Bücher mit dem Tag "waisenjunge"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "waisenjunge" gekennzeichnet haben.

73 Bücher

  1. Cover des Buches Harry Potter und der Feuerkelch (Harry Potter 4) (ISBN: 9783551354044)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Feuerkelch (Harry Potter 4)

     (11.159)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Nach dem für mich enttäuschenden „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ hatte ich meine Erwartungen im Vorfeld schon etwas gedämpft. Ich wurde angenehm überrascht: Wo im Vorgänger anfangs noch viel Leerlauf herrschte, legt „Harry Potter und der Feuerkelch“ direkt los wie die Feuerwehr. Die Quidditch-Weltmeisterschaft und ein Angriff von Voldemorts Todessern, dann das Trimagische Turnier: Langweilig wird es im vierten Band definitiv nicht.

    Manche Handlungen, gerade der Erwachsenen, sind nicht immer schlüssig. Warum zum Beispiel darf oder besser gesagt muss Harry Potter am Turnier teilnehmen, obwohl er nachweislich zu jung ist und sich überhaupt nicht mit den viel älteren Schülern messen lassen will? Da gab es einige Logikfehler, die mich gestört haben. Jüngere Leser werden solche Kleinigkeiten aber sicherlich verzeihen.

    Das Finale ist bislang das düsterste in der Reihe, was mir wieder ziemlich gut gefallen hat und mich hoffen lässt, dass die nächsten Bände in dieselbe Richtung gehen. Bei den Filmen war es ja ähnlich, dass die Geschehnisse von Film zu Film düsterer wurden.

    Fazit: Wo mich der dritte Teil doch enttäuscht hat, knüpft „Harry Potter und der Feuerkelch“ wieder an das Niveau der ersten beiden Bände an. Die vielen Abenteuer, die Harry und seine Freunde erleben, lassen keinen Raum für Langeweile. Ich bin gespannt, ob „Harry Potter und der Orden des Phönix“ da noch einen draufsetzen kann.

  2. Cover des Buches Das Kind (ISBN: 9783426512173)
    Sebastian Fitzek

    Das Kind

     (2.352)
    Aktuelle Rezension von: Fili_S

    Inhalt

    Aufgrund des Klappentextes bin ich davon ausgegangen, dass durch ein Kind alte Morde aufgeklärt werden, auf schaurige Weise, wie man es von Fitzek kennt. Natürlich werden Erwartungen nicht immer erfüllt, jedoch ging es hier später nicht mehr wirklich um besagten Jungen, sondern viel mehr um ein anderes Kind.

    Also ein wenig weg vom eigentlichen Thema. 


    Spannung 

    Um ehrlich zu sein hat mir die Spannung ab und an wirklich gefehlt. Manchmal dachte ich, man hätte mehr draus machen können. Andererseits sind auch Spannungen auf anderer Art vorhanden. Also so ein Misch aus perfekt und geht so. Schwer zu beschreiben. 


    Allgemein 

    An sich ein recht gutes Buch, dem es jedoch hier und da an Spannung fehlt. Es ist nicht die Qualität, die man von Fitzek gewöhnt ist und inhaltlich weicht es schnell von den Erwartungen, ausgehend vom Klappentext, ab. Dennoch eine solide Basis und eine Geschichte, die es Wert ist, gelesen zu werden. Trifft halt auch meinen persönlichen Geschmack nicht unbedingt. 

  3. Cover des Buches Harry Potter und die Kammer des Schreckens (ISBN: 9783551557421)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und die Kammer des Schreckens

     (11.167)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Lohde

    Wie man schon erkennen kann ist hier das neue Cover zu sehen. Das liegt daran, dass ich mir die neuen Hardcover Ausgaben geholt habe bzw noch holen werde. Und deswegen verwende ich auch bei meinen Rezensionen dieses neue Cover.


    Nachdem ich schon den ersten Band rund um Harry Potter verschlungen habe, wollte ich natürlich wissen was er in seinem zweiten Jahr alles erlebt.

    Und so habe ich mit dem Lesen begonnen, und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Denn es ist so spannend, unterhaltsam aber auch mit ein paar actionreichen Szenen geschrieben, so dass man ab und zu den Atem anhält.


    Es gibt ja auch die Verfilmungen, aber ich finde man sollte zuerst die Bücher lesen. Und was man unbedingt nicht vergessen darf, ist, das die Filme wegen der Länge gekürzt worden sind.

  4. Cover des Buches Das Parfum (ISBN: 9783257069334)
    Patrick Süskind

    Das Parfum

     (10.095)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Guarcello

    Das Parfüm beschreibt ein Mensch, der seiner dunklen Seite nachgibt.. wir alle haben eine dunkle Seite, aber was passiert, wenn wir sie rauslassen? Das Buch beschreibt in einer ganz spannenden Weise die Folgen davon.

  5. Cover des Buches Harry Potter und der Gefangene von Askaban (ISBN: 9783551557438)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Gefangene von Askaban

     (10.706)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Lohde

    Nachdem ich schon die ersten beiden Bände gelesen und gemocht habe, musste ich natürlich wissen wie es weiter geht. Und so habe ich mit dem Lesen begonnen.

    Natürlich war ich schnell wieder in der Geschichte drin und konnte so einfach weiter lesen. Und je weiter ich gelesen habe, desto spannender wurde es.

    Es gab aber auch interessantes, sowie actionreiche Szenen im Buch.


    Hier habe ich es wieder gemerkt. Man sollte erst das Buch lesen und dann erst den Film schauen. Denn der Film ist nicht so ausführlich wie das Buch, denn dann wäre der Film eindeutig zu lang.


    Also ich kann nur immer wieder die Harry Potter Reihe empfehlen.

  6. Cover des Buches Der Medicus (ISBN: 9783453471092)
    Noah Gordon

    Der Medicus

     (2.177)
    Aktuelle Rezension von: Yuria
    • "Herrscher kommen und gehen, aber die Welt wird immer Ärzte brauchen."


    "Der Medicus" ist der Auftakt einer historischen Mittelalter-Reihe vom amerikanischen Erfolgsautor Noah Gordon. "Der Medicus" zählt bereits heute zu den Klassikern unter den historischen Romanen und wurde sogar verfilmt. Ich kann den Hype darum völlig nachvollziehen, da der Roman gefüllt ist mit medizinischem Wissen und geschichtlichen Details. Glaube oder Wissen - im Mittelalter eine tödliche Frage.

    Inhalt: Der Engländer Rob Jeremy Cole ist 9 Jahre alt als er in kürzester Zeit beide Elternteile verliert und von einem Badechirurgen als Lehrling aufgenommen wird. Schnell merkt Rob, dass die Heilkunst nicht nur sein Beruf, sondern auch seine Berufung ist. Im rückschrittlichen England, im Jahre 1021, ist die Medizin noch ein unerforschtes Pflaster und so macht er sich auf die lange und beschwerliche Reise ins ferne Persien um dort vom berühmtesten aller Ärzte, dem großen Ibn-Sina, in der Medizin unterrichtet zu werden.

