Bücher mit dem Tag "wahre geschichte"
94 Bücher
- Jojo Moyes
Über uns der Himmel, unter uns das Meer
(693)Aktuelle Rezension von: luckytimmiWir lernen hier 4 Frauen - Frances, Margarete, Avice und Jean, die sich die 6 Wochen eine Kabine teilen mussten - kennen, die 1946 mit gut 600 anderen Frauen per Schiff von Australien nach England gebracht werden, alles Bräute, die zu ihren Ehemännern zurückwollen. Jede der 4 hat so ihre Geheimnisse oder Problemchen, und obwohl alle verschieden sind, kommen die fremden Frauen einigermaßen klar miteinander…
Ich mag den Schreibstil von Jojo Moyes total, aber zwischendurch hatte die Geschichte für mich einige Längen. Gegen Ende nimmt die Geschichte an Fahrt und Spannung auf. Deshalb “nur“ 4 Sterne.
- James Bowen
Bob, der Streuner
(984)Aktuelle Rezension von: BlintschikDas Buch ist locker und leicht geschrieben und man kann es einfach so entspannt runterlesen. Die Geschichte ist nicht poetisch oder sonst wie tiefgründig erzählt, aber durch die Einfachheit und Ehrlichkeit des Autors, lernt man ihn und seinen Kater einfach richtig gut kennen und man kann einfach nicht anders als die beiden zu mögen. Die Geschichte ist außerdem sehr berührend und ich finde es unglaublich toll wie sich die Freundschaft der beiden vertieft und entwickelt. Dazu gibt es Momente, bei denen man richtig mitfiebern muss. Das Buch ist wirklich herzerwärmden und macht Hoffnung und gute Laune. Ich lese es immer wieder gerne und es wird nie langweilig. Perfekt wenn man abends abschalten möchte und eine einfache und positive Geschichte sucht.
- Jessica Koch
Dem Horizont so nah
(777)Aktuelle Rezension von: AukjeDurch Zufall lernt Jessica auf einem Jahrmarkt den deutsch-amerikaner Danny kennen. Sie ist ziemlich schnell von ihm fasziniert aber er hält sie zunächst auf Abstand. Doch nach und nach werden die beiden ein Paar. Allerdings gibt es während ihrer Beziehung immer mal wieder Momente an denen Jessica an ihm zweifelt, da er ihr körperlich einfach nicht näher kommen möchte. Jessica gelingt es aber nach und nach zu ihm durch zu dringen und erfährt sein Geheimnis. Mit etwa elf Jahren begann sein Vater ihn sexuell zu missbrauchen und hat ihn auch während dessen mit dem HIV-Virus angesteckt. Doch zunächst verheimlicht er ihr das, bis es dann irgendwann auffliegt und er sich seiner Diagnose ihr gegenüber stellen muss. Nach einem anfänglichen Schock bleibt sie aber bei ihm, und möchte sich auch auf eine körperliche Beziehung mit ihm einlassen, die er zubeginn strikt ablehnt. Doch die beiden bleiben dennoch ein starkes Team und lassen sich immer mehr aufeinander ein, auch wenn es Danny körperlich zunächst schwer fällt auf Grund des Missbrauches. Jessica lernt auch Danny's Mitbewohnerin Tina kennen, für die Danny eine sehr wichtige Bezugsperson ist, da sie auch von ihrem Vater sexuell Missbraucht wurde und sich für Drogen prostituiert hat. Auch wenn ihre Beziehung sehr innig und intensiv ist, ist sie rein platonisch und die drei werden so etwas wie eine Familie. Eines Tages erhält Tina die Nachricht das ihr Vater aus dem Gefängnis entlassen wird und sie bekommt einen Rückfall und verstirbt an einer Überdosis. Ihr Tod versetzt beide erst einmal in einen Schockzustand, doch bei Danny beginnen, vermutlich hervorgerufen durch Tina's Tod, sich die ersten körperlichen Zeichen des HIV-Virus zu zeigen. Er beginnt nach und nach immer mehr abzubauen und nimmt Jessica das Versprechen ab, zu akzeptieren das er selber entscheiden möchte wann er stirbt. Als die Symptome immer schlimmer werden verschwindet Danny plötzlich und hinterlässt Jessica einen Abschiedsbrief und sie erfährt etwas später das er sich in den USA selber umgebracht hat.
Als ich begonnen habe das Buch zu lesen, war ich mir zunächst nicht im klaren das das Buch autobiografisch ist, was die die Story noch dramatischer macht. Zum Ende hin des Buches wurde die Story so traurig und tragisch, das mir die Tränen kamen.
