Bücher mit dem Tag "wahrscheinlichkeit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "wahrscheinlichkeit" gekennzeichnet haben.

22 Bücher

  1. Cover des Buches Fünf (ISBN: 9783499257568)
    Ursula Poznanski

    Fünf

     (1.207)
    Aktuelle Rezension von: EngelAnni

    Eine Leiche wird gefunden, auf ihre Füße sind Koodinaten tätowiert. Für das Salzburger Ermittler-Dou umd Beatrice Kaspary und Florin Wenninger beginnt eine Schnitzeljagdauf der Suche nach dem Mörder.
    Schnitzeljagd trifft es nicht ganz, denn der Täter legt eine Spur aus Geocachen.
    Ich habe diesen Thriller verschlungen. Gekauft habe ich ihn kurz nach Herausgabe 2012, ich konnte mich aber nicht mehr an den Täter erinnern.
    Der Thriller ist wirklich sehr spannend beschrieben und bietet auch einen tollen Einblick ins Geocachen (was zu meinen Hobbies gehört).
    Das einzige, was mich ein bisschen gestört hat, ist das Privatleben der Kommisarin Kaspary. Immer müssen hochrangige Polizistinnen ein zerrüttetes Familienleben haben.
    Aber über diese Kleinigkeit kann ich hinegsehen und vergebe trotzdem 5 Sterne, weil der Rest einfach stimmt.

  2. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783404171781)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

     (3.371)
    Aktuelle Rezension von: worldofbooksps

    Ein Roman der vom ersten Moment an zum Schmunzeln bringt. Man muss sich nur einen Adolf Hitler in mitten Deutsch-Türkischen Mitmenschen vorstellen. Timur Vermes, macht aus einem grauenhaften Mann, einen Mann mit dem man lachen kann. Man darf allerdings nicht außer Acht lassen, dass dieser Roman mit Humor geschrieben ist und nicht um irgendetwas verharmlosen zu wollen. Ich finde die Idee dahinter sehr interessant und bin froh es gelesen zu haben. 

  3. Cover des Buches Die Auswahl (ISBN: 9783841421197)
    Ally Condie

    Die Auswahl

     (4.449)
    Aktuelle Rezension von: melissajahn

    Die Idee hat mich von der ersten Seite an gepackt und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte rund um Cassia liest sich spannend und unterhaltsam. Beleuchtet wird ein Zukunftsszenario, das einem Angst machen kann. Die Gefühle der Menschen und ihr Leben werden durch farbig markierte Tabletten in die richtige Bahn gelenkt und auch das Ableben ab einem bestimmten Alter dadurch bestimmt. Das wirft auch spannende, ethische Fragen für unsere Gesellschaft auf und wie sie sich weiterentwickeln soll. Krankheiten gibt es dadurch keine mehr und den Menschen geht es vordergründig gut. Doch gibt es das perfekte System wirklich und kann es Menschen glücklich machenden?

    Cassia beschließt aus diesem System auszubrechen und seit diesem Moment ist für sie nichts mehr wie es war. Das erste Buch bekommt von mir eindeutig 5 von 5 Sternen. Obwohl die Protagonistin erst 17 Jahre alt ist, habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Schade ist, dass die anderen Teilen nicht zu einhundert Prozent mithalten können. Vor allem der dritte Teil fällt von der Geschichte her ab. Insgesamt würde ich die Trilogie aber unbedingt weiterempfehlen!

  4. Cover des Buches Per Anhalter durch die Galaxis (ISBN: 9783453407848)
    Douglas Adams

    Per Anhalter durch die Galaxis

     (3.158)
    Aktuelle Rezension von: DrBernstein

    Dieses Buch ist wohl eines der besten, die je geschrieben worden sind. Danach ist das Leben besser, denn man wurde in die erheitenden Welten des Absurdismus eingeweiht. Per Anhalter durch die Galaxis ist nicht nur eine unglaublich witzige und intelligente Geschichte, sondern zugleich der einzige Lebensratgeber, den man braucht.

  5. Cover des Buches Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick (ISBN: 9783551582737)
    Jennifer E. Smith

    Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick

     (513)
    Aktuelle Rezension von: hatschivy

    Klappentext:

    Hadley könnte sich wirklich etwas Schöneres vorstellen, als auf der Hochzeit ihres Vaters Brautjungfer zu spielen. Dass sie dann allerdings ihr Flugzeug verpasst und erst einmal auf dem überfüllten New Yorker Flughafen festsitzt, hat sie dann doch nicht gewollt. Und genauso wenig hatte sie vor, sich ausgerechnet hier unsterblich zu verlieben: in den Jungen mit den verwuschelten Haaren und dem Puderzucker auf dem Hemd, der wie sie nach London muss. Hadley bleibt genau eine Fluglänge Zeit, um sein Herz zu gewinnen ...


