Bücher mit dem Tag "waffengewalt"

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32 Bücher

  1. Cover des Buches Gun Love (ISBN: 9783518428320)
    Jennifer Clement

    Gun Love

     (90)
    Aktuelle Rezension von: hapedah

    Pearl kennt nur das Leben im Auto ihrer Mutter, die als Teenager von zuhause weg gelaufen ist. Der Wagen steht seit vierzehn Jahren auf dem Besucherparkplatz eines Trailerparks zwischen zwei Autobahnen und einer Müllkippe und obwohl ihr Alltag von Armut geprägt ist, schafft Margot für sich und ihre Tochter eine sanfte, verträumte Atmosphäre in dem alten Ford Mercury. Diese Idylle wird erst getrübt, als Eli Redmond mit seinen Waffen auftaucht, in den sich Margot Hals über Kopf verliebt. 

    "Gun Love" von Jennifer Clement hat mich bis zur letzten Seite hin gefesselt und hallt immer noch in mir nach. Die Autorin zeigt ihr Heimatland von einer düsteren Seite, Schusswaffen sind allgegenwärtig und schon der Beginn des Buches lässt ahnen, dass es kein gutes Ende nehmen kann. Dennoch gelingt es der Autorin durch ihren wunderbar poetischen Schreibstil immer wieder, glückliche Momente voller Liebe und Zuversicht in die Geschichte einzuflechten, die doch eigentlich vom harten Leben zwischen Abgasgestank und Umweltverschmutzung, geprägt von Armut und Waffengewalt, handelt. 

    Ihre Protagonistin Pearl, aus deren Sicht der Roman geschrieben ist, berichtet stellenweise beinahe distanziert aus ihrem Leben, aber gerade diese Erzählweise, die nur ab und an Gefühle erahnen lässt, hat mich beim Lesen sehr fasziniert. Oft sind es kleine alltäglich Begebenheiten, die mir gezeigt haben, was Pearl in den jeweiligen Situationen empfindet. Es scheint, als ob sie ihre Erinnerungen formuliert, wie sie ihr gerade durch den Kopf schießen, was es mir in den ersten Abschnitten etwas schwerer gemacht hat, dem chronologischen Ablauf zu folgen. 

    Jennifer Clements Buch ist keine leichte Kost, doch wie eine tödliche Waffe, die in zarter Spitze eingepackt ist, wird das Grauen, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint, von positiven, ja beinahe träumerischen Episoden eingefasst, so dass ich das Leseerlebnis trotz des ernsten Themas als hoffnungsvoll formuliert empfunden habe. Letztendlich hat mich der Roman nachdenklich zurück gelassen und wird sicher noch einige Zeit in mir nachwirken. Deshalb gebe ich für diese Geschichte eine unbedingte Leseempfehlung.

    Fazit: Jennifer Clements Roman handelt von Armut, Waffengewalt und Liebe, in wunderbar blumigen Worten schildert die Autorin neben dem harten Leben im Trailerpark auch Alltagsmomente voller Träume und Zuversicht. Ihr Buch hat mich gefesselt, fasziniert und am Ende sehr nachdenklich zurück gelassen, ich empfehle es gern weiter.


  2. Cover des Buches Das Rätsel (ISBN: 9783426637586)
    John Katzenbach

    Das Rätsel

     (444)
    Aktuelle Rezension von: Taehti

    Das Rätsel von John Katzenbach habe ich auf meinem SUB gefunden.
    Netter Psychothriller mit interessanten Ansichten und neuen Ideen, teilweise aber etwas langatmig.


    Im Thriller geht es um Jeffrey Clayton, ein Psychologieprofessor an einer Uni, der auf das Profiling von Serienkillern spezialisiert ist. Dieser wird von der Polizei beauftragt, diverse Morde an jungen Frauen aufzuklären.
    Jeffrey muss deshalb mit in den 51., neu gegründeten Bundesstaat, da diese dort verübt worden. Doch der Haken: im neuen Bundesstaat gibt es doch keine Kriminalität...das musste natürlich vertuscht werden.
    Er stellt fest, dass es nicht nur um die Morde ging, sondern es wesentlich mehr gibt. Und er findet heraus, wer der Mörder ist - und Teil des Plans des Mörders ist es, ihn und seine Schwester mit der Mutter in den "sicheren" Bundesstaat zu locken.
    Denn, Jeffreys Mutter floh damals vor seinem Vater.

    Parallel erfährt man von Susan Clayton, der Schwester von Jeffrey.
    Sie ist Journalistin und schreibt für eine Zeitung Rätsel und bekommt immer wieder Zuschriften von Lesern. Doch eine ist anders. Die, des Mörders. Auch an sie hat er sich gewandt.
    Doch irgendwas daran ist verwunderlich - half ihr doch der Mörder als Sie in einer Bar auf der Damentoilette angegriffen wurde.

    Stück für Stück tauchen Puzzleteile auf, die dem Leser helfen, das Puzzel zu lösen. Hier kommt dann auch die Mutter der beiden ins Spiel. Diana vertraut einem Polizisten gutgläubig und stellt fest, dass dieser tot, ermordet wurde und weder von diesem die Nachrichten waren, noch, dass dieser ehrlich gewesen ist.

    Zur Höchstform läuft das Buch auf, als das letzte Mädchen verschwindet und Jeffrey fast dran ist, den Mörder dingfest zu machen... ob er das Mädchen rächen und retten kann?