    Cover und Design: Das Design des Taschenbuches finde ich für einen historischen Roman sehr ansprechend. Das Cover ist schlicht, aber sticht sofort ins Auge. Man kann auf Anhieb erkennen, dass es sich um einen Mittelalter-Roman handelt und durch den Titel und den Hermes-Stab weiß man sofort, dass die Medizin eine große Rolle spielen wird. Einzig mit der kleinen Eidechse neben dem Buch kann ich nicht wirklich was anfangen. Ich weiß auch nicht wirklich, welchen Bezug die Eidechse zu der Geschichte haben soll.
    Eine kleine Anregung: Da sich Rob unser Protagonist auf eine lange und beschwerliche Reise quer durch Europa und den nahen Osten begibt, wäre eine Karte über seine Reiseroute sehr hilfreich und ein zusätzliches Schmankerl gewesen.

    Meine Meinung: "Der Medicus" - ein Titel, den jeder Fan von historischen Romanen zumindest schon gehört hat. Ich habe mich nun auch endlich an den Klassiker gewagt und ich kann endlich verstehen, warum dieses Buch so einen Hype ausgelöst hat. Das Buch ist nicht nur reich von mittelalterlicher Geschichte, sondern auch voller Glaubens- und Moral-Fragen. Glaube oder Wissenschaft - im Mittelalter zwei große Themen, die in der dunkelsten Zeit beinahe nicht miteinander kombinierbar sind. Ein Bader, der in der Heilkunst zu sehr bewandert war oder ein Heiler, dessen Patienten kurz nach der Behandlung starben, drohte Verfolgung und ein grauenhafter Tod. Europa ist geprägt von Inquisitionen und Hexenverfolgungen, eine Zeit in dem der nahe Osten sehr viel fortgeschrittener war als die Christen des mittelalterlichen Europas. Unser Protagonist Rob begibt sich auf eine sehr lange, beschwerliche Reise nach Persien um dort mehr Wissen über die Heilkunst zu erlangen und in der berühmten Universität Isfahans Medizin zu studieren. Da dies Anhänger des katholischen Glaubens aber verboten ist, gibt er sich fortan als Jude aus. Der Drang zu mehr Wissen ist seine Bestimmung, auch wenn er dafür jeden Tag fürchten muss als falscher Jude entdeckt und hingerichtet zu werden.
    Der Roman ist in fünf große Teile aufgeteilt. Jeder Teil behandelt einen wichtigen Abschnitt aus Robs Leben. Wir begleiten Rob von Kindesbeinen an, erleben wir er zu einem jungen Erwachsenen heranreift, sich verliebt, in den Jahren an Wissen anhäuft und schließlich als promovierter Medicus nach England zurückkehrt. Dabei müssen wir mehrmals um sein Leben fürchten, denn das Leben im Mittelalter war geprägt von Krieg, Ungerechtigkeiten, Krankheit und Tod. Besonders für einen halbstarken Jugendlichen wie Rob, dessen Wissensdurst größer ist, als sein Zugehörigkeitsgefühl zu Land und Glaube. Im Buch wurde nichts verschönert, das dunkle Mittelalter wurde detailgetreu und richtig dargestellt, inklusiver religiöser Fanatiker, der alles verschlingenden Pest, hungernder Armut und mächtigen Herrschern. Wie schnell ein Mensch von Anerkennung in Ungnade fallen kann, muss Rob am eigenen Leibe erfahren, ebenso das Glück und Leid einer großen Liebe.
    Was an dem Buch wirklich besonders ist, ist die wundervolle Darstellung des in diesem Zeitalter sehr fortschrittlichen Persien. Die orientalische Stadt Isafahan mit seinem Reichtum wurde so bildhaft und detailreich beschrieben, dass ich mich beim Lesen wirklich dort befunden habe. Ich habe gemeinsam mit Rob an der medizinischen Universität der Wissenschaften studiert und habe mit ihm gelitten und gelacht. Die Geschichte der Medizin ist ein großes Thema, das ich unglaublich interessant finde, und dieses Thema wurde vom Autor wunderbar in den Roman eingewoben. Immer wieder gibt es wissenschaftliche und medizinische Details, die wir heute nur auf Grund dieser Ärzte der damaligen Zeit als  selbstverständlich sehen. Die Erforschung von Krankheit und das Wissen um die Funktion des menschlichen Körpers sind Themen, die in der Antike zwar schon erforscht wurden, im Mittelalter durch die Religion aber wieder ins Dunkle gerieten. Wissen, das wir bereits hatten wurde wieder vergessen und umso interessanter fand ich die Gegenüberstellung von Glaube und Wissenschaft in diesem Roman.

    Wem die Medizin nicht interessiert und nur auf der Suche nach einem unterhaltsamen, historischen Roman ist, der sollte dieses Buch auf keinen Fall lesen, denn die Story ist gefüllt mit medizinischen und wissenschaftlichen Details. Für Interessenten dieser Themen ist "Der Medicus" aber ein Meisterwerk. Ich habe sehr viel Wissen daraus mitgenommen, nicht nur im Bereich der Medizin sondern auch über die Geschichte und Kultur des mittelalterlichen Persiens, heute Iran. Ein Ort mit einerseits märchenhaften Reichtum und fortschrittlichen Wissenschaften, andererseits aber auch ein Ort, bei dem ein mächtiger Schah über Gnade und Ungnade herrscht. Das Buch hatte zwischendurch zwar kleine Längen, es zählt aber zu den informativsten historischen Romanen, die ich je gelesen habe.
    Eine historische Geschichte, die trotz der wissenschaftlichen Themen abenteuerlich und faszinierend ist. Sehr lesenswert für alle wissensdurstigen Fans von mittelalterlichen Romanen.

  7. Cover des Buches Harry Potter und der Orden des Phönix (ISBN: 9783551557452)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Orden des Phönix

     (9.648)
    Aktuelle Rezension von: Hannie_

    Wirklich gut, wenn auch nicht mein Lieblingsbuch der Serie...

  8. Cover des Buches Harry Potter und der Halbblutprinz (ISBN: 9783551557469)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Halbblutprinz

     (9.395)
    Aktuelle Rezension von: heartbeat-for-books

    Harry startet mit seinen Freunden das 6. Schuljahr in Hogwarts. Seitdem bekannt ist, dass der dunkle Lord wirklich auferstanden ist, gelten strengere Regeln dort. Dumbledore versucht mit Harry mehr über den Dunklen Lord herauszufinden. Nebenbei muss aber auch der normale Schulaltag bewältigt werden und hierbei erhält Harry Hilfe durch den „Halbblutprinzen“, dem vorher das Zaubertrankbuch gehörte. Doch wer ist dieser „Halbblutprinz“?

     

    Wieder einmal kann man in die magische Welt eintauchen und auch nach dem wiederholten Lesen (jedes Jahr wird ein Harry Potter Band in der Herbstzeit gelesen) wird die Geschichte nicht langweilig. Harry und seine Freunde sind keine Kinder mehr. Sie werden langsam zu jungen Erwachsenen und daher spielt auch die Liebe und die Eifersucht eine größere Rolle in diesem Buch, was ich sehr sympathisch finde.

    Ebenfalls kommen die Filme nicht an die Bücher heran, gerade im 6. Band erfährt man so vieles mehr über die Vergangenheit von Lord Voldemort und wie er teils zu dem wurde, den wir alle kennen.

    Einziges Manko an diesem Band, daher auch „nur“ 4 Sterne. Ich habe das Gefühl, dass sich das Buch zwischenzeitlich doch immer wieder etwas in die Länge zog und die Action zwischendurch einfach fehlte.

