Bücher mit dem Tag "wälzer"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wälzer" gekennzeichnet haben.

24 Bücher

  1. Cover des Buches Der Übergang (ISBN: 9783442469376)
    Justin Cronin

    Der Übergang

     (1.217)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

                


     😫Ich bin sooo enttäuscht. Es fing wirklich richtig toll an, aber dann hat der Autor sich leider auf die völlig falschen Charaktere und uninteressante Settings fokussiert und mich dabei total verloren 😔. Ich habe nur durchgehalten, weil ich es für den Buchclub las und das Hörbuch zu Hilfe nahm. Wirklich schade, denn hatte soviel Potential.              
  2. Cover des Buches Der Anschlag (ISBN: 9783453437166)
    Stephen King

    Der Anschlag

     (677)
    Aktuelle Rezension von: xxSandyxx

    Ein sehr guter Si-Fi-Roman von Stephen King.


    Normalerweise lese ich keine Si-Fi-Romane, aber wegen des Themas (und weil er von King ist) dachte ich, okay, ich gebe ihm eine Chance. Und was soll ich sagen?

    Das Buch ist ein Meisterwerk. King hat nicht nur historische Ereignisse eingebaut, die tatsächlich passiert sind, um das Ganze noch glaubwürdiger erscheinen zu lassen, er hat auch Charaktere geschaffen, mit denen man sich verbunden fühlt.

    Man konnte wirklich glauben, dass Jake, Sadie, Deke und alle anderen wirklich existierten. Auch der kurze Aufenthalt in Derry hat mir sehr gut gefallen. So sehr, dass ich "es" sogar gekauft habe. Auch die Versuche, mit denen die Vergangenheit versucht, Jake in seinem Plan zu stoppen, wirken realistisch und sind ein super Element zum Thema Zeitreise. Und auch die Harmonien, wirken weder aufgesetzt noch unlogisch. Es ergibt alles einen Sinn.

    Sehr starke Leseempfehlung meinerseits.


    Ich würde mich freuen, wenn es eines Tages ein weiteres Buch von der schönen Stadt Jodie und ihren Bewohnern geben würde.

  3. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.350)
    Aktuelle Rezension von: wortkunstzauberei

    Frank Schätzing hat mit diesem Buch ein schockierendes Meisterwerk erschaffen. Auf fast 900 Seiten beschreibt er den Rachezug der Natur gegen den Menschen und öffnet Augen. 

    In dem Buch lernt man unter anderem die zwei Wissenschaftler Sigur Johanson und Leon Anawak kennen, die beide wirklich sehr starke Persönlichkeiten sind. Allgemein hatte ich das Gefühl, dass Schätzing unfassbar tolle Charakter erschaffen hat. Kein einziger wirkte platt. Zu jedem gab es, und wenn auch nur grob angeschnitten, eine Geschichte und das hat mir wirklich sehr gut gefallen. 

    Das Buch nimmt auch relativ schnell an Fahrt auf. Dank Würmer, die Methan freisetzen und ganze Erdplatten zum Einsturz bringen, Wale, die plötzlich zu Killermaschinen werden und Menschen angreifen, explodierenden Hummern, Tsunamis und einer Krabbenplage fiebert man regelrecht auf jeder Seite mit. Das Buch ist in vier Teile aufgeteilt und jeder Teil wurde Stück für Stück spannender. 


    Ich persönlich habe selbst noch nie ein Buch in diese Richtung gelesen und um ehrlich zu sein, hat dieses Buch wirklich viele Richtungen. Von Endzeit Roman, bis Thriller, bis Science Fiction ist alles enthalten und diese bunte Mischung erschafft ein wirklich tolles Lesegefühl. 

    Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der Lust auf Spannung hat, denn die ist in diesem Buch reichlich vorhanden. 

    Ein wahres Meisterwerk, welches wie bereits erwähnt, Augen öffnet und die Message klar macht, dass man lieber im Einklang mit der Natur leben sollte, als gegen sie vorzugehen. 


    Hier noch ein Zitat aus dem Buch, welches wirklich tief geht:


    „Hat sich der Mensch je gefragt, wie es sich auf das Leben seiner Nachkommen auswirkt, wenn er ihnen einen verarmten Planeten hinterlässt? Wer wollte die Bedeutung einer Tierart für den menschlichen Geist wirklich bewerten? Wir sehnen uns nach Wäldern, Korallenriffen und fischreichen Meeren, nach sauberer Luft und reinen Gewässern. Doch weiterhin schädigen wir die Erde. Mit der Vielfalt der Lebensformen zerstören wir eine Komplexität, die wir nicht verstehen, und schon gar nicht können wie sie neu erschaffen.“

  4. Cover des Buches Der Distelfink (ISBN: 9783442473601)
    Donna Tartt

    Der Distelfink

     (468)
    Aktuelle Rezension von: CorinaPf

    Inhalt:

    Theo verliert durch einen Bombe seine Mutter in einem Museum. ER überlebt das Unglück und hat danach niemanden mehr. Er wird bei einem Freund untergebracht. Doch Theo hat ein Geheimnis und dann taucht auch n0ch sein Vater auf und bringt ihn nach Las Vegas


    Schreibstil:

    Der Schreibstil war sehr detailiert und bildhaft. Die Geschichte plätschert dahin und ich kam nicht und nicht in die Geschichte hinein. In diesem Buch fehlten mir die Emotionen der Charaktere. Alle wirkten kühl und distanziert. Für mich war es langamtig und ich quälte mich durch die 1000 Seiten-. Das Ende war für mich zu einfach auch wenn noch einige Wendungen in diesem Buch vorkamen, es passte für mich einfach nicht. 