    Das Buch war nicht immer leicht zu lesen und hat sich doch an manchen Stellen ziemlich gezogen. Auch das Ende war nicht ganz so meines, aber das liegt im Auge des Betrachters. Für eingefleischte Fans empfehlenswert und auch, wenn man mal eine andere Art von Thrillern lesen möchte.

    Perfide Planung - diesem Typ Mensch nachts begegnen ist nicht meines ;-)

  3. Cover des Buches Regengötter (ISBN: 9783453676817)
    James Lee Burke

    Regengötter

     (66)
    Aktuelle Rezension von: simonfun

    Dass Texas trocken, staubig, trostlos, ohne Zukunft und ohne jegliche Hoffnung ist habe ich nach 100 Seiten kapiert. Dass das nach 200 Seiten immer noch trocken, staubig, trostlos, ohne Zukunft und ohne jegliche Hoffnung ist hat mich dann nur noch dermaßen genervt, dass ich das trockene, staubige, trostlose ... Buch in die Ecke geworfen habe. Einen Thriller über einen siebzigjährigen Sheriff und dessen trostlose Umgebung mit Menschen ohne Zukunft, ohne Spannung und 670 Seiten zu schreiben muss man erst mal hinkriegen. Gut, sich über die Zukunft gedanken zu machen ist ok, aber nicht in einem trostlosen ...
    Wie auch immer - ohne Zukunft!

  4. Cover des Buches Die Leopardin (ISBN: 9783404173402)
    Ken Follett

    Die Leopardin

     (342)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Die Leopardin" ist ein Spionagethriller von Ken Follett. Die Landung der Alliierten in der Normandie steht Ende Mai 1944 unmittelbar bevor. Ein Anschlag der Résistance auf die wichtige Fernmeldezentrale in Sainte-Cecile geht schief und die beteiligte britische SOE-Agentin Felicity Clairet entkommt mit knapper Not zurück nach England. Aber sie fasst einen neuen Plan und kann die Entscheidungsträger überzeugen. Ein Wettlauf gegen die Zeit um doch noch die wichtigste Nachrichtenübermittlungsstelle der Nazis zu zerstören und damit die Invasion entscheidend zu unterstützen. Dabei hat sie nur ein Team aus Frauen zur Hand, die bereits vorher an der harten Ausbildung scheiterten, ein Todeskommando gegen die brutalen Gegenspieler der Gestapo. Ken Follett beschreibt in diesem Spionageroman ein fiktives Ereignis, dass sich in den wenigen Tagen vor der Invasion abspielt. In der Realität gab es damals nur wenige Frauen, die als  Special Operations Executive Geheimagenten tätig waren. Ganze fünfzig wurden damals nach Frankreich entsandt, wobei sechsunddreißig ihre Einsätze überlebten. Der Autor wählt für diesen Roman historisch korrekte Rahmenbedingungen und bettet seine eigene Widerstandsgeschichte darin ein. Bei dieser bedient er sich sicherlich ein wenig klassischem Klischee, aber dies stört beim Lesen keineswegs. Denn die Geschichte ist sehr spannend erzählt, teils sicherlich auch brutal dargestellt, aber eben immer fesselnd. Vor vielen Jahren hatte ich bereits mal "Die Nadel" von Ken Follett gelesen und ich finde "Die Leopardin" ist ein weiterer sehr guter Spionageroman aus der Feder des Autors. Speziell das Katz- und Maus Spiel zwischen dem deutschen Major Dieter Franck und der Leopardin Flick hat mir dabei sehr gefallen. Wem Geschichten wie "Agenten sterben einsam" oder "Das dreckige Dutzend" gefallen, der findet auch mit "Die Leopardin" eine gute und spannende Unterhaltung.

  5. Cover des Buches Das finstere Tal (ISBN: 9783548285535)
    Thomas Willmann

    Das finstere Tal

     (162)
    Aktuelle Rezension von: Forti

    "Das finstere Tal" vereint die Genres historischer Roman, Thriller und Western. Ziemlich stimmungsvoll düster das ganze. Ich fand es spannend (auch wenn die Auflösung bald absehbar war) und intelligent.
    Besonders und passend auch die etwas altertümliche, aber doch gut lesbare Sprache, die der Autor gewählt hat.



  6. Cover des Buches Dort dort (ISBN: 9783446264137)
    Tommy Orange

    Dort dort

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Tony Loneman, Dene Oxendene, Opal Viola Victoria Bear Shield, Edwin Black, Bill Davis, Calvin Johnson, Jacquie Red Feather, Orvil Red Feather, Octavio Gomez, Daniel Gonzales, Blue, Thomas Frank - 12 Menschen, deren Schicksale sich unwiederbringlich und auf tragische Weise miteinander verflechten. Sie alle kommen zum diesjährigen Powwow in Oakland zusammen, manche als Veranstalter*innen, manche als Tänzer*innen, andere als Zuschauer*innen - und einige mit bösen Absichten. Dabei entsteht eine Geschichte die vor Vielfalt, Dramatik und Wucht nur so strotzt.


    Tommy Oranges Roman "Dort, Dort" ist ungewöhnlich: er lässt sehr, sehr viele Figuren zu Wort kommen, die bis auf die Tatsache, dass sie Native Americans sind und vorhaben, am Powwow in Oakland teilzunehmen, auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto klarer werden jedoch die Verbindungen zwischen den verschiedenen Charakteren. Mit viel Raffinesse und einem ganz besonderen Schreibstil erzählt der Autor - der selbst Mitglied der Cheyenne und Arapaho Tribes ist und in Oakland geboren wurde - von Amerikas ersten Bewohnern. Er berichtet von deren Vergangenheit und Gegenwart, von Gewalt und Sucht, von Fremdbezeichnungen und umgedeuteter Geschichte.