  9. Cover des Buches Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (ISBN: 9783551557476)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

     (9.599)
    Aktuelle Rezension von: EkstasederKrawatte

    Auch Jahre nach der ersten Lektüre nehme ich die Harry Potter Bücher immer wieder gerne zur Hand und lasse mich von der magischen Welt in Hogwarts faszinieren. Es war wundervoll mit den Charaktären erwachsen zu werden doch auch jetzt haben sie nichts von ihrem Charme eingebüst. Gerne schaue ich die Videos der "Super Carlin Brothers" auf Youtube, in denen Theorien zu noch ungeklärten Fragen zur Saga erörtert werden  und lasse mich voller Freude in die Welt der Magie entführen.

  10. Cover des Buches Drachenreiter (ISBN: 9783841502643)
    Cornelia Funke

    Drachenreiter

     (772)
    Aktuelle Rezension von: Sunnyleinchen

    Inhalt: Eine abenteuerliche Reise liegt vor Lung, dem silbernen Drachen. Zusammen mit dem Koboldmädchen Schwefelfell und dem Waisenjungen Ben ist er auf der Suche nach einem sicheren Ort für seine Artgenossen, für die es in der Menschenwelt keinen Platz mehr zu geben scheint. So folgt Lung dem Rat des weisen Schieferbart und setzt seine ganze Hoffnung auf den sagenumwobenen "Saum des Himmels". Dort, irgendwo zwischen den Gipfeln des Himalaya versteckt, soll die ursprüngliche Heimat der Drachen liegen. Doch auch Nesselbrand, der bedrohliche Goldene, hat schon seine Raben auf die Suche geschickt... 

    Cornelia Funke hat mit "Drachenreiter" eine wundervolle Geschichte mit einzigartigen Charakteren geschaffen. Der Schreibstil liest sich aufgrund der vielen Namenswiederholungen manchmal etwas stockend, besonders beim Vorlesen. Trotzdem hat die Erzählung rund um Ben, Lung und all die anderen besonderen Figuren viel Charme und lebt von kleinen phantastischen Details.

  11. Cover des Buches Die Dämonenakademie - Der Erwählte (ISBN: 9783453269842)
    Taran Matharu

    Die Dämonenakademie - Der Erwählte

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Betty1337

    Ein Buch für alle die Action und Fantasy lieben, aber mit Liebe an sich nichts am Hut haben.

    In einem Land namens Hominium, das zwischen dem Land der Elfen und dem der Orks liegt, herrscht Krieg.
    Gegen die Elfen im Norden und den Orks im Süden. Doch selbst in Hominium gibt es Zwergenaufstände.
    Ja richtig! Elfen, Orks und Zwerge. Und es gibt Dämonenbändiger

    Die Elfen sind immer kurz davor mit dem Menschen Frieden zu schließen. Doch es herrscht immer noch Krieg...
    Die Orks sind grausam und werden immer stärker.
    Den Zwergen gehört eigentlich das Land Hominium, doch als die Menschen es Besetzten zogen sie sich zurück und leben nun Teilweise unter ihnen.
    Sie sind die einzigen Hersteller von Musketen, eine Art Pistolen, die Wirkungsvoller gegen Orks sind als Schwerter. Man kann auch sagen das einzige das die Orks aufhält.
    Dämonenbändiger sind sowohl unter den Menschen als auch unter den Elfen, Zwergen und Orks vertreten.
    Die Dämonenbändiger unter den Menschen sind meist Vertreter einer Adelsfamilie oder Bastarde einer.

    In diesem Hominium gibt es eine kleine Stadt in der Nähe der Elfenfront namens Pelz.
    Und eines Nachts wird vor dem Tor dieser Stadt ein kleines Baby mitten im Schnee gefunden.
    Es wird von dem Schmied Berdon aufgenommen und aufgezogen.
    Er nennt es Fletcher.

    Pelz wird von einer gemeinen Familie, den Cavells kontrolliert.
    Und ausgerechnet Fletcher scheint das Hauptziel der Schikane deren Jüngsten Sprösslings, Didric, zu sein.
    Er versucht ständig ihn und seinen Ziehvater bei irgendetwas zu erwischen um ihn bei seinem Vater anzuklagen.
    Oder er lässt Fletcher nicht durch das Haupttor wenn dieser von der Jagd kommt.

    In Pelz gibt es einen Tag im Jahr, an dem die die an die Elfenfront geschickt werden bei ihnen vorbeikommen um noch ein paar Sachen zu kaufen oder zu verkaufen.
    So kam es das an diesem Tag auch ein seltsamer Händler auftauchte, der allerlei Dinge von der Ork Front mitbrachte.
    Darunter auch ein Tagebuch eines Dämonenbändigers.
    Er hatte zu all seinen Wahren eine Geschichte zu erzählen.
    Fletcher der bei Berdon in der Schmiede beim Verkauf mithalf Hörte ihm gern zu.
    Am Abend trafen sich Fletcher und der Händler in der Taverne.
    Sie Freundeten sich an. Doch dann tauchte Didric auf und verlangte das Tagebuch das der Händler am Tag nicht verkaufen konnte.
    Doch dieser wollte es ihm nicht geben. Es kam zu einem Kampf, den Fletcher und der Händler gerade so gewannen.
    Zum Abschied schenkte der Händler Fletcher das Buch, da er ihm danken wollte.
    Fletcher war so neugierig dass er das Buch aufschlug kaum das er Zuhause war. Das erste was er darin fand war eine Beschwörungsformel.
    Noch am selben Abend machte er sich auf den Weg zu Friedhof um mal zu schauen was passiert. Er erwartete nichts doch man kann es ja versuchen.

    Ich finde der erste Band ist ein gelungener Auftakt der Trilogie. Sie hat mich in ihren Bann gezogen. Und kaum das ich mich versah war es auch schon zu Ende.
    Im späteren verlauf lernen wir auch den kleinen Dämon Ignatius, den Zwerg Othello und die Elfe Sylva kennen.
    Die Geschichte ist sehr ausführlich geschrieben.
    Tipp an alle Leseratten die gerne vor Spannung Platzen könnten, hört niemals beim Ende eines Kapitels auf, den ihr werdet sonst nicht schlafen können.
    Fletcher ist ein gutes Vorbild für alle die nur wenig auf sich halten, er zeigt das man mit Kreativität, Freundschaft und ein wenig Mut großes erreichen kann.
    Doch auch in einem Buch voller Magie kommt der Schwertkampf und das Bogenschießen nicht zu kurz. Also für alle die Action lieben und mehr über Waffen und Kampfausrüstung wissen wollen ist auch was dabei.
    Den einzigen Minuspunkt gebe ich dafür, dass das Ende viel zu kurz ist. Es ist nicht ganz so ausführlich geschrieben wie der Anfang.

    Aber genug von mir. Bildet euch selbst eine Meinung.

  12. Cover des Buches Der Monstrumologe (ISBN: 9783404206674)
    Rick Yancey

    Der Monstrumologe

     (176)
    Aktuelle Rezension von: CherryFairy

    Cover

    Das Cover, sowie die Illustrationen im Buch selbst, sind passend zur Atmosphäre und Story gewählt. Farblich in schwarz weiß gehalten.