    Meinung:

    Hadley ist eine Teenagerin, die einfach Null-Bock auf ihren Vater geschweige denn seine Hochzeit hat, zumal er sie und ihre Mutter dafür verlassen hat. Wir können uns also vorstellen, wie viel Spaß ihr dann der Flug nach London macht (den sie unabsichtlich oder nicht verpasst hat). Sie lernt auf dem Flughafen/im Flugezeug einen Jungen namens Oliver kennen, der auch eine Familienangelegenheit in London hat. Die beiden verstehen sich blendend, auch wenn jeder seine eigenen Geister der Vergangenheit hat und nicht preisgibt, so können sie nicht umhin aber ihre Anziehung zu einander spüren. 

    Oliver ist ein guter Zuhörer und ohne weg sympathisch durch seine offene Art und Weise. Auch er ist nicht gut auf seinen Vater zu sprechen ein weiterer Punkt den die beiden gemeinsam haben. Auf dem Flughafen in London scheinen sich ihre Wege zu trennen (auch wenn ich insgeheim gehofft hat, dass Oliver aus irgendeinem Grund auch auf die selbe Hochzeit geht wie Hadley). Doch Hadley wird klar, dass sie die Gelegenheit nutzen muss um den Jungen ihrer Träume wieder zu sehen....

    Die Lektüre war lockerflockig und ich habe sie zwischendurch in meinem hektischen Alltag genossen.


    Fazit:

    Was nettes für zwischendurch, was uns etwas über Vergebung und Liebe lehrt!

  6. Cover des Buches Thinking, Fast and Slow (ISBN: 9780374533557)
    Daniel Kahneman

    Thinking, Fast and Slow

     (23)
    Aktuelle Rezension von: FREIFUEHLIG

    "Äußerst interessant" wäre hier sicher zu kurz gesprungen: Ein bahnbrechendes Buch! Der Buch-Titel ist im Grunde ein Understatement, denn es geht nicht nur um die Frage, warum bestimmte Denkprozesse schneller funktionieren als andere. Es geht vielmehr um eine Erklärung der Funktionsweise des Denkens an sich. Ja, es ist keine einfache Lektüre. Man sollte das Buch dennoch unbedingt in der Originalsprache lesen - die deutsche Übersetzung ist prinzipiell nicht schlecht, aber in den Feinheiten findet sich zuweilen doch ein leicht anderer Zungenschlag, was zu Lasten der Präzision geht.

    Die Erklärung des Denkens in Thinking, Fast and Slow ist eine Offenbarung: Während der Lektüre hatte ich immer wieder das beglückende Gefühl, dass die historisch gewonnen Einzelerkenntnisse zur Frage des Denkens durch Daniel Kahneman in einer Weise (neu) zueinander in Beziehung gesetzt und geordnet werden, dass sie wie von selbst an den ihnen zugedachten Platz fallen und ein großes Ganzes ergeben. Das Ergebnis ist eine klare – durch und durch logische – Erklärung, wie Denken funktioniert. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Daniel Kahneman im Jahr 2002 den Nobel-Preis erhielt. Verwunderlich ist lediglich, dass es sich um den Wirtschafts-Nobelpreis handelte, was sich aber dadurch erklärt, dass zum einen kein Nobel-Preis in Psychologie existiert und zum anderen Daniel Kahneman die Frage, wie Denk- und Entscheidungsprozesse funktionieren, anhand von wirtschaftlichen Sachverhalten, insbesondere des Konsumentenverhaltens, überprüfte. Nebenbei bemerkt, wäre es natürlich eine gute Gelegenheit gewesen, im Hinblick auf die Kahneman’sche Erklärung des Denkens einen Nobel-Preis in Psychologie ins Leben zu rufen.

