Bücher mit dem Tag "wahres leben"
6 Bücher
- Judith Pinnow
Versprich mir, dass es großartig wird
(12)Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerinFranzi und Lena haben sich in New York mit Anfang 20 kennengelernt, wo sie gemeinsam am Lee Strasberg Theatre and Film Institute Schauspiel studiert haben. Während Lenas Karriere als Schauspielerin anlief, hatte Franzi nach Castings nur Absagen erhalten. Sie heiratete, wurde Muter zweier Kinder und unterstützt ihren Mann als "rechte Hand" in seiner eigenen kleinen Firma. Der Kontakt zu Lena schlief nach der Taufe von Franzis erstem Kind Mia, bei der Lena sogar als Taufpatin fungierte, ein.
Als sich Lena nun dreizehn Jahre später bei Franzi meldet und diese zu einem Interview bittet, holen Franzi ihre Erinnerungen an die gemeinsame Zeit in New York ein. Sie erinnert sich an ihre innige Freundschaft und an die Träume, die sie beide hatten und vergleicht, was jetzt aus ihnen geworden ist.Der Roman ist aus der Perspektive Franzis geschrieben, deren Leben durch die Kontaktaufnahme ihrer ehemals besten Freundin durcheinander gewirbelt wird. Neidisch blickt sie auf Lenas freies Leben und deren Fernsehrollen, hat aber gleichzeitig ein schlechtes Gewissen ihren Kindern und ihren Mann gegenüber, wenn sie den Gedanken hegt, was ohne sie hätte sein können. Vor allem ist sie unglücklich mit ihrer Teilzeittätigkeit in der Firma ihres Mannes, wo sie Dichtungsringe bestellt und Mädchen für alles ist.
In Rückblenden, die nahtlos mit der Gegenwart verknüpft sind, erfährt man, wie sich Franzi und Lena kennengelernt haben und was sie gemeinsam in New York erlebt haben. Freiheit, Leichtigkeit und Begeisterung möchte Franzi wieder in ihrem Leben haben, traut sich aber von allein nicht, ihrem Leben eine neue Perspektive zu geben, ohne ihren Mann zu verletzen oder ihre Kinder zu vernachlässigen. Mit Hilfe von Lena, aber auch ihrer Freundin Jo lernt Franzi, dass sie trotz Familie ein Recht auf ein eigenes Leben hat und ihre Herzenswünsche nicht aufgeben darf, um selbst glücklich zu werden.
Ich mag den ungekünstelten und warmherzigen Schreibstil von Judith Pinnow sehr, von der ich bereits ihre zuletzt erschienen Romane "Die Phantasie der Schildkröte" und "Die Prophezeiung der Giraffe" gelesen habe."Versprich mir, dass es großartig wird" ist ein Roman über Familie und Freundschaft, aber auch über Jugendträume, Erwartungen, Lebensziele und die Suche nach dem Glück, der lebendig, herzerfrischend komisch, aber gleichzeitig auch tiefgründig geschrieben ist und nachdenklich stimmt.
Die Charaktere, vor allem Franzi, in deren Leben und Gedankenwelt man buchstäblich eintaucht, sind authentisch geschildert. Auch in anderer Lebenssituation kann man sich sehr gut mit Franzi identifizieren, da die Geschichte so ehrlich und aus dem Leben gegriffen wirkt. - Ulrike Parthen
Amor, er und ich
(10)Aktuelle Rezension von: IomarmiUlrike Parthen erzählt in Amor, Er & Ich wie sie und ihr Traummann Rüdi sich kennengelernt haben. Der Leser lernt auf 130 Seiten die Autorin Uli und ihren Rüdi genauestens kennen und wirft einen Blick in den Alltag des Paares. Angefangen beim Kennenlernen über ein Internetportal, über das erste Treffen am Ortsschild, bis hin zum Zusammenziehen und gemeinsamen Leben.
Mit dem Schreibstil konnte ich mich schnell anfreunden, auch wenn es anfangs etwas gewöhnungsbedürftig war. Kurz und knackig ist hier die Devise. Dennoch sind Humor und Liebe nicht zu kurz gekommen.
Schön war auch, dass die Autorin über ihre Ängste und Schwächen berichtet hat und nicht nur über die Sonnenseiten des Lebens. Ich konnte mich in vielen Punkten mit ihr identifizieren, zum Beispiel in Bezug auf die Angststörung.
Das Ende kam etwas plötzlich. Hier habe ich mir ein bisschen mehr erhofft und wollte wissen, wie es denn nun mit Uli und Rüdi weitergeht. Zusammenfassend hat mich dieses Buch jedoch super unterhalten, zum Lachen gebracht und mir eine schöne Lesezeit beschert.
Vielen Dank an die Autorin Ulrike Parthen für das Leseexemplar!