    Ich fand es spannend die Illustrationen im Buch zu den "Monstern" zu sehen oder auch zu den Charakteren, denn so bekam der Grusel gleich ein Bild :D


    Story

    Der 12 jährige Will Henry hilft als Assistent den kauzigen und geheimnisvollen Dr. Warthrop, dessen Spezialgebiet Monster aller Art sind. Als eines Abends eine "Lieferung" für den Doktor ankommt, verändert sich schlagartig die Stimmung, denn anscheinend ist eine Monsterart aufgetaucht, die Jagd auf die Menschen macht....


    Meine Meinung

    Um ehrlich zu sein, waren meine Erwartungen nicht sooo hoch, weil ich dachte, hm okay was soll man daraus schon machen, denn eigentlich wollte ich das Buch nur wegen der Thematik lesen, ich finde Monsterbücher und neue Wesen super spannend und faszinierend! 

    Der Schreibstil selbst ist am Anfang sehr befremdlich, auch kamen anfangs oft Wiederholungen vor, die recht nervig waren "Will Henry mach fix" war ein so ein Satz, allerdings muss ich sagen, dass dies wirklich nur am Anfang vorkommt, im späteren Verlauf gibt es diese ständigen Wiederholungen nicht, also durchhalten lohnt sich! Der Spannungsbogen war extrem gut!

    (Habe es nachts gehört/gelesen und fand es echt gruselig :D )

    Es gab auch Wendungen die mich wirklich überraschten. Ich möchte auf jeden Fall die weiteren Teile lesen, denn die Thematik ist für mich immer noch sehr spannend.


    Mein Fazit

    Mein Interesse ist geweckt und ich werde die Reihe weiterlesen. 4 Bände gibt es und laut Rick Yanceys Homepage wäre die Reihenfolge

    1. Der Monstumologe

    2. Der Fluch des Wendigos

    3. Insel des Blutes

    4. Das Drachenei

    Komischerweise geben manche Seiten auch LB eine andere Reihenfolge an, warum auch immer.... Ich werde nach Autoren Reihenfolge weiterlesen , ich freu mich drauf und kann es Monsterfans nur weiterempfehlen ^-°




  13. Cover des Buches Zwanzig Zeilen Liebe (ISBN: 9783492309943)
    Rowan Coleman

    Zwanzig Zeilen Liebe

     (271)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Zwanzig Zeilen Liebe erzählt die Geschichte von Stella, Hugh, Hope und zahlreichen Menschen, die ihre letzten Zeilen und Worte zu Papier bringen können.

    Ich fand es war einfach nur ein süßes Buch. Es hat mich weder gefesselt, noch hat es mich gelangweilt. Es war eher einfach gemütlich zu lesen, genau perfekt für einen faulen Nachmittag, an dem man sich einfach ein wenig hängen lassen möchte.

    Die Idee dahinter hat mir sehr gefallen. Hier ging es nicht einfach um einen bevorstehenden Tod und den letzten Willen, den die Patienten erfüllt haben wollten, es ging darum, die eigene Seele zu entlasten und anderen Menschen das letzte, bedeutendste Geschenk zu machen, das man ihm bieten kann: die Wahrheit.


    Hugh und Stella haben mich sofort für sich einnehmen können, ich konnte mit beiden auf eine Art und Weise mitfühlen, die nur schwer zu beschreiben ist. Mit Hope dagegen habe ich mich ein wenig schwergetan. Ich glaube, in ihr hat einfach noch viel zu sehr ein Teenager gesteckt, der nie die Möglichkeit hatte, rauszukommen (was ja angesichts ihrer Krankheit auch verständlich ist, trotzdem konnte ich nicht so richtig mit ihr warm werden). 


    Allzu viel Spannung hat das Buch zwar nicht geboten, aber es zu lesen war trotzdem schön.

  14. Cover des Buches Der König der purpurnen Stadt (ISBN: 9783404152186)
    Rebecca Gablé

    Der König der purpurnen Stadt

     (589)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Im Jahr 2002 erschien der Roman "Der König der purpurnen Stadt" von der Königin der historischen Romane Rebecca Gablé im Bastei Lübbe Verlag.


    London im Jahr 1330: Nach dem Tod seiner Mutter geht der achtzehnjährige Jonah Durham bei seinem Cousin Rupert in dessen Tuchladen in die Lehre. Dort hat er einen schweren Stand, denn Rupert ist gewalttätig und zu Jonah oft ungerecht. Einzig seine Großmutter Cecilia schenkt ihm etwas Zuneigung. Jonah möchte ein erfolgreicher Tuchhändlerwerden, doch dazu muss er in der elitären Londoner Tuchhändlergilde aufgenommen werden. Als er König Edward und seiner Frau, Königin Philippa begegnet, kommt er seinem Traum näher. Er wird Hoflieferant und der jüngste Kaufmann in der Gilde. Gemeinsam mit Königin Philippa revolutioniert er den Londoner Tuchhandel. Mit seinem Erfolg erntet er auch Neid und wird zum Opfer von Intrigen.

    Diesen historischen Roman lässt die Autorin wieder im Mittelalter in England spielen, doch dieses Mal ist kein Adliger der Protagonist, sondern ein Kaufmann und Wollhändler aus London. Jonah Durham ist eine Figur, mit der man sich auf eine abenteuerliche Reise machen kann, denn sein Erfolg im Beruf, sein Aufstieg in die elitäre Tuchhändlergilde ist seinen Neidern ein Dorn im Auge. Er muss einiges einstecken, bis er diesen Aufstieg geschafft hat und auch danach hat er einige Feinde. Seine Liebe zur Königin Philippa macht die Sachen um einiges schwerer als es schon der Fall ist.


    Auch dieser Roman ist der Autorin wunderbar gelungen, das London des 14. Jahrhunderts und das damalige Kaufmannsleben zeichnet sich als Kopfkino ab und die Hauptfigur Jonah hat mit seinem Lebenswandel einige Intrigen und Abenteuer zu bestehen, die mit Liebe, Leid und Freud beim Leser für gute Unterhaltung sorgen.


    Es entsteht ein guter Einblick in die Gebräuche der Zünfte und Gilden und das Leben des Mittelstands wird hier authentisch nachempfunden. Aus dieser Sicht hat man eine neue Perspektive auf die Adelsherren, den König und die Ritter und lernt die politische und gesellschaftliche Struktur Londons kennen.

    Anhand einiger weiblicher Charaktere verdeutlicht die Autorin gezielt die Rolle der Frau im Mittelalter mit ihrer unterwürfigen Stellung, sie zeigt die vorherrschende Gewalt und Unterdrückung, jedoch ohne diese Rolle zu stark zu dramatisieren. Die Darstellung von Königin Philippa gefällt mir ausgesprochen gut, denn sie weiß sich trotz der Abhängigkeit von ihrem Mann durchaus geschickt und mit intelligenten Schachzügen zu wehren und ihre Interessen durchzusetzen.

    Es ist die Kunst der Autorin, ihren Charakteren Leben einzuhauchen und man kann sich gut in die Figuren hineinversetzten und ihr Handeln nachvollziehen, wenn auch nicht billigen. Mir erschien die Hauptfigur Jonah mit seinen negativen Zügen zwar nicht unbedingt als Sympathieträger, doch er wird damit auch glaubhaft. Gegen die anderen Romane fehlt es der Geschichte insgesamt ein wenig an Spannung.

    Doch auch dieser Roman ist wieder gut recherchiert und hat reichlich Unterhaltungspotential.
    Obwohl hier einige Figuren aus anderen Bänden eingebunden werden, ist dieser Roman eine eigenständige Geschichte.

    Am Ende lösen sich die Intrigen und Bosheiten von Jonahs Neidern und Gegner in Wohlgefallen auf, was einem Roman dieser Art einen guten Abschluss verpasst.


    In diesem Roman taucht Rebecca Gablé ins Tuchhändler-Milieu ein und bringt mit stimmiger Hintergrund-Zeichnung eine interssante Geschichte zu Papier, die mit ihren bisherigen Romanen vielleicht nicht ganz mithalten kann, aber dennoch für gute Leseunterhaltung sorgt.

  15. Cover des Buches Die Prophezeiung des magischen Steins (ISBN: 9783522202442)
    Stephan M. Rother

    Die Prophezeiung des magischen Steins

     (76)
    Aktuelle Rezension von: leoseine
    Meine Meinung zum Cover: Das Cover wurde wirklich mega schön gestaltet. Am Anfang dachte ich erst, es ist Herr der Ringe durch die großen Figuren rechts und links. Sie ähneln wirklich sehr. Es ist definitiv ein Hingucker und lud mich zum Träumen ein. Meine Meinung zum Buch: Im nördlichen Teil des Königreiches geschehen merkwürdige Ereignisse. Der junge Diener Dafydd soll zusammen mit Barden auf Reise gehen und rausfinden was dort passiert. Im Laufe der Reise begegnet Dafydd auf einen singenden Stein, der ihn auserwählt sein Träger zu sein. Doch dieser Stein hat eine Macht mit der, der junge Mann noch nicht umgehen konnte. Auf der weiteren Reise begegnet er noch der Prinzessin Livia, einer Zauberin, einem Gnom und auch einem Zwerg. Zusammen ziehen sie weiter. Aber diese Reise verbirgt viele Gefahren und sie wissen nicht das jeder einzelne von ihnen eine Aufgabe haben, um das Schicksal der Welt zu retten. Zum Anfang hatte ich leichte Probleme in die Geschichte hereinzukommen, aber um so weiter ich gelesen habe kam ich immer mehr hinein. Was mir aufgefallen ist, das sich die Geschichte etwas ähnelt von Herr der Ringe, aber trotz der Ähnlichkeit ist es eine eigene Geschichte. Was mich faszinierte war der singende Stein und die Elben. Die Elben waren so faszinierend das ich mir insgeheim auch wünschte eine von ihnen zu sein. Der Schreibstil von Stephan M. Rother war anfangs für mich etwas holprig, aber im Laufe der Geschichte wurde diese immer flüssiger. Die Schauplätze wurde richtig gut beschrieben, so das ich mir diese bildlich vorstellen konnte. Aber auch die einzelnen Charaktere wurden sehr gut beschrieben. Zum Ende hin wurde alles nochmal sehr spannend und kaum auszuhalten. Mein Fazit: Auch wenn ich anfänglich Probleme hatte, in die Geschichte zu kommen wurde es nach ca. 90 Seiten spannender, was dann bis zum Ende anhielt. Die Geschichte hat Ähnlichkeiten mit Herr der Ringe und doch ist es anders. Ich finde das Buch gut geschrieben und kann es nur empfehlen. Ich vergebe 5 von 5 Sterne ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Dieses Buch habe ich von als Rezensionsexemplar erhalten. Es hat meine Meinung nicht beeinflusst.
  16. Cover des Buches Cyril Avery (ISBN: 9783492058537)
    John Boyne

    Cyril Avery

     (33)
    Aktuelle Rezension von: solveig

    Das Leben Cyril Averys ist gleich durch mehrere Makel geprägt: im Dublin der 40er Jahre wird er unehelich geboren und von zwar vermögenden, aber etwas lieblosen Adoptiveltern aufgenommen, die ihm immer wieder versichern, dass er kein „echter Avery“ ist. Dazu kommt seine homosexuelle Veranlagung, die er schon früh entdeckt. Verständlich, dass Cyrils Weg im katholisch-konservativen Irland mit Problemen behaftet ist. Immerhin hat er seinen besten Freund Julian, für den er allerdings mehr als Freundschaft empfindet.

    Auf mehr als siebenhundert Seiten lässt der Autor Cyrils Lebenslauf von seiner Geburt bis ins Alter erstehen  -  keine Seite erscheint zuviel. John Boyne ist ein geistreicher, spannender Erzähler; sehr eindrücklich schildert er Cyrils Erlebnisse, offenbart seine intimsten Geheimnisse und Ängste. Empathisch erzählt er von schmerzhaften Erfahrungen mit Vertretern der Kirche, seiner Sexualität und Aids. Doch niemals wird sein Ton larmoyant. Viel hintergründiger Humor durchzieht Boynes Roman; sein Held verliert nie seinen Optimismus und die Lebensfreude. Und als er endlich einen Wechsel in ein anderes Land und später auf einen anderen Kontinent wagt, scheint sich für ihn alles zum Guten zu wenden. Auf lockere Art schreibt Boyne ein Stück irische Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts, teilweise bereichert um eigene Kindheits- und Jugenderfahrungen. Ein beeindruckendes, geistreiches Buch, das ich wärmstens empfehlen kann.

  17. Cover des Buches Die Salbenmacherin und der Bettelknabe (ISBN: 9783839219102)
    Silvia Stolzenburg

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Aufgrund der Ereignisse in Tübingen haben Olivera, Götz und die Kinder sich nach Nürnberg aufgemacht um dort ein neues Leben zu beginnen. So endete der erste Band „Die Salbenmacherin“.

    Dieser 2. Band beginnt einige Monate später. Olivera und die Familie haben sich eingelebt und sie können sich schon über die ersten Stammkunden freuen. Die Salben und Tränke aus Oliveras Salbenküche sind sehr beliebt und Götz hat Aussichten auf die Stelle des Stadtapothekers.

    Eines Abends liegt ein halbtot geprügelter Junge in ihrem Hinterhof. Dieser Junge, das Waisenkind Jona, konnte sich aus einer misslichen Lage befreien und bringt die Familie unwissentlich in Gefahr. Olivera wird entführt und sie muss nicht nur um ihr eigenes Leben bangen.

    Mir hat der erste Band schon recht gut gefallen. Mit diesem 2. Band hat sich die Autorin aber noch deutlich gesteigert. Die Geschichte ist kompakt, gut durchdacht, spannend und an machen Stellen auch geschichtlich interessant.

    Olivera ist reifer geworden und hat ihre kindliche Naivität abgelegt. Das hat mir gut gefallen, sie wird mir als Protagonistin immer sympathischer und ich freue mich schon auf den 3. Band „ Die Salbenmacherin und die Hure“.

  18. Cover des Buches Das weiße Gold der Hanse (ISBN: 9783404178896)
    Ruben Laurin

    Das weiße Gold der Hanse

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Anet

    Ich hab mal etwas ganz anderes gelesenen. 

    In diesem Buch wird über Entstehung die Heilig Geist Hospiz in Lübeck erzählt. Ich fand das Deckblatt interessant . Immerhin wohnen wir in der Nähe von Lübeck. Zum Roman.... Er spielt ca 1270 in Lübeck, und einige andere Hansestädte. 

