Bücher mit dem Tag "wales"
135 Bücher
- Ken Follett
Sturz der Titanen
(1.303)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIch weiß nicht, ob Sturz der Titanen das ideale Weihnachtsbuch ist – schließlich taucht man tief in den Ersten Weltkrieg ein. Aber wann hat man sonst schon einmal so viel Zeit, um sich ganz in Ruhe auf einen 1000-Seiten-Schmöker einzulassen?
Ken Follett hat diese besondere Gabe, einen schon nach wenigen Seiten mitten ins Geschehen zu ziehen. Ja, zu Beginn gibt es viele Schauplätze und zahlreiche Figuren, die man erst einmal einordnen muss. Doch erstaunlich schnell fiebert man mit allen mit, lernt sie zu lieben oder zu hassen und begleitet sie auf einer intensiven Reise durch einen dunklen Abschnitt der Weltgeschichte.
Das Buch ist stellenweise harte Kost. Der Erste Weltkrieg wird eindringlich und schonungslos geschildert, und die Schrecken, die die Menschen erleiden mussten, gehen nahe. Gleichzeitig war dieses Buch für mich besser als jede Geschichtsstunde. Die Recherche ist unfassbar gut – jede historische Begebenheit, jede reale Persönlichkeit und jeder Schauplatz sind sorgfältig eingebettet. Man merkt auf jeder Seite, wie fundiert und durchdacht dieses Buch ist.
Besonders spannend fand ich die unterschiedlichen Perspektiven: England, Russland, die USA – dadurch versteht man politische Zusammenhänge, Entscheidungen und Entwicklungen viel besser, auch wenn man bei den vielen politischen Manövern aufmerksam lesen muss.
Großartig ist zudem, wie Ken Follett die Lebenswege seiner Figuren miteinander verwebt. Ihre Geschichten kreuzen sich nach und nach, ohne konstruiert zu wirken. Alles hängt zusammen, alles greift ineinander, sodass man nie das Gefühl hat, mehrere getrennte Handlungsstränge zu lesen.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt: Für meinen Geschmack hätten einige Passagen – vor allem die sehr detaillierten Beschreibungen von Waffen, Strategien und Gefechten – etwas kürzer ausfallen können. Auch wenn ich Folletts Detailverliebtheit schätze, war mir das stellenweise etwas zu viel.
Fazit: Sturz der Titanen ist ein eindrucksvoller, spannender und lehrreicher Auftakt der Jahrhundert-Saga, die ihren Namen mehr als verdient. Habt keine Angst vor den 1000 Seiten – sie lohnen sich wirklich. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band, auch wenn ich jetzt erst einmal wieder etwas leichtere Kost brauche.
- Ransom Riggs
Die Insel der besonderen Kinder
(2.143)Aktuelle Rezension von: Randaleranke📖In "Die Insel der besonderen Kinder" von @ransomriggs geht es um Jacob, dessen Großvater ihm von seinen unglaublichen Entdeckungsreisen, Kindern mit besonderen Fähigkeiten und brutalen Monstern erzählt. Eines Tages wird Jacobs Großvater ermordet und Jacob findet heraus, dass all die Geschichten wahr sind.
❗Dieser Text kann Spoiler enthalten.
✅ Dieses Buch ist etwas für dich, wenn...
- du eine Gruppe Jugendlicher beim Zusammenwachsen und einem lebensverändernden Abenteuer begleiten willst.
- du daran glaubst, dass unter uns besondere Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten und Monster leben.
- du keine Lust auf viele komplizierte Fantasynamen hast, du aber auch nicht ganz darauf verzichten willst.
❌Dieses Buch ist nichts für dich, wenn...
- du mit Tod und Gewalt in Büchern nicht gut umgehen kannst.
- du ein schnelles Erzähltempo bevorzugst.
- Inselsetting und Zeitreisen nicht dein Ding sind.
✨ Eigentlich bin ich kein Fan von entspanntem Erzähltempo, aber in diesem Buch ist mir das fast nicht aufgefallen. Als die Action dann anfing, habe ich lediglich im Nachhinein gedacht, dass ich doch schon einen ganz schön großen Teil des Buches gelesen hatte. Die Geschichte hat mich total gut mit seinen unterschiedlichen Atmosphären gecatched. Teilweise war es gruselig, actionreich, hat mich zum Weinen und auch zum Lachen gebracht, also aus meinen Augen eine wirklich gute Balance gehalten. Oft habe ich Jana auch geschrieben, dass ich mich gerade super wohl mit dem Buch fühle. Auch die Charaktere fand ich wirklich gut und abwechslungsreich, die Welt war toll gestaltet und das Ende hatte einen super fairen Cliffhanger, dafür dass es der erste Teil einer Buchreihe ist. Untermalt wurde die Geschichte noch von, meiner Meinung nach, sehr coolen und passenden alten schwarz-weiß Fotos.
P.S. Das Buch ist der erste Teil einer Buchreihe.
- Ken Follett
Winter der Welt
(824)Aktuelle Rezension von: _jamii_1933. Seit dem Ersten Weltkrieg ist eine neue Generation herangewachsen. Nun spitzt sich die Lage in Europa erneut gefährlich zu. In dieser dramatischen Zeit versuchen drei junge Menschen heldenhaft ihr Schicksal zu meistern.
- Der Engländer Lloyd Williams wird Zeuge der Machtergreifung Hitlers und der Nationalsozialisten. Er entschließt sich, gegen den Faschismus zu kämpfen, und meldet sich freiwillig als Soldat im Spanischen Bürgerkrieg.
- Die deutsche Adelige Carla von Ulrich ist entsetzt über das Unrecht, das im Namen des Volkes geschieht. Sie geht in den Widerstand und bringt damit sich und ihre Familie in höchste Gefahr.