    Das Schöne ist, dass man als Leser selbst Mensch ist (oder jedenfalls in der überwiegenden Zahl der Fälle – ich habe keine Vorstellung, was die KI mittlerweile so alles kann), und somit am eigenen Beispiel überprüfen kann, ob die Erklärungen von David Kahneman zutreffend sind. Bewusst wähle ich hier das Wort „Erklärungen“ statt „Erklärungsversuche“, denn nach meiner persönlichen Überzeugung ist die in Thinking, Fast and Slow gegebene Erklärung mehr als eine Theorie, sie ist ein Faktum.

    Kurz zusammengefasst: Was Einsteins Relativitätstheorie in der Physik ist, ist Kahnemans Erklärung des Denkens in der Psychologie!

  7. Cover des Buches Null (ISBN: 9783499256486)
    Adam Fawer

    Null

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Tea_Loewe

    "Null" ist ein Thriller, den ich bis heute wärmsten all jenen weiterempfehle, von denen ich denke, dass sie dieses Genre lesen. Es ist kein klassischer Thriller, sondern vielmehr ein wissenschaftsgestütztes Szenario, das mehr und mehr ins Übersinnliche abdriftet, ohne dabei abgedroschen oder wirr zu werden.

    Für mich als Fan von Fantasyromanen ein gelungener Genrewechsel. Ganz nebenbei habe ich gelernt, was es heißt, auf einen Variablenwechsel zu setzen. Ich mochte das Buch wirklich gern, die Story war actionreich, strebte vorwärts, hatte spannende Wendungen in sich und eben das Fünkchen Übersinnliche.

    Klare Empfehlung!

  8. Cover des Buches Spieltheorie: Eine Einführung (ISBN: 9783924043919)
    Christian Rieck

    Spieltheorie: Eine Einführung

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Der Hund, der Eier legt (ISBN: 9783644440111)
    Hans-Hermann Dubben

    Der Hund, der Eier legt

     (4)
    Aktuelle Rezension von: tob82
    Ich studiere Psychologie und habe deshalb relativ viel mit Statistik zu tun. Wenn man nun dieses Buch liest, fragt man sich, welchen Studien man überhaupt noch Glauben schenken kann. Im Prinzip kann man als Fazit daraus ziehen, dass man die Glaubwürdigkeit von Studien nur wirklich beurteilen kann, wenn man sich detailliert mit ihnen befasst. Dadurch wird natürlich positiverweise die Aufmerksamkeit für das Thema erhöht, allerdings sind die immer wieder von den Autoren angesprochenen Probleme der aktuellen Wissenschaftskultur ziemlich erschreckend, und als (hoffentlich) künftiger Psychologe auch abschreckend. Wenn es in der heutigen Forschung wirklich so zugeht, ist es für mich fraglich, ob eine wissenschaftliche Laufbahn reizvoll ist. Insgesamt ziehe ich natürlich die Aufklärung der Illusion vor. Das Buch hat mich daher wirklich zum Nachdenken angeregt.
    Ich denke, man kann das Buch jedem wärmstens empfehlen, der mit Forschung zu tun hat oder sich wirklich für das Thema interessiert. Ansonsten würde ich wahrscheinlich doch eher abraten, da das Thema sehr speziell ist und trotz des unterhaltsamen Stils der Autoren doch gelegentlich etwas "trocken" wird.
    Sehr gut haben mir übrigens die vielen - am Kapitelanfang stehenden - Zitate gefallen. Da konnte man doch einige Perlen finden.
  10. Cover des Buches Ausgangspunkte (ISBN: 9783492241885)
    Karl R. Popper

    Ausgangspunkte

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Joachim_Tiele
    Unended Quest. An Intellectual Autobiograpy ist der Originaltitel des Buches, das mir auf Deutsch in der 2. Auflage 1982 (Hoffmann und Campe) vorliegt. Das Buch ist also eine Autobiographie, allerdings eine intellektuelle (weshalb man viele biographische Details, die in anderen Autobiographien selbstverständlich sind, hier nicht findet), und es ist keine Einführung in das Werk Karl R. Poppers. Es beschreibt im wörtlichen Sinne des deutschen Untertitels seine intellektuelle Entwicklung. Diese ist in mancherlei Sinne ungewöhnlich. Zum Beispiel begann sie sehr früh. Schon in der Kindheit nahm er die Armut in seiner Heimatstadt Wien als politisches Problem wahr, gleichfalls, als Zwölfjähriger am Vorabend des Ersten Weltkrieges, die Gespaltenheit Österreich-Ungarns als zensurbeflissener Obrigkeitsstaat und die freiheitliche Luft (S. 5), ein Liberalismus, der auch Österreich durchdrang (ebd.). Ein derartiges politisches Urteilsvermögen wird Kindern in diesem Alter heutzutage von den meisten Erwachsenen abgesprochen oder als altklug belächelt, aber Popper beschreibt seine familiäre Umgebung ausreichend genug, um seine frühe Hin- und Abwendung in Sachen Marxismus (und gleichzeitig ein linker Sozialist zu bleiben) nachvollziehen zu können, und seine früh entwickelten Maßstäbe für politisches ebenso wie wissenschaftliches und künstlerisches Denken.

