Bücher mit dem Tag "wachkoma"
19 Bücher
- Colleen Hoover
Verity
(2.216)Aktuelle Rezension von: MaRayneWas ich habe ich da gerade gelesen? Ich bin ohne den Klappentext zu lesen in dieses Buch geschlittert und wurde einfach mitgerissen. Von einem 40 Tonner. Eigentlich wollte ich es gar nicht aus der Hand legen, aber ich musste. Die Szenen waren oft so schwer zu ertragen, da brauchte mein Kopf zwischendurch eine Pause.
Kein einziger Charakter in diesem Buch war auch nur ansatzweise sympathisch. Das muss man auch erstmal schaffen! Obwohl ich in manchen Situationen mitfühlen konnte, wirklich hineinversetzen konnte ich mich nicht. Vieles war so fernab der Realität. Abstoßend, krank.
Den Epilog hätte es vielleicht gar nicht gebraucht, weil er der Geschichte nochmal einen ganz anderen Beigeschmack gegeben hat. Außerdem fand ich den "Spice" ziemlich unnötig. Aber ich habe mich durchgehend unterhalten gefühlt, das Buch hatte wirklich ein tolles Tempo.
- Jennifer Benkau
One True Queen: Von Sternen gekrönt
(867)Aktuelle Rezension von: viktoria162003Meinung
Dieses Buch liegt schon etwas länger auf meinem SuB und jedes Mal, wenn ich das Cover gesehen habe, dachte ich nur… wow ist das schön. Zu guter Letzt, habe ich mir das ganze dann aber auch noch als Hörbuch angeschafft.
Das Hörbuch ist klasse. Ich mochte die Stimme sehr gerne und fand, dass sie zum Charakter passte. Im Nachhinein bin ich sogar froh, dass ich das ganze gehört habe, denn ich hätte die Hälfte der Dinge wahrscheinlich falsch ausgesprochen wie z.B. Lyaskye. Keine Ahnung, was bei mir herausgekommen wäre. Auch fand ich den musikalischen Teil wirklich wunderschön, gerne hätte der auch zwischen den Kapiteln sein dürfen und nicht nur am Ende. Kleines Manko gab es, und zwar, war der Übergang von Kapitel zu Kapitel ein wenig grob. Hier hätte es eine winzig kleine Zeitspanne geben sollen, einfach um das Ganze besser aufnehmen zu können.
Doch einmal zurück zum Buch. Das finde ich wirklich sehr schön geschrieben, die Autorin hat einen ausgesprochenen schönen Schreibstil.
Ich hatte mir die Geschichte tatsächlich ein klein wenig anders vorgestellt, bin aber im positiven wirklich sehr überrascht. Der Anfang zeigt Mailin und ihre Schwester, den ich anfangs eben nur als eine Einleitung gesehen habe, später aber tatsächlich wichtig ist und seinen Teil zur Geschichte beiträgt. So kann ich sagen, beginnt die Geschichte also quasi gleich und nur wenige Seiten später, landet man in einer vollkommen neuen Welt.
Diese magische Welt ist wirklich sehr schön geschrieben und hält allerlei Überraschungen parat. Ich hab es geliebt wie Mailin, sie erkundet und immer wieder neues entdeckt. Der Teil ist unfassbar spannend, da man dadurch auch nicht wirklich weiß, was als nächstes passiert, denn selbst ein kleines Tierchen das aussieht wie ein Hase kann einen plötzlich fressen wollen.
Für mich aber darf natürlich nie die Romantik fehlen. Diese ist anfangs noch ein wenig schleppend und wandelt sich für einen winzigen Moment in eine Dreiecksbeziehung, zumindest ging ich für einen kleinen Moment davon aus. Schnell gibt es dazu aber die Auflösung für wen ihr Herz schlägt.
Dazu gibt es dann auch immer kleine Dramen, die das Herz schneller schlagen lassen und so auch für eine Achterbahn der Gefühle sorgt.
Ich mochte die Handlung von der Geschichte sehr gerne und finde, dass sie hervorragend umgesetzt ist. Die Charaktere sind ebenfalls toll geworden, vielseitig und individuell.
Zum Ende hin hat sich erst einmal der Riesen Stapel an Problemen ein wenig gesenkt, trotzdem ist genug da, dass man als Leser bangt bis es weitergeht.
Fazit
Ich mochte die Geschichte wirklich sehr gerne. Der Verlauf ist klasse. Es ist spannend, romantisch und hat tolle Charaktere. Von mir gibt es daher 4 Sterne.
- C.J. Tudor
Schneewittchen schläft
(107)Aktuelle Rezension von: very_bad_booksDas Mädchen sagt nur ein Wort: „Daddy“… und verschwindet für immer. 😱
Schon der Klappentext hat mich komplett gecatcht – und das Buch selbst erst recht!
Es ist erst mein zweites Buch der Autorin, aber wieder ein Volltreffer 🎯. Ich brauchte zwar ein paar Seiten, um in den Schreibstil zu finden, aber danach ließ es sich super lesen 📖💨. Die Spannung steigt stetig an, manchmal verwirrend 🤯 – wie ein riesiges Puzzle, das sich erst nach und nach zusammensetzt 🧩.
Die Plottwists haben mich mehrfach komplett aus der Bahn geworfen 😵💫🔥. Ich hatte wirklich bis zur Auflösung keine Ahnung, was hier eigentlich abgeht – und GENAU das liebe ich an Thrillern! Das Ende ist zudem nicht offen, sondern erklärt endlich das große „Warum?“ und „Wie?“ ✔️✨
Überrascht hat mich der kleine Fantasy-Touch 🌙🔮, der der Story etwas ganz Besonderes gibt. Und ja… ich habe sogar eine kleine Bindung zu den Protagonisten aufgebaut ❤️ – was in Thrillern eher selten vorkommt.