    Das Buch ist in sehr viele verschiedene Kapitel unterteilt, die immer aus der Sicht einer anderen Figur geschrieben sind. Was zunächst etwas unübersichtlich klingt, wird aber durch die kurze, dem Roman vorangestellte, Aufstellung der Charaktere mit knappen und genau ausreichenden Beschreibungen aufgelöst. Mir fiel das Lesen tatsächlich von Anfang an sehr leicht und ich mochte diese Komposition aus verschiedensten Sichtweisen so gerne! Außerdem gibt es einen Prolog und ein Zwischenspiel, in denen der Autor auf die ihm eigene Art und Weise geschichtliche Hintergründe erläutert und beispielsweise verständlich macht, was ein Powwow eigentlich ist.


    Ich hatte nach dem Zuklappen des Romans das Gefühl, einerseits sehr viel Neues gelernt zu haben (Notiz an mich selbst: häufiger und intensiver mit Native Americans beschäftigen - vorzugsweise wie hier durch Own Voice-Autor*innen!) und andererseits war ich auch völlig mitgenommen davon, wie heftig die Geschichte ausgeht. "Dort, Dort" ist klug, besonders, intensiv und einfach anders - sehr lesenswert!

  7. Cover des Buches Wir müssen über Kevin reden (ISBN: 9783492310512)
    Lionel Shriver

    Wir müssen über Kevin reden

     (185)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Als ich das Buch kaufte, dachte ich noch, Kevin wäre ein normaler Teenager, vielleicht in sich verschlossen, ein Außenseiter, der die laschen Waffengesetze Amerikas ausnutzt und so einen Amoklauf begeht. Stattdessen ist er ein Psychopath, der von kleinauf durch und durch böse war. Dadurch kann die Mutter mit Leichtigkeit jegliche Schuld von sich weisen und auf das Kind deuten, das keine andere Entwicklung zu erwarten hatte. Da macht sich die Autorin vieles einfach, übergeht einen wirklich wichtigen Konflikt und sorgt dadurch schließlich dafür, dass ich ab Seite 300 gelangweilt das Buch zur Seite gelegt habe.

    Für den Amoklauf gibt es keinen richtigen Grund. Es musste passieren, weil das Kind so oder so einen Mord begangen hätte und das macht das Buch grottenschlecht. Kevin ist kein normaler Teenager, sondern eine Ausgeburt der Hölle.

    Hinzu kommt auch, dass die Mutter stark um die Sache herumredet. Sie labbert uns förmlich voll und das hat für mich den Spannungsbogen mehrmals brechen lassen. Der Stil ist schön, das gefällt mir, aber alles wird dermaßen in die Länge gezogen, dass mir das auch irgendwann egal war. Interessante Szene werden nur ganz knapp gezeigt. Das wird nur angeschnitten, damit die Mutter wieder ihre ganzen Gedanken über den Leser ergießen kann und das strapaziert die Geduld und wie gesagt, irgendwann war mir alles egal. Ich wollte einfach nicht mehr weiterlesen und habe es abgebrochen.

    Der Stil ist wundervoll. Das muss man ihr gönnen. Sie schreibt in einer schönen Sprache, erzählt gekonnt, zeichnet Bilder, zeigt uns die Figuren, zeigt uns ein ganzes Leben und gleichzeitig macht sie aus einem Baby ein wahres Ungeheuer, das von der Geburt an gegen die Mutter war. Das ist etwas, was ich schwer glauben kann, denn mal ehrlich, welches vier Jahre alte Kind kann so ein Ungeheuer sein? Oder noch besser: Welches Baby kann gleich nach der Mutter die eigene Mutter dermaßen hassen, dass es lieber hungert?

  8. Cover des Buches Der Baader-Meinhof-Komplex (ISBN: 9783442155972)
    Stefan Aust

    Der Baader-Meinhof-Komplex

     (307)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Während meine Mutter beim Post-oder Bankschalter anstand (ATM gab es damals noch nicht), guckte ich mir das große Poster mit all den gesuchten RAF-Gesichtern an. In jeder Bank, Geschäft, Bahnhof oder öffentlichem Amt hing dieses Plakat! Wann immer wir mit unseren Eltern aus Hamburg nach Hause nach HH-Lemsahl fuhren, wurden wir von mindestens einer Polizeikontrolle gestoppt. Am Ende wohnte die RAF nur 5 Km von meinem Elternhaus in Poppenbüttel entfernt.

    #derbaadermeinhofkomplex war das erste Buch, das mir alle Zusammenhänge der RAF darstellte.
    Es ist schon länger her, dass ich es gelesen habe, aber ich weiß noch, das es sich wie ein Krimi las. 878 Seiten Spannung pur. Allerdings erinnere ich mich auch, dass ich über Baaders seitenlangen, intellektuellen Ergüsse ohne Punkt und Komma im Gerichtssaal hinweggelesen habe.
    Danke #stefanaust

