Bücher mit dem Tag "waffen-ss"

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34 Bücher

  1. Cover des Buches Der Fall Collini - Filmausgabe (ISBN: 9783442718665)
    Ferdinand von Schirach

    Der Fall Collini - Filmausgabe

     (473)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Caspar Leinen, ein junger Strafverteidiger, wird einen Monat nach Erhalt seiner Zulassung, das Mandat zur Strafverteidigung von Fabrizio Collini zugeordnet. Der gebürtige Italiener, der 34 Jahre lang völlig unauffällig bei Mercedes gearbeitet hat, hat in einem Berliner Luxushotel den 85-jährigen Hans Meyer ermordet. Nicht nur ermordet, sondern regelrecht hingerichtet - anschließend hat er sich widerstandslos verhaften lassen und schweigt seither. Weder seinem Verteidiger Leinen noch dem Gericht gibt er Auskunft über ein Motiv für den Mord. 

    Lange Zeit finden weder die Staatsanwaltschaft noch Leinen eine Antwort auf die Frage nach dem Warum. Eine Kindheitserinnerung Caspar Leinens lässt den Verteidiger in eine längst vergangen geglaubte Welt eintauchen und fördert nicht nur eine unschöne Seite des Mordopfers sondern auch das Versagen der deutschen Justiz in der Nachkriegszeit und der Aufarbeitung des NS-Regimes zu Tage. 

    Meine Meinung: 

    Der sachliche, schnörkellose Schreibstil des Autors, der weiß worüber er schreibt, gefällt mir außerordentlich gut. Ferdinand von Schirach ist Jurist, Strafverteidiger und Enkel des NS-Reichsjugendführers Baldur von Schirach. 

    Spannend ist der Einblick in das Gerichtsverfahren, das ja im Normalfall nicht mehr Gegenstand eines Krimis ist. Der Schwerpunkt liegt natürlich auf Seiten der Verteidigung. Interessant ist auch, wie Caspar Leinens Vergangenheit und die Collinis in den Ablauf eingeflochten sind.  

    Der Autor lässt seinen Lesern jede Menge Spielraum für eigene Gedanken und Schlussfolgerungen. Durch die Ausführungen der Sachverständigen Dr. Sybille Schwan wird deutlich, wie die Rechtsprechung im (Nachkriegs-)Deutschland den Tätern und nicht den (mehrheitlich jüdischen) Opfern zugeneigt war. Dieser Justiz-Krimi zeigt die Irrwege und Nachlässigkeiten der Vergangenheitsbewältigung in Deutschland (und auch in Österreich) auf. 

    Diese Geschichte ist 2018 mit Franco Nero als Fabrizio Collini grandios verfilmt worden. 

    Fazit:

    Dieser Justiz-Krimi zeigt die Irrwege und Nachlässigkeiten der Vergangenheitsbewältigung in Deutschland (und auch in Österreich) auf. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

     

     

  2. Cover des Buches Die Leopardin (ISBN: 9783404173402)
    Ken Follett

    Die Leopardin

     (343)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Die Leopardin" ist ein Spionagethriller von Ken Follett. Die Landung der Alliierten in der Normandie steht Ende Mai 1944 unmittelbar bevor. Ein Anschlag der Résistance auf die wichtige Fernmeldezentrale in Sainte-Cecile geht schief und die beteiligte britische SOE-Agentin Felicity Clairet entkommt mit knapper Not zurück nach England. Aber sie fasst einen neuen Plan und kann die Entscheidungsträger überzeugen. Ein Wettlauf gegen die Zeit um doch noch die wichtigste Nachrichtenübermittlungsstelle der Nazis zu zerstören und damit die Invasion entscheidend zu unterstützen. Dabei hat sie nur ein Team aus Frauen zur Hand, die bereits vorher an der harten Ausbildung scheiterten, ein Todeskommando gegen die brutalen Gegenspieler der Gestapo. Ken Follett beschreibt in diesem Spionageroman ein fiktives Ereignis, dass sich in den wenigen Tagen vor der Invasion abspielt. In der Realität gab es damals nur wenige Frauen, die als  Special Operations Executive Geheimagenten tätig waren. Ganze fünfzig wurden damals nach Frankreich entsandt, wobei sechsunddreißig ihre Einsätze überlebten. Der Autor wählt für diesen Roman historisch korrekte Rahmenbedingungen und bettet seine eigene Widerstandsgeschichte darin ein. Bei dieser bedient er sich sicherlich ein wenig klassischem Klischee, aber dies stört beim Lesen keineswegs. Denn die Geschichte ist sehr spannend erzählt, teils sicherlich auch brutal dargestellt, aber eben immer fesselnd. Vor vielen Jahren hatte ich bereits mal "Die Nadel" von Ken Follett gelesen und ich finde "Die Leopardin" ist ein weiterer sehr guter Spionageroman aus der Feder des Autors. Speziell das Katz- und Maus Spiel zwischen dem deutschen Major Dieter Franck und der Leopardin Flick hat mir dabei sehr gefallen. Wem Geschichten wie "Agenten sterben einsam" oder "Das dreckige Dutzend" gefallen, der findet auch mit "Die Leopardin" eine gute und spannende Unterhaltung.

