Bücher mit dem Tag "vorurteile"
481 Bücher
- Jane Austen
Stolz und Vorurteil
(4.094)Aktuelle Rezension von: HolzannerlStolz und Vorurteil ist ein absoluter Klassiker und ich kann verstehen, warum die Geschichte von so vielen geliebt wird!
An das langsame Erzähltempo und die vielen Details musste ich mich erst gewöhnen, aber mit der Zeit hat es richtig Spaß gemacht zu lesen. Es dauert allerdings auch eine ganze Zeit, bis man sich einen Überblick über die vielen Namen & Beziehungen verschafft hat...
Im Kontext der Zeit fand ich es sehr spannend, wie unterschiedlich die Herangehensweisen und Ansichten auf die Ehe dargestellt wurden. Einerseits die traditionelle, auf Sicherheit, Ansehen und Vermögen bedachte Seite und dann auch die moderne Version, die Liebe & Zuneigung als Grundlage der Ehe forciert.
Elisabeth und Mr. Darcy gehören tendenziell zur zweiten Fraktion und vertreten teilweise recht moderne Ansichten. Ich mag es, dass beide aneinander wachsen und ihre Vorurteile ablegen können, vor allem weil ihre Menschenkenntnis ansonsten als recht gut dargestellt wird.
Im Prinzip ist "Stolz & Vorurteil" die Vorgängerversion heutiger "Enemies to Lovers" Romane und hat an Aktualität nichts eingebüßt! Hat mir sehr gut gefallen 😊 - Mona Kasten
Save Me: Special Edition
(3.583)Aktuelle Rezension von: LissiannaNachdem mich die neue Serienadaption zu Maxton Hall komplett angesteckt hatte, musste ich unbedingt wieder zum Buch greifen – und dieser Re-Read hat sich von der ersten Seite an gelohnt. Die Geschichte rund um Ruby Bell, die an der Elite-Schule um ihren Traum von Oxford kämpft und dabei am liebsten unsichtbar bleiben möchte, entfaltet sofort wieder ihren ganz eigenen Sog.
Als sie unfreiwillig auf James Beaufort trifft – reich, privilegiert und der unangefochtene Star des Colleges –, prallen zwei vollkommen gegensätzliche Welten aufeinander. Trotz vertrauter Tropes lebt die Handlung von den dynamischen Schlagabtauschen. Ruby überzeugt als ehrgeizige, schlagfertige Protagonistin mit tiefem Loyalitätssinn für ihr Umfeld. James wiederum offenbart erst nach und nach seine verletzliche Fassade, hinter der deutlich mehr steckt als nur sorgenfreier Luxus.
Ein großer Pluspunkt ist das Feingefühl der Autorin für das Beziehungstempo: Die Entwicklung zwischen den beiden wirkt erstaunlich glaubwürdig, organisch und nie überstürzt. Zudem bekommt auch das gesamte Ensemble an Nebenfiguren genug Raum zur Entfaltung.
Wer fesselnde School-Tropes mit starker Dynamik sucht, kommt hier voll auf seine Kosten. Durch den Serienhype hat das erneute Eintauchen sogar noch mehr Spaß gemacht!
- Mona Kasten
Save Us: Special Edition
(2.092)Aktuelle Rezension von: Katharina_Dick94Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte wurde nie langweilig (wobei ich das von allen 3 Teilen behaupten kann.) Die Protagonisten wurden sehr gut beschrieben und man konnte sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzten. Oft war es zum Haare raufen, man dachte alles wird gut, dann kam wieder ein riesen Dämpfer. Echt toll geschrieben. Mir hat es viele Spaß gemacht diese Bücher zu lesen.
- Kerstin Gier
Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
(1.341)Aktuelle Rezension von: vallsIch wollte das Buch bereits lesen, seit es herausgekommen ist, da ich ein großer Fan der Edelsteintrilogie und von Silber 1 bin.
Die Protagonisten
Der Rückmeldung von vielen Rezensenten, dass die Hauptcharaktere klischeehaft sind, kann ich mich überhaupt nicht anschließen. Ich fand die Protagonisten tatsächlich sehr gut ausgearbeitet.
Da man abwechselnd aus beiden Perspektiven gelesen hat, hat man eben ganz schnell gemerkt, dass Quinn eben nicht der typisch oberflächliche, beliebte Typ ist, sondern mit seinem schweren Unfall ziemlich tapfer umgeht (Humor scheint seine Bewältigungsstrategie zu sein) und Mathilda auch nicht das typische Mauerblümchen, da sie offensichtlich anders ist als der Rest der Familie und nicht zu allem Ja und Amen sagt. Quinn fand ich zu meiner eigenen Überraschung total relatable, witzig und sympathisch und man konnte sich komplett vorstellen, dass so ein Junge in seinem Alter wirklich denken würde, was nicht allen weiblichen Autoren gelingt. Selbst im Angesicht seines Unfalls blieb er sich selbst treu und hat seinen Charme nicht verloren. Er glaubt daran, dass er bald wieder fit ist und trainiert hart dafür. Er verliert die Zuversicht und den Lebenswillen nicht, das muss ihm mal erst mal jemand nachmachen.
Idee und Weltenbau
Die Idee mit der Saumwelt und den Ewigen fand ich ebenfalls super. Was mir nicht gefallen hat, war dann die Umsetzung und die Welt im Saum an sich. Der Anfang war super stark, unvorhersehbar, originelle Nebencharaktere und Weltenidee aber dann ging es leider bergab.