  9. Cover des Buches Schuld (ISBN: 9783442476596)
    Patricia Cornwell

    Schuld

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Chief medical examiner Kay Scarpetta übernimmt vertretungsweise die Gerichtsmedizin von Virginia Beach, da sich alle möglichen Untergebenen zum Jahreswechsel krank gemeldet haben. Ausgerechnet zu dieser Zeit kommt der Tod eines tauchenden Starjournalisten in die Quere, als sie viel lieber mit ihrer Nichte Lucy quatschen möchte. Pete Marino (heimlicher Hauptdarsteller) eilt rasch herbei (ich stelle ihn mir immer wie den Schauspieler John Carroll Lynch aus "Body of proof" vor), während sich Kay Kompetenzscharmützel mit dem Navy Investigative Service (nicht zum verwechseln mit NavyCIS und Tony Di Nozzo) liefert. Warum müffelt die Reporterleiche nach pathologischem Aufgeschnipsel nach Bittermandel? Fragen über Fragen, die durchgängig fesseln, nur sie ständige Kocherei nervt.
  10. Cover des Buches Der Verrat (ISBN: 9783598800061)
    John Grisham

    Der Verrat

     (178)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Michael Brock arbeitet als Anwalt in einer der angesehensten Kanzleien Washingtons und führt ein Leben auf der Überholspur, d.h. ist beruflich erfolgreich und wohlhabend. Als er dann von einem Obdachlosen als Geisel genommen wird und bei der Geiselnahme dieser getötet wird gerät Michaels Lebens ins Wanken und er entdeckt, dass er die Hintergründe ermitteln möchte. Auf diesem Weg kommt es dazu, dass er seine Job aufgibt und als Anwalt für Arme ein neues Leben beginnen will. Sehr schnell gerät er dabei aber in Konflikt mit der Macht und dem Geld und die erfolgreiche Anwaltskanzlei gerät immer weiter ins Zwielicht.

    Routiniert mit den bekannten Stilmitteln und einer knappen Sprache schafft der Autor eine dichte Handlung. Diese ist aber für mich zu vorhersehbar und die Spannung bleibt dabei dann leider erheblich auf der Stecke. Ab der Mitte zog sich das Buch wie ein sprichwörtlicher Kaugummi in die Länge. Fazit für mich: Aus einem interessanten Thema nur mäßiger Erzähldurchschnitt gemacht. Für mich daher leider kein guter Krimi / Thriller und andere Bücher des Autors sind deutlich zu bevorzugen.

  11. Cover des Buches Mord am Waterberg (ISBN: 9783939990406)
    Almut Hielscher

    Mord am Waterberg

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Lese_gerne

    Katrin möchte nur ihre ermordete Schwester Anna aus Namibia zurückholen. Der Kurzaufenthalt nimmt eine unerwartete Wendung. Sie kann nicht glauben, dass der erst 17jährige Täter Anna ermordet haben soll. Katrin ermittelt eigenständig, als sie von der Polizei keine Hilfe erhält. Dabei stößt sie auf Misstrauen der Namibier, die immer noch unter den Folgen des Völkermordes an ihren Ahnen leiden. Katrin ist im Zwiespalt. Soll sie die gefährliche Spur weiterverfolgen oder soll sie lieber nachhause fliegen und alles ruhen lassen. Vieles deutet auf einen Rachemord hin, der mit der Kolonialherrschaft Anfang des 20.

    **********************************
     
    „Mord am Waterberg“ war für mich weniger ein Krimi. Das Buch ist natürlich spannend aufgebaut. Allerdings sehe ich das Buch eher als Familiendrama und geschichtliche Lehrstunde für die Schlacht am Waterberg, die 1904 unter General Lothar von Trotha gegen die namibische Bevölkerung geführt und so zum Völkermord wurde. Ab da ist auch klar, warum das Buch im Jahr 2004 handelt. Hier jährt sich dieses Massaker zum 100. Mal. Außerdem ist das Thema gerade auch sehr aktuell, da der deutsche Staat sich eigentlich bis zur Bundestagswahl bei den Hereros entschuldigen wollte. Das Buch hat mir gut gefallen. Ziemlich am Schluß ist mir ein Logikfehler mit einem Datum aufgefallen. Außerdem habe ich einige Rechtschreibfehler bemerkt und kann so sagen, dass das Buch schlecht lektoriert ist. Mir selbst hat es nichts ausgemacht, dass das Buch weniger ein Krimi ist, da ich an Geschichte immer interessiert bin und bis dahin von den Hereros fast nichts wusste. Aber wer jetzt einen typischen Krimi erwartet könnte enttäuscht sein. Da mir im Buch eben ein Logikfehler und die Rechtschreibfehler aufgefallen sind, das Genre nicht ganz Krimi entspricht gebe ich dem Buch eine Bewertung von *** Sterne.

  12. Cover des Buches Die Nadel (ISBN: 9783898970983)
    Ken Follett

    Die Nadel

     (592)
    Aktuelle Rezension von: BuecherwurmNZ

    Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. Zum einen natürlich aus der Sicht des Spions Henry Faber, bekannt als „Die Nadel“. Sehr schön erfährt man hier, wie das Leben eines Spiones ist. Henry Faber spielt immer eine Rolle, um nicht aufzufliegen. Dabei geht er sehr überlegt vor und ist sehr vorsichtig, weshalb er besser ist als andere deutsche Spione in England. Wird er entdeckt oder besteht auch nur der Verdacht, tötet er die betreffenden Personen.
    Zum anderen gibt es auch die Sicht der zwei Agenten Godliman und Bloggs, die deutsche Spione in England aufdecken wollen. Sie kommen auf Henrys Spur und versuchen ihn zu fassen, bevor er die wichtige Information über die Täuschung der Engländer an Hitler weitergeben kann.
     Zudem gibt es zu Beginn ein paar Kapitel aus Sicht einer Frau, Lucy, die aber erst später wieder eine Rolle spielen wird, und gegen Ende des Buches einige Kapitel, die Besprechungen Hitlers mit einigen Generälen erzählen, was für mich nicht hätte sein müssen. Ich fand es schwer, diese zu lesen.