✨ Fazit: Super spannend, emotional, überraschend und absolut lesenswert!
⭐️ 4 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️
- Yrsa Sigurdardottir
Feuernacht
(110)Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseiteWas mich an Yrsa Sigurðardóttir immer wieder fesselt, ist dieses typisch isländische Gefühl von Kälte, Weite und unterschwelligem Grauen – und genau das trifft mich in Feuernacht sofort wieder. Schon die ersten Seiten haben etwas Beklemmendes: ein Brand in einem Behindertenheim, fünf Tote, ein junger Mann mit Down-Syndrom, der als Täter feststeht – aber irgendwie spürt man sofort, dass hier etwas nicht stimmt. Genau dieses Misstrauen, dieses leise Unbehagen, ist es, das mich durch den ganzen Roman begleitet hat.Was Sigurðardóttir hier erzählt, wirkt nicht wie ein klassischer Whodunit, sondern vielmehr wie ein schleichendes Auseinanderdriften verschiedener Wahrheiten, die erst nach und nach sichtbar werden. Dóra, die ich in den früheren Bänden ohnehin schon gern begleitet habe, wirkt hier noch ein bisschen wacher, vorsichtiger, gleichzeitig viel persönlicher. Man spürt deutlich, wie sehr sie sich von dieser Geschichte berühren lässt, ohne dass es je kitschig oder sentimental wird. Sie geht ihren Weg – mal behutsam, mal mit einer fast schon sturen Hartnäckigkeit –, und gerade das macht sie so glaubwürdig.
Besonders beeindruckt hat mich, wie konsequent Sigurðardóttir die Themen Behinderung, Ausgrenzung und institutionelle Verantwortung in die Handlung einwebt, ohne sie zu überhöhen oder moralisch zu verkleistern. Man erfährt hier viel über Lebenswelten, die man sonst selten in Krimis liest. Und das tut weh. Man merkt sehr schnell, dass der Brand nicht nur ein Verbrechen gegen fünf Menschen war, sondern auch ein Angriff auf ihre Würde – und auf das fragile System, das sie eigentlich schützen sollte.
Atmosphärisch funktioniert Feuernacht für mich besonders stark in zwei Bereichen: Erstens in der bedrückenden Darstellung der psychiatrischen Einrichtung, in der Jakob lebt; zweitens in den unheimlichen Szenen rund um den Spukfall, der auf den ersten Blick völlig losgelöst wirkt – und dann doch langsam seine Verbindung bekommt. Yrsa schafft es einfach: diese leisen, irritierenden Momente, die einen kurz frösteln lassen. Nie übertrieben, nie Effekthascherei, sondern diese typisch nordische Art, in der das Übernatürliche als Möglichkeit einfach im Raum stehen darf.
Auch die Struktur des Romans mochte ich: die parallelen Handlungsstränge, die immer wieder aufeinander zulaufen, ohne dass man jemals den Faden verliert. Es gibt Wendungen, die ich früh erahnt habe, und andere, die mich auf den letzten Metern doch kalt erwischt haben. Vor allem das Ende hat mich überrascht – nicht, weil es einen Schockmoment liefert, sondern weil es in seiner Logik erschreckend plausibel wirkt. Genau die Art Auflösung, die einem erst mal durch den Kopf schießt und dann nachhallt.
Was mich zusätzlich gepackt hat, sind die kleinen Menschlichkeiten, die Yrsa immer wieder einbaut: Dóras alltägliche Momente, Probleme, Begegnungen. Nichts davon nimmt übermäßigen Raum ein, aber es erdet die Geschichte und hält die düstere Grundstimmung im Gleichgewicht. Der Humor ist typisch isländisch: trocken, knapp, fast beiläufig – und genau deshalb wirkungsvoll.
Wenn ich Feuernacht in die Reihe einordne, dann gehört es für mich zu den stärkeren Bänden. Vielleicht nicht ganz so brachial atmosphärisch wie Geisterfjord – aber dafür thematisch dichter, gesellschaftlich härter und erzählerisch subtiler. Es ist ein Buch, das weniger auf Schock setzt als auf das stille Entsetzen, das entsteht, wenn man erkennt, welche Abgründe hinter scheinbar „normalen“ Fassaden lauern. Und die Tatsache, dass ein junger Mann mit Down-Syndrom im Mittelpunkt steht, macht das Ganze noch so viel tragischer – und gleichzeitig umso wichtiger.
Unterm Strich ist Feuernacht für mich ein klug aufgebauter, intensiv erzählter Island-Krimi, der Spannung, gesellschaftliche Relevanz und eine Prise Mystery perfekt miteinander verbindet. Ein Buch, das man nicht einfach nach dem letzten Satz weglegt, sondern das einem noch ein paar Tage im Kopf bleibt – und das ist meistens das beste Zeichen.
- Jennifer Benkau
Mit Rosen bedacht
(82)Aktuelle Rezension von: Annkathrin_HauffInhalt: Nach einem Autounfall steht Wandas Leben auf dem Kopf, denn ihr Verlobter liegt im Koma. Dabei sollte doch in zwei Wochen die Hochzeit stattfinden. Auf der Suche nach Verwandten stößt Wanda auf immer mehr Ungereimtheiten und muss sich irgendwann fragen: Wie gut kannte ich meinen Verlobten wirklich?