    Als Sechzehnjähriger brach Popper die Schule ab, um als Gasthörer an der Universität Wien zu studieren, Geschichte, Literatur, Psychologie, Philosophie, Physik und Mathematik. Das Abitur holte er später nach, studierte dann offiziell eingeschrieben an der Universität und nebenbei an einer Lehrerbildungsanstalt auf das Lehramt an Grundschulen hin, während er gleichzeitig eine Tischlerlehre absolvierte und mit dem Gesellenbrief abschloss. Da er nicht sofort eine Anstellung als Lehrer fand, arbeitete er zunächst ehrenamtlich in Alfred Adlers Erziehungsberatungsstellen, aber auch im Straßenbau und in seinem Beruf als Tischler. Nicht vergessen werden darf, dass er auch am Wiener Konservatorium Musik studierte, zugelassen aufgrund einer Fuge, die er selbst geschrieben hatte. Davor hatte er sich zwei Jahre lang mit der Musik Schönbergs, Alban Bergs, Anton von Weberns beschäftigt, von der er dann wusste, dass ich etwas gelernt hatte - über eine Musik, die ich jetzt noch weniger mochte als vorher (S. 73). Etwas zu studieren, um herauszufinden, warum es ihm nicht zusagte, war für Popper in dieser Zeit fast typisch, wie es ihm insgesamt bei seinen Studien lange Zeit nicht darum ging, daraus eine Berufstätigkeit zu machen: Ich studierte Mathematik, einfach weil ich lernen wollte und glaubte, in der Mathematik etwas über Wahrheitssuche und Wahrheitskriterien zu erfahren [...]; wenn ich je daran gedacht hätte, von Beruf Mathematiker zu werden, hätte ich wohl bald den Mut verloren (S. 51).

    Ab 1925, Popper war 23 Jahre alt, studierte er dann doch mit dem Berufsziel Lehrer. Die Stadt Wien hatte ein neues Pädagogisches Institut in lockerer Verbindung mit der Universität gegründet, das autonom war, aber einige der Kurse, wie die in Psychologie, waren an der Universität abzulegen. Professor für Psychologie war Karl Bühler, einer der Pioniere der Gestaltpsychologie und einer der bis heute großen Theoretiker der Funktionen der menschlichen Sprache. Bei Bühler promovierte Popper 1928 mit einer Dissertation Zur Methodenfrage der Denkpsychologie und erwarb 1929 die Befähigung zum Lehramt in Mathematik und Physik an Hauptschulen. Unmittelbar danach begann er mit der Arbeit an seinem Hauptwerk Die Logik der Forschung. So weit, so gut, könnte man jetzt sagen und die Beschreibung seiner akademischen Karriere und weiterer wichtiger Werke anschließen. Aber, in seiner Jugend und jungen Erwachsenenjahren war noch viel mehr passiert, was seine intellektuelle Entwicklung teilweise ausmachte und teilweise vorbereitete. In seiner Autobiographie hat die Logik der Forschung natürlich ein eigenes Kapitel, aber begrifflich erscheint sie bereits in einem früheren Kapitel, nämlich dem zu Überlegungen zum Ursprung der polyphonen Musik (S. 74), in dem er über Parallelen zwischen musikalischem und wissenschaftlichem Schaffen schreibt, aus denen er über den Umweg der Kant'schen Philosphie und der Kepler'schen Musik der Himmelskörper von den Problemen der subjektiven Psychologie der Forschung zur objektiven Logik der Forschung kommt.