- Ferdinand von Schirach
Verbrechen
(779)Aktuelle Rezension von: Glenn_HarrowSchirach braucht keine Spannung im herkömmlichen Sinne. Er braucht nur einen Fall und die Stille danach. „Verbrechen" ist kein Thriller – es ist ein Buch über die erschreckende Normalität des Außergewöhnlichen. Jede Geschichte endet dort, wo die meisten Autoren erst anfangen würden. Das ist seine Stärke.
- Daniel Defoe
Robinson Crusoe
(607)Aktuelle Rezension von: WohlsortierteBuchstabenOkay... wo fange ich an?
Ich ging komplett ohne Erwartungen in dieses Buch. Und ich wurde sowas von überrascht! Die Gesichte, der Schreibstil, die Figuren, die Spannung, alles hat zusammengepasst 😊
Handlung 🛠: Ich hatte davor noch nie eine Robinsonade gelesen, aber es gefiel mir wirklich gut. Die Idee, dass eine Person für über 20 Jahre auf sich und die Natur angewiesen ist, hat mir gut gefallen. Es ging mal nicht um Reichtum, Beziehungen oder materiellen Wert. Es ging ums Überleben und das Erschaffen einer eigenen Welt. Wie Robinson Crusoe sich das alles selber aufgebaut hat wurde ausgiebig beschrieben, und ich meine 'ausgiebig' durchaus positiv ✨️ Auch die Entwicklugen mit Freitag waren schön zu lesen. Es wurden die erste Hälfte des Buches Bauarbeiten, Ideen, Erfolge und Erfahrungen von Robinson Crusoe beschrieben, bis dann ab der 2. Hälfte Freitag und andere Personen dazukommen 😊
Charaktere 👣: Natürlich geht es vorrangig um Robinson Crusoe, der mir aber ziemlich sympathisch war, auch wenn einige Handlungen oder Aussagen vielleicht nicht mehr so aktuell waren... Freitag hat nochmal etwas Schwung in die Geschichte gebracht. Emotionale Tiefe oder ein Eintauchen in den Charakter darf man meiner Meinung nicht erwarten, aber da ich ja nix erwartet habe, wurde ich auch nicht enttäuscht 🙃
Schauplätze 🏝: Es ging vorrangig um die Insel, da Robinson Crusoe dort ja mehr als 20 Jahre verbrachte. Die Insel wurde sehr schön beschrieben, genauso wie all das, was sich Robinson Crusoe über die Jahre aufbaute 😊
Schwachstellen❓️: Für mich gab es kaum Schwachstellen, deswegen hat das Buch auch 5 Sterne von mir bekommen. Das Einzige wäre, dass es alles sehr schnell ging. In einem Satz wurden mal eben 4 Monate beschrieben und mir nichts dir nichts vergingen 2 Jahre. Aber um 20+ Jahre in einem Buch zu beschreiben muss das wohl so sein...
Zusammenfassung ✒️: Ein sehr empfehlenswertes Buch, von dem man aber vielleicht nicht allzu zu viel erwarten sollte 😊
- Lisa Taddeo
Three Women – Drei Frauen
(146)Aktuelle Rezension von: Beasonders… sogar ziemlich schlimm. Ich hatte damit gerechnet, dass das Buch sicher keine angenehme Geschichte sein wird, aber am Ende kann man es wirklich nur so zusammenfassen: schlimm.
Sprachlich fand ich es ab und an etwas holprig, was den Lesefluss minimal gestört hat. Oft konnte ich aber auch aufgrund der Geschichte nur ein Kapitel lesen und musste es dann erst einmal beiseite legen.
Dennoch könnte man sich fragen, ob das eine Pflichtlektüre sein sollte.
- Delphine de Vigan
Nach einer wahren Geschichte
(162)Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland[𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]
𝔹𝕦𝕔𝕙𝕔𝕝𝕦𝕓𝕓𝕦𝕔𝕙 im #Buchclub_Buchgefluester
𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Nach einer wahren Geschichte
𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Delphine de Vigan
𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Dumont (TB) / Random House Audio (HB)
𝔾𝕖𝕤𝕡𝕣𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟: Martina Gedeck
𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟/𝔾𝕖𝕙𝕠𝕖𝕣𝕥 𝕒𝕦𝕗: Deutsch
𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Doris Heinemann (aus dem Französischen)
𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Mögt ihr lieber Fiktion oder Bücher nach einer wahren Begebenheit?
𝔻𝕣𝕖𝕚 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
Spannend - Verwirrend - Gut
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
Auf einer Party trifft Delphine auf L.
Aus gelegentlichen Treffen, wird nach und nach eine Freundschaft. Langsam nimmt L. immer mehr Raum in Delphines Leben ein. Doch was als Freundschaft beginnt nimmt bald einen Verlauf, den Delphine nicht vorausgeahnt hat.
𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
Ich wusste nicht, was mich hier erwartet und wurde positiv überrascht.
Das Buch ist spannend, auch wenn es zwischendurch ein paar verwirrende oder überflüssige Stellen gibt. 👀
Vor allem beeindruckt hat mich die Darstellung von toxischen Charakteren und Freundschaften. 🤔
Es gibt richtig viel zu interpretieren und im Laufe der Geschichte es wird immer mehr dem Leser überlassen, die Ereignisse zu interpretieren.
Das Buch hat mich auf jeden Fall gut unterhalten und war eine schöne Abwechslung.
In das Hörbuch habe ich auch rein gehört. Die Sprecherin macht einen guten Job, auch wenn ich das Hörbuch auf jeden Fall schneller stellen musste. 🤭
𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘?
Ja, hier kann ich eine Empfehlung aussprechen. Aber nicht für Leute, die am Ende keine offenen Fragen wollen. 😂
𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️ - Marco Balzano
Ich bleibe hier
(283)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannEs gibt Regionen in Europa, die haben eine besonders dramatische, eine besonders leidvolle Geschichte. Süd-Tirol oder Alto Adige Sudtirolo (ital.) gehört sicher dazu. Die alternative Namensgebung verweist schon auf das politische, teils kriegerische Hin und Her in dieser inzwischen (1972) autonomen Provinz Italiens. Und zwischen den Mühlsteinen widerstreitender „Interessen“ reibt sich die Bevölkerung auf. Und nicht nur einmal stellt sich ihnen die Frage: Bleiben oder Fortgehen, Verharren oder Neuanfang?
„Bis zum Marsch auf Bozen [1922] verlief das Leben in den Grenztälern im Rhythmus des Jahreszeiten. Es schien, als käme die Geschichte nicht bis hier herauf.“ Doch dann sind es gleich zwei Großereignisse, die die Bevölkerung in der Nordostecke Südtirols nachhaltig beeinflussen: der Zweite Weltkrieg (den Faschisten Mussolinis trotzen oder dem „Gröfaz“ hinterherlaufen?) sowie ein gewaltiges Staudammprojekt (mit Umsiedlungen). In einer anrührenden Geschichte werden die daraus entstehenden Konflikte im Großen wie die persönlichen Kämpfe innerhalb einer Familie geschildert. Und über dieser ohnehin am Existenzminimum lebenden Familie schwebt, meist unausgesprochen, die Sehnsucht nach der in jungen Jahren fortgegangenen der Tochter (erzwungen oder freiwillig?).
Diese Sehnsucht bildet sich auch in der Erzählweise (Ich-Erzählerin) der Geschichte ab, die auch als eine Art Berichterstattung der Mutter an die Tochter gelesen werden kann – inklusive der immer wieder anbrandenden Gefühle: „Die wenigen Fotos, die ich noch [von dir] habe, hole ich nur selten hervor, mit der Zeit ist man nah am Wasser gebaut. Und ich hasse es zu weinen […], weil es mich nicht tröstet.“
In diesem Roman wird nicht nur eine bewegende Geschichte erzählt, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte sichtbar gemacht – sowie eine, trotz aller Unbilden des Lebens, aufmunternde Lebenshaltung der Erzählerin: „Die einzige Möglichkeit weiterzuleben ist vielleicht, sich zu verändern und nicht zu erstarren.“
(9.4.2022)
- Laura Schroff
Immer montags beste Freunde
(123)Aktuelle Rezension von: Leseratte_09In „immer wieder montags beste Freunde“ berichtet Laura Schroff von ihrer außergewöhnlichen Freundschaft mit Maurice, einem Jungen aus ärmlichen Verhältnissen.
Die zufällige Begegnung der erwachsenen, erfolgreichen Laura mit dem Straßenkind Maurice führt zu einem Aufeinandertreffen sehr unterschiedlicher Welten und durch ihr Engagement gibt Laura Maurice die Chance auf ein Leben, welches er wohl ohne diese Begegnung nicht hätte erreichen können.
Im Grunde ist es eine wunderbare Geschichte, die dazu aufruft, immer mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und hinter die Fassaden von Menschen zu blicken. Nur, weil Maurice aus ärmlichen Verhältnissen kommt, sollte dies nicht zu Rückschlüssen auf seine emotionale und auch geistige Intelligenz führen. Gerade die Person des kleinen Jungen im Buch hat mich beeindruckt. Laura Schroff dagegen weniger. Sie bricht in das Leben des Jungen ein, scheint zunächst Verantwortung zu übernehmen und lässt ihn dann doch, als sie ihren Mann Michael kennenlernt, im Stich. Auch finde ich es wenig erwachsen, wie sie sich Michael unterordnet und nicht bereit ist, für ihre Verantwortung für Maurice einzutreten. Vielmehr ist das Buch eine für mich viel zu intensive Selbstdarstellung der Person Laura und ihres „Gutmenschseins“.