- Die lebenshungrige Amerikanerin Daisy hingegen träumt nur vom sozialen Aufstieg. Sie heiratet einen englischen Lord - aber ihr Mann steht auf Seiten der Faschisten ...Das Buch ist spannend. Die diversen verschiedenen Perspektiven aus unterschiedlichen Nationen lassen mich die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln sehen, was eine differenziertere Betrachtung erlaubt.
Die Lage spitzt sich immer mehr zu, der Krieg kommt immer näher, und plötzlich ist man mittendrin. Obwohl die Geschehnisse im Grossen und Ganzen bekannt sind, ist das Buch doch äusserst interessant und man lernt Neues. Auch dies ist vor allem den verschiedenen Perspektiven zu verdanken.
Viele der Charaktere kennt man schon aus dem ersten Buch, einige lernt man hier nochmals viel besser kennen, andere treten etwas in den Hintergrund. Nichtsdestotrotz schafft es der Autor, die verschiedenen Personen mit Leben zu erfüllen. Egal, ob man nun die Meinung der Personen vertritt, oder ganz anderer Meinung ist, man fiebert mit ihnen allen mit und ist gespannt, wie es weitergeht.
Teilweise waren die Szenen für mich etwas zu sehr in die Länge gezogen, und es war etwas zäh, die spannenden Stellen haben aber definitiv überwogen.
Sehr spannend und interessant, aber nichts für zwischendurch.
- Cassandra Clare
Clockwork Princess
(1.283)Aktuelle Rezension von: tines_bookworld„If there is a life after this one,” he said, “let me meet you in it, James Carstairs.” “There will be other lives.” Jem held his hand out, and for a moment, they clasped hands, as they had done during their parabatai ritual, reaching across twin rings of fire to interlace their fingers with each other. “The world is a wheel,” he said. “When we rise or fall, we do it together.”
Hachja, die „Infernal Devices“-Reihe… Ich muss ehrlich sagen, dafür dass sie so gut bewertet war und das auch steigend mit jedem Band, hatte ich mir ehrlich gesagt mehr erhofft. Band 1 war ein guter Anfang, Band 2 ein langwieriger Filler und Band 3 hat das Ruder jetzt doch noch mal ganz gut rumgerissen.
“Clockwork Princess“ hat zwar wieder einen recht ermüdenden Einstieg, fängt sich aber nach knapp 100 Seiten verhältnismäßig schnell. Anschließend kommen Spannung und Emotionen echt nicht zu kurz! Sämtliche Nebenhandlungen und rote Fäden kommen in diesem letzten Band endlich zusammen und werden miteinander verwoben, wobei die Auflösungen mal mehr, mal weniger gut gelungen waren. Besonders das Mysterium um Tessas Herkunft war für mich den Hype aus den Vorbänden nicht wert, hier hatte ich etwas Spektakuläreres erwartet.
Die Spannung war meiner Meinung nach hier auch so gut gelungen, weil es viel mehr Nebencharaktere gab, die alle etwas zu erzählen und ihre eigene Rolle zu spielen hatten. Gideon, Gabriel, Cecily, Sophie - sie alle waren mehr oder weniger in Band 2 schon vorhanden, aber absolut blass. Hier haben sie der Handlung mehr Tiefe und mehr Fülle gegeben, was im absolut positiven Gegensatz zu Band 2 stand, wo es eigentlich nur um Tessa, Jem und Will ging.
Die drei Hauptprotas kommen in diesem Finale natürlich auch nicht zu kurz und müssen jede Menge erleiden. Die Emotionen kamen bei mir als Leserin wunderbar an, und gerade der ganze Abschied von Jem und natürlich der Epilog haben mich im positiven Sinne gut mitgenommen. Ich musste zwar (leider) nicht weinen, aber es war trotzdem unendlich traurig und gefühlvoll. Diese Liebe, die die drei verbindet, ist einfach so stark und als Handlungsstrang in Büchern auch verhältnismäßig selten vertreten - kein schnödes Liebesdreieck, in dem sich jemand entscheiden muss, sondern einfach ein Sein dürfen und Lieben dürfen.
“They say you cannot love two people equally at once,” she said. “And perhaps for others that is so. But you and Will—you are not like two ordinary people, two people who might have been jealous of each other, or who would have imagined my love for one of them diminished by my love of the other. You merged your souls when you were both children. I could not have loved Will so much if I had not loved you as well. And I could not love you as I do if I had not loved Will as I did.”
Ich muss jedoch echt sagen, dass ich die Liebe von Tessa zu Jem nicht so stark gespürt habe wie die zu Will. Bei jedem Kontakt, Gespräch oder generell jeder Situation mit Jem hat Tessa irgendwie an Will gedacht. Das fand ich nicht fair. Durch Jems Jahre als Stiller Bruder hatte Tessa die Möglichkeit, ihr Leben mit beiden nacheinander zu verbringen, aber hätte sie Jem trotzdem geheiratet und wäre vor allem glücklich mit ihm geworden, wenn er nicht so krank geworden wäre? Jem war irgendwie in jeglicher Hinsicht der Leidtragende und tat mir einfach im Herzen weh.
Ich empfehle es auch sehr, nach diesem Buch nochmal die Zusammenhänge zu vorherigen Büchern zu lesen, da man auf den Kontext nun einen ganz anderen Blickwinkel hat und die Charaktere viel besser einschätzen kann. Spezifisch meine ich hier das Ende in „City of Heavenly Fire“, wo Tessa und Jem das erste Mal zusammen auftreten und Jem kein Stiller Bruder mehr ist, und das Kapitel „Der Teufel von Whitechapel“ aus „Die Legenden der Schattenjäger-Akademie“, in der Zeit aus Tessas und Wills Ehe mit Kindern, deren Alltag auch von Jem sowie Cecily, Gabriel und Jessamine begleitet wird. Das macht die ganze Story nochmal runder.
Alles in allem vergebe ich für „Clockwork Princess“ 4,5/5 Sterne.
- Cassandra Clare
Clockwork Prince
(1.430)Aktuelle Rezension von: tines_bookworld„I've never minded it," he went on. "Being lost, that is. I had always thought one could not truly be lost if one knew one's own heart. But I fear I may be lost without knowing yours.”
Vier Monate ist der letzte Band der Reihe nun für mich her und dank Clares Schreibstil, beiläufig vergangene Ereignisse zu wiederholen, bin ich auch gut wieder in die Geschichte eingetaucht. Das war es dann aber leider auch schon und das ist auch mein allergrößter Kritikpunkt an diesem zweiten Band: An Handlung passiert eigentlich gar nichts. Die ersten 300 Seiten plätschern nur so vor sich hin, ehe es einen winzigen Schritt vorangeht und dann auch wieder auf der Stelle trampelt. Das hat mich wirklich überrascht, denn die „Infernal Devices“-Reihe ist sehr gut bewertet und das tatsächlich auch von Buch zu Buch besser. „Clockwork Prince“ jedoch fand ich leider am langweiligsten vom bisherigen Shadowhunter-Universum.
Ich verstehe, dass der Fokus hier wesentlich auf dem Liebesdreieck zwischen Will, Jem und Tessa liegt und somit auch auf dem character development, doch etwas Handlung und Spannung müsste doch drin sein! Bei der Suche nach Mortmain geht es eigentlich keinen Schritt weiter, Tessas wahre Identität ist immer noch ein Rätsel. Immerhin erfahren wir, warum Will immer so gehässig ist/war und die Nate-Storyline wird auch abgeschlossen. Das war es im Grunde schon.
Das genannte Liebesdreieck ist leider auch nicht zu hundert Prozent mein Geschmack. Mir gefällt die Dynamik zwischen den dreien eigentlich sehr und auch die Kurzgeschichte aus „Legenden der Schattenjägerakademie“, die in der Zukunft spielt, war sehr emotional. Nachdem sich Tessa hier am Ende aber nun für Jem entscheidet und Will ihr dann vom Fluch erzählt, wird sehr deutlich, dass Jem nur ein Lückenfüller war, und das finde ich einfach nicht fair ihm gegenüber. Dass das trotzdem als Liebe dargestellt wird, Tessa aber nun immer nur Gedanken für Will hat, schmerzt mich einfach. Das verleiht dem Ganzen, dass Tessa und Jem ja viel später nach Wills Tod auch noch heiraten, irgendwie einen faden Beigeschmack. Ich bin sehr gespannt, wie sich das noch entwickelt, auch wenn ich das Ende ja kenne.
“Clockwork Prince“ war für mich leider ein typisches Fillerbuch, mit dessen Weiterlesen ich mich aufgrund starker Langeweile sehr schwer getan habe. Ich vergebe 3/5 Sterne und hoffe, dass der Abschlussband wieder besser wird.
- Rebecca Gablé
Das Spiel der Könige
(670)Aktuelle Rezension von: ReisefreundinDas Spiel der Könige spielt nach dem 100jährigen Krieg in der Zeit der Rosenkriege von der ersten Schlacht von St. Albans 1455 bis zur Schlacht von Bosworth 1485. Die Hauptpersonen sind die Zwillinge Julian und Blanche of Waringham, Kinder von John of Waringham.
Die Einführung der dritten Generation erfolgte bereits im Vorgänger-Band "Die Hüter der Rose". "Das Spiel der Könige" beginnt mit dem Tod von John of Waringham, dessen Geschichte damit zuende ist. Personentechnisch wird es langsam unübersichtlich, denn die Königshäuser Lancaster und York mit ihren weitverzweigten Verwandschaftsverhältnissen stehen hier im Mittelpunkt. Dass viele Personen die gleichen Vornamen tragen, macht die Sache nicht einfacher. Hilfreich ist daher der Stammbaum der Hauptpersonen im Schutzumschlag (gebundene Fassung) sowie die vorangestellte Liste der handelnden Personen, damit man überhaupt noch mitkommt. Die Geschichte von Blanche wirkte für mich leider arg konstruiert und brachte m. E. den Hauptplot kaum weiter. Deshalb einen Stern Abzug.
- Charlotte Link
Im Tal des Fuchses
(663)Aktuelle Rezension von: Elke_FellnerEine zunächst spannende Geschichte, die mit viel Gefühl und Detailliebe geschrieben wurde, die sich aber leider über eine lange, zähe Leidensgeschichte zieht. Abgesehen von den Haupterkenntnissen über wer, was, warum endet die Geschichte aber durch die vielschichtige Geschichte trotzdem mit für mich offenen Fragen.
- Ransom Riggs
Miss Peregrine's Home for Peculiar Children
(168)Aktuelle Rezension von: Isabelle_KocherUm die Bücher von Ransom Riggs zu rezensieren gibt es im deutschen nicht genug positive Adjektive. Bereits die ersten Sätze seiner Bücher sind überragend, und was anschließend folgt, wir nur noch besser. Die Figuren, die Handlung, die magische Welt, die Sprache, die Ideen, ... all das ist exzeptionell und wir als Bonus auf noch mit besonderen Fotografien bestückt.
Wer seine neue Lieblingsbuchreihe sucht, sollte nach Miss Peregrine greifen.
Wer den (leider sehr schlechten) Film gesehen hat, sollte sich davon nicht abschrecken lassen - die Bücher sind viel besser.
Wer sich noch nicht an 6 Bücher binden will, kann auch einfach nur die ersten 3 einlassen, danach hat die Geschichte einen ersten Abschluss.
Und wer glaubt, dass nichts im Rampenlicht neben Harry Potter Platz hat, soll sich darauf freuen, mit diesen Büchern eines besseren belehrt zu werden.
- Jasper Fforde
Der Fall Jane Eyre
(573)Aktuelle Rezension von: Svenjas_BookChallengesAuch „Der Fall Jane Eyre“ von Jasper Fforde (aus dem Englischen übersetzt von Lorenz Stern) ist ein Buch, das ich aus eigenem Antrieb wahrscheinlich nicht gelesen hätte. Einfach, weil ich noch nie davon gehört hatte und mittlerweile ja nur noch selten Fantasy lese. Aber es wurde mir als „ähnlich zu Walter Moers“ empfohlen und könnte daher gut zu meinem Dissertationsvorhaben passen. Aber ehrlich gesagt bin ich mir nach dem Lesen nicht so sicher, was ich von dem ersten Band der Thursday-Next-Reihe halten soll.
Eines war er auf jeden Fall: ein wilder Ritt. Und was für einer! Jasper Fforde entführt uns in ein absolut freakiges Universum, in dem gefühlt kein Stein auf dem anderen bleibt. Ich hatte mir eine nette, vielleicht zauberhafte Geschichte á la „Tintenherz“ vorgestellt, aber weit gefehlt. „Der Fall Jane Eyre“ ist eher Agententhriller mit einer guten Portion Übersinnlichem + einer Prise Science Fiction, angereichert mit jeder Menge Blut, als kuscheliges Book-Fantasy.
In diesem, zugegeben sehr weirden Paralleluniversum, tobt seit über 100 Jahren ein Krimkrieg zwischen Großbritannien und dem auch 1980 noch zaristischen Russland, es gibt LiteraturAgenten, die aber nicht etwa Manuskripte an den Verlag bringen, sondern Literaturverbrechen aufdecken, es gibt schwarze Löcher, Zeitreisen und und und. Ganz nebenbei geht es aber natürlich auch um den im Titel erwähnten Roman „Jane Eyre“ und um weitere Klassiker der britischen und amerikanischen Literatur. Romanfiguren werden entführt, die literarische Welt erpresst, Agenten sterben wie die Fliegen und hinter all dem steckt ein perfider Superschurke.
Puh, ich muss erstmal wieder zu Atem kommen. Ganz ehrlich: Hier war mir deutlich zu viel los. Der Roman ist zwar mit jeder Menge Wortwitz geschrieben und hat wirklich tolle Momente, er ist aber auch vollgestopft bis oben hin. In diesem Universum herrscht reinstes Chaos, es gibt kaum Regeln und es passiert einfach alles nebeneinander, durcheinander und querbeet. Einige Handlungsstränge haben sich mir irgendwie gar nicht erschlossen und mich ermüdet (ich sag nur: Krimkrieg und Republik Wales), andere waren mir zu unausgereift. Gleichzeitig sind die Figuren zwar herrlich skurril, aber vielleicht auch ein bisschen zu klischeehaft gezeichnet. Und gerade Ich-Erzählerin Thursday Next hat mich irgendwie gar nicht überzeugt.
Fazit: Ich bin mir nicht sicher, ob die Reihe für meine Dissertation geeignet ist (stellt sich auch vielleicht erst im Prozess heraus), aber ohne literaturwissenschaftliches Interesse würde ich sie vermutlich nicht weiterlesen. Mein Leben ist manchmal schon chaotisch genug, da kann ich so viel Literatur-Chaos nicht auch noch gebrauchen. Obwohl ich andererseits zugeben muss, dass ich einige Aspekte an der Geschichte richtig cool fand. „Der Fall Jane Eyre“ lässt mich auf jeden Fall zwiegespalten und auch ein bisschen ratlos zurück.
- Maggie Stiefvater
Was die Spiegel wissen (Raven Boys 3)
(281)Aktuelle Rezension von: JoanaMariaMit Was die Spiegel wissen von Maggie Stiefvater fühlt man sich sofort wieder wie zu Hause – zumindest, wenn man die Reihe rund um die Raven Boys liebt. Die Atmosphäre ist dicht, ein bisschen mystisch, ein bisschen melancholisch, und vor allem lebt alles von der besonderen Dynamik dieser Gruppe.
Was ich wirklich mag: die Charaktere. Sie tragen das Buch komplett. Ihre Gespräche, ihre Eigenheiten, dieses unterschwellige Band zwischen ihnen – das ist einfach schön zu lesen. Endlich nimmt die Geschichte auch etwas mehr Fahrt auf und man merkt, dass wir uns auf etwas Größeres zubewegen.
Trotzdem muss ich sagen: Es passiert recht wenig, wenn auch mehr als im Buch davor. Viel Stimmung, viel Gefühl, viel Zwischenmenschliches – aber wenig, das mich wirklich überrascht oder umgehauen hat. Es ist eher sanfte, ruhige Fantasy mit Wohlfühlfaktor. Und ganz ehrlich? Manchmal reicht das auch.
Für mich also solide 3,5 Sterne. Kein Highlight, aber ein Buch, bei dem ich gerne Zeit mit den Figuren verbringe.
- Sabrina Qunaj
Die Tochter des letzten Königs
(171)Aktuelle Rezension von: MarinaHDas Cover des Romans gefällt mir sehr, ich mag die Farben und finde es ist schön gestaltet. Es passt außerdem zu der Zeit und macht einen ästhetischen Anschein.
Das Buch habe ich durch einen Zufall gefunden, doch ich bin froh, dass ich dies getan habe. Das Buch Rund um Nesta ferch Rhys und ihr Leben hat mich sehr Interessiert. Es ist schrecklich, wie viele Schicksalsschläge sie hinnehmen musste, ihr Glück blieb ihr leider nicht lange vergönnt. Die Handlung in dem Buch hat mich sehr angesprochen, insbesondere da diese auch meistens der Realität entsprach, es war gleichzeitig jedoch sehr erschütternd zu sehen, was Nesta schon in jungen Jahren durchmachen musste. Die Handlung im Roman war gut, doch leider hat das Buch sich an vielen Stellen viel zu sehr in die Länge gezogen. Meiner Meinung nach könnte es ruhig gekürzt werden, da der Schreibstil manchmal viel zu ausschweifend wurde. Deswegen hatte ich auch Probleme, in das Buch reinzukommen, oder verlor ich nach wenigen Seiten auch die Lust, da sich manchmal wirklich nichts bei der Geschichte regte.
Und obwohl ich etwas am Schreibstil der Autorin auszusetzen habe, kann ich gleichzeitig nur betonen, wie gut ihr dieses Buch gelungen ist. Man konnte sehr mit den verschiedenen Charakteren mitfühlen und ihre Lage erleben, alles wirkte authentisch und Nesta ist mir sofort ans Herz gewachsen. Ich denke sie als Freundin zu haben wäre echt toll.
Dieser historische Roman hat mir sehr gefallen, er sollte mehr Beachtung kriegen, denn diese hat er verdient. - Bill Bryson
Reif für die Insel
(150)Aktuelle Rezension von: -nicole-Bevor Bill Bryson mit seiner Familie zurück in seine Heimat Amerika zieht, bereist er nochmal für ein paar Wochen Großbritannien - Die Insel, die er im Jahre 1973 zum ersten Mal besucht hat und schließlich dort geblieben ist. Wie damals, vor 21 Jahren, beginnt seine Reise am Hafen von Calais und staunt daher nicht schlecht, als er das veränderte Dover wiedersieht. Brysons Reise geht weiter über London, danach quer durch Land bis weit hinauf in den Norden. Das Land, was er in den vergangenen so lieben gelernt hat, überrascht ihn immer noch mit so manch Skurilem, aber auch mit vielen Sehenswürdigkeiten. Eine große Reise, auf der den Autor so manches Abenteuer erwartet.
"Ich verstehe nie, wieso die Londoner nicht begreifen, dass sie in der wunderbarsten Stadt der Welt leben." - Seite 39, eBook
Bill Bryson listet in seinem besonderen England-Reiseführer neben Sehenswürdigkeiten und Nichtsehenswürdigkeiten auch Besonderheiten auf, wie etwa das Abenteuer U-Bahn fahren in London. In keiner anderen Metropole haben die Bahnhöfe so wunderbar phantasievolle Namen. Bevor er nun nach vielen Jahren zusammen mit seiner englischen Frau in die USA zurückkehrt, bereist er noch einmal die Insel. Im Prolog schildert Bryson seine ersten Momente, als er im Jahre 1973 zum ersten Mal in Dover die Insel betritt. Neben interessanten Fakten listet er auch immer wieder Dinge auf, die den Leser zum Schmunzeln bringen.
"Aus Gründen, die sich ebenfalls einer rationalen Erklärung entziehen, gibt British Rail die Zielorte vorne am Zug an, was schrecklich praktisch wäre, wenn die Fahrgäste auf den Schienen sitzend warten würden, aber vielleicht nicht so ideal für die ist, die von der Seite einsteigen." -Seite 125, eBook
"Was für ein herrliches Land - total bekloppt natürlich, aber über die Maßen hinreißend." - Seite 321, eBook
Mein Fazit: Ein humorvoller und sehr interessanter Reisebericht. Bill Bryson beschreibt hier viele Orte, Verhaltensweisen der Engländer oder auch Alltägliches mit seinem ganz eigenen Charme. So sehr er sich beispielsweise über die englischen Parkhäuser aufregt, so toll sind für ihn die vielen Londoner Parks und beeindruckenden Landschaften. Da ich England und ganz besonders London sehr mag, hat es mir Spaß gemacht, diesen speziellen Reiseführer zu lesen. Eine wunderbare Mischung aus interessanten Fakten und humorvollen Anekdoten. Ich bin nun sehr gespannt auf den Nachfolger "It's teatime, my dear". - Ella Simon
Das Leuchten einer Sommernacht
(114)Aktuelle Rezension von: Uli-GKIn diesem von Anfang bis Ende bezaubernden Roman entführt uns Ella Simon, wie schon in "Ein Gefühl wie warmer Sommerregen", nach Wales, das Land an der britischen Westküste, mal grün mit sanften Hügeln, mal felsig, rauh und meerumtost. Hier begegnen wir Lynne und Reed. Die beiden kennen sich schon ein ganzes Leben lang, gehen miteinander durch Dick und Dünn, obwohl ihre innige Freundschaft auf wenig Gegenliebe bei den jeweiligen Familien stößt. Als beide fünfzehn Jahre alt sind trennen sich ihre Wege auf schicksalhafte Weise, um sich zwölf Jahre später wieder zu kreuzen.
Und hier setzt die Handlung des Romans an! Der junge, unbeherrschte Reed ist inzwischen ein gefeierter Rugbystar, während Lynne ihre Arbeit in den Dienst der Organisation "Gute Fee" gestellt hat, die es sich zur Aufgabe macht, kranken Kindern besondere Wünsche zu erfüllen. Schnell merken sowohl Lynne als auch Reed, dass die alte Liebe aus Kindertagen keineswegs erloschen ist. Doch die Jahre der Trennung und schwere, prägende Erfahrungen scheinen unüberwindbare Barrieren zu sein. Jetzt muss sich erweisen, ob beider Liebe stark genug ist, die Vergangenheit zu bewältigen, alles Trennende zu beseitigen und einen Neuanfang zu wagen...
Der sehr flüssig und schön geschriebene Roman ist vor allem eins: eine wunderbare Liebesgeschichte und empfehlenswerte Sommerlektüre! Eine emotionsgeladene Geschichte voller Dramatik entwickelt sich vor dem Leser, zieht ihn in ihren Bann und lässt ihn bis zur letzten Seite nicht los. Die Autorin versteht es ausgezeichnet, Spannung aufzubauen und bis zum Ende zu steigern, um sie dann in einem zu Herzen gehenden Finale aufzulösen.
Dabei zeichnet sie glaubwürdige Charaktere, die ihr Leben trotz aller Schwere, die es ihnen aufbürdet zu meistern versuchen, die auf der Suche nach Liebe und Glück sind und doch eingedenk schlimmer Erfahrungen davor zurückschrecken. Ella Simon lässt sie schmerzhafte Prozesse durchlaufen, denen sie sich stellen und denen sie standhalten müssen, um sich selbst die Chance auf Heilung zu geben. Und folgerichtig erfahren die Protagonisten eine sehr überzeugende Reifung und Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit, die ihnen schließlich den Weg in eine verheißungsvolle Zukunft eröffnen.
Es fällt nicht schwer, Ella Simons Figuren Sympathie entgegenzubringen, sie sogar ins Herz zu schließen. Sie polarisieren nicht, provozieren nicht, verärgern nicht. Sie sind schlicht und einfach liebenswert und man wünscht ihnen alles Glück der Erde.
Ein Heile-Welt-Roman also? Auf jeden Fall! Und mit dem von den Lesern herbeigesehnte Happy End? Mag schon sein... Und - warum auch nicht? Der Roman ist ein herzerwärmendes Gegenstück zu den Zeitungen und Nachrichtensendungen, die Tag für Tag mit Mord und Totschlag, mit Kriegen, Intrigen und Betrügereien auf unserem Planeten, und nicht zuletzt einer Krise, die unser aller Leben auf den Kopf gestellt hat, Schlagzeilen machen. Er ist wie eine Auszeit vom Alltag - und tut einfach gut!
- Jo Walton
In einer anderen Welt
(48)Aktuelle Rezension von: Helicopter66Keine Science-Fiction, vielleicht Fantasy, vermutlich aber auch nicht – eher ein intelligentes Spiel mit den beiden Genres, das mehrere Literaturpreise zu Science-Fiction und Fantasy gewonnen hat.
Jo Walton ist eine in Wales geborene Schriftstellerin, die später kanadische Staatsbürgerin wurde. Ihr erfolgreicher Roman handelt in Tagebuchform vom Alltag und den Gedankengänge eines fünfzehnjährigen Mädchens, das an den Folgen eines Unfalls leidet. Das Mädchen, ebenfalls in Wales geboren, ist seit Kurzem zu seinem Vater, zu dem es zuvor keinen Kontakt hatte, nach England übersiedelt. Es liest Unmengen von Science-Fiction und Fantasy und setzt das Gelesene in Beziehung zu seinem Leben und eigenen „magischen Erlebnissen und Praktiken“. Die Autorin hält es bis zum Schluss (und darüber hinaus) in der Schwebe, ob ihre Protagonistin (mit einigen autobiografischen Bezügen) nun tatsächlich mit Magie um ihr Leben kämpfen muss, das Buch also Fantasy-Literatur ist, oder ob diese Magie der Schutz – im übertragenen Sinn – ist, den ein traumatisiertes Mädchen in der Wahrnehmung und Bewertung seiner Lebensumstände um sich aufbaut. Eine sehr intelligente literarische Konstruktion zur Unbestimmtheit und Fragilität „magischen Denkens“, die sich häufig nur wie nebenbei aus den Tagebucheinträgen entwickelt, und zuletzt selbst biografische Daten der Protagonistin, die zuvor als Tatsachen erschienen, wie zum Beispiel die Ursache für den Unfall oder eine dabei ums Leben gekommene Zwillingsschwester, in Frage stellt.
- Sabrina Qunaj
Der Ritter der Könige
(71)Aktuelle Rezension von: MarinaHNachdem ich »Das Blut der Rebellin«, den zweiten Teil der Geraldine-Reihe gelesen hatte, hatte ich sehr hohe Ansprüche an diesen Band. Nicht nur da es sich nun um einen Flamen handeln würde, sondern auch, weil »Das Blut der Rebellin« mir sehr zugesprochen hatte. Außerdem war es befremdlich, die Sicht von einem Mann zu lesen, was man ja in den ersten beiden Teilen nicht so erlebt hatte.
Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist ansprechend und passt meiner Meinung nach gut in die Reihe, man erkennt, dass die Bücher alle miteinander verbunden sind, das Wappen sieht schön gestaltet aus.
Der Schreibstil von Sabrina Qunaj konnte mich mal wieder, sofort abholen. Ihre Romane lesen sich schnell und flüssig, ich hatte keine Probleme, obwohl manche Passagen meiner Meinung nach ein wenig kürzertreten konnten. Die Geschichte rund um den Ritter Maurice de Prendergast hatte mich sofort mitgerissen, da man sehr spannend in das Buch einsteigt. Maurice war mir sehr sympathisch, er war ein ehrenhafter Mann, dem das Wohl anderer stets wichtig war. Das er so treu zu seinem Freund Richard de Clare hielt, war rührend, manchmal raubte es mir jedoch den letzten Nerv.
Andere Charaktere wie Marared oder Meylir hatte ich auch sofort ins Herz geschlossen, man konnte gut mit den einzelnen Charakteren mitfühlen und sich ein Bild von ihnen machen.
Die Spannung im Buch blieb nicht weg, ich konnte auch den dritten Teil schwer aus der Hand legen, obwohl ich eine weibliche Protagonistin ehrlich gesagt ein wenig vermisste. Trotzdem war dieser Roman wundervoll, ich freue mich schon auf den nächsten Band.
Aber ich muss zugeben, dass es mich traurig stimmt, dass das dann schon das Ende der Geraldines-Reihe ist. - Sabrina Qunaj
Das Erbe der Drachenkrone
(26)Aktuelle Rezension von: KleenkramWer historische Romane aus dem Mittelalter liebt, der kommt an dieser Dilogie nicht vorbei. Leidenschaft, Macht und Intrigen - vor der malerischen Kulisse von Wales.
Im Mittelpunkt steht die Normannin: Eleanor de Montfort, Tochter von Simon de Montfordie und Nichte von König Henry III. Schon als Kind Schon als Kind wird sie aus machtpolitischen Gründen mit Llewelyn, dem Fürsten von Wales, verlobt. Sie erzählt ihre Geschichte hier selber. Ihre Entwicklung von einem dreizehnjährigen Mädchen, dass im Exil in Frankreich lebte, bis hin zur Fürstin von Wales.
Die Autorin hat mich schon mit dem ersten Band begeistert und der zweite steht dem in nichts nach. Der historische Hintergrund wurde mit fiktven Charakteren und Ereignissen zu einer komplexen Geschichte verwebt. Die Zeit wird wieder lebendig und man hat das Gefühl direkt vor Ort zu sein. Wunderbar in Worte gefasst, mal ruhig, mal aufregend und spannend, immer fesselnd und auch sehr informativ.
Dank des Personenregisters behält man den Überblick über die zahlreichen Figuren, die hier eine Rolle spielen. Manche Namen und Verbindungen musste ich ab und zu nachschlagen. Egal ob große oder kleinere Rollen, gut oder böse, jede für sich ist gut ausgearbeitet worden und hat ihren Platz gefunden.
Ein spannender, unterhaltsamer Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle!
- Anna Helford
Season Sisters – Frühlingsgeheimnisse
(162)Aktuelle Rezension von: Meisje25Frühlingsgeheimnisse ist ein netter, leichter Roman mit einer hübschen Idee, der aber nicht die Tiefe oder innere Logik erreicht, die ihn wirklich packend machen würde. Die Geschichte, die die Vergangenheit erzählte war doch etwas Abstruß, die Liebesgeschichte der Gegenwart zu "cheesy". Für zwischendurch ist er okay, doch er hinterlässt keinen bleibenden Eindruck.
- Rebecca Gablé
Drachenbanner
(99)Aktuelle Rezension von: Isar-12"Drachenbanner" ist der siebte Band der Waringham-Saga von Rebecca Gablé. Zeitlich ist er dabei zwischen "Teufelskrone" und "Das Lächeln der Fortuna" im Zeitraum 1238 - 1265 einzuordnen. Es beginnt damit, dass der junge Bedric den Tod seines Vaters verkraften muss, der bei Baumfällarbeiten ums Leben kommt. Verantwortlich für Mutter und Schwester muss er als leibeigener Bauerssohn ab sofort den Vater ersetzen. Eng verbunden ist er dabei mit Adele von Waringham, mit der er als Kind aufgewachsen ist. Doch deren Welten könnten nicht unterschiedlicher sein. Sie eine Adlige, er Leibeigener. Und doch ist ihr Band der Liebe so groß, dass sie nicht voneinander lassen können. Aber dies muss ihr Geheimnis bleiben. Während Adele an den Hof der Königsschwester Eleanor Plantagenet muss, träumt Bedric von seiner Freiheit. Im Zentrum dieses Bandes steht der Kampf von Simon de Montfort, 6. Earl of Leicester und Ehemann von Eleanor Plantagenet, um die "Provisions of Oxford". Er war Anführer der ersten Revolution auf englischem Boden und Einführung des ersten repräsentativen Parlament in England. Dies gilt neben der Magna Charta als wichtigste historische Errungenschaft der frühen Demokratie in England. König Henry III. und dessen Sohn Prinz Edward waren indessen seine Widersacher. In diesem historischen Rahmen erlebt der Leser die Entwicklung von Waringham und Bedrics Aufstieg zum Ritterschlag. Rebecca Gable erzählt die Story dabei in vier zeitlich großen Kapiteln, die wiederum dann unterteilt sind. Dabei geschieht dies oftmals sehr mitreißend, dann aber streckenweise auch mit Längen. Hier hätte ich mir teils ein wenig Straffung gewünscht. Aber überwiegend nimmt einen der Roman wieder auf ein Kapitel englischer Geschichte mit und unterhält einen dabei auch noch gut. Für mich in Summe wieder ein gelungener Band der Saga, der sich gut in die komplette Reihe integriert.
- Constanze Wilken
Das Erbe von Carreg Cottage
(86)Aktuelle Rezension von: mareileZwei außergewöhnliche Frauen führen den Leser durch Vergangenheit und Gegenwart. Es gelingt der Autorin auf sehr mitreissende Art, dem Leser das alte Wales mit seinen Mythen, dort spielt Meara/Lileas, eine Druidentochter die Hauptrolle und die Gegenwart nahezubringen. Die Schauplätze auf der Halbinsel Llŷn im Norden von Wales fand ich so schön beschrieben, dass ich mich dort sofort zuHause fühlte. Die Autorin erschafft Szenen und Bilder, die mich lange nicht losgelassen haben.
In der Vergangenheit erleben wir das Schicksal der Druidentochter, die miterleben muss, wie ihre Familie von christlichen Mönchen umgebracht wird. Man spürt die fundierte Recherche und nimmt durch die lebendige Erzählweise Anteil an dem, was im 7. Jahrhundert geschieht. Das Volk lebt in Angst vor den Herrschern und den römisch-katholischen Priestern, die immer mehr Einfluss gewinnen. Die junge Meara kämpft gegen Lügen und Intrigen und um ihre Liebe zu einem Priester, der von Glaubenszweifeln geplagt wird.
In der Gegenwart ist es die Schottin Lilian, die nach einem ruhelosen Leben auf Llŷn eine neue Heimat findet. Das Cottage steht dabei im Mittelpunkt und birgt ein Geheimnis, das mir am Ende eine Träne entlockte. Es geht in diesem Roman um so viel mehr - die Verbindung zur Natur, Religionskonflikte und die Toleranz.
Beide Erzählebenen werden fein miteinander verwoben, die Landschaft und Geschichte eines mir unbekannten Landes wird lebendig erzählt. ein besonderes Buch, das ich gern empfehle!