    Das Erstaunliche an Poppers intellektueller Entwicklung sind das sehr junge Alter, die Breite der Interessen und ihre Verknüpfung. Politik, Logik, Erkenntnistheorie, Musik, die Physik in ihren seinerzeit neuen und teilweise einander ausschließenden Zweigen der Relativitätstheorie und der Quantenmechanik, die Sprache als Werkzeug der Wissenschaft. All dieses zusammen bestimmte in einem sehr kurzen Zeitabschnitt sein intellektuelles Leben und dessen Entwicklung. Voraussetzung dazu war sicherlich sein Elternhaus mit einem intellektuellen, philosophisch interessierten und belesenen Vater und einer musikalische Mutter, die ihn auf diesem Gebiet gefördert hat. Aus einen säkularen jüdischen Elternhaus stammend, ging Popper bereits 1935 in die Emigration, zunächst nach Neuseeland und später nach England, an die London School of Economics. Diese Autobiographie schildert das Entstehen seiner wichtigsten Werke, darunter die bereits genannte Logik der Forschung, später Die offene Gesellschaft und ihre Feinde und Das Elend des Historizismus. Das Bestechende an diesem Buch ist die angemessene Darstellung der Themen. Nichts wird trivialisiert oder in Richtung Populärwissenschaft nivelliert. Alle wichtigen Themen werden erklärt und teilweise an Hand von Gesprächen, sei es mit Einstein, Schrödinger, Wittgenstein und anderen erläutert und aus ihrem gedanklichen Entstehen her verständlich gemacht. Daraus entsteht ein differenziertes Bild über die Wirkungsmacht der Kritik gegenüber der Bestätigung, des (zunächst) rechtfertigungsfreien Denkens und Theoretisierens, dessen Ergebnisse sich einem strengen Prozess der Falsifikation zu stellen haben. Erst wenn Theorien diesen Test bestanden haben, gelten sie als bewährt – vorläufig. Dies ist als Kritischer Rationalismus bekannt, eine Denkschule, als deren Erfinder Popper gilt.

    Klar muss dem heutigen Erstleser Poppers, der vielleicht über dieses Buch einen Zugang zu einem der wichtigsten Philosophen des vergangenen Jahrhunderts sucht, sein, dass die wissenschaftlichen Auseinandersetzungen, an denen er teilgenommen und die er teilweise angestoßen hat, Auseinandersetzungen des vergangenen Jahrhunderts waren. Die Probleme der Entwicklung der Physik, insbesondere in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Relativitätstheorie und der Quantenphysik sind spannend und instruktiv beschrieben, allerdings kommen Themen wie die String-Theorie, Parallele Universen, Antimaterie oder andere aktuelle Entwicklungen nicht vor, da sie zur Zeit des ursprünglichen Verfassens dieser Autobiografie (1974) und der letzten Ergänzungen (1982) nicht in ihrer vollen theoretischen Tragweite erkennbar waren. Andere Gedanken, insbesondere einige politische, sind auf fast gespenstische Weise ausgesprochen aktuell, auch wenn ihre Formulierung weit zurück liegt: Mir wurde klar, dass die Institution der Demokratie [...] nicht darauf eingerichtet ist, den Totalitarismus zu bekämpfen (S. 157). Was bleiben wird von seinen Gedanken, ist, dass Ideen und Theorien nicht der Rechtfertigung und Bestätigung bedürfen, sondern der Kritik und der Bewährung, und dass die Gesellschaften, in denen diese Theorien entstehen, offene Gesellschaften sein sollten. Versuch und Irrtum waren für Popper die Triebfedern wissenschaftlichen wie politischen und gesellschaftlichen Fortschritts. Ein glühender Anhänger der Relativitätstheorie in der Physik, glaubte Popper dennoch an Wahrheiten, auch wenn wir niemals in der Lage sein sollten, diese als gesichert in den Händen zu halten. Den moralischen Relativismus lehnte er ab, ebenso wie den Verzicht auf die Suche nach Wahrheit, auch in ethischer und moralischer Hinsicht: Ich bin also nicht der Ansicht derer, die die Wahrheit fürchten – die glauben, es sei eine Sünde gewesen, vom Baum der Erkenntnis zu essen (S. 285).

  11. Cover des Buches Das Ziegenproblem (ISBN: 9783644437111)
    Gero von Randow

    Das Ziegenproblem

     (22)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Für Mathematiker und Logikfreaks oder solche die es werden wollen. Unterhaltsames Mathematiksachbuch in normalen Worten erklärt, anhand des berühmten Ziegenproblems, wo sich sogar Professoren entzweit haben!
  12. Cover des Buches Espresso mit Archimedes (ISBN: 9783406739514)
    Stefan Buijsman

    Espresso mit Archimedes

     (3)
    Aktuelle Rezension von: losgelesen

    Wie wird ein normaler Moment zu etwas ganz besonderen? Richtig, durch einen leckeren Kaffee!