Es ist kein Buch, welches ich empfehlen kann, auch wenn es die Aufforderung enthält, den Blick für andere Menschen nicht zu verlieren. Und nur wegen dieses Denkanstoßes gibt es gut gemeinte 2 Sterne
- Emma Stonex
Die Leuchtturmwärter
(192)Aktuelle Rezension von: BarbaraMDie Ausgangsidee von „Die Leuchtturmwärter“ hat mich sofort neugierig gemacht. Ende 1972 verschwinden drei Leuchtturmwärter spurlos von einem abgelegenen Leuchtturm vor der Küste Cornwalls. Die Tür ist von innen verschlossen, die Uhren sind zur gleichen Zeit stehen geblieben und im Logbuch wird von einem Sturm berichtet, den es eigentlich gar nicht gegeben hat. Zwanzig Jahre später versucht ein Schriftsteller herauszufinden, was damals wirklich passiert ist, und spricht dafür mit den Frauen, die die drei Männer zurückgelassen haben.
Eigentlich bringt diese Geschichte alles mit, was mich an einem Buch fesseln könnte. Die einsame Lage mitten im Meer, das rätselhafte Verschwinden und die Frage, was auf dem Leuchtturm tatsächlich geschehen ist, fand ich richtig spannend. Leider konnte mich das Buch trotzdem nicht so richtig catchen. Durch die vielen Wechsel zwischen den Personen und Zeitebenen fiel es mir gerade am Anfang schwer, eine Verbindung zu den einzelnen Charakteren aufzubauen. Auch die Spannung, die ich mir aufgrund der Ausgangsgeschichte erhofft hatte, wollte sich bei mir lange Zeit nicht wirklich einstellen.
Was mir dagegen gut gefallen hat, ist die besondere Atmosphäre. Die Einsamkeit auf dem Leuchtturm, das Meer und die Enge des Zusammenlebens kann man sich beim Lesen sehr gut vorstellen. Auch die Geschichten der zurückgebliebenen Frauen und die Frage, wie unterschiedlich Menschen mit Verlust, Trauer und ungeklärten Fragen umgehen, fand ich interessant. Trotzdem zog sich die Geschichte für mich an einigen Stellen und ich hätte mir gewünscht, dass mich das Geheimnis um die drei verschwundenen Männer stärker in seinen Bann zieht.
„Die Leuchtturmwärter“ ist sicherlich kein schlechtes Buch und die Grundidee finde ich nach wie vor richtig spannend. Für mich persönlich konnte die Geschichte ihr Potenzial aber nicht ganz ausschöpfen und hat mich leider weniger gepackt, als ich es mir zu Beginn erhofft hatte.
- Markus Weber
Ein Coffee to go in Togo
(35)Aktuelle Rezension von: sabatayn76‚Ich zweifelte an meinem Verstand! Togo, Afrika. Mit dem Fahrrad! Aber inzwischen war es zu spät. Es gab kein Zurück.‘ (Seite 19)
Markus Maria Weber sitzt im November 2011 auf dem Weg zur Arbeit im ICE, beobachtet kaffeetrinkende Mitreisende und denkt über Kaffee, to go und Togo nach. Und da beschließt er, dass er aus dem Hamsterrad aussteigen will, dass er mit dem Fahrrad nach Togo fahren möchte. Er spricht mit seinem Chef, nimmt sich ein Jahr Auszeit, und dann geht es los.
Weber startet in Deutschland, fährt über die Slowakei, Ungarn, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, die Republik Moldau und die Ukraine in die Türkei, durch Griechenland, Vatikanstadt, Italien und Spanien. Auf dem afrikanischen Kontinent radelt er von Marokko nach Westsahara, Mauretanien, Senegal, Gambia, Guinea-Bissau, Guinea, Sierra Leone, Liberia, die Elfenbeinküste und Ghana bis nach Togo.
Schon der erste Blick ins Inhaltsverzeichnis macht deutlich, dass man es hier mit einem ganz besonderen Abenteuer zu tun hat, dass man Weber bei einer unglaublichen Reise begleiten darf. Das hat mir sehr viel Lust aufs Buch gemacht, und Webers Reise ist nicht nur ein echtes Abenteuer, sondern sein Buch ist zudem richtig toll geschrieben und der Autor extrem sympathisch.