    Die Geschichte dreht sich um einen Stifter des Hospiz von Bertram Morneweg. Er erzählt sein Leben dem jungen Johannes von Köln, der keine Hoffnung sieht, seine Anna zu ehelichen.Weil er nicht standesgemäß sei. 

    Der Roman ist fesselnd geschrieben und gut recherchiert. 

    Teilweise sind Figuren frei erfunden, was der Sache aber kein Abbruch tut. 


    #dasweissegoldderhanse  #lübeck #rubenlaurin

  19. Cover des Buches Große Erwartungen (ISBN: 9783446237605)
    Charles Dickens

    Große Erwartungen

     (218)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Eines muss ich gleich an den Anfang stellen: die Übersetzung von Paul Heichen von Charles Dickens „Große Erwartungen“ liest sich wahrlich nicht einfach. Da ist es gut, dass die einzelnen Kapitel nicht übermäßig lang sind. Womit ich gar nicht einverstanden bin ist die Bemerkung auf dem Klappentext, dass der kleine Pip ohne Familie, ohne Liebe groß geworden ist. Ein Waisenjunge zwar, doch ist er bei seiner Schwester und deren Mann untergekommen. Und sein Onkel gibt ihm die Liebe, die er so schmerzlich vermisst. Auch in dem nahen kleinen Dorf findet er so manche Zuwendung. Arm zu sein bedeutet nicht, auf alles verzichten zu müssen. Aber Pip weiß, dass es da draußen so viel mehr gibt, und davon möchte er ein großes Stück für sich. Der Schreibstil macht einen müde, viele Seiten an einem Stück zu lesen bedeutet ein hohes Maß an Konzentration. Ungeduldig macht es einen, wenn die Schwester mal wieder an Pip herumkrittelt oder die nächsten Verwandten sich im Schönreden versuchen.
    Pip ist ein kleiner Junge, der viel mit sich selbst beschäftigt ist, gerne bei seinem Onkel Joe, ein Grobschmied, in die Lehre gehen will. Im nahen Dorf lebt eine schrullige Alte, die ihn für ihre Zwecke regelrecht missbrauchen will. Eine unglückliche Liebe lässt dieses Fräulein Havisham für immer und ewig an ihrem Hochzeitstag verweilen, möchte nun, dass sich irgendein Junge in ihr Ziehkind Estella unglücklich verliebt. Und das tut Pip sofort. Als sie sich sicher ist, dass Pip unrettbar verloren ist, gibt sie Joe das Lehrgeld, damit er von nun an mit Grobschmieden beschäftigt sein wird. Jahre vorher hat Pip zusammen mit seiner Familie und Bekannten ein Erlebnis, dass ihn mit ausgebrochenen Gefangenen bekannt werden lässt. Dieses Erlebnis ist für ihn so Grauen erregend, dass er immer wieder daran denken muss. Es prägt ihn für immer. Auch ist Pip klar, Estella wird sich nie mit ihm, dem armen Jungen einlassen, er möchte daher so gerne reich und ein wahrer Gentleman werden. Als der Anwalt von Fräulein Havisham ihm kurz vor Ende seiner Lehrzeit eröffnet, dass ein Gönner ihn zu einem solchen ausbilden möchte, sagt er schnell zu und geht nach London. Doch so einfach ist das Leben nicht.
    Einen guten Freund findet er in Herbert, mit dem er sich einmal bei Fräulein Havisham geboxt hat, auch er ein Kandidat für Estella, doch für ihn war sie nichts. Die beiden Freunde versuchen sich in manchem, genießen das Leben, machen Schulden. Irgendwann regt sich bei Pip das Gewissen, zumindest für Herbert soll gut gesorgt werden. Hinter dessen Rücken fädelt er ein Geschäft ein, sodass sein Freund gut versorgt sei. Die großen Erwartungen erfüllen sich nicht für Pip, weder seine Liebe zu Estella will sich in ein finales Ende begeben, noch ist sein Gönner der, den er erwartet hat. Alle seine Lebensjahre umkreisen die selben Menschen: seinen guten Onkel Joe, den ausgebüxten Gefangenen aus seiner Kindheit, die grauenhaften Verwandten seiner Schwester, der Anwalt Herr Jagger, Fräulein Havisham und vor allem Estella. Nichts ist, wie es scheint, die großen Erwartungen scheinen sich immer nur für andere zu erfüllen. Und doch lässt das Ende hoffen. Mir gefällt vor allem, wie sich die Verbindungen zwischen Personen finden, von denen man das so gar nicht erwartet hätte. Und die Erkenntnisse für Pip, die ihn reifen lassen, sein Mut, an unbequeme Dinge heranzugehen, einfach großartig.
    Stimmen im Netz sagen, dass die Übersetzung von Melanie Walz sehr gut sein soll, einen Vergleich habe ich nicht gemacht.

  20. Cover des Buches Wie der Wind und das Meer (ISBN: 9783734106811)
    Lilli Beck

    Wie der Wind und das Meer

     (131)
    Aktuelle Rezension von: Mirarim

    Handlung

    Im April 1945 hat der elfjährige Paul nach einem Fliegerangriff  in München seine letzten Familienmitglieder verloren und läuft alleine, bestückt mit einem kleinen Koffer und einem Kochtopf, durch die Trümmer.

    Unverhofft trifft er das kleine Mädchen Sarah, das auch ohne Familie ist. Da sie seiner Halbschwester zum verblüffen ähnlich sieht und Paul Ausweispapiere hat, schließen sich die beiden zusammen und geben sich als Geschwister aus, um nicht alleine zu sein.

    Von da an sind sie überall zusammen und schlagen sich durch, so gut es geht. Doch nie hätten sie ahnen können, dass ihnen ihre Lüge mal so zum Verhängnis wird ...


    Meinung

    Der Anfang des Buchs hat mich richtig gepackt. Lilli Beck hat sehr berührend beschrieben, wie die Situation in München um 1945 war, wie zerstört die Stadt tatsächlich war und wie es sich darin lebte. 

    Auch die ersten Jahre, die das Buch noch abdeckt, haben mir gut gefallen. In welchen Behausungen sie gelebt haben, wie alles beschrieben wurde und wie gut und schlecht es ihnen dabei ging.

    Im Laufe des Buchs war ich aber leider immer enttäuschter von der Geschichte. Mir war klar, dass die beiden sich lieben und wie stark die Liebe der beiden ist. Allerdings kam bei mir dieses Gefühl, dass sie sich tatsächlich so verbunden fühlen nicht so an, weshalb für mich vieles von dem Buch eher aufgesetzt war und ich nicht im Zauber der Gefühle war und für die beiden mitgefiebert habe.

    An sich aber echt super beschrieben, wie auch eins zum anderen führt, die erste Lüge nicht die letzte bleibt und welche Umstände ihnen immer wieder im Weg standen. Auch die Nettigkeit anderer Leute.

    Manche Sprünge gingen mir auch zu schnell, plötzlich waren sie älter und haben noch ein paar Jahre erlebt, die nur in wenigen Sätzen abgehandelt werden. Das fand ich etwas schade. 

    Tatsächlich behandelt das Buch das Leben der beiden von 1945 bis 1989. Ich finde das gut zu wissen, damit man sich darauf einstellen kann, dass es nicht nur darum geht, dass die beiden nur ein bisschen älter werden, sondern das ganze Leben der beiden in diesem Buch steckt.