    Aber was steckt hinter der Zubereitung eines Espressos, unabhängig vom Mahlgrad, Durchlauf und dergleichen. Etwas, an das vermutlich auch die Heim- und Auswärtsbaristas kaum denken, nämlich Mathematik!

    „Mathematik?“ mag der herausgeforderte Leser sich nun wundern und interessiert beginnen das 219 Seiten dicke Buch „Espresso mit Archimedes - Unglaubliche Geschichten aus der Welt der Mathematik“ aus dem C.H. Beck zu lesen. In diesem kurzweiligen populärwissenschaftlichen Werk bringt der junge (Jahrgang 1995) Mathematikphilosoph oder aber auch Philosoph der Mathematik Stefan Buijsman den Leser die Alltagsmathematik gut aufbereitet näher. Sei es bei der Nutzung von Suchmaschinen im Internet, der Anwendung von Navigationsgeräten oder halt der Zubereitung eines Espressos. Hinter all diesen inzwischen alltäglich angewendeten Methoden steckt nun einmal die Mathematik. Buijsman gelingt es dabei die Grundlagen bildhaft darzustellen und kommt dabei nahezu ohne Formeln aus, die bekanntermaßen doch eher abschreckend wirken auf Personen die nicht unbedingt in den Verdacht geraten die Fields-Medaille zu gewinnen.

    So ist dem Niederländer insgesamt ein überraschend beeindruckendes Buch zum Thema Mathematik gelungen, dass nicht nur auf dem Kaffeetisch zum Imponieren liegen, sondern auf jeden Fall auch gelesen werden sollte. Denn selten kann man über Mathematik so einfach lesen und es auch nachvollziehen.

    ---

    Das Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

    ---

  13. Cover des Buches Einführung in die Betriebswirtschaftslehre (ISBN: 9783791092423)
    Franz Eisenführ

    Einführung in die Betriebswirtschaftslehre

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ein gelungenes Buch, das ich mir im Anschluß an meine JUra-Examina gekauft hab, weil man sich ja auch ein bißchen im Betriebswirtschaftlichen auskennen muß. Dem völlig unvorgebildeten Leser werden Grundbegriffe (zb "Entscheidungstheorie") und betriebswirtschaftliche Denkweisen beigebracht, so daß man mal versteht, wie eine betribewirtschaftliche Fragestellung aussieht. Die Ausführungen zu den rechtlichen Fragen fand ich (als Paragraphenonkel) natürlich nur oberflächlich befriedigend, aber zentrale Begriffe, die sonst nur für Verwirrung gesorgt haben, werden erklärt, so daß man zumindest mal "den Fuß in die Tür kriegt" und weiß, was das ganze Fachchinesisch heißt. Für Einsteiger jeder Fachrichtung geeignet.
  14. Cover des Buches Spieltheorie (ISBN: 9783800637799)
    Thomas Riechmann

    Spieltheorie

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Der Schein der Weisen (ISBN: 9783499614507)
    Hans-Peter Beck-Bornholdt

    Der Schein der Weisen

     (7)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Das große Spiel (ISBN: 9783453432772)
    Claude Cueni

    Das große Spiel

     (36)
    Aktuelle Rezension von: SydneyManson

    Es handelt sich um die Lebensgeschichte von John Law of Lauriston, welche hier in Romanform erzählt wird. 

    Insgesamt ist diese auch interessant, allerdings ist mir persönlich das Buch streckenweise leider zu langatmig und einige Handlungsstränge sind gefühlt irgendwo im Buch untergangen und wurden dann nicht mehr groß erwähnt oder aufgelöst. Teilweise kam man auch mit den Figuren etwas durcheinander.

    Viel mehr kann ich über dieses Buch auch nicht sagen, da es mich nicht groß gefesselt hat. Für mich ein mittelmäßiger historischer Roman mit vielen Längen.

  17. Cover des Buches Stochastik. Tl.2 (ISBN: 9783411026302)
    Ingrid Knoche

    Stochastik. Tl.2

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Das Universum in der Teetasse (ISBN: 9783866473164)
    K C Cole

    Das Universum in der Teetasse

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Der langsame Tod der Luciana B. (ISBN: 9783596182640)
    Guillermo Martínez

    Der langsame Tod der Luciana B.

