinten auf.

    Manches wirkt dabei nicht „logisch“, z.B.: Wie kommt es, dass die Briefe „nachgesendet“ werden? Gibt es einen Postboten, der Briefe über Dimensionsgrenzen befördert? Wieso geht Marie, als sie in Berlin ist, nicht zur Adresse von Christine?

    Dafür hat mir der Schluss sehr gut gefallen, der den Kreis für mich schließt.

    Das Buch ist gut zu lesen und bleibt spannend bis zum Schluss. Ich schwanke tatsächlich zwischen dem 4. und 5. Stern.

    Fazit: Welche Realität stimmt? Ein faszinierendes Verwirrspiel.


  7. Cover des Buches Ellin (ISBN: 9783931989835)
    Christine Millman

    Ellin

    (124)
    Aktuelle Rezension von: Shunima

    Kurzer Inhalt:

    Seit Ellin als Einzige aus ihrer Familie einen räuberischen Überfall überlebt hat, muss sie ihren Lebensunterhalt als Leibdienerin des grausamen Lord Wolfhards bestreiten. Als Ellin sich ihm verweigert, prügelt er sie beinahe zu Tode. Getrieben von einem unbändigen Überlebenswillen gelingt ihr die Flucht in die Wildnis, wo sie auf Kylian und seine Gefährten trifft, die sie aufnehmen und gesund pflegen. Doch ihre Retter sind mehr, als sie vorgeben zu sein, und auch Ellin hütet ein Geheimnis, das nur Lord Wolfhard kennt und das sie alle in Gefahr bringt. 


    Was ich erwartet habe:

    Fantasy gespickt mit Romance: Ellin wirkte im Klappentext wie eine starke Protagonistin (was ich sehr mag), die ihren Weg gehen wird. Dabei trifft sie auf Kylian, dem ich den üblichen Trope geheimnisvoll = verletzt unterstellte und natürlich werden sie ein Paar! Dabei erkunden sie ihre Vergangenheit und entdecken, dass auch sie zufälligerweise ein besonderes / mächtiges Fabelwesen ist wie Kylian mit seinem Gefolge. 

     

    Was ich bekommen habe:

    Eine Liebesgeschichte habe ich bekommen. Diese steht zwar gewissermaßen als treibende Kraft zwischen den Protagonisten im Vordergrund, ist dabei aber nicht aufdringlich. Das finde ich prinzipiell sehr gut, da mir in einigen Büchern aus dem Romantasy Genre die eigentliche Rahmenhandlung neben der Liebesgeschichte zu kurz kommt. Jedoch haben die beiden Protagonist*innen in „Ellin“ wenig Handlungszeit zusammen. Oft sind sie getrennt oder aber nicht alleine, sodass ich Schwierigkeiten hatte, Herzklopfen zu bekommen und ihre Entwicklung nachzuvollziehen.

    Ellin ist tatsächlich eine starrsinnige, aber doch recht schwache Protagonistin. Sie möchte ihren eigenen Weg gehen, sie widersetzt sich Gepflogenheiten und adaptiert sich an neue Orte und Gesellschaften – es ist ihre große Stärke, sich nicht unterkriegen zu lassen. Ihre Naivität passt zu ihr und ihrer Entwicklung. Sie versucht, für sich einzustehen, scheitert aber oft und andere entscheiden, was mit ihr geschieht. Sie wird gejagt, entführt, entwurzelt und es wird viel über ihren Kopf hinweg bestimmt. Es passt zwar zu ihrer Entwicklung, aber würde sie sich am Ende nicht doch weiterentwickeln, dann hätte ich hier einen Punkt abgezogen.

    Kylian wiederum ist mir zu sehr ein wandelndes Klischee. Er ist der düstere Love Interest mit tragischer Vergangenheit. Der Retter in strahlender Rüstung, der leidet für „seine“ Frau. Er ist stark, männlich, gutaussehend und wortkarg und ein Fabelwesen, über das man aber nicht viel erfährt. Da fehlte mir etwas. 

     

    Die Handlung war durchdacht und es zog sich bis zum Ende ein roter Faden, dem sich gut folgen ließ. Leider wirken einige Etappen aber eher so, als ob sie als Füllmaterial gedacht sind, z.B. als Ellin zum x-ten Mal von Kylian getrennt wird und sie sich zufällig mal wieder verpassen… da hätte ich mir mehr Originalität gewünscht. Auch fehlten mir Hintergrundinformationen, z.B. zu Kylians Vergangenheit, aber auch zu anderen Fabelwesen. Keins hat Tiefe bekommen, selbst die antagonistischen Wesen waren halt einfach… da. Warum? Woher?