Meinung: Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Durch zwei Erzählstränge nimmt man nicht nur an den aktuellen Geschehnissen teil, sondern man erfährt auch, wie die Beziehung begonnen und sich entwickelt hat. Dabei fallen einem im Laufe der Geschichte immer häufiger merkwürdige Verhaltensweisen oder Aussagen des Verlobten auf. Mit der Wendung am Ende habe ich keinesfalls gerechnet und das Buch ist eine absolute Leseempfehlung!!
- Holly Seddon
Locked In
(165)Aktuelle Rezension von: makamaAlex ist so um die 30 und Journalistin, aber sie ist auch alkoholabhängig. Sie will einen Artikel über Komapatienten schreiben, dabei lernt sie Amy kennen. Die Frau ist in ihrem Alter und liegt seit 15 Jahren, nachdem sie schwer misshandelt wurde im Koma. Wer hat ihr das angetan. Alex ermittelt und ahnt schreckliches......Wird sie es lösen?
Fazit und Meinung: Bei ihrer Recherche lernt Alex verschiedene Menschen kennen, die alle mit Amy zu tun hatten. Deshalb gibt es verschiedene Erzählstränge aus deren Sicht. Auch Amys Gedanken werden werden erzählt. Ein eigentlich interessantes Thema, das mich aber nicht wirklich erreicht hat. Liegt sicher auch da dran, dass ich mit Alex und den anderen Protagonisten nicht wirklich warm geworden bin.Aber da ich wissen wollte was passiert ist, hab ich weiter gelesen. Deshalb gibt es von mir auch nur 3 Sterne für dieses Buch.
- Holly Seddon
Locked in
(18)Aktuelle Rezension von: Das_LesedingInhalt:
Alex ist Journalistin und recherchiert im Krankenhaus. Als sie auf der Wachkomastation eine Patientin sieht, deren Fall sie von früher kennt, wird sie neugierig und beschäftigt sich mit Amy. Denn die Geschichte, was mit Amy passiert ist, und noch nicht gelöst ...Stil:
Die Geschichte wird von Marie Bierstedt, Simon Jäger, Anna Carlsson und Gabriele Blum gelesen. So bekommt fast jeder Charakter eine Stimme. Dies ist angenehmen, denn so können die unterschiedlichen Erzählstränge besser sortiert werden. Die Handlung zieht sich allerdings etwas und es entwickelt sich ein seichter Roman mit Krimicharakter. Wirkliche Spannung kommt aber leider nicht auf, denn die Cliffhanger sind zu künstlich und durch die wechselnden Darstellungen der Figuren wirkt es eher verschleiernd als weiterbringend. Das Ende erscheint dann so simpel, das geht gar nicht. Die Polizei tappt ewig im Dunkeln und die besoffene knackt denn Fall. Ernsthaft?!Charaktere:
Alex ist absolut unglaubwürdig. Eine Journalistin, welche dauernd besoffen ist und dann so super Einfälle hat und ihre Arbeit dann doch auf die Reihe bekommt, geht nicht.
Amy wirkt extrem naiv. Okay, im Wachkoma entwickelt man sich nicht weiter, aber dennoch passt es einfach nicht
Auch die anderen Charaktere wirken zu konstruiert, als dass sie hätten sympathisch sein können. Es ist einfach nicht ausgereift.Cover:
Das Cover finde ich interessant. Fasern, Spiegelung, Unterbewusstsein, Verbindung. Es könnte alles sein, aber irgendwas ist da.Fazit:
Ein seichter Roman, welcher wirklich gut vorgelesen wurde. Dafür gibt es drei Sterne, weil man die Geschichte gut hören kann. Der Inhalt ist eher anspruchslos und die Charaktere sowie die Auflösung fallen durch. Daher vergebe ich auch nur eine Hörempfehlung an Hörende, welche die Sprecher und flache Romane mit Krimicharakter mögen. - Antje May
Mascha, du darfst sterben
(8)Aktuelle Rezension von: FelisBuecherregal⇢Zum Inhalt⇠
In „Mascha, du darfst sterben“ erzählt die zweifache, alleinerziehende Mutter – und gleichzeitig Autorin des Buches – Antje May von dem schweren Schicksal, das ihre Familie und ganz besonders ihre Tochter Mascha getroffen hat.
Wie so oft beginnt die schicksalshafte Veränderung im Leben der Familie an einem ganz normalen Tag. Mascha ist auf dem Weg zum Bus, als sie vor der Tür ihres Wohnhauses von einem Auto angefahren wird. Schnell wird die Diagnose schweres Schädel-Hirn-Trauma gestellt und Mascha und ihre Angehörigen müssen von nun an eine scheinbar endlose Kette medizinischer Behandlungen über sich ergehen lassen.
May beschreibt ihre Erlebnisse in dieser Zeit – angefangen am Unfalltag, über Intensivstation, Reha und Hospiz – bis hin zu dem Tag, an dem sie Mascha gehen lassen darf. Schon nach kurzer Zeit ist absehbar, dass Mascha vermutlich nie wieder volles Bewusstsein erlangen wird, sonder stattdessen in einem Zustand des Wachkomas verbleiben wird.
Der festen Überzeugung nach, dass Mascha in einem solchen Zustand nicht hätte weiterleben wollen, kämpft ihre Mutter für das Recht, sie sterben zu lassen.
Geschrieben hat die Autorin das Buch kurz nach Maschas Tod in Finnland, wo sie in einsamer Atmosphäre versucht, wieder zu sich selbst zu finden. Als Leitfaden benutzt sie dafür ein Tagebuch, das die Angehörigen während der Klinikzeit geführt haben. So wechseln sich innerhalb des Buches eher nüchterne Darstellungen medizinischer Vorgänge, mit sehr emotionalen und persönlichen Gedankengängen ab.