    Charaktere:

    Theo war der Protagonist. Als Kind tat er mir leid, doch nach und nach dachte ich mir dass er oftmals selber Schuld an seiner Situation ist. Er fällt nachdem Tod seiner Mutter in ein tiefes Loch und kommt einfach nicht mehr raus. Er will die Trauer in Alkohol ertränken und später mit Drogen, doch fällt immer tiefer. Je weiter ich las in dem Buch desto weniger mochte ich Theo und verstand auch seine Taten nicht mehr. Auch die Wahl seiner Freunde war mir immer suspekt und die gute Freunde die er hatte stoßte er immer wieder weg. 

    Fazit:

    Die Grundidee fand ich toll, jedoch war das Buch viel zu lang. Ich kam nicht mit den Charakteren zu recht und der Schreibstil war mir zu detailiert. Ich fand das Ende viel zu einfach und die Geschichte mit dem Buch nicht glaubhaft. Deshalb bekommt das Buch nur 2 Sterne von mir. 

  5. Cover des Buches Die Tochter des letzten Königs (ISBN: 9783442479887)
    Sabrina Qunaj

    Die Tochter des letzten Königs

     (170)
    Aktuelle Rezension von: Klusi

    Der Name der Autorin war mir schon länger ein Begriff, denn gerade über dieses Buch habe ich schon sehr viel Gutes gehört und gelesen. Der Roman stand schon viel zu lange in meinem Regal, und so habe ich mich endlich von Sabrina Qunaj direkt ins 11. Jahrhundert nach Wales katapultieren lassen. Dort erlebt man sehr plastisch mit, wie Nesta verch Rhys bei einem Überfall durch die Normannen aus ihrer Heimat entführt wird. Da ihr Vater der Fürst von Deheubarth war, stellte Nesta eine wertvolle Geisel dar. In der Fremde wächst sie auf und kommt als junge Frau an den Englischen Hof. Dort erfährt sie Liebe und Freundschaft, aber sie wird auch immer wieder bitter enttäuscht. Bei allem was sie erlebt und was ihr widerfährt vergisst sie nicht, wo ihre Wurzeln liegen, und sie bleibt sich stets selbst treu.


    Nesta ist keine fiktive Protagonistin, sondern es hat sie wirklich gegeben. Bei historischen Romanen, die auf wirklichen Ereignissen basieren und in denen reale Personen vorkommen, ist es für die Autoren gar nicht so einfach, die rechte Balance zwischen der Realität und der schöpferischen Freiheit zu finden. Lücken müssen geschlossen werden, denn nicht über alles von damals gibt es zuverlässige Aufzeichnungen.


    Sabrina Qunaj ist es hervorragend gelungen, ihren Figuren Leben einzuhauchen und sie glaubwürdig agieren zu lassen. Der Roman hat siebenhundert Seiten, und seine Handlung umfasst einen Zeitraum von vierundzwanzig Jahren. Entsprechend lang ist die Liste der mitwirkenden Charaktere, von denen es die meisten wirklich gegeben hat. Auch wenn die Autorin kleine Änderungen an der Historie vorgenommen hat, um den Handlungsrahmen nicht zu sprengen und auch wenn wir heutzutage nicht mehr alles herausfinden können, was damals wirklich geschah, so habe ich nach dem Lesen dieses Romans doch ein klares Bild vor Augen, denn die Schilderungen der Autorin sind sehr lebendig und intensiv. Auf jeden Fall war Nesta eine starke Frau, der das Schicksal nichts geschenkt hat, die (sich) aber trotzdem niemals aufgegeben hat. Vorher hatte ich noch nie etwas über Nesta und ihr Schicksal gehört, aber ich bin froh, sie quasi über diesen Roman kennengelernt zu haben, denn ihre Rolle in der damaligen Geschichte war nicht unwesentlich. Mein Respekt gehört der Autorin für die umfassende und gründliche Recherche, die so einem Werk zugrunde liegt. Noch dazu ist dies nicht das Ende der Geschichte, sondern es gibt zwei Folgebände, die ebenso umfangreich und vermutlich ebenso großartig geschrieben sind wie dieser erste Band. 

  6. Cover des Buches Illuminae (ISBN: 9780553499117)
    Amie Kaufman

    Illuminae

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Sianna

    Ok, so the style needs some time to grow on you since it's not one coherent text but the story is told through varying mediums from emails through diary entries to transcriptions of security footage. Once you get used to it though it's a fantastic read. The characters have a depth to them that many regular novels lack and it's honestly really impressive. There's also no stop action to this. Not a single calm period throughout the whole book so you definitely need to be prepared to just sit down and not stop until you're finished, and since it's quite long you might want to maybe read in on a weekend. It's definitely worth it though.
    Oh one other thing that stood out to me was the swearing. (I don't have anything against swearing I think if you basically have a zombie attack on a spaceship swearing is very appropriate.) I'm not sure if there was just more swearing than usual or if it stood out more because it was all blacked out? I don't know I just noticed a lot of it.
    And lastly, if you are thinking about reading this I would advice you to get a physical copy of it. With the many different formats it was a bit annoying to read as an ebook.

  7. Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522202503)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte

     (6.897)
    Aktuelle Rezension von: kias_bookpages

    Ich glaub bei diesem Buch sollte man sich dezent an der Leseempfehlung halten. Aus Erwachsenen Augen war das Buch wirklich voller Fantasie & teilweise sehr kindisch. 

    Aber der Protagonist ist 10 Jahre alt und reist in ein Land in den Feen & Elfen noch die unkreativsten Lebewesen sind, daher ist diese kindliche Erzählweise nur verständlich. 