     (16)
    Aktuelle Rezension von: WolffRump
    Genre:
    Krimi / Psychodrama / Parabel.
    Der Roman lässt sich nicht eindeutig zuordnen. Es geht zwar auch um die Frage, ob eine Reihe von Todesfällen Mordanschläge eines Verdächtigen waren, aber dieser Aspekt ist nur der Anlass für den Autor, um sich mit existentiellen Fragestellungen auseinanderzusetzen, die sich im Spannungsfeld von Realität und Fiktion, Zufall und Vorbestimmung bewegen.

    Umfang:
    Ca. 200 Seiten (Print).

    Serie:
    Nein.

    Inhalt:
    Die hübsche Studentin Luciana B. verdient sich als Schreibkraft für den berühmten Krimiautor Koster etwas dazu. Als Koster ihr gegenüber zudringlich wird, lässt sie sich von ihrer Anwältin dazu überreden, den Schriftsteller anzuzeigen und zerstört damit unbeabsichtigt seine Familie. Als immer mehr Menschen aus ihrem persönlichen Umfeld auf unnatürliche Weise zu Tode kommen, macht Luciana Koster hierfür verantwortlich. Sie ist davon überzeugt, dass der Autor einen Racheplan verfolgt und es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis auch sie selbst und ihre jüngere Schwester Koster zum Opfer fallen. Da niemand ihren Vorwürfen Glauben schenken will, wendet sie sich in ihrer Not an einen anderen Schriftsteller, für den sie zehn Jahre zuvor ebenfalls gearbeitet hatte. Der junge Autor, der einst selbst in Luciana verliebt und auf Koster eifersüchtig war, hält Luciana zunächst für neurotisch. Als sich die seltsamen Todesfälle jedoch häufen, gerät seine Überzeugung, dass es sich lediglich um eine zufällige Verkettung von Ereignissen handelt, ins Wanken und er stellt Koster zur Rede. Koster streitet jede unmittelbare Beteiligung an den Todesfällen ab und wartet mit einer zutiefst verstörenden Erklärung auf.

    Perspektive:
    Ich-Erzähler (der von Luciana herangezogene junge Autor).

    Erzählzeit:
    Vergangenheit.

    Setting:
    Hauptsächlich Buenos Aires.

    Struktur und Spannungsbogen:
    „Man sollte nicht über das schreiben, was war, sondern über das, was gewesen sein könnte.“
    Dieses Zitat aus dem Roman formuliert präzise das Leitmotiv, an dem sich die Erwartung des Lesers ausrichtet. Der namenlose Ich-Erzähler bietet dem Leser die perfekte (weiße) Projektionsfläche, um seine wachsende Unsicherheit mit zu erleiden. Aus anfänglicher Ablehnung gegenüber den Vorwürfen von Luciana und ihren vehement vorgetragenen Ansprüchen an seine Unterstützung wird zunächst Sorge um Lucianas psychische Gesundheit, dann ein vager Zweifel , ein Verdacht, den Koster geschickt zerstreut, bis Kosters manipulative Art schließlich zur Konfrontation führt.

    Die Motive für die Unsicherheit des Autors sind vielfältig. Einige werden offen eingestanden, wie der Neid auf den berühmten Kollegen, andere werden subtil angedeutet. Die Leidenschaft Kosters für Luciana B. entwickelte sich nahezu parallel zu jener des Ich-Erzählers, bis hin zu den männlich überinterpretierten möglichen sexuellen Signalen des jungen Mädchens. Jede Anschuldigung Lucianas an Koster ist damit zugleich eine Anschuldigung an den Ich-Erzähler, was seine Objektivität im Hinblick auf die Vorwürfe in Frage stellt. Hinzu kommt, dass Luciana all ihre optischen Reize mittlerweile verloren hat. Die erotische Komponente der Motivation fällt damit auch weg. Und auch die rationale Grundeinstellung des Ich-Erzählers steht der Identifikation mit der neurotischen Luciana B. gegenüber, die jede Tatsache in ihre konstruierte Wirklichkeit einordnet, wie ein Puzzleteil in ein ex ante unverrückbar vorgegebenes Bild. Der Leser folgt dem Ich-Erzähler mit äußerster Skepsis gegenüber Luciana B. in die Geschichte.