    Zu diesem Buch kann man nicht viel sagen, nur, dass es wahnsinnig spannend ist. Und das durchgehend. Man taucht zunächst in Henrys Welt mit seinen aufgebauten Identitäten ein. Als er das Täuschungsmanöver der Briten entdeckt, beginnt seine gefährliche Reise nach Deutschland. Diese ist an sich schon sehr spannend und es wird noch nervenaufreibender, weil man die beiden englischen Agenten dabei begleitet, wie sie Faber fangen wollen und den Stand ihrer Ermittlungen und Vermutungen erfährt. Am Ende des Buches steigt die Spannung noch weiter an, als es zum großen Schowdown kommt.

    Fazit

    Ein unglaublich spannender Thriller über den Spion „Die Nadel“ zur Zeit des zweiten Weltkrieges. 

  13. Cover des Buches Höllenritt (ISBN: 9783548374055)
    Ulrich Detrois

    Höllenritt

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Uli ist Aussteiger bei den Hells Angels, dem größten und weltweit gefürchtesten Rockerclub der Welt. Er schildert, wie er auf die schiefe Bahn geraten ist, was für einen Spaß die Partys mit Suff, Koks und Stripperinnen gemacht haben und wie er innerhalb der Organisation kaltgestellt wurde. Inhaltlich ist das Ganze also ganz interessant, auch wenn man vieles schon aus diversen Büchern und Dokumentationen im Fernsehen kennt, aber sprachlich und von der Schreibe her ist das alles so schlecht gemacht, daß ich nicht mehr Punkte vergeben konnte.
  14. Cover des Buches Ich bin voller Hass - und das liebe ich (ISBN: 9783442473885)
    Joachim Gaertner

    Ich bin voller Hass - und das liebe ich

     (26)
    Aktuelle Rezension von: LeseBlick
    Inhaltsangabe
    Joachim Gaertner erzählt die innere Geschichte des Attentats an der Columbine Highschool anhand von Originaldokumenten, Tagebüchern, Interneteinträgen, Verhörprotokollen und Aussagen von Beteiligten. Die Dramaturgie seiner literarischen Montage öffnet den Blick für das Ungeheuerliche einer Tat, die von den Tätern bis ins kleinste Detail in der Fantasie, in literarischen Szenen, Tagebüchern, auf Internetseiten und in Videos ausgebildet wurde, bis sie schließlich katastrophale Realität wurde.

    Meine Meinung
    „Das letzte Schuljahr kommt auf die Klasse von 1999 zu. Wie die meisten meiner Mitschüler bin ich mir unsicher, was ich davon erwarten soll. Aber ich nehme an, dass ich mehr Spaß haben werde als in allen Schuljahren bisher.
    Auf jeden Fall mehr Freiheit.“
    (Dylan Klebold, 18.08.1998, Zitat S. 7)


    Mit diesen Worten startet dieser Tatsachenbericht.
    Selten rolle ich eine Rezension von hinten auf, hier soll dies aber der Fall sein.
    Im Nachwort stellt der Autor einen Vergleich der USA mit Deutschland an.
    Vergleichspunkt ist der Umgang mit Informationen nach solch einem Vorfall, wie zum Beispiel dem hier beschriebenen Amoklauf.
    In den USA ist es der Bevölkerung durch den Freedom of Information Act möglich, unheimlich viele Informationen zum Vorfall zu erhalten. Die Öffentlichkeit steht nicht im Dunkeln, wie es zum Beispiel in Deutschland der Fall ist.
    Solch ein Buch würde nach einem Vorfall in Deutschland meines Erachtens nicht zu Stande kommen.
    Diesen Punkt befürworte ich nicht aufgrund von Neugierde und Nervenkitzel, sondern es sollte ein Schutz darstellen. Vergleicht könnten angestellt werden und Schicksalsschläge eventuell vermieden werden.

    1999 war ich noch keine 10 Jahre alt und habe an den 20.04.1999 keine nennenswerten Erinnerungen. Für die Stadt Littleton im Bundesstaat Colorado bedeutet dieses Datum ein Schreckensszenario.
    Zwei Schüler der Columbine High School stürmen die Schule und töten Menschen.

    In dem dokumentarischen Roman „Ich bin voller Hass – und das liebe ich“ versucht der Autor uns das Innenleben der zwei Jungs, deren Umfeld und Situation genauer zu erklären. Kann man diese Tat nachvollziehen?
    Nein, dass denke ich nicht, aber dennoch fand ich die Tagebucheinträge und andere verwendete Tatsachenberichte sehr interessant, spannend und gleichzeitig verstörend.
    „Für die meisten Leute mag das irgendein Computerspiel sein, aber für mich ist es ein Ventil für meine Gedanken und Träume.“
    (Eric Harris über das Ego-Shoot-Spiel Doom, S. 24)


    Eric Harris, damals 18 Jahre alt und Dylan Klebold, damals 17 Jahre alt, bezeichneten sich als „Natural Born Killer – NBK“.
    Beim Lesen war ich förmlich entsetzt, in wie weit sich ihre spätere Tat schon angedeutet hat. Schularbeiten und auch Interneteinträge waren meiner Meinung nach angsteinflößend und hätten Lehrer und Mitleser der Internetseiten hellhörig werden lassen. Hier hoffe ich, dass dieser Vorfall ein Mahnmal war.