    Mit dem Schreibstil konnte ich mich bis zum Schluss nicht anfreunden und auch wenn der Inhalt für Kinder gedacht ist fand ich diesen auf ein sehr hohes Niveau. 

    Aber jetzt zu den wichtigen Dingen: 

    Ich hab gelacht & mit Atreju und Bastian mit gefiebert. Die Geschichte konnte mich begeistern und der Autor hat mich teilweise sogar überrascht. Dazu waren die Moralischen Aspekte einfach sehr stark und brachten mich manchmal zum grübeln. Nur manchmal zog sich die Handlung etwas und verstrickte sich in Beschreibungen. 

    Auch das Ende, explizit die Szene mit seinem Vater, fand ich etwas unrealistisch. So wie er vorher beschrieben wurde und wie er jedes einzelne von Bastians Worten glaubte ... das war etwas too much. 

    Aber kurz um: Eine schöne Geschichte für Kinder & Jugendliche im Alter von 10 - 14 !

  8. Cover des Buches Krieg und Frieden (ISBN: 9783446235755)
    Leo Tolstoi

    Krieg und Frieden

     (473)
    Aktuelle Rezension von: Radagast

    Mit jugendlichen Optimismus begann ich diesen historischen Roman zu lesen. Zuvor vorsorglich Block und Stift bereit gelegt, was sich als klug erwies.
    Dieser Roman ist in vier Bücher aufgegliedert. Die Themen die darin aufgegriffen werden sind der Krieg zwischen 1805-1812 und deren Feldzüge und Strategien, die gesellschaftlichen Stellungen in der höheren angesehenen Aristokratie, Heiratspolitik und viel Poesie.
    Ich kam mir beim lesen zeitweise vor als wäre ich mit dabei in diesen Roman. Ob es sich um die gesellschaftlichen Ebenen und Verstrickungen handelte, oder auf dem wild umkämpften Schlachtfelder ging, mein Kopfkino war auf Empfang.
    Bei manchen Kapiteln machte ich Pausen um das gelesene sacken zu lassen. Nicht deswegen dass ich es nicht verstanden hätte, sondern wegen dem Schreibstil. Ich konnte mich daher gut in die Geschichten hinein versetzen. Auch die Protagonisten waren plastisch gut beschrieben.
    Vor allem war es spannend mit zu erleben wie sich die Hauptprotagonisten entwickelten. Wer wurde mit wem verheiratet? Wer verstarb? Wie gefestigt wurde der jeweilige Charakter im laufe der Geschichte?
    Abgesehen das ich tagelang eine Pause einlegte beim Lesen, ja ich habe geschwächelt, da es phasenweise doch etwas langatmig ist, war es für mich eine grandiose Geschichte!

  9. Cover des Buches Die Schwester der Königin (ISBN: 9783746633701)
    Philippa Gregory

    Die Schwester der Königin

     (241)
    Aktuelle Rezension von: BookishJulii
    Als absoluter geschichtlicher Fan von Anne Boleyn und ihrer Schwester und allen Film- und Serienadaptionen die es zu diesen historischen Figuren gibt, musste ich natürlich auch das Buch dazu lesen. Der Film zu diesem Roman hat mich schon auf ganzer Länge überzeugt und auch das Buch konnte ich kaum aus der Hand legen.

    Die Geschichte ist sicher bekannt: Obwohl zuerst Anne Boleyn für den König Heinrich VIII auserwählt wurde, verliebt sich dieser in ihre Schwester Mary. Er nimmt sie als seine Mätresse mit zu sich in den Palast, wo sie streng nach Protokoll und den Anweisungen ihrer Familie dem König dienlich sein muss. Doch als sie schwanger wird und ihm eine Tochter gebärt, verliert er das Interesse an ihr. Danach tut Anne alles in ihrer Macht stehende, um den König um ihren Finger zu wickeln. 

    Die Geschichte ist voller Intrigen und Ränkespiele innerhalb des Palastes. Die Familie verschachert ihre beiden Töchter als Lustgespielinnen für den König, ganz egal wie viel sie dafür aufs Spiel setzen. Der König ist wie ein verzogener Bengel, Anne dagegen wie ein störrisches Kind, das solange bockt bis sie bekommt was sie will.
    Marys Geschichte ist herzergreifend und zeigt Wendungen und Schicksalsschläge, die mir im Film verborgen blieben.

    Ich habe dieses Buch verschlungen und fand es grandios. Es ließ mich nicht nur einmal mit absoluter Gänsehaut zurück. Ein Muss für alle, die englische Geschichte lieben.
  10. Cover des Buches Blut aus Silber (ISBN: 9783492703611)
    Alex Marshall

    Blut aus Silber

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Sardonyx
    Zosia, die Anführerin der Kobaltblauen Kompanie, war einst die größte Kriegerin aller Zeiten, ein blauhaariges Symbol des Widerstands und Freiheit - bis Königin Indsorith, die Herrscherin des Scharlachroten Imperiums, vor zwanzig Jahren angeblich Zosia in einem Duell besiegte und Zosias Leib auf Felsen zerschellte ... Angeblich, denn in Wirklichkeit hat sich Zosia zurückgezogen und versucht, ein Leben als gewöhnliche Ehefrau zu leben. Trotzdem treten unerwartet die Machtkämpfen zwischen dem Scharlachroten Imperium, Raniputri und den Makellosen Inseln in Zosias Leben, als ihr friedliches Dorf zerstört wird. Zosia, möge sie von allen Teufeln verdammt sein, will nur noch eins: Rache, ihre Feinde in Blut ertränken und ihre alten Verbündeten wieder bei sich haben.
    Überall regen sich die Legenden aus den alten Kriegen: auf den Makellosen Inseln soll die junge Prinzessin Ji-hyeon die ehrgeizigen Pläne ihrer Väter erfüllen, ein verbitterter Scharlachroter Oberst Hjortt ist auf der Jagd nach Zosias Schurken und Portolés, eine Dienerin der Kirche der Schwarzen Kette, muss inmitten dieser Zeiten von Teufeln und Helden lernen, was Glaube wirklich bedeutet ...