Es kamen für meinen Geschmack viel zu viele Fantasy-Wesen auf einmal vor. Es kam mir teilweise vor, als hätte man einem Grundschulkind den Auftrag gegeben, möglichst seiner Fantasie freien Lauf zu lassen und alle Fantasie-Gestalten, die es so kennt, in die Geschichte zu klatschen, ohne darauf zu achten, ob das denn jetzt wirklich sein muss oder notwendig/hilfreich für die Story ist. Die Funktionsweise der Saumwelt hat zu sehr an Silbers Traumwelt erinnert (aber als schlechter Abklatsch), da man ja auch alles mithilfe seiner Gedanken erschaffen konnte. Ich verstehe auch absolut nicht, warum Kerstin Gier dachte, es ist eine gute Idee, eine Xemerius-Kopie (Verweis auf Edelstein-Trilogie) einzubringen und auch noch auf einen Cousin in London anzuspielen, als hätte Giers eigene Protagonistin Matilda Kerstin Giers Bücher gelesen. Ich mag es gar nicht, wenn Autoren in ihren Geschichten auf andere Veröffentlichungen zu sprechen kommen. Das riss einen etwas aus der Logik der Welt und man wurde sich bewusst, dass es eben ausgedacht ist, was man bei guten Büchern ja eigentlich vergessen soll. Auch bekam man dadurch schnell das Gefühl, Gier hätte nichts Neues, Originelles erschaffen, sondern einfach ein Potpourri aus ihren bereits veröffentlichten Büchern erstellt. Ähnlich wie eine Fanfiction.
Nebencharaktere
Quinns Eltern fand ich auch sehr originell und authentisch. Man hat sich in seiner Familie irgendwie wohlgefühlt. Und auch durchaus gemerkt, dass nicht alles so gestriegelt ist, wie Quinns Beliebtheit es vermuten lassen würde. Seine Mutter beispielsweise hat eine Vorliebe für kunterbunte Klamotten und wirkt auch sonst teilweise etwas exzentrisch.
Lasse, Quinns Kindheitsfreund, mit dem er allerlei Blödsinn angestellt hat und der ein kleines Sensibelchen ist, fand ich auch sehr dreidimensionell, man konnte ihn sich gut vorstellen. Luise und Leopold, die nervigen Cousins von Mathilda, waren ebenfalls gut überlegt, allerdings fand ich, dass sie manchmal doch etwas zu klischeehaft und unrealistisch nervig waren.
Quinns Psychotherapeutin war gut gelungen und seine Abneigung ihr gegenüber absolut authentisch dargestellt, sein Physiotherapeut auch. Leider habe ich hier aber auch bereits früh geahnt, welche Rolle einer der beiden später noch spielt.
So gut einige Charaktere ausgearbeitet waren, so flach fand ich dann leider manche der Nebencharaktere. Die Feen waren für mich alle irgendwie gleich, Emilian und Hyazinth hätte man anhand des Charakters nicht auseinanderhalten können.
Liebesgeschichte
Gegen Ende des Buches wurde es mir zwischen Quinn und Matilda teilweise auch etwas zu schnulzig, vor allem als Matilda ein Wochenende Hausarrest bekommt und sich so aufführt, als wäre es das Ende der Welt, ein paar Tage nicht mit Quinn schreiben zu können.
Generell fand ich die Liebesgeschichte zwischen den beiden aber süß, passend und auch glaubwürdig. Es ist nachvollziehbar, dass man teilweise besser mit jemandem zusammenpasst, von dem man vorher denkt, er ist total unsympathisch, einfach weil man die Person gar nicht richtig kennt. Auch dass die beiden sich von Lillys Aussage, Matilda hätte nur die Krankenschwester gespielt und Quinns Unfall ausgenutzt, um sich an ihn ranzumachen, nicht verunsichern lassen haben, fand ich stark.
Insgesamt gebe ich dem Buch 3,5 Sterne. Man konnte es super schnell weglesen, da es trotz der beschriebenen Mängel unterhaltsam war. Die beiden Hauptcharaktere fand ich super, die Nebencharaktere und Handlung ließen für mich leider zu wünschen übrig.
- Jane Austen
Pride and Prejudice
(516)Aktuelle Rezension von: springtimeIch habe das Buch gern gelesen, auch wenn der Erzählstil etwas gewöhnungsbedürftig war. Manchmal kam mir das Ganze vor als würde ich einen zusammenfassenden Bericht lesen und keinen Roman, weil es mir zeitweise an Beschreibungen und Tiefe fehlte.
Der Plot war allerdings überzeugend und es ist eine eher ruhigere Liebesgeschichte, die ohne intensive Emotionen und Tragik auskommt.
Das Buch kann ich allen weiterempfehlen, die nach einer angenehmen Lektüre suchen zum Entspannen und Abschalten. - Laura Kneidl
Someone New: Special Edition
(1.686)Aktuelle Rezension von: Christines_lesetagebuchManche Geschichten verlieren auch nach Jahren nichts von ihrer Wirkung – und genau so ging es mir mit diesem Buch. Ich habe es vor über fünf Jahren schon einmal gelesen und auch beim zweiten Mal konnte es mich wieder komplett überzeugen.
Die Geschichte behandelt ein schwieriges und emotionales Thema, das meiner Meinung nach sehr sensibel und glaubwürdig umgesetzt wurde. Dabei steht nicht nur die Liebesgeschichte im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, wie schnell wir Menschen urteilen, ohne ihre Geschichte zu kennen.
Julian und Micah waren für mich zwei unglaublich sympathische Protagonisten. Obwohl sie kaum unterschiedlicher sein könnten, harmonieren sie wunderbar miteinander. Julian ist verschlossen, hält andere Menschen bewusst auf Abstand und lebt sehr zurückgezogen. Anfangs wirkt das vielleicht kühl, doch je mehr man über ihn erfährt, desto verständlicher wird sein Verhalten.
Micah hingegen kommt aus einem wohlhabenden Elternhaus, bleibt dabei aber bodenständig, herzlich und offen. Gerade ihre natürliche Art macht sie zu einer Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt.
Besonders schön fand ich die Entwicklung der beiden. Ihre Beziehung wächst langsam und glaubwürdig, und beide entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. Das macht ihre gemeinsame Reise umso emotionaler.
Und dann ist da noch Julians Geheimnis... Damit hatte ich damals genauso wenig gerechnet wie heute. Obwohl ich die Geschichte bereits kannte, hat mich die Auflösung erneut berührt und gezeigt, wie gut die Autorin die Handlung aufgebaut hat.
Für mich ist dieses Buch auch nach Jahren noch eine klare Leseempfehlung für alle, die gefühlvolle New-Adult-Geschichten mit Tiefgang und authentischen Charakteren mögen. ❤️
- Mona Kasten
Feel Again: Special Edition
(1.952)Aktuelle Rezension von: DanshiSawyer kennt man bereits aus den ersten beiden Bänden, doch bisher blieb sie für mich eher schwer greifbar. Umso schöner fand ich es, sie diesmal richtig kennenzulernen. Hinter ihrer selbstbewussten und unnahbaren Art steckt deutlich mehr, als sie nach außen zeigt. Seit dem Tod ihrer Eltern hält sie andere Menschen lieber auf Abstand und versucht, sich vor neuen Verletzungen zu schützen.
Isaac könnte auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein. Er ist eher schüchtern, trägt eine Nerd Brille und möchte endlich etwas an seinem Auftreten ändern. Daraus entsteht der ungewöhnliche Deal zwischen den beiden. Sawyer soll aus ihm einen Bad Boy machen und darf seine Veränderung im Gegenzug für ein Fotoprojekt ihres Studiums festhalten. Natürlich bleibt es nicht lange bei einem rein sachlichen Projekt.
Gerade die Gegensätze zwischen Sawyer und Isaac haben mir besonders gefallen. Isaac ist mit seiner ruhigen und herzlichen Art ein schöner Gegenpol zu Sawyer. Gleichzeitig geht es nicht nur darum, dass er sich verändert. Vor allem Sawyer zeigt im Laufe der Geschichte immer mehr von sich und lässt nach und nach Nähe zu. Ihre persönliche Entwicklung hat mich in diesem Band besonders berührt.
Mona Kastens Schreibstil passt auch zu dieser Geschichte sehr gut. Sie lässt sich flüssig lesen und verbindet humorvolle Momente mit ernsteren und emotionaleren Themen. Dazu kommt wieder die inzwischen vertraute Freundesgruppe aus Woodshill, ohne dass sie Sawyer und Isaac die Aufmerksamkeit nimmt.
Für mich ist dieser Band bisher einer der stärksten der Reihe. Vor allem Sawyer hat mich überrascht, weil ich nach den vorherigen Büchern nicht erwartet hätte, dass ausgerechnet ihre Geschichte mich so erreichen würde. Zusammen mit Isaac funktioniert sie für mich wunderbar und auch die Idee mit dem Fotoprojekt hat mir gefallen. Nach drei Bänden fühle ich mich in Woodshill inzwischen tatsächlich ein wenig zu Hause.
- Harper Lee
Wer die Nachtigall stört ...
(1.052)Aktuelle Rezension von: einbisschenbuechereiDas Buch befasst sich eingehend mit den Themen Rassismus, gesellschaftliche Unterschiede und soziale Ausgrenzung. Besonders interessant fand ich die Erzählung aus der Perspektive eines Kindes, das die Menschen als gleich empfindet, Hass nicht versteht und völlig unvoreingenommen ist. Trotz seines Alters hat das Buch nichts an Aktualität eingebüßt und ist heute genauso relevant wie in den 1960er Jahren. Das Buch ist eine prägnante Gesellschaftskritik, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig leicht zu lesen ist.
- Delia Owens
Der Gesang der Flusskrebse
(1.482)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrEine sehr ruhige Geschichte mit wundervollen und bildlichen Beschreibungen der Natur.
Kya tritt als starke und eigenwillige Hauptprotagonistin auf. Ihre Naturverbundenheit und Intelligenz haben mir sehr gut gefallen. Wirklich ein tolles Buch. Bloß die Zeitsprünge haben mich an manchen Stellen im Lesefluss gestört.
- Angie Thomas
The Hate U Give
(754)Aktuelle Rezension von: Sarita143Das Thema Rassismus und Polizeigewalt sind zwei wichtige Themen heutzutage und das Buch, das in den USA spielt, behandelt es anschaulich und aktuell. Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin Starr erzählt, dadurch erhält man (leider) nur ihre Sicht der Dinge.
Leider muss ich sagen, dass für mich einige Reaktionen und Handlungen nicht nachvollziehbar waren und dadurch ein bisschen unglaubwürdig waren. Auch das die Geschichte nur aus einer Sicht geschrieben wurde, reicht nicht.
- TJ Klune
Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte
(946)Aktuelle Rezension von: YumikoChan28fantasy is real. You just have to dream about it.
Das berühmte Fantasyabenteuer Mr. Parnassus' Heim für magisch Bekabte von Bestseller - Autor T.J. Klune ist einer jener Romane, die ich immer schon einmal lesen wollte, es aber aus unerfindlichen Gründen nie getan habe. Durch eine organisierte Wanderbuchaktion auf Instagram konnte ich das nun ändern und könnte nicht glücklicher darüber sein...