    Beide Jungen würde ich als Ausgegrenzte bezeichnen.
    Weder Eric, noch Dylan hatten eine Unzahl an Freunde. Sobald es jemanden gab, spielte beiden Jungs das Schicksal mies mit.

    „Es dauert nicht lange, einen Freund zu finden, aber es braucht nur drei Wörter, einen zu verlieren: >>Wir ziehen um.<<“
    (Eric Harris, S. 94)


    Jedoch fanden sie durch Computerspiele, durch Interesse an Filmen und Musik zu einander. Eine feste, innige Freundschaft konnte ich in diesem Roman nicht herauslesen, aber beide hatten die gleichen Wünsche, Ängste und Ziele.

    „Ich kann gar nicht warten, bis ich euch alle töten kann.“
    (Eric Harris auf seiner Website)

    „Behaltet das im Kopf, ich will die Welt verbrennen, ich will jeden töten bis auf ungefähr 5 Leute.“
    (Eric Harris, S. 129)


    Auch wenn dieses Buch viele Eindrücke liefert, fragt man sich beim Lesen immer wieder WARUM?
    Für mich verlaufen sich die Ursachen im Sand.
    Den Jungs aufgrund ihres natürlichen Wesens die Schuld zu geben, wäre zu einfach.
    Es ist dieses große Ganze.
    Aber jegliche fördernde Faktoren, welche zu dieser Tat führten, zu erläutern, würde diese Meinung zum Buch sprengen.

    Mein Fazit
    Ich bin froh, dieses Buch nun endlich gelesen zu haben.
    Einige Passagen werden mir in Erinnerung bleiben und ich bin interessiert weitere Literatur zu diesem Vorfall zu lesen.
    Jedem Jugendlichen auf dieser Welt, der von ähnlichen bösen Geistern begleitet wird, wünsche ich einen anderen, gewaltfreien Umgang mit Ängsten und Sehnsüchten zu finden.
    Für Interessierte ganz klare Leseempfehlung.
  15. Cover des Buches The Godfather (ISBN: 0451167716)
    Mario Puzo

    The Godfather

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Die Vorlage zu dem wundervollen Film mit Brando, Pacino usw. Der Aufstieg des Don wird erzählt, und wie er Audienz hält, indem er sich die Sorgen seiner Bittsteller anhört und mal gütig, mal kalt reagiert, wie er seine Nachfolge zu regeln gedenkt, sich mit seinem Consigliori berät und auch äußert widerspenstige Naturen wie den Filmproduzenten Jack Woltz zu überzeugen vermag ("Ich hab ihm ein Angebot gemacht, das er nicht ablehnen konnte.") Nur die Beschreibung von Sonnys "derbem Puttengesicht" wirkt albern.
  16. Cover des Buches Jesus Von Texas (ISBN: B000IG8G89)
    DBC Pierre

    Jesus Von Texas

     (114)
    Aktuelle Rezension von: nannis_buecherwelt

    Inhalt:

    Jesus Navarro erschießt seine Klassenkameraden und anschließend sich selbst. Der 15 jährige Vernon Gregory Little wird der Beihilfe beschuldigt und festgenommen, da er zur Tatzeit als Einziger der Schüler nicht anwesend war. Es gibt keinerlei Beweise die seine Schuld bezeugen und die Stadt sucht offensichtlich einen Sündenbock. Vernon sieht nur einen Ausweg, er setzt sich nach Mexico ab. Dort wird er durch einen Hinterhalt überführt. Es kommt zur Verurteilung und bis zum Schluss behält er die Hoffnung dass die Wahrheit doch noch ans Licht kommt. Nur noch ein Wunder kann seine Unschuld bezeugen.

     

     

    Meinung:

    Zuerst wollte ich das Buch nicht lesen, da es absolut nicht mein Genre ist und auch der Klappentext und das Cover haben mich nicht angesprochen. Aufgrund einer Empfehlung  habe ich es dann doch gelesen. Von Beginn an war ich gefesselt. Es war spannend, humorvoll und traurig zugleich. Der Teenager Vernon behält bis zum Schluss die Hoffnung, dass sich doch alles zum Guten wendet, für sein Alter einfach unglaublich, was er alles bewältigen muss. Der Schreibstil hat mir auch sehr gefallen. Trotz des ernsten Themas wurde es humorvoll aus der Sicht von Vernon geschrieben. Am Ende hatte ich eine Gänsehaut und auch Tränen in den Augen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Ein Buch das unter die Haut geht.

  17. Cover des Buches Gangland (ISBN: 9783426513972)
    Howard Linskey

    Gangland

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Was ist so bescheuert an "SitOnMyFacebook"? Peter Dean war ein Genie. Und ich will nicht wissen, was Joe Kinane mit den Newcastle-United-Spielern anstellt, nachdem sie aus der Premer League abgestiegen sind. Aber dazu vielleicht in einem späteren Buch....David Blake ist der Gangsterboss, der alles in Newcastle kontrolliert und sich vor aufmüpfigen Untergangsterbossen schützen muß, die ihm seinen Thron streitig machen wollen. Am Bedrohlichsten für ihn ist aber vielleicht der Umstand, daß seine Lebensgefährtin nicht weiß, daß er ihren Vatter umbringen mußte. Der Mittelteil einer Romanserie, der aber auch Spaß macht, wenn man die anderen Teile nicht kennt. Eine echte Entdeckung, ich hoffe von Lisnkey noch viel zu hören!
  18. Cover des Buches #NEVER AGAIN (ISBN: 9783442717965)
    David Hogg