⇢Meine Meinung⇠
„Vor dem Tod habe ich keine Angst, aber vor dem Sterben“
(-Mascha; S. 24)
„Mascha, du darfst sterben“ – das sagt schon den Titel, soll nicht unterhalten. Es ist kein schönes Buch und es ist auch kein einfaches Buch. Es ist ein Buch, über ein lebensbedrohlich erkranktes Kind, geschrieben von eben jenem Menschen, der so dicht dran ist, wie nur möglich. Der Mutter.
Und es ist ein Buch geprägt von einer schweren Frage:
Können wir uns in Zeiten des medizinischen Fortschritts, vor dem Hintergrund unseres Menschenbildes, unserer Vorstellung von Ethik und Würde, ganz bewusst dafür entscheiden, einen Menschen sterben zu lassen – ein Kind sterben zu lassen?
Antje May glaubt, dass sie diese Entscheidung treffen kann, denn sie ist sich ganz sicher, dass ihre Tochter sich ein solches Leben nicht gewünscht hätte.
Sie kritisiert ganz bewusst Aspekte der modernen Medizin, hinterfragt deren Sinn und Nutzen.
In diesem Buch spürt man das enorme Leid, das sie und ihre Familie zu tragen haben, nicht nur durch die schweren Verletzungen ihrer Tochter, Schwester, Enkelin, sonder ganz besonders, weil sie das Gefühl haben, sie mit den lebenserhaltenden Maßnahmen ihrer Würde und ihres freien Willens zu berauben.
Maschas Mutter konnte die Entscheidung, sie gehen zu lassen, für ihre Tochter treffen, denn zum Zeitpunkt des Unfalls wusste sie durch zufällige Gespräche sehr genau, was ihre Tochter wollte.
Aber nicht jeder weiß genau, wie seine Liebsten zu diesem Thema stehen und meist weiß man es ja nicht einmal selbst so genau.
Auch genau darauf will May aufmerksam machen. Jeder Mensch sollte sich entscheiden dürfen, wie sein Lebensende auszusehen hat. Die Autorin selber musste um das Sorgerecht für ihr Kind fürchten, als sie den Wunsch, ihre Tochter sterben zu lassen, laut aussprach. Sie möchte, dass es nie wieder jemandem so gehen muss. Möchte dem Tod ihrer Tochter durch den Einsatz für ein bewussteren Umgang mit unseren Kranken eine Art von Sinn geben.
⇢Fazit⇠
Ein mutiges, kritisches und vor allem wichtiges Buch!
Es ist Teil unseres „Menschseins“, das wir uns nicht gerne mit dem Thema Tod auseinandersetzen, ganz besonders nicht mit unserem eigenen. Wenn er dann noch plötzlich und unerwartet kommt, sind wir schnell damit überfordert.
Die Autorin hat es geschafft tiefe – auch für Laien verständliche – Einblicke in die Reichweite moderner Medizin zu geben, ohne dabei ihren Mittelpunkt – das Leid des Menschen zu lindern – aus den Augen zu verlieren.
Und das heißt nunmal nicht immer nur, die Abwesenheit von Schmerz. Manchmal kann es auch Leid bedeuten, sein Leben nicht zu gestalten, wie man es sich erhofft hatte.
Mascha sagte zu ihrer Mutter: „Ich möchte Leben, nicht nur existieren“.
Es ist ein Appell, sich bewusster den Fragen der Moral und Ethik zu stellen.
„Was Mascha braucht, hat sie vor einigen Monaten selbst gesagt: „Dass jemand einem die Hand hält, wenn man stirbt.“
(S. 160) - Henri Faber
Locked in
(87)Aktuelle Rezension von: buecherfratzINHALT
Bei den Ermittlungen in einem Entführungsfall schießt Kommissar Paul Maertens im Affekt auf den Täter, der daraufhin ins Wachkoma fällt. Das letzte Opfer, André Fechtner, könnte noch am Leben sein - doch wie lässt sich sein Aufenthaltsort nun ermitteln? Ein Arzt macht Maertens auf die unkonventionelle Methode von Professor Theo Linde aufmerksam: Mithilfe eines NeuroHubs gelingt es dem Wissenschaftler, mit komatösen Patienten – sogenannten Locked-in-Patienten – zu kommunizieren. Die Rettung des Gefangenen scheint damit zum Greifen nah.
MEINUNG
Henri Faber versteht es meisterhaft, mit den Erwartungen seiner Leser*innen zu spielen und damit einen packenden Handlungsbogen zu konstruieren. Kaum glaubt man, den Verlauf der Geschichte zu durchschauen, nimmt sie eine überraschende und eindrucksvolle Wendung. Dennoch konnte ich mit den Figuren nicht recht warm werden; keiner entwickelte sich für mich zum Sympathieträger, mit dem ich mitfiebern wollte. Auch meine Erwartungen an das Buch wurden nicht ganz erfüllt: Der Klappentext ließ vermuten, dass die Interaktion mit dem komatösen Täter im Zentrum stehen würde – tatsächlich spielt sie jedoch eine eher untergeordnete Rolle.
FAZIT
Auch wenn meine persönlichen Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden, bietet Henri Faber mit „Locked in“ einen ansprechenden und handlungstechnisch raffinierten Thriller, der Fans spannungsgeladener Literatur durchaus überzeugen dürfte.