  3. Cover des Buches Tiefe Wunden (ISBN: 9783548061733)
    Nele Neuhaus

    Tiefe Wunden

     (726)
    Aktuelle Rezension von: Jenni078

    Wir bewegen uns diesmal in einem ganz anderen Umfeld, was die Geschichte noch spannender macht.
    Ich muss zugeben, dass ich zu Anfang Schwierigkeiten hatte, die vielen Personen zu unterscheiden, aber dies legt sich im Laufe der Geschichte.

    Ich finde, dass es dieses mal ein ganz anderer, aber sehr gelungener Krimi ist.

  4. Cover des Buches Am Beispiel meines Bruders (ISBN: 9783462307603)
    Uwe Timm

    Am Beispiel meines Bruders

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Waschbaerin
    Als dieses dünne Büchlein vor wenigen Jahren im TV vorgestellt wurde und der Moderator dabei erwähnte, dass Uwe Timm, ein anerkannter Autor und in der Vergangenheit nicht publikumsscheu, mit diesem Buch nicht auf Lesereise ginge, grübelte ich, was ihn davon abhalten könnte. Noch heute, als ich mich mit diese Lektüre erneut beschäftigte, sind mir meine damaligen spontanen Gedanken gegenwärtig.

    Als ich das Buch erstmals in Händen hielt und zu lesen begann, verstand ich. Es wird in kurzen Worten auch die Geschichte der Familie des Autors erzählt. Wie so viele Menschen in der damaligen Zeit, stand auch seine Familie den politischen Ereignissen "nicht ablehnend" gegenüber. Sein wesentlich älterer Bruder, gerade mal den Kinderschuhen entwachsen, meldete sich freiwillig zur SS. Was mag ihn dazu bewogen haben? Welche Vorstellungen, Illusionen mögen ihn zu diesem Schritt getrieben haben?

    Doch dann setzte die entsetzliche Wirklichkeit ein. Seine schrecklichen Erlebnisse hält der Bruder in kurzen Tagebucheintragungen fest. Mit solch einem unsäglichen Grauen, womit er in diesem  Krieg konfrontiert wurde, hatte er nicht gerechnet. Schwer verwundet wird er in der Ukraine in ein Lazarett eingeliefert, wo er später, mit nur 19 Jahren, seinen Verletzungen erlag. Was ich den veröffentlichten Tagebucheintragungen entnehme ist, Uwe Timms Bruder Karl Heinz war nicht nur körperlich verwundet sondern es verblutete auch seine Seele.

    Dieses Tagebuch wurde übersehen, als man die persönlichen Dinge  von Karl Heinz im Lazarett zusammenpackte und nach dessen Tod der Familie schickte. Sonst wäre es wohl aussortiert und vernichtet worden. Augenzeugenberichte über all das Schreckliche dieses Krieges sollte zu der damaligen Zeit nicht nach Hause ins Reich gelangen.

    Meine Gedanken, als ich auf der letzten Seite geendet hatte, vielleicht ermöglichte dieser Roman dem Autor, seinen ihm unbekannten Bruder viele Jahre nach Kriegsende in Frieden gehen zu lassen. 
  5. Cover des Buches Die Leopardin (ISBN: 9783785753194)
    Ken Follett

    Die Leopardin

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Felicity Clairet, eine britische Agentin während des 2. Weltkriegs, hat in dem deutschen Leutnant Dieter Franck einen erbitterten Widersacher.
    Während sie versucht mit Hilfe der Resistance in Frankreich den deutschen gehörig in die Suppe zu spucken, kämpft Franck mit allen im zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen.

    Das Cover meiner CD ist anders gestaltet als hier angegeben. Ich habe ein Gesichtsviertel darauf mit einem Auge,etwas Haar und einer halben Nase. Das Auge ist das einer Wildkatze.
    Ich finde dieses Cover sehr passend zum Titel, passender als dieses hier angezeigte.

    Das schöne an den 6 Cd´s war für mich das sie zwei Sprecher hatten, so las Franziska Pigulla immer die Phasen in denen die Leopardin agierte und Joachim Kerzel immer wenn Dieter Franck am Zuge war.
    So konnte man die beiden Kontrahenten und ihre Ränkeschmiede gut auseinander halten, was das Zuhören für mich immens einfacher machte.

    Zu Beginn waren schon sehr viele Personen im Spiel die es auseinander und zuordnen zu können galt, aber mit der Zeit gelang es mir.
    Die Leopardin hatte hier für mich den weitaus großeren Sympathieanteil.
    Dieter Franck war für mich zwar klug, aber ein arrogant wirkender brutaler Charakter. So wie wohl jemand im 2. Weltkrieg sein musste um solch eine Stellung inne zu haben.
    Seine Methoden und die seiner Mitstreiter schienen mir schon sehr sadistisch und ich war immer froh, wenn die Leopardin ihnen mal wieder ein Schnäppchen schlagen konnte, oder sie ihnen einfach entwischte.
    Sie ging dabei immer sehr bedacht vor und wägte viele Sachen ab. Das gefiel mir daran.

    Auf jeden Fall eine Geschichte die die damalige Zeit mit ihrer ganzen Gewalt und Drastigkeit aufzeigte und einen auch auf eine gewisse Weise gefangen nahm.
    Dank des Erzählstils konnte ich in die Geschichte eintauchen und mir die Protagonisten und ihr Leben vor meinem inneren Auge sehr gut vorstellen.