    Schön war, dass der Titel des Buchs einen Sinn hat und immer wieder eine Rolle spielt.

    Insgesamt fand ich die Idee gut und habe das Buch am Anfang sehr gerne gelesen. Gerade dafür finde ich, dass sich ein Blick in das Buch lohnt.

  21. Cover des Buches Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1) (ISBN: 9783551320117)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1)

     (19.035)
    Aktuelle Rezension von: Kathi90

    Harry Potter und die ihn umgebende, einzige Welt, zieht seit mehr als zwei Jahrzehnten sehr viele Menschen aller Herrenländer in seinen Bann. So nun, endlich, auch mich. Mit sehr viel Freude begleitete ich den kleinen Jungen, der nicht wusste wie magisch sein Leben eigentlich ist, auf seinem ersten Abenteuer zusammen mit seinen besten Freunden gegen Vol... ähm, ich meine natürlich, "Du-weißt-schon-wer", und war von der ersten Seite an gefesselt. Ich habe mit Harry gelitten, geweint und mich für ihn unendlich gefreut. Bis zum Schluss war ich gespannt, wie es ihm wohl ergehen wird, obwohl ich die Gesichte, in groben Zügen, bereits aus den Filmen kannte. Wenn ein Buch es schafft, trotz dieser Tatsache, den Leser so tief in die Geschichte zu ziehen, dass man nicht mehr auftauchen kann und möchte, kann es nur großartig sein. Und so freue mich bereits auf das nächste Abenteuer mit Harry!

  22. Cover des Buches Dämliche Dämonen (ISBN: 9783442265749)
    Royce Buckingham

    Dämliche Dämonen

     (319)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Die „Demonkeeper“-Trilogie von Royce Buckingham ist einer der kuriosen Fälle, in denen eine Veröffentlichung im Ausland erfolgreicher war als das Original. Obwohl der US-Amerikaner in seiner Heimat positive Resonanz erhielt, wurde er erst in Deutschland zu einem Bestsellerautor. Der Auftakt „Dämliche Dämonen“ war bei uns so beliebt, dass der deutsche Verlag Penhaligon zwei weitere Bände in Auftrag gab. Ich glaube, ich habe noch nie gehört, dass Fortsetzungen von einem ausländischen Verlag initiiert wurden. Mir war gar nicht klar, dass das möglich ist. Als ich „Dämliche Dämonen“ vor vielen Jahren auf meine Wunschliste setzte und später kaufte, wusste ich nicht, dass es ein Bestseller ist. Es erklärt jedoch, warum mir das Buch von Amazon überhaupt vorgeschlagen wurde.

    Erst einen Monat ist Nathan Grimlock auf sich gestellt und schon hätte er sich beinahe vom TIER fressen lassen. Seit dem tragischen Tod seines Mentors Dhaliwahl kümmert sich Nathan mitten in Seattle allein um ein Haus voller Dämonen. Die Rasselbande ist anstrengend, aber meistens harmlos. Trotzdem fühlt sich Nathan nicht gerade wie der mächtige Hüter, der er sein sollte. Eher wie eine Mischung aus Kindergärtner und Zoowärter. Es hilft auch nicht, dass Dhaliwahl ihm eintrichterte, dass Mädchen Tabu sind. Als er beschließt, diese eine Regel ausnahmsweise zu ignorieren, geht prompt alles schief, was schiefgehen kann. Das TIER büxt aus und ein finsterer Geselle nähert sich Seattle, der die chaotische Energie der Dämonen für seine Zwecke missbrauchen will. Nathan muss die Ordnung wiederherstellen, ohne dabei über seine dämonischen Gefährten zu stolpern, die ihren Hüter natürlich tatkräftig unterstützen!

    Vielleicht erscheint euch eine Rezension eines Buches, das „Dämliche Dämonen“ heißt, ein bisschen überflüssig. Unter diesem Titel können sich die meisten Leser_innen wahrscheinlich recht genau vorstellen, was sie erwartet. Ich glaube allerdings, dass humoristische Literatur – möglicherweise mehr als jede andere Gattung – einen tieferen, analytischen Blick verlangt, weil Humor höchst individuell ist. Das Versprechen von Witz bedeutet nicht automatisch, dass ein Buch dieses Versprechen für jede_n Leser_in erfüllt. Ich habe diese Rezension demnach nicht (nur) aus purer Gewohnheit geschrieben, sondern weil ich überzeugt bin, dass ihr aus der Analyse einen Mehrwert mitnehmen könnt. Also, lasst uns gemeinsam herausfinden, ob „Dämliche Dämonen“ euch zum Lachen bringen könnte.
    Royce Buckinghams Trilogieauftakt versprüht einen ganz speziellen Charme. „Dämliche Dämonen“ ist offiziell ein Roman für die Mittelstufe und richtet sich demnach nicht gezielt an ein erwachsenes Publikum. Das spürte ich beim Lesen sehr deutlich. Die Geschichte wird von einer naiven, etwas kindlichen Ausstrahlung und Herangehensweise geprägt, die die Lektüre für mich erfrischend kurzweilig und unprätentiös gestaltete. Alles erscheint sehr simpel gestrickt und im Grunde ist es das auch: Der Protagonist Nathan muss verhindern, dass ihm die Kontrolle über die ihm anvertrauten Dämonen entgleitet oder gestohlen wird. Das ist ein Narrativ, das auch Kinder verstehen. Die Figuren sind herzlich und liebenswürdig gezeichnet; nicht einmal das TIER, das durchaus bedrohlich wirkt, tritt so abstoßend oder beängstigend auf, dass sich Leser_innen davor fürchten, umzublättern. Indem Buckingham die interessante Idee verfolgte, Dämonen nicht als Höllenwesen zu definieren, sondern als Manifestationen chaotischer Energie, befreite er sich vom Stereotyp der Bösartigkeit. Deshalb sind seine Dämonen überwiegend putzige, kleine Plagegeister, die einfach nicht anders können, als Aufruhr anzurichten. Sie treiben ihren Hüter in den Wahnsinn, grundsätzlich nahm ich ihre Beziehung aber als positiv wahr. So sehr sie seine Nerven strapazieren, schloss er sie dennoch ins Herz. Dadurch entsteht eine warme, lebendige Situationskomik, die an den guten alten Slapstick erinnert, der nicht grundlos seit Jahrzehnten erfolgreich ist. Ich mochte die Mischung aus leichtem, ungezwungenem Witz und gut greifbarer, ereigniszentrierter Erzählung. Dennoch muss ich festhalten, dass „Dämliche Dämonen“ meiner Meinung nach auf den Humor angewiesen ist, um zu funktionieren. Durch die Bemühungen des Autors, seinen Roman locker, lustig und zugänglich aufzuziehen, machte er Abstriche bei Logik und Konsistenz. Leser_innen erfahren ausschließlich, was sie wissen müssen, um die Geschehnisse zu verstehen, weiterführendes Hintergrundwissen bietet er nicht an. Dadurch erschlossen sich mir einige Punkte nicht, zum Beispiel Nathans Ausbildungsniveau, die Alterszuschreibungen der menschlichen Figuren oder die Notwendigkeit, Dämonen zu hüten, statt ihre chaotische Energie ins kosmische Gleichgewicht zurückzuleiten. Aufgrund dieser Verständnislücken empfand ich „Dämliche Dämonen“ als unzureichend konstruiert. Lässt man den Humor außer Acht, überzeugt die Geschichte nicht.