    ,,Blut aus Silber" von Alex Marshall (ein Pseudonym; wer dahinter steckt, weiß man nicht exakt) habe ich mich, ehrlich zugegeben, mit viel Skepsis genähert, Skepsis, die von den vielen nicht gerade überzeugten Rezensionen herrührt. Für gewöhnlich versuche ich, mich nicht zu sehr von Rezensionen beeinflussen zu lassen, besonders im Falle von ,,Blut aus Silber". Der Klappentext verspricht nämlich eine außergewöhnliche Geschichte nicht darüber, wie die Protagonistin zur Königin/Kriegerin aufsteigt - sondern darüber, wie sie aufgegeben hat, normal altert und dann mit Rachewünschen im Herzen zurückkehrt. Und das Cover, oh mein Gott, habe ich schon erwähnt wie fantastisch das Buch aussieht?!

    Als ich dann doch mit dem ersten Band der ,,Das Scharlachrote Imperium"-Reihe angefangen habe, fiel mir als erstes auf, wie schleppend sich die Handlung in die Länge zieht - akute Einschlafgefahr! Die ersten Kapitel sind wirklich eine Qual durch die Buchseiten mit lauter überflüssigen Gedanken von allen Nebenfiguren. Was geht es den Leser arg an, zu wissen, dass Efrain Hjortt ein Katzenmensch ist? Nichts gegen Katzen, aber WAS GEHT MICH DAS AN? Ausgerechnet an den Stellen, wo ich berennendes Interesse an wesentlichen Konflikten habe, wird auf unnötigsten Kleinkram eingegangen. Ich weiß nicht, wie oft ich die klassischge Facepalm-Geste deswegen machen musste ...
    Kaum aushaltbar, und trotzdem die traurige Wahrheit. Mist, dabei hatte ich doch so viele Erwartungen, freute mich auf das Buch - und jetzt diese Fast-Flop-Rezension zu schreiben fühlt sich an wie ein Tritt in den Magen 😢
    Musste Alex Marshall wirklich jeden Gedankengang seiner Figuren analysieren?! Das ist es, was ich an erster Stelle an ,,Blut aus Silber" so grauenhaft finde: auf 100 Seiten kann manchmal nichts passieren, außer viel überflüssigem Blablabla und dass einem Haufenweise nervige Charakteren vorgestellt werden. Klingt das nach Chaos? Nee, eher nach einem verwirrenden Riesenchaos!

    Richtig, wenn ich schon bei den Charakteren bin, fällt mir auf, dass ,,Blut aus Silber" vielleicht übersichtlicher gewesen wäre, hätte es eine verdammte Karte oder wenigstens einen simplen Personenverzeichnis gegeben! Das regt mich am allermeisten auf, neben der Tatsache, dass ich für NIEMANDEN hier etwas wie Sympathie empfinden konnte. Ich habe manche von ihnen sogar gehasst, denn Ji-hyeon ist eine miese, verwöhnte Zicke. Maroto und seine Bande abenteuerlustiger Adeliger sind wie ein schlechter Witz, den einer so oft erzählt, dass man am Ende am liebsten kotzen will. Zosia ist überhaupt nicht einzuschätzen, Griesgram ist mehr dümmlich als griesgrämig ...

    Um ,,Blut aus Silber" fertigzubekommen hätte ich sicher mehrere Monate gebraucht, gäbe es nicht inmitten dieser High-Fantasy-Katastrophe nicht gewisse Pluspunkte. Die brutale, komplex ausgearbeitete Welt passt perfekt zu Alex Marshalls grobem, von schwarzem Humor untermalten Schreibstil - das, muss ich einräumen, ist wirklich gelungen und hat mich oft zum Grinsen gebracht (immerhin etwas Positives).
    Auch die Art, wie Menschen Teufel zu versklavten Dienern machen können, hat mich noch lange nach dem Finale mit der epischen Schlacht beschäftigt. Es gibt hier eine Menge guter Ansätze, aber leider besaß der Autor nicht die richtige Feinfühligkeit, um daraus etwas Besseres zu machen - er hat sozusagen die besten Teile seiner Story erstickt, erwürgt, gefoltert und dann die halb lebendigen Überreste seinen grauenhaften Figuren und unnachvollziehbarer Handlung vorgeworfen, um alles k o m p l e t t zu vernichten. Sorry, wenn das jetzt sehr heftig klingt, aber es ist so: harsh but true.

    Alles in allem würde ich ,,Blut aus Silber" also überhaupt nicht weiterempfehlen, das Buch macht vom ersten Kapitel bis zum Epilog einfach keinen Spaß. Ich mag zwar ein paar Pluspunkte gefunden zu haben, aber klingen diese überzeugend genug, um bei euch Interesse zu wecken? Wohl eher nicht, und das ist gut so: es gibt schließlich viel, viel bessere Fantasy-Bücher!
  11. Cover des Buches Die Zwölf (ISBN: 9783442487974)
    Justin Cronin

    Die Zwölf

     (556)
    Aktuelle Rezension von: Raiden

    Langwierige Einleitung mit vielen neuen Charakter en, sie nicht so greifbar und mitreißend wirkt wie in Band 1. Etwas zu lang im Allgemeinen durch die Erzählung aus allen möglichen Blickwinkeln.