Mehr Rezensionen findest du auf www.iomarmi.home.blog oder auf Instagram @iomarmi.blog
- Alice Peterson
Ein Song bleibt für immer
(47)Aktuelle Rezension von: Hellena92Alice ist 26 Jahre alt, wunderschön und versucht seit einiger Zeit ihre Modelkarriere in Gang zu bringen Doch immer wieder steht ihr ihr Körper im Weg. Die Mukoviszidose, die sie seit ihrer Geburt in die Knie zwingen möchte, macht ihr das Leben schwer. Aber Alice lässt sich nicht unterkriegen. Ihre Familie steht immer hinter ihr. Als dann Tom in ihr Leben tritt, ist es um eine Geschehen. Die Liebe die die beiden verbindet geht über alles erdenkliche hinaus und so beginnen sie beide den Kampf gegen die Krankheit und dem Kampf für ihren Kindheitstraum: Ein eigenes Album aufnehmen und die Charts zu stürmen.
Mein Fazit:
Alice bleibt nicht viel Zeit. Wie es mit Muko leider immer ist. Die Betroffenen haben keine lange Lebenserwartung und der Weg den sie beschreiten ist hart und beschwerlich. Immer wieder sind sie ans Krankenhausbett gefesselt und ringen ums nackte Überleben. Dieser Roman zeigt genau das. Denn Alice Martineau war eine real existierende Figur, die die Autorin mit ein wenig Fiktion zu einer unglaublich tollen Roman Heldin gemacht hat. Ich habe immer wieder geheult, aber ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Die Autorin berührt mit ihrem Roman jeden, denn dieses grauenhafte Schicksal geht unter die Haut.
Die wechselnden Perspektiven von Alice/Tom und ihrer Mutter sind besonders gut gelungen, denn sie zeigen, wie sehr auch die Familie und ihr Freund leiden. Was es heißt keine Zukunft zu haben, bzw. nur eine wage Zukunft. Wie unglaublich stark man nach außen hin wirken kann und auch muss und gleichzeitig innerlich zerbricht. Genau das ist auch das besondere an dieser Geschichte. Die Autorin zeichnet all die Gefühle so real, so nachvollziehbar, dass ich beim Lesen so gelitten habe.
Ich finde, dass dieses Buch von so vielen Menschen wie möglich gelesen werden sollte! Denn er weckt auch die eigene Liebe zum Leben auf und zeigt wie kostbar jeder einzelne Moment sein sollte. - Harry Robson
Das Mädchen da oben auf der Treppe ...
(24)Aktuelle Rezension von: missscorpioIch habe das Buch als Testleserin erhalten und möchte zuerst festhalten, wieso ich mich beworben habe. Natürlich ist der Inhalt der spannend und Biographien sind, gerade wenn sie aktuell und nicht aus prominenter Hand sind, immer spannend, weil man etwas für sein eigenes Leben daraus ziehen kann. Spoiler: Ja, kann man. ;)
Wieso ich mich aber beworben habe: Es ist der sehr packende Schreibstil des Buches, der klar und minimalistisch gerade die wichtigen Punkte trifft und dadurch fast poetisch wird. Sarkasmus und eine ordentliche Spur Galgenhumor widersprechen dem in keinster Weise. Und das macht das ganze Buch aus, das neben einer sehr spannenden und bewegenden Lebensgeschichte immer irgendwie die Balance hält zwischen dem eigenen Erleben und dem Beispiel, das es für diese Form von Ereignissen hat. Zwischen Hoch und Tief, Hoffnung, Freude und Verzweifeln, dem Sturz und dem Aufstehen ist es immer real und spannend, aber eben auch eine Anregung zum Nachdenken, über das Leben, sei des das eigene oder das Leben an sich.
- Jörg Nießen
Die Sauerei geht weiter ...
(28)Aktuelle Rezension von: MissRose1989Momentan sind ja Geschichten aus dem wahren Leben ein Trend - egal ob auf der Mattscheibe oder als Buch und eigentlich macht man ja solchen Trends eher unbewusst mit, aber dieses Mal muss man sagen, das was, Jörg Nießen da aufs Papier bringt, ist wirklich anschaulich gemacht. Nicht nur, dass die Illustrationen von Jana Moskito wirklich gut passen und das ganze Buch wirklich auflockern, sondern auch die Anschaulichkeit, mit er die Fälle beschreibt, gepaart mit einem gewissen Wortwitz machen aus einem eigentlich recht schockierenden Thema, was Rettungseinsätze ja im Allgemeinen sind, ein Buch, was eben nicht nur unterhält, sondern was auch zeigt, dass der Berufsstand der Rettungssanitäter nicht immer so wahnsinnig schockierend sein muss. Natürlich bemerkt man am Stil, dass da kein geborenen Autor sitzt, aber damit sollte man dann schon rechnen, wenn man sich ein Buch mit dem Titel kauft, den Jörg Nießen schreibt, wie er auch eben wahrscheinlich auch im Leben ist - ehrlich und gerade raus. Natürlich könnte man die Frage nach der Glaubhaftigkeit stellen, aber man sollte schon mit einem wachen Verstand durch das Buch gehen und wenn man dann selber schon mal Einsätze miterlebt hat, dann kann man wirklich sagen, es gibt nichts, was es nicht gibt.