  6. Cover des Buches Falsch (ISBN: 9783455403855)
    Gerd Schilddorfer

    Falsch

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Falsch" ist der erste Band der John-Finch-Reihe von Gerd Schilddorfer. Ein alter Mann wird im kolumbianischen Dschungel in seiner Hütte überfallen. In letzter Minute schickt er drei Brieftauben in den Himmel und richtet sich selbst bevor er ein Geheimnis ausplaudern kann. Die Tauben erreichen mit ihren drei Hinweisen Bogota, Medellin und Sao Gabriel, wo drei Freunde aus alter Zeit ihre Heimat fanden. Zur gleichen Zeit am Münchner Flughafen als eine Diamantenraub gerade noch vereitelt wird. Warum interessieren sich die Yakuza, MI5 und weitere dubiose Personen für all dies? Es scheint, dass der Ursprung des Geheimnis weit in der Vergangenheit liegt. Der alternde Pilot und Abenteurer John Finch wird in Südamerika von einem der Freunde für eine horrende Summe engagiert, um die beiden anderen Hinweisträger zu ihm zu bringen. Denn nur gemeinsam können sie das Geheimnis lüften. Und alle sind verbunden durch ein gemeinsames Kriegsschicksal. Doch bevor Finch's Auftrag erfüllt ist, überschlagen sich die Ereignisse. Es beginnt ein Wettlauf rund um den Globus. Gerd Schilddorfer erzählt diese Story über drei verschiedene Zeitebenen und Orten total verstreut über die Welt. Was anfangs noch ein großes Fragezeichen für den Leser ist, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenführen könnten, wird im Laufe der Geschichte immer klarer. Dabei verwebt er reale historische Ereignisse wie das Ende des Zarenreichs, die Geldfälschaktion "Operation Bernhard" der Nazis oder das Flugzeugunglück in Mir 2009 mit der fiktiven Story rund um das Geheimnis der vier Auswanderer in Südamerika. John Finch ist dabei Pilot eines Wasserflugzeugs, der viele Jahre schon in Nordafrika und anderswo in diversen gefährlichen Missionen unterwegs war. Derzeit hat ihn das Schicksal nach Südamerika verschlagen. Für mich hat er ein wenig etwas von Indiana Jones. Deswegen ist dieses Buch auch nicht nur ein Thriller für mich, sondern hat auch einen Touch von Abenteuerroman. Aber diese Mischung gefällt mir extrem gut. Von Anfang bis Ende empfand ich es sehr spannend, flüssig zu lesen und als rasanten Pageturner. Mir hat es sehr gut gefallen und definitiv werde ich die Folgebände des Whisky trinkenden Abenteurer und Piloten John Finch lesen.

  7. Cover des Buches Der 21. Juli (ISBN: 9783955200107)
    Christian v. Ditfurth

    Der 21. Juli

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Der Autor ist bekannt für seine „Was-wäre-wenn-Szenarien“ oder auch „Alternativweltgeschichte“ genannt.

    In vorliegendem Buch nimmt er einmal an, dass das Attentat vom 20. Juli 1944 erfolgreich war und Adolf Hitler tot ist. Weitere Annahme: Deutschland verfügt über eine Atombombe und setzt die dann auch ein.

    Das Buch ist gekennzeichnet durch historische Details und fiktive Geschehnisse. Es spielt in mehreren Zeitebenen. Beginnend mit Ereignissen im Jahr 1953 gibt es Rückblenden nach 1944/45, um dann wieder in das Jahr 1953 zurückzukehren.
    Die Welt im Jahr 1953 wird von drei Großmächten beherrscht: die USA, die UdSSR (ja damals gab es sie noch) und ein wieder erstarktes Deutschland mit mehreren Vasallenstaaten. Das „Großdeutsche Reich“ wie es sich Hitler vorgestellt hatte, ist Wirklichkeit geworden. Der NS-Diktatur ist eine Pseudo-Demokratie gewichen. Herrenmenschentum, Rassismus und Antisemitismus sind zwar nicht mehr Regierungsprogramm, unterschwellig aber in den Köpfen vieler Menschen weiterhin vorhanden.

    Eine der Hauptfiguren ist der Spion/Verräter Knut Werdin, der eine sehr heterogene und auch zwielichtige Rolle spielt.

    Ich finde das Buch ein wenig beklemmend. Denn nur den Diktator auszuwechseln, hat in den meisten Fällen nur einen anderen (oft Schlimmeren) oder – meiner Ansicht nach noch gefährlicher – ein Machtvakuum - hervorgebracht.
    Dass Deutschland, um einen Frieden mit dem Westen herbeizuzwingen, eine Atombombe auf Minsk abwirft, lässt mich schaudern.

    Historiker werden an diesem Buch vermutlich einiges auszusetzen haben. Freunde von Verschwörungstheorien und Dystopien könnten aber auf ihre Rechnung kommen.
  8. Cover des Buches Grosses Bundesverdienstkreuz (ISBN: 9783882433142)
    Bernt Engelmann

    Grosses Bundesverdienstkreuz

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Gelesen habe ich die Ausgabe des Seibt Verlags von 1987, da dieses Buch anscheinend öfters nachbearbeitet wird in Bezug auf Aktualität der Geschichte und ich war sehr beeindruckt. Das Original erschien 1974 und ist auch heute noch ein wunderbares Beispiel, was nach und während des Krieges passiert ist und wie durchzogen von Korruption und Seilschaften damals alles war und heute noch genauso ist. Der einzige Unterschied: Damals gab es noch kein Internet und vieles konnte verborgen bleiben.