    #NEVER AGAIN

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Rose75
    David Hogg ( geboren 2000)  wurde in Amerika bekannt, als er sich nach einem Amoklauf an seiner Schule an die Öffentlichkeit gewandt hat. In diesem Buch erzählt er viel über sich persönlich und lässt auch zwischendurch seine Schwester Lauren zu Wort kommen.
    Lauren hat 4 Freundinnen durch diese Tragödie verloren. 
    Das Buch mit seinen knapp 160 Seiten lässt sich gut und flüssig lesen. Es thematisiert neben den ganzen privaten Einblicken v.a. die Übermacht der Waffenlobby. Hier namentlich die NRA,  Die Jugendlichen sind sich sicher, dass die amerikanischen Gründerväter nicht tatenlos zusehen würden, wie die eigenen Kinder in ständiger Angst vor Amokläufern leben müssen.

    Durch den Hashtag #neveragain  wollen die Aktivisten zur Diskussion aufrufen und sie scheuen sich auch nicht hohen Politikern per Twitter die Meinung zu sagen. 

    Im letzten Kapitel führen sie eine Reihe von Kindern, Jugendlichen und Lehrern auf, die durch Schießereien an Schulen zu Tode gekommen sind.  

    Das Buch hat mich sehr nachdenklich gemacht und ich wünsche den jungen Leuten weiterhin viel Kraft und Energie für ihre Aktivitäten. 
  19. Cover des Buches Bat Man 3. Superband: Batman unter Mordverdacht (1976) (ISBN: B002U72NUQ)
    Batman

    Bat Man 3. Superband: Batman unter Mordverdacht (1976)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Batmans Existenz steht auf dem Spiel, denn er soll Talia, seine Exgeliebte und Tochter von Ra`s al Ghul, in den Rücken geschossen haben, von jeder Menge Fernsehkameras festgehalten. Commissioner Gordon ordnet die Abschaltung des Bat-Signals an, und nur die engsten Vertrauten wie Alfred oder Tarzino glauben noch an den großmütigen Verbrecherjäger. Angeblich der "allerschwerste" Fall Batmans, denn als Batman ins Gothams Zuchthaus einbricht und dort Ra`s al Ghul zu Rede stellt, erschießt sich dieser selbst und lastet Batman auch diese Tat ein. Mächtig spannend allemal, und auch nach so langer Zeit nach Erscheinen immer noch sehr unterhaltsam.
  20. Cover des Buches Killshot (ISBN: 9780062121592)
    Elmore Leonard

    Killshot

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Mehr durch Zufall als gewollt tun sich die beiden Killer Blackbird und Richie Nix zusammen, um gemeinsam Verbrechen zu begehen, beide total unterschiedliche Charaktere, und als Erstes soll ein Immobilienmakler erpreßt werden, dem angedroht wird, dessen leerstehende Häuser zu verwüsten. Bei dem Versuch, das erpreßte Geld abzuholen, werden die beiden Gangster von Carmen und ihrem Mann gesehen, fortan versuchen beide, diese Augenzeugen zu beseitigen...Aus der Persönlichkeit der beiden Gangster zieht der Krimi den Großteil seiner Spannung, andere Sachen wie Waynes Arbeitsalltag als Stahlbauarbeiter oder der aufdringliche Ferris Britton langweilen nur.
  21. Cover des Buches Des Teufels Alternative (ISBN: 9783492302159)
    Frederick Forsyth

    Des Teufels Alternative

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Mal wieder allergehobenste Thrillerkunst vom Altmeister: Die ganze Welt schliddert in einen Riesenschlamassel hinein, wobei alles damit beginnt, daß 1982 die Saat auf den sowjetischen Getreidefeldern verdorrt und dem Millionenreich eine Hungersnot so schlimm wie unter Stalin droht. Die Falken im Kreml sehen ihr Heil nur im Krieg gegen den Westen, um den Marxismus-Leninismus nicht zu gefährden und sich im Westen zu holen, was man braucht. Währenddessen tötet ein ukrainisches Killerkommando den (vermutlich schwulen) KGB-Chef, und diese Information darf niemals in den Westen gelangen, um nicht zu zeigen, auf welch tönernen Beinen die UdSSR steht. Alles wie immer top recherchiert, man meint den Kreml und das Weiße Haus von ihrem Aufbau her direkt vor sich zu sehen, und spannend ist es bis zur letzte Seite mit der Auflösung in einem Knall.. Die schier endlose Geiselnahme scheint sich so elend lange hinzuziehen, als sei man als Leser quasi live dabei.

  22. Cover des Buches Die Abenteuer des Sherlock Holmes I (ISBN: B003LQDGIS)
    Arthur Conan Doyle

    Die Abenteuer des Sherlock Holmes I

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Klassische Sherlock-Holmes-Geschichten, die die Grundlage für die 80er-Jahre-Serie mit Jeremy Brett in der Hauptrolle bildeten (den viele für den besten Holmes-Darsteller ever ever ever halten), bekannte Fälle wie "Das gefleckte Band" und "Die tanzenden Männchen", alles versehen mit Fotos aus der Serie, die auch heute noch gut zu schauen ist. Einfach der beste Detektiv, find ich genauso spannend wie vor 25 Jahren.
  23. Cover des Buches Augustus (ISBN: 9783406656248)
    Werner Dahlheim