- Clare Mackintosh
Meine Seele so kalt
(102)Aktuelle Rezension von: Flippi1006"Meine Seele so kalt" handelt von einem schrecklichen Unfall bei dem ein kleiner Junge von einem Auto erfasst wird und stirbt. Die Ermittlungen dauern sehr lange und werden erst zum Schluss aufgeklärt. Die Geschichte ist sehr spannend und hat sehr viele überraschende Wendungen. Die Geschichte behandelt Themen wie Häusliche Gewalt, Abhängigkeit und Stalking. Eine sehr düstere Geschichte und eine sehr authentische Darstellung.
- Ella Simon
Ein Gefühl wie warmer Sommerregen
(100)Aktuelle Rezension von: Julia_x3Dies ist ein Roman, der Dank der hautnahen Recherche der Autorin besonders real und lebendig wirkt.
Das Buch spielt vor der Liebesgeschichte von Lynne und Reed, über die ich erst las. Sie führt uns zu Alis (Reed's Schwester) und ihrem scheinbar kaputten leben nach einem tragischen Unfall. Tragisch, traurig, romantisch, freudig, impulsiv. Alles Worte, mit denen ich das Buch in Verbindung bringe.
Ein Buch voller Emotionen.
Ich konnte mich sehr gut auf die Geschichte einlassen und habe mit Freude jedes nächste Geschehen erwartet. Die Wendungen in diesem Buch waren zum Haare raufen und wenn man dachte, jetzt wird alles gut, kam es noch dicker. Ein Buch voller Spannung und Gefühle.
- Vanessa Savage
Mörderhaus
(37)Aktuelle Rezension von: Tanja13Nachdem die depressive Hauptprotagonistin Sarah eine vermeintlichen Selbstmordversuch hinter sich hatte, überredet ihr Ehemann Patrick sie dazu, dass beide mit ihren Kindern Mia und Joe in sein ehemaliges Elternhaus am Meer ziehen, das gerade zum Verkauf steht. Sarah willigt nur widerwillig dazu ein, da in diesem Haus eine Familie ermordet wurde und sie nicht gerade begeistert davon ist, in diesem dunklen Gebäude zu leben. Schließlich entschließt sie sich unter den gegebenen Umständen doch dazu mit ihrer Familie dorthin zu ziehen und unterstützt ihren Ehemann dabei. Kaum, dass sie dort eingezogen sind, nimmt sie seltsame Dinge war und ihre Familie scheint sich zu verändern. In der Folgezeit passieren immer wieder seltsame Dinge und nachdem sie erfahren hat, dass der Mörder von damals wieder auf freien Fuß ist und feststellt, dass einige Personen nicht die Wahrheit gesagt haben, hat sie Probleme den Menschen in ihrer Umgebung zu vertrauen. Nach und nach spitzt sich ihre Situation in dem Haus zu, bis sie schließlich ihren Höhepunkt findet.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut, es ist verständlich geschrieben und einfach zu lesen, ohne viel Geschnörkel und unnötigen Sätzen.
Mein Fazit:
Die Spannungskurve wurde langsam aufgebaut und schwellte dann eine Weile auf dem Niveau vor sich hin, bis sie für mich leider in der Mitte des Buches abfiel. Auch hatte ich erwartet, dass mehr auf die Geschichte des Hauses eingegangen wird. Einiges ließ sich im Verlauf des Buches recht früh erahnen, dafür hat mir an andere Stelle gefehlt, dass einige geöffnete Erzählstränge für meinen Geschmack nicht richtig zu Ende geführt wurden, will heißen das Schicksal der Personen blieb offen. Das Ende selbst hat mir auch nicht wirklich gut gefallen, da es irgendwie zu schnell und abrupt kam und auf mich den Eindruck hatte, als ob die Autorin keine Lust mehr gehabt hätte, das Buch weiterzuschreiben und es einfach nur beenden wollte. Daher blieb es leider unter meiner Erwartung.
- Philippa Gregory
Der Thron der roten Königin
(57)Aktuelle Rezension von: MaryKateInhalt: Mit kaum zwölf Jahren wird Margaret Beaufort aus dem Hause Lancaster 1455 mit Edmund Tudor verheiratet. Die Familie wartet ungeduldig auf einen Thronfolger. Tatsächlich bekommt Margaret, selbst noch ein Kind, einen Sohn: Henry.
Als mit dem Rosenkrieg ein tödlicher Kampf um die Krone entbrennt, gilt Margarets ganzes Streben einem einzigen Ziel: Ihr Sohn soll König von England werden. Denn in einem ist Margaret sich sicher: Gott steht auf ihrer Seite.
Meine Meinung: Auch im zweiten Band geht es um eine starke Frau die nur ein Ziel hat ihr Sohn Henry muss auf Englands Thron. Margaret weiß schon als Kind das sie an ihrer Seite hat. Sie heiratet mit zwölf Jahren Edmund Tudor und bekommt einen Sohn. Der Rosenkrieg ist in vollem Gange und der Kampf um Englands Thron beginnt erneut. Allerdings steht das Haus Lancaster im Vordergrund der Geschichte. Vor allem Margarets Entwicklung im Buch hat gut gefallen sie entwickelt sie zu einer starken und selbstbewussten Frau. Die sich auch gegen die Männer behaupten kann egal in welcher Situation. Eine Geschichte die einem zeigt wer eigentlich wirklich die Fäden im Kampf um Englands Thron in den Händen hält.
- P.C. Cast
Göttin des Meeres
(214)Aktuelle Rezension von: LovelyDancer...und Göttinnen ist manchmal schwer durchschaubar. P.C. Cast hat hier den zweiten Band ihrer Mythica-Reihe vorgelegt und verbindet auf sehr interessante Weise die Mythen der Antike mit modernen Denkweisen. Ich fand das Buch spannend und romantisch, aber nicht ganz so gelungen wie Band 1.
Trotzdem: Stil und Ideenreichtum der Autorin sind einfach großartig.