    Die Schriftform ist wunderbar einfach um eine Geschichte zu erzählen, erfinden wir einen amerikanischen Anwalt, der einen jüdischen Mandanten aus New York vertritt und sich nach München , auf die Suche nach einem Gemälde von Caspar David Friedrich begibt. Die deutschen Anwaltskollegen vermitteln eine Dolmetscherin und mit dieser rollen sie ein Stück Geschichte auf das dem Nazi-Klüngel der Nachkriegszeit auf die Spur kommt. Die Geschichte ist sehr spannend verpackt und fassungslos verfolgen wir den Weg einiger Juristen, die in Heidelberg zusammen studiert haben und während der Besetzung Polens genau wussten, wie man Geld verdient und sich in der NSDAP nach oben boxt.

    Obwohl alle Angehörigen der SS/ SO/Gestapo etc. als Verbrecher galten und einer Verbrechensorganisation zugehörig, gelang es nicht alle Kriegsverbrecher für Ihre Taten zur Verantwortung zu ziehen. Anscheinend verfügten einige über so gute Beziehungen zur CDU bis zur Generation Kanzler Kohl. Man schützte sich schließlich gegenseitig, aber es kommt noch schlimmer. Die meisten fallen auch nach dem Krieg auf die Füße und Dank Beziehungen steigen sie in die höchsten Kreise auf.

    Interessanterweise wurde der Autor damals nur von 1 Mann verklagt und gewann den 2 Jährigen Prozess gegen den Kläger. Auch Fassungslos die Geschichte eines " Hanns Martin Schleyers ", der auf die Frage warum er nicht den Autor verklagen will, antwortete " Warum sollte ich? Es ist doch alles wahr ! " 

    Die Creme de la Creme der Politiker von Strauss über Biedenkopf, Schleyer und Ries als der Unternehmer haben nie ein schlechtes Gewissen gezeigt. Ein Buch das uns ziegt, daß nicht nur heute die Politik durchsiebt von Korruption/ völlig entstelltem Realitätssinn auftrumpft, sondern daß es bereits Ende der 60 er Jahre schon ein Sumpf war.

    Nach wie vor ein Stück Geschichte und eine Empfehlung an alle die sich noch an Politiker wie Strauss, Kohl etc. erinnern. 5 Sterne !

  9. Cover des Buches Die Essenz des Bösen (ISBN: 9783404179916)
    Tony Parsons

    Die Essenz des Bösen

     (68)
    Aktuelle Rezension von: LeenChavette

    Der fünfte Krimi aus der Max Wolfe Reihe „Die Essenz des Bösen“ von Tony Parsons, ist für mich der bisher stärkste Band.

    Ein Terroranschlag wird auf eine gut besuchte Shoppingmall in London verübt und mitten drin befindet sich Detective Max Wolfe. Gerade erholt, ist dieser nun im Einsatz, die Attentäter fest zu nehmen. Alles ist genau durchgeplant. Ein schneller Zugriff. Niemand soll verletzt werden. Es kommt dann nun leider anders und im Laufe des Buchs werden die Lesenden von dem ein oder anderen Charakter Abschied nehmen müssen.

    Dieser Band hat es wirklich in sich und kaum aktueller geht eine Geschichte kaum. Neben dem großen Thema Terrorismus geht es auch um Diskrepanzen kultureller Identitäten, Schuld und Rechtsextremismus. Tony Parsons schafft es, sehr diplomatisch mit diesen Themen umzugehen ohne mit dem Finger auf „Schuldige“ zu zeigen.

    Das Ende wird einen jeden DC Wolfe Fan noch einmal so richtig mitnehmen und ich bin über alle Maße froh, dass es noch weitere Teile der Serie gibt bzw. geben wird.