    Augustus

     (6)
    Aktuelle Rezension von: michael_lehmann-pape
    Machtbewusst und Frieden schaffend Wohl kaum eine andere Figur der Weltgeschichte hat in seiner Person einen solchen, zumindest nach außen, massiven Wandel erlebt wie Gaius Julius Octavian, Adoptivsohn von Julius Caesar, Mitverschwörer gegen ihn und später der „Augustus“, Kaiser von Rom, unter dessen Ägide eine der längsten und fruchtbarsten Friedenszeiten des römischen Reiches fiel (und die größte Ausdehnung des römischen Reiches zudem). Einer, der vor seiner Thronbesteigung aufs äußerste machtbewusst ohne Rücksicht auf Verluste erst den eigenen Adoptivvater mit verriet, danach Marcus Antonius mit seiner Kleopatra in die Knie zwang und der nach seiner Thronbesteigung letztendlich die Herzen der Römer und der zivilisierten Welt in den Bann schlug. In jungen Jahren gehasst und gefürchtet, nach seinem Tod ehrlich und in der Tiefe betrauert. Eine Veränderung der Persönlichkeit, die auch in der gut lesbar geschriebenen und sorgfältigen Biographie des Althistorikers Werner Dahlheim natürlich ihren Platz findet. In zeitlicher Abfolge beginnt Dahlheim seine Betrachtungen aber zunächst mit der politischen und öffentlichen Situation am Ende des Wirkens Caesars, eine Zeit der Republik, die Augustus wenig geprägt hat. Führt dann über den Verrat, den Bürgerkrieg der Erben und den darin enthaltenen Hochverrat des späteren Augustus hinein in die, noch heute schillernd nachhallende, Zeit der Verwicklungen um Marcus Antonius, Kleopatra und Octatvian hinein. Erst nach dieser ausführlichen und in nicht ausufernden Kapiteln kundig beschriebenen Grundlagen der Machtergreifung Octavians und seiner persönlichen Entwicklungen bis zu diesem Zeitpunkt hin, setzt Dahlheim in einem zweiten Hauptteil nun mit umfassenden Blick die äußere und innere Entwicklung der Herrschaft des Augustus in das Zentrum seiner Betrachtungen. Eine Zeit, in der eine immense Ausdehnung des Reiches stattfand, eine Zeit, in der Jesus Christus geboren und hingerichtet wurde und, im Nachgang dieses Ereignisses, neue Kräfte in Form der jungen Christenheit ihre Wirkung auch in Rom selbst begannen. Eine Zeit vor allem aber des inneren Friedens und des äußeren Wohlstandes, übrigens nicht nur für Rom selbst, sondern durch die Eingliederung vieler Regionen in das römische Reich und die damit einhergehende innere Ordnung dieser Regionen auch eine Zeit des relativen Wohlstandes für viele Völker, wie Dahlheim überzeugend darlegt. Teils überraschende und andere Blickwinkel setzt Dahlheim im Laufe seiner Betrachtungen in den Raum, Blickwinkel, die einerseits die vermeintliche innere Wandlung des Augustus kritisch betrachten und mancher Nachfrage aussetzen, Blickwinkel aber auch, die eine ganze Reihe von Vorurteilen gegen vermeintlich grausam herrschende und ausschließlich unterjochende Römer ebenso differenziert aufzulösen verstehen. Die fast theologische Ebene der Herrschaft des Augustus nimmt Werner Dahlheim in den abschließenden Kapiteln seines Buches ebenfalls auf und führt diese einer Bewertung zu. Das Selbstverständnis des Augustus, seine Herrschaft als Heilsgeschichte für Rom und die Welt zu deuten und die Rezeption dieses Verständnisses in der christlichen Geschichtsdeutung. In dieser nämlich erhält auch der Kaiser, unter dessen Ägide die Heilsgeschichte Gottes ihren Anfang nahm, eine positive Würdigung und nimmt Anteil am Licht Gottes in jener Zeit. Werner Dahlheim schreibt kundig, nimmt durchaus Wertungen vor, verbleibt somit nicht im rein beschreibenden Duktus. Vermittels seiner lebendigen und bildhaften Sprache liest sich die Biographie stellenweise wie ein Roman und führt zu einem anregenden und fundierten Lesegenuss. Die teilweise eingestreuten und bis dato eher unbekannten Illustrationen ergänzen den Text in bester Art und Weise. Alles in allem eine hervorragend geschriebene, umfassende und tief greifende Biographie über diese „Wendegestalt“ der Geschichte.
  24. Cover des Buches 1938-1945: Krieg und Untergang, Feldherr und Diktator (ISBN: 9783404610648)
    John Toland

    1938-1945: Krieg und Untergang, Feldherr und Diktator

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Interessanter könnte eine Biographie wohl kaum geschrieben sein. John Toland versteht es, das Leben Adolf Hitlers mit großer Objektivität darzustellen. Angefangen mit seiner unehelichen Geburt und seiner Kindheit in Österreich erklärt Toland, wie sich in den Schützengräben des 1. Weltkrieges Hitlers Größenwahn und Rassenhass entwickelte, der zum Tod von Millionen Menschen führen sollte, wie er im von der Weltwirtschaftskrise heimgesuchten Deutschland der zwanziger und dreissiger Jahre die Macht ergriff und die Welt in den bisher furchtbarsten aller Kriege zwang. Bereichert wird das Werk auch und vor allem durch viele Berichte und Fotos aus Hitler's Privatleben und den Berichten seiner Vertrauten und Untergebenen über die Umstände seines Selbstmordes.

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