- Stefan Barth
Porta Immortalis
(10)Aktuelle Rezension von: CadnessKennt ihr das, wenn ihr ein Buch anfangt und das Gefühl habt, dass es richtig gut sein wird? So ging es mir bei 'Porta Immortalis - Das Tor der Unsterblichen'.
Obwohl die Handlung anfangs etwas wirr erscheint und man keine Zusammenhänge erkennt, hat man das Gefühl, dass das alles einen tieferen Sinn hat.
Ich war begeistert davon, wie der Autor Fantasy und Science-Fiction Elemente miteinander vermischt hat, ohne das es zu kompliziert oder technisch wirkte. Auch konnte ich mir die einzelnen Situationen gut vorstellen. Gerade die Momente im Netz fand ich super interessant. Wobei ich mir stellenweise noch mehr Erklärungen gewünscht hätte (z.B. zu Devons oder Damiens Vorgeschichte, zu der Firma Blue Tec. etc.).
Greifbare Figuren sind mir sehr wichtig und machen für mich einen Großteil des Buches aus. Obwohl ich in diesem Fall keine tiefere Bindung zu den Charakteren aufbauen konnte, war das nicht weiter schlimm für mich, da die vielen Überraschungs- und Spannungsmomente dies wieder ausgeglichen haben.
Der Schluss konnte mich jedoch nicht gänzlich überzeugen. Die Ereignisse in den letzten Kapiteln überschlugen sich förmlich. Alles lief schnell, gar hektisch ab. Da hätte ich mir einfach noch ein paar Seiten mehr gewünscht, damit den Charakteren mehr Spielraum eingeräumt und die Handlung perfekt abgerundet wird.
Fazit: Auch wenn ich wohl nie der große Sci-Fy Leser werde, konnte mich Porta Immortalis, trotz kleiner Kritikpunkte, überzeugen und einige unterhaltsame Lesestunden bescheren. Auch denke ich, dass jeder, der sich an dieser Genre Mischung ausprobieren möchte, mit diesem Buch gut aufgehoben ist.
- Monika Held
Sommerkind
(38)Aktuelle Rezension von: SvanvitheKolja ist fünfzehn, als seine sieben Jahre jüngere Schwester Malu unbedingt im Freibad und nicht im Meer schwimmen will. Während er auf einer Bank sitzt und ein Buch liest, fällt ihm nicht auf, dass sie nicht zurückkommt. Vielmehr ist es Ragna, ein Jahr älter als Kolja und in ihn verliebt, die das bemerkt, aufspringt, losläuft, Malu reglos im Schwimmbecken liegen sieht und das Mädchen aus dem Wasser rettet. Doch ein normales Leben wird es nicht mehr sein. Malus Gehirn ist bereits geschädigt, sie fällt ins Koma. Malu ist ein Sommerkind.
Es ist das Bild des kleinen Mädchens auf dem Grund des Beckens, das Ragna 25 Jahre mit Erinnerungen konfrontiert, die ihr nicht mehr gegenwärtig und lückenhaft sind. Im Rahmen eines Forschungsprojektes befasst sie sich mit der Frage, ob es einen erkennbaren Zusammenhang zwischen den Orten der Kindheit und dem Verlauf des Lebens gibt. Und ob der Mensch am Ende seines Lebens dorthin zurückkehrt.
Sie begibt sich auf die Suche nach ihren Erinnerungen, nach Kolja und danach, was damals wirklich geschehen ist. Dabei begegnen ihr Menschen, die Kolja auf seinem Weg begleitet haben. Ragna trifft seine Mutter, Malu und spricht mit der Ärztin, die mit mehr Fürsorge und Augenmerk auftritt, weil sie die Sensibilität erkennt und die Schuldgefühle, mit denen Kolja belastet ist. Denn vor allem Koljas Mutter vermittelt ihrem Sohn, verantwortlich für das Geschehen zu sein. Zur Strafe muss er seine Schwester im Krankenhaus besuchen, und es ist nur verständlich, dass er darauf mit Abwehr reagiert. Stattdessen widmet Kolja seine Zeit und seine Zuneigung einem kleinen Jungen, der vom Wickeltisch gefallen ist und den er "Kai in der Kiste" nennt.
"Der Satz, mit dem sie ihn fortschickte, verschmolz mit dem Geräusch der Tür, die sie leise hinter ihm ins Schloss drückte."
Sommerkind ist ein emotional intensives Erlebnis. Der Roman besticht durch seine stille, tiefgründige, gleichwohl poetische Sprachgewalt und das psychologisches Feingefühl, mit dem Monika Held ihre Figuren porträtiert. Es gelingt ihr nicht nur, die Fassungslosigkeit der Eltern ob dieses Unglücks zu verdeutlichen, sondern auch die Einsamkeit und den Schmerz darzustellen, denen Kolja ausgesetzt ist und unter denen er leidet.
Im hohen Maße schafft die Autorin eine glaubhafte Darstellung. Dabei erzählt sie zeitversetzt aus zwei Blickwinkeln. Ragna nimmt die Ich-Position ein, wodurch es stets möglich ist, an ihren Gedanken und Emotionen teilzuhaben. Hingegen wird Koljas Geschichte aus der Sicht von Dritten geschildert. Insgesamt beleuchtet die Autorin ein Geschehen, das unsagbar traurig und betroffen macht und doch nicht ohne Hoffnung und schöne Momente ist.
Vielleicht ist am Ende nicht alles gesagt, aber so viel, dass die Geschichte schließen kann. Und es ist auch nicht wichtig. Denn Ragna und Kolja werden sich treffen, wenngleich wir nicht mehr dabei sind... - Lucie Flebbe
Jenseits von tot
(33)Aktuelle Rezension von: Nadine21Im dritten Teil rund um Eddie und Zombie geht es um eine Tote, die in der Immobilienbranche gearbeitet und für ihre pflegebedürftige Mutter einen Heimplatz gesucht hat. In diesem Umfeld begibt sich Eddie auf die Suche nach dem Täter und wird dabei von Zombie unterstützt. Allerdings wird dieser (wieder einmal) mit seiner Vergangenheit konfrontiert.
Auch dieses Buch wird wieder abwechselnd aus der Perspektive von Eddie und von Zombie geschrieben. Beide zeigen deutlich, dass sie und ihre Beziehung sich in den letzten Bänden gefestigt haben. Zombie wird ruhiger und Eddie mutiger. Die beiden ergänzen sich und sie geben sich Kraft und Mut auch zu ihren Fehlern zu stehen und die Vergangenheit aufzuarbeiten. Es gibt wieder einige Höhen und Tiefen, in die auch die Nachbarn und Freunde der beiden immer wieder involviert sind.
Am Ende des Buches sind die meisten Fragen geklärt und doch bleibt Raum für jede Menge eigene Ideen, wie es weitergehen könnte. Schade, dass es keinen weiteren Band geben wird, aber die Geschichte der beiden ist wohl auserzählt.
- Dennis Kohlmann
Libellenfrühling
(15)Aktuelle Rezension von: FreyheitMeine Meinung:
Es fällt mir etwas schwer, dir etwas über dieses Buch zu sagen. Eigentlich ist es eher eine Kurzgeschichte.
Es geht um Julien und seine Schwester Mia.
Mia hat eines Abends eine Verabredung mit ihren Freunden im Wald. Sie schleicht sich nach einem Streit mit ihren Eltern aus dem Haus und erscheint in den frühen Morgenstunden völlig lädiert wieder an der Haustür. Seit diesem Moment liegt sie im Wachkoma.
In der gesamten Geschichte erfahre ich nicht, was ihr passiert ist. Das ist aber auch nicht das zentrale Thema. Es geht darum, dass Julien nicht glaubt, dass das wirklich seine Schwester ist. Er ist fest davon überzeugt, sie befindet sich weiterhin im Wald. Niemand will ihm glauben. Es kommt zu weiteren Streitgesprächen, doch der kleine Junge gibt nicht auf. Jeden Tag macht er sich auf die Suche nach ihr.
Das Ganze hat etwas Esoterisches.
Kohlman hat einen sehr schönen Schreibstil, der mich fesselt. Bildlich, emotional begebe ich mich mit Julien auf die Suche nach seiner Schwester, schließe Freundschaft mit einem Mann, der einsam im Wald lebt und jage den Stimmen der Libellen hinterher.
Fazit:
Eine kurze gefühlvolle Geschichte voller Tiefe. Obwohl man meinen könnte, es handle sich um ein Kinderbuch, so halte ich es für diese nicht tauglich. Ich denke, sie können die Zwischentöne nicht greifen. Für Erwachsene ist es aber zu einfach geschrieben. Lies es und entscheide selbst, wo du es einordnen würdest.
Ein schönes Erstlingswerk, welches das hervorragende Potential des Autos zeigt. Ich hoffe, er traut sich in Zukunft an umfangreichere Bücher heran 😉. - Connie Roters
Endstation Neukölln
(16)Aktuelle Rezension von: Vampir989Klapptext:
Zwischen Drogen, Dämonen und Gedichten: ein atmosphärisch dichter Berlin Krimi, schonungslos und eindringlich erzählt.
Zwei Tote in Neukölln: ein Drogendealer und ein Rechtesextremer. Hauptkommissar Breschnow stößt auf entwurzelte Existenzen, die den Weg zurück ins Leben nicht finden, und auf andere, die daraus ihren Nutzen ziehen. Unaufhaltsam dringt er in ein Geflecht aus Schmutz und Verrat ein und bringt sich und andere damit in tödliche Gefahr.
Dies ist der 3.Fall einer Krimireihe mit Kommissar Breschnow.Das Buch kann aber auch ohne Vorkenntnisse der Vorgänger gelesen werden.
Das Buch hat mir wieder sehr gut gefallen und ich wurde sofort in den Bann gezogen.Der Schreibstil ist leicht und flüssig.Man kommt mit dem Lesen sehr gut voran.Die Seiten fliegen nur so dahin.Einmal angefangen mit Lesen,konnte ich gar nicht mehr aufhören.Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte Sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere die sehr heraus gearbeitet wurden.Besonders interessant fand ich wieder Kommissar Breschnow.Aber auch Kimmie habe ich gleich in mein Herz geschlossen.Ich wurde in den Berliner Stadtteil "Neukölln" entführt.Dort habe ich die Ermittlungen des Herrn Brechnow und seinem Team verfolgt.Besonders der alkoholkranke Brechnow hat es nicht leicht bei diesem Fall.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Ich habe mit gefiebert,mit gelitten und mit gebangt.Durch die sehr beeindruckende und packende Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Auch versteht es die Autorin uns den Berliner Stadtteil näher zu bringen.Menschen die dort leben,haben meist mit Drogen,Obdachlosigkeit und Armut zu tun.Die daraus resultierenden Folgen sind meist verhängnisvoll und erdrückend.Ich war schockiert und es hat mich tief berührt davon zu erfahren.Es gibt immer wieder unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse.Dadurch wird es nie Langweilig .Die Spannung steigt von Anfang bis Ende stetig an.Ich habe selten einen so fesselnden und mit reissenden Krimi gelesen.