    Die Story ist gut aber bewegt sich weiter weg von dem, was in Band 1 so einzigartig gelungen ist.

  12. Cover des Buches Kapital (ISBN: 9783453410992)
    John Lanchester

    Kapital

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Buchstabenliebhaberin
    Kapital, ein wuchtiges Wort. Ein wuchtiges Buch. 682 Seiten voller Leben, Schicksale, Zahlen. Das Buch handelt von den verschiedenen Nachbarn einer Straße in London während der Finanzkrise von 2008. Wir befinden uns in einer besseren Gegend, der Pepys Road. Die Häuser dort gewinnen stetig an Wert, eine sinnvolle Investition, ein Prestigobjekt, ein Arbeitsplatz, und für manche einfach schon immer Heimat. Alle träumen vom schönen Leben.

    Ich habe mit trockenem Stoff gerechnet, mit Finanzgedöns, was für Betriebswirtschaftsmenschen. Als solche interessieren mich Märkte und Menschen. John Lanchester verknüpft beides auf das Interessanteste! Im Klappentext steht, das Buch ist von "leichtfüßiger Brillanz", und dem kann ich nur begeistert zustimmen. 

    Ist es Ironie, wie Lanchester vom konsumorientierten Leben des Bankers Roger und Ehefrau Arabella schreibt? Jedenfalls macht es unheimlich Spaß zu beobachten, wie sie sich um Kopf und Kragen shoppen, sich alles und noch viel mehr gönnen, Hauptsache es ist teuer, und wie nachlässig Roger seinem überaus ehrgeizigen Stellvertreter Mark vertraut. Ein fataler Fehler ...

    Dann ist das ominöse "Wir wollen was Ihr habt"-Projekt. Kunst oder Bedrohung, wer kann das sagen? Wer steckt dahinter, ist die Nachbarschaft in Gefahr? Künstler, die es geschafft haben und andere, die auch schon gern so weit wären, gibt es dort.

    Und es gibt "die Zugereisten": den polnischen Handwerker Zbigniew, das ungarische Kindermädchen Matya, die illegale Politesse (was für eine kuriose Idee!) Quentina, die Fußballhoffnung Freddy aus dem Senegal und sein Vater und die Familie Kamal aus Pakistan, Kioskbetreiber in der Pepys Road.

    Der brave Handwerker findet beim Renovieren einen Koffer mit uraltem Geld, den der misstrauische Ehemann der soeben verstorbenen Petunia zu gut versteckt hat. Damit könnte er sich all seine Träume erfüllen - die Erben sind schon alleine mit dem Verkauf des Elternhauses Millionäre geworden ...

    Mir sind die Figuren des Buches sofort ans Herz gewachsen, täglich freute ich mich auf das Buch, auf das Wiedersehen mit diesen so normalen, und dennoch kauzigen Gestalten, die einfach nur ihr Leben leben, sich ihre Existenz zu sichern versuchen, die sich durchschlagen, sich hängenlassen, illegale Wege beschreiten und so weiter. 

    Es wird nicht langweilig, keine einzige Seite lang. Sehr subtil beschreibt John Lanchester unsere Abhängigkeiten von Systemen, von Staatsangehörigkeiten, Vorurteilen, und von der willkürlichen Verteilung von Glück und Unglück.

    Leseempfehlung!



  13. Cover des Buches Anna Karenina (ISBN: 9783730609828)
    Leo Tolstoi

    Anna Karenina

     (1.047)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Ein opulentes Stück Weltliteratur, das Leo Tolstoi mit seiner „Anna Karenina“ geschaffen hat. Und trotz der vielen Seiten, mit denen dieser Roman aufwartet, las er sich doch recht zügig.

    Streng genommen sollte das Buch nicht nur Anna Karenina heißen, geht es doch um zwei verschiedene Frauen, zwischen deren Leben die Handlung hin und herspringt. Kitty heißt das andere junge Mädchen, deren Leben und Leiden der Leser begleitet.

    Als Anna Karenina Alexej Wronskij kennenlernt, ist es um beide geschehen. Sie wird zur bekanntesten Ehebrecherin in der Weltliteratur. Doch das Leben ist nicht leicht im Russland der Zarenzeit. Frauen sind ohne ihre Männer nichts, haben keine Rechte und quasi keine Daseinsberechtigung. Sie erhalten „Taschengeld“ von ihren Ehemännern, um sich oder ihren Kindern etwas kaufen zu können. Auch haben sie keinerlei Rechte auf ihre eigenen Kinder, wenn es zum Ehebruch kommt. Und so leidet Anna einerseits unter dem Fehlen ihres Sohnes, andererseits unter ihrem verlorenen Leben. Doch solange Wronskij da ist, ist alles gut.

    Kitty hingegen lehnt den Heiratsantrag eines ihr lieben Menschen ab, da ihre Mutter eine bessere Partie vorgesehen hat, aus der dann jedoch nichts wird. Die Depression, in die das junge Mädchen stürzt, begleitet sie dann ihr weiteres Leben. Doch vielleicht ist noch eine Änderung der Lebensumstände möglich.

    Ein großes Werk, das wirklich nur ein paar kleinere Szenen hat, auf die man getrost verzichten könnte. Das Leben zur Zarenzeit wird wirklich sehr gut dargestellt und das Leben der Frauen authentisch erzählt.

    Mir tun sie vor allem Leid. Sie sind nichts, sie haben nichts und müssen es dann auch noch über sich ergehen lassen, dass das Fremdgehen ihrer Männer Normalität ist. Ich bin froh, selbst nicht in dieser Zeit in diesem Land leben zu müssen.