Die besuchten Länder sind - vor allem in Afrika, aber auch teilweise in Europa - bisweilen ungewöhnlich und eher weniger bekannt, so dass ich hier sehr gerne mitgereist bin, viel Neues erfahren habe, Land und Leute kennenlernen durfte.
Weber hat seine Reise vor 13 Jahren unternommen, und die Welt hat sich seither recht stark verändert: die Corona-Pandemie, die immer extremeren Auswirkungen des Klimawandels, der Krieg in der Ukraine, der immer ausgeprägtere Rechtsruck in unzähligen Ländern. Die Reise in die Vergangenheit empfand ich aber nicht als störend, sondern als spannend.
Das Buch enthält ein paar Fotos, meist in s/w. Ich persönlich hätte mich sehr über mehr Fotos, vor allem in Farbe, gefreut, um diese ungewöhnliche Reise noch lebendiger erleben und noch besser begleiten zu können. Aber das ist nur eine kleine Anmerkung, auch ohne diese Fotos ist das Buch eines meiner Lieblingsbücher 2024.
- Toni Morrison
Beloved: A Novel (Vintage Classics)
(42)Aktuelle Rezension von: Linda-OddGerade bei einem Klassiker wie Beloved finde ich es schwer eine Rezension zu verfassen. Besonders als weiße Person.
Ich habe es über einen Zeitraum von 3 Monaten gelesen, was hauptsächlich an den unterschiedlichen Stilen innerhalb des Buches lag. Manche Stile haben mich so sehr aus dem Lesefluss gerissen, dass ich am Ende kaum noch die Charaktere zuordnen konnte.
Die Beschreibung "magical realism" trifft hier ganz gut zu. Allerdings fand ich das Ende nicht eindeutig genug.
- Ulla Fröhling
Vater unser in der Hölle
(160)Aktuelle Rezension von: HelloitskathiVater unser in der Hölle ist eine erschütternde, wahre Lebensgeschichte: Angela Lenz, gefangen im Grauen ritueller Gewalt, überlebt durch Zerbrechen in multiple Persönlichkeiten. Ulla Fröhling begleitet sie 20 Jahre therapeutisch. Ich habe das Buch gelesen und fand es kraftvoll aber brutal explizit. Für mich, heute als Mutter, ist es emotional nicht mehr lesbar. Der Schmerz der Betroffenen dringt so tief, dass man kaum Luft holen kann. Ich gebe 5 Sterne für den Mut, darüber zu schreiben. Aber gleichzeitig ist es ein Buch, das man nicht „mögen“, sondern nur bewundern kann.
- Norbert Scheuer
Winterbienen
(102)Aktuelle Rezension von: EmmelineNicht nur für Bienenfans ein sehr beeindruckendes Buch. Nie hätte ich gedacht, dass Bienenstöcke seinerzeit zur Flucht benutzt wurden. Ein Stück deutscher Geschichte, die bisher gänzlich unbekannt war.
Gut zu dem Thema passt die Tagebuchform, in der das Buch geschrieben ist, Durch den eher nüchternen Stil des Autors lässt es sich recht schnell und flüssig lesen.
Auf jeden Fall absolut lesenswert.
- Jana Crämer
Jana, 39, ungeküsst
(112)Aktuelle Rezension von: shinyJulieJana ist mittlerweile 39 Jahre alt und hat noch nie einen Mann geküsst. In ihrer Biographie nimmt sie uns mit auf eine Reise durch verschiedene Stationen in ihrem Leben.
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Ich kenne Jana schon durch ihren Internetauftritt und auch wenn mich Biographien im Normalfall nicht so sehr interessieren, habe ich trotzdem zugeschlagen. Jana wirkt genauso sympathisch wie online und sie schreibt total angenehm. Ein wenig familiär, ein wenig umgangssprachlich, man fühlt sich auf jeden Fall direkt angesprochen. Man bekommt wirklich interessante Einblicke in ihr Leben, die total zum Nachdenken anregen und unglaublich bewegend sind. Durch Janas ehrliche Worte werden die Folgen von Mobbing, Bodyshaming und Essstörungen deutlich aufgezeigt. Das macht das Buch aber nicht traurig, sondern es schwingt überall eine große Portion Hoffnung mit. Es hat großen Spaß gemacht, einen so intensiven Einblick in Janas Leben zu bekommen. - Helene Hanff
84, Charing Cross Road
(322)Aktuelle Rezension von: MscheLeider ist es etwas dünn geraten, denn die Briefe von Fräulein Hanff sind wirklich sehr witzig. Ihr Lesegeschmack wäre zwar nicht meiner aber ihre Meinung dazu ist absolut köstlich. Ich hätte da locker das dreifache von Lesen können. Das ist jetzt sicher schon der dritte Briefroman der mir gefällt. Vielleicht sollte ich mich doch mal an 'Deine Juliet' wagen. Es ist auf jeden Fall schön, dass es dieses Buch noch gibt. Leider gibt es die Buchhandlung schon lange nicht mehr. Das wäre eine Pilgerreise wert.....