    Als Vertreter der humoristischen All-Age-Fantasy hat „Dämliche Dämonen“ seinen Reiz. Es gefiel mir, dass ich mich von Royce Buckinghams Humor nie überrollt fühlte und nie das Gefühl hatte, dass er mich um jeden Preis zum Lachen bringen wollte. Vielmehr vermittelte er mir den Eindruck, dass sein Ziel ein permanentes Schmunzeln war, was ihm in meinem Fall durchaus gelang. Seine niedlichen Dämonen musste ich einfach liebgewinnen, auch wenn ich fand, dass er sich zu sehr auf ihre Eskapaden verließ, um den Auftakt der „Demonkeeper“-Trilogie zu gestalten. Der Witz des Buches steht und fällt mit ihnen; das Buch wiederum steht und fällt mit diesem Witz. Deshalb glaube ich, dass „Dämliche Dämonen“ primär für Leser_innen funktioniert, die gezielt nach einer lustigen Lektüre suchen. Beiläufige Komik, die eine in sich runde Geschichte unterstreicht, werdet ihr nicht bekommen. Was ihr bekommt, ist Dämonenchaos pur – mit allen komischen Konsequenzen.

  23. Cover des Buches Oliver Twist (ISBN: 9783764171186)
    Dirk Walbrecker

    Oliver Twist

     (681)
    Aktuelle Rezension von: dieNachteule

    Ich verzichte einmal darauf eine weitere Inhaltsangabe zu schreiben und möchte sogleich zu meinem Resümee gelangen. Zugegebenermaßen habe ich den Roman ,,Oliver Twist“ aus nur einem Grund gelesen, und zwar, dass es sich hierbei um einen Literaturklassiker handelt, der den Leser aufklärt über das alltägliche Leben bestimmter Gesellschaftsschichten im viktorianischen Zeitalter Großbritanniens. Gleichermaßen handelt es sich um das erste Werk, welches ich von Dickens gelesen habe. 

    Die altmodische Sprache stellt kein Stolperstein da, der Lesefluss wird dadurch nicht beeinträchtigt. Schachtelsätze, die Orte, Situationen oder Figuren detailreich schildern, sind vorherrschend. Dasselbe gilt für die Dialekte gewisser Figuren, die überwiegend vorzufinden sind. Diese beiden Aspekte haben dafür gesorgt, dass ich mich durch manche Kapitel regelrecht durchkämpfen musste. Möglicherweise hätte ich das nicht getan, wenn die Geschichte spannungslos gewesen wäre. Anlässlich der Haupt- und Nebencharaktere kann ich behaupten, dass Oliver Twist in seinem Leben eine enorme Menge an Menschen kennenlernt, welche ebenfalls weitere Bekanntschaften schließen. Infolgedessen geben prinzipiell die Nebencharaktere Aufschluss über das Leben des Waisenkindes, zugleich werden deren Schicksale mal mehr und mal weniger beleuchtet. Jedenfalls wurde ich mit vielen Eindrücken und Lebensgeschichten überhäuft, sodass diese Mehrsträngigkeit meine Konzentrationsfähigkeit herausgefordert hat – und das ist gut so.
    Die Darstellung dieses Zeitalters ist meisterlich, deshalb hat sie mich des Öfteren in schieren Schock versetzt. Die düstere Atmosphäre, die sich über mehr als die Hälfte des Romans erstreckt, hat mir gut und gerne zugesetzt. Das trifft auch auf die Verhältnisse, in denen Oliver seine ersten Lebensjahre verbringt, zu. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, wenn er an Personen geraten ist, die ihm ausnahmsweise nichts Böses wollen, doch stets mit einer Spur von Misstrauen. 

    Alles in allem bin ich ebenfalls der Meinung, dass das Buch mit Sicherheit empfehlenswert ist, um einen Einblick in die britische Gesellschaft des neunzehnten Jahrhunderts zu bekommen. Nichtsdestotrotz reden wir hier von einem Roman, der zum Nachdenken anregt und keinen einfachen Lesegenuss für zwischendurch darstellt. 

  24. Cover des Buches Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (ISBN: 9783522183970)
    Michael Ende

    Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

     (360)
    Aktuelle Rezension von: Rodrik-Andersen

    Jim Knopf kommt als Baby durch einen Zufall auf die kleine Insel Lummerland, die lediglich von vier Menschen bewohnt wird: König Alfons der Viertel vor Zwölfte, Frau Waas, Herr Ärmel und Lukas, dem Lokomotivführer. Als Jim zu einem jungen Burschen heranwächst, sieht sich der König gezwungen, Platz für einen weiteren, zukünftigen Untertanen auf dem kleinen Eiland zu schaffen, indem die Gleise mitsamt der Lokomotive Emma weichen müssen. Doch Lukas denkt nicht daran, seine Emma und seinen Beruf an den Nagel zu hängen. Kurzerhand entscheidet er sich, die Insel zusammen mit seiner Lokomotive zu verlassen. Und als Jim davon Wind bekommt, schließt er sich seinem besten Freund prompt an. Das Abenteuer beginnt …

    Was gibt es zu diesem Klassiker zu sagen? Die meisten Menschen meiner Generation, die in Deutschland aufgewachsen sind, werden von Jim Knopf, Lukas dem Lokomotivführer und der Insel Lummerland gehört haben – sei es über die beiden Bücher oder die mehr als gelungene Interpretation der Augsburger Puppenkiste. Zudem kam 2018 eine Realverfilmung des ersten Bandes in die Kinos, die hoffentlich bei einem jüngeren Publikum das Interesse an den Romanen geweckt hat. Um es kurz zu machen: Was der Autor Michael Ende auf rund 250 Seiten an lustigen Ideen und Einfällen präsentiert, ist sowohl überwältigend als auch herzerwärmend. Zudem flößen die großartigen Zeichnungen von F. J. Tripp den Charakteren und Orten zusätzliches Leben ein, was die Geschichte lebendig werden lässt und erlebbar macht – und zwar nicht nur für Kinder.

    Fazit: Bei „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ handelt es sich um einen zeitlosen Klassiker, der in jedes Kinderzimmer gehört. Nicht umsonst wurde das Werk damals, vor rund 60 Jahren, mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet. An der einen oder anderen Stelle fallen zwar Szenen auf, die aufgrund ihrer längst überholten Geschlechterrollen unfreiwillig komisch wirken. Und auch die Thematisierung von Jims dunkler Hautfarbe mag heutzutage befremdlich, vielleicht sogar fragwürdig anmuten. Doch spiegelt dies die Vorstellungen der 60er Jahre wider. Und wer dieser Tage dem Autor gar rassistische Motive unterstellt, tut ihm, wie ich meine, unrecht. Denn, wenn es so wäre, warum hat Michael Ende ausgerechnet Jim Knopf die Hauptrolle zugedacht, weshalb sein Name auch den Titel schmückt? Stattdessen sollte der Fokus auf der Handlung, der Kreativität und den positiven Botschaften liegen, die sich in der Geschichte auf mannigfaltige Weise verbergen. Ein Jugendbuch wie gemacht, um seinen Kindern vor dem Zubettgehen daraus vorzulesen und nebenbei die herrlichen Zeichnungen zu bewundern.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks