Bücher mit dem Tag "währungsreform"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "währungsreform" gekennzeichnet haben.

31 Bücher

  1. Cover des Buches Glückskinder (ISBN: 9783453424067)
    Teresa Simon

    Glückskinder

     (120)
    Aktuelle Rezension von: EngelAnni

    Ich habe "Glückskinder" zum Geburtstag geschenkt bekommen. Lt Klappentext ist es ein Buch, was ich mir auch selbst gekauft hätte.

    Lt Klapentext werden sich die Münchnerin Toni und die ehemalige KZ-Insassin Griet begegnen. Zuerst mögen sie sich nicht, dies soll sich aber im Laufe der Geschichte ändern. Außerdem soll es um die harten Nachkriegsjahre gehen, in denen die Münchner Bevölkerung kaum etwas zu essen hat und der Handel auf dem Schwarzmarkt floriert.

    Die Hintergrundgeschichte, in der das harte Leben im Nachkriegsdeutschland beschrieben wird, gefällt mir sehr gut. Ich habe bisher hauptsächlich Bücher gelesen, die mit Kriegsende auch zu Ende waren. Deswegen habe ich mich gefreut, etwas mehr über die harten Jahre bis 1948 zu erfahren.

    Die Autorin gibt einen gute Eindruck in die Entbehrungen, die die Hauptfiguren erleiden müssen und es ist auch spannend geschildert, wie der Handel auf dem Schwarzmarkt entsteht.

    Leider gerät diese Geschichte etwas in den Hintergrund, da die seichten Liebesgeschichten in den Vordergrund gerückt werden. Diese Geschichten passen eher in einen "schmalzigen" Liebesroman, aber nicht richtig in den historischen Kontext. Es läuft alles ein bisschen zu glatt und gipfelt darin, dass ein früherer Nazianhänger eine polnische Jüdin heiratet.

    Ich kann daher leider nur 3 Sterne vergeben.

  2. Cover des Buches Vergessene Seelen (ISBN: 9783423262019)
    Frank Goldammer

    Vergessene Seelen

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Vergessene Seelen" ist der dritte Band aus der Max-Heller-Reihe von Frank Goldammer. Juni 1948, die Zeit der Währungsreform und Dresden im Griff der Sowjetischen Besatzungszone. In dieser Zeit wird Oberkommissar Max Heller mit dem Tod eines 14-jährigen Jungen konfrontiert. Doch viel mehr scheint in der Familie des Opfers im Argen zu liegen. Häusliche Gewalt durch den Vater, einem Trinker,  ist an der Tagesordnung. Je tiefer Max Heller gräbt, umso mehr trifft er auf eine Mauer des Schweigens. Und dann stirbt ein weiteres Kind. Was verbirgt sich hinter all dem? Zusätzlich wird von Staatsseite beim DVdI (Vorläufer des späteren Ministeriums des Inneren) ermittelt. Max Hellers Sohn Klaus ist darin involviert und so wird der Fall auch zum Konflikt zwischen Vater und Sohn. Frank Goldammer führt die Entwicklung von Max Heller mit diesem dritten Band konsequent weiter. Zum besseren Verständnis der Protagonisten empfiehlt sich daher die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Dem Autor gelingt dabei wieder ein gelungener Mix aus Krimi, Zeitgeschichte und Privatleben von Max Heller und seiner Familie. Mit der Thematik von jugendlichen Diebesbanden und den Todesfällen führt er dabei den Leser geschickt auf verschiedenste Spuren, die Auflösung des ganzen bleibt aber verborgen bis zum Ende. Gut gefällt mir aber auch wie die Entwicklung von Max Heller und seiner Familie in dieser Nachkriegszeit ist. Hier bin ich gespannt wie dies in den Folgebänden weitergeht. Vielleicht rückte der eigentliche Kriminalfall diesmal ein klein wenig in den Hintergrund durch die Fortschreibung des Zeitgeschehen und dem Leben der Protagonisten. Die Spannung kam daher erst mit fortgeschrittener Seitenzahl mehr zur Geltung. In Summe bin ich aber der Meinung, dass dieser Band ein weiterer lesenswerter Krimi aus der Reihe ist und auch die Zeit damals in Dresden gut einfängt.

  3. Cover des Buches Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus (ISBN: 9783499291715)
    Brigitte Riebe

    Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus

     (164)
    Aktuelle Rezension von: lese_sternchen

    „Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus“ von Brigitte Riebe ist der Auftakt der 50er-Trilogie.

    Berlin, 1945, der Krieg ist gerade zu Ende und die Schwestern Thalheim stehen vor dem Nichts. Ihr Vater ist im Gefängnis und der Bruder ist während des Krieges verschollen. Sie werden aus ihrer Villa vertrieben und das Kaufhaus Thalheim ist, wie so viele Gebäude Berlins, zerstört. Die Menschen in der Stadt hungern und frieren. Auch Rike, Silvie und Florentine müssen sich durchkämpfen. Trotz aller Entbehrungen und Strapazen träumt Rike aber schnell davon, das Kaufhaus eines Tages wieder eröffnen zu können...

    Diese mitreißende Familiengeschichte beschreibt die harte Zeit nach dem Krieg und den Wiederaufbau der Stadt und des Familienunternehmens, emotional und sehr bewegend. Schön ist, wie unterschiedlich die Schwestern doch sind und wie sie mit der neuen Situation umgehen. Die Geschichte wird dadurch und durch andere tolle Charaktere sehr facettenreich. 

    Brigitte Riebe überzeugt durch anschauliche und authentische Beschreibungen, sowie einen fesselnden Schreibstil. Berlin als Schauplatz ist wunderbar und das Buch liest sich einfach toll.

  4. Cover des Buches Unsere wunderbaren Jahre (ISBN: 9783596522521)
    Peter Prange

    Unsere wunderbaren Jahre

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte7

    Das Buch gibt sehr gute Einblicke in das Deutschland von 1948 bis in die 90er Jahre. Ein paar junge Leute werden auf ihrem Weg durch die Jahre begleitet und deren Wege kreuzen sich immer wieder. Durchaus realistische Lebenswege werden gezeichnet. 

    Man kann super eintauchen in diese Welt. Und gewinnt auch Erkenntnisse über diese Zeit.

    Ich fand das Buch total fesselnd und es hat mir sehr großen Spaß gemacht, es zu lesen. Ich war richtig traurig, als es zu Ende war.

    Die Verfilmung kann leider nicht mithalten, das Buch ist um ein Vielfaches besser.

  5. Cover des Buches Tauben im Gras (ISBN: 9783518188927)
    Wolfgang Koeppen

    Tauben im Gras

     (224)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hier geht's zur Kurzmeinung auf meinem Blog.


    Kurzmeinung

    + beeindruckender Stil, vor allem die vielen Synonyme und bildhaften Umschreibungen, die sich auseinander entwickeln und in freien Assoziationsketten aneinander gefügt werden

    + fließende Übergänge zwischen den Perspektiven durch Verknüpfung über unvollständige Sätze oder identische Worte

    + starke Verflechtung der Perspektiven, indem die Figuren sich wechselweise begegnen


    - sprachlich so komplex, dass es sehr viel Konzentration erfordert und anstrengend zu lesen ist

    - fühlt sich ziellos an, auch wenn das Ziel, das München der Nachkriegszeit zu analysieren, durchaus erreicht wird

  6. Cover des Buches Schöne Scheine (ISBN: 9783442468096)
    Terry Pratchett

    Schöne Scheine

     (199)
    Aktuelle Rezension von: saphira13
    "Kanst du mir ein paar alte Bücher besorgen, mit Bildern von Göttern und Schiffen und vielleicht micht Stadtansichten?"
     "Aber ficher, Herr. Im Hohen Flag gibt ef einen antiquarifen Buchhändler." Igor legt das Metallgerät beiseite, zog einen ramponierten Lederbeutel unter dem Tisch hervor und legte nach kurzer Überlegung einen Hammer hinein. Selbst in der Welt des neugeborenen Herrn Klemme war es immer noch so spät in der Nacht, dass es viel zu früh am Morgen war. "Äh, ich bin mir sicher, dass es Zeit hat, bis es hell geworden ist", sagte er. 
    "Ach, ich gehe immer nachtf einkaufen, Herr", sagte Igor. "Wenn ich ef auf Fnäppchen abgefehen habe."

    (­Zitat aus Schöne Scheine, Auflage 5, Seite 204.)

    Ja, eine wirklich nette Fortsetzung von „Ab die Post“, ich fand mich schnell in der Welt von Feucht zurecht. Auch wenn weniger das Postamt, sondern viel mehr das Bankwesen das ist, dass sich Feucht vorgenommen hat. Es beginnt damit, dass Lord Ventinari, der Tyrann von Ank-Morkpork mit Feucht über Engel sprechen möchte (…). 

    Klappentext:

    Banken hat der ehemalige Gauner Feucht von Lipwig bisher meist bei Nacht und durch den verschlossenen Hintereingang betreten. Doch jetzt vererbt ihm die exzentrische Frau Üppig die Mehrheit an der maroden Kreditbank von Ankh-Morpork. Die Sache hat nur ein paar Haken: Der Bankpräsident ist ein Hund, der Hauptkassierer mit ziemlicher Sicherheit ein Vampir, auch Blutsauger genannt, und als Feucht die Goldbestände im Keller der Bank sichten will, wartet eine böse Überraschung auf ihn. Offenbar hat hier schon länger niemand mehr vorbeigeschaut …

    Meine Meinung…

    …zur Handlung.

    Nicht Überladen. Solide. Ausgeklügelt. Schlau. In der Geschichte spielt das Postamt eigentlich nur noch eine sehr untergeordnete Rolle – sondern wie oben schon genannt: Das Bankwesen.

    …zu den Charakteren.

    Feucht von Lipwig, Adora Belle, Lord Ventinari sind einfach verdammt coole Charaktere. Damit ist alles gesagt. Aber auch den neunen Character Herr Beuge, fand ich sehr interesant. Jemand ist mir besonders Aufgefallen: Der Lord Ventinari nacheifernde Cosmo Üppig.

    Fazit:

    Wirklich tolles Buch – genau wie „Ab die Post“. 0,5 Punkte Abzug von mir, weil es mich nicht ganz so heftig gepackt hat, wie vielleicht ein anderes Prachtett-Buch. Keine Ahnung. Vielleicht bin ich auch zu hart. Jedenfalls sehr amüsant – ich musste oft Auflachen, bei den Scherzen in dem Buch.  Sehr lesenswert. Preis: ca. 10€. Kaufempfehlung ausgesprochen! (:

    PS: Man könnte jetzt natürlich auch von der legendären Szene erzählen, in der man erfährt, wie Lord Ventinari, der Tyrann schlecht hin, reagiert, wenn eine Sahnetorte auf ihn geworfen wird. Auch wird das Geheimnis gelüftet, wie man als Hund Bankpräsident werden kann.

  7. Cover des Buches Unsere wunderbaren Jahre (ISBN: 9783839815144)
    Peter Prange

    Unsere wunderbaren Jahre

     (8)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht

    Dieses gekürzte Hörbuch fand ich zu lang, zu langweilig, die Protagonisten waren mir meistens egal, es gab Widersprüche, etliche Sätze waren schlicht Kitsch (passten aber nicht zum Rest, der sehr trocken war), vieles wirkte verklemmt. Ohne eine Challenge hätte ich nach 2 Stunden abgebrochen.


    Kitsch? „Doch erst, als ihre Münder sich fanden, wusste er, dass sie wirklich und leibhaftig da war.“ (17 h 30 min) „Mit einem Seufzer, der die Wahrheit war, nichts als die Wahrheit…“ (10:17)
    Verklemmt? „Statt einer Antwort nickte sie nur und berührte ihn dort, wo er es am liebsten hatte.“ Und selten hat jemanden so herumgeeiert zum Thema Homosexualität, Abtreibung, Entjungferung („in diesem Raum hatte er sie zur Frau gemacht, sie nannte ihn dann Palast“)
    Unfreiwillig komisch? Eine Frau heiratet zum zweiten Male – ihr erster Mann war Pfarrer. Es hieß im Text zur ersten Hochzeit „vor den Altar treten“ – und jetzt, bei der zweiten Hochzeit, heißt es, sie hätte es sich nie träumen lassen, einmal kirchlich zu heiraten??? Und, noch besser, sie hatte sich gar ein zweites Brautkleid gekauft, obwohl das erste nur einmal getragen im Schrank hing. Ah ja.


    Das Buch illustriert die jüngere Geschichte Deutschlands zwischen den beiden Währungsreformen – von der Einführung der D-Mark zum 20. Juni 1948 bis zu deren „Ende“ mit Einführung des Euro zum 1. Januar 2002 – anhand des Lebens mehrerer Protagonisten und dem ihrer Nachkommen. Leider wirkt es überzogen, wie stark deren Leben über 50 Jahre immer wieder verwoben ist (wir hätten alle 12 Finger, wenn das überall wirklich so abliefe) – und die Charaktere geraten eher zu Stichwortgebern für die abgespulte Geschichte. Sonst gefällt mir so ein Konzept – Geschichte anhand von Hauptpersonen, hier waren mir diese erst nach 10 von über 18 Stunden nicht mehr völlig schnurz, generell blieben sie mir zu sehr Klischee (die rebellische Tochter zum Beispiel). Eingeführte Personen wurden oft nur in großen Sprüngen besucht – gefühlt, weil der Autor dazwischen keine geschichtlich wichtigen Ereignisse darstellen konnte. Dazu wechselt die Perspektive alle paar Sätze zwischen extrem vielen Personen, alle mit Innensicht, alle seltsam flach.


    Kurios: Prange führt sich selbst ein – den Charakter Peter Prange, der Autor wird und eine Idee für eine Geschichte hat: „Er hatte…die ungute Gewissheit, dass aus der abstrakten Idee eine entsetzlich abstrakte Geschichte werden würde, wenn er keinen konkreten Ort und keine Figuren dafür vor Augen hatte.“ (ca. 17:00). Ja, ich FAND die Geschichte entsetzlich abstrakt, trotz konkretem Ort Altena im Sauerland, Herkunftsort aller.


    Abschnitte enden gerne mit Cliffhanger: „oder gibt es etwas, was ich nicht weiß?“ sagt Jürgen Rühling zu seiner Frau. Diese Winke mit dem gesamten Zaun sind so häufig und werden teils so spät oder so schrittweise aufgelöst, dass es mich nervte. Dazu soll Gesamt-Deutschland abgebildet werden, der Autor wirkt hier NOCH theoretischer (ich BIN „Wessi“ mit „Ossi“-Ehemann), behandelt bis kurz vor deren Ende die DDR nur sehr streifend, dafür schön die Sicht auf die „armen Brüder und Schwestern“. Da doziert der DDR-Bürger fast fortwährend über die Errungenschaften des Sozialismus – die Sorte Familie gab es sicher, doch kaum so häufig. Während der Preisung der Sowjetunion kann es sich der Autor nicht verkneifen, auf die Demontagen durch die Sowjetarmee als Widerspruch dazu hinzuweisen. Bei ähnlichen Themen im Westen (z.B. Nazi-Vergangenheit einiger) traut es der Autor hingegen dem Leser zu, das von selbst zu wissen – also Überschrift: von einem Autor der alten Bundesrepublik geschrieben für Bürger der alten Bundesrepublik? Ach, und gerne nutzt er „BRD“ auch als Slogan der West-Bürger – das war aber bis zur Vereinigung etwas, das z.B. in Schulaufsätzen im Westen angestrichen wurde – verpönt als DDR-Jargon (ja, lieber Rezi-Leser, so etwas gab es auf beiden Seiten).


    Helmut Zierl liest anständig, auch englischsprachige Anteile und Deutsch mit fremdsprachigem Akzent, aber ich merke, direkt vorher einen Sprecher gehört zu haben, der grandios unterschiedlichen Personen unterscheidbare Stimmen geben kann, Männern wie Frauen (Dietmar Wunder). Zierl variiert bei Akzenten, sonst sind die Unterschiede gering –unterbricht man außerhalb von Kapiteln, ist das schwierig. Seine Stimme ist weder schlecht noch unangenehm, nur mir leider zu wenig besonders. Ja, ich bin hier gerade tatsächlich verwöhnt – und vorher hatte ich nie den Sinn der Frage nach Lieblingssprechern verstanden. Ich kaufe jetzt keine Liebesschnulze, nur weil Wunder sie liest oder Deutschmann oder eine der Thalbachs, aber ich werde jetzt IMMER Hörproben nutzen, selbst wenn ich das Buch definitiv will.


    Mein bisheriger Flop des Jahres. 1 Stern.

  8. Cover des Buches Wolfszeit (ISBN: 9783499633041)
    Harald Jähner

    Wolfszeit

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Guildenstern

    Das Buch hat mich in den Bann gezogen. Von der Stunde Null, die tatsächlich einen längeren Zeitraum umfasste, wo alles in Trümmern lag, über riesige Flüchtlingsströme, befreite Zwangsarbeiter, Schwarzmarkt, Währungsreform, bis hin zur Einrichtung von Besatzungszonen wird ein Panorama der Gesellschaft gezeigt, in dem die einzelnen  Menschenschicksale nicht unterschiedlicher sein könnten. Wieviel Anteil die unterschiedliche Mentalität der russischen Besatzungsmacht bzw. der Westmächte an der Geisteshaltung der Menschen und am Zustandekommen der DDR einerseits und der Bundesrepublik andererseits hat, wurde mir durch das Lesen dieses Buches erst klar.
    Belegt durch viele Fotos aus der Zeit und einen sehr ausführlichen Anhang, in dem die Quellen der Zitate minuziös aufgeführt sind, hat das Buch hohe Beweiskraft. Den dicken Band kann man nur allen empfehlen, die sich für die deutsche Geschichte interessieren und erfahren möchten, warum sich die Menschen so und nicht anders entwickelt haben - im Osten wie im Westen.

  9. Cover des Buches Tod eines Revisors (ISBN: 9783958486003)
    Olaf Jahnke

    Tod eines Revisors

     (19)
    Aktuelle Rezension von: thenight

    Jens Scherer, Innenrevisor einer renommierten Bank, beruflich erfolgreich, glücklich verheiratet soll in einer Psychiatrischen Klinik Selbstmord begangen haben, mit einer tödlichen Dosis eines Medikamentes das zur Behandlung von ADHS eingesetzt wird, doch seine Frau glaubt nicht an die Selbstmordtheorie, aufgrund derer die Polizei nicht ermittelt. Sie schaltet den Privatermittler Roland Bernau ein.

    Meine Meinung: Mit Roland Bernau begegnen wir einem Privatdetektiv der einem Philip Marlowe alle Ehre macht, der sich gegen alle Widrigkeiten in seinen Fall verbeißt und auch mal seine eigene Gesundheit und sogar sein Leben riskiert und natürlich darf auch an Bernaus Seite eine schöne Frau nicht fehlen, hier ist es die Journalistin Julia, die vor Scherers Tod eine Akte zu gespielt bekam, in der Beweise für Geldwäsche in Zeiten der Wende dokumentiert sind, als sich dann noch herausstellt das Scherer seine Kollegen erpresst hat, gibt es zwar mehrere Motive für einen Mord aber immer noch keinen greifbaren Beweis, geschweige denn einen Täter.
    Olaf Jahnke bedient sich eines sehr interessanten Schreibstils, der Leser ist immer auf dem selben Stand wie Bernau, er begleitet ihn und kann so Stück für Stück die Verstrickungen von Politik, Finanzen und Industrie entwirren, erlebt jeden Rückschlag und jeden noch so kleinen Erfolg mit, so das auf keiner Seite Langeweile aufkommt. Langsam baut sich die Spannung auf, um die Story in einem logischen Finale enden zu lassen.
    Der Autor beschreibt seine Charaktere lebendig und realistisch, die Beschreibungen der örtlichen Gegebenheiten ist bildhaft genug so das sich auch Ortsfremde die Umgebung gut vorstellen können und Ortskundige nicht gelangweilt weiterblättern.
  10. Cover des Buches Deutsche Geschichte (ISBN: 9783407755247)
    Manfred Mai

    Deutsche Geschichte

     (15)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Mir hat das Buch gut gefallen und empfehle es gerne weiter. Ist spannend und gut geschrieben. Als Auffrischung wirklich gut. Manches hätte noch ausführlicher sein können. 

  11. Cover des Buches Die Auferstehung der "Hoffnung" (ISBN: 9783990482506)
    Dieter Franke

    Die Auferstehung der "Hoffnung"

     (4)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    "...Sie lernten, dass Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit und Vertrauen unentbehrliche Werte sind, ohne die man keine klaglose und glückliche Gesellschaft aufbauen kann..."

    Wir schreiben das Jahr 1948. Kai, Richard und Bernd leben in Hamburg und besuchen die siebte Klasse. Als Richard und Bernd von einer vereisten Eisenbahnbrücke in den Fluss stürzen, rettet Kai ihnen mit seinem Ruderboot, das er an der Bille gefunden hatte, das Leben. Die drei Jungen werden Freunde. Der besonnene Kai wirkt positiv auf Bernd und Richard, die bis dahin als Stänkerer galten. Gemeinsam beschließen sie, das Ruderboot zu einem Segelboot umzubauen.

    Der Autor hat einen abwechslungsreichen Roman geschrieben. Über etliche Jahre darf ich als Leser das Leben von Kai, Richard und Bernd verfolgen.

    Die Protagonisten wurden gut charakterisiert. Ihre Entwicklung ist logisch nachvollziehbar. Die Jahre nach dem Krieg prägen ihren weiteren Lebensweg, denn der Umbau des Bootes lässt jeden seine besonderen Fähigkeiten und Interessen erkennen. Während Kai schon früh weiß, dass er als Seemann um die Welt fahren möchte, zeigen sich Richards Fähigkeiten beim Bootsbau. Bernds Interesse gilt den Motoren.

    Der Schriftstil des Buches lässt sich gut lesen. Der Autor versteht es, die Spannung hoch zu halten. Dabei geht es weniger um äußere Spannung, mehr um innere, die sích durch die komplexen Beziehungen der Protagonisten und ihre vielfältigen positiven und negativen Erlebnisse ergibt.

    Als aus Kindern Männer werden, trennen sich die Lebenswege zeitweise. Doch immer wieder kommt es zu gemeinsamen Treffen. Dadurch kann ich als Leser erfahren, was in der Zwischenzeit bei Bernd und Richard geschehen ist, weil nach dem Ende der Kindheit Kais Leben im Mittelpunkt des Geschehens steht. Wie selbstverständlich werden die Freundinnen und späteren Ehefrauen in den Kreis der Protagonisten integriert. Gleichzeitig zeichnet der Autor ein Bild der historischen Entwicklung in Deutschland. Dabei geht es weniger um große Politik, mehr um die unmerklichen Veränderungen im Alltag. Manche moralischen Regeln muten uns heute seltsam an.

    Anschaulich werden die Reisen um die Welt beschrieben. Hier findet der Autor treffende Metapher. Die Gefahren der Seefahrt, Probleme beim Landgang und der stete Kampf um die Auslastung der Transportkapazität der Schiffe durchziehen die Handlung. Natürlich bleiben Auseinandersetzungen im Kreis der Freunde, aber auch in der begrenzten Welt eines Schiffes nicht aus. Mit Seemannsgarn wird die Handlung an verschiedenen Stellen aufgelockert. Dadurch kommt eine humorvolle Note in die Geschichte. Doch auch fast philosophische Diskussionen finden statt, sei es um den Begriff der Freiheit oder den Sinn des Lebens. Nicht mit jeder Meinung gehe ich konform, das muss aber auch nicht sein. Eine Erzählung Kais gehört für mich zu den Höhepunkten in der sprachlichen Gestaltung. Hier werden Elemente des Märchens mit SF und Fantasy verknüpft. Obiges Zitat stammt daraus. Der Autor malt das Bild einer Gesellschaft ohne Gier und Angst, wo sich jeder wohlfühlt und sich entsprechend seinen Fähigkeiten einbringen kann. Gut vermittelt werden ebenfalls die Emotionen der Protagonisten.

    Das Cover mit dem hellen Segel vor glutroten Himmel wirkt ansprechend.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Der Autor hat ein Zeitgemälde geschaffen, das die Geschichte einer Freundschaft erzählt, die über Jahre hält, und viele Anregungen zum Nachdenken bietet.

  12. Cover des Buches Operation Bird Dog: Kriminalroman (Zeitgeschichtliche Kriminalromane im GMEINER-Verlag) (ISBN: B07879FQ2D)
  13. Cover des Buches Deutsche Geschichte (ISBN: 9783785555798)
    Reinhard Barth

    Deutsche Geschichte

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Deutsche Geschichte (ISBN: 9783961281459)
    Friedemann Bedürftig

    Deutsche Geschichte

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Heißes Geld (ISBN: 9783871793523)
    Will Berthold

    Heißes Geld

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Ein weites Feld (ISBN: 9783958290839)
    Günter Grass

    Ein weites Feld

     (32)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne
    Lang hats gedauert, weit über zehn Jahre steht es in meinen Regalen, immer mal wieder kritisch beäugt, doch nie hatte ich den Mut, es tatsächlich mal in die Hand zu nehmen, zu groß, zu gewaltig, zu furchteinflößend starrte mich dieser Grass an, ich würde ja doch nichts verstehen. Nun also, hab ich mich getraut, hab vorher zur Einstimmung „Effi Briest“ nochmal gelesen und mich dann an das weite Feld und die Spaziergänge mit Fonty und Hoftaller herangemacht. Und ich muss sagen, es war gar nicht schlimm, es war sogar richtig gut. Zwar hab ich auch 100 bis 200 Seiten gebraucht, um so richtig reinzukommen, um mich dem geradezu schleichendem Tempo dieses Romans, der in einer so hektischen Zeit spielt, anzupassen, aber dann, hat es richtig Spaß gemacht. Fonty, die Hauptfigur, wächst einem Seite für Seite mehr ans Herz, und die Wendezeit, in der ich gerade mal 9 war, wird wieder lebendig. Ein beeindruckender umfassender Wenderoman, der alles miteinander verwebt, weit vorn im 19. Jahrhundert begonnen, Bis 1991, der die Gefühle der Menschen aber dennoch in den Vordergrund stellt und sie genauso ernst nimmt, wie die gewaltigen Umbrüche zwischen 1989 und 1991. Auch sprachlich merkt man hier, dass ein Nobelpreisträger am Werk ist, man ist fast geneigt, jeden zweiten Satz sich rauszuschreiben, so geschliffen ist vieles formuliert. Ich bin froh es gelesen zu haben, ein Stück deutsche Zeitgeschichte steckt hier drin, und empfehle es gern weiter, allerdings wäre ein bisschen Fontanelektüre im Vorfeld wirklich hilfreich.
  17. Cover des Buches Wo die Würfel fallen (ISBN: 9783423400862)
    Wolfgang Seidel

    Wo die Würfel fallen

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Deutsche Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. Band 2 : Von Metternich bis zur Gegenwart (ISBN: 9783893500628)
    Wilhelm Treue

    Deutsche Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. Band 2 : Von Metternich bis zur Gegenwart

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Deutsche Geschichte in 2 Bänden : 01. Von den Germanen bis zu Napoleon 02. Von Metternich bis zur Gegenwart Sehr interessantes Werk zur Deutschen Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. Weniger für Laien , als für Kenner und Liebhaber deutscher Geschichte geeignet.
  19. Cover des Buches Der einfache Weg zum Wohlstand (ISBN: 9783898797016)
    Gottfried Heller

    Der einfache Weg zum Wohlstand

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    "Es ist ein Risiko, zu viel Risiko einzugehen, es ist aber auch ein Risiko, zu wenig Risiko einzugehen."

    Gottfried Heller ist mir durch seine Veröffentlichungen in der Wirtschaftspresse bereits seit langem kein Unbekannter mehr. Sein fundiertes Fachwissen und seine jahrzehntelange Erfahrung komprimiert er in diesem Sachbuch. Er möchte dem Privat-Anleger Tipps geben, wie er erfolgreich die Turbulenzen der Finanz-, Euro-, Schulden- und Wirtschaftskrise meistern kann und auch der Inflation nicht ausgeliefert gegenüber steht. Dabei erklärt er zunächst, wie es zu den aktuellen Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten kam. Er beleuchtet kurz aber prägnant das notwendige Basiswissen und verweist recht ausführlich über seine gemeinsame Zeit mit seinem Partner dem Börsenguru Kostolany.
    Heller vertritt, ebenso wie sein ehemaliger Partner, das Prinzip Geldanlage der ruhigen Hand. Nicht der schnell erzielte Spekulationsgewinn führt seines Erachtens langfristig gesehen ans Ziel. Diese Variante lässt den Anleger nicht ruhig schlafen. Den ruhigen Schlaf gönnt er lieber den sorgfältig ausgewählten Aktien bzw. Aktienfonds. Daraus ergibt sich auch die Zielgruppe, für die dieses Sachbuch geschrieben wurde, dem Sparer, der sein Risiko möglichst klein halten möchte, oder um es anders zu sagen, diejenigen, die bislang gern in sicher geglaubte Lebensversicherungen und Staatsanleihen investierten.
    Das Buch ist logisch aufgebaut, am Ende eines jeden Abschnittes, fasst er die grundlegenden Gedanken noch einmal zusammen. Gottfried Heller hat darüber hinaus eine Sprache gewählt, die es auch dem Nicht-Insider ermöglicht, die Inhalte zu verstehen und nachzuvollziehen.
    Dieses Buch macht für mich den Eindruck als hätten Kostolanys Bücher eine Frischzellenkur erhalten. Wirklich Neues war für mich nicht zu finden, aber wollte der Autor vielleicht auch nur in unsicheren Zeiten auf altbewährte Anlagestrategien hinweisen? Bei seinen Tipps berücksichtigt er neben den diversen Sparformen Alter, Lebenssituation und Risikoneigung der Anleger, ein beigefügter Test rundet das Buch ab.
    Dieses Buch ist keineswegs ein Fahrplan zu mehr Wohlstand, es gibt jedoch einige interessante Denkanstöße. Meiner Meinung nach muss sich jeder Anleger selbst intensiv mit der Materie befassen, das kann einem auch kein noch so gutes Sachbuch abnehmen. Es kann im besten Fall eine Hilfe sein, ein ultimatives renditegarantierendes Konzept gibt es nicht. Letzten Endes ist jeder seines eigenen Glückes Schmied und seines eigenen Geldes Hüter. Einen risikolosen Weg zu Wohlstand durch Geldanlage wird es nicht geben. Da täuscht der etwas zu werbekräftig gewählte Titel leider.
  20. Cover des Buches Zwischen den Gezeiten (ISBN: 9783442738427)
    Michael Wallner

    Zwischen den Gezeiten

     (10)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Fischer Abiturwissen Geschichte (ISBN: 9783596156061)
    Hermann Stadler

    Fischer Abiturwissen Geschichte

     (4)
    Aktuelle Rezension von: lilli2405
    In dieser Abituhilfe ist meiner Meinung nach alles sehr gut und anschaulich erklärt. Es gibt zu Beginn jedes Themas ein Tabelle die schon mal im voraus die wichtigsten Ereignisse zeigt.
  22. Cover des Buches History. Geheimnisse des 20. Jahrhunderts (ISBN: 9783570006658)
    Guido Knopp

    History. Geheimnisse des 20. Jahrhunderts

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    In diesem Band sind nun abgesehen von den üblichen ganz großen Themen auch viele packende "Histörchen" aufbereitet. Vieles war mir nicht neu. Etwa die Love Story von Queen Viktoria mit ihrem schottischen Hochland-Diener John Brown. Oder die Tatsache, dass Magda Goebbels einen jüdischen Stiefvater hatte, den sie im KZ verrecken ließ. Manches hat mich aber total überrascht. Hat etwa jemand gewußt, wie und warum die Limonadenmarke "Fanta" unter den Nazis erfunden wurde? Oder dass Hitler einen irischen Neffen namens William Patrick Hitler hatte, der später in der US-Armee diente? Oder - für mich der Highlight - was Musik-Superstar Billy Joel mit Josef Neckermann zu tun hat? Hier wird Zeitgeschichte erfahrbar, manchmal amüsant, meist erschütternd. Ein uneingeschränkt empfehlenswertes Buch.
  23. Cover des Buches Das Reich zerfiel, die Reichen blieben (ISBN: 9783423010610)
  24. Cover des Buches Berlins S-Bahn und die große Politik (ISBN: 9783360020178)

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