    Der Schreibstil war ruhig, aber mitreißend und ließ mich trotz meiner Kritik durch die Seiten fliegen. Natürlich muss man sich auch bewusst machen, dass das Buch 2013 veröffentlicht wurde – das ist doch schon eine Zeit her und seitdem hat sich gesellschaftlich doch mehr getan als man denken mag. Leider fehlte dem Buch trotz Verlagsveröffentlichung ein gutes Korrektorat, sodass ich viele Fehler gefunden habe, die ich nicht verzeihen kann (dass / das, Groß-/Kleinschreibung etc). Bei einer Verlagsveröffentlichung erwarte ich ein besseres Korrektorat und Lektorat – allerdings steckte der Verlag 2013 auch noch in den Kinderschuhen, heute ist das anders.

    Der Schreibstil  von Christine Millmann rettet, was ein paar Plotlöcher und Rechtschreibfehler zu wünschen übrig lassen. Letztendlich ist er auch der Grund, warum das Buch letztendlich 4 und nicht nur 3 Sterne bekommt.

  8. Cover des Buches Neugier: ist eine große Energie (ISBN: 9783736881440)
    Lewis Black

    Neugier: ist eine große Energie

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Zum Inhalt:

    Wenn ´ok´auf einmal nicht mehr gut genug ist. Eine Chatbekanntschaft, die den Alltag und bisherigen Erfahrungen völlig auf den Kopf stellt. Lust und Begierde entfachen einen Flächenbrand und nähern sich dem Höhepunkt, dem ersten Treffen.


    Cover:

    Das Cover passt zur Geschichte und weist den Betrachter bereits darauf hin, dass es sich hier um eine erotische Kurzgeschichte handelt. Wer also hier nicht schon Halt macht, weil das einfach nicht sein Genre ist, der ist selbst schuld. Ich finde das Cover passend und durchaus ansprechend.


    Eigener Eindruck:

    Schon lange schreiben sich die beiden Protagonisten, wobei man die Geschichte aus Sicht einer Person verfolgt. Dabei bekommt man einen gewissen Überblick, wie die beiden sich gefunden haben und immer mehr miteinander schreiben und sogar langsam ihre erotischen Fantasien ausleben beziehungsweise auf ein erstes Treffen hin arbeiten, ganz ohne Vorurteile. An sich ist die Idee zu der Geschichte nicht schlecht und hätte meiner Meinung nach auch gut sein können, aber diese Geschichte hat mich einfach nicht gepackt. Sie plätschert so langhin, es werden in paar erotische Fantasien in den Raum geworfen und das war es dann. Gut, was will man bei elf Seiten und einem kostenlosen ebook erwarten? Da sollte man die Ansprüche schon nicht so hoch stecken, aber irgendwie denke ich, dass man das alles hätte noch besser schreiben können. Mit mehr Emotionen, mehr Details, einfach stimmungsvoller. So kann ich diese Story nur neutral bewerten und will mich gar nicht weiter daran aufhalten. Man kann sie mal gelesen haben, muss es aber nicht…


    Fazit:

    3 von 5 Sterne


    Daten:

    ISBN: 9783736881440

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: E-Buch Text

    Umfang: 11 Seiten

    Verlag: BookRix

    Erscheinungsdatum: 01.03.2015


  9. Cover des Buches Christmasland (ISBN: B00F57O2WA)
    Joe Hill

    Christmasland

    (4)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Charlie Manx ist ein sehr, sehr böser Mann mit einem sehr, sehr bösen Auto. Er entführt Kinder nach "Christmasland", wo ewige Weihnacht herrschen soll. Die Kinder erwartet dort jedoch etwas Grausames, und es gibt keinen Weg zurück. Einzig Vicky könnte dem Schrecken Einhalt gebieten. Als ihr kleiner Sohn verschwindet, entbrennt zwischen ihr und Charlie ein Kampf, der jeden Albtraum verblassen lässt.

    Mit seinem Meisterwerk moderner Fantastik entführt uns der mehrfach preisgekrönte Bestsellerautor Joe Hill auf einen unvergesslichen Horrortrip

    Inhaltsangabe auf audible


    Dies war nun mein 2. Buch von Joe Hill, einem der Söhne Stephen Kings. Bei seinem Debutroman "Blind" konnte man schon die Ähnlichkeit zum berühmten Vater erkennen, in diesem hier nun hat man echt das Gefühl, dass hätte auch der Vater schreiben können. Ich weiß gar nicht, ob Joe Hill sich über diese Vergleiche freuen würde, oder ob er es schon nicht mehr hören kann, aber er kann eben auch nicht leugnen, von wem er sein Galent geerbt hat. Und bei der Suche nach einem Verleger, für viele anderen Schriftsteller eine sehr mühevolle Angelegenheit, hatte er bestimmt Vorteile, bei dem Papa.


    Jedenfalls ist das Buch auf jeden Fall etwas für alle Stephen King Fans, denn es ist ein sehr ähnlicher Schreibstil. Eher ausschweifend mit sehr vielen erwähnenswerten Einzelheiten und Detailsm die aber alle zusammen im Laufe der Story wieder Sinn ergeben und sich in die Gescnichte einfügen. Und auvh wenn diese Story nicht ganz von unserer Welt ist, vergleichbar mit den älteren Werken Stephen Kings, ist sie in sich schlüssig, nachvollziehbar und realistisch. Mir hat es richtig gut gefallen und es stört mich gar nicht, dass ich nun amerikanische Horror-Geschichten in zweiter Generation lese.

  10. Cover des Buches Stürmische Nächte mit einem Highlander (ISBN: 9783956492921)
    Lynsay Sands

    Stürmische Nächte mit einem Highlander

    (10)
    Aktuelle Rezension von: halo123

    Bisher gefielen mir wirklich alle Highlander-Romane von Lynsay Sands und auch von diesem hier wurde ich nicht enttäuscht. 

    Lady Kyla ist eine wirklich tolle Protagonistin, aber auch wenn sie manchmal von anderen gerettet werden muss lässt sie sich nicht so schnell abschieben und ist nicht scheu Wiederstand zu leisten. Und wenn man das größere Bild betrachtet sind all ihre Reaktionen wirklich gerechtfertigt. 

    Kommen wir nun zu Galen. Ein sturer Bock von einem Mann. Wirklich. Dennoch gefiel mir die Entwicklung die die beiden durchmachten sehr gut.

  11. Cover des Buches Kalte Wasser (ISBN: 9783961091515)
    Melanie Golding

    Kalte Wasser

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Jazebel
    Ich weiß ja, Autor*innen von Genre-Mixen haben es nicht leicht. Dieses Hörbuch mäandert gekonnt zwischen Thriller und Mystery hin und her und löste bei mir als Hörerin stundenlange Verwirrung aus, aber auch im gleichen Maß Faszination und den Drang hinter das Geheimnis dieser Geschichte blicken zu können.

    Die Story beginnt im Krankenhaus, als Lauren Mutter wird. Mutter von eineiigen Zwillingen, zwei Jungen namens Morgan und Riley. Bereits in der Nacht nach der Geburt hat sie eine unheimliche Begegnung, eine heruntergekommene Frau fordert von ihr, eines von Laurens Babies gegen einen von ihren Zwillingen zu tauschen, damit wenigstens einer der Jungn der heruntergekommenen Frau ein schönes Leben habe. Lauren bekommt eine Panikattacke und wählt den Notruf. Als der Klinik-Sicherheitsdienst eintrifft ist keine Spur mehr von der mysteriösen Frau zu finden. Halluziniert Lauren, ist sie ein Fall für die Psychiatrie? Doch Detective Harper stößt auf Hinweise, dass doch jemand auf der Wöchnerinnen- Station gewesen sein könnte...

    Das ganze Buch dreht sich um die Frage ob Lauren psychisch krank ist oder doch Opfer einer mysteriösen Kindesentführerin geworden ist. Niemand glaubt Lauren, bis auf Detective Harper und immer wieder gibt es Hinweise, dass an Laurens Behauptungen mehr dran ist, als nur das zerrupfte Nervenkostüm einer jungen Mutter im Schlafdefizit.

    Als Hörerin habe ich selbst beim Hören permanent überlegt wem ich glaube. Lauren? Oder ihrem Mann, der natürlich nichts von Laurens 'Hirngespinsten' hält. Das hat permanent die Spannung aufrecht erhalten. Doch die Charaktere in dieser Story sind leider alle nicht auf Sympathie angelegt, zu niemanden konnte ich eine richtige Beziehung aufbauen, weder zu Lauren, noch zur Detective oder Laurens Mann. Alle sind auf ihre Art komplex, aber anstrengend.

    Nicole Engeln als Sprecherin verpasst allen Charakteren individuelle Stimmen, man merkt, emotionale Szenen liegen ihr.

    Die Auflösung fand ich durchaus gelungen, um hier spoilerfrei zu bleiben, es blieben mir zwar ein, zwei Fragen offen, aber nichts relevantes was für mich eine Logiklücke aufwerfen würde.

    Mystery- Fans ohne Probleme mit einer guten Portion Mama-Hormone bis hin zur mütterlichen Hysterie, sollten hier unbedingt reinhören!
  12. Cover des Buches Kommt ein Pferd in die Bar (ISBN: 9783596034024)
    David Grossman

    Kommt ein Pferd in die Bar

    (72)
    Aktuelle Rezension von: Hipster

    Was hab ich denn da gelesen? 


    Kommt ein Pferd in die Bar von David Grossman erzählt von der Show eines Witzeerzählers, aus der Sicht eines Zuschauers. 

    Doch wirklich lustig und vergnuglich ist der Abend nicht. 


    Was hier eher langweilig klingt, ist der Tatsache geschuldet, dass jedes weitere Wort ein riesengroßer Spoiler wäre. 

    Deswegen möchte und kann ich nicht auf die Story eingehen. 


    Nur soviel als Warnung. Sollte man negativer Stimmung sein, ist dieses Buch genau das falsche, welches man sich zu Gemüte führen sollte. 


    Das Buch ist eine Tour de Force. Dem Leser werden auf 252 Seiten viel abverlangt und den Zuschauern im Buch erst recht. 

    Doch ist Kommt ein Pferd in die Bar ein schlechtes Buch? 

    Ganz im Gegenteil. Es ist fesselnd, den  "Seelenstriptease" des Komikers mitzuerleben. Man bleibt am Ball und möchte wissen wie es weiter geht, obwohl David Grossman, bewusst, eine provokant zerstreute Erzählweise gewählt hat. Man erfährt einiges über das Leben in Israel, damals und heute.  


    Kann ich das Buch empfehlen. Ja mit Sternchen. 


    Denn das Buch kann einen wirklich runter ziehen. Lest es. Es ist wirklich gut. Aber lest es nicht, wenn es euch psychisch nicht gut geht. Denn Kommt ein Pferd in die Bar lässt einen schwermütig zurück.

  13. Cover des Buches In den Armen Des Vampirs - Band 8 (ISBN: 9791025724620)
    Chloe Wilkox

    In den Armen Des Vampirs - Band 8

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus
    Zum Inhalt:
    War es der größte Fehler in Glorias Leben, sich in einen Vampir verliebt zu haben? Mit Benjamin Marlowe, dem berühmten Produzent, dem charmanten Milliardär, dem geheimnisvollen Vampir ist nichts einfach, nichts selbstverständlich. Und doch lebt die hübsche Sängerin ihren Traum. Dann allerdings wird ihre Beziehung wegen eines einzigen, flüchtigen Gedanken, den Gloria im gequälten Geist ihres Liebhabers aufgeschnappt hat, wieder einmal auf die Probe gestellt.
    Kann es sein, dass er sie lieber tot als lebend lieben würde?
    Gloria ist bereit. Bereit sich mit Leib und Seele hinzugeben, um für alle Ewigkeit bei ihrem Geliebten zu sein. Aber die Ewigkeit hat ihren Preis: Und dieser Preis heißt Blut und Tod …

    Nachdem Gloria in die Gedanken von Benjamin, ihrem geliebten Vampir, sehen konnte, weiß sie nicht, was sie tun soll. Einerseits liebt sie den Vampir abgöttisch, auf der anderen Seite ist sie sich der Gefahr bewusst, die von ihm ausgeht. Anstatt sich ihrer Hexenfreundin Moira anzuvertrauen oder ihrem Werwolffreund Vince, ist es gerade Matthew Marlowe, Bens blutrünstiger Bruder, den sie schließlich aufsucht und der ihr klipp und klar die Meinung sagt. Für Gloria steht fest, dass sich etwas ändern muss, wenn sie bei Ben bleiben will. Sie muss auch ein Vampir werden. Doch das scheint Ben wiederum ganz anders zu sehen...

    Wieder einmal präsentiert uns die Autorin Chloe Wilkox ein völlig vorhersehbaren Ablauf der Geschichte, auch wenn sie neue Ideen mit eingebracht hat. Jeder hat sich sicher gefragt, was denn nun aus Matthew geworden ist, nachdem er das Blut von ihr getrunken hat. Ist er stark geblieben oder ist er wieder in sein altes Schema verfallen? Die Antwort bekommen wir prompt und fast scheint es so, dass sich alles zum Guten wenden wird - auch wenn man die Art undWeise des Briefverkehrs logisch nicht ganz nachvollziehen kann, den die beiden betreiben - ein Brief unter ihrer Fußmatte, eine Flaschenpost von ihr.... ahja. 
    Und plötzlich ist es wieder einmal Gloria, die fernab jedes Verstandes handelt. Sie stellt sich starken Vampiren todesmutig und übernatürlich stark entgegen und macht sich so scheinbar neue Feinde und plötzlich ist da auch die Idee ein Vampir werden zu müssen oder zu sterben. Was für ein Selbstmordkommando. Natürlich muss sie aber, bevor sie Benjamin ihren neuen Plan präsentiert erst noch ein Stelldichein mit ihm haben - laaaaaaaaaangweilig! Und vor allem mit ganz viel Fremdschämpotential. Wer dachte schlimmer kann es nicht mehr werden. Tada... sie nehmen ein Konzert mit 2500 Zuschauern als Spielplatz. Stöhnen, schreien und hoffen nicht erwischt zu werden. Ich lach mich ja tot. Gott... Die Serie hat echt so gut begonnen und dann sinkt sie einfach ins bodenlose. Und natürlich ist es dann Gloria, die ihren Plan präsentiert und dann völlig den Kopf verliert. Egoistisch, unüberlegt, dumm.  Schade, wirklich schade.

    Eine Leseempfehlung für diesen Teil gibt es dieses Mal nicht. Denn ich muss mir selbst überlegen, ob ich das alles so weiter lesen möchte. Eigentlich hab ich schon viel zu lange durchgehalten... es wird von Band zu Band einfach immer schlimmer.

    Idee: 3/5
    Emotionen: 2/5
    Charaktere: 2/5
    Spannung: 2/5

    Gesamt: 2/5

  14. Cover des Buches Eine bessere Welt (Die Abnormen 2) (ISBN: B015JBLBRU)
    Marcus Sakey

    Eine bessere Welt (Die Abnormen 2)

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Ro_Ke
    Klappentext (Lovelybooks):

    Seit 1980 kommt ein Prozent aller Kinder mit Gaben auf die Welt, von denen wir bis dahin nur träumen konnten. Sie können die intimsten Geheimnisse eines Menschen wahrnehmen, Börsenbewegungen voraussagen oder sich fast unmerklich fortbewegen. Seit dreißig Jahren wächst die Kluft zwischen diesen außergewöhnlichen Menschen... und uns anderen. Nun hat ein von Genialen organisiertes Terrornetz drei Städte lahmgelegt. Die Regale der Supermärkte sind leer, Notrufe werden nicht beantwortet, Menschen werden bei lebendigem Leib verbrannt. Nick Cooper kämpft seit jeher darum, dass seine Kinder einst in einer besseren Welt leben können. Selbst ein Genialer, ist er auch Berater des US-Präsidenten und gegen alles, wofür die Terroristen stehen. Doch während Amerika in einen verheerenden Bürgerkrieg schlittert, muss Cooper sich auf ein Spiel einlassen, das er nicht verlieren darf. Denn seine Gegner haben ihre eigene Vorstellung von einer besseren Welt.

    Meine Meinung:

    Nachdem ich beim Auftakt schon bemängelt hatte, dass er für mich zu sehr „Agententhriller“ war und leider nur wenig ausgeschmückte Sci-Fi Anteile beinhaltete, entwickelt sich die Fortsetzung zu einem recht theoretischen „Politthriller“, bei dem, begleitet von allerlei Widrigkeiten, Missionen geplant werden, um einen Bürgerkrieg zu verhindern. 

    Die Geschichte bietet sicher einen fesselnden Spannungsbogen, jedoch konnte sie mich thematisch nicht gänzlich erreichen und ich musste feststellen, dass derart Thriller für mich auf der Leinwand gut funktionieren, ich sie aber weniger gerne lese bzw. höre.

    Dazu trägt leider auch der eher nüchterne/sachliche Schreibstil des Autors bei, der bei mir im Kopf nicht so recht zünden wollte. 

    Wirklich berühren konnten mich dafür aber die wenigen Momente, in denen Markus Sakey die Liebe des Protagonisten zu seinen beiden Kindern darstellt, deren Schutz als Antrieb für seinen Einsatz dient. 

    Fazit:

    Der Epilog stellt sehr geschickt die Weichen zu Teil 3 aber insgesamt war es mir, trotz gutem Spannungsaufbau, oft zu langatmig. 3,5 ★

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