  10. Cover des Buches Die Nachhut (ISBN: 9783746625584)
    Hans Waal

    Die Nachhut

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Wer den Rückentext liest, wird sofort die Assoziation zu "Er ist wieder da" knüpfen. Doch der Plot klingt interessant genug, um sich einem weiteren Werk zum unerschöpflichen Thema NS-Zeit und ihre Folgen zu widmen.
    In einem unterirdischen Bunker halten auch 60 Jahre nach Kriegsende drei SS-Leute die Stellung, ohne zu wissen, dass die Schlacht schon längst geschlagen ist. Als es zu Differenzen kommt, beschließt man "aufzutauchen" und so kommt man als uniformierte Geister einer vergangenen Zeit in die heutige Welt. Die Drei beschließen, in der "Reichshauptstadt" neue Befehle zu empfangen und nach ihrer Entdeckung geht die Hatz los. Medien, Geheimdienste, Polizei, alle machen Jagd nach den Opas, die einer Welt gegenüberstehen, die sie weder verstehen noch fassen können.
    Waal macht es dem Leser nicht leicht. Während bei "Er ist wieder da" die tragikkomischen Momente überwiegen und sich das Satirische durchsetzt, ist das hier nicht ganz so einfach, denn wie auf dem Cover angekündigt, ist das Buch keinesfalls so witzig, wie man es erwartet. Im Gegenteil, manches Lachen bleibt einem im Hals stecken und das sind die stärksten Momente. Die finden sich in erster Linie bei der Behandlung dieses Themas durch die Medien und da hat es schon fast ein wenig dokumentarischen Charakter. Das Dilemma des Autors ist sein Anspruch. Auf der einen Seite diese Medienhype kritisch zu beleuchten (was ihm recht gut gelingt) und auf der anderen die absurde Ausgangssituation möglichst satirisch und "komisch" aufzubereiten. Das ist dünnes Eis und so manches Mal knackt es an der Oberfläche. Die Erzählweise aus drei Perspektiven ist nicht immer zuträglich und unterbricht oft den Fluß. Schade, dass sich Waal nicht auf einen Schwerpunkt konzentrieren konnte. So hinterlässt das Buch einen zwiespältigen Eindruck, weil man als Leser das Gefühl hat, oft nur oberflächlich in die Szenen eintauchen zu können, denn immer wenn es viel tiefer gehen könnte, zwingt man sich schon in die nächste Katastrophe.
    Die Idee, die allgemeine Wahrnehmung und der Umgang der Presse mit dem Thema Nationalsozialismus in der heutigen Zeit zu verarbeiten, ist fünf Sterne wert. Am Stil des Autors lässt sich nichts aussetzen, aber die Struktur des Buches und die Umsetzung ist irgendwas zwischen 3 und 4 Sterne. Eher drei, denn der Rezensent ist ein wenig enttäuscht, wie der gute Ansatz leichtfertig stellenweise "verschrieben" wurde.
  11. Cover des Buches Sojus (ISBN: 9783869139746)
    Martin von Arndt

    Sojus

     (10)
    Aktuelle Rezension von: diebuchrezension

    Der  Autor: 

    Martin Arndt wurde 1968 als Sohn ungarischer Eltern in Ludwigsburg geboren. Er hat Religionswissenschaft, Germanistik und Psychologie in Saarbrücken, Budapest und Würzburg studiert. Er lebt heute als Freier Schriftsteller, Musiker und Dozent in der Erwachsenenbildung in der Nähe von Stuttgart, in Essen und Pécs (Ungarn). Martin Arndt ist Stellvertretender Vorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller (VS) in Baden-Württemberg, und Mitglied im Förderkreis deutscher Schriftsteller. Für seinen Roman "Der Tod ist ein Postmann mit Hut " hat Martin Arndt die Goldmedaille beim "Leserpreis - Die besten Bücher 2009" in der Kategorie Bester Buchtitel gewonnen. (Quelle: www.lovelybooks.de)

    Das Buch

    1956 - Ex-Kommissar Andreas Eckart wird von einem früheren Mitstreiter kontaktiert, der für den MI6 ein explosives Dossier erwerben will: ein ungarischer Geheimpolizist möchte sich in den Westen absetzen und bietet eine Liste mit den Namen von KGB-Agenten und Doppelagenten. Eckart lehnt zunächst ab. Doch dann erfährt er, dass er einen Sohn hat, von dem er bislang nichts wusste, und dass dieser unter dem Decknamen Sojus ebenfalls auf der Liste steht. Er lässt sich umstimmen und begibt sich auf eine heikle Mission nach Budapest, wo gerade die sowjetische Invasion in vollemGange ist und die Stadt in Chaos und Gewalt versinkt ...

    Die Reihe:

    Dieses Buch ist der dritte Band einer Reihe. Sie sollten in folgender Reihenfolge gelesen werden. 

    Band 1: Tage der Nemesis

    Band 2: Rattenlinien

    Band 3: Sojus

    Wer Band 3 lesen möchte, sollte auf jeden Fall die Vorgängerbücher kennen. Ich hatte am Anfang einige Probleme mit den Personen und den Hintergründen, die schon in den vorigen Büchern gehandelt wurden. 

    Fazit: 

    Dies ist der dritte Band einer Reihe von Martin von Arndt. Ich habe die ersten beiden Bücher, "Tage der Nemesis" und "Rattenlinien", nicht gelesen. Vor allem am Anfang fand ich es daher schwierig in die Geschichte hreinzukommen und mich mit den Charakteren anzufreunden. Deswegen blieben mir auch die Charaktere fern und ich hatte eher ein distanziertes Verhältnis zu ihnen, als dass ich die Geschichte mit ihnen erleben konnte. Mir fehlte einfach jegwede Beziehung zu den Charakteren, was ich sehr schade fand. Aber dafür konnte der Autor nichts. 

    In "Sojus" geht es eher um den gesellschaftlichen Aspekt des Ungarnaufstandes. Die politischen Konflikte traten für mich doch sehr in den Hintergrund. Auch wenn ich es immer spannend finde, wenn Zeitzeugenerinnerungen in Büchern verarbeitet werden, fand ich bei diesem Buch die Verknüpfung von historischen Fakten, politischen Ereignissen und dem sozialen Miteinander nicht sehr gelungen. Das Gleichgewicht zwischen den Dingen war sehr unausgeglichen. 

    Verwirrt hat mich auch, dass es zu Beginn des Buches mehrere Zeitsprünge gab und ich bis zum Schluss nicht verstanden habe, warum es diese Sprünge gab bzw. warum diese Ereignisse so wichtig waren im Leben von Andreas Eckart, dass sie unbedingt erzählt werden mussten. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte auch an einem anderen Punkt anfangen können. Da ich aber nicht weiß, wie der Vorgängerband endet, kann es natürlich auch sein, dass die Anfangssituation auch die Endsituation im vorigen Buch ist und daher aufglöst werden musste. 

    Der Erzhlstil des Autors ist sehr spannungsreich und actiongeladen gewesen. Bei vielen Szenen habe ich nur gedacht: "Gut, dass es in den 40er und 50er Jahren die heutige Technik noch nicht gegeben hat." Sehr interessant fand ich einige erzählte Passagen, die das Gefühl der Hilflosigkeit verstärkt haben. Die Aspekte mit den russischen Provokateuren fand ich wirklich interessant. Obwohl ich mit dem Thema des Ungarnaufstandes vertraut bin, habe ich davon nichts gewusst. So war ich doch tatsächlich überrascht, dass es gezielt von der Sowjetunion eingesetzte Provokateure gegeben haben soll, die dazu beigetragen haben, den Konflikt zu eskalieren und das Militär nach Ungarn zu bringen. 

    Insgesamt war das Buch schön geschrieben, man konnte es gut lesen.  Ich finde allerdigns, dass die politische und historische Aspekte nicht gut genug rüberkamen. Natürlich ist immer das persönliche Schicksal der Menschen in diesen Aufständen wichtig und auch sehr emotionsgeladen, aber man darf darüber nicht die Fakten vergessen und sollte dem spanennden subjektiven Teil auch einen fundierten historischen /politischen Background geben. Zusammenfassend war das Buch ok, aber mir fehlte daran einfach das Besondere.  


    https://diebuchrezension.de/#/books/book/250

  12. Cover des Buches Wenn alle Brüder schweigen - Großer Bildband über die Waffen-SS (ISBN: 9783921242155)
  13. Cover des Buches Das grosse Dilemma: Leipziger Antifaschisten in der SS-Sturmbrigade "Dirlewanger" (ISBN: 9783932725388)
  14. Cover des Buches Affäre Nachtfrost (ISBN: 9783596309139)
    Stefan Murr

    Affäre Nachtfrost

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Dienen und Verdienen (ISBN: 9783596149667)
    Gerd R. Ueberschär

    Dienen und Verdienen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Ein sehr gelungenes Werk, dass anschaulich die Dotationspolitik Hitlers beleuchtet. Es wird deutlich in welchen Ausmaßen die Generäle und führende Offiziere bei Laune gehalten wurden. Wer sich dem Regime als Gehilfe anbot wurde auch reichlich entlohnt und auch Autoren, Professoren und verdiente Personen um den "deutschen Gedanken" konnten sich nicht beklagen. Sehr gelungen ist auch der historische Rückblick auf die Dotationspolitik von napoleon etc. Trotz, oder gerade wegen, seines Status als wissenschaftliches Werk, kann dieses Buch von der 1 bis zur letzten Seite fesseln. Nicht umsonst heimste es mehrere Sachbuchpreise an. Gerd R. Ueberschär hat mit "Dienen und Verdienen" ein imposantes Werk geschaffen, welches noch auf Jahrzehnte ein Standardwerk sein wird....
  16. Cover des Buches Im Frühling sterben (ISBN: 9783957130204)
    Ralf Rothmann

    Im Frühling sterben

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Barbara62
    „Alles wird jetzt zusammengekratzt“ heißt es in Ralf Rothmanns 2015 erschienenem Roman „Im Frühling sterben“, als die beiden Freunde Walter Urban und Friedrich „Fiete“ Caroli im Februar 1945 von der Waffen-SS zwangsrekrutiert werden. Walter ist Melkergeselle, Fiete nach seinem Rauswurf aus dem Gymnasium Melkerlehrling auf einem Holsteinischen Gut. Beide sind 17, lassen ihre Mädchen zurück und werden nach nur drei Wochen Grundausbildung an die ungarische Front geschickt. Während Walter als Fahrer hinter der Front bleibt, schickt man Fiete unmittelbar in den Kampf. Früh schon denkt der zarte Junge, der so gut mit Kühen umgehen, seine Zunge aber nicht hüten kann, an Flucht, die ihm der vernünftigere Walter angesichts des kurz bevorstehenden Kriegsendes immer wieder ausreden kann. Doch während Walter, für einige Tage beurlaubt, das Grab seines in der Nähe gefallenen Vaters sucht, setzt der verwundete Fiete seinen aussichtslosen Plan in die Tat um. Bei Walters Rückkehr ist Fiete bereits verurteilt und Walters Stube soll das Urteil vollstrecken.

    Ralf Rothmann bettet die Geschichte von Walter und Fiete in eine Rahmenhandlung ein. Walter, inzwischen 60 Jahre alt, hat nie über den Krieg gesprochen, der ihn bis in seine Träume verfolgt. Nach 30 Jahren als Bergmann ist er in der Frührente dem Alkohol verfallen und im finalen Stadium einer Krebserkrankung. Er hat selten gelächelt, war stets ernst, beliebt, aber ohne Freunde. „Überdunkelt von der Vergangenheit“ war sein Leben, die Beziehung zu seinem Sohn, einem Schriftsteller, der die Rahmenhandlung aus der Ich-Perspektive erzählt, distanziert. Doch was der Vater nie erzählen konnte, erzählt nun der Sohn.

    Das Besondere an diesem Roman, Antikriegs- und Vater-Sohn-Geschichte, von der wir nicht wissen, ob sie ganz oder teilweise autobiografisch ist, ist das Fehlen jeglicher Wertung. Die Frage nach einer Schuld wird vollständig in das Ermessen des Lesers gestellt. Großartig sind vor allem Rothmanns Dialoge, beispielsweise bei der Zwangsrekrutierung, dem Gnadengesuch Walters an den Sturmbannführer, beim Abschiedsbesuch mit Fiete oder mit dem Gutsverwalter bei Walters Heimkehr. Bei den geschilderten Kriegsverbrechen und Orgien hätte ich dagegen auf manches Detail gerne verzichtet, eine diskretere Schilderung ist für mich oft eindrücklicher. Insgesamt hat mich der Roman jedoch sehr berührt, mehr noch die Rückblende als die knappe, trotzdem wichtige Rahmenhandlung. Poetisch und wunderschön ist Rothmanns Sprache, etwa wenn es über die Stille heißt: „Eine Stille, die noch zunahm, wenn man sie bemerkte.“

    Den Sprecher Thomas Sarbacher kenne ich aus seinen knappen Lesungen im Schweizer Literaturklub, der für mich besten Literatursendung im Fernsehen, und schätze ihn sehr. Nun konnte ich ihm sechs CDs und ca. 400 Minuten lang zuhören und habe das sehr gern getan. Thomas Sarbacher fängt die Stimmungen des ungekürzt wiedergegebenen Romans ausgezeichnet ein und liest besonders die vielen Dialoge sehr lebendig, teilweise sogar im jeweiligen Dialekt.

    http://xn--mit-bchern-um-die-welt-wlc.de/ralf-rothmann-im-fruehling-sterben/

  17. Cover des Buches Die SS (ISBN: 9783442152520)
    Guido Knopp

    Die SS

     (16)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Knopp schildert hier die Geschichte der SS von der Entstehung über den Zweiten Weltkrieg bis hinein in die Nachkriegszeit und die Gegenwart der 2000er Jahre.

    Teile beschäftigen sich intensiv mit Himmler und Heydrich.

    Informativ, lesenswert.

  18. Cover des Buches Die Ausgelieferten (ISBN: 9783596031115)
    Per Olov Enquist

    Die Ausgelieferten

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Per Olovs frühes Buch ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie hart das Bemühen um Wahrheit für Chronisten und Leser sein kann. Enquist ringt um jedes Detail zu den am Ende des Zweiten Weltkriegs von der schwedischen Regierung in die Sowjetunion zurückgeschickten baltischen Kämpfer für Nazideutschland. Er wägt nicht nur eine Vielzahl von Stimmen und Zeugnissen ab, sondern fragt sich auch immer wieder selbstkritisch, ob er etwas anderes sehen will, als er tatsächlich sieht. Die Orientierung am Detail macht allerdings das Lesen auch schwerer. Am Ende sieht der Leser, dass die schwedische Regierung nur zwei Möglichkeiten hatte, die beide gleichermaßen falsch und unmoralisch waren. Sie hat die Möglichkeit gewählt, die ihr unmittelbar nach dem Krieg am meisten opportun erschien.

  19. Cover des Buches Saat in den Sturm. Ein Soldat der Waffen-SS berichtet (ISBN: 9783702008871)
    Herbert Brunnegger

    Saat in den Sturm. Ein Soldat der Waffen-SS berichtet

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Anautix
    Ein wirklich beeindruckendes und emotional bewegendes Buch, das mit vielen Vorurteilen gegenüber der Waffen-SS und der Totenkopfdivision im Speziellen aufräumt. Es wird nichts beschönigt. Herr Brunnegger geht auch auf Kriegsverbrechen ein, die von einzelnen Soldaten oder Offizieren begangen wurden, was allerdings Ausnahmen waren, so z.B. das Massaker von Le Paradis. 1938 meldet sich der erst 15-jährige Herbert Brunnegger, gebürtiger Österreicher, freiwillig bei der Waffen-SS. Sehr spannend fand ich bereits zu Beginn des Buches die geschilderten Erlebnisse bei der militärischen Ausbildung und dem Einsatz als KZ-Wache im benachbarten KZ-Sachsenhausen - Einblicke, die ich in noch keinem weiteren Erlebnisbericht bekommen konnte. Die anschließenden Schilderungen über den Einmarsch in die Tschechoslowakei sind ebenfalls eine Rarität. Weitere Stationen sind Polen, Frankreich und schwerpunktmäßig Russland. In Russland durchlebt Herr Brunnegger die monatelange Einkesselung bei Demjansk, den Verlust seiner engsten Kameraden, die Schlacht um Charkow und Kursk. Nach einem einjährigen Aufenthalt in Italien wird er schließlich zur Reichsverteidigung in Brandenburg (Raum Müncheberg, Spreenhagen, Halbe, Beelitz) eingesetzt. Die Zeit nach der Kapitulation am 8. Mai 1945 ist für mich auch einer der Höhepunkte dieses Buches. Eine Odyssee sondergleichen... Herr Brunnegger hatte wirklich verdammt viel Glück, aber auch die Intelligenz und das Geschick aus scheinbar ausweglosen Situationen heil heraus zu kommen. Dieses schildert er mit einem sehr angenehmen und professionellen Schreibstil.
  20. Cover des Buches Die guten Schwestern (ISBN: 9783423208734)
    Leif Davidsen

    Die guten Schwestern

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Das war mal wieder ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann. Der geschichtliche Hintergrund wird bravourös in die Handlung einbezogen. Der Mann kann schreiben - und wie. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.
  21. Cover des Buches "Weltkriegs-Trilogie. Gesamtausgabe der Bände ""Roter Schnee"", ""Merci,... / Roter Schnee (ISBN: 9783373000099)
  22. Cover des Buches Freiwillig in den Krieg (ISBN: 9783861245872)
    Jörn Roes

    Freiwillig in den Krieg

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Persönliche Erinnerungen an den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg, aufgeschrieben vom Enkel: Der junge Wilhelm meldet sich freiwillig zur Waffen-SS, um der Armut und dem harten Leben eines Schiffsjungen zu entgehen. Aber der harte Drill und die ersten Kriegserfahrungen stellen diese Entscheidung rasch als Fehler heraus. Eine gelungene Dokumentation der Kriegserlebnisse eines Einzelnen.
  23. Cover des Buches Der Flug der Adler (ISBN: 9783453720237)
    Jack Higgins

    Der Flug der Adler

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Stefan83
    Wer kennt sie nicht, die Sonderangebot-Aktionen der Buchhandelsketten, wo der lesefreudige Käufer für wenig Geld ein paar Mängelexemplar-Schnäppchen ergattern kann. Je mehr man kauft, desto günstiger wird es.„Der Flug der Adler“ geriet mir in einer dieser Wühlboxen in die Hände. Und da dummerweise noch genau ein Buch fehlte, um die zwanzig voll zu machen, ward es mit in den Einkaufskorb gepackt. Luftschlacht über Europa, Jägerpiloten, politische Intrigen. Das klang zudem gar nicht mal so unspannend. Und auch die Verfilmung von Jack Higgins' „Der Adler ist gelandet“ ist mir bis heute in guter Erinnerung geblieben. Falls es sich doch als Rohrkrepierer herausstellen würde, wäre der finanzielle Verlust zu verschmerzen. … Tja, und was soll man sagen? Ein Rohrkrepierer war es. Und zwar einer allererster Kategorie. Kurz zum Inhalt (das Wort „Handlung“ will ich im Zusammenhang mit diesem Buch lieber nicht verwenden): Zwei Brüder, Zwillinge und Söhne eines überragenden Jägerpiloten aus dem Ersten Weltkrieg, wachsen ganz im Sinne ihres Vaters zu Flugassen heran, finden sich jedoch nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs auf verschiedenen Seiten wieder. Während Harry über dem Ärmelkanal das bedrohte englische Empire verteidigt, steht Max im Dienste der Deutschen. Mit schwindelerregender Leichtigkeit ballern sich beide an den unterschiedlichsten Fronten unaufhaltsam durch das dichte Feindesgebälk. Natürlich ganz im Stile fairer Sportsmänner, da es sich ja bei dem Zweiten Weltkrieg um ein durchgängig moralisches Kräftemessen von Nationen gehandelt hat, die zufällig über einen Zeitraum von fast sechs Jahren einfach verschiedener Meinung waren. Aber war da nicht auch noch irgendetwas mit den Juden? Egal, wird sich Higgins gesagt haben. Wollen wir mal meine Leser nicht mit unnötigen Details verwirren und den so komplexen ( hust) Plot unnötig zusätzlich verkomplizieren. Es kommt jedenfalls wie es kommen muss. Gute Alliierte und gute Deutsche arbeiten zusammen Hand in Hand, um die Bösen – und was sind die böse! - in ihre Schranken zu verweisen. Der größere historische Kontext wird vorsorglich ebenfalls ausgeklammert oder den eigenen Wünschen nach missbr … äh, umgestaltet. Selbst der doofste Baumschüler wird sich eines gewissen „Irgendetwas-stimmt-hier-aber-nicht-ganz“-Gefühls nicht erwehren können. Und Freunde authentischer Agenten-Thriller oder Kenner der historischen Luftfahrt brechen angesichts Higgins' unzulänglicher Recherchen und der Einarbeitung von geschichtlichen Persönlichkeiten wie Galland oder Hartmann wahrscheinlich gleich in Tränen aus. „Der Flug der Adler“ ist von vorne bis hinten ein Witz, der aber leider vom Autor bitterernst gemeint ist, und gerade deswegen bei der Lektüre umso mehr wehtut. Ein völlig hanebüchener Plot, zwei Supermänner am Steuerknüppel, Action auf A-Team-Niveau – selbst der gute Alistair MacLean nimmt sich im Vergleich zu diesem hingerotzten Büchlein fast wie höchste Weltliteratur aus. Positives muss man hier mit der Lupe suchen und findet sie vielleicht allenfalls im gelungenen Cover. Dafür verdient Autor Higgins, der in diesem Fall entweder für seinen Geldbeutel oder im Suff geschrieben hat, jedoch keinerlei Dank. Sein „Der Flug der Adler“ ist so ziemlich das schlechteste Stück militärhistorischer Spannungsliteratur, was mir bisher in die Pfoten gelangt ist. Eine 366seitige Zumutung, welche man selbst bei wohlwollendster Betrachtung nur als Mist bezeichnen muss und die selbst mit ihrer Kurzweil nicht mehr punkten kann.
  24. Cover des Buches Blitzkrieg (ISBN: 9781844139354)
    Len Deighton

    Blitzkrieg

     (2)
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