Das Cover finde ich auch sehr ansprechend und genau passend zu dieser Geschichte.Es rundet das brilliante Werk ab.
Ich bin total überwältigt von diesem 3.Teil Er hat mir sehr gut gefallen.Für Leseliebhaber von Regionalkrimis ist diese Lektüre sehr zu empfehlen. - Iris Krumbiegel
Jonahs Versprechen
(10)Aktuelle Rezension von: UlrikeBodeWow, dieses Buch hat mich wirklich unglaublich gefesselt und berührt. Das Cover wie auch der Klappentext deuten schon auf eine tiefgründige und tragische Geschichte hin, die zu Tränen rührt aber auch Hoffnung gibt.
Die Themen wie Vergangenheitsbewältigung, Vertrauen, Nächstenliebe und Verlässlichkeit bis in den Tod wurden von der Autorin toll umgesetzt und mit einen einfühlsamen und flüssigen Schreibstil einfach wunderbar in eine berührende Geschichte eingebettet.
Was sehr gut in diesem Buch bearbeitet wurde ist, dass man durch die Stärke eines anderen selbst seine Stärke findet und erkennt. Ich war wirklich beeindruckt und musste das gelesene erst einmal selbst verarbeiten, bei dem eigene Probleme so klein werden, dass sie sich fast von selbst auflösen.
Eine klare Leseempfehlung kann ich hier nur geben und werde sicher noch einige Bücher dieser Autorin lesen. - Johanna Danninger
Jonah: Hearts on Fire 1
(64)Aktuelle Rezension von: AlisonNina und Manuel sind ein Paar. Doch wo Nina noch Hochzeitspläne schmiedet, trennt sich Manuel von ihr. Sie stürzt sich ihren Job als Krankenschwester. Da kommt es ihr sehr gelegen, einen neuen Patienten zu bekommen Tim liegt im Wachkomma.
Jonah muss sich erst noch in der neun Feuerwache einleben, denn er ist nicht der einzige, der sich auf diesen Posten beworben hat und das spürt er von den neuen Kollegen. In seiner Freizeit baut er sein Haus um, das er für seinen Bruder Tim und sich renoviert.
Einzig die neue Krankenschwester Nina ist ein neuer Lichtblick. Sie gibt ihm contra.
Die Geschichte ist aus Ninas Sicht sehr traurig, als sie Manuels Verrat erkennt. Aus Jobahs Sicht wirkt alles etwas nüchterner. Er kontrolliert gerne. Der Grund wird im Laufe der Geschichte sichtbar.
Unterhaltsam erzählt. - Lotte Minck
Venuswalzer
(56)Aktuelle Rezension von: witchqueenBibliographische Angaben
Titel: VenuswalzerAutor: Lotte Minck
Verlag: Droste
Seiten: 319Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 16.01.2019
Inhaltsangabe/Klappentext
Stella ist fix und fertig: Seit Wochen werden ihre Nerven von unerträglichem Baulärm malträtiert. Unerträglich ist auch die Situation von Stellas Kundin Ruby. Beinahe täglich sieht sie sich den Übergriffen eines Handwerkers ausgesetzt - bis dieser eines Tages und ausgerechnet vor ihrem Fenster vom Baugerüst stürzt. Was ganz sicher kein Wink des Himmels und vermutlich auch kein Unfall war. Plötzlich steht die junge Frau unter Mordverdacht. Stella glaubt fest an Rubys Unschuld - und beschließt, der Sache auf eigene Faust und mit himmlischer Hilfe auf den Grund zu gehen ...Meine Meinung:
Auch in diesem Band geht es gleich richtig spannend zur Sache. Man wird direkt wieder in die Geschichte hineingezogen und nicht mehr losgelassen. Die Spannung hält sich von der ersten bis zur letzten Seite und wird gepaart mit jeder Menge Humor und Wortwitz zu einer Krimödie, die man nicht mehr aus der Hand legen will.
Die Figuren und Handlungsorte sind bestens gezeichnet, so dass man auch keinerlei Schwierigkeiten hat, dieses Buch als Einzelband zu lesen. Kenntnisse aus dem Vorgängerband sind nicht notwendig.Der Schreibstil ist gewohnt leicht und flüssig. Alles lässt sich sehr angenehm lesen und man kommt wirklich zügig voran. Richtig lebend und authentisch wird das Buch durch den „Ruhrgebiets-Slang“ in der wörtlichen Rede mancher (nicht aller) Figuren.
Die 319 Seiten sind schnell gelesen. Aufgeteilt in 29 Kapitel (plus Pro- und Epilog) kann man das Buch sehr gut in einem Rutsch, aber auch bequem in mehreren Abschnitten lesen.
Mein Fazit:
Eine herrliche Krimödie, die sich auch bestens für Freunde des Cosy-Crime eignet, da auf viel Blutvergießen und grobe Brutalität verzichtet wird. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der beim Krimi auch gerne mal lacht und vergebe hier 5 Sterne. - Adrian Owen
Zwischenwelten
(6)Aktuelle Rezension von: Nati89Der führende Neurowissenschaftler Adrian Owen beschreibt in seinem aufrüttelnden Buch „Zwischenwelten“ seine spektakuläre Arbeit mit Menschen, die an einem schweren Hirntrauma leiden. Zweifelten Ärzte bislang daran, dass Wachkoma-Patienten wahrnehmungsfähig sind, bewies Owen das Gegenteil. Damit stellt er vorschnelle Hirntod-Diagnosen infrage.