- Florian Schwiecker
Der dreizehnte Mann
(197)Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregalDer Schreibstil ist wieder sehr angenehm zu Lesen. Das Buch hat das richtige Maß an sachlichen Informationen und spannende Elementen und gleichzeitig ist es von der Komplexität gut verständlich.
Die Reihe hat mich in ihren Bann gezogen. Ich mag die einzelnen Fälle und die Schwerpunktthematiken. Ich finde die Mischung so perfekt gewählt, dass ich beim Lesen/Hören der Bücher entspannen und meinen Kopf etwas abschalten kann. Natürlich berührt mich das Thema emotional, da es hier um einen Missbrauchsskandal geht. Die Reihe ist perfekt für Zwischendurch für mich. Der behandelte Fall basiert auf eine wahren Begebenheit.
Von mir erhält Band zwei 4 von 5 Sterne. - Katharina Afflerbach
Bergsommer
(28)Aktuelle Rezension von: DieSueschauerinDas Buch ist ein sehr ehrlicher, mitreißender Bericht über drei wunderbare Sommer auf einer Schweizer Alp. Dieses Buch zeigt sehr gut, wie hart das Leben auf einer Alp sein kann. Doch auch einige wichtige Lebensweisheiten werden durch das Buch weitergegeben und vertieft.
Erstmal wird nüchtern der Alltag auf einer Alp geschildert. Eine tägliche oder wöchentliche Routine, die natürlich total langweilig für uns wirken könnte...doch der Schreibstil von Frau Afflerbach verhindert dies. Sie schreibt spannend und unterhaltsam. Unterhaltsamer, als ich vorher gedacht hätte. Dabei wurde ich immer wieder überrascht von ihrer Ehrlichkeit.
Ehrlichkeit über ihre Erlebnisse auf der Alp, seien sie noch so langweilig oder traurig und Ehrlichkeit über ihre Emotionen und Gedanken. Dadurch fühlt sich vieles während dem Lesen noch intensiver an. Ich hatte das Gefühl bei der Arbeit auf der Almp oben dabei zu sein.
Sehr charmant wird man immer mal wieder daran erinnert, was wichtig im Leben ist. Bei Katharina Afflerbach sind die Momente auf der Alp wichtig. Die Außenwelt rückt während ihrem Aufenthalt etwas ab. Das Gleiche könnte man auf sich selbst beziehen. Man sollte sich mehr auf das Hier und Jetzt konzentrieren.
Jeder Tag könnte der Letzte sein. Durch einen persönlichen Schicksalsschlag von Katharina Afflerbach wird man auch an diese Message nochmal sehr deutlich erinnert. Jemand aus ihrem Leben verstirbt, während ihrer Alp-Zeit...und während dieser Szenen konnte ich einige Tränen nicht unterdrücken. Man war so nah an den Erlebnissen dran. Die Trauer war bis in mein Schlafzimmer zu spüren!
Nach Beendigung des Buches hätte ich am liebsten gleich meinen kleinen Wanderrucksack gepackt und hätte mich auf den Weg in die Berge gemacht. Ich bekam total Lust auf einen Bergurlaub, gerne auch mit Alparbeit.
Natürlich habe ich das nicht gemacht, aber dieser Plan steht jetzt mit auf meiner Bucketliste. Einen Sommer lang möchte ich gerne mal in den Bergen arbeiten. Ob ich das auf einer kleinen Alp beim Kühe melken und hüten mache oder in einer Berghütte kellner...das steht erstmal nicht fest. Aber ich möchte gerne mal einen Sommer auf einem Berg in den Alpen verbringen. - Michelle Halbheer
Platzspitzbaby
(40)Aktuelle Rezension von: TiffitMich hat die Stärke der jungen Michelle sehr berührt, die Hilflosigkeit des Vaters, der nicht eingreifen konnte und durfte, wegen der Drohungen der Mutter hat mir sehr leid getan, weil ich das Gefühl hatte diese Ohnmacht von Vater und Großmutter fast greifen zu können. Und ich habe hohe Achtung und Bewunderung vor dem Mut mit dem die junge Michelle ihren Weg geht, die Kraft die sie dafür brauchte um Träume in dieser kaputten Welt zu haben und diese auch zu verwirklichen. Als sie in die Pflegefamilie kommt mag man fast aufatmen, aber das erwachsene Menschen eine beschädigte Seele noch auf weitere Art erniedrigen macht einen fassungslos.
Inzwischen ist sie eine erwachsene Frau in den 40er und ich hoffe da sie das Leben lebt das sie verdient hat, was sie sich gewünscht hat und was jeder haben sollte. Ein gesundes, selbstbestimmtes und glückliches Leben.
Vielen Dank für diesen Einblick
- Anika Decker
Wir von der anderen Seite
(211)Aktuelle Rezension von: Holla_Die_WaldfeeDer Roman erzählt von Rahel, die nach einer schweren Blutvergiftung und einem Koma ins Leben zurückfinden muss.
Ich wusste lange nicht, wie ich dieses Buch einschätzen soll und ob es mir überhaupt gefällt. Der Einstieg war für mich verwirrend, was sich aber schnell legte und erklärte. Auch im weiteren Verlauf gibt es einige Passagen, bei denen ich kurz den Faden verloren habe. Trotzdem ist der Schreibstil angenehm und leicht zu lesen, sodass man der Geschichte insgesamt gut folgen kann.
Das Buch bietet viel Abwechslung: Es gibt humorvolle Momente, die mich zum Schmunzeln gebracht haben, aber auch traurige und berührende Szenen. Manche Abschnitte haben mir richtig gut gefallen, während andere mich eher genervt haben
.
Mit der Zeit hat mich die Geschichte dann doch gepackt. Das lag vermutlich vor allem daran, dass ich einiges aus Rahels Erlebnissen und Gedanken selbst mitgemacht habe, und somit sehr gut nachvollziehen konnte. Dadurch wirkte vieles sehr authentisch und emotional.
Insgesamt ist Wir von der anderen Seite ein solides Buch, das ernste Themen wie Krankheit, Genesung und den Blick auf das eigene Leben mit Humor verbindet. Es ist sicherlich nicht für jeden das richtige Buch und am Ende schlichtweg Geschmackssache. Mich konnte es trotz kleiner Zweifel zwischendurch dann doch überzeugen. - Mikael Lindnord
Arthur
(32)Aktuelle Rezension von: mandalottiIch hatte am Anfang so eine Probleme in die Geschichte reinzukommen, auch war mir Mikael am Anfang irgendwie unsympathisch, das wurde erst besser, als Arthur auf der Bildfläche erschien.
Ich wollte das Buch lesen, weil wir damals den Film gesehen haben und ich den richtig toll fand. Muss leider sagen, dass Buch kann nicht so wirklich mithalten. Ich fand den Film irgendwie besser.
Ich gebe 3,5 Sterne und runde auf 4 auf.
- Sharon Cameron
Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete
(105)Aktuelle Rezension von: kunterbunt79Es ist ein gebundenes Buch und im ersten Moment scheint es, als hätte es einen Umschlag. Dem ist aber nicht so, das Cover ist direkt darauf gedruckt und das finde ich gut so. Buchumschläge lege ich eh immer zur Seite.
Du wie soll ich euch nun das Buch beschreiben? Als ein echt gutes Buch? Darf man diese Worte bei einer so erschreckenden und wahren Geschichte eigentlich verwenden? Ich habe noch sehr stark meine Schulzeit in Erinnerung, als ich dieses Thema Krieg, Judenverfolgung etc. in der Schule behandelte und mit diesem Buch fühle ich mich wieder dort hin versetzt. Als ich es nur mit Schrecken an mich ran lassen konnte und nicht verstehen konnte, wie es zu so etwas kommen konnte. Dann in diesem Buch das Schicksal von Stefi und ihrer jüdischen sowie eigenen Familie lesen zu dürfen, jagt mir immer noch eine Gänsehaut über den Rücken.Es ist sehr, sehr nahe geschrieben, so dass man sich sofort in dieses Leid und diese Schicksalsschläge hinein versetzen mag. Die Protagonisten sind so nahe beschrieben, dass man mit ihnen fühlt. Ein Buch, welches erschrecken und zugleich faszinierend ist, denn was dies Stefi, Max und alle anderen mitgemacht haben und dem entgegen gestrotzt haben birgt nicht nur Mut und Überlebenswillen, sondern hat meinen größten Respekt.
Es ist einfach unvorstellbar, welchen Lebenswillen man hier aufbringen musste und welchen Zusammenhalt es untereinander immer noch hier und da gab.Das Buch ist lebensnahe geschrieben, so dass es einen trotz der Unmenschlichkeit sofort in den Bann zieht und von tiefstem Herzen mitfühlen kann, welch Ungerechtigkeit und Schmerz ihnen wiederfahren ist. Ein Buch, das viele lesen sollten - Johann Scheerer
Wir sind dann wohl die Angehörigen
(62)Aktuelle Rezension von: Special_KEigentlich wollte ich nur ein paar fertiggelesene Bücher in den Bücherschrank stellen, aber ich kann doch nie gehen, ohne einen Blick auf die bereits vorhandenen Exemplare zu werfen.
Hängengeblieben bin ich dann bei diesem autobiographischen Roman, weil mich sowohl der Titel als auch das Cover angesprochen haben, und da ich mich dunkel an die Reemtsma-Entführung erinnern konnte, habe ich ihn mit nach Hause genommen und auch ziemlich zügig gelesen.
Johann Scheerer, inzwischen natürlich erwachsen, begibt sich gedanklich zurück zu der Zeit, als er 13 Jahre alt war und sein Vater Jan-Philipp Reemtsma entführt wurde. Dabei schildert er schonungslos nicht nur chronologisch alle Ereignisse der damaligen Zeit, sondern er beschreibt auch die Gefühlswelt eines Teenagers, dessen Welt urplötzlich aus den Fugen gerissen worden war.
Und obwohl die wahre Geschichte zu einem versöhnlichen Ende kommt, bleibt nach einem traumatischen Erlebnis wahnsinnig viel zurück - nicht nur bei der entführten Person selbst, sondern natürlich auch bei allen anderen - die dann wohl die Angehörigen sind...
- Sam Pivnik
Der letzte Überlebende
(109)Aktuelle Rezension von: aus-erlesenÜber die Bedeutung von Büchern wie diesem gibt es keine zwei Meinungen. Sie sind wichtig! Und es genauso wichtig, dass sie verlegt und gelesen werden. Was diesem Buch einen zusätzlichen Pluspunkt verleiht, ist die nüchterne Schreibweise einer aufwühlenden Zeit.
Die ersten Erinnerungen an seine Kindheit verbindet Sam Pivnik mit Leckereien in den Sommermonaten. In einer kleinen Stadt im späteren Gau Oberschlesien wächst er mit seinen Geschwistern und seinen Eltern auf. Der Vater ist angesehener Schneider. Doch schon im Jugendalter sind allesamt Fabrikarbeiter. Kriegswichtig. Was zum Einem ein Glücksfall ist, zum Anderen die Perfidität der neuen Herrscher so grausam darstellt. Denn nur wer kriegswichtig ist, darf überleben. Führt man sich dies vor Augen, steigt die Wut automatisch in einem hoch.
Sam Pivnik ereilt dasselbe Schicksal wie die meisten Juden in den Dreißiger- und Vierzigerjahren. Bis er in Auschwitz landet. Er sieht wie mit einem Fingerzeig das Schicksal entschieden wird. Rechts ins Lager, links in die Gaskammer. Binnen Sekunden ist das Leben entschieden, sind Familien zerrissen, beginnt die Hölle aufs Neuerliche. In Będzin, wo er aufwuchs, wo er den Garten Eden erlebte, wie er schreibt, wurde mit der Machtübernahme der Nazis per Aushänge über die Veränderungen informiert. Rechte wurde beschnitten, Verbote übernahmen den Alltag. Doch man lebte. Konnte fast einen Alltag gestalten.
Im vom Stacheldraht umzäunten Auschwitz war nichts mehr wie zuvor. Er zerrt Leichen aus den Waggons. Zuvor stiegen Menschen aus Zügen, um anzukommen, oder bestiegen sie beschwingt, um zu verreisen. Sam sieht schreiende Kinder, die ihren Müttern entrissen werden. Zuvor trocknete die Mutter die Tränen ihrer Kleinen. Er verschleppt nun lieber eine Krankheit als Mengele über den Weg zu laufen. Denn Hauptkrankenbau heißt Tod. Zuvor ging man zum Arzt oder verkoch sich unter der Bettdecke und nahm eine Aspirin.
Würde es diese Aufzeichnungen nicht geben, man würde es nicht glauben können, was an Unmöglichem möglich ist. Ein Durchlesen ohne Absetzen ist nicht möglich. Stoisch, unverhohlen, zielstrebig berichtet Sam Pivnik von seinem Leben, besonders des Teils seines Lebens, der ihn und seine Generation prägte. Auschwitz als Hölle auf Erden, der man nur durch unerschütterlichen Hoffnungszwang entgehen kann. Oft, zu oft stand er am Abgrund. Er ließ sich nicht in die Schlucht stürzen, ging niemals zu weit, um allem ein Ende zu machen. Das zu lesen, es lesen zu könne, macht auf eine Art auch wieder Mut. Gerade wenn die Welt sich momentan wieder in eine Richtung zu entwickeln droht, die man schon hinter sich zu lassen geglaubt hatte.