Inhaltsangabe:
Linus Baker ist ein vorbildlicher Beamter. Seit Jahrzehnten arbeitet er in der Sonderabteilung des Jugendamtes, die für das Wohlergehen magisch begabter Kinder und Jugendlicher zuständig ist. Nie war er auch nur einen Tag krank, und das Regelwerk der Behörde ist seine Gute-Nacht-Lektüre. Linus‘ eintöniges Dasein ändert sich schlagartig, als er auf eine geheime Mission geschickt wird. Er soll das Waisenhaus eines gewissen Mr. Parnassus‘, das sich auf einer abgelegenen Insel befindet, genauer unter die Lupe nehmen. Kaum dort angekommen, stellt Linus fest, dass Mr. Parnassus‘ Schützlinge eher etwas speziell sind – einer von ihnen ist möglicherweise sogar der Sohn des Teufels! In diesem Heim kommt Linus mit seinem Regelwerk und seiner Vorliebe für Vorschriften nicht weit, das merkt er schnell. Eher widerwillig lässt er sich auf dieses magische Abenteuer ein, das ihn auf der Insel erwartet, und erfährt dabei die größte Überraschung seines Lebens …
Eine Charakteranalyse?
Jeder, der meine Rezensionen kennt, der weiß, dass ich an dieser Stelle immer auch die Hauptprotagonisten vorstelle.
Das mache ich hier jedoch nicht. Aus einem ganz einfachen Grund: Wenn ich euch nun all die wunderbaren Charaktere näherbringen würde, die dieser Roman zu bieten hat, dann würde ich so viel von diesem Zauber, dem diese Geschichte innewohnt vorweg nehmen. So zumindest meine Meinung. Man muss sie einfach selbst kennen und lieben lernen, damit man versteht, warum diese 480 Seiten so besonders sind.Meine persönliche Meinung: ~ SPOILERFREI ~
Für mich hat die Reise mit Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte von T.J. Klune mit einer Wanderbuchaktion begonnen. Ich wollte so etwas schon immer mal machen und das es dann auch noch eine Geschichte traf, die ich ohnehin mal lesen wollte, war dann noch sowas wie "Die Kirsche auf der Sahnetorte".
Geendet hat es mit der Tatsache, dass ich mir später meine eigene Sonderausgabe kaufte und den Rest - ganz unabhängig von allem anderen - lesen konnte. So wunderbar, so einzigartig, so schön war die Mitverfolgung des Lebens von Linus Baker für mich.Zugegeben: Anfangs hat mich die Seitenzahl ganz schön abgeschreckt. Habe ich früher Bücher mit an die 900 Seiten verschlungen, fühlen sich 480 Seiten heutzutage für mich an, wie eine unglaubliche Mamutaufgabe. Und das, obwohl ich nach wie vor furchtbar gerne lese.
Es half alles nichts und so ließ ich mich - zusammen mit Hauptprotagonist Linus Baker - auf das wohl größte Abenteuer schlechthin ein.
Schon zu Beginn hatte ich das Gefühl mittendrin zu sein. Neben diesem Mann zu stehen, der überhaupt nicht weiß, auf was er sich da überhaupt einlässt. Der zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, dass alles, was er fortan tun würde, sein Leben für immer verändert.
Und spätestens dann, als Linus auf die Insel kommt, wird alles zauberhaft magisch, wunderbar charmant und witzig und einfach unglaublich schön. Die Charaktere, die ein jeder völlig unterschiedlich sind, und dennoch alle so sehr liebenswert.Was habe ich an unterschiedlichen Emotionen durchgemacht? Ich habe aus vollem Herzen gelacht und geweint. Ich habe geschmunzelt und wurde nachdenklich. Gerade, die Dialoge, die die Charaktere untereinander führen, waren immer wieder unglaublich erfrischend und haben mich ein ums andere mal grinsen, wenn nicht sogar lachen lassen. Das wurde oft so "schlimm", dass mich die Menschen um mich herum schon immer gefragt haben, was denn los sei, woraufhin meine Antwort stets war: "Es ist einfach so witzig!"
Ich denke da besonders an Lucy, den Dämonen aus der Hölle, den Antichristen... *grins*Ab einem gewissen Punkt, möchte man einfach jedes Detail umbedingt in sich aufsaugen, um ja nichts zu verpassen. Man genießt jede Seite regelrecht, was natürlich auch dem Schreibstil von T.J. Klune zu verdanken ist, denn dieser ist schlichtweg einfach etwas Besonderes und auf seine ganz eigene Art magisch und einzigartig. An dieser Stelle sei aber auch der Übersetzerin Charlotte Jungstrass - Kapfer einmal ein großes Lob ausgesprochen. Ich glaube ein Buch wirklich gut zu übersetzen ist nicht so ganz einfach. Und ein Fantasybuch bedarf nochmal mehr Aufmerksamkeit. Deshalb Hut ab vor so einer Leistung.
Schlussendlich kann man sagen, dass Mr. Parnassus' Heim für magisch Bekabte ein mehr als wunderbares Buch ist, von dem man erst einmal vielleicht nicht allzuviel erwartet, von dem man aber so viel mehr bekommt, als man glaubt. Und das jedem, der es liest, das Herz stehlen wird. Für mich zurecht ein New York - Times - Bestseller, der seinesgleichen sucht.
Ich werde mich definitiv auch bald Band Zwei zuwenden.Mein abschließendes Fazit:
Ein magisches Fantasyabenteur, das mit soviel Liebe, Witz und Charme daherkommt, dass es zu (m)einem absoluten Herzensbuch wurde... - Nele Neuhaus
Schneewittchen muss sterben (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 4)
(1.856)Aktuelle Rezension von: knuddelbackeMit "Schneewittchen muss sterben" habe ich das erste Mal ein Buch der Autorin gelesen. Sicherlich ist es schön, die anderen Teile davor gelesen zu haben, ist aber absolut kein muss für dieses Buch. Auf Grund des Umfanges war ich am Anfang etwas skeptisch, auch weil der Schriftsatz sehr eng und klein gewesen ist. Völlig überraschend daher für mich, dass ich das Buch innerhalb von 2 Tagen durchgelesen hatte. Der Ausgangspunkt ist ein 11 Jahre zurückliegender doppelter Mordfall, bzw Vermisstenfall und ein daraus resultierender Indizienprozess. Der verurteilte Mörder hat seine Haftstrafe abgesessen und kehrt in das Dorf des Geschehens zurück. Und die Dorfgemeinschaft steht dem damaligen Mordfall in fast nichts nach. Gewalt , Intrigen und Hetze finden statt. Längst vergangene und teilweise verdrängte Erlebnisse drängen an die Oberfläche zurück und bilden ein spannendes Gerüst für diesen Kriminalroman. Sprachlich ist das Buch leicht verständlich geschrieben, so dass man sich vollends auf die Geschichte und die Verstrickungen innerhalb der Dorfgemeinschaft konzentrieren kann. Einige Charaktere sind echte Stereotype, andere gefallen mir sehr gut. Es wird viel mit Vorurteilen gespielt aber alles in allem ist hier wirklich ein spannender Kriminalroman gelungen , den ich kaum mehr aus den Händen legen konnte. Auch wenn das Ende dann etwas konstruiert wirkte, eine klare Leseempfehlung
- Kyra Groh
The Pumpkin Spice Latte Disaster
(580)Aktuelle Rezension von: Alice_KThe Pumpkin Spice Latte Disaster von Kyra Groh ist der erste Band der Lower Whilby Reihe und war auch mein erstes Buch der Autorin.
Jude Hayward kommt zur Hochzeit ihrer kleinen Schwester zurück nach Lower Whilby. Ausgerechnet in die Kleinstadt, die sie nicht ohne Grund vor Jahren verlassen hat.
Aber jetzt ist da dieser grummelige Café-Besitzer James, der ihr Herz komischerweise höher schlagen lässt... doch Jude bleibt eh nie lange an einem Ort. Da ist gar keine Zeit für Gefühle... oder doch?!
Hach, dieses Buch ist absolut perfekt für den Herbst! 😍🍂 Kleinstadt-Vibes mit all den Vor- und Nachteilen, tolle Charaktere mit einer tollen Storyline.
Als Hauptprotagonistin war mir Jude unglaublich sympathisch und ihre persönliche Geschichte hat mich echt mitgenommen. 🥺
Jude ist nicht die Vorzeigetochter schlecht hin. Sie ist chaotisch, unabhängig, nimmt kein Blatt vor den Mund und lebt eher unkonventionell als Podcasterin.
Einfach eine starke Frau, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Doch hinter der starken Fassade steckt so viel mehr.
Und dann ist da James, der Besitzer vom Greasy Teaspoon. Er ist mürrisch, eigensinnig und mehr so der Einzelgänger. Als Sohn eines der berühmtesten Musikerpaare hatte er es in seiner Kindheit nicht immer leicht.
Tja, doch als Jude in sein Leben stolpert, ändert sich für ihn alles. Seine Gefühle, seine Sichtweisen.
Hach, die Chemie zwischen Jude und James war DER HAMMER! 😍✨️🫠🥰🥹
Die 2 sind so verschieden, aber haben auch Vieles gemeinsam.
Ein Schlagabtausch jagte den Nächsten und ich lag soooo oft lachend aufm Boden! Beide haben mich auf eine gewisse Art und Weise an Lorelai und Luke von Gilmore Girls erinnert. Eines meiner Lieblingspaare schlecht hin! 🥰
Der Schreibstil von Kyra Groh hat mir suuuuper gut gefallen und alles in allem ist The Pumpkin Spice Latte Disaster eine großartige Liebesgeschichte mit viel Humor, Emotionen und heißen Szenen. 🥹🥵🔥🤗🫠
Als Kirsche auf der Sahnetorte habe ich gleichzeitig zum Lesen auch noch bei Gelegenheit das Hörbuch gehört. Kann ich nur wärmstens empfehlen, denn Sarah Dorsel als Jude und Leonard Hohm als James sind DER KNALLER! Hat das ganze Erlebnis irgendwie noch intensiviert. 🤗
Ich freu mich echt auf die weiteren Bände der Reihe mit all den weiteren tollen Charakteren in Lower Whilby. 🥰📖
Vielen lieben Dank an Kyra Groh und dem Forever Verlag für das Rezensionsexemplar via NetGalley (sofort lesen).
Dies ist meine ehrliche Rezension mit meinen eigenen Worten. - Brittainy C. Cherry
Wie die Luft zum Atmen
(1.138)Aktuelle Rezension von: SeleDieses Buch war für mich wirklich toll! ❤️ Auch wenn es mich nicht ganz so emotional erwischt hat wie andere Bücher von Brittainy C. Cherry, hat mir die Geschichte richtig gut gefallen.
Faye ist definitiv eine Freundin für sich. 😂 Wer eine Freundin wie sie hat, braucht eigentlich keine Feinde mehr. Ihre oft sehr lockere und direkte Art war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber je länger ich gelesen habe, desto mehr habe ich sie dafür zu schätzen gelernt.
Nach ungefähr drei Vierteln des Buches dachte ich allerdings: „Hm… da sind noch so viele Seiten. Was soll denn jetzt noch kommen?“ Ich hatte schon ein bisschen Angst, dass sich die Geschichte jetzt unnötig in die Länge ziehen würde.
Tja… mit dem, was dann kam, habe ich wirklich überhaupt nicht gerechnet. 😳 Und genau das hat die Geschichte für mich nochmal richtig interessant gemacht.
Insgesamt wieder eine wunderschöne Geschichte mit tollen Charakteren und ganz viel Gefühl – auch wenn sie mich emotional nicht ganz so zerstört hat wie andere Bücher der Autorin. 🥹❤️
- Paula Hawkins
Girl on the Train
(1.273)Aktuelle Rezension von: RS1971Rachel fährt jeden Tag mit dem Zug nach London. Früher hat sie dort gearbeitet, doch sie wurde aufgrund ihrer Trunksucht entlassen. Um ihre Vermieterin nicht zu beunruhigen setzt sie ihre Routinen weiter fort.
An einem Punkt der Bahnstrecke gibt es ein defektes Signal, das den Zug zum Anhalten zwingt. Zufällig genau an der Straße, in der Rachel früher einmal gewohnt hat. Sie blickt dort immer aus dem Fenster, doch ihr altes Haus ist in der letzten Zeit uninteressant für sie geworden. Viel spannender findet sie das junge Ehepaar ein paar Häuser früher. Die beiden scheinen die perfekte Ehe zu führen, worum Rachel sie nur beneiden kann.
Bis zu dem Tag, an dem Rachel etwas anderes sieht im Garten des perfekten Ehepaares …
Während meiner Umschulung und auch bei meiner letzten Arbeit war ich auf Züge angewiesen, um zum jeweiligen Ort zu kommen, bzw. wieder nach Hause. Das Bahnfahren hat mich schon als Kind fasziniert, und diese Faszination hält noch immer an. Ich gehöre zu den Leuten wie Rachel, die eine Bahnfahrt lieber damit verbringen, am Fenster zu kleben statt am Handy zu daddeln. Insofern hat mich dieser Krimi schon allein vom Titel angesprochen.
Hawkins bringt in ihrem Roman einige schwere Themen an. Alkoholismus ist noch immer die Sucht, die am meisten verharmlost wird in der westlichen Welt. Es gilt als unhöflich, wenn man nicht mit den anderen bei einem Gläschen Sekt anstößt und das allabendliche Bier ist für viele ein Standard. Dass daraus eine Krankheit entstehen kann blenden die meisten komplett aus. Alkoholiker werden zwar gern als „Säufer“ beschimpft, die die Kontrolle verloren haben, die Krankheit selbst aber gern ignoriert und unter den Teppich gekehrt.
Ich fand es mutig, wie Hawkins ihre Leser durch Rachelns Augen sehen lässt und ihre Sucht beschreibt. Es ist nachvollziehbar und so einfach, sich im Rausch zu verstecken. Die Probleme werden plötzlich klein, das Wohlbefinden steigt. Doch der Schlüsselmoment ist jener Samstag, an dem Megan verschwindet und Rachel einen Filmriss hat, weil sie zu viel getrunken hat. Die Schnitzeljagd, wie sie nach ihren Erinnerungen jagt, ist faszinierend zu lesen und glaubhaft geschildert.
Aber es gibt noch ein anderes Thema in diesem Roman: häusliche Gewalt, ausgeübt durch die Ehemänner. Sei es das Schlagen der Ehefrauen, was hier nur angedeutet aber nie wirklich beschrieben wird, oder das Erzwingen von Sex, bis hin zu einer jahrelangen Gehirnwäsche, bis der Geist schließlich bricht und akzeptiert. Auch hier bleibt Hawkins sehr, sehr hart mit ihren Beschreibungen und nach meiner Erfahrung (sorry, nie verheiratet) auch sehr realistisch mit diesem Thema um.
Der Vermissten- bzw. später Mordfall ist das Puzzle, das Rachel zusammensetzen will und muss. Nachdem sie der Polizei ihre Beobachtung geschildert und den Fremden erkannt hat auf einem Foto, wird sie als „unzuverlässig“ eingestuft und nach Hause geschickt. Die Polizei geht sogar soweit, den Ehemann, und Hauptverdächtigen, vor ihr zu warnen mit dem Hinweis, sie suche nur Aufmerksamkeit. Das war nie Rachels Motiv. Sie will einfach nur wissen, was an jenem Abend passiert ist und was sie gesehen hat.
Alles in allem war dieses Buch extrem spannend, teils schockierend in der Art, wie die Geschichte erzählt wird und mit welcher Selbstverständlichkeit über gewisse Dinge gedacht wird. Ist eben so, Schwamm drüber. Da stellen sich mir als eingefleischter Junggesellin nicht nur die Nackenhaare auf, sie gehen stiften.
Ich kann diesen Roman wirklich nur empfehlen. Ein Roman, der so spannend ist, dass man ihn kaum aus der Hand legen kann und dabei an Themen rührt, die viele einfach ignorieren. Ein Highlight diesen Monat!
- Dörte Hansen
Altes Land
(771)Aktuelle Rezension von: a_dreamerDieser Roman stand schon lange ungelesen in meinem Bücherregal. Als ich die Buchauswahl für unseren Buchclub in Bergen auf Rügen getroffen habe, kam es spontan mit auf die Leseliste. Bereits 2015 erschienen wurde es endlich Zeit dafür. Fazit: "Altes Land" las sich so gut und war perfekt geeignet für unsere April-Runde. Die 1,5 Stunden Austausch vergingen wie im Flug.
Dörte Hansen erzählt im Großen und Ganzen die Geschichte der Frauen Vera Eckhoff und ihrer Nichte Anne. Beide verlieren ihren Halt, ihr Zuhause - aus ganz unterschiedlichen Gründen und zu unterschiedlichen Lebzeiten. Beide finden nach großen Startschwierigkeiten ihre neue Heimat in einem Bauernhaus im Alten Land. Vera kommt zu Kriegszeiten als Flüchtling mit ihrer Mutter aus Ostpreußen und erbt später als adoptiertes Kind das Bauernhaus. Richtiger Teil der Dorfgemeinschaft wird sie nie. Jahrzehnte später flieht Anne aus Hamburg, genau dorthin - vor dem Betrug ihres Partners und Vater ihrer Kinder, vor der Großstadt, vor ihrem eingestürzten Leben. Beide sind grundverschieden und doch entsteht Stück für Stück ein zartes Band. Eine Familie. Ein Neuanfang.
Ich mochte vieles an diesem Buch. Die Beschreibungen des Alten Landes, die sehr authentisch erscheinen - Dörte Hansen lebt dort seit vielen Jahren und das habe ich in jeder Zeile gespürt. Ich fand Themen wie Flucht, Heimatlosigkeit oder das Leben in einer Dorfgemeinschaft in all ihren Facetten ganz wunderbar erzählt. Feinfühlig und gleichzeitig trocken, aber dennoch mit einer großen Prise Humor. Die Hauptcharaktere sind ehrlich, glaubwürdig. Die Nebenfiguren, aus deren Sicht ebenfalls berichtet wird, machen die Geschichte rund. Anschaulich. Mehrdimensional. Und am Ende hat mich sehr berührt, wie sich Vera und Anne annähern. Wie sich Stück für Stück ihr Leben wandelt. Wie sagt man so schön? Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl. - Brittainy C. Cherry
Wenn Donner und Licht sich berühren
(908)Aktuelle Rezension von: Buecherwuermchen_1990Dies ist eine Geschichte, die mich tief berührt hat. Ich habe lange überlegt, wie ich diese Rezension schreiben soll.
Jasmine Greene steht unter extremen Druck, da ihre Mutter sie unbedingt zum Popstar machen will. Zuflucht findet Jazz zu Beginn nur bei ihrem Stiefvater Ray. Später dann auch bei Elliot Adams. Er ist ein schüchterner Junge, der in der Schule heftig gemobbt wird. Seine Zuflucht ist das Saxophonspielen.
Die angesprochenen Themen hatten es wirklich in sich. Zu Beginn steht Mobbing im Vordergrund. Und das auf heftigste Art und Weise, aber auch Themen wie Druck und toxische Familien kommen hier zur Sprache. Ich musste mehrmals weinen. Später geht es dann hauptsächlich um Heilung.
Beide Charaktere machen so viel durch, und doch schaffen es beide ihre Vergangenheit zu bewältigen und trotz der jahrelangen Funkstille besteht eine unerschütterliche Verbindung.
Das Buch hat es geschafft, noch einige Emotionen mehr in mir hervorzurufen. Ich war wütend über die Situation von Elliot. Empört, dass eine Mutter ihre Tochter so behandeln kann. Traurig und schockiert über Elliots Schicksal. Ich war regelrecht sprachlos, da die Geschehnisse sich echt und so realistisch angefühlt haben.
Alles in allem war es eine herzzerreissende Geschichte, die auch noch nach einiger Zeit in mir nachhallt.
- Kelly Oram
Cinder & Ella
(671)Aktuelle Rezension von: Stacy_Ich habe dieses Buch geliebt, ich konnte so mit Ella und Brian mitfühlen. Es kam mir so echt vor. Diese Zweifel und Angst die Ella hat, einfach toll geschrieben.
Die Geschichte ist einfach ein Mädchen Traum.
Ich habe dieses Buch kaum aus den Händen nehmen können. Es wurde so stimmig und auch nicht zu lang gezogen geschrieben.
Die Autorin schreibt aber auch super krass.
Hab dann gleich das 2 gekauft und genauso durch gesuchtet.
- Jane Austen
Stolz und Vorurteil
(417)Aktuelle Rezension von: MetamorphoseStolz und Vorurteil ist für mich eine absolute Lebensliebe. Sowohl das Buch als auch die wunderschöne Verfilmung berühren mich jedes Mal aufs Neue zutiefst. Jane Austen gelingt hier etwas Magisches: Sie erschafft Charaktere, die so lebendig, stolz und verletzlich sind, dass man sich ihnen sofort verbunden fühlt.
Was mich an dieser Geschichte neben dem feinen Humor und dem wunderbaren, oft scharfzüngigen Zusammenspiel der Personen am meisten bewegt, ist der tiefere Kern: das füreinander Einstehen. In einer Welt, die oft von Äußerlichkeiten geprägt ist, zeigt Austen, was es wirklich bedeutet, Verantwortung für die Menschen zu übernehmen, die man liebt, und sich bedingungslos für sie einzusetzen. Für mich ist dieses Buch ein unvergänglicher Trostspender, ein literarisches Zuhause und eine wunderschöne Erinnerung daran, dass es sich immer lohnt, für das eigene Glück und die Familie zu kämpfen. Ein absolutes Herzensbuch.
- Kelly Moran
Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss
(759)Aktuelle Rezension von: Lydia13Ich habe von Kapitel eins die Personen geliebt und habe mich schnell in der Welt eingefunden. (und das ohne den ersten Band der Reihe gelesen zu haben)
Die Dynamik der Beiden war einfach fantastisch und macht einen neidisch auf so eine Freundschaft (ob sie nun platonisch bleiben würde oder nicht). Ich habe es sehr genossen, vor allem da sie sich ihrer Gefühle sehr bewusst waren und selbst bei Kommunikationsproblemen wurde nicht aufgehört zu kämpfen.
Ein Friends-to-Lovers das das Herz heilen kann.
- Bernardine Evaristo
Mädchen, Frau etc. - Booker Prize 2019
(174)Aktuelle Rezension von: Christine_Delfganz ohne Großschreibung am Satzanfang oder Punkte am Satzende zeigt dieser Roman von Bernardine Evaristo, was Stilelemente - oder auch deren Fehlen - alles können
die besondere Schreibweise liest sich zunächst irritierend, dann angenehm, denn der Sinn erschließt sich schnell: wir sind im Kopf der Protagonistinnen, und im Kopf denkt es sich nicht in Punkt und Komma, gerade und geschliffen, feinsäuberlich getrennt,
der Kopf ist rund, der Inhalt chaotisch und genau das wird hier spürbar
der Inhalt ist wichtig, für jeden von uns, wir springen in das Leben von zwölf Frauen, mal mehr, mal weniger miteinander verwoben, mal generationenübergreifend, aus wechselnden Perspektiven, sodass sich Sympathien und Antipathien fortlaufend verändern; erleben mit ihnen Rassismus, Sexismus, Feminismus, Rückschläge und Erfolge, Liebe, Siege, Verluste, springen dann wieder hinaus aus ihrem Kopf und ihrem Leben und fragen uns dann stets, wie ging es bloß weiter für dich, meine Liebe, wie geht es dir heute?
- Juli Zeh
Über Menschen
(451)Aktuelle Rezension von: vanessablnAn diese bekannte deutsche Autorin habe ich mich spät herangetraut - eben weil man bei großen Namen auch enttäuscht werden kann. Die Inhaltsangabe klingt etwas plakativ und kitschig. Und so habe ich diesen Roman keinesfalls empfunden. Deshalb fehlen mir jetzt ein wenig die Worte, wie ich meine Meinung und den Inhalt in Worte fassen kann.
Ich begleitete die frisch ins Dorf gezogene Protagonistin aufgrund der stimmigen Details hautnah. Hals über Kopf in der Corona-Zeit von ihrem penetranten Partner getrennt, zieht sie mit Hund und dem Allernötigsten direkt von Kreuzberg nach Brandenburg. Möglichlicherweise braucht man etwas Lebenserfahrung mit den verschiedenen Lebenswelten, mit denen sie konfrontiert ist/war, um den feinen Humor zu genießen. Mir gefiel der Roman deshalb gleich auf den ersten Seiten und bis zum Schluss. Die kurzen Sätze machten das Lesen leicht und unterhaltsam. Trotz der vielen Details und gedanklichen Abschweifungen kam keine Langeweile auf - ganz im Gegenteil, denn die Details sind gut beobachtet und teils witzig. Juli Zehs Schreibstil in diesem Buch, der so einfach scheint, ist sicherlich gut ausgeklügelt. Das gilt wohl auch für andere auffällige Punkte. So erscheint Dora immer mal wieder naiv und schüchtern - und das als in der Werbebranche Tätige, wo man automatisch eine ganz andere Frau vor Augen hat. Die übertriebene Hilfsbereitschaft im Dorf gegenüber einer Fremden aus dem Westen erscheint unrealistisch. Oder doch nicht? Diese kleinen Märchenhaftigkeiten bringen beim Lesen zum Nachdenken oder Diskutieren und mich zumindest nicht zum Kritisieren. Die Kategorien, in die wir Personen oft einteilen, werden hier präzise vorgeführt und ggf. aufgebrochen. Somit ist "Über Menschen" in erster Linie "über (einzelne) Menschen" und viel mehr als einfach nur ein gut lesbares, bodenständiges, oberflächliches Lesevergnügen. Gerne würde man wissen, wie es mit den verbliebenen Personen weitergeht.
- Harper Lee
To Kill A Mockingbird
(479)Aktuelle Rezension von: i1arieIch muss gestehen, dass „How to kill a Mockingbird“ von Harper Lee schon einige Jahre in meinem Regal stand.
Dennoch war ich überrascht, wie aktuell dieses Buch trotz seines Alters wirkt. Die Geschichte wird aus der Sicht der jungen Scout erzählt, die mit ihrem Bruder Jem und ihrem Vater Atticus in der kleinen Stadt Maycomb aufwächst. Besonders beeindruckt hat mich Atticus Finch, der als Anwalt einen schwarzen Mann verteidigt und dabei Mut, Moral und Gerechtigkeit zeigt – auch wenn viele Menschen in der Stadt dagegen sind.
Das Buch zeigt sehr gut, wie Vorurteile entstehen und wie wichtig es ist, andere Menschen zu verstehen, bevor man über sie urteilt. Gleichzeitig sieht man die Welt durch Scouts kindliche Perspektive, was viele ernste Themen noch eindrucksvoller macht.
Mir hat besonders gefallen, wie sich die Figuren im Laufe der Geschichte entwickeln und wie sich am Ende viele Dinge aus den ersten Kapiteln zusammenfügen. Insgesamt ist es eine sehr bewegende Geschichte über Empathie, Mut und Gerechtigkeit. Für mich ein Klassiker, der auch heute noch zum Nachdenken anregt.
- Anya Omah
Regenglanz
(714)Aktuelle Rezension von: Vivien_tsSimon möchte das Tattoo, das er sich für seine Exfreundin gestochen hat, überdecken und geht dann in das Tattoostudio, in dem Alissa, die ihm direkt auffällt.
Ich bin eigentlich kein großer Fan von Tattoos und hatte deswegen auch nicht allzu große Erwartungen an dieses Buch. Außerdem habe ich oft Angst, dass Romane mit mehr als 400 Seiten langweilig sein könnten, weil sie sich zu sehr ziehen, doch dieses Buch hat mich in dieser Hinsicht positiv überrascht.
Der Schreibstil war gut und es gab viele Chatverläufe, was ich ja liebe.
Zur Handlung kann ich sagen, dass ich mit den Wendungen echt gar nicht gerechnet hätte, was das Leseerlebnis natürlich nochmal viel besser gemacht hat. Deswegen haben sich die 500 Seiten auch gar nicht zu lang angefühlt, sondern waren für diesen Inhalt perfekt.
In diesem Buch geht es um so viel mehr als nur Tattoos. Im Vordergrund steht die absolut gesunde Beziehung zwischen Alissa und Simon. Ich war nur an einer kleinen Stelle mal kurz genervt von deren Verhalten, aber ansonsten empfand ich es als sehr positiv, dass die beiden eine so offene Kommunikation miteinander geführt haben ohne Geheimnisse und ohne miscommunication tropes wie man sie oft in anderen Büchern findet.
Das Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung von mir und zeigt mal wieder, dass sich Vorurteile oft nicht als wahr herausstellen.