Hirnhautentzündung, Schädel-Hirn-Trauma und Schlaganfall können die Ursachen für ein Dasein in der sogenannten Grauzone zwischen minimalem Bewusstsein und Hirntod sein. Manche Patienten reagieren weder auf externe Reize, noch scheinen sie ihre Umwelt wahrzunehmen. Lange glaubten Ärzte, sie seien unfähig, zu denken und zu fühlen – bis dem britischen Neurowissenschaftler Adrian Owen das Unfassbare gelang: Mit speziellen Kernspin-Tests zeigte er, dass selbst Menschen mit schweren Hirnschäden durchaus Bewusstseinsregungen haben können.Spannend und einfühlsam erzählt Owen von Fällen aus seinem Forscheralltag – von Patienten, die selbst nach Jahren im Wachkoma plötzlich Kontakt zur Außenwelt aufnehmen. Ihre Botschaften sind der Beginn einer Kommunikation, die Einblicke erlaubt, wie diese Menschen ihr Schicksal erleben, was man für sie tun kann – und wie sie ins Leben zurückkommen können.
Meine Meinung zu dem buch
Ich fand das Buch sehr spannend und auch informationsreich man muss kein neurowissenschafter sein um das Buch lesen zu können, Adrian Owen erzählt es so das auch die Leute es die keine Ahnung von dem Gebiet haben es auch verstehen können, um was es in dem buch geht.
Als ich das Buch in schnell Modus angekuckt habe habe ich gedacht das es um so Zeit reisen geht als ich dann denn klappentext gelesen habe, stellte es sich ganz anderst da was mich sehr angesprochen hat das ich es lesen wollte. Schrift fand ich sehr angehnem ich konnte es recht gut lesen, bei manchen Wörtern musste ich es nochmal lesen um zu verstehen was da gemeind worden zu den Charaktere würden gut beschrieben auch die Funktionen des Gehirn eines Menschen was es leisten muss und was passiert wenn es nicht funktioniert was Mann machen kann damit es wieder funktioniert u.s.w worden sehr gut beschrieben.
Im ganzen Fand ich es recht gut, das Buch hat von mir 4 ganze Sterne verdient.
Mein Dank dem Verlag von droemer-knauer, die es mir ermöglicht haben das Buch zu lesen und rezieren zu dürfen.
- Andreas Eschbach
Exponentialdrift
(3)Aktuelle Rezension von: vormiAuf einer Pflegestation erwacht ein Mann, der seit vielen Jahren im Wachkoma gelegen hat. Die Welt um ihn herum kommt ihm seltsam verändert vor. In seinen Erinnerungen mischen sich Bilder, die nicht zueinander passen. In ihm reden Stimmen durcheinander, die er nicht versteht. Am wenigsten identifizieren kann er sich mit dem Elementarsten von allem, mit sich selbst. Er kommt zu der Überzeugung, in Wirklichkeit ein Außerirdischer zu sein, den es in den Körper eines Menschen verschlagen hat. Eine Wahnvorstellung? Der Neurologe, der ihn behandelt, ist fasziniert. Seine Frau fühlt sich ihm entfremdet. Und dann ist da noch ein geheimnisvoller Fremder, der ihn zu verfolgen, zu beobachten scheint ...
Dieser Roman ist ein hochspannendes Buch, ein literarisches Experiment. Vom September 2001 bis Juli 2002 erschien "Exponentialdrift" als Fortsetzungsroman in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Für die Taschenbuchausgabe dieses Thrillers stellte der Autor den jeweiligen Folgen die damaligen Schlagzeilen voran und fügte einen ausführlichen Werkstattbericht hinzu, der interessante Einblicke in seine Arbeit und Hintergründe des Projekts gewährt.Inhaltsangabe auf amazon
Schon das Vorwort des Herausgebers der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, Frank Schirmacher, macht Neugierig auf dieses Hörbuch und hegt sehr große Erwartungen.Ich dachte noch, dass das sehr mutig ist, Andreas Eschbach damit so unter Druck zu setzen und das man diese hohen Erwartungen ja gar nicht befriedigen kann.Zu meinem Erstaunen war das aber weit gefehlt. Der Autor konnte diesen großen Erwartungen gerecht werden.
Das Buch ist sehr ungewöhnlich und am allerbesten haben mir am Ende noch die sehr genauen Erklärungen gefallen, warum Andreas Eschbach was geschrieben hat. Das hat nochmal einen sehr guten Einblick gegeben.Auch dass das Hörbuch immer noch in Folgen eingeteilt ist, hat deutlich gemacht, wann es Cliffhanger gab und wo die "Pausen" gesetzt waren.
Die Geschichte ist ungewöhnlich und man sollte Sci-Fi-Affin sein.Sie ist ziemlich verwickelt und man muss sehr gut aufpassen.Die Figuren waren realistisch und man konnte sich den Schreck sehr gut vorstellen, den eine Frau bekommt, wenn ihr Ehemann nach 4 Jahren Wachkoma aufwacht. Genau in dem Moment, in dem sie sich in das Schicksal gefügt hat und begonnen hat, wieder ein eigenes Leben zu führen.
Die Situationen und Handlungen haben mich auch überzeugen können. Denn sie sind völlig logisch in sich aufgebaut.Auch ist es Herrn Eschbach erstaunlich gut gelungen, den Spannungsbogen hoch zu halten. Ich konnte teilweise gar nicht mehr ausschalten, so spannend war es.Und das bei einem Roman, der als Fortsetzungsroman erschienen ist.Alle Achtung, mir hat es richtig gut gefallen. - 8
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