    Was ich als Manko herausstelle, sind die ganzen gefühlsduseligen und hysterischen Frauen. Klar, Tolstoi war ein Mann, aber offenbar stand seine Meinung über Frauen auch nicht gerade hoch im Kurs. Immer wieder schreiben, heulen und ewige Tränen. Als Alternative geht nur der Glanz in jedermanns Augen... Das fand ich etwas nervig, zumal Tolstoi dies inflationär eingesetzt hat. Und das, obwohl es fast nur prächtige und vorzügliche Menschen in diesem Roman gab.

    Dennoch: eine gute Geschichte, die man vielleicht einfach einmal im Leben lesen haben sollte. Ich werde Tolstoi auf jeden Fall noch mindestens ein Buch geben.

  14. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783844511116)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (191)
    Aktuelle Rezension von: tsukitia16

    Besucht mich auch unbedingt auf meiner Instagram Seite:

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    ▪️▪️▪️▪️▪️▪️▪️▪️▪️▪️
    Mit „Der Schwarm“ von Frank Schätzing habe ich wirklich lange gebraucht. 3 Monate! 😱 Ich musste mich öfters sogar dazu zwingen das Hörbuch einzuschalten. Das soll aber nicht bedeuten, dass das Buch schlecht ist! Es ist sogar grandios! Wenn nicht…


    Es hätte ein perfektes Buch werden können. Wenn es nicht so langatmig wäre. Uns erwartet ein dicker Oschi: 1000 Seiten und 38 Std. Hörspielzeit (ich habe es als Hörbuch gehört)! 😮 Die Grundidee ist sehr spannend und auch gut umgesetzt. Außerdem regt das Buch zum Nachdenken an (vor allem das Ende) und weist interessante Gedankengänge auf.


    Die Charaktere sind nicht nur vielseitig, sondern auch sehr tiefgründig und sehr gut ausgearbeitet. Deren Eigenschaften werden im Laufe des Buches anhand ihrer Handlungen und dem Gesprochenen klar - und nicht weil der Autor diese aufzählen müsste. Sie sind aber nicht nur vielschichtig, sondern auch sehr authentisch.


    Leider werden die Handlungen ständig unterbrochen von Erklärungen zu, für mich meistens, uninteressante Themen (z.B. Meeresbiologe, Umwelt, technische Geräte). Zwar werden dadurch die Ereignisse sehr realistisch, aber es machte es auch sehr langatmig und lies sich fast wie ein Sachbuch. 

    Außerdem ist es sehr gut recherchiert. Der Autor hat sich sehr viel bei dem Buch gedacht - das merkt man schnell.


    Die Stimme des Sprechers war sehr angenehm und er hat die Stimmen wunderbar verstellt (selbst Frauen) ohne lächerlich zu wirken. Allerdings spricht er sehr ruhig und entspannt, sodass ich oft eingeschlafen bin 😅 


    Im Großem und Ganzen ein sehr gutes Buch mit einer wichtigen Message, aber für mich war es leider nichts, da es an Spannung fehlte. 200-300 Seiten weniger und Fokus auf die Ereignisse hätten dem Buch sehr gut getan.

    ▪️▪️▪️▪️▪️▪️▪️▪️▪️▪️

  15. Cover des Buches Die Knochenuhren (ISBN: 9783499270482)
    David Mitchell

    Die Knochenuhren

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Delena93

    Die Handlung fing so stark an und hat sich dann leider nach und nach selbst verloren. Der Autor versucht, viele Geschichten in eine zusammen fließen zu lassen, was ihm zwar gelingt, den Leser aber entnervt zurück lässt, da er es viel zu ausschweifend betreibt. Somit wird das Buch nach und nach zäher und das letzte Kapitel ist so unnötig, dass man sich dort leider nur noch durch quälen kann, so wie es zuvor schon bei den restlichen 300 Seiten war...

    Zu lang, zu ausschweifend... schade. Hätte man das Buch kürzer gefasst, wäre die Handlung grandios gewesen. 

  16. Cover des Buches Max, Mischa und die Tet-Offensive (ISBN: 9783499291036)
    Johan Harstad

    Max, Mischa und die Tet-Offensive

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Mikki44

    1242 Seiten starke Suche - nach Liebe, Heimat, Zukunft.
    Das erzählerische Fundament bildet sich aus dem Auswandern der Familie des damals 13 jährigen Max aus Norwegen in die USA, dem Vietnamkrieg, der tiefen Freundschaft zu Mordecai und der innigen Liebesbeziehung zu der sieben Jahre älteren Mischa.
    Max - verzweifelt über den Umzug und sein einsames Leben in den USA - trifft auf Mordecai, der ebenso eine tiefe Faszination für den Vietnamkrieg hegt und dadurch eine Art Seelenverwandtschaft über viele Jahre hinweg entsteht. Durch ihn lernt Max auch Mischa kennen und lieben, die ihren Weg im Laufe des Buches in eine berühmte Künstlerkarriere einschlägt. Max selber wird erfolgreicher Theaterregisseur, Mordecai Schauspieler.
    Ich kann hier diesem Buch in ein paar Zeilen gar nicht gerecht werden. Nachdem ich knapp 100 Seiten gebraucht habe um mich einzulesen, zog es mich automatisch immer weiter durch die Geschichten. Johan Harstad schreib seinen Roman bruchstückhaft im Wechsel der Jahrzehnte, meist ab 1980 bis zur Gegenwart, und der Personen und schaffte es dennoch, am Ende ein intensives und dichtes Leseerlebnis zu schaffen. Vietnamkrieg, Nine Eleven und Orkan Sandy geben dem Roman immer wieder Aufschwung und es bleibt spannend bis zum Schluss. Was allen gemeinsam ist, ist die Heimatsuche und Harstad beschreibt dies einfach sehr schön! Ein Jahreshighlight.

  17. Cover des Buches Teufelskrone (ISBN: 9783404183067)
    Rebecca Gablé

    Teufelskrone

     (121)
    Aktuelle Rezension von: sina_liest

    "Teufelskrone" ist der sechste Band der Waringham-Saga, der zeitlich jedoch weit vor dem ersten Band spielt. Und wie fast jedes Buch dieser Saga habe ich es geliebt!

    Mein letzter Waringham "Der Palast der Meere" hat mich damals ziemlich enttäuscht, denn all das, was ich an den Büchern immer mochte, war plötzlich weg. Das ist hier zum Glück nicht mehr der Fall. Mit "Teufelskrone" geht Gablé wieder zu den Wurzeln zurück und bietet dem Leser eine Geschichte, die sich trotz über 900 Seiten bei weitem nicht so anfühlt. Ein facettenreicher, sympathischer Protagonist, eine spannende Story und nebenbei lernt man als Laie wieder etwas Neues über die englische Geschichte.

    Eine ganz große Empfehlung!

  18. Cover des Buches Irische Freundschaften (ISBN: 9783426614525)
    Maeve Binchy

    Irische Freundschaften

     (68)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-
    Im Jahre 1940 wird das Leben in England aufgrund des Zweiten Weltkriegs immer gefährlicher. Deshalb entschließt sich Violet, ihre zehnjährige Tochter Elizabeth zu ihrer alten Schulfreundin Eileen O'Connor nach Irland zu schicken.
    Erst ist für die schüchterne Elizabeth alles fremd: Das Land mit ihrer Lebensweise und das Leben in der Großfamilie O'Connor. Doch sie wird herzlich von Eileen und deren Familie aufgenommen und Elizabeth fühlt sich schnell sehr wohl. Sie freundet sich mit der gleichaltrigen Aisling O'Connor an und schnell sind die Mädchen unzertrennlich.
    Als der Krieg schließlich vorbei ist, kehrt Elizabeth nach einigen Jahren heim nach England. Dort muss sie feststellen, dass vieles sich verändert hat, auch das Verhältnis zwischen ihren Eltern. Richtig glücklich ist Elizabeth nicht, sie denkt oft an die schöne Zeit in Irland zurück.
    Viele Jahre vergehen, Aisling und Elizabeth erleben Glück und Leid, haben Sorgen und sammeln Lebenserfahrung. Doch nie verlieren sie sich aus den Augen....

    Ein schöner Roman, der das Leben der der beiden Frauen über viele Jahre hinweg verfolgt. Die Autorin gibt auch einen guten Einblick in die damalige Zeit. Interessant, dramatisch, ein Geschichte über Freundschaft sowie gute und schlechte Zeiten. Vielleicht das Ende ist ein wenig abrupt. Trotzdem empfehlenswert!
  19. Cover des Buches Die Macht des Rings (ISBN: 9783453532045)
    Stephen Donaldson

    Die Macht des Rings

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Liasa
    Zugegeben, das Hin- und Herwechseln zwischen 'unserer' und der 'anderen' Wlet... das alles hat es schon in anderen Romanen gegeben . Die Geschichte an sich aber zeugt von SEHR viel Fantasie seitens des Autors. Man hat nicht dauernd das Gefühl irgendwelche Kreaturen oder Magiearten aus anderen Büchern zu kennen, sondern in eine völlig neue Welt einzutauchen. Das hat mir sehr gut gefallen, Viel weniger aber die Hauptfigur Thomas Covenant. Ich habe nichts gegen Antihelden, sie machen die Bücher eigentlich um einiges lesenswerter. Aber selbst Antihelden sollten im Laufe des Buches zumindest etwas den Leser auf ihre Seite ziehen, oder es dem Leser ermöglichen sich mit ihnen zu identifizieren. Aber diese Person ist mir bis zum Ende des Buches fremdgeblieben und das ist schade. Die Idee mit der Lepra ist klasse, wer will schon andauernd von muskelstrotzenden Schönlingen lesen. Aber Covenant kommt bis zum Ende nicht wirklich mit sich selbst ins Reine und ja, ich weiß, vielleicht tut er das ja im nächsten Buch und wir alle freuen uns dann mit ihm, aber dieser Typ begeht SO viele Dämlichkeiten und hat nicht EINEN Charakterzug an ihm, der bewundernswert wäre... ich hatte beim Lesen immer das Gefühl, die Nebenfiguren bringen ihn immer auf den richtigen Weg, weil er selbst nichts auf die Reihe kriegt... das ist so gar nicht mein Geschmack. Vor allem weil die Worte 'unrein' und 'Aussätziger' sich bestimmt gefühlte 10000x über eine Spanne von über 1500 Seiten wiederfinden. Am Anfang dachte ich 'Oh Mann der Arme', am Ende dann wurde es mir aber zu viel, denn die Aussage wird nicht gewichtiger, wenn man sie so oft liest, ganz im Gegenteil. Das Buch ist aber trotzdem empfehlenswert und ich werde mir den zweiten Teil auf jeden Fall zu Gemüte führen
  20. Cover des Buches Die Säulen der Erde (ISBN: 9783785783443)
    Ken Follett

    Die Säulen der Erde

     (235)
    Aktuelle Rezension von: EmmaZecka

    Die Handlung wird aus der Perspektive verschiedener Personen erzählt. Da ich euch spoilern würde, wenn ich alle Personen aufzähle, beschränke ich mich vor allem auf den Mönch Philip und den Baumeister Tom, die beide davon träumen, eine Kathedrale für ein Kloster zu bauen.  Beide haben mit Herausforderungen zu kämpfen: Philip muss seine Stellung im Kloster behaupten und Tom muss seine Familie ernähren. Alles leichter gesagt, als getan. 


    Was mich am Inhalt massiv störte, waren vor allem zwei Punkte: Erst einmal gab es viele Wiederholungen, was die Handlung betraf. Philip und Tom begannen damit, den Plan zum Bau einer Kathedrale in die Tat umzusetzen. Ihren Gegenspielern passte das nicht. Sie sorgten für eine Intrige, für die sich Philip und Tom natürlich rächen mussten. Dieses Muster wiederholte sich beinahe die ganze erste Hälfte des Hörbuchs und begann mich irgendwann zu langweilen. 


    Außerdem schaffte es Ken Follett nicht, seine Figuren zu entwickeln. Die meisten von ihnen kennzeichneten sich vor allem durch eine Eigenschaft. Anstatt uns Hörer*innen daran teilhaben zu lassen, wie sie sich weiterentwickeln, oder sich dem auseinandersetzten, was sie erlebten, gab uns Ken Follett die Gefühle und Gedanken der Charaktere vor. Es wirkte so, als würde er uns von den Erlebnissen eines Bekannten erzählen. Im ersten Moment ist das natürlich spannend. Allerdings langweilte es mich schnell, weil ich weder die Handlung noch die Figuren auf irgendeine Weise entdecken konnte, sondern alles vorgekaut wurde. 


    Die Spannung baute Ken Follett für mich durch einen interessanten Prolog auf, der darauf schließen ließ, dass die Figuren, die in diesem Prolog vorkamen, möglicherweise Protagonisten der Handlung sein könnten. 

    Allerdings fehlte mir im restlichen Roman der Bezug zum Prolog. Dieser wurde gegen Ende noch einmal kurz erwähnt, so als wäre dessen Inhalt beinahe vergessen worden und müsste nur nochmal schnell aufgeklärt werden. Zudem verlor das, was im Prolog beschrieben wurde, für mich auch recht schnell an Wirkung. Der Prolog war also nun kein Geheimnis mehr, das es zu lüften gab, sondern eher etwas Austauschbares 


    Obwohl es inhaltlich viele Wiederholungen gibt, war ich froh, dass Bastei Lübbe bei der Hörbuchgestaltung darauf geachtet hat, dass der Titel ungekürzt produziert wurde. So haben wir die Wahl, ob wir lieber eine gekürzte oder eben die vollständige Geschichte hören wollen. 

    Das Hörbuch wird von Tobias Kluckert gelesen, dessen Stimmfarbe und Interpretation mir sehr gut gefallen haben. 

    Der einzige Nachteil an der Gestaltung erlebte ich im Einsatz von Musik: Zu Beginn von jedem neuen Kapitel gab es eine kleine Melodie. Allerdings wurde diese Melodie manchmal auch innerhalb eines Kapitels eingesetzt, wenn entweder eine wichtige Entscheidung getroffen wurde, oder ein Perspektivenwechsel anstand. Hier hätte ich mir etwas mehr Struktur gewünscht, da es manchmal zu abrupten Perspektivenwechsel kam und eine kurze Melodie, welche eine neue Perspektive einläutet, wahrscheinlich eine schnellere Orientierung ermöglicht hätte. 


    Diesmal war ich wirklich negativ überrascht, was Ken Folletts Schreibstil betrifft. Die Elemente, die mir bei der Jahrhundert-Saga so gut gefielen, nämlich eine gut verstrickte Handlung und tiefgründige Charaktere, fehlten hier. Zwischen den beiden Romanen lagen für mich Welten. 

    Was mir aber an Die Säulen der Erde gefallen hat, waren de Dialoge. Sie waren lebendig und haben die Konflikte gut herausgearbeitet. 

    Allerdings gab es auch ein Element mit dem mich Ken Follett überrascht hat. Und zwar werden im Laufe des Romans eine wichtige Perspektive durch eine neue Perspektive ersetzt. Mit diesem Wechsel hatte ich definitiv nicht gerechnet. 


    Gesamteindruck

    Schlussendlich muss ich aber sagen, dass ich mir mehr von dem Auftakt der Kingsbridge-Reihe erhofft habe. Ich bleibe daher etwas enttäuscht zurück. 

    Wer historische Romane mag und kein Problem mit sich wiederholenden Handlungen und oberflächlichen Charakteren hat, sondern von Intrigen und vielleicht auch einem Kathedralenbau hören will, kommt bei Die Säulen der Erde definitiv auf seine Kosten. 

  21. Cover des Buches Der Bogen der Zeit (ISBN: 9783453532076)
    Stephen Donaldson

    Der Bogen der Zeit

     (14)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Naturheilkunde für Frauen (ISBN: 9783800108596)
    Helga Ell-Beiser

    Naturheilkunde für Frauen

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Meischen

    In diesem dicken, großformatigem Ratgeber finden sich viele hilfreiche Informationen und Tipps für alle Frauen, ob in der Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahren... Habe einige Tipps/Rezepte schon selbst ausprobiert. Wirklich hilfreich!

  23. Cover des Buches Handbuch für Fachinformatiker (ISBN: 9783898426688)
    Sascha Kersken

    Handbuch für Fachinformatiker

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Johann Wolfgang von Goethe (ISBN: 9783907200407)
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