    Je intensiver sich der Ich-Erzähler mit dem Fall und dem möglichen Täter beschäftigt, desto mehr gerät sein rationales Selbstbild ins Wanken. Wie viel Zufall ist mathematisch denkbar? Welche Bedeutung hat demgegenüber das Mögliche? Wie beeinflusst uns die Möglichkeit in unserer Wahrnehmung der Realität? Gibt es so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit im biblischen und im mathematischen Sinn? Koster eröffnet mit eingestreuten philosophischen Betrachtungen immer neue Perspektiven auf das Mögliche, die den Ich-Erzähler immer orientierungsloser zurücklassen, je mehr Hinweise zur Orientierung er bekommt. Aber auch die intellektuelle Überlegenheit Kosters, der seine Umgebung nach Belieben zu lenken scheint, bekommt Risse, als deutlich wird, dass sein Handeln mehr und mehr von der in seinem literarischen Lebenswerk selbst geschaffenen Fiktion bestimmt wird, die er schließlich als schicksalsgebend akzeptiert.

    Auch wenn die Frage der Schuld Kosters an den Sterbefällen den Leser bis zum Schluss in Atem hält, wirkt der Wunsch nach Orientierung in der zunehmenden Orientierungslosigkeit des Ich-Erzählers nicht weniger stark.

    Die Handlungsarme des Romans sind ausgereift und gut durchkomponiert. Alle Set-ups, die der Autor setzt, werden aufgenommen und sinnvoll ausgeführt.

    Defizite hat der Roman m. E. im Bereich der klassischen Spannungselemente. Die Verzweiflung von Luciana und auf seine Weise auch jene von Koster hätte man in einem zentralen Höhepunkt besser zusammenführen können. Dass Luciana am Ende aus dem Fenster springt, ist zwar im Gesamtkontext der Story glaubhaft, diese Reaktion wirkt, da weder der Erzähler noch Koster unmittelbare Zeugen sind, jedoch seltsam losgelöst und sachlich. Auch hätte man zum Ende hin aus Kosters zunehmendem Determinismus mehr Reibung und damit Spannung für den Roman entwickeln können.

    Charaktere:
    Die Charaktere stehen für Typen und Sichtweisen, die der Autor benötigt, um philosphische Gegensätze darzustellen. Sie haben Werkzeugcharakter. Während ihre psychischen Befindlichkeiten mit großer Tiefenschärfe ausgeleuchtet werden, bleibt alles, was vom Kern der Geschichte ablenken würde, im Dunkeln. Selbst die Namen sind Platzhalter. Die kindlich emotionale Luciana hat keinen Nachnamen, der scheinbar abgeklärte (erwachsene) Koster hat keinen Vornamen und der zwischen den beiden hin und her schwankende Ich-Erzähler bleibt namenlos. Die Anlage der Charaktere erinnert in mancherlei Hinsicht an Figuren in Kafkas Parabeln oder in existenzialistischen Dramen.

    Sprache/Duktus:
    Die sprachliche Ausführung ist - wie bei vielen südamerikanischen Autoren – eine zentrale Stärke des Romans. Auch wenn der Klappentext den Leser marketingfreundlich in das umsatzstarke Thrillergewässer lockt, so wird anhand der textlichen Ausführung schnell klar, dass Martinez seinen Roman sprachlich deutlich feiner justiert, als konventionelle Genreautoren. Der Roman ist sprachlich unaufgeregt, dafür transportiert Martinez feinste psychische Befindlichkeiten. Dennoch übertreibt der Autor m. E. den passiven Erzählstil. Starke innere Hilflosigkeit, die ihren Ausdruck in miterlebbarer Handlung findet, hätte dem Roman gut getan. Die vielen Rückblenden verlangsamen zusätzlich Handlung und Sprachfluss.

    Fazit:
    Wir schwanken unsicher dem Höhepunkt entgegen, der uns statt in befriedigender religiöser Erleuchtung in aufgewühlter philosophischer See zurücklässt. Freunde von Action-Thrillern werden den ‚Krimi’ enttäuscht aus der Hand legen. Wer sich für sprachliche und philosophische Zwischentöne erwärmen kann, wird gut, wenn auch unaufgeregt unterhalten.
  20. Cover des Buches Einsteins Würfel (ISBN: 9783492048248)
    Michio Kaku

    Einsteins Würfel

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Eins zu Tausend (ISBN: 9783593383767)
    Ellen Kaplan

    Eins zu Tausend

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Statistik für Nichtstatistiker (ISBN: 9783486597783)
    Karl Bosch

    Statistik für Nichtstatistiker

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Zeige:
    • 8
    • 12
    